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Laurahütte um 1840
Im Jahre 1824 kauften die Gebrüder Moses (1793–1861) und Daniel Oppenheim (* 1800) das Gut Reinfeld mit seinen Vorwerken, daher wollte Moses Oppenheim den Namen „Moritz von Oppenheim-Reinfeld“ führen, es wurde ihm jedoch nur die Kombination von Oppenheim und Reinfeld, „Oppenfeld“, gestattet, und beide Brüder mussten sich christlich taufen lassen.[31] Die von Oppenfeld führten ein Wappen, welches in Anlehnung an das des in Deutschland erloschenen Geschlechts derer von Ramel gestaltet wurde, diese besaßen Reinfeld einst als Lehen. Im Adelsstand („von Oppenfeld“) erhielten die Brüder die Erlaubnis des Ministeriums, diesen Namen ab 22. September 1827 zu verwenden, den sie jedoch mit Rücksicht auf ihre Kredite im Ausland noch nicht veröffentlichten.[32]
Beide betätigten sich unter anderem als Fischzüchter, in Fridrichswalde bei Stargard in Pommern setzten sie 150 Sterlets aus. Herr von Schweinitz sendete diese per Eisenbahn an die Fischzuchtanstalt Oppenfeld.[33] Im Jahre 1835 wurde zwischen dem Grafen Hugo Henckel von Donnersmarck in Siemianowitz und den Gebrüdern Oppenfeld zu Berlin eine Sozietät geschlossen, um das Eisenhütten-Etablissement Laurahütte, südöstlich von Siemianowitz an der Chaussee nach Kattowitz, zu gründen. Ab dem 1. Juli 1858 wurde die Laurahütte ausschließlich durch Graf Henckel von Donnersmark betrieben Die Grundsteinlegung zu diesem Werke fand am 8. September 1836 statt, der Betrieb der Hochofen-Anlage begann am 6. Februar 1839. Mit der Produktion wurde zunächst ein Walzwerk errichtet, bis zum Jahre 1840 wurden vier Hochöfen und zwei Walzhütten erbaut und in Betrieb gesetzt, die technische Ausstattung der Hüttenwerke kam aus England. In der Zeit von 1847 bis 1851 wurde ein Dampfhammer und eine weitere Walzhütte erbaut und im Jahre 1854 erweitert.[34]