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- Besuch des Lehrerseminars in Brühl und Lehrer mit Lehramt an der Domschule zu Köln, Berufung als Lehrer an die Rheinische Ritterakademie, 1843 Ablegen der Prüfung für das Lehramt als Zeichenlehrer an der Kunstakademie Düsseldorf,
1849-1851 Arbeit im Meisteratelier und Gründungs-Mitglied im Künstlerverein „Malkasten“, ab 1850 Maler,
1867-1871 leitender Geschäftsführer des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, bis zum Tod 1896 zahlreiche Reisen in die Alpen (Schweiz, Tirol, Oberitalien),Vertreter der Düsseldorfer Malerschule
2 Enkelkinder von Sohn Wilhelm Ludwig und Lotti Krauser: Herbert Heinrich Max Lindlar - Wilson(1909-2009) ( der Erfinder des Lindlar-Kathalysators sowie englischer Vizekonsul in Zürich und Basel) und Margarete.
5 Enkelkinder von Tochter Ottilie Caroline Wilhelmine und Otto Dahl: Ottilie(Lilli), Otto Alexander, Maria Auguste Victoria, Hedwig (Schibby) und Otto Alexander
Villa Zanders zeigt Johann W. Lindlar zum 200. Geburtstag
von Kunstmuseum Villa Zanders
29. November 2016
Aus dem reichen Oeuvre des Bergisch Gladbacher Malers Johann Wilhelm Lindlar zeigt das Kunstmuseum Villa Zanders zu dessen 200. Geburtstag Werke aus unserer Sammlung.
Der am 9.12.1816 in Bergisch Gladbach geborene Johann Wilhelm Lindlar gehört zu den namhaften Vertretern der Düsseldorfer Malerschule. Er war zunächst als Lehrer tätig und wandte sich mit 28 Jahren der Malerei zu. Bis zu seinem Tod im Jahr 1896 unternahm er zahlreiche Reisen in die Alpen und wurde vor allem als „Alpenmaler“ bekannt.
Die heroische Natur der schweizerischen Alpen übertrug er im Atelier in idealisierte Landschaften, die noch ganz dem Geist der Spätromantik verpflichtet sind. Unerreichbar ferne Gipfel, dramatische Lichtverhältnisse, schäumende Wasserfälle und staffagenhaft kleine, den Elementen trotzende einsame Wanderer sind die geläufigen Ausdrucksmittel seiner Bildsprache.
Lindlar orientierte sich zeitlebens an seinem Lehrer Johann Wilhelm Schirmer. Gestützt auf zahlreiche Naturstudien steigerte er jedoch dessen realistischen Ausdruck.
Gemäß eigenen Angaben umfasst Lindlars Werk etwa 500 Gemälde. Sein vielfach in die Neue Welt exportiertes Gesamtwerk ist weitgehend verschollen. Zahlreiche Bildverkäufe tätigte er in den USA, Niederlande, Belgien, Frankreich, England und Deutschland. Da kein Verzeichnis der tatsächlichen Bildverkäufe vorliegt, ist es weitgehend unmöglich, ein Werkverzeichnis zu rekonstruieren.
Das Kunstmuseum Villa Zanders besitzt 18 Werke von Johann Wilhelm Lindlar, darunter auch Zeichnungen und Studien.
Vita Johann Wilhelm Lindlar
09.12.1816 geboren in Kley, getauft in Paffrath in St. Clemens als eines von 8 Kindern
1830 – 1834 Schulgehilfe an der Schule „Im Ross“, dann Aufnahme in das königliche Lehrerseminar in Brühl. Lehramt an der Domschule zu Köln und künstlerische Studien bei A. Wegelin
1842 Berufung als Lehrer an die Rheinische Ritterakademie Bedburg
1843 Lehre als Zeichenlehrer an höheren Schulen an der Königl. Kunstakademie Düsseldorf (Direktor Wilhelm von Schadow)
1844 Einfluss J.W. Schirmers und Entschluss, Maler zu werden
1845 Aufnahme an die Kunstakademie Düsseldorf in die Klasse von Johann Wilhelm Schirmer (Landschaftsmalerei)
1847 – 1851 eigenes Meisteratelier an der Kunstakademie Düsseldorf
1848 Mitbegründer des Künstlervereins „Malkasten“ in Düsseldorf
ab 1851 Freischaffender Maler, Reisen in die Schweiz, Gardasee, Lago Maggiore
1852 Ehrung durch die Königliche Akademie der schönen Künste in Amsterdam
1855 Verlegung des Wohnsitzes nach Düsseldorf, Heirat mit Othilie Dorothea Karoline Asteroth (5 Kinder aus der Ehe)
1856 „Malkasten-Streit“: Der Kampf der freien Künstlerschaft gegen die einseitige Bevormundung durch Schadow hat den Austritt Schadows zur Folge; Lindlar-Porträt von der Hand des Malers Josef Schex
1860 – 70 Teilnahme an zahlreichen Salonausstellungen u.a. in Frankreich
1867 – 71 Geschäftsführer des Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen in Düsseldorf
23.04.1896 gestorben in Düsseldorf
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