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Die Familie d’Orville war calvinistischen Glaubens und stammte ursprünglich aus dem Dorf Orville nahe Valenciennes (Pas de Calais). Um 1560 wurde die Stadt ein Zentrum des Calvinismus und des ersten Widerstands gegen die spanische Herrschaft. Bald setzt aber die Gegenreformation ein. So wurde auch diese Familie im 16. Jahrhundert zu Glaubensflüchtigen und wanderte nach Antwerpen und dann in das heutige Deutschland aus.
Die Stammreihe des Geschlechts beginnt mit Philippe d’Orville († 1552), Kaufmann in Valenciennes. Robert d’Orville kam 1572 als Tuch- und Baumwollhändler nach Frankfurt am Main. Daniel d’Orville kam 1637 über Frankenthal, einem calvinistischen/reformierten Zentrum, in das lutherische Frankfurt am Main. 1648 folgte ihm sein Neffe Peter d’Orville (1618–1699), der Elisabeth de Famars (1622–1693) heiratete. Auch die Familie de Famars war calvinistisch-reformatorischen Glaubens und stammte aus Valenciennes (Pas de Calais). Eines ihrer Kinder war Peter Friedrich d’Orville (1662–1739), dessen Ehe mit Susanna Judith Buirette von Oehlefeld (auch d’Ahlfelden) (1670–1730) auch Isaak d’Orville, späterer Freiherr d’Orville von Löwenclau, entstammte. Peter Friedrich und seine Nachfahren werden unten näher dargestellt.
Unklar sind verwandtschaftliche Beziehung zu Friedrich d’Orville (* 6. Mai 1590 in Frankreich (?); † 1641 in Köln), verheiratet mit Maria Modesta Camerarius (1601–1665) und deren drei Söhnen: Johann Joachim d’Orville, Friedrich d’Orville (1634–1675) und Jacob d’Orville (1634–1681). 450