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Mathilde wurde als älteste Tochter von Graf Rudolf IV. von Habsburg, später römisch-deutscher König, und seiner ersten Frau Gertrud (Anna) von Hohenberg geboren. Sie hatte fünf Schwestern und vier Brüder, von denen sie die Älteste war. Ihr Bruder Albrecht I. folgte 1298 dem Vater als römisch-deutscher König nach. Der Bruder Hartmann ertrank 1281, sein Bruder Rudolf wurde Herzog von Schwaben, starb aber 1290.
Wahl ihres Vaters und Heirat
Bis zur Königswahl ihres Vaters am 1. Oktober 1273, waren die Habsburger ein relativ unbedeutendes Geschlecht im Reich. Nach der Phase des Interregnums (1250–1273) wurde Rudolf einmütig von den Wahlfürsten gewählt. Damit Rudolf seine Königswahl und –Herrschaft sichern konnte, wendete er eine kluge Heiratspolitik an.[2] Er verheiratete seine Tochter Mathilde mit dem Reichsvikar Ludwig II. Er war derjenige unter den Wahlfürsten, der die einmütige Wahl öffentlich verkündete, sodass es von Rudolfs Interesse war, sich die Stimme des Pfalzgrafen zu sichern. Am 24. Oktober 1273, dem Tag der Krönung Rudolfs I., fand in Aachen die Hochzeit von Mathilde und Ludwig statt, womit sie seine dritte Ehefrau wurde. Ihre Schwester Agnes heiratete am gleichen Tag den sächsischen Wahlfürsten Albrecht II. von Sachsen. Von nun an gehörte das Habsburger Geschlecht zu den großen Fürsten im Reich.[3][4] Drei Tage nach Mathildes Hochzeit verpfändete Rudolf für die 10.000 Mark Mitgift seinem Schwiegersohn die Burgen und Städte Nürnberg, Ravensburg, Altdorf, Memmingen und Kaufbeuren.[5]
Später heiratete Mathildes Schwester Katharina Otto III. von Niederbayern, ihre Schwester Hedwig Otto VI., Markgraf von Brandenburg-Salzwedel, Klementia Karl Martell, Titularkönig von Ungarn und Guta König Wenzel II. von Böhmen.[6] So sicherte Rudolf I. sich die Unterstützung der mächtigen Fürsten im Reich.