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Als ältester Sohn des Herzogs Otto II. und der Agnes von der Pfalz (1201–1267), einer Tochter der Agnes von Staufen, sammelte Ludwig schon in jungen Jahren Kriegserfahrungen, so 1246 mit König Konrad IV. gegen Heinrich Raspe und 1251 gegen Bischof Albert von Regensburg.
Nach dem Tod seines Vaters übernahm Ludwig II. im November 1253 gemeinsam mit seinem Bruder Heinrich XIII. die Regierung Bayerns und der Pfalz. Obwohl es gegen geltendes Reichsrecht verstieß, teilten sie 1255 das Land, formal eine Nutzteilung, faktisch aber eine Realteilung.[1] Heinrich erhielt Niederbayern, Ludwig Oberbayern – wo er München zur Residenz machte – und die Pfalz. Bei den angeblichen Konflikten zwischen beiden handelte es sich eher um Streitigkeiten zwischen Gefolgsleuten beider Seiten.
Ludwigs Beiname „der Strenge“ rührt daher, dass er seine erste Ehefrau Maria von Brabant 1256 hinrichten ließ, weil er sie fälschlicherweise des Ehebruchs verdächtigte. Ursache der Angelegenheit war ein verwechselter bzw. falsch interpretierter Brief an den pfälzischen Ritter Raugraf Heinrich I. († 1261), den Bruder des Wormser Bischofs Eberhard I.; seine Grabplatte ist in der Klosterruine Rosenthal erhalten.[2] Als Sühne für diese Tat stiftete Ludwig das Kloster Fürstenfeld (in Fürstenfeldbruck). Die Tat lastete in der Folge als Makel auf Ludwig, der auch für die Königswahlen nie in Betracht gezogen wurde. In zweiter Ehe war er mit Anna von Glogau (um 1240–1271) verheiratet.