| Notizen |
Die Familie Brentano, dem lombardischen Uradel zugerechnet,[1] lässt sich auf ein Bauerngeschlecht zurückführen, das im Weinbaugebiet um den Comer See beheimatet war. Brenta ist dort die Bezeichnung für eine Weinbutte, deren Abbild auf blauem Grund in rot-silber-bordiertem Schilde ins Familienwappen der „nobiles de Brenta, dicti de Brentanis“ eingefügt ist, eingerahmt vom Lombardischen Löwen und der Schlange der Visconti, der Herzöge der Lombardei. Im Schildhaupt erscheint der Reichsadler, das Ehrenzeichen der Ghibellinen.
Brentano entstammte einem Zweig der seit dem 13. Jahrhundert in der Gegend von Como nachweisbaren lombardischen Adelsfamilie Brentano, der Linie Brentano-Tremezzo. Domenico Brentano di Tremezzo hatte 1698 den Sitz seines Mailänder Handelshauses nach Frankfurt am Main in den Nürnberger Hof verlegt. Pietro Antonio war sein Enkel, der Sohn von Domenico Martino Brentano (1686–1755) und der Maria Elisabetha, geb. Brentano-di Riatti (1700–1736).
Bis 1753 war er Teilhaber der von seinem Großvater gegründeten Firma Domenico Brentano & Söhne, dann gründete er seine eigene Handelsgesellschaft im Nürnberger Hof. 1777 kaufte er das Haus zum Goldenen Kopf in der Großen Sandgasse. Unter dem Kurfürsten von Trier Clemens Wenzeslaus von Sachsen ((* 28. September 1739 auf Schloss Hubertusburg in Wermsdorf; † 27. Juli 1812 in Oberdorf im Allgäu)) zum Geheimen Rat und Residenten bei der Freien Reichsstadt Frankfurt ernannt, wurde er 1785 Generaleinnehmer der Finanzen des Kurrheinischen Kreises und lebte danach die meiste Zeit am Hofe des Kurfürsten in Koblenz. Er spielte Violine und schrieb Gedichte in italienischer Sprache, sprach aber wohl bis zu seinem Tode nur gebrochen Deutsch.
Brentano war dreimal verheiratet und hatte insgesamt 20 Kinder, von denen 14 das Erwachsenenalter erreichten. Nach dem Tode seiner zweiten Frau Maximiliane 1793 übergab er seine Geschäfte den Söhnen Franz und Georg und zog sich völlig nach Koblenz in die kurtrierische Residenzstadt zurück. Dort heiratete er ein drittes Mal, diesmal Friederike von Rottenhof (1771–1817), mit der er noch zwei Kinder zeugte, die beide aber früh verstarben.
Pietro Antonio, genannt Peter Anton (* 19. September 1735 in Tremezzo, † 9. März 1797 in Frankfurt am Main) galt als einer der bedeutendsten Frankfurter Handelsherren seiner Zeit. Bis 1753 war er Teilhaber der von seinem Großvater gegründeten Firma, dann gründete er seine eigene Handelsgesellschaft im Nürnberger Hof. 1777 kaufte er das Haus zum Goldenen Kopf in der Großen Sandgasse. Unter dem Kurfürsten von Trier Clemens Wenzeslaus von Sachsen zum Geheimen Rat und Residenten bei der Freien Reichsstadt Frankfurt ernannt, wurde er 1785 Generaleinnehmer der Finanzen des Kurrheinischen Kreises und lebte danach die meiste Zeit am Hofe des Kurfürsten in Koblenz. Er spielte Violine und schrieb Gedichte in italienischer Sprache, sprach aber wohl bis zu seinem Tode nur gebrochen Deutsch.
Nach dem Tode seiner zweiten Frau Maximiliane, einer Tochter des damaligen Kurtrierischen Kanzlers Georg von Lichtenfels, genannt La Roche, übergab er seine Geschäfte den Söhnen Franz und Georg und zog sich völlig nach Koblenz in die Residenzstadt zurück. Dort heiratete er ein drittes Mal, diesmal Friederike von Rottenhof (1771–1817), mit der er noch zwei Kinder zeugte, die beide aber früh verstarben.
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