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Über Roderichs Abstammung informiert nur eine späte asturische Quelle, die Chronik des Königs Alfons III. von Asturien, doch besteht kein konkreter Anlass, die Glaubwürdigkeit ihrer Angaben zu bezweifeln. Dieser Quelle zufolge hieß Roderichs Vater Theodefred und war ein Sohn des Königs Chindaswinth (642–653) und Bruder des Königs Rekkeswinth. Mit dem Tod Rekkeswinths 672 und der anschließenden Wahl des nicht von Chindaswinth abstammenden Wamba zum König wurde die von Chindaswinth begründete Dynastie entmachtet. Demnach ist die Wahl Roderichs als Rückkehr zu der 672 verdrängten Dynastie Chindaswinths zu verstehen.
König Egica soll Theodefred verschwörerischer Absichten verdächtigt, deswegen seine Blendung angeordnet und ihn aus Toledo verbannt haben. Dem Bericht der Chronik zufolge lebte Theodefred dann in Córdoba, wo er eine Frau vornehmer Abstammung namens Ricilo heiratete, die Roderichs Mutter wurde.[2] In Córdoba wuchs Roderich auf.
https://de.wikipedia.org/wiki/Roderich
https://de.wikipedia.org/wiki/Roderich_(Vorname)
Dietrich Claude: Untersuchungen zum Untergang des Westgotenreichs (711–725). In: Historisches Jahrbuch. Bd. 108. 1988, S. 329–358
Roger Collins: The Arab Conquest of Spain, 710–797. Oxford 1989, ISBN 0-631-15923-1
Julia Montenegro und Arcadio del Castillo: Le règne de Rodéric, Akhila II et l’invasion musulmane de la péninsule Ibérique. In: Francia. Bd. 34/1. 2007, S. 1–17.