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Egica war ein Verwandter (wahrscheinlich Neffe) des Königs Wamba (672–680).[1] Wamba war im Jahr 680 von seinem Nachfolger Erwig (680–687) durch eine Hofintrige gestürzt worden. Erwig verheiratete seine Tochter Cixilo mit Egica, wohl um einen Ausgleich mit der mächtigen Sippe Wambas herbeizuführen. Als Erwig tödlich erkrankte, designierte er am 14. November 687 Egica zu seinem Nachfolger und dankte am folgenden Tag ab, worauf Egica sofort die Regierung antrat. Am 24. November erhielt Egica in Toledo die Königssalbung. Eine Königswahl fand nicht statt.
Egica war seinem Vorgänger feindlich gesinnt. Unklar ist, warum Erwig diesen Angehörigen einer gegnerischen Sippe zu seinem Schwiegersohn und Nachfolger machte, obwohl er selbst Söhne hatte, die ihn überlebten.[2] Vermutlich hatte er relativ wenig Rückhalt und sah sich daher gezwungen, den Angehörigen und Anhängern seines Vorgängers diese Konzession zu machen.[3]
https://de.wikipedia.org/wiki/Egica
Dietrich Claude: Adel, Kirche und Königtum im Westgotenreich. Sigmaringen 1971, S. 182–194.
Gerd Kampers: Geschichte der Westgoten. Schöningh, Paderborn 2008, ISBN 978-3-506-76517-8, S. 222–226.