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Nach dem Tod des Königs Athanagild folgte eine monatelange königslose Zeit. Schließlich wählten Adlige in Narbonne in der westgotischen Provinz Septimanien nördlich der Pyrenäen Liuva zum König. Diese Wahl in einem entlegenen Reichsteil ist ungewöhnlich; vermutlich wurde sie nur von einem Teil des westgotischen Adels unterstützt.[1] Liuva blieb in Septimanien. Er machte 568 seinen Bruder Leovigild zum Mitregenten, überließ ihm die Herrschaft über die Iberische Halbinsel und behielt nur den kleinen Reichsteil Septimanien für sich. Nach Liuvas Tod regierte Leovigild im gesamten Westgotenreich.
https://de.wikipedia.org/wiki/Liuva_I.
https://de.wikipedia.org/wiki/Stammliste_der_Westgotenkönige_zu_Toledo
Detlev Schwennicke, Europäische Stammtafeln Band II (1984) Tafel 48, darin benutzt:
Francisco Fernández de Béthencourt, Historia genealogica y heraldica de Monarquia Española, I, Madrid 1897
A. M. H. J. Stockvis: Manuel d’Histoire, de Généalogie et de Chronologie II, 1889
Dietrich Claude: Adel, Kirche und Königtum im Westgotenreich. Sigmaringen 1971, S. 131–154.
Dietrich Claude: Untersuchungen zum Untergang des Westgotenreichs (711-725), in: Historisches Jahrbuch 108, 1988, S. 329–358.