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Die Burg Berge beim heutigen Odenthal-Altenberg war der erste befestigte Stammsitz des Adelsgeschlechts der Grafen (später Herzöge) von Berg. Die Überreste der Höhenburganlage befinden sich auf einem steil abfallenden Berghügel am Dhünnufer und sind heute als Bodendenkmal geschützt.
Entstehungsgeschichte
Der Burgplatz lag im Deutzgau im Westen des Rheinisch-Bergischen Kreises im Bereich der heutigen Gemeinde Odenthal. Der von älteren Historikern angegebene Keldachgau als Lage der Burg trifft nach aktueller Ansicht nicht zu, da dieser Gau nur linksrheinische Gebiete umfasste.[1] Die Burg Berge, von der heute nur noch Reste erkennbar sind, wurde vermutlich um das Jahr 1060 errichtet. Sie wurde vom Vater des später zum Grafen ernannten Adolf von Berg errichtet, Das Geschlecht führte ab 1080 den Beinamen „de Berge“ (latinisiert „de monte“). 1133 zogen die Grafen von Berg auf ihre ab 1118 neu angelegte Burg Neuenberge (später dann Schloss Burg genannt) in Burg an der Wupper.
Graf Adolf II. begann 1133 am Ort der zuvor teilweise abgebrochenen Burg in Übereinstimmung mit seinem frommen Bruder Eberhard schon im gleichen Jahr mit dem Bau des „Klosters zum alten Berge“ (in anderen Quellen: „Monasterium Sanctae Mariae de Berge“) für eine Delegation von zwölf Mönchen aus dem Zisterzienserkloster Morimond in Brabant-Burgund. Bis zur geplanten Fertigstellung residierten diese unter Führung des Abtes Berno in den Resten der alten Stammburg. Im Zuge ihrer Umbaumaßnahmen erweiterten sie das Plateau auf die doppelte Fläche durch Aufschüttung am südlichen Hang.
Kurze Zeit darauf wurde aber der Klosterbau gestoppt und in das Tal verlegt. Der Grund waren die besseren Voraussetzungen am Fluss Dhünn für die Einhaltung der zisterziensischen Bau- und Lebensvorschriften. 1145 wurde das neue Kloster Altenberg, für das Material aus der alten Feste gebrochen wurde, schließlich insoweit fertiggestellt, als in diesem Jahr die erste Klosterkirche geweiht wurde. Von der alten Burganlage blieben die beiden Felshügel, auf welchen jeweils ein Gebäude stand, und einige wenige Mauerreste.