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1498/1499 vermutlich in Aigle, von Saanen und Bern. Sohn des Christian. 1473 als Landschreiber von Saanen, 1474 als Berner Grossrat erwähnt. 1475 Notar. Peter Steiger nahm an den Feldzügen gegen Karl den Kühnen teil und erhielt zusammen mit Jean Espagnod von Freiburg mehrere Gerichte der eroberten Herrschaften Orbe, Grandson, Echallens und Monthey verliehen. Als Gubernator organisierte er die Verwaltung der Landschaft Aigle, übernahm dann die Landvogtei Grandson und kehrte 1495 als Schreiber nach Aigle zurück. 1480 bekam er erstmals eine Konzession für den Eisenerzabbau in Bex, die 1494 auf die Ausbeutung aller Metalle sowie von Salz, Alaun, Schwefel und Salpeter in Aigle, Ollon, Bex, Les Ormonts, Noville und Chessel ausgedehnt wurde. 1490 erhielt er vom Kloster Saint-Maurice eine Konzession für den Silberabbau im Val de Bagnes. Diese wurde ihm aber vom Bischof von Sitten wieder entzogen, was langwierige Prozesse zwischen Bern und dem Wallis auslöste. Steigers sozialer Aufstieg zeigt sich in dem 1478 erworbenen kaiserlichen Adelsbrief und dem ungefähr gleichzeitig vollzogenen Wechsel von der Gesellschaft zu Niedergerbern zu jener zum Narren und Distelzwang.
Hans Braun: "Steiger, Peter", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 20.02.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/046255/2012-02-20/, konsultiert am 20.01.2025.