Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne Ihre Browser-Einstellungen zu ändern, erklären Sie sich mit der Nutzung von Cookies einverstanden.
Christian Andreae (1665–1742), der ursprünglich aus Frankfurt stammte, hatte 1687 eine Seiden- und Leinenfabrik in Köln gegründet, die 1714 nach Mülheim umzog; zudem betrieb er einen Kommissions- und Weinhandel.[2]
Grund für den Umzug von Andreae nach Mülheim war die restriktive Politik der Stadt Köln: Protestanten konnten nicht Mitglied einer Kölner Zunft werden und unterlagen auch weiteren beruflichen Einschränkungen.[3] Daraufhin siedelten zehn bedeutende protestantische Großkaufleute auf die andere Rheinseite nach Mülheim, das damals noch zum Herzogtum Berg gehörte und Protestanten wiederum wirtschaftliche Privilegien einräumte.[4] Die abgewanderten Großkaufleute und Manufakturisten machten den Kölnern mit ihren Handelsbeziehungen zum Niederrhein und den Niederlanden in der Folge Konkurrenz.[2] Andreaes Söhne gründeten 1763 eine Samt- und Seidenproduktion, die spätestens eine Generation darauf europaweit bekannt war