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Das Haus Planta von Wildenberg ist ein Aristokratenhaus aus dem Jahr 1642 im bündnerischen Ardez. Es steht in der Paramuvel 120 und ist als Kulturgut von regionaler Bedeutung eingestuft.
Es handelt sich um ein turmartiges Haus mit Pächterwohnung im Erdgeschoss und darüberliegender Herrschaftswohnung. Der Wappenstein besagt den Bau für Johann Planta von Wildenberg auf das Jahr 1642. Umgestaltet und erhöht wurde das Haus von 1756 bis 1757.[1] Seit dem Jahr 2006 ist es Sitz der Fundaziun Not Vital und wurde zwischen 2012 und 2013 durch Men Duri Arquint zu diesen Zwecken wie Ausstellungsräume etc. umgebaut.[2] Ziel der Stiftung ist es, eine wertvolle Bibliothek rätoromanischer Schriften zu beherbergen. Diese Bücher wurden im Engadin zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert gedruckt. Zur Stiftung gehören der Park in Sent und das Schloss Tarasp.
Familie Planta-Wildenberg
Schloss Wildenberg im Jahr 2008. Von Anfang des 14. Jahrhunderts bis 1850 gehörte es der Familie Planta.
Schloss Wildenberg
Schloss Wildenberg in Zernez war der Stammsitz der Planta-Wildenberg. Der Name ist ein doppelte Leihgabe: Er gehörte ursprünglich einem anderen Adelsgeschlecht, nämlich den Freiherren von Sagogn-Wildenberg, und er stammte nicht aus dem Engadin, sondern von der Stammburg «Wildenberg» der Freiherren in Falera. Die Freiherren besassen auch in Zernez verschiedene Höfe, von denen im vierzehnten Jahrhundert einer an die Familie Planta überging. Dieser Zweig der Familie Planta nannte sich fortan «Planta von Wildenberg» und baute Haus und Hof über die Jahrhunderte weiter aus.
Vermutlich schon im 13. Jahrhundert war der Turm gebaut worden, der noch heute die Schlossanlage dominiert. Die Seitenflügel entstanden, nachdem das Schloss in den Bündner Wirren zerstört worden war (siehe den Bericht von Plesch darüber in «Bergünerstein I Der Krieg»).
Wildenberg – Bergün – «Bergünerstein»
Die Familie Planta-Wildenberg gehörte im 16. und 17. Jahrhundert zu den grossen Playern im Gotteshausbund. Zudem unterhielt sie vielfältige Beziehungen nach Bergün: Schon im frühen 16. Jahrhundert hatte es mehrere Heiraten mit Angehörigen der Familie Schalkett gegeben, 1593 heiratete Barbara Planta-Wildenberg nach Bergün (Duonna Barbara in «Bergünerstein I Der Krieg»), und 1631 erwarb Johann von Planta-Wildenberg (der Gubernator in «Bergünerstein II Der Mord») durch die Heirat mit Maria Jecklin den grössten Besitz Bergüns. Johann verheiratete seine Tochter Flandrina um 1660 mit Hartmann, der dem Malanser Zweig der Familie Planta-Wildenberg angehörte (der Commissari in «Bergünerstein II Der Mord».
Ritter Rudolf von Planta
Barbara Planta-Wildenberg
Flandrina Planta-Wildenberg