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BONSTETTEN (Adelsgeschlecht)
Die Freiherren VON BONSTETTEN sind ein schweizerisches Uradelsgeschlecht. Namensgebender Stammsitz der Familie ist die Gemeinde BONSTETTEN bei Zürich. Zweige des Geschlechts bestehen bis heute.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Familie im Jahre 1122 mit HENRICUS DE BONSTADIN als nobilis vir (EDELHERR). Angehörige waren Edelherren in hohen sozialen und politischen Ämtern. In BONSTETTEN wurde die Fundstelle einer kleinen Burg 1989 genauer untersucht, vermutlich der Stammsitz. 1155 wirkten HEINRICHUS DE BOUMSTEDIN, nobilis vir und CONRADUS bei einer Schenkung an das Kloster St. Martin (Zürich) mit.
Im 13. Jahrhundert stellten sie in drei Generationen die Reichsvögte von Zürich und vom 13. bis zum 14. Jahrhundert mit mehreren Angehörigen auch Landrichter von Thurgau. Im 14. Jahrhundert stellten sie Landvögte in den habsburgischen Landvogteien Aargau, Sundgau und Oberelsass.
HERMANN VON BONSTETTEN war von 1333 bis 1360 Fürstabt des BENEDIKTINERKLOSTERS St. Gallen.
SCHLOSS USTER, von 1267 bis 1534 im Familienbesitz
Die Familie war reich begütert, hauptsächlich in den Besitzungen der HABSBURGER, mit denen sie auch verschwägert waren. Hauptsitz war von 1267 bis 1534 das Schloss USTER.
KASPAR VON BONSTETTEN heiratete ELISABETH FREIIN VON SAX-HOHENSAX, die von ihrem Bruder ALBRECHT I. VON HOHENSAX (1439–1463) die BURG HOHENSAX, die BURG FRISCHENBERG sowie die Orte SAX und GAMS SG erbte.
Da KASPAR VON BONSTETTEN Bürger von Zürich war, brannten die Appenzeller 1446 während des Alten Zürichkrieges seine Burgen Hohensax und Frischenberg nieder und annektierten einen Teil der Herrschaft Hohensax. Nur Gams und die Ruine der Burg Hohensax gaben sie 1461 wieder an die Bonstetten zurück. 1497 verkauften sie die Herrschaftsrechte an Schwyz und Glarus.
Im Laufe der Zeit verlor das Geschlecht den Edelherrenstand und gehörte nun zum niederen Landadel, erhielt aber im Jahre 1499 eine diplommäßige Bestätigung der Freiherrenwürde vom späteren KAISER MAXIMILIAN I. Schon während dieser Zeit besaßen Angehörige der Familie das Bürgerrecht von Zürich und Bern. Kurze Zeit später verlegten sie ihre Stammsitze in diese Städte und gelangten dort in den patrizischen Stadtadel...
MAXIMILIAN I.
(gebürtig Erzherzog Maximilian von Österreich; * 22. März 1459 auf der Burg in Wiener Neustadt, Niederösterreich; † 12. Januar 1519 auf Burg Wels, Oberösterreich) aus dem Geschlecht der HABSBURGER war durch Heirat ab 1477 Herzog von Burgund, ab 1486 römisch-deutscher König, ab 1493 Herr der Habsburgischen Erblande und vom 4. Februar 1508 bis zum 12. Januar 1519 römisch-deutscher Kaiser.
Maximilian trug den Beinamen „der letzte Ritter“; sein Wahlspruch lautete PER TOT DISCRIMA RERUM („Durch so viele Gefahren“).