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Alfred wurde in jungen Jahren nach Rom gesandt, wo er der Angelsächsischen Chronik zufolge von Papst Leo IV. „zum König gesalbt wurde“.[1] Dies wurde (spätestens im viktorianischen Zeitalter) als vorwegnehmende Krönung zum König von Wessex verstanden. Diese Krönung hätte Leo aber nicht vorhersehen können, hatte Alfred doch zu diesem Zeitpunkt noch drei lebende ältere Brüder. Ein entsprechender Brief von Leo zeigt, dass Alfred zum Konsul ernannt wurde, was später als königliche Investitur (absichtlich oder nicht) missverstanden wurde.
Während der Regierungszeit seiner ältesten Brüder Æthelbald und Æthelberht trat Alfred nicht in Erscheinung, zumindest berichten die Quellen darüber nichts, was aber im Rahmen frühmittelalterlicher Geschichtsschreibung nicht ungewöhnlich ist. Dies änderte sich, als Æthelred I. den Thron bestieg. Alfred stieg zum secundarius auf, was ihn zu einer Art Mitregenten gemacht haben dürfte. Eine Vereinbarung, die wahrscheinlich auch vom Witan, dem Rat der Großen, gewünscht war. ...
In seinem Testament vermachte ALFRED seiner Witwe im Jahr 899 drei symbolträchtige Ländereien: Bei EDINGTON (Wiltshire) und LAMBOURN (Berkshire, Schlacht von Ashdown) hatte er bedeutende Siege über die Wikinger errungen. Der dritte Ort, WANTAGE 8SÜDLICH VON (OXFORD), war sein Geburtsort.
Bei diesen Gütern handelte es sich um bocland; Grundbesitz, der nach EALHSWITHS Tod an ALFREDS direkte männliche Nachkommen zurückfiel.
Vermutlich als Witwe gründete EALHSWITH um 899 den Konvent St Mary's Abbey, auch Nunnaminster genannt, in WINCHESTER, dessen Fertigstellung um 908 sie jedoch nicht mehr erlebte. EALHSWITH starb am 5. Dezember 902 und wurde neben ALFRED im neu erbauten New Minster in WINCHESTER beigesetzt. In einem Vers aus dem frühen 10. Jahrhundert wird ihrer posthum als der „GUTEN UND LIEBE HERRIN DER ENGLÄNDER“ gedacht.