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Herkunft
Der Name leitet sich wahrscheinlich vom in Münster gelegenen Brockhof und dem damit verbundenen Schultheißamt ab, der zum münsterischen Domkapitel gehörte und dessen Ursprung in spät karolingischer Zeit angenommen wird. Als frühe Leitnamen wurden Hermann und Rolof an Angehörige der Familie vergeben. Wahrscheinlich bestand eine Stammesverwandtschaft mit denen von Bevern, von Steinfurt und den Edelherren von Meinhövel (die ein ähnliches Wappen führen) und weiteren westfälischen Dynastengeschlechtern.[1], z. B. mit den Deckenbrock / Droste zu Hülshoff.
Nach Kneschke werden bereits im 10. Jahrhundert die von Münster als angesehene Ritter genannt. In älterer Literatur wird als Stammvater der vermutete Erbauer von Burg Meinhövel unweit von Nordkirchen, Hermann I., Sohn von Ethelhard und Bruder von Albion, genannt. Er soll als Heerführer der Sachsen gegen Karl den Großen 789 bei Harstatt gefallen und mit Asta, der Schwester des norwegischen Königs, verheiratet gewesen sein.[2]
Erstmals urkundlich erwähnt wird das Geschlecht im Jahr 1170 mit Ernestus de Monasterio.[3]
Die Stammgüter lagen in Westfalen, vor allem im Hochstift Münster. In einer Urkunde von 1226 wird Ritter Hermann I. von Münster als Bewohner der Wallburg Haskenau in Handorf (Münster) genannt. Im Familienbesitz waren neben Lehn- auch Allodialgüter. Die Bischofskirche zu Münster wurde auf den Besitzungen des Geschlechts errichtet, weshalb sie auch bis 1268 das Patronatsrecht ausübten. Im selben Jahr mussten sie nach langen Streitigkeiten dieses Recht an das Bistum Münster für 800 Mark abtreten.[2] Frühe Lehnsverhältnisse bestanden auch zur Abtei Werden. Mitglieder der Familie zählten zu den Förderern des 1142 gegründeten Klosters Hohenholte und traten als Ministeriale, Burgmannen und Drosten der Bischöfe von Münster, Osnabrück und der Grafen von Bentheim auf.