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Wappen Gonzenbach In Schwarz silberner Rechtsschrägwellenbalken.
Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz HBLS bzw. Dictionnaire historique et biographique de la Suisse Hrsg. mit der Empfehlung der Allgemeinen Geschichtsforschenden Gesellschaft der Schweiz. Unter der Leitung von Heinrich Türler (1861-1933), Marcel Godet (1877-1949) und Victor Attinger (1856-1927) in Verbindung mit zahlreichen Mitarbeitern ..., 1921-1934.
Notizen
BIOGRAPHIE:
Als Leinwandkaufmann in St. Gallen versuchte er erfolglos, die beengenden Zunftsatzungen der Stadt zu durchbrechen. Deshalb verlegte er zusammen mit seinem Bruder Bartholome (1616-94) den Wohn-, Produktions- und Handelssitz 1665 ins thurg. Hauptwil, wo die beiden bereits den grössten Teil des Bodens, das Niedergericht (1654/64) und das Marktrecht (1664) besassen. Sie erstellten eine Reihe von Wirtschafts- und Lagergebäuden sowie Arbeiterhäuser und wurden im Leinwandhandel mit Lyon zu erfolgreichen Konkurrenten der Stadt St. Gallen. 1665 wandelten die Brüder ihren Besitz in ein Fideikommiss der Familie um.
weiterführende Info: HLS
In der Befreiungsgeschichte des Thurgaus spielte seltsamerweise auch ein Vertreter der Gerichtsherren eine führende Rolle, der Hauptwiler Junker und Handelsherr Hans Jakob von Gonzenbach. Um einengende Zunftvorschriften zu umgehen, hatte sein Ururgrossvater gleichen Namens im 17. Jahrhundert das in St. Gallen aufgebaute Leinwandgeschäft nach Hauptwil verlegt, die niedere Gerichtsbarkeit über das nun rasch wachsende Dorf in seine Hand gebracht und um 1665 das Schloss erstellen lassen.
Peter Müller: "Gonzenbach, Hans Jakob", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 19.09.2005. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/029342/2005-09-19/, konsultiert am 19.09.2024.