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(Krönung durch PAPST JOHANNES XII. in ROM)
Damit ging der Anspruch auf die weltliche führung und Oberhoheit über das CHRISTLICHE ABENDLAND, das damals noch als Einheit empfunden wurde, an das DEUTSCHE KÖNIGTUM über und die KAISERKRONE als SYMBOL EUROPÄISCHER EINHEIT blieb von da an ununterbrochen in den Händen der deutschen Könige bis zur Auflösung des mittelalterlichen Kaiserreiches im Jahre 1806!
Otto setzte während der ersten Hälfte seiner langen Herrschaftszeit die UNTEILBARKEIT DES KÖNIGTUMS und seine Entscheidungsgewalt bei der Ämtervergabe durch. Damit griff er tief in das bestehende Herrschaftsgefüge des Adels ein. Die schwersten Aufstandsbewegungen gingen von den Mitgliedern der Königsfamilie selbst aus.
OTTOS Bruder HEINRICH und sein Sohn LIUDOLF erhoben Anspruch auf Teilhabe an der Königsherrschaft. Aus den Aufständen ging jeweils OTTO als Sieger hervor.
Durch seinen Sieg 955 in der SCHLACHT AUF DEM LERCHFELD über die Ungarn endeten nicht nur deren Invasionen, sondern auch die Erhebungen der Großen des Reiches gegen den König. Zudem erlangte er damit den Nimbus eines RETTERS DER CHRISTENHEIT, zumal ihm noch im selben Jahr ein Sieg über die SLAWEN gelang. In der Folge setzte eine kulturelle Blütezeit ein, die als OTTONISCHE RENAISSANCE bekannt wurde.
961 eroberte er das KÖNIGREICH ITALIEN und dehnte sein Reich nach Norden, Osten und bis nach Süditalien aus, wo er in Konflikt mit BYZANZ geriet. Dennoch ließ er sich unter Rückgriff auf die Kaiseridee KARS DES GROßEN 962 von PAPST JOHANNES XII. in Rom zum KAISER krönen, und schließlich gelang ihm sogar ein Ausgleich mit dem byzantinischen Kaiser und die Verehelichung seines Sohnes Otto II. mit dessen Nichte THEOPHANU.
Im Jahr 968 gründete er ein Erzbistum in MAGDEBURG, jener Stadt, die wie keine zweite mit seinem Nachleben verbunden ist. Das Erzbistum war für Otto die entscheidende Voraussetzung für die CHRISTIANISIERUNG DER SLAWEN.
Der Beiname „der Große“ gilt spätestens seit dem mittelalterlichen Geschichtsschreiber Otto von Freising als festes Namensattribut. Schon WIDUKIND VON CORVEY nannte ihn totius orbis caput, das „HAUPT DER GANZEN WELT“.
Das STIFT SÄCKINGEN hatte damals außer dem Land Glarus noch ansehentliche Besitzungen am ZÜRICHSEE, deren Mittelpunkt die INSEL UFERNAU war. Unweit davon war 100 Jahre zuvor das KLOSTER EINSIEDELN gegründet worden. In der unfruchtbaren Wildnis gelegen, fehlte ihr noch an einem Besitz, der der aufblühenden Gemeinschaft die wirtschaftliche Existenz sichern konnte. Als solche bot sich in günstiger Lage für das Kloster die INSEL UFERNAU und der umliegende SÄCKINGER BESITZ an.
Zwischen der UFERNAU und EINSIEDELN bestanden schon vorher Beziehungen, die nun durch KAISER OTTO in feste Eigentumsverhältnisse umgewandelt werden sollten.
Dies geschah hauptsächlich auf Betreiben seiner Gemalin, der HEILIGEN ADELHEID, die eine große Förderin des EINSIEDLER KLOSTERS war.
Die Großmutter der HEILIGEN ADELHEID ist REGILINDIS VON SCHWABEN, die noch auf der UFERNAU lebte, als ADELHEID bereits OTTOS Gemalin geworden war. So hatte die KAISERIN durch ihre Großmutter eine PERSÖNLICHE BEZIEHUNG zur UFERNAU zum STIFT SÄCKINGEN und dem KLOSTER EINSIEDELN.