Strauss Genealogie


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6001 zum Grünenberg auf Peterhofstatt am Stadtgericht 1526, Zwölfer zur Schneidern 1528, Natalrat 1529-1540, Obervogt zu Schwammendingen 1529, Bauherr und Zeugherr 1532 & 1549, Landvogt zu Grüningen 1541, Rechenherr 1548 & 1549, Amtmann von Fraumünster 1550, Schützenhauptmann, Schildner zum Schneggen,

Wappenbeschreibung / Blasonierung
In Gold schwarzer Steinbock. 
KELLER VOM STEINBOCK, Hans Balthasar (I20499)
 
6002 zum Leuen, zu den Bäuen 1565 SCHLUMPF, Kaspar (I29310)
 
6003 Zunächst ein Anhänger König Heinrichs IV., seines Schwagers, nahm er während der Auseinandersetzungen des Investiturstreits eine gegensätzliche Position zu diesem ein und wurde von der Opposition am 15. März 1077 in Forchheim zum Gegenkönig gewählt. Nach mehreren kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen ihm und Heinrich verlor er 1080 in der Schlacht bei Hohenmölsen nach einer schweren Verwundung sein Leben.  VON RHEINFELDEN, Rudolf \ Rudolph (I10381)
 
6004 Zunächst erhielt er Privatunterricht und war dann am Joachimsthalschen Gymnasium und von 1819 bis 1821 am Friedrichswerderschen Gymnasium in Berlin.[2] Nach seinem Jurastudium in Berlin und Göttingen war er 1825 als Einjährig-Freiwilliger bei den Garde-Ulanen.

1825 trat er in den preußischen Justiz- und Staatsdienst, zunächst als Auskultator am Stadtgericht und als Referendar am Kammergericht Berlin. 1830 wurde er Landrat im Kreis Uckermark und 1833 Vizepräsident im Regierungsbezirk Stralsund. Ab 1834 war er Regierungspräsident des Regierungsbezirks Aachen und ab 1838 des Regierungsbezirks Merseburg. Im gleichen Jahr wurde Graf Arnim, bis 1845 im dortigen Ehrenamt, Kurator der Brandenburger Ritterakademie.[3]

1840 wurde von Arnim-Boitzenburg Oberpräsident der Provinz Posen. 1842 wurde er mit knapp 40 Jahren jüngster preußischer Innenminister. Als solcher kämpfte er vergeblich für eine Verfassungsreform. Da er die romantisch-irrealen Pläne von Friedrich Wilhelm IV. nicht mittragen wollte, trat er 1845 zurück. Auch deswegen holte ihn der König nach dem Scheitern seiner Verfassungspläne und dem Ausbruch der Deutschen Revolution 1848/49 zurück in die Regierung. Vom 19. März 1848 bis 29. März 1848 war Arnim für wenige Tage erster preußischer Ministerpräsident. Er trat erneut zurück, weil der König wiederum gegen seinen Rat eigene Pläne verfolgte, diesmal mit dem Versuch sich an die Spitze der Nationalbewegung zu stellen.

Arnim gehörte von 1839 bis 1868 dem brandenburgischen Provinziallandtag und 1847 dem Vereinigten Landtag[4] an. Vom 18. Mai bis zum 10. Juni 1848 war er Abgeordneter für Prenzlau in der Frankfurter Nationalversammlung. 1850 gehörte er dem Erfurter Unionsparlament, 1849–1868 erst der Zweiten Kammer des preußischen Landtags, dann dem Herrenhaus an.

Arnim starb am 8. Januar 1868 in Boitzenburg im Alter von 64 Jahren am „gastrischen Fieber“. Er wurde am 11. Januar im Arnim’schen Erbbegräbnis in der Pfarrkirche St. Marien auf dem Berge bestattet.[5]

Bis heute bekannt ist Arnim durch seine Äußerung als preußischer Innenminister zu Heinrich Heines Werk Die schlesischen Weber. Er bezeichnete das Werk in einem Bericht an König Friedrich Wilhelm IV. als „eine in aufrührerischem Ton gehaltene und mit verbrecherischen Äußerungen angefüllte Ansprache an die Armen im Volke“. Daraufhin ordnete das Königlich Preußische Kammergericht ein Verbot des Gedichts an, was 1846 zu einer Gefängnisstrafe eines Rezitators führte. 
VON ARNIM-BOITZENBURG, Adolf Heinrich (I54278)
 
6005 Zunächst regierte Thoros von den Burgen Vahka und Pardzerpert aus sein Fürstentum, in dem er mit Rückendeckung der Führer der Kreuzfahrerstaaten die Feudalherrschaft weiter ausbaute. Auf Initiative des Tankred von Tiberias eroberte Thoros 1107 die von einer byzantinischen Garnison gehaltene Festung Anazarbos. Kurz darauf fiel ihm Sis in die Hände, das er zur neuen Hauptstadt Kleinarmeniens machte. 1108 wehrte Thoros die Bedrohung seines Territoriums durch nomadisierende Türken ab, die in die Region um Melitene eingefallen waren. Ein Angriff des Seldschukensultans Malik Schah I. wurde 1111 von Thoros’ Bruder Leo unter erheblichen Verlusten zurückgeschlagen.

Im Jahr 1112 führte Thoros persönlich eine grausame Vergeltungsaktion gegen die byzantinischen Herren der Burg Kyzistra (bei Darende, nicht zu verwechseln mit Kybistra), die 1079 (oder 1080) den letzten Bagratidenkönig Gagik II. im kappadokischen Exil ermordet hatten.[3] 1114 lieferte er den armenischen Herrn von Raban, Vasil Dagh, der sich gegen die Franken erhoben hatte, an Balduin von Edessa aus.[4] 1118 sandte er dem Fürsten von Antiochia, Roger von Salerno, ein Hilfstruppenkontingent unter dem Kommando seines Bruders Leo für die Belagerung von Azaz.

Als bekennender armenischer Christ förderte Thoros die klösterliche Kultur in seinem Fürstentum; insbesondere das Kloster Drazark ließ er reich ausstatten. In Drazark wurde Thoros nach seinem Tod, der auf 1129 oder 1130 datiert wird, auch beigesetzt. Nachfolger als Fürst von Kleinarmenien wurde sein Sohn Konstantin, der jedoch schon nach wenigen Monaten einer Palastintrige zum Opfer fiel. Ein zweiter, wohl früh verstorbener Sohn namens Oschin ist nur aus zwei Inschriften in Anazarbos bekannt. 
N., Thoros (I24276)
 
6006 Zündete. SCHLUMPF, Anna (I2986)
 
6007 Zünfter zur Kämbel 1545, Zwölfer, 1555 Mitglied des Rates, 1560 Bauher, 1565 Vogt zu Grüningen, 1575 Zunftmeister, 1582 Oberster Meister BRUNNER, Felix (I3605)
 
6008 Zünfter zur Schmieden 1579, Zwölfer 1602, Landvogt zu Eglisau 1611 HIRZEL, Peter (I3594)
 
6009 Zünfter zur Waag 1588, Zwölfer 1594, Zunftmeister 1606 und 1617, amtmann zu Küsancht 1608, schultheiß 1616, Statthalter 1618, Salzhausschreiber und Obmann Gemeiner Klöster 1624 BALBER, Hans Heinrich (I3596)
 
6010 zünftig zum roten Löwen, Mitherr zu Münsingenund Märisried
verkauft Münsingen an Burkhard Nägeli, Herr zu Signau, den Bürgern 1414, Vogt zu Trachselwald 1438
Petermann, des Grossen Rates 1411 und 1412 und 1414 Mitglied des Kleinen Rates, wurde in vorgerücktem Alter 1438 Landvogt nach Trachselwald, wo er jedoch schon 1439 starb. Noch zu seinen Lebzeiten hatte ihm sein Vater 1426 schenkungsweise die Herrschaft Signau abge­treten; infolge bald darauf entstandener Differenzen wegen eines mit dieser Schenkung ihm zu Gunsten seiner Schwestern überbundenen Schleisszinses widerrief aber am 30. November 1429 Johann dieselbe und Signau kam in der Folge an seine Schwester Clara. Petermann erscheint mitunter als Junker oder Edel­knecht betitelt. Mit Benedicta v. Hürnberg, welche sich 1441 mit Burkard Nägeli wiedervermählte, zeugte er laut Ratsverhandlung vom 2. Dezember 1441 zehn Kinder, von denen aber nicht alle dem Namen nach bekannt sind und die bei ihres Vaters Tod noch minderjährig waren. Von den Töchtern heirateten u. a. Anna um 1444 Anton v. Gysenstein und nachwärts Ludwig Hetzel v. Lindnach, Elisabeth um 1450 Thüring Effinger von Brugg und Jonatha 1454 Heinrich Summerer v. Immenberg aus Aarau, welchem sie die oberländischen Gerichtsbarkeiten ihres Vaters zubrachte.
Eingebürgert ‎
--> Stubengeselle zum Roten Löwen ‎1407 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Grossrat ‎1411 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Ratsherr ‎1414 in Bern, Bern, BE, CHE
--> Landvogt ‎1438 in Trachselwald, Trachselwald, BE, CHE 
VON BÜREN, Petermann (I29803)
 
6011 Zunftmeister zur Gerwe 1438, Vogt zu Hottingen 1463, Fähnrich,  VON WYSS VOM ANGEL, Jakob gen. ´Jäckli` (I1721)
 
6012 Zur Blütezeit der Messingindustrie im 17. und 18. Jahrhundert waren in Stolberg etwa vierzig Kupfermeisterfamilien tätig. Die bekanntesten sind Beck, Dollart, Hansen, Lynen, Mewis, Momma, Peltzer, Prym, Schardinel, Schleicher, von Asten und Wuppermann. Auch die Hoeschs, die im Oberlauf des Vichtbaches als Reitmeister tätig waren, wirkten in Stolberg als Kupfermeister und kamen ursprünglich aus Aachen.
Ihr Vater hatte am 20.02.1671 das Gut für 15.242 Pattskons gekauft. Nach dem großen Aachener Stadtbrand 1656 verlegte dieser zwar seinen Kupferhof nach Stolberg, wo er einen Teil des zerfallenen Dollartshammers kaufte, seinen Wohnsitz beließ er aber auf dem Rittergut.[18] Dies schenkte er 1691 seinem Sohn Gotthard Schardinel III. zu dessen Hochzeit mit Beatrix von Slype. Nach deren Tod stand das Anwesen 1748 zum Verkauf. 
SCHARDINEL, Katharina Adelheid (I423)
 
6013 Zur Blütezeit der Messingindustrie im 17. und 18. Jahrhundert waren in Stolberg etwa vierzig Kupfermeisterfamilien tätig. Die bekanntesten sind Beck, Dollart, Hansen, Lynen, Mewis, Momma, Peltzer, Prym, Schardinel, Schleicher, von Asten und Wuppermann. Auch die Hoeschs, die im Oberlauf des Vichtbaches als Reitmeister tätig waren, wirkten in Stolberg als Kupfermeister und kamen ursprünglich aus Aachen. LYNEN, Simon (I6090)
 
6014 Zur Blütezeit der Messingindustrie im 17. und 18. Jahrhundert waren in Stolberg etwa vierzig Kupfermeisterfamilien tätig. Die bekanntesten sind Beck, Dollart, Hansen, Lynen, Mewis, Momma, Peltzer, Prym, Schardinel, Schleicher, von Asten und Wuppermann. Auch die Hoeschs, die im Oberlauf des Vichtbaches als Reitmeister tätig waren, wirkten in Stolberg als Kupfermeister und kamen ursprünglich aus Aachen. MEWIS, Johannes (I6093)
 
6015 Zur Blütezeit der Messingindustrie im 17. und 18. Jahrhundert waren in Stolberg etwa vierzig Kupfermeisterfamilien tätig. Die bekanntesten sind Beck, Dollart, Hansen, Lynen, Mewis, Momma, Peltzer, Prym, Schardinel, Schleicher, von Asten und Wuppermann. Auch die Hoeschs, die im Oberlauf des Vichtbaches als Reitmeister tätig waren, wirkten in Stolberg als Kupfermeister und kamen ursprünglich aus Aachen.

Schleicher (Variation: Slicher) ist die älteste und eine der bedeutendsten Kupfermeisterfamilien in Stolberg und im Aachener Raum. Vor allem durch die ehelichen und geschäftlichen Verbindungen der Familie Schleicher mit den im Raum Stolberg ebenfalls erfolgreichen Fabrikantenfamilien Hoesch, Peltzer, Prym, Lynen, von Asten und Anderen gehörte Stolberg über einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren zu einem der bedeutendsten Zentren der Kupferindustrie Europas.

Am 30. Oktober 1617 erwarb die Kupfermeisterfamilie Schleicher den Bernardshammer. Leonhard II., der selbst im Kupferhof Schardt wohnte, hatte drei Söhne und eine Tochter. Der älteste Sohn Leonhard III. (* 1590, † 28. September 1660) sollte den Bernardshammer erhalten. Er war mit Gertrud Beck (* 1606, † 28. Juli 1669) verheiratet. Die Hochzeit fiel in die ersten Jahre des Dreißigjährigen Krieges. Das Paar lebte während des kompletten Krieges auf dem exponierten Hof, was sicherlich nicht ungefährlich war, denn speziell lothringische Truppen verwüsteten mehrfach das Vicht-Tal.

Der Erstgeborene Leonhard Schleichers III. war Leonhard Schleicher IV. (* 1624, † 8. August 1680). Er übernahm den Kupferhof und heiratete Sibilla Peltzer. Aus dieser Ehe gingen sechs Söhne und drei Töchter hervor. Leonhard IV. wirtschaftete so erfolgreich, dass er am 26. Januar 1679 als Kreditgeber für den Ort Gressenich auftrat, der Finanzhilfe aufgrund einquartierter französischer Truppen benötigte. 
SCHLEICHER, Leonhard (I47571)
 
6016 Zur Blütezeit der Messingindustrie im 17. und 18. Jahrhundert waren in Stolberg etwa vierzig Kupfermeisterfamilien tätig. Die bekanntesten sind Beck, Dollart, Hansen, Lynen, Mewis, Momma, Peltzer, Prym, Schardinel, Schleicher, von Asten und Wuppermann. Auch die Hoeschs, die im Oberlauf des Vichtbaches als Reitmeister tätig waren, wirkten in Stolberg als Kupfermeister und kamen ursprünglich aus Aachen.

Schleicher (Variation: Slicher) ist die älteste und eine der bedeutendsten Kupfermeisterfamilien in Stolberg und im Aachener Raum. Vor allem durch die ehelichen und geschäftlichen Verbindungen der Familie Schleicher mit den im Raum Stolberg ebenfalls erfolgreichen Fabrikantenfamilien Hoesch, Peltzer, Prym, Lynen, von Asten und Anderen gehörte Stolberg über einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren zu einem der bedeutendsten Zentren der Kupferindustrie Europas. 
SCHLEICHER, Abraham (I47573)
 
6017 Zur Blütezeit der Messingindustrie im 17. und 18. Jahrhundert waren in Stolberg etwa vierzig Kupfermeisterfamilien tätig. Die bekanntesten sind Beck, Dollart, Hansen, Lynen, Mewis, Momma, Peltzer, Prym, Schardinel, Schleicher, von Asten und Wuppermann. Auch die Hoeschs, die im Oberlauf des Vichtbaches als Reitmeister tätig waren, wirkten in Stolberg als Kupfermeister und kamen ursprünglich aus Aachen.


Anschlusstafel: Humboldt–Heidermanns (PDF/JPG)
Tafelindex: nur Katharina Beck auf obiger Tafel
http://www.heidermanns.net/gen-tab.php?TN=Humboldt-Heidermanns&ID=40258 
BECK, Katharina (I47586)
 
6018 Zur Blütezeit der Messingindustrie im 17. und 18. Jahrhundert waren in Stolberg etwa vierzig Kupfermeisterfamilien tätig. Die bekanntesten sind Beck, Dollart, Hansen, Lynen, Mewis, Momma, Peltzer, Prym, Schardinel, Schleicher, von Asten und Wuppermann. Auch die Hoeschs, die im Oberlauf des Vichtbaches als Reitmeister tätig waren, wirkten in Stolberg als Kupfermeister und kamen ursprünglich aus Aachen.

Schleicher (Variation: Slicher) ist die älteste und eine der bedeutendsten Kupfermeisterfamilien in Stolberg und im Aachener Raum. Vor allem durch die ehelichen und geschäftlichen Verbindungen der Familie Schleicher mit den im Raum Stolberg ebenfalls erfolgreichen Fabrikantenfamilien Hoesch, Peltzer, Prym, Lynen, von Asten und Anderen gehörte Stolberg über einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren zu einem der bedeutendsten Zentren der Kupferindustrie Europas. 
SCHLEICHER, Maria (I48524)
 
6019 Zur Blütezeit der Messingindustrie im 17. und 18. Jahrhundert waren in Stolberg etwa vierzig Kupfermeisterfamilien tätig. Die bekanntesten sind Beck, Dollart, Hansen, Lynen, Mewis, Momma, Peltzer, Prym, Schardinel, Schleicher, von Asten und Wuppermann. Auch die Hoeschs, die im Oberlauf des Vichtbaches als Reitmeister tätig waren, wirkten in Stolberg als Kupfermeister und kamen ursprünglich aus Aachen. BECK, Isaak (I48748)
 
6020 Zur Blütezeit der Messingindustrie im 17. und 18. Jahrhundert waren in Stolberg etwa vierzig Kupfermeisterfamilien tätig. Die bekanntesten sind Beck, Dollart, Hansen, Lynen, Mewis, Momma, Peltzer, Prym, Schardinel, Schleicher, von Asten und Wuppermann. Auch die Hoeschs, die im Oberlauf des Vichtbaches als Reitmeister tätig waren, wirkten in Stolberg als Kupfermeister und kamen ursprünglich aus Aachen. SCHLEICHER, Johanna (I49123)
 
6021 Zur Blütezeit der Messingindustrie im 17. und 18. Jahrhundert waren in Stolberg etwa vierzig Kupfermeisterfamilien tätig. Die bekanntesten sind Beck, Dollart, Hansen, Lynen, Mewis, Momma, Peltzer, Prym, Schardinel, Schleicher, von Asten und Wuppermann. Auch die Hoeschs, die im Oberlauf des Vichtbaches als Reitmeister tätig waren, wirkten in Stolberg als Kupfermeister und kamen ursprünglich aus Aachen. MOMMA, Jakob (I52963)
 
6022 Zur Blütezeit der Messingindustrie im 17. und 18. Jahrhundert waren in Stolberg etwa vierzig Kupfermeisterfamilien tätig. Die bekanntesten sind Beck, Dollart, Hansen, Lynen, Mewis, Momma, Peltzer, Prym, Schardinel, Schleicher, von Asten, Hoesch und Wuppermann. MEWIS, Adelheid (I47582)
 
6023 zur Entstehungsgeschichte der Schweiz
- Vorläufer der modernen Schweiz waren die seit dem Ende des 13. Jahrhunderts bis 1798 als lockerer Bund organisierte ALTE EIDGENOSSENSCHAFT
- von 1798 bis 1803 bestehende zentralistisch aufgebaute Helvetische Republik
- 1803 gegründete und 1815 neu organisierte «Schweizerische Eidgenossenschaft
Heinrich v.OW, geb. 16.3.1634 n.Chr. war Sohn von: v.OW, Conradt, heir. 1616/19.1.1617 n.Chr.[*42]. Er stirbt an der Pest, das Todesjahr wird 1635 n.Chr.gewesen sein., - z.B. 14.7.1362 n.Chr.: Heinrich BADER zu CONSTANZ bezeichnet ein Gut „und stosset undenan mins herren guºt und obenan an Hansen des Brotbeken guºt von RADOLFZELL..." [*43] als einen v.OW-Besitz; und Konrad v.OWE besitzt 1322/1331 n.Chr. in KREUZLINGEN „vinea et ager". Mit seiner Frau ist er 1631 n.Chr. Pate beim Kind des Jacob WÜGER und der Margaretha WIPF. Margaretha WIPF, die Kindsmutter, ist eine Schwester der Barbara WIPF, welche verheir. ist mit Bartli (Berthold) v.OW, einem Sohn des Conrad v. OW und der Elsbeth (HELLER) und Neffen des Schwartzhans v.OW. (Er ist also Pate beim Kind des Schwagers seines Vetters.) Seine Frau ist Ursula SUTER, geb. (born) DÖRFLINGEN 12.8.1621 n.Chr., Pate: Jacob SCHILLING, (T.v. Beat Wilhelm SUTER und Anna WINGARTNER [*44] . Vielleich eine verwandtschaftliche Linie: Verena SUTER, geb. (born) NEUNKIRCH 26.2.1615 n.Chr., Tochter des Calixt SUTER ibid. - Aus NEUNKIRCH/KLETTGAU stammt auch die eine Generation später angegliederte Familie BRODBECK. Sie heiratet 1636 n.Chr. als Witwe Bernhard v.OW, mit dem sie 1638 n.Chr. einen Sohn hat; [sutor = Schneider].
Kinder:  
SUTER, Ursel (I986)
 
6024 zur hohen Stube 1474, Obervogt auf Farnsburg 1482 - 1485, erhielt 1469 einen Wappenbrief, 1476 bei Grandson zum Ritter geschlagen
--> zur hohen Stube ‎1474 in Basel, Basel, BS, CHE
--> Ritterschlag ‎1476 in Grandson, Grandson, VD, CHE
--> Obervogt ‎1482/1485 in Farnsburg, Sissach, BL, CHE
Eingebürgert ‎ in Basel, Basel, BS, CHE 
SCHLIERBACH, Hans (I19254)
 
6025 Zur Stärkung der Opposition gegen Kaiser Heinrich IV. vermittelte Papst Urban II. um 1089 die Ehe des etwa 16-jährigen Welf mit der mehr als 40-jährigen Mathilde von Tuszien, der Herrin von Canossa.[1] Die Ehe sollte die Abspaltung eines Mittelreichs von Bayern bis nach Norditalien ermöglichen.[2] Doch es war eine Scheinehe, die dadurch belastet wurde, dass Mathilde ihre Besitzungen bereits dem Papst übereignet hatte. Im Sommer 1095 trennte sich Welf V. von ihr. Er und sein Vater Welf IV. versöhnten sich mit dem Kaiser. In deren Folge wurde Welf IV. wieder im Herzogtum Bayern eingesetzt, und Welf V. folgte einige Jahre später nach.

Welf blieb dem Kaiser gegenüber loyal und beschränkte sich – neben der Begleitung der kaiserlichen Feldzüge – auf sein Amt als Herzog von Bayern, über das wiederum kaum etwas bekannt ist. Nachdem er 19 Jahre lang regiert hatte, starb er in der Burg Kaufering bei Landsberg in Oberbayern; sein Leichnam wurde neben dem seines Vaters in Weingarten beigesetzt.[3]

Welf V. hatte kein zweites Mal geheiratet, er blieb kinderlos; sein Nachfolger in Bayern wurde sein Bruder Heinrich der Schwarze. 
..., Welf V. (I37183)
 
6026 Zur Unterscheidung von seinem gleichnamigen Bruder wurde er, der Herr von Hindelbank, Jegenstorf, Riggisberg und Spiez war, auch als "der Jüngere" bezeichnet.
Er war ab 1501 im Grossen Rat, 1506 Landvogt von Grandson, 1508 Mitglied des Kleinen Rats und 1519 bis 1539 Schultheiss von Bern, 1511 bernischer Gesandter nach Neuenburg, 1512 nach Genf zum Herzog von Savoyen, Karl III. und nach Venedig zu Papst Julius II. Er nahm 1513 im Zug nach Dijon und 1515 nach Mailand teil und war 1528 Oberbefehlshaber in den Oberländer Reformationsunruhen und Hauptmann im ersten und zweiten Kappelerkrieg 1529 wie 1531.
In Hindelbank liess er 1517-1518, kurz vor der Reformation, eine neue Kirche mit wertvollen Bildfenstern bauen.
weiterführende Info: HLS Wiki 
VON ERLACH, Hans (I21659)
 
6027 zur Unterscheidung von seinem gleichnamigen Großonkel der Jüngere genannt, war ein byzantinischer Patrikios, Feldherr und Usurpator gegen die Kaiser Johannes Tzimiskes und Basileios II. PHOKAS, Bardas (I24244)
 
6028 Zur väterlichen Herkunft von Georg Michael Frank von La Roche liegen unterschiedliche Informationen vor. Georg Irmer gibt nach dem Rheinischen Antiquarius an, Georg Michael Anton Frank, der in Tauberbischofsheim[1] geboren wurde, sei als fünfjähriges elternloses Kind in das Haus des kurmainzischen Grafen Anton Heinrich Friedrich von Stadion (* 5. April 1691 in Würzburg; † 26. Oktober 1768 in Warthausen) gekommen und habe den Nachnamen von Lichtenfels in den Namen La Laroche umgewandelt. Johann Caspar Lavater schrieb dagegen über ihn, „… aus dessen Gesicht der Minister Stadion transparent war“.

Seine Mutter war die Tänzerin Anna Catharina La Roche, die aus einer Offiziersfamilie in Metz stammen sollte; sie gab den im März 1720 in Tauberbischofsheim verstorbenen Senator, Chirurgen und Rentmeister Johann Adam Franck als Vater an.


Schloss in Bönnigheim
Georg Michael Frank von La Roche war seit dem 27. Dezember 1753 mit der späteren Schriftstellerin Sophie von La Roche verheiratet; sie wohnten auf dem stadionschen Gut Warthausen und, nach dem Tod von Anton Heinrich Friedrich von Stadion, ab 1768 auf dem Gut Bönnigheim[2]; gemeinsam hatten sie mehrere Kinder.[3] Sein Sohn Franz starb bald nach ihm, seine Tochter Maximiliane von La Roche heiratete den Großkaufmann Peter Anton Brentano und wurde Mutter von Clemens Brentano und Bettina von Arnim; sein Sohn Carl Georg von La Roche wurde später Geheimer Oberbergrat.

Aufgrund seiner sachlichen Umgangsweise gelang es Georg Michael Frank von La Roche, die ehemalige Jugendliebe seiner Ehefrau, den Schriftsteller Christoph Martin Wieland, in Warthausen als Freund des Hauses zu gewinnen.

Anton Heinrich Friedrich Graf von Stadion
(* 5. April 1691 in Würzburg; † 26. Oktober 1768 in Warthausen) war Großhofmeister am kurfürstlichen Hof zu Mainz unter dem mit ihm verwandten Kurfürst Johann Friedrich Karl von Ostein. Stadion gilt als Wegbereiter der Aufklärung in Kurmainz und war durch sein hohes Amt für zahlreiche Reformen im kurfürstlichen Mainz verantwortlich.

Er entstammte dem Adelsgeschlecht von Stadion, Linie Stadion-Warthausen und war der Sohn von Johann Philipp von Stadion (1652–1741), ab 1711 Reichsgraf von Stadion, und dessen zweiten Ehefrau Maria Anna von Schönborn (1669–1703) aus dem Geschlecht von Schönborn. Bereits sein Vater hatte ab 1709 den Posten als Großhofmeister unter Kurfürst Lothar Franz von Schönborn inne. Weitere Verwandte von ihm waren ebenfalls in kurfürstlichen Diensten in Mainz in hohen Ämtern tätig (so z. B. Christoph Rudolf von Stadion) oder besetzten hohe kirchliche Ämter wie z. B. das des Fürstbischofs von Bamberg. Er heiratete am 27. Juni 1724 in Ebnet (Freiburg) Maria Anna Auguste Antonia Euphemia Euphrosina von Sickingen (1706–1774), mit der er drei Töchter, darunter Maria Maximiliana von Stadion und zwei Söhne hatte; dazu adoptierte er den späteren Kanzler Georg Michael Frank von La Roche.

Anton Heinrich Friedrich von Stadion studierte an der Mainzer Universität Jura und Kameralwissenschaften. Auf einer seiner Kavalierstouren begegnete er Voltaire, der großen Eindruck auf ihn machte. Er machte sich Voltaires Einstellung zu eigen, so „dessen Ansichten über Jesuiten und Religion“ und „noch ferner den Verkehr mit dem Bahnbrecher aller Negation des Religiösen“.[1] Sein Vater trat 1737 von all seinen Ämtern am kurfürstlichen Hof zu Mainz zurück (er starb vier Jahre später) und machte damit den Weg für seinen Sohn als Nachfolger frei. Im gleichen Jahr ersteigerte er den Rollingschen Hof, der später in Stadioner Hof umbenannt wurde. 
LA ROCHE, Georg Michael Frank (I52720)
 
6029 Zur Zeit seiner Thronbesteigung fanden auf Sizilien weiterhin Kämpfe mit den Sarazenen statt, Theophilos jedoch war gezwungen, alle seine Kräfte auf den Krieg gegen den Kalifen von Bagdad zu konzentrieren. Diesen hatte er selbst ausgelöst, als er einigen persischen Flüchtlingen Asyl angeboten hatte. Einer von jenen, der nach seinem Übertritt zum Christentum Theophobos genannt wurde, hatte schließlich Theophilos’ Schwester Helena geheiratet und war einer seiner Generäle geworden.

Die byzantinische Armee war anfangs erfolgreich. 837 wurden Samosata und Zapetra (Zibatra, Sozopetra), der Geburtsort des Kalifen al-Mutasim, erobert und zerstört. Auf Vergeltung sinnend, stellte al-Mutasim eine gewaltige Armee zusammen, von der ein Teil Theophilos, der sein Heer selbst kommandierte, bei Dasymon schlug, während der Rest auf Amorion marschierte, dem Herkunftsort der amorischen Dynastie. Nach einer Belagerung von 55 Tagen fiel die Stadt am 23. September 838 (vielleicht durch Verrat) in al-Mutasims Hand. Ein Großteil der Einwohner wurde getötet, der Rest als Sklaven verkauft, die Stadt bis auf die Grundmauern niedergerissen. Allerdings nutzten die Araber diesen Erfolg nicht aus. Dennoch erholte sich Theophilos nie von diesem Schlag. Seine Gesundheit ließ immer mehr nach.

836 führte er einen Feldzug gegen die Bulgaren unter Khan Malamir an und brach dabei den 30-jährigen Frieden, der zwischen den Omurtag und Kaiser Michael II. geschlossen worden war. In den folgenden Kampfhandlungen verlor Theophilos die Festungen Prowat und Burdizon bei Adrianopel und Philippopolis. Damit wurde die strategisch wichtige Via Militaris (auch Via Diagonalis genannt), die von Konstantinopel über Serdica bis nach Singidunum führte, unterbrochen.
Theophilos nahm auch diplomatische Beziehungen mit dem Emirat von Córdoba auf. 840 schickte er eine Gesandtschaft zu ʿAbd ar-Rahmān II., um von ihm die Rückgabe der Insel Kreta zu verlangen, die von dem andalusischen Abenteurer Abū Hafs al-Ballūtī besetzt worden war. ʿAbd ar-Rahmān gab zwar eine abschlägige Antwort, sandte aber umgekehrt eine arabische Delegation nach Konstantinopel, zu der auch der Dichter al-Ghazāl gehörte.[1]

Innenpolitik 
VON BYZANZ, Theopilos (I36549)
 
6030 Zürcher Bürgerfam., deren Stammvater Hans (1451), Wirt von Rorbas, 1429 das Zürcher Bürgerrecht erwarb. Die R. waren in den Räten vertreten und wurden zahlenmässig nur von den Meyer von Knonau und den Escher vom Glas übertroffen: Sie sassen ab 1513 30-mal für die Zünfte zur Meisen, Gerwe und Widder (vom 17. Jh. an v.a. für die Letztgenannte) im Gr. Rat sowie ab 1532 13-mal im Kl. Rat. Zu Beginn des 17. Jh. dominierten sie die Zürcher Politik mit drei Bürgermeistern, nämlich mit Hans Rudolf (->) und seinen beiden Söhnen Hans Heinrich (->) und Hans Rudolf (->). Ausserdem stellten sie 13 Landvögte. Die nicht im Staatsdienst tätigen R. waren Handwerker, Fabrikanten, Kaufleute, Rentner, Gelehrte, Geistliche oder traten in militär. Dienste. Den Schildnern zum Schneggen gehörten sie ab 1568 an; im 17. Jh. waren die R. Inhaber dreier Schilder. Mit den Söhnen von Bürgermeister Hans Rudolf teilte sich die Fam. in zwei Linien: Die im 18. Jh. erloschene Linie von Hans Jakob (1601-79) besass ab 1602 für rund ein Jahrhundert die Gerichtsherrschaft Sünikon und war v.a. im Staats- und Militärdienst aktiv. Die zweite, von Bürgermeister Hans Heinrich begründete Linie spaltete sich in drei Zweige, nämlich die Handwerkerlinie von Hans Conrad (1616-76), die zu Beginn des 19. Jh. erlosch, die Linie von Hans Rudolf (1617-56), die bis ins 18. Jh. v.a. Handwerker hervorbrachte, dann Kaufleute und Geistliche, und schliesslich die Linie von Hans Heinrich (->). Die Vertreter der Letzgenannten waren bis Ende 18. Jh. v.a. im Staats- und Militärdienst tätig, ab dem 18. Jh. auch als Geistliche, Ärzte (David ->, Johann Heinrich ->), Gelehrte (z.B. Johann Rudolf ->) und Kaufleute (Hartmann ->). Ab 1882 beteiligten sich die R. an einer Zürcher Privatbank, die seit den 1920er Jahren mit Rahn & Bodmer firmiert. Die R. besassen neben Stadthäusern auch das Schlösschen Susenberg am Zürichberg. 1669 wurde aus der Erbschaft von Bürgermeister Hans Heinrich ein Familienfonds gegründet. RAHN, N. (I37079)
 
6031 Zürcher Bürgerfam., deren Stammvater, Hans Schüchzer aus Rapperswil (SG), 1480 Bürger von Zürich wurde. Die S. gelangten durch ihn zwar schon 1489 in den Gr. Rat und 1584 durch seinen Enkel Hans Heinrich (1540-1604) in den Kl. Rat, politisch einflussreich wurden sie aber erst Mitte des 17. Jh. Die Fam. stellte sieben ihrer insgesamt 14 Kleinräte (13 für die Schuhmacherzunft und einen für die Zunft zum Widder) im 18. Jh., die Kleinräte bekamen vier Landvogteistellen im 17. Jh., fünf im 18. Jh. zugesprochen. Im 16. Jh. spaltete sich das Geschlecht in zwei Linien. Die Nachkommen des Zunftmeisters Heinrich (1540-1604) sanken in den Handwerkerstand ab und waren nicht mehr am Regiment beteiligt. Die Nachkommen von Rudolf (1545-95) hingegen blieben in der Regierung und gelangten als Kaufleute zu Reichtum.

Der eigentl. Aufstieg der Fam. setzte mit Rudolfs Sohn Hans (1582-1636), einem Goldschmied, ein. Von dessen drei Söhnen begründete der erste Sohn, Johann Jakob (->), den Zweig der Kaufleute "hinter dem Münster" und "im Seidenhof". Sein gleichnamiger Sohn (->) war Stadtarzt und dessen Söhne Johann Jakob (->) und Johann (->) betätigten sich als Naturforscher. Dieser Zweig stellte nur noch wenige Kleinräte, z.B. Johanns Sohn Johann Jakob (->), er war jedoch im Gr. Rat gut vertreten. Hans' zweiter gleichnamiger Sohn begründete den 1794 erloschenen Zweig. Von dessen neun bekannten Angehörigen, u.a. Hans Jakob (->) und Johannes (->), sassen alle im Gr. Rat und sechs im Kl. Rat. Die Angehörigen des vom dritten Sohn, Heinrich, abstammenden Zweigs waren an der Politik wenig beteiligt. Aus seinem Zweig stammen Handwerker, die Kaufleute "beim Felsenegg" sowie viele Goldschmiede. Die in der Textilindustrie zu grossem Reichtum gelangten S. gehörten zu den angesehensten Zürcher Fam. und waren ab 1755 mit mindestens einem Schild bei den Schildnern zum Schneggen vertreten. Im 19. Jh. besassen sie sogar drei Schilde, die ihnen alle bis 1870 verloren gingen. Die S. besitzen einen Familienfonds, den Johann S.-Füssli (1647-1740) gestiftet hat. 
SCHEUCHZER, Hans (I59444)
 
6032 Zürcher Bürgerfam., die 1835 erloschen ist. Stammvater ist Hans von St. Gallen, der 1432 das Zürcher Bürgerrecht erhielt. Im 16. Jh. war die Fam. im Staats- und Militärdienst tätig und stieg dabei sozial so weit auf, dass sie 1590 in die Konstaffel und 1638 in die Adelige Gesellschaft zum Rüden aufgenommen wurde. Seit Hans Heinrich (1520-75) trugen immer wieder Angehörige der Fam. den Junkertitel und ab dem 16. Jh. gingen die R. ausschliesslich Ehen mit Frauen aus Zürcher Junkergeschlechtern ein. Sie sassen zwölfmal im Gr. Rat (erstmals 1520) und im 18. Jh. zweimal im Kl. Rat (Hans ->). 1646-1735 waren sie Inhaber der Gerichtsherrschaft Nürensdorf. Das nicht sehr zahlreiche Geschlecht besass im 16. Jh. zwei Schilde der Schildner zum Schneggen, wobei nur einer bis 1835 gehalten werden konnte. REINHARD, N. (I10221)
 
6033 Zürcher Bürgerfamilie unklarer Herkunft, die seit dem 14. Jahrhundert in Zürich nachgewiesen und deren gesicherter Stammvater der Müller Otto (1462) ist. Im 15. Jahrhundert gehörten die Werdmüller zu den einflussreichsten Handwerkerfamilien der Stadt. Ausgehend von Ottos Urenkeln Otto (->) und Beat (1517-1574) teilte sich die Familie in zwei Hauptlinien. Ottos Nachkommen waren häufig Geistliche oder im Staatsdienst tätig. Der letzte männliche Vertreter dieser Linie, Pfarrer Hans Ulrich, starb 1742.

Beat, Müller in der Werdmühle, begründete die zweite Linie, die sich bereits mit seinen Söhnen in vier Zweige spaltete: David (->) und sein Bruder Heinrich (->) gründeten nach ihrer Ausbildung als Textilhändler 1575 eine Wolltuchfabrikation und verarbeiteten ab 1587 auch Florettseide. Nach 1610 führte jeder der beiden Brüder ein eigenes Geschäft mit den Söhnen weiter. David produzierte im Alten Seidenhof und im Wollenhof, Heinrich im 1606-1607 errichteten Neuen Seidenhof. Die Angehörigen des David'schen Zweigs waren Kaufleute und Seidenindustrielle, zum Beispiel Barbara (->), oder standen wie deren Söhne Hans Georg (->) und Hans Rudolf (->) in militärischem Dienst. Die Nachkommen Heinrichs, so sein Sohn Beat (->), führten das Geschäft im Neuen Seidenhof weiter, bis es 1692 aufgegeben wurde. Sie spezialisierten sich im 18. Jahrhundert zunehmend auf den Textilhandel und waren bis ins 19. Jahrhundert als Kaufleute und Bankiers tätig. Der Begründer des dritten Zweigs, Christoph (1557-1617), erbte die Werdmühle. Seine Nachkommen waren im Müller- und Sägereigewerbe sowie im Holzhandel tätig oder widmeten sich dem Staats- oder Militärdienst wie Conrad (->). Der Kupferstecher Johann Konrad (->) wurde Honorarprofessor am Eidgenössischen Polytechnikum Zürich. Der Müllerzweig war nie so angesehen wie die anderen Zweige. Die Angehörigen des vierten, von Thomas (1562-1614) begründeten Zweigs erwarben dank dem Eisenhandel ein grosses Vermögen. Einzelne Vertreter dieses Zweigs gingen in fremde Dienste, zum Beispiel Hans Felix (->).

Die Werdmüller waren insgesamt bis 1798 stark am Regiment beteiligt: Sie stellten 78 Grossräte, phasenweise zehn bis zwölf gleichzeitig, und 35 Kleinräte – mehr zählten nur die Familien Escher vom Glas und Hirzel – und hatten 36-mal eine Obervogtei inne. Aus der Familie gingen mehrere Landvögte hervor, zum Beispiel Jakob (->), hingegen kein Bürgermeister. Die angesehene Familie besass spätestens ab 1545 einen Schild bei den Schildnern zum Schneggen, wobei sie zu Beginn des 18. Jahrhunderts sogar fünf Schilde gleichzeitig innehatte. 1715 erhielt die Familie das Schloss und die Herrschaft Elgg als Fideikommiss, das von Generalmajor Hans Felix begründet worden war. Ehen gingen die Werdmüller praktisch nur mit Angehörigen der bedeutendsten Stadtzürcher Familien ein. 
WERDMÜLLER, N. (I46154)
 
6034 Zürcher Bürgerfamilie. Stammvater der Wolf von Zürich ist Wernli von Honrain-Wollishofen, der 1351 Burger von Zürich wurde. Die Wolf waren bis Mitte des 16. Jahrhunderts ausschliesslich Fischer. Johannes (->), Begründer des Windegg-Stamms, verliess den Fischerberuf und studierte Theologie. Von da an brachte praktisch jede Generation Gelehrte hervor. Johannes' gleichnamiger Sohn (->) übernahm die Buchdruckerei Froschauer. Der Windegg-Stamm spaltete sich mit den Enkeln des ersterwähnten Johannes in fünf Zweige: Die Nachkommen von Hans Heinrich (1590-1629), der das Bergwerk am Gonzen von seinem Vater Hans Ulrich (->) übernommen und die Musikgesellschaft von Zürich gegründet hatte, stellten während sechs Generationen bis Anfang des 19. Jahrhunderts in jeder Generation mindestens einen Pfarrer. Daneben waren sie in handwerklichen Berufen oder als Wirte tätig. Zu diesem Zweig gehörte auch Erhard (->). Die Nachkommen des Apothekers Hans Ulrich (1592-1658) betätigten sich während vier Generationen als Goldschmiede. Der Zweig erlosch Mitte des 19. Jahrhunderts. Der von Hans Jakob (1601-1641) abstammende Zweig stellte vor allem Gelehrte und starb Anfang des 18. Jahrhunderts aus. Bei den Nachkommen von Hans Rudolf (1603-1645) dominierte während vier Generationen der Zuckerbäckerberuf; dieser Zweig starb Anfang des 19. Jahrhunderts aus. Dem ebenfalls im 19. Jahrhundert erloschenen, auf Hans Wilhelm (1604-1659) zurückgehenden Zweig gehörte unter anderem Hans Wilhelm (->) an. Kaspar (->), der Bruder des ersterwähnten Johannes, begründete den Bach-Stamm, dessen Angehörige Pfarrer, bedeutende Staatsmänner und Offiziere sowie Kaufleute, Gewerbetreibende und Handwerker wurden. Die Wolf gehörten mit ca. 40 Gross- und 17 Kleinräten zu den einflussreichsten Geschlechtern in der Zürcher Politik. Sie hatten ab 1601 16 Landvogtstellen inne. Ab 1574 waren die Wolf ständig bei den Schildnern zum Schneggen vertreten. 1773 kamen sie durch eine Erbschaft in den Mitbesitz der Gerichtsherrschaft Turbenthal, das dazugehörige Schloss blieb bis ins 20. Jahrhundert in Familienbesitz. WOLF, N. (I46159)
 
6035 Zürcher Bürgerfamilie. Stammvater ist vermutlich Johannes, Wirt von Erlenbach, der 1364 erstmals urkundlich erwähnt wird. Die Genealogie für die Zeit vor 1450 ist nicht gesichert: Hensli, ein Enkel des Stammvaters, erwarb 1422 das Zürcher Bürgerrecht und begründete damit den bedeutendsten Zweig der Wirz, jenen der Ammänner von Uerikon. Sonst herrschen aber Unsicherheiten bezüglich der Enkel und/oder der Söhne von Johannes, die zum Teil auch das Zürcher Bürgerrecht erwarben (1381, 1383, 1401). 1401 erhielt Ruedi, Sohn von Johannes, einen Teil des Johanneshofs von Uerikon als Lehen und zog nach Uerikon. Ulrich, vermutlich sein Bruder und Vater von Hensli, wurde 1403 als erster Wirz Einsiedler Ammann in Uerikon. Dieses Amt hatte die Familie bis 1548 inne; innerhalb von sechs Generationen stellte sie acht Ammänner. Im 15. und 16. Jahrhundert besetzten die Wirz weitere Ammannämter in der Zürcher Landschaft und waren Schaffner der Johanniter von Wädenswil. Bereits Ende des 15. Jahrhunderts gehörten sie zu den reichsten Zürcher Familien. 1492 erwarben sie von Albert von Bonstetten einen Wappenbrief, der ihre Erhebung in den Ritterstand bestätigte, und im 16. Jahrhundert führten sie den Junkertitel. Das Ansehen der Familie im 15. und 16. Jahrhundert zeigt sich an den zahlreichen Ehepartnern aus junkerlichen Familien, unter anderem der von Cham. Ab 1415 sassen die Wirz im Grossen Rat, ab 1444 im Kleinen Rat. Mitte des 16. Jahrhunderts erwarben sie fünf Schilde bei den Schildnern zum Schneggen. Im Verlauf des 17. Jahrhunderts gingen sie im Handwerker- und Geistlichenstand auf und verloren den Junkertitel sowie die Schilde bei den Schildnern. Im 18. und 19. Jahrhunderts betätigten sie sich vor allem als Krämer, Schreiber, Geistliche und Chirurgen. Ein Zweig produzierte im 19. Jahrhundert Seide. Der Familienfonds wurde 1804 von Pfarrer Leonhard (1748-1804) gestiftet.

Wappenbeschreibung / Blasonierung
Gespalten von Gold und Blau, zwei Fasshahnen in gewechselten Fraben. 
WIRZ, Diethelm (I8529)
 
6036 Zürcher Bürgergeschlecht, ursprünglich aus Kaiserstuhl, dort erstmals um 1190 mit Jacob erwähnt, einem Ministerialen der Gf. von Habsburg. Angehörige der Fam. E. hatten ab Anfang des 13. Jh. das Amt des Schultheissen von Kaiserstuhl inne. Die Söhne von Johannes (1294), der das gleiche Amt ausübte, erwarben im 14. Jh. das Zürcher Bürgerrecht: Heinrich, Stammvater der E. vom Glas, am 20.7.1385, Johannes, Stammvater der E. vom Luchs, am 4.8.1384.

Die E. vom Glas gehörten seit ihrer Einbürgerung zu den Zürcher Spitzengeschlechtern. Heinrich heiratete in erster Ehe Margaretha zum Thor, in zweiter Ehe Regula Manesse von Manegg. Im 16. Jh. bestanden zwei Linien: Die Nachkommen von Bürgermeister Rudolf (->), Herrn zu Dübelstein, dessen Enkel Niclaus 1527 das Zürcher Bürgerrecht aufgab, nach Basel zog und sich nach der Heirat mit Ursula Grieb von und zu Binningen E. von Binningen nannte. Die Nachfahren von Rudolfs Bruder Hans blieben vorerst in Zürich, wo sie als reiche Kaufleute eine bedeutende wirtschaftl. und soziale Stellung innehatten.

Bis 1798 stellten die E. vom Glas fünf Bürgermeister, 45 Vertreter im Kl. Rat und 82 Mitglieder des Gr. Rats. Zur Fam. zählten im 16.-18. Jh. 34 Obervögte, 29 Landvögte und 20 Amtsleute, allein im 18. Jh. sieben Landvögte von Kyburg, der wichtigsten Zürcher Landvogtei. Auch die Gegnerschaft zu bedeutenden Zürcher Politikern führte die E. vom Glas nicht ins polit. Abseits: Im 15. Jh. waren sie vehemente Gegner Hans Waldmanns (v.a. Bürgermeister Rudolf und sein Bruder Hans). 1526 wurde Hans (->) wegen seiner Gegnerschaft zu Zwingli verhaftet. Schon im folgenden Jahr wieder in alle Ehren eingesetzt, führte er bald darauf die Zürcher Truppen an. Zu Beginn des 17. Jh. spalteten sich die E. vom Glas in versch. Linien, die sich später weiter teilten: die sog. Pfauen-E.-Linie, die nach Heinrich (->) benannte Heinrich'sche Linie und die E.-Rahn-Linie in Frankreich. Die E. vom Glas waren bis 1539 v.a. Mitglieder der Konstaffel (letzter Vertreter war Konrad ->) und traten danach versch. Zünften und den Schildnern zum Schneggen bei; vereinzelte E. vom Glas wechselten ab der 2. Hälfte des 17. Jh. zur Bürgerl. Konstaffel, z.B. Hans Jakob (->). 
ESCHER, Stammlinie (I20443)
 
6037 Zürcher Bürgergeschlecht. 1357 erste urkundliche Erwähnung mit Conrad, Knecht eines Glockengiessers aus Feldkirch. Genealogisch gesicherter Stammvater ist der Glockengiesser Peter (1476). Seine Familie führte die Glocken- und Stückgiesserei Füssli in Zürich, in welcher der grösste Teil der Zürcher Artilleriegeschütze produziert wurde. Der Betrieb wurde 1845 nach dem Tod von Wilhelm Konrad (1785-1843), des letzten Giessers der Füssli, aufgelöst. Aus dieser Linie stammt auch der Begründer des Buchdruckerzweiges Hans Rudolf (1709-1793). Er trat in die Firma seines Vetters Johannes Heidegger ein und übernahm sie 1766, als sich dieser aus der Firma zurückzog. 1770 wurde die Firma mit Orell, Gessner & Co. vereinigt (Orell, Gessner, Füssli & Co.). 1798 entstand nach dem Rücktritt von Heinrich Gessner die Firma Orell Füssli. Der Goldschmied Jakob (1532-1590) war der Begründer der Kaufmannslinie. Sein Sohn Hans Jakob, in erster Ehe mit Susanna Werdmüller verheiratet, kaufte von seinem Schwager David Werdmüller den Wollenhof in der Stadt Zürich und wurde zu einem bedeutenden Kaufmann. Seine Nachkommen heirateten Töchter aus bedeutenden Zürcher Familien, so war sein Sohn Hans Rudolf (1606-1652) mit Ursula Holzhalb und in zweiter Ehe mit Anna Fries verheiratet. Die Wollenhoflinie erlosch mit dem Tod des Landschaftsmalers Heinrich (1755-1829). Aus beiden Linien stammten auffällig viele Geistliche, Künstler und Kunstschriftsteller. Die Füssli waren aber auch politisch erfolgreich: Ab 1495 Mitglieder des Grossen Rats, kam 1571 der Glockengiesser Hans (1530-1586) als erster Füssli in den Kleinen Rat. Bis ins 18. Jahrhundert stellten die Glockenhof- und die Wollenhoflinie zwölf bzw. vier Kleinräte, jedoch keinen Bürgermeister. Aus den beiden Linien der Füssli stammten 21 Ober- und sieben Landvögte. Ab 1642 gehörte die Familie der Gesellschaft der Schildner zum Schneggen an. In Zürich ist der Name Füssli schon 1916 nach dem Tod von Wilhelm verschwunden. Letzter Nachkomme der Glockenhoflinie und letzter Träger des Namens Füssli war Karl Heinrich (1869-1951), Ingenieur in Manchester. FÜSSLI, Peter (I34592)
 
6038 Zürcher Bürgergeschlecht. 1416 erstmals in Zürich urkundlich fassbar. Benedict (1556), Sohn des Leutpriesters und Notars Heinrich von Stäfa (1513, Verfasser diverser Jahrzeitbücher und Urbare), erhielt 1538 das Zürcher Bürgerrecht. Bis ins 17. Jh. waren die F. v.a. Geistliche und Handwerker, dann Kaufleute und Unternehmer. 1710 gründete Hans Georg die Seidenfirma Zum Granatapfel. Seine Nachkommen und Verwandten führten die Firma weiter und gründeten neue Firmen (In der Königskrone, Johann Conrad Finsler zum Sihlhof). Die F. gehörten zu den reichsten Kaufleuten, waren aber erst seit 1759 (Hans Georg F.-Bodmer, 1709-90) im Gr. Rat. 1796 kamen die F. durch Hans Georg (1733-96) als Vertreter der Meisenzunft erstmals in den Kl. Rat. Die politisch wenig mächtigen F. hatten keine Landvogteistelle inne. Während der Mediation gehörten sie zur konservativen Partei. Die Ehefrauen der Kaufleute F. stammten ab Mitte des 18. Jh. ausschliesslich aus bedeutenden Kaufmannsfamilien. FINSLER, Benedikt (I46426)
 
6039 Zürcher Bürgergeschlecht. 1504 erwarben Andreas (1482-1568) und sein Bruder Ursus (1531), die um 1500 nach Zürich gekommen waren, das Bürgerrecht. Ihr Vater war vermutlich Hans, Goldschmied aus Nürnberg und Bürger von Solothurn. Von Ursus' Nachfahren ist nur der Gelehrte Konrad (->) bekannt. Die Söhne von Andreas, Heinrich (1505-90) und Johannes (1510-63), begründeten die zwei Hauptlinien der Familie. In den ersten Generationen übten die G. den Beruf des Goldschmieds aus, danach wirkten sie als Eisenhändler, als Münzmeister, so Hans Jakob (->), sowie als Buchdrucker. Bald gehörten sie zu den wichtigsten Buchdruckerfam. Zürichs. Im 16. Jh. eröffneten die Brüder Andreas und Jakob eine Buchdruckerei, die kurz nach dem Tod von Andreas 1559 liquidiert wurde. Die 1670 von David (1647-1729), Sohn eines reichen Eisenhändlers, gegr. Buchdruckerei David Gessner (Buchdruck-, Verlags- und Sortimentsgeschäft mit Sitz im Haus Unterm Leopard an der Münstergasse 10) war die bedeutendste Firma der G. Im 18. Jh. konnten sie das gegenüberliegende Haus Zum Schwanen kaufen und darin einen Buchladen platzieren. Das Unternehmen bestand bis 1833 und hatte seine Blütezeit unter der Leitung von Heinrich (->). In der 2. Hälfte des 18. Jh. besass die Fam. Anteile am Geschäft Conrad Orell & Co., das 1770 mit der Füssli & Co. zur Orell, Gessner, Füssli & Co. vereinigt wurde. Heinrichs Sohn Eduard druckte in den 1820er Jahren Broschüren und Flugschriften für die radikale Partei. Die Unternehmerfam. G. in Wädenswil, die 1841-1909 eine Seidenweberei führte, stammte aus der Johann'schen Linie. 1532-1798 sassen die G. 14-mal im Kl. Rat (Zünfte zur Saffran, Schmiden, Zimmerleuten, Weggen und Meisen), davon siebenmal als Zunftmeister. In den Staatsdienst traten sie selten. Nur Mathias (1686-1737) amtierte 1730-36 als Landvogt von Wädenswil.
 
GESSNER, Andreas (I30551)
 
6040 Zürcher Bürgergeschlecht. Stammvater ist der 1503 in Zürich eingebürgerte Seidensticker Erhart von Nürnberg. Seine Enkel begründeten die drei Hauptlinien. Hans (1534-1615), Eisenkrämer (Goldschmied) und erster Zunftmeister der Fam., stand einem Zweig vor, der sieben Zunftmeister der Schmidenzunft stellte. Die Linie von David (1536-72) brachte v.a. Handwerker hervor und erlosch im 19. Jh. Aus der Linie von Jakob (1541), dessen Sohn Hans Jakob (1604) mit Margareta Zwingli, Enkelin des Reformators, verheiratet war, stammten Gelehrte und Unternehmer (Seidenfabrikanten, Buchdrucker). Die Fam. H. stellte ab 1532 31 Gross- und ab 1572 16 Kleinräte sowie drei Landvögte im 17. und zwei im 18. Jh. Sie gehörte 1694-1810 der Gesellschaft der Schildner zum Schneggen an. Die männl. Linie des Geschlecht erlosch 1914. HEIDEGGER, Erhard (I20678)
 
6041 Zürcher Junkerfam., deren Herkommen und ältere Genealogie ungesichert ist. Als Stammvater gilt der mit Margaretha Trinkler verheiratete Hans. Sein Sohn Hans war 1489 Zwölfer der Zunft zur Meisen und damit der erste nachweisbare Grossrat der S. Dieser Zunft gehörten ausser dem Konstaffler Heinrich (gestorben 1542) alle Angehörigen der Fam. an. Sie führten ab dem 16. Jh. den Junkertitel, fanden ab 1585 Aufnahme bei den Schildnern zum Schneggen und zählten zu den führenden Geschlechtern der Stadt. Sie betätigten sich überwiegend im Militär- und Staatsdienst. Mit insgesamt sieben Vertretern sassen die S. im Gr. Rat. Im Kl. Rat stellten sie im 14. Jh. sechs, im 15. Jh. zwei und im 16. Jh. ein Mitglied, wobei nur Hans Ulrich (gestorben 1520) mit Sicherheit dieser Fam. angehörte. Das Geschlecht war nie sehr zahlreich und erlosch 1660 im männl. Stamm.


Literatur
– C. Keller-Escher, Promptuarium genealogicum, o.J. (ZBZ)

Autorin/Autor: Katja Hürlimann 
STUCKI, Hans (I3030)
 
6042 Zürcher Junkergeschlecht, das erstmals mit Waltherus Meisa 1225 urkundlich erwähnt wird. 1253 ist ein Walther Meis im Kl. Rat bezeugt. Genealogisch gesicherter Stammvater ist Heinrich, der 1362-67 dem Kl. Rat angehörte. Heinrich (->) amtierte als Bürgermeister von Zürich, ebenso sein Sohn Rudolf (->). Die drei Söhne von Jakob (1515), Jakob, Hans und Hans Jakob, begründeten je eine Linie, wobei sich die von Jakob in weitere, nach ihren Gerichtsherrschaften benannte Äste verzweigte (M. von Teufen, M. von Wülflingen und M. von Wetzikon), aus denen die heute noch in der Schweiz, Österreich und Deutschland lebenden M. stammen. Die Fam. weist kath. und ref. Zweige auf. Die Hans'sche Linie erlosch bereits mit dem Tod seiner beiden Söhne Hans und Felix, die Hans Jakob'sche Linie zu Beginn des 19. Jh. Einige M., wie z.B. Hans Konrad (->), waren in Zürich in der Politik sowie im Staats- und Militärdienst sehr einflussreich. Die Junker besassen die Gerichtsherrschaften Teufen mit Rorbas, Freienstein und Berg, Wülflingen, Wetzikon, Nürensdorf und einen Teil von Kempten, wohnten in den dazugehörigen Schlössern und widmeten sich wohl v.a. den Gerichtsherrschaften, die praktisch ihre einzige Einnahmequelle darstellten. Sie gehörten vom 13. bis ins 18. Jh. zwölfmal für die Konstaffel dem Kl. Rat und 1515-1798 26-mal dem Gr. Rat an. Vom 15. bis ins 18. Jh. stellten sie 13 Landvögte und verfügten über mehrere Häuser, einen Ritterturm in Zürich sowie Grundbesitz an versch. Orten rund um Zürich. Ehen gingen die M. fast nur mit Angehörigen anderer junkerl. Geschlechter ein, etwa den Edlibach, Escher vom Luchs, Grebel, Landenberg, Meyer von Knonau, Reinhard oder den Schmid von Goldenberg. Sie gehörten spätestens ab 1543 den Schildner zum Schneggen an und besassen z.T. gleichzeitig vier Schilde, was auf ihr hohes soziales Ansehen hinweist. Die Behauptung, die M. hätten den Junkertitel bereits 1366 geführt, ist falsch.


Von Meiss: Die Zürcher Patrizier
Sie sind die älteste Familie ­Zürichs: Der Erste in der Genera­tio­nenfolge, ein Waltherus Meisa, ­wurde im Jahr 1225 erstmals urkundlich erwähnt, es folgten knapp 800 Jahre Dauerpräsenz der Adelsfamilie von Meiss in der Limmatstadt. Vieles verschwand jedoch im Dunkel der Geschichte, sagt Florian von Meiss, der als Rechtsanwalt arbeitet und in Zürich wohnt. «Wir wissen nichts – weder wieso er so hiess, noch woher die Familie ­ursprünglich stammt. Wie die ­Familie es anstellte, Kar­rie­re zu ­machen, wie sie im Detail zu all ­ihren Ämtern, Vogteien und ­Gerichtsherrschaften gelangte, ist ­eigentlich auch nicht bekannt. Sicher eine grosse Rolle spielten die Heiraten.»

Gewiss ist auch, dass eine Fülle von Nachkommen in ­Zürich Spuren hinterlassen haben. Allein der Stammbaum ist viereinhalb Meter lang. Die von Meiss sassen im Stadtrat, stellten Bürgermeister und waren so oft im Stadt­regiment vertreten wie kaum ein anderes Zürcher ­Geschlecht. Bis heute sind von Meiss Mitglied der exklusiven ­Gesellschaft Schildner zum ­Schneggen. «Die Schildner waren die führenden Geschlechter Zürichs und hatten gewisser­massen ­ihren eigenen Klub», sagt Florian von Meiss. «Heute ist diese Vereinigung politisch bedeutungslos.» Im Schneggen treffen sich die Mitglieder aus den ehemals einflussreichen Zürcher Adelsfamilien lediglich noch zu geselligen Anlässen. ­

Ähnlich ist dies bei der Gesellschaft zur ­Constaffel: Früher war das so ­etwas wie die Zunft des Patri­ziats gewesen, zu deren Mitgründern im 14. Jahrhundert auch die von Meiss gehört hatten. Vergangenheit sind auch verschiedene Immobilien­besitztümer der von Meiss an bester Lage in der Stadt. Um das Jahr 1400 – damals war ein von Meiss Bürgermeister – erwarb die Familie das ­sogenannte Steinhaus an der Kirchgasse. Eine prächtige Liegenschaft, die vier Jahrhunderte lang in ihrem Besitz blieb. «Ich betrachte mich als Glied einer langen ­Kette», sagt ­Florian von Meiss. Wer so denkt, hat wohl auch einen Sinn für ­alles Vergängliche wie Reichtum, Macht, Eigentum. «Immerhin be­sitzen wir mitten in der Stadt noch ­einen ­wunderschönen Friedhofsplatz oberhalb des Bahnhofs Stadelhofen», meint er leicht belustigt. 
MEISS, Adelheid (Elisabeth) (I7809)
 
6043 Zürcher Junkergeschlecht, dessen Herkunft und ältere Genealogie unklar ist. Erstmals erwähnt wird um 1360 Heinrich, der vermutlich auch Stammvater ist. Erster genealogisch gesicherter Stammvater ist Hans, vermutlich ein Sohn oder ein Enkel Heinrichs. Nach Jakobs (->) Sohn Marx (1525-1601) sassen die S. in der Konstaffel und führten den Junkertitel. Zur gleichen Zeit erwarben sie zwei Schilde der Schildner zum Schneggen, die sie bis Mitte 17. Jh. besassen. Die Familienmitglieder widmeten sich ausschliesslich dem Militär- und Staatsdienst. Die nicht sehr zahlreichen S. sassen siebenmal im Gr. Rat der Stadt Zürich, erstmals 1493, sowie zweimal im Kl. Rat als Zunftmeister der Meisen, nämlich mit Heinrich (->) und seinem Sohn Jakob, der 1516 von Ks. Maximilian I. zum Ritter geschlagen wurde. Sie hatten drei Landvogteien inne, darunter zweimal Kyburg, sowie fünf Obervogteien im 15. Jh. und je eine im 16. und im 17. Jh. Das Geschlecht erlosch 1670 in der männl. Linie. STAPFER, Hans (I41884)
 
6044 Zürcher Junkergeschlecht. Erstes bekanntes Mitglied der Fam. war der 1382 in Zürich eingebürgerte Hans von Meilen. 1390 sass ein gewisser Jakob im Gr. Rat. Genealogisch gesicherter Stammvater ist Johannes (1483), der 1464 von Ks. Friedrich III. den Wappenbrief erhielt. Sein Bruder Heinrich (1504) wirkte 1473-89 als Zunftmeister zum Weggen. Als Freund Hans Waldmanns wurde er 1489 abgesetzt und gebüsst, 1490 rehabilitiert und wieder in sein Amt eingesetzt. Heinrich starb ohne Nachfahren. Die H. spielten in der Zürcher Politik des 15. bis 17. Jh. eine bedeutende Rolle. Sie stellten acht Obervögte, einen Landvogt und zwei Reichsvögte. Für die Zünfte zum Weggen und zur Saffran sowie als Constaffler gehörten sie sechsmal dem Kl. Rat an. 1547-1720 besassen sie einen Schild bei den Schildnern zum Schneggen und im 17. Jh. gar deren zwei. Der bekannteste Politiker der Fam. war Bürgermeister Johannes (->). Die H. betätigten sich v.a. im Staatsdienst. Der letzte männl. Nachkomme der Fam. starb 1820 in Klagenfurt.

Quellen und Literatur 
HAAB, Johannes (I41222)
 
6045 Zürcher Magistratengeschlecht. Der Stammvater Hans (1591) war als Weber von Rotmonten (heute Gem. St. Gallen) zugewandert und 1545 Bürger, 1566 Zwölfer der Zunft zur Waag und 1587 Mitglied des Kl. Rats geworden. Während andere Zweige der Fam. früh ausstarben oder in den Handwerkerstand zurückfielen, zählte der Zweig, dem Johann Jacob (->) angehörte, vom späten 17. Jh. an zur polit. Führungsgruppe der Stadt Zürich. Zu diesem Aufstieg aus dem Handwerker- und Kaufmannsstand hatten Eheverbindungen mit den wohlhabendsten und mächtigsten Zürcher Geschlechtern beigetragen. Der Zweig zählte jedoch nur wenige Mitglieder und starb mit Johannes bereits 1782 in der männl. Linie aus. LEU, N. (I46160)
 
6046 Zürcher Pfarrerbuch, 1953, S. 199. Erhard Dürsteler, Stemmatologia Tigurina, Band 1, S. 253r und 260v. David von Moos, Thuricum Sepultum, 5. Teil, 1780 (Grabinschriften der Kirchen in der Landschaft Zürich), S. 50. Die Blarer waren ein Bürgergeschlecht aus St. Gallen SG und dann aus Konstanz. Ab 1330 spalteteten sich die Blarer von Wartensee ab, die sich während der Reformation in einen kath. und einen prot. Zweig teilten. Letzterer starb 1868 mit Hans in Zürich ZH aus (Histor. Lexikon der Schweiz). Theologiestudent in Heidelberg 1663 (Matrikel der Universität Heidelberg, Anhänge I und V, "Tigurinus") und Zürich ZH 1666. Veröffentlichung: Positiones theologicae / de quibus, auxiliante supremo numine, sub praesidio ... Joh. Heinrici Hottingeri ... disputabit Joh. Jacobus Blaurerus a Wartensee [a. & r.] ..., Zürich 1666. Ordiniert 1666. Professor für Hebräisch am Collegium humanitatis in Zürich 1668, Pfarrer in Wald ZH 1671 und ab 1680 in Berg am Irchel ZH. Pate in Zürich ZH am 4.5.1681 und 10.10.1686. Alter bei Tod: im 54. Jahr. BLARER VOM WARTENSEE, Johann Jakob (I28653)
 
6047 Zürcher Pfarrerbuch, 1953, S. 327. Pfarrerbuch St. Gallen, 1971, S. 148. Erhard Dürsteler, Stemmatologia Tigurina, Band 3, Teil 2, S. 384r (mit Bildnis S. 382r). FNB: Fehlanzeige für Heidegger in Stein am Rhein SH. Studium in Zürich ZH (Veröffentlichung bei http://www.e-rara.ch/zuz/content/titleinfo/8881843: Deo t.o.m. in vota vocato, Petrus lapsus, sub moderamine Ioh. Caspari Wolphii ..., in publicae syzētēse�?s argumentum propositus à Gotthardo Heideggero, ad d. .. h.l.q.s., Zürich 1687). Ordiniert 1687. Pfarrer in St. Margrethen SG 1689 und Rorbas ZH 1697 sowie ab 1705 in Zürich ZH als Alumnatsinspektor. HEIDEGGER, Gotthard (I16940)
 
6048 Zürcher Pfarrerbuch, 1953, S. 528 (Schwyzer). Erhard Dürsteler, Stemmatologia Tigurina, Band 7, S. 226r. Studium in Zürich (Veröffentlichung bei http://www.e-rara.ch/zuz/content/titleinfo/10438736: Dissertatio theologica ex verbis Pauli, I. Cor I. v. 30 prior : quâ demonstratur Iesum esse Christum / eam, aspirante divinâ gratiâ, praeside Ioh. Casparo Wolphio ..., publicè defendent Ioh. Conradus Cellarius, Ioh. Casparus Suizerus, Ioh. Rodolphus Bollerus, Ioh. Iacobus Zur Eich, Arb. ..., loco horísque solitis d. .. Martii, Zürich 1686). Diakon in Schwanden GL 1689 und Pfarrer in Bilten GL 1692 sowie Steinmaur ZH 1708/33. Heirat vor 1688 mit Maria Charle und am 30.8.1727 mit Elisabeth Scheuchzer. Tod verkündet in den Zürcher "Donnstags-Nachrichten" vom 26.11.1733. SCHWEIZER, Johann Kaspar (I28729)
 
6049 Zürcher Ratsfamilie, die nach ihrem Wappen auch als Wyss vom Angel oder ab dem 18. Jahrhundert als Junker Wyss bezeichnet wird. Die Wyss gehören zu den ältesten Zürcher Bürgergeschlechtern, ihr Einbürgerungsjahr ist aber unbekannt. Das Geschlecht lässt sich auf einen Kürschner Burkhard zurückführen, der 1397 Zunftmeister zur Schneidern war. Die Familie entsandte – beginnend mit ihrem Stammvater – praktisch alle männlichen Vertreter in den Kleinen Rat und stellte mit Matthias (->), der 1503 von König Maximilian I. einen Wappenbrief erhielt, zu Beginn des 16. Jahrhunderts einen Bürgermeister. Danach verlor sie an Einfluss, was sich Ende des 17. Jahrhunderts mit dem Stadtschreiber David (1623-1682) wieder änderte. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts nahmen die Wyss mit dem Bürgermeister David (->) und zwei Vertretern im Kleinen Rat sogar eine herausragende Stellung ein. Die Familie gehörte ab dem 18. Jahrhundert nur noch der Zunft zur Schuhmachern (früher v.a. Meisen und Constaffel) sowie den Schildnern zum Schneggen an. Sie verfügt seit 1750 über einen Familienfonds. Hans Konrad (->) und David (->) gestalteten Zürichs Übergang ins 19. Jahrhundert massgeblich mit. Georg (->), Friedrich (->) und Heinrich (->) waren bis Anfang des 20. Jahrhunderts politisch tätig. Mit Georg, Friedrich und Salomon (->) stellten die Wyss bedeutende Vertreter der Wissenschaft bzw. der Justiz und der Wirtschaft. Die Familie war meist auf wenige männliche Mitglieder pro Generation beschränkt. Die heutigen Nachkommen stammen alle vom Bürgermeister David (->) ab. WYSS VOM ANGEL, von von Elisabeth (I1207)
 
6050 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7404)
 

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