Treffer 5,951 bis 6,000 von 6,111
| # | Notizen | Verknüpft mit |
|---|---|---|
| 5951 | zu Elisabeth Locher, Tochter von Hans Jakob Locher und Susanna Högger 1658-1731: Ihre Kinder: 1. Anton, er heiratet Anna Thomann und Dorotea Alther 2. Elisabeth, sie heiratet Hans Jakob Scheitlin 3. Anna, sie heiratet Leonhard Scheitlin 4. Ulrich, er heiratet Beninga Wild 5. Hans Jakob Scheitlin, er heiratet Anna Magdalena Wild 6. David Scheitlin, er heiratet Sabine Vonwiller und Anna Glinz 7. Susanna Scheitlin, sie heiratet Ulrich Wejermann 8. Elisabeth Scheitlin, sie heiratet Leonhard Tobler und Daniel Wild 9. Bernhard Scheitlin, Weber, er heiratet Ottilia Glinz und Sabine Elisabeth Täschler | WEJERMANN, Anna (I12411)
|
| 5952 | Zu Ermentruds Leben ist fast nichts bekannt, in zeitgenössischen Quellen tritt sie nicht auf. Ihre Bedeutung erschließt sich lediglich aus einer aus dem 11. Jahrhundert stammenden Tabula Genealogica der Karolinger[2], durch die sie als Urgroßmutter der Kaiserin Kunigunde von Luxemburg ausgewiesen ist, was wiederum Kunigundes Abstammung von den Karolingern belegt. Aus dieser Information folgt, dass Ermentrud verheiratet war, ohne dass über den Ehemann etwas bekannt wird[3], die Hochzeit wird um 888 angenommen[4]. Ermentrud hatte aus dieser Ehe eine Tochter (Geschwister werden nicht gemeldet), die ebenfalls Kunigunde hieß (* 888/895[4]; † nach 923), und die in erster Ehe mit dem späteren Pfalzgrafen Wigerich verheiratet war, in zweiter Ehe mit dem Grafen Richwin von Verdun. Hlawitschka vermutet Reginar Langhals als Ehemann Ermentruds, was wiederum zur Konsequenz hätte, dass Ermentrud „wahrscheinlich um 892“[5] starb, da für Reginar eine (zweite) Ehe bezeugt ist, die mit Albrada, aus der der spätere Herzog Giselbert von Lothringen hervorging. Diese Vermutung ist jedoch umstritten, insbesondere bei denjenigen Historikern, die Giselbert als dritten Ehemann von Ermentruds Tochter Kunigunde sehen und somit eine nahe Verwandtschaft zwischen Giselbert und Kunigunde (Halbgeschwister bei gleichem Vater) ausschließen müssen. | VON WESTFRANKEN (KAROLINGER), Ermentrud (I24325)
|
| 5953 | Zu Ermentruds Leben ist fast nichts bekannt, in zeitgenössischen Quellen tritt sie nicht auf. Ihre Bedeutung erschließt sich lediglich aus einer aus dem 11. Jahrhundert stammenden Tabula Genealogica der Karolinger[2], durch die sie als Urgroßmutter der Kaiserin Kunigunde von Luxemburg ausgewiesen ist, was wiederum Kunigundes Abstammung von den Karolingern belegt. Aus dieser Information folgt, dass Ermentrud verheiratet war, ohne dass über den Ehemann etwas bekannt wird[3], die Hochzeit wird um 888 angenommen[4]. Ermentrud hatte aus dieser Ehe eine Tochter (Geschwister werden nicht gemeldet), die ebenfalls Kunigunde hieß (* 888/895[4]; † nach 923), und die in erster Ehe mit dem späteren Pfalzgrafen Wigerich verheiratet war, in zweiter Ehe mit dem Grafen Richwin von Verdun. Hlawitschka vermutet Reginar Langhals als Ehemann Ermentruds, was wiederum zur Konsequenz hätte, dass Ermentrud „wahrscheinlich um 892“[5] starb, da für Reginar eine (zweite) Ehe bezeugt ist, die mit Albrada, aus der der spätere Herzog Giselbert von Lothringen hervorging. Diese Vermutung ist jedoch umstritten, insbesondere bei denjenigen Historikern, die Giselbert als dritten Ehemann von Ermentruds Tochter Kunigunde sehen und somit eine nahe Verwandtschaft zwischen Giselbert und Kunigunde (Halbgeschwister bei gleichem Vater) ausschließen müssen. | N., Ermentrud (I37004)
|
| 5954 | zu Esslingen Etwa von 950 bis 1050 war Esslingen Münzprägestätte. Aus dieser Zeit existieren nur wenige Aufzeichnungen.[8] Es wird angenommen, dass Esslingen bereits ein gut ausgebauter Ort war, als Rudolf von Rheinfelden im Jahr 1077 in Esslingen einen Fürstentag abhielt. Noch im selben Jahr zog Heinrich IV. gegen den Gegenkönig Rudolf zu Felde, wobei es zu einem Gefecht bei Esslingen kam. War der Ort zuvor vermutlich im Besitz der Herzöge von Schwaben, so kam er vermutlich 1079 gemeinsam mit der Herzogswürde von Schwaben und der Burg Hohenstaufen an Friedrich I. und damit an die Staufer. Friedrich I. Barbarossa übertrug 1181 seinem Stellvertreter in Esslingen politische und rechtliche Aufgaben, die das Umland betrafen, und machte Esslingen spätestens damit zur Reichslandstadt. Am 30. Dezember 1213 schenkte König Friedrich II. die Esslinger Stadtkirche St. Dionys mit dem gegenüber liegenden Pfleghof dem Domkapitel Speyer. An dieses Ereignis erinnert seit 2016 eine Stauferstele vor der früheren Lateinschule in der Abt-Fulrad-Straße 3.[9] Im 13. Jahrhundert wurde in Esslingen mit dem Bau vieler großer Gebäude begonnen. Klöster wurden gebaut, die Brücke über den Neckar stammt aus dieser Zeit und die Kirche St. Vitalis wurde ausgebaut. 1229 wurde in einer Schenkung an das Kloster Salem erstmals das Esslinger Stadtrecht und das Amt des Schultheißen genannt. Mehrere Stauferherrscher hielten in Esslingen Hof, darunter Heinrich (VII.) und Konrad IV. Rudolf von Habsburg verlieh der Stadt 1284 eine Stadtverfassung, in der dem Patriziat und den Zünften der Stadt Mitverwaltung eingeräumt wurde. Mit dem Reichtum kamen im 13. Jahrhundert die Bettelorden in die Stadt. Sie predigten Armut und Buße und kümmerten sich um das Seelenheil der Stadtbevölkerung. Die Dominikaner, Franziskaner und Karmeliter erhielten schon bald bedeutende Schenkungen und Nachlässe, mit denen sie im Stadtgebiet Klöster und Kirchen errichteten 1246 kämpfte Esslingen im Gegensatz zu Graf Ulrich I. von Württemberg in der Schlacht bei Frankfurt auf der Seite der Staufer. Damit begann ein jahrhundertelanger Streit mit den Württembergern, der auch im Reichskrieg Heinrichs VII. gegen Eberhard I. zum Tragen kam, als sich 1312 Stuttgart neben anderen Städten Württembergs dem Reich und der Stadt Esslingen unterwerfen mussten, bevor der Friedensschluss von 1316 die württembergischen Städte wieder aus Esslinger Herrschaft entließ. Im Jahr 1356 machte sich Karl IV. den fortdauernden Zwist zu Nutze, als er infolge eines Zunftstreits die Stadt Esslingen durch Eberhard den Greiner belagern ließ. Im späten 14. Jahrhundert entbrannten weitere Feindseligkeiten zwischen den schwäbischen Städten und den Württembergern, die erst nach der Schlacht bei Döffingen 1388 abklangen. 1448 bis 1454 führten Zollstreitigkeiten mit Graf Ulrich V. von Württemberg zum großen Städtekrieg, der von den Württembergern gewonnen wurde. Esslingen schloss daraufhin zunächst ein Bündnis mit Baden, 1473 jedoch mit den Grafen von Württemberg einen Vertrag, der die Esslinger von Steuern auf ihre in der Grafschaft gelegenen Besitztümern befreite. Der 1477 erneuerte Vertrag hatte Bestand bis zum Verlust der Reichsunmittelbarkeit. Bereits 1472/73, kurz nach dem Tod von Johannes Gutenberg, eröffnete Konrad Feyner mit der Esslinger Offizin die erste Druckerei von Esslingen. | FRIEDRICH, Georg (I9958)
|
| 5955 | zu GLARUS Die Fahne und das Wappen des Kantons GLARUS stellt den Glaubensboten FRIDOLIN VON SÄCKINGEN mit goldenem Nimbus, Stab und Buch auf rotem Grund dar. Das Glarner Wappen ist das einzige der 26 Schweizer Kantone, das einen Menschen abbildet. Die Standesfarben sind Rot, Schwarz, Weiss und Rot. FRIDOLIN, der im sechsten Jahrhundert lebte, hatte einen bedeutenden Einfluss auf die Einwohner des Kantons Glarus: Viele von ihnen wurden zu Christen. Einer Sage zufolge wurde FRIDOLIN ein grosser Teil des Glarnerlandes zugesprochen. FRIDOLIN VON SÄCKINGEN gilt heute im Kanton Glarus als Schutzpatron vor Erbschleicherei. | N., N. (I23618)
|
| 5956 | zu Haiterbach: Haiterbach wurde 1099 erstmals urkundlich erwähnt. Im 13. Jahrhundert gehörte es zur Pfalzgrafschaft Tübingen, die es gegen Ende des Jahrhunderts an die Grafen von Hohenberg verlor. Die Stadtrechte wurden Haiterbach 1349 verliehen. Bis zu ihrem Aussterben 1384 war die dortige mittelalterliche Burg Sitz der Herren von Haiterbach. Diese waren Lehnsmannen der Grafen von Hohenberg. 1363 verkaufte Otto II. von Hohenberg seine Grafschaft mitsamt Nagold und Haiterbach an Graf Eberhard den Greiner von Württemberg. | SEYFRIED, Anna (Maria) Barbara (I523)
|
| 5957 | zu Hans Irmi: 1487, von Basel. Sohn des Hans, Kaufmanns. Bruder des Stephan (->). 1) 1452 Margret Stutzenberg, Witwe des Arnold von Bärenfels, 2) Regula von Lupfen, Witwe des Andreas Keller, von Zürich. 1473-87 war I. Ratsherr in Basel und wirkte als Ratsgesandter bei den Unterhandlungen mit den benachbarten Adeligen mit. 1474 verteidigte er den burgund. Landvogt Peter von Hagenbach gegen Basel. 1476 gehörte er der eidg. Kommission zur Schätzung der Beute von Grandson an, ab 1477 nahm er regelmässig als Gesandter von Basel an der Tagsatzung teil und 1482 war er Mitglied der Delegation nach Rom, die sich u.a. bei Papst Sixtus IV. (Francesco della Rovere; * 21. Juli 1414 in Celle bei Savona, Ligurien; † 12. August 1484 in Rom) um die Aufhebung des 1482 erlassenen Interdiktes über die Stadt Basel bemühte. IRMI hielt mit dem Haus MEDICI Geschäftsverbindungen. Mitglied der Safran- und Schlüsselzunft. zu Stephan Irmi 1432 Basel, 18.10.1488 Basel. Sohn des Hans, Kaufmanns. Bruder des Hans (->). Ab 1447 Stud. in Dijon, dann in Wien, dort 1452 Eintritt in den Dominikanerorden, 1454 Priesterweihe und Magister Artium. Nach Aufenthalten in Ungarn und Italien ab 1462 Konventsmitglied im Predigerkloster in Basel, dort 1464-71 Novizenmeister und 1481 Wahl zum Prior. In dieser Funktion setzte sich I. für die Reform im Frauenkloster Klingental ein. Weil er den Konzilsversuch des Andrea Zamometic unterstützte, fiel er in Ungnade, wurde 1482 seines Priorenamts enthoben und als Beichtvater der Dominikanerinnen im Basler Steinenkloster eingesetzt. Aus I.s Besitz hat sich eine Autoritätensammlung mit autobiograf. Notizen erhalten. | VON LUPFEN, Regula (I1712)
|
| 5958 | zu Hans Waldmann (* 1435 in Blickensdorf, Kanton Zug; † 6. April 1489 in Zürich) war ein Heerführer der Alten Eidgenossenschaft und von 1483 bis 1489 Bürgermeister der Schweizer Reichsstadt Zürich im Heiligen Römischen Reich. Nachdem Tod von Zwingli am 11.10.1531 nimmt Zwinglis Nachfolger Heinrich Bullinger die Witwe Anna Reinhard bis zu ihrem Tod am 06.12.1538 bei sich auf. Adlischwyler kam als junge Frau 1523 ins Dominikanerinnenkloster Oetenbach. Schon im Jahr zuvor hatte Huldrych Zwingli dort «Von der Klarheit und Gewissheit des Wortes Gottes» gepredigt; dies führte die dortigen Nonnen allmählich auf den Weg der Reformation. Nachdem die grosse Abtei zu Fraumünster 1524 an die Stadt übergeben wurde, wurde auch das Kloster Oetenbach von der Obrigkeit 1525 aufgelöst. Allerdings durften Nonnen, welche an ihrem Ordensgelübde festhalten wollten, in Oetenbach bleiben, darunter auch Anna Adlischwyler. Ehefrau von Reformator Heinrich Bullinger Schon bald interessierte sich Heinrich Bullinger, damals Lehrer im Zisterzienserkloster Kappel am Albis, für die junge Frau. Er schrieb 1527 an die damals 23-jährige: «Ja, du bist jung, und es hat dir Gott nicht so einen ungeeigneten Leib gegeben und dich nicht geschaffen, dass du ewig eine gnädige Frau seiest und nichts tuest oder keine Frucht von dir komme». Er riet ihr, den Brief ein paar Mal zu lesen, um sich dann zu entscheiden. Am 27. Oktober 1527 trafen sich die beiden im Zürcher Grossmünster und versprachen sich die Ehe. Sie hielten ihre Gelübde geheim, weil Elisabeth Stadler-Adlischwyler, Annas Mutter, den Gedanken an eine Ehe der beiden abscheulich fand. Trotzdem wollte Anna Adlischwyler zunächst das Kloster nicht verlassen und sagte Heinrich Bullinger ab. In einem zweiten, ungeduldigeren Brief erklärte dieser, dass Gott wolle, dass Männer und Frauen heiraten. Er schickte Peter Simler und Huldrych Zwingli ans Ehegericht, um den Fall zu klären. Dieses entschied für Bullinger; trotzdem blieb Adlischwyler noch zwei weitere Jahre im Kloster Oetenbach, bis ihre Mutter starb. Dann heiratete sie Heinrich Bullinger. Während der Schlacht bei Kappel vom 11. Oktober 1531, in der Huldrych Zwingli fiel, musste Anna Bullinger samt ihrem Kind aus der Stadt Bremgarten, wo sie mit Heinrich Bullinger wohnte, fliehen. In der Folge wurde Heinrich Bullinger nach Zürich berufen, um in die Nachfolge von Huldrych Zwingli als Leutpriester und Antistes am Grossmünster zu treten. Anna Bullinger hatte ein offenes Haus für Gäste. Regelmässig versammelten sich mehr als 30 Menschen an ihrem Tisch. Sie galt als Mentorin für viele junge Menschen; viele Briefe bezeugen, dass sie hoch geschätzt war. Anna Bullinger starb am 17. September 1564 im Alter von 59 Jahren an der Pest. Nur der Text ihres Mannes ist überliefert: «Anna Bullingerin oder Adlischwylerin, meiner kinder Mutter, stirbt an der Pestilenz eliglichen den 25. September 1564 und ward mit grosser Lych (Leichengeleit) begraben zum Münster zur Herr Bibliander u(26. Sept. 1564) zwischen Hr Stadtschreiber Aescher und Her Doctor Petrus Martyr (12. Nov. 1562) […] Mit wunderbaren Nachfolgen vielen Volks, den rächten und eren lüten uss der ganzen Statt.» Anna Bullinger-Adlischwyler wurde anlässlich der jährlichen Frauenehrung am Sechseläuten 2017 von der Gesellschaft zu Fraumünster geehrt. Ihre Gedenktafel befindet sich am Zwingliplatz 4 in Zürich. | ADISCHWILER, Anna (I6463)
|
| 5959 | zu Hemsbach: Die Gemarkung Hemsbachs erstreckt sich in 85 bis 340 Metern Höhe an der Bergstraße, also im Übergangsbereich zwischen Odenwald und Oberrheinischer Tiefebene, am gleichnamigen Bach. Zur Stadt Hemsbach gehören die Weiler Balzenbach und Weschnitz-Siedlung, der Ort Am Mühlweg (Judenfriedhof), Schloss und die Höfe Schafhof (Waldnerhof) und Watzenhof. Im Jahr 795 wurde der Ort als Hemmingisbach im Lorscher Codex erstmals urkundlich erwähnt. Nach Auflösung der Fürstabtei im Jahre 1232 war das Dorf ein Jahrhundert lang Zankapfel zwischen der Kurpfalz und den Erzbischöfen von Mainz, bis die Pfalz 1344 die Dörfer Hemsbach, Laudenbach und Sulzbach durch einen Schiedsspruch zugesprochen bekam. 1573: Einführung der Reformation in der Kelleri Hemsbach 1621: Spanische Truppen besetzen die Bergstraße. Im 30-jährigen Krieg brennt die Kirche nieder. Die neue Kirche (St. Laurentius) wird als Simultankirche mit den Reformierten erstellt. | HARTMANN, Johannes (I351)
|
| 5960 | zu Hennegau Die Grafschaft Hennegau (lat. Hannonia; niederl. Henegouw für den Gau, Henegouwen für die spätere Grafschaft; franz. le Hainaut, nach dem Flüsschen Haine benannt) ist ein historisches Territorium auf dem heutigen Gebiet Belgiens und Frankreichs. Der Hennegau war eine fränkische Gaugrafschaft. Das Gebiet gehörte in römischer Zeit zur Silva carbonaria (Kohlenwald) und war die Heimat der Nervier. Die Grafschaft Hennegau entstand aus der Vereinigung von drei Reichslehen zu Bergen Die Grafschaft Bergen aus dem alten Hennegau, 998 von Reginar IV. erworben. Die südliche Grafschaft aus dem Brabantgau, von Reginar V. von Bergen von seinem Schwiegervater, dem Grafen Hermann von Eenham, Gaugraf im Brabant, um 1024 erworben. Die Markgrafschaft Valenciennes, ein Reichslehen, das 1047 nach der Absetzung des Grafen Balduin V. von Flandern wegen seiner Rebellion gegen den deutschen Kaiser Heinrich III. wahrscheinlich Reginar von Hasnon, dem Vater von Richilde von Hennegau (keine Egisheim), zugewiesen wurde. Richilde brachte nach dem Tod ihres Vaters die Markgrafschaft in ihre Ehe mit Graf Hermann von Bergen ein. https://de.wikipedia.org/wiki/Grafschaft_Hennegau | DE MAURIGNAULT, Anton (I1259)
|
| 5961 | zu Hennegau Die Grafschaft Hennegau (lat. Hannonia; niederl. Henegouw für den Gau, Henegouwen für die spätere Grafschaft; franz. le Hainaut, nach dem Flüsschen Haine benannt), benannt nach der Gegend am Fluss Henne, ist ein historisches Territorium auf dem heutigen Gebiet Belgiens und Frankreichs. Der Hennegau kam 1477 an das haus Habsburg bei welchem es von 1556 bis 1713 bei der spanischen, dann bei der österreichischen Linie verblieb. | FRENNEAU, Johann (I1181)
|
| 5962 | zu Holzgerlingen: Die Geschichte der Besiedlung geht bis in neolithische Zeit zurück. Kelten siedelten zwischen 550 und 50 v. Chr. Gegen 100 n. Chr. ließen sich Römer im Raum Holzgerlingen nieder. Alamannen verdrängten die Römer gegen 300 n. Chr. Zwischen 1100 und 1400 war Holzgerlingen im Besitz der Pfalzgrafen von Tübingen. 1348 ging der Ort durch Verkauf an das Haus Württemberg über. Der Bauernkrieg fand 1525 mit der Schlacht bei Böblingen in der Region sein blutiges Ende. Während der Wirren des Dreißigjährigen Krieges kam es 1627 zur Einquartierung von Wallensteins Truppen. 1635 brach die Pest aus. | MAYER, Martin (I11709)
|
| 5963 | zu Ihrem Großvater Philaretos (* 702 Amnia in Paphlagonien; † 1. Dezember 792) ist ein orthodoxer Heiliger mit dem Beinamen „der Mitleidige“, der sich durch besondere Großzügigkeit hervortat. Philaretos wurde 702 in Amnia in Paphlagonien geboren. Er war mit Theosevo verheiratet und hatte mit ihr drei Kinder, Johannes, Hypatia und Evanthia. Er war ein reicher Grundbesitzer, bis er durch Gaben an Notleidende und plündernde Araber völlig verarmte. In seiner „bitteren Armut“ (penia) besaß er nach Niketas nur noch ein Paar Ochsen, ein Pferd, einen Esel, eine Kuh und ihr Kalb, einen Diener und eine Dienerin, 250 Bienenvölker und seinen Landsitz. Als Konstantin VI. im Jahr 788 seine Enkelin Maria heiratete, besserte sich seine finanzielle Lage, und er konnte sich, nun in Konstantinopel ansässig, wieder wohltätigen Werken widmen. Er war der Überlieferung nach so demütig, dass er die Armen nicht nur speiste, sondern auch persönlich bediente. Er verstarb am 1. Dezember 792 neunzigjährig im Rodolphia-Konvent. Er wurde im Kloster des Hl. Andreas en te krisei bestattet. Sein Enkel Niketas von Byzanz, ein Kleriker, beschrieb sein Leben. Niketas von Byzanz (griechisch Νικήτας Βυζάντιος) war ein byzantinischer Theologe, der zur Zeit Kaiser Michaels III. (842–867) lebte. Niketas ist insbesondere für seine Widerlegung des Korans bekannt. Sie beruht auf einer heute nicht mehr nachweisbaren, offenbar tendenziösen griechischen Koranübersetzung, die Niketas als erster byzantinischer Schriftsteller verwertete. Sein Hauptwerk ist betitelt Widerlegung des vom Irrtum geleiteten Buches Mohammeds des Arabers. Die Islamkritik des Niketas ist betont rationalistisch; er versucht die gegnerische Lehre mit Syllogismen zu widerlegen. Seine in aggressivem Ton gehaltene Darstellung prägte die Herangehensweise der islamfeindlichen byzantinischen Autoren der folgenden Jahrhunderte. Außerdem verfasste Niketas – wohl im Auftrag Kaiser Michaels – eine Entgegnung auf zwei an den Kaiser gerichtete Briefe aus dem islamischen Machtbereich. | ..., Maria (I37349)
|
| 5964 | zu ihren Kindern: 1. Bartholome, stirbt unter 1 Jahr 2. Anna, heiratet Leonhard Reich 3. Bartholome heiratet Maria Magdalena Kunkler 4. Hermann heiraet Sabine Dorothea Fels 5. Weibratha heiratet Wolfgang Kunkler 6. Leonhard 7. Judith heiratet Lorenz Hochreutiner 8. Lydia heiratet Joachim Kunkler | ZOLLIKOFER VON ALTENKLINGEN, Weibratha (I4056)
|
| 5965 | zu ihren Kindern: 1. Georg verheiratet mit Maria Bernet 2. Helena verheiratet mit Hans Jakob Ehrenzeller 3. Friedrich 1. Ehe mit Margaretha Hofmann, 2. Ehe mit Ursula Fels 4. David verheiratet mit Elisabeth Bernet 5. Barbara verheiratet mit Hans Ehrenzeller 6. Ursula verheiratet mit Peter Stähelin 7. Elisabeth verheiratet mit Hans Ulrich Stähelin 8. Maria verheiratet mit Bernhard Glinz | ZWICKER, Helena (I13794)
|
| 5966 | zu ihren Kindern: 1. Heinrich 1. Ehe mit Esther Zollikofer, 2. Ehe mit Dorothea Zollikofer 2. Maria verheiratet mit Hans Joachim Amstein 3. Kaspar verheiratet mit Elisabeth Högger 4. Sabine Dorothea verheiratet mit Hermann Schlumpf 5. Peter verheiratet mit Regina Schlumpf 6. Ottilia 7. Kleophea Barbara verheiratet mit Kaspar Zollikofer | SCHERRER, Maria (I971)
|
| 5967 | zu ihren Kindern: 1. Magdalena verheiratet mit Georg Zollikofer 2. Joachim 3. Sybilla 4. Barbara verheiratet mit Joachim Menhard 5. Esther 1. Ehe mit Christoph Mayer, 2. Ehe mit Othmar Rheiner 6. Abraham 7. Kaspar verheiratet mit Anna Maria Buffler | RÜTLINGER\REUTLINGER, Eva (I9929)
|
| 5968 | Zu Kunigundes Leben ist nur wenig bekannt, ihre Bedeutung erschließt sich vor allem aus einer aus dem 11. Jahrhundert stammenden Tabula Genealogica[2], der Karolinger, durch die sie als Großmutter der Kaiserin Kunigunde von Luxemburg ausgewiesen ist, was wiederum die Abstammung der Kaiserin von den Karolingern belegt. Kunigunde heiratete 907/909 in erster Ehe den späteren Pfalzgrafen Wigerich, der 918/919 verstorben war. Nach dessen Tod war sie mit dem Grafen Richwin / Richizo (von Verdun) verheiratet, der 923 ermordet wurde. Ihr dritter Mann oder Gemahl, Vater Siegfrieds und Adalberos bleibt weiterhin im Dunklen. Nach der Vita Iohannis Gorziensis hatte Adalbero königliches (karolingisches) Blut von Vater und Mutter. Bei seinem angenommenen Geburtsjahr um 905 (zum Bischof von Metz wurde er 929 im Alter von 24 Jahren als relativ junger Mann gewählt) war er sicher kein eheliches Kind aus erster Ehe Kunigundes mit Wigerich; da aber Wigerichs Vorfahrenschaft weiterhin im Dunkeln liegt, dürfte er überhaupt als Vater von Siegfried ausscheiden. Da Kunigundes zweite Ehe mit Richwin/Richizo, Comes (de Verdun) durch dessen Ermordung 923 kinderlos endete, ergibt sich für Siegfried (963 Comes (von Luxemburg)) eine Geburt nach 923. So dürfte auch die bei Wampach, Nr. 156 (Fußnote 3) angegebene Liste der Voll-Brüder Gozelons (Friedrich, Giselbert und Sigebert) korrekt sein. | (ENKELIN LUDWOIGS DES STAMMLERS), Kunigunde (I37003)
|
| 5969 | ZU KÜSSABURG Die Geschichte der Küssaburg (auch Schloss Küssenberg) beruht zur Frühzeit auf Annahmen, die sich aus geographischen Bedingungen und aus der Geschichte der Orte im Umfeld ableiten sowie militärischen Maßnahmen zugrunde liegen – etwa mit der Annahme, dass Kelten und Römer einen taktisch bedeutsamen Platz nicht unbefestigt gelassen hätten. Nach dem Ende der ersten Reichsbildung durch KARL DEN GROSSEN (ab 800), lösten sich im 10. Jahrhundert die weltlichen Machtstrukturen wieder in zahlreiche kleine Adelsherrschaften auf: „Von diesen, in der 1. Hälfte des 12. Jh. noch etwa 15 gleichzeitig im Klettgau lebenden edelfreien Häusern sind freilich Ende desselben Jahrhundert nur noch 3 oder 4 übrig geblieben.“ Mit HEINRICUS DE CHUSSABERCH wird das Geschlecht der Küssenberger 1135 und 1150 in Urkunden des KLOSTERS ALLERHEILIGEN erstmals genannt. Die Grafen von Küssenberg waren in jener Zeit eine bedeutende Adelsfamilie, denn neben ihrer Herrschaft über den Klettgau „kam 1172 auch die Landgrafschaft Stühlingen auf dem Erbweg an die Freiherren von Küssenberg, deren Stammburg die Küssaburg war.“[15] Ein WERNER VON KÜSSENBERG war von 1170 bis 1178 Abt im KLOSTER ST. BLASIEN. 1177 wird dann erstmals ein Heinricus genannt als Comes (Graf) de Stuhlingen Henricus de Cussachberch in einer Urkunde von Berthold IV. von Zähringen.[16] Herrschaftsgebiet der Zähringer (um 1200, grün) und Veränderungen bis 1264 (schraffiert) Um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert beherrschten nun die Grafen VON KÜSSENBERG, die ihren Titel von den ausgestorbenen Grafen von Rüdlingen-Stühlingen herleiteten, und die HERREN VON KRENKINGEN die Region: „beides waren Geschlechter, die sich an die Herzöge VON ZÄHRINGEN anlehnten“. 1218 starben jedoch die Zähringer aus und ihr Staat brach zusammen – die KRENKINGER besetzten die frei gewordenen Positionen in der Region. Offensichtlich konnten die KÜSSENBERGER hier nicht mehr mithalten. Der letzte Küssenberger Graf war HEINRICH III. | N., N. (I23890)
|
| 5970 | zu Liminghofen: Die Honschaft Limminghoven war im Mittelalter und der Neuzeit eine Honschaft im Kirchspiel und Gerichtsbezirk Wald innerhalb des bergischen Amts Solingen. Sie umfasste einen kleinen Teil des Solinger Stadtgebiets in den heutigen Stadtteilen Wald, Merscheid und Ohligs. Die Honschaft bestand bereits um das Jahr 1220, als Graf Engelbert von Berg seine Grafschaft Berg in Gerichtsbezirke aufteilte. Die Honschaft Limminghoven war bereits zu dieser Zeit eine von acht Honschaften des Kirchspiels Wald, das zugleich ab dieser Zeit einen Gerichtsbezirk bildete. Auch im Hebebuch des Solinger Rentmeisters Wilhelm Waßmann aus dem Jahr 1683/84 besitzt die Honschaft ein eigenes Kapitel. Im 16. Jh. war Limminghofen Wohnsitz von Messermachern, im 17. Jh. und noch Anfang des 18. Jh. auch von Schwertschmieden. Wo haben sie gearbeitet? Um 1715 gab es am Viehbach nur den Dahler Hammer, im näheren Einzugsbereich am Lochbach aber mehrere Kotten und Hämmer, darunter der Locher bzw. Limminghofer Kotten. Kurz vor dem Siebenjährigen Krieg (er begann 1756) wohnte in Limminghofen auch ein prominent gewordener Gabel- und Messerschmied: Peter Hahn. | DAHL, He(i)nrich (I816)
|
| 5971 | zu Memmingen Im 15. und 16. Jahrhundert besuchte Kaiser Maximilian I. die Stadt insgesamt dreizehn Mal. Er nannte sie seine Ruh- und Schlafzell. Den wohl größten Künstler der Stadt, Bernhard Strigel, ernannte er zu seinem Haus- und Hofmaler, der ihn erstmals 1504 porträtierte. Zu dieser Zeit entstand das Chorgestühl in St. Martin, das zu den bedeutendsten Deutschlands zählt. Der großen Handelstätigkeit der Patrizierfamilien der Stadt ist es zu verdanken, dass sie zu Reichtum kam. Bereits 1505–1506 unternahm die Große Deutsche Kompagnie die erste Handelsfahrt von Portugal nach Indien. Die Vöhlin aus Memmingen, neben den Welsern aus Augsburg die zweiten Teilhaber der Kompagnie, finanzierten zwei Schiffe dieser Kompanie. Ab 1513 wurde in Memmingen die Reformation in Kirchenfragen eingeführt. Anfänglich war sie eine vom Volk ausgehende Bewegung. Nach der Memminger Disputation von 1525 gewann diese an Fahrt. Die Bevölkerung Memmingens verbündete sich im Bauernkrieg mit den aufständischen Bauern. Die oberschwäbischen Bauernhaufen hielten ihre Versammlung in Memmingen ab und gründeten dort ihre Christliche Vereinigung. Im Februar/März 1525 wurden die Zwölf Artikel verfasst, deren Urheberschaft gewöhnlich Sebastian Lotzer und Christoph Schappeler, einem Kürschnergesellen und einem Prädikanten in Memmingen, zugesprochen wurde. Nach einer Definition von Peter Blickle, die er erstmals 1974 veröffentlichte, waren die Zwölf Artikel „Beschwerdeschrift, Reformprogramm und politisches Manifest“ zugleich. Die Aktion der Bauern war nach ihm die erste verfassungsgebende Versammlung auf deutschem Boden. Blickle machte sich weiter eine Aussage des ehemaligen Bundespräsidenten Johannes Rau zu eigen, in der er die Zwölf Artikel „im Kern die Überzeugung von der Universalität der Menschenrechte“ nannte. „Mit dieser Überzeugung weisen sie weit über ihre Zeit hinaus. Als die Mütter und Väter den Artikel 1 des Grundgesetzes formuliert haben – «Die Würde des Menschen ist unantastbar» –, war das auch ein fernes Echo der Bauernartikel.“ Als zweites, nicht minder wichtiges Dokument gilt die Bundesordnung. Die Zusammenkunft aufgrund dieser Vereinbarung gilt als die erste verfassungsgebende Versammlung auf deutschem Boden.Auch dadurch hielt die Reformation recht früh Einzug in der Stadt. Der Konstanzer Reformator Ambrosius Blarer wirkte hier, und von St. Martin wurde die neue Lehre in die umliegenden Städte getragen. Memmingen bildete damit das religiöse Zentrum Oberschwabens, Mittelschwabens und des Allgäus. Dadurch gehörte die Stadt im Jahr 1529 zu den Vertretern der protestantischen Minderheit (Protestation) am Reichstag zu Speyer. Ihre Bürgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens. Bürgermeister Melchior Stebenhaber von Hetzlinshofen (1536–1585) unterzeichnete 1579 für den Rat der Stadt Memmingen die lutherische Konkordienformel von 1577. | EHINGER, Katharina \ Catharina (I14740)
|
| 5972 | zu PAGUS: Pagus (lat., „Flur, Gau“, pl. pagi), in altrömischer Zeit Namenszusatz der ländlichen Distrikte, in welche das römische Gebiet von NUMA POMPILIUS oder nach anderen Quellen von SERVIUS TULLIUS eingeteilt wurde. Sie bildeten seit letzterem Unterabteilungen der TRIBUS (Wahlbezirke) und hatten ihre eignen Vorsteher (magistri pagi), welche die Flurbücher führten, die Paganalien leiteten und bei Aushebungen und TRIBUTVERTEILUNG Dienste zu leisten hatten. Die Römer übertrugen den Namen auch auf fremde Völker, so auf die GERMANEN und die HELVETIER. | N., N. (I23874)
|
| 5973 | ZU PFORZHEIM Um 259/260 überwanden alemannische Bevölkerungsgruppen den Limes. Um 500 wurde Alemannien dem Frankenreich eingegliedert. Die Nordgrenze Alemanniens wurde dabei weit nach Süden verschoben; lag sie zuvor nahe am Main, verlief sie nun weit südlich von Pforzheim, in der Nähe von Calw. Eventuell im 11. Jahrhundert war Pforzheim Teil salischer Territorien und ging 1125 von den Saliern an die Staufer über. Per Heirat kam Pforzheim 1195 an die Welfen und wenige Jahre später, 1220–1227, wiederum per Heirat, von den Welfen an die von Baden. Der Stadtwerdungsprozess begann möglicherweise bereits in staufischer Zeit und dauerte bis ins 14. Jahrhundert an. 1344 ging das Eigentum an der Pfarrkirche (schloss sowohl St. Martin als auch St. Michael mit ein) vom Kloster Hirsau an das Kloster Lichtenthal über. Zwischen 1462 und 1750 war Pforzheim lediglich als Lehen des Kurfürstentums Pfalz bei Baden. Eine Ordnung des badischen Markgrafen Christoph I. brachte der Stadt 1486 den Verlust der politischen Autonomie. Die Göldlin von Tiefenau sind eine katholische Patrizierfamilie in Luzern, wo sie 1604 das Bürgerrecht erhielt. Sie stammen aber aus dem schwäbischen Uradel. Die Göldlin (auch: Göldel oder Göldli) sollen ihren Namen ihrem Reichtum verdanken. Sie sollen nach ihrem Stammschloss eigentlich „von Tiefenau“ geheißen haben. Dieses Schloss lag nordwestlich von Sinzheim am Sandbach (heute ein Stadtteil Tiefenau (Sinzheim)). Sie sind ein altes adeliges Patriziergeschlecht aus Pforzheim, das bis ins 13. Jahrhundert nachweisbar ist und in der Stadt großes Ansehen genoss. Die Stammreihe beginnt mit Wernher Göldlin, der 1322 eine Pfründe in der St. Michaels-Kirche in Pforzheim stiftete. 1328 war selbiger Werner Schultheiß in Pforzheim.[1] Sein Enkel Heinrich Göldlin, wurde 1397–1428 urkundlich genannt und war Pfandherr auf Schloss und Stadt Beilstein. Er erwarb das Bürgerrecht in Zürich und 1413 die Burg Werdegg. Bereits im Jahr 1507 wurde ein Ritter Renward in Luzern eingebürgert, wo er von 1533 bis 1555 im Großen Rat saß. Diese Linie erlosch 1600. Der Zweig in Zürich ging 1677 ein. Die Witwe des Thüring Göldlin von Tiefenau aus der Rapperswiler Linie heiratete 1601 den Luzerner Schultheissen Jost Pfyffer. Ihr Sohn Hans Renward bekam 1604 auf Bitten seines Stiefvaters das Luzerner Bürgerrecht geschenkt. Damit entstand die jetzige Luzerner Linie. Sie stellte Räte und Schultheisse, viele dienten als Offiziere in fremden Diensten. Durch die Heiratspolitik war die Familie mit vielen anderen Patrizierfamilien verschwägert. Am 11. März 1732 in Wien erging für Peter Christoph Göldlin von Tiefenau (1663–1741), kaiserlicher Oberst im Infanterie-Regiment „Herberstein“ (Nr. 50) eine Hebung mit Wappenbesserung und der Anrede „Wohlgeboren“ in den Reichsfreiherrnstand. Ebenfalls in Wien am 21. Dezember 1745 bzw. am 18. August 1746 wurde auch der kaiserliche Hauptmann und Herr auf Pollerskirchen, Franz Jodocus (Jodok, Jodoak) Göldlin von Tiefenau in den Reichsfreiherrnstand, bzw. den erbländisch-österreichischen Freiherrnstand, bzw. in den in den Herrenstand erhoben.[2] Dieser hatte vier Söhne, die sämtlich als Offiziere in der kaiserlichen Armee dienten, von denen einer den Stamm fortsetzte.[3] | GÖLDIN VON TIEFENAU, Werner (I19592)
|
| 5974 | zu Rapperswil Die Herrschaft Rapperswil entstand im ausgehenden Spätmittelalter als Gründung der Freiherren von Rapperswil auf dem Gebiet des mittelalterlichen Zürichgaus. Die Rapperswiler waren ein Ostschweizer Adelsgeschlecht, deren Genealogie und der mit ihnen verwandten Habsburg-Laufenburg und der Homberger in der Forschung umstritten ist und sich nicht mehr lückenlos rekonstruieren lässt. Im 11. und 12. Jahrhundert waren die Rapperswiler in der heutigen March, um den Greifensee, um Uster, Wetzikon und Hinwil begütert. Burg Alt–Rapperswil in Altendorf wurde um 1040 erbaut. Vermutlich bereits um das Jahr 1100 waren die Rapperswiler Schirmvögte des Klosters Einsiedeln und spielten als Schirmherren von Einsiedeln eine wichtige Rolle im sogenannten Marchenstreit (ca. 1100–1350)[5] zwischen dem Kloster und den Bewohnern der Talschaft Schwyz. | VON RAPPERSWIL, Euphemia (I14125)
|
| 5975 | zu Rapperswil, Herr zu Gündisau und Tößegg, dort wohnhaft 1363 | VON WILBERG, Hans (I7847)
|
| 5976 | zu RAPPERSWIL: Es liegt am rechten Zürichsee-Ufer. Das Schloss RAPPERSWIL steht in RAPPERSWIL im Südwesten des Kantons St. Gallen in der Schweiz. Die Burg wurde in den Jahren 1220 bis 1230 von Vogt RUDOLF VON RAPPERSWIL erbaut, der bis dahin auf der anderen Seite des Obersees in Alt-Rapperswil einen bescheidenen Wohnsitz hatte. Von seinem neuen Platz aus konnte der kurz darauf zum Graf ernannte RUDOLF die Wasserstrasse von Zürich zu den Bündnerpässen sowie die Pilgerströme zum KLOSTER EINSIEDELN und den Querverkehr über die Seeenge beim Seedamm einfach überwachen. Bald entwickelte sich am Fuss der Burg die Stadt RAPPERSWIL. Im Jahr 1336 flüchteten sich die nach einem Umsturzversuch aus Zürich vertriebenen Konstaffler auf die Burg. Zusammen mit dem Grafen JOHANN II. VON HABSBURG-LAUFENBURG planten diese darauf die ZÜRCHER MORDNACHT, um das alte Regime Zürichs zu stürzen. Der Anschlag misslang aber und der Bürgermeister von Zürich, RUDOLLF BRUN, nahm schon bald Rache. Im Winter 1350 zogen BRUN und seine Truppen vor RAPPERSWIL, nahmen die Burg und die Stadt ein und brannten beide nieder. Herzog ALBRECHT VON ÖSTERREICH liess kurz darauf als neuer Besitzer das Schloss und die Stadt wieder aufbauen. | N., N. (I22279)
|
| 5977 | Zu Rhein (auch: ze Rhin, ze Rin, ze Rine, de Reno) ist der Name eines oberrheinischen Ministerialengeschlechts, das seit dem 12. Jahrhundert bezeugt ist. Die älteste bekannte Nennung der Zu Rhein datiert von 1164. Sie waren Bürger von Basel und gehörten zur Adelsgesellschaft der Psitticher. Seit etwa 1260 gab es eine Breisgauer Linie der Familie. Die im Raum Basel verbliebene Linie nannte sich zu Rhein von Häsingen. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts etablierte sich eine weitere Nebenlinie im elsässischen Mülhausen. Aus dieser Linie ging später noch ein bayerischer Zweig hervor. Bedeutende Familienmitglieder Burkhard zu Rhein († 1432/46), Bürgermeister von Basel Friedrich zu Rhein († 1451), Bischof von Basel Friedrich von Zu Rhein (1802–1870), königlich bayerischer Jurist und Verwaltungsbeamter Kaspar zu Rhein (1433–1502), Bischof von Basel Ludwig Freiherr Zu Rhein (1833–1914), königlicher Kämmerer und Mitglied des Deutschen Reichstags Philipp von Zu Rhein (1809–1870), Regierungspräsident von Oberbayern Maria Franzisca zu Rhein, 1664–1677 Äbtissin des adligen Damenstifts Schänis und damit Fürstin des Heiligen Römischen Reiches Maria Anna Sussana zu Rhein, 1701–1711 Äbtissin des adligen Damenstifts Schänis und damit Fürstin des Heiligen Römischen Reiches Maria Anna Franzisca zu Rhein, 1735–1763 Äbtissin des adligen Damenstifts Schänis und damit Fürstin des Heiligen Römischen Reiches Maximilian Joseph Freiherr von Zu Rhein (1780–1832), von 1826 bis 1832 Regierungspräsident von Unterfranken. Literatur Marcel Clémence: Zu Rhein. In: Historisches Lexikon der Schweiz. Julius Kindler von Knobloch: Oberbadisches Geschlechterbuch. Band 3: M–R. Heidelberg 1919, S. 510–522 (mit Stammtafeln) Digitalisat Ernst Heinrich Kneschke: Rhein, v. und Zu Rhein, auch Freiherren. online in der Google-Buchsuche In: Neues allgemeines deutsches Adelslexicon. Siebenter Band. [Ossa - Ryssel.] 1867, S. 479–480 | ZU RHEIN, Maria Salome (I46680)
|
| 5978 | zu ROTHENBURG LUZERN Die erste indirekte Erwähnung fand die Gemeinde um 1130, als in einer Urkunde ein WALTHER VON RODERNBURG auftaucht. Die FREIHERREN VON ROTHENBURG waren eine der mächtigsten und kriegerischsten Familien der ganzen Region und pflegten eine intensive Feindschaft zu Luzern. Um 1285 starben sie aus, geschwächt durch ständige Fehden. Die HABSBURGER erbten ihren Besitz und machten ROTHENBURG zu einer Vogtei. Sie verliehen ROTHENBURG im Jahr 1371 sogar das Stadtrecht (um es als Gegenmacht zur eidgenössisch gewordenen Stadt Luzern zu positionieren). Am 28. Dezember 1385, als der Grossteil der Burgbesatzung und der Einwohner an einer Wallfahrtsprozession einige Kilometer ausserhalb des Städtchens teilnahmen, zerstörten die Stadtluzerner die Burg und schleiften die Stadtmauern. Der Vogt PETERMANN I. VON GRÜNENBERG wurde vertrieben. Ein Jahr später, nach der SCHLACHT VON SEMPACH, übernahmen die Luzerner die Macht. 1397 wurde ROTHENBURG von PETERMANS Sohn, HEMMANN I. VON GRÜNENBERG an Luzern verkauft. Die Luzerner errichteten ein Amt ROTHENBURG mit einem in der Stadt Luzern residierenden Landvogt. Dabei war ROTHENBURG jedoch nur der Hauptort des inneren Teils des Amtes, während Hochdorf der Hauptort des äusseren Teils war. Im Jahre 1512 erhielt die ROTHENBURGER als Untertanengebiet von Luzern von PAPST JULIUS II. eigens einen wertvollen «JULIUSBANNER» für die 1508–1510 im "GROSSEN PAVIER FELDZUG" geleisteten Dienste zur Vertreibung der Franzosen. Seit 1803 gehört die Gemeinde zum neu geschaffenen Amt Hochdorf. es gibt auch eine BURG ROTHENBURG (Bodensee) Durch die Heirat von GEPA, der mutmassl. Erbtochter von LÜTHOLD, mit ARNOLD VON ROTHENBURG setzte sich das Geschlecht nach traditioneller Auffassung kognatisch (Kognatisch: Herleitung der Abstammung von beiden Liniern gleichzeitig, von Mutter und von Vater) fort. Von ihren Söhnen übernahm nach einer Erbteilung ARNOLD (erw. 1182 bis vor 1233) den Namen W. Dabei wurden der Herrschaft W. auch die rotenburg. Vogteien des Klosters Luzern in Unterwalden zugeschlagen. Arnolds Söhne WALTER und MARQUARD(->) nahmen eine weitere, weniger strikte Herrschaftsteilung vor, wobei die ältere Burg W.-Markt mit der Burg und Herrschaft Grosswangen an Walter, die neuere Burg oberhalb von Wiggen (Gem. Escholzmatt) mit der Burg Escholzmatt an Marquard gelangte. Mit Marquards Enkel JOHANNES starb diese Linie 1334 aus. Der ältere von Walter ausgehende Zweig starb mit DIETHELM, Hofrichter in Zürich und Landrichter im Thurgau, 1434 aus. Erste wirtschaftl. Schwierigkeiten lassen sich bereits nach der Mitte des 13. Jh. anhand der häufigen | VON WOLHUSEN, Gepa (I8026)
|
| 5979 | ZU SCHAGEN (westfriesisch Skagen): SCHAGEN wurde 989 als SCAGHA erstmals erwähnt in einer Urkunde der Abtei Egmond. Es entstand auf einigen „terpen“ (Warften), die nach 1248 Teil des sogenannten „Westfriesischen Umkreisdeichs“ (Westfriese Omringdijk) ausmachten. Im 15. Jahrhundert kam die Blütezeit: 1415 erhielt der Ort das Stadtrecht, kurz darauf wurde das SCHAGER SCHLOSS im Auftrag HERZOG ALBRECHTS I. VON BAYERN und dessen unehelichen Sohnes WILHELM VON BAYERN-SCHAGEN erbaut, 1460 die (nicht mehr bestehende) Sankt-Christophoruskirche, und es gab seit 1463 das Marktrecht. Im ACHZIGJÄHRIGEN KRIEG (1568-1648) schlugen sich die überwiegend katholisch gebliebenen Einwohner auf die Seite der SPANIER. Der Geusenführer SONOY (ANFÜHRER DER NIEDERLÄNDISCHEN AUFSTÄNDISCHEN) eroberte das Gebiet 1573 und trat mit großer Grausamkeit gegen die Katholiken auf, bis ihm WILHELM VON ORANIEN, ´der Schweigsame` (1533-1584) Einhalt gebot. Danach blieb SCHAGEN ein ruhiges Provinzstädtchen und hauptsächlich als Marktzentrum für Vieh von Bedeutung; seit 1603 gab es einen jährlichen Pferdemarkt. Nur 1799 kam es noch zu historischen Ereignissen, als englische und russische Truppen, die das von Napoléon BONAPARTE besetzte Holland zu erobern versuchten, das SCHAGER SCHLOSS einnahmen und teilweise zerstörten. | N., N. (I22427)
|
| 5980 | zu Schlumpf Aus Herisau stammende Fam. der Stadt St. Gallen, wo sie 1386 das Bürgerrecht erwarb. Ursprünglich Korbflechter, arbeitete sich die Fam. im Leinwandhandel empor. Ihre Mitglieder gehörten der Weber- oder Schneiderzunft an; Vertreter eines Familienzweigs schlossen sich zeitweise der Gesellschaft zum Notenstein an. Die S. besassen Handelsniederlassungen in Nürnberg (1473-1638) und Lyon (vermutlich ab dem 17. Jh.). In der frühen Neuzeit bekleideten die vermögenden S. oft polit. Ämter, u.a. stellten sie fünf Bürgermeister (Ambrosius, ->; Ambrosius, ->; Caspar, ->; Caspar, -> sowie Heinrich, ->) und acht Stadtammänner sowie zahlreiche Gerichtsstatthalter und Ratsherren. 1598 erhielt Rupprecht als Vertreter eines im 16. Jh. nach Nürnberg ausgewanderten Familienzweigs von Ks. Rudolf II. eine Wappenbestätigung. In Frankreich, wo einzelne Mitglieder als Bankiers in Paris wirkten, nannte sich die Fam. Sellonf. Wappenbeschreibung / Blasonierung In Gold übereinander drei rot gebänderte, schwarze Jagdhörner. | SCHLUMPF, Aeberli (I4105)
|
| 5981 | zu SCHÜPFEN SCHÜPFEN ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis SEELAND des Kantons Bern in der Schweiz. Zu SCHÜPFEN gehören die Ortschaften und Weiler Allenwil, Bundkofen, Bütschwil, Saurenhorn, Schüpberg, Schwanden, Winterswil und Ziegelried. SCHÜPFEN soll eine der ältesten Siedlungen des Seelands sein. Bereits im 11. Jahrhundert werden einige Bauten von Schwanden genannt. Seit 1271 wird der "STEG ZU SCHWANDEN" verzeichnet. Dieser Steg diente im Falle von Streitigkeiten als Tagungsort von Leuten von Büren mit Bern, wie es 1336 im Burgerrechtsvertrag bestimmt wurde. Der Name SCHÜPFEN entstammt der Alemannenzeit und wird erstmals 1208 als SCUPHON (Scheune, Schopf) erwähnt. | N., N. (I23729)
|
| 5982 | zu Sohn Otto Werdmüller 22.3.1513 Zürich, 25.3.1552 (Pest) Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Heinrich, Ratsherrn, und der Regula Bluntschli. Neffe des Jakob (->). 1541 Magdalena Gessner, Tochter des Andreas, Ratsherrn und Druckers. Unterricht bei Oswald Myconius und Thomas Platter in Zürich, Stud. in Basel, Strassburg und Wittenberg. 1538-40 Stud. und Lehrtätigkeit in Basel, Paris und Orléans. 1541 Ordination, Prof. für Ethik und Physik an der Zürcher Hohen Schule. 1545 Leutpriester, 1547 Chorherr und Archidiakon am Grossmünster. Neben Predigten und theol.-katechet. Werken ("Houptsumma der waren Religion" 1551, "Vom höchsten Artickel" 1552) veröffentlichte W. insbesondere Erbauungsschriften ("Ein Kleinot" 1548, "Der Tod" 1549, "Das christenlich Läben" 1551). | BLUNTSCHLI, Regula (I1282)
|
| 5983 | zu Staufenberg Der Schwarzwaldort liegt westlich von Gernsbach im Tal des Hahnbachs, unterhalb der Berge Merkur (668 m), früher Großer Staufenberg genannt, und Kleiner Staufenberg (623 m). Der Ort ist eingebettet zwischen zwei mit Wiesen, Wäldern und Weinreben bedeckten Talflanken. Als ehemaliges speyrisches Lehen der Grafen von Eberstein blieb Staufenberg auch nach dem Aussterben der Ebersteiner protestantisch und war damit eine der wenigen protestantischen Inseln im badischen Teil des Murgtals. | ABEL, Catharina (I914)
|
| 5984 | zu Staufenberg Der Schwarzwaldort liegt westlich von Gernsbach im Tal des Hahnbachs, unterhalb der Berge Merkur (668 m), früher Großer Staufenberg genannt, und Kleiner Staufenberg (623 m). Der Ort ist eingebettet zwischen zwei mit Wiesen, Wäldern und Weinreben bedeckten Talflanken. Als ehemaliges speyrisches Lehen der Grafen von Eberstein blieb Staufenberg auch nach dem Aussterben der Ebersteiner protestantisch und war damit eine der wenigen protestantischen Inseln im badischen Teil des Murgtals. | DEUCHLER, Anna Maria (I915)
|
| 5985 | zu Staufenberg: Staufenberg liegt westlich von Gernsbach im Tal des Hahnbachs, unterhalb der Berge Merkur (668 m), früher Großer Staufenberg genannt, und Kleiner Staufenberg (623 m). | VOLZ \ VOLTZ, Jacob (I8270)
|
| 5986 | zu Tauberbischofsheim Der Stadtkern Tauberbischofsheims liegt in Tauberfranken, einem baden-württembergischen Teil Frankens, in einem breiten, beständig nordnordwestlich laufenden Talabschnitt der unteren Tauber. Am Südrand der Stadt mündet von links der Brehmbach in den Fluss. TB war wohl bereits etwa 3000 v. Chr. und davor besiedelt. 1629 ließen sich Franziskanerbrüder in Bischofsheim nieder. 1631 kam es im Dreißigjährigen Krieg zu einem Durchmarsch der kaiserlichen Truppen unter General Tilly. Am 3. November 1631 war Tilly in Bischofsheim. Zwischen 1631 und 1635 war Bischofsheim unter schwedischer Besatzung. Von 1656 bis 1657 kam es zum Bau der St.-Lioba-Kirche als Klosterkirche durch die Franziskaner. 1658 war eine Apotheke (Amtsapotheke) in Bischofsheim erstmals nachweisbar. Ab 1852 machte Emil Beck Tauberbischofsheim zur Fecht-Hochburg, 161 Medallien bei Welt- und Europameisterschaften sowie Olympischen spielen. | N., Elisabeth (I853)
|
| 5987 | zu Tochter Angels Burgauer 3.5.1441 St. Gallen, 5.3.1509 St. Gallen. Tochter des Hans, Zunftmeisters und Kleinrats, und der Margareta Burgauer. Schwester des Ulrich (->). V. trat mit zwölf Jahren ins Kloster ein, verzichtete 1459 auf persönl. Besitz und leitete 1476-1509 als Priorin das Dominikanerinnenkloster St. Katharina in St. Gallen. Sie förderte die Reform im Sinne der Observanz, unterstützt durch den Lesemeister Johannes Scherl aus dem Reformkloster Eichstätt und angespornt durch Unterweisungen der Priorin des führenden Reformklosters St. Katharina in Nürnberg. 1482 beschloss der Konvent die Einführung der Klausur. V. baute die Bibliothek aus und verfasste eine Klosterchronik, die im Kloster St. Katharina in Wil (SG) aufbewahrt wird. V. nahm viele Schwestern auf und entfaltete eine rege Bautätigkeit. Während ihres Priorats erlebte das Kloster seine grösste Blütezeit. zu Ulrich Varnbüler um 1440, 1495/96 Lindau (Bayern). Sohn des Hans, Zunftmeisters und Kleinrats, und der Margareta Burgauer. Bruder der Angela (->). Agnes Beeli, Tochter des Ulrich. 1467 Zunftmeister der Schneider in St. Gallen, führte 1476 die stadt-sankt-gall. Truppen bei Grandson und Murten. 1478 Ratsherr und 1481-90 im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister sowie Reichsvogt der Stadt. Im Bemühen, die Autonomie der Stadt zu fördern, geriet V. in Konflikt mit der unter Ulrich Rösch erstarkten Abtei. Er vereitelte mit dem Rorschacher Klosterbruch 1489 den Plan des Abts, das Kloster nach Rorschach zu verlegen. Als die Stadt im St. Galler Krieg 1490 den äbt. Verbündeten unterlag, floh er zuerst nach Innsbruck, dann nach Lindau. Seinen Prozess um die in der Stadt St. Gallen zurückgelassenen Güter setzten seine Söhne fort. | BURGAUER, Margaretha (I9648)
|
| 5988 | zu Ulrich Rösch (* 14. Februar 1426 in Wangen im Allgäu; † 13. März 1491 in Wil) war in den Jahren 1463 bis 1491 Abt des Klosters St. Gallen. Er gilt als einer der herausragenden Äbte des Klosters. | RÖSCH, N. (Vater von Abt Ulrich) (I9616)
|
| 5989 | zu Uster Uster ist eine politische Gemeinde und Hauptort des gleichnamigen Bezirks im Schweizer Kanton Zürich. Das Kloster St. Gallen verfügte um 741 über Besitz in Riedikon. Die Siedlung Uster wird im Jahr 775 erstmals in St. Galler Urkunden erwähnt, als Ustra villa. Um das Jahr 1100 errichteten die Herren von Winterthur mitten im Gebiet des Grafen von Rapperswil das Schloss Uster, das sich heute als Wahrzeichen über der Stadt erhebt. Um 1267 war die Burg im Besitz der Freiherren von Bonstetten. Im Hochmittelalter gehörte Uster zur Herrschaft Greifensee; Wermatswil und Teile von Freudwil gehörten zu Kyburg, Sulzbach und Riedikon zu Grüningen und grosse Teile der Ländereien um Oberuster dem Kloster Rüti. Der Ortskern selber aber gehörte zum grössten Teil freien Bauern, was zu jener Zeit unüblich war. 1473 wurde in der Kirchgemeinde ein Jahrzeitbuch angelegt, das zu den besterhaltenen des Kantons gehört. Dadurch, dass das Land und Schloss unterschiedlichen Herren gehörten, bildete sich in Uster kein eigentlicher Altstadtkern. Im Gebiet der heutigen Zentralstrasse, unterhalb des Burghügels, liessen sich im ausgehenden Mittelalter Handwerker nieder. | VON SCHELLENBERG, Elisabeth (I7917)
|
| 5990 | zu Waldshuterkrieg: Der Waldshuterkrieg (auch Schaffhauserkrieg) war Teil der kriegerischen Auseinandersetzungen im Jahre 1468 zwischen dem Adel im Sundgau, Breisgau, Klettgau und Hegau und den österreichischen Vorlanden unter dem Habsburger Herzog Siegmund von Österreich-Tirol einerseits und den acht Orten der alten Eidgenossenschaft, sowie einigen dieser zugewandten Orten andererseits. Schwerpunkt der Kämpfe war Waldshut, das belagert und teilweise zerstört wurde. Zur Zunft zur Meisen in Zürich zählten die Berufe der Wynschencken, Wynrueffer, Wynzuegel (Fasszieher), Sattler, Maler (Flach- und Kunstmaler) und Underkäuffer. Sie wurde 1336 gegründet – damals noch unter der Bezeichnung «Zunft zum Winlütten». Im Jahre 1449 kaufte sie «der Meysen hus» am heutigen Limmatquai gegenüber dem Rathaus und übernahm dessen Namen. Nachdem die «Stube» nach und nach zu eng geworden war, liess sich die einflussreiche Zunft in der Mitte des 18. Jahrhunderts am Münsterhof ein barockes Palais bauen. zu Zunft zur Meise: Das Wappen der Zunft zeigt eine golden-schwarze Meise auf zwei links über rechts gekreuzten goldenen Fasshahnen. Mit der Zeit verschmolzen das ursprüngliche Zunftwappen (Fasshahnen) mit dem Meisen-Wappen zur heute bekannten Form. Restaurant Kindli: Vor über 500 Jahren kehrten im Haus zum KINDLI die ersten Pilger ein. Sie kamen jedes Jahr an Pfingsten zu den Prozessionen von Fraumünster und Grossmünster, die bis zur Reformation auf dem Lindenhof stattfanden. Die Vergangenheit verpflichtet. So ist das KINDLI auch heute noch ein offenes Haus für Gäste aus aller Welt, die kommen um zu bleiben — oder immer wieder gerne zurückkehren. Willkommen zuhause. Restaurant Kindli: Strehlgasse 24 / beim Rennweg/ 8001 Zürich; Hotel Kindli: Pfalzgasse 1 Hotel Goldenes Schwert: Marktgasse 14, Zürich, Schweiz 8001 Zürich | AMMAN, Hans (I1442)
|
| 5991 | zu Wasserburg am Bodensee, verkaufte 1311 Schloss und Herrschaft STAUFEN im Illertal an HUGO VON MONTFORT-BREGENZ, Landvogt in Oberschwaben, veräusserte den Besitz in Churrätien --> Ritter 1305 --> Landvogt 1314 in Oberschwaben --> Kastvogt 1317 in Ochsenhause | VON SCHELLENBERG, Marquart (I7926)
|
| 5992 | Zu Weihnachten des Jahres 1009 verlieh ihm König Heinrich II. in Pöhlde auf Bitten seiner Gemahlin und der Fürsten die Grafschaft und alle Lehen seines Vaters, worunter eine Grafschaft im nördlichen Hassegau und der Teil seines Vaters am Burgward Zörbig zu verstehen sind. Im Jahr 1017, nach dem Tod seines Onkels Friedrichs I. von Eilenburg, verlieh ihm der Kaiser das Komitat sowie Rechte im Gau Siusili. Dietrichs II. Gemahlin war Mathilde, die Tochter des Markgrafen Ekkehard I. von Meißen. Zusammen mit Markgraf Hermann I. von Meißen, einem Sohn Ekkehards I., sowie dem kaiserlichen Kämmerer Friedrich war er einer der Zeugen, die im Jahre 1018 den Frieden von Bautzen beschworen, der vorerst den seit 1002 herrschenden Krieg zwischen Heinrich II. und König Boleslaw von Polen beendete. Als es unter der Führung von Boleslaws Sohn Mieszko II. erneut zum Krieg kam, organisierte der Wettiner den Widerstand gegen Polen. Nach den Angaben des Annalista Saxo zum Jahre 1030 war es damals sogar Dietrich II. allein, der Mieszko wirksamen Widerstand leistete und ihn schließlich zurückwarf. Ab etwa 1032 war er Markgraf der Mark Lausitz. Am 19. November 1034 wurde Dietrich II. von Gefolgsleuten seines Schwagers Markgraf Ekkehard II. erschlagen. | (LAUSITZ), Dietrich I. (I39655)
|
| 5993 | zu WETIGAU Der Wetigau war ein mittelalterlicher Gau im Raum Schwalenberg in den heutigen Kreisen Lippe und Höxter und gilt als das Stammland der BILLUNGER. Der Wetigau grenzte im Westen an den Teutoburger Wald und das Eggegebirge, die im Mittelalter zusammen als Osning bezeichnet wurden, im Nordwesten an den Wesigau um die Werre, im Süden an den Nethegau um die Nethe. Im Osten erreichte er nicht die Weser, entlang der sich von Norden nach Süden Tilithigau und Augau erstreckten. zu CORVERY: Corvey ist eine ehemalige REICHSUNMITTELBARE BENEDIKTINERABTEI direkt an der Weser auf dem heutigen Stadtgebiet von Höxter. Corvey war ein BEDEUTENDES KAROLINGISCHES KLOSTER, es verfügte über eine der WERTVOLLSTEN BIBLIOTHEKEN des Landes, und zahlreiche Bischöfe gingen aus der Abtei hervor. Corvey gehörte als Fürstabtei in der Frühen Neuzeit zum Niederrheinisch-Westfälischen Reichskreis. Der Abt verfügte über eine VIRILSTIMME Einzelstimme) im Reichsfürstenrat des HEILIGEN RÖMISCHEN REICHES DEUTSCHER NATIONEN. (Mitte 13.Jh bis 1806) Heiliges Römisches Reich (lateinisch Sacrum Imperium Romanum oder Sacrum Romanum Imperium) war die offizielle Bezeichnung für den Herrschaftsbereich der römisch-deutschen Kaiser vom Spätmittelalter bis 1806. Der Name des Reiches leitet sich vom Anspruch der mittelalterlichen römisch-deutschen Herrscher ab, die Tradition des antiken Römischen Reiches fortzusetzen und die Herrschaft als Gottes heiligen Willen im christlichen Sinne zu legitimieren. | N., N. (I23880)
|
| 5994 | zu Wittendorf: 1544 ist zum ersten Mal in Wittendorf aktenkundig geworden, dass eine Frau der Hexerei beschuldigt wurde. Endlin, die Ehefrau des Konrad Lowmayer wurde wegen Verdachts der Hexerei in Dornhan eingesperrt. Die Vögte Wendel Zipp zu Alpirsbach und Benedikt Schwenkh zu Dornhan klagten sie an und verurteilten sie auch. Sie wurde aber aus dem Gefängnis entlassen, nachdem sie Urfehde geschworen und versprochen hatte, über den Rhein zu ziehen. Von 1635 bis 1649 war die Pfarrei Wittendorf wegen der Wirren des Dreißigjährigen Krieges ohne geistliche Betreuung. Pfarrer Zehe kam 1635 auf der Flucht um. Der Ort war durch Krieg und Pest verödet, das Pfarrhaus abgebrannt, jedoch nicht die Kirche. Mehrere verheerende Brände wüteten in Wittendorf. | SCHMIDT, Johann Friedrich (I663)
|
| 5995 | zu ´Von Hornberg` Der Minnesänger Bruno von Hornberg soll etwa zwischen 1275 und 1310 auf der Burg gelebt haben. In der Großen Heidelberger Liederhandschrift C sind vier Lieder von Bruno enthalten. Es wird daher angenommen, dass er Gelehrter und Künstler war und auf seinem Schloss auch Festlichkeiten mit Minnesang und dem Gesang von Rittererzählungen stattfanden. 1276 hat er König Rudolf von Habsburg in Basel getroffen. Bruno begründete eine Hornberger Nebenlinie, die im Wappen anstelle des grünen Dreiberges einen schwarzen führte. Er stiftete 1280 die Kapelle für das Kloster Tennenbach. Codex Manesse Unter dem Namen Brunos von Hornberg sind im Codex Manesse vier Lieder mit insgesamt 16 Strophen überliefert. Welcher historischen Person die Lieder zuzuschreiben sind, ist umstritten, da zwei Brunos aus dem Adelsgeschlecht der Freiherren von Hornberg zwischen 1290 und 1320[1] in Frage kommen. Ruine Schneeburg (Ebringen) Als Erbauer und Namensgeber der Burg werden aufgrund der alten Bezeichnung „Schnewesberg“ die Schnewlins vermutet, eine der im 13. Jahrhundert angesehensten und wohlhabendsten Familien in Freiburg. Anderen Ausführungen nach wurde die Burg von den Herren von Hornberg erbaut. Sie wurde erstmals im Jahr 1312 erwähnt. 1349 übergab Werner von Hornberg sie in die Lehenshoheit des Klosters Sankt Gallen, von dem er sie als Mannlehen wieder zurückerhielt. Somit entstand die kleine Lehensherrschaft Ebringen. Es scheint, dass die Herren Schnewlin nach wie vor gewisse Rechte daran hatten oder Einkommen daraus bezogen, denn am 7. Juni 1387 wurde zwischen den Herren Schnewlin von Wiger und den Hornbergischen Brüdern Hanman, Ulrich, Werner und Brun wegen der Schneeburg und dem Dorf Ebringen ein Vertrag geschlossen. | VON HORNBERG, Bruno (I1740)
|
| 5996 | Zucht. Wien ab 1502, 1508 MA, ab 1508 Dozent an der Universität Wien, 1514 von Kaiser Maxilian zum Poeta laureatus gekrönt, 1516/17 Rektor, 1517 Dr. med., 1518 Stadtarzt in St. Gallen, 1519 Kauf von Haus „Zum Tiefenkeller“ / St. Gallen, 1519 reformatorische Wende, Freund Zwinglis, führt reformatorische Lehre in St. Gallen ein, Historiker, Arzt, ab 1521 im kleinen Rat, 1523 und 1528 Präses der Religionsdisputationen in Zürich, 1524 und 1530 Tagsatzungsgesandter nach Zug und Genf, Ratsherr 1521-25; Bussenrichter 1522; Eherichter 1531-40 und 1548-1551, 1526-1551 Bürgermeister in St. Gallen, Land- und Sommersitz Wienachtshalden bei St. Gallen Er hatte elf oder zwölf Geschwister. Nach dem Besuch der Lateinschule in St. Gallen hielt sich Joachim von Watt, der sich seit seiner Studienzeit auch Vadian(us) nannte, 1502-18 an der Univ. Wien auf und studierte u.a. bei Konrad Celtis, Johannes Cuspinian sowie Georg Tannstetter. 1508 erlangte er den Magister artium, unterrichtete dann Poetik, Geschichte und Naturlehre, wirkte ab 1511/12 als Dozent an der Universität, war 1516-17 deren Rektor und ab 1516 Prof. für Poetik am Collegium poetarum. 1517 schloss V. ein Medizinstudium mit dem Doktorat ab. Aus seinen Wiener Vorlesungen erwuchsen rund 20 Publikationen, v.a. kommentierte Ausgaben antiker Autoren, u.a. 1518 des röm. Geografen Pomponius Mela. In diesen stellte er der Autorität der Klassiker Erkenntnisse aus eigener Anschauung und Erfahrung gegenüber, die er u.a. auf Reisen durch Nordostitalien, Kärnten, Ungarn und Polen gewonnen hatte. Der akademisch gebildete Humanist trat als Redner auf, wurde 1514 durch Ks. Maximilian I. zum poeta laureatus gekrönt und unterhielt enge Kontakte zu zeitgenöss. Musikern wie Ludwig Senfl. 1518 gab V. seine akad. Tätigkeit auf, kehrte nach St. Gallen zurück und stellte sich in den Dienst seiner Heimatstadt. Ab 1521 Mitglied des Kl. Rats, vollzog er ab 1522 den Übergang zu den Ideen der Reformation und war 1523 Präs. der 2. Zürcher Disputation. 1525 spielte er die massgebl. Rolle bei der Einführung der Reformation in St. Gallen, ab 1526 amtierte er bis ans Lebensende im Dreijahresturnus als Bürgermeister. Der Versuch, die 1529 im 1. Kappeler Landfrieden erlangten Vorteile der Reformierten für die Aufhebung des Klosters zu nutzen, scheiterte 1531. Das Kloster blieb Nachbar der Stadt und dessen Abt Gegenspieler V.s, doch wahrte die Stadt unter V. als politisch und geistig führender Persönlichkeit ihre Selbstständigkeit und damit auch den ref. Glauben. In der eidg. Politik wirkte er mehrmals als Gesandter an der Tagsatzung, 1549 auch als Obmann eines eidg. Schiedsgerichts. V. führte in St. Gallen die gelehrte Tätigkeit fort, doch mit veränderten, auf seine Stadt fokussierten Interessen und nur mehr als Mittelpunkt eines interessierten Kreises von Freunden, darunter Johannes Kessler, der zu V.s Biograf und Nachlassverwalter wurde. Ausserhalb St. Gallens waren Heinrich Bullinger, Johannes Comander und Oswald Myconius wichtige Korrespondenten; insgesamt haben sich rund 1'850 Briefe von und an V. erhalten. Während der Aufhebung des Klosters standen ihm dessen Archiv und Bibliothek längere Zeit offen. Auf dieser Quellengrundlage, erweitert um die städt. Überlieferung, verfasste er 1529-32 in der Erwartung, die Stadt trete an die Stelle des Klosters, die "Grössere Chronik der Äbte", die den Zeitraum 1199-1491 umfasst und formal in der Tradition der klösterl. Geschichtsschreibung steht, inhaltlich aber mit ihr bricht und sich sprachlich an ein breites Publikum richtet. Nach der Niederlage der Reformierten in der 2. Schlacht bei Kappel 1531 legte V. das Werk 1532 unvollendet beiseite, betrieb jedoch weiterhin hist. sowie theol. Forschungen mit Schwergewicht auf der regionalen Geschichte sowie auf der Kirchengeschichte, u.a. zu den Grundlagen des Mönchtums und zur Entwicklung von der Urkirche zur Papstkirche. Auf dem Gebiet der Medizin hielt sich V., der neben seiner polit. Tätigkeit ab 1518 ohne formelle Ernennung auch die Aufgaben des Stadtarztes wahrnahm, an die in Wien gelehrte arab.-lat. Tradition. V.s Werke der zweiten Lebensphase blieben weitgehend ungedruckt. Seine für die 1547-48 publizierte Schweizerchronik von Johannes Stumpf verfassten Texte, u.a. die "Kleinere Chronik der Äbte", sind dort stark gekürzt und auf V.s Wunsch anonym eingeflossen. Dank handschriftl. Verbreitung wurde die Kleinere Chronik in der Stadt St. Gallen dennoch rasch zur massgebl. Darstellung der eigenen Geschichte. Im Druck veröffentlichten Melchior Goldast bereits 1606 und Ernst Götzinger 1875-79 die hist. Schriften V.s. Auf dieser Grundlage etablierte die ref. Historiografie (Eduard Fueter, Werner Näf, Hans Conrad Peyer) V. im 20. Jh. in bewusstem Kontrast zu Aegidius Tschudi als ersten zu hist. Objektivität fähigen Geschichtsschreiber der Schweiz. Die neuere Forschung hat hingegen gezeigt, dass auch V.s Darstellung der St. Galler und eidg. Geschichte parteigebunden blieb, beeinflusst durch Herkunft, polit. Überzeugungen und reformator. Glauben. So steht der krit. Distanz zum eidg. Gründungsmythos die Fixierung auf die Feindbilder Kloster und Papstkirche gegenüber. Anders als Tschudi vertrat V. aber den Gedanken des Wandels und der Entwicklung aller Dinge und prägte mit Blick auf eine Periodisierung der Geschichte den Begriff Mittelalter für die Epoche zwischen Antike und damaliger Gegenwart. Die Privatbibliothek im Umfang von 450 Bänden ging 1551 testamentarisch an die Stadt St. Gallen, wo sie zusammen mit dem handschriftl. Nachlass den Kernbestand der Vadian. Sammlung in der Kantonsbibliothek St. Gallen bildet. Die Übertragung der Bücher an die Stadt wurde im Testament genau geregelt. Es enthält Anweisungen zur Pflege der Bücher. Der Kreis der Benutzer wird beschränkt auf Pfarrer, Lehrer, Magistratspersonen und die NACHKOMMEN Vadians. ( Joachim Vadian von Rudolf Gamper ISBN 978-3-0340-1405-2) Vadianische Sammlung: 100 mittelalterliche Handschriften mit Texten und Bildern aus allen Sachgebieten 700 neuzeitliche Handschriften mit mehrheitlich historischen Inhalten 60 Gelehrtennachlässe und persönliche Sammlungen von St.Gallern Autographensammlung Robert Alther mit rund 16’000 handgeschriebenen Dokumenten 225 Inkunabeln (Drucke vor 1500) 7000 Drucke der frühen Neuzeit 100 Porträts von bedeutenden St.Gallern (Bürgermeistern, Dekanen u.a.) 3000 historische Stadtansichten von St.Gallen (Drucke und Fotos) Werke – Die Grössere Chronik der Äbte, bearb. von B. Stettler, 2 Bde., 2010 – Die Kleinere Chronik der Äbte, bearb. von B. Stettler, 2013 Archive – KBSG, Vadian. Slg. Quellen – Die Vadian. Briefslg. (der Stadtbibliothek St. Gallen), hg. von E. Arbenz, H. Wartmann, 7 Bde., 1890-1913 – Bibliotheca Vadiani, bearb. von V. Schenker-Frei, 1973 Literatur – V.-Studien 1-17, 1945-2006 – F.W. Bautz, Biogr.-Bibliograph. Kirchenlex. 12, 1997, 1003-1013 – V. als Geschichtsschreiber, hg. von R. Gamper, 2006 – R. Frohne, Das Welt- und Menschenbild des St. Galler Humanisten Joachim von Watt/Vadianus (1484-1551), 2010 – C. Müller, «Doktor Joachim von Watts arabist. Arztpraxis in St. Gallen», in NblSG 151, 2011, 37-44 – Senfl-Studien 1, hg. von S. Gasch et al., 2012 Autorin/Autor: Christian Sieber 1904 schuf Richard Kissling in St. Gallen ein Denkmal Vadians. | VON WATT, Dr. med. Dr. med. Joachim Vadian \ Vadianus (I2889)
|
| 5997 | Zudem vermählte Hugo von Italien seinen Sohn Lothar mit Adelheid. | VON ITALIEN, Hugo (I36663)
|
| 5998 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7386)
|
| 5999 | zuerst Geistlicher, Chorherr zu Büren 1305, wegen Gefahr des Aussterbens wieder laisiert, 1314 Herr zu Büren bei Sursee, 1330 und 1338 hgl österreichischer Hofmeister, 1335 Vogt zu Rüschlikon und Kyburg, 1336 Gutspfleger im Sisgau der Königin Agnes, Burggraf in Weissenegg, österreichischer Pfleger und Amtmann in Aargau, Diplomat im Dienst Oesterreichs, Hofmeister Herzog Ottos weiterführende Info: HLS Laisierung Unter Laisierung versteht man den Verlust aller Rechte und Pflichten, die mit dem klerikalen Stand (Kleriker) verbunden sind. Die Weihe selbst kann nicht entzogen werden, da sie wie die Taufe oder Firmung unwiderruflich ist, wohl aber wird ein Verbot ausgesprochen, die mit der Weihe gegebene Vollmacht auszuüben. Die Laisierung geschieht entweder strafweise aufgrund eines besonders schweren Vergehens gegen die priesterlichen Verpflichtungen, oder aufgrund der Bitte eines Klerikers durch päpstliche Dispens. Der Laisierte verliert alle Ämter, Rechte und Aufgaben, die mit dem Klerikerstand zu tun haben. Er ist auch nicht mehr an die entsprechenden Verpflichtungen gebunden (Stundengebet, Kleidung usw.). Von der Verpflichtung zum Zölibat kann nur der Papst dispensieren. Dorn, Anton Magnus; Eberts, Gerhard (Hrsg.), Redaktionshandbuch Katholische Kirche, München 1996 | VON AARBURG, Ritter Ritter Rudolf I. (I26145)
|
| 6000 | zum 78. Geburtstag von Hedwig Reich-Mayer Wenn sie was zu besorgen hat Geht sie fast jeden Tag in die Stadt. Hedy Reich-Mayer, so ist es recht, Wohnte doch früher schon dort Dein Geschlecht. Den Urgrossvater, den kennen wir schon. Hängr er doch lange schon im Salon, Mayer Christoph, Kriegsrat und Major, Mit seiner Gattin, einer Finsler, stellt er sich vor. Und nun hat es sich begeben Dass eine Dame schied aus dem Leben, die zeigte speziell viel Freud An berühmten St. Gallern alter Zeit. Darunter, seh ich genauer hin, Ein Johann Jakob Mayer-Wegelin. Der Ur-Ur-Grossvater muss es sein, Unterer Graben 41 zog er ein, Bankier und Zunftmeister, wackrer Mann Mit Unterbürgermeisterwürden angetan, 1744 - 1827 gelebt und für seine Söhne einen neuen Hausbau erstrebt. Drum wenn Hedy Reich - Mayer geht in die Stadt, Sie uralte Rechte übernommen hat. Am Friedberg vorbei geht sie heute schon, Wahrhaft in der fünften Generation. Der Platz des Bildes daher sei an der Wand bei ihrer Ahnenreih! 23.06.1969 von Deiner Tochter Heidi Widmung auf der Rückseite des Portrait | MAYER, Christoph (I44944)
|