Treffer 5,801 bis 5,850 von 6,111
| # | Notizen | Verknüpft mit |
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| 5801 | Wie schon sein Vater war Rainald ein Anhänger der Kapetinger. Als im Jahr 959 der Regent Brun von Köln die Stadt Troyes belagerte, marschierte eine Abteilung seiner sächsischen Krieger auch auf Sens zu. Rainald zog ihnen zusammen mit Erzbischof Archambaud entgegen und besiegte sie in einer Schlacht bei Villiers. Um die Herrschaft in seiner Grafschaft zu festigen, baute er die Burgen von Château-Renard und Joigny. 978 wurde sein Neffe Sewin zum Erzbischof von Sens gewählt, wodurch dieses Amt der Kontrolle des karolingischen Königs Lothar entzogen wurde. | (SENS), Rainald I. ´der Alte` (I52262)
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| 5802 | Wie schon sein Vater war Rainald ein Feind des Erzbischofs Léotheric von Sens, dem er stets den Rücken zugewandt habe. Ebenso war er ein Gegner König Roberts II. des Frommen, weil er sich gegen die Einsetzung des Prinzen Heinrich als Herzog in Burgund gewandt hatte. Nachdem die Fehde zwischen Rainald und dem Erzbischof gewalttätig eskalierte, marschierte König Robert II. 1015 mit einem Heer vor Sens; der überraschte Rainald floh angeblich nackt zu dem mächtigen Grafen Odo II. von Blois, während sein Bruder Fromond die Verteidigung der Stadt übernahm, die sich aber dem König ergeben musste. Von der neu erbauten Burg Montereau aus eroberte Rainald mit der Unterstützung des Grafen von Blois die Stadt wieder zurück, allerdings wurde er bei der Ausübung der Herrschaft durch Odo II. von Blois in den Schatten gedrängt. Nachdem Erzbischof Léotheric 1032 gestorben war, wechselte Rainald wieder in das königliche Lager, da sein Vetter Gilduin von Joigny von König Heinrich I. zum neuen Erzbischof von Sens ernannt wurde. Odo II. von Blois konnte im Jahr 1034 aus Sens vertrieben werden. Von Rainald ist bis zu seinem Tod 1055 nichts weiter überliefert, er wurde in der Abtei Sainte-Colombe bestattet. Er hatte einen Sohn, Fromond III., der Sens wohl unmittelbar nach Rainalds Tod, aber bis spätestens 1060 an die Krone abgetreten hatte. Der Historiker Rodulfus Glaber berichtete, dass Graf Rainald II. von den Bürgern von Sens „Judenkönig“ genannt wurde wegen seiner angeblichen Vorliebe für das Volk der Hebräer. | (SENS), Rainald II. (I52269)
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| 5803 | Wie sein älterer Bruder Fredelo unterstützte Raimund den König Karl den Kahlen im Kampf gegen König Pippin II. von Aquitanien. Dafür wurde er 849 mit dem Rouergue und dem Quercy beliehen.[1] Die Grafschaft Toulouse erbte er wohl um 852 nach dem Tod seines Bruders. Er dehnte seinen Einfluss in das Limousin aus, indem er dem Grafen Gotfred von Turenne zur Unterwerfung zwang und die Kontrolle der Abteien von Solignac und Beaulieu übernahm. Um die Jahre 862/863 gründete Raimund die Benediktinerabtei von Vabres. Zur selben Zeit wurde er von dem revoltierenden Humfried von Gothien angegriffen und zur Aufgabe seines Besitzes gezwungen. Raimund starb 865, während er noch um seinen Besitz kämpfte; sein Sohn konnte aber im selben Jahr, unterstützt von König Karl dem Kahlen, das Erbe wieder erlangen. | (TOULOUSE), Raimund I. (I39774)
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| 5804 | Wien, 08.10.1668, Kaiserlicher Adelsbrief Die Elisabethkirche (poln. Bazylika św. Elżbiety) ist ein backsteingotischer Kirchenbau in der Breslauer Altstadt und zählt zu den ältesten und größten Kirchen der Stadt. Im Zuge der Reformation wurde St. Elisabeth am 6. April 1525 als eine der ersten Kirchen Schlesiens evangelisch. Seit 1946 ist sie katholische Garnisonkirche der Oderstadt. Stammwappen Die einzelnen Diplome und Standeshebungen waren jeweils auch mit Wappenbesserungen bzw. -veränderungen verbunden. Das Stammwappen ist nach dem Verfasser der Familienchronik ungarischer Herkunft. Laut ihm stelle der silberne Querstreifen durch den Schild die Donau dar. Im schwarzen Schild die zwei goldenen Sterne oberhalb des Querstreifens seien die Eltern und der goldene Stern unterhalb dessen das Kind, welches vor einer Gefahr fliehen konnte. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken ein goldener Stern zwischen offenem, je mit einem silbernen Querstreifen belegtem schwarzen Fluge. | SCHMETTAU, VON VON Georg (I931)
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| 5805 | Wildhans von Breitenlandenberg Wappen der Landenberger im Eingangsbereich des Schlosses Greifensee Wildhans von Breitenlandenberg (* um 1410 in Turbenthal; † 28. Mai 1444 in Nänikon) – auch Wildhans von Landenberg oder Wildhans von Breiten-Landenberg genannt – ist während des Alten Zürichkriegs als heldenhafter Verteidiger von Greifensee und prominentestes adliges Opfer der «Blutnacht von Greifensee» in die Schweizer Geschichte, in Volkssagen und in die Literatur eingegangen. Historische Gestalt des Wildhans von Breitenlandenberg Geboren wurde Wildhans von Breitenlandenberg vermutlich um 1410 in Turbenthal, als Sohn des Ministerialen Hermann IV. (oder V.) – Schöch von Breitenlandenberg[1] genannt – und der Ursula Truchsess von Diessenhofen. Sein Bruder Hermann (* 1410; † 1474)[2] war von 1466 bis 1474 Bischof von Konstanz, zudem ein wichtiger Vermittler zwischen Eidgenossen und Habsburg – er starb kurz vor Abschluss der von ihm mitbeeinflussten «Ewigen Richtung». Der Bruder Kaspar (* vor 1439; † 1463)[3][4] war von 1442 bis 1463 Abt von Kloster St. Gallen. Anna wird als Schwester in einer anderen Quelle[4] genannt – sie soll mit Konrad Schwend (möglich wären aber auch Johannes oder Heinrich Schwend), Bürgermeister von Zürich, verheiratet gewesen sein. Historisch ist über das Leben von Wildhans von Breitenlandenberg ansonsten wenig bekannt, im Zusammenhang mit einer Fehde im Hegau gegen 32 süddeutsche Reichsstädte zumindest aber ein weiteres Mal sein Name belegt. Unklar bleibt, ob Breitenlandenberg bereits vor seinem traurigen Ende am 28. Mai 1444 auf der «Blutmatte» in Nänikon eine Amtsfunktion in der Landvogtei Greifensee ausübte, nebst seiner tragischen Rolle als Hauptmann und Verteidiger von Greifensee. Mehrfach urkundlich belegt ist aber, dass das Geschlecht der Landenberger grossen Einfluss in der Herrschaft Greifensee und weit darüber hinaus hatte: Am 7. Januar 1300 verpfändete Gräfin Elisabeth von Rapperswil die damalige Burg, das Städtli, den Greifensee und weitere Güter an Ritter Hermann II. von Landenberg. Das als «Landenberghaus» bekannte Gemeindezentrum von Greifensee, das um 1250 vermutlich für die 'Burgherrschaft' erbaut wurde, erinnert auch heute noch an diese Epoche. Belagerung von Städtchen und Schloss Greifensee – Mord von Greifensee Belagerung von Greifensee – Mordnacht am 28. Mai 1444 – Gedenkkapelle. Darstellung aus der «Zürcher Chronik» (1485–1486) von Gerold Edlibach Im Alten Zürichkrieg wurde Wildhans um 1444 Hauptmann von Greifensee, dem letzten befestigten Zürcher Flecken ausserhalb der Stadt Zürich, den er vom 1. bis zum 27. Mai 1444 mit rund 70 grösstenteils bäuerlichen Mitstreitern gegen das Zürcher Hinterland (Landvogteien Grüningen und Greifensee) verwüstende Innerschweizer Heerhaufen verteidigte. Am 27. Mai 1444, nach vier Wochen Belagerung, mussten die überlebenden 62 mehrheitlich bäuerlichen Verteidiger unter der Führung von Wildhans von Breitenlandenberg kapitulieren. Bis auf zwei, ein Zeitzeuge nennt zehn, wurde am 28. Mai 1444 die überlebende Besatzung von Greifensee erbarmungslos von den 'siegreichen' Innerschweizern auf der «Blutmatte» in Nänikon im Schnellverfahren hingerichtet. Das Massaker an vermutlich der Mehrheit der männlichen Landbevölkerung der Herrschaft Greifensee erschütterte als «Mord von Greifensee» Zeitgenossen und die Nachwelt zutiefst und überliess die hinterbliebenen bäuerlichen Familien einem ungewissen Schicksal. Darstellung aus der Tschachtlanchronik, 1470 Darstellung in der «Eidgenössischen Chronik» (1510–1535) von Werner Schodoler Es heisst, Wildhans von Breitenlandenberg wurde auf sein Verlangen hin als erster mit dem Schwert enthauptet, damit seine Schicksalsgenossen nicht glauben mussten, dass er als Adliger nachträglich von den Innerschweizern geschont worden wäre. Die Leichen des Hauptmanns und seiner beiden Stadtknechte wurden am 30. Mai 1444 nach Turbenthal, in die Heimat der Freiherren von Landenberg, gebracht und dort begraben. Seine zumeist bäuerlichen Mitstreiter wurden nach Uster überführt, wo der residierende und im Alten Zürichkrieg neutrale Freiherr von Bonstetten für die letzte Ruhestätte sorgte. Die ausführlichsten Beschreibungen der Belagerung von Greifensee und Hinrichtung der Zürcher Besatzung stammen von Hans Fründ – Chronist und Landschreiber von Schwyz und auf Seite der Innerschweizer Augenzeuge der Belagerung – und Gerold Edlibach (1454–1530) – Chronist, Zürcher Ratsherr und von 1504 bis 1506 Landvogt von Greifensee. Auch «Die Grosse Freiburger Chronik» (1567/1568) von Franz Rudella[5] geht kurz auf die Ereignisse im Mai 1444 ein: «Das ward uffgeben und Wildhans von der Breyten Landenberg, deren von Zürich houptman, unnd mitt im einundsechzig man, so darinn lagend, gfangen und alle enthouptet am donstag vor pfingsten». Ebenso erwähnt die «Eidgenössische Chronik» von Werner Schodoler, in der Tradition einer Schweizer Bilderchronik, die Belagerung und Ermordung der Zürcher Besatzung von Greifensee. Die Belagerung von Greifensee und die grausige Enthauptung auf der «Blutmatte» in Nänikon sind im Artikel Mord von Greifensee – auch als «Blutnacht» oder «Bluttat von Greifensee» bekannt – anhand dieser Quellen ausführlicher beschrieben. Gedenkstätte auf der «Blutmatte» Gedenkstein auf der «Bluetmatt» bei Nänikon, 1990 Wenige Jahre nach dem Massaker wurde auf der «Bluetmatt» in Nänikon ♁694296 / 247610Koordinaten: 47° 22′ 21″ N, 8° 41′ 14″ O; CH1903: 694296 / 247610 | OSM | eine anfangs hölzerne Kapelle errichtet. Sie wurde schon bald zu einer Pilgerstätte, in der am Dienstag vor Pfingsten eine Totenmesse gelesen wurde. Inschrift auf dem Gedenkstein Gemäss mündlichen Überlieferungen soll die ursprüngliche hölzerne «Kapelle Unserer Liebe Frau» von Anna Wagner gestiftet worden sein, Witwe von eben jenem Ital Reding dem Jüngeren, dessen Vater die Besatzung von Greifensee so erbarmungslos hinrichten liess.[6] Bereits ab 1524 begann der Zerfall der Kapelle, da infolge der Reformation keine Heilige Messen und Prozessionen mehr stattfanden. Trotz hoher Strafen wurden die Steine der Ruine von den Bewohnern der Umgebung wiederverwertet – 1839 waren die letzten Reste des kleinen Gotteshauses verschwunden. 'Vaterländische Kreise' in der Stadt Zürich errichteten eine Gedenkstätte in Form einer Steinpyramide, die am 17. Oktober 1842 unter grosser Anteilnahme der Bevölkerung feierlich eingeweiht wurde. In der Pyramide ist eine Bronzetafel mit den Namen aller Enthaupteten eingelassen, soweit sie noch eruiert werden konnten. Der «sagenhafte Held von Greifensee» in der Literatur Im historischen Roman «Der Freihof von Aarau» (1823)[7] schildert Johann Heinrich Daniel Zschokke die Ereignisse und Zusammenhänge der Zerstörung von Greifensee aus Sicht seines Protagonisten, Ritter Marquard von Baldegg. Gottfried Keller verarbeitete 1877 den Stoff des «sagenhaften Helden von Greifensee»[8] und seines Innerschweizer Kontrahenten, Ital Reding, im Salomon Landolt gewidmeten «Der Landvogt von Greifensee», dem ersten Band der «Züricher Novellen».[9] Ital Redings Schicksal stellte Albrecht Emch in seinem Kleintheaterstück «Ital Reding, der Eisenkopf von Greifensee oder Die Mordtat von Greifensee» dar. | VON BREITEN-LANDENBERG, Wildhans (I29131)
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| 5806 | Wilhelm als Vater v Adelhid angegeben bei www.rainer-jonas.homepage.t-online.de | VON ISENGARTEN, Ritter Ritter Wilhelm (I2405)
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| 5807 | Wilhelm folgte seinem 886 verstorbenen Vater in dem ausgedehnten Familienbesitz nach. Dieser konzentrierte sich hauptsächlich in Ost- und Zentralaquitanien um die Auvergne, das Mâconnais, Autunois Berry, Lyonnais und das Limousin. Damit war er der mächtigste Fürst im aquitanischen Regnum. Ebenfalls vom Vater erbte er die „gotische Mark“ (Septimanien). Um dort die Herrschaft seiner Familie gegen die rivalisierenden Raimundiner zu stützen, war Wilhelms Schwester mit dem Grafen von Carcassonne verheiratet. Nach der Absetzung Kaiser Karls des Dicken (887) stand Wilhelm gemeinsam mit Graf Ramnulf II. von Poitou gegen den gewählten König Odo und unterstützte den Karolinger Karl den Einfältigen. 902 half Wilhelm seinem Schützling Ebalus Mancer bei der Rückeroberung von Poitiers.[1] Nachdem sich Karl 893 als alleiniger König durchsetzen konnte, trat Wilhelm erstmals mit dem Titel dux urkundlich in Erscheinung, allerdings noch ohne feste Zuordnung. Obwohl er auch weiterhin loyal zu König Karl dem Einfältigen blieb, nahm Wilhelm 909 eigenmächtig den Titel eines „Herzogs der Aquitanier“ (dux Aquitanorum) an und demonstrierte damit seine königsgleiche Stellung gegenüber dem Herrscher. Er blieb dennoch dem König treu und verteidigte zwischen 916 und 918 Bourges erfolgreich gegen Herzog Rudolf von Burgund. Dagegen verlor Wilhelm die Kontrolle über die Grafen von Toulouse, die seinen Oberhoheitsanspruch nicht anerkannten. Wilhelm starb 918 und wurde in der Abtei St. Julien in Brioude bestattet. Seine historisch bedeutsamste Handlung war die Gründung der Benediktinerabtei von Cluny am 11. September 910, deren Aufbau er Berno von Baume anvertraute und sie direkt dem Papst Sergius III. unterstellte.[2] Vor 898 heiratete er Engelberga († um 917 in Piacenza), eine Tochter von Boso von Vienne und der Ermengarde von Italien, die wiederum die einzige Tochter des Kaisers Ludwig II. war. Da die Ehe kinderlos blieb, folgte ihm sein Neffe Wilhelm der Jüngere nach. | (AQUITANIEN), Wilhelm I. ´der Fromme` (I36540)
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| 5808 | Wilhelm Grimm verbrachte seine Jugend in Steinau an der Straße, wohin der Vater Philipp Wilhelm Grimm 1791 als Amtmann versetzt worden war. Er besuchte dann wie sein Bruder Jacob das Friedrichsgymnasium in Kassel und schrieb sich gleichfalls an der Universität Marburg ein, wo er bei Friedrich Carl von Savigny Jura studierte. Nach Beendigung seines Studiums lebte er wieder bei der Mutter in Kassel. Asthmatische Beschwerden sowie eine Herzerkrankung hinderten ihn längere Zeit daran, sich um eine feste Anstellung zu bewerben. Seit 1806 sammelte er gemeinsam mit seinem Bruder Jacob Märchen, die sie später bearbeiteten und herausgaben. Dabei wurde er u. a. durch Werner und August von Haxthausen unterstützt. 1809 unterzog er sich bei dem berühmten Arzt Johann Christian Reil einer Kur in Halle (Saale). Bei dieser Gelegenheit wurde er von dem Komponisten Johann Friedrich Reichardt gastfreundlich aufgenommen. Mit Clemens Brentano reiste er daraufhin nach Berlin; dort lebte er mit diesem und mit Achim von Arnim in dessen Wohnung. Auf der Rückreise nach Kassel traf er Johann Wolfgang von Goethe, der sich lobend über seine „Bemühungen zu Gunsten einer lang vergessenen Kultur“ äußerte. 1813 lernte er bei der Familie Haxthausen die Schwestern Jenny und Annette von Droste-Hülshoff, die Dichterin, kennen. Beide halfen bei der Sammlung von Märchen und Volksliedern. Mit Jenny verband ihn danach eine lange Brieffreundschaft, auch gibt es Anzeichen dafür, dass eine unerfüllte Liebesbeziehung zwischen ihnen bestand.[1] Von 1814 bis 1829 war Grimm als Sekretär an der Bibliothek in Kassel angestellt. Am 15. Mai 1825 heiratete er Henrietta Dorothea Wild. Im April 1826 wurde der Sohn Jakob geboren, der aber im Dezember desselben Jahres starb. 1828 im Januar kam sein zweiter Sohn Herman Grimm zur Welt, der später für seine kunstgeschichtlichen Vorlesungen unter Einsatz von Lichtbildprojektion an der Universität von Berlin bekannt wurde. Der dritte Sohn Rudolf wurde im März 1830 geboren. Im Jahr 1832 kam die Tochter Auguste zur Welt. 1831 wurde Wilhelm Grimm Bibliothekar an der Universität Göttingen, 1835 erhielt er dort eine außerordentliche Professur. Als Mitunterzeichner des Protestes der „Göttinger Sieben“ wurde er – wie auch sein Bruder – 1837 durch den König von Hannover seines Amtes enthoben. Der preußische König Friedrich Wilhelm IV. lud beide 1841 nach Berlin, wo sie sich niederließen. Im selben Jahr wurden sie Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften. 1841–1846 wohnte die Familie Grimm am Rand des Tiergartens in der kurz vorher angelegten Lennéstraße, Nr.8, 1846/1847 näher zu Akademie, Universität und Bibliothek in der Dorotheenstraße Nr. 47 und ab 1847 in der Linkstraße Nr. 7, unmittelbar am damaligen Potsdamer Bahnhof.[2] 1848 gehörte er dem Vorparlament an.[3] 1852 wurde er zum auswärtigen Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt.[4] Wilhelm Grimm lehrte bis zu seinem Tod 18 Jahre an der Universität Berlin und arbeitete dort zusammen mit seinem Bruder an ihrem Deutschen Wörterbuch, über das er auf dem Germanistentag 1846 in Frankfurt (Main) gesprochen hatte. Nachlass Wilhelm (links) und Jacob Grimm, Doppelporträt von Elisabeth Jerichau-Baumann (1855), Öl auf Leinwand, Nationalgalerie Berlin Ein Teil des Nachlasses von Jacob und Wilhelm Grimm, darunter Briefe von und an die Brüder, verschiedene Manuskriptenkonvolute und vor allem Handexemplare mit handschriftlichen Zusätzen, wird im Hessischen Staatsarchiv Marburg verwahrt. Der Bestand ist vollständig erschlossen und über HADIS online recherchierbar.[6] | GRIMM, Wilhelm Carl (I52628)
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| 5809 | Wilhelm machte sich einen Namen als Kämpfer gegen die seit mehreren Jahrzehnten in Aquitanien einfallenden Wikinger. Der Chronist Ademar von Chabannes berichtet, wie Wilhelm während einer Schlacht gegen die Wikinger deren Anführer Storin zum Zweikampf gestellt und ihn trotz dessen Eisenrüstung mit einem Schwerthieb der Körperlänge nach in zwei Hälften gespalten habe.[2] Daher rührt sein Beiname Sector ferri (deutsch: „Eisenschneider“, französisch: „Taillefer“), der zum Familiennamen seiner Nachkommen wurde. Wilhelms Testament datiert auf das Jahr 945, worauf er wohl verstarb.[3] Bestattet wurde er in der Abtei Saint-Cybard.[4] Er war nicht verheiratet, hatte aber zwei uneheliche Söhne. Offenbar weil der ältere von ihnen, Arnaud Manzer, bei seinem Tod noch unmündig war, konnte zunächst Wilhelms Vetter aus dem Périgord, Graf Bernard, in Angoulême nachfolgen. | TAILLEFER VON ANGOULEME, Wilhelm II. (I36648)
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| 5810 | Wilhelm Rautenbusch stammte aus der Pfarrersfamilie Rautenbusch.[2] Sein Vater, Philipp Reinhard Rautenbusch (1762–1813), war Pfarrer in Goddelau. Wilhelm Rautenbusch heiratete 1838 Amalie von Grolman (1813–1890), die Tochter des Geheimrats Friedrich von Grolman. Das Studium der Rechtswissenschaften schloss Wilhelm Rautenbusch mit einer Promotion ab. Anschließend war er Akzessist am Hofgericht Darmstadt. Von dort wechselte er in die Verwaltung, als mit der Gebietsreform von 1832 neu Kreise geschaffen wurden[4] und wurde Sekretär (stellvertretender Kreisrat) des Kreises Alsfeld. 1835 wechselte er – wohl in gleicher Funktion – zum Kreis Dieburg, bevor er 1843 selbst Kreisrat wurde, im Kreis Heppenheim. Mit der durch die Revolution von 1848 im Großherzogtum Hessen ausgelösten Verwaltungsreform wurden Regierungsbezirke gebildet und die Kreise aufgelöst. Rautenbusch wurde nun Mitglied der Regierungskommission des Regierungsbezirks Friedberg. Seine Kollegen waren Wilhelm Georg Ludwig Ouvrier, zuletzt Kreisrat des Kreises Grünberg, und Johann Valentin Krach.[5] Mit dem Sieg der Reaktion unter Ministerpräsident Reinhard Carl Friedrich von Dalwigk wurde die Verwaltungsreform 1852 wieder rückgängig gemacht, die alte Verwaltungsstruktur weitgehend wieder hergestellt und der Regierungsbezirk Friedberg aufgelöst.[6] Die Stelle von Wilhelm Rautenbusch in Friedberg entfiel. Er erhielt dafür die eines Kreisrates im Kreis Nidda. 1874 wurde der Kreis Nidda aufgelöst und er ging in den Ruhestand.[7] Ehrungen 1860 Ritterkreuz I. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen 1874 Geheimer Regierungsrat, i. R.[8] | RAUTENBUSCH, Wilhelm (I44392)
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| 5811 | Wilhelm stand zunächst unter der Vormundschaft seines Onkels, des Bischofs Ebalus von Limoges. Nach der Regierungsübernahme näherte sich Wilhelm den Kapetingern unter seinem Schwager Hugo Capet an. Deshalb verschlechterte sich aber sein Verhältnis zum karolingischen König Lothar Der König schickte seinen Sohn, Ludwig den Faulen, 982 nach Aquitanien, um dort als Unterkönig zu herrschen, was Wilhelms eigene Position in Frage stellte. Dieser Konflikt endete allerdings 984 mit der Abberufung Ludwigs. Nach dem Sturz der Karolinger 987 und der Wahl Hugo Capets weigerte sich Wilhelm, den neuen König anzuerkennen. Im Jahr darauf verteidigte er Poitiers gegen Hugo Capet, worauf er sich mit ihm versöhnte und auch als König anerkannte. Der Dynastiewechsel auf dem französischen Thron leitete für die weitere Geschichte Aquitaniens einen neuen Abschnitt ein, da das neue Königtum seither kaum noch Präsenz im Raum südlich der Loire zeigte und sich hauptsächlich auf das Gebiet der alten Francia beschränkte. Robert II. der Fromme war überhaupt der letzte König für die folgenden einhundert Jahre, der aquitanischen Boden betrat. Für Wilhelm bedeutete dies das Erreichen einer faktisch unabhängigen Position. Zugleich wurde in seiner Regentschaft die herzogliche Gewalt durch eine zunehmende Feudalisierung Aquitaniens geschwächt. Zum Beispiel erhoben sich Wilhelms Vizegrafen in der Auvergne eigenmächtig zu Grafen, ohne dass er dagegen etwas unternehmen konnte. Wilhelm heiratete um 968 Emma von Blois († 27. Dezember 1003), eine Tochter des Grafen Theobald I. Tricator von Blois. Beider Sohn war Wilhelm der Große. Seine Ehe und seine Herrschaft wurden jedoch durch zahlreiche außereheliche Beziehungen belastet, die seine Ehefrau dazu brachte, ihn zu verlassen. Er wird in den Chroniken dann nicht mehr erwähnt, vermutlich weil die Mönche sich weigerten, über einen ehelich untreuen Adligen zu schreiben. Nach einer vorübergehenden Versöhnung mit Emma taucht er in den Dokumenten wieder auf, um schließlich endgültig zu verschwinden. Zum Ende seines Lebens zog sich Wilhelm in die Abtei von Saint-Maixent zurück, wo er auf dem Sterbebett das Mönchsgewand anlegte. Er wurde dort auch bestattet. Seit der Versöhnung mit seiner Frau galt Wilhelm als freigiebiger Förderer religiöser Einrichtungen. 989 gründete er die Benediktinerabtei von Maillezais. | (AQUITANIEN), Wilhelm IV. (I37632)
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| 5812 | Wilhelm stand zunächst unter der Vormundschaft seines Onkels, des Bischofs Ebalus von Limoges. Nach der Regierungsübernahme näherte sich Wilhelm den Kapetingern unter seinem Schwager Hugo Capet an. Deshalb verschlechterte sich aber sein Verhältnis zum karolingischen König Lothar Der König schickte seinen Sohn, Ludwig den Faulen, 982 nach Aquitanien, um dort als Unterkönig zu herrschen, was Wilhelms eigene Position in Frage stellte. Dieser Konflikt endete allerdings 984 mit der Abberufung Ludwigs. Nach dem Sturz der Karolinger 987 und der Wahl Hugo Capets weigerte sich Wilhelm, den neuen König anzuerkennen. Im Jahr darauf verteidigte er Poitiers gegen Hugo Capet, worauf er sich mit ihm versöhnte und auch als König anerkannte. Der Dynastiewechsel auf dem französischen Thron leitete für die weitere Geschichte Aquitaniens einen neuen Abschnitt ein, da das neue Königtum seither kaum noch Präsenz im Raum südlich der Loire zeigte und sich hauptsächlich auf das Gebiet der alten Francia beschränkte. Robert II. der Fromme war überhaupt der letzte König für die folgenden einhundert Jahre, der aquitanischen Boden betrat. Für Wilhelm bedeutete dies das Erreichen einer faktisch unabhängigen Position. Zugleich wurde in seiner Regentschaft die herzogliche Gewalt durch eine zunehmende Feudalisierung Aquitaniens geschwächt. Zum Beispiel erhoben sich Wilhelms Vizegrafen in der Auvergne eigenmächtig zu Grafen, ohne dass er dagegen etwas unternehmen konnte. Wilhelm heiratete um 968 Emma von Blois († 27. Dezember 1003), eine Tochter des Grafen Theobald I. Tricator von Blois. Beider Sohn war Wilhelm der Große. Seine Ehe und seine Herrschaft wurden jedoch durch zahlreiche außereheliche Beziehungen belastet, die seine Ehefrau dazu brachte, ihn zu verlassen. Er wird in den Chroniken dann nicht mehr erwähnt, vermutlich weil die Mönche sich weigerten, über einen ehelich untreuen Adligen zu schreiben. Nach einer vorübergehenden Versöhnung mit Emma taucht er in den Dokumenten wieder auf, um schließlich endgültig zu verschwinden. Zum Ende seines Lebens zog sich Wilhelm in die Abtei von Saint-Maixent zurück, wo er auf dem Sterbebett das Mönchsgewand anlegte. Er wurde dort auch bestattet. Seit der Versöhnung mit seiner Frau galt Wilhelm als freigiebiger Förderer religiöser Einrichtungen. 989 gründete er die Benediktinerabtei von Maillezais. | (AQUITANIEN), Herzog von Herzog von Wilhelm IV. ´Eisenarm` (I1650)
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| 5813 | Wilhelm und Drogo kämpften als Söldner unter Führung des normannischen Grafen Rainulf von Aversa auf der Seite der Byzantiner bei deren letztem Versuch, Sizilien von den Sarazenen zu befreien. Während der Belagerung von Syrakus 1038 erhielt Wilhelm dann vermutlich seinen Beinamen fereabrachia, deutsch: »Eisenarm«. Nach der Niederschlagung eines apulischen Aufstandes 1040 wurden die beiden Brüder von Rainulf schließlich 1042 zu Kommandanten kleinerer Einheiten von je 25 Mann befördert. Zwölf dieser Kompanien überließ Rainulf einem gewissen Arduin, der die Stadttruppen von Melfi befehligte, zur schnellen Beseitigung neuer Aufstände. Später, nach einer Entlarvung zweier Verräter, scheint das Heer Wilhelm sogar zu einem Anführer gemacht zu haben. Die Riege der zwölf Kapitane wurde nach dem Verrat rasch wieder komplettiert und ein jeder der zwölf Anführer sollte wenig später durch ein Bündnis mit Waimar IV. von diesem in den Grafenstand erhoben werden. Die Ausstattung hatten die condottieri sich selbst zu verschaffen: Es galt jeder als mit dem belehnt, was er erobern würde. Gemeinsames Zentrum sollte Melfi sein. Um diese Zeit tauchte auch erstmals der dritte Hauteville, Humfred, in Unteritalien auf, sodass das Brudertrio die Melfi im Nordosten vorgelagerten Städtchen Ascoli Satriano, Lavello und Venosa samt der dazwischen liegenden Gegend beherrschen konnte. Für die weitere Versorgung wurde im Umland geplündert. Als Wilhelm Eisenarm dann 1046 starb, wurde Drogo sein Nachfolger. Im Frühjahr 1047 bestätigte der in Italien weilende Kaiser Heinrich III. sowohl Drogo als auch Rainulfs Nachfolger in der zweiten wichtigen, asclittinischen Normannensippe, Rainulf Trincanocte, alle eroberten Besitzungen. Drogo nannte sich dux et magister Italiae comesque Normannorum totius Apuliae et Calabriae, auch wenn von einer weiterbestehenden Abhängigkeit von Waimar IV. ausgegangen werden kann. Gleichzeitig belehnte Heinrich III. Pandulf IV. wieder mit Capua (nachdem 1038 Konrad II. dies Waimar übereignet hatte). | EISENARM, Wilhelm (I39130)
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| 5814 | Wilhelm unterstützte 1137 den Grafen Gottfried V. von Anjou bei der Eroberung der Normandie. Zusammen mit seinem Bruder Rainald begleitete er König Ludwig VII. auf den zweiten Kreuzzug, wo der Bruder bei den Kämpfen in Kleinasien fiel. Wilhelm starb 1161 und wurde in der Abtei Saint-Germain in Auxerre bestattet. Er war verheiratet mit Ida von Sponheim († 25. Mai 1178), einer Tochter des Herzogs Engelbert von Kärnten. Ihre Kinder waren: | (NEVERS), Wilhelm III. (I52484)
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| 5815 | Wilhelm von Aarberg-Valangin entstammte einer Seitenlinie des Geschlechts der Grafen von Aarberg und war ein Sohn von Johann II. von Aarberg-Valangin († 1383) und dessen Gattin Mahaut von Neuenburg-Blamont († 1410). Bereits als erst sechsjähriges Kind verlor er seinen Vater und stand danach unter der Vormundschaft seiner Mutter. Dieser gestattete er auch nach dem Erreichen seiner Volljährigkeit die weitere Mitsprache bei der Regierung. Als die Berner die Grafschaft Aarberg in ihren Besitz brachten, war Wilhelms Mutter verärgert, da sie selbst diese Grafschaft beansprucht hatte. In der Folge kündigte sie den einst von ihrem Gatten mit Bern eingegangenen Burgrechtsvertrag auf, beglich auch nicht die in diesem Vertrag stipulierte Loskaufsumme von 1200 Gulden und unterstützte stattdessen während der Schweizer Habsburgerkriege den Herzog Leopold III. von Österreich, der in der am 9. Juli 1386 ausgetragenen Schlacht bei Sempach fiel. Die Berner verheerten zur Vergeltung das Val de Ruz sowie Hasenburg und Willisau. Daraufhin agierte Mahaut bedachtsamer und schloss 1401 mit Bern einen neuen Burgrechtsvertrag. Zwei Jahre später vereinbarte sie auch eine Allianz mit Biel. 1406 erteilte Wilhelm gemeinsam mit seiner Mutter an Valangin die sog. Grand Franchise; dadurch hatten nun die Einwohner von Valangin bezüglich ihrer Person und Güter die gleichen Rechte wie die Bürger von Neuenburg. Wilhelm zerstritt sich mit seinem Lehensherrn, dem Grafen von Neuenburg, sowie mit den Bernern. Hierdurch geriet er ebenso wie aufgrund seiner Beteiligung am Konzil von Konstanz und an den Kämpfen am italienischen Kriegsschauplatz in beträchtliche Schulden. Auch seine 1407 erfolgte Vermählung mit der vermögenden Erbin Jeanne von Bauffremont, durch welche die in Lothringen gelegene Freiherrschaft Bauffremont in seinen Besitz kam, vermochte seine prekäre finanzielle Lage nur wenig zu lindern. Aus seiner Ehe mit Jeanne ging sein Sohn Johann hervor, der ihm als Herr von Valangin nachfolgen sollte. Zur Verbesserung der Vermögenssituation seiner Herrschaft verkaufte Wilhelm 1407 Willisau an die Stadt Luzern und ordnete später in seinem letzten Willen an, dass sich sein Sohn mehrere Jahre in den Dienst eines höheren Adligen zu begeben hätte. Ferner sollte sein Sohn die ihm angeblich durch die neuen Herren von Neuenburg, die Grafen Konrad und Johann von Freiburg, zugefügten Kränkungen rächen. Wilhelm starb 1427 im Alter von etwa 50 Jahren. | VON AARBERG, Wilhelm (I42480)
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| 5816 | Wilhelm von Carnap wurde 1680 als Sohn des mehrmaligen Bürgermeisters Kaspar von Carnap und Maria Teschenmacher geboren. Am 20. März wurde er in Elberfeld getauft. Der Kaufmann wurde 1718 erstmals zum Bürgermeister von Elberfeld gewählt. Im Jahr darauf war er Stadtrichter, wiederum im Jahr darauf, 1720 und 1722 war er im Rat der Stadt. Bei der Bürgermeisterwahl 1725 wurde er erneut Bürgermeister von Elberfeld und somit 1726 nochmal Stadtrichter. Ein weiteres Mal war er 1733 im Rat der Stadt. Carnap starb 1749 und wurde am 6. Mai beerdigt. Carnap hatte am 9. September 1705 Rosina Plücker geheiratet, eine Tochter des Elberfelder Kaufmanns und Bürgermeisters Johannes Plücker. Aus der Ehe entsprangen zwölf Kinder, von denen acht als Kinder starben. Der einzige Sohn, Kaspar von Carnap, wurde 1751 zum Bürgermeister gewählt. | VON CARNAP, Wilhelm (I53908)
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| 5817 | Wilhelm war der älteste Sohn des Herzogs Leopold III. von Österreich (1351–1386) aus dessen Ehe mit Viridis Visconti (1350–1414), einer Tochter von Bernabò Visconti, dem Stadtherrn von Mailand. Seine Verlobung mit der Königin Hedwig von Polen (1380) gilt als einer der ersten Versuche des Hauses Habsburg, Heiratspolitik in Ostmitteleuropa zu betreiben. Nach der durch polnischen Widerstand erzwungenen Auflösung seiner Verlobung bzw. verhinderten Heirat mit der kindlichen Königin Hedwig heiratete Wilhelm im Jahr 1401 deren Cousine Johanna, die Schwester von König Ladislaus von Neapel aus dem Haus Anjou, der wegen seines Anspruches auf die Krone des ungarischen Königreiches zu den Gegnern von Hedwigs Schwester Maria und dem späteren Kaiser Sigmund (als deren Ehemann, Mitregent und Nachfolger) gehörte. Von Wilhelm sind keine Nachkommen bekannt, seine Ehe mit Johanna blieb kinderlos. | (ÖSTERREICH), Wilhelm (I37528)
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| 5818 | Wilhelm war der älteste Sohn von Bernhard von Septimanien aus dem Adelsgeschlecht der Wilhelmiden. Seine Mutter war Dhuoda, eine fränkische Adlige. Er war Patenkind seines Onkels Theodoricus III., Graf von Autun, der das Kind vor seinem Tode um 827 der Obhut von Kaiser Ludwig dem Frommen anvertraute. Nach der Schlacht von Fontenoy wurde Wilhelm von seinem Vater zum siegreichen Karl dem Kahlen geschickt, um diesem Gefolgschaft zu schwören, falls er Bernhard dessen ehemalige Ländereien in Burgund wiedergäbe. In den folgenden Jahren lebte Wilhelm quasi als Geisel am Hofe Karls, der damit Bernhard zu kontrollieren gedachte. Für den schon früh von ihr getrennten Sohn schrieb Dhuoda den liber manualis, ein Handbüchlein, um ihn zu einem christlichen Leben anzuhalten. Wilhelm hatte einen Bruder, Bernard Plantevelue († 885/886), Graf von Autun, Rodez und Auvergne, sowie eine Schwester namens Regelinda. Es sind keine Nachkommen von Wilhelm bekannt. Leben Rebellion gegen Karl den Kahlen Am 25. Juni 841, dem Tag der Schlacht von Fontenoy beanspruchte Wilhelm im Namen seines Vaters von Karl dem Kahlen seine Einsetzung in die burgundischen Güter seines Paten, und es wurde ihm die Grafschaft Autun zugesagt. Die Zusage wurde nicht eingehalten und die Grafschaft ging an Graf Warin von Burgund Provence, einem Rivalen seines Vaters Bernhard. Der Verlust seiner burgundischen Besitzungen und die Absetzung seines Vaters als Graf von Toulouse im Juli 842 führte zum Bruch mit Karl. Nach der Hinrichtung seines Vaters im Mai 844 wandte er sich dem rebellierenden Pippin II. von Aquitanien zu und gemeinsam brachten sie nur einen Monat später, am 14. Juni 844, Karl dem Kahlen im Angoumois eine schwere Niederlage bei. Pippin gewährte Wilhelm die Grafschaft Toulouse, um den Verlust des Vaters auszugleichen, dies machte ihm aber Graf Fredelo streitig. Möglicherweise hat Pippin ihm deswegen 845 die Grafschaft Bordeaux und das Herzogtum Gascogne übertragen. In diesem Jahr waren die Normannen vor Bordeaux erschienen und hatten den verteidigenden Herzog Séguin getötet. Dessen Platz nahm nun Wilhelm ein. Die Normannen verwüsteten Aquitanien und drangen bis Limoges vor. 847 belagerten sie erneut Bordeaux und es gelang ihnen, die Stadt zu erobern, bevor das Entsatzheer von Karl dem Kahlen sie erreichen konnte. Wilhelm wurde gefangen genommen. Die Tatenlosigkeit Pippins II. hatte zur Folge, dass sich viele Adlige von ihm abwandten und so wurde Karl der Kahle am 6. Juni 848 in Orléans zum König von Frankreich gekrönt. Möglicherweise gelang Pippin eine Abmachung mit den Normannen, Wilhelm freizulassen, damit dieser sich in Gothien gegen Karl erheben könne. Übernahme der Macht in Barcelona und Empúries 848 bemächtigt sich Wilhelm der Grafschaften Barcelona und Empúries, „mehr durch List denn durch Gewalt“, wie die Chroniken vermerken. Dies legt den Gedanken nahe, dass Sunifred I. eines natürlichen Todes gestorben sei und dass er, nachdem Karl der Kahle Aleran zum Grafen von Barcelona, Empúries und Roussillon ernennen wollte, seine eigenen Ansprüche geltend machen konnte. Aber die zeitliche Übereinstimmung des Verschwindens von Sunyer I. von Empúries und Berà II. von Conflent und Rasès nährt den Verdacht, dass die Machtübernahme auf Verrat Wilhelm wohlgesinnter Adliger beruht, möglicherweise ein simultaner Staatsstreich in Barcelona und Empúries. Schließlich erfolgte die Nominierung von Alaran durch Karl entgegen der Gewohnheit, diese Ämter einem Adligen gotischer Herkunft zu übertragen. 849 ernannte Karl der Kahle dann Aleran zum Grafen von Barcelona und Empúries-Rosselló sowie zum Markgrafen von Septimanien. Da dieser auch Wilhelm in Schach halten sollte, stellte er ihm mit Isembart einen Co-Grafen zur Seite, einen Sohn von Wilhelms Widersacher Warin von Burgund. Der spätere Wilfried I. von Girona erhielt von Karl die Grafschaften Girona und Besalú, und Salomon die Grafschaften Cerdanya, Urgell und Conflent. Während Aleran, Wilfried und Salomon kaum Schwierigkeiten hatten, ihre Positionen in den Grafschaften einzunehmen, rief Wilhelm den Emir von Córdoba, Abd ar-Rahman II. zu Hilfe. Als Karl durch einen Aufstand unter dem baskischen Grafen Sancho in den westlichen Pyrenäen gebunden wurde, nutzte Wilhelm die Gelegenheit, eroberte Barcelona und Empúries mit Hilfe maurischer Truppen, nahm Aleran und Isembard gefangen und belagerte Girona – allerdings erfolglos. Weite Landstriche wurden verwüstet. Karl schickte 850 Truppenverstärkungen und so musste sich Wilhelm nach einer verlorenen Schlacht nach Barcelona zurückziehen. Dort wurde er durch königstreue Adlige gefangen genommen und hingerichtet. | VON SEPTIMANIEN, Wilhelm (I35663)
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| 5819 | Wilhelm war der dritte Sohn des Herzogs Wilhelm V., der älteste aus dessen dritter Ehe mit Agnes von Burgund. Er war der Schwager des Kaisers Heinrich III., da dieser mit Wilhelms Schwester Agnes von Poitou verheiratet war. Da Gottfried II. Martel, Graf von Anjou, seit 1032 zweiter Gatte von Wilhelms Mutter Agnes, sich nach seiner Scheidung von dieser (1049/52) weigerte, Wilhelm die Gebiete zurückzugeben, die ihr als Morgengabe zugestanden waren, griff Wilhelm zu den Waffen. Er belagerte Saumur, wo er 1058 an Dysenterie (Ruhr) starb. Er war mit Ermesinde verheiratet, einer Frau, deren Herkunft in der Forschung umstritten ist (siehe hierzu: Adalbert (Lothringen)). Wilhelm und Ermesinde hatten wohl zwei Töchter: Clementia,[1] die Konrad I., Graf von Luxemburg, heiratete, und vermutlich Agnes, die erst Ramiro I. König von Aragón, später Graf Peter I. von Savoyen heiratete. | VON POITOU, Wilhelm (I28104)
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| 5820 | Wilhelm war der dritte Sohn des Herzogs Wilhelm V., der älteste aus dessen dritter Ehe mit Agnes von Burgund. Er war der Schwager des Kaisers Heinrich III., da dieser mit Wilhelms Schwester Agnes von Poitou verheiratet war. Da Gottfried II. Martel, Graf von Anjou, seit 1032 zweiter Gatte von Wilhelms Mutter Agnes, sich nach seiner Scheidung von dieser (1049/52) weigerte, Wilhelm die Gebiete zurückzugeben, die ihr als Morgengabe zugestanden waren, griff Wilhelm zu den Waffen. Er belagerte Saumur, wo er 1058 an Dysenterie (Ruhr) starb. Er war mit Ermesinde verheiratet, einer Frau, deren Herkunft in der Forschung umstritten ist (siehe hierzu: Adalbert (Lothringen)). Wilhelm und Ermesinde hatten wohl zwei Töchter: Clementia,[1] die Konrad I., Graf von Luxemburg, heiratete, und vermutlich Agnes, die erst Ramiro I. König von Aragón, später Graf Peter I. von Savoyen heiratete. | (AQUITANIEN), Wilhelm VII. ´der Adler` (I37647)
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| 5821 | Wilhelm war der Sohn von Truchsess Johann dem Älteren aus der Linie Waldburg-Trauchburg und der Gräfin Anna zu Oettingen. Er studierte Rechtswissenschaften in Tübingen und Pavia. Am 27. Juni 1495 trat er in die Dienste des Herzogs Ludwig Maria Sforza von Mailand. 1498 wurde er von Herzog Albrecht III. von Sachsen zum Verwalter von Friesland eingesetzt. Albrechts Sohn Georg der Bärtige machte ihn gar zum Regenten der Provinz Friesland und entsandte ihn 1504 für Bündnisverhandlungen zu König Heinrich VII. von England. Wilhelm wurde am 17. Juli 1504 in Greenwich zum englischen Hauptmann ernannt und konnte im Frühjahr 1505 das angestrebte sächsisch-englische Bündnis vollenden. Wilhelms Vater Johann der Ältere starb am 26. Dezember 1504, sein älterer Bruder Jakob III. starb nur kurz darauf am 11. Februar 1505, so dass der väterliche Besitz auf ihn überging. Der Familienbesitz soll bereits seit den Zeiten seines Großvaters Jakob I. verschuldet gewesen sein, so dass er sich in der Folgezeit auf Schloss Trauchburg zunächst der Sanierung der Familienfinanzen widmete, obwohl ihn Georg von Sachsen durch die Ernennung zum herzoglichen Rat 1506 wieder nach Friesland bekommen wollte. 1509 wurde er zum obersten Feldhauptmann des Schwäbischen Bundes, später zum Bundesrat. Im Februar 1511 empfing er Sabina von Bayern in Göppingen und geleitete sie nach Stuttgart zur Hochzeit mit Herzog Ulrich von Württemberg. Unter Kaiser Maximilian I. stieg Wilhelm zum kaiserlichen Rat auf, und dessen Nachfolger Karl V. setzte ihn nach der Vertreibung Ulrichs aus Württemberg ab 1521 dauerhaft zum Statthalter von Württemberg ein. Er hatte dieses Amt bereits im Auftrag des Schwäbischen Bundes innegehabt. Beim Übergang an Österreich war dieses Amt vorübergehend von Maximilian van Zevenbergen besetzt. In Württemberg setzte er den aus seinen Herrschaften gewohnten Sparkurs fort, um die von Ulrich aufgehäuften Schulden zu reduzieren. 1524 wurde er von Erzherzog Ferdinand außerdem zum Statthalter des Reichsregiments ernannt. Im Vorfeld des Deutschen Bauernkriegs, als sich bereits erste Unruhen in Württemberg und auch in seinen eigenen Herrschaften regten, ereilte Wilhelm ein Schlaganfall, weswegen er 1525 die Statthalterschaft über Württemberg niederlegte, die an seinen Vetter Georg III. überging. Beiden Waldburgern verlieh Kaiser Karl V. am 27. Juli 1526 in Toledo den Titel „Reichserbtruchsess“. Im selben Jahr berief Ferdinand von Österreich Wilhelm als Obersthofmeister an den Hof nach Wien. Nach Georgs Tod 1531 übernahm der weiterhin gesundheitlich angeschlagene Wilhelm auch wieder verschiedene Ämter in Württemberg. So leitete er die württembergischen Landtage im November 1531, Juni 1532 und Mai 1533. Wilhelm der Ältere war bis ins hohe Alter in politischen Ämtern tätig. Erst um 1550 zog er sich aus der Öffentlichkeit zurück und übertrug seinem Sohn Wilhelm dem Jüngeren die Regierung seiner Herrschaften. Wilhelm der Ältere verstarb am 17. März 1557 und wurde in der Schlosskirche zu Scheer an der Seite seiner Gemahlin beigesetzt. St. Johannes auf dem Bussen Am 1. April 1515 legte Wilhelm und seine Ehefrau Sybilla von Waldburg-Sonnenberg in Anwesenheit des Zwiefalter Abts Georg Fischer den Grundstein für die neu errichtete Wallfahrtskirche St. Johannes Baptist auf dem Bussen. Der Grundstein zeigt das Waldburger und das Sonnenberger Wappen. | VON WALDBURG-TRAUCHBURG, Wilhelm ´der Ältere` (I52145)
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| 5822 | Wilhelm war Sohn des Grafen Theodorich von Autun und dessen Frau Aldana, die vielleicht eine Tochter des fränkischen Hausmeiers Karl Martell war (was aber umstritten ist), womit er ein Schwippschwager von Karl dem Großen gewesen wäre. Karl der Große ernannte Wilhelm 789/90 als Nachfolger des abgesetzten Grafen Chorso zum Grafen von Toulouse. In seiner Funktion als militärischer Befehlshaber führte er wohl den Titel eines dux, wenngleich sich dies nicht explizit in den Quellen nachweisen lässt.[2] Eventuell war er für die Rückeroberung der Stadt Nimes verantwortlich, doch musste er 793 bei der Schlacht am Fluss Aude gegen ein größeres arabisches Heer eine Niederlage hinnehmen. In den Quellen wird jedoch immer wieder der Mut des Grafen betont, so auch bei den folgenden Auseinandersetzungen mit den Arabern. 801 eroberte er gemeinsam mit Ludwig dem Frommen die Stadt Barcelona,[3] übte danach für kurze Zeit die Herrschaft in Katalonien aus. Die Vita Hludowici imperatoris Thegans berichtet zudem, dass ein Wilhelm im Jahr 801 bei Córdoba kämpfte, doch ist hier die Zuordnung zum Grafen von Toulouse unsicher.[4] Wilhelm wurde ein besonders enger Vertrauter des späteren Kaisers Ludwig während dessen Herrschaftszeit in Aquitanien. In der Forschung wird zum Teil angenommen, dass Karl der Große den jungen Grafen gezielt in eine Vertrauensposition gesteuert hatte, um so auch Einfluss auf seinen Sohn auszuüben.[5] Im Dezember 804[6] gründete Wilhelm die Abtei Gellone, die er mit Mönchen aus dem nahegelegenen Aniane besiedelte. Am 29. Juni 806 (so zumindest die Angabe in einer Heiligenvita) trat er selbst in das Kloster ein, jedoch nicht in führender Stellung, sondern blieb bis zu seinem Tod Einsiedler. Das Kloster trug anfangs den Namen St. Crucis nach einer Kreuzreliquie, die Karl der Große Wilhelm anlässlich seines Eintritts ins Kloster schenkte. Heiligsprechung und Verehrung Die Klosteranlage von Gellone Wilhelm starb in Gellone und wurde hier auch bestattet. Sein Grab wurde zum Wallfahrtsort; die erstmalige Erhebung seiner Gebeine geschah um das Jahr 1000. Im Jahr 1066 erfolgte seine Heiligsprechung, das Kloster wurde ab dem 12. Jahrhundert nach ihm „Saint-Guilhem-le-Désert“ genannt. Im Jahr 1139 wurden die Reliquien Wilhelms in die Kirche transferiert. Wilhelms Gedenktag ist der 28. Mai. Er ist der Schutzpatron der Waffenschmiede. Die Besiedlung Gellones durch Mönche aus Aniane führte im 11. Jahrhundert zum Streit zwischen den beiden Klöstern um die Frage, ob Gellone selbständig sei oder Aniane unterstehe. Der Streit wurde um 1092 durch Rom zugunsten Gellones entschieden, allerdings wurde der Urteilsspruch in Aniane wohl nicht akzeptiert. Während der Französischen Revolution (1793) zerstreut, befinden sich die Überreste seiner Reliquien heute in der Basilika St-Sernin de Toulouse. Künstlerische Verarbeitung Im Chanson de Guillaume, einem der großen Epen der Altfranzösischen Epik, wird der Held Guillaume d’Orange (oder Guillaume de courbe nez) verherrlicht, der auf Wilhelm von Aquitanien zurückgeht. Dieser Stoff wurde ca. 1210/1220 von Wolfram von Eschenbach in seinem „Willehalm“ ins Deutsche übertragen. Familie Wilhelms Eltern sind aus mehreren Quellen bekannt. Über seine Geschwister und Kinder wird hingegen in den Urkunden Auskunft gegeben, die sich mit der Gründung der Abtei Gellone befassen. Diese Urkunden existieren in zwei Ausführungen und sind auf den 14. bzw. 15. Dezember 804 datiert, stammen aber tatsächlich aus dem 11. Jahrhundert und haben den Streit zwischen den Klöstern Gellone und Aniane zum Hintergrund; die Dokumente gehen wohl auf die (verlorene) Originalurkunde zurück, sind jedoch anscheinend so verfälscht, dass der ursprüngliche Inhalt kaum mehr feststellbar ist. Nach diesen Urkunden waren seine Brüder Theudonius, Graf von Autun, Theodoricus und Adalhelm. Seine Schwestern hießen Albana und Bertana. Seine Ehefrauen waren Kunigunde und Guitburge/Witburg, wobei die Reihenfolge der Ehen nicht mehr feststellbar ist. Als seine Kinder werden nur Bernhard, Witcher, Gaucelm und Helinbruch angegeben. | VON AQUITANIEN, Wilhelm Kurznase (I35651)
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| 5823 | Wilhelms Beiname geht aus einer Urkunde der Abtei Cluny hervor, in der er comes Villelmus quem vocabant Alamannum genannt wird. Die Vermutung liegt nahe, das Wilhelm nach dem Tod seines Vaters bei der im Jura beheimateten Familie seiner Mutter aufgewachsen war, während sein väterlicher Onkel, Graf Stephan Tollkopf, die Regentschaft in der Freigrafschaft für ihn führte. Nachdem sich der Onkel 1101 auf einen Kreuzzug in das heilige Land begab, konnte Wilhelm die Regentschaft in seinem Erbe übernehmen. Von seiner Mutter erbte er Solothurn und Bargen. Er war während des Investiturstreits ein Anhänger Kaiser Heinrichs IV., später stellte er sich auf die Seite Lothars von Süpplingenburg gegen Kaiser Heinrich V. Wilhelm wurde von seinen eigenen Vasallen ermordet, angeblich weil sie ihn unter dem Einfluss des Teufels wähnten, nachdem er mehrere Kirchen beraubt hatte. Wilhelm II. war mit Agnes, einer Tochter des Herzogs Berthold II. von Zähringen, verheiratet. Ihr gemeinsamer Sohn war Wilhelm III. das Kind, der nur zwei Jahre später ebenfalls einem Attentat zum Opfer fiel. | (BURGUND), Wilhelm II. (I36059)
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| 5824 | Wilhelmshausen liegt in Nordhessen an der Südabdachung des Reinhardswalds an der Fulda. Im Jahr 1572 vergab Landgraf Wilhelm IV. von Hessen-Kassel die ehemaligen Klosterländereien systematisch an Neusiedler. Seitdem trägt der Ort den Namen Wilhelmshausen. Nach dem Dreißigjährigen Krieg entstand die Siedlung Am Berge, wo anfangs vor allem die ärmere Bevölkerungsschicht wohnte. | ASTEROTH, Johannes (I927)
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| 5825 | William Avery „Devil Bill“ Rockefeller Sr. (13. November 1810 – 11. Mai 1906) war ein amerikanischer Geschäftsmann, Holzfäller, Kräuterkundiger, Verkäufer und Betrüger, der unter dem Pseudonym Dr. William Levingston bekannt war. Er arbeitete als Holzfäller und dann als Handelsreisender, der sich als „botanischer Arzt“ ausgab und Elixiere verkaufte.[1] Es war bekannt, dass er Pferde kaufte und verkaufte, und es wurde auch bekannt, dass er einmal in Syrakus eine Lastkahnladung Salz gekauft hatte. Landspekulation war eine weitere Art seines Geschäfts, und der Verkauf von Elixieren diente ihm dazu, Geld zu verdienen, und half ihm bei der Suche nach Landgeschäften. Er verlieh den Bauern Geld zu zwölf Prozent, versuchte jedoch, den Bauern Kredite zu gewähren, die nicht zahlen konnten, um so die Farmen abzuschotten und zu übernehmen.[2] Zwei seiner Söhne waren die Mitbegründer von Standard Oil, John Davison Rockefeller Sr. und William Avery Rockefeller Jr. Familie William Avery Rockefeller wurde in Ancram, New York geboren.[3] Er war der älteste Sohn des Geschäftsmannes/Bauern Godfrey Lewis Rockefeller (24. September 1783 in Albany, New York – 28. September 1857 in Richford, New York) und Lucy Avery (11. Februar 1786 in Great Barrington, Massachusetts – 6. April 1867). Godfrey und Lucy hatten am 20. September 1806 in Amwell, Hunterdon County, New Jersey, geheiratet. Bill hatte zwei ältere Schwestern – Melinda und Olympia – sowie sieben jüngere Geschwister; Norman, Sally, Jacob, Mary, Miles, Mary Miranda und Egbert. Abstammung Die Rockefellers führen ihre patrilineare Linie auf Goddard Rockefeller (geb. Gotthard Rockenfeller; 1590) aus Fahr, heute Teil von Neuwied, Deutschland, und dem heute verlassenen Dorf Rockenfeld als Namensgeber zurück.[4][5] Der erste Rockefeller, der nach Amerika auswanderte (1723), war Johann Peter Rockenfeller (1710 in Segendorf, Neuwied – 1787 in Amwell Township, New Jersey), der seinen Namen in Rockefeller änderte. Godfrey Lewis Rockefeller war ein Sohn entfernter Cousins William Rockefeller (1750–1793) und Christina Rockefeller (1754–1800). Lucy Avery wurde als Tochter von Miles Avery und Melinda Pixley, New England Yankees überwiegend englischer Abstammung, geboren und war eine Nachfahrin von James Avery. Ehe und Kinder Rockefeller heiratete seine erste Frau, Eliza Davison, am 18. Februar 1837 in Niles, Cayuga Co., New York. Rockefeller lernte Eliza auf einer seiner Geschäftsreisen im Bundesstaat New York kennen. Es wird gesagt, dass Rockefeller bei seiner Ankunft in der Davison-Residenz eine Schiefertafel und Kreide hervorgeholt habe, um sich zu verständigen, da er auf seinen Verkaufsreisen oft vorgab, taub und stumm zu sein. Eliza soll angeblich gesagt haben: „Wenn dieser Mann nicht taubstumm wäre, würde ich ihn heiraten.“[6] Das Paar hatte drei Söhne und drei Töchter: Lucy Rockefeller (1838–1878) heiratete Pierson Briggs John Davison Rockefeller Sr. (1839–1937) heiratete Laura Celestia „Cettie“ Spelman William Avery Rockefeller Jr. (1841–1922) heiratete Almira Geraldine Goodsell Mary Ann Rockefeller (1843–1925), heiratete William Cullen Rudd Sr.[7] Franklin „Frank“ Rockefeller (1845–1917) [Zwilling] Frances Rockefeller (1845–1847) [Zwilling] Bill prahlte einmal: „Ich betrüge meine Jungs bei jeder Gelegenheit. Ich möchte sie scharf machen.“[8] Obwohl Bill die Familie verließ, als Lucy, John und William Jr. noch Teenager waren, blieb er bis zu ihrem Tod rechtmäßig mit Eliza verheiratet. Im Jahr 1856 heiratete er Margaret Allen in Norwich, Ontario, Kanada, nachdem er den Namen Dr. William Levingston angenommen hatte. Bill und Margaret hatten keine gemeinsamen Kinder. Bevor er seine erste Frau verließ, hatte er mit seiner Geliebten und Haushälterin Nancy Brown auch zwei Töchter: Clorinda Rockefeller (ca. 1838–?, jung gestorben) Cornelia Rockefeller (ca. 1840–?) Bevor Bill Eliza heiratete, war er in Nancy verliebt. Am Ende heiratete er jedoch Eliza, da ihr Vater ihr bei ihrer Heirat 500 Dollar geben sollte und Nancy arm war.[9] Als John D. Rockefeller 1859 zusammen mit Maurice B. Clark sein eigenes Obst- und Gemüsekommissionsgeschäft gründete, brachte Clark die Idee einer Partnerschaft ins Leben und bot 2.000 US-Dollar für das Ziel an. John D. Rockefeller hatte damals nur 800 Dollar gespart und borgte sich daher 1.000 Dollar von seinem Vater, „Big Bill“ Rockefeller, zu 10 Prozent Zinsen.[10] Bill besuchte mit seinen Enkelkindern das Anwesen Forest Hill in Cleveland und Pocantico Hills in Tarrytown. Er brachte seinen Enkelkindern das Schießen bei und spielte abends für sie Geige. Vor Bills Besuchen lud John D. einige Verwandte und Freunde von Bills Upstate New York ein.[11] Skandal Am 26. Juli 1849 wurde William in der Stadt Auburn, New York,[12] wegen einer Vergewaltigung mit vorgehaltener Waffe angeklagt.[13] Sein Opfer hatte im Rockefeller-Haushalt gearbeitet;[14] ihr Name war Ann Vanderbeak.[13][14] In dem Buch „Memoirs of an American Citizen“ von 1905 sagt Robert Herrick, dass es Gerüchte über die Existenz einer unangemessenen Beziehung gegeben habe.[15][16] In dem Gerichtsdokument heißt es: „Dieser William A. Rockefeller, der aus der Stadt Moravia in der Grafschaft Cayuga stammte, hat am ersten Maitag des Jahres des Herrn eintausendachthundertachtundvierzig mit Gewalt und Waffen die Stadt Moravia in der besagten Grafschaft angegriffen, in und auf eine Ann Vanderbeak im Frieden Gottes mit dem Volk des Staates New York hat sie dann und da gewaltsam angegriffen, die besagte Ann Venderbeak hat dann und da gewaltsam und gegen sie vorgegangen.“ ihr Testament hat auf verbrecherische Weise Raub und fleischliche Gewalt begangen […]“.[Zitat erforderlich] William Cooper, der Hausarzt der Rockefellers, wurde ebenfalls wegen Körperverletzung und Körperverletzung mit der Absicht, Ann Vanderbeak zu vergewaltigen, angeklagt.[15] Aufgrund der Vorwürfe verkaufte William das Haus in Moravia und zog nach Owego, New York, möglicherweise um einem Gerichtsverfahren zu entgehen,[15] unter dem Vorwand, den Jungen bessere Chancen zu bieten.[14] Vier Tage später verklagte Elizas Vater Bill vor dem Obersten Gerichtshof von Cayuga wegen Nichtzahlung einer Schuld in Höhe von 1.175 US-Dollar. In seinem Plädoyer heißt es, Bill habe ihn um Hilfe bei der Kaution wegen Vergewaltigung gebeten, Elizas Vater habe Bill jedoch seitdem nicht mehr gesehen. Eliza teilte den Behörden außerdem mit, dass ihr Mann „untergetaucht sei und jetzt nicht mehr im Bundesstaat gefunden werden könne“.[15] William nahm den Titel Doktor Bill Levingston an[14] und arbeitete als reisender Schlangenölspezialist.[17] Obwohl aus den Anklagen nichts wurde, ließ William die Familie mittellos zurück.[18] Nachdem Gerüchte gehört wurden, dass John D. Rockefeller – damals der reichste Mann der Welt auf dem Höhepunkt seines Ruhms – ein beschämendes Familiengeheimnis hatte, geriet die Presse in Aufruhr. Joseph Pulitzer setzte eine Belohnung von 8.000 US-Dollar für Informationen über „Doc Rockefeller“ aus, von dem bekannt war, dass er lebte und unter einem falschen Namen lebte, dessen Aufenthaltsort jedoch ein Familiengeheimnis war. Trotz dürftiger Hinweise aus Interviews mit Familienmitgliedern und einer 18-monatigen Suche gelang es den Journalisten nicht, ihn vor seinem Tod aufzuspüren. Die ganze Geschichte wurde erst zwei Jahre später enthüllt. Tod Rockefeller hatte einige Zeit unter dem Pseudonym Levingston in Park River, North Dakota, verbracht. Er starb am 11. Mai 1906 im Alter von 95 Jahren in Freeport, Illinois. Er wurde dort auf dem Oakland Cemetery beigesetzt. John D. Rockefeller hat nie öffentlich die Wahrheit über das Leben seines Vaters als Bigamist anerkannt, und die Kosten für Bills Grabstein wurden aus dem Nachlass seiner zweiten Frau bezahlt.[19] | ROCKEFELLER, William Avery Sr. ´DEVIL BILL` (I54980)
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| 5826 | William de Beaumont entstammte der anglonormannischen Familie Beaumont. Er war der älteste Sohn von Roger de Beaumont, 2. Earl of Warwick und von dessen Frau Gundred de Warenne. Nach dem Tod seines Vaters 1153 wurde er zum Erben von dessen Besitzungen und des Titels Earl of Warwick. Nach dem Tod seines Onkels Henry of Gower erbte er nach 1166 auch dessen Herrschaft Gower in den Welsh Marches. Für die Siedlung Swansea, die sich um die wichtigste Burg Gowers, Swansea Castle entwickelt hatte, erließ er eine erste Charta. 1184 verpfändete er Gower an den jüdischen Geldverleiher Bruno of London.[1] Politisch trat er kaum in Erscheinung. Er tätigte mehrere Stiftungen, darunter zugunsten von Pipewell Abbey und Whitby Abbey.[2] In erster Ehe heiratete er Margery d’Eivile, eine Tochter von John d’Eivile. Nach ihrem Tod heiratete er in zweiter Ehe vor dem 28. Dezember 1175 Margaret de Percy, die älteste Tochter von William de Percy und von Alice de Tonbridge. Seine Frau wurde nach dem Tod ihres Vaters 1175 eine von dessen Erbinnen, über sie erhielt er Besitzungen mit 20 Knight’s fees. Er starb im Heiligen Land, vermutlich bei einem Kreuzzug. Da seine beiden Ehen kinderlos geblieben waren, erbte sein jüngerer Bruder Waleran die Besitzungen der Familie Beaumont und den Titel Earl of Warwick. Das verpfändete Gower wurde von König Heinrich II. ausgelöst und fiel an die Krone. Seine Frau verwaltete ihr Erbe selbst und heiratete nicht erneut. | DE BEAUMONT, William (I57272)
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| 5827 | William de Percy Lord of Topcliffe wurde als Sohn von Henry de Percy und Isabel le Bris geboren. Er heiratete Joan de Briwere ungefähr 1223 Warwick, Warwickshire, England. In erster Ehe heiratete er: Anastasia de Percy, Joan de Percy, Agnes de Percy und Alice de Percy. Nach dem Tod von Joan de Briwere heiratete er Eleanor (Elene) (Ellen) (Ellena ) de Baliol um 1234 in Red Castle, Augusshire, Schottland. | DE PERCY, William (I17635)
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| 5828 | William Goodsell Rockefeller (21. Mai 1870 – 30. November 1922) war Direktor der Consolidated Textile Company und Mitglied der prominenten Rockefeller-Familie. Frühen Lebensjahren Er wurde am 21. Mai 1870 in Manhattan, New York City, geboren. Er war das dritte Kind des Mitbegründers von Standard Oil, William Avery Rockefeller Jr., und Almira Geraldine Goodsell, die 1864 heirateten. Sein Onkel war John D. Rockefeller und sein Großvater väterlicherseits war William Rockefeller Sr. Rockefeller besuchte die Yale University, wo er Mitglied von Alpha Delta Phi war, und schloss sein Studium 1892 ab. Karriere Obwohl Thomas W. Lawson voraussagte, dass er der zukünftige Chef von Standard Oil werden würde, bewahrheitete sich diese Vorhersage nicht. Nach seinem Abschluss in Yale erlitt er einen schweren Typhusanfall, bevor er 26 Broadway betrat. Rockefeller war mehrere Jahre lang Schatzmeister der Standard Oil Company of New York, bis er 1911 in den Ruhestand ging. Er war Direktor der Brooklyn Union Gas Company (deren Vizepräsident er auch war), der Inspiration Consolidated Copper Company, der New York Mutual Gas Light Company, der Oregon Short Line Railroad, der Oregon Railroad and Navigation Company, der Union Pacific Railroad und der Consolidated Textile Company, zu deren Direktoren er erst kurz vor seinem Tod im Jahr 1922 gewählt worden war.[1] Persönliches Leben Am 21. November 1895 heiratete Rockefeller Sarah Elizabeth „Elsie“ Stillman, Tochter des Präsidenten der National City Bank, James Jewett Stillman, und Sarah Elizabeth Rumrill.[3] Rockefellers Vater war Großaktionär der National City Bank geworden und sein Bündnis mit der Familie Stillman wurde durch die Heirat seiner beiden Söhne mit zwei Stillman-Töchtern besiegelt. Rockefellers Bruder Percy Avery Rockefeller heiratete Elsies Schwester Isabel Goodrich Stillman.[1] Zusammen waren William und Elsie Eltern von vier Söhnen und einer Tochter: William Avery Rockefeller III (1896–1973),[5] der 1918 Florence Lincoln (1897–1998), die Schwester von Frederic W. Lincoln IV, heiratete.[6] Godfrey Stillman Rockefeller (1899–1983), der Helen Gratz, den Schwager von Edward H. Watson, heiratete.[7] James Stillman Rockefeller (1902–2004),[8] der Nancy Carnegie (1900–1994) heiratete, eine Großnichte von Andrew Carnegie.[9] John Sterling Rockefeller (1904–1988), der Paula Watjen heiratete.[10][11] Almira Geraldine Rockefeller (1907–1997),[12] die 1929 M. Roy Jackson heiratete.[13] Nach seinem Tod im Jahr 1944 heiratete sie 1945 erneut Samuel Weston Scott.[14] Er war Mitglied des Union Club der Stadt New York, des Union League Club, des Metropolitan Club und des University Club.[1] William Goodsell Rockefeller starb am 30. November 1922 in seinem Haus, 292 Madison Avenue in Manhattan, New York City, an einer „doppelten Lungenentzündung“, fünf Monate nach seinem Vater.[1] Er wurde im Rockefeller-Mausoleum auf dem Sleepy Hollow Cemetery in Sleepy Hollow, New York, beigesetzt. | ROCKEFELLER, William Goodsell (I54976)
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| 5829 | William war der einzige eheliche Sohn des Königs. Er war ein Großneffe von Edgar Ætheling und ein Urenkel von Eduard Ætheling. In der Chronik von Ordericus Vitalis erhielt er den alten angelsächsischen Titel Ætheling (anglonormannisch Adelin, später auch latinisiert Adelingus), der im angelsächsischen England einem Angehörigen der Königsfamilie verliehen wurde, die Anrecht auf den Thron hatte.[1] Andere englische Chroniken verwenden diesen Titel allerdings nicht, sondern bezeichnen ihn einfach als Sohn des Königs (the king's son). Die Bezeichnung von Ordericus führte jedoch dazu, dass William immer noch als Ætheling bzw. Adelin bezeichnet wird. Nach der Chronik von William of Malmesbury wurde der Ætheling sorgfältig für seine Rolle als Thronfolger erzogen. Die Aufsicht über seine Erziehung hatte Otuel Fitzearl, ein unehelicher Sohn von Hugh d’Avranches, 1. Earl of Chester. Der König ernannte Otuel zum Castellan des Tower of London, wo William wahrscheinlich aufwuchs. Otuel überwachte auch die Erziehung der unehelichen Söhne des Königs. Anerkennung als Erbe seines Vaters Williams Vater hatte den Thron erst nach dem Tod seines älteren Bruders Wilhelm Rufus übernommen und seinen Anspruch gewaltsam gegen seinen ältesten Bruder Robert Curthose verteidigt. Er versuchte deshalb, William zum unangefochtenen Erben von England und dem Herzogtum der Normandie zu machen. Als William zehn Jahre alt war, wurde er als Zeuge bei Beurkundungen genannt. Sein Vater plante eine dynastisch vorteilhafte Heirat für ihn, als er William im Februar 1113 bei Alençon mit Matilda (auch Alice oder Isabel), der jungen Tochter von Graf Fulko V. von Anjou und Maine verlobte. Zwei Jahre später begann sein Vater mit den Versuchen, seinem Sohn die Thronfolge zu sichern. 1115 huldigten die Barone der Normandie William und schworen ihm die Treue. Im März 1116 huldigten ihm in Gegenwart seines Vaters die englischen Magnaten. Nach dem Tod seiner Mutter am 1. Mai 1118 diente er vermutlich als Regent von England, während sein Vater in der Normandie war. Die Urkunden, die in seinem Namen ausgestellt wurden, können allerdings nicht sicher datiert werden. White Ship (deutsch: Weißes Schiff; normannisch Blanche-Nef) ist der anglisierte Name eines normannischen Schiffes, das am 25. November 1120 im Ärmelkanal an der Küste der Normandie bei Barfleur sank. Unter den Opfern befand sich William Ætheling, der einzige legitime Sohn von König Heinrich I. von England. Sein Tod führte zu einem Erbfolgekrieg, der The Anarchy (1135–1154) genannt wird. | (ENGLAND), William Ætheling (I40551)
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| 5830 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Vertraulich (I7069)
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| 5831 | Wilhelm Johann Gottfried Roß war in der Epoche des Vormärz als Generalsuperintendent und Bischof der oberste Geistliche der beiden Provinzen Rheinland und Westfalen innerhalb der evangelischen Landeskirche Preußens. Er diente als entscheidender Vermittler in der Jahrzehnte währenden Kontroverse zwischen der Berliner Zentrale und den beiden Westprovinzen um die Einführung von Union, Agende und neuer Kirchenordnung. Wilhelm Roß wurde am 7.7.1772 in Isselburg als fünftes Kind und einziger Sohn des dortigen reformierten Pfarrers Heinrich Gottfried Roß (1732-1796) und seiner Ehefrau Katharina, geborene Heymanns (1734-1801) geboren. Als Kind des Niederrheins besuchte er die Gymnasien in Wesel und Moers, ehe er im April 1788 - noch keine 16 Jahre alt - an der Universität Duisburg mit dem Studium der Theologie begann. 1791 bestand er das erste Examen und konnte als Kandidat erste Berufserfahrungen in Hochemmerich (heute Stadt Duisburg) sammeln. Nach einer kurzen Amtsstation im Bergischen als Pfarrer in Homberg bei Ratingen (1793-1795) zog es ihn wieder in seine Heimat. Er trat die Pfarrstelle in der kleinen Landgemeinde Budberg (heute Stadt Rheinberg) an und heiratete dort Marie Luise Caecilie aus´m Weerth (1778-1841). Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. In diesem Ort mit gerade 500 evangelischen Gemeindegliedern, der zwischen Orsoy und Rheinberg liegt, sollte er die nächsten 33 Jahre als patriarchalischer Pfarrherr amtieren. Mit dem Geld seiner aus einer vermögenden (Wuppertal-)Elberfelder Familie stammenden Ehefrau erwarb er einige Landgüter wie Haus Loo (Gemeinde Alpen) für die Viehzucht. Die Bauern seiner Gemeinde lernten nicht zuletzt seinen ökonomischen Sachverstand schätzen. Seine kirchliche Tätigkeit wies indes bald über den engen lokalen Rahmen hinaus. Bereits 1805 wurde er zum Assessor der Moerser Konsistorialkirche gewählt, 1817 schließlich zu ihrem Superintendenten. Im folgenden Jahr wählte ihn die Provinzialsynode von Jülich-Kleve-Berg zu ihrem Präses, dem höchsten Amt innerhalb der Struktur der alten reformierten Kirche am Niederrhein. Dies spiegelte den Respekt wider, den sich Roß bereits zu diesem Zeitpunkt erworben hatte. Dieses Vertrauenskapital setzte er in den folgenden 20 Jahren in der erbitterten Kontroverse um die preußische Union und die Einführung einer neuen Agende ein. König Friedrich Wilhelm III. (Regentschaft 1797-1840) hatte am 27.9.1817 zur Union von lutherischen und reformierten Gemeinden aufgerufen. Roß engagierte sich von Beginn an für dieses Ziel, für das er auf den rheinischen Synoden unablässig und meist mit Erfolg warb. Vor allem bei einzelnen Gemeinden im Bergischen Land stieß er auf lang andauernden Widerstand. Weitaus heftiger noch verlief der Streit um die Agende. Der Monarch als Summepiscopus der preußischen Landeskirche beanspruchte auch das ius liturgicum und übte es konkret aus, indem er persönlich eine Agende für den Ablauf von evangelischen Gottesdiensten entwarf. Diese orientierte sich an anglikanischen Vorbildern und schrieb unter anderem die Ausschmückung der Altäre mit Kruzifixen und Leuchtern vor. Speziell die niederrheinischen Reformierten sahen hier katholisierende Tendenzen, die sie als Angriff auf ihre hergebrachte Glaubenstradition interpretierten. Die irenische Haltung von Roß prädestinierte ihn zum Vermittler und es gelang ihm, das Vertrauen des Königs zu erwerben. 1828 erhielt Roß daher den Ruf nach Berlin, als Oberkonsistorialrat in das Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten einzutreten und dort die Neuordnung der Kirchenverfassung in den Westprovinzen voran zu bringen. Weitere Ämter kamen rasch hinzu. Der reformierte Budberger Pfarrer wandelte sich zum Propst der lutherisch geprägten St. Nikolai-Pfarrei und zum Superintendenten von Berlin-Stadt. Über seine damit verbundene Predigttätigkeit äußerte Roß später im Alter, er habe „das Evangelium ohne rationalistische und priesterliche Schnörkel“ gepredigt. In der Berliner Hofgesellschaft kam dies weniger gut an als in seiner Budberger Dorfkirche. Mit seinem im Rheinland bewährten Verhandlungsgeschick gelang ihm die Beilegung des seit 1821 schwelenden Berliner Agendenstreits: In zahlreichen Vier-Augen-Gesprächen mit den renitenten Pastoren erreichte er die Annahme der Agende mit dem Nachtrag für die Provinz Brandenburg, die einige Zugeständnisse des Königs an die theologischen Bedenken der Pfarrerschaft enthielt. In der Folge wurde Roß mit Ehrungen geradezu überhäuft. 1829 wurde er zum Generalsuperintendent der Neumark (Regierungsbezirk Frankfurt/Oder) ernannt. Die Universität Berlin verlieh ihm 1830 den theologischen Ehrendoktortitel (wie auch zwölf Jahre später die Universität Bonn). Die vom Monarchen angebotene Ernennung zum Grafen nahm er – nicht zuletzt mit Blick auf die zu erwartende Reaktion im rheinischen Protestantismus - nicht an, er akzeptierte sie aber für seinen Sohn. Von seiner Position im Ministerium aus moderierte Roß weiterhin den langwierigen Weg zu einer neuen Kirchenverfassung in den Westprovinzen. Hier knüpfte er ein taktisches Junktim mit der Einführung der so lange umstrittenen Agende, die nunmehr in einigen Punkten den rheinischen Bedürfnissen angepasst wurde. 1835 erfolgten daher zugleich die Publikation der Agende und die Annahme der Rheinisch-Westfälischen Kirchenordnung. Sie bewahrte einige der tradierten Grundpositionen der alten reformierten Kirche am Niederrhein, etwa die autonome Wahl der Presbyterien, Synoden und ihrer Präsides, die Einbeziehung auch von Ältesten - also Laien - in diese Gremien sowie die freie Pfarrwahl der Gemeinden. Solche Spielräume kannten die übrigen Provinzialkirchen der preußischen Landeskirche bis 1918 nicht. Wichtige Bestandteile der Regelungen von 1835 sind noch in die bis heute geltende Kirchenordnung der Rheinischen Landeskirche von 1952 eingeflossen. Diese presbyterial-synodale Selbstverwaltung wurde unter den Auspizien des preußischen Obrigkeitsstaates freilich überlagert von einem starken landesherrlichen Kirchenregiment: Die Konsistorien in Koblenz und Münster waren reine Staatsbehörden und zogen nun zahlreiche vorher synodale Kompetenzen wie die kirchliche Gesetzgebung und das theologische Ausbildungswesen an sich. 1836 erfolgte seine Ernennung zum Generalsuperintendenten von Rheinland und Westfalen. Damit einher ging der gerade im rheinischen Reformiertentum höchst umstrittene Titel eines „Bischofs der evangelischen Kirche“. Da Roß seinen Wohnsitz in Berlin beibehielt und nur über die alle drei Jahre stattfindenden Provinzialsynoden Präsenz zeigte, fehlte es ihm in seiner rheinischen Heimat zunehmend an Rückhalt. Reformierte Wuppertaler Kreise schmähten ihn als „Großinquisitor“, der bei Widerständen von Gemeinden gegen Union und Kirchenordnung mit einer fragwürdigen Mischung aus „Zuckerbrot“ und „Peitsche“ vorgehe. Man mag Roß zu den „schmiegsamen Prälatennaturen“ des 19. Jahrhunderts zählen, gegen die Heinrich von Treitschke (1834-1896) polemisierte. Gerechter wurde ihm Theodor Fontane (1819-1898), der zu Roß notierte, dieser habe „mich als Mensch entzückt, ohne dass ich ihm überall zustimmen kann.“ Theologisch eher unprofiliert, befähigte ihn gerade dieses Defizit zum Ausgleich extremer Positionen. Dies bedingte allerdings die sichere Verankerung in den preußischen Machtzirkeln. Mit dem Tode Friedrich Wilhelms III. 1840 verlor Roß den Rückhalt am Berliner Hof. 1846 erfolgte sein Rücktritt vom Amt des Generalsuperintendenten. Die Berliner Ämter behielt er bei, freilich nunmehr ohne jeglichen Gestaltungsspielraum. Ende März 1854 trat er in den Ruhestand. Bereits seit 1841 verwitwet, musste er noch die Nachricht vom Tod seines Sohnes Friedrich Wilhelm (geboren 1810) erfahren. Roß starb drei Wochen darauf am 27.10.1854 und wurde auf dem Dorffriedhof von Budberg bestattet. Literatur Eberlein, Hermann-Peter, Wilhelm Johann Gottfried Roß (1772-1854). Bischof zwischen Budberg und Berlin, in: Conrad, Joachim / Flesch, Stefan / Kuropka, Nicole / Schneider, Thomas Martin (Hg.), Evangelisch am Rhein. Werden und Wesen einer Landeskirche, Düsseldorf 2007, S. 153-156. Rahe, Hans-Wilhelm, Bischof Roß. Vermittler zwischen Rheinland-Westfalen und Preußen im 19. Jahrhundert, Köln 1984. Zitationshinweis Bitte geben Sie beim Zitieren dieses Beitrags die exakte URL und das Datum Ihres Besuchs dieser Online-Adresse an. Flesch, Stefan, Wilhelm Roß, in: Internetportal Rheinische Geschichte, abgerufen unter: https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/Persoenlichkeiten/wilhelm-ross/DE-2086/lido/57cd2366a1cc46.58002150 (abgerufen am 05.11.2024) | ROSS, Wilhelm JOHANN GOTTFRIED (I47377)
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| 5832 | Wilhelm Johann Gottfried Roß war in der Epoche des Vormärz als Generalsuperintendent und Bischof der oberste Geistliche der beiden Provinzen Rheinland und Westfalen innerhalb der evangelischen Landeskirche Preußens. Er diente als entscheidender Vermittler in der Jahrzehnte währenden Kontroverse zwischen der Berliner Zentrale und den beiden Westprovinzen um die Einführung von Union, Agende und neuer Kirchenordnung. Wilhelm Roß wurde am 7.7.1772 in Isselburg als fünftes Kind und einziger Sohn des dortigen reformierten Pfarrers Heinrich Gottfried Roß (1732-1796) und seiner Ehefrau Katharina, geborene Heymanns (1734-1801) geboren. Als Kind des Niederrheins besuchte er die Gymnasien in Wesel und Moers, ehe er im April 1788 - noch keine 16 Jahre alt - an der Universität Duisburg mit dem Studium der Theologie begann. 1791 bestand er das erste Examen und konnte als Kandidat erste Berufserfahrungen in Hochemmerich (heute Stadt Duisburg) sammeln. Nach einer kurzen Amtsstation im Bergischen als Pfarrer in Homberg bei Ratingen (1793-1795) zog es ihn wieder in seine Heimat. Er trat die Pfarrstelle in der kleinen Landgemeinde Budberg (heute Stadt Rheinberg) an und heiratete dort Marie Luise Caecilie aus´m Weerth (1778-1841). Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor. In diesem Ort mit gerade 500 evangelischen Gemeindegliedern, der zwischen Orsoy und Rheinberg liegt, sollte er die nächsten 33 Jahre als patriarchalischer Pfarrherr amtieren. Mit dem Geld seiner aus einer vermögenden (Wuppertal-)Elberfelder Familie stammenden Ehefrau erwarb er einige Landgüter wie Haus Loo (Gemeinde Alpen) für die Viehzucht. Die Bauern seiner Gemeinde lernten nicht zuletzt seinen ökonomischen Sachverstand schätzen. Seine kirchliche Tätigkeit wies indes bald über den engen lokalen Rahmen hinaus. Bereits 1805 wurde er zum Assessor der Moerser Konsistorialkirche gewählt, 1817 schließlich zu ihrem Superintendenten. Im folgenden Jahr wählte ihn die Provinzialsynode von Jülich-Kleve-Berg zu ihrem Präses, dem höchsten Amt innerhalb der Struktur der alten reformierten Kirche am Niederrhein. Dies spiegelte den Respekt wider, den sich Roß bereits zu diesem Zeitpunkt erworben hatte. Dieses Vertrauenskapital setzte er in den folgenden 20 Jahren in der erbitterten Kontroverse um die preußische Union und die Einführung einer neuen Agende ein. König Friedrich Wilhelm III. (Regentschaft 1797-1840) hatte am 27.9.1817 zur Union von lutherischen und reformierten Gemeinden aufgerufen. Roß engagierte sich von Beginn an für dieses Ziel, für das er auf den rheinischen Synoden unablässig und meist mit Erfolg warb. Vor allem bei einzelnen Gemeinden im Bergischen Land stieß er auf lang andauernden Widerstand. Weitaus heftiger noch verlief der Streit um die Agende. Der Monarch als Summepiscopus der preußischen Landeskirche beanspruchte auch das ius liturgicum und übte es konkret aus, indem er persönlich eine Agende für den Ablauf von evangelischen Gottesdiensten entwarf. Diese orientierte sich an anglikanischen Vorbildern und schrieb unter anderem die Ausschmückung der Altäre mit Kruzifixen und Leuchtern vor. Speziell die niederrheinischen Reformierten sahen hier katholisierende Tendenzen, die sie als Angriff auf ihre hergebrachte Glaubenstradition interpretierten. Die irenische Haltung von Roß prädestinierte ihn zum Vermittler und es gelang ihm, das Vertrauen des Königs zu erwerben. 1828 erhielt Roß daher den Ruf nach Berlin, als Oberkonsistorialrat in das Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten einzutreten und dort die Neuordnung der Kirchenverfassung in den Westprovinzen voran zu bringen. Weitere Ämter kamen rasch hinzu. Der reformierte Budberger Pfarrer wandelte sich zum Propst der lutherisch geprägten St. Nikolai-Pfarrei und zum Superintendenten von Berlin-Stadt. Über seine damit verbundene Predigttätigkeit äußerte Roß später im Alter, er habe „das Evangelium ohne rationalistische und priesterliche Schnörkel“ gepredigt. In der Berliner Hofgesellschaft kam dies weniger gut an als in seiner Budberger Dorfkirche. Mit seinem im Rheinland bewährten Verhandlungsgeschick gelang ihm die Beilegung des seit 1821 schwelenden Berliner Agendenstreits: In zahlreichen Vier-Augen-Gesprächen mit den renitenten Pastoren erreichte er die Annahme der Agende mit dem Nachtrag für die Provinz Brandenburg, die einige Zugeständnisse des Königs an die theologischen Bedenken der Pfarrerschaft enthielt. In der Folge wurde Roß mit Ehrungen geradezu überhäuft. 1829 wurde er zum Generalsuperintendent der Neumark (Regierungsbezirk Frankfurt/Oder) ernannt. Die Universität Berlin verlieh ihm 1830 den theologischen Ehrendoktortitel (wie auch zwölf Jahre später die Universität Bonn). Die vom Monarchen angebotene Ernennung zum Grafen nahm er – nicht zuletzt mit Blick auf die zu erwartende Reaktion im rheinischen Protestantismus - nicht an, er akzeptierte sie aber für seinen Sohn. Von seiner Position im Ministerium aus moderierte Roß weiterhin den langwierigen Weg zu einer neuen Kirchenverfassung in den Westprovinzen. Hier knüpfte er ein taktisches Junktim mit der Einführung der so lange umstrittenen Agende, die nunmehr in einigen Punkten den rheinischen Bedürfnissen angepasst wurde. 1835 erfolgten daher zugleich die Publikation der Agende und die Annahme der Rheinisch-Westfälischen Kirchenordnung. Sie bewahrte einige der tradierten Grundpositionen der alten reformierten Kirche am Niederrhein, etwa die autonome Wahl der Presbyterien, Synoden und ihrer Präsides, die Einbeziehung auch von Ältesten - also Laien - in diese Gremien sowie die freie Pfarrwahl der Gemeinden. Solche Spielräume kannten die übrigen Provinzialkirchen der preußischen Landeskirche bis 1918 nicht. Wichtige Bestandteile der Regelungen von 1835 sind noch in die bis heute geltende Kirchenordnung der Rheinischen Landeskirche von 1952 eingeflossen. Diese presbyterial-synodale Selbstverwaltung wurde unter den Auspizien des preußischen Obrigkeitsstaates freilich überlagert von einem starken landesherrlichen Kirchenregiment: Die Konsistorien in Koblenz und Münster waren reine Staatsbehörden und zogen nun zahlreiche vorher synodale Kompetenzen wie die kirchliche Gesetzgebung und das theologische Ausbildungswesen an sich. 1836 erfolgte seine Ernennung zum Generalsuperintendenten von Rheinland und Westfalen. Damit einher ging der gerade im rheinischen Reformiertentum höchst umstrittene Titel eines „Bischofs der evangelischen Kirche“. Da Roß seinen Wohnsitz in Berlin beibehielt und nur über die alle drei Jahre stattfindenden Provinzialsynoden Präsenz zeigte, fehlte es ihm in seiner rheinischen Heimat zunehmend an Rückhalt. Reformierte Wuppertaler Kreise schmähten ihn als „Großinquisitor“, der bei Widerständen von Gemeinden gegen Union und Kirchenordnung mit einer fragwürdigen Mischung aus „Zuckerbrot“ und „Peitsche“ vorgehe. Man mag Roß zu den „schmiegsamen Prälatennaturen“ des 19. Jahrhunderts zählen, gegen die Heinrich von Treitschke (1834-1896) polemisierte. Gerechter wurde ihm Theodor Fontane (1819-1898), der zu Roß notierte, dieser habe „mich als Mensch entzückt, ohne dass ich ihm überall zustimmen kann.“ Theologisch eher unprofiliert, befähigte ihn gerade dieses Defizit zum Ausgleich extremer Positionen. Dies bedingte allerdings die sichere Verankerung in den preußischen Machtzirkeln. Mit dem Tode Friedrich Wilhelms III. 1840 verlor Roß den Rückhalt am Berliner Hof. 1846 erfolgte sein Rücktritt vom Amt des Generalsuperintendenten. Die Berliner Ämter behielt er bei, freilich nunmehr ohne jeglichen Gestaltungsspielraum. Ende März 1854 trat er in den Ruhestand. Bereits seit 1841 verwitwet, musste er noch die Nachricht vom Tod seines Sohnes Friedrich Wilhelm (geboren 1810) erfahren. Roß starb drei Wochen darauf am 27.10.1854 und wurde auf dem Dorffriedhof von Budberg bestattet. Literatur Eberlein, Hermann-Peter, Wilhelm Johann Gottfried Roß (1772-1854). Bischof zwischen Budberg und Berlin, in: Conrad, Joachim / Flesch, Stefan / Kuropka, Nicole / Schneider, Thomas Martin (Hg.), Evangelisch am Rhein. Werden und Wesen einer Landeskirche, Düsseldorf 2007, S. 153-156. Rahe, Hans-Wilhelm, Bischof Roß. Vermittler zwischen Rheinland-Westfalen und Preußen im 19. Jahrhundert, Köln 1984. | VON ROSS, Wilhelm (I47383)
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| 5833 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7094)
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| 5834 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I55001)
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| 5835 | wird 1291 nach dem Tod König Rudolfs samt seinen Brüdern mit Herzog KONRAD VON TECK aus Ulm vertrieben, Rückkehr 1294 | KRAFFT \CRAFTO VON ULM \ DER SCHRIBER, N. ; ... (I9731)
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| 5836 | Wird 1413 Bürger von St. Gallen. Reicher Leinwandkaufmann. Notensteiner 1465-1469 Fischschauer 1465-69, Wohnt in der Speisergasse, seit mind. 1438 im späteren Schlössli. 1454 Steurer im Rat 1413 Burger allhier, in währendem Consilium zu Constanz und zahlte das alte Recht 1lb 4s und der Gesellschaft zum Notenstein 3 lb d [3 Pfund Denar = Pfennig denarius]. (Wurde erst 1466 ein Notensteiner, Gmünd. p.711) In der Zollikoferschen Genealogie steht: 1427 ward er des Kl.Raths zu Bern. 1432 Landvogt zu Trachselwald. 1438 des täglischen Raths zu Bern. 1466 ein Notensteiner zu St.Gallen, weil er zuvor Burger worden, zahlte das alte Recht 1 lb 4 s und der Gesellschaft 3 lb d. Hans Zollikofer, Bürger zu St. Gallen, erklärt, er habe von Abt Kaspar und dem Konvent des Gotteshauses St. Gallen als Erbzinslehen um einen jährlichen Zins von 2 lb. den. des Gotteshauses "aigen wingärtli zuo Marpach imm Rintal, am Blasenberg gelegen", ..... | ZOLLIKOFER, Hans (I2914)
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| 5837 | Wirken Von 1110 bis 1111 war Otto V. im Ersten Italienfeldzug im Gefolge Kaiser Heinrichs V. Im Jahre 1113 führte seine Initiative dazu, dass alle Verwandten und andere Besitzer zustimmten, dass die ursprüngliche Stammburg der Familie von Scheyern in ein Kloster umgewandelt wurde. Durch die Umsiedlung des Stammsitzes der Familie von Scheyern nach der Burg Wittelsbach bei Aichach nannte sich Otto seit 1116 nach diesem Ort.[1] Er war somit der Namensgeber für das Herrscherhaus der Wittelsbacher, die bis 1918 in Bayern regierten. Zwischen 1116 und 1120 wurde Otto Pfalzgraf von Bayern. Er bevogtete Scheyern, Geisenfeld, Kühbach, St. Ulrich, Weihenstephan und das Hochstift Freising; 1121 wurde er Vogt von Ensdorf und Indersdorf. Am 23. Mai 1121 gründete er das Kloster Indersdorf. Er fühlte sich dazu verpflichtet, da er 1111 unter Kaiser Heinrich V. an der Gefangennahme von Papst Paschalis teilgenommen hatte. Dadurch war er mit einem Kirchenbann belegt worden. Aufgrund dieser Klostergründung erließ Papst Paschalis eine Bulle, mit der der Bann aufgehoben wurde. Im Jahr 1119 erhielt er über seine Frau Heilika von Lengenfeld, eine Tochter des Friedrich III. von Pettendorf-Lengenfeld-Hopfenohe, deren große Erbschaft auf dem Nordgau. In der Folge lebten er und seine Familie zeitweise in Lengenfeld. Hier beschloss er nach einem zehnjährigen Lebensabend sein Leben. Grablege Er wurde im Kapitelsaal von Kloster Ensdorf neben seinem Schwiegervater Friedrich III. von Pettendorf, seiner Schwägerin Heilwig von Lengenfeld und deren Gatten, Gebhard I. von Leuchtenberg, begraben.[2] Ihre Gebeine wurden 1571 in der Klosterkirche St. Jakob in zwei Särgen im Chor bestattet und nach dem Neubau der Klosterkirche 1721 in ein neugeschaffenes Stiftergrab links des Hochaltares umgebettet (siehe Grabstein für Pfalzgraf Otto V. von Scheyern und seine Gemahlin Heilika). | VON SCHEYERN, Otto V. (I35732)
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| 5838 | wirklich Metzmacher??? | METZMACHER, Margareta (I44277)
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| 5839 | Witwe des Conrad DILLINGER | ZIMMERMANN, Maria Jacobea (I11531)
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| 5840 | Witwe des Königs Zwentibold (* 870/871, † 13. August 900) (Liudolfinger) | VON SACHSEN, Oda (I22541)
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| 5841 | Witwer bei Eheschließung mit Margaretha WEYLER. War bei deren Tod bereits verstorben. Ehepartner 1, Ehepartner 2: Auszug KB Gernsbach | FELSS, Hans Jacob (I11539)
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| 5842 | Witwer, Sie wohnen in der Hintergasse | HOPPE, Johann (I635)
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| 5843 | Wladimir war der erste Sohn von Jaroslaw dem Weisen, Großfürst von Kiew, und dessen zweiter Ehefrau Ingegerd von Schweden. Sein Geburtsjahr war 1020.[2] 1034 wurde er erstmals als Fürst von Nowgorod erwähnt.[3] 1042 zog er wahrscheinlich gegen die finno-ugrischen Jam.[4] 1043 zog er mit König Harald III. von Norwegen ins Byzantinische Reich. 1044 eroberte er dort möglicherweise die Stadt Chersones. Über diese Ereignisse berichteten auch nordische und byzantinische Quellen. Georgios Kedrenos nannte ihn hochmütig gegenüber den Byzantinern. 1045 waren seine Eltern in Nowgorod. Möglicherweise wurde zu diesem Zeitpunkt der Bau der Sophienkathedrale in Nowgorod begonnen. Diese wurde am 14. September 1052 eingeweiht. Wladimir ließ auch eine steinerne Festung in Nowgorod errichten. Die Nikonchronik schrieb, er sei vier Jahre lang Großfürst von Kiew gewesen.[5] Wladimir starb am 4. Oktober 1052. Er ist in einem Sarkophag in der Sophienkathedrale in Nowgorod beigesetzt. 1439 wurde durch Erzbischof Euphymius II. von Nowgorod seine Verehrung als Heiliger bekanntgegeben, ebenso die der Anna von Nowgorod. | VON NOWGOROD, Wladimir (I37678)
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| 5844 | Wladimir war der Sohn des Wsewolod Jaroslawitsch und Nachfolger seines Vetters Swjatopolk II. als Kiewer Großfürst. Er trägt seinen Beinamen „Monomach“ nach dem Namen seiner Mutter, der Tochter des byzantinischen Kaisers Konstantin IX. Monomachos (Alleinkämpfer), und gilt als einer der wichtigsten mittelalterlichen Herrscher der Kiewer Rus. | MONOMACH, Wladimir (I36451)
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| 5845 | Wladimir war ein Sohn von Großfürst Swjatoslaw I. von Kiew und von Maluscha, einer Dienerin der Fürstin Olga. Sein Geburtsjahr ist unbekannt, wahrscheinlich um 960. Nach dem Tod des Vaters 971 wurde Wladimir Fürst von Nowgorod, dem zweitwichtigsten Zentrum der Rus, trotz seiner nicht standesgemäßen Herkunft. Sein Onkel Dobrynja unterstützte ihn als Woiwode. 972 kam Olav Tryggvason, der spätere norwegische König, mit seiner Mutter nach Nowgorod. Deren Bruder Sigurd diente dort als Waräger.[2] 977 brach ein Streit zwischen seinen Halbbrüdern Oleg und Jaropolk I. aus. Jaropolk eroberte Nowgorod, wobei Oleg ums Leben kam. Wladimir floh nach Norwegen zu Håkon Jarl. Er kehrte mit einem Warägerheer zurück und eroberte Nowgorod zurück. Danach eroberte er Polozk, tötete den dortigen Fürsten Rogwolod und nahm dessen Tochter Rogneda zur Frau. Kampflos fiel ihm die Hauptstadt Kiew in die Hand. Darauf lud er seinen Halbbruder Jaropolk zu Verhandlungen ein und ließ ihn umbringen, wodurch er zum Alleinherrscher der Kiewer Rus wurde. Ein gewaltiges Problem stellten nun die angeworbenen Waräger dar, die bezahlt werden mussten. Er schickte einen Teil nach Byzanz, wo sie den Kern der Warägergarde bildeten. Andere Waräger setzte er hingegen als Verwalter in den Burgen seines Reiches ein. Seine Macht festigte Wladimir durch weitere Feldzüge. 981 eroberte er die Burg Tscherwen und das Tscherwener Burgenland. An den südlichen Grenzen seines Landes ließ er „Hilfsvölker“ ansiedeln, welche das Reich schützten (so beispielsweise die turkstämmigen Torki und Berendei). Weitere Feldzüge führte er gegen Wjatitschen, Radimitschen, die baltischen Jatwinger und Aestier, die Wolgabulgaren und die Petschenegen. Insgesamt vergrößerte er die Rus durch die Unterwerfung der verschiedenen benachbarten Völker so, dass es bereits unter ihm vom Dnepr bis zum Ladogasee und bis an die Düna reichte. | SWJATOSLAWITSCH, Wladimir I. der Heilige (I36026)
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| 5846 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I54722)
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| 5847 | wohl einer Tochter des Herulerkönigs Rudolf (auch Rodulf), hatte Wacho einen Sohn Walthari, der sein Nachfolger wurde. Die Heruler (lateinisch Eruli bzw. etymologisch nicht korrekt Heruli)[1] waren ein (ost)germanischer Stamm, der in den 60er Jahren des 3. Jahrhunderts n. Chr. am Schwarzen Meer zum ersten Mal geschichtlich in Erscheinung trat und bis ins 6. Jahrhundert in den Quellen belegt ist. | N., Silinga (I24213)
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| 5848 | wohl um 1450, vor Sept. 1511, von Aarau. Sohn des Johann Ulrich, Herrn zu Kasteln und zu Schöftland, und der Ursula von Fridingen. 1) Ursula von Roth, 2) 1496 Margarita von Stuben. Ab 1484 bis zu seinem Tod mehrmals Schultheiss von Aarau. 1482 verkaufte L. den Turm vor der Stadt Aarau (sog. Schlössli) an den Luzerner Schulheissen Heinrich Hasfurter, 1497 die ihm von seiner ersten Frau zugebrachten Herrschaften Wynigen und Grimmenstein an Bern. Herr zu Schöftland und Villnachern. | VON LUTERNAU, Hans Sebastian (I30963)
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| 5849 | wohl vor 1492 St. Gallen, nach 1528, Täufer. Vermutlich Sohn des Hans (1492), Gerichtsweibels. Walpurgis Kapfmann. Weber in St. Gallen. Ab 1520 Zürcher Bürger, Anhänger Zwinglis und Mitbegründer eines Bibellesekreises, zu dem auch die späteren Täufer Konrad Grebel und Felix Manz gehörten. Als Bilderstürmer im Nov. 1523 ausgewiesen, kehrte H. nach St. Gallen zurück und schloss sich dem Reformerkreis um Johannes Kessler an. Bald darauf zog er nach Basel, erwarb 1524 dort das Bürgerrecht und half bei der Drucklegung der Schriften von Karlstadt mit. Im Aug. 1525 wurde er als eine Hauptfigur des Basler Täuferkreises ein erstes und im Juli 1526 ein zweites Mal ausgewiesen. Daneben entfaltete er in St. Gallen und im Elsass eine rege täufer. Aktivität. Ab Ende 1527 lebte H. in Strassburg, wo er im Mai 1528 das Bürgerrecht erhielt. | HOCHREUTINER, Lorenz (I39932)
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| 5850 | Wohl zweite Eheschließung am 8.2.1587 in Weißenbach mit Maria NN. Am 5.8.1600 heiratet Maria Gall Kieffers Witwe erneut (den Witwer Elias Weyler). Mitglieder der Familie KIEFFER lassen sich seit 1566 im Rat und zwischen 1585 und 1668 im Gericht finden. Allerdings wurde nur ein einziges Mal - 1656 - ein Kieffer zum Bürgermeister gewählt. | KIEFER, Gall (I9491)
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