Treffer 5,701 bis 5,750 von 6,111
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| 5701 | Weil sich Friedrich V. als böhmischer König nur ein Jahr lang zu behaupten vermochte, musste Elisabeth mit ihm 1621 ins Exil in die Niederlande gehen, wo sie 40 Jahre lebte. 1632 zur Witwe geworden, bemühte sie sich um die Rückgabe der Kurpfalz an ihren ältesten überlebenden Sohn Karl Ludwig; erst 1648 erhielt er sie in verkleinertem Umfang zurück. Nach der Restauration des Hauses Stuart konnte Elisabeth 1661 in ihre Heimat zurückkehren, wo sie im folgenden Jahr starb. | STUART, Elisabeth (I54301)
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| 5702 | Weinheim. Die Historie der Weinheimer Altstadt reicht bis zu den alten Römern zurück. Weinheim war lange Zeit in acht Viertel eingeteilt. Das "Gerberviertel", in dem die Rot- und Weißgerber ihre Felle bearbeiteten, zählt ebenso dazu wie das "Mühlheimerviertel". An dem dort fließenden Grundelbach drehten sich einmal zehn, wie Perlen an einer Schnur aufgereihte Getreidemühlen. Hinzu kommen das "Kesselviertel" rund um den Hutplatz, das zwischen "Unnergass" und Obergasse gelegene "Mittelviertel" sowie das "Reichsviertel" am Marktplatz. Das "Steinwegviertel" befand sich an der heutigen Hauptstraße. Hier florierten bis zu 24 Gastwirtschaften gleichzeitig. Die Häuser des "Großviertels" gruppierten sich rund um Domhof und Peterskirche. Und an der Nördlichen Hauptstraße lag das "Hinnergässer-Viertel" . Acht Viertel: Das erklärt den "Achterrat" und den ihm vorstehenden "Achter" als eine Art "Viertel-Bürgermeister", der in den genannten Gebieten das Sagen hatte. Den Ausgangspunkt der Führung durch das, "wahre historische Weinheim" bildete als eines der bekanntesten "Monumentalwerke" der Stadt der Rodensteiner Brunnen, der im Jugendstil errichtet worden ist. Denn das, was heute rund um das ehemalige Gerberviertel als "Altstadt" bezeichnet wird, stellt in Wirklichkeit die viel später entstandene Weinheimer "Neustadt" dar. Bereits zwischen 100 und 160 nach Christus - das belegen Funde rund um die Peterskirche - lebten die Römer in der heutigen Nordstadt. Um 260 nach Christus kamen die Alemannen und Franken. Weil einer ihrer Anführer Edwin oder Ortwin hieß, müsste das daraus entstandene "Winenheim" analog der Endsilbe "win", also "Freund", statt Weinheim eigentlich "Freund(en)heim" heißen. Am Zusammenfluss von Grundelbach und Weschnitz steht die Peterskirche. Davor befand sich der frühere Marktplatz, nachdem Kaiser Otto III. Weinheim im Jahr 1000 das Marktrecht nebst Zoll und Bann erteilt hatte. 1065 bestätigte Heinrich IV. dem Fürstabt den Markt und schenkte ihm die kaiserliche Münze und das dazugehörende Münzrecht. Weinheim wurde infolgedessen zu einer bedeutenden Münzstätte. Hier wurden Denare aus Silber unter dem Münzzeichen einer Weintraube geprägt. Über den "Nachtwächterpfad" erreichte man den zwischen Domhofgasse und Erbsengasse gelegenen Domhof (Thumbhof). Dieser war mit einer noch heute erkennbaren, ovalen Steinmauer umgeben. Der Domhofhügel, der in der einstigen Altstadt an höchster Stelle liegt, war aus Verteidigungszwecken eingerichtet worden. Dorthin flüchteten sich einst die Bauern mit ihrer Habe vor der Kriegsnot - und das mehr als nur einmal. Unter der Herrschaft des Fürstabts von Lorsch entstand ein klostereigener Herrenhof (Fronhof), der das damalige Verwaltungszentrum Weinheims repräsentierte. Das heute noch erhaltene Domhofgebäude (Hausnummer 3) stammt aus dem 15. oder 16. Jahrhundert. Dort, wo heute Garagen stehen, befanden sich die Pferdeställe und die Münzstätte. Der Blick auf das älteste Fachwerkhaus Deutschlands, den "Molitorischen Adelshof" am nördlichen Ende des Marktplatzes, führte in die Neustadt. Ergebnisse dendro-chronologischer Untersuchungen legen die Entstehung des Kernbaus mit seinem Fachwerk aus Eichenholz auf das Jahr 1344 fest. Dadurch, dass man die Eichenbalken seinerzeit in Jauche legte und damit härtete, kam es im Laufe der Jahrhunderte zu einer Verkieselung der Balken. Heute kann man weder Stahl- noch Eisennägel in das Holz schlagen. Nicht weniger spannend war der Abschnitt von der Judengasse hinunter ins "Gerberviertel". Rotgerber mussten hier volle 18 Monate an ihrem Leder arbeiten, ehe es verkaufsbereit war. Besser hatten es die Weißgerber, die ihre Schweine-, Ziegen- und Hasenfelle schon nach einem Drittel der Zeit an den Mann bringen konnten. | SCHICK, Philipp (I187)
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| 5703 | Weit verzweigte Zürcher Bürgerfamilie, deren Herkunft ungeklärt ist und deren Genealogie einige Unsicherheiten aufweist. Erste Namensträger sind 1358 in Zürich erwähnt. Als Stammvater gilt Johannes, 1489 Zunftmeister zur Schiffleuten und 1498 Landvogt von Kyburg. | WASER, Regula (I1366)
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| 5704 | Weit verzweigte Zürcher Bürgerfamilie, deren Herkunft ungeklärt ist und deren Genealogie einige Unsicherheiten aufweist. Erste Namensträger sind 1358 in Zürich erwähnt. Weitere, u.a. von Bonstetten und Wiedikon zugezogene W. wurden 1401, 1402 und 1440 als Bürger von Zürich aufgenommen. Als Stammvater gilt Johannes, 1489 Zunftmeister zur Schiffleuten und 1498 Landvogt von Kyburg. Sein Enkel Itelhans (1531) begründete den Dinharder Zweig. Johans (1628-1710) war Pfarrer in Dinhard und mit der Müllerstochter Cleophea Schweizer verheiratet. Ihre Nachkommen übernahmen Mühlen in Dinhard, Ossingen, Stammheim, Neunforn und Altstetten. Die W. gehörten wie die ebenfalls stadtbürgerl. Familien Wiser in Uhwiesen und Wehrli in Stammheim zu den wichtigsten Müllerfamilien der Nordostschweiz. Müller Hans Jakob (1779-1838) verkaufte seine Mühle in Dinhard und zog wieder nach Zürich. Sein Sohn Johann Heinrich (1820-71) eröffnete 1845 am Limmatquai im Haus zum Türken eine Buchbinderei. Später ergänzte dieser die Firma Johann Heinrich Waser & Co. durch einen Papeteriebetrieb und den Grosshandel mit Papier. Letzterer wurde 1891 vom Detailhandel getrennt. Die W. standen im 17. Jh. mit zehn Vertretern im Kl. Rat und mit Bürgermeister Johann Heinrich (->) politisch auf ihrem Höhepunkt. Insgesamt stellten sie bis zum Ende des 18. Jh. 19 Klein- und 52 Grossräte. Den vom oben erw. Johann Heinrich erworbenen Schild der Schildner zum Schneggen hatten sie bis 1843 inne. Die Fam. ging hauptsächlich mit den in franz. Diensten stehenden junkerl. Familien Rahn, Steiner von Uitikon und Lochmann Heiratsverbindungen ein. Aus der erfolgreichen Fam. stammte auch eine Reihe bekannter Gelehrter und Geistlicher. | WASER, Ulrich (I1707)
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| 5705 | Weit verzweigte Zürcher Bürgerfamilie, deren Herkunft ungeklärt ist und deren Genealogie einige Unsicherheiten aufweist. Erste Namensträger sind 1358 in Zürich erwähnt. Weitere, unter anderem von Bonstetten und Wiedikon zugezogene Waser wurden 1401, 1402 und 1440 als Bürger von Zürich aufgenommen. Als Stammvater gilt Johannes, 1489 Zunftmeister zur Schiffleuten und 1498 Landvogt von Kyburg. Sein Enkel Itelhans (1531) begründete den Dinharder Zweig. Johans (1628-1710) war Pfarrer in Dinhard und mit der Müllerstochter Cleophea Schweizer verheiratet. Ihre Nachkommen übernahmen Mühlen in Dinhard, Ossingen, Stammheim, Neunforn und Altstetten. Die Waser gehörten wie die ebenfalls stadtbürgerlichen Familien Wiser in Uhwiesen und Wehrli in Stammheim zu den wichtigsten Müllerfamilien der Nordostschweiz. Müller Hans Jakob (1779-1838) verkaufte seine Mühle in Dinhard und zog wieder nach Zürich. Sein Sohn Johann Heinrich (1820-1871) eröffnete 1845 am Limmatquai im Haus zum Türken eine Buchbinderei. Später ergänzte dieser die Firma Johann Heinrich Waser & Co. durch einen Papeteriebetrieb und den Grosshandel mit Papier. Letzterer wurde 1891 vom Detailhandel getrennt. Die Waser standen im 17. Jahrhundert mit zehn Vertretern im Kleinen Rat und mit Bürgermeister Johann Heinrich (->) politisch auf ihrem Höhepunkt. Insgesamt stellten sie bis zum Ende des 18. Jahrhunderts 19 Klein- und 52 Grossräte. Den vom oben erwähnten Johann Heinrich erworbenen Schild der Schildner zum Schneggen hatten sie bis 1843 inne. Die Familie ging hauptsächlich mit den in französischen Diensten stehenden junkerlichen Familien Rahn, Steiner von Uitikon und Lochmann Heiratsverbindungen ein. Aus der erfolgreichen Familie stammte auch eine Reihe bekannter Gelehrter und Geistlicher. | WASER, N. (I37087)
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| 5706 | Weitere mögliche Töchter waren: Hildegarde; genannt am 2. Oktober 974 als Ehefrau des Grafen Dietrich II. von Westfriesland († 988)[7] Elftrude; zu Beginn des 13. Jahrhunderts genannt als Ehefrau Siegfrieds des Dänen[8] (Haus Guînes) | VON FLANDERN, Arnulf I. der Große (I40499)
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| 5707 | Weiterer Abstieg durch versteckte Tochter Tochter Mathilda, die Friedrich II. Herzog von Bar und Ober-Lothringen heiratete (gestorben 1033) | AUS DEM AUSTRASISCHEN AUTZ IN BERG-KENT; SCHWABEN, Hermann I. (I8864)
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| 5708 | weiterführende Info: Archiv URK 634/12613 Katharina vom Stein, Witwe Gottfrieds von Ifenthal, vergabt dem Kloster Sankt Urban zu ihrem Seelenheil ihr Eigengut in Bützberg unter der Bedingung, dass sie ab kommendem Andreastag jeweils in Solothurn, Aeschi oder Aarwangen 46 Viertel Dinkel, 1 1/2 Viertel Hafer, 4 Saum Wein und 2 Schweine oder 2 Pfund in bar. | VOM STEIN, Katharina (I21290)
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| 5709 | weiterführende Info: Archiv | HETZEL VON LINDACH, Vinzenz (I21264)
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| 5710 | weiterführende Info: Archiv | VOM STEIN, Hartmann (I21274)
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| 5711 | weiterführende Info: Archiv Archiv | VON DIESBACH, Margaretha (I21263)
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| 5712 | weiterführende Info: Berner Biografien Eingebürgert 1412 in Bern, Bern, BE, CHE | VON DIESBACH, Niklaus (I10652)
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| 5713 | weiterführende Info: Berner Biografien | EFFINGER, Ludwig (I11327)
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| 5714 | weiterführende Info: Doku | GAISBERG, Kaspar (I14068)
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| 5715 | weiterführende Info: e-periodica | SCHLAPPRITZI \ -ER, Hans (I28889)
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| 5716 | weiterführende Info: HLS 12.8.1487 Zürich, 6.12.1559, von Zürich. Sohn des Gerold (->). Bruder des Jakob (->) und des Ludwig (->). 1) Regula Hünaberg, 2) Veronika Stucki. Reicher Rentner. 1525-41 und 1549-59 im Kl. Rat der Stadt Zürich, 1525 und 1527 Vogt in Stammheim, 1527 Seckelmeister. 1530 Landvogt in Andelfingen, 1532-34 Landvogt im Thurgau, dann Obervogt in Wollishofen, 1541 Amtmann von Winterthur, 1549 Reichsvogt. In seiner z.T. memoirenartigen Darstellung der Kappelerkriege von 1529-31 verurteilt E. den polit. Einfluss der Geistlichkeit, besonders denjenigen Zwinglis. | EDLIBACH, Hans (I19665)
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| 5717 | weiterführende Info: HLS 1478, Ende April 1551 Zürich, von Zürich. Sohn des Felix (->) Margareta Lautenschlager. Schwiegervater von Johannes Stumpf. B. schlug eine geistl. Laufbahn ein, wie sie für Zürcher Bürger- und Ratsherrensöhne am Vorabend der Reformation häufig war. 1492 wurde er vom Rat der Stadt Zürich auf eine Chorherrenstelle des Stifts Embrach präsentiert. Im Wintersemester 1494-95 studierte er an der Univ. Basel, ohne einen akadem. Grad zu erlangen. Ab 1496 war er Rektor der Pfarrkirche Lufingen, ab 1498 residierender Chorherr in Embrach. Zwischen 1508 und 1516 verfasste B. eine Schweizerchronik in vier Teilen: Ursprung der Eidgenossenschaft (Helvetier), Verzeichnis der schweiz. Adelsgeschlechter, Geschichte der Orte (ohne Solothurn und Schaffhausen) bis zum Eintritt in den Bund, Geschichte der Eidgenossenschaft bis 1509. 1518 wurde B. vom Rat der Stadt Zürich auf die Propstei des Stifts Embrach präsentiert, das er bis zu dessen Säkularisation (19.9.1524) verwaltete. 1520-21 ist B. als Träger des Titels eines päpstl. Notars belegt. Er war ein Anhänger der Reformation und nahm an den Zürcher Disputationen teil. 1524 heiratete B. seine Haushälterin, mit der er bereits Kinder hatte. Nach der Reformation war er 1525-28 Almosenobmann in Zürich, 1528-36 Amtmann des aufgehobenen Klosters Töss. B. erwarb sich Verdienste als geschickter Verwalter von (säkularisierten) geistl. Institutionen und als Verfasser einer Chronik, welche als erster Versuch einer pragmat. Darstellung der Schweizergeschichte gilt. | BRENNWALD, Heinrich (I19672)
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| 5718 | weiterführende Info: HLS nach 1486 Locarno, 13.7.1572 Zürich, von Locarno. Sohn des Johannetus Orello. Apollonia Toma, von Locarno. 1541 erwarb O. eine Apotheke in Locarno und betätigte sich in Handelsgeschäften. Er gehörte der Vorsteherschaft der evang. Gemeinde in Locarno an. 1555 traf er als Refugiant in Zürich ein. Er besass 1557 in Zürich ein Ladengeschäft und handelte u.a. mit Lederwaren, Hüten, Seifen, Unschlitt und Kerzen, bereits 1558 auch mit Seide, Samt und Zwilch. O. ist der Stammvater der Fam. O. in Zürich. Als solchem widmete ihm Salomon von O. 1797 eine verklärende Biografie von über fünfhundert Seiten. | VON ORELLI, Aloisius (I20643)
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| 5719 | weiterführende Info: HLS vor 1472, 28.6./24.10.1521 Basel. Sohn des Heinrich, Ratsherrn der Achtburger, und der Margrit Schilling. Bruder des Lux (->). Enkel des Heinrich (->). Ritter. 1) vor 1504 Maria Bär, Tochter des Hans, Zunftmeisters zu Safran, 2) 1514 Elisabeth Offenburg, Tochter des Philipp, Junkers und Ratsherrn. 1487-1502 Basler Ratsherr der Achtburger, 1501-20 Siebnerherr (Finanzen), 1502-18 zahlreiche wichtige Ratsämter im Gerichts-, Sozial- und Bauwesen, 1501-21 Dreizehnerherr, 1503-21 Bürgermeister. Militär. Ämter in den Auszügen nach Bellinzona 1503 und 1507, über 70 Gesandtschaften in die Eidgenossenschaft, an den Oberrhein und in die Basler Herrschaft. Der eng mit der Basler Oberschicht und der Regimentsspitze verflochtene Z. war einer der führenden Politiker Basels zu Beginn des 16. Jh. | ZEIGLER, Wilhelm (I21627)
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| 5720 | weiterführende Info: HLS --> Grossrat von: 1368 an 1390 in Zürich, Zürich, ZH, CHE --> Heimlicher von: 1378 an 1389 in Zürich, Zürich, ZH, CHE --> Mitglied des Hofgerichts von: 1383 an 1390 in Zürich, Zürich, ZH, CHE --> Bürgermeister von: 1384 an 1389 in Zürich, Zürich, ZH, CHE | SCHWEND, Ritter Ritter Rudolf (I14106)
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| 5721 | weiterführende Info: HLS 1425 in Zürich erstmals erw., 19.2.1479 Zürich, von Zürich. Sohn des Ital, Seckelmeisters und Apothekers. Cousin des Johann (->). 1431-38, 1441 und 1476-79 Ratsherr der Zunft zur Saffran im Kl. Rat, 1439-40 und 1442-75 Bürgermeister von Zürich, mehrfach Tagsatzungsgesandter. S. stand mit Rudolf Stüssi an der Spitze der österr. Parteigänger. Während seiner Amtszeit setzte Zürich seine Expansionspolitik fort und erwarb u.a. 1467 Winterthur. Der Apotheker S. gehörte zu den reichsten Zürchern seiner Zeit. | SCHWARZMURER, Jakob (I19562)
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| 5722 | weiterführende Info: HLS Eingebürgert 1518 in Schaffhausen, Schaffhausen, SH, CHE Zu Beginn des 16. Jh. aus Engen (Hegau) nach Schaffhausen eingewandertes Kaufmannsgeschlecht, dessen Stammvater Bartholomäus (um 1460-1533/34) Ursula, Tochter des Zunftmeisters Heinrich Schalch, heiratete, 1518 das Bürgerrecht erwarb und das Stammhaus Zum Schwanen erbaute. Drei Hauptlinien gehen auf dessen Söhne zurück. Zur ersten Linie gehört der Täufer Hans, der 1525 am Aufstand der Rebleute in Schaffhausen beteiligt war, dessen Sohn Bartholomäus (1520/25-1592), 1561 Landvogt zu Mendrisio, Grossrat und Hauptmann der Schaffhauser im Mühlhauserkrieg 1587, und dessen Urenkel Hans Jakob (->). Einer zweiten Linie entstammten Georg (1560 Grossrat, vor 1574), dessen gleichnamiger Sohn, Tuchhändler, Oberbaumeister und Erbauer des Hauses Zum Schild und der Enkel Samuel (->) sowie ein anderer Enkel, Johann Martin (->). Eine dritte Linie wurde durch Beat begründet. Seine Nachfahren waren u.a. Johann Heinrich (->), dessen Sohn Johann Ulrich (1753-1786), Arzt am Inselspital Bern und Verfasser zahlreicher medizin. Schriften, sowie dessen Urenkel Johann Georg (->). Die Schaffhauser O. wurden in der 1. Hälfte des 19. Jh. auch Bürger von Lenzburg und Zürich. | OSCHWALD, Bartholome (I12869)
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| 5723 | weiterführende Info: HLS Erstmals bezeugt 1328, 29.9.1379 Reichenau. Sohn des Frh. Mangold I. und der Margarethe von Nellenburg. Ab 1328 Konventuale, 1343-79 Abt von Reichenau. B. hatte sich der Übergriffe der Gf. von Württemberg zu erwehren. Er schloss 1358 mit den Hzg. von Österreich einen Dienstvertrag, durch den die Reichenau faktisch unter österr. Landesherrschaft geriet. Schwer verschuldet, musste er 1367 den gesamten Klosterbesitz den Gläubigern, u.a. seinem Bruder Heinrich (->) übergeben. 1365-72 beteiligte er sich an der Fehde der B. mit Konstanz. | VON BRANDIS, Eberhard (I19234)
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| 5724 | weiterführende Info: HLS Erstmals erw. 1356, 19.11.1385 Kaiserstuhl, Reichenau. Sohn des Frh. Thüring II. und der Katharina von Weissenburg. Neffe des Heinrich. An der Fehde seines Geschlechts mit Konstanz beteiligt, wurde B. 1384 in zwiespältiger Wahl gegen Nikolaus von Riesenburg (röm. Obedienz) zum Bf. von Konstanz gewählt und von Papst Clemens VII. bestätigt. B. kämpfte, gestützt auf Hzg. Leopold III. von Österreich, gegen die Anhänger röm. Obedienz (Stadt Konstanz, schwäb. Bundesstädte) um das Bistum. | VON BRANDIS, Mangold II. (I19230)
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| 5725 | weiterführende Info: HLS M. wird um 1191/92 im Zusammenhang mit einem Lehensbrief erwähnt, den er und Beltramo (wahrscheinlich sein Bruder) vom Bf. Anselmo von Como zum Dank dafür erhielten, dass sie in schwierigen Zeiten die Bischofskirche und das bischöfl. Mensalgut unterstützt hatten. Zu den Gütern, mit denen M., der auch als Gaffo da Locarno bekannt war, belehnt wurde, gehörte das Schloss in M. 1210 anerkannte Ks. Otto IV. diese Privilegien. Er versicherte der Fam. seinen Schutz in der Ausübung ihrer Rechte und ermächtigte M. und seine Nachkommen, die ihnen unrechtmässig entzogenen Lehen wiederzuerlangen. 1219 bestätigte Friedrich II. den M. alle früher zugestandenen Regalien. Im selben Jahr entsandte er M. zu einem Prozess nach Germignaga am Langensee, in den das Bleniotal verwickelt war; der Prozessgegenstand ist unbekannt. | VON MURALT, Gaffus (I22903)
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| 5726 | weiterführende Info: HLS um 1440 Brugg, 7.3.1501 Zürich, von Zürich. Sohn des Hans, Gastwirts und Rats von Brugg. 1) NN Rey, von Bremgarten (AG), Schwester des Zürcher Ratsherrn Johannes, 2) Antonia Wyder, von Bern, Tochter des Ratsherrn Niklaus. 1474 Unterschreiber in Zürich, Verfasser von Musterbriefen und Kopiervorlagen, 1479-84 in der Berner Kanzlei, ab 1484 Zürcher Stadtschreiber (Einführung der Ratsmanuale). Ab 1487 Tagsatzungsgesandter, Vermittler im Streit zwischen dem Sittener Bf. Jost von Silenen und dem Hzg. von Mailand (am 22.2.1487 erhielt A. 400 Dukaten vom Hzg.). 1489 Verfasser des Vergleichs zwischen Zürcher Landleuten und Hans Waldmann. Auf Befehl Waldmanns änderte A. den Vergleich, wurde in der Folge verhaftet und kurzzeitig suspendiert. 1499 Sprecher der Eidgenossen an den Verhandlungen zum Frieden von Basel. Staatstragende Rolle als Stadtschreiber. | AMMAN, Ludwig (I22269)
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| 5727 | weiterführende Info: HLS um 1539, 29.3.1612 Konstanz. Sohn des Kaspar, fürstbischöfl. Obervogts zu Arbon, und der Siguna von Diesbach. Vetter des Jakob Christoph (->). Konstanzer Kleriker, 1551 Exspektant, im Wintersemester 1555/56 Stud. in Freiburg i.Br., 1560 Konstanzer Domkapitular. Vor dem 14.11.1578 wurde B. Propst des Kollegiatstifts St. Pelagius in Bischofszell mit Residenz in Konstanz. Nach der grossen Misswirtschaft seines Vorgängers konsolidierte er das Stift rechtlich und ökonomisch. 1602 führte er gegen starken Widerstand der Chorherren, die deshalb nachträglich seine Wahl anfochten, neue Statuten im Sinne der kath. Reform ein. Er resignierte 1610. In Konstanz arbeitete B. eng mit dem reformfreudigen Weihbf. Balthasar Wurer zusammen sowie mit Bf. Kardinal Andreas von Österreich, der ihn mit wichtigen Missionen betraute. | BLARER, Hans Jakob (I21216)
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| 5728 | weiterführende Info: HLS wohl nach 1500, 25.2.1587, ref., von Aarau. Sohn des Sebastian (->) und der Margarita von Stuben. Barbara von Erlach. 1530 aus dem Aarauer Gr. Rat gestossen, wohl wegen Sympathie mit dem Katholizismus (zwei Brüder waren Bürger von Solothurn). 1542-55 und 1576-87 Aarauer Schultheiss. Mitherr zu Schöftland. | VON LUTERNAU, Beat (I21668)
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| 5729 | weiterführende Info: HLS Zürcher Bürgerfam., die 1835 erloschen ist. Stammvater ist Hans von St. Gallen, der 1432 das Zürcher Bürgerrecht erhielt. Im 16. Jh. war die Fam. im Staats- und Militärdienst tätig und stieg dabei sozial so weit auf, dass sie 1590 in die Konstaffel und 1638 in die Adelige Gesellschaft zum Rüden aufgenommen wurde. Seit Hans Heinrich (1520-75) trugen immer wieder Angehörige der Fam. den Junkertitel und ab dem 16. Jh. gingen die R. ausschliesslich Ehen mit Frauen aus Zürcher Junkergeschlechtern ein. Sie sassen zwölfmal im Gr. Rat (erstmals 1520) und im 18. Jh. zweimal im Kl. Rat (Hans ->). 1646-1735 waren sie Inhaber der Gerichtsherrschaft Nürensdorf. Das nicht sehr zahlreiche Geschlecht besass im 16. Jh. zwei Schilde der Schildner zum Schneggen, wobei nur einer bis 1835 gehalten werden konnte. | REINHARD, Hans (I8937)
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| 5730 | weiterführende Info: HLS | VON OFFENBURG, Peter (I19279)
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| 5731 | weiterführende Info: HLS ADB | GONZENBACH, Karl August (I14801)
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| 5732 | weiterführende Info: HLS Berner Biografien Wiki ADB | VON MÜLINEN, Kaspar (I21236)
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| 5733 | weiterführende Info: HLS Berner Biografien Wiki GND 1442 Brugg (?), 1513 Wildegg (Gem. Möriken-Wildegg), von Brugg und Bern (ab 1483). Sohn des Balthasar und der Küngold von Scharnachtal. Enkel des Ludwig, Schultheissen von Brugg. 1) 1465 Margareta Müller, von Baden, Tochter des Schultheissen Hans, 2) 1484 Kyburga von Hinwil, Tochter des Herdegen, Herrn zu Werdegg. E. erhielt anlässlich der Schlacht bei Murten (1476) den Ritterschlag. 1483/84 kaufte E. von Bern die Burg Wildegg mit zugehörigen Gütern und Rechten und begründete so die Wildegg-Linie. | EFFINGER, Kaspar (I11320)
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| 5734 | weiterführende Info: HLS GND um 1521 Locarno, Dezember 1566 Zürich, kath., später ref., aus einer Adelsfam. von Muralto. Sohn des Giovanni. Lucia Orelli, Tochter des Aloisio, Advokaten, von Locarno. In Pavia erwarb M. den Doktor der Rechte, wurde herzogl. Podestà von Vigevano (Lombardei) und war vorher vermutlich auch Podestà von Luino. Er gehörte zu den ersten konvertierten Schülern des ab 1536 in Locarno wirkenden Reformators Giovanni Beccaria und wurde bald eines der wichtigsten Mitglieder der evang. Gem. von Locarno. 1549 nahm M. an dem vom Landvogt einberufenen Religionsgespräch teil. Nach Beccarias Weggang im selben Jahr übernahm er zusammen mit Taddeo Duno die geistl. Leitung der Gemeinde. Um dem neuen Glauben nicht abschwören zu müssen, ging er ins Exil und liess sich in Zürich nieder. Zusammen mit anderen Reformierten aus Locarno investierte er einen Teil seines beträchtl. Vermögens in Pariso Appianos Samtweberei und Seidenfärberei. Bis zu seinem Tode blieb er eines der führenden Mitglieder der Flüchtlingskolonie, die er auf der Tagsatzung in Baden vertrat und deren Gemeinschaftsgüter er verwaltete. Sein Sohn Lodovico, der den Namen Hans Ludwig annahm, liess sich in Bern nieder und wurde dort zum Stammvater der Berner von Muralt. | VON MURALT, Dr. jur. Dr. jur. Martin (I20647)
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| 5735 | weiterführende Info: HLS GND 14.10.1482 Zürich, 3.12.1544 Zürich, von Zürich. Sohn des Marx (->) und der Barbara Schad. Bruder des Caspar (->). 1) 1510 Anna Summer, Tochter des Rudolf, Schultheissen von Aarau, 2) 1528 Küngolt Byss, Tochter des Urs Byss. Reichtum und Familientradition prädestinierten R. zum Staatsdienst, wo er eine steile polit. Karriere durchlief. Er begann 1513 als Vertreter der Konstaffel im Gr. Rat, wurde 1514 zusätzlich Stadtrichter und gelangte 1518 in den Kl. Rat. Ebenfalls 1518 unternahm er eine Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela. 1519 wurde er zum Augustinerpfleger ernannt. 1522 gehörte er als Seckelmeister zu den Standeshäuptern, der polit. Elite Zürichs, ehe er 1525-44 als Bürgermeister an der Spitze der Stadt stand. R.s Einfluss zeigte sich in der ständigen Abordnung zu den Tagsatzungen. Der Reformation stand er positiv gegenüber. Seinen Freund Huldrych Zwingli begleitete er an die Berner Disputation. Während der Kappelerkriege (1529-31) nahm er eine gemässigte Haltung ein, was nichts an seiner proreformator. Position änderte. Sein "Gevatter" Heinrich Bullinger nannte ihn einen der Hauptförderer der Reformation, später das Herz von Zürich. 1537 setzte sich R. beim franz. König Franz I. für die Protestanten ein. Er galt schon während seiner Amtszeit als ausgezeichneter Magistrat und als reichster Zürcher. | RÖIST, Diethelm (I20162)
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| 5736 | weiterführende Info: HLS GND 29.7.1454 Zürich, 15.6.1524 Zürich, von Zürich. 1) 1477 Barbara Schad, Tochter des Jacob, aus Mittelbiberach (Schwaben), 2) Dorothea Göldli, Tochter des Heinrich Göldli. R. war ein reicher Rentner. 1476 begann er seine polit. Karriere als Schultheiss, 1489 vertrat er die Konstaffel zuerst im Hörnernen Rat, danach im Gr. Rat. Ein Jahr nach seiner Wahl in den Kl. Rat 1493 wurde R. Seckelmeister und war zusätzlich ab 1498 Reichsvogt von Altstetten. Mit der Wahl zum Bürgermeister 1505 gelangte er endgültig an die Spitze Zürichs. Sein polit. Einfluss auf eidg. und auch europ. Ebene war bedeutend. R. nahm an der Mehrheit der über 160 Tagsatzungen und eidg. Konferenzen teil, die 1500-20 in Zürich abgehalten wurden. Auf internat. Parkett führte er 1499 die eidg. Gesandtschaft zu Ludwig XII. und handelte ein neues Soldbündnis mit Frankreich aus. 1512 führte R. eine weitere Delegation mit dem gleichem Ziel und Resultat zu Papst Julius II. ursprünglich: Giuliano della Rovere, 1443-1513). Papst von 01.11.1503 bis 21.02.1513). Während seiner Amtszeit berief er das Fünfte Laterankonzil ein. Am 18. April 1506 begann er den Bau des Petersdoms in der Absicht, die größte und prächtigste Kirche des Erdkreises zu erbauen. Die uneheliche Tochter des Papstes Felice della Rovere (1483–27. September 1536) heiratete den römischen Adeligen Gian Giordano Orsini. Die militärischen Interessen des Papstes waren sehr ausgeprägt. Weil er keinerlei Hemmung hatte, Menschen zu töten, und keine Gnade kannte, nannte ihn Martin Luther einen „Blutsäufer“. Zum Schutz seiner Person gründete er eine neue päpstliche Leibwache, die Schweizergarde. Am 22. Januar 1506 zog eine Truppe von 150 Reisläufern unter Kommandant Kaspar von Silenen (um 1467 im Kanton Uri + 05.08.1517 in Rimini) aus dem Kanton Uri zum ersten Mal im Vatikan ein und sie empfingen den Segen des Papstes. Der Tag gilt als Gründungstag der ersten Päpstlichen Schweizergarde. Ihre Aufgabe war es, dem Papst als Leib- und Palastwache zu diene Nach der Schlacht von Murten 1476, wo er zum Ritter geschlagen wurde, spielte er in sämtl. Kriegszügen militärisch oder politisch eine wichtige Rolle. R. befehligte die eidg. Truppen sowohl bei der Schlacht von Marignano 1515 wie auch beim Rückzug. 1517 wurde er von Papst Leo X. (Giovanni de Medici - in sein Pontifikat fällt der Beginn der Reformation!) zum 2. Kommandanten der päpstlichen Schweizergarde ernannt, liess sich in Rom aber bis 1524 von seinem Sohn Caspar vertreten. Die Wahl Röists war nicht zufällig. Zürich galt bis zur Reformation als eine der wenigen Städte, die die päpstliche Politik in der Schweiz zuverlässig unterstützte. Der Hintergedanke war, dass Zürich mit der Wahl Röists noch näher an den Kirchenstaat gebunden werden sollte.[5] Röist wollte wegen seines hohen Alters zunächst nicht annehmen. Durch Überzeugungsarbeit des Papsts, seinem Legaten und dem grossen Rat Zürichs nahm er schliesslich die Berufung doch an. In religiösen Angelegenheiten ging er mit Huldrych Zwingli in der Pensionenfrage und der Absicht, Gotteswort richtig zu interpretieren und zu befolgen, einig. R. stellte sich jedoch vehement gegen die Entfernung der Bilder aus den Kirchen. Sein Tod kam wohl einem Bruch mit Zwingli zuvor, und der Rat von Zürich erliess bezeichnenderweise noch am Todestag von R. das Mandat, das den Bildersturm auslöste. "Röist war zweimal verheiratet. Seine erste Frau Anna Meyer von Knonau ehelichte er am 6. August 1500. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, welche jedoch beide in jungen Jahren verstarben. Mit seiner zweiten Gattin, Elisabeth Klingler hatte er sechs Kinder, unter anderem Sohn Kaspar, der ihm später als Kommandant der päpstlichen Garde in Rom folgte" https://de.wikipedia.org/wiki/Marx_Röist - zu prüfen!!! | RÖIST, Ritter Ritter Marx (I19484)
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| 5737 | weiterführende Info: HLS GND VIAF 1472 Basel, 1524 Solothurn, von Basel, ab 1521 von Solothurn. Sohn des Michel, Papierfabrikanten. 1) Helena Meyer zum Pfeil, Tochter des Claus, Ratschreibers, 2) Maria Jungermann, Tochter des Hans, Oberstzunftmeisters. G. war Papiermacher und Kaufmann. 1503-12 Basler Grossrat, 1504-13 im Stadtgericht, 1512-21 Zunftmeister zu Safran, 1512 und 1515-21 Siebner (Finanz), 1515-17 Dreier (Finanzausschuss), 1520 Appellherr, 1519-21 Dreizehner (Geheimer Staatsrat). Er versah 29 eidg. und neun regionale Gesandtschaften. G. gehörte zu den Wortführern der profranz. Partei. Nach Annahme von Pensionen wurde er im sog. Pensionensturm 1521 aus dem Rat gestossen. Er floh nach Solothurn, von wo er bei der Eidgenossenschaft heftig gegen Basel agitierte. Seine Güter in Basel wurden konfisziert und versteigert. Nach seinem Tod verwickelten seine Witwe und habsburg. Adlige Basel in einen Kleinkrieg; die gallizian. Fehde wurde erst 1528 beigelegt. | GALIZIAN, Hans (I19190)
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| 5738 | weiterführende Info: HLS GND VIAF 1500 Schaffhausen, 10.1.1577 Schaffhausen, von Schaffhausen. Sohn des Hans (->). Bruder des Martinus (->). 1) 1526 Anna Schmid vom Gelben Horn, 2) 1533 Anna Schlappritzi, von St. Gallen. 1547-77 mehrfach Bürgermeister von Schaffhausen. 1534 Zunftmeister und Gesandter nach Lyon, 1545 Tagsatzungsgesandter nach Aarau, 1548 nach Basel sowie 1555 in Schaffhausen im Streit um den Verlauf der Grenze zwischen der Grafschaft Kyburg und Schaffhausen auf der Rheinbrücke. Oberpfleger des Spitals. Durch erfolgreichen Textilhandel stieg P.s Vermögen von 2'500 (1526) auf 56'700 Gulden (Witwenvermögen 1580)., Portrait von Tobias Stimmer von ihm und seiner zweiten Ehefrau Anna Schlapritz (1515-1582) | PEYER MIT DEM WECKEN, Alexander (I21409)
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| 5739 | weiterführende Info: HLS GND VIAF 1515 Schaffhausen, 20.5.1582 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Hans (->). Bruder des Alexander (->). 1) um 1540 Katharina von Kilch, 2) 1557 Elisabetha Ziegler, Tochter des Itelhans, Statthalters. Doktor der Rechte in Paris. Zwei Jahre Prof. an der Univ. Heidelberg. Rechtsberater zahlreicher Fürsten und Unterhändler der Stadt Schaffhausen. P. baute mit seinem Bruder Heinrich die Häuser zur Fels und zur Freudenfels. In der vom Vater geerbten Gerichtsherrschaft Haslach im Klettgau errichtete er das schlossartige Gerichtsherrenhaus. P. amtierte als Eherichter und Obervogt zu Neunkirch. Er trat von der Zunft zun Schmieden zur Gesellschaft zun Kaufleuten über. 1575 liess er sich von Tobias Stimmer porträtieren. | PEYER MIT DEM WEGGEN, Dr.iur. Dr.iur. Martin (I2285)
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| 5740 | weiterführende Info: HLS GND VIAF Erstmals erwähnt 1465, um 1521, ab 1465 von Unterwalden, 1475-81 von Lindau am Bodensee, 1488-90 von Zürich. Sohn des Rudolf (->). 1) 1487 N. (?) von Breitenlandenberg von Altenklingen, 2) um 1490 Justina Roll von Bonstetten, Tochter des Andreas Roll, Ritters. M. stammte von Ravensburger Kaufleuten ab und war Kaufmann, später Gerichtsherr. Ein Handel mit Ks. Friedrich III. und der Stadt Lindau brachte ihm einige Monate Freiheitsentzug und grosse Unkosten (Mötteli-Handel 1482-86). 1486/89 kaufte M. die Herrschaft Pfyn und Dettighofen, 1488 war er Mitherr von Bürglen. 1489 belehnte ihn der thurg. Landvogt mit Mettlen und Oberbussnang. 1508 erwarb er das Schloss Sulzberg (Gem. Untereggen) und 1512 die Herrschaft Wellenberg. M. war streitsüchtig und verkörperte den Typus des spätma. Aufsteigers, der als Kaufmann Herrschaftstitel erwarb. | MÖTTELI VON RAPPENSTEIN, Jakob (I10272)
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| 5741 | weiterführende Info: HLS GND VIAF um 1410 Köln, 1479 Bern, ursprünglich aus Köln, von Bern. 1) Anastasia Bumann, Tochter des Schultheissen von Olten, 2) Agnes von Diesbach, Nichte des Ludwig von Diesbach. Gelernter Goldschmied. 1435 Reisen nach Venedig und an den Hof von Savoyen. 1436 in Bern in Diensten der Brüder Ludwig, Loy und Hans von Diesbach, deren Juwelenhandlung er führte. 1440 Eintritt in den Gr. Rat und Fahrt nach Jerusalem mit Ludwig von Diesbach, mit dem G. eine enge Freundschaft verband. 1447 mit Ludwig von Diesbach im Alten Zürichkrieg, 1447-50 mit diesem Reisen nach Italien, Frankreich, Spanien und Deutschland. 1450 Rückkehr nach Köln. 1467 zweite Reise G.s nach Palästina und auf die Halbinsel Sinai mit Wilhelm (1442-1517) und Niklaus (1430-75) von Diesbach. 1474-76 in den Burgunderkriegen Teilnahme an den Schlachten von Héricourt, Grandson und Murten. Über seine Reisen hat G. die "Denkwürdigkeiten" verfasst; v.a. der Bericht über die zweite Fahrt ins Hl. Land ist von kulturgeschichtl. Wert. | VON DER GRUBE, Hans (I21252)
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| 5742 | weiterführende Info: HLS GND VIAF | MEYER, Bernhard (I19191)
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| 5743 | weiterführende Info: HLS weiterführende Info: Wiki 23.4.1500 Bruchsal (Baden, D), 1577/78 Zürich, aus dem Hochstift Speyer, ab 1548 von Zürich. Sohn des Hans, Gerbers und Schultheissen, und der Margaretha Zwyr. 1) 1529 Regula Brennwald, Tochter des Heinrich Brennwald, 2) 1562 Barbara Ruf, Schwester des Jakob Ruf, 3) 1572 Agnes Edlibach, Tochter des Gerold Edlibach. Schwager von Hans Edlibach, Jakob Edlibach und Ludwig Edlibach. Schulen in Bruchsal, Landau (Pfalz), Durlach (Baden) und Strassburg, 1519 Stud. in Heidelberg. 1520 im Dienst des bischöfl. Notars in Speyer, Bekanntschaft mit Johann von Hattstein und Eintritt in den Johanniterorden, 1521 Johanniterkolleg in Freiburg i.Br., 1522 Priesterweihe in Basel sowie Prior und Leutpriester der Kommende Bubikon. Dort trat S., der bereits früher mit der reformator. Lehre in Kontakt gekommen war, 1528 zur Reformation über. Er wurde zum Mitstreiter Huldrych Zwinglis und bekämpfte mit Konrad Schmid die sich ausbreitende Täuferbewegung im Zürcher Oberland. 1528 begleitete er Zwingli an die Berner Disputation und wurde 1532 Dekan des oberen Wetzikoner Kapitels. 1543 wechselte er als Pfarrer nach Stammheim und wurde 1548 Dekan des Kapitels Stein am Rhein. 1561 suchte er aus gesundheitl. Gründen um seine Entlassung nach und zog 1562 nach Zürich. Als Geschichtsschreiber kopierte S. Heinrich Brennwalds Schweizerchronik und führte das Werk, heute als Reformationschronik bekannt, bis in seine eigene Zeit fort. 1547-48 erschien als sein Hauptwerk eine hist.-topograf. Landesbeschreibung der Schweiz unter dem Titel "Gemeiner lobl. Eydgnoschafft [...] beschreybung", das in enger Zusammenarbeit mit Gelehrten wie Heinrich Bullinger, Vadian und Aegidius Tschudi sowie aufgrund eigener Archivreisen ("Reisebericht von 1544") entstanden war. Die Schrift, die am Übergang vom alemann. Dialekt zur neuhochdt. Schriftsprache steht, schildert mit antihabsburg. Tendenz die Geschichte der Schweiz von den Helvetiern bis zur Reformationszeit und wurde deshalb von Ks. Karl V. verboten. 1554 publizierte S. eine gekürzte und modifizierte Fassung als "Schwytzer Chronica", ebenso wurde 1548 eine Auswahl der dem Werk beigegebenen Karten als erster Atlas der Schweiz separat unter dem Titel "Landtafeln" veröffentlicht. Weitere Werke S.s widmen sich dem Jüngsten Tag (1563) sowie der Geschichte des Konstanzer Konzils (1541) und Heinrichs IV. (1556). Daneben sammelte S. Material zur Geschichte des Abendmahlsstreits und übersetzte eine Schrift Ludwig Lavaters zu diesem Thema. | STUMPF, Johannes (I19669)
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| 5744 | weiterführende Info: HLS Wiki ADB GND VIAF | VON HALLWIL, Hans (I19315)
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| 5745 | weiterführende Info: HLS Wiki GND 1487 vermutlich Wildegg (Gem. Möriken-Wildegg), 1551 Wildegg, von Brugg und Bern. Sohn des Kaspar (->) und der Kyburga von Hinwil. 1507 Margarete Muntprat von Spiegelberg, Tochter des Konstanzer Schultheissen Jakob. Nach dem Tod seines Vaters 1513 übernahm E. Schloss und Herrschaft Wildegg. 1521-24 stand er in päpstl. bzw. franz. Solddienst in Norditalien. Um 1535 stritt er mit Bern um die Schmälerung twingherrl. Kompetenzen. | EFFINGER, Christoph I. (I11306)
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| 5746 | weiterführende Info: NDB Seit 1548 war B. tätig für den Rat von Zürich für Standesscheiben (Ehrenwappen). Von 1557 sind zwei NB signierte Scheiben erhalten, die eine geliefert in den Kreuzgang des Klosters Muri (jetzt in der Kantonalen Historischen Sammlung in Aarau) für den Prior Janni vom Kartäuserkloster Ittingen, die andere mit Darstellung von Christus am Ölberg (nach Dürers Großer Passion) für den Propst Niklaus Haas in Luzern. Am bekanntesten ist sein zyklischer Auftrag der Jahre 1558/59 für den Kreuzgang des Frauenklosters Tänikon (Kanton Thurgau), wo er nach dem von der Äbtissin bestimmten Plan die ganze Geschichte des Heilands darstellen sollte. Er lehnte sich dabei in seinen 22 Scheibenbildern, meistens signiert NB, weitgehend an Dürers „Marienleben“ und die „Kleine Passion“ an. Der Zyklus ist erhalten; aus der Sammlung Vincent kam der größte Teil an das Schweizerische Landesmuseum. 1562 durfte B. für Kaiser Ferdinand I. eine Wappenscheibe machen. 1562-67 lieferte er Scheiben für den Kreuzgang des Klosters Wettingen, wo sie noch zu sehen sind. Seine den Katholiken günstige Gesinnung verschaffte ihm dank der Empfehlung von Gilg Tschudi 1568 das Amt des Schäniser Amtmanns in Zürich. Damit hörte seine Glasmalertätigkeit nahezu auf. - B.s Arbeiten zeichnen sich aus durch große Farbigkeit, obgleich er schon ausgiebig Schmelzfarben verwendete, und durch reichstes Arabeskenwerk der Umrahmung. Danach können ihm an nicht signierten Arbeiten zugewiesen werden die Wappenscheiben für Abt Diethelm Blarer, St. Gallen, von 1551 und für Abt Adam Heer, Einsiedeln, nach 1569. Ein von Christoph Murer 1595 gemaltes Ölporträt eines 71jährigen Mannes stellt vermutlich B. dar. | BLUNTSCHLI, Niklaus (I23541)
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| 5747 | weiterführende Info: Wiki GND VIAF | VON ERLACH, Burkhard (I21686)
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| 5748 | weiterführende Information: Archiv | VON KRAUCHTHAL, Peter II. (I18614)
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| 5749 | weiterführende Information: Archiv | VON BENNENWIL, Anna (I18636)
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| 5750 | weiterführende Information: Berner Biografien | N., Katharina (I7959)
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