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| 5651 | war ein deutscher Komponist, Dirigent und Pianist. Foto aus den 1860er Jahren von Emilie Bieber Büste von Joseph Durham Leben Seine Eltern waren der jüdische Kaufmann Moritz David Goldschmidt und dessen Ehefrau Johanna Goldschmidt. Das Ehepaar hatte acht Kinder, die im geschützten Raum des wohlhabenden und gebildeten Elternhauses aufwuchsen. Die Familie gehörte zum Kreis des liberalen Reformjudentums. Da die Mutter musikalisch sehr begabt war – sie war eine hervorragende Sängerin, Klavier-, Geigen- und Harfenspielerin –, wurde großer Wert auf die musische Bildung der Kinder gelegt. Otto Goldschmidt besuchte von 1843 bis 1846 das Konservatorium in Leipzig. Dort war sein Lehrer u. a. Felix Mendelssohn Bartholdy. Dieser stellte seinem Studenten folgendes Zeugnis aus: „Herr Goldschmidt hat ein schönes Talent zum Pianofortespiel auf erfreulicher Weise ausgebildet, u. auch in der Composition für sein Instrument nicht unbedeutende Anlagen gezeigt“ (zit. n. Marx 2003, S. 158). Zusätzlich nahm er noch privaten Klavierunterricht bei Clara Schumann, wobei er auch den jungen Hans von Bülow kennenlernte. Am 5. Februar 1852 heiratete der hochtalentierte Musiker in Boston (Mass.) die um acht Jahre ältere weltberühmte Sängerin Jenny Lind. Ihr zuliebe konvertierte Otto Goldschmidt zum evangelischen Glauben. Dem Ehepaar wurden drei Kinder geboren. Nach dem Tod seiner Frau im Jahr 1887 veranlasste der Witwer die Herausgabe ihrer Biographie (deutsch, 2 Bde. Leipzig 1891). Seit 1858 lebte das Ehepaar Goldschmidt-Lind in London, wo Otto Goldschmidt 1863 Professor und später Viceprincipal an der Royal Academy of Music wurde. Er gründete 1876 den Bach Choir, den er bis 1886 leitete. In London gehörte das Ehepaar einem Kreis deutsch-englischer Intellektueller an. Dazu gehörten beispielsweise der Komponist und Musikwissenschaftler Arthur Sullivan, der Maler Rudolf Lehmann und der Schriftsteller Charles Dickens. Otto Goldschmidt schuf vor allem Klavierkonzerte und andere Klavierstücke, Lieder, Trios und das Oratorium Ruth, in dem Jenny Lind 1870 beim Niederrheinischen Musikfest in Düsseldorf das Sopransolo sang, womit sie ihre Gesangskarriere beschloss. Werke Jenny Lind. Ihre Laufbahn als Künstlerin. Leipzig 1891 Literatur Nachruf: Otto Goldschmidt, in: The Musical Times. Band 48, Nr. 770, 1. April 1907, S. 246–247 Ernst Waeltner: Goldschmidt, Otto Moritz David. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 6. Duncker & Humblot, Berlin 1964, ISBN 3-428-00187-7, S. 618 (deutsche-biographie.de). Hans Joachim Marx (Hrsg.): Hamburger Mendelssohn-Vorträge. Hamburg 2003. Linda Maria Koldau: Goldschmidt, Otto. In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite Ausgabe, Personenteil, Band 7 (Franco – Gretry). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 2002, ISBN 3-7618-1117-9, Sp. 1263–1264 | GOLDSCHMIDT, Otto Moritz David (I60518)
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| 5652 | war ein deutscher Rechtswissenschaftler und ehemaliger Rektor der Universität Heidelberg. Johannes de Spina entstammt einer alten evangelischen Familie aus Armentières in den damaligen Spanischen Niederlanden, die sich anfangs de l’Espine nannte und Mitte des 16. Jahrhunderts vor den spanischen katholischen Truppen des Herzogs Alba über Aachen nach Heidelberg geflüchtet war. Sein Urgroßvater war der Aachener Stadtphysikus Peter de Spina I. und sein Großvater Peter de Spina II. und sein Vater Peter de Spina III. waren ebenfalls Mediziner und zeitweise Rektoren der Universität Heidelberg. Johanns Mutter war Catharina Cornet (1614–1167), die zweite Ehefrau seines Vaters. Stuck, Personal der Kurpfälzischen Zentralbehörden, S. 91. Abendmahl in Heidelberg-Klosterkirche zu Weihnachten 1657, "Francofurtensis". Studium in Heidelberg 1659 (Matrikel der Universität Heidelberg am 7.4.1659, "Francofortensis"). Veröffentlichung (Dissertation): Disputatio Iuridica Inauguralis. Exhibens Praecipuas Iuris Communis, Et Electoralis Palatini, circa materiam testamentariam, differentias / Quam ... Decreto Et Authoritate, Magnifici Nobilissimi Et Amplissimi Iureconsultorum Ordinis, In Illustri Et Perantiqua Hidelbergensium Academia, Statutis Ita Iubentibus. / Praeside. ... D. Ioh. Friderico Bökelmanno ... Pro Summis In Utroque Iure Honoribus Et Privilegiis Doctoralibus Legitime consequendis Publicae & solenni Eruditorum censurae submittit. Johannes de Spina, Moena-Francofurtensis. Ad diem [...] April., Heidelberg 1666 (VD17 7:646918A). Licentiat beider Rechte und Syndikus (1669, 1680) sowie Professor und Rektor (1684/85) der Universität und Kirchenrat (1688) in Heidelberg. Tod lt. KB Heiliggeistkirche (o.A.). Von Karl Konrad Achenbach gehaltene Leichenpredigt in Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Signatur 21290. | DE SPINA, Prof. Dr. jur. utr. Prof. Dr. jur. utr. Johannes (I2254)
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| 5653 | war ein Dux der Langobarden im Gebiet von Friaul. Er fiel um das Jahr 610 im Kampf als die Awaren in Friaul einfielen. Seine Gemahlin Romhilda, Tochter von Herzog Garibald I. von Baiern und von Walderada, Tochter des Langobardenkönigs Wacho suchte daraufhin mit ihren Söhnen in der Stadt Forum Iulii Schutz. Die Stadt wurde dann von den Awaren eingenommen, angeblich weil Romhilda, von der Schönheit des jungen Awarenherrschers geblendet, die Tore öffnete. Die Männer der Stadt wurden umgebracht, die Frauen und Kinder verschleppt. Die Söhne Gisulfs konnten allerdings entkommen. Die Begebenheiten werden von Paulus Diaconus überliefert, der allerdings kein Zeitgenosse Gisulfs war. Warum die Awaren die Langobarden angriffen, mit denen sie sonst meist in gutem Einvernehmen standen ist unklar. Dies und die Tatsache, dass der damalige Langobardenkönig Agilulf offenbar keine Hilfe leistete, lassen die Vermutung zu, dass die Awaren in seinem Auftrag gegen Gisulf vorgingen.[1] Zwei der Söhne Gisulfs, Raduald und Grimoald waren nacheinander Herzog von Benevent. Grimoald wurde 662 sogar König der Langobarden. | VON FRIAUL, Gisulf II. (I24207)
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| 5654 | war ein fränkischer Adliger aus der Familie der Buviniden. Während des späten 9. Jahrhunderts fasste er die westlich der Saône gelegenen Gebiete des alten Burgund unter seiner Herrschaft zusammen und gilt damit als Begründer des mittelalterlichen Herzogtums Burgund, das der heutigen französischen Landschaft Bourgogne entspricht. | VON BURGUND, Richard ´der Gerichtsherr` (I17057)
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| 5655 | war ein führender fränkischer Großer im nördlichen Lotharingien (Niederlothringen) im 9. und 10. Jahrhundert. Er ist der Begründer der Sippe der Reginare, zu denen auch das bis 1918 regierende Haus Hessen gehört. Seine familiäre Herkunft ist nicht dokumentiert, wenngleich er allgemein als Sohn des Maasgaugrafen Giselbert und einer Tochter Kaiser Lothars I. angenommen wird[1]. Alternativ wird allerdings auch ein Reginar als Vater in Betracht gezogen, der zwischen 864 und 870 als Laienabt von Echternach genannt wird und der vermutlich mit dem comes Reginar identisch war, der 876 in der Schlacht von Andernach getötet wurde. Reginar I. wird in einer Liste der Laienäbte von Echternach als „junior“ bezeichnet.[2] Bereits in mittelalterlichen Chroniken wird Reginar I. der Beiname „Langhals“ (Collo-longus, Longum-collum) beigegeben, wohl irrtümlich in Verwechslung mit seinem Enkel Reginar III., dem dieser Beiname schon früher zugesprochen wurde.[3] | VON HENNEGAU, Reginar I. (I17051)
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| 5656 | war ein König des Ostgotenreichs aus dem Geschlecht der Amaler. Theoderich, der als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der spätantiken Völkerwanderungszeit gilt, herrschte nach seinem Sieg über Odoaker in Italien und fungierte zeitweise auch als Herrscher des Westgotenreichs. Seine Rechtsstellung, ob er im Namen des oströmischen Kaisers über das Weströmische Reich herrschte oder als Herrscher nur über die Ostgoten anzusehen ist, ist umstritten. Theoderich gilt als das historische Vorbild für Dietrich von Bern („Theoderich von Verona“) in der germanisch-mittelalterlichen Heldendichtung. | ..., Flavius Theodericus Rex Flavius Theodericus Rex Theodorich der Große (I36785)
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| 5657 | war ein Mitglied der berühmten venezianischen Morosini-Familie . Ihr Sohn war Andrew III. , Der venezianische König von Ungarn . | MOROSINI, Tomasina (I1919)
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| 5658 | war ein nicht-regierender badischer Markgraf. | BADEN, von von Wolfgang (I1409)
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| 5659 | war ein prominenter byzantinischer Feldherr, der gemeinsam mit seinem Bruder Nikephoros Phokas erfolgreich im Osten des Reiches gegen das Vordringen des islamischen Kalifates kämpfte. Nach der Thronbesteigung seines Bruders als Kaiser NIKEPHOROS II. (963–969) wurde er von diesem 963 zum KUROPALATES (etwa Obersthofmeister) und Logothetes tou dromu (etwa: leitender Minister) ernannt und fungierte während dessen Herrschaft als sein wichtigster Berater. Nach der Ermordung seines Bruders durch seinen Neffen JOHANNES I., der als 969 als KAISER VON BYZANZ nachfolgte, wurde er verbannt. Zweimal versuchte er die Macht für sein Haus zurückzugewinnen, scheiterte jedoch und starb GEBLENDET in der Verbannung. Durch seine Enkelin THEOPANO SKLERAINA (* um 955/60; † 15. Juni 991), die Gemahlin des Römisch-deutschen KAISERS OTTO II. hinterließ er in Europa eine dauerhafte Nachkommenschaft. | PHOKAS, Leiter des Palastes Leiter des Palastes Leon (I23933)
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| 5660 | war eine badische Prinzessin und durch Ehe Gräfin von Haigerloch, sowie Freifrau von Ow zu Wachendorf. | BADEN, von von Rosine (I1337)
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| 5661 | war eine badische Prinzessin und Titular-Markgräfin von Baden | BADEN, von von Sibylle (I1410)
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| 5662 | war eine Konkubine (ältere Forschung: Friedelfrau) des fränkischen Königs Lothar II. von Lothringen, der jedoch verheiratet war. Diese Tatsache hatte weitreichende politische und rechtgeschichtliche Folgen. Sie entstammte einer adligen Familie aus dem Maas-Mosel-Raum und war die Schwester von Gunthar, Erzbischof von Köln. Die 855 geschlossene Ehe Lothars mit Theutberga blieb kinderlos. Ab 857 bis zu seinem Tod 869 versuchte Lothar erfolglos, sich von Theutberga scheiden zu lassen, um eine gültige Ehe mit Waldrada einzugehen. Die Scheidung wurde insbesondere von Papst Nikolaus I. abgelehnt. Nachdem auf der Synode von Metz in Anwesenheit der päpstlichen Legaten die Scheidung (angeblich durch Bestechung) abermals anerkannt worden war, widerrief der Papst diese Entscheidung und exkommunizierte die Erzbischöfe Gunthar von Köln und Theutgaud von Trier, die auf der Synode von Metz die treibende Kraft gewesen waren. 868 wurde auch Waldrada vom Papst exkommuniziert. Auch ein Italienzug, auf dem Lothar seine Angelegenheit Papst Hadrian II. persönlich vortragen konnte, änderte nichts an der Entscheidung. Lothar wurde allerdings wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen, nachdem er dem Papst versichert hatte, dass er seit ihrer Exkommunikation nicht mehr mit Waldrada zusammengekommen war. Auf der Rückreise in den Norden starb Lothar II. in Piacenza.[1][2] Nach Lothars Tod zog Waldrada sich in das Kloster Remiremont zurück, wo sie auch begraben wurde. | N., Waltrada (I18430)
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| 5663 | war eine Konkubine (ältere Forschung: Friedelfrau) des fränkischen Königs Lothar II. von Lothringen, der jedoch verheiratet war. Diese Tatsache hatte weitreichende politische und rechtgeschichtliche Folgen. Sie entstammte einer adligen Familie aus dem Maas-Mosel-Raum und war die Schwester von Gunthar, Erzbischof von Köln. Die 855 geschlossene Ehe Lothars mit Theutberga blieb kinderlos. Ab 857 bis zu seinem Tod 869 versuchte Lothar erfolglos, sich von Theutberga scheiden zu lassen, um eine gültige Ehe mit Waldrada einzugehen. Die Scheidung wurde insbesondere von Papst Nikolaus I. abgelehnt. Nachdem auf der Synode von Metz in Anwesenheit der päpstlichen Legaten die Scheidung (angeblich durch Bestechung) abermals anerkannt worden war, widerrief der Papst diese Entscheidung und exkommunizierte die Erzbischöfe Gunthar von Köln und Theutgaud von Trier, die auf der Synode von Metz die treibende Kraft gewesen waren. 868 wurde auch Waldrada vom Papst exkommuniziert. Auch ein Italienzug, auf dem Lothar seine Angelegenheit Papst Hadrian II. persönlich vortragen konnte, änderte nichts an der Entscheidung. Lothar wurde allerdings wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen, nachdem er dem Papst versichert hatte, dass er seit ihrer Exkommunikation nicht mehr mit Waldrada zusammengekommen war. Auf der Rückreise in den Norden starb Lothar II. in Piacenza.[1][2] Nach Lothars Tod zog Waldrada sich in das Kloster Remiremont zurück, wo sie auch begraben wurde. | N., Waltrada (I22756)
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| 5664 | war eine Konkubine (ältere Forschung: Friedelfrau) des fränkischen Königs Lothar II. von Lothringen, der jedoch verheiratet war. Diese Tatsache hatte weitreichende politische und rechtgeschichtliche Folgen. Sie entstammte einer adligen Familie aus dem Maas-Mosel-Raum und war die Schwester von Gunthar, Erzbischof von Köln. Die 855 geschlossene Ehe Lothars mit Theutberga blieb kinderlos. Ab 857 bis zu seinem Tod 869 versuchte Lothar erfolglos, sich von Theutberga scheiden zu lassen, um eine gültige Ehe mit Waldrada einzugehen. Die Scheidung wurde insbesondere von Papst Nikolaus I. abgelehnt. Nachdem auf der Synode von Metz in Anwesenheit der päpstlichen Legaten die Scheidung (angeblich durch Bestechung) abermals anerkannt worden war, widerrief der Papst diese Entscheidung und exkommunizierte die Erzbischöfe Gunthar von Köln und Theutgaud von Trier, die auf der Synode von Metz die treibende Kraft gewesen waren. 868 wurde auch Waldrada vom Papst exkommuniziert. Auch ein Italienzug, auf dem Lothar seine Angelegenheit Papst Hadrian II. persönlich vortragen konnte, änderte nichts an der Entscheidung. Lothar wurde allerdings wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen, nachdem er dem Papst versichert hatte, dass er seit ihrer Exkommunikation nicht mehr mit Waldrada zusammengekommen war. Auf der Rückreise in den Norden starb Lothar II. in Piacenza.[1][2] Nach Lothars Tod zog Waldrada sich in das Kloster Remiremont zurück, wo sie auch begraben wurde. | N., Waldrada (I52353)
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| 5665 | war eine langobardische Adelige und die zweite Ehefrau von Herzog Robert Guiskard von Apulien. Sie war die Tochter von Fürst Waimar IV. von Salerno und dessen zweiter Ehefrau Gemma sowie die Schwester des letzten Fürsten von Salerno Gisulf II. von Salerno, Gaitelgrima von Salerno und Capua und die Halbschwester von Gaitelgrima von Salerno und Sarno. Sikelgaita beteiligte sich am politischen und militärischen Geschehen. So begleitete sie ihren Mann auf Feldzügen und war auch an seinen vielen Schenkungen an süditalienische Klöster beteiligt.[1] Auch führte sie aus eigenem Recht Truppen an.[2] Von 1085 bis 1088 hatte sie die Regentschaft des Herzogtums Apulien inne und sicherte ihrem Sohn Roger Borsa dort die Nachfolge. | VON SALERNO, Sichelgaita (I40621)
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| 5666 | war eine markgräflich-badische Prinzessin und durch Ehe Pfalzgräfin von Simmern. | BADEN, von von Beatrix (I1412)
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| 5667 | war eine Prinzessin von Brandenburg und durch Heirat Gräfin von Hohenzollern. Magdalena wurde die Stammmutter der Fürsten von Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen. Ihre Grabplatte neben dem Hochaltar, vermutlich von dem Nürnberger Bildhauer Peter Vischer geschaffen, stellt sie gemeinsam mit ihrem Mann dar. Magdalena ist hier in altdeutscher Tracht mit dem Schwanenorden um den Hals abgebildet; zu ihren Füßen ein Hund, das Symbol weiblicher Treue. Das Grabmal gehört zu den großen Kunstschätzen Hechingens | BRANDENBURG, von von Magdalena (I1397)
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| 5668 | war eine Tochter Karls des Großen und Äbtissin in Argenteuil und Münsterschwarzach. Sie wurde als ältere der beiden Töchter von Karls vierter Frau Fastrada und als zwölftes Kind des Frankenkönigs[1] geboren. Ab 814 ist sie als Äbtissin von Notre-Dame d’Argenteuil belegt. Eine Urkunde, die vermutlich aus dem Jahr 828 stammt,[2] beinhaltet die Aussage, dass Theodrada Argenteuil von ihrem Vater erhalten habe. Jedenfalls wurde die Abtei anlässlich der Übertragung von der Abtei Saint-Denis unabhängig und als karolingisches Hauskloster direkt dem Frankenkönig unterstellt. In der bereits erwähnten Urkunde von 828 erstattet Theodrada das Kloster jedoch an St.-Denis zurück unter der Bedingung, dass sie es auf Lebenszeit nutzen dürfe, sofern sie nicht freiwillig darauf verzichte oder mit einem anderen Kloster entschädigt werde.[3] Karl der Große soll dem im 12. Jahrhundert lebenden Hugo von Amiens (Erzbischof von Rouen) zufolge seiner Tochter und ihrem Kloster den Heiligen Rock, angeblich ein von Maria gewebtes Kleidungsstück Jesu, als Reliquie übergeben haben. Diese Überlieferung kann jedoch auch eine Legende sein, die der Reliquie zusätzliche Bedeutung verschaffen sollte, indem sie sie mit Karl dem Großen in Verbindung brachte. Daher ist der Bericht aufgrund seines zeitlichen Abstands zum Geschehen kein Indiz für den Zeitpunkt des Amtsantritts Theodradas. Das Textil, das aus dem ersten oder zweiten nachchristlichen Jahrhundert stammt, machte Argenteuil ab dem 15. Jahrhundert zu einem beliebten Wallfahrtsort. Als Normannen die Gegend um Paris, in der sich das Kloster befand, verwüsteten, floh Theodrada in das ostfränkische Reich und wurde Äbtissin des Frauenklosters Münsterschwarzach. In der Folgezeit unterband sie dort die seit der Klosterreform Benedikt von Anianes vorgesehene freie Wahl der Vorsteherinnen durch die Nonnen. Zum Schutz der Abtei unterstellte sie diese mit dem gesamten Landbesitz den Bischöfen von Würzburg. Dennoch hatte sie selber weiterhin gewisse Rechte am Kloster,[4] denn in einer Urkunde vom 9. Januar 844 bestimmt sie (mit Einverständnis des Würzburger Bischofs Gozbald) Blutenda zu ihrer Nachfolgerin.[5] Das Todesdatum Theodradas ist genauso schlecht überliefert wie die Geschichte Münsterschwarzachs in den folgenden Jahren: Am 21. Juli 853 wurde Hildegard, Tochter Ludwigs des Deutschen und Großnichte Theodradas, Äbtissin des Klosters Fraumünster in Zürich, nachdem sie zuvor dieses Amt in Münsterschwarzach innegehabt hatte.[6] Theodrada dürfte also einige Zeit vor diesem Datum gestorben sein, da in der Zeit zwischen 844 (ihrer letzten urkundlichen Erwähnung als lebende Person) und 853 auch die Amtszeit Hildegards liegen muss. In den Jahren zuvor war entweder Blutenda gestorben oder aber die Urkunde aus dem Jahr 844 rückgängig gemacht worden, denn eine Urkunde vom 27. März 857 weist darauf hin, dass Theodrada für die Zeit nach ihrem Tode Hildegard das lebenslange Nutzungsrecht an Münsterschwarzach zugesichert habe, während Blutenda hier völlig übergangen wird.[7] Da Theodrada in dieser Urkunde definitiv als verstorben bezeichnet wird, ist 857 der absolute Terminus ante quem für ihr Todesjahr. | N., Theodora (I10802)
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| 5669 | war einer der jüngeren der sechs bekannten Söhne des Grafen Friedrich vom Moselgau und dessen Frau Irmtrud (oder Irmintrud) von der Wetterau, Tochter des Grafen Heribert von der Wetterau aus der Familie der Konradiner und Erbin der Grafschaft Gleiberg. Hermanns Geburts- und Todesdaten sind ungewiss; er dürfte wohl erst um 1015 geboren sein, und er starb wohl um 1062, möglicherweise aber auch erst 1076. Hermann stritt um sein mütterliches Erbe Gleiberg, rebellierte zeitweise gegen König Heinrich IV., wurde 1057 gefangengesetzt, unterwarf sich dann bald, und war danach ein treuer Gefolgsmann Heinrichs IV. Hermann ist als Besitzer und Bewohner der Burg Gleiberg beurkundet und war der Stammvater der Gleiberger Grafenlinie. Seine Gemahlin ist nicht mehr bekannt. Sein Sohn Hermann II. von Gleiberg beerbte ihn. | VON GLEIBERG, Hermann I. (I39298)
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| 5670 | War eventuell als junger Mann in den deutschen Niederlassungen der Diesbach- Watt-Gesellschaft tätig. Er war Kaufmann in St. Gallen und erwarb sein grosses Vermögen vermutlich durch seine Beteiligungen an Handelsgeschäften. In der Zeit von 1460 bis 1474 war er, abwechselnd mit Georg Gmünder, Hans Schurff und Othmar Schlaipfer, im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt in der Stadt St. Gallen, weiterhin übernahm er die Funktion als Siebner (Siebnergericht: erst- und zweitinstanzliche Rechtsprechung in Zivil- und Streitfällen) und war Mitglied des verhörrichterlichen Kollegiums. Er war Mitglied der Gesellschaft zum Notenstein. 1458-60 Haus hinter der Brotlaube, 1461 Haus in der Multergasse | VON WATT, Hektor (I3022)
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| 5671 | war Graf von Zollern sowie als Friedrich I. von Nürnberg-Zollern Burggraf von Nürnberg. Er war der erste Nürnberger Burggraf, der aus dem Haus Hohenzollern stammte. Friedrich war der dritte bekannte Vertreter mit diesem Namen unter den Grafen von Zollern. Er war der Sohn oder Enkel des um 1142 gefallenen Friedrich II. von Zollern. Nachgewiesen ist Friedrich I. seit 1171 als Parteigänger der Staufer.[1] Von besonderer Bedeutung erwies sich die Heirat Friedrichs (1184), dessen Besitz an der Schwäbischen Alb lag, mit Sophia von Raabs († circa 1218), der Erbtochter der Burggrafschaft Nürnberg. Mit diesem Amt wurde er daher von Heinrich VI. vermutlich noch im Jahre 1191 belehnt, womit er die fränkische Linie seines Hauses begründete. Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts bezeichnete sich diese Linie dann als Hohenzollern. | VON NÜRNBERG, Friedrich I. (I40207)
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| 5672 | war Graf von Zollern sowie als Friedrich I. von Nürnberg-Zollern Burggraf von Nürnberg. Er war der erste Nürnberger Burggraf, der aus dem Haus Hohenzollern stammte. Friedrich war der dritte bekannte Vertreter mit diesem Namen unter den Grafen von Zollern. Er war der Sohn oder Enkel des um 1142 gefallenen Friedrich II. von Zollern. Nachgewiesen ist Friedrich I. seit 1171 als Parteigänger der Staufer.[1] Von besonderer Bedeutung erwies sich die Heirat Friedrichs (1184), dessen Besitz an der Schwäbischen Alb lag, mit Sophia von Raabs († circa 1218), der Erbtochter der Burggrafschaft Nürnberg. Mit diesem Amt wurde er daher von Heinrich VI. vermutlich noch im Jahre 1191 belehnt, womit er die fränkische Linie seines Hauses begründete. Ab der Mitte des 14. Jahrhunderts bezeichnete sich diese Linie dann als Hohenzollern. | VON ZOLLERN, Friedrich I. (I51516)
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| 5673 | war Gräfin von Andechs-Meranien und Königin von Ungarn. Ihr Gemahl war Andreas II. (Ungarn). Gertrud von Andechs-Meranien wurde ungefähr um 1185 als Tochter des Herzogs Berthold IV. von Andechs-Meranien und seiner zweiten Gemahlin Agnes von Rochlitz in Andechs geboren.[1] Berthold IV. von Andechs-Meranien war Graf von Andechs und Herzog von Meranien. Andechs war ein Schloss und eine Gegend nahe dem Ammersee in Bayern. Meranien liegt an der Adriaküste bei Fiume (Rijeka). Berthold war ein direkter Vasall des Kaisers somit von den großen Herzogtümern in Deutschland unabhängig. Sein Sohn, ebenfalls Berthold, wurde zum Erzbischof von Kalocsa in Ungarn und 1218 zum Patriarch von Aquileia ernannt.[1] Agnes von Rochlitz war die Tochter von Graf Dedo V. von Rochlitz (Markgraf Dedi V., der Feiste, von der Ostmark aus dem Hause Wettin) und seiner Gemahlin Mathilde von Heinsberg, Tochter von Graf Goswin II. von Heinsberg. Dedo V. von Rochlitz und seine Gemahlin Mathilde hinterließen sechs Kinder: Konrad, der seinem Vater in der Markgrafenwürde folgte, Dietrich, der spätere Graf von Groitzsch, Philipp, der vor 1190 Propst des Stiftes St. Viktor in Xanten war, Heinrich, Goswin und Agnes.[1] Agnes wurde die Ehefrau des Herzogs von Meranien und brachte vier Söhne, nämlich Otto VII. Herzog von Meranien, Heinrich, Markgraf von Istrien, Ekbert, Bischof von Bamberg und Berthold V., Patriarch von Aquileja, sowie vier Töchter zur Welt: Mechthild, Äbtissin im Kloster Kitzingen, Agnes, (dritte) Gemahlin des französischen Königs Philipp II. Augustus, Hedwig, Gemahlin des Herzogs Heinrich I. von Schlesien, und Gertrud, Gemahlin König Andreas II. von Ungarn. (vgl. Alois Schütz. Das Geschlecht der Andechs-Meranier im europäischen Hochmittelalter. In: Herzöge und Heilige. Das Geschlecht der Andechs-Meranier im europäischen Hochmittelalter, Regensburg 1993, S. 22–187.) | VON MERAN-ANDECHS, Gertrud (I36337)
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| 5674 | war Herr zu Hardenberg, Bergischer Marschall und Amtmann zu Solingen. | VON BERNSAU, Wilhelm V. (I53318)
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| 5675 | war Kaufmann in Makassar in Indonesien, Celebes, heute Sulawesi, eine indonesische Insel; später in Holland | AUER, Karl (I1380)
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| 5676 | war Klosterfrau in Königsfelden, das 1528 von Bern als Kloster aufgehoben wurde. Margarethe verliess im Zuge der Reformation das Stift und vermählte sich mit Luzius von Tscharner ... und später mit Jakob May | VON WATTENWYL, Margaretha (I30358)
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| 5677 | war König der Burgunden in den Jahren nach der Zerstörung des Burgundenreichs am Rhein durch die Hunnen. Er war vermutlich ein Sohn des Königs Gundahar († 436) und wird von Gregor von Tours als Nachkomme des Westgotenkönigs Athanarich († 381) bezeichnet. Im Jahr 406 hatten die Burgunden unter ihrem König Gundahar (Gundihar, Guntiar) bei Mainz den Rhein überschritten (siehe Rheinübergang von 406) und sich anschließend mit Genehmigung des römischen Kaisers Honorius am Rhein angesiedelt. Gundahars gewaltsame Versuche, sein Reich nach Westen (Belgica I) auszudehnen, brachte die Burgunden 30 Jahre später in Konflikt mit den Römern. Im Jahr 435 wurde ein burgundisches Heer von hunnischen Hilfstruppen unter dem römischen Heermeister Aëtius geschlagen und endgültig vernichtet. Dieses Ereignis gilt als der historische Kern des Nibelungenepos. Gundahar wurde dabei getötet, ebenso wie nach Berichten der Großteil seines Stammes. Ein Teil der Überlebenden unterwarf sich Attila und wurde in Pannonien angesiedelt, die Mehrheit jedoch schloss sich unter ihrem neuen König Gundioch als Auxiliartruppen den Römern an. Aëtius siedelte sie 443 als Föderaten in der Westschweiz und der Sapaudia (dem heutigen Savoyen) als Puffer gegen die erstarkenden Alamannen an, womit das neue Königreich der Burgunden mit der Hauptstadt Genf entstand. Gundioch kämpfte 451 in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern gegen die Hunnen Attilas und 456 auf Befehl des Kaisers Avitus mit dem Westgotenkönig Theoderich II. gegen die Sueben unter Rechiar in Spanien. Im Jahr 457 wurde er von den aufständischen Einwohnern Lyons gerufen (im gleichen Jahr wird auch sein Bruder Chilperich I. als König genannt). Unter Bruch des Föderatenverhältnisses übernahm er die Stadt, wurde von Kaiser Majorian vertrieben und unterworfen. Nach dessen Ermordung 461 nahm er – von den heutigen Regionen Savoyen, Südschweiz und Franche-Comté aus – seine Eroberungspolitik wieder auf. 461 machte er Lyon zu seiner neuen Hauptstadt, er bemächtige er sich der Provinzen Lugdunensis I (heute Burgund) und Viennensis (Rhônetal, 463). Innenpolitisch regierte er sein vergrößertes Reich, indem er eine strenge Trennung zwischen Burgundern (Militärverwaltung) und Einheimischen (Zivilverwaltung) beachtete. Der Machtzuwachs führte dazu, dass nach Aëtius’ Tod (454) der neue Machthaber Ricimer seine Schwester mit Gundioch verheiratete, um ein Gleichgewicht der Kräfte in Gallien zu erreichen. Ricimer machte ihn 463 zu seinem Magister militum Galliarum, burgundische Verbände wurden von den Römern in Avignon und Embrun stationiert. Gundiochs Sohn Gundobad wurde nach Ricimers Tod 472 dessen Nachfolger (ein weiterer Hinweis auf die wachsende strategische Bedeutung des Burgunden), gab diese Position aber wieder auf, als sein Vater um 473 starb, obwohl der überlebende Chilperich I. nun die alleinige Königsgewalt übernahm. Nach Chilperichs Tod ca. 480 kam es der älteren Forschung zufolge zu einer burgundischen Reichsteilung unter Gundiochs vier Söhnen Gundobad, Chilperich II., Godomar I. und Godegisel. In der neueren Forschung wird dies stark bezweifelt, denn es fehlen belastbare Belege; die genauen Todesdaten der Söhne Gundiochs sind auch unklar. Es wird inzwischen davon ausgegangen, dass sowohl Godomar als auch Chilperich II. bereits 476/77 verstorben waren und nur Godegisel und Gundobad sich die Herrschaft teilten.[1] | VON BURGUND, Gundowech (I22685)
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| 5678 | war Königsbote, Pfalzgraf in Schwaben und von 915 bis 917 Herzog von Schwaben. Er war wahrscheinlich ein Sohn des schwäbischen Pfalzgrafen Berchthold I. (auch Erchanger I. genannt) (um 880/892) und einer Tochter des Etichonen Erchanger (der Jüngere) († um 864), Graf im Elsass (andere Quellen nennen Gisela von Ostfranken (* 840; † 891), Tochter König Ludwigs II., als seine Mutter), und damit Angehöriger der Familie der Alaholfinger. Seine Schwester Kunigunde heiratete Markgraf Luitpold von Karantanien und in zweiter Ehe Konrad I. Sein Bruder war Berchthold. Erchangers Gemahlin war Bertha († 966). Erchanger war Königsbote und Gutsverwalter in Schwaben. Bis ins Jahr 911 unterstützten sich Erchanger und Bischof Salomo III. von Konstanz aufgrund ihrer gemeinsamen politischen Interessen gegenseitig. Erchanger, aber auch Burchard I. und dessen Sohn Burchard II., strebten nach der Macht in Schwaben. Erchanger beteiligte sich maßgeblich an der Ausschaltung Burchards I., der 911 des Hochverrats angeklagt und hingerichtet wurde. Nachdem somit die Burchardinger ihre Vormachtstellung eingebüßt hatten, waren Erchanger und sein Bruder Berchthold die einflussreichsten Grafen in Alemannien. Im Jahr 913 brach ein Streit zwischen Erchanger und König Konrad I. aus. Als Geste der Versöhnung verheiratete Erchanger seine Schwester Kunigunde, deren Mann Luitpold gerade verstorben war, mit Konrad I., der im Gegenzug Erchanger als Vertreter des Königtums in Schwaben einsetzte. Dies brachte ihn in Gegensatz zu Bischof Salomo. Im Jahr 914 befahl Erchanger, der seine Einkünfte durch den Bischof geschmälert sah, diesen gefangen zunehmen. Daraufhin ließ König Konrad Erchanger gefangen nehmen und in die Verbannung schicken. Bischof Salomo erlangte seine Freiheit zurück. Schon ein Jahr später, 915, kehrte Erchanger zurück. Noch im selben Jahr kämpften er und Burchard II. an der Seite des bayerischen Herzogs Arnulf siegreich gegen die Ungarn in der Schlacht am Inn. Danach verbündeten sich Erchanger und Burchard gegen König Konrad I. und besiegten diesen in der Schlacht bei Wahlwies im Hegau. Anschließend wurde Erchanger zum Herzog von Schwaben ausgerufen. Wegen seiner Vergehen gegen den König und den Bischof wurde Erchanger im September 916 von der Synode von Hohenaltheim zu Klosterhaft verurteilt. Bei dem Versuch, sich mit König Konrad I. zu versöhnen, wurden er und sein Bruder auf der Anreise im Januar 917 auf Befehl des Königs hingerichtet. Erchangers Güter wurden konfisziert, seine Gemahlin Bertha durfte ihren Besitz behalten. | VOM ELSASS\VON SCHWABEN, Erchanger (I37553)
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| 5679 | war nicht-regierender Markgraf und Prinz von Baden sowie Domherr in Mainz, Köln, Straßburg und Augsburg | BADEN, von von Rudolf (I1407)
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| 5680 | war seit 1533 regierender Markgraf von Baden-Pforzheim (später Baden-Durlach genannt) und hatte ab 1537 in Pforzheim seine Residenz. Ernst ist der Stammvater der sogenannten „Ernestinischen Linie“ des Hauses Baden – der Linie, aus der die späteren Großherzöge entstammten. In der damaligen Zeit beschäftigten die aufkommende Reformation und die häufigen Türkenkriege Deutschland. Markgraf Ernst versuchte in dieser bewegten Zeit eine mittlere Stellung zwischen Protestanten und Katholiken einzunehmen und nahm am Schmalkaldischen Krieg nicht teil. | BADEN, Markgraf von Baden Markgraf von Baden Ernst I. (I1408)
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| 5681 | war Sohn Sigiberts von Köln und nach dessen Ermordung für kurze Zeit König der Rheinfranken. Über Chloderichs Familie ist wenig Gesichertes bekannt, einzig, dass sein Vater der Kleinkönig Sigibert von Köln war. Ob dieser, und damit auch Chloderich, der Dynastie der Merowinger zuzurechnen ist, wird in der neueren Forschung bezweifelt. Ebenso unklar ist, ob auch ein gewisser Munderich Chloderichs Sohn war. Im Jahr 507 zog König Chlodwig I. in einem Bündnis mit den Burgundern und den Rheinfranken in einem Feldzug gegen die Westgoten. Die Rheinfranken wurden dabei von Chloderich angeführt, wohl in Vertretung für seinen Vater Sigibert I. Dieser konnte durch eine Kriegsverletzung am Knie, die aus der Schlacht von Zülpich herrührte, nicht mehr gehen. In der Schlacht von Vouillé unterlagen die Westgoten den Franken. Seinen Beinamen Vatermörder erhielt Chloderich durch eine Intrige des fränkischen Königs Chlodwig I. Dieser stellte Chloderich heimlich die Nachfolge als Unterkönig in Köln für dessen alten und – laut Quellenberichten – lahmen Vater Sigibert in Aussicht. Er setzte dafür allerdings ein amicitia-Bündnis (etwa Freundschaftsbündnis) voraus, in diesem Fall ein Bündnis mit Chloderich bzw. seiner Gefolgschaft. Chloderich ließ seinen Vater daraufhin ermorden, als sich dieser gerade auf einer Landpartie befand.[1] Chloderich betrachtete sich nach dem Tod seines Vaters nicht nur wegen der Versprechungen Chlodwigs als legitimen Nachfolger, sondern auch weil er im Besitz von Sigiberts Reich und seines Kronschatzes war. Auf eine Erbfolge alleine konnte er sich zur damaligen Zeit noch nicht stützen | VON FRANKEN, Chloderich Vatermörder (I18890)
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| 5682 | war Titular-Graf von Freiburg und Herr von Badenweiler, Neuenburg, Auggen und der Herrschaft Hausach. Bald nach dem Tod von Konrad I. wurde das Erbe in einem Teilungsbrief von 1272 geregelt, wobei Heinrich die Stadt Neuenburg am Rhein, die Herrschaft Badenweiler und die Herrschaft Hausach im Kinzigtal erhielt. Wegen der Herrschaft über Neuenburg kam es zum Streit mit dem Basler Bischof Heinrich von Neuenburg aus dem Geschlecht der Grafen von Welsch-Neuenburg. Dieser wollte die Territorialherrschaft seines Hochstifts ausdehnen und trat als Schutzherr der Neuenburger Bürger gegen ihren Grafen auf und hinderte diesen im Frühjahr 1272 gewaltsam die Herrschaft über die Stadt zu übernehmen. Der Bischof und die Stadt Neuenburg gingen ein Bündnis ein. Heinrich unterstützte daher den Grafen Rudolf von Habsburg in seiner Fehde gegen den Basler Bischof. Rudolf zog mit seinen Truppen auch vor Neuenburg. Aufgrund der starken Befestigungen griff er die Stadt aber nicht an, sondern zerstörte deren Umland. Auch 1273 wurde dieser Kleinkrieg fortgesetzt, wodurch die Landbevölkerung sehr litt. Nach der Wahl Rudolfs zum deutschen König nahm dieser Neuenburg als Reichsstadt auf, verlangte aber von den Bürgern 10 Prozent ihres Vermögens als Entschädigung für Heinrich, der zudem von seinen Gefangenen Lösegeld erpresste.[1] | VON FREIBURG, Heinrich (I10330)
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| 5683 | war um 850 die Geliebte des späteren Königs Karlmann und wurde durch ihn die Mutter des Kaisers Arnulf. Sie ist nur deswegen bekannt, weil Arnulf am 9. März 891 der Kirche in Salzburg den Hof Erding schenkt, den Liutswind zu Lehen hatte, und sie dabei auch beim Namen nennt.[1] Unwahrscheinlich ist, dass sie diesen Hof bereits vor dem Tod von Karlmanns Vater Ludwig dem Deutschen 876 erhalten hat.[2] Ihren Witwensitz hatte sie in Moosburg an der Isar, wobei sie ihren Lebensunterhalt durch Besitzungen im Umland und von der Abtei Moosburg bezog.[3] Die Herkunft Liutswinds ist nicht belegt und folglich in der Forschung umstritten. In Arnulfs Dokument wird sie nobilissima femina genannt, „was ihr bei der modernen Forschung zu einer hypothetischen Einordnung unter die Liutpoldinger verholfen hat, jedenfalls aber eine Herkunft bezeichnet, die für die Braut eines karolingischen Prinzen vollkommen standesgemäß war.“[4] Dabei ist zu berücksichtigen, dass diese Einordnung zum einen auf der ersten Silbe Liut- ihres Namens beruht[5], andererseits auf der Bevorzugung, mit der Kaiser Arnulf die Familie der Liutpoldinger behandelte. | ..., Liutswind (I36534)
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| 5684 | war vermutlich die Mutter der Kaiserin Theophanu, der Frau Otto II. Sophia entstammt dem alten byzantinischen Adelsgeschlecht der Phokas. Ihr Vater war der Kuropalates Leon Phokas. Sie war verheiratet mit Konstantinos Skleros, dem Schwager des byzantinischen Kaisers Johannes I. Tzimiskes. | PHOKAS, Sophia (I16155)
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| 5685 | war vom Vater zum Markgraf von Verona eingesetzt worden und nannte sich nach dessen Tod Herzog ; Führer im Kampfe gegen Friedrich von Stauten, den Herzog von Schwaben; eroberte St. Gallen und wurde von den Päpstlichen zum Herzog von Schwaben gewählt, verzichtete aber bei der Aussöhnung mit dem Kaiser zugunsten Friedrichs, behielt die Oberhoheit über die Reichsvogtei Zürich; seine Frau, Erbin ihres Bruders, brachte ihm Besitzungen in Burgund zu, wohl Gründer von Burgdorf ; Berthold unterstützte zunächst wie sein Vater Berthold I. Rudolf von Rheinfelden, weshalb sowohl Zähringer als auch Rheinfeldener 1077 vom König ihrer Titel und Besitzungen enthoben wurden. Als Berthold nach dem Tod seines Vaters 1078 dessen Nachfolger wurde, hatte er auf das Herzogtum Schwaben ebenfalls lediglich einen nominellen Anspruch. Die eigentliche Macht im Herzogtum übten weiterhin wechselnde, von den Salierkönigen eingesetzte Adlige aus. | VON ZÄHRINGEN, Herzog Herzog Berthold II. (I1638)
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| 5686 | war von 1128 bis zu seinem Tod Graf von Flandern. Er war der jüngste Sohn von Herzog Dietrich II. von Lothringen und Gertrude von Flandern. Nach dem Mord an seinem Cousin Karl dem Guten im Jahr 1127 beanspruchte Dietrich die Grafschaft Flandern für sich, aber Wilhelm Clito wurde stattdessen Graf, dank der Unterstützung von König Ludwig VI. von Frankreich. Jedoch machte sich Wilhelm mit seiner Politik sehr unbeliebt und am Ende des Jahres erkannten Brügge, Gent, Lille und Saint-Omer Dietrich als einen Gegengrafen an und Dietrich zog gegen Wilhelm in die Schlacht. Ludwig VI. ließ ihn durch den Erzbischof von Reims exkommunizieren und Ludwig begann Lille zu belagern, musste sich aber zurückziehen, als Heinrich I., Wilhelms Onkel, seine Unterstützung für Dietrich ankündigte. Trotzdem wurde Dietrich in Thielt und Oostkamp geschlagen und floh nach Brügge. Von dort musste er allerdings auch fliehen und ging dann nach Aalst, wo er bald von Wilhelm, Gottfried dem Bärtigen und Ludwig VI. belagert wurde. Die Stadt sollte gerade eingenommen werden, als Wilhelm am 27. Juli 1128 fiel. Dietrich war nun alleiniger Beansprucher des Landes. Dietrich baute seine Regierung in Gand auf und wurde jetzt von allen flämischen Städten anerkannt, sogar König Heinrich, der selbst flämische Grundbesitzer in seinem Land hatte, schwor ihm Treue. Dietrich selbst schwor König Ludwig nach 1132 Treue, um die französische Unterstützung gegen Balduin IV. von Hennegau zu gewinnen, der seine Ansprüche auf Flandern geäußert hatte. | VON ELSASS, Dietrich (I17588)
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| 5687 | war von 916 bis 932 Graf von Hennegau, der 916 an der Seite des westfränkischen Königs Karl III. dem Einfältigen urkundlich auftritt, sich am Aufstand seines Bruders Giselbert gegen den König nicht beteiligte, daher mit seinem Bruder in Kampf geriet, sich später aber wieder mit diesem versöhnte. Reginar II. stammte aus der europäischen Hochadelsfamilie der Reginare. Er war der zweite Sohn des niederlothringischen dux und marchio Reginar I. und dessen Gemahlin Alberada (cl. 916 – 919). Sein älterer Bruder war Giselbert, der spätere Herzog von Lothringen. Seine Schwester, deren Vornamen unbekannt ist, war mit Berengar Graf im Lommagau und Maifeld, Graf von Namur (cl. 933) verheiratet. Reginar wird erstmals mit seinem Bruder am 19. Januar 916 an der Seite des westfränkischen Königs Karl III. des Einfältigen in Herstal urkundlich erwähnt. Dabei trug er bereits den Titel eines Grafen (comes), allerdings geben zeitgenössische Quellen nicht darüber Auskunft, wann er im Hennegau als Graf eingesetzt worden war. Möglicherweise übernahm er das Amt von Sigehard († nach 908), oder er konnte es von seinem gegen Jahresende 915 gestorben Vater direkt übernommen haben. Dass Reginar II. als Graf des Hennegau amtierte, geht aus der Vita des Gerhard von Brogne und einer im Jahr 966 von Kaiser Otto I. dem Großen ausgestellten Urkunde hervor.[1] Reginar II. trug den Aufstand seines Bruders Giselbert gegen König Karl III. dem Einfältigen nicht mit und geriet dadurch in einen Kampf mit seinem Bruder, in dem der Hennegau von Giselbert verwüstet wurde. 924 wurde Giselbert von seinem Schwager Berengar vom Lommegau gefangen genommen und erst wieder freigelassen, nachdem Reginar einen seiner Söhne dem Schwager als Geisel gestellt hatte.[2] Nachdem Lotharingien bis 926 unter die Oberherrschaft des ostfränkischen Reichs gefallen war versöhnte sich Reginar mit seinem Bruder, da beide die neuen Herrschaftsverhältnisse anerkannten. | VON HENNEGAU, Reginar II. (I43009)
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| 5688 | war von ca. 1160 bis ca. 1191 Burggraf der mittelalterlichen Burggrafschaft Nürnberg. Konrad II. entstammte den Grafen von Raabs, einem Adelsgeschlecht von Edelfreien, deren Bezeichnung der in Niederösterreich gelegenen Burg Raabs entlehnt worden war. Konrad II. der Sohn von Konrad I. von Raabs, dem zusammen mit seinem älteren Bruder Gottfried II. von Raabs ca. 1105 die Burghut über die Burggrafschaft Nürnberg verliehen worden war. Konrad II. folgte ca. 1160 seinem Vetter im Burggrafenamt nach, nachdem dieser 1154 zum ersten Mal ausdrücklich mit dem entsprechenden Titel burggravius de Norinberg bezeichnet worden war. Er selbst hatte keine männlichen Nachkommen, so dass mit seinem Tod die männliche Linie der Grafen von Raabs erlosch. Seine Erbtochter Sophia von Raabs war mit Friedrich III. von Zollern verheiratet. Nach dem Tod von Konrad II. trat deshalb dessen Schwiegersohn sein Erbe an und wurde vermutlich noch 1191 von Kaiser Heinrich VI. mit dem Burggrafenamt belehnt. | VON RAABS, Konrad II. (I40205)
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| 5689 | Wartmann ist der Name eines alten Bürgergeschlechts aus der Ostschweiz. Er wird erstmals am 24. Juni 851 in Schenkungsurkunden an die Fürstabtei St. Gallen erwähnt. Nicht urkundlich erwähnt wird der Name bereits am 2. April 797. An dem Tage ließen die Priester Fromolt und Cacanward ihren ererbten Besitz zu Eichstetten und Ausnang (heute Leutkirch im Allgäu) an die St. Galler Fürstabtei übertragen. Neben Äckern, Wiesen, Weiden, Häusern und Hütten auch die darauf wohnenden Leibeigenen, darunter der Wartman von Cacanward, der wahrscheinlich dessen Leibwächter war. Der Name Wartmann weist auf ein Amt oder einen Ort hin. Bis ins Spätmittelalter waren die Träger des Namens Wächter, die in einer Stadt oder auf einer Burg, einer Warte, Wachtdienst taten. Der von einem Wohnsitz auf einer Warte oder in der Umgebung eines Ortes Wart stammende und danach benannte Mann war der Wartmann. Der Ortsname Wart kommt besonders in der Ostschweiz, dem ursprünglichen Sitz des Geschlechts, vor. Heute zählen noch jene Personen zum ursprünglichen Geschlecht der Wartmann, deren Bürgerort in der Ostschweiz oder dem Zürcher Oberland liegt; speziell in Bauma, Bischofszell oder Hittnau. Der Name ist aber seit Mitte der Neuzeit weltweit so verbreitet, dass mit dem Ursprungsgeschlecht nicht verwandte Namensträger eigene Lebensgemeinschaften gründen und eigene Wappen führen konnten. | WARTMANN, Georg (I1092)
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| 5690 | Wartner von St.Blasien 1387, Bürger zu Basel 1393, Apotheker, dann Krämer, oft Oberstzunftmeister seit 1413, des Rats von Achtburgern 1423, Herr zu Schauenberg 1428, Freischöffe der heimlichen Gerichts zu Westfalen 1435, erhält 1417 von Sigismund einen Wappenbrief, 1429 eine Wappenbesserung, in Rom zum Ritter geschlagen 1433, in Jerusalem 1437. weiterführende Info: HLS 1379 Basel, 1459 Basel, von Basel. Sohn des Albrecht und der Anna. 1396 Anna Kupfernagel. O. übernahm die Apotheke seines Vaters und gehörte der Safranzunft, ab 1411 auch der Zunft zu Hausgenossen an. Er zählte 1401/02 mit 1'000-1'500 Gulden Vermögen zu den 133 reichsten Bürgern und betrieb Fernhandel, auch mit Edelmetall, sowie Finanzgeschäfte. Während des Konzils in Konstanz führte er 1415-18 eine Bank und trat als Finanzfachmann in enge persönl. Beziehung zu Kg. Sigismund. 1417 erhielt er für sich und seine Nachkommen von Sigismund einen Wappenbrief und die Ritterwürde. 1433 wurde er in Rom vom Kaiser zum Ritter geschlagen und 1437 in Jerusalem zum Ritter des Hl. Grabes ernannt. Er war 1406-59 Mitglied des Basler Rats: 1406-07 und 1410-23 als Ratsherr der Safranzunft, 1413-22 viermal als Oberstzunftmeister, 1423-33 als Vertreter der Achtburger und 1435-1459 als Ritter. Während des zweiten Ammeistertums (1410-17) gehörte er zum inneren Kreis des Stadtregiments. Ab 1423 war er als Diplomat tätig. Regelmässig vertrat er die Stadt in Reichsangelegenheiten, u.a. bei Königswahlen, 1422 auf dem Reichstag in Nürnberg und 1424-25 in Wien. Z.Z. des Basler Konzils (1431-49) wurden ihm vom Konzil, dessen Reichsprotektor Hzg. Wilhelm von Bayern und von Ks. Sigismund diplomat. Missionen anvertraut. Seine österr. Lehen brachten ihn politisch in Schwierigkeiten, besonders 1445, als er aus dem Rat ausgeschlossen wurde und einen Hochverratsprozess befürchtete. Er verfasste eine autobiograf. Verteidigungsschrift, welche die Zeit von 1443-45 ausführlich schildert und als Chronik des Henman O. überliefert ist. Nach Beruhigung der Lage wurde er wieder in den Rat berufen. | VON OFFENBURG, Henmann (I21537)
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| 5691 | Weber beim Tor, Mitglied der Weberzunft, 1554 wurde er Stockmeister (derjenige, der die Gefangenen unter seiner Aufsicht hat); 1556-58 Stadtammann, 1559-62 Ratsherr, 1562-87 im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt, ausserdem 1578-87 Pannerhauptmann; 7.1.1562-1577 St. Leonhardts Kirchenpfleger. S. legte den Grundstein (Gründer!) für das Sankt Galler-Nürnberger Handelshaus der Familie.„KASPAR SCHLUMPF und MITVERWANDTE “ und besass später Niederlassungen in Nürnberg und Lyon (Ammann - Höherer oder niederer Beamter, Amtmann, Vorsteher, in der Schweiz gelegentlich: Meier) Archive – StadtA St. Gallen, Stemmatologia Sangallensis Literatur – E.W. Alther, Ahnentaf. von Bürgern st. gall. Ursprungs, Textbd., 2004, 76-83 Autorin/Autor: Patric Schnitzer Vermögen: Ständige Zunahme bis zu seinem Tod (1541 erstmals unter den 20 grössten Steuerzahlern: 3'763 fl / 1550 11'375 / 1560: 22'800 / 1570: 48'000 / 1580: 98'000 fl = grösster Steuerzahler / 1585-86: 120'000 fl). Seine Witwe versteuerte bedeutend weniger (1587: 45'600 fl). 1577 erhielt Kaspar ein Darlehen der Stadt in der Höhe von 4'000fl. Zunft: Weber Beruf: 1555 und 1559 wird ein Kaspar Schlumpf als Kaufmann erwähnt. Er bleichte 1565 am meisten Tücher von allen, nämlich 2601. Es gab ein St.Galler-Nürnberger Unternehmen ´Kaspar Schlumpf und Mitverwandte`, das seine Fortsetzung in der Firma ´Kaspar Schlumpf sel. Erben und Mitverwandte` fand. Eine ausführlichere Beschreibung findet sich bei Alther (Textband, Seite 76). 1559 kaufte Kaspar Schlumpf Schloss Weinstein von seinem Schwager Nikolaus Varnbüler. Wappenbeschreibung / Blasonierung In Gold übereinander drei rot gebänderte, schwarze Jagdhörner. | SCHLUMPF, Kaspar bei dem Tor (I2510)
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| 5692 | Weberzunft, 1573-77 Enditschauer (Endit = Indigo: er kontrolliert auch die Qualität der blauen Leinwand), 1574-1603 Obmann der Mangeschau, 1588-1603 Rathsherr, 1591-1603 Bleichgänger, 1592 und 1600 Bussner, gab 1568 eine Hörscheibe (Andreas Hör - Glaskunst) in Auftrag. 1589 erreicht sein Vermögen das Maximum von 62000 Gulden. Als Kaufmann in Nürnberg erfolgreich war sein Sohn Kaspar 1565 - 1618, der 1617 das Maximum von 45`000 Gulden versteuerte. Wappenbeschreibung / Blasonierung In Gold übereinander drei rot gebänderte, schwarze Jagdhörner. | SCHLUMPF, Hermann (I1327)
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| 5693 | Wegen Bezug von Miet und Gaben wurde T. vorübergehend abgesetzt, später aber wieder an die Spitze der Stadt gewählt. In der Schlacht von Grandson 1476 führte er die Schaffhauser an. 1482 vertrat er seinen Kanton dreimal an eidg. Tagsatzungen. 1490 war er Oberpfleger des Spitals. Mehrmals amtierte er als Mitglied der Fünf, dem ständigen Schiedsgericht in Streitigkeiten zwischen dem Kloster Allerheiligen und der Stadt Schaffhausen, 1474 als dessen Obmann. Ab 1494 zusammen mit seinem Bruder Mitinhaber des Turms Rore in Aarau. weiterführende Information: HLS ; um 1430, 1501, von Schaffhausen. Sohn des Ulrich (auch Ulman genannt) und der Barbara Wiechser. Bruder des Hans (->). Als Mitglied der Herrenstube 1455 Seckelmeister und 1470-99 Bürgermeister von Schaffhausen. Wegen Bezug von Miet und Gaben wurde T. vorübergehend abgesetzt, später aber wieder an die Spitze der Stadt gewählt. In der Schlacht von Grandson 1476 führte er die Schaffhauser an. 1482 vertrat er seinen Kanton dreimal an eidg. Tagsatzungen. 1490 war er Oberpfleger des Spitals. Mehrmals amtierte er als Mitglied der Fünf, dem ständigen Schiedsgericht in Streitigkeiten zwischen dem Kloster Allerheiligen und der Stadt Schaffhausen, 1474 als dessen Obmann. Ab 1494 zusammen mit seinem Bruder Mitinhaber des Turms Rore in Aarau. | TRÜLLEREY, Ulrich IV. (I11280)
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| 5694 | Wegen finanziellen Schwierigkeiten durch den Machtstreit zwischen Graf und dem Bischof wurde 1348 des gotzhus vesti Steinsberg mit dem burgsässe vom Domkapitel für 15 Mark jährlich an die Familie von Planta verpfändet. 1357 söhnten sich die Gegner aus. Der Bischof verpflichtete sich, bei einem Angriff auf die tirolische Herrschaft dem Grafen mit den Burgen Fürstenburg im Vinschgau und Steinsberg beizustehen. Nach weiteren Geldproblemen verpfändete der Bischof die Burg 1359 an die Herren von Katzenstein. Diese gaben das Pfand weiter, und so kam Steinsberg um 1400 in den Besitz der Vögte von Matsch. 1421 kam es zu einem Schiedsspruch, der Steinsberg dem Bistum zusprach. Im Verlauf des 15. Jahrhunderts war die Burg mehrere Male Pfandobjekt. Inhaber waren unter anderem 1436 Georg Scheck, 1464 die Stuppan und 1485 Balthasar und Jacob Scheck. | VON PLANTA, Konrad (I56518)
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| 5695 | Wegen seiner Tapferkeit, der er den Beinamen verdankte, war Robert bei seinen Zeitgenossen angesehen; so wurde er in den Fuldaer Annalen als „gleichsam ein Makkabäer in unseren Zeiten“ bezeichnet. In der modernen Forschung wird hervorgehoben, dass er sich im Machtkampf gegen den Königssohn Ludwig durchzusetzen vermochte und letztlich aus allen Konflikten gestärkt hervorging. Damit schuf er eine Voraussetzung dafür, dass später seine beiden Söhne die Königswürde erlangen konnten. Roberts Vater war Rutpert III., Graf im Wormsgau und im Oberrheingau, und seine Mutter Wiltrud von Orléans. 837 bis nach 840 war er als Nachfolger seines Bruders Guntram Graf im Wormsgau; dann begab er sich in das damals von Karl dem Kahlen regierte Westfränkische Reich, auf die von seiner Mutter geerbten Besitzungen bei Orléans. Im Wormsgau folgte ihm sein Schwager Walaho IV. nach. 852 übertrug ihm Karl der Kahle die Grafschaften Angers und Tours und die Stellung eines Laienabts des Klosters Marmoutier bei Tours; später (866) wurde er Laienabt des Klosters Saint-Martin de Tours. Damit erhielt er nach einem damals verbreiteten Brauch als Schutzherr dieser Abteien die Verfügung über deren Einkünfte (Pfründe), ohne dort zu leben und sich mit der geistlichen Leitung zu befassen. 853 ernannte ihn Karl zum Königsboten (missus dominicus) für die Regionen von Tours (Touraine) und Angers (Anjou). Als Graf von Angers und Tours übte er Funktionen aus, die der Position eines Markgrafen entsprachen. | DER TAPFERE, Robert der Starke (I36503)
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| 5700 | Weil er beim Tod des Vaters 997 noch unmündig war, übernahm zunächst sein Onkel Boson II. dessen Besitzungen. Nachdem dieser um 1005 gestorben war, konnte Bernard die Herrschaft in La Marche antreten, während Périgord bei den Nachkommen Bosons verblieb.[1] Bernard führte eine Fehde gegen Amalrich I. von Rancon, der sein Lehen Civray besetzt hielt. Zu diesem Zweck verbündete er sich mit Herzog Wilhelm V. von Aquitanien und Hugo IV. von Lusignan. Letzterem erkannte er den Anspruch auf ein Viertel der Burg von Civray an und nahm dafür auch den Lehnseid entgegen. Nachdem Civray aber befreit worden war, konnte Bernard mit der Unterstützung der Bevölkerung die ganze Burg besetzen. Damit machte er sich nun Hugo IV. von Lusignan zum Feind, weshalb er sich gegen ihn nun mit Amalrich von Rancon verbündete. Die Fehde wurde mit der Verheiratung von Bernards Tochter mit dem Erben von Lusignan beigelegt. | (LA MARCHE), Bernard I. (I61535)
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