Treffer 5,601 bis 5,650 von 6,111
| # | Notizen | Verknüpft mit |
|---|---|---|
| 5601 | Wappenbeschreibung / Blasonierung In Gold übereinander drei rot gebänderte, schwarze Jagdhörner. | SCHLUMPF, Joachim (I14310)
|
| 5602 | Wappenbeschreibung / Blasonierung In Gold übereinander drei rot gebänderte, schwarze Jagdhörner. | SCHLUMPF, Hans (I29315)
|
| 5603 | Wappenbeschreibung / Blasonierung In Rot schreitender, silberner Wolf. | WOLFLEIBSCH, Johann (I11106)
|
| 5604 | Wappenbeschreibung / Blasonierung In Rot schreitender, silberner Wolf. | WOLFLEIBSCH, Peter (I37043)
|
| 5605 | Wappenbeschreibung / Blasonierung In Rot schreitender, silberner Wolf. | WOLFLEIBSCH, N. (I37044)
|
| 5606 | Wappenbeschreibung / Blasonierung In Rot silberner Meierhut mit verschlungenen, in Quasten endigenden, silbernen Schnüren. | MEYER VON KNONAU, Johannes ´der Ältere` (I3844)
|
| 5607 | Wappenbeschreibung / Blasonierung In Rot silberner Meierhut mit verschlungenen, silbernen Schnüren. Meyer von Knonau Dienstadligen- und Zürcher Patriziergeschlecht, das 1240 mit Werner erstmals bezeugt ist. Im 13. Jh. waren die M. Meier der Abtei Schänis in Knonau, wo die Fam. auch über die Zehntrechte als Lehen des Klosters Luzern verfügte. In den frühen Heiratsverbindungen u.a. mit den Ritteradligen von Hohen Landenberg sowie jenen von Heidegg und Schwend manifestiert sich die Angleichung an den niederen Adel, wenn das Geschlecht auch formal nicht über das Ritterprädikat verfügte. In Zürich, wo sich die M. 1363 eingebürgert hatten, gehörten Vertreter der Fam. als Mitglieder der Konstaffel bis gegen Ende des 15. Jh. häufig dem Rat an und sassen im Stadtgericht. In denselben Gremien waren die M. wieder vom Beginn des 17. Jh. bis kurz vor das Ende des Ancien Régime vertreten, wenn auch weniger zahlreich als zuvor. Einige Mitglieder der Fam. erreichten wichtige polit. Positionen, so Johannes (->), Gerold (1454-1518), der wiederholt Reichsvogt von Zürich war, und Hans Heinrich (1552-1616), der 1597 Stadtschultheiss wurde. Ab dem Ende des 14. Jh. erwarben die M. als Private zahlreiche Vogteien auf der Zürcher Landschaft oder wurden als Land- und Obervögte der Stadt eingesetzt, wodurch sie sich als eines der wichtigsten junkerl. Gerichtsherrengeschlechter etablierten. Von 1432 bzw. 1435 bis zur Franz. Revolution hatten Mitglieder der Fam. die Limmattaler Gerichtsherrschaften Oetwil und Weiningen sowie die Vogtei über das Kloster Fahr inne. Nach 1800 bekleideten Vertreter der M. zahlreiche städt. und kant. Ämter. Als Letzter des Geschlechts starb 1931 Gerold (->). | MEYER VON KNONAU, Junker Junker Johannes (I2120)
|
| 5608 | Wappenbeschreibung / Blasonierung In Rot silberner Meierhut mit verschlungenen, silbernen Schnüren. | MEYER VON KNONAU, Anna (I9272)
|
| 5609 | Wappenbeschreibung / Blasonierung In Rot über goldenem Hauszeichen golden besamte, silberne Rose. | SCHELLER, Johann Konrad (I966)
|
| 5610 | Wappenbeschreibung / Blasonierung In Rot über goldenem Hauszeichen golden besamte, silberne Rose. | SCHELLER, Adam (I8527)
|
| 5611 | Wappenbeschreibung / Blasonierung In Rot über goldenem Hauszeichen golden besamte, silberne Rose. | SCHELLER, Stammlinie (I8528)
|
| 5612 | Wappenbeschreibung / Blasonierung In Schwarz goldener Querbalken mit schwarzem Igel. Früher auch Krum [und in der Stemmatologia Kromm] geschrieben. Ulrich der Krumbe und seine Kinder sind 1351 Hörige des Heiden von Ems. Heini Krumb, sein Sohn, kauft sich frei und wird 1377 Bürger von Sankt Gallen. Die Krom haben hohe städtische Ämter bekleidet, sie gehörten zu den Notensteinern und wurden Junker genannt. Das Geschlecht ist mit Davidt Krom, Seigneur de St-Didier, 1766 ausgestorben. Ein hervorragender Vertreter und bedeutender Handelsherr war Ulrich Krum, 1433-1493, der Besitzer des Hauses zur Fläsche an Spisergassen, dem von Kaiser Friedrich III. 1474 ein Wappenbrief verliehen wurde. Er war Stadtrichter und Ratsherr 1492. Dem Letzten des Geschlechtes stellte der Kleine Rat der Stadtrepublik St.Gallen 1720 ein "Attestatum adelicher Geburt und hiesigen Burgerrechtens" aus. | KROMM, N. (I12654)
|
| 5613 | Wappenbeschreibung / Blasonierung In Schwarz silbernes Schaf. Wohnhaus der Ritter Wisso (1230-1350) und vermutlich der Herzöge von Zähringen in Zürich bis 1218. Das Haus, 1230 bis 1350 im Besitz von Ritter Witzli Wisso, wurde nach seiner Beteiligung an der Mordnacht von Zürich auf Seiten von Bruns Gegnern beschlagnahmt. Beschreibung am Wohnhaus: Karl der Grosse nahm hier der Sage nach Quartier. Der Herzog von Zäringen in Zürich bis 1218; Wahrscheinlich im 13. Jh. erbaut. Das 2. und 3. Obergeschoss wurde im 14. und 16. Jahrhundert umgebaut. Die Fassade mit romanischem Portal wurde in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts umgestaltet. | SCHAFLI, Elisabeth (I32065)
|
| 5614 | Wappenbeschreibung / Blasonierung In Silber roter Hirschkopf, zwischen dem Geweih schwarze Spitzfahne an goldenem Mast. | VON VANBÜHL \ VONBÜL, N. (I34683)
|
| 5615 | Wappenbeschreibung / Blasonierung In Silber schrägrechts schwarze Hand, im linken Obereck sechsstrahliger, schwarzer Stern. | HUBER, Anna (I4098)
|
| 5616 | Wappenbeschreibung / Blasonierung Schrägrechts geteilt, von Blau nach der Figur springender, natürlicher Zobel, und von Gold. | ZÜBLIN, Margaretha (I3744)
|
| 5617 | Wappenbeschreibung / Blasonierung Schrägrechts geteilt, von Blau nach der Figur springender, natürlicher Zobel, und von Gold. | ZÜBLIN, Bartholomäus \ Bartholome (I3935)
|
| 5618 | Wappenbeschreibung / Blasonierung Schrägrechts geteilt, von Blau nach der Figur springender, natürlicher Zobel, und von Gold. | ZÜBLIN, Elisabeth (I3937)
|
| 5619 | Wappenbeschreibung / Blasonierung Schrägrechts geteilt, von Blau nach der Figur springender, natürlicher Zobel, und von Gold. | ZÜBLIN, Felix (I12208)
|
| 5620 | Wappenbeschreibung / Blasonierung Schrägrechts geteilt, von Blau nach der Figur springender, natürlicher Zobel, und von Gold. | ZÜBLIN, Jakob I. (I12210)
|
| 5621 | Wappenbeschreibung / Blasonierung Schrägrechts geteilt, von Blau nach der Figur springender, natürlicher Zobel, und von Gold. | ZÜBLIN, Felix (I12216)
|
| 5622 | Wappenbeschreibung / Blasonierung Schrägrechts geteilt, von Blau nach der Figur springender, natürlicher Zobel, und von Gold. | ZÜBLIN, Felix (I12981)
|
| 5623 | Wappenbeschreibung / Blasonierung Schrägrechts geteilt, von Blau nach der Figur springender, natürlicher Zobel, und von Gold. | ZÜBLIN, Hans (I12988)
|
| 5624 | Wappenbeschreibung / Blasonierung Schrägrechts geteilt, von Blau nach der Figur springender, natürlicher Zobel, und von Gold. | ZÜBLIN, Barbara (I13716)
|
| 5625 | Wappenbeschreibung / Blasonierung Schrägrechts geteilt, von Blau nach der Figur springender, natürlicher Zobel, und von Gold. | ZÜBLIN, N. (I23081)
|
| 5626 | Wappenspruch: PIETAS ANTE OMNIA – pflichtgemäßes Verhalten gegen Gott und Mensch/Ehrfurcht vor allem | HELDEVIER, Johann (I1422)
|
| 5627 | war (Titular-)König von Italien ab 839/840, König der Langobarden ab 844, römischer Mitkaiser ab 850 und Kaiser ab 855 aus dem Adelsgeschlecht der Karolinger. | (KAROLINGER), König König Ludwig II. der Deutsche (I11449)
|
| 5628 | war 1444 Gesandter an die eidg. Tagsatzung in Baden sowie 1435-66 mehrfach Schultheiss, | SCHOBINGER, Hans II. ´der Jüngere` (I4656)
|
| 5629 | war 1658 Vorsteher der gesamten klevischen Judenschaft. Ihm wurde für Emmerich ebenfalls der Geleitbrief verweigert, für Wesel jedoch ausgestellt, da er den Großen Kurfürsten beim Aufbau einer Bibliothek in Berlin unterstützte. So übergab er ihm eine alte, erhalten gebliebene Pergamentschrift, das Halachot Isaak Alfasis. Im zweiten Band befindet sich eine hebräische Widmung Gumperz´ an den Kurfürsten. Seine Frau Bela († um 1703), bestattet in Münden, und seine 13 Kinder hinterließ er in Wohlstand. Isaak ben Jakob Alfasi, auch Rif genannt (* 1013 in Al Qal’a bei Constantine in Algerien; gestorben am 1103 in Lucena, Spanien), war ein nordafrikanischer jüdischer Gelehrter des Frühmittelalter und Hochmittelalter. Er gilt als wichtigste halachische Autorität vor Maimonides und ist der Verfasser zahlreicher Responsen. | GUMPEL, Mordechai Gumpel Wesel (I60329)
|
| 5630 | war ab 1357 Burggraf von Nürnberg aus dem Haus Hohenzollern. Friedrich war der Sohn von Burggraf Johann II. von Nürnberg und Elisabeth Gräfin von Henneberg. | VON NÜRNBERG, Friedrich V. (I2332)
|
| 5631 | war bis 709 alamannischer Herzog aus dem Hause der Agilolfinger. Er war Vater des Lantfrid und Theudebald sowie von Odilo, Herzog der Bajuwaren. Nach einer Urkunde aus dem Jahr 700 schenkte Gotfrid auf Bitten eines Priesters Magulfus in Cannstatt den Ort Biberburg an die Zelle des Heiligen St. Gallus. Gotfrid stand den fränkischen Hausmeiern in erbitterter Feindschaft gegenüber und verteidigte die Autonomie seines Herzogtums gegen deren Zentralgewalt. Als Gotfrid im Jahr 709 starb, erhoben seine Söhne Lantfrid und Theudebald gemeinsam Anspruch auf das Herzogsamt. | (AGILOLFINGER), Alamannenherzog Alamannenherzog Gotefried (I10793)
|
| 5632 | war der erste Graf in der Herrlichkeit Lohn, deren Gebiet sich bis zu ihrem Untergang im Jahre 1316 über das Westmünsterland und Teile der Region Achterhoek in der Provinz Gelderland erstreckte. Gerhard I. von Lohn war der Sohn des Otto II. von Zutphen. Sein Bruder Dietrich (1084–1127) war Bischof von Münster. Heinrich (1080–1120), sein anderer Bruder, folgte seinem Vater als Graf von Zutphen. Gerhard war verheiratet mit Irmgard, deren Familienname nicht überliefert ist. Aus der Ehe stammt der Sohn Gottschalk I., mit dem er 1086 urkundliche Erwähnung als Gerhardus de Laon. Godascalcus filius eius findet. Nach Gerhards Tod trat Gottschalk die Nachfolge seines Vaters als Graf von Lohn an. | VON LOEN, Gerhard I. (I18804)
|
| 5633 | war der erste Passavant in der Freien Reichsstadt Frankfurt, wo die Familie später zu Einfluss und Reichtum kam. Er wurde noch in Basel geboren, lebte aber schon 15 Jahre in Hanau, als er sich 1682 in Frankfurt am Main niederlassen durfte und hier sein bereits in Hanau gegründetes Geschäft mit englischen Manufakturwaren erfolgreich ausbaute. 1686 leistete er den Bürgereid und erwarb ein Haus in der Alten Mainzer Gasse am Fahrtor. 1703 kaufte er dazu das Haus Zum Strahlenberg am Römerberg. Er war dreimal verheiratet und hatte 45 Enkel. Seine erste Ehefrau war die Frankfurterin Jeanne de Bassompierre, an die er u. a. einen noch erhaltenen, innigen Liebesbrief schrieb. Passavant war Mitglied der Reformierten Gemeinde in Bockenheim. Da im lutherischen Frankfurt Gottesdienste der reformierten Gemeinde nicht erlaubt waren, kaufte Rudolf Emmanuel ein Grundstück mit Haus in Bockenheim. Sein Grab befindet sich auf dem Peterskirchhof | PASSAVANT, Rudolf Emanuel (I27632)
|
| 5634 | war der erste Sohn Karls des Großen. Karl schloss seine erste Ehe mit Himiltrud. Das Kind aus dieser Verbindung benannte Karl nach seinem Vater Pippin dem Jüngeren. Seinen Beinamen der Bucklige erhielt Pippin auf Grund einer Missbildung am Rücken. Ob er diese körperliche Entstellung schon von Geburt an trug, oder ob er sie durch eine Krankheit wie etwa Skoliose erhielt, kann heute nicht mehr eindeutig festgestellt werden. Karls Verbindung mit Himiltrud wurde später als nicht vollwertig betrachtet und Himiltrud als Mätresse bezeichnet. PAPST HADRIAN I. (772–795) bezeichnete jedoch in einem Brief an Karl und seinen Bruder Karlmann beide Frankenkönige als verheiratet. Pippin war ursprünglich der VOLLBERECHTIGTE THRONFOLGER. Karls kurze zweite Ehe blieb kinderlos, aber aus seiner dritten Ehe mit Hildegard bekam er weitere Söhne. Pippin verlor als illegitimer Nachkomme sein Erbrecht 781 nach der Taufe seines Halbbruders KARLMANN, der nun den Namen PIPPIN erhielt. Wahrscheinlich wäre er jedoch auch wegen seiner körperlichen Behinderung nicht auf dem Thron geduldet worden. Das hätte nicht dem Königsheil entsprochen. Im Jahre 792 plante Pippin zusammen mit einigen fränkischen Adligen einen Umsturz, um sich zum König zu erheben. Die Motive der Verschwörer und der geplante Ort des Anschlags können heute nicht mehr ermittelt werden. Der Plan kam nicht zur Ausführung, da Pippin durch den Kaplan Fardulf verraten wurde. Während ein Großteil der beteiligten Adligen hingerichtet wurden, verbannte man Pippin in die Abtei Prüm , wo er den Rest seines Lebens verbrachte. | N., Pippin der Bucklige (I10787)
|
| 5635 | war der Großfürst der aus Magna Hungaria wegziehenden Magyaren Im Doppelfürstentum Ungarn, das damals von einem Sakralkönig (Kende), der für religiöse und diplomatische Angelegenheiten zuständig war und einem Heerführer (Gyula) angeführt wurde, stieg Árpád nach der schweren Niederlage der Magyaren gegen die Petschenegen (893) zum Nachfolger seines greisen Vaters Álmos auf, der als Gyula Verantwortung für die politischen und militärischen Alltagsgeschäfte getragen hatte. Zum Kenden wurde von den Fürsten der sieben ungarischen Stämme offenkundig zeitgleich Kursan gewählt, wenngleich schriftliche Quellen fehlen.[1]... | (MAGYAREN), Großfürst Großfürst Álmos (I1563)
|
| 5636 | war der Sohn des Brüsseler Generalpostmeisters Leonhard I. von Taxis. Er heiratete im Jahre 1579 Genoveva von Taxis, die Tochter des Augsburger Postmeisters Seraphin II. von Taxis, die 1628 starb. Kaiser Rudolf II. ernannte ihn zusammen mit seinem Vater im Jahre 1606 zum Kaiserlichen Kämmerer und am 16. Januar 1608 zum erblichen Reichsfreiherren. Am 27. Juli 1615 wurde er zum erblichen Generaloberstpostmeister ernannt und am 8. Juni 1624, einen Monat vor seinem Tod, mitsamt seinen Erben in den Reichsgrafenstand erhoben. In der Genealogie wird er auch Lamoral I. von Taxis genannt, um ihn von seinem Enkel Lamoral Claudius Franz von Thurn und Taxis zu unterscheiden. Werdegang Im Juli 1574 erwirkte Leonhard I. von Taxis beim spanischen König Philipp II. ein Patent, in dem der Anspruch seines noch minderjährigen Sohnes Lamoral auf das Niederländische Postgeneralat bei Leonhards Tod oder Rücktritt bestätigt wurde. Infolge der Eskalation beim Aufstand der Niederlande mussten Leonhard und Lamoral von Taxis jedoch Ende Januar 1577 aus Brüssel fliehen. Beide begaben sich ins Feldlager des Don Juan de Austria in Luxemburg, wo Lamoral zunächst eine militärische Karriere begann. Nach einem einjährigen Aufenthalt am Königshof zu Madrid setzte er 1581 in den Niederlanden seine Offizierslaufbahn fort. Intrigen im Postdienst Anfang 1584 trat Lamoral zur Unterstützung seines Vaters in den Postdienst ein, ohne aus dem Militärdienst auszuscheiden. Im März 1584 schickte ihn Leonhard zusammen mit dem Kölner Postmeister Jacob Henot in das Reich, um 3000 Kronen aus spanischen Mitteln an die Posthalter der Niederländischen Postroute auszuzahlen. Lamoral ließ Jacob Henot in Köln zurück, reiste mit dem Kölner Bürger Johann Baptista Bosco nach Augsburg, heiratete dort die minderjährige Tochter Genoveva des verstorbenen Seraphin II. von Taxis, forderte vom Kölner Rat die Ablösung Henots durch Johann Baptista Bosco und verlangte von der Augsburger Kommission und vom Kaiser das Generalpostmeisteramt im Reich an Stelle seines Vaters. Nicht zuletzt aus diesem Grund erwarb er den Beinamen „L’Amoral“ (der Amoralische). Am 3. April 1585 wurde der Streit zwischen Henot und Lamoral von Taxis durch eine Kommission geschlichtet, die aus Valentin von Eisenberg, Dr. Andreas Gail und später Graf Hermann von Manderscheid-Blankenheim bestand. Am 14. Juli 1585 empfahlen die Augsburger Kommission und der Tiroler Erzherzog Ferdinand II. Lamoral für das Generalpostmeisteramt. Kaiser Rudolf II. war damit einverstanden, nicht aber der spanische König Philipp II. Daraufhin musste Lamoral seine ehrgeizigen Pläne zurückstecken. Henot blieb Kölner Postmeister, und Leonhard I. von Taxis wurde im Jahre 1595 Generalpostmeister im Reich. Gesellschaftlicher Aufstieg Am 28. August 1603 bewilligte Kaiser Rudolf II. die Nachfolge Lamorals und seines Sohnes Leonhard II. von Taxis im Generalpostmeisteramt. Am 25. Oktober 1603 erwirkte Lamoral von Taxis am kaiserlichen Hof zu Prag die Verschreibung des Postamtes Köln und der Posten bis Wöllstein an Leonhard, Lamoral und Leonhard II., nachdem er auf den jährlichen Zuschuss von 500 Gulden durch das Reichspfennigamt in Augsburg verzichtet hatte. Im Jahre 1606 wurde Lamoral zum kaiserlichen Kämmerer ernannt, und am 16. Januar 1608 erhob Kaiser Rudolf II. Leonhard und Lamoral von Taxis in den erblichen Reichsfreiherrenstand. Nach dem Tod des Hofpostmeisters Georg Pichl von Pichelsberg im Dezember 1610 ernannte Rudolf II. Lamoral im Mai 1611 zum kaiserlichen Hofpostmeister. Damit war er Leiter der kaiserlichen Territorialpost. Dieses Amt aber hatte Lamoral nie angestrebt. So sorgte er am 12. Oktober 1611 dafür, dass ihm noch zu Lebzeiten seines Vaters das Generalpostmeisteramt im Reich verliehen wurde. Kurz nach Kaiser Rudolfs Tod am 20. Januar 1612 starb auch Lamorals Vater Leonhard im Mai 1612. Wirken als Generalpostmeister Der neue Kaiser Matthias bestätigte Lamoral am 28. September 1612 die Verschreibung aus dem Jahre 1603 über das Postamt in Köln und die Route bis Wöllstein. Ebenso erhielt er die Bestallungsurkunde über das Generalpostmeisteramt im Reich, den Niederlanden, Lothringen und Burgund. Am 19. November 1612 trat Lamoral von Taxis von seinem Hofpostmeisteramt zurück, um das Generalpostmeisteramt in Brüssel zu übernehmen. Am 20. Juli 1615 verpflichtete sich Lamoral, eine Ordinaripost von Köln über Frankfurt und Nürnberg bis zur böhmischen Grenze zu legen. Ab dort bis Prag übernahm die Hofpost den Betrieb. Lamoral musste sich verpflichten, der österreichischen Territorialpost keine Konkurrenz zu machen. Als Gegenleistung wurde Lamoral am 27. Juli 1615 die Erblichkeit des Generalpostmeisteramtes garantiert. Bis Ende August 1615 hatte der Kölner Postmeister Coesfeld den neuen Postkurs eingerichtet. Für die übrigen Erweiterungen des Postnetzes sorgte Lamorals Frankfurter Postmeister Johann von den Birghden, der bis Ende Juni 1616 einen Postkurs von Frankfurt über Fulda, Suhl und Erfurt nach Leipzig einrichtete. Bis Ende August 1616 organisierte von den Birghden den Postkurs von Hamburg über Rotenburg (Wümme), Minden, Unna und Schwelm nach Köln. Fehlschläge und eine Abmahnung Auf Beschluss des Reichshofrates vom 13. März 1623 wurde Jacob Henot das Kölner Postamt wieder zugesprochen. Kaiser Ferdinand beauftragte Karl von Manderscheid und Johann von der Hövelich mit der Wiedereinsetzung Henots, die am 3. April 1623 erfolgte. Während Henot mit Lamoral von Taxis am 2. August und am 2. Oktober 1623 eine vertragliche Einigung erreichte, bekämpfte Lamorals Sohn Leonhard II. von Taxis weiter die Folgen des kaiserlichen Beschlusses. Am 31. März 1623 verpachtete Lamoral das Frankfurter Postamt für 600 Reichstaler jährlich an Johann von den Birghden. Ein Grund war, dass sich Lamoral eine Geliebte zugelegt hatte und Geld benötigte. Auf Veranlassung seines Sohnes Leonhard erhielt Lamoral am 3. Juli 1623 eine kaiserliche Abmahnung. dass er die Postämter nicht versetzen oder als „Afterlehen“ vergeben dürfe, um nicht das Lehnsvermögen seines Sohnes zu schmälern. Angeblich hätte Lamoral bereits einige Postämter wie Augsburg, Venedig, Hamburg, Köln, Nürnberg, Frankfurt und Rheinhausen entweder verkauft, gegen hohe Pachtsummen vermietet oder mit Hypotheken belastet. Kaiser Ferdinand II. erklärte diese Kontrakte für ungültig. Lamoral dürfte mit diesem „fürnemmen“ Reichsregal nicht so „schimpfflich“ verfahren, insbesondere, weil er die Einnahmen für ein liederliches Frauenzimmer verschwendete.[1] Lamoral konnte die Beschuldigungen durch eidesstattliche Erklärungen seiner örtlichen Postmeister entkräften, und der Kaiser zog seine Anschuldigungen zurück. Erhebung in den Reichsgrafenstand Einen Monat vor seinem Tod wurde Lamoral am 8. Juni 1624 mitsamt seinen Erben in den Reichsgrafenstand erhoben. Nach Lamorals Tod am 7. Juli 1624 in Brüssel wurde er in der Kathedrale Notre Dame du Sablon beigesetzt. Am 17. August 1624 übertrug Kaiser Ferdinand II. das Reichspostlehen auf Lamorals Sohn Leonhard II. von Taxis. Kurioses Der Beiname Lamorals von Taxis als „der Unmoralische“ war auch noch um 1690 in Erinnerung. So schrieb ein Brüsseler Archivar, der um 1689 das älteste Repertorium im Fürst Thurn und Taxis Zentralarchiv (FZA HFS 790) verfasst hatte, den Namen ständig als „L’Amoral de Tassis“. Nachkommen An Nachkommen Lamorals von Taxis sind bekannt Leonhard (* 5. Juli 1594), der spätere Nachfolger Johann Franz, der jung verstarb eine Tochter Leonora (* 1587), Karmeliternonne in Brüssel | VON TAXIS, Lamoral (I61254)
|
| 5637 | war der zweite Sohn des Markgrafen Adalbert II. von Tuszien und der Bertha von Lotharingien. Durch den Tod seines Bruders Guido ohne Erben wurde er 928 oder 929 Graf und Herzog von Lucca und Markgraf von Tuszien. Im Jahr 931, vor dem 17. Oktober, wurde er von seinem Halbbruder Hugo von Vienne, dem König von Italien und Sohn Berthas aus ihrer ersten Ehe, geblendet und damit regierungsunfähig gemacht. Den Besitz der Familie, Lucca und die Toskana, gab Hugo anschließend seinem eigenen Bruder Boso, womit die Herrschaft der Bosoniden über Tuszien gegründet wurde. | VON TUSZIEN, Lambert (I52359)
|
| 5638 | war die erste Ehefrau des Frankenkönigs Charibert I. Ihre Herkunft ist unbekannt, eine vornehme Familie wird aber angenommen.[1] Ingoberga und Charibert waren vermutlich die Eltern von Bertha, der späteren Ehefrau des Königs Æthelberht von Kent und Initiatorin der christlichen Mission unter den Angelsachsen.[2] Die Ehe von Ingoberga und Charibert zerbrach, sie ging in ein Kloster nach Tours, wo sie eine Vertraute des Chronisten Gregor von Tours wurde.[3] Vor ihrem Tod mit etwa 70 Jahren schenkte sie ihr Vermögen Kirchen in Tours (insb. Saint-Martin de Tours) und der Kirche in Le Mans.[4][5] Ebenso soll sie Unfreie aus ihrer Verfügungsbefugnis entlassen haben.[6] | ..., Ingoberga (I37017)
|
| 5639 | war die Nichte des oströmischen Kaisers JOHANNES I. TZIMISKES und wurde als Frau Kaiser OTTOS II. Mitkaiserin des römisch-deutschen Reiches für elf Jahre und Kaiserin für sieben Jahre. Sie war eine der einflussreichsten Herrscherinnen des Mittelalters und steht zwischen OTTO II. und OTTO III. in der Herrscherfolge des Kaiserreichs. Gerade in der Zeit um 1000 orientierte sich die Kunst im Reich an byzantinischen Vorbildern der Buchmalerei und Goldschmiedekunst; THEOPANU brachte aus Konstantinopel ein Gefolge an Künstlern, Architekten und Kunsthandwerkern mit, durch die sich u. a. der Einfluss der byzantinischen Künste im Reich verbreitete. Weiterhin lässt sich die Verbreitung des NIKOLAUSBRAUCHTUMS auf Theophanu zurückführen. REGENTSCHAFT DER KAISERINNEN Nach dem frühen Tod Ottos II. übernahmen ADELHEID und ihre Schwiegertochter THEOPHANU die Regentschaft für den noch minderjährigen Otto III. Auf diese Art und Weise wollten sie die Macht und die Krone des Reiches für die Dynastie der Ottonen erhalten. Gemeinsam mit dem Erzbischof Willigis von Mainz führten sie die Regierungsgeschäfte für den minderjährigen Kaiser, bis Adelheid sich nach Italien zurückzog. Dort wurde sie Statthalterin von Italien. 991 kehrte sie an den Kaiserhof zurück, als ihre Schwiegertochter THEOPHANU mit Anfang 30 starb. Bis zur Volljährigkeit ihres Enkels Otto III. führte die Kaiserin die Regierungsgeschäfte. Theophanu wurde auf eigenen Wunsch im Westwerk von St. Pantaleon in Köln beigesetzt (ihr Schutzpatron war der heilige Pantaleon). Ihre letzte Ruhestätte fand sie (nach mehreren Umbettungen) in dem von Sepp Hürten neu gestalteten Sarkophag aus weißem Naxos-Marmor, in den am 28. Dezember 1962 ein Bleibehälter mit den wenigen sterblichen Überresten der Kaiserin eingebettet wurde. An der Stirnseite des Sarkophages ist, in Anlehnung an das oben abgebildete Elfenbeinrelief aus dem 10. Jahrhundert, ein das Herrscherpaar krönender und segnender Christus zu sehen, außerdem die Hagia Sophia (Konstantinopel) sowie Sankt Pantaleon (Köln), als Symbol der geeinten Kirche zu Ottos II. und Theophanus Zeiten und dem heutigen Wunsch nach Einigkeit. Der Sarkophag wird von folgender Schrift umgeben: Domina Theophanu, Imperatrix, uxor et mater Imperatoris, quae basilicam sancti Pantaleonis summo honore coluit et rebus propriis munificenter cumulavit, hic sepulcrum sibi constitui iussit („Die Herrin Theophanu, Kaiserin, Gattin und Mutter eines Kaisers, die dieser Kirche des hl. Pantaleon besondere Gunst erwies und sie aus ihrem Besitz großzügig beschenkte, ließ sich an dieser Stelle bestatten“). Seit 1989 findet jährlich am 15. Juni, dem Todestag Theophanus, am Sarkophag der Kaiserin eine Eucharistiefeier für die Einheit der Christen in Ost und West statt, deren kirchliche Einheit 1054 auseinanderbrach. Erst 1965 wurden die gegenseitigen Exkommunikationen durch Papst Paul VI. (Rom) und den Patriarchen Athinagoras (Konstantinopel) aufgehoben. | VON BYZANZ, Prinzessin Prinzessin Theofanu (I15268)
|
| 5640 | war die Nichte des oströmischen Kaisers JOHANNES I. TZIMISKES und wurde als Frau Kaiser OTTOS II. Mitkaiserin des römisch-deutschen Reiches für elf Jahre und Kaiserin für sieben Jahre. Sie war eine der einflussreichsten Herrscherinnen des Mittelalters und steht zwischen OTTO II. und OTTO III. in der Herrscherfolge des Kaiserreichs. Gerade in der Zeit um 1000 orientierte sich die Kunst im Reich an byzantinischen Vorbildern der Buchmalerei und Goldschmiedekunst; THEOPANU brachte aus Konstantinopel ein Gefolge an Künstlern, Architekten und Kunsthandwerkern mit, durch die sich u. a. der Einfluss der byzantinischen Künste im Reich verbreitete. Weiterhin lässt sich die Verbreitung des NIKOLAUSBRAUCHTUMS auf Theophanu zurückführen. REGENTSCHAFT DER KAISERINNEN Nach dem frühen Tod Ottos II. übernahmen ADELHEID und ihre Schwiegertochter THEOPHANU die Regentschaft für den noch minderjährigen Otto III. Auf diese Art und Weise wollten sie die Macht und die Krone des Reiches für die Dynastie der Ottonen erhalten. Gemeinsam mit dem Erzbischof Willigis von Mainz führten sie die Regierungsgeschäfte für den minderjährigen Kaiser, bis Adelheid sich nach Italien zurückzog. Dort wurde sie Statthalterin von Italien. 991 kehrte sie an den Kaiserhof zurück, als ihre Schwiegertochter THEOPHANU mit Anfang 30 starb. Bis zur Volljährigkeit ihres Enkels Otto III. führte die Kaiserin die Regierungsgeschäfte. Theophanu wurde auf eigenen Wunsch im Westwerk von St. Pantaleon in Köln beigesetzt (ihr Schutzpatron war der heilige Pantaleon). Ihre letzte Ruhestätte fand sie (nach mehreren Umbettungen) in dem von Sepp Hürten neu gestalteten Sarkophag aus weißem Naxos-Marmor, in den am 28. Dezember 1962 ein Bleibehälter mit den wenigen sterblichen Überresten der Kaiserin eingebettet wurde. An der Stirnseite des Sarkophages ist, in Anlehnung an das oben abgebildete Elfenbeinrelief aus dem 10. Jahrhundert, ein das Herrscherpaar krönender und segnender Christus zu sehen, außerdem die Hagia Sophia (Konstantinopel) sowie Sankt Pantaleon (Köln), als Symbol der geeinten Kirche zu Ottos II. und Theophanus Zeiten und dem heutigen Wunsch nach Einigkeit. Der Sarkophag wird von folgender Schrift umgeben: Domina Theophanu, Imperatrix, uxor et mater Imperatoris, quae basilicam sancti Pantaleonis summo honore coluit et rebus propriis munificenter cumulavit, hic sepulcrum sibi constitui iussit („Die Herrin Theophanu, Kaiserin, Gattin und Mutter eines Kaisers, die dieser Kirche des hl. Pantaleon besondere Gunst erwies und sie aus ihrem Besitz großzügig beschenkte, ließ sich an dieser Stelle bestatten“). Seit 1989 findet jährlich am 15. Juni, dem Todestag Theophanus, am Sarkophag der Kaiserin eine Eucharistiefeier für die Einheit der Christen in Ost und West statt, deren kirchliche Einheit 1054 auseinanderbrach. Erst 1965 wurden die gegenseitigen Exkommunikationen durch Papst Paul VI. (Rom) und den Patriarchen Athinagoras (Konstantinopel) aufgehoben. | (HRR), Theophanu (I51552)
|
| 5641 | war die Schwester des Ostgotenkönigs Theoderich des Großen. Bald nach dem Tod ihres ersten Gemahls wurde Amalafrida im Jahr 500 in zweiter Ehe mit dem Vandalenkönig Thrasamund verheiratet, als dieser ein Bündnis mit Theoderich schloss.[1] Beide Ehepartner waren Arianer. Wahrscheinlich von ihrem ersten Mann hatte Amalafrida ihren Sohn Theodahad und ihre Tochter Amalaberga.[2] Diese beiden Kinder blieben in Italien zurück, als sich Amalafrida in Begleitung vieler gotischer Krieger, die sie vom Ostgotenkönig erhalten hatte, zu ihrem zweiten Gemahl nach Nordafrika begab.[3] Zu ihrer reichen Mitgift gehörte auch die sizilianische Hafenstadt Lilybaeum. Nach Thrasamunds Tod im Jahr 523 floh Amalafrida vor dessen Nachfolger Hilderich, der sie aber gefangen nehmen, anfangs inhaftieren und um 525 zusammen mit ihrem gotischen Gefolge umbringen ließ. Vermutlich hatte Hilderich in ihr eine Gefahr erblickt, da er mit Theoderich gebrochen hatte und vom Arianismus abgekehrt war.[4] Amalafridas Tochter Amalaberga war um 510 die Gemahlin des Thüringerkönigs Herminafried geworden. Ihr Sohn Theodahad war als letzter männlicher Nachkomme der Amaler von 534 bis 536 ostgotischer König. | ..., Amalfrida (I37008)
|
| 5642 | war die Tochter des Königs der Langobarden, Wacho aus der Dynastie der Lethinger. Sie wuchs in der pannonischen Tiefebene auf und heiratete um das Jahr 554 den Frankenkönig Theudebald. Als dieser 555 gestorben war, ehelichte Walderada um 555 Chlothar I., Theudebalds Nachfolger und Großonkel. Von diesem wurde sie jedoch verstoßen, da die Kirche gegen die Ehe Einspruch erhob. Danach nahm der erste bekannte Bayernherzog, der Agilolfinger Garibald I. Walderada zur Frau. Mit ihm hatte sie vier Kinder: Tassilo I., Gundoald, Grimoald I. und Theudelinde. | N., Walderada (I18366)
|
| 5643 | war durch ihre Mutter eine mit dem Sächsischen Adel verwandte Tochter des sorbischen Fürsten Dobromir aus der Lausitz. Sie war durch Heirat ab 987 Herzogin und ab 1000 Königin von Polen. Emnilda war die dritte Gemahlin des polnischen Herrschers Bolesław I. Chrobry, den sie im Jahr 987 ehelichte. Thietmar von Merseburgs Lob für Emnilda lässt auf ihr hohes Ansehen und ihren großen Einfluss am Piastenhof schließen. Aus der Ehe mit Bolesław gingen mehrere Kinder hervor: • Tochter N. N. (* um 988; † nach 1013), Äbtissin eines namentlich unbekannten Klosters • Reglindis (* um 989; † nach 21. März 1016), verheiratet 1002 mit Markgraf Hermann von Meißen • Mieszko II. (* 990; † 10. Mai 1034), ab 1025 König von Polen, verheiratet 1013 mit Richeza, Nichte Kaiser Ottos III. • Tochter N. N. (* um 995; † nach 1018), verheiratet zwischen 1009/1012 mit Swjatopolk I., Großfürst der Kiewer Rus • Otto (* um 1000; † 1033), ab 1031/1032 Herzog von Polen | VON WESTSLAWIEN \ VON SORBIEN, Prinzessin Prinzessin Eminilde \ Emnilda (I15278)
|
| 5644 | war Ehefrau von Olof Skötkonung, König von Schweden und Mutter von Anund Jakob, schwedischer König und von Ingegerd, Großfürstin von Kiew. | (OBODRITIN), Estrid (I37701)
|
| 5645 | war ein Angehöriger des Herzoghauses der Alamannen.[1] Gemäß der im 9. Jahrhundert erschienenen Vita Hludowici von Thegan war Huoching der Sohn des Alamannenherzogs Gotfrid (um 650–709).[1] Huochings Sohn Hnabi (oder Nebi) spielte eine Rolle bei der Gründung des Klosters St. Gallen. Hans Jänichen diskutierte 1976, ob die historischen Alamannen Huoching und Hnabi für die Germanen Hoc und Hnæf (welche im altenglischen Heldengedicht Beowulf, im Finnsburg-Fragment und der Dichtung Widsith vorkommen) Pate gestanden haben könnten. Jänichen folgte hier einer früheren Überlegung aus dem Jahre 1849, welche John Mitchell Kemble in seiner History of the Saxons in England anstellte. Die Schwertscheide von Gutenstein ist eine prunkvoll verzierte Schwertscheide einer Spatha aus dem 7. Jahrhundert, die im heutigen Sigmaringer Stadtteil Gutenstein im Grab eines alamannischen Kriegers gefunden wurde. Die Besonderheit dieser Schwertscheide sind die für das 7. Jahrhundert seltenen Darstellungen von Tierkriegern beziehungsweise Menschen mit Tiermasken, die nur wenige Parallelen in Europa hat. | N., Prinz Prinz Huoching (I10792)
|
| 5646 | war ein badischer (Titular)-Markgraf und Domherr in Straßburg und Trier | BADEN, von von Karl (I1404)
|
| 5647 | war ein badischer Prinz,(Titular)Markgraf von Baden und ab 1503 als Jakob II. von Baden Erzbischof und Kurfürst von Trier | BADEN, von von Jacob (I1401)
|
| 5648 | war ein badischer Titular-Markgraf und Domherr in Straßburg und Köln. | BADEN, von von Christoph (I1405)
|
| 5649 | war ein deutscher Chirurg und Urologe. Güterbock war Professor der Medizin an der Berliner Universität. Paul stammte aus einem jüdischen Elternhaus. Sein Vater war der Mediziner und Geheime Sanitätsrat Ludwig Güterbock (1814–1895). Sein Onkel, ein jüngerer Bruder des Vaters, war der Maler Leopold Güterbock. Paul wurde, zusammen mit seinem mittleren Bruder Alfred, am 30. Oktober 1860 in der Jerusalemkirche in Berlin evangelisch getauft.[1] Güterbock studierte Medizin an den Universitäten in Berlin und Würzburg. Er promovierte 1865 an der Medizinischen Fakultät der Berliner Universität mit der Dissertation De lactis digestione neonatorum zum Doktor der Medizin. Im folgenden Jahr bestand er die medizinische Staatsprüfung und unternahm eine länge Studienreise nach Wien, Paris, London und Edinburgh. Nach seiner Rückkehr ließ er sich dauerhaft in Berlin nieder. Er wurde zunächst Assistenzarzt von Robert Wilms im Diakonissenhaus Bethanien, wo er als Chirurg arbeitete. Schon bald eröffnete er eine eigene chirurgische Privatklinik und habilitierte sich 1873 als Dozent für Chirurgie an der Berliner Universität. Gleichzeitig wurde Güterbock Hilfsarbeiter und 1884 Assessor beim Brandenburgischen Medizinalkollegium. Für seine Verdienste erhielt er 1885 den Titel eines Medizinalrates. 1894 wurde er mit dem Professorentitel ausgezeichnet und 1896 zum Geheimen Medizinalrat ernannt. Paul Güterbock starb nach einer längeren Krankheit am 17. Oktober 1897, im Alter von 53 Jahren, in Berlin. Er wurde auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin-Schöneberg bestattet. Das aufwändige Grabmal im Stil des Spätklassizismus schuf der Architekt Wilhelm Martens. Güterbock hinterließ ein umfangreiches Schrifttum. Er war lange Jahre Mitautor der Urologischen Sektion für die Jahresberichte von Rudolf Virchow und August Hirsch. Kleinere Aufsätze verfasste er unter anderem über Tracheotomie der Diphtherie, Hautemphyseme bei Diphtherie, Gelenkserkrankungen bei Unterleibstyphus und Harnröhrenschnitte. Er schrieb Berichte über größere Amputationen im Krankenhaus Bethanien aber auch zahlreiche Artikel für die 15-bändige Real-Encyclopädie der gesammten Heilkunde von Albert Eulenburg. 1876 erschien seine Monografie Die neueren Methoden der Wundbehandlung auf statistischer Grundlage, 1881 Die englischen Krankenhäuser im Vergleich mit den deutschen Hospitälern sowie 1882 Die öffentliche Reconvalescentenpflege. Sein Hauptwerk Die chirurgischen Krankheiten der Harn- und männlichen Geschlechtsorgane erschien in drei Bänden von 1890 bis 1898. Die Veröffentlichung des letzten Bandes erlebte er nicht mehr. Außerdem war er Erfinder eines speziellen Zystoskops. aus: "Die Herausbildung urologischer Kliniken in Berlin - Ein Beitrag zur Berliner Medizingeschichte", S. 15 Paul Güterbock (1844-1897) erhielt seine Ausbildung in Berlin und Würzburg, mit anschließenden Studienreisen nach Wien, Paris und London, den europäischen Zentren der urologischen Chirurgie. Nachdem er am Diakonissenhaus am Bethanien bei Wilms assistierte, habilitierte er 1873 für den Fachbereich Chirurgie. Schon vorher eröffnete er seine Poliklinik in der Dorotheenstraße 8, wo er auch Studenten Unterricht gab. Zwar wurde er 1894 zum Titularprofessor ernannt, eine ordentliche Professur und ein Chefarztposten erhielt er wegen seines frühen Todes 1897 allerdings nicht mehr.43 Auch die von ihm verfasste Reihe der Chirurgie der Harnorgane konnte er nicht vollenden.44 Als Verfasser der Urologischen Sektion der Virchows Jahrbücher, 45 die er von seinem Vater Ludwig Güterbock (1814-1895) übernahm, zählte er zu den ersten Ärzten, die sich um die Vermittlung urologischen Wissens an die nicht spezialisierten Kollegen verdient gemacht haben. Im Jahr 1895 demonstrierte er ein Zystoskop, das den Katheter als Kanal benutzte, wodurch ein Instrumentenwechsel nicht notwendig war und das Einführen deutlich erleichtert wurde.46 Sein Name, heute kaum bekannt, fand in den Enzyklopädien bedeutender Ärzte der damaligen Zeit Erwähnung. Veröffentlichungen (Auswahl) De lactis digestione neonatorum. Berlin 1865 (Dissertation). Ueber den Lister'schen Verband. Berlin 1870. Die neueren Methoden der Wundbehandlung auf statistischer Grundlage. Berlin 1876 (Digitalisat). Die englischen Krankenhäuser im Vergleich mit den deutschen Hospitälern. Berlin 1881 (Digitalisat). Die öffentliche Reconvalescentenpflege. Leipzig 1882. Ueber die Störungen der Harnentleerung bei Prostata-Hypertrophie. Berlin 1888. Die chirurgischen Krankheiten der Harn- und männlichen Geschlechtsorgane. Für Aerzte und Studirende. Teil 1: Die Krankheiten der Harnröhre und der Prostata. Leipzig 1890 (Digitalisat). Teil 2: Die Krankheiten der Harnblase. Leipzig 1890. Teil 3: Steine und Fremdkörper der Harnblase und der Harnröhre. Chirurgische Krankheiten der Harnleiter. Leipzig 1894. Teil 4: Die chirurgischen Krankheiten der Nieren. Leipzig 1898. Beiträge zu Albert Eulenburgs Real-Encyclopädie der gesammten Heilkunde. Erste Auflage. Band 6 (1881) (Digitalisat), S. 302–305: Harnabscess; S. 305–310: Harnfistel; S. 310–313: Harninfiltration; S. 313–336: Harnröhrenverengerung; S. 336–342: Harnröhrenzerreissung Band 14 (1883) (Digitalisat), S. 226–244: Urethrotomie Band 15 (1883) (Digitalisat), S. 236–244 (Nachträge): Reconvalescentenpflege Literatur Frederick T. Haneman: Güterbock, Paul. In: Isidore Singer (Hrsg.): Jewish Encyclopedia. Funk and Wagnalls, New York 1901–1906. Julius Pagel: Güterbock, Paul. In: Anton Bettelheim (Hrsg.): Biographisches Jahrbuch und deutscher Nekrolog. Band 2, Reimer, Berlin 1898, S. 75 (Digitalisat). Julius Wolff: Paul Güterbock. In: Deutsche Medizinische Wochenschrift. Bd. 23 (1897), H. 45, S. 727 f. (Nekrolog). Güterbock, Paul. In: Julius Pagel (Hrsg.): Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts. Urban & Schwarzenberg, Berlin/Wien 1901, Sp. 655 f. (Digitalisat). Gueterbock, Vater und Sohn. In: August Hirsch (Hrsg.): Biographisches Lexikon der hervorragenden Aerzte aller Zeiten und Völker. Band 2, Urban & Schwarzenberg, Leipzig/Wien 1885, Seite 691, (Digitalisat). | GÜTERBOCK, Prof. Dr. med. Prof. Dr. med. Paul Theodor Maximilian (I7019)
|
| 5650 | war ein deutscher Kaufmann und Dichter. Er verfasste zahlreiche Erzählungen, Gedichte und Romane. Bis heute bekannt ist er vor allem als Verfasser des Westfalenliedes. In den Barmer Anlagen, einem alten Park in Wuppertal-Barmen, steht ein lebensgroßes Rittershaus-Denkmal. Ein weiteres Denkmal steht in Menden an der Stadtgrenze zu Iserlohn an der Stelle, wo Rittershaus zu dem Text des Westfalenliedes inspiriert worden sein soll. Des Weiteren sind in etlichen Orten Straßen und Plätze nach ihm benannt. Familie Emil Rittershaus war Sohn des im Bergischen Land zu bürgerlichem Wohlstand gekommenen, evangelischen Bandfabrikanten Friedrich Rittershaus (1803–1885) und dessen Ehefrau Caroline, geborene Graan (1809–1840). Verheiratet war er mit Julie Hedwig Rittershaus, geborene Lucas (1834–1895), Tochter des Inhabers einer Zinn- und Metallgießerei in der Mirke zu Elberfeld. Mit ihr hatte er sieben gemeinsame Kinder: Anna (* 27. Januar 1858), Walther Adolf (* 4. August 1859), Helene Hedwig (* 12. November 1860), Alfred Emil (* 13. Februar 1863), Adele Lina (* 24. Dezember 1864), Hugo Julius (* 8. Mai 1866) und Adeline (* 29. Juli 1867).[1] Helene heiratete später den Bildhauer Fritz Schaper, Adeline wurde als Skandinavistin und Vorkämpferin für das Frauenstudium bekannt. Kaufmann 1848 trat Rittershaus eine Lehre im väterlichen Betrieb an. 1856 übernahm er die Metallwarenfabrik seines Schwiegervaters Lucas und baute sie aus. Später gründete und leitete er in Elberfeld (heute zu Wuppertal) seine eigene Firma E. Rittershaus u. Cie., ein Engroshandelsgeschäft für Metallwaren aller Art, als Handelsagentur mit regem Exportgeschäft in die Nachbarländer. Des Weiteren beteiligte er sich an einem Fabrikgeschäft in Barmen, was ihn um sein Vermögen brachte. Nachfolgend übernahm er unter anderem mehrere Generalvertretungen von Versicherungsgesellschaften. 1871 wurde er Mitglied des Verwaltungsrates des Bochumer Vereins.[2] Dichter Barmen: Denkmal für Friedrich Emil Rittershaus, geschaffen von Fritz Schaper Widmung der Stifter Obwohl er vor allem im Rahmen seiner kaufmännischen Tätigkeiten viel reiste, unter anderem durch die Niederlande, die Schweiz und Deutschland, blieb Emil Rittershaus zeitlebens sehr seiner Heimatregion verbunden. Mehrfach hat er zudem erklärt, dass ihm die „schöngeistige Arbeit“ bedeutend wichtiger sei als der „schnöde Broterwerb“. Viele seiner Werke widmen sich dem Bergischen Land und dem Rheinland, aber auch Westfalen, insbesondere dem Sauerland. Daher wird er häufig als „Heimatdichter“ bezeichnet. So verfasste er beispielsweise 1868 (vermutlich bei einem Besuch in Iserlohn) das Westfalenlied und am 6. Oktober 1872 zur Einweihung der Rudolfshalle am Hestenberg den Text des im Sauerland bis heute bekannten Plettenberg-Liedes Plettenberg, Dir Lob und Preis. Unter anderem war Rittershaus mit Ferdinand Freiligrath und Emanuel Geibel befreundet, auch führte er einen längeren Briefwechsel mit Hoffmann von Fallersleben. Um 1875 engagierte er sich für den Bau eines Denkmals zu Ehren von Annette von Droste-Hülshoff in Münster. Rittershaus verfasste für verschiedene Zeitschriften Theater-, Kunst- und Ausstellungsberichte, Gedichte und sonstige Texte und trat als Rezitator auf. Er schrieb für das Unterhaltungsblatt Über Land und Meer und war über mehrere Jahre hinweg Hauptautor der damals sehr populären Wochenzeitschrift Die Gartenlaube. Dem Erfolg, insbesondere seiner Gartenlaube-Beiträge, verdankte er einen Großteil seiner Bekanntheit im ganzen deutschsprachigen Raum. Als Mitglied des Deutschen Schriftstellerverbandes setzte er sich ab 1894 öffentlichkeitswirksam für eine breite Volksbildung ein, damals eine noch ungewöhnliche Forderung. Nach seinem Tod erschienen Anfang des 20. Jahrhunderts schließlich einige seiner kritischen gesellschaftspolitischen Texte in der Wiener Zeitschrift Blätter für moderne Weltanschauung. Organ des Vereins „Freier Gedanke“. Freimaurer Emil Rittershaus war Freimaurer-Bruder der Schwelmer Johannisloge Zum Westfälischen Löwen, der er u. a. ein eigenes Lied widmete; zudem hatte er enge Beziehungen zur Bochumer Loge. Belegt ist, dass er am 1. Juli 1877 die neuen Räume der Loge Zur Deutschen Redlichkeit in Iserlohn einweihte. Für die Freimaurer verfasste er Einer wehrt sich, ein „flammendes Gedicht“ gegen den Bannfluch des Papstes Pius IX. Dieser hatte 1864 einen Fluch gegen die Vertreter von Gewissens- und Glaubensfreiheit sowie gegen die Gegner der kirchlichen Gewaltausübung formuliert (Enzyklika Quanta cura und ihr Anhang Syllabus errorum vom 8. Dezember 1864). Bereits 1738 hatte der Papst Clemens XII. einen Bannfluch gegen die Freimaurerei erlassen, der von Pius IX. erneuert wurde. Würdigung Zeha Schröder (mit Rittershausfoto) spielt Opa Emil im Dortmunder Museum für Kunstgeschichte (2015) Anlässlich des 200. Gründungstages der Provinz Westfalen erhielt das Theater Freuynde + Gaesdte den Auftrag, für das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte Dortmund ein „Westfalenstück“ zu entwickeln. Bei der Recherche zum Thema entdeckte der Theaterleiter Zeha Schröder, dass er selbst ein naher Verwandter des Schöpfers des Westfalenliedes ist. Aus dem ursprünglich geplanten Regionaltheaterstück wurde daraufhin eine sehr persönliche Auseinandersetzung des Autors und Schauspielers mit seiner eigenen Identität als Westfale und Nachfahre.[3] Werke (Auswahl) Der Christabend, Illustration von Caspar Scheuren zu Rittershaus’ gleichnamigem Gedicht, 1866 Grab der Eheleute Rittershaus auf dem alten evangelischen Friedhof in Heckinghausen Gedichte. Trewendt, Breslau 1856 (Digitalisat der 2., stark vermehrten Aufl. 1858). Freimaurerische Dichtungen. Findel, Leipzig 1870 (Digitalisat). Neue Gedichte. Keil, Leipzig 1871 (Digitalisat). Zur Sedanfeier. Taddel, Barmen 1875. Carl Siebel: Dichtungen. Gesammelt von seinen Freunden. Herausgegeben von Emil Rittershaus, Grote, Berlin 1877 (Grote’sche Sammlung von Werken zeitgenössischer Schriftsteller, Band 8). Für Oberschlesien. Taddel, Barmen 1880. Am Rhein und beim Wein. Gedichte. Keil, Leipzig 1883. Aus den Sommertagen. Gedichte. Schulze, Oldenburg 1886. Buch der Leidenschaft. Schulze, Oldenburg 1886. Theodor Mintrop: König Heinzelmann’s Liebe. Ein Märchen in 70 Bildern. Poetisch eingeleitet von Emil Rittershaus, Reinhardt, Dresden 1875 (Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf). | RITTERSHAUS, Friedrich Emil (I54243)
|