Strauss Genealogie


Notizen


Treffer 5,501 bis 5,550 von 6,111

      «Zurück «1 ... 107 108 109 110 111 112 113 114 115 ... 123» Vorwärts»

 #   Notizen   Verknüpft mit 
5501 vor 1522 Villa Basilica bei Lucca, 16.8.1582 Basel, ref., ab 1557 von Basel. ​Johanna Verzasca. Ab 1533 Dominikanermönch in San Romano in Lucca, 1542 Immatrikulation an der Univ. Basel. P., der um 1550 in ref. Kreisen in Venedig verkehrte, war etwa 15 Jahre als Buchhändler und Handschriftenvermittler zwischen Italien und Basel tätig. 1557 als Buchführer in die Safran-Zunft aufgenommen, wurde P. 1558 Druckerherr. Zu seiner ca. 400 Schriften umfassenden Produktion zählen ital. Autoren, v.a. Emigranten. Er gab zwei lat. Ausgaben von Machiavellis "Principe" und zusammen mit Heinrich Petri die aufwendig von Tobias Stimmer illustrierten Drucke Paolo Giovios heraus. Zudem erschienen bei ihm die Erstausgaben von Schriften des Paracelsus. Seine Offizin führte sein Schwiegersohn Conrad Waldkirch 1583-1616 weiter. PERNA, Pietro (I27433)
 
5502 vor 1527 St. Gallen, 6.1.1577 St. Gallen, von St. Gallen. Sohn des Clemens, Klerikers und eventuell Schulmeisters, und der Anna Rebstecken. 1557 Helena Strauss. Lehre vermutlich in Zürich (möglicherweise bei Carl von Egeri). 1551-75 als Glasmaler in St. Gallen tätig, wo H. für die Stadt, die Zünfte und angesehene St. Galler Fam. sowie für auswärtige Kundschaft (u.a. aus Konstanz, Kempten, Nürnberg) eine Vielzahl von Glasgemälden schuf (sein Œuvre umfasst über fünfzig Scheiben). 1560-75 Elfer der Schmiedenzunft. H., der wegen Verschuldung 1573 sein Haus verkaufte und arm starb, ist der einzige St. Galler Glasmaler alteidg. Zeit von nationaler Bedeutung.

Zeichner, Maler, Glasmaler, Kabinettscheibenmaler, Wandmaler

ater von Andreas Hör war wahrscheinlich der Kleriker Clemens Hör († 1533) von Sankt Gallen, ab 1497 Kaplan zu St. Laurenzen, ab 1525 Schulmeister. Während der Reformation heiratete dieser Anna Rebstecken. Das Paar hatte zwei Söhne, Andreas und Clemens, und eine Tochter (geb. 1528). Beim Tod des Vaters 1533 war Andreas Hör etwa acht- bis zehnjährig. 1551 wird er erstmals als Glasmaler erwähnt, da er «lut stattschribers Zedel um das er min herren hat ain wappen in ain fenster geschenkt» und aus dem Stadtsäckel dafür entschädigt worden war. Am 20.9.1557 vermählte er sich mit Helena Strauss. Ihre beiden Söhne Gabriel (geb. 23.6.1558) und Esaias (geb. 22.7.1560). Hör war Mitglied der Schmiedenzunft, der er 1560–1575 als Elfer diente. Trotz seines grossen Œuvres musste er infolge Verschuldung 1573 sein Haus und die Werkstadt verkaufen. Zwei Wappenscheiben der Stadt kaufte ihm der Rat mit der Auflage ab, nur auf Geheiss weitere Scheiben zu brennen. Er starb arm, nur wenige Tage nach seiner Frau.

Erste bekannte Personen- und Allianzscheiben entstanden zwischen 1554 und 1558. Von 1560 stammen drei Standesscheiben (Glarus; Luzern; Schwyz), eine weitere (St. Gallen, Stadtbibliothek, St. Gallen) von 1566. Zwei Zunftscheiben (Metzger, Schweizerisches Landesmuseum, Zürich; Färber, Historisches Museum, St. Gallen) gehen auf die Jahre 1564 und 1565 zurück. Die von 28 Metzgern gestiftete Zunftscheibe stellt ein klassisches Beispiel der Verbindung zwischen den Scheibenstiftern und deren Wappen als Umrahmung, der Landschaft (den Viehbetrieb in der Stadt darstellend) und den zu schlachtenden Stier als Symbol des Opfers dar. Dabei verbannte der Glasmaler in den Familienwappen den Stier und ersetzte ihn durch andere Schlachttiere. Bilder und Wappen stellte Hör ikonografisch und künstlerisch sehr eigenständig in Silbergelb und Schwarzlot-Malerei dar.... 
HÖR, Andreas (I30641)
 
5503 Vor ihrer Heirat mit Christian Brentano 1835 leitete sie ein Mädchenpensionat im ehemaligen Klostergebäude von Marienberg in Boppard. Ihr Mann Christian wurde von dessen Bruder Clemens als Universalerbe eingesetzt, sammelte den weitverstreuten Nachlass und sorgte sich um die kaufmännischen Dinge. Die editorische Hauptarbeit überließ er hingegen weitgehend Emilie, die dabei von dem Freund des Hauses, dem Aschaffenburger Hofbibliothekar Professor Joseph Merkel unterstützt und beraten wurde.

Nach dem Tod ihres Mannes 1851 gab sie 1852–1855 Clemens Brentanos „Gesammelte Schriften“ in neun Bänden und 1854 die „Nachgelassenen religiöse Schriften“ von Christian Brentano in zwei Bänden heraus. Des Weiteren wirkte sie in Aschaffenburg in verschiedenen katholischen Institutionen, übersetzte geistliche Schriften aus England, Frankreich, Italien und verfasste auch einige Gedichte, die ungedruckt blieben. Ihr Nachlass wird zum Teil im Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg, zum anderen Teil im Frankfurter Goethe-Haus des Freien Deutschen Hochstifts aufbewahrt.

Werke
Biographie Clemens Brentanos. In: Clemens Brentano: Gesammelte Schriften (hrsg. von Christian Brentano), Band 8. 1855.
Christian Brentano: Nachgelassene religiöse Schriften (hrsg. von Emilie Brentano). Aschaffenburg 1854.
Clemens Brentano: Gedichte (hrsg. von Emilie Brentano). Aschaffenburg 1854. 
GENGER, Emilie (I52661)
 
5504 Vorfahren
Ihre Großeltern waren der Dynastiegründer des österreichischen Zweigs der Bankiersfamilie Rothschild, Salomon Meyer Freiherr von Rothschild (1774–1855) und Caroline Stern (1782–1854).

Familie
Gemäß dem Testament des Frankfurter Stammvaters Mayer Amschel Rothschild sollte sich die Familie untereinander mit ihren Vettern und Cousinen ersten und zweiten Grades verheiraten. Alices Vater Anselm Salomon Freiherr von Rothschild (1803–1874), der später die Leitung der Rothschild-Bank in Wien übernahm, heiratete daher Charlotte von Rothschild (1807–1859), die älteste Tochter des Londoner Bankiers Nathan Mayer Rothschild (1777–1830). Dieser war der jüngere Bruder seines Vaters.

Das Ehepaar Anselm Salomon und Charlotte von Rothschild hatte acht Kinder, die durch ihre Mutter einen starken Bezug zum Königreich Großbritannien erhielten. Von Alices sieben Geschwistern stand ihr besonders ihr nur acht Jahre älterer, in Paris geborener Bruder Ferdinand sehr nahe, der an der Cambridge University studierte und eine englische Cousine heiratete. Als Alice zwölf Jahre alt war (1859), starb ihre Mutter. Ihre Kindheit verlief dann noch einsamer, da ihr Vater ständig verreiste und mit der Leitung des Bankhauses sehr beschäftigt war.


Waddesdon Manor von Ferdinand von Rothschild

Eythrope Pavilion der Alice Charlotte von Rothschild

Alte Ansicht von Grasse bei Nizza/Cannes

Villa Ephrussi de Rothschild in Saint-Jean-Cap-Ferrat
Eythrope Pavilion bei Waddesdon Manor in Buckinghamshire
Nachdem ihr Bruder Ferdinand 1874 mit dem Bau von Waddesdon Manor in Buckinghamshire (England) begonnen hatte, kaufte sie wenig später die am Rand des Geländes gelegene Liegenschaft Eythrope. Zwischen 1876 und 1879 legte sie dort einen Park und Garten an und ließ in der Nähe des Flusses ein Haus bauen, genannt Eythrope Pavilion. Weil sie an einem rheumatischen Fieber litt, wurde ihr dringend abgeraten, in der Nähe von Wasser zu leben, da Feuchtigkeit ihr gesundheitliches Problem verschlimmern könnte. Daher ließ sie ihr Haus ohne Schlafzimmer bauen und kehrte jeden Abend zur Übernachtung ins nahe Waddesdon Manor zurück.

Nach dem Tod ihres Bruders Ferdinand 1898 erbte Alice Waddesdon Manor. Während des Ersten Weltkriegs versuchte sie dort den Anbau von bestimmten Gemüsesorten in den Gärten von Waddesdon und Eythrope, hatte damit aber wenig Glück.

Ehemalige Rothschild Gärten in Grasse
Als sich ihr Gesundheitszustand verschlechterte, verbrachte sie ab 1887 immer mehr Zeit in Grasse im Département Alpes-Maritimes in Südfrankreich, meist von Oktober bis März. Hier kaufte sie als 42-Jährige zunächst einen kleinen Olivenhain neben dem damaligen Grand Hotel nebst einem darauf befindlichen Landhaus. Ihr Grunderwerb endete dort mit einem 135 Hektar großen Gelände.

Dort errichtete sie, als kundige Biologin und Gartenliebhaberin, einen riesigen Garten gemäß englischer Gartenkunst. Viele exotische Bäume und Pflanzen wurden hier unter ihrer fachkundigen Leitung zeitweise mit 50 bis 80 beschäftigten Hilfskräften gepflanzt und gepflegt. Zusätzlich wurde das Landhaus zur Villa Victoria und, für eine in Frankfurt geborene Engländerin unerlässlich, ein Teepavillon errichtet. Ihr dortiges Eigentum lag etwa 20 Kilometer im Landesinneren, nördlich der Mittelmeerküste. Ohne eigene Familie und kinderlos, suchte sie die Nähe der Verwandten. So besaß in der Nähe von Cannes ihre Cousine Laura Thérèse von Rothschild (1847–1931), die Witwe von James Edouard de Rothschild, die Villa Rothschild. Nur 55 Kilometer entfernt lag in einem sieben Hektar großes Grundstück in Saint-Jean-Cap-Ferrat an der Côte d’Azur die Villa Ephrussi einer anderen Cousine Béatrice Ephrussi de Rothschild (1864–1934).

Auch Königin Victoria machte in Grasse öfters Winterurlaub und besuchte die damals schon berühmten Gärten der Alice von Rothschild. Nach Angaben von Miriam Rothschild im Buch Die Rothschild Gärten investierte Alice von Rothschild den Gegenwert von fast einer halben Million Pfund (Sterling) jährlich in ihre Gärten in Grasse. Alice war eine willensstarke impulsive und direkte Person. Laut Michael Nelson (2001) herrschte sie selbst Queen Victoria an: „Die Königin trat auf einer Wiese über ein Blumenbeet und zerbrach dabei versehentlich mehrere Pflanzen. Die Baronin konnte nicht an sich halten und rief dem Souverän in aller Kraft zu ‚Get Out!‘“

Wie die meisten anderen Mitglieder der Familie Rothschild war Alice von Rothschild eine Kunstsammlerin. Sie erwarb Gemälde, Skulpturen und sonstige Kunstgegenstände. Auch baute sie eine einzigartige Sammlung von Pfeifen auf, darunter französische, spanische und italienische Beispiele aus dem 17. Jahrhundert. Die Sammlung wurde nach ihrem Tode 1822 der Stadt Grasse gestiftet. Nach ihrem Tode schenkte Edmond de Rothschild der Stadt Grasse das Gartengrundstück mit der Auflage, Teilbereiche der Gärten öffentlich zugänglich zu machen. Ein großer Teil wurde von der Stadtplanung parzelliert, über 100, und später mit Villen bebaut. Trotzdem lassen sich auch heute noch Teilbereiche, wie alte stolze Bäume und Terrassenbauten des ehemaligen Gartens erkennen. Die Villa Victoria wurde später das Hotel „Parc Palace“, in dem u. a. der berühmte französische Schauspieler Gérard Philipe drehte.

Erbregelungen
Die kinderlose Alice von Rothschild wählte sich als ihren Erben von Waddesdon Manor James Armand de Rothschild, genannt Jimmy (1878–1957), den in England lebenden erstgeborenen Sohn von Edmond de Rothschild aus der Pariser Linie aus. Die kinderlose Ehefrau Mathilde Dorothy de Rothschild von Jimmy wurde die nächste Erbin und sollte sieben Millionen Erbschaftssteuern zahlen. Deshalb wurde das Gebäude Waddesdon Manor dem National Trust überschrieben. Den Grund, einschließlich Eythrope, und die Kunstsammlung erbte Dorothy. Diese wählte als Erben sich 1988 den bereits vermögenden Lord Jacob de Rothschild aus der Londoner Linie aus. 
VON ROTHSCHILD, Alice Charlotte (I55763)
 
5505 Vorfahren stammen vermutlich aus Süddeutschland VON AUW, Thomas Matthias (I453)
 
5506 Vorfahren, Familienname und Elternhaus
Jacobs Eltern waren der ebenfalls in Hoerstgen geborene jüdische Handelsmann Marcus Wiener (1794 – 1862) alias Marcus Mayer und dessen Ehefrau Hanna Baruch (1791 – 1887). Die Spuren jüdischen Lebens in der reformierten reichsunmittelbaren Herrschaft Hoerstgen lassen sich zwar bis 1741 zurückverfolgen, doch ist nicht bekannt, wann genau sich die Vorfahren Jacobs dort als Schutzjuden ansiedelten. Der Urgroßvater soll Rabbiner in Ostpreußen gewesen sein.


Porträt Jacob Wieners auf einer belgischen Sonderbriefmarke von 1987
Der Familienname „Wiener“ wurde erst 1808 in Hoerstgen angenommen. Nach jüdischer Tradition erhielten Kinder den Vornamen des Vaters als Nachnamen. Durch das kaiserliche Dekret vom 20. Juli 1808 wurde jedoch den Juden in den linksrheinischen Gebieten die Annahme fester Familiennamen aufgegeben. Am 8. Dezember 1808 nahm Jacobs Großvater Mayer Levy (1746 – 1832), der von Beruf Metzger war und 1790/91 in einer Liste der jüdischen Tributpflichtigen der Herrschaft Hoerstgen aufgeführt wird, vor dem Hoerstgener Bürgermeister für sich, seine Frau und seine drei lebenden Kinder Marcus, Abram und Reis Mayer verbindlich den erblichen Nachnamen „Wiener“ an. Mayer Levy, der nicht schreiben konnte, hieß fortan Mathias Wiener. Seine Frau, die bisher Reis Israel hieß, trug nunmehr den Namen Rosine Wiener, während die Kinder die Namen Marcus, Abraham und Therese Wiener erhielten. Der gewählte Name „Wiener“ könnte auf eine Herkunft der Familie aus Wien hindeuten.

1813 heiratete der noch minderjährige Kaufmann Marcus Wiener in Aachen die drei Jahre ältere Hanna Baruch, Tochter des dortigen Graveurs und Siegelstechers Kivit Baruch und der Näherin Lotte Levy. Die Familie der Braut war aus Faulquemont nach Aachen zugezogen. Hanna Baruch selber, geboren im Juli 1791 in Faulquemont, war die älteste Tochter und das zweitälteste Kind von insgesamt sechs Kindern der Familie. Hannas Bruder Loeb war wie sein Vater von Beruf Graveur. Hanna Baruch hatte sich in Aachen als Stickerin betätigt. Nach der Eheschließung nahmen die Eheleute Wiener ihren ersten gemeinsamen Wohnsitz in der Gemeinde Hoerstgen.

Jacob Wiener war 1815 das erste von insgesamt zehn Kindern, von drei Mädchen und sieben Jungen. Die standesamtliche Geburtsurkunde seines Sohnes unterschrieb Marcus Wiener in – wenn auch etwas ungeübter – lateinischer Schrift.

Von Hoerstgen nach Venlo
Schon 1817, kurz nach der Geburt des zweiten Sohnes Baruch (1816 – ?), verzog die Familie von Marcus und Hanna Wiener von Hoerstgen, wo in einem Haus „in der Haupt-Straße“ (heutige Dorfstraße) zur Miete gelebt hatte, nach Venlo in die dortige Steenstraat. Die jüdische Siedlung in Hoerstgen hatte zu dieser Zeit ihren statistischen Höhepunkt bereits überschritten; der Anteil der Juden an der Einwohnerschaft war innerhalb nur weniger Jahre vor allem durch Abwanderung von 22 % bis auf 9 % abgesunken. Die von der Hoffnung auf bessere Lebensbedingungen getragene Abwanderung in niederländische Städte kommt unter der jüdischen Bevölkerung Ende des 18. und im frühen 19. Jahrhundert durchaus häufiger vor.

Von Venlo nach Aachen
Bereits im Alter von 13 Jahren verließ Jacob Wiener sein Elternhaus in Venlo, um in Aachen bei Loeb Baruch, dem ältesten Bruder seiner Mutter, eine Lehre als Graveur anzutreten. In der mütterlichen Familie, die aus Ungarn stammen soll und im Zuge religiöser Verfolgungen in der Heimat schließlich über Bonn und Faulquemont nach Aachen gelangt war, waren somit durch die Person des Großvaters Kivit und des Onkels Loeb, die sich später allerdings als Kurzwarenhändler betätigte, die maßgeblichen Anlagen für seinen weiteren beruflichen Werdegang gelegt worden.

Von Aachen über Paris nach Brüssel
Nach einem sich 1835 anschließenden vierjährigen Aufenthalt in Paris, wo er seine Kenntnisse als Graveur vertiefte, zog es ihn 1839 dauerhaft nach Brüssel. Dort wurde Jacques Wiener 1845 die belgische Staatsangehörigkeit verliehen.[1] Ebenfalls 1845 heiratete er in Brüssel Annette Levy Newton (? – 1891). Aus dieser Ehe sind mindestens vier in Brüssel geborene Kinder hervorgegangen: Helene (1846 – ?), Alexander (1848 – ?), Edouard Samson (1850–1930), der sich mit Anne Jesse Spielmann verheiratete, und schließlich Samson (1852–1914).

Aufgrund der Überanstrengung der Augen beim ständigen Arbeiten mit der Lupe wird Jacques Wieners Sehkraft ab 1868 immer schlechter; 1872 ist er bereits nahezu erblindet. Eine Operation hilft nur vorübergehend, so dass 1877 das Augenleiden seinem Schaffen als Graveur ein vorzeitiges Ende setzt. Jacques Wiener, der 1854 mit dem Ritterkreuz des portugiesischen Christusordens, 1860 mit dem preußischen Roten Adlerorden und 1866 mit dem Ritterkreuz des belgischen Leopoldsordens dekoriert worden war, verstarb am 3. November 1899 nahezu 85-jährig in Brüssel.

Die Brüder Leopold und Charles Wiener
Jacques hatte neben seinem noch in Hoerstgen geborenen ältesten Bruder Baruch (1816 – ?) noch weitere acht Geschwister: Leopold (1823–1891) und Karel oder Charles (1832–1888), Salomon, Henriette, Alexander Maurits, Rosette, Sophie und Meyer. Leopold, der mit Sara Levy Newton verheiratet war, und Charles waren ebenfalls sehr erfolgreich als Graveure tätig.

Leopold lernte zunächst bei seinem Bruder Jacques, dann ab 1840 an der Akademie in Brüssel und bei David d’Angers in Frankreich, ehe er 1845 eine Aufgabe bei der Pariser Münzprägeanstalt bei J.J. Barre annahm. Zurück in Brüssel, wurde er 1847 Chefgraveur der belgischen Münze, für die er etwa 150 Münzen und Medaillen schnitt. Leopold wurde mit dem belgischen Leopoldsorden ausgezeichnet.[2]

Charles wiederum ging nach dem Abschluss seiner Lehre zunächst (1852/56) an die Pariser Akademie, sodann nach Den Haag (1856/60), London (1860/64) und schließlich nach Lissabon, wo er zum Chefgraveur der portugiesischen Münze aufstieg.

Leistung
Das Lebenswerk Jacques Wieners, das bereits 1883 in einer belgischen Fachzeitschrift systematisch dokumentiert wurde, umfasst Münzen, Medaillen und Briefmarken. 1840, ein Jahr nach seiner Niederlassung in Brüssel, trat Jacques Wiener anlässlich der Rückkehr der Stadt Venlo unter die niederländische Herrschaft mit seiner ersten eigenen Münze hervor. Sie hat einen Durchmesser von 27 mm. Im Feld der Vorderseite halten zwei Ritter jeweils ein Banner und tragen den Wappenschild der Stadt Venlo. Auf der Rückseite: „DEN XXII JUNY MDCCCXXXIX WERD DE STAD VENLO ONDER HET WETTIG GEZAG AAN Z. M. DEN KONING DER NEDERLANDEN TERUGGEBRACHT. DEN XVIII AFD. INF. NAM DEZE STAD IN BEZIT“.


König Leopold I. auf der ersten belgischen Briefmarke (1848)
Am 17. November 1848 erschien unter maßgeblicher Beteiligung von Jaques Wiener, der mit seinem Bruder Leopold zusammenarbeitete, die erste belgische Briefmarke. Die 10-Centimes-Marke, braun auf weißem Papier und 22 × 18,5 mm groß, zeigt König Leopold I. in Uniform. Noch im gleichen Jahr erschienen eine 20- und eine 30-Centimes-Briefmarke. Bis 1864 leitete Jacques Wiener, der sich in England über das dortige Fabrikationssystem für Briefmarken informiert hatte, die Produktion. Ferner hatte er großen Anteil an der Herausgabe der ersten niederländischen Briefmarke, die am 1. Januar 1851 erschien und König Wilhelm I. darstellt.

Jacques Wiener gilt als Meister der perspektivischen Darstellung. Seine Medaillen mit Architekturdarstellungen zeigen u. a. Innen- und Außenansichten von Sakralbauten, etwa der Kathedrale St. Paul in London (1849), des Kölner Doms (1849, 1851, 1855, 1861), der Kathedrale in York (1854), von Notre Dame in Paris (1855), der Metropolitankirche St. Isaak in Petersburg (1858) und der Hagia Sofia in Konstantinopel (1864) sowie der Synagogen in Köln (1861) und Maastricht (1851). Zu den auf Medaillen dargestellten Profanbauten gehören Rathäuser, aber Gefängnisse. Als Wieners Meisterwerk gilt die Medaille von St. Martin in Lüttich (1847), die aus Anlass der 600-Jahr-Feier des Fronleichnamsfestes erschien und einen Durchmesser von 75 mm hat.

Im Jahre 1987 – aus Anlass des „Tages der Briefmarke“ – würdigte die belgische Post das Lebenswerk des gebürtigen Hoerstgeners und Schöpfers der ersten belgischen Briefmarke mit der Herausgabe einer 13-Francs-Sondermarke. Zwei Jahre später wurden in Kamp-Lintfort rund 200 von Wiener gestochene Münzen und Medaillen sowie die ersten Briefmarken Belgiens und der Niederlande ausgestellt. In der 2005 in Kreisen des Briefmarkensammlervereins Kamp-Lintfort von 1964 e.V. entstandenen örtlichen Postgeschichte ist Jacob Wiener ein besonderes Kapitel gewidmet. 
WIENER, Jacob (I55703)
 
5507 Vorgängertabelle: LXXVII A 9

siehe Tabelle LXXXVIIA, S. 88 Pflaesterer-Buch Johann Georg Pflaesterer

siehe Anschluss-Tafeln bei Kind:
1. Philipp Peter: LXXXVIIIA, S. 88 Pflaesterer-Buch
4. Georg Peter XCIV A
6. Georg CA
9. Johann Jacob CI A 
PFLÄSTERER, Johann Georg (I2376)
 
5508 Vorgeschichte
418 verließen die Westgoten unter ihrem König Wallia die Iberische Halbinsel, um sich in den von den Römern zugewiesenen Gebieten Südwest-Galliens niederzulassen. Bei den zugewiesenen Siedlungsgebieten handelte es sich um die Provinz Aquitania II. und Teile der umliegenden Provinzen Novempopulana und Narbonensis. Direkten Zugang zum Mittelmeer erhielten die Westgoten aber nicht. Noch während die Einrichtung der neuen Wohnsitze in vollem Gange war, starb Wallia unerwartet in der westgotischen Hauptstadt Tolosa.

Königtum
Nachfolger des verstorbenen Wallia wurde Ende 418 Theoderich I.[2] Nähere Einzelheiten seiner Erhebung zum Westgotenkönig sind aber nicht bekannt. Wahrscheinlich war er der Gatte einer Tochter des früheren Westgotenkönigs Alarich[3] und wurde deshalb zum neuen König gewählt.[4] Er führte die unter seinem Vorgänger Wallia begonnene Ansiedlung der Goten in Südwest-Gallien zu Ende. Seine auf Expansion ausgerichtete Politik, die infolge der Schwäche des Weströmischen Reichs erfolgreich war, führte zur Gründung des Westgotenreichs, das nach seiner ersten Hauptstadt Tolosa (Toulouse) auch Tolosanisches Reich genannt wird. Sein vom Atlantik bis zur Loire reichendes Territorium dehnte er durch Eroberungen nach Süden hin aus, wobei er das 418 geschlossene Bündnis (foedus) mit den Römern unter Ausnützung von deren schwindender Macht verletzte.[5]

Als Foederat der Römer unterstützte Theoderich 422 den Heermeister Castinus militärisch auf dessen Kriegszug gegen die Vandalen in der südspanischen Baetica, doch übten die gotischen Verbände Verrat und verursachten so eine Schlappe der Römer.[6] Als Kaiser Honorius im August 423 starb und im November 423 Johannes die Macht an sich riss, kam es im römischen Reich zu innenpolitischen Auseinandersetzungen. Diese Situation nutzte Theoderich, der sein Reich bis ans Mittelmeer ausdehnen wollte. So unternahm er 425 einen Versuch zur Eroberung der Hauptstadt der gallischen Präfektur, Arelate, die einen strategisch bedeutenden Verkehrsknotenpunkt von Straßen nach Ravenna, Spanien und rhoneaufwärts zum Rhein darstellte. Doch der römische Heermeister für Gallien, Aëtius, konnte mit Hilfe hunnischer Söldner die Einnahme von Arelate durch die Westgoten verhindern, die abziehen mussten.[7] Inhaltlich nicht bekannt ist der von Aëtius mit Theoderich bei dieser Gelegenheit geschlossene Vertrag, doch wurden zu dessen Bekräftigung dem Westgotenkönig von römischer Seite gallische Adlige als Geiseln ausgeliefert.[8] Der spätere Kaiser Avitus kam etwas später an den westgotischen Hof, wo er einige Zeit verweilte und den Söhnen Theoderichs Unterricht erteilte. Er konnte den Gotenherrscher auch zur Freilassung des als Geisel gehaltenen Theodorus überreden.[9] Nachdem die Vandalen 429 Spanien verlassen hatten und in Nordafrika Plünderungszüge durchführten, außerdem die Juthungen in Raetien von Aëtius bekämpft werden mussten, versuchten die Westgoten erneut – aber wieder vergeblich –, Arelate zu erobern.

Durch Kämpfe des weströmischen Reichs gegen die Franken – die 435 Köln und Trier plünderten –, eine Rebellion der bäuerlichen Bagauden in Aremorica und andere Ereignisse sah Theoderich 436 die Gelegenheit gekommen, Narbo Martius einzunehmen, um sich eine Verbindung zum Mittelmeer und zu den über die Pyrenäen nach Spanien verlaufenden Wege zu verschaffen. Doch gelang es Litorius, der nach dem weiteren hierarchischen Aufstieg des Aëtius den Oberbefehl in Gallien erhalten hatte, mit Hilfe hunnischer Foederaten die bedrohte Stadt vor den Westgoten zu schützen.[10] Anscheinend besiegte dann Aëtius selbst gotische Truppen, als deren König abwesend war.[11] Theoderich wurde in Richtung seiner Hauptstadt Tolosa zurückgedrängt. Sein Friedensvorschlag wurde zurückgewiesen.[12] Die Goten blieben aber in der 439 bei Tolosa erfolgten militärischen Auseinandersetzung siegreich. Der während der Kampfhandlungen verwundete Litorius starb bald darauf in gotischer Gefangenschaft an seinen Verletzungen.[13] Daraufhin schickte Aëtius den damals als praefectus praetorio Galliarum fungierenden Avitus zur Übermittelung eines Friedensvorschlags zu Theoderich, der zustimmte.[14] Vielleicht wurde damals das Tolosanische Reich als souveräner Staat anerkannt.[15] Jedenfalls wird diese Anerkennung durch Kaiser Valentinian III. aus einer Angabe des Geschichtsschreibers Jordanes[16] gefolgert.

Eine Tochter Theoderichs war mit Hunerich, dem Sohn des Vandalenherrschers Geiserich, vermählt worden (429?). Da aber die Aussicht einer Heirat von Hunerich mit Eudocia, der Tochter des Kaisers Valentinian III. bestand, beschuldigte Geiserich Theoderichs Tochter, Mordpläne gegen ihn geschmiedet zu haben und schickte sie verstümmelt im Jahr 444 zum Westgotenkönig zurück.[17] Dieser musste daher von nun an den Vandalen feindlich gegenüberstehen. Ebenfalls 444 kam der mit Aëtius auf Kriegsfuß stehende ehemalige Heermeister Sebastianus an den westgotischen Hof nach Tolosa.[18] Es hätte zu gespannten Beziehungen mit Aëtius kommen können, doch schickte Theoderich seinen Gast bald wieder fort, der daraufhin Barcelona eroberte und später (450) auf Befehl Geiserichs getötet wurde. Mit Rechila, dem König der Sueben in Spanien, dürfte Theoderich verfeindet gewesen sein, da westgotische Truppen im Jahr 446 den kaiserlichen Feldherrn Vitus bei einem Feldzug gegen die Sueben unterstützten.[19] Da diese starke Verteidigung leisten konnten und Geiserich engere Verbindungen zum römischen Reich suchte, änderte Theoderich später seine Außenpolitik. So gab der Westgotenkönig eine seiner Töchter im Februar 449 dem neuen Suebenkönig Rechiar zur Gemahlin.[20] Sein Schwiegersohn besuchte Theoderich im Juli 449,[21] verheerte bei der Rückkehr – mit Hilfe der Bagauden sowie laut dem Schriftsteller Isidor von Sevilla mit Unterstützung der Goten[22] – die Umgebung der Stadt Caesaraugusta und konnte sich mit einer List Ilerdas bemächtigen.

Ob Theoderich tatsächlich schon eine Gesetzgebung vornahm, wie früher angenommen, wird neuerdings wieder angezweifelt. 
(BALTHEN), Theodorich I. (I47193)
 
5509 Vorgeschichte
Nach der Plünderung Roms 410 führte Alarich (ob er bereits rex bzw. „König“ war, ist in der Forschung umstritten) die Westgoten zunächst südwärts in Richtung der Straße von Messina, um von dort nach Sizilien überzusetzen. Vermutlich planten die Westgoten von Sizilien aus die Überfahrt und Niederlassung in Africa. Doch scheiterte dieses Unternehmen wegen des Mangels an Schiffen. Daraufhin wandten sich die Westgoten wieder nach Norden, wo Alarich noch im selben Jahr in Bruttium verstarb.

Athaulf als Anführer der Visigothen
Die Nachfolge des verstorbenen Alarich trat nun sein Schwager Athaulf an. Dieser führte seinen Verband aufgrund von Versorgungsschwierigkeiten 412 an der Küste des Tyrrhenischen Meeres entlang über die Alpen nach Gallien, wobei die Durchzugsgebiete, so behauptet es 140 Jahre später Jordanes, den Eindruck hinterließen, von einer Heuschreckenplage befallen worden zu sein.

In Gallien angekommen, erkannte Athaulf 412 zunächst den Usurpator Jovinus als Kaiser an, mit dem er sich aber bald überwarf. Daher trat Athaulf in Verhandlungen mit dem römischen Kaiser Honorius bzw. dessen mächtigen Heermeister Flavius Constantius. Die während der Plünderung Roms verschleppte Schwester des Kaisers Honorius, Galla Placidia, diente dabei als Faustpfand. Es kam zu einer Übereinkunft, wonach den westgotischen Kriegern Versorgung (annona) und Land in Gallien zugesichert wurde, wenn sie im Gegenzug Galla Placidia entlassen und sich gegen Jovinus wenden würden. Daraufhin belagerte Athaulf in Erfüllung der Abmachung 413 Jovinus in Valentia, nahm ihn gefangen und lieferte ihn an Dardanus, den praefectus praetorio des Honorius, aus. Der Handel kam trotzdem nicht zustande, da der Westgotenkönig sich vorerst weigerte, Galla Placidia auszuliefern. Der Kaiser bzw. Constantius hielten derweil das so dringend benötigte Getreide zurück, so dass sich die Westgoten gezwungen sahen, Südgallien zu plündern, um nicht zu verhungern. Trotz der Verwundung Athaulfs während der Belagerung von Massilia wurden die Städte Narbo, Tolosa und Burdigala erobert.

Im Januar 414 heiratete Athaulf zur Verwunderung von Goten und Römern gleichermaßen Galla Placidia in Narbo (Narbonne) nach römischer Sitte. Mit dieser Heirat soll der Gotenkönig zu verstehen gegeben haben, dass er das Römische Reich nicht zu einem gotischen machen, sondern es vielmehr mit Hilfe seiner Goten erneuern wolle. Seine Frau, so berichtet Orosius, habe ihn zu dieser Erkenntnis gebracht. Noch im selben Jahr ging aus der Ehe ein Kind hervor, das nach seinem Großvater mütterlicherseits, dem römischen Kaiser Theodosius I., benannt wurde. Es starb jedoch noch vor Jahresende.

Constantius, der selbst nach der Macht und der Hand Galla Placidias strebte, begann noch im Jahr der Vermählung erneut den Kampf gegen Athaulf. Von Arles aus wurde eine Blockade der südgallischen Häfen organisiert, worauf Athaulf, wie schon Alarich zuvor, mit der Ausrufung des Priscus Attalus zum Augustus antwortete. Zudem ermöglichte er es dem Usurpator, in Burdigala (Bordeaux) Hof zu halten.

Trotzdem zwang ihn die Notlage seines Volkes aufgrund der Blockade durch Constantius, Südgallien Anfang 415 in Richtung Spanien zu verlassen. Dort ereilte ihn Ende des Sommers 415 in Barcino (Barcelona) die Rache eines Gefolgsmannes des Sarus, eines Buccellarierführers, den Athaulf 412 getötet hatte. Vermutlich aber stand hinter dem Attentat Constantius. 
(BALTHEN), Athaulf (I47197)
 
5510 Vorname des Vaters im Traueintrag undeutlich: ... Wolff. Von Sultzbach. BERTSCH, Eberhardt (I11849)
 
5511 Vorname im Traueintrag des Sohnes Erhardt undeutlich, endet aber auf ... Es gibt einen späteren Hanns Wolff oder Hanns Wolffgang Bertsch, es ist davon auszugehen, dass auch der Vater von Erhardt schon so hieß. BERTSCH, Hans Wolf (I11862)
 
5512 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7218)
 
5513 W. Dietz, Chronik der Familie Wuppermann, Bd. I, Leverkusen-Schlebusch 1960, S. 246  SCHEERER, Johannes (I24947)
 
5514 W. Dietz, Chronik der Familie Wuppermann, Bd. I, Leverkusen-Schlebusch 1960, S. 246  SOMMER, Katharina Christina (I25015)
 
5515 W. Dietz, Chronik der Familie Wuppermann, Bd. I, Leverkusen-Schlebusch 1960, S. 53, 56 ff.
E. Strutz, Die Ahnentafeln der Elberfelder Bürgermeister und Stadtrichter, Neustadt/Aisch ²1963, S. 54, 58, 188
http://www.genpluswin.de/Muster.pdf (Nr. 363) 
WUPPERMANN, Wennemar (I47754)
 
5516 W. Dietz, Chronik der Familie Wuppermann, Bd. II, Leverkusen-Schlebusch 1965, S. 148
http://www.heidermanns.net/gen-pers.php?ID=145353 
MEESE, Friedrich Ferdinand Heinrich (I2941)
 
5517 W. Vogeler, Die Essener Vorfahren des Bürgermeisters Johann Konrad Heinrich Kopstadt, Archiv für Sippenforschung 32, 1966, S. 674
F.W. Bauks, Die evangelischen Pfarrer in Westfalen, Bielefeld 1980, Nr. 93
Ahnentafel Koenig / de Weys 
ANDRAE, Georg (I47636)
 
5518 Wacho war der Sohn des Unichis (Unigis), eines Bruders des Herzogs oder Königs Tato, aus dem Geschlecht der Lethinger; seine Mutter ist unbekannt.

Wacho war in erster Ehe seit etwa 508 mit Raicunda[4] (auch Radegunda, Ranicunda), der Tochter des Thüringerkönigs Bisinus, verheiratet. Diese Ehe blieb kinderlos.[2][3]

In zweiter Ehe vermählte sich Wacho um 512 mit Austrigusa (auch Austrigosa oder Ostrogotho), einer Tochter des Gepidenkönigs Turisind. Dieser Verbindung entstammten die Töchter Wisigard (auch Wisigarda) und Waldrada (auch Vuldetrada), die beide mit fränkischen Königen verheiratet wurden.[2][3]

Aus seiner dritten Ehe mit Silinga, wohl einer Tochter des Herulerkönigs Rudolf (auch Rodulf), hatte Wacho einen Sohn Walthari, der sein Nachfolger wurde.[2][3]

Über Wachos Kindheit und Jugend ist nichts bekannt.

Etwa im Jahr 510 rebellierte Wacho gegen seinen Onkel Tato, ermordete ihn und wurde daraufhin neuer Langobardenherrscher.[2][3] Als seine bedeutendste historische Leistung wird die Eroberung eines Teils von Pannonien eingestuft. So konnte er ein mächtiges Reich begründen. Die früher in der Forschung vertretene Meinung, dass Wacho erst bald nach dem Tod Theoderichs des Großen († 526) die Provinzen Pannonia prima und Pannonia Valeria von den Sueben erobert habe, wird in neuerer Zeit zunehmend durch die Ansicht abgelöst, dass Wacho bereits kurz nach seiner Thronbesteigung um 510 Truppen über die Donau schickte und Gebiete in Nordpannonien bis zur Drau einnehmen konnte.[5]

Wohl bereits als 535 ein Krieg zwischen Justinian I. und den Ostgoten ausbrach, ging Wacho eine Allianz mit dem römischen Kaiser ein. Als daher Anfang 539 eine Gesandtschaft des Ostgotenkönigs Witigis Wacho zum gemeinsamen Kampf gegen Justinian aufforderte, wurde ihr Begehren abschlägig beschieden.[6]

Wachos Herrschaft war sehr durch seine Heiratspolitik bestimmt, mit der er Bündnispartner zu gewinnen suchte. Die Verlobung, die der Frankenkönig Theuderich I. um 531 zwischen seinem Sohn Theudebert I. und Wachos Tochter Wisigard arrangierte, diente dazu, die Neutralität des Langobarden im Kampf um das Reich der Thüringer zu garantieren, den die Franken nach dem Tod Theoderichs des Großen (526) aufnahmen. Die Heirat fand erst um 537/538 statt.[7]

Die Verlobung um 540 zwischen Theudeberts Sohn Theudebald und einer zweiten Tochter Wachos, Walderada (oder Vuldetrada), diente ebenfalls dem Zweck[8], das Bündnis zwischen Franken und Langobarden zu sichern – die Verträge schlugen so hohe Wellen, dass man sogar in Byzanz auf die Politik Theudeberts aufmerksam wurde.

In den späten 530er Jahren erhielt Wacho durch die Geburt seines Sohnes Walthari noch männlichen Nachwuchs. Hatte bisher Tatos Sohn Risiulf als Nachfolger Wachos gegolten, so wurde er nun verbannt, da Wacho seinen eigenen Sohn zum Thronfolger zu machen beabsichtigte. Nicht lange nachdem Risiulf bei den Warnen Zuflucht gesucht hatte, wurde er auf Verlangen des Langobardenherrschers ermordet. Als Wacho dann um 540 an einer Krankheit starb, übernahm Audoin aus dem Geschlecht der Gausen die Regentschaft für den minderjährigen Walthari. Risiulfs Sohn Hildegis suchte nun erfolglos, den langobardischen Thron gegen Walthari und Audoin zu erstreiten.[9]  
GESCHLECHT DER LANGOBARDEN, König König Wacho (I18367)
 
5519 Waddesdon Manor ist ein Schloss-Ensemble in Waddesdon, Buckinghamshire, England, das 1874 bis 1889 durch den Architekten Gabriel-Hippolyte Destailleur für Baron Ferdinand von Rothschild erbaut wurde.

2019 wurde Waddesdon Manor von rund 463.000 Personen besucht. 
VON ROTHSCHILD, Ferdinand James Anselm (I55745)
 
5520 Wädenswil, im Volksmund Wädi oder Wädischwil genannt, ist eine politische Gemeinde und Mittelstadt im Bezirk Horgen des Kantons Zürich in der Schweiz.
In einem Stiftungsbrief des Klosters Fahr, dessen Echtheit nicht ganz sicher ist, wurden die Freiherren von Wädenswil («Wadinswilere») im Jahr 1130 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Ihren Wohnsitz, die Burg Alt-Wädenswil, errichteten die Freiherren im 13. Jahrhundert. 1287 verkaufte der letzte Freiherr Rudolf III. mangels Nachkommen die Herrschaft Wädenswil – heutige Gemeinden Wädenswil, Richterswil und Uetikon am See – an die Johanniter Kommende (Ordenskonvent) Bubikon.  
VON WÄDENSWIL, N. (I7957)
 
5521 Wahlsprüche waren “Fugam victoria nescit” (deutsch: „Der Sieg kennt keine Flucht“)[2] und „Quod optimum idem jucundissimum“ (deutsch: „Das Beste ist das Angenehmste“)

Über die frühen Jahre A.s ist wenig bekannt. 1281 wurde er als Verweser über die Reichsgüter in Österreich und Steyr eingesetzt, 1282 mit der Verwaltung aller östl. Herzogtümer belehnt. Nach dem Tode seines Vaters wählten die Fürsten nicht ihn zum dt. Kg., weil sie die habsburg. Hausmachtpolitik unterbinden wollten. Seine Huldigung an Kg. Adolf von Nassau sicherte A. jedoch die Stellung im Osten des Reichs. Im Westen erhoben sich Ende 1291 der Bf. von Konstanz, der St. Galler Abt Wilhelm von Montfort, die Rapperswiler, Habsburg-Laufenburger, Nellenburger und Savoyer, die Reichsstädte Zürich, Bern und Luzern sowie Uri und Schwyz gegen A. Der Widerstand brach aber im Frühjahr 1292 zusammen, nachdem A.s Truppen Zürich belagert sowie die Nellenburg und Wil (SG) eingenommen hatten; die folgenden Friedensbestimmungen waren moderat. 1297 fanden sich die Laufenburger, Montforter und der Abt von St. Gallen erneut unter den Gegnern A.s.


1298 wurde A. zum Gegenkg. des abgesetzten Adolf gewählt und schlug diesen wenig später in der Schlacht von Göllheim (D). Nach einer zweiten, förml. Wahl wurde A. am 24.8.1298 in Aachen gekrönt. Er führte die Revindikationspolitik seines Vaters fort und konzentrierte seine Kräfte, nach einem Bündnis mit Frankreich 1298, auf die innere Reichs- und Hausmachtpolitik. Der Rechtszustand in der Innerschweiz blieb indes ungeklärt, da A. die Privilegien von Uri und Schwyz nicht bestätigte. Obwohl er die Unterwerfung der opponierenden Kurfürsten 1302 erfolgreich abschloss und schliessl. auch von Papst Bonifaz VIII. als dt. Kg. anerkannt wurde, blieb ihm die Kaiserkrone verwehrt. In der chronikal. Überlieferung erscheint er durchwegs als strenger, habgieriger und ungeliebter Landesherr. Gegen die Errichtung einer habsburg. Erbmonarchie sowie gegen A.s zielstrebige Territorialpolitik erhoben sich im ganzen Reichsgebiet wiederholt Aufstände. Weil er ihre Erbansprüche nicht erfüllt hatte, wurde A. 1308 von seinem Neffen Johannes ("Parricida") sowie den Mitverschworenen Frh. Rudolf II. von Balm, Walter IV. von Eschenbach und Rudolf von Wart ermordet.
Literatur
– H. Danuser, Göllheim und Königsfelden, 1974
– LexMA 1, 311-313
– K.-F. Krieger, Die Habsburger im MA, 1994, 75-109

Autorin/Autor: Franziska Hälg-Steffen 
(HRR), Albrecht I. (I28553)
 
5522 Während Agnes’ Mutter Mathilde ihrem Gatten Guido nach dessen Tod 1175 in der Herrschaft über die Grafschaft Tonnerre folgte, erbte Agnes selbst die Grafschaften Nevers und Auxerre nach dem Tod ihres Bruders Wilhelm V. im Jahr 1181 und steht damit am Beginn eines Jahrhunderts, in dem sich Nevers (1181–1280), Auxerre (1181–1290) und Tonnerre (1175–1309) ohne Unterbrechung in weiblicher Hand befanden. Da sie von ihrem Vater kurz vor seinem Tod unter die Vormundschaft des Königs gestellt worden war, verbrachte sie von da an ihre Kindheit an dessen Hof Die von ihr 1181 geerbten Grafschaften wurden bis 1184 vom König verwaltet.[1][2]

Zuerst wurde Agnes mit Olivier „Albus“, Herrn von Grignon, verlobt, der aber bereits zwischen 1181 und 1184 verstarb. Daraufhin vermählte König Philipp II. August sie 1184 mit Peter II. von Courtenay. 1185 bestätigte Agnes gemeinsam mit ihrem Gemahl in einer Urkunde die Privilegien der Kirche Saint-Étienne von Nevers. Auch verzichtete sie am 29. Juli 1188 gegenüber den Einwohnern von Auxerre auf ihr Recht der Toten Hand. Ferner erließ sie der Abtei Saint-Marien den ihr geschuldeten Pachtzins sowie allen zum Kapitel von Nevers gehörigen Orten die Gastungspflicht. Um 1190 bekam sie ihr einziges Kind, ihre Tochter und Erbin Mathilde, auch Mahaut genannt. 1191 kaufte sie mit ihrem Gatten ihrer Mutter die Grafschaft Tonnerre ab.[3][2]

Agnes, die meist in Mailly residierte, starb 1192, während ihr Ehemann am Dritten Kreuzzug teilnahm. 
(NEVERS), Agnes (I52482)
 
5523 Während der Ausbildung zum Kaufmann in Bremen erwuchs sein Interesse für die Astronomie. Die zum Verständnis benötigten mathematischen Grundlagen eignete er sich im Selbststudium an. Mit einer selbstständig erarbeiteten Bahnbestimmung des Halleyschen Kometen gewann er 1804 die Aufmerksamkeit des Astronomen Wilhelm Olbers, der ihm daraufhin eine Stellung als Inspektor an der privaten Sternwarte Lilienthal von Johann Hieronymus Schroeter vermittelte. 1810 wurde Bessel als Professor für Astronomie an die Universität Königsberg berufen und mit der Leitung der dort geplanten Sternwarte betraut, an der er bis zu seinem Tode 1846 tätig blieb.

Bessels hauptsächliches Interessengebiet war die Positionsastronomie, deren Genauigkeit er durch bahnbrechende Arbeiten verbesserte. Er bestimmte die Grundkonstanten der Präzession, Nutation und Aberration, erarbeitete eine Theorie zur Reduktion von Beobachtungen, entwickelte Rechenwege und erstellte Hilfstafeln zur praktischen Ausführung. Bessel bezog die Eigenheiten der Instrumente in die Fehleranalyse ein und erweiterte die Methoden der Fehlerrechnung.

In einem jahrelangen Durchmusterungsprogramm sammelte er Positionsdaten von 75.000 Sternen. Seine bekannteste Einzelleistung ist die erstmalige Bestimmung der Entfernung eines Sterns im Jahre 1838.

Eine nachhaltige Frucht seiner auf praktische Ziele gerichteten mathematischen Tätigkeit stellt die Untersuchung der ihm zu Ehren benannten Bessel-Funktionen dar, die die mathematische Beschreibung zahlreicher physikalischer Phänomene ermöglichen.

Die von Bessel geplante und geleitete Ostpreußische Gradmessung wurde vorbildlich für nachfolgende Triangulationen in Deutschland. Es gelang ihm, Werte für die Dimensionen des Erdellipsoids herzuleiten, die bis zum Ende des 20. Jahrhunderts den mitteleuropäischen Landesvermessungen zugrunde lagen (Bessel-Ellipsoid).

Die Gravitation als wirksame Kraft der Himmelsmechanik erforschte Bessel experimentell mit Hilfe eines von ihm entwickelten Pendelapparates. Es gelang ihm, die Äquivalenz von träger und schwerer Masse sowie die Materialunabhängigkeit der Gravitation nachzuweisen. Die von ihm bestimmte Länge des Sekundenpendels wurde zur Grundlage der gesetzlichen Längendefinition des preußischen Maßsystems.

Eine Besonderheit für die damalige Zeit war Bessels Engagement, die Naturwissenschaften weiten Kreisen durch populäre Vorträge und Aufsätze nahezubringen.

Leben
Wappen derer Bessel aus dem Fürstbistum Minden
Vorfahren
Friedrich Wilhelm Bessels Vorfahren lassen sich anhand einer Ahnentafel über vierzehn Generationen zurückverfolgen. Die Mitglieder der Familie Bessel gehörten als Juristen, Verwaltungsbeamte, Kaufleute, Lehrer und Theologen überwiegend der bürgerlichen Mittelschicht an. Ein Mathematiker oder Naturwissenschaftler ist unter ihnen nicht nachweisbar. Seine Vorfahren in der väterlichen Stammlinie waren seit dem 16. Jahrhundert Verwaltungsbeamte des Hochstifts Minden, einige davon in leitender Stellung.[2]

Familie

Geburtshaus von Friedrich Wilhelm Bessel (um 1900)[3]
Friedrich Wilhelm Bessel[4] wurde am 22. Juli 1784[5] als zweites Kind einer kinderreichen Familie mit sechs Töchtern und drei Söhnen in einem Mindener Wohnhaus geboren. Seine Mutter Friederike Ernestine Bessel geborene Schrader (1753–1814) war Tochter eines Pastors in Rehme. Der Vater Carl Friedrich Bessel (1748–1828) war Jurist und zunächst als Regierungssekretär im preußischen Staatsdienst beschäftigt.[6] Auf Grund einer Nebentätigkeit als Justitiar an der Johanniter-Kommende Wietersheim trug er den Titel Justizrat; 1816 kam er als Kanzleidirektor an das neugegründete Oberlandesgericht in Paderborn. Bessels Brüder schlugen ebenfalls die juristische Laufbahn ein: Der ältere Bruder Moritz Carl (1783–1874) wurde Landgerichtspräsident in Kleve, der jüngere Bruder Theodor Ludwig erhielt das gleiche Amt in Saarbrücken.[7]

Im Jahre 1810 übersiedelte Bessel mit seiner Schwester Amalia (1786–1821) nach Königsberg. Dort heiratete er im Oktober 1812 Johanna Hagen (1794–1885), eine Tochter des Apothekers und Universitätsprofessors Karl Gottfried Hagen.[8] Das Paar hatte fünf Kinder, von denen vier das Erwachsenenalter erreichten: Wilhelm (1814–1840); Johanne Marie (1816–1902), verheiratet mit dem Physiker Georg Adolf Erman; Friederike Elisabeth (Elise) (1820–1913), verheiratet mit Heinrich Lorenz Behrend Lorck (1816–1877), und Johanna (1826–1856), verheiratet mit dem Juristen Adolf Hermann Hagen. Nach dem Tode von Bessels Sohn Wilhelm erließ König Friedrich Wilhelm IV. eine Verfügung, wonach die männlichen Enkel und deren Nachkommen den Namen „Bessel“ als Zwischennamen führen konnten, damit er nicht ausstirbt; daraus entstanden später die Nachnamen „Bessel-Lorck“ und „Bessel-Hagen“.[9]

Bessel hatte über seinen Schwiegersohn verwandtschaftliche Beziehungen zu den Berliner Gelehrtenfamilien Erman[10] und Baeyer[11]; 1835 wurde er Pate des späteren Chemikers Adolf Baeyer, eines Sohnes seines Mitarbeiters Johann Jacob Baeyer.[12] Eine jüngere Schwester von Johanna Hagen war mit dem Königsberger Physiker Franz Ernst Neumann verheiratet, mit dem Bessel eng zusammen arbeitete.[13] Bessels Nichte Louisa Aletta Fallenstein heiratete Wilhelm Gauß, den jüngsten Sohn seines Kollegen und Freundes Carl Friedrich Gauß.[14] Bessels Cousine Justine Magdalene Helene Schrader wurde 1803 die Ehefrau des späteren Regierungspräsidenten Daniel Heinrich Delius.[15][16]

Bekannte Wissenschaftler aus der Enkelgeneration waren die Brüder Wilhelm Erman (Bibliothekar), Adolf Erman (Ägyptologe) und Heinrich Erman (Jurist) sowie die Brüder Ernst Bessel Hagen (Physiker) und Fritz Karl Bessel-Hagen (Chirurg). Der Mathematiker Erich Bessel-Hagen, der Geograf Hermann Hagen und der Jurist Walter Erman waren seine Urenkel.

Die Familie von Friedrich Wilhelm Bessel
Ehefrau Johanna Bessel
Ehefrau Johanna Bessel

Marie Erman geb. Bessel (Gemälde von August Grahl, 1834)
Marie Erman geb. Bessel (Gemälde von August Grahl, 1834)

Elise, Johanna, Friedrich Wilhelm und Tochter Johanna (Daguerreotypie, um 1842)
Elise, Johanna, Friedrich Wilhelm und Tochter Johanna (Daguerreotypie, um 1842) 
BESSEL, Friedrich Wilhelm (I60952)
 
5524 Während der Zeremonie, die von Hinkmar, dem Erzbischof von Reims, zelebriert wurde, wurde der Braut ein Ehering angelegt und prächtige Geschenke überreicht. Teil des Rituals war die Krönung Judiths mit dem Segen des Erzbischofs. Nach der Zeremonie wurde sie mit Myrrhe gesalbt. Æthelwulf ehrte seine Braut, indem er sie nach der Zeremonie zur Königin ernannte.[3] Das Besondere hierbei war, dass es in Wessex nicht üblich war, dass die Ehefrauen von Königen Königinnen wurden. Gemäß den Gebräuchen durfte die Frau eines Königs von Wessex nicht Königin genannt werden oder mit ihrem Mann auf dem Thron sitzen – sie war lediglich die Ehefrau des Königs.[4] Alle Chronisten erwähnen jedoch, dass Karl der Kahle auf der Krönung seiner Tochter bestand:[4][5]

„Als der Bischof von Reims, Hinkmar, die Ehe segnete und ihr die Krone aufsetzte, erklärte er sie zur Königin, was weder er noch sein Volk in der Vergangenheit getan hatten.“

– Annales Bertiniani, 856 
Familie: VON WESSEX, König von Wessex König von Wessex Æthelwulf / VON FRANKREICH, Judith (F15267)
 
5525 Während seiner aktiven Dienstzeit hatte Goswin ein
Hermann von Vaerst, Enkel (A120): er war "sehr liebenswürdig, prächtiger als geistreich, schön, gescheit, führte 1000 Prozesse selbst und verführte alle Weiber"

mit seiner zweiten Frau zog er auf den Callenberg 
VON VAERST, Friedrich Goswin Jobst Gerhard (I45752)
 
5526 Während seiner gesamten Regierungszeit sah er sich auch der Feindschaft seiner Stiefmutter Agnes von Burgund gegenüber, der dritten Ehefrau seines Vaters, die 1032 mit Gottfried II., Graf von Anjou, eine zweite Ehe eingegangen war.

Von Gottfried, der Ansprüche auf die Saintonge erhob, wurde er am 20. September 1034 in der Schlacht bei Moncontour bei Saint-Jouin-de-Marnes gefangen genommen, und erst drei Jahre später gegen die Abtretung der Städte Saintes und Bordeaux freigelassen. Sofort nahm er den Kampf wieder auf, wurde erneut geschlagen, und musste die Île d’Oléron abtreten.

Wilhelm ernannte in Poitiers einen Vogt (Prévôt) und schuf damit die ersten Ansätze für eine Verwaltung der Stadt.

Wilhelm heiratete Eustachie von Montreuil-Bellay, Tochter von Berlay III., blieb aber kinderlos. Er starb in Poitiers und wurde in Maillezais begraben. Sein Nachfolger wurde sein Bruder Odo. 
(AQUITANIEN), Wilhelm VI. (I37638)
 
5527 Während seiner Kämpfe gegen seinen Halbbruder Zbigniew, einen Fürst Polens, verbündete sich Bolesław III. Schiefmund mit den Kiewer Rus und Ungarn. Um seine Allianz mit dem Großfürst Kiews zu besiegeln, wurde Bolesław III. mit Swjatopolks ältester Tochter Zbysława verlobt. Die Russische Primärchronik (Nestor-Chronik) erwähnt Zbysława, die Tochter von Swjatopolk, in der berichtet wird, dass sie am 16. November 1102 nach Polen geschickt wurde, um Bolesław III. zu heiraten. Daher fand die Hochzeit zwischen diesem Datum oder im frühen Jahr 1103 statt. Sie hatten nur einen bekannten Sohn, den späteren Władysław II. den Vertriebenen, der 1105 geboren wurde, und eine Tochter (die vermutlich Judith hieß), die um 1111 geboren wurde und die spätere Ehefrau von Wsewolod Davidowitsch, dem Fürsten von Murom, war.
Ihr Todesdatum ist unklar. Manche Quellen bestimmen die Jahre 1109–12.[5][6] Aktuell wird angenommen, dass sie wahrscheinlich längstens bis 1114 lebte, weil Bolesław III. ein Jahr später Salome von Berg, die Tochter von Heinrich, dem Grafen zu Berg-Schelklingen, heiratete.  
VON KIEW, Zbyslawa (I35721)
 
5528 Waldbott von Bassenheim ist der Name eines rheinischen Adelsgeschlechts, das erstmals 1136 urkundlich erwähnt wird mit den Brüdern Siegfriedus Gebhardus und Fridericus de Waltmaneshusen, nach der Ortschaft Waldmannshausen (heute ein Ortsteil der Gemeinde Elbtal) bei Hadamar. Zweige der Familie bestehen bis heute. Die gräfliche Linie der Familie zählt zum Hochadel.

Anfänge

Burg Waldmannshausen
Ein walpode oder waldbott, ein gewaltbote,[1] war im Mittelalter ein Amtsträger, der im Namen eines Landesherren tätig wurde und unter anderem die Polizeigewalt ausübte. Meist wurden Ministerialen mit diesem Amt betraut. Bei den Walpoden von Waltmannshausen – die sich zunächst nach ihrem Stammsitz, der Burg Waldmannshausen bei Hadamar, benannten – wurde die Amtsbezeichnung zum Namensbestandteil. Von ihnen stammen weitere Walpot- oder Waldbott-Linien ab.[2]

Ein bedeutender, früher Vertreter der Familie war Heinrich Walpot, von 1198 bis 1200 erster Hochmeister des Deutschen Ordens. Ein Siegfried Walpot von Bassenheim war später Komtur und oberster Spittler im baltischen Ordensstaat. Ab 1267 war die Familie im Besitz des Walpodenamtes der Grafen von Diez. Später wurden Angehörige des Geschlechts Afterlehensträger der Grafen von Isenburg.

Entwicklung bis zum Ende des Alten Reichs

Schloss Bassenheim
Durch Erbgang und Kauf konnte dieser Zweig im Laufe der Zeit seine Grundherrschaft erheblich erweitern. Die Herrschaft Bassenheim bei Koblenz fiel noch vor 1300 durch die Heirat von Siegfried Walpod († 1333) mit Helena von Bachem, Erbtochter des Ritters Heinrich von Bachem, an das Geschlecht, das seinen Namen in der Folge zu Waldbott von Bassenheim änderte.

1477 kam die Herrschaft Olbrück hinzu, durch die Heirat des Otto Walpott von Bassenheim († 1498) mit Apollonia, Erbtochter des Burggrafen Gotthard von Drachenfels; Streitigkeiten über die Erb- und Besitzverhältnisse zogen sich jedoch noch bis 1555 hin. Aus dem Drachenfelser Erbe kam 1512 auch die Burg Gudenau an die Waldbott.

Bei der Teilung der Familie im Jahre 1554 in die Linien zu Bassenheim, Gudenau und Bornheim[3] verblieb die Herrschaft Bassenheim beim ältesten Zweig. Die Herrlichkeit Bornheim kam im Jahre 1629 an die Familie. Zwischen 1728 und 1732 baute Johann Conrad Schlaun die mittelalterliche Wehrburg in das heutige Schloss Bornheim in Stil eines „Maison de plaisance“ um.

Burg Olbrück
Burg Olbrück

Burg Gudenau
Burg Gudenau

Schloss Bornheim
Schloss Bornheim
Schon seit etwa 1600 gehörte die Herrschaft Königsfeld den Waldbott, die ab Juli 1630 auf Betreiben des Grundherren, Ferdinand Waldbott von Bassenheim, eine Hexenverfolgung im Drachenfelser Ländchen begannen.[4] 1642 erhielt der Freiherr Ferdinand Waldbott von Bassenheim zu Gudenau die Herrschaft Drachenfels. Das Lehen verblieb dieser Linie bis zu deren Aussterben und kam 1735 an die Waldbott von Bassenheim zu Bornheim, die es 1777 an die Freiherren von der Vorst verkauften.

Johann Lothar Waldbott von und zu Bassenheim († 1677) erwarb 1652 die halbe Herrschaft Pyrmont in der Eifel und wurde aufgrund dieses Besitzes 1654 zum Reichsfreiherren erhoben. 1654 kaufte er zusätzlich das im Dreißigjährigen Krieg verheerte Amt Kransberg mit Sitz auf Schloss Kransberg. Sein Sohn Franz Emmerich Wilhelm Waldbott von Bassenheim wurde von Kaiser Karl VI. am 23. Mai 1720 – ebenfalls für Pyrmont, dessen andere Hälfte er 1710 erworben hatte – in den Reichsgrafenstand erhoben.

1686 erbten die Waldbott nach dem Aussterben der Reifenberger ferner deren Herrschaft Reifenberg; allerdings befand sich diese seit 1681 in Kurmainzer Pfandschaft und verblieb darin bis etwa 1725.

Burg Drachenfels (Siebengebirge)
Burg Drachenfels (Siebengebirge)

Burg Pyrmont
Burg Pyrmont

Schloss Kransberg
Schloss Kransberg

Bassenheimer Palais in Oberreifenberg
Bassenheimer Palais in Oberreifenberg
1729 wurde die Herrschaft Bassenheim (durch den Niedergang der Grafschaft Sayn ein Lehen Kurkölns geworden) reichsunmittelbar und unterstand direkt dem Kaiser. Mit dem Freiherrn Klemens August erlosch 1735 die Linie zu Gudenau, seine Schwester brachte den Besitz an die Freiherren von der Vorst-Lombeck zu Lüftelberg, die später von der Bornheimer Linie auch die Herrschaft Drachenfels hinzukauften. 1735 löste die Familie Waldbott daher auch die Ganerbschaft Olbrück auf und teilte die Herrschaft unter den verbliebenen Linien Bassenheim und Bornheim auf.

Am Ende des 18. Jahrhunderts gehörten die Grafen Waldbott von Bassenhein wegen des Besitzes der Herrschaft Reifenberg (neben Reifenberg Arnoldshain und Schmitten) und Cransberg (neben Kransberg Friedrichstal – heute ein Ortsteil der Gemeinde Wehrheim –, Pfaffenwiesbach und Wernborn) zur Reichsritterschaft im Ritterkanton Mittelrhein des Rheinischen Ritterkreises.

Johann Maria Rudolf Waldbott von Bassenheim (1731–1805) erlangte 1788 wegen Olbrück und Pyrmont die Zulassung zum westfälischen Grafenkollegium und damit die Reichsstandschaft. Das Generalkapitel des Deutschen Ordens verlieh ihm 1764 und dem jeweiligen ältesten Stammhalter der Familie die Erbritterwürde des Ordens mit der Befugnis, das Komturkreuz tragen zu dürfen. 
WALDBOTT VON BASSENHEIM, Johann (I45901)
 
5529 WALDKIRCH grenzt an die Gemeinden Bischofszell, Hauptwil-Gottshaus, Niederbüren, Gossau, Andwil, Gaiserwald, Wittenbach und Häggenschwil. Es handelt sich um eine bäuerlich geprägte Gemeinde.  MÄDER, Anna (I2326)
 
5530 Waldstromer v. Reichenbach; Konrad Stromer von Schwabach oder von Reichenbach war Fernhändler in Nürnberg: er ist daselbst genannt von 1251-1278, übernimmt den Namen seines Schwagers KONRAD STROMER aus der Familie der späteren WALDSTROMER, hat angeblich 33 Kinder aus 3 Ehen, sein Bruder Gerhard von Reichenbach stirbt auf einer Meerfahrt mit König Konrad (W.He-Ke) WALDSTROMER, Conrad I. (I51493)
 
5531 Wallenrode (Adelsgeschlecht)

Die Familie von Wallenrode (auch Wallenrod, Wallenrodt) ist ein altes fränkisches Adelsgeschlecht.

Ursprung
Die Familie von Wallenrode zählte zu den fränkischen Uradelsgeschlechtern und war eines Stammes mit der Familie der Förtsch. Sie erschien zuerst am 25. August 1244 mit Eberhart Forscho de Thurnau, Marschall des Herzogs Otto II. von Meran[1] und seinem Sohn Albertus de Waldinrode[2]. Ihre Stammburg lag südwestlich von Geroldsgrün im Frankenwald. Von der Burg Wallenrode haben sich nur Geländespuren, wie mehrere Halsgräben und Wallgräben erhalten. Die Wallenrode traten als Ministeriale im Gefolge der Andechs-Meranier auf.

Die von Wallenrode im Bernecker Raum
Mit der Herrschaft der Burggrafen von Nürnberg zog die Familie von Wallenrode in den Bernecker Raum ein, heute im Landkreis Bayreuth in Oberfranken. Sie verpflichtete sich zum Wiederaufbau eines Burgstalls der Walpoten und errichtete die Burg Neuwallenrode (auch Hohenberneck genannt). Durch eine Pfandschaft gelangte sie über Generationen in die Positionen von Burghütern und Amtmännern der Burggrafen und anschließend der Markgrafen von Kulmbach bzw. Bayreuth.

In der Region bildeten sich zwei Linien heraus: Die Wallenrode zu Streitau und die Wallenrode auf Marktschorgast, Hohenknoden und Plos. Mit Karl Friedrich von Wallenrode starb am 30. September 1739 die fränkische Linie derer von Wallenrode aus.

Das Epitaph des letzten Wallenrode von Streitau befindet sich im Bayerischen Vogtlandmuseum in Hof und wurde aus dem aufgelassenen Friedhof der Hofer Lorenzkirche geborgen.

Ruinen der Wallenroder Burgen
Auf dem Hausberg von Bad Berneck befinden sich mehrere Ruinen. Von der ältesten Burg[3] stammen der sogenannte Schlossturm und Mauerreste des Wohnbereichs. In der Nähe wurde eine Freilichtbühne[4] errichtet, die die Ruine als Kulisse einbezieht. Zwischen der alten Burg und der Burg Neuwallenrode steht die Ruine der Marienkapelle, die von Veit von Wallenrode 1480 errichtet, aber wohl in der Zeit der Reformation bereits wieder aufgegeben wurde. Die Burg Neuwallenrode[5][6] (oder auch Hohenberneck) erbaute Veit von Wallenrode in der Zeit von 1478 bis 1491. Sie lässt als Ruine die Zugbrücke zum Torbogen einer inneren Anlage gut erkennen. Die Wohnanlage ist noch über zwei Stockwerke sichtbar. Zur Zeit des Zweiten Markgrafenkrieges befanden sich die beiden Burgen bereits im Verfall. Das zugehörige Amt wurde nach Gefrees verlagert.

Die Wallenrode und der Deutsche Orden
Die Familie von Wallenrode ist durch ihre Verbindungen zum Deutschen Orden bekannt geworden.[7] Sie versah nicht nur mehrere hohe Ämter Im Ordensland in Preußen, sondern siedelte sich im Gefolge der Ordensritter auch in Ostpreußen an. Die sichere Stammreihe des ostpreußischen Zweiges beginnt mit Martin von Wallenrode und seinem Sohn Hans von Wallenrode, der von 1458 bis 1492 auf Pachollen, Königsee und Prökelwitz in Preußen angesessen war.[1]

Konrad von Wallenrode (* zwischen 1330 und 1340; † 23. Juli 1393) war von 1390 bis zu seinem Tode Hochmeister des Deutschen Ordens.[8] In dieser kurzen Zeit führte er als Gegner der Polnisch-Litauischen Union mehrere Feldzüge gegen das Großherzogtum Litauen. Der Erfolg wurde erheblich gedämpft wegen einer vermutlichen Rivalität mit dem Großmarschall Engelhard Rabe von Wildstein, wodurch die Einnahme von Wilna scheiterte und viele Ritter gegen Konrad revoltierten.

Johannes von Wallenrode[9] (* um 1370 in Wasserknoden; † 28. Mai 1419) war ebenfalls Ordensritter und im Laufe seiner geistlichen Karriere als Johannes V. auch Erzbischof von Riga (1393–1418) und als Johannes VII. Bischof von Lüttich (1418–1419). Er war der Neffe von Konrad.

Friedrich von Wallenrode war seit 1407 Ordensmarschall und fiel 1410 in der Schlacht bei Tannenberg. 
VON WALLENRODT, Marie Louise Henriette (I57892)
 
5532 Waltbert war ein Sohn des Wikbert (Wibert, Wibreht, Wicbert), der wiederum Sohn von Widukind von Sachsen (bezeugt 777–785) war. Er wird erstmals 834 im Zusammenhang mit einer Schenkung erwähnt, die er mit seinem Vater der St. Martinskirche in Utrecht zukommen liess.
Wesentliches Zeugnis von Waltberts Leben ist die von ihm selbst in Auftrag gegebene lateinische Legende De miraculis sancti Alexandri (lat., „Von den Wundern des heiligen Alexanders“). Laut dieses Textes diente Waltbert im Kriegsgefolge Lothars I., da sein Vater Wikbert offenbar Parteigänger Lothars war. Waltbert konnte das Vertrauen des Kaisers gewinnen und wurde daher von diesem unterstützt, als er 850 nach Rom ging, um die Gebeine des Märtyrers Alexander von Rom in eine von ihm gestiftete Kirche in Wildeshausen zu überführen (Reliquientranslation). Wenige Jahre zuvor war es in Sachsen zum Stellinga-Aufstand gekommen. Die Überführung der wertvollen Reliquie, während der laut der Schrift De miraculis sancti Alexandri zahlreiche Wunderheilungen geschahen, diente dazu, die Autorität der Kirche in Waltberts Herrschaftsgebiet wiederherzustellen. Um dies auch für die weitere Bekehrung der Sachsen zu nutzen und als Abschreckung für weitere Aufstände, liess Waltbert in der Folge die Geschichte der Reliquientranslation schriftlich festhalten und mit einer Darstellung der älteren Sachsengeschichte verbinden. 
VON RINGELHEIM, Graf Graf Waltbert (I23942)
 
5533 Walter Hassenpflug kam als Sohn des Ludwig Hassenpflug (1794–1862) und dessen Gemahlin Agnes v. Münchhausen (1819–1899) zur Welt. Zu seinen Geschwistern zählt auch der Bildhauer Karl Hassenpflug (1824–1890).

Ab April 1874 studierte er an der Philipps-Universität Marburg Rechtswissenschaft. Er war 1874–1876 im Corps Hasso-Nassovia aktiv und wurde am 17. Februar 1875 recipiert.[1] Er war ab 1881 Regierungsreferendar in Kassel und ab 1883 Regierungsassessor bei der Regierung in Marienwerder und in Strelno. 1886 heiratete er Erna Cramer aus Marienwerder. Dem Ehepaar wurden drei Söhne und vier Töchter geboren.[2] 1887 wurde er im Februar kommissarisch und im Oktober endgültig als Landrat im Kreis Strelno berufen.[3] 1899 als Oberregierungsrat Dirigent der Abt. für Kirchen- u. Schulwesen der Regierung in Posen.[4]

Im Oktober 1911 zog er von Posen nach Marburg, wo er an der Philipps-Universität die Stelle des Kurators einnahm. Er war in dieser Funktion der Vertreter des Ministers und betätigte sich politisch. 1916 erhielt er in indirekter Wahl ein Mandat für den 44. Kurhessischen Kommunallandtag des Regierungsbezirks Kassel. Aus seiner Mitte wurde er zum Abgeordneten des Provinziallandtags der Provinz Hessen-Nassau bestimmt. Er wurde als Geheimer Oberregierungsrat charakterisiert. 
HASSENPFLUG, Walter Ludwig Victor Friedrich Herbert Hassenpflug (I58147)
 
5534 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I15)
 
5535 Walthari war der Sohn des Königs Wacho aus dem Geschlecht der Lithingi (Lethinger) und seiner dritten Frau Silinga, einer Tochter des Herulerkönigs Rudolf. Beim Tod seines Vaters im Jahr 540 war er noch minderjährig, sodass Audoin (* um 515; † um 560) aus dem Geschlecht der Gausen die Regentschaft übernahm. Da dieser selbst den Thron besteigen wollte, ließ er den jungen Walthari nach etwa sieben Jahren beseitigen und wurde dessen Nachfolger. Walthari war der letzte Herrscher der Lethinger-Dynastie.  GESCHLECHT DER LANGOBARDEN, Walthari (I24214)
 
5536 Walther entstammt dem in der Umgebung Basels ansässigen Adelsgeschlecht der Herren von Rötteln. Sein Vater war Dietrich III. von Rötteln, sein Bruder, Lüthold II. von Rötteln, war von 1238 bis 1248 Bischof von Basel, sein Onkel, Konrad II. von Tegerfelden, von 1209 bis 1233 Bischof von Konstanz.

Walther war Domherr in Basel und ab 1209 in Konstanz. Von 1211 bis 1214 war er Dompropst in Konstanz und wurde vor dem 1. September 1213 zum Bischof von Basel gewählt. 1215 wurde ihm auf Antrag des Domkapitels von Papst Innozenz III. das Bistum wieder entzogen, vermutlich wegen Verschwendung der bischöflichen Güter. Walther kehrte ins Konstanzer Domkapitel zurück und war von 1221 bis 1230 Domscholaster und 1223 Archidiakon von Burgund.  
BARON VON RÖTTELN, Walter (I3210)
 
5537 Walther von Klingen war der Sohn von Ulrich II. von Klingen (belegt 1227–1248) aus einem Thurgauer Adelsgeschlecht mit Stammsitz auf Burg Altenklingen und seiner Gemahlin Ita von Tegerfelden, der Erbin umfangreicher Besitzungen beiderseits des Hochrheins im Aargau und in Südbaden. Die Eltern hatten dort 1239 Schloss Klingnau und das aargauische Städtchen Klingnau gegründet.[2] Um 1251 teilten sich zwei Söhne das Erbe auf: Walther erhielt die Besitzungen am Hochrhein mit Klingnau und Burg Werrach in Wehr, sein Bruder Ulrich die Herrschaft Altenklingen, ein jüngerer Bruder trat in die Johanniterkommende Leuggern ein.  VON KLINGEN, Walter III. (I26442)
 
5538 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I2001)
 
5539 Wappen
Blasonierung des Stammwappens: In Gold ein grüner ausgerissener Baum, oben mit vier Blättern, von einem roten Balken überzogen. Auf dem rot-golden bewulsteten Helm mit rot-goldenen Helmdecken ein blau gekleideter aufgereckter Arm, der den Stamm schräglinks hält.[1]

Blasonierung des vermehrten Wappens von 1712: Geviert. Felder 1 und 4 ein prismatischer Balken und dahinter der ausgerissene Baum mit fünf Blättern, Felder 2 und 3 gespalten mit einem mit drei Wecken belegter Schrägrechtsbalken. Hefner/Grenser/Mülverstedt lassen die Tingierung und Helmzier offen.[7] Anton Fahne dagegen beschreibt das vermehrte Wappen wie folgt: „quadriert, 1. und 4. das beschriebene Wappen, 2. und 3. in Silber einen rothen, rechtsschrägen Balken mit drei goldenen Wecken, (Wappen der Eickel) auf dem Schilde zwei Helme, rechts den beschriebenen mit dem Arme, links einen rothen und einen silbernen Elefantenrüssel [richtig: Büffelhörner], zwischen denen ein Schild mit dem beschriebenen rechtsschrägen Balken schwebt.“[6] 
VON MOTZFELD, Henrich (I57998)
 
5540 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I9)
 
5541 Wappen
Aufgenommen mit Hans Jakob Heintz, dem Bader beim Bubenbergtürli, 1643. Ewige Einwohner, seit 1791 regimentsfähig. Der letzte starb 1833. 
HEINZ, N. (I8535)
 
5542 Wappen LÖHRER, Anna (I13448)
 
5543 Wappen der Familie Henking
für den lb. Onkel und für die
liebe Tante Sabina.
angefertigt durch euren
Neffen
Rohrschach, den 28 August 1885.

Hermann Henking.
Rorschach.

http://www.chgh.net/heraldik/h/he/henking.htm 
HENKING, Hermann Hector Ivan (I7056)
 
5544 Wappen der Familie Henking
für den lb. Onkel und für die
liebe Tante Sabina.
angefertigt durch euren
Neffen
Rohrschach, den 28 August 1885.

Hermann Henking.
Rorschach. 
HENKING, Maria Elise (I7071)
 
5545 Wappen der Herren von Hinwil.
Scheibler'sches Wappenbuch, älterer Teil; Seite 117

(Bild: Wikipedia) 
VON HINWIL, Margareta (I9030)
 
5546 Wappen geschaffen von A. Alber 1955 DIETRICH, Margaretha (I14171)
 
5547 Wappen-Zugehörigkeit prüfen! JÄGGLI, Anna (I12423)
 
5548 Wappen:
rot; silber; gold; schwarz 
HEINZ, Berchta (I1284)
 
5549 Wappenbeschreibung / Blasonierung
Gespalten von Gold und Blau, zwei Fasshahnen in gewechselten Fraben. 
WIRZ, Diethelm (I8530)
 
5550 Wappenbeschreibung / Blasonierung
Gespalten von Schwarz und Gold. 
VON HEIDEGG, Katharina (I3845)
 

      «Zurück «1 ... 107 108 109 110 111 112 113 114 115 ... 123» Vorwärts»


Diese Website läuft mit The Next Generation of Genealogy Sitebuilding v. 15.0.1, programmiert von Darrin Lythgoe © 2001-2026.

Betreut von Gisela Strauß. | Datenschutzerklärung.