Strauss Genealogie


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5451 Von 1791 bis 1794 ließ sich Conrad von der Leyen vom Baumeister Martin Leydel einen „kostbaren Wohnsitz“ am westlichen Stadtgraben bauen. Schon bald wird das Haus allgemein das Stadtschloss genannt; es erinnert an das zeitgleich (ab 1792) errichtete Weiße Haus, ist allerdings etwas größer; 1860 wurde es an die Stadt Krefeld verkauft und dient dieser bis heute als Rathaus. Der Platz vor dem Gebäude trägt den Namen Von-der-Leyen-Platz. VON DER LEYEN, Konrad (I47319)
 
5452 von Asten: Ursprünglich in Aachen ansässige Kupfermeister-Familie, die auf Grund der Konfessionsstreitigkeiten 1653 Aachen verließ u. sich in Stolberg ansiedelte. Arnold von Asten besaß hier bereits seit 1648 einen Kupferhof u. sein Bruder Johann erbaute 1658 den Kupferhof Frankental.

Die Familie von Asten hielt u.a. Anteile am Dollartshammer u. war auch hier über Generationen tätig.

Julius von Asten gründete 1858 zusammen mit Christian Lynen die Firma VON ASTEN & LYNEN, wobei von Asten eine deutliche Mehrheitsbeteiligung innehatte. Dieses Unternehmen war 1933 an der Gründung der STOLBERGER METALLWERKE beteiligt.

von Asten & Lynen: Durch Julius von Asten u. Christian Lynen 1858 *BRECHER, A. (1990) Seite 57 gegründetes Messing-Werk auf dem alten Kupferhof Frankental. An diesem Unternehmen hielt von Asten eine deutliche Mehrheitsbeteiligung.

1875 betrieb von Asten & Lynen in der Kuhklau eine Metallwarenfabrik. 1883 wurde gegenüber dem Kupferhof Frankental an der damaligen Feldstr. (heute Kupfermeisterstr.) eine Walzenstraße mit anfangs 2 u. später 3 Walzgerüsten mit Dampfbetrieb errichtet.

Kurz nach der Wende vom 19. zum 20. Jh. wurde die Produktion vom Kupferhof Frankental gänzlich zu den neu erstandenen Betriebsstätten auf der gegenüberliegenden Straßenseite verlagert. 1897 kam hier das Strangpressverfahren *BRECHER, A. (1990) Seite 80 zur Herstellung von Messing-Stangen u. Drähten erstmals in Deutschland zur Anwendung. Ein gemeinsam mit der Firma Aschenbach (Firmensitz kurz bei Siegen) entwickeltes Trio-Warmwalzwerk wurde 1921 bei von Asten & Lynen installiert u. stellte die erste Anlage dieser Art in Deutschland dar. *BRECHER, A. (1990) Seite 105 1931 wurden die ersten Band-Glühöfen, auch Durchziehöfen genannt (Glühen), in Betrieb genommen, die gemeinsam mit der Firma Junker entwickelt worden waren.

Von Asten & Lynen war 1933 an der Gründung der STOLBERGER METALLWERKE beteiligt.

Im Stichworteintrag verwendete Quellen:
BRECHER, A. (1990) Seiten 57, 80, 105, SCHLEICHER, K. (1974) Seite 85 
VON ASTEN, Leonhard (I53064)
 
5453 Von Carnap wurde als Sohn des Elberfelder Kaufmanns und Bürgermeisters der Jahre 1718 und 1725 Wilhelm von Carnap (1680–1749) und dessen Frau Rosina Plücker (1686–1733), der Tochter des Bürgermeisters von 1688, Johannes Plücker jr. (1656–1709) und Enkelin des Bürgermeisters von 1679 Johannes Plücker sr. (1628–1680), geboren.

Von Carnap selbst heiratete am 21. August 1736 seine aus Duisburg stammende Cousine Johanna Maria von Carnap (1718–1776), mit der er eine Tochter hatte. Anna Maria von Carnap (1739–1768) heiratete später Johann Jakob Schlösser (1742–1788), den Bürgermeister des Jahres 1773.

Kaspar von Carnap wurde Kaufmann und wurde 1737 erstmals Mitglied des Rates der Stadt. Im Jahr 1738 war er dies erneut und 1739 wurde er erstmals zum Bürgermeister vorgeschlagen. Danach war er von 1740 bis 1744 und von 1746 bis 1747 Ratsmitglied. Im Jahr 1746 war er auch erfolgloser Bürgermeister-Kandidat, ebenso wie 1748 und 1759. Erst 1751 wurde er zum Bürgermeister gewählt, dies war er, bis er im Mai 1752 Stadtrichter wurde. Danach war er 1752, 1759, 1761 und 1764 wieder Ratsmitglied. 
VON CARNAP, Kaspar (I53910)
 
5454 Von den 1860 noch lebenden fünf Kindern aus zweiter Ehe, dienten die vier Söhne in der russischen Armee, etwa der älteste Sohn, Baron Alexander Feodorowitsch von Geismar (ca. 1822–1865), der seit 1860 Oberst des Garde-Kavalier-Regiments war. Ein anderer war Baron Paul von Geismar (* um 1830; † vor 1886), dessen Ehefrau Irene Belogrudoff 1886 noch in Pojnia im Gouvernement Charkow lebte. Paul war Gutsbesitzer auf Schloss Gorodok im Kreis Kamjanez-Podilskyj, und seine Tochter, Baronesse Sophia von Geismar (* 15. März 1859 Schloss Gorodok, griech.-orthodox. Bek.), heiratete am 17. Juli 1886[8] den Lepraforscher und Arzt Julius Goldschmidt (* 12. Februar 1843 in Mainz, gest. um 1930; israel. Bek.), einen Sohn des Mainzer Kaufmanns Jonathan Goldschmidt. N., Nathalie (I60618)
 
5455 Von den 189 Schweizern überlebten nur die 42 Gardisten, die - unter der Führung von Herkules Göldli - Papst Klemens VII. zu seinem Zufluchtsort, der Engelsburg, begleiteten. KLINGLER, Elisabeth (I19490)
 
5456 Von der einst grossen Burg von Niedergösgen sind noch der Bergfried und die Unterburg mit zwei Toren erhalten. Den Platz der einstigen Oberburg nimmt seit 1904 die katholische Pfarrkirche ein, in die der Bergfried als Glockenturm integriert ist. 1230 erhielt Gerhard I. von Gösgen vom Stift Schönenwerd die Erlaubnis zum Bau dieser Burg. Am Ende des 14. Jhdts. kam sie in den Besitz der Freiherren von Falkenstein, wurde 1444 aber durch Solothurn zerstört. Von 1498 bis 1798 diente die wieder aufgebaute Anlage als Landvogteisitz, bis sie beim Einmarsch der französischen Armee erneut ein Raub der Flammen wurde. In der Unterburg ist heute die Gemeindeverwaltung untergebracht.

Gösgen (Adelsgeschlecht)
Die Freiherren von Gösgen waren eine Hochadelsfamilie, die im Spätmittelalter in der Gegend von Obergösgen und Niedergösgen belegt sind. Sie wurden vom Bischof von Strassburg mit der Kastvogtei über das Stift Werd belehnt. Ihr Erbe fiel an die Familie von Falkenstein.

Als erster Sitz der Adelsfamilie wird eine Erdburg in Obergösgen vermutet, die ins 10./11. Jahrhundert datiert wird. Der erste namentlich bekannte Vertreter der Familie war 1161 Bernerus de Cozequovon.

Gerhard I. von Gösgen wird zwischen 1224 und 1267 erwähnt. Er erhielt vom Stift Werd (am 15. März 778 als Werith erstmals erwähnt; Werd bedeutet «Flussinsel») die Erlaubnis zum Burgenbau auf stiftseigenem Gebiet. Die so entstandene Anlage über Bözach erhielt den Namen Niedergösgen, der bald für die ganze Gegend stand. Gerhard I. verstand es, die umliegenden Dörfer auf beiden Seiten der Aare unter seinen Einfluss zu bringen. Vom Bischof von Strassburg wurden sie mit der Kastvogtei über das Stift Werd (späterer Name Schönenwerd) belehnt.

Gerhard I. hatte zusammen mit seiner Ehefrau, der Freiin Amalia von Hinwil, zwei Söhne, Gerhard II. (erwähnt von 1256 bis 1311) und Konrad. Sie lagen im Streit mit dem Stift Schönenwerd, da sie danach strebten, aus der Kastvogtei eine Familienherrschaft zu machen. Dem Stift stand Konrad ab 1282 als Propst vor. Von 1305 bis 1323 war er in Basel Domherr. Die Herren von Gösgen zeigen sich als treue Parteigänger von Rudolf von Habsburg. Gerhard von Gösgen begleitete diesen in seinem Feldzug gegen Ottokar II. von Böhmen.[1]

Johann I. von Gösgen hatte einen gleichnamigen Sohn Johann II. (erw. von 1359 bis 1382; gest. 1383). Da seine Mutter, von der nichts weiter bekannt ist, nicht dem Freiherrenstand angehörte, verlor Johann II. die Kastvogtei, konnte jedoch die Burg Niedergösgen behalten.

Die Tochter von Johann II., Amalia,[2] war mit dem Freiherrn Wernher von Falkenstein (erw. ab 1318; gest. 1382) verheiratet. Sie hatten zwei Söhne, Rudolf IV. (gest. 1399) und Hans II. von Falkenstein (gest. 1429). Als Wernher 1382 starb, übertrug Johann II. von Gösgen die Burg Niedergösgen an seine beiden Enkel. Mit dem Tode Johanns II. von Gösgen starb das Geschlecht im Mannesstamm aus.

Als Grablege diente ihnen unter anderem die Stiftskirche Schönenwerd. Hier befinden sich Grabplatten von Marquard (gest. 1343) sowie von Johann II.[3]

Wappen
Blasonierung: Schräg geteilt von Rot und Silber. Als Helmzier ein wachsender Jungfrauenrumpf in den Farben des Schildes, die Helmdecken aussen Rot, innen Silber.

Das Wappen ist im Kloster Einsiedeln belegt als Teil eines Siegels zusammen mit dem Klosterwappen, das der Sohn von Gerhard II., Konrad II. von Gösgen (gest. 14. Februar 1349), als Fürstabt 1347[4] verwendete.[5] Das Wappen kommt auch (gewendet) in der Schlachtkapelle von Sempach vor für einen gefallenen Heinrich (Schenk) von Gössgen, der aus der Etsch stammte.[6]
 
VON GÖSGEN, Gerhard (I7994)
 
5457 Von der einst grossen Burg von Niedergösgen sind noch der Bergfried und die Unterburg mit zwei Toren erhalten. Den Platz der einstigen Oberburg nimmt seit 1904 die katholische Pfarrkirche ein, in die der Bergfried als Glockenturm integriert ist. 1230 erhielt Gerhard I. VON GÖSGEN vom Stift Schönenwerd die Erlaubnis zum Bau dieser Burg. Am Ende des 14. Jhdts. kam sie in den Besitz der Freiherren VON FALKENSTEIN, wurde 1444 aber durch Solothurn zerstört. Von 1498 bis 1798 diente die wieder aufgebaute Anlage als Landvogteisitz, bis sie beim Einmarsch der französischen Armee erneut ein Raub der Flammen wurde. In der Unterburg ist heute die Gemeindeverwaltung untergebracht.
Die Freiherren VON GÖSGEN wurden im 13. Jhdt. vom Bistum Strassburg mit der Kastvogtei über das Stift Schönenwerd belehnt. Als aufstrebende Familie, die sich auch mit den HABSBURGERN gut verstand, versuchten sie daraus eine Familienherrschaft zu formen. Doch das Stift wehrte sich erfolgreich, und um 1360 verlor JOHANN II. VON NIEDERGÖSGEN das Amt wieder, weil sein Vater unstandesgemäss geheiratet hatte – die Kastvogtei war ausschliesslich Freiherren vorbehalten.
JOHANN II. selbst blieb kinderlos und übertrug Niedergösgen deshalb kurz vor seinem Tod seinen Neffen HANS UND RUDOLF VON FALKENSTEIN. Seine Schwester AMALIA wohnte weiterhin auf der Burg, zerstritt sich aber mit den Stiftsherren VON SCHÖNENWERD. Diese belehnten 1399 die Falkensteiner mit «Burg und Burgstall zu Bötzach, der man spricht Niedergöskon». 1406 veräusserten Amalias Kinder ihre verbleibenden Ansprüche ebenfalls an die neuen Burgherren. Niedergösgen wurde fortan auch «SCHLOSS FALKENSTEIN» genannt.  
VON RÖTTELN, Lütgard (I7995)
 
5458 VON DER HEYDT-MUSEUM
Turmhof 8
42103 Wuppertal
Telefon 0202/563-6231
von-der-heydt-museum@stadt.wuppertal.de

Die von der Heydt sind eine deutsche Familie aus Barmen und Elberfeld. Sie brachte Politiker, Bankiers und Mäzene hervor. Eine Linie wurde 1863 in den Freiherrenstand erhoben.

Geschichte
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts
Angehörige des Namens erscheinen erstmals 1597 auf der Heide (Heydt) bei Lichtenscheidt in der Gemarkung Barmen unter dem Namen „auf der Heydt“. Die Familie führt ihren Namen auf Gottfried vom Lichtscheid genannt auf der Heydt († 1660), Hofbesitzer zu Unterbarmen, heute ein Ortsteil von Wuppertal, zurück. Sein Vater war Herbert auf dem Lichtscheid (1594–1599), Hofbesitzer und Gemeindevorsteher zu Barmen. Die Familie von der Heydt zog später in den Nachbarort Elberfeld und wurden dort zu erfolgreichen Rohseidenherstellern und Bankiers.[1] Johannes von der Heydt (1730–1810) betrieb eine Bäckerei, die sich auf die Herstellung von Waffeln spezialisiert hatte.

Die Söhne Daniel Heinrich (1767–1832) und Johann Abraham Wilhelm (1771–1850) erhielten eine kaufmännische Ausbildung. Daniel Heinrich heiratete 1794 Wilhelmine Kersten und trat in das Bankgeschäft seines Schwiegervaters Abraham Kersten ein. In diesem wurde er bald Teilhaber und Begründer des Hauses von der Heydt-Kersten & Söhne in Elberfeld. Er war auch Bürgermeister, Handelsrichter und war aktiv in der reformierten Gemeinde. Aus der Ehe gingen neun Kinder hervor, von denen einige aber bereits früh verstarben. Eine der Töchter heiratete den Hofprediger Friedrich Strauß.

Der Sohn August von der Heydt (1801–1874) war wie sein Vater Bankier, aktiv in der reformierten Gemeinde und Kommunalpolitiker. Als Vertreter des rheinischen Liberalismus war er Mitglied der preußischen Nationalversammlung und wurde preußischer Handelsminister und später Finanzminister. Er wurde am 31. Januar 1863 in den erblichen Freiherrenstand erhoben. Einer seiner Söhne, Bernhard von der Heydt (1840–1907), war Landrat des Obertaunuskreises. Robert von der Heydt (1837–1877) war Landrat der Kreise Eupen und Essen sowie Bezirkspräsident des Oberelsaß.

Auch Augusts Bruder Daniel von der Heydt (1802–1874) war im Bank- und Handelsgeschäft tätig. Er war auch Gegner der kirchlichen Union und trat, obwohl politisch konservativ, für die Freiheit der Kirche ein. Er war maßgeblich an der Gründung der freien niederländisch-reformierten Gemeinde in Elberfeld beteiligt. Maßgeblich beteiligt war er auch an der Einführung des Elberfelder Systems der Armenfürsorge. Auch der dritte Bruder Carl von der Heydt (1806–1881) dachte kirchenpolitisch ähnlich wie seine Brüder. Er war Teilhaber der väterlichen Bank und verfasste daneben einige theologische Werke.

Das Bankhaus von der Heydt-Kersten & Söhne, eines der ersten seiner Art in Deutschland, wurde seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem wichtigen Industriefinanzierer und war beteiligt am Eisenbahnbau und an ähnlichen Projekten. 1912 wurde mit dem Kleisthaus in der Berliner Mauerstraße ein neuer Sitz für die Bankgesellschaft errichtet.[2]

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verzweigte sich die Familie in mehrere Äste. August von der Heydt (1851–1929) Sohn des gleichnamigen Vaters und Enkel des ebenfalls gleichnamigen Großvaters trat in die Bank der Familie ein und leitete sie zusammen mit dem Vetter Karl von der Heydt. Ab 1891 leitete er die Bank allein. Politisch war er freikonservativ eingestellt und war Stadtverordneter in Elberfeld. Als Mäzen bemühte er sich um die Verschönerung von Elberfeld. Er kaufte Waldungen, die er später der Stadt schenkte, war Mitbegründer der Aktiengesellschaft Zoologischer Garten (heute: Zoo Wuppertal) und Vorsitzender des Verschönerungsvereins. Er finanzierte zahlreiche Denkmäler, Brunnen und ähnliche Einrichtungen. Er förderte auch das Theater und die Konzertgesellschaft. Er war als bedeutender Kunstsammler 1892 der Gründer des Museumsvereins, aus dem später das Von der Heydt-Museum hervorging.

Der Vetter Karl von der Heydt (1858–1922) lebte in der Villa des Ministers von der Heydt in Berlin und leitete dort zunächst eine Zweigstelle der Familienbank, die später völlig unabhängig wurde. Er war ein Förderer der deutschen Kolonialbestrebungen. Daneben unterstützte er Autoren wie Rainer Maria Rilke und trat selbst als Literat hervor.

Eduard von der Heydt (1882–1964) stand nach dem Ersten Weltkrieg politisch rechts. Er kaufte 1926 das Gelände der früheren Lebensreform- und Künstlerkolonie Monte Verità in der Schweiz. Er wurde Nationalsozialist und nach dem Zweiten Weltkrieg wegen zwielichtiger Geschäfte angeklagt, aber nicht verurteilt. Teile seiner Sammlungen stiftete er der Stadt Zürich, andere gingen an das Museum in Wuppertal. Die Bank von der Heydt wurde Teil der Commerzbank.

Im Laufe von 200 Jahren gingen aus der Familie acht Mitglieder der Elberfelder Stadtverordnetenversammlung oder des Stadtrates und fünf Bürgermeister hervor. 
VON DER HEYDT, Stammlinie (I53493)
 
5459 Von der Horst ist der Name eines westfälischen Uradelsgeschlechts aus dem Stift Essen, das sich in späteren Jahrhunderten in zahlreiche Nebenlinien aufspaltete und so auch am Niederrhein und im Fürstbistum Osnabrück verbreitete.

Es ist zu unterscheiden von dem hannoverschen Briefadelsgeschlecht „von der Horst“, welches ebenfalls im Fürstbistum Osnabrück lebte. 
VON DER HORST, Eva (I1754)
 
5460 Von diesen mächtig unterstützt, wurde er nach dem Tod des Erzbischofs Ludolf von Trier im Frühjahr 1008 dem Mainzer Dompropst Megingod, den die Majorität des Domkapitels zum Erzbischof von Trier gewählt hatte, als Gegenbischof entgegengestellt. Adalbero bemächtigte sich der Stadt Trier, des erzbischöflichen Palastes und der Moselbrücke, worin er sich stark befestigte. Megingaud, auf dessen Seite sowohl der Papst wie auch Adalberos Schwager, König Heinrich II., standen, nahm im Sommer 1008 die Stadt Trier ein, konnte aber den im Palast, einer vom Kaiser Konstantin erbauten Basilika mit felsenfesten Ziegelmauern, eingeschlossenen Gegner nicht zur Übergabe bewegen, bis nach einer zuletzt vom Kaiser persönlich geleiteten 16-wöchigen Belagerung, durch die Verwendung des Herzogs Heinrich von Baiern, zwischen den beiden Gegnern ein Vergleich zustande kam, wonach Adalbero gegen Verzicht auf die Bischofswürde freien Abzug und eine billige Entschädigung erhielt. Kaum hatte aber der Kaiser den Rücken gewandt, als Adalbero von neuem über Trier herfiel und Megingaud zur Flucht nach Koblenz nötigte.

Nach Megingauds Tod 1015 schien Adalbero unbestrittener Herr des Erzstifts zu sein; aber das Domkapitel wählte im Einverständnis mit Papst und Kaiser den Sohn des Markgrafen Leopold von Österreich, Poppo, zum Erzbischof. Dieser, ein kräftiger Regent, nahm mit kaiserlicher Hilfe Trier wiederum ein, zerstörte Adalberos Festen Heiligkreuz bei Trier und Sciva (Schiff, das spätere Montclair an der Saar), verwickelte sich aber hierdurch in eine blutige Fehde mit dem Neffen Adalberos, dem Grafen Giselbert von Luxemburg, welcher 1028 die Abwesenheit Poppos auf einer Wallfahrt nach Jerusalem zu einer grausamen Verheerung des Erzstifts benutzte. Adalbero scheint einen Teil der Grafschaft Luxemburg besessen zu haben, der nach seinem kurz nachher eingetretenen Tod teils ans Erzstift Trier und die Abteien St. Matthias und Prüm, teils an die luxemburgischen und lothringischen Agnaten gelangte. 
VON LUXEMBURG, Adalbero (I36995)
 
5461 von Eschenbach SCHWARM, Helena (I159)
 
5462 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I57372)
 
5463 VON HASLI, edles Geschlecht aus dem Kanton Zürich ZH
Wappenbeschreibung / Blasonierung
Geteilt, von Silber wachsender, schwarz bekleideter Mann mit schwarzem Hut mit goldener Krämpe und goldenem Zottel, und von Rot. 
VON HASLI, Egilof I. (I23740)
 
5464 von Hegi
Ritteradeliges Geschlecht des 13. bis 15. Jh. von H. bei Winterthur, das die gleichnamige Burg als Lehen des Bf. von Konstanz besass. Sein Wappen, Name und das Verhältnis zum Bischof deuten auf eine Abstammung von den Truchsessen von Hugelshofen hin. Erster bekannter Vertreter war Wetzel, der 1225 bei der Übertragung seines bischöfl. Hofs zu Seen (bei Winterthur) ans Kloster Rüti genannt wird. Rekko (belegt 1241-62) bewegte sich im Umfeld der Gf. von Kyburg. Nach deren Verschwinden 1263 gewann die Beziehung zum Bischof wieder an Bedeutung, so bei Wetzel (belegt 1272-1304), der 1287 Fidelis des Bischofs war. 
VON HEGI, Wetzel (I11240)
 
5465 von Hegi
Ritteradeliges Geschlecht des 13. bis 15. Jh. von H. bei Winterthur, das die gleichnamige Burg als Lehen des Bf. von Konstanz besass. Sein Wappen, Name und das Verhältnis zum Bischof deuten auf eine Abstammung von den Truchsessen von Hugelshofen hin. Erster bekannter Vertreter war Wetzel, der 1225 bei der Übertragung seines bischöfl. Hofs zu Seen (bei Winterthur) ans Kloster Rüti genannt wird. Rekko (belegt 1241-62) bewegte sich im Umfeld der Gf. von Kyburg. Nach deren Verschwinden 1263 gewann die Beziehung zum Bischof wieder an Bedeutung, so bei Wetzel (belegt 1272-1304), der 1287 Fidelis des Bischofs war. 1285 siegelte Hugo als Meier zu Wiesendangen. Dieses Amt wurde fortan zusammen mit der Vogtei über den Hof Buch (Widum des Konstanzer Klosters Petershausen) vererbt. Die Genealogie der Fam. vom Ende des 13. Jh. bis 1334 ist allerdings unklar. Möglicherweise setzte sich die Linie über die 1287 belegte Ehe einer Schwester Wetzels mit Peter von Schlatt fort. Hug (belegt 1334-52) war 1342-43 Schultheiss von Winterthur. Ihren Zenit erreichte die Fam. unter Wetzel (1348-1409), der zahlreiche österr. Pfänder und Lehen erwarb, darunter 1404 die Vogtei Gundetswil bei Oberwinterthur zusammen mit Kelnhof, versch. Gütern und dem Zehnten. Daneben besass er diverse Lehen des Klosters Reichenau, die er 1381 z.T. seiner Ehefrau Agnes von Helmsdorf zur Sicherung ihrer Morgengabe verpfändete, darunter die Burg Alt-Salenstein am Untersee, die sie fortan auch bewohnten. 1407 stand er im Burgrecht mit der Stadt Winterthur, mit der er zusammen mit seinem Sohn Hug bis 1409 wegen der Burg H. in Konflikt stand. Als letzter bekannter Vertreter der Fam. übertrug Hugo (->) 1460 alle österr. Lehen an seinen Schwiegersohn Jakob von Hohenlandenberg (von Landenberg), der mit seiner Tochter Barbara verheiratet war. Nach dessen Tod 1489 fielen Burg und Herrschaft H. an ihren Sohn Ulrich von Hohenlandenberg. 
VON HEGI, Elsine (I59527)
 
5466 von ihren zwölf Kindern erreichten saieben das zwanzigste Altersjahr GAISSBERG, Clara (I9600)
 
5467 Von Judith ist nur ihr Vorname bekannt, eine Einreihung in eine der südwestdeutschen Adelsfamilien ist bisher noch nicht gelungen. Der Vorname Judith könnte dabei in die Familie der Welfen weisen, sie entspräche damit der Generation des Herzogs Welf IV., dessen Vater seinerzeit das Herzogtum Kärnten innehatte. Die von der älteren Forschung aufgestellte Vermutung, sie sei eine Tochter eines Grafen von Calw, muss als widerlegt gelten.

Nachdem sich ihr Mann angesichts der Erfahrungen im Bürgerkrieg während des Investiturstreits, der die schwäbischen Stammlande der Zähringer verwüstet hatte, 1073 ins Kloster Cluny zurückgezogen hatte, entsagte sich sie dem weltlichen Leben, schenkte einen großen Teil ihres Erbes dem Kloster Hirsau, führte ein heiligmäßiges Leben und begab sich später nach Salerno zu dem vor der kaiserlichen Partei in Rom zu den Normannen ausgewichenen Papst Urban II., wo sie 1091 starb.

Judith wird in der älteren Literatur mit Judith "von Backnang" gleichgesetzt, was jedoch nach neueren Forschungen nicht stichhaltig ist.

Aus der Ehe mit Hermann von Verona ging mindestens ein Sohn, Hermann (II.), hervor. Dieser war der Erste, der sich Markgraf von Baden nannte.  
..., Judith ´die Ältere` (I1636)
 
5468 von Lupfen
Schwäb. Hochadelsgeschlecht (bezeugt im 12. bis 16. Jh.), dessen Besitz sich entlang des Neckaroberlaufs um Rottweil und um Tuttlingen konzentrierte. Erste urkundlich gesicherte Vertreter sind die Brüder Bertold, Adelbert und Konrad, die 1108 eine Schenkung an das Kloster Allerheiligen bezeugten. Heinrich (belegt ab 1241), verheiratet mit einer Schwester des letzten Gf. von Küssenberg, erhob nach dessen Tod (vor 1245) Anspruch auf das Erbe. Damit geriet er in Konflikt mit dem Bf. von Konstanz und den Gf. von Kyburg, die unter Berufung auf ihre übergeordneten Rechte die Allode unter sich aufteilten und z.T. in die Hand der Klöster Paradies und St. Katharinental gaben. Nachdem Hermann 1251 gegenüber dem Bischof formell auf die Küssaburg (Küssaberg, Baden, D) und Zugehörde verzichtet hatte, übertrug ihm dieser als Lehen die im Klett- und Hegau gelegene Landgrafschaft Stühlingen. Hermanns Söhne Eberhard und Berchtold begründeten die Stühlinger und Lupfener Linie. Gegen Ende des 13. Jh. geriet das Geschlecht zunehmend unter den Druck Habsburgs. 1304 veräusserte Heinrich, Sohn des vorgenannten Berchtold, die Burg L. und Zugehörde an die Hzg. von Österreich, erhielt diese aber schon elf Jahre später als Pfand zurück. In der 2. Hälfte des 14. Jh. verkaufte die Fam. aus wirtschaftl. Gründen Teile ihres Besitzes, u.a. 1378 versch. Güter und Rechte zu Stühlingen an die Schaffhauser Fam. Im Thurn. Anfang des 15. Jh. war die Krise überwunden. Hans, österr. Landvogt im Aargau, Thurgau und in Schwaben, übernahm als österr. Pfand die Herrschaft Hewen (im Hegau) mit der Stadt Engen. Das Verhältnis zu Schaffhausen wurde ab 1451 von einem 40 Jahre dauernden Streit um die Jagdrechte im städt. Forst überschattet, in dessen Verlauf es zu Zusammenstössen kam. Johannes (->) wirkte 1532-37 als Bf. von Konstanz. Letzter des Geschlechts war der 1578 verstorbene Heinrich. 
VON LUPFEN, N. (I23886)
 
5469 Von Oppenfeld

Gutshaus Reinfeld, Sammlung Alexander Duncker

Laurahütte um 1840
Im Jahre 1824 kauften die Gebrüder Moses (1793–1861) und Daniel Oppenheim (* 1800) das Gut Reinfeld mit seinen Vorwerken, daher wollte Moses Oppenheim den Namen „Moritz von Oppenheim-Reinfeld“ führen, es wurde ihm jedoch nur die Kombination von Oppenheim und Reinfeld, „Oppenfeld“, gestattet, und beide Brüder mussten sich christlich taufen lassen.[31] Die von Oppenfeld führten ein Wappen, welches in Anlehnung an das des in Deutschland erloschenen Geschlechts derer von Ramel gestaltet wurde, diese besaßen Reinfeld einst als Lehen. Im Adelsstand („von Oppenfeld“) erhielten die Brüder die Erlaubnis des Ministeriums, diesen Namen ab 22. September 1827 zu verwenden, den sie jedoch mit Rücksicht auf ihre Kredite im Ausland noch nicht veröffentlichten.[32]

Beide betätigten sich unter anderem als Fischzüchter, in Fridrichswalde bei Stargard in Pommern setzten sie 150 Sterlets aus. Herr von Schweinitz sendete diese per Eisenbahn an die Fischzuchtanstalt Oppenfeld.[33] Im Jahre 1835 wurde zwischen dem Grafen Hugo Henckel von Donnersmarck in Siemianowitz und den Gebrüdern Oppenfeld zu Berlin eine Sozietät geschlossen, um das Eisenhütten-Etablissement Laurahütte, südöstlich von Siemianowitz an der Chaussee nach Kattowitz, zu gründen. Ab dem 1. Juli 1858 wurde die Laurahütte ausschließlich durch Graf Henckel von Donnersmark betrieben Die Grundsteinlegung zu diesem Werke fand am 8. September 1836 statt, der Betrieb der Hochofen-Anlage begann am 6. Februar 1839. Mit der Produktion wurde zunächst ein Walzwerk errichtet, bis zum Jahre 1840 wurden vier Hochöfen und zwei Walzhütten erbaut und in Betrieb gesetzt, die technische Ausstattung der Hüttenwerke kam aus England. In der Zeit von 1847 bis 1851 wurde ein Dampfhammer und eine weitere Walzhütte erbaut und im Jahre 1854 erweitert.[34] 
ITZIG, Henriette ´Jüttche` (I61020)
 
5470 Von Ossingen ZH? Tochter der Pfarrers Johann Ulrich Huber, Pfarrer in Aawangen TG ab 1686 (vorher Vikar in Ossingen ZH). HUBER, Anna Maria (I16948)
 
5471 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I2872)
 
5472 von Poxberg GÖTZ, Margaretha (I161)
 
5473 Von Raron war der Name eines im Wallis begüterten Adelsgeschlechts, dem fünf Bischöfe von Sitten entstammten.

Die Familie von Raron war mit den Freiherren von Ringgenberg verwandt. Die Familie hatte bereits im 12. Jahrhundert Besitz in der Gegend von Raron und nannte sich ab dem 13. Jahrhundert nach ihrer dortigen Stammburg. Als Ahnherr des Geschlechts gilt Heinrich, Herr von Mannenberg. Als Viztum von Leuk und Raron war er ein Vasall des Bischofs von Sitten. Seine Söhne Amadeus, Johannes und Ulrich begründeten drei Linien, ihr Bruder Heinrich wurde Bischof von Sitten.

Andreas erhielt Mannenberg, seine Nachfahren erwarben Besitz in Visp und die Herrschaft Villa im Val d’Hérens. Dieser Seitenlinie entstammte der Sittener Bischof Wilhelm III. Ein Johannes erwarb 1337 das Berner Bürgerrecht. Dieser Zweig der Familie erlosch im 15. Jahrhundert.

Johannes erhielt die Stammburg und das Vizedominat Raron. Von seinen Söhnen wurde Heinrich Bischof von Sitten und Rudolf erwarb das Vizedominat Sitten. Dieser Zweig erlosch 1303.

Ulrich erhielt das Vizedominat Leuk und die Herrschaft Holz. Sein Nachkomme Peter erhielt als Verbündeter des Bischofs Witschard Tavel zahlreiche Ämter und Lehen. Er erwarb durch Heirat die Burg Beauregard im Val d’Anniviers und in Conthey, Niedergesteln und im Vispertal Güter der Herren von Turn. Peters Söhne waren Wilhelm I., Bischof von Sitten, und Witschard von Raron, Landeshauptmann von Sitten. Witschards Söhne Hildebrand und Petermann von Raron starben ohne Nachkommen zu hinterlassen, damit erlosch auch diese Linie. 
VON RARON, Berthold (I41482)
 
5474 VON RINGGENBERG war der Name eines alemannischen Adelsgeschlechts. Die Herren von Ringgenberg waren Reichsvögte. Namensgebender Stammsitz der Familie ist die Burg Ringgenberg in der Berner Gemeinde Ringgenberg in der Schweiz.
Die genau Herkunft der Familie ist nicht klar. Es wird davon ausgegangen, dass die Familie entweder aus dem Kanton Uri oder aus dem bernischen Seeland stammte.

Um 1230 ernannte der deutschen Kaiser Friedrich II. (HRR), den Ritter Kuno von Brienz zum Reichsvogt des Brienzerseegebietes und dieser nannten sich zuerst ´Vogt von Brienz`. Er erbaute um 1240 die Burg Ringgenberg und nannten sich fortan ´VON RINGGENBERG`. Die Familie erhielt den Besitz im Allod und dieser umfasste das ganze Rechte Ufer des Brienzersees, Güter in Unterwalden, Uri und in der Region um den Bielersee. In der Mitte des 13. Jahrhunderts geriet die Familie in eine Lehensabhängigkeit zu den Grafen von Kyburg. Im 14. Jahrhundert wurde die Familie in den Konflikt zwischen den Habsburgern und dem Stadtstaat Bern um die Kontrolle des Berner Oberlands gezogen.
1308 schlossen die VON RINGGENBERG ein Burgrechtsvertrag mit der Stadt Bern gegen Habsburg. 1315 während der Schlacht von Morgarten und dem folgenden Laupenkrieg verhielt man sich neutral. Nach der Niederlage der Habsburger versuchte die Familie durch Heirat mit den von Hunwil aus Unterwalden ihre Position gegenüber Bern zu stärken. 1351 kam die Familie so weit in finanzielle Schwierigkeiten und es musste, unter Philipp VON RINGGENBERG Teile der Herrschaft, unter anderem die Burg, an das Kloster Interlaken verpfänden werden. 1386 erhielt Petermann das Burgerrecht der Stadt Bern. Petermann versuchte durch Steuererhöhungen die Lage zu verbessern. Dies führte zu einem Aufstand, zur Zerstörung der Burg und zur Gefangennahme von PETERMANN durch die Bevölkerung (Ringgenberger Handel). 1390/91 starb Petermann und hinterliess keinen männlichen Erben. Die Töchter Beatrix und Ursula von Ringgenberg waren gezwungen 1411 und 1439 das Reichslehen an das Kloster Interlaken zu verkaufen.

Zu Anfang des 13. Jahrhunderts entsteht im Wallis ein weiterer Familienzweig unter dem Namen von Raron. https://de.wikipedia.org/wiki/Ringgenberg_(Adelsgeschlecht) 
VON RINGGENBERG, Petermann (I7826)
 
5475 Von Rodenberg (de Rodenbergh, van den Rodenberghe) und später von Romberg ist der Name eines alten früher im Erzstifte Köln wohnendes Rittergeschlecht, welches aus dem Herzogtum Berg in die Grafschaft Mark, Grafschaft Limburg, Herzogtum Westfalen, Grafschaft Dortmund und Bistum Münster übersiedelte.

Linie Haus Brünninghausen (Grafschaft Dortmund)
Das Dorf Brünninghausen war im 13. Jahrhundert als Ministerialsitz von Brouninchusen ausgewiesen. Der Sitz war auf dem Mönchshof. (Mellinghaus). Bis etwa 1350 war Dietrich von Vittinghoff genannt Nordkerke zuständig. Nordkerke war auch als Droste in Hörde zuständig. In dieser Eigenschaft erbaute er das Wasserschloss Haus Brünninghausen, welches 1483 durch Heirat des Bernd von Rodenberg (Romberg), Herr zu Massen († 1506) und der Gödecke von Vittinghoff, zur Hälfte in den Besitz der von Romberg ging.

Am 15. Mai 1483 wurden Bernd von Rodenberg und seine Frau, die Erbin von Brünninghausen, von Johann Herzog von Cleve und Graf von der Mark mit den Gütern belehnt, die sein verstorbener Schwiegervater Dietrich von Vittinghoff genannt Nordkerke zu Lehn getragen hatte, nämlich mit dem Hause zu Brünninghausen als Burglehn zu Hörde, mit dem Wevelingshofe zu Asseln und dem Eppenhover Hofe zu Hörde.

Wegen des Erbrechts an dem Ovelackergut zu Hachenei und an dem sogenannten Beyrgut zu Brünninghausen kam es 1489/90 zwischen Bernd von Rodenberge und Wilhelm von Vittinghoff genannt Nortkerke zum Streit. Mit dem Tode der Belie von Bodelschwingh im Jahre 1497, der Mutter von Bernd von Rodenbergs Ehefrau Godeke von Vittinghoff, fielen alle übrigen Güter von Haus Brünninghausen mit Ausnahme des Gutes zu Wichlinghofen (Sauerländer Hof) an die Familie Rodenberg.

Conrad, der Sohn des Bernhard von Romberg zu Massen renovierte das Schloss Brünninghausen, zog um 1560 dorthin und wurde durch Heirat 1562 mit der Wilmeke von Fürstenberg zu Neheim der Stifter der Brünninghauser Linie. Diese Ehe wird 1594 zu Dortmund als ungültig erklärt.

Im Jahre 1681 ließ Conrad Philipp von Romberg (1620–1703) die Burg erneuern und das Torhaus errichten.

Gisbert Christian Friedrich von Romberg (1773–1859) baute die Burganlage zu einem klassizistischen Schloss um. Durch das Engagement der Familie im Bergbau kam diese zu Reichtum und politischen Einfluss. Richtig bekannt wurde das Schloss Brünninghausen durch Freiherr Gisbert Friedrich Ferdinand Theodor Hubertus von Romberg (1839–1897), auch der tolle Bomberg genannt. 1881 stellten Gisbert Graf von Wolff-Metternich und Clemens von Romberg, Gisberts Sohn, vor dem Amtsgericht in Dülmen einen Antrag auf Entmündigung des Gisbert von Romberg wegen Trunkenheit und Verschwendungssucht, der letztendlich keinen Erfolg hatte. 1873 kauften Gisberts Schwester Isabella Freiin von Romberg (1836–1909) zusammen mit ihrem Ehemann Christoph Ernst Friedrich von Forcade de Biaix (1821–1891) das Gut. Gisbert Friedrich Wilhelm von Romberg (1888–1952) verkaufte die Anlage 1927 an die Stadt Dortmund und verlegte den Sitz nach Schloss Buldern in Dülmen im südlichen Münsterland. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss bei einem Bombenangriff zerstört. 
VON RODENBERG, N. (I45892)
 
5476 von Romberg ist ein Zweig des aus dem Erzstift Köln stammenden Rittergeschlechts von Rodenberg, der sich im Herzogtum Westfalen ansiedelte und im 15. Jahrhundert den Namen wechselte.

Ursprung

Burg Rodenberg (oder Rodenburg) bei Menden (Sauerland)
Die Familie von Rodenberg siedelte sich aus dem Herzogtum Berg kommend in der Grafschaft Mark, Grafschaft Limburg, Herzogtum Westfalen, Grafschaft Dortmund und Bistum Münster an.

Einen Zweig dieser Familie findet man in Menden im Herzogtum Westfalen mit dem 1249 urkundlich erwähnten Gozvinus miles (lat. Soldat, Krieger) de Rodhenburg,[1] der 1243 auch als Gozwinus de Menedin und 1246 als Gozvinus villicus de Menedhen[2] nachweisbar ist und zu den seit 1170 urkundlich festgestellten ritterbürtigen Schultheißen von Menden gehörte.[3]

Gozvinus (Goswin) I. von Rodenberg war der Sohn von Heinrich von Rodenberg auch Heinrich von der Anderburg (Henricus de Altero Castro) genannt, der ein kölnischer Verwalter der Anderburg Volmestein (1218) und wohl identisch mit Heinrich von Menden, kölnischer Schultheiß zu Menden war.[4] Mit der Anderburg war eine neue Burg (novum castrum) gemeint, welche in der Nähe der Burg Volmarstein stand und vom Kölner Erzbischofs Engelbert I. als Trutzburg gegen die Herren von Volmestein gebaut wurde. Heinrich von Rodenberg, welcher erstmals 1214 urkundlich erwähnt wurde, war Ritter unter Kaiser Friedrich II. (HRR) und starb während des Kreuzzugs in Palästina 1228/29 an einer Epidemie. Goswin I. von Rodenberg (1190–nach 1251) wird 1243 als Goswin von Menden in einer Urkunde als Burggraf und ehemaliger Besitzer des Turms Anderburg genannt, als der Turm mitsamt des Schlosses an den Lübert von Schwansbule übertragen wird.[5][6] Heinrichs Witwe Elisabeth, die Mutter von Goswin, hat sowohl das Gut Althem weitergeführt als auch das Amt des Schultheißen von Menden.

Goswin ließ auf dem Rodenberg (268 m) in Menden, auch Rothenberg und in alten Quellen Romberg[7][8] genannt, oberhalb des Hofes Althem zwischen 1246 und 1248 die Burg Rodenberg bauen. 1249 war diese Burg dann der Stammsitz derer von Rodenberg zu Menden.1252 war er Ritter und Ministeriale der Kölner Kirche und anschließend Lehnsträger der Erzbischöfe von Köln. Als Goswin seine Braut Richenza, Tochter von Heinrich von Volmestein geheiratet hatte, ist seine Mutter Elisabeth von Rodenberg ins Kloster Fröndenberg gegangen und dort Äbtissin geworden. 1260 ist Goswin von Rodenberg Zeuge beim Bündnis und Frieden zwischen dem Erzbischof Konrad von Köln, dem Abte Themo von Corvey und dem Herzog Albrecht von Braunschweig.

Aufstieg und Verbreitung
Aufgrund eines (u. U. auch fingierten) Rechtsstreites zwischen dem Erzbischof Siegfried von Köln und den Söhnen von Goswin I von Rodenberg und seinen zwei Söhnen Heinrich und Bernhard um Land (von Goswin I. gekauft 1272 vom Grafen Gottfried von Arnsberg), tritt Goswin I. von Rodenberg am 15. Februar 1275 sein Schloß Rodenberg mit der Freigrafschaft und die Vogtei über Menden ab, wobei ihm und seinen Enkeln Leibrenten angewiesen werden. Er behält nur den Hof Alfhem.[9] 1298 erklärt Graf Everhard von der Mark dass er Schloß Rodenberg als kölnisches Pfand besitze und 1301 zerstört er dieses zusammen mit Hof Alfheim. Die Familie von Rodenberg verstreute sich nach der Abtretung 1275 sowohl im Sauerland wie auch in der Gegend des Hellwegs und der Grafschaft Dortmund.

1480 Jahr teilte Bernd von Rodenberg das Haus Massen mit seinem Bruder Johann. Er behielt Obermassen und Johann bekam Niedermassen.[10] Durch die Heirat Bernds mit der Godeke von Vittinghoff im Jahre 1483 kommt die Hälfte von Haus Brünninghausen im heutigen Dortmund in seine Familie.

1498 muss Bernd von Rodenberg dem Dortmunder Bürger Johann Roterd wegen Rechtsstreitigkeiten zwei Güter zu Hachenei verkaufen, um dessen Schuldansprüche zu befriedigen. Er und seine Familie, sowie sein Bruder Johann nennen sich nun von Romberg, wahrscheinlich nach dem Hausberg, auf dem die Burg Rodenberg in Menden gestanden hat.

Mit der Verpfändung des Hauses Brünninghausen an die Brüder Berendt und Rotger Ovelacker 1531 wohnte Bernhard von Romberg auf seinem väterlichen Erbe zu Massen und starb 1541 bei Neuß im Zuge des Herzogs Wilhelm von Kleve gegen den Kaiser.

Conrad, der Sohn des Bernhard von Romberg zu Massen renovierte das Schloß Brünninghausen, zog um 1560 dorthin und wurde der Stifter der Brünninghauser Linie. Im Jahre 1681 ließ Conrad Philipp von Romberg (1620–1703) die Burg erneuern und das Torhaus errichten.

Gisbert Friedrich Wilhelm von Romberg (1888–1952) verkaufte die Anlage 1927 an die Stadt Dortmund. Die Bezahlung war in mehreren Raten abgesprochen. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte sich die Stadt Dortmund geweigert, die fälligen Raten zu zahlen. Es kam zum Prozess, der sich vom Anfang der 20er Jahre bis 1955 hinzog. 1955 gab es endlich einen Vergleich. Als Ausgleich wurde der Familie von Romberg die alte Dorfkirche mit dem Emporenmausoleum in Buldern zugesprochen. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Sitz der Familie von Schloss Brünninghausen in Dortmund nach Schloss Buldern in Dülmen im südlichen Münsterland verlegt.

Neben dem eigentlichen Schloss in Brünninghausen gehörten zahlreiche Kotten und Höfe in Barop, Hacheney, Wellinghofen, Kleinholthausen und Lücklemberg zum Besitz der Familie. Auch umfangreicher Waldbesitz an den Nordhängen des Ardeygebirges gehörte zu Schloss Brünninghausen. Die genannten Gebiete gehörten damals allerdings nicht zu Dortmund, sondern zu Hörde. Die Rombergs waren die Holzrichter in der Eichlinghofer Mark, Hacheneyer Mark und der Bittermark. Eine wichtige wirtschaftliche Einnahmequelle der Rombergs waren die Mühlen an der Emscher.

Schon früh wurden die oberflächennahen Kohleflöze des Ardeys abgebaut. Die Familie saß in ihrem Sitz Haus Brünninghausen sprichwörtlich auf der Steinkohle. Bereits Caspar von Romberg (1575–1641) begann an der Peripherie von Haus Brünninghausen im frühen 17. Jahrhundert die oberflächennahe Steinkohle abzubauen. Die Rombergs entwickelten sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einem der größten Bergwerksbesitzer im Ruhrgebiet. Sie betrieben zunächst Stollenbergbau und gingen dann angesichts fortschreitender Industrialisierung mit großen Investitionen zum Tiefbau über. Früh setzten sie dort die Newcomen'sche Dampfmaschine zur Entwässerung ein.

Die mit dem Bergbau verbundene Umweltverschmutzung und die auftretenden Bergschäden ließ die Familie später von Förderern des Bergbaus zu Kritikern werden. Hier liegt auch der Grund für den Umzug der Familie nach Schloss Buldern.

Auch geschickte Heiratspolitik zeichnete die Familie aus. Durch die Verbindung von Caspar von Romberg mit Anna Theodora von Viermund gelangte deren gemeinsamer Sohn Conrad Philipp in den Besitz des Schlosses Bladenhorst im Amt Castrop. Ebenso erwarb Conrad Philipp die Adelssitze Haus Colvenburg bei Billerbeck, Haus Dönhoff bei Wengern und Haus Wiesche in Bochum.

Die Rombergs waren Patronatsherren der Kirche in Wellinghofen.

Mitglieder der Familie taten auch in der Verwaltung und Politik ihren Dienst. Gisbert von Romberg I. war während der französischen Herrschaft Präfekt des Ruhrdepartements.

Vom 19. Jahrhundert bis zur Bodenreform 1945 besaßen die Freiherren von Romberg auch Begüterungen im Land Ruppin und bildeten dort auch eigene Familienlinie heraus.

In Brünninghausen befindet sich heute noch südlich des Torhauses der botanische Garten Rombergpark, in Hacheney das städtische „Gisbert-von-Romberg-Kolleg“ mit den Fachbereichen Soziales, Ernährung und Hauswirtschaft sowie Nahrung und Gastgewerbe.

Ehrenritter des Johanniterordens
Folgende Einträge finden sich zur Familie Romberg als Ehrenritter des Johanniterordens:[11]

Nr. 463 Max Conrad Joseph Freiherr von Romberg, Majoratsbesitzer, Mitglied des Herrenhauses, auf Schloß Gerdauen, Kreis Gerdauen, Eintrag 04.04.1859
Nr. 1083 Leonhardt Gottfried Freiherr von Romberg, Rittmeister a. D., Kammerherr Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Prinzessin Friedrich von Hessen, auf Zaatzke bei Wittstock, Eintrag 12.03.1866
Nr. 3255 Wilhelm Freiherr von Romberg, Oberst und Commandeur des Füsilier-Regiments Graf Roon (Ostpreußisches) Nr. 33., Eintrag 10.03.1890
Nr. 6742 Wilhelm Freiherr von Romberg, Hauptmann und Kompagniechef im Königin Augusta Gardegrenadierregiment Nr. 4., Eintrag 19.08.1913



Schloss Brünninghausen war ein Wasserschloss in Dortmund. Der Besitz gehörte im 13. Jahrhundert den Herren von Brünninghausen.
Die Familie Nordkerke ließ im Jahr 1300 eine Wasserburg errichten. Dietrich Notkerke, Nachfahre der Familie von Brünninghausen, verließ im 14. Jahrhundert das alte Dorf und wählte diese Stelle als seinen Wohnsitz. Neben dem eigentlichen Schloss gehörten zahlreiche Kotten und Höfe in Barop, Hacheney, Wellinghofen, Kleinholthausen und Lücklemberg zum Besitz. Auch umfangreicher Waldbesitz an den Nordhängen des Ardeygebirges gehörte zu Schloss Brünninghausen.

Durch Heirat kam das Anwesen 1483 in den Besitz eines Zweiges der Familie Rodenberg, der sich später von Romberg nannte. Conrad von Romberg ersetzte 1560 bis 1571 die verfallene Wasserburg durch eine neue Anlage mit jeweils einem Turm an der Nordwest- und an der Südostecke. Im Jahre 1681 ließ Conrad Philipp von Romberg die Burg erneuern und das Torhaus errichten.

Im 19. Jahrhundert gehörten den Rombergs viele Bergwerke im Ruhrgebiet. Zwischen 1820 und 1830 konnte Gisbert Christian Friedrich von Romberg einen aufwändigen Umbau der alten Burganlage zu einem klassizistischen Schloss realisieren, nachdem er besonders durch das Engagement der Familie im Bergbau zu Reichtum und politischem Einfluss gelangt war. Die alte Burg wurde vermutlich in die Schlossanlage integriert. Zum Schloss gehört ein im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegter Schlosspark, der heutige Rombergpark. Bekannt wurde Schloss Brünnighausen als Wohnsitz des Lebemanns Baron Gisbert II. von Romberg (1839–1897), der als Vorlage der Romanfigur des Tollen Bomberg gilt. Ihm wurde von Familienmitgliedern wegen Trunkenheit und Verschwendungssucht der Prozess gemacht. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 wurde in Brünninghausen ein Lazarett für Kriegsverwundete eingerichtet.

Christoph Ernst Friedrich von Forcade de Biaix (1821–1891) erwarb 1873[1] das Gut zusammen mit seiner Ehefrau Isabella Freiin von Romberg (1836–1909), wo er am 18. Juli 1891 gestorben ist. Clemens von Romberg-Brünninghausen (1863–1923) zog 1904 nach Schloss Buldern im westfälischen Buldern um. Im Anschluss daran stand das Haus leer und zum Verkauf. Die Stadt Dortmund erwarb die Anlage 1927 von Gisbert III. von Romberg (1888–1952). Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss bei einem Bombenangriff auf das Hoesch-Gelände 1945 zerstört. Die Gräfte wurde mit Schutt verfüllt, während Steine aus den Mauern des Schlosses im Tierpark verwendet wurden.
 
VON ROMBERG, Konrad (I45874)
 
5477 von Schaffhausen
Kaufmann „zum Luft“, 1479 Vogt zu Neuhausen, 1499 am Stadtgericht, 1501 Großrat; 1505 Vogtrichter, 1512 Schmied und Zunftmeister zur Schmieden, Pfleger der St. Sebastian-Bruderschaft, Ratsherr, 1517-1532 Bürgermeister zu Basel, 1525 Mitglied der Fünf (Schiedsgericht); fördert die Einführung der Reformation, trägt den Namenszusatz „mit den Wecken/Weggen“, gehört zu den reichsten Bürgern seiner Zeit, 1528 Kauf der Höfe Haslach und die Vorgtei vom Kloster St. Agnes, 1529 Kauf des Dorfes Buch (SH), verkauft Vogtei an Buch umgehend an die Stadt Schaffhausen 
PEYER MIT DEM WECKEN, Hans (I1375)
 
5478 von Schönebeck, früher auch Schönbeck, ist der Name einer ursprünglich altmärkischen Patrizier- und Adelsfamilie, die seit dem 15. Jahrhundert in Stendal nachgewiesen ist.[1] Eine vermutlich polnische Nebenlinie ist das Geschlecht Szembek.

Der Ursprung dieser Familie (Schönebeck = niederdt. Schönbach) ist unbekannt. Der Name tritt in verschiedenen Teilen Deutschlands öfter auf. Nach Hellbach (1826) erbaute sie den Vorgängerbau von Schloss Groß Schönebeck in der Schorfheide und gründete das 1223 erstmals erwähnte Städtchen Schönebeck im Magdeburgischen. Nach Götze (1873) leitete sie hingegen wie viele Stendaler Familien ihren Namen von umliegenden Herkunftsorten ab.[2]

Nach den Aufzeichnungen (1643) des Dominikaners Szymon Okolski (1560–1653)[3] wurde bereits Gerlach Schönbegk von Karl dem Großen zu Aachen wegen seiner Verdienste im Kampf gegen die Sachsen geadelt. Als Gerlachs Nachkommen nennt Okolski Heinrich und Friedrich Schönbegk, deren Adelsprivilegien er wörtlich wiedergibt, das eine von Kaiser Heinrich VII., Florenz den 8. Februar 1313, das andere von Kaiser Karl IV., Prag den 5. September 1355. In der Urkunde von 1313 heißt es, dass „der Edle Heinrich von Schonbegk“ (Nobilis Henricus de Schonbegk), obgleich seine Vorfahren schon seit 500 Jahren durch die Kaiser „mit Titel, und Wappen und militärischer Ausrüstung“ ausgezeichnet worden seien, aus besonderer Gunst und wegen seiner Verdienste in den Ritterstand erhoben wird (insignitum & in Equitem creatum). Okolski gibt dann die Stammreihe der Familie ab Peter (I) Schönbegk an, der Rat am Hofe Maximilians I. in Tirol war und mit Margaretha von Schleinitz verheiratet war. Seine vier Söhne Peter (II), Heinrich, Eduard und Bartholomäus (I) lebten laut Okolski in verschiedenen Ländern. Von ihnen ging Peter (II) nach Danzig, Heinrich blieb in Tirol, Eduard zog in die brandenburgische Heimat zurück, und Bartholomäus (I) war Anfang des 16. Jahrhunderts Hauptmann (rothmagister) in Stendal, wo er die Söhne Bartholomäus (II) und Heinrich zeugte. Bartholomäus (II) wurde laut Okolski Stammvater der polnischen Linie (Szembek). Heinrich war 1562 unter den Edelleuten, die Kurfürst Joachim II. zur Krönung Kaiser Maximilians II. nach Frankfurt am Main begleiteten.[4]

Johann Friedrich Gauhe nennt die Familie „Schönbeck“ in seinem Genealogisch-historischen Adelslexikon (1719): „Eines der ältesten und ansehnlichsten Adelichen Häuser in der Marck Brandenburg.“ Diese Darstellung wurde in Zedlers Lexikon (1742) übernommen. Die Abstammung der zahlreichen heutigen Nachkommen ist urkundlich belegbar nur bis Jakob (I) Schönbeck, welcher um 1455 geboren und 1529 auf dem Friedhof des Stendaler Doms begraben wurde. Er war der Urgroßvater von Bartholomäus Schönebeck (IV). Das genaue Verwandtschaftsverhältnis der Linie von Jakob (I) zu der des etwa gleichaltrigen, von Okolski genannten Peter Schönbegk konnte bisher nicht erwiesen werden.

Die Schönebeck führten im Mittelalter und auch später wie viele Adelsfamilien, darunter die mit ihnen verwandten Goldbeck oder die Bismarck, meist kein Adelsprädikat „von“. Zahlreiche eheliche Verbindungen mit Familien der Ritterschaft sind ein Zeichen dafür, dass sie als dem gleichen Stand angehörig betrachtet wurden.[5] So heiratete Anna, eine Tochter von Claus Schönebeck, um 1530 in Stendal Heinrich (II) von Klötze aus einem kleinen und armen Adelsgeschlecht, das auf Klötze im Altmarkkreis Salzwedel zurückzuführen ist und 1629 ausstarb. Weitere eheliche Verbindungen bestanden zu den Familien von Goldbeck und von Krusemark.

Spätere Adelslexika wie Ledebur (1865), Kneschke (1868) und Siebmachers Wappenbuch (1878) übergingen die bei Okolski genannten Urkunden und beschränkten sich bei der Datierung des Adels auf die Aufnahme von Carl von Schönbeck und seinen Nachkommen in den Reichsadel am 1. März 1686, die vom Kurfürsten von Brandenburg am 26. Januar 1691 bestätigt wurde.[6]

Die Schönebeck waren seit dem 16. Jahrhundert als Kaufleute und Ratsherrn in Stendal tätig. In den bis 1233 zurückreichenden Listen der Ratmänner in Stendal ist Claus (I) Schönebeck (ca. 1470 – ca. 1542) 1511 das erste Mitglied der Familie im Rat.[7] 1543 nahm das Kapitel von St. Nikolaus in Stendal Stephan Schönebeck als neuen Kämmerer des Stifts an.[8] Der letzte Schönebeck, der dem Stendaler Rat angehörte, war Benedikt Schönebeck (1597–1665). Um die Mitte des 17. Jahrhunderts gab die Familie die Kaufmannstätigkeit auf und bekleidete fortan höhere Beamtenstellen im brandenburgisch-preußischen Staat. Im 18. Jahrhundert erlosch die altmärkische Linie im Mannesstamm.

In der Neumark auf Cammin, Dölzig, Mohrin und Ringenwalde nördlich von Küstrin ist spätestens seit 1540 ein adliges Geschlecht von Schönbeck nachweisbar,[9] von dem von Hellbach und Kneschke u. a. wegen der Ähnlichkeit des Wappens angenommen wird, dass es mit der altmärkischen Familie verwandt ist. Aus dieser Sippe war Claus von Schönbeck Hofmarschall des Markgrafen Johann. Nach Siebmacher (1703) war ein Zweig in Pommern ansässig. Im 19. Jahrhundert starb die neumärkische Linie aus. 
VON SCHOENENBECK, Kurt Friedrich (I22145)
 
5479 Von seinem Hausmeier Ebroin 673 zum König ausgerufen, unterlag Theuderich seinem Bruder Childerich II. aus Austrasien, wurde geschoren und in die Abtei Saint-Denis verbannt. Nach Childerichs Tod 675 wurde er wieder eingesetzt, die Herrschaft hatten aber die Hausmeier inne. Nach dem Tod Dagoberts II. von Austrasien und Ebroins wurde unter Theuderich erstmals seit langem das ganze Frankenreich wieder unter einem einzigen Herrscher vereint. In der Schlacht bei Tertry siegte der austrische Hausmeier Pippin entscheidend, war dadurch Hausmeier aller Reichsteile und wurde als princeps francorum mächtigster Mann. Er nahm Theuderich in eine Art Geiselhaft, behielt aber der Form halber das merowingische Königtum bei. Theuderich lebte bedeutungslos bis an sein Lebensende in Neustrien. Er wurde in Arras in der Kirche Saint-Vaast begraben. Nachfolger als König wurde sein ältester Sohn Chlodwig III. VON NEUSTRIEN, Theuderich III. (I18390)
 
5480 Von seinem Vater erbte Wilfried die Grafschaft Besalú, während Cerdanya und Conflent an seinen älteren Bruder Sunifred II. gingen. Im Jahr 951 war Wilfried zusammen mit dem Abt der neugegründeten Abtei Sant Pere von Camprodon nach Rom gereist, um die Neugründung von Papst Agapitus II. bestätigen zu lassen. Auf ihrem Rückweg waren sie an den Hof König Ludwigs IV. in Reims gezogen, welcher die Abtei am 3. Februar 952 mit einigen Privilegien ausstattete.[1] Wilfried ist damit überhaupt der letzte katalanische Graf, dessen Präsenz am fränkischen Königshof urkundlich bezeugt ist.

Im Jahr 957 wurde Wilfried von eigenen Vasallen ermordet; Besalú wurde von seinem Bruder Sunifred II. übernommen. 
(BESALÚ), Wilfried II. (I52369)
 
5481 Von seinem Vater Lionel Nathan Rothschild (1808–1879) erbte er den österreichischen Freiherrentitel Baron de Rothschild, der 1822 seinem Großvater Nathan Mayer Rothschild (1777–1836) verliehen worden war.

Beim Tod seines Onkels Anthony de Rothschild (1810–1876) erbte er den britischen Titel Baronet, of Grosvenor-place in the County of Middlesex, der diesem 1847 mit einer entsprechenden Erbregelung zugunsten seiner Neffen verliehen worden war.

Am 29. Juni 1885 wurde ihm die erbliche britische Peerswürde eines Baron Rothschild verliehen und erhielt dadurch einen Sitz im House of Lords. Nathan Mayer Rothschild war das erste jüdische Mitglied des britischen Oberhauses; im Gegensatz zu Benjamin Disraeli war er nicht zum Christentum übergetreten.

Bankier
Nathan Mayer Rothschild trat in die Bank seines Großvaters Nathan Mayer Rothschild (1777–1836), „N M Rothschild & Sons“, ein und wurde nach dem Tod des Vaters 1879 selbst deren Inhaber. Er vergab Risikokapital an private Unternehmen und Kredite an die Regierungen der USA, Russlands und Österreichs. Die russische Anleihe des Großvaters von 1822, die bis 1917 gültig war, gilt als erste europäische Anleihe, da sie in den jeweiligen Länderwährungen in London, Frankfurt, Paris, Wien und St. Petersburg gewechselt und deren Dividende dort kassiert werden konnte.

Über die Finanzbeteiligung der Rothschilds am Sueskanal befreundete sich der Baron mit Benjamin Disraeli.

Der Baron finanzierte Cecil Rhodes bei dessen Entwicklung der Britischen Südafrika-Gesellschaft und De Beers. Nach dessen Tod 1902 verwaltete er das Vermögen und begründete damit das Rhodes-Stipendium an der University of Oxford.

Am 22. August 1902 wurde er als Knight Grand Cross in den Royal Victorian Order aufgenommen.[1]

Abgeordneter und Glauben
Von 1865 bis 1889 war er Abgeordneter des House of Commons. Der Baron war die treibende Kraft hinter der Abspaltung der Liberalen Unionisten von der Liberal Party 1886.

Fast 40 Jahre, zwischen 1877 und 1915, stand er als Präsident der United Synagogue vor, die sich an Tora und Halacha orientiert. Er finanzierte privat die Ausreise von Mendel Beilis nach der Beilis-Affäre von 1913 aus dem russischen Zarenreich. Sein Sohn Walter Rothschild nahm als konservativer Abgeordneter 1917 von Arthur Balfour die sogenannte Balfour-Deklaration entgegen, die der Gründung des Staates Israels vorausging.

Literatur 
DE ROTHSCHILD, Nathan Mayer (I55772)
 
5482 Von seinem Vater wurde Sancho 1063 nach Saragossa befohlen, um den dortigen maurischen Herrscher im Kampf gegen König Ramiro I. von Aragón zu unterstützen, der in der Schlacht von Graus getötet wurde. Sancho war der älteste Sohn des Vaters, soll aber in der väterlichen Zuneigung gegenüber dem jüngeren Alfons zurückgestanden haben, weshalb dieser bei der väterlichen Erbteilung auch das wesentlich größere Erbe der Mutter, das Königreich León, erhielt. Sancho hingegen bekam die vergleichsweise kleinere Grafschaft Kastilien, für die er allerdings mit allen Regalien eines Königs ausgestattet wurde. Im Jahr 1068 stand er im „Krieg der drei Sanchos“ den Königen Sancho IV. von Navarra und Sancho Ramírez von Aragón gegenüber und konnte Álava erobern. (KASTILIEN, Sanco II. (I37741)
 
5483 Von seiner Mutter erbte er 1093 die Grafschaft Bar und die Vogtei von Saint-Mihiel. Im Jahr 1096 wurde er von Bischof Richer von Verdun mit der Grafschaft Verdun beliehen. Im selben Jahr wollte Dietrich am Ersten Kreuzzug teilnehmen, verblieb wegen einer Erkrankung jedoch in seiner Heimat. Er gründete dafür die Klöster von Biblisheim und Walbourg. 1102 schrieb Dietrich sein Testament auf der Burg von Altkirch und starb wenig später. Bestattet wurde er in der Kathedrale von Autun.

Dietrich war verheiratet mit Ermentrude von Burgund, einer Tochter des Grafen Wilhelm I. von Burgund. Seine Frau brachte ihm die Grafschaft Mömpelgard in die Ehe, als Witwe gründete sie das Kloster Froidefontaine. Ihre Kinder waren: 
VON MOUSSON, Dietrich I. (I37665)
 
5484 Von seiner Regierung ist nur wenig bekannt, lediglich, dass er 1071 Richilde von Hennegau, die Witwe Balduins VI. von Flandern und Mutter Arnulfs III. vergebens gegen die Usurpation ihres Schwagers Robert der Friese unterstützte. Eine halbe Generation später heiratete seine Tochter Ida Arnulfs Bruder Balduin II. von Hennegau.

Er heiratete Adelheid, die Tochter des Grafen Eberhard in der Betuwe und von Teisterbant, und spätere Gründerin des Klosters Affligem. Ihre Kinder waren:

Heinrich III († 1095), Graf von Löwen und Brüssel, Landgraf von Brabant ab 1085/86.
Gottfried I. (* 1060; † 1139), Graf von Löwen und Brüssel, Landgraf von Brabant und Herzog von Niederlothringen.
Adalbero († 1128), Bischof von Lüttich
Ida (* 1077; † 1107/1139), ⚭ 1084 Balduin II., Graf von Hennegau († 1098) 
VON LÖWEN, Heinrich II. ´der Gegürtete` (I17073)
 
5485 Von seiner Regierung ist nur wenig bekannt, lediglich, dass er 1071 Richilde von Hennegau, die Witwe Balduins VI. von Flandern und Mutter Arnulfs III. vergebens gegen die Usurpation ihres Schwagers Robert der Friese unterstützte. Eine halbe Generation später heiratete seine Tochter Ida Arnulfs Bruder Balduin II. von Hennegau. (LÖWEN), Heinrich II. der Gegürtete (I40926)
 
5486 Von seiner Tätigkeit als Herzog ist nichts bekannt, tatsächlich wird seine Existenz auch nur im Salzburger Verbrüderungsbuch dokumentiert, wo er als unverheiratet verzeichnet ist. Andererseits wird ihm eine Ehefrau Imma († um 750) zugeordnet, die ihn zum Vater eines Grimoald und der Swanahild machte, der späteren Ehefrau Karl Martells. Da Swanahilde († nach 743, begraben in der Abtei Chelles) mit Sicherheit die Nichte Herzog Odilos (Herzog 739–748) war, hätte dies zur Folge, dass Odilo wiederum ein Bruder oder Schwager Tassilos gewesen sein müsste.  GESCHLECHT DER AGIOLFINGER, Tassilo II. (I18358)
 
5487 von St. Gallen HENKING, Anton (I49144)
 
5488 von St. Gallen. Sohn des Hektor und der Magdalena Rainsberg. Im Dreissigjährigen Krieg stand Z. 1618-20 im Dienst des Hzg. von Savoyen, danach diente er dem Kurfürsten Friedrich V. von der Pfalz und 1622-24 Hzg. Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel. Zurück in St. Gallen war er 1624-25 Stadthauptmann. 1629 stellte er sich in den Dienst von Kg. Christian IV. von Dänemark und spätestens ab 1631 war er Oberst und Feldzeugmeister in der schwed. Armee. ZOLLIKOFER, Hans Ludwig (I30141)
 
5489 von Verona
Kaiser LUDWIG DER FROMME ernannte ihn zum Nachfolger des auf der Reichsversammlung in Aachen im Februar 828 abgesetzten Markgrafen BALDERICH VON FRIAUL; dem Versagen bei der Abwehr des verheerenden Einfalls ORMUTAGS und seiner BLGAREN in PANNONIEN im Sommer 827 vorgeworfen wurde.
Allerdings wurde BALDERICHS große Mark gleichzeitig in vier Grafschaften aufgeteilt: FRIAUL mit Istrien, KARNATANIEN, KRAIN mit Liburnien (fränkisches Kroatien), und SAVIEN ...
Eberhard war hochgebildet und war mit HRABANUS MAURUS, HINKMAR VON RAIMS und HARTGAR VON LÜTTICH befreundet.
Er gründete die ABTEI CYSOING bei Lille, in der er und seine Frau auch beerdigt wurden.

836 gab Ludwig der Fromme seiner Tochter Gisela und ihrem Ehemann Eberhard von Friaul die Ortschaften Ascq, Flers und Gruson[2] als Mitgift.

Zusammen mit ihrem Ehemann gründete Gisela die Abtei Sainte-Calixte de Cysoing.[3] Gemeinsam orientierten sie sich auch als Laien an geistigen Werten und folgten dabei dem Vorbild des Hofes Karls des Großen.

„Die Ehe Gislas, der jüngsten Tochter Ludwigs, stellte einen völlig anderen, für eine Karolingerin im Grunde genommen neuen Ehetypus dar. Ihr Gatte, Eberhard von Friaul, stand zwischen dem Kaiser und dessen aufständischem Sohn Lothar. Er sollte durch die Ehe mit der Kaisertochter eher als Verbündeter gewonnen, denn als Günstling belohnt werden. Daß er darum auch Forderungen stellen konnte, liegt auf der Hand. Deshalb brachte auch die Verschwägerung mit einer Karolingerin seiner Sippe einen ungewöhnlichen Aufstieg. Gisela war jene Karolingerin, deren Sohn als erster von mehreren Karolingern der weiblichen Linien König von Italien wurde. Die Ehe Giselas leitete eine Entwicklung ein, die sonst erst in der nächsten Generation zu beobachten ist.

Mit der der Tochter Judith setzte der Aufstieg der Unruochinger ein. Die Ehe der jüngsten Ludwig-Tochter war kein einseitiger Gunstbeweis des Kaisers. Als Eberhard Gisela heiratete, suchte er einen Verbündeten gegen seine Söhne. Der Gemahl Giselas war vielleicht schon 828 Markgraf von Friaul geworden. Er stand anscheinend sowohl zu Lothar, als auch zu Ludwig in guten Beziehungen. Durch die Ehe mit Gisela sollte er vielleicht ganz auf die Seite Ludwigs gezogen werden, möglicherweise auch als Vermittler zwischen Vater und Sohn fungieren.“
 
VON FRANKEN, Gisela (I10448)
 
5490 vonFreienstein

Hochfreiengeschlecht des 12.-13. Jh. mit Besitz im Zürcher Unterland (u.a. vermutlich Burg im Riet bei Niederhasli, Kirchensatz und Güter in Niederhasli, ab 1254 Burg und Grundbesitz in F., Eigengüter und Lehen in Rorbas). Zur Fam. gehörte vielleicht jener Eglolf, der 1102 für Berchtold II. von Zähringen als Zeuge fungierte, und ein anderer Eglolf, der 1152 Zeuge für Berchtold IV. von Zähringen war. Ein dritter und ein vierter Eglolf sind 1188-1219 und 1236-59 bezeugt; sie scheinen zur Umgebung der Frh. von Regensberg gehört zu haben. Ita (1248 erw.), Tochter des 1236-59 bezeugten Eglolf, ehelichte den Stadtzürcher Ritter Konrad Judemann. Eine andere Tochter, die 1259 genannte Adelheid, heiratete Beringer von Landenberg. Ein 1250-75 bezeugter Eglolf (​vor 27.1.1282), ebenfalls Sohn des 1236-59 genannten Eglolf, war Gatte der Hellwig, Tochter Konrads von Tengen. Letztere dürfte die Güter in Rorbas und F. in die Ehe gebracht haben. Die Bezeichnung "von F." erscheint ab 1275; im selben Jahr wurde die Burg castrum novum Vriiestein genannt (die alte Burg F. stand vielleicht oberhalb der Kirche Rorbas). Heinrich II. und Heinzeli (1325), Söhne von Heinrich I. (erw. 1282-1328) und Mechtild, sind die letzten bekannten Vertreter des Geschlechts. Heinrichs I. Bruder Johann (erw. 1282-1314, ​vor 17.12.1316) ehelichte Katharina (Witwe oder Tochter Hermanns des Jüngeren von Landenberg); 1311 werden Rudolf Mülner und dessen Sohn Gottfried als seine Oheime bezeichnet. Die 1282 erw. Hedwig war eine Schwester der Brüder Heinrich und Johann. Die Geschwister dürften Nachkommen des 1250-75 bezeugten Eglolf gewesen sein. Sie begannen um 1300 aus einer offensichtl. Notlage heraus mit der Liquidation des Familienbesitzes; die Herrenstellung ging in dieser Zeit verloren. Gründe des Niedergangs waren vermutlich die Heiraten in den Ritteradel, die Anlehnung an die Regensberger und die fehlenden Verbindungen zu den Habsburgern. ― Mit den in den 1280er Jahren als österr. Pfandempfänger auftretenden Niederadligen von Hasli besteht keine genealog. Verknüpfung.

Quellen und Literatur 
VON HASLI-FREIENSTEIN, Egelof V. (I8015)
 
5491 vonTengen
Version vom: 22.07.2011
Autorin/Autor: Peter Niederhäuser
Zuerst Freiherren-, ab 1422 Grafengeschlecht im schweizerisch-süddeutschen Raum. Erstmals wird ein Gerold von Tengen 1080 im Umfeld der Grafen von Nellenburg erwähnt. Ab dem 12. Jahrhundert als Hochfreie (nobiles) bezeichnet, finden sich im 13. Jahrhundert Angehörige der von Tengen im Gefolge der Grafen von Kyburg. Die frühen genealogischen Zusammenhänge sind ebenso offen wie der Bezug zur Burg Tengen im nördlichen Hegau. Die 1249 erstmals erwähnte Burg ging bereits um 1300 teilweise an die Grafen von Habsburg über.

Die bis ins 14. Jahrhundert lückenhafte und einseitige Überlieferung erweckt den Eindruck eines eigentlichen Ausverkaufs aller gehaltenen Güter. Demgegenüber ist aber festzuhalten, dass die Freiherren lange über einen umfangreichen, weit gestreuten Besitz verfügten und ihren Rang – ablesbar am Konnubium unter anderem mit den Freiherren von Krenkingen und von Eschenbach – bis ins ausgehende Mittelalter wahrten. Als Zentrum und Bindeglied ihrer Herrschaft gewann Eglisau mit der Burg als Wohnsitz der von Tengen, dem Städtchen und der Rheinbrücke besondere Bedeutung.

Noch im 14. Jahrhundert erstreckten sich die Herrschaftsrechte von der Burg und dem Städtchen Tengen bis an den Zürichsee. Zunehmende Verkäufe weisen allerdings auf den Substanzverlust hin und führten zu einer Konzentration der insgesamt lockeren Herrschaft auf die Region Eglisau. Auch in politischer Hinsicht bleiben die Freiherren wenig fassbar: Im Umfeld der Habsburger nur sporadisch anzutreffen, standen die von Tengen eher in Kontakt mit den Königen aus dem Haus Luxemburg sowie den benachbarten Städten Zürich und Schaffhausen. So belehnte Kaiser Karl IV. Johann von Tengen 1359 mit dem hohen Gericht in Eglisau und 1434 gewährte Kaiser Sigismund den Landgrafen das Privilegium de non evocando, die damit die Befreiung von der königlichen Gerichtshoheit erlangten.

Dank der Heirat von Johann mit Margrethe von Nellenburg kam die Familie 1422 in den Besitz der Landgrafschaft Nellenburg, wurde in den Grafenstand erhoben und erlebte eine kurze Blütezeit. Um 1460 verkauften die Grafen jedoch Eglisau an die Freiherren Gradner und bis spätestens 1465 die Landgrafschaft an Erzherzog Sigismund von Habsburg. Danach zogen sie sich nach Tengen im Hegau zurück. Zwischen Habsburg wie auch Zürich und Schaffhausen lavierend, veräusserte schliesslich 1522 der verschuldete Graf Christoph (1539) den Stammsitz an das Haus Habsburg. Mit seinen Kindern starb die Familie 1591 in der Nähe von Horb am Neckar aus. 
VON TENGEN, N. (I46171)
 
5492 vor 1375, 1.8.1433 Basel (Kartause). Sohn des Jakob (->). ​1) 1395 Agnes von Eptingen (1430), 2) Sophia von Rotberg, Tochter des Hans Ludmann von Rotberg. Schwager von Konrad Zer Sunnen, Arnold von Rotberg und Bernhard von Rotberg. 1414-1427 und 1430-1433 Basler Ratsherr der Achtburger, 1414-1421 Siebner, 1427-1430 Oberstzunftmeister. Burkhard Zibol wirkte als Wohltäter und Gönner des Kartauserklosters, das seine Witwe neben dem Steinen- und dem Elisabethenkloster weiter unterstützte. Den von Zibols Vater als Familiensitz erworbenen Schalerhof am Rheinsprung verkaufte die Witwe an den Basler Rat, der das Haus zum Kollegium der 1460 gegründeten Universität machte. Mit Zibols Kindern starb das Geschlecht in Basel aus. ZIBOL, Burkhard (I42416)
 
5493 vor 1386, 1460 . Sohn des Türing I., Ritters. ​Margareta von Masmünster, aus einer Elsässer Familie. H. verteidigte 1415 die Burg Wildegg gegen die Berner. Später stand er im Dienst der Habsburger, u.a. 1422-23 als Hauptmann gegen die Hussiten. 1432 war er bischöfl.-strassburg. Vogt zu Rufach (Elsass), 1435 oberster Amtmann des Bf. von Konstanz, 1443 Hauptmann in Zürich. H., der ein Anhänger Habsburgs war, veräusserte 1433-37 seinen Besitz im Aargau.

Thüring II., der einer Elsässer Familie entstammte, war ein Sohn des in der Schlacht bei Sempach gefallenen Ritters Thüring I. (* um 1346; † 1386) und Katharina von Wolfurt (* um 1360; † um 1413). Offenbar über seine Mutter gelangte er an einigen Eigenbesitz im Elsass. Dort besass er im Sundgau in Thann und ab 1454 mit der Herrschaft Landser im Harthwald in althabsburgischem Gebiet Pfänder. Die habsburgische Niederlage bei Sempach am 9. Juli 1386 bedeutete für die Familie von Hallwyl einen Einschnitt, da gleich drei Familienmitglieder in der Schlacht fielen. Neben Thürings Vater kamen auch sein älterer Bruder Johannes IV. der Bastard von Hallwyl (* 1378/79; † 1386)[1] sowie sein Cousin Johannes V. (gen. Henslin) bei Sempach um.[2] Damit war Thüring nach 1386 der letzte Vertreter des Thüring'schen Familienzweigs. Im Zuge der Appenzellerkriege fielen zudem seine beiden Cousins Konrad 1405[3], der Sohn seines Onkels Rudolf II. (* vor 1354; † 1348) und Hans, der Sohn seines Onkels Johannes IV. († vor 1384).[4] Seit der Zeit um 1300 führte die Hallwyler den Marschalltitel, so auch Thüring II.; dieses Hofamt war mit einigem Prestige verbunden.

Durch seine 1413 eingegangene Ehe mit Margaretha von Masmünster (Munster) (* um 1390; † 1427) erhielt er weiteren Besitz im Elsass. Der Ehe entstammte sein einziger Sohn Thüring III. (* 1427; † 1469)[5][6] 
VON HALLWIL, Thüring II. ´der Ältere` (I32020)
 
5494 vor 1390, 1423. Sohn des Henmann, Ritters, Ratsherrn und Bürgermeisters von Basel. ​Ursula von Andlau, Witwe des Henmann von Efringen. Hans Ludmann von Rotberg kaufte 1417 von Junker Hermann Schaler den halben Teil und alle Rechte des Reichslehens Bamlach-Rheinweiler im Breisgau. Ab 1403 amtierte er als Bürgermeister von Basel. 1410 wurde er aus der Stadt verbannt und fungierte 1413 als Vogt zu Altkirch. 1417 wurde er begnadigt, kehrte nach Basel zurück und wirkte 1418 und 1420 erneut als Bürgermeister. VON ROTBERG, Hans Ludmann (I42412)
 
5495 vor 1400 St. Gallen, 30.4.1462 Nürnberg. ​Ursula Pirkheimer, Tochter des Lorenz, Kaufmanns, aus einer führenden Nürnberger Handelsfamilie. Obwohl in den Quellen bisweilen als Vetter von Hug (->) erwähnt, bleibt ungewiss, in welchem Verwandtschaftsverhältnis W. zu den übrigen Mitgliedern der Fam. stand. Er war als Vertreter einer Handelsgesellschaft 1418 in Breslau und 1419 in Nürnberg tätig. Ob es sich dabei bereits um die Diesbach-Watt-Gesellschaft handelt, die W. zusammen mit Hug und dem Berner Niklaus von Diesbach gegründet hat, ist unklar. Später siedelte W. nach Nürnberg über, wo er sich 1428 einbürgerte und den Nürnberger Zweig der Fam. begründete. Dort war er 1436-62 Mitglied des Gr. Rats. VON WATT, Peter (I29572)
 
5496 vor 1416 Schaffhausen, 1467/70 Schaffhausen, von Schaffhausen. Sohn des reichen Kaufmanns Conrad. ​1) Elisabetha Wallwiser, ehem. Leibeigene des Klosters Allerheiligen, 2) Anna Märgkin. Spätestens ab 1436 Schaffhauser Ratsmitglied (Kaufleutenstube), 1442-66 wiederholt Bürgermeister. Erfolgreicher Aussenpolitiker in der schwierigen Zeit vor und nach dem Bündnis Schaffhausens mit den Eidgenossen 1454, häufig Vermittler (z.B. im Alten Zürichkrieg) und Schiedsrichter. B. häufte ein beträchtl. Vermögen an und erwarb grösseren Besitz in und um Schaffhausen (u.a. 1463 Kauf von Dorf und Vogtei Büsingen). BATRTER, Heinrich (I36182)
 
5497 vor 1433, 1470 . Sohn des Hans Ludmann (->). Bruder des Arnold (->). ​1) Susanna Reich von Reichenstein, 2) Anna Clara von Randegg. 1434 kaufte Bernhard von Rotberg den zweiten Teil des Reichslehens Bamlach-Rheinweiler im Breisgau, dessen ersten Teil sein Vater 1417 gekauft hatte. 1449-1453 amtierte er als Bürgermeister von Basel. 1451-1452 führte er die Basler Delegation an die Kaiserkrönung Friedrichs III. in Rom an. Kaiser Friedrich bestätigte bei dieser Gelegenheit die Stadtfreiheiten. VON ROTBERG, Bernhard (I42410)
 
5498 vor 1460 Solothurn, 1517 Lyon, kath., von Solothurn. Sohn des Heinrich Burkhart, Krämers aus Bamberg (D), 1447 Bürgers von Solothurn. ​1) Barbara Kindelmann, von Bern (1502), 2) Elisabeth Jüngermann, von Basel. 1479 Jungrat, 1492-94 Gemeinmann, 1498 Seckelmeister, 1500-02 und 1512-17 (mit Unterbrüchen) Schultheiss. 1484-87 Vogt zu Bechburg, 1494-97 zu Gösgen. Militärführer und gewandter Diplomat, der Solothurn u.a. im Schwabenkrieg und in den Friedensverhandlungen wertvolle Dienste leistete. Teilnahme an den Mailänderkriegen und am Dijonerzug. Zurückhaltend während der Bauernunruhen 1513-14. Zum Verhängnis wurden ihm sein unbändiger Ehrgeiz, der ihn zuerst zum Anhänger Ks. Maximilians I., dann Frankreichs machte, und eine fast krankhafte Prozess-Sucht (seine Appellation am Reichskammergericht führte 1511 zum Einschreiten der eidg. Tagsatzung), die ihn sein Vermögen kostete und 1517 zur Flucht nach Frankreich zwang.

Quellen und Literatur 
BABENBERG, Daniel (I41646)
 
5499 vor 1461, 1513 Kloster Kappel. Sohn des Burkhard I. Bruder des Hans (->). ​Elsine von Hegi, Tochter des Hugo von Hegi. Wie sein Vetter Türing III. (vor 1437-69) als Anhänger Österreichs im Elsass aktiv, dort auch begütert. Nach der Verpfändung der habsburg. Vorlande an Burgund Annäherung an die Eidgenossen (1470 Burgrecht mit Bern und Solothurn). 1480 in franz. Diensten. 1495 Hofmeister des Bf. von Konstanz. Im Schwabenkrieg auf eidg. Seite. Nach 1504 Rückzug ins Kloster Kappel. VON HALLWIL, Walter (I31940)
 
5500 vor 1500 St. Gallen, 17.8.1542 St. Gallen, von St. Gallen. Vermutlich unehel. Sohn des Heinrich (->), und der Genoveva Sproll. Stud. an den Univ. Basel und Wien. 1521 Schulmeister seiner Vaterstadt. 1524 Mitglied der vierköpfigen Reformationskommission, ab 1525 Leser in der städt. Pfarrkirche St. Laurenzen, später auch Prediger daselbst, 1526 Eherichter. Z. trat als Wortführer der zwinglian. Reformation an Disputationen in St. Gallen, Baden, Bern und Basel auf. Als die Stadt St. Gallen vorübergehend das Münster besetzte, hielt er dort am 7.3.1529 vor über 3000 Zuhörenden die erste evang. Predigt. Mit seiner Forderung nach Kirchenzucht setzte er sich nur teilweise durch. 1533 führte Z. im ersten Kirchengesangbuch der ref. Schweiz die Traditionen des reformator. Liedguts zusammen. Er verfasste vermutlich auch die erste ref. St. Galler Liturgie. ZILI, Dominik (I30685)
 

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