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| 5201 | Theobald kämpfte am 4. Juli 1214 in der Schlacht von Bouvines auf Seiten des Kaisers Otto IV.; er wurde gefangen genommen, aber bald wieder befreit. 1216 unterstützte er Erard I., Graf von Brienne, in seinem Streit mit Theobald IV., Graf von Champagne, der wiederum König Philipp II., König Friedrich II. und Heinrich II., Graf von Bar, hinter sich hatte. Für Friedrich II., den Lehnsherrn Lothringens, war Theobalds Handeln eine Straftat, die er mit der Besetzung von Rosheim ahndete, das er selbst Theobalds Vater gegeben hatte. Theobald antwortete 1218, indem er Rosheim zurückeroberte und das Elsass verwüstete. Friedrich wiederum zögerte nicht, in Lothringen einzufallen und Nancy niederzubrennen, Theobalds Hauptstadt. Anschließend belagerte und eroberte er die Burg von Amance, in die Theobald sich geflüchtet hatte. Theobald wurde gefangen und gezwungen, seine Unterstützung für Erard von Brienne und mehrere Herrschaften aufzugeben, um die Freiheit zurückzuerhalten. Um das Jahr 1215 hatte er Gertrud, einziges Kind und Erbin von Graf Albert II. von Dagsburg, geheiratet. Aus dem Recht seiner Gattin wurde er Graf von Dagsburg und Metz. Die Ehe blieb kinderlos. Sein Nachfolger als Herzog von Lothringen wurde sein Bruder Matthäus II., während seine Witwe die Ehefrau seines Rivalen Theobald, Graf von Champagne, wurde. Da Theobald von Champagne aber nicht deren Grafschaften Dagsburg und Metz erhielt, verstieß er Gertrud bald wieder, die die Grafschaft Dagsburg durch dritte Ehe mit Simon von Leiningen an die Leininger brachte. Die Grafschaft Metz fiel an das Hochstift Metz. | (LOTHRINGEN), Theobald I. (I52178)
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| 5202 | Theobald wird in der Historia Francorum des Aimoin de Fleury erwähnt, der ihn mit dem Beinamen „filans stupas“ bezeichnete,[2] was so viel wie „Werghaupt“ in Bezug auf seine Haare bedeutet. Weiter berichtet Aimoin, dass Theobald den Königen Hugo Capet und Robert II. den Frommen als Waldhüter („Forestarius“[2]) diente. Wahrscheinlich um das Jahr 990 baute er die Burg auf dem Montemlethericum, mit der er die königliche Domäne gegen die benachbarten mächtigen Grafen von Blois absichern sollte. Theobalds Sohn und Erbe war Guido I.[ | DE MONTLHÉRY, Theobald (I52229)
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| 5203 | Theodo II. (* vor 665; † 15. Oktober um 717) war etwa in den Jahren von 680 bis 717 Herzog der Bajuwaren in Baiern. Herzog Theodo II. stammt aus dem Haus der Agilolfinger, wie es das bairische Stammesrecht, die Lex Baiuvariorum vorschrieb. Etwa seit Anfang des 8. Jahrhunderts war sein Sohn Theudebert Mitregent. Theodo teilte das Stammesherzogtum Baiern auf seine Söhne Theudebert, Theudebald, Tassilo und Grimoald auf. Mit Herzog Theodo II. beginnt die lückenlose Folge der bairischen Herrscher. | N., N. (I36724)
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| 5204 | Theodo II. ernannte ihn zusammen mit seinen Brüdern Theudebald, Theudebert und Tassilo II. zu Mitregenten. Nach dem Tod des Vaters im Jahr 718 und seiner Brüder Theudebald und Tassilo II. herrschte er als Mitregent seines Bruders Theudebert. Außerdem heiratete er Pilitrud, die Witwe seines verstorbenen Bruders Theudebald, vermutlich, um seine Machtposition zu sichern. Pilitrud wird als ausgesuchte Schönheit (adulterina dilectatione) bezeichnet und hatte wegen ihrer vornehmen Abstammung auch politische Bedeutung. Diese Ehe brachte ihn jedoch in Konflikt mit dem Missionar Korbinian, der die Ehe für unrechtmäßig erklärte und daraufhin nach Tirol fliehen musste. Als schließlich auch sein Bruder Theudebert im Jahr 724 verstarb, versuchte er, die Macht ganz an sich zu reißen und seinen Neffen Hugbert von der Herrschaft zu verdrängen. Hugbert floh daraufhin ins Frankenreich und bat den mächtigen Hausmeier des fränkischen Königs, Karl Martell, um Hilfe. Karl Martell rückte im folgenden Jahr (725) gegen das bairische Stammesherzogtum vor. Von Arbeo von Freising wird kein Zusammenhang zwischen dem Eingreifen fränkischer Truppen und der Ermordung Grimoalds hergestellt; vielleicht hat Hugbert ihn zusammen mit Hilfe einiger langobardischer Gegner (insidiatores) aus dem Weg räumen lassen. Den Preis, den er dafür hat zahlen müssen, war die Abtretung bairischer Gebiete in Südtirol an das Langobardenreich. | GESCHLECHT DER AGIOLFINGER, Grimoald (I18379)
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| 5205 | Theodor Gümbel, Die Geschichte der Prot. Kirche der Pfalz, Kaiserslautern 1885, S. 712. 1621/28 war Post auf dem Pädagogium in Herborn; ab 1629 (Matrikel der Hohen Schule Herborn am 7.4.1629, "Herbornensis; archidiaconus Herborn., postea pastor et professor ibid.") absolvierte er ein Studium der Rechtswissenschaft, dann der Theologie an der Hohen Schule in Herborn. 1633 wurde er Oberschulmeister (Leiter) der Lateinschule und 1634/35 Diakon in Dillenburg. Es folgte 1635/38 eine Anstellung als Pfarrer in Burbach (Siegerland), dann wurde er zweiter Pfarrer (1638) in Herborn und Professor der hebräischen Sprache (1643) an der Hohen Schule. Von 1646 bis zu seinem Tod war er erster Pfarrer in Herborn (Wikipedia). Leichenpredigt in Halle (Saale), Franckesche Stiftungen Bibliothek, Signatur 53 L 3. | POSTHIUS, Prof. Prof. Konrad (I12147)
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| 5206 | Theodor Gümbel, Die Geschichte der Prot. Kirche der Pfalz, Kaiserslautern 1885, S. 712. Diehl, Pfarrer- und Schulmeisterbuch Rheinhessen, 1928, S. 348/349. Studium in Herborn 1648 (Matrikel der Hohen Schule Herborn am 13.10.1648, "Herbornensis. pastor Umstadensis in Palatinatu"), Duisburg 1652 (Matrikel der Universität Duisburg am 1.7.1652, "Herbornensis Nassovius, ann. 18) und NL Groningen 1654. Veröffentlichung: Examen Theologicum Novae Methodi, Band 4, von Samuel Desmarets und Johann Friedrich Posthius, Verlag Nicolai, 1654. Konrektor in Herborn 1657/62 sowie Pfarrer und Inspector in Groß-Umstadt 1662/87. Pate in Heidelberg (Klosterkirche) am 29.4.1662 mit seiner "Hochzeiterin" Anna Margaretha Schuler. | POSTHIUS, Johann Friedrich (I12150)
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| 5207 | Theodor Hirsch: Friedrich der Jüngere oder Feiste, Markgraf von Brandenburg. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 7, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 480. ´der Jüngere`, auch ´der Fette`war Markgraf von Brandenburg und Herr der Altmark. Friedrich der Fette residierte in Tangermünde, Salzwedel und Arneburg und vernachlässigte die Regierungsgeschäfte dergestalt, dass sein Bruder 1459 militärisch gegen die Umtriebe im Land eingriff. Da Friedrich ohne männlichen Erben starb, fielen die Altmark und Prignitz wieder an Kurbrandenburg zurück, das noch bis 1470 von seinem älteren Bruder regiert wurde. | BRANDENBURG, von von Friedrich III \ der Jüngere ´der Fette` (I1524)
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| 5208 | Theodor Peltzer, Sohn des Kupfermeisters auf der Roderburgmühle Dietrich Peltzer (1609–1667), verzichtete zugunsten seines Bruders Peter auf den elterlichen Kupferhof und übernahm stattdessen im Gedautal im Gebiet des heutigen Naturschutzgebiets Tatternsteine einen bestehenden Kupferhof, der 1644 erstmals erwähnt und 1646 in einer Karte des Münsterländchens nachgewiesen ist. Inmitten grüner Umgebung vermittelt dieser Hof einen Eindruck von der ursprünglichen Abgeschiedenheit der meisten Hofanlagen früherer Zeiten und von den anfänglichen Verhältnissen in den heute dicht besiedelten Stolberger Tälern. Über Theodors Sohn Dietrich (* 1684) gelangte der Kupferhof an seinen Enkel Theodor Peltzer (1718–1757), der nach seinem frühen Tod neben seiner Witwe mindestens acht unmündige Kinder, zumeist Töchter, hinterließ. Dies führte in den Folgejahren zu wechselnden Zuständigkeiten auf dem Kupferhof, sowie wegen nachlassender Aufträge und ungünstiger Anbindung an das Oberzentrum in Stolberg zu einer gewissen Unrentabilität, so dass er schließlich verkauft werden musste. Daraufhin erwarb der Tuchfabrikant Franz Carl Nellessen die gesamte Hofanlage und richtete darin für seine Tuchfabrik Nellessen mit Hauptsitz in Aachen eine Werksfiliale ein. Er ließ die Betriebsräume als Spinnerei und Weberei umbauen und übernahm zudem die benachbarte Plätschmühle, die er als Spülmühle für die Tuchfärbung benutzte. Der Mühlengraben der Gedau schloss sich direkt an den Mühlengraben der Plätschmühle an, die zusätzliches Wasser noch aus dem Münsterbach/Inde erhielt, was zu einer schnelleren und bedarfsgerechten Stauung des Mühlenteiches führte. Das ursprüngliche Mauerwerk der alten Mühlengräben und des rechteckigen Mühlteiches sind bis heute erhalten geblieben, obwohl ab 1862 eine Dampfmaschine die Wasserkraft ersetzte. Die nunmehrige Tuchfabrik verblieb bis zur Stilllegung des Gesamtunternehmens im Jahr 1926 über fünf Generationen im Besitz der Familie Nellessen, bevor sie im Anschluss daran bis 1958 von der Familie Bartholomey als „Tuch- und Reißwollfabrik Bartholomey“ betrieben wurde. Nach einigen Jahren des Leerstandes wurde die Hofanlage Gedau zu einer komfortablen privaten Wohnanlage im Grünen umgebaut und als solche 1981 fertig gestellt. Anschließend erfolgte der Eintrag in die Denkmalliste der Stadt Stolberg. | PELTZER, Theodor (I24790)
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| 5209 | Theodora stammt aus der bedeutenden byzantinischen Adelsfamilie der Angeloi, die ihren Ursprung in Philadelphia im kleinasiatischen Lydien (heute Türkei) hat. Deren Aufstieg in die erste Reihe der byzantinischen Aristokratie begann mit Konstantin Angelos, der sich mit Theodora Komnene (* 1096), der jüngsten Tochter des byzantinischen Kaisers Alexios I. Komnenos vermählte. In der Folge übten seine Söhne und Enkel hohe zivile und militärische Ämter aus, wobei zwischen 1185 und 1204 drei Mitglieder der Familie: Isaak II. Angelos, Alexios III. Angelos und Alexios IV. Angelos den byzantinischen Kaiserthron bestiegen. In den auf Lateinisch verfassten mittelalterlichen Quellen wird Theodora lediglich als die „Enkelin des Königs der Griechen bzw. Griechenlands“, also eines byzantinischen Kaisers, genannt (Theodoram neptam regis Graecorum duxit uxorem, Theodoram neptem regis Grecie).[1] Dies führte zu verschiedenen Hypothesen durch Historiker zur Identität dieses Kaisers, entweder Isaak II. oder Alexios III..[2] Andere Quellen hingegen[3] übersetzten das lateinische neptis nicht mit dem klassischen Sinn von „Enkelkind“, sondern eher getreu dem mittelalterlichem Gebrauch als „Nichte“, bzw. „Großnichte“.[4] Der Byzantinist Andreas Rhoby hat die Lage inzwischen „zweifelsfrei“[5] geklärt:[6] wie schon vom griechischen Historiker Konstantinos Varzos in seinem Standardwerk über die Komnenen vorgeschlagen, ist Theodora die Tochter des Sebastokrators Isaak Komnenos Batatzes und der Anna Komnene Angelina, zweiten Tochter von Alexios III.[7] Theodora war übrigens auch so mit Leopold VI. entfernt verwandt, da beide in mütterlicher Linie von Kaiser Alexios Komnenos (1081–1118) abstammen. | (BYZANZ), Theodora Angela (I40245)
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| 5210 | Theodora stammte aus dem Haus der Komnenen, der am längsten regierenden byzantinischen Herrscherfamilie, die zwischen 1057 und 1185 sechs Kaiser von Byzanz und von 1204 bis 1461 die 23 Großkomnene (Μέγας Κομνηνός) des Kaiserreiches Trapezunt stellte. Sie war eine Tochter des Sebastokrators Andronikos Komnenos (* 1108; † im Herbst 1142) und damit Nichte des Kaisers Manuel I. Komnenos von Byzanz (1143–1180), Enkelin des Kaisers Johannes II. von Byzanz (1118–1143) und der Piroska von Ungarn sowie Urenkelin des Kaisers Alexios I. Komnenos von Byzanz (1081–1118). Ihre Mutter Eirene Aineiadissa entstammte einer alten byzantinischen Patrizierfamilie. Sie trat 1144 als Witwe in das Pantokratorkloster (heute Zeyrek-Moschee) in Konstantinopel ein, wo sie 1150/1151 verstarb.[1] Mit ihrem österreichischen Ehemann Heinrich II. Jasomirgott war Theodora verwandt, da beide in weiblicher Linie von Kaiser Heinrich III. (1046–1056) aus dem Haus der Salier abstammten. Jugend in Konstantinopel Theodora wuchs in Konstantinopel als Mitglied der kaiserlichen Familie im luxuriösen und kultivierten Umfeld des byzantinischen Hofes auf, der bis 1143 ihrem Großvater Johannes II. Komnenos, Kaiser des Byzantinischen Reiches, unterstand. Dieser war eine bedeutende Persönlichkeit, der seinen Beinamen „Kaloioannes“ (Johann der Schöne) keineswegs wegen seiner physischen Erscheinung, sondern wegen seines Charakters trug, denn nach Wilhelm von Tyrus war er klein, außergewöhnlich hässlich und von so dunkler Hautfarbe, dass man ihn den Mohren nannte. Er war jedoch für Byzanz ein seltenes Beispiel eines Herrschers, der Frömmigkeit, Anspruchslosigkeit, Integrität und Gerechtigkeit mit persönlichem Mut, Organisationstalent und strategischer Begabung verband, so dass er als der byzantinische „Mark Aurel“ bezeichnet wurde. Diese Eigenschaften übertrugen sich auf seine Politik und seine Hofhaltung und ermöglichten es dem Kaiserreich politisch und militärisch wieder zu erstarken und verlorene Territorien wieder zurückzuerobern. Sie prägten zweifellos auch die Jugendjahre Theodoras. Theodoras Vater Andronikos Komnenos war 1142 nach dem Tod seines älteren Bruders Alexios Komnenos († Sommer 1142) für wenige Tage Kronprinz von Byzanz, starb aber gleichfalls noch vor seinem Vater Kaiser Johannes II. im Herbst desselben Jahres. Damit stieg Theodoras Bruder Johannes Dukas Komnenos zum Kronprinzen auf. Dieser wurde jedoch wegen seiner Jugend von seinem Großvater Kaiser Johannes II. zugunsten von dessen hochbegabten jüngsten Sohn Manuel I. Komnenos übergangen, der als Kaiser von Byzanz (1143–1180) folgte. Theodora stand jedenfalls sehr nahe am byzantinischen Thron. Zweiter Kreuzzug Entscheidend für ihr weiteres Leben sollte der Zweite Kreuzzug (1147–1148) werden, zu dem – nach der Eroberung der Grafschaft Edessa 1144 durch Zengi, den Herrn von Mosul, und Aleppo – der berühmteste Prediger seiner Zeit, Bernhard von Clairvaux, am 31. März 1146 in Vézelay (Burgund) aufgerufen hatte. Im Heer, das mit dem römisch-deutschen König Konrad III. von Hohenstaufen Ende Mai 1147 von Regensburg aufbrach, befand sich auch der Halbbruder des Königs Heinrich II. Jasomirgott, Markgraf von Österreich, der seit 1143 als Heinrich XI. auch Herzog von Bayern war. In Konstantinopel kam es zu Begegnungen mit der kaiserlichen Familie, da König Konrad III. und Kaiser Manuel I. verschwägert waren (ihre Ehefrauen aus dem Haus der Grafen von Sulzbach waren Schwestern). Dabei verliebte sich Herzog Heinrich, der seit 1143 verwitwet war, in eine Nichte des Kaisers, die erst fünfzehnjährige Prinzessin Theodora. Die Romanze wurde jedoch von der Fortsetzung des Kreuzzuges – mit der vernichtenden Niederlage der Armee Konrads am 25. Oktober 1147 bei Doryläum (in Kleinasien, nahe dem heutigen Eskişehir (Türkei)) – unterbrochen. König Konrad und Herzog Heinrich überlebten mit etwa 2000 Mann und schlossen sich der nachfolgenden Armee von König Ludwig VII. von Frankreich an. König Konrad erkrankte jedoch im Winter 1147 beim Marsch nach Jerusalem in Ephesos und kehrte auf Einladung von Kaiser Manuel nach Konstantinopel zurück, wo dieser darauf bestand, ihn persönlich medizinisch zu behandeln. Während dieses Besuches wurde das Ehebündnis zwischen der Nichte des Kaisers – Theodora – und dem Halbbruder von König Konrad III. – Herzog Heinrich – vereinbart.[2] Neuerlich sollte die Fortsetzung des Kreuzzuges die Beziehung der beiden Verlobten unterbrechen. Statt Nur ad-Din, den Sohn Zengis und Herren von Aleppo, anzugreifen und die Grafschaft Edessa zurückzuerobern, folgte unter König Ludwig VII. von Frankreich und König Konrad III. ein wenig überlegter Versuch der Kreuzfahrer, Damaskus zu erobern, der am 28. Juli 1148 erfolglos abgebrochen werden musste. König Konrad beschloss daher die Heimkehr nach Deutschland, reiste mit seinem Hofstaat am 8. September 1148 von Akkon ab, machte jedoch auf Einladung von Kaiser Manuel I. in Konstantinopel Station, um dort Weihnachten zu feiern. Dort wurde mit großem Gepränge – wohl in der Hagia Sophia – die Vermählung von Theodora mit Herzog Heinrich Jasomirgott gefeiert. Bestürzte Byzantiner brachen jedoch in Tränen darüber aus, dass die liebreizende junge Prinzessin einem so barbarischen Schicksal ausgeliefert wurde – „dem Ungeheuer aus dem Westen als Opfer dargebracht“, wie der Hofdichter Johannes Prodromos voller Mitgefühl an ihre Mutter schrieb.[3] Die Hochzeit diente jedoch insbesondere auch der vollständigen Aussöhnung zwischen dem deutschen und dem byzantinischen Hof. Herzogin von Bayern, dann von Österreich Theodora und Heinrich II. reisten im Gefolge von König Konrad III. im Frühjahr 1149 von Konstantinopel ab. Als Herzog von Bayern residierte Heinrich II. mit seiner Frau Theodora vorwiegend in seiner bayrischen Residenzstadt Regensburg, wohl aber auch gelegentlich in Wien. In beiden Städten mag Theodora Heimweh nach der Weltstadt Konstantinopel empfunden haben, da es im Westen Europas keine Stadt gab, die sich auch nur entfernt an Größe, Architektur, Reichtum und Kultur mit ihrer Heimatstadt messen konnte. Im Leben des Herzogspaares ergab sich aus Gründen der Reichspolitik im Jahr 1156 eine entscheidende Wende: Friedrich I. Barbarossa, der 1155 zum Kaiser gekrönt worden war, beschloss, sich mit den Welfen durch die Rückgabe des Herzogtums Bayern wieder auszusöhnen. Es musste daher – möglichst schmerzfrei – seinem Onkel Herzog Heinrich II. Jasomirgott weggenommen werden. Das Konzept dieser Transaktion – die Herzog Heinrich mehrfach zu verhindern suchte – wurde in einer Urkunde des Kaisers, dem so genannten „Priviliegium Minus“ vom 17. September 1156, niedergelegt, das die Grundlage der österreichischen Eigenstaatlichkeit im Mittelalter darstellt. Demnach musste Herzog Heinrich II. Jasomirgott auf das Herzogtum Bayern verzichten, das sein jüngerer Bruder Leopold IV. von Österreich 1139 bis 1141 und er selbst 1143 bis 1156 regiert hatte, und es an Heinrich den Löwen übergeben. Dieser übergab seinerseits die Markgrafschaft Österreich an Heinrich, wobei diese zugleich in ein selbständiges Herzogtum Österreich erhoben und Heinrich durch besondere Privilegien entschädigt wurde. Dank dieser Sonderrechte wurde das Privilegium Minus gelegentlich als „Magna Charta“ des deutschen Territorialstaates bezeichnet.[4] Die rangmäßige Sonderstellung Theodoras als kaiserliche Prinzessin von Byzanz könnte bei folgenden Punkten eine Rolle gespielt haben: Die Belehnung mit dem Herzogtum Österreich erfolgt gemeinsam – nicht nur an Heinrich, sondern zugleich auch an Theodora. Die Erbfolge der Kinder ist nicht nur in männlicher, sondern auch in weiblicher Linie vorgesehen. Bei Kinderlosigkeit haben Heinrich und Theodora das Recht, das Herzogtum, wem immer sie wollen, zuzuwenden. Diese Rechte gingen weit über das im Reich Übliche hinaus, insbesondere die „libertas affectandi“, d. h. die freie Wahl eines Nachfolgers bei kinderlosem Tod, die in der damaligen Reichsverfassung einmalig war.[5] Theodora und Heinrich verließen daher 1156 ihre bisherige Residenz zu Regensburg und machten Wien zur Hauptstadt des neugeschaffenen Herzogtums Österreich. Da schon Regensburg für Theodora enttäuschend war, sah sich Herzog Heinrich II. veranlasst, Wien, den wohl nicht weniger enttäuschenden neuen Lebensmittelpunkt Theodoras, energisch aufzuwerten, was zweifellos unter ihrer Mitwirkung geschah. Dies war dringend erforderlich, da diese Stadt erst vor knapp zwei Jahrzehnten unter seinem Vater, Leopold III., dem Heiligen, an sein Haus gekommen war.[6] In Anlehnung an die hochentwickelte theologische und intellektuelle Tradition byzantinischer Klöster stiftete Heinrich 1155 in Wien das Schottenstift, d. h. die „Benediktinerabtei unserer Lieben Frau zu den Schotten“, als geistiges und wissenschaftliches Zentrum sowie als neue Grablege seiner Familie. Dieses Kloster hatte auch einen Bezug zur alten Residenzstadt in Bayern, da es mit irischen Mönchen aus dem Schottenkloster St. Jakob in Regensburg besiedelt wurde. Es wurde damals auf einem Hügel außerhalb der westlichen Stadtmauern Wiens an der alten Römerstraße, der heutigen Herrengasse, erbaut. Ihm wurden auch die ältesten Wiener Pfarrkirchen, die Ruprechtskirche und die Peterskirche sowie die Kirche Maria am Gestade, übertragen.[7] Um die römische Vergangenheit Wiens hervorzuheben, ging man, wie der Historiker Karl Lechner vermutet, noch einen Schritt weiter, indem die in der Stiftungsurkunde aus 1161 enthaltene lateinische Bezeichnung Wiens als „Favie“ mit Rücksicht auf Theodora ausgewählt wurde, um Wien mit dem Favianis der Vita Severini des Eugippius gleichzusetzen.[8] Dies sollte wohl auf die gemeinsamen österreichisch-byzantinischen Wurzeln im antiken Römischen Reich hinweisen. Tatsächlich lag jedoch Favianis nicht in Wien, sondern in der heutigen Stadt Mautern an der Donau. Die Übersiedlung nach Wien erforderte auch den Neubau einer dem Prestige einer byzantinischen Prinzessin entsprechenden Residenz, die am heutigen Platz „Am Hof“, nahe den alten westlichen – zum Teil noch römischen – Stadtmauern, errichtet wurde. Dank nachfolgender wechselnder Überbauungen ließ sich leider bisher kein archäologischer Nachweis dieses Gebäudes[7] – und damit auch kein Nachweis über allfällige auf Theodora zurückgehende Stilelemente byzantinischer Architektur – erbringen. Dass die Hofkapelle den Heiligen Pantaleon und Pankratius geweiht war, die beide aus Ostrom stammen, könnte als Geste an Theodora verstanden werden. Um die gleiche Zeit kam es auch zu einer Stadterweiterung, indem ein Straßendorf östlich vom Stephansplatz, zwischen Wollzeile und Singerstraße bis zur Riemergasse, in die Stadt eingegliedert wurde.[7] Eine nicht zu vernachlässigende Rolle dürfte Theodora auf kulturellem Gebiet gespielt haben. Wien war dank der Kreuzzüge, die am Landweg erfolgten und sich – in beiden Richtungen – entlang der Donau und an Wien vorbeibewegten, so etwa 1096, 1147 und 1189, neuen Einflüssen ausgesetzt, wodurch auch viele Kulturelemente aus dem Orient Eingang in das Reich und damit in Österreich fanden. Neue Patrozinien für Kirchen kamen in Gebrauch, griechische Literatur und byzantinische Kunstauffassung, besonders in Malerei, Buchkunst, Kunstgewerbe, fanden so Eingang in das Abendland, ebenso wie naturwissenschaftliche, technische mathematische und musikalische Kenntnisse.[9] Dieser byzantinische Einfluss hat sich zweifellos durch die Anwesenheit Theodoras in Wien verstärkt. Der Umstand, dass eine griechische Prinzessin in Wien residierte, trug wohl auch dazu bei, dass auch der Einfluss griechischer Kultur in Wien spürbar wurde. Es ist wohl auf byzantinischen Einfluss zurückzuführen, wenn man am Hof zu Wien sich nun stärker mit der antiken Vergangenheit Österreichs beschäftigte. Otto I. von Österreich, Bischof von Freising (1138–1158) (jüngerer Bruder von Herzog Heinrich II.), der gleichfalls am Zweiten Kreuzzug teilnahm und Konstantinopel erlebte, hat zweifellos auch von der byzantinischen Geschichtsschreibung Anregungen für sein Werk erhalten,[9] so etwa für die berühmte Chronica sive Historia de duabus civitatibus (Chronik oder Geschichte der zwei Staaten), eine Weltgeschichte in sieben Büchern, die ihn zu einem der bedeutendsten Geschichtsschreiber des Mittelalters machte. Dadurch blühte noch zu Lebzeiten Theodoras die österreichische Geschichtsschreibung auf, da im Stift Melk das Breve chronicon Austriacum Mellicense (über die Geschichte der Familie) und im Stift Klosterneuburg das Chronicon pii marchionis (über das Leben des Markgrafen Leopolds III. von Österreich) verfasst wurden.[10] Das Leben am Wiener Hof war jedoch für Theodora keineswegs nur dem Ausbau der Stadt und des kulturellen Lebens gewidmet, da die innen- und außenpolitischen Konflikte des Reiches sich auch hier auswirkten, so etwa die 1159 erfolgte zwiespältige Papstwahl, die die Familie spaltete: Ihr Schwager Konrad II. von Österreich unterstützte als Erzbischof von Salzburg (1164–1168) Papst Alexander III., während ihr Mann Herzog Heinrich den Gegenpapst Viktor IV. unterstützte. Da Herzog Heinrich vielfach in der Umgebung von Kaiser Friedrich I. weilte und ihn, entgegen dem Privilegium Minus, freiwillig auf dessen Kriegszügen begleitete – etwa 1158 und 1162 gegen Mailand und die lombardischen Städte –, übte Theodora während dieser Zeit immer wieder die Regentschaft über das Herzogtum Österreich aus. Ein wichtiges Ereignis in Theodoras Leben war sicher auch der 1165 erfolgte Besuch von Kaiser Friedrich I. Barbarossa (1155–1190), der sich anlässlich eines Kreuzzugsprojektes zwei Wochen in Wien aufhielt[11] und zugleich Herzog Heinrich einen Eid auf den Gegenpapst Victor IV. schwören ließ.[12] Damals hat Kaiser Friedrich I. zweifellos in der neuen Burg „am Hof“ seinen Aufenthalt genommen.[7][13] Ein weiterer wichtiger Besuch in der Residenz Theodoras und Heinrichs in Wien war der von Herzog Heinrich dem Löwen, der im Jahr 1172 eine Pilgerreise in das Heilige Land unternahm und dabei seinen Stiefvater Herzog Heinrich Jasomirgott und Theodora besuchte. Er zog dabei in die „civitas metropolitana Wene“ (Hauptstadt Wien) ein, die damals bereits eine der bedeutendsten deutschen Städte war.[7] Auch von Problemen mit den Nachbarn blieb das Herzogspaar nicht verschont, obwohl Heinrich und Theodora versuchten, durch eine gezielte Heiratspolitik die unsicheren Grenzen im Osten und Norden ruhigzustellen. So kam es zum Konflikt mit Böhmen, als Herzog Soběslav II. in den Jahren 1175/76 in Österreich einfiel und das Waldviertel verwüstete. Auch mit dem Königreich Ungarn kam es zum Konflikt, als Herzog Heinrich für einen Bruder seiner Schwiegertochter (Prinz Géza) gegen deren anderen Bruder (König Béla III. von Ungarn) Partei ergriff. (Letzterer war in erster Ehe mit Maria Komnene, einer Cousine Theodoras und Tochter von Kaiser Manuel I., verheiratet und dadurch vorübergehend Kronprinz von Byzanz.) Im Jahr 1176 schlossen sich die Gegner von Herzog Heinrich zusammen, so dass Soldaten aus Böhmen, Ungarn, Polen und Sachsen in das Herzogtum einfielen.[14] Auch mit den Markgrafen der Steiermark aus dem Haus der Traungauer gab es wegen Grenzfragen zahlreiche Konflikte, wobei sich Markgraf Ottokar IV. schließlich 1176 der feindlichen Koalition gegen Österreich anschloss. Eine entscheidende Wende im Leben Theodoras war der Tod ihres Gemahls, Herzog Heinrichs II., der als Folge eines Sturzes vom Pferd bei Melk schwere Verletzungen erlitt, denen er am 13. Jänner 1177 in Wien erlag. Seinem letzten Willen entsprechend, wurde er in einem Hochgrab in der Schottenkirche in Wien beigesetzt. Seit dem 19. Jahrhundert befindet sich sein Grab in der Krypta des Schottenstifts. An der Außenwand der Schottenkirche erinnert eine Statue an ihn. Die Ehe ihres jüngeren Sohnes, Heinrich von Österreich, mit Richza von Böhmen, die den Friedensvertrag von Eger zwischen Österreich und Böhmen 1179 besiegelte, dürfte das letzte große Ereignis im Leben Theodoras gewesen sein. Theodora starb sechs Jahre nach ihrem Gemahl, am 2. Jänner 1184, und wurde an der Seite ihres Gemahls bei den Schotten beigesetzt.[15] Theodora war die erste, nicht aber die letzte griechische Herrscherin von Österreich, da ihr Enkel Herzog Leopold VI. mit Theodora Angela und ihr Urenkel Herzog Friedrich II. der Streitbare mit Eudokia Laskarina weitere byzantinische Prinzessinnen heirateten. Dies unterstreicht den hohen Rang dieses ersten „Hauses Österreich“ und ist ein früher Hinweis auf die historische Brückenfu | KOMNENA, Theodora (I54360)
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| 5211 | Theodora war eine Tochter des Grafen Theophylakt I. von Tusculum aus dem Geschlecht der Tuskulaner und der Theodora I. der Älteren. Ihre ältere Schwester war Marozia, die nach dem Tod des Vaters (924/25) Rom bis etwa 932 faktisch beherrschte. Theodora heiratete den päpstlichen vestararius (Finanzverwalter) Johannes Crescentius aus dem Geschlecht der Crescentier. Aus dieser Ehe entstammte der römische Patricius Crescentius de Theodora († 984 als Mönch) sowie vielleicht auch Papst Johannes XIII. Liutprand von Cremona schreibt Theodora eine außereheliche Beziehung mit Papst Johannes X. zu und sagt ihr nach, dass sie dessen Erhebung auf den Papststuhl betrieben habe.[1] Diese Geschichte könnte jedoch eine Analogiebildung zu ähnlichen Erzählungen sein, die über ihre Schwester Marozia im Umlauf waren. | VON TUSCULUM, Theodora II. ´die Jüngere` (I39723)
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| 5212 | Theodoros war ein Angehöriger der Offiziersfamilie Batatzes, die von Johannes II. gefördert wurde und im 13. Jahrhundert drei byzantinische Kaiser stellte. Er heiratete um 1130 Johannes’ II. jüngste Tochter Eudokia und war somit Schwager von dessen Nachfolger Manuel I. Aus der Ehe gingen vier Söhne (Alexios, Andronikos, Johannes, Isaak) sowie zwei Töchter (Theodora, Anna) hervor. Eventuell anlässlich der Hochzeit mit der Kaisertochter wurde Theodoros der Titel Pansebastohypertatos verliehen. Unter Manuel I. trug Batatzes überdies die neu geschaffene Würde eines Despotes, womit er in der Hofhierarchie direkt unter dem Kaiser rangierte. Der Titel ist auf Siegeln seiner Söhne Alexios und Johannes überliefert. Im Auftrag Kaiser Manuels I. war Theodoros Batatzes als Truppenführer an mehreren Militäroperationen auf dem Balkan und in Kleinasien beteiligt. 1150/1151 belagerte er das von den Ungarn besetzte Zeugminon am Zusammenfluss von Save und Donau im Thema Sirmion. Die Verteidiger der Stadt kapitulierten, nachdem die vom ungarischen König Géza II. in Aussicht gestellten Verstärkungen ausgeblieben waren. 1158 begleitete Batatzes den Kaiser auf einem Feldzug gegen den kleinarmenischen Fürsten Thoros II., der sich in Kilikien von Byzanz losgesagt hatte. Dabei gelang es ihm, die wichtige Hafenstadt Tarsos einzunehmen. Wann und durch welche Umstände Theodoros Batatzes starb, ist nicht überliefert, das Todesdatum ist jedoch vor 1166 anzusetzen. | BATATZES, Theodoros (I52247)
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| 5213 | Theophobos, der ursprünglich den Namen Nasr (Nasar, Naṣīr, Nusaïr) trug, diente dem Churramiten Bābak Chorramdin, ein persischer und zoroastrischer (Religion, die von Zarathustra gestiftet wurde) Nationalhelden aus Aserbaidschan, als Offizier, bevor er 834 mit seinen Truppen zu den Byzantinern überlief, zum Christentum konvertierte und sich auf den Namen Theophobos taufen ließ. (Als Churramiten wurden in islamischen Quellen die Mazdakiten und eine Reihe von iranischen, antiislamischen bzw. antiarabischen Sekten bezeichnet.) Er trat als Heerführer in die Dienste des Kaisers Theophilos, der ihm die Patrikios-Würde verlieh (´enger Vertrauter des Kaisers) und seine Schwester Helene zur Frau gab. Kaiser Theophilos, ein überzeugter Ikonoklast (Ikonenzersdtörer), versuchte seine religiöse Politik durch militärische Erfolge gegen das Abbasidenkalifat (islam. Großreich von 750-1258) abzusichern, den Hauptfeind im Osten des Reiches. 837 führte Theophobos als Strategos gemeinsam mit dem Kaiser einen Feldzug im Grenzgebiet am Oberlauf des Euphrats. Seine persischen Soldaten plünderten unter anderem Sozopetra, den Geburtsort des 8. Kalifen al-Mu'tasim (794-842), wobei angeblich die gesamte männliche Bevölkerung umgebracht wurde. In der Schlacht bei Anzen, heutiges Dazman, Türkei, am 22. Juli 838 rettete Theophobos (nach anderen Quellen der Magistros Manuel) dem Kaiser das Leben. Als nach der Niederlage der byzantinischen Armee bei Anzen und der Plünderung von Amorion durch das Abbasidenkalifat im August 838, das war eines der Schlüsselereignisse in den langen arabisch-byzantischen Kriegen, Gerüchte über Theophilos’ Tod die Hauptstadt erreichten, wurde Theophobos – er war im Gegensatz zum streng bilderfeindlichen Kaiser offenbar ein Ikonodule (Bilderverehrer) – als Nachfolgekandidat gehandelt. Theophilos kehrte jedoch glücklich in die Hauptstadt zurück; aus Angst vor der kaiserlichen Ungnade floh Theophobos nach Sinope am schwarzen Meer, im Thema Armeniakon, wo ihn seine persischen Soldaten – angeblich gegen seinen Willen – zum Basileus ausriefen. Unter der Zusicherung von Straffreiheit konnte er jedoch zur Aufgabe überredet werden und kehrte 839 nach Konstantinopel zurück. Das persische Kontingent wurde aufgelöst und auf verschiedene Themen verteilt. Unklar ist, wann und unter welchen Umständen Theophobos ums Leben kam. Während arabische und syrische Quellen berichten, der Feldherr sei 839 oder 840 in Kilikien im Kampf gegen die Muslime gefallen, behaupten griechische Autoren, Theophobos sei weiterhin der Usurpation verdächtigt und kurz vor dem Tod des Theophilos 842 auf dessen Befehl in Konstantinopel getötet worden. Der Zoroastrismus bzw. Zarathustrismus (auch: Mazdaismus oder Parsismus) ist eine Religion, die von Zarathustra gestiftet wurde. Die Anhänger des Zoroastrismus werden Zoroastrier oder Zarathustrier genannt. Der zoroastrische Glaube, der auf älteren indo-iranischen Traditionen fußt, entstand zwischen 1800 und 600 v. Chr. im östlichen iranischen Hochland, vermutlich in Baktrien (heutiges Nord-Afghanistan), und breitete sich etwa im 7. bis 4. Jahrhundert v. Chr. im iranischen Kulturraum (in Persien und im zentralasiatischen Raum) aus. Babak Chorramdin * 798 in der Provinz Ardabil; † 4. Januar 838) ist der Name eines persischen[1] und zoroastrischen Nationalhelden aus Aserbaidschan (hist. Âdhurpâdegân), der während der Epoche der Abbasiden, als Führer der Sekte der Churramiten (auch Khorramdīnān, lit. „[dem] guten Glauben [zugehörig]“), das muslimische Kalifat bekämpfte. Bābak (ursprünglich Pāpak) ist das mittelpersische Wort für Väterchen (vgl. Papa) und war wahrscheinlich nicht sein richtiger Name. Die Bewegung der Chorramdīnān, die auf der Mazdak-Religion basierte, entstand nach der Ermordung von Abu Muslim von Chorasan durch die abbasidischen Kalifen. 816 erhob sich Bābak im Nordwesten Persiens gegen das arabische Kalifat und konnte auch bald große Gebiete im Westen, bis Isfahan, unter seine Kontrolle bringen. Mehrere Feldzüge der Generäle al-Mamuns konnten abgewehrt werden. Erst 835 gelang es dem abbasidischen General Afschin mit Hilfe türkischer Milizen Babak Chorramdin aus weiten Gebieten des westlichen Iran zurückzudrängen; zuvor war der Offizier Naṣr mit seinen Truppen zu den Byzantinern übergelaufen. Mit der Eroberung der Festung al-Badd 837 war der Aufstand niedergeschlagen. Babak Chorramdin gelang zwar die Flucht nach Armenien, wurde dort jedoch an abbasidische Truppen verraten und am 4. Januar 838 unter Folter hingerichtet. | ..., Theophobos (I37367)
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| 5214 | Theophylakt war der Sohn des Gregorius Nomenclator (erwähnt um 875–885), dessen Vater wiederum um 826 als Nomenclator Theophylaktus erwähnt ist. Erstmals 901 urkundlich erwähnt als Pfalzrichter Kaiser Ludwigs III., genannt ´der Blinde`(Buviniden), trat Theophylakt I. bei der Rückkehr des Papstes Sergius III., möglicherweise einer seiner Verwandten, in den Jahren 903/04 in Erscheinung. Als päpstlicher vestararius (Finanzverwalter) und magister militum (Militärbefehlshaber) war er seitdem Anführer des stadtrömischen Adels mit großem Einfluss auf die päpstliche Politik, vor allem durch seine Frau Theodora I. von Tusculum und seine Tochter Marozia. Letzterer schrieb Liutprand von Cremona eine Beziehung zu Papst Sergius III. zu, aus der der spätere Papst Johannes XI. hervorgegangen sei. Seit 905 trug Theophylakt auch die Titel dux und senator Romanorum (Senator der Römer). Nach dem Tode Papst Sergius' III. förderte er eine Allianz Papst Johannes' X. mit den südlichen Nachbarn gegen die Araber, die immer wieder die italienische Küste bedrohten. Im August 915 schlug ein von ihm und seinem Schwiegersohn Alberich I. von Spoleto befehligtes Heer die Araber bei Garigliano. Theophylakts Verdienst ist die Konsolidierung der Verhältnisse in Mittelitalien. Einige Zeugnisse heben zudem seine und seiner Familie Bemühungen um eine religiöse Erneuerung hervor. Auf Theophylakt führten die Tuskulaner ihre Herkunft zurück. | VON TUSCULUM, Theophylakt I. (I39721)
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| 5215 | Theotbald (* 850/860; † Juni 887/895)[1] war Graf von Arles. Er war der Sohn von Herzog Hugbert aus dem Haus der Bosoniden, seine Mutter ist unbekannt. 879 heiratete er Bertha, eine uneheliche Tochter des Karolingers Lothar II.; ihre Kinder waren: Hugo, † 10. April 947, 903 Graf von Vienne, 926 König von Italien Boso, † nach 936, 911/931 Graf von Avignon und Vaisin, 926/931 Graf von Arles, 931/936 Markgraf von Tuscien Teutberga, † vor September 948; ⚭ Warnarius, X 6. Dezember 924, 895 Vizegraf von Sens, 895/896 Graf von Troyes. Die Existenz einer zweiten Tochter ergibt sich aus einem Dokument aus dem Jahr 924, jedoch ist über sie nichts weiter bekannt[2]. Theotbald ist um 879/880 Graf von Arles und befindet sich in der Entourage Boso von Viennes, des neuen Königs von Niederburgund, mit dem er verwandt ist[3]. Die Annales Vedastini (Annalen der Abtei Saint-Vaast) berichten, dass Teutbaldum filium Hucberti (Theotbald, Sohn Hugberts) von Heinricus 880 in einer Schlacht gegen Bosonem tyrannum (den Tyrannen Boso) schwer verwundet wurde. Mit dem elsässischen Herzog Hugo wurde er anschließend verfolgt und musste sich in die Provence flüchten. Das Datum seines Todes ist unbekannt, es liegt zwischen 887 und 895. Seine Witwe Bertha verheiratet sich 895 (bzw. zwischen 890/898) mit Adalbert dem Reichen, Markgraf von Tuscien. | VON ARLES, Theotbald (I37400)
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| 5216 | Theres lebt mit ihrer Tochter in Pest, jetzt Budapest, Hauptstadt von Ungarn Carl Heinrich Ferdinand Henking informierte sich "vor dem entscheidenden Schritt" über "seine Angebetete und Ihre Mutter" mit Hilfe von Graf Stephan (Istvàn) Szécheny (1791–1860), dem bedeutendsten Mitglied dieses ungarischen Adelsgeschlechts, bei Gräfin Teliki. Mein Privatleben in Ödenburg ist, soweit es der Öffentlichkeit angehörte, durch das Vorstehende bekannt; erwähnenswert ist aber die Frenesie (Raserei / Leidenschaft) der Frau Schweigermutter, welche gewalttätig unsere Ehe stören wolltenach dem Tod des ersten Mädchens (strab am 22. Juli 1842), zu dessen Geburt sie zu uns gereist war, wollte sie meine Frau bereden, mich zu verlassen, sich von mir subventionieren zu lassen und mit ihr nach Pest zurückzukehren. Der saubere Antrag zerschellte an der Rechtschaffenheit und Treue Mariens, hatte aber die wohlmotivierte, allsogleiche Entfernung der Frau Schwiegermutter zur Folge. Wir hatten ihr freie Separatwohnung und Sonntagsverpflegung angetragen; sie aber wollte das Hauswesen auf möglichst Großungarischem Fuße dominieren, während die Tochter ihres eigenen Regimentes froh war. Zurück in Pest war die Mutter im Begriffe, ihre Tochter zu enterben, starb aber Tags zuvor, nach Gottes Rat und hinterließ uns ihr kleines, immerhin beachtenswertes Vermögen... Lebensbilder Carl Heinrich Ferdinand Henking S. 251 Wohnung in Gumpendorf (Wien) Wohnung in Württemberg 1858 - 1862 Wohnung in Wien Blanka Teleki Gräfin Blanka Teleki de Szék (széki gróf Teleki Blanka, * 5. Juli 1806 in Langendorf bei Frauenbach, Siebenbürgen; † 23. Oktober 1862 in Paris) war eine ungarische Gräfin, die als Frauenrechtsaktivistin, Förderin der Frauenbildung und Künstlerin wirkte. Blanka Teleki wurde am 5. Juli 1806 in Langendorf geboren, dem heutigen Satulung in Rumänien (ungarisch Kővárhosszúfalu). Ihre Eltern waren Graf Imre Teleki (* 1782, † 1848) und dessen Ehefrau Karoline Brunsvik (* 1782, † 1843). Blanka hatte zwei jüngere Geschwister: Emma (* 1809, † 1893) und Maximilian (ungarisch Miksa; * 1813, † 1872). Sie war die Nichte der Bildungsreformerin Therese Brunsvik, die 1828 den ersten Kindergarten im damaligen Ungarn gegründet hatte. Teleki entschied sich erst für eine künstlerische Laufbahn. Sie studierte in München und Paris im Studio von Léon Cogniet Malerei und in Budapest Skulptur bei István Ferenczy. Nachdem sie ihre Ideen für die Bildung von Frauen publiziert hatte, eröffnete sie 1846 in Budapest ihre eigene Schule für Mädchen. 1848 forderten Teleki und einige ihrer Schülerinnen in einer Petition die gleichen Rechte für Männer und Frauen in Ungarn, das Frauenwahlrecht und den Zugang zu den Universitäten für Frauen. Sie beteiligte sich, ebenso wie die Erzieherin Klára Leövey, an der Ungarischen Revolution im selben Jahr. In der Folge wurden sie inhaftiert.[1] Insbesondere die Festungshaft in Kufstein (Tirol) trug zur Bekanntheit Telekis bei.[2] Während der Haft schuf sie kleine Skulpturen, darunter Selbstporträts, von denen sie eines nach Frankreich zu Jules Michelet geschickt haben soll. Nachdem sie 1857 freigelassen worden war, verließ Teleki Ungarn und ließ sich in Paris nieder. Dort verstarb sie am 23. Oktober 1862.[3] Teleki (Adelsgeschlecht) Teleki von Szék ist der Name eines aus Siebenbürgen stammenden Adelsgeschlechts, dass zu den bedeutendsten ungarischen Adelsgeschlechtern im ehemaligen Königreich Ungarn zählte. Seit 1696 waren die Telekis gleichzeitig Reichsgrafen des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. katholische Hochzeit im Pfarrhof zu Banna bei Onkel Horvarth; in baufälliger Kirche und ungarischem Festmahl sowiue Zigeunermusik, danach Reise nach Ödenburg "Nun hatte ich Muße meiner braven Frau Deutschland zu zeigen. Ich reiste mit ihr über Prag, Dresden, Leipzig, Kassel, Frankfurt, Heidelberg, mannheim, den Rhein hinab, bis Düsseldorf zu Schwester LISETTE (* 1792 in Düsseldorf), verwittwete Klein, und schwelgte mit ihr in diesem heimatlichen Paradiese. Lebt vier Jahre in Württemberg, "unzufrieden" - die Kinder waren schwer auszubilden 1862 Rückkunft nach Wien Pest (ungarische Aussprache [pɛʃt]; ehemals auch als Pesth geschrieben) liegt auf der östlichen, flachen Seite am Ufer der Donau, war neben Buda (rechtes Donauufer) eine der zwei Städte, aus denen 1873 Ungarns Hauptstadt Budapest entstand. Pest nimmt zwei Drittel der Stadtfläche Budapests ein. Davor war sie seit 1723 Sitz der administrativen Verwaltung des Königreichs Ungarn. seit 1888 Wwe von Karl Heinrich Ferdinand | MACK, Marie ´Marien` (Aloisia) (I2006)
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| 5217 | Theresia war eine uneheliche Tochter des Königs Alfons VI. von León-Kastilien und dessen Mätresse Jimena Muñoz, galt aber als vollwertige Angehörige des Königshauses. Dem Umstand der unehelichen Abstammung wurde in den damals geltenden gesellschaftlichen Konventionen der christlichen Königreiche Spaniens noch keine besondere Relevanz beigemessen. Kurz vor oder im Jahr 1094 wurde Theresia mit Heinrich von Burgund verheiratet, einem nachgeborenen Sohn des französischen Herzogshauses von Burgund aus der Dynastie der Kapetinger, zu dem das leónesische Königshaus zuvor schon enge Beziehungen pflegte.[1] Ein Schwager Heinrichs, Raimund von Burgund, war bereits mit Theresias etwa gleichaltriger ehelicher Halbschwester Urraca verheiratet. In einer von Raimund ausgestellten Urkunde, datiert auf den 11. Februar 1095, werden Theresia und Heinrich erstmals als verheiratetes Paar genannt.[2] Noch im selben Jahr übertrug Raimund die ihm als Lehen seines Schwiegervaters gehörende Grafschaft Portugal bereitwillig an Heinrich. Diese Grafschaft umfasste damals das Land zwischen dem Rio Miño im Norden und Santarem im Süden.[3] Als Grenzland zum muslimischen Al-Andalus war sie regelmäßig den Überfällen der Mauren ausgesetzt. Das Paar konnte hier schnell seine Herrschaft konsolidieren, indem es die Grenze zu den Mauren stabilisierte und die Anerkennung des erzbischöflichen Status der Kirchenprovinz Braga seitens Papst Paschalis’ II. erreichte. | VON LÉON, Theresia (I52515)
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| 5218 | Theudebald regierte in den Jahren von 711 bis 717 als Mitregent seines Vaters über ein Teil-Stammesherzogtum Baiern-Passau oder -Salzburg, nachdem sein Vater Baiern unter seinen vier Söhnen aufgeteilt hatte. Verheiratet war Theudebald in erster Ehe mit Waltrat, und in zweiter mit Pilitrud. Theudebald hinterließ keine Nachkommen. Er starb im Jahr 719, zwei Jahre nach dem Tod seines Vaters. | GESCHLECHT DER AGIOLFINGER, Theudebald (I18378)
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| 5219 | Theudebald war der einzige Sohn des Königs Theudebert I. Seine Mutter war die Galloromanin Deoteria, die im Jahr 532 Theudeberts Konkubine geworden war und 537 oder 538 auf Drängen der Franken verstoßen wurde. 551 wurde Theudebald noch als Kind bezeichnet, hatte also das Mündigkeitsalter von 15 Jahren noch nicht erreicht. Daraus ergibt sich, dass er nicht lange vor der Verstoßung seiner Mutter geboren wurde. Theudebald war von Beginn seiner Herrschaft an kränklich. Das Prestige seines Vaters und die Loyalität der Großen ermöglichten einen problemlosen Herrschaftsantritt des Minderjährigen. Schon als Kind war er um 540 mit Walderada (Waldrada, Vuldetrada) verlobt worden, einer Tochter des Langobarden-Königs Wacho, die zugleich eine Schwester seiner Stiefmutter Wisigarde war, welche sein Vater nach der Verstoßung Deuterias geheiratet hatte.[2] Als er volljährig war, heiratete er Walderada. Dies war ein Affront gegen die Langobarden, denn als Tochter Wachos gehörte sie der gerade vom langobardischen Thron verdrängten lethingischen Dynastie an. Das Bündnis der Franken mit den Langobarden zerbrach. Der neue Langobardenkönig Audoin verbündete sich mit den Oströmern. Bald nach Theudebalds Regierungsantritt kam es in Oberitalien zu Zusammenstößen zwischen den Franken, die sich unter Theudebert I. dort festgesetzt hatten, und den Oströmern. Der oströmische Kaiser Justinian I. sandte zwei Gesandtschaften an Theudebald (548/549 und 551/552); er forderte die Räumung der fränkisch besetzten Gebiete in Italien und Hilfeleistung gegen die Ostgoten. Theudebald reagierte ausweichend; er entsandte eine Gegengesandtschaft zu Verhandlungen über die territorialen Streitfragen. 552 griff der byzantinische Feldherr Narses in Italien ein und vernichtete in kurzer Zeit das Ostgotenreich. Die Franken in Oberitalien vermieden den direkten Zusammenstoß mit oströmischen Truppen, und Theudebald lehnte ein Bündnisangebot des letzten Ostgotenkönigs Teja ab. Trotz der militärischen Erfolge der Oströmer konnten die Franken Venetien noch einige Jahre halten, mussten aber Nordwestitalien schon im Jahr nach Theudebalds Tod nach einer Niederlage aufgeben.[3] Nach längerer Krankheit und Siechtum starb Theudebald schon im Jahr 555 kinderlos. Seinen Reichsteil erbte sein Großonkel Chlothar I., der Theudebalds Witwe Walderada heiratete. | VON FRANKEN, Theudebald (I18368)
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| 5220 | Theudebert war der Sohn Herzog Theodos II. und dessen Gemahlin Folchaid. Er war mit Regintrud verheiratet. Zwar übertrug Theodo im Jahr 711 seinem Sohn krankheitsbedingt die Regierungsgewalt, nach seiner Genesung nahm er die Regierungsgewalt aber wieder auf. Zu dieser Wiederaufnahme der Regierung dürfte ihn auch ein awarischer Überfall auf Lorch bewogen haben. Daraufhin teilte der Herzog Baiern auf zwischen sich und seinen Söhnen Theudebert (Sitz Salzburg), Grimoald (Sitz Freising) und Theudebald (Sitz Regensburg) und Tassilo II. (Sitz Passau (?)). Theudeberts bairischer Regierungssitz war nach der Landesteilung im Jahr 712 in Salzburg. Bald nach dem Tod des Vaters um 717/18 bemächtigte sich Grimoald von seinem Regierungssitz Freising aus der Hauptstadt Regensburg und vertrieb den dortigen Regenten Theudebald. Letztlich stritten Grimoald und Hugbert um die Herrschaft Baierns. Nach dem Tod von Theudebald heiratete Grimoald die Witwe Theudebalds. Theudebert half dem Langobarden-König Ansprand (auch Asprand; * 660/661; † 712) war im Jahr 712 König der Langobarden, im Jahr 711/12 bei der Rückeroberung seines Herrschaftsgebietes. Das bairische Stammesherzogtum entwickelte damals eine Vormachtstellung im Südosten des Reiches, war aber durch die internen Kämpfe der Agilolfinger geschwächt. | VON BAYERN, Theudebert (I36752)
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| 5221 | Theuderich war der älteste Sohn des Merowingerkönigs Chlodwig I. Seine Mutter war eine unbekannte Fränkin, die der Geschichtsschreiber Gregor von Tours als Konkubine bezeichnet. Vermutlich gehörte sie zur Sippe der Kölner Könige. Die anderen Kinder Chlodwigs stammten alle aus dessen Ehe mit Chrodechild. Von den Söhnen aus dieser Ehe waren Chlodomer, Childebert I. und Chlothar I. beim Tod Chlodwigs im Jahr 511 noch am Leben. Mit diesen drei Halbbrüdern teilte Theuderich das Frankenreich auf. Er erhielt den östlichen Teil, der die Champagne, die Auvergne, Teile Aquitaniens sowie die rechtsrheinischen Gebiete umfasste. Residenz soll Reims gewesen sein; dies ist allerdings nicht durch Quellenzeugnisse gesichert. Jeder der vier Brüder erhielt einen Teil der Francia (Kerngebiet des Reichs zwischen Rhein und Loire) und einen Teil der von Chlodwig eroberten Gebiete südlich der Loire. Diese komplizierte Teilung basierte auf dem Stammesrecht, der Lex Salica; die darin geregelte gleichberechtigte Erbfolge der Söhne wurde für das Reich übernommen. Diese Erbregelung bestimmte bis ins 10. Jahrhundert die fränkische Geschichte und trug wesentlich zur Ausformung der Reiche des Hochmittelalters bei. Als beim Tod Chlodwigs einziger erwachsener Sohn wurde Theuderich zum Garanten für den Bestand des Reiches in den Grenzen von 511. 531 eroberte er mit Hilfe seines Bruders Chlothar I. das Reich der Thüringer. Zu seinem Halbbruder Childebert I. hatte er ein gespanntes Verhältnis, da dieser im Jahre 531, nach einem Gerücht, Theuderich sei gefallen, dessen Reich einzunehmen versuchte. 532 warf Theuderich einen Aufstand des Munderich nieder, der ebenfalls nach der Königswürde strebte.[2] Theuderich war verheiratet mit Suavegotho, der Tochter des burgundischen Königs Sigismund und dessen Frau Ostrogotho, weswegen er wohl auch an den kriegerischen Aktivitäten seiner Brüder gegen Burgund nicht teilnahm. Theuderich starb wohl gegen Ende des Jahres 533.[3] Nach seinem Tod konnte sein Sohn Theudebert I. (* um 500, † 548) sein Erbe gegen den versuchten Zugriff seiner Onkel verteidigen. Neben diesem Sohn hatte Theuderich noch die Tochter Theudechild, welche den Warnenkönig Hermegisclus und nach dessen Tod dessen Sohn Radigis heiratete. Nach der vom oströmischen Historiker Prokopios von Caesarea stammenden Überlieferung ist zwischen den verfeindeten Völkern auch von Seekriegsandrohungen die Rede, wonach sich seine Erzählung auf einen Bereich im oder am Baltikum beziehen dürfte. Rezeption Nach mehrheitlicher Forschungsauffassung repräsentiert Theuderich, auch im Zusammenwirken mit seinem Sohn Theudebert I., die Vorlagengestalt einer fränkisch-merowingischen Sagengenese der Wolfdietrich-Heldenepik.[4][5] Eine Reihe von Forschungsbeiträgen der älteren deutschen Philologie befürwortet Theuderich auch als rheinfränkischen Protagonisten des Dietrich von Bern/Verona der Thidrekssaga.[6] Kemp Malone weist Identifikationen des Ostgotenkönigs Theoderich (451/56–526) mit dieser Sagenfigur zurück und interpretiert deren Fluchtschemata aus mittelhochdeutscher Heldendichtung anhand von Theuderichs Biografie.[7] | (MEROWINGER), Theuderich I. (I47188)
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| 5222 | Theutberga, aus dem Hause der BOSONIDEN (Schwester des Laienabts Hukbert von St-Maurice d’Agaune, Tante König Bosos von Vienne), heiratete im November 855 König Lothar II. Seit 857 versuchte der König zunächst in einem weltlichen Verfahren, dann seit 860 auf mehreren Synoden, seine Ehescheidung durchzusetzen, und nutzte immer neue Argumente aus dem sich erst formierenden kirchlichen Eherecht (860-863 Synoden in Aachen und Metz, MGH Cap. 2, 463-469). Ziel war die Legitimierung seiner Verbindung mit Walderada und des daraus hervorgegangenen Sohnes Hugo. Gegen die vom Episkopat aus dem ‚regnum Lotharii‘ ausgesprochene Scheidung und gegen die Erhebung Walderadas zur Königin 862 leisteten Erzbischof Hinkmar von Reims (MGH Conc. 4, Suppl. I) sowie die Päpste Nikolaus I. und Hadrian II. energischen Widerstand (Exkommunikation der Erzbischöfe von Köln und Tier 863, erzwungene Wiederaufnahme Theutbergas 865, Zurückweisung ihres Scheidungsbegehrens 867). Der Ehestreit Lothars und Theutbergas von 857 bis 869, Versuch dynastischer Sicherung im ‚regnum Lotharii‘ und Zeugnis für die fallbezogene Behauptung kirchlicher Normen wurde letztlich durch die Opposition von Lothars Oheimen KARL und Ludwig entschieden, die sich nach dem „erbenlosen“ Tod des Neffen 869 seines Reiches bemächtigten. | (LOTHRINGEN), König von Lothringen Lothar II. (I11445)
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| 5223 | Theutberga, aus dem Hause der BOSONIDEN (Schwester des Laienabts Hukbert von St-Maurice d’Agaune, Tante König Bosos von Vienne), heiratete im November 855 König Lothar II. Seit 857 versuchte der König zunächst in einem weltlichen Verfahren, dann seit 860 auf mehreren Synoden, seine Ehescheidung durchzusetzen, und nutzte immer neue Argumente aus dem sich erst formierenden kirchlichen Eherecht (860-863 Synoden in Aachen und Metz, MGH Cap. 2, 463-469). Ziel war die Legitimierung seiner Verbindung mit Walderada und des daraus hervorgegangenen Sohnes Hugo. Gegen die vom Episkopat aus dem ‚regnum Lotharii‘ ausgesprochene Scheidung und gegen die Erhebung Walderadas zur Königin 862 leisteten Erzbischof Hinkmar von Reims (MGH Conc. 4, Suppl. I) sowie die Päpste Nikolaus I. und Hadrian II. energischen Widerstand (Exkommunikation der Erzbischöfe von Köln und Tier 863, erzwungene Wiederaufnahme Theutbergas 865, Zurückweisung ihres Scheidungsbegehrens 867). Der Ehestreit Lothars und Theutbergas von 857 bis 869, Versuch dynastischer Sicherung im ‚regnum Lotharii‘ und Zeugnis für die fallbezogene Behauptung kirchlicher Normen wurde letztlich durch die Opposition von Lothars Oheimen KARL und Ludwig entschieden, die sich nach dem „erbenlosen“ Tod des Neffen 869 seines Reiches bemächtigten. | (LOTHRINGEN), König von Lothringen Lothar II. (I11445)
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| 5224 | Theutberga, aus dem Hause der BOSONIDEN (Schwester des Laienabts Hukbert von St-Maurice d’Agaune, Tante König Bosos von Vienne), heiratete im November 855 König Lothar II. Seit 857 versuchte der König zunächst in einem weltlichen Verfahren, dann seit 860 auf mehreren Synoden, seine Ehescheidung durchzusetzen, und nutzte immer neue Argumente aus dem sich erst formierenden kirchlichen Eherecht (860-863 Synoden in Aachen und Metz, MGH Cap. 2, 463-469). Ziel war die Legitimierung seiner Verbindung mit Walderada und des daraus hervorgegangenen Sohnes Hugo. Gegen die vom Episkopat aus dem ‚regnum Lotharii‘ ausgesprochene Scheidung und gegen die Erhebung Walderadas zur Königin 862 leisteten Erzbischof Hinkmar von Reims (MGH Conc. 4, Suppl. I) sowie die Päpste Nikolaus I. und Hadrian II. energischen Widerstand (Exkommunikation der Erzbischöfe von Köln und Tier 863, erzwungene Wiederaufnahme Theutbergas 865, Zurückweisung ihres Scheidungsbegehrens 867). Der Ehestreit Lothars und Theutbergas von 857 bis 869, Versuch dynastischer Sicherung im ‚regnum Lotharii‘ und Zeugnis für die fallbezogene Behauptung kirchlicher Normen wurde letztlich durch die Opposition von Lothars Oheimen KARL und Ludwig entschieden, die sich nach dem „erbenlosen“ Tod des Neffen 869 seines Reiches bemächtigten. | VON LOTHRINGEN, Lothar II. (I22755)
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| 5225 | Theutberga, aus dem Hause der BOSONIDEN (Schwester des Laienabts Hukbert von St-Maurice d’Agaune, Tante König Bosos von Vienne), heiratete im November 855 König Lothar II. Seit 857 versuchte der König zunächst in einem weltlichen Verfahren, dann seit 860 auf mehreren Synoden, seine Ehescheidung durchzusetzen, und nutzte immer neue Argumente aus dem sich erst formierenden kirchlichen Eherecht (860-863 Synoden in Aachen und Metz, MGH Cap. 2, 463-469). Ziel war die Legitimierung seiner Verbindung mit Walderada und des daraus hervorgegangenen Sohnes Hugo. Gegen die vom Episkopat aus dem ‚regnum Lotharii‘ ausgesprochene Scheidung und gegen die Erhebung Walderadas zur Königin 862 leisteten Erzbischof Hinkmar von Reims (MGH Conc. 4, Suppl. I) sowie die Päpste Nikolaus I. und Hadrian II. energischen Widerstand (Exkommunikation der Erzbischöfe von Köln und Tier 863, erzwungene Wiederaufnahme Theutbergas 865, Zurückweisung ihres Scheidungsbegehrens 867). Der Ehestreit Lothars und Theutbergas von 857 bis 869, Versuch dynastischer Sicherung im ‚regnum Lotharii‘ und Zeugnis für die fallbezogene Behauptung kirchlicher Normen wurde letztlich durch die Opposition von Lothars Oheimen KARL und Ludwig entschieden, die sich nach dem „erbenlosen“ Tod des Neffen 869 seines Reiches bemächtigten. | (LOTHRINGEN), Lothar II. (I52352)
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| 5226 | Thiébaud I. und Pétronille hatten sechs Kinder, fünf Söhne und eine Tochter. - Richard - Eudes/Odon/Hues5, (? - 1280), doyen de Besançon en 1267, seigneur de Montbarrey, de Rans et de la Roche-en-Vallouais, - Gérard, connétable de Bourgogne de 1249 à 1263, par héritage il reçoit la terre de Montmahoux, - Thiébaud II, (? - 1301), seigneur de L'Isle-sur-le-Doubs et du Val de Montmartin. Il épouse Marie, fille de Simon Ier de Châteauvillain et d'Alix de Milly. Il a Marguerite qui épouse Ferry II de Ludres, - Erard, (? - 1308), - Agnès, (? - 1261). | DE FERRETTE, Pétronille (I11165)
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| 5227 | Thiébaud IV. und Agnes hatten sechs Kinder, einen Sohn und fünf Töchter. - Thiébaud V. -Varenne, (? - 1372) : elle épouse en premières noces Rodolphe III de Neuchâtel-Nidau, (? - 21 juin 1339), puis en secondes noces en 1352 Jean II de Habsbourg, (? - 17 décembre 1380)7, enfants : Jean (Johann) III de Habsbourg-Laufenbourg seigneur de Rougemont († 11 janvier 1392) ; et Varenne (Verena) épouse Filippo Gonzaga puis Burchard IX de Hohenberg - Isabelle : elle épouse Jean de Belvoir, - Catherine, (? - 1365/66), dame de Vers et de Lemuy : elle épouse le 28 mai 1343 Louis Ier8, (2 mars 1305 - 5 juin 1373), comte de Neuchâtel, - Jeanne, dame de Pourlans : elle épouse en premières noces Henri, (? - 1365), seigneur de Belvoir, de Saint-Julien et de La Baume, fils de Thibaud III de Belvoir, puis en secondes noces Hugues II de Rigny, seigneur de Rigny et de Frolois, - Marguerite, (? - 1354), dame de La Ferté-sous-Vadans : elle épouse Jean III de La Fauche, (? - après 1324). | VON GEROLDSECK AM WASICHEN (ÈS-VOSGES), Agnes (I11171)
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| 5228 | Thietmar, der in der älteren Literatur im Bezug auf seinen Großvater, Thietmar I., Markgraf von Meißen, Merseburg und Nordmark, als Thietmar (II.) bezeichnet wird, entstammte dem Geschlecht der Billunger. Sein gleichnamiger Großvater Thietmar war der erste Gemahl der Suanhilde, einer Tochter des Herzogs Hermann Billung. Er selbst war der Sohn Geros und dessen Frau Adelheid. Nach dessen Tod im Polenfeldzug wurde er 1015 Markgraf der Mark Lausitz. Er verlor große Teile davon nach dem Frieden von Bautzen 1018 an Polen. Seit 1015 kämpfte er auch gegen die Ansprüche Graf Siegfrieds, den Sohn Hodos, konnte sich aber mit Hilfe von Kaiser Heinrich II. behaupten. Er förderte erste deutsche Siedlungen in der Lausitz. Die Mark Lausitz wurde erst wieder nach seinem Tod von seinem Sohn Hodo zurückerobert. Nach dessen Tod starb die Familie aus. Markgraf Thietmar wurde im Kloster Helmarshausen beerdigt. Im Amt folgte ihm sein einziger Sohn Hodo II. nach. Seine Tochter Oda war in erster Ehe mit Wilhelm III. von Weimar verheiratet, in zweiter mit Dedo II. von Wettin, der als Dedo I. 1046 Markgraf der Lausitz wurde. | VON DER LAUSITZ, Thietmar (I35926)
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| 5229 | Thimo gehörte zu Anfang der sächsischen Adelsrevolte gegen Heinrich IV. (1073–1075) zu der Gruppe der Königsgegner. Er bekleidete das Amt des Vogtes des Hochstifts Naumburg. Zugleich war er Vogt des wettinischen Hausklosters Gerbstedt. Der Wettiner geriet in Konflikte mit den königsfreundlichen Bischöfen von Münster, bei denen es um Nutzungsrechte am Kloster und die verhinderten Erzbischofswahlen zweier Wettiner ging, und zwar seines Bruders Friedrich, der Bischof von Münster wurde, sowie seines Neffen Günther, der dann Bischof von Naumburg wurde. Im Jahre 1088 war er gemeinsam mit anderen Wettinern auf dem Quedlinburger Hoftag anwesend, auf dem Ekbert II. die Mark Meißen entzogen wurde. Thimo näherte sich um diese Zeit Kaiser Heinrich IV. an. Gemeinsam mit Dedo IV., seinem Sohn, und Heinrich I., seinem Neffen, nahm er im Jahre 1101 an der feierlichen Einführung der Hirsauer Observanz im Kloster Lippoldsberg teil. Die bisher angenommene Identität Thimos von Wettin mit dem unter den Stifterfiguren des Naumburger Domes vertretenen Timo von Kistritz ist neuen Forschungen zufolge unwahrscheinlich. | VON WETTIN, Thimo (I35894)
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| 5230 | THIRD GENERATION: 6. Moses Japhet, he married Taeubchen. Both died before 1841. They had a son: + 7. Feidel Japhet, born about 1812 in Breitenbach. (Source: Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden Abt. 365 Personenstandregister der juedischen Gemeinden in Hessen, Nr. 473 Trauregister Hoof 1825-1874) The descendants of Moses and Tauebchen Japhet from Breitenbach FIRST GENERATION : 1. Moses Japhet, born 01.09.1775 in Breitenbach. He married Taeubchen Emanuel, born 15.05.1780. Moses and Taeubchen Japhet had two sons: + 2. Feidel Japhet, born 06.05.1812 in Breitenbach + 3. Abraham Japhet, born 05.04.1821 in Breitenbach. Moses Japhet died on 16.03.1837 in Breitenbach. SECOND GENERATION : 2. Feidel Japhet, born 06.05.1812 in Breitenbach. He married Miriam Kleeblatt from Roehrenfurth, born in 1815. Feidel und Miriam Japhet had six children: + 4. Moses Japhet, born 21.04.1845 in Breitenbach 5. Taeubchen Japhet, born 15.09.1847 in Breitenbach + 6. Settchen Japhet, born 29.05.1850 in Breitenbach + 7. Rosa Japhet, born 17.04.1855 in Breitenbach 8. Hannchen Japhet, born 18.10.1857 in Breitenbach, she died 07.01.1859. + 9. Dina Japhet. Miriam Japhet died 13.11.or 03.12.1871 in Breitenbach. Feidel Japhet died 18.10.1886 in Breitenbach. 3. Abraham Japhet, born 05.04.1821 in Breitenbach. He married on 25.11.1851 in Kassel Schoenchen Goldschmidt, born 15.06.1822 in Felsberg. Abraham and Schoenchen Japhet had six children: 10. Moses Japhet, born 25.01.1855 in Breitenbach, he died 30.09.1923. 11. Emanuel Japhet, born 20.11.1857 in Breitenbach 12. Feidel Japhet, born 19.01.1860 in Breitenbach 13. Michel Japhet, born 28.01.1862 in Breitenbach 14. Rahel Japhet, born February 1863 in Breitenbach, she died 17.11.1863. 16. Israel Japhet, born 27.11.1864 in Breitenbach. THIRD GENERATION : 4. Moses Japhet, born 21.04.1845 in Breitenbach, he married Caroline Epstein. Moses and Caroline Japhet had eight children: 17. Samuel Japhet, born 23.10.1881 in Breitenbach, he died 29.04.1888. 18. Max Japhet, born 27.12.1882 in Breitenbach. He died in WWI on 30.08.1914. 19. Felix Japhet, born 21.02.1885 in Breitenbach 20. Berthold Japhet, born 23.10.1886 in Breitenbach, he died 16.06.1888. + 21. Dina Japhet, born 13.05.1888 in Breitenbach 22. Isidor Japhet, born 15.12.1889 in Breitenbach. He died in WWI on 20.07.1918. He served as afirst-aid-attendant in the Sanitätskompanie No. 26, Verlustmeldung 1273 (www.denkmalporjekt.org/Verlustlisten/rjf_orte_h-j_wk1.htm) + 23. Johanna Japhet, born 05.12.1892 in Breitenbach + 24. Moritz Japhet, born 02.12.1894 in Breitenbach. 6. Settchen Japhet, born 29.05.1850 in Breitenbach. She was married on 28.10.1878 in Hoof to Samuel Loewenstern from Hoeringhausen. Settchen and Samuel Loewenstern had a son: 25. Abraham Loewenstern, born 1880, he died 21.07.1880. Settchen Loewenstern was deported in 1942 to Eastern Europe. 7. Rosa Japhet, born 17.04.1855 in Breitenbach. She was married on 15.03.1881 in Hoof to Joseph Baruch from Landau, born 20.05.1857, son of Heinemann Baruch and his wife Regina, nee BlocK from Welda. Rosa and Joseph Baruch lived in Bergheim (Waldeck). They had two sons: + 26. Julius Baruch, born 02.08.1884 in Bergheim + 27. Feidel / Felix Baruch, born 28.10.1886 in Bergheim. Joseph Baruch died in 1889 or 1891 in Bergheim. 9. Dina Japhet, she was married on 07.08.1876 to Moses Hirsch from Bergheim. FOURTH GENERATION : 21. Dina Japhet, born 13.05.1888 in Breitenbach, she was married on 22.12.1912 in Hoof to Moritz Cohn from Neustadtgödens. 23. Johanna Japhet, born 05.12.1892 in Breitenbach, she was married to Wilhelm Rosengarten, merchant from Osterode. Johanna and Wilhelm Rosengarten had a daughter: 28. Marga Rosengarten, born 20.05.1921. The family emigrated into the USA. 26. Julius Baruch, born 02.08.1884 in Bergheim. Julius Baruch took part in WWI. He married on 16.09.1922 Emilie Katz, born 17.09.1890 in Flieden. Julius and Emilie Baruch had three children: + 29. Josef / Jonny Baruch, born 07.05.1923 in Bergheim + 30. Kurt Baruch, born 31.07.1924 in Bergheim + 31. Ruth Rosa Baruch, born 16.11.1926 in Bergheim. The family lived in Fritzlar, Zwischen den Kraemen 2 since 15.02.1937. Julius and Emilie Baruch were deported from Frankfurt/Main on 13.09.1942 to Theresienstadt and from there on 15.05.1944 to Auschwitz. (Paulgerhard Lohmann, a.a.O., p. 102.) 27. Feidel / Felix Baruch, born 28.10.1886 in Bergheim. He married Klara Floersheim, born 22.09.1994 in Bad Wildungen. They lived in Bad Wildungen, Brunnenstrasse 13. Felix and Klara Baruch had a daughter: 32. Ruth Baruch, born 01.12.1930 in Bad Wildungen The family moved 1939 to Kassel. Felix, Klara and Ruth Baruch were deported on 09.12.1941 from Kassel to Riga. Felix Baruch was murdered in May 1942 in Riga-Salaspils. (Namen und Schicksale der Juden Kassels 1933-1945. a.a.O., p. 179/180) FIFTH GENERATION : 29. Josef Baruch, born 07.05.1923 in Bergheim. He lieved in Fritzlar and moved on 04.08.1940 to Hamburg. He was deported from Hamburg on 25.10.1941 to Lodz. 30. Kurt Baruch, born 31.07.1924 in Bergheim. He lived in Fritzlar and moved on 19.08.1949 to Berlin. He was deported from Berlin on 09.12.1942 to Auschwitz. 31. Ruth Baruch, born 16.011.1926 in Bergheim. She livd in fritzlar and moved on 15.11.1940 to Frankfurt/Main. She was deported. (Paulgerhard Lohmann, a.a.O., p. 102) Sources: Oelzweig und Eichbaum.Von der Verwurzelung der Schauenburger Juden. Eine Dokumentation des Geschichtsvereins Schauenburg. Schauenburg o. J. Paulgerhard Lohmann: Juedische Mitbuerger in Fritzlar 1933 – 1949.Norderstedt 2006. Namen und Schicksale der Juden Kassels 1933-1945. Ein Gedenkbuch. Kassel 1986. Compiled and edited by Hans-Peter K l e i n Melsungen, June 2014 | JAPHET, Moses (I57100)
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| 5231 | Thomas Adam Wieland d. J. hatte in Tübingen und Halle studiert, sich ebenfalls den Grad eines Magisters erworben und wurde als Nachfolger seines Vaters Pfarrer in Oberholzheim. | WIELAND, Tomas Adam ´der Jüngere` (I52727)
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| 5232 | Thomas Blarer war der Sohn des Konstanzer Kaufmanns und Ratsherrn Augustin Blarer († 1504) und dessen Frau Katharina. Seine Geschwister waren Ambrosius Blarer und Margarete Blarer. Gerwig Blarer war der Stiefbruder seines Vaters. Blarer nahm zunächst 1514 ein Studium der Rechte an der Universität Freiburg auf, das er bis 1519 fortführte. Vom Lauffeuer der Reformation erfasst, begab er sich 1520 an die Universität Wittenberg. Hier fand er im Umfeld Martin Luthers Aufnahme, erlebte dessen Verbrennung der Bannbulle und der kanonischen Rechte vor dem Elstertor am 10. Dezember. Er begleitete diesen auch 1521 auf der Reise zum Reichstag in Worms. Seine Eindrücke über das Umfeld der Reformation teilte er seinem Bruder, zu der Zeit Prior in Alpirsbach, mit, in der Hoffnung, auch ihn für die Gedanken Luthers zu gewinnen. So erlebte er die Wittenberger Bewegung und kehrte 1523 in seine Heimatstadt zurück. In Konstanz wurde er 1525 Mitglied des Rates und war von 1536 bis 1548 im jährlich abwechselnden Abstand Bürgermeister und Reichsvogt. Als engagierter Vertreter der Reformation in Konstanz nahm er an den Friedensverhandlungen der Stadt 1548 in Augsburg teil. Als die Stadt die Reichsfreiheit verlor und die Rekatholisierung erfolgte, wurden er und sein Bruder Ambrosius Blarer verbannt. Er flüchtete in den Thurgau, wo er bei seiner Schwester in Neugiersberg Asyl fand. Von ihm stammen sieben Kirchenlieder, die Johannes Zwick in seinem „Neu Gesangbüchle“ (1536, 1540) mit herausgebracht hat. Als Textdichter von Psalmen im Psalter von Sigmund Hemmel war er literarisch tätig. Ein Teil seiner Arbeit ist ungedruckt vorhanden. In die evangelischen Gesangbücher des 20. Jahrhunderts gingen Blarers Tauflied „Gelobet sei der Herre Gott, ein Vater unser aller“ (EKG 146) und sein Abendmahlslied „Du hast uns Leib und Seel gespeist“ (EKG 148, EG 216) ein. Seine Tochter Anna war mit dem Reformator Rudolf Gwalther verheiratet. | BLARER VON GIERSBERG, Thomas, auch ´Blaurer` (I46125)
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| 5233 | Thomas de Clare entstammte der anglonormannischen Familie Clare, die zu den reichsten und mächtigsten Adelsgeschlechtern Englands gehörte. Er war der zweite Sohn von Richard de Clare, 5. Earl of Hertford und 2. Earl of Gloucester und von dessen Frau Maud de Lacy. Sein älterer Bruder war Gilbert de Clare, der nach dem Tod ihres Vaters 1262 die Besitzungen der Familie erbte. Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Bogo de Clare hatte Thomas von 1257 bis 1259 in Oxford studiert.[1] Thomas wurde dann jedoch Knappe, während Bogo geistliche Ämter anhäufte und diesen Einfluss gewinnbringend nutzte. Die drei Brüder blieben untereinander in enger Verbindung und unterstützten sich häufig gegenseitig bei den Vorhaben der jeweils anderen. | DE CLARE, Lord of Thomond Lord of Thomond Thomas (I17764)
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| 5234 | Thomas war ursprünglich ein höherer byzantinischer Offizier (Turmarch). Nachdem Kaiser Leo V. infolge einer Verschwörung des Generals Michael ermordet wurde, der daraufhin als Michael II. den byzantinischen Thron bestieg, erhob sich Thomas in Kleinasien gegen ihn. Nachdem Thomas einige kaisertreue Generäle besiegt und sich mit den Arabern unter Kalif al-Ma'mūn verständigt hatte, gewann er rasch Anhänger, zumal er als Beschützer der Armen auftrat und sich wie Leo V. im Osten des Reichs auf Rückhalt im erstarkenden Paulikianertum stützen konnte. Thomas, der sich angeblich als Konstantin VI. ausgab, ließ sich zum Kaiser krönen – zwei seiner Anhänger erhob er unter den Namen Konstantios und Anastasios nacheinander zu Mitkaisern – und belagerte ab Ende 821 erfolglos Konstantinopel. Als dann 822 der von Kaiser Michael II. zu Hilfe gerufene Bulgarenkhan Omurtag intervenierte, gewann Michael wieder an Boden. Im Frühjahr 823 wollte Thomas die Belagerung wieder aufnehmen, wurde aber im Mai von Michaels Truppen geschlagen. Dieser drängte Thomas auf einige wenige feste Plätze in Thrakien zurück. Schließlich wurde Thomas, der in Arkadiopolis in Thrakien von Michaels Truppen belagert wurde, im Oktober 823 von seinen eigenen Männern ausgeliefert und durch Pfählung hingerichtet; sein Mitregent Anastasios erlitt das gleiche Schicksal. Zwei Unterstützer des Thomas, Choireas und Gazarenos Koloneiates, konnten sich noch bis März 824 in Kleinasien halten. Der Aufstand des Thomas scheiterte, aber er hinterließ ein militärisch geschwächtes Reich. Etwa gleichzeitig eroberten die Araber, den Bürgerkrieg der Byzantiner ausnutzend, die Insel Kreta. Der dreijährige Bürgerkrieg zählte zu den schlimmsten in der byzantinischen Geschichte. Eine Beurteilung von Thomas wird durch die Quellen erschwert, die allesamt tendenziös sind. Thomas wird auch als Ikonenverehrer dargestellt (siehe Byzantinischer Bilderstreit), was aber umstritten ist, zumal der Bilderstreit in der Auseinandersetzung zwischen Thomas und Michael wohl keine Rolle gespielt hat. Als Syrische Dynastie (oft auch falsch Isaurische Dynastie genannt) wird die vom byzantinischen Kaiser Leo(n) III. begründete Dynastie bezeichnet (717–802). Der Dynastie gehörten neben Leo III. die Kaiser Konstantin(os) V., Leo IV. und Konstantin VI. sowie die Kaiserin Irene an. | (BYZANZ), Konstantin VI. (I37346)
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| 5235 | Thurgauer Pfarrerbuch, 1863, S. 119. Historisches Lexikon der Schweiz. Erhard Dürsteler, Stemmatologia Tigurina, Band 7, S. 203v - 207v mit Bildnissen (S. 204r, 206r). Studium in Zürich ZH (Veröffentlichung bei http://www.e-rara.ch/zuz/content/titleinfo/2955289: Examinis dialogi cuiusdam de religione /Pars prior / ... subjicit ... Joh. Rodolpho Stuckius, S. Theologiae Professor ... respondebit Joh. Jacobus Wynmannus, Ecclesiae Wülflingensis Pastor / Assumente Joh. Casparo Schwytzero, S. Literaro Studioso / Ad d. 23. Octobris ... , Zürich 1639), F Montauban und F Saumur. Pfarrer in Basadingen ZH 1643, sodann in Zürich ZH 1644 Dozent (Präceptor primae classis Carolinae), Alumnatsinspektor und Professor für Hebräisch am Collegium humanitatis 1646, Professor für Katechetik 1649, für Griechisch und Latein am Carolinum 1656 und Chorherr am Grossmünster 1660. | SCHWEIZER, Johann Kaspar (I28722)
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| 5236 | Thurgauer Pfarrerbuch, 1863, S. 15. DGB 65 (1929), S. 206. Studium in Basel BS 1672 (Matrikel der Universität Basel - siehe www.e-codices.ch - am 12.6.1672, "Helvet. Tigurinus") und Zürich ZH 1673 (Veröffentlichung bei http://www.e-rara.ch/zuz/content/titleinfo/3831265: Kosmopoia sive Dissertatio de origine mundi / quam ... sub praesidio ... Dn. Johannis Lavateri ... amicae disquisitioni proponit Joh. Henricus Lavaterus, philosophiae studiosus, a. & r. ..., Zürich 1673). Pfarrer in Gachnang TG 1677/1725. Er führte in Gachnang als erster Kirchgemeinde im Thurgau den sogenannten Stillstand ein, ein kirchliches Gremium, das beim Ehegericht, der Armenfürsorge und der Ordnung in der Gemeinde führend war. Seine Stillstandsordnung wurde später für alle thurgauischen Kirchgemeinden wegweisend und prägte das kirchliche Leben bis ins 20. Jahrhundert. Pionierarbeit leistete er auch im Bereich der Brandversicherung. Er entwarf 1716 eine Brandsteuerordnung, die für alle Thurgauer Gemeinden angenommen und verpflichtend wurde. Diese Brandsteuerordnung wurde später zur eigentlichen Grundlage der privatwirtschaftlichen Brand- und Hagelversicherung im Thurgau (www.ref-gachnang.ch). Tod verkündet in den Zürcher "Donnstags-Nachrichten" vom 29.11.1731. | LAVATER, Johann Heinrich (I18473)
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| 5237 | Thurgauer Pfarrerbuch, 1863, S. 16. Erhard Dürsteler, Stemmatologia Tigurina, Band 5, S. 78v. Studium in Zürich ZH (Veröffentlichung bei http://www.e-rara.ch/zuz/ch18/content/titleinfo/9568033: Positiones philosophicae miscellaneae katallaktikai / quas sapientiâ coelesti adspirante, sub moderamine Solomonis Hottingeri ..., pro examine philosophico ritè consequendo, kad dynamin distinctis vicibus, tueri sustinebunt Henricus Rueggius, ... [et al.], Christophorus Lavaterus / Die & Februarii, l.h.q.s., Zürich 1703). Pfarrer zu Gachnang TG 1725/49. | LAVATER, Christoph (I18482)
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| 5238 | Titel und Nahmen Buch von Ihrer Churfürstlichen Durchleucht zu Pfaltz gesamten Hofstatt Anno 1723, fol. 18. Veröffentlichung: Dissertatio Inauguralis Medica De Epilepsia, 1696. "Doctor Medicinae" in Weinheim (1697). Pate in Weinheim (Klosterkirche) am 25.8.1697. "Medicinae Licentiatus und bey Churfürstl. hiesiger Cantzley wohl verdienter Physicus (1701) bzw. "Hofmedicus" (1723) in Heidelberg. über seinen Schwager: ..den Willen verheiratet, hatte den Apothekerberuf an den Nagel gehängt und saß als Kaiserl. Leutnant in Silberberg in Schlesien (Wo leider nichts über ihn zu erfahren war, da die Silberberger Kirchenbücher 1807 bei der Belagerung verbrannt sind.) Seine Kinder wurden allerdings z.T. in Hanau getauft. Im Testamen von 1716 enterbte ihn sein Vater. Der Sohn war im Begriff, "der Fortuna in Ungarn nachzuziehen"; er übertrug sämmtliche Rechte des Erbgsngs und für den Fall seines Todes die Vormundschaft über seine Kinder, die mit seiner Frau in Silberberg sich aufhielten, seinem "vielgeliebten Schwager" Dr. Faber in Heideelberg. Er selbst scheint im Krieg geblieben zu sein, denn 1728 ist sein Erbrecht erloschen. aus Die Geschichte der Heidelbedrger Hof-Apotheke von Walter Donat, 1912, S. 60 | FABER, Dr. med Dr. med Ludwig (I770)
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| 5239 | Tobias Egli (* 1534 in Zürich; † 15. November 1574 in Chur) war ein Schweizer reformierter Pfarrer und Antistes der evangelisch-rätischen Synode. Tobias Egli wurde 1534 in Zürich geboren. Der ursprüngliche Name seiner Familie war Götz. Er besuchte Schulen in seiner Heimatstadt und war um das Jahr 1557 herum in Marburg. 1558 wurde er ordiniert und übernahm die Pfarrstelle in Weiach. Noch im gleichen Jahr wurde er Pfarrer in Frauenfeld. Weil er sich dort sehr für die Reformation einsetzte, verklagten die Katholiken Egli im Jahr 1561. Der Strafe der Inhaftierung entkam er durch Flucht zurück nach Zürich. In Davos diente er ab Mai 1561 nach Aufnahme in die Bündner Synode als Pfarrer. Im Frühling 1563 wechselte er erneut, weil seiner Frau die Abgelegenheit des kleinen Dorfes nicht gefiel. Zwei Jahre später übernahm er die Pfarrstelle Russikon. Als 1566 der damalige Antistes Johannes Fabricius Montanus starb, übernahm Egli sein Amt. In Chur wurde er mit mehreren schwierigen Situationen um Johannes Gantner konfrontiert und verstarb dort am 15. November 1574 an der Pest. Eglis Leben war stark von seinem Mentor Heinrich Bullinger beeinflusst, der ihm Pfarrstellen und die Stelle als Antistes ermöglichte. Johannes Fabricius Montanus (eigentlich Johannes/Jean/Hans Schmid; * im Herbst 1527 in Bergheim, Elsass; † 5. September 1566 in Chur) war ein reformierter Geistlicher, neulateinischer Dichter und Universalgelehrter. Er wurde als Sohn des Metzgers Jakob Schmid und Klara Jud im elsässischen Bergheim geboren. Seine schulische Ausbildung begann er mit sieben Jahren in Zürich beim Bruder seiner Mutter, dem Reformator Leo Jud. Er wechselte nach Basel und dann nach Strassburg, wo zu dieser Zeit der protestantische Reformator Martin Bucer wirkte. Nach einem kurzen Zwischenaufenthalt in Zürich nahm er schliesslich 1545 ein Theologiestudium an der Universität Marburg auf, wo unter anderen der reformierte Theologe Andreas Hyperius zu seinen Lehrern zählte. Sein dortiger Freundeskreis, darunter der neulateinische Dichter Petrus Lotichius Secundus, führte ihn in die Dichtkunst ein und weckte zugleich sein Interesse für Botanik. Mit Lotichus wechselte er 1546 an die Universität Wittenberg, um dort die Vorlesungen von Philipp Melanchthon zu hören, und besuchte bei dieser Gelegenheit auch kurz Joachim Camerarius den Älteren in Leipzig. Nach Abschluss seines Studiums kehrte er 1547 nach Zürich zurück, erhielt dort eine Stelle als Lehrer an der Grossmünsterschule und wurde 1551 zu deren Rektor. Für seine erfolgreiche Arbeit wurde ihm dort das Zürcher Bürgerrecht verliehen. Er pflegte Kontakte zu seinem ehemaligen Lehrer, dem Hebraisten Konrad Pellikan und dem Arzt und Naturforscher Conrad Gessner. Er verfasste unter anderem eine Elegie auf Wilhelm Tell (De Wilhelmo Thellio elegia). 1557 wurde er, wohl auf Grund seiner Zürcher Leistungen und auf Empfehlung des Zürcher Reformators Heinrich Bullinger, Nachfolger des Churer Stadtpredigers Johannes Comander. Hier trug er zur Verbreitung des reformierten Glaubens in Graubünden, besonders im Prättigau, bei, das sich mit seinen Pässen im Spannungs- und Einflussfeld der rivalisierenden katholischen Mächte Spanien und Frankreich befand. Neben seiner Tätigkeit als Geistlicher, die nicht frei von Rückschlägen war – so scheiterte sein Versuch zur Säkularisation des Bistums Chur – widmete er sich auch hier der literarischen Tätigkeit. Gleichzeitig führte er in der dortigen Hochgebirgswelt botanische Exkursionen, deren Ausbeute er an Gesner nach Zürich sandte. Als in Chur die Pest ausbrach, weigerte er sich, seine Gemeinde im Stich zu lassen; schliesslich wurde er selbst ein Opfer der Seuche. Er starb als wichtiger Bündner Reformator und als ein bedeutender Poet seiner Zeit. Johannes Gantner (* um 1530 in Chur; † Juli 1605 ebenda) war ein Schweizer reformierter Pfarrer. Nach ihm und den Auseinandersetzungen um seine Person benannt ist der sogenannte Gantnerhandel. Johannes Gantner wurde um 1530 in Chur im Kanton Graubünden geboren, wo er wohl auch die Schule besuchte. Von 1554 bis 1558 studierte er an der Universität Basel. Im gleichen Jahr nahm ihn die evangelisch-rätische Synode auf und er übernahm Pfarrstellen in den Dörfern Castiel, Calfreisen sowie Lüen, wo er jeweils der erste mit Namen überlieferte Pfarrer war. Da Gantner als guter Prediger galt, übernahm er die Pfarrstelle in seiner Heimatstadt Chur, wo in der Pestepidemie 1566 beide Stadtpfarrer verstorben waren. Der Gantnerhandel Sein Kollege Tobias Egli, der auf eine andere Churer Pfarrstelle berufen wurde, war ein Streitpartner Gantners. Grund der Auseinandersetzung war der Anhänger der Täuferbewegung und Buchhändler Georg Frell. Da Gantner Frell verteidigt hatte, wurde ihm das Anstellungsrecht als Pfarrer in Chur entzogen. Zudem wurde er aus der Bündner Synode ausgeschlossen. Diese Auseinandersetzung ging als Gantnerstreit in die Geschichte ein. Gantners Nachfolger war Ulrich Campell, der wiederum auch teilweise in den Streit verwickelt wurde. Die Entscheidung, Gantner zu entlassen, war nicht unumstritten. Manche verlangten, ihn wieder einzusetzen und Egli zu entlassen. Im Juli 1571 befasste sich die Synode mit dem Fall. Das Resultat war eine einjährige Suspendierung Gantners, gegen die er jedoch vor dem Bundestag der Drei Bünde Einspruch erhob, der im November 1571 abgelehnt wurde. In den nächsten Jahren verhielt er sich ruhig und führte bis 1586 eine Landwirtschaft. Als er in diesem Jahr nach Chur zurückkehrte, hatten sich die Umstände geändert, da seine Feinde inzwischen verstorben waren. Seine Söhne bewirkten, dass die Synode Gantner im Jahr 1586 wiederaufnahm. Zugleich wurde er Pfarrer in Maienfeld. Im Jahr 1596 wurde er auch als Pfarrer zurück nach Chur berufen. Diese Stelle als Antistes an der Martinskirche hielt er inne, bis er im Juli 1605 verstarb. | EGLI, Tobias (I46529)
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| 5240 | Tochter des Caspar Erasmus Kunkler und der Elsbetha Zollikofer, beide in St. Gallen geboren und gestorben, Enkelin von väterlich Hans Jakob Kunkler(1675-1730) und Zollikofer von Altenklingen Ursula(1676-1755), sowie mütterlich Zollikofer Johannes (1683-1741) und Sara Kunkler1696-1764). | KUNKLER, Sara (I265)
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| 5241 | Tochter des Joachim Zollikofer und Witwe des Matthäus Zollikofer. | ZOLLIKOFER VON ALTENKLINGEN, Sabina (I4367)
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| 5242 | Tochter des Johannes Meyer von Knonau aus Zürich und der Anna Reinhard, die in zweiter Ehe Zwingli heiratet. | MEYER VON KNONAU, Margaretha (I3119)
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| 5243 | Tochter des Johannes Meyer von Knonau aus Zürich und der Anna Reinhard, die in zweiter Ehe Zwingli heiratet. Ihr Sohn Gerold wurde 1512 von der Familie von Knonau aufgenommen. | MEYER VON KNONAU, Gerold (I3120)
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| 5244 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I32)
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| 5245 | Tochter des Nadlermeisters Johann Felix Reutlinger (1601-1654) aus Zürich und der Regula Locher (1612-1646), die in Zürich gestorben ist. EM 1019. EWB 3562. FNB: a für Reutlinger in Zürich ZH. Patin in Sinsheim-Reihen am 23.3.1652, Dienstmagd. Kindstaufen in Heidelberg 1668/80 In Zürich geboren sind Kind: 1. Regula und 6. Christoph; alle anderen Kinder sind in Heidelberg, DEU geboren. | REUTLINGER, Barbara (I798)
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| 5246 | Tochter Dorothea kümmert sich später, ab 1789, um die Waisenkinder des Johann Heinrich Hen(k)ing und der Christine Louise, Edle von Walzdorf, aus der Nachkommenschaft ihrer Schwester Margaretha Susanne Delph. Dorothea kannte Lili Schönemann schon als Kind, mochte Goethe und war diejenige, die Ostern 1775 die Zustimmung beiderseitiger Eltern zu Goethes Verlöbnis mit Lili eroberte. Anna Elisabeth Schönemann (* 23. Juni 1758 in Offenbach am Main; † 6. Mai 1817 in Krautergersheim im Elsass) verh. von Türckheim ging als Goethes Verlobte „Lili“ in die Literaturgeschichte ein. Lili war die Tochter eines vermögenden Frankfurter Bankiers. Ihre Mutter entstammte der adligen Hugenottenfamilie d’Orville, die gemeinsam mit der Familie Bernard eine Fürstlich Isenburgsche privilegierte Schnupftabakfabrik in Offenbach am Main betrieb. Somit spielte sich ein Großteil der folgenden Liebesgeschichte, die Goethe im 17. Buch seiner Autobiographie "Dichtung und Wahrheit" ausführlich schildert, in Offenbach am Main ab, das damals als eine ländliche Idylle vor den Toren Frankfurts lag. Goethe hatte die musikalische Sechzehnjährige bei einem Hauskonzert der Familie Schönemann in Frankfurt am Main kennengelernt und sich im Frühjahr 1775 mit ihr verlobt. Beide standen in einem eigenartigen Liebesverhältnis zueinander, welches man ohne große Mühe aus Goethes Gedicht 'Lilis Park' herauslesen kann: Ist doch keine Menagerie so bunt als meiner Lili ihre! Sie hat darin die wunderbarsten Tiere Und kriegt sie 'rein, weiß selbst nicht wie, Die armen Prinzen allzumal, In nie gelöschter Liebesqual! Nun als der Zweck näher heranrückte, wollte es hüben und drüben nicht vollkommen passen (DuW, 17. Buch). Das Verlöbnis ging in die Brüche. "Ich wäre ein Tor, mich fesseln zu lassen. Dieser Zustand erstickt all meine Kräfte, dieser Zustand raubt mir allen Mut der Seele; er engt mich ein ! Was liegt nicht alles in mir ? Was könnte sich nicht alles entwickeln ? Ich muss fort in die freie Welt." So empfand der unbezwingbare Stürmer und Dränger, und so ließ Goethe den Fernando in "Stella" sagen, jenem Stück, das er im Februar 1776 an seine Ex-Geliebte schickte – nicht ohne eine persönliche Widmung, in der noch immer von unentrinnbarer Liebe die Rede war. 17. Mai 1775: 1. Besuch Johann Wolfgang von Goethes in Heidelberg (mit den Brüdern Grafen Stolberg) 17?.-20. Juli 1775: 2. Besuch Johann Wolfgang von Goethes in Heidelberg (mit den Brüdern Grafen Stolberg) 30. Oktober-4. November 1775: 3. Besuch Johann Wolfgang von Goethes in Heidelberg (bei Delph, Aufbruch nach Weimar) 23. September 1779: 4. Besuch Johann Wolfgang von Goethes in Heidelberg (mit Prinz Carl August von Weimar, auf der Reise nach der Schweiz) 19. Februar 1782: die Schwestern Delph erwerben das Haus Hauptstraße 196 um 1800 fl. 4.-7. August 1793: 5. Besuch Johann Wolfgang von Goethes in Heidelberg (bei seinem Schwager Johann Georg Schlosser) Johann Georg Schlosser (* 7. Dezember 1739 in Frankfurt am Main; † 17. Oktober 1799 ebenda) war ein deutscher Jurist, Historiker, Übersetzer, Staatsmann, politischer und philosophischer Schriftsteller der Aufklärung; Am 1. November 1773 heiratete er Goethes Schwester Cornelia. Der Schwager Johann Wolfgang von Goethes, setzte sich kritisch mit Immanuel Kant auseinander und war Mitglied der Wiener Freimaurerloge Zur wahren Eintracht. Vorschlag und Versuch einer Verbesserung des deutschen bürgerlichen Rechts ohne Abschaffung des römischen Gesezbuchs. Leipzig 1777. Werke: Ueber Pedanterie und Pedanten, als eine Warnung für die Gelehrten des XVIII. Jahrhunderts. Basel 1787. Mit e. Nachbemerkung hrsg. v. Alexander Košenina. Revonnah Verlag Hannover. ISBN 3-927715-74-3. Briefe über die Gesezgebung überhaupt, und den Entwurf des preusischen Gesezbuchs insbesondere. Johann Georg Fleischer, Frankfurt 1789 25.-27. August 1797: 6. Besuch Johann Wolfgang von Goethes in Heidelberg (3. Reise von Frankfurt/Main nach der Schweiz) Vortrag anlässlich der Wiedereröffnung des evangelischen Gemeindehauses am 20. Oktober 2001: Alexander Ritter "Wenn ein alter Abendmahlskelch erzählen könnte..." Streifzüge durch die Geschichte des evangelischen Rhens von 1650-1685 Wenn ein alter Abendmahlskelch erzählen würde, würde er möglicherweise heute von einer Begebenheit berichten, die beinahe auf den Tag genau 350 Jahre zurückliegt: Wie der Zufall so spielt, findet sich im letzten reformierten Kirchenbuch der Stadt Rhens, das gemeinsam mit dem Kelch seinen Weg nach Bad Schwalbach nehmen sollte, folgendes notiert: Rhens, 21. Sonntag nach Trinitatis, 19. /29. Oktober 1651: "Bis auf diese Zeit haben unsere Gemeinsleut, nachdem ihnen die Kirche abgenommen worden, eine Zeitlang des Gottesdienstes entbehren müssen, bis das uns durch Gottes Gnade zugestandene Religionsexerzitium in unserm Gotteshaus angefangen wurde, und am 19. / 29.10.1651 auch erste Kinder getauft wurden." (1) Die Parallele zu dem Ereignis, das uns heute, genau 350 Jahre später zusammengeführt hat, ist verblüffend, denn damals wurde das erste evangelische Gemeindehaus in Rhens eingeweiht. Damals war die Freude über die Einweihung eines reformierten Kirchhauses jedoch durch den Umstand getrübt, dass die kurfürstliche Regierung in Bonn den Protestanten erst vor wenigen Monaten den weiteren Gebrauch der Dionysiuskirche verboten hatte. Wie war es dazu gekommen? Dazu einige kurze Bemerkungen... Weil die kurkölnische Stadt Rhens bis 1629 an die Landgrafen von Hessen verpfändet war, hatte man hier schon 1528 die ' Reformation eingeführt. Damit zählte die Rhenser evangelische Gemeinde zu den ältesten protestantischen Kirchengemeinden am gesamten Rhein. Nur die Städte Straßburg und Basel hatten die Reformation noch früher eingeführt als die damals hessischen Orte St. Goar, St. Goarshausen, Braubach und Rhens. Als Rhens 1629 an Kurköln zurückgegeben wurde, setzte hier eine systematische Rekatholisierungspolitik ein, die sich weniger gewalttätiger Mittel bediente, sondern einer gut durchdachten katholischen Mission. So wurden in Rhens die evangelischen Pfarrer durch katholische ersetzt, Wallfahrten und religiöse Feste veranstaltet, Heiligenbildchen verteilt, religiöser Unterricht für Kinder und Erwachsene angeboten, Bruderschaften gegründet. Viele Bürger konvertierten zur katholischen Kirche. Trotzdem konnte der Missionseifer der Koblenzer Jesuiten die damals bereits 100jährige evangelische Tradition in Rhens nicht austilgen. Eine calvinisch geprägte evangelische Minderheit konnte sich behaupten. Da jedoch die Protestanten nach damaliger katholischer Auffassung als Ketzer galten, die durch ihre Gottesdienste die Pfarrkirche entweiht hatten, kam es 1644 zu einer Neuweihe der alten Kirche, deren Kosten der Stadtrat nicht decken wollte. Noch 1644 dominierten die Protestanten den Stadtrat, der sich weigerte, die Auslagen des Weihbischofs zu erstatten. Der katholische Pfarrer Scheffer erwirkte daraufhin einen kurfürstlichen Befehl, der die Deckung der Kosten innerhalb einer Frist von 14 Tagen forderte. Nicht lange danach schien Pfarrer Scheffer schließlich selbst die Konfession gewechselt zu haben. Schon 1645 war er verheiratet und erfreute sich der Anhängerschaft aller drei Konfessionen. Der Kurfürst ließ ihn sofort absetzen und berief Bernhard Matthiae als neuen Rhenser Pfarrer. Scheffer war jedoch nach altem Brauch durch das Kölner Ursulastift berufen worden und argumentierte nun, das er nach geltender Rechtslage nach wie vor der rechtmäßige Pfarrer von Rhens sei, weil der Kurfürst ihn nicht absetzen könne. Sein designierter Nachfolger Matthiae war außer sich und schrieb dem Kurfürsten am 10. Mai 1645 von den Problemen, die ihm Scheffer bereitete, zumal dieser "[...] mit seiner concubin als ein öffentlich ergernuß mehr destruirt als zehn gottliebende ehrliche prister erbawen können." Überhaupt habe er "in wahrheits grundt die tag" seines "lebens keinen solchen menschen gesehen, solches freches unverschempten gemuths,[...]." Nach einigen Schwierigkeiten erfolgte nun doch Scheffers Absetzung. Er blieb jedoch bis zu seinem Tod am 31. März 1647 in Rhens wohnen. Im September 1647 besetzten plötzlich hessische Truppen die Stadt, die die 20 Jahre zuvor erfolgte Rückgabe der Stadt Rhens an Kurköln und die Einführung des katholischen Glaubens aufgrund formaler Mängel für nichtig erklärten. Die Hessen setzten neben dem amtierenden Schultheißen Christoph Leye den Schöffen Nikolaus Weiseler als hessisches Stadtoberhaupt ein. Damit gab es in Rhens zwei Schultheißen, einen reformierten und einen katholischen, die im Herbst 1647 gemeinsam die Stadtrechnung unterzeichneten. Diese bizarre politische Situation währte bis zum Einmarsch kölnischer Truppen im Jahr 1650. Schon am 14./ 24. November 1647 wurde der katholische Schultheiß Christoph Leye auf Befehl des Kommandanten der Festung Rheinfels seines Amtes enthoben. Er musste Weiseler die Rathausschlüssel übergeben und schließlich sogar die Stadt verlassen. 1649 wurde auch der katholische Pfarrer Matthiae abgesetzt. Die hessischen Besatzer beriefen sich hier auf eine Bestimmung des Westfälischen Friedens, der 1648 verkündet worden war. Dieser sah ein sogenanntes "Normaljahr" vor, demzufolge der Konfessionsstand und das Kircheneigentum nach dem Stand des Jahres 1624 wiederherzustellen seien. In diesem Jahr befand sich die Rhenser Kirche und das Pfarrhaus noch in den Händen der Protestanten. Die Bürger waren 1624 evangelisch, allerdings war die Stadt an Hessen nur pfandweise überlassen. Hessen hätte in Rhens nach katholischer Auffassung die Reformation überhaupt nicht erst einführen dürfen. Mit der Einsetzung des reformierten Predigers Ludolphus als Rhenser Pfarrer brach nun in Rhens ein offener Glaubenskampf aus, der an die Zustände in Nordirland erinnert. So beklagten sich am 2. Oktober 1649 die Rhenser Katholiken, dass man ihnen die Kirche entrissen und ihnen sogar verboten habe, den Gottesdienst in den umliegenden Ortschaften zu besuchen. Aus der Feder des reformierten Pfarrers Ludolphus hört sich die Sache anders an: Am 31. Oktober 1649 schrieb er an den Landgrafen Ernst von Hessen-Rheinfels, was sich in den vergangenen Tagen zugetragen hatte: Nachdem der katholische Pfarrer nach seiner Flucht aus der Stadt wieder in Rhens aufgetaucht war, sei noch am gleichen Abend ein Stein durch ein Fenster des reformierten Pfarrhauses geflogen, der den Kopf des evangelischen Pfarrers nur knapp verfehlt hatte. Am nächsten Tag habe sich der katholische Pfarrer gewaltsam Zutritt zum Rathaus verschafft, um dort eine Messe zu lesen. Am 3. November drohte der hessische Amtmann Nordeck, Matthiae, "den gewesenen (!) Meßpriester" innerhalb von drei Tagen der Stadt zu verweisen, "wenn er nicht still und privatim zu leben" verspreche. Der Kurfürst von Köln musste nun handeln und schickte den vertriebenen Schultheißen Leye wieder nach Rhens, damit dieser dort nach dem Rechten sehe. Leye erstattete seinem Herrn am 10. Dezember 1649 Bericht und empfahl ihm, Rhens mit einer Garnison zu belegen, da Gericht und Rat fest in protestantischer Hand seien. Dies geschah auch, so dass die Stadt mit dem Jahr 1650 wieder zwei Schultheißen hatte, den Protestanten Weiseler und den Katholiken Leye. Was bisher durch Seelsorge und Katechese nicht erreicht werden konnte, nämlich die ausnahmslose Rückführung der Einwohner zum katholischen Glauben, musste nun mit anderen Mitteln betrieben werden. Mit Unterstützung der kölnischen Garnison waren die Katholiken schon am 13. Januar 1650 wieder im Besitz des Rathauses, in dem sie auch ihren Gottesdienst feierten. Die Kirchenschlüssel blieben vorerst in protestantischer Hand. Am 30. März 1650 schrieb die Landgräfin dem Kurfürsten, dass es zu Handgreiflichkeiten und Bedrohungen der evangelischen Bürger durch kurfürstliche Soldaten, den katholischen Pfarrer und den Schultheißen Leye gekommen sei. Soldaten seien in die Kirche eingedrungen. Sie hätten Türen, Geläut und Altartücher beschädigt sowie den Glöckner verprügelt. Ende Mai 1650 hatten die Rhenser dem Kurfürsten von Köln den Treueid geleistet. Die Stadt war wieder kölnisch, aber die Respektierung des evangelischen Kirchenwesens auf der Grundlage des Westfälischen Friedens wurde ausdrücklich zugesagt. Da die Katholiken mittlerweile den Evangelischen zahlenmäßig überlegen waren, versuchte man, die Kirche simultan, d. h. gemeinsam zu nutzen, was jedoch an den konfessionellen Reibereien scheiterte. Schon am 14. April 1650 hatte sich der reformierte Pfarrer Nister bei den hessischen Behörden darüber beklagt, dass die Rhenser Katholiken in allen kirchlichen wie weltlichen Dingen Vorrechte für sich beanspruchten. Aufgrund der unterschiedlichen Kalender weigerten sich nämlich die Protestanten, gemeinsam mit den Katholiken Ostern zu feiern. Am Ostermontag nach protestantischem Kalender seien die Soldaten beim Läuten der Glocken "dazwischen gefallen" und hätten die Gläubigen am Kirchgang gehindert. Obwohl es noch zu weiteren Übergriffen und Drohungen kam, konnten die Protestanten ihre Rechte an der Kirche noch bis Ende 1650 verteidigen. Im Januar 1651 fiel sie aber auf Betreiben des Schultheißen Leye und unter Nichtachtung der Normaljahresbestimmung zurück an die katholische Gemeinde. Das war die Situation vor genau 350 Jahren. In der Folgezeit benutzen die Rhenser Protestanten ein Privathaus, das ihnen zunächst mietweise überlassen wurde. Dieses Gebäude befand sich in der Hochstraße an der Stelle des heutigen Hauses "Zum Marienbildchen". 1653 hatte der damalige evangelische Pfarrer Nister in Köln und in den Niederlanden genug Spenden gesammelt, um das Gebäude zu kaufen, das in der Folgezeit zu einer kleinen Kirche mit Kanzel und Bänken ausgebaut wurde. Möglicherweise wurde von dem übrigen Geld der Kelch erworben, den wir heute hier ausstellen können. Die Gewalttätigkeiten gegen die protestantische Minderheit sollten jedoch noch kein Ende nehmen. Man kann dies nicht gutheißen, aber mit Blick auf die harte Hand der hessischen Besatzung von 1647 bis 1650 zumindest nachvollziehen. Als die Protestanten im Jahre 1655 zu ihrem Gottesdiensthaus noch ein Pfarrhaus dazukauften, sah der Rhenser Stadtschultheiß Leye sein Vorkaufsrecht übergangen und beanspruchte eines der Häuser für sich. Als Pfarrer Nister verreist war, ließ Leye das Pfarrhaus besetzen und die Familie des Pfarrers vor die Türe setzen. Zwei Tage später ließ Nister seine Habseligkeiten wieder ins Pfarrhaus bringen und verkaufte pro forma das Kirchhaus an den reformierten Bürger Heinrich Kerp. Einige Tage später ließ Schultheiß Leye die Türe des Kirchhauses durch einen - so wörtlich - durch Wein erhitzten katholischen Haufen gewaltsam öffnen. Allerdings konnte Nister durch eine Klage bei der kölnischen Regierung die Übergriffe zunächst beenden. 1656 hatte man Pfarrer Nister eine neue Stelle in Hanau angeboten. Als im November des gleichen Jahres ein Pfarrer namens Schenk die Rhenser Pfarrstelle übernehmen sollte, hätten ihm "die Papisten [...] die Pforte vor der Nase zugeschlagen" und ihn nicht eingelassen, "wiewohl er drei Stunden davor gestanden". Als Nister den Schultheißen bat, den Mann doch als Privatperson in der Stadt übernachten zu lassen, präsentierte ihm das Stadtoberhaupt einen kurfürstlichen Befehl vom 9. November 1656, demzufolge kein reformierter Prediger in die Stadt zu lassen sei. Schließlich reichte man Schenk eine Laterne zu einem anderen Tor heraus. Mit dieser musste er in der Dunkelheit zu einem Nachbardorf laufen, um am nächsten Morgen von dort aus nach St. Goar zurückzureisen. Nister musste noch bis 1657 in Rhens bleiben. Als sich 1678 Maria Susannne Moda von Rhens mit dem ebenfalls protestantischen Christoph Schmidt von Bacharach verlobte und in Rhens niederlassen wollte, schalteten sich die kurkölnischen Behörden ein und verwiesen darauf, dass man zwar das reformierte Religionsexerzitium zugestanden, nicht aber den Zuzug weiterer Protestanten gestattet hatte. Der Zuzug von Protestanten war vermutlich schon 1651 verboten worden, man setzte sich aber darüber hinweg, denn am 7. / 17. September 1678 wurden Christoph Schmidt und seine Frau in Rhens getraut und ließen sich dort nieder. Diese Angelegenheit zeigt, dass es trotz der Religionsstreitigkeiten zwischen 1647 und 1657 noch nachbarschaftliche und verwandtschaftliche Bande zwischen katholischen und evangelischen Rhensern gab. 1679 ließ der Kurfürst deutlich durchblicken, dass er schon seit geraumer Zeit die Auswanderung aller noch in der Stadt verbliebenen Evangelischen betreibe und schrieb dem Landgrafen Karl von Hessen-Kassel, dass "keine Regierung im Reich gern andere Religionsangehörige in ihrem Territorium gestatte" und "dass die letzten Andersgläubigen nur noch bis zum 1. Mai 1680 in Rhens bleiben könnten." Bis zu diesem Zeitpunkt "sollten sie ihren Besitz veräußern können". Infolge dieses Erlasses zogen angeblich acht evangelische Familien mit ihrer Habe von Rhens fort. Mittlerweile wohnten nur noch vier evangelische Familien mit ihrem Pfarrer in Rhens. Das Jahr 1685 brachte das endgültige Ende der evangelischen Gemeinde. Der amtierende reformierte Pfarrer Delph (1674-85) wurde der Schmähung beschuldigt. Angeblich hatte er katholische Feiertage durch das Binden von Büchern entheiligt und den katholischen Pfarrer sowie die Sendschöffen beleidigt. Zur gleichen Zeit forderten die kölnischen Behörden den Schultheißen auf, "die Auswanderung (der Evangelischen) bei 100 Gulden Strafe anzuordnen" und bei Weigerung "die zwangsweise Fortschaffung der Protestanten mit Militärgewalt zu vollziehen". Nachdem ein Gnadengesuch des Pfarrers Delph am 16. Februar 1685 abgelehnt worden war, verließ auch er die Stadt. Mit sich nahm er das letzte Kirchenbuch der Rhenser reformierten Gemeinde und ihren Abendmahlskelch, den wir heute hier zeigen können. Aus dem Kirchhaus der Protestanten wurden Kanzel und die Bänke entfernt, um jedes äußerliche Zeichen eines evangelischen Kirchenwesens zu tilgen. Da es jedoch den Landgrafen von Hessen gehörte, konnte die Stadtverwaltung es nicht einfach einziehen. Es wurde an einen Schmied vermietet und brannte 1698 ab. Damals wurde Brandstiftung vermutet. Das evangelische Pfarrhaus wurde der katholischen Kirche übertragen - als Ersatz für die Bilder und Kultgeräte der Dionysiuskirche, die nach Einführung der Reformation von den Protestanten zerstört bzw. verkauft worden waren. Auf den Wunsch der Landgrafen von Hessen-Kassel gründete Pfarrer Delph in Kemel/Taunus eine evangelisch-reformierte Gemeinde, die später ihren Pfarrsitz in Bad Schwalbach hatte. Aus dem übrigen veräußerten Grundbesitz der Rhenser Evangelischen Gemeinde wurde dieser Umzug finanziert. Nur eine evangelische Familie folgte ihrem Pfarrer nach Schwalbach. Alle anderen waren vorher nach Bendorf, Neuwied und Braubach gezogen. Die Mehrheit der Rhenser Protestanten war jedoch katholisch geworden. Sie behielten sogar ihre städtischen Ämter und einer von ihnen, Johann David Dreis, wurde sogar Oberbürgermeister von Rhens. Der Abendmahlskelch der ehemaligen Evangelischen Gemeinde zu Rhens ist an diesem Tag und Ort das älteste stadtgeschichtliche Exponat dieser Art. Alle Einrichtungsgegenstände der Dionysiuskirche stammen aus dem 18. Jahrhundert, denn die ursprüngliche Ausstattung wurde, als Rhens noch mehrheitlich evangelisch war, verkauft oder zerstört. Deshalb und gerade in diesen Tagen, wo wir mit ansehen müssen, wie religiöser Fanatismus zum Nährboden für Terrorismus wird, gewinnt dieser Kelch eine mehrdimensionale hochaktuelle Bedeutung: Nach nunmehr 316 Jahren kehrt er zum ersten Mal an den Ort seiner Herkunft zurück, als Mahnung zu mehr religiöser Toleranz, als Symbol christlicher Nächstenliebe und als vorläufiges Ende einer Geschichte, die in dem wenig erfreulichen Jahr 1653 begann. Dieser bedeutungsvolle Kelch gehört heute der Evangelischen Kirchengemeinde Bad Schwalbach. Die Evangelische Küchengemeinde Rhens möchte eine Replik anfertigen lassen, die als ein Zeichen gelebter Ökumene auch der katholischen Kirchengemeinde zur Eucharistie dienen soll. Diese Zweitanfertigung des Kelches soll aus Spendenmitteln geschehen. Voreingeholte Kostenschätzungen ergeben eine Summe von höchstens DM 10.000,-. Spenden sind willkommen auf dem Konto der Evang. Kirchengemeinde Koblenz-Mitte: Sparkasse Koblenz Konto 4002, BLZ 570 501 20 Stichwort: "Rhenser Kelch" (1) Aus Platzgründen wurde auf den Nachweis der verwendeten Quellen und Literatur verzichtet. Zitate sind der besseren Lesbarkeit wegen der heutigen Orthographie angenähert. Weitere Informationen zur Rhenser Geschichte finden Sie unter www.geschichte entdecken.de © Geschichte-entdecken, A. Ritter, Am Hemel 4, 55124 Mainz Die Reformationskirche in Bad Schwalbach im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis ist eine evangelische Kirche, die von 1729 bis 1740 von den aus Rhens am Rhein zugewanderten reformierten Christen gebaut wurde. Die Reformationskirche entstand auf Veranlassung des Landgrafen Karl von Hessen-Kassel, der seit 1685 protestantische Glaubensflüchtlinge aus dem Königreich Frankreich, sogenannte Hugenotten, zur Ansiedlung einlud. Die Rechtsgrundlage dafür bot ihm der Regensburger Vertrag von 1654, der sowohl Lutheranern und Reformierten als auch Katholiken freie Religionsausübung in Bad Schwalbach gewährte. Langenschwalbach, wie Bad Schwalbach damals hieß, stand seit dem Westfälischen Frieden von 1648 unter der Herrschaft der hessen-kasselischen Sekundogenitur Hessen-Rheinfels, in deren Territorium Landgraf Karl so genannte Reservatrechte ausübte, die sich auch auf das Religionswesen erstreckten. So kamen 1685 auch einige reformierte Familien mit ihrem Pfarrer Johann Bernhard Delph (1637 - 1723) in den Vordertaunus, die der Kölner Kurfürst Maximilian Heinrich in Rhens am Rhein ausgewiesen hatte. Ihnen wurde zunächst der benachbarte Ort Kemel als Wohnsitz zugewiesen. Doch schon bald zeigte sich, dass Kemel als Mittelpunkt einer reformierten Gemeinde ungünstig gelegen war, zumal sich immer häufiger auch reformierte Kurgäste in Langenschwalbach aufhielten. Deshalb erwarb Pfarrer Delph 1687 den Langenschwalbacher Erlenhof, den er als reformiertes Pfarramt führte. Für Gottesdienste stellte man der reformierten Gemeinde, wie auch an anderen Orten der Niedergrafschaft Katzenelnbogen, die evangelisch-lutherische Pfarrkirche zur Verfügung. Die gemeinsame Nutzung der Pfarrkirche sorgte immer wieder für Auseinandersetzungen, die 1724 darin mündeten, dass die Lutheraner den Reformierten am 2. Weihnachtsfeiertag das Betreten der Kirche zu einem Abendmahlsgottesdienst schlichtweg verweigerten, so dass mehr als 50 Langenschwalbacher und 250 auswärtige Reformierte kurzerhand auf ein Privathaus ausweichen mussten.[1][2] Nachdem 1723 Johann Heinrich Delph das Pfarramt von seinem Vater übernommen hatte, wurde 1729 der Grundstein der Reformationskirche gelegt. Trotz beträchtlicher Spenden von reformierten Christen aus dem In- und Ausland schritt der Bau jedoch nur langsam voran, so dass die Kirche erst 1740 ihrer Bestimmung übergeben werden konnte. Der Dachreiter mit den beiden Glocken kam sogar erst 1749 hinzu. Mit der Idsteiner Union von 1817 wurden die beiden evangelischen Kirchengemeinden zu einer einzigen vereinigt. Der an der Kirche gelegene reformierte Friedhof wurde aufgegeben. In den Jahren 2001 bis 2005 wurde die Kirche saniert und in ein modernes Gemeindezentrum umgebaut.[3] Hier wird auch der aus dem Nachlass von Pfarrer Delph stammende Abendmahlskelch der Rhenser Exulanten präsentiert, den der Mainzer Historiker Alexander Ritter 1999 im Archivschrank des ehemaligen Pfarrhauses wiederaufgefunden hat. 2002 wurde zur Erinnerung an die schweren Konfessionskämpfe in Rhens ein Replikat dieses Kelches angefertigt, das evangelische und katholische Christen aus Rhens in einer mehrtägigen Wanderung symbolisch von Bad Schwalbach zurück nach Rhens trugen. Diese originalgetreue Nachbildung des historischen Kelches dient seither der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde Rhens zum gemeinsamen Gebrauch bei der Feier des Abendmahls bzw. der Eucharistie. 2001 wurde im Bad Schwalbacher Pfarrarchiv der Abendmahlskelch der 1685 nach Bad Schwalbach emigrierten Rhenser Calvinisten entdeckt und damit 2002 die Herstellung einer originalgetreuen Kopie dieses Kelches zum „ökumenischen Gebrauch“ in beiden Rhenser Kirchengemeinden veranlasst. | DELPH, Johann Heinrich (I575)
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| 5247 | Tochter Friederike soll den Fabrikanten Posern in Meißen geheiratet haben, lt. Tel. Hilde Randoll 04.05.2020 | LANGENBACH, Rosina\e Emilie (I54)
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| 5248 | Tod durch Ertrinken in der Sieg, nach 11 Wochen gefunden und begraben | KAUERT, Peter (I2604)
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| 5249 | Tod lt. Zusatz beim Taufeintrag. | HETTE(N)BACH, Anna Christina (I596)
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| 5250 | Tod • 0 Quellen 26. April 1760 York, Pennsylvania, Vereinigte Staaten, https://ancestors.familysearch.org/en/L8B2-CX2/maria-elisabetha-fritz-1698-1760 | FRITZ, Maria Elisabeth (I775)
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