Treffer 5,101 bis 5,150 von 6,111
| # | Notizen | Verknüpft mit |
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| 5101 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I2883)
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| 5102 | Stephanos war der zweitälteste Sohn des Kaisers Romanos I. Lakapenos (920–944) und dessen zweiter Frau Theodora. Er hatte einen älteren Halbbruder, den Mitkaiser Christophoros, einen älteren Bruder, den späteren Patriarchen Theophylaktos, einen jüngeren Bruder, den Mitkaiser Konstantin, sowie einen jüngeren außerehelichen Halbbruder, den späteren Parakoimomenos Basileios. Seine ältere Schwester Helena Lakapene war seit 919 mit Konstantin VII. verheiratet, der im folgenden Jahr von seinem Schwiegervater als Hauptkaiser (Basileus) verdrängt wurde. Mit seiner Frau Anna Gabala hatte Stephanos einen Sohn namens Romanos. Am 25. Dezember 923 (oder 924) wurde Stephanos noch als Kleinkind zusammen mit seinem Bruder Konstantin zum Mitkaiser (Symbasileus) gekrönt. Er nahm in der Hierarchie des Kaiserkollegiums hinter Romanos I., Konstantin VII. und Christophoros den vierten Rang ein; nach dessen Tod 931 rückte er an die dritte Position vor. Stephanos nahm an den Feierlichkeiten teil, die im Sommer 944 anlässlich der Überführung des Mandylions von Edessa nach Konstantinopel veranstaltet wurden. Im Winter 944 zettelte Stephanos eine Verschwörung gegen seinen Vater Romanos an, der am 20. Dezember 944 entthront, auf die Insel Proti gebracht und zum Mönch geschoren wurde. Danach konnte sich allerdings Konstantin VII. als Hauptkaiser durchsetzen, der Stephanos und dessen jüngeren Bruder am 27. Januar 945 als Mitkaiser absetzte und auf die Prinzeninseln verbannte, wo sie gleichfalls ins Klerikergewand gesteckt wurden. Eine Verschwörung im Dezember 947 mit dem Ziel, Stephanos auf den Thron zu bringen, wurde rechtzeitig aufgedeckt. Stephanos wurde später nach Prokonnisos, dann nach Rhodos und zuletzt (nach 949) nach Mithymna auf Lesbos gebracht. Dort starb er am Ostersamstag 963; angeblich hatte ihn Theophanu, die Witwe Romanos’ II., vergiften lassen. | LAKAPENOS, Stephanos (I37382)
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| 5103 | Stephen der Posthume (1236–1271) war der posthume Sohn von König Andreas II. Von Ungarn von seiner dritten Frau Beatrice d'Este . Er wurde von seinen viel älteren Halbbrüdern, darunter König Béla IV. Von Ungarn , als Bastard der Untreue angesehen und durfte keine herzoglichen Einnahmen aus Ungarn erhalten, zu denen er als Sohn eines ungarischen Königs berechtigt gewesen wäre. Er war zuerst mit einer Witwe, Isabella Traversani, verheiratet, von der er einen kurzlebigen Sohn namens Stephen hatte. Seine zweite Frau war Tomasina Morosini . Ihr Sohn wurde später König Andreas III. Von Ungarn . | VON UNGARN, Stephan ´der Posthume` (I1921)
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| 5104 | Stieftochter von Zwingli! Nichte der Anna Meyer von Knonau (* Zürich; + 1516 Zürich), die 1560 Kaspar Röist (* 11.07.1478 Zürich; + 06.05.1527 Rom, gefallen während des Sacco di Roma, heiratet. Kaspar Röist: 1518 - 1524 diente Caspar Röist stellvertretend für seinen Vater als Hauptmann der päpstlichen Schweizergarde Leos X, Hadrians VI. und Clemens VII., ab August 1524 bis hin zum Sacco di Roma, in dessen Verlauf er den tod fand, als ordentlicher Gardekommandant | MEYER VON KNONAU, Agatha (I1275)
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| 5105 | stieg nach 1533 zum reichen Leinwandkaufmann auf, der im Jahr 1565 allein 276 Tücher bleichen liess. Er wohnte 1529-62 an der Spisergasse im Haus zum Tiger, ab 1563 am Markt im Haus zur Sonne. Sein Vermögen stieg bis 1563 auf 40000 Gulden, sank aber danach rapide. | RÜTLINGER\REUTLINGER, Jacob \ Jakob (I25266)
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| 5106 | STIFT SÄCKINGEN Eine Bestätigung des Tauschs erfolgt nochmals im Jahre 975 durch Otto II., den Sohn und Nachfolger Ottos des Großen: Die Insel Ufenau, die Orte Pfäffikon und Uerikon, sowei die Kirche zu Meilen mit allen dazugehörigen rechten und Besitzungen dem Kloster Einsiedeln geschenkt wurden. Das STIFT SÄCKINGEN erhielt dafür -den Hof zu Schaan (bei Vaduz im heutigen Lichtenstein) mit der Kirche daselbst - den Hafen am Walenstädter See und die Schiffart und Zollhoheit auf demselben BISCHOF BALDARICH VON SPEYER AUS SÄCKINGEN Balderich, auch Balther, Baltherus, Balzo oder Balther von Säckingen (* vor 950; † 15. April 986 oder 15. April 987) war von 970 bis zu seinem Tod Bischof von Speyer. Balderich besuchte die Klosterschule in ST. GALLEN und wurde danach Mönch im noch im 10. Jahrhundert aufgelösten Herrenkloster des als Doppelkloster gegründeten Fridolinsstifts in Säckingen, wo er die LEBENSGESCHICHTE DES FRIDOLIN VON SÄCKINGEN verfasste. Er wurde 970 Bischof von Speyer und nahm 982 an der SCHLACHT BEI COTRONE teil, in der KAISER OTTO II. die Auseinandersetzung mit den SARAZENEN um die Herrschaft über Süditalien verlor. Balderich war der Lehrer von WALTER VON SPEYER, einem späteren BISCHOF VON SPEYER. die Zeitgenossen rühmen als bedeutende Tat des Bischofs Baldarich, dass er ST. GALLISCHE BILDUNG nach SPEYER verpflanzt hat. In ST. GALLEN stand er als EINER DER GELEHRTESTEN UNTER SEINEN ZEITGENOSSEN in Erinnerung, noch nach 100 Jahren, lt. ECKHART. Das versetzt ihn in die Reihen der geistigen Eliten jener Zeit. Für uns ist von Interesse, dass balther als ANGESEHEDSTER REPRÄSENTANT der Bildung jener zeit auch die GEISTIGE KULTUR DES SÄCKINGER KLOSTERS, dem er angehörte, in der ottonischen Zeit verkörperte. Mit ihm liefert auch Säckingen seinen Beitrag zum GEISTESLEBEN des 10. Jahrhunderts. - St. Gallenkapellle - mit getriebenem Goldbllech überzogenen Deckel der Evangelienkasette, der mit seiner Darstellung der Kreuzigung Christi stilistisch der ottonischen Zeit angehört Ottonen Nach dem Ahnherrn Gf. Liudolf († 866) auch Liudolfinger genannt, stieg das sächs. Adelsgeschlecht 919 mit Heinrich I., vorher Hzg. von Sachsen, zu königl. Würde auf. Die Bezeichnung O. erhielt es dann nach dem Leitnamen Otto seiner führenden königl. Vertreter. Mit dem Tod von Ks. Heinrich II. 1024 erlosch das Haus im Mannesstamm. Unter der Herrschaft der O. kam der Prozess der Bildung des Heiligen Römischen Reichs weitgehend zum Abschluss. Sachsen fand den kulturellen Anschluss an die übrigen Reichsteile. In Schwaben waren die Königsherrschaft und der Einfluss der O. präsent, das Herzogtum befand sich zeitweilig direkt in otton. Hand (Hzg. Liudolf 950-953, Hzg. Otto I. 973-982). Im Rahmen der otton. Reichspolitik und zur Sicherung der Zugänge zu den BÜNDNER PÄSSEN wurden die Bischofssitze Chur und Konstanz sowie die Klöster ST GALLEN, SÄCKINGEN UND EINSIEDELN (947 Reichskloster) stark gefördert. Über das Königreich Burgund besassen die O. seit Otto I. (dem Grossen) eine faktische Oberhoheit und übten indirekt grossen Einfluss aus, v.a. über die aus dem burgund. Königshaus stammende KAISERIN ADELHEID, deren Klosterstiftungen (Payerne, Genf) auch den Zugang zum Gr. St. Bernhard sicherten, nicht zuletzt zur Abwehr westfränk. Interessen in Italien. ADELHEID und die anderen Frauen des otton. Hauses hatten am Aufschwung von Wissenschaft und Kunst massgebl. Anteil. So wurde durch THEOPANU VON BYZANZ, die Gemahlin Ottos II., dem Abendland der Zugang zur byzant. Kultur eröffnet. | (HRR) LIUDOLFING, Otto II. (I15267)
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| 5107 | STIFT SÄCKINGEN Eine Bestätigung des Tauschs erfolgt nochmals im Jahre 975 durch Otto II., den Sohn und Nachfolger Ottos des Großen: Die Insel Ufenau, die Orte Pfäffikon und Uerikon, sowei die Kirche zu Meilen mit allen dazugehörigen rechten und Besitzungen dem Kloster Einsiedeln geschenkt wurden. Das STIFT SÄCKINGEN erhielt dafür -den Hof zu Schaan (bei Vaduz im heutigen Lichtenstein) mit der Kirche daselbst - den Hafen am Walenstädter See und die Schiffart und Zollhoheit auf demselben BISCHOF BALDARICH VON SPEYER AUS SÄCKINGEN Balderich, auch Balther, Baltherus, Balzo oder Balther von Säckingen (* vor 950; † 15. April 986 oder 15. April 987) war von 970 bis zu seinem Tod Bischof von Speyer. Balderich besuchte die Klosterschule in ST. GALLEN und wurde danach Mönch im noch im 10. Jahrhundert aufgelösten Herrenkloster des als Doppelkloster gegründeten Fridolinsstifts in Säckingen, wo er die LEBENSGESCHICHTE DES FRIDOLIN VON SÄCKINGEN verfasste. Er wurde 970 Bischof von Speyer und nahm 982 an der SCHLACHT BEI COTRONE teil, in der KAISER OTTO II. die Auseinandersetzung mit den SARAZENEN um die Herrschaft über Süditalien verlor. Balderich war der Lehrer von WALTER VON SPEYER, einem späteren BISCHOF VON SPEYER. die Zeitgenossen rühmen als bedeutende Tat des Bischofs Baldarich, dass er ST. GALLISCHE BILDUNG nach SPEYER verpflanzt hat. In ST. GALLEN stand er als EINER DER GELEHRTESTEN UNTER SEINEN ZEITGENOSSEN in Erinnerung, noch nach 100 Jahren, lt. ECKHART. Das versetzt ihn in die Reihen der geistigen Eliten jener Zeit. Für uns ist von Interesse, dass balther als ANGESEHEDSTER REPRÄSENTANT der Bildung jener zeit auch die GEISTIGE KULTUR DES SÄCKINGER KLOSTERS, dem er angehörte, in der ottonischen Zeit verkörperte. Mit ihm liefert auch Säckingen seinen Beitrag zum GEISTESLEBEN des 10. Jahrhunderts. - St. Gallenkapellle - mit getriebenem Goldbllech überzogenen Deckel der Evangelienkasette, der mit seiner Darstellung der Kreuzigung Christi stilistisch der ottonischen Zeit angehört Ottonen Nach dem Ahnherrn Gf. Liudolf († 866) auch Liudolfinger genannt, stieg das sächs. Adelsgeschlecht 919 mit Heinrich I., vorher Hzg. von Sachsen, zu königl. Würde auf. Die Bezeichnung O. erhielt es dann nach dem Leitnamen Otto seiner führenden königl. Vertreter. Mit dem Tod von Ks. Heinrich II. 1024 erlosch das Haus im Mannesstamm. Unter der Herrschaft der O. kam der Prozess der Bildung des Heiligen Römischen Reichs weitgehend zum Abschluss. Sachsen fand den kulturellen Anschluss an die übrigen Reichsteile. In Schwaben waren die Königsherrschaft und der Einfluss der O. präsent, das Herzogtum befand sich zeitweilig direkt in otton. Hand (Hzg. Liudolf 950-953, Hzg. Otto I. 973-982). Im Rahmen der otton. Reichspolitik und zur Sicherung der Zugänge zu den BÜNDNER PÄSSEN wurden die Bischofssitze Chur und Konstanz sowie die Klöster ST GALLEN, SÄCKINGEN UND EINSIEDELN (947 Reichskloster) stark gefördert. Über das Königreich Burgund besassen die O. seit Otto I. (dem Grossen) eine faktische Oberhoheit und übten indirekt grossen Einfluss aus, v.a. über die aus dem burgund. Königshaus stammende KAISERIN ADELHEID, deren Klosterstiftungen (Payerne, Genf) auch den Zugang zum Gr. St. Bernhard sicherten, nicht zuletzt zur Abwehr westfränk. Interessen in Italien. ADELHEID und die anderen Frauen des otton. Hauses hatten am Aufschwung von Wissenschaft und Kunst massgebl. Anteil. So wurde durch THEOPANU VON BYZANZ, die Gemahlin Ottos II., dem Abendland der Zugang zur byzant. Kultur eröffnet. | (HRR), Otto II. (I51551)
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| 5108 | Stifter der Fürstpropstei Berchtesgaden und von Baumburg, Mitstifter des Klosters Kastl Berengar I. war zuerst für höchstens sechs Jahre bis zu ihrem Tod 1105 mit Adelheid von Frontenhausen-Lechsgemünd[1] verheiratet. Diese Ehe blieb vermutlich kinderlos. Danach heiratete er Adelheid von Dießen-Wolfratshausen, mit der er sechs Kinder hatte. Vermutlich dank Berengars Verbindungen, unter anderem zu dem römisch-deutschen König und Kaiser Heinrich V., heirateten vier dieser Kinder in höchste Kreise ein: Bertha von Sulzbach wurde Kaiserin von Ostrom (Byzantinisches Reich) an der Seite von Manuel I. Komnenos, Gertrud von Sulzbach wurde römisch-deutsche Königin an der Seite Konrad III., Gebhard III. von Sulzbach war mit Mathilde, der Tochter des bayerischen Herzogs Heinrich IX. verheiratet und Luitgart von Sulzbach war Herzogin von Niederlothringen.[2] | VON SULZBACH, Berengar I. (I17620)
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| 5109 | stiftete zusammen mit ihrem Mann Liudolf von Braunschweig die Kollegiatkirche St. Blasius in Braunschweig und begründete den später sogenannten Welfenschatz. Gertrud galt als gebildet. Nachdem sie nach Braunschweig gekommen war, ließ sie zunächst die dortige Burg Dankwarderode baulich verbessern. 1030 stiftete sie zusammen mit ihrem Mann auf einem Nachbargrundstück der Burg die Kollegiatkirche St. Blasius, den Vorgängerbau des ab 1173 unter Heinrich dem Löwen errichteten Braunschweiger Doms. Das Stift war der Jungfrau Maria, Johannes dem Täufer sowie den Heiligen Peter und Paul geweiht. Das Gebäude war als Grablege der Brunonen konzipiert.[5] | VON BRAUNSCHWEIG, Gertrud die Ältere (I36035)
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| 5110 | Stiftungsurkunde Hettenbach | KUNKLER, Caspar Erasmus (I2935)
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| 5111 | Stiftungsurkunde Hettenbach | KUNKLER, Hans Jakob (I2936)
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| 5112 | stirbt zwei tage vor seinem Bruder Caspar | FELS, Peter (I980)
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| 5113 | Stokar von Neunforn Patriziergeschlecht der Stadt Schaffhausen, das ursprünglich aus dem Hegau stammt. Die Fam. erhielt Adels- und Wappenbriefe vom dt. Kaiser Maximilian I. (1501) und vom franz. König Franz II. (1559). Erster bekannter Vertreter der Fam. ist Welti Stokker von Bartzen (Barzheim, heute Gem. Thayngen), der 1359 und 1374 urkundlich erwähnt ist und Lehensträger der Herren von Rosenegg, Randegg und Hohenklingen war. Sein Sohn Walter, der 1442 in Schaffhausen eingebürgert wurde, gilt als Stammvater der S. Dessen Enkel Hans (1477-1500 erw.) hatte zwei Söhne, Alexander (->) und den Jerusalempilger Hans (->). Damals schien die Fam. schon der Gesellschaft der Kaufleute angehört zu haben. Von den beiden Söhnen Alexanders, Hans Kaspar und Benedikt (->), und den beiden Söhnen von Hans, Hans Jakob und Hans Heinrich, stammen die vier Hauptlinien der Fam. ab. Der älteste Sohn Hans Kaspars, Alexander (1537-1611), erwarb 1568 das Zürcher Bürgerrecht und stand damit am Anfang der zu Beginn des 21. Jh. noch bestehenden Zürcher Linie. Benedikt gründete die erste Schaffhauser Hauptlinie. Nachdem er 1554 die Gerichtsherrschaft Neunforn gekauft hatte, nannten sich er und seine Nachkommen "von Neu(n)forn". Diesen Namenszusatz nahmen auch diejenigen Schaffhauser S. an, die nicht direkt von Benedikt abstammten. Die Gerichtsherrschaft blieb bis 1688 bei den Nachkommen Benedikts. Sein Sohn Benedikt (1545-97), der die Gerichtsherrlichkeiten in Neunforn von seinem Vater übernahm, verliess die Kaufleutestube und wurde mit seinen Söhnen Mitglied der Oberen Stube (Herrenstube). Von seinen 20 Kindern wurden vier Söhne, nämlich Benedikt, Franz, Hans und Hans Kaspar, die Begründer der vier Hauptäste dieser Linie. Zu seinen Nachfahren gehören u.a. Johann Friedrich (->), Rudolf (1685-1733), Johann Caspar (->), David Christoph (->) und Franz (->). Nachkommen von Franz (1782-1847), der in Regensburg die Deutsche Cäcilie Uhlfelder heiratete, lebten noch zu Beginn des 21. Jh. in Deutschland. Hans Jakob, der erste Sohn des Pilgers Hans, verliess des Glaubens wegen Schaffhausen, erwarb 1562 in Solothurn das Bürgerrecht und begründete mit Christine Schwaller die kath. Solothurner Linie, die in den 1670er Jahren ausstarb. Hans Heinrich (->), der zweite Sohn des Pilgers Hans, begründete die zweite Schaffhauser Hauptlinie. Im 16. Jh. waren zwei S. Obherr der Kaufleute, im 17. und 18. Jh. wurden mindestens fünf S. Obherr der Herrenzunft. | STOCKAR, Hans (I30380)
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| 5114 | Straubenzell Ehem. polit. Gem. SG, Region St. Gallen, 1918 in die Stadt St. Gallen eingemeindet. Sie bestand aus dem Pfarrdorf Bruggen, mehreren Siedlungen (u.a. Lachen, Vonwil, Schönenwegen, Haggen, Kräzern, Winkeln) und Höfen. 1167 de Strubuncello. 1689 1'252 Einw.; 1837 1'769; 1850 2'200; 1900 8'090; 1910 15'305. 1824 wurden bei Bruggen röm. Münzen gefunden. Das Gemeindegebiet wird vom Sittergraben durchzogen, über dessen Brücken sich der Verkehr von Kloster und Stadt St. Gallen in Richtung Westen abwickelte. Von der verkehrspolit. Bedeutung der Sitterbrücken zeugten die Festen Spisegg und Sturzenegg. Im FrühMA dürfte das Kloster St. Gallen das Gebiet von S. selbst urbar gemacht und direkt verwaltet haben. Das äbt. Hofgericht übte die Gerichtsherrschaft aus. Die 1523 erw. Gemeinde S. war innerhalb des fürstäbt. Staats keine Gerichtsgemeinde, sondern eine Hauptmannschaft des Landshofmeisteramts. Die Landshofmeister residierten in der Burg Waldegg. Pfarrkirche war die St. Laurenzenkirche und nach der Reformation das Münster in St. Gallen. Die 1600 im Gemeindeteil Bruggen errichtete Kirche mit Martinspatrozinium wurde erst 1807 zur Pfarrkirche erhoben. 1567-72 entstand in Bruggen ein Siechenhaus für die Alte Landschaft (mit Ausnahme von Wil und Rorschach). Wirtschaftlich herrschte bis in die 2. Hälfte des 19. Jh. die Landwirtschaft vor. Der Textilindustrie dienten die Sitterwalke, Bleichen und ein Tröckneturm. Daneben existierten u.a. Mühlen, eine äbt. Papiermühle, Ziegelhütten, ein Kalkofen und eine Brauerei. | GRÜBEL, Cleophea (I5788)
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| 5115 | Straubenzell Ehem. polit. Gem. SG, Region St. Gallen, 1918 in die Stadt St. Gallen eingemeindet. Sie bestand aus dem Pfarrdorf Bruggen, mehreren Siedlungen (u.a. Lachen, Vonwil, Schönenwegen, Haggen, Kräzern, Winkeln) und Höfen. 1167 de Strubuncello. 1689 1'252 Einw.; 1837 1'769; 1850 2'200; 1900 8'090; 1910 15'305. 1824 wurden bei Bruggen röm. Münzen gefunden. Das Gemeindegebiet wird vom Sittergraben durchzogen, über dessen Brücken sich der Verkehr von Kloster und Stadt St. Gallen in Richtung Westen abwickelte. Von der verkehrspolit. Bedeutung der Sitterbrücken zeugten die Festen Spisegg und Sturzenegg. Im FrühMA dürfte das Kloster St. Gallen das Gebiet von S. selbst urbar gemacht und direkt verwaltet haben. Das äbt. Hofgericht übte die Gerichtsherrschaft aus. Die 1523 erw. Gemeinde S. war innerhalb des fürstäbt. Staats keine Gerichtsgemeinde, sondern eine Hauptmannschaft des Landshofmeisteramts. Die Landshofmeister residierten in der Burg Waldegg. Pfarrkirche war die St. Laurenzenkirche und nach der Reformation das Münster in St. Gallen. Die 1600 im Gemeindeteil Bruggen errichtete Kirche mit Martinspatrozinium wurde erst 1807 zur Pfarrkirche erhoben. 1567-72 entstand in Bruggen ein Siechenhaus für die Alte Landschaft (mit Ausnahme von Wil und Rorschach). Wirtschaftlich herrschte bis in die 2. Hälfte des 19. Jh. die Landwirtschaft vor. Der Textilindustrie dienten die Sitterwalke, Bleichen und ein Tröckneturm. Daneben existierten u.a. Mühlen, eine äbt. Papiermühle, Ziegelhütten, ein Kalkofen und eine Brauerei. | GRÜBEL, Kleophea ; Cleophea (I29624)
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| 5116 | Strauß war der Sohn des Erweckungs- und späteren Hofpredigers Gerhard Friedrich Abraham Strauß (1786–1863). Nach einem Studium in Berlin wurde er im Berliner Dom zum Hilfsprediger ordiniert.[1] Er besuchte von Herbst 1844 bis Frühjahr 1846 den vorderen Orient und besonders Palästina[1] und berichtete anschließend in seinem 1847 erschienenen Buch Sinai und Golgatha davon. Das Buch war in seiner Zeit eines der populärsten Palästinareisebücher und wurde allein bis 1882 elfmal aufgelegt.[2] Er wurde dann erst Divisionspfarrer und anschließend Garnisonsprediger der 2. Gardedivision. Neben seiner Arbeit als Militärseelsorger wurde er Privatdozent an der Berliner Friedrich-Wilhelms-Universität. Ab 1859 war er dort außerordentlicher Professor.[1] Seit 1870 wirkte er als Hofprediger in Potsdam.[2][1] 1872 wurde er Superintendent. Er gehörte 1852 zum Gründungskomitee des Jerusalemsvereins, dessen Leiter er bis zu seinem Tode am 16. April 1888 in Potsdam war.[ Werk Friedrich Adolf Strauß: Sinai und Golgatha. Reise in das Morgenland. Berlin 1847 Friedrich Adolf Strauß; Otto Strauß: Die Länder und Stätten der Heiligen Schrift: In ausgewählten Bildern mit erläuterndem Texte; mit hundert Bildern und Karten. Cotta, 1861 Sinai und Golgatha Sein Hauptwerk Sinai und Golgatha. Reise in das Morgenland. (1847) ist ein Reisebericht von Griechenland über Syrien und den Libanon, Palästina mit Höhepunkt Jerusalem bis Ägypten und den oberen Nil sowie auf dem Rückweg nach Konstantinopel und Rom im zeitgeprägten ausdrucksvollen romantischen Stil mit Landschaftsschilderungen, Naturbeobachtungen und Bemerkungen über Sitten und Gebräuche. Religiöse Beobachtungen dienten vor allem dazu, den Orten biblischer Geschichte nachzugehen und waren bemüht, vorschnelle und einseitige Urteile zu vermeiden. | STRAUSS, Friedrich Adolf (I53417)
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| 5117 | Strauss ist ein Übernahme zu mittelhochdeutsch strūz und mittelniederdeutsch strūs >der Vogel Strauß<; nach einer Straußenfeder im Helmschmuck oder als Anspielung auf die Augen bzw. den Blick des ersten Namensträgers. So heißt es zum Beispiel im jungen Titurel (um 1270) dīn ougen sullen dem strouze gelīchen (deine Augen sollen dem Strauß gleichen). Strauss ist ein auf einen Hausnamen zurückgehender Familienname. Strauss ist ein Übername zu mittelhochdeutsch strūz >Widerstand, Zwist, Streit, Gefecht< für einen streitlustigen Menschen. Strauss ist ein Wohnstättenname zu mittelhochdeutsch strūz >Strauch, Büschel<.[1] 1162: Heinric Struz belegt in Magdeburg 1428/38: Heyne vamm Strause belegt in Eschede[2] | STRAUSS, (Stammline) (I11491)
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| 5118 | Strünkede (Adelsgeschlecht) Wappen derer von Strünkede Die Herren von Strünkede, zeitgenössisch auch Strünckede geschrieben, waren ein Adelsgeschlecht. Sitze waren Schloss Strünkede, Krudenburg und Haus Dorneburg im heutigen Herne.[1] Erstmals urkundlich genannt wurde 1142 ein Wessel von Strünkede, Lehnsmann der Grafen von Kleve als Zeuge in einem Streit mit dem Stift Essen. Mit dem Tode von Johann Conrad Freiherr von Strünkede im Jahre 1742 starb die Linie auf Schloss Strünkede aus, 1777 die Linie zu Dorneburg. Die letzten Spuren der männlichen Nachkommen verlieren sich im 19. Jahrhundert.[2] Siehe auch: „Bewohner und Besitzer“ im Artikel Schloss Strünkede Das Schloss Strünkede ist ein Wasserschloss im Herner Stadtteil Baukau inmitten eines ausgedehnten Schlossparks. Sein Name geht auf das mittelhochdeutsche Wort „strunk“ für „gerodeter Baum“ zurück. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war das Schloss Sitz der freiherrlichen Familie von Strünkede. Seit 1938 sind die kultur- und stadtgeschichtlichen Sammlungen des Emschertal-Museums dort beheimatet. Außerdem werden die Räume für standesamtliche Trauungen genutzt. Im zugehörigen Schlosspark wurde 1932 das Stadion am Schloss Strünkede errichtet, das unter anderem Schauplatz von Spielen der Fußball-Bundesliga war. Bewohner und Besitzer Wappen derer von Strünkede Die Herren von Strünkede fanden im Jahre 1142 erstmals urkundlich Erwähnung, als ein Wessel von Strünkede, Lehnsmann der Grafen von Kleve, in einem Streit mit dem Stift Essen als Zeuge auftrat. Bernd von Strünkede hatte 1209 ein wichtiges höfisches Amt als klevischer Truchsess inne. Die erste urkundliche Nennung der damaligen Burg Strünkede als „castro nostro Strunkede“ datiert auf das Jahr 1243.[1] Ein weiteres Mal erscheint sie 1263, als der Ritter Gerlach von Strünkede nach einer Fehde gegen seinen Lehnsherrn Graf Dietrich VI. von Kleve mit diesem Frieden schloss und ihm seine Burg für 100 Mark[2] überließ. Im Jahr 1316 wurden dann Bovo und Bernd von Strünkede mit der Burggrafschaft Strünkede belehnt. Aus dieser entwickelte sich in späteren Jahren die Herrschaft Strünkede mit den Bauerschaften Herne und Baukau. Durch die Lehensbindung ihrer Besitzer an Kleve und die Nachbarschaft zu dessen Widersacher, dem Erzbistum Köln, war die Burg Strünkede im 14. bis 16. Jahrhundert in zahlreiche Fehden verwickelt und wurde häufig von Kölner Gefolgsmännern belagert. So zum Beispiel im Jahr 1317, als Graf Engelbert II. von der Mark seiner Lehen verlustig gegangen war und Kaiser Ludwig IV. diese im Anschluss an die Klever Grafen vergeben hatte. Dem Märker gelang es, die Burg einzunehmen und sie zu zerstören. Zwar wurde die Anlage anschließend von den Strünkedern wieder aufgebaut, jedoch wurde sie von Engelbert II. von der Mark nur drei Jahre später ein weiteres Mal belagert und erobert. Einer nächsten Belagerung durch Walram von Jülich im Jahr 1336 konnte die Burg Strünkede jedoch standhalten, ebenso wie einer Belagerung 1352 durch Mannen des Klever Grafen Johann von Kleve, der seinem nach Unabhängigkeit trachtenden Lehnsmann Heinrich von Strünkede zu Leibe rückte. 1397 verlor Bernd von Strünkede seine Burganlage, die er Herzog Wilhelm II. von Berg in einer Fehde mit Kleve als Offenhaus zur Verfügung gestellt hatte, da die Berger in der entscheidenden Schlacht am Kleverhamm unterlagen. Erst 1399 erhielt er sie als Lehen von Adolf II. von Kleve zurück. Im 15. Jahrhundert machten die beiden aufsässigen Brüder Goddert und Johann von Strünkede von sich reden. Aufgrund eines Streits mit dem Kloster Cappenberg und dem König verhängte der spätere Kaiser Sigismund sogar die Reichsacht über Goddert, weswegen die Burg 1418 von Herzog Adolf IV. von Kleve belagert und eingenommen wurde. Strünkede blieb dann vorerst unter klevischer Verwaltung, bis im Jahr 1426 alle volljährigen Vertreter der von Strünkede Kleve die Treue schworen und die Anlage danach wieder als Lehen an das Edelgeschlecht kam. 1487 ließ der Klever Herzog Johann II. die Anlage in Strünkede wieder belagern. Diesmal ging es gegen Reinhard von Strünkede (auch Reynar), der 1482 eine Hälfte der Herrschaft zu Lehen erhalten, sich dann aber gewaltsam auch die andere Hälfte angeeignet hatte. Nachdem der Herzog mit seiner Belagerung Erfolg hatte, verurteilte er Reinhard aufgrund von Geistesgestörtheit „zu ewig Gefängnis“ auf Strünkede. Dessen Ehefrau Sofia, geborene Gräfin von Limburg-Styrum, hatte sich bereits vorher von ihrem Mann getrennt. Ihre Söhne Jobst und Reinhard folgten ihrem Vater als Burgbesitzer nach. Grabmal des Jobst und der Hendrika von Strünkede in der Ausstellung des Emschertal-Museums Jener Jobst ging in die Geschichte als „der Tolle“ ein, obwohl ihm Historiker bestätigen, dass sich seine Taten nicht von denen anderer Zeitgenossen unterschieden. Sein gleichnamiger Enkel erhielt hingegen den Beinamen „der Gelehrte“. Er begann ab 1591 mit dem Umbau der durch zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen stark in Mitleidenschaft gezogene Anlage zu einem repräsentativen Schloss. Das Grabmal für Jobst den Gelehrten und seine Frau Henrika von Hatzfeld aus der alten Herner Dionysiuskirche steht heute im Schloss. Jobsts ältester Sohn Conrad wurde 1636 in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Dessen dritter Sohn Gottfried (Goddert) aus der Ehe mit Janna von Lützenrod folgte seinem Vater als Besitzer von Schloss Strünkede nach. Unter seiner Ägide wurde der von seinem Großvater begonnene Schlossumbau 1644 vollendet. Als Johann Conrad Freiherr von Strünkede 1742 ohne männliche Erben starb, erbte sein Vetter Ludwig aus dem Haus Dorneburg den Besitz. Als die männliche Linie von Strünkede zu Dorneburg 1777 ebenfalls ausstarb, kam der Besitz an Sigismund Carl von Strünkede zu Krudenburg. Zu jener Zeit war Strünkede jedoch völlig verschuldet, weswegen der Konkurs folgte. Es gelang aber, das Schloss im Familienbesitz zu halten. Die Schwester Sigismunds, Sophia Charlotte, wurde 1786 mit der Herrschaft Strünkede belehnt.[3] Sie hatte 1767[4] den Freiherrn Adolf Karl von Palandt-Osterveen aus Ommen im niederländischen Oberijssel geheiratet, und somit ging das Haus Strünkede an diese Familie. Die Erbtochter Adolfine Caroline von Palandt brachte die Anlage durch Heirat 1810[3] an den vom Niederrhein stammenden Friedrich von Forell. Dessen Nachkommen verkauften Schloss Strünkede 1900 an die Harpener Bergbau AG. Zuvor hatten die Gebäude binnen kurzer Zeit noch zahlreichen Herren dienen müssen. Während des Ersten Weltkriegs dienten sie als Lazarett, und in den 1920er Jahren war dort die Schutzpolizei beheimatet. Von Januar 1935 bis 1937 fand dort die Hitlerjugend ihre Unterkunft, ehe Teile des Schlosses von der Stadt Herne für das Emschertalmuseum langfristig angemietet wurde. Die Eröffnung fand am 15. September 1938 statt um, unterbrochen durch kleinere Schließungsperioden, am 26. August 1944 zu schließen. Nach der Befreiung und Stationierung einer Besatzung bis Januar 1946 wurde das Schloss zu einem Kindererholungsheim der Britischen Heilsarmee umfunktioniert, welches vom 24. Februar 1946 bis zum 31. März 1950 1600 Kinder der Emscherregion körperlich und seelisch betreute. Erst 1948 wurde das Haus von der Stadt Herne angekauft und in einigen Räumen das Emschertalmuseum wiedereröffnet | VON STRÜNKEDE, Marianne (I45748)
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| 5119 | Stuck, Personal der Kurpfälzischen Zentralbehörden, S. 59. Studium in Heidelberg 1566 (Matrikel der Universität Heidelberg am 3.2.1566, "Treuirensis"), Genf 1570 (Matrikel der Akademie Genf: Fehlanzeige) und Paris 1572. Dr. iur. in Basel 1574 (Matrikel der Universität Basel - siehe www.e-codices.ch - 1574/75, ohne genaues Datum, "Trentrensis"). Veröffentlichung: Theses ex iure civili de pactis / ... quas ... tueri conabitur Iunii die XV. ... Michael Loefenius Trevir., Basel 1575 (http://www.e-rara.ch/bau_1/content/titleinfo/5063445). Kurpfälz. Geheimer Rat in Straßburg. Gestorben auf Schloß Heimhof in der Oberpfalz (Gemeinde Ursensollen). Leichenpredigt durch Johann Salmuth, Amberg 1620, in der Universitätsbibliothek Gießen, Signatur W50560 (17), und in der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart, Signatur Fam.Pr.oct.K.10668. | LOEFEN, Michael (I18440)
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| 5120 | Stuck, Personal der Kurpfälzischen Zentralbehörden, S. 62. Krebs, Dienerbuch, Nr.1760. Kurpfälz. Kammerdiener in Heidelberg (1649, 1651) und zugleich Keller (KB Schriesheim, Vorspann) in Schriesheim (1649, 1656). Pate in Schriesheim am 2.4.1651. Abendmahl in Schriesheim zu "Aegidi" (Sep.) 1651 mit Ehefrau. Kurpfälz. Rechenrats- und Kammermeisteradjunkt (1657, 1672, vor 1677) in Heidelberg. Pate in Heidelberg am 5.6.1651 (Klosterkirche), 14.10.1660 (Klosterkirche) und 7.5.1671 (Heiliggeistkirche). | METZLER, Tobias (I2265)
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| 5121 | Stuck, Personal der Kurpfälzischen Zentralbehörden, S. 65. Studium in Basel 1589 (Matrikel der Universität Basel - siehe www.e-codices.ch - 1589/90, ohne genaues Datum, "Argentoratensis") und Heidelberg 1590 (Matrikel der Universität Heidelberg am 1.10.1590, "Argentinensis"). Advokat am Reichskammergericht in Speyer und kurpfälz. Hofgerichtsrat. Kriegsbedingt ab 1621 mit Familie in Straßburg. | MIEG, Dr. jur. utr. Dr. jur. utr. Mathäus (I18438)
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| 5122 | Stuck, Personal der Kurpfälzischen Zentralbehörden, S. 91. Studium in Heidelberg 1612 (Matrikel der Universität Heidelberg am 6.1.1612, "Aquisgranensis, iniuratus ob aetatem"). Advokat in Landau und Syndikus in Hanau. Hofgerichtsrat in Heidelberg 1618, Ausfaut in Heidelberg-Neuenheim (1634), Geheimer Rat (1641) und Gesandter im Haag. Pate in Heidelberg (Klosterkirche) am 12.2.1634 mit Ehefrau. | DE SPINA, Dr. jur. utr. Dr. jur. utr. Konrad (I2268)
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| 5123 | Stud. in Wien bei JOACHIM VADIAN in Wien. Kaufmann in St. Gallen. 1536-50 Ratsherr. 1551-75 im Dreijahresturnus Altbürgermeister, Reichsvogt und Amtsbürgermeister. 1573 finanzieller Ruin. Mitglied der Notenstein-Ges. und der Schneiderzunft. Am Ausgleich zwischen der Stadt und der Fürstabtei St. Gallen 1566 beteiligt. zu Zunft: Für jeden Handwerker bestand Zunftzwang. In St. Gallen gab es sechs Zünfte, dazu die Gesellschaft zum Notenstein. In dieser schlossen sich im 15. Jahrhundert die Kaufleute der Stadt, welche bereits seit dem 13. Jahrhundert mit Leinwand Fernhandel bis nach Spanien und Polen trieben, zur Wahrung wirtschaftlicher Interessen und Pflege der Geselligkeit zusammen. Ausser Leinen handelten die Notensteiner auch Pferde, Metalle, Gewürze oder Pelze. Nachdem der alte Adel bis auf zwei Familien im Rheintal (Grafen von Hohenems und Freiherren von Sax) ausgestorben war, übernahmen Dienstadelige deren Ämter und erfolgreiche Kaufleute aus dem Leinwandhandel erstanden alte Burgen oder bauten selbst Schlösschen im Fürstenland und Rheintal. Somit grenzten sie sich von den in den Zünften organisierten Handwerkern immer mehr ab. Einige der bekannten Notensteiner Familien waren die von FELS, ZOLLIKOFER, HOCHREUTINER, VON SAYLERN oder die MÜLLER VON FRIEDBERG (heute nur noch MÜLLER - FRIEDBERG genannt). Nach Beendigung der Schule studierte er bei JOACHIM VADIAN an der Universität Wien. Nach seiner Rückkehr nach St. Gallen war er als Kaufmann tätig und Mitglied der Schneiderzunft. In der Zeit von 1536 bis 1550 war er Ratsherr. Von 1551 bis 1575 war er im Wechsel mit AMBROSIUS SCHLUMPF, HANS REINER, KASPAR SCHLUMPF; (gewählt 1562) und ANDREAS MÖRLIN (gewählt 1566) im Dreijahresturnus Altbürgermeister, Reichsvogt und Amtsbürgermeister. In dieser Zeit war er auch am Ausgleich zwischen der Stadt und der Fürstabtei St. Gallen 1566 beteiligt. Aufgrund der Spannungen zwischen der Stadt und dem Kloster, die durch die Reformation entstanden waren, kam es zu einem konfessionellen Gegensatz, der immer häufiger zu Streitigkeiten zwischen dem Kloster und der reformierten Stadtbevölkerung führte. Diese Auseinandersetzungen konnten erst beendet werden, als sich beide Parteien um Vermittlung bemühten und dann 1565 im Rorschacher Spruch und 1566 im Wiler Vertrag darauf einigten, eigene Rechte und Pflichten zu haben. In diesem Zusammenhang wurde dem Abt das Recht eingeräumt, ein eigenes Tor in die Stadtbefestigung, das heutige KARLSTOR, zu bauen, damit er nicht mehr die Stadt queren musste, um das Kloster zu verlassen. Dazu wurde, im Interesse der Sicherheit der Stadt, zwischen dem Stift und der Stadt eine Schiedmauer errichtet, die teilweise heute noch erhalten ist. 1573 traf ihn der finanzielle Ruin. Ambrosius Aigen war seit 1530 mit Elisabeth (* 1505 in St. Gallen; † unbekannt), Tochter des Ludwig Zollikofer (1450–1514), Kaufmann und Teilhaber an der Zollikofer’schen Handelsgesellschaft, der er 1502 bis 1514 vorstand, verheiratet. Namentlich ist als Kind bekannt: MARTHA AIGEN (* 15. Oktober 1548 in St. Gallen; † 1619), verheiratet mit HEINRICH SPINDLER (1539–1602). | AIGEN, Ambrosius (I1371)
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| 5124 | stud.theol. in Duisburg, 1784 Vikar in Dresden, 1785 Pfarrer in Lippstadt, Dr.theol., 1805 Konsistorialrat in der Münsterschen Kammer und Pfarrerebda., 1810 Mitglied der Neumärkischen Regierung in Königsberg(Neumark), 1811 Professor d.Theologie in Breslau, 1816 Pfarrer in Münster und Ratim Westfäl.Konsistorium, 1835 50jähr. Amtsjubiläum mit Dr.Möllerscher Stiftung Quellen: 208(201,205), 215(336),102(21),240(215) besuchte das Gymnasium in Lippstadt stud.theol. Duisburg (immatrikuliert 07.04.1780, 3 Jahre) ref. Vikar in Dresden (02.01.1784) ref. Pfarrer in Lippstadt (ordiniert und eingeführt 05.05.1785) Prof.theol. Duisburg (eingeführt 23.04.1788) Pfarrer und Konsistorialrat in Münster, angetreten 18.08.1805 ref.Pfarrer Königsberg, Neumark und Konsistorialrat seit 01.06.1810 Prof.theol. Breslau angetreten 03.11.1811, zugleich Regierungsrat dort 1.Pfarrer in Münster angetreten 01.10.1816, zugleich Konsistorialrat, seit 1835 Oberkonsistorialrat im Ruhestand seit 31.08.1839 Verfasser von: Vorschläge, das Katechisiren betreffend, Duisburg 1787 Zur Beförderung der Nutzbarkeit des Predigtamts und des theologischen Studiums, 1.Bd. Duisburg 1793 Ueber das Leben, den Charakter, die Verdienste und letzten Stunden J.G.Leiden- frosts, Duisburg 1795 Winke für angehende Religionslehrer, Duisburg 1800 Denkschrift zur Ehre des Namens und der Verdienste des Herrn J.P.Berg..., Cleve und Duisburg 1801 Empfehlung des Bibelstudiums für künftige Lehrer der Kirche, Breslau 1812 Johann Gottfried Christian Nonne...., Hamm 1822 6 gekrönte, ins Holländische übersetzte Preisschriften, 1795-1803 Mehrere Predigten; Commentatio de vi seculi in constituendo doctrina religionis suis finibus coercenda, Breslau 1813 Commentatio de genii ac indolis Evangelii Johannei priorumgue Evangeliorum diversa ratione rite definienda, Breslau 1816 Über ihn: H.Niemann, Stammbaum ... von der Familie Möller-Nottebohm, 1892 A.W.Möller, Friedrich Adolf Krummacher und seine Freunde, 2 Bde, Bremen 1849 Anton Wilhelm Peter Möller (* 25. August 1762 in Lippstadt; † 10. Mai 1846 in Münster) war ein deutscher evangelischer Geistlicher. Leben Anton Wilhelm Möller war der Sohn von Johann Anton Arnold Möller (1732–1806), Bürgermeister in Lippstadt, und dessen Ehefrau Maria Catharina, Tochter des Johann Dietrich Nottebohm (1685–1758), Hofmedicus in Mainz und Senator in Lippstadt. Sein Großvater war der Unternehmer Johann Theodor Möller. Seine Schwester Tochter Eleonore (1763–1844) heiratete den Theologen Friedrich Adolf Krummacher. Er besuchte das Gymnasium in Lippstadt, studierte seit 1780 an der Universität Duisburg Theologie und wurde 1784 Vikar in Dresden. Am 5. Mai 1785 kehrte er nach Lippstadt zurück und trat sein Predigeramt an. Er promovierte am 23. April 1788 zum Dr. theol. und erhielt eine Anstellung als Professor der Theologie an der Universität Duisburg. Er eröffnete sein Lehramt mit der Rede Oratio inauguralis de conjungenda Philosophia cum Theologia. Einige seiner Studenten waren Oberkonsistorialrat Friedrich Ehrenberg, Bischof Wilhelm Ross, Generalsuperintendent Franz Friedrich Graeber und Generalsuperintendent Johann Abraham Küpper. Während seiner Zeit in Duisburg war er auch mit dem Philosophen Friedrich Plessing (1749–1806) befreundet, der von Goethe in dessen Werken Harzreise im Winter und Kampagne in Frankreich erwähnt wird. Er erhielt 1804, nach dem Tod von Ludwig Friedrich August von Cölln (1753–1804), von der Fürstin Pauline von Lippe das Angebot, Generalsuperintendent in Detmold zu werden, was er jedoch ablehnte. Er gründete 1805 in Münster die evangelische Gemeinde, die überwiegend aus zugewanderten preußischen Beamten bestand, nachdem schon vorher Gottesdienste der „Garnison- und ersten protestantischen Kirche“ für die preußischen Militärangehörigen abgehalten wurden; dazu kam seine Wahl zum Konsistorialrat des Konsistoriums. Kurz vor der französischen Fremdherrschaft, während deren Münster zum Hanseatischen Departement gehörte und Teil des Französischen Kaiserreichs war, wurde er 1810 Mitglied der neumärkischen Regierung in Königsberg in der Neumark und 1811 Professor an der Universität Breslau, mit der Ernennung zum Regierungsrat 1812. Er kehrte er als Konsistorialrat und Prediger zurück nach Münster, das 1815 ein Teil Preußens und Hauptstadt der neu gegründeten Provinz Westfalen wurde. 1835 erfolgte seine Ernennung zum Oberkonsistorialrat. 1819 erhielt er einen Ruf an die Universität Bonn; er lehnte das Angebot jedoch ab, so dass sein Freund Johann Christian Wilhelm Augusti die Professur erhielt. Anton Wilhelm Möller war verheiratet mit Friederika Eleonora Elisabeth Katharina (Friederike) (1770–1824), Tochter des Tuchfabrikanten Johann Albert Wilhelm Scheidt (1734–1787); von seinen Kindern sind namentlich bekannt:[1] Arnold Wilhelm Möller (* 9. Oktober 1791 in Duisburg; † 1864 in Lübbecke), Erzieher des Erbprinzen Alexander Carl von Anhalt-Bernburg in Ballenstedt, Brigadeprediger und Pfarrer in Lübbecke; Johann Jakob Julius Möller (1793–1877), Kaufmann und Handelskammerpräsident, verheiratet mit Anna Margarete (* 1802), Tochter des Kaufmanns Peter Jakob Wortmann; Maria Henriette Eleonora (Eleonore) Möller (1800–1853), verheiratet mit Karl Friedrich Ferdinand Gessert (1792–1866), Pfarrer in Lienen, Halle, Heepen und Schwelm; Albert Erhard Möller (1801–1829). Die Grabrede hielt der Konsistorialrat und Pfarrer der evangelischen Gemeinde in Münster, Jakob Hermann Daub. Schriftstellerisches Wirken Anton Wilhelm Möller beteiligte sich zwischen 1790 und 1803 viermal an den Preisaufgaben der Societas Hagana pro vindicanda religione christiana, die 1785 von einer Gruppe niederländischer protestantischer Geistlicher gegründet worden war, um die Kirche gegen damalige Angriffe zu schützen. Die Gesellschaft forderte zu Wettbewerbsaufgaben in den Themengebieten Religionswissenschaft, der christlichen Theologie und des kirchlichen Lebens auf und die Arbeiten konnten auf Niederländisch, Lateinisch, Deutsch oder Französisch eingereicht werden, die prämierten Werke wurden veröffentlicht. Seine auf Latein verfassten und in das Niederländische übersetzten Werke wurden alle mit dem großen goldenen Ehrenpreis prämiert und gedruckt. Mit seiner Kanzelrede Ueber die Abzweckung des Christenthums auf Vereinigung der Menschen durch den schönsten und edelsten Herzensbund trat er 1805 sein Predigeramt an und ließ diese wiederholt drucken. Später veröffentlichte er zahlreiche seiner Predigten und verfasste theologische Schriften. Ehrungen 1831 erhielt Anton Wilhelm Möller vom preußischen König, Friedrich Wilhelm IV., den Roten Adlerorden III. Klasse, 1835 die rote Schleife zu diesem Orden und 1845 schließlich den Roten Adler-Orden II. Klasse mit Eichenlaub. | MÖLLER, Anton Wilhelm Peter (I44213)
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| 5125 | Studium 1527 in Heidelberg 1542 in Ingolstadt, dort im gleichen Jahr Promotion zum J.Civ.L. und J.Civ.D 1545-74 Syndikus der freien Reichstadt Speyer 1576 jülich-kleve-bergischer Rat Zeittafel: Geschichte von Speyer 1294: Der Bischof verliert die meisten seiner früheren Rechte und die Stadt Speyer ist von nun an Freie Reichsstadt, unterstand also direkt dem Kaiser 1526: Der Reichstag in Speyer verhandelt Martin Luthers (1483 - 1546) Lehren. 1527: Speyer wird Sitz des Reichskammergerichts (bis 1689), das ist neben dem Reichshofrat das oberste Gericht des Heiligen Römischen Reichs. Es hatte die Aufgabe, ein geregeltes Streitverfahren an die Stelle von Fehden, Gewalt und Krieg zu setzen. 1529: Auf dem Reichstag zu Speyer „protestieren“ am 19. April die evangelischen Reichsstände gegen die reformationsfeindlichen Beschlüsse (Protestation zu Speyer) 1544: großes Speyerer Judenprivileg durch Kaiser Karl V. | ZUM LAMM, Marcus IV. ´der Ältere` (I56746)
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| 5126 | Studium in Halle und Berlin von Ostern 1822 bis Ostern 1825,anschl. Adjunkt in Berlin Joachimsthalsches Gymnasium, 1835 veröffentlichte er den ersten Band der „Philosophie des Aristoteles“, mit dem er über die Fachkreise der Philologen und Philosophen hinaus große Anerkennung fand. König Friedrich Wilhelm III. ernannte ihn zum Professor, ab 01.04.1836 Putbus auf Rügen, Gründer des Gymnasiums, Oberlehrer und Professor, am 25.01.1859 Dr.phil.hc. der Universität Greifswald, 1877 Roter Adler Orden 4.Kl., Michaelis 1878 Ruhestand; 1895 starb er an Folgen einer Lungenentzündung | BIESE, Prof. Dr. pfil. hc Prof. Dr. pfil. hc Franz Carl (I2733)
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| 5127 | Studium in Heidelberg 1604 (Matrikel der Universität Heidelberg am 19.12.1604, "Heidelbergensis" und "rectoris filius, iniuratus"). Gewesener kurpfälz. Keller zu Schwetzingen (1654). Durch diese Heirat kam Ludwig Daniel Nebel in eine der ersten Heidelberger Medizinerfamilien und das mag auch der Grund gewesen sein, dass seine Nachkommen in langer Reihe immer wieder Mediziner werden. | NEBELIUS, Ludwig Daniel (I2278)
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| 5128 | Studium in Heidelberg mind. 1662. Veröffentlichung: Disquisitio Natura-lis, Utrum Mundus, Terra Stante, moveatur, An, Mundo Stante, Ter-ra?, / Quam ... Praeside Joh. de Leuneschlos, Publico examini subiicit Johannes Hoffstadt, Düsseldorpiensis. Auth. & Resp. A Diem Maii ..., Heidelberg 1662 (VD17 12:174037X). Pate in Heidelberg (Heiliggeistkirche) am 2.1.1678 (wohnhaft zu Düsseldorf), 24.12.1687 bei einem Neffen (mit Ehefrau Elisabeth Epimann) und 23.2.1700 (bei einem Sohn seiner Nichte?). Hofmedicus und Physicus in Düsseldorf (1687, 1700). | HOFSTADT, Dr. med. Dr. med. Johannes (I954)
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| 5129 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I55773)
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| 5130 | Stylianos Zautzes, der mit großer Wahrscheinlichkeit armenischer Herkunft war, erscheint bereits in der Regierungszeit des Kaisers Basileios I. als Kommandeur der kaiserlichen Leibwache. Nach der Thronbesteigung Leos VI. wurde Stylianos, mit dessen Tochter Zoe Zautzina der junge Kaiser ein Verhältnis unterhielt, mit den hohen Würden eines Magistros, Patrikios, Anthypatos und Protospatharios ausgezeichnet. Als Logothet des Dromos hielt er faktisch die politischen Zügel in den Händen; unter anderem setzte er 893 die Ernennung seines Vertrauten Antonios II. Kauleas zum Patriarchen durch. Im selben Jahr verlieh Leo VI. ihm den eigens geschaffenen Titel Basileopator. Die historiographischen Quellen schreiben Stylianos Zautzes einen maßgeblichen Einfluss auf den Ausbruch des verlustreichen Krieges gegen den bulgarischen Knjaz Simeon im Jahr 894 zu. Anlass war die Verlegung des Marktes für bulgarische Händler von Konstantinopel nach Thessaloniki und der Abschluss eines Bündnisvertrages zwischen den Byzantinern und den Ungarn. Simeon zerschlug die Hauptmacht der byzantinischen Armee in der Schlacht von Bulgarophygon (896). Drei Jahre später wurde ein Friedensvertrag geschlossen, in dem die bulgarischen Ansprüche auf den Verbleib des Marktes für die bulgarischen Händler in Konstantinopel befriedigt wurden. Stylianos Zautzes verlor daraufhin an Einfluss bei Hofe, avancierte aber 898 durch die Eheschließung Leos und Zoes zum Schwiegervater des Kaisers. Um 899 war er in einen Korruptionsskandal verwickelt, kurz darauf starb er im Kaiserpalast. | ZAUTZES, Basilopator - Vater des Kaisers Basilopator - Vater des Kaisers Stylianos (I37377)
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| 5131 | Suinthila bewährte sich unter König Sisebut als Heerführer. Als nach dem Tod Sisebuts (Februar 621) auch dessen Sohn und Nachfolger Rekkared II. nach einer Regierung von nur wenigen Tagen starb, wurde Suinthila zum König erhoben. Suinthila vertrieb die Byzantiner um 625 aus ihrem letzten spanischen Stützpunkt in Cartagena (byzantinische Provinz Spania), womit das Westgotenreich wieder die gesamte Iberische Halbinsel umfasste. Ceuta und die Balearen blieben allerdings byzantinisch. 631 bildete sich eine Adelsverschwörung gegen Suinthila, der sich offenbar durch eine antiaristokratische Politik unbeliebt gemacht hatte. Die Rebellen wandten sich an den Frankenkönig Dagobert I., der zu ihrer Unterstützung ein Heer entsandte. Bevor es zur Schlacht kam, wurde Suinthila bei Saragossa von seinen Anhängern – darunter auch seinem Bruder Geila – verlassen. Er musste abdanken, und der Anführer der Rebellen, Sisenand, wurde zum neuen König gewählt. Das von Sisenand einberufene 4. Konzil von Toledo (633) rechtfertigte den Thronwechsel mit angeblichen Übeltaten Suinthilas.[1] Für die Behauptung, dass Suinthila ein Schwiegersohn Sisebuts war, gibt es keinen Beleg. Suinthila hatte einen anscheinend noch jugendlichen Sohn namens Ricimer (Riccimirus), den er zum Mitregenten erhob; auf den Münzen Suinthilas erscheint Ricimers Name jedoch nicht. Eine goldene Weihekrone Suinthilas wurde in Guarrazar (Provinz Toledo) gefunden. | Suinthila (I22579)
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| 5132 | Sulzbach hat einen alten Ortskern. Am Austritt des Tälchens aus dem Gebirge, entlang dem im obersten Ortsteil offenen Bach, steht ein dicht gedrängtes Viertel von kleinen älteren Häusern. Die Talwände treten hier so eng zusammen, dass keine Zufahrt zum oberhalb des Steilanstieges liegenden Sulzbacher Hofes frei bleibt. Zwischen den Hügeln eingebettet liegt westlich des Odenwaldes in Sulzbach ein großes Bauerngut (77 ha) "Sulzbacher Hof", früher Obersulzbach, Glockenhof, Borsten- und Rodensteinerhof (Cronenbergischer Hof). Eigentümer waren bis 1719 die Herren Rodenstein und Freiherren von der Hees und die von Tripp, die jedoch nie ihren Wohnsitz hier hatten. | WEYGOLD, Johann Georg (I353)
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| 5133 | Sunifreds Vater war aller Wahrscheinlichkeit nach Graf Borrell von Osona, insofern beide mit den in einer Urkunde Kaiser Ludwigs des Frommen aus dem Jahr 829 genannten Sunicfredo und dessen Vater Bosrello identisch waren.[1] Die Wahrscheinlichkeit dieses Sachverhalts wird zumindest in jüngeren geschichtswissenschaftlichen Betrachtungen vertreten.[2] Verheiratet war Sunifred mit einer Dame namens Ermesende, die offenbar eine Tochter des Grafen Bello von Carcassonne war. Der wurde in der älteren Fachliteratur selbst als Vaters Sunifreds betrachtet, da dessen Sohn Miró in einer Urkunde aus dem Jahr 879 als Enkel Bellos bezeichnet wird.[3] Wahrscheinlicher aber war Bello über die Mutter Mirós, also Ermesende, dessen Großvater. Die Kinder Sunifreds und Ermesendes waren: 834 erhielt Sunifred vom fränkischen König Ludwig der Fromme die Grafschaften Urgell und Cerdanya, die in den Jahren 835 (Cerdanya) und 838 (Urgell) von Galí I. Asnar, eines Verbündeten von Musa ibn Musa, besetzt worden waren. 842 drang ein maurisches Heer des Emirs von Córdoba, Abd ar-Rahman II. unter Führung von Abd al-Wahid und von Musa ibn Musa in die Grafschaft Barcelona ein. Die Mauren wandten sich dem Landesinneren zu, um nach Septimanien weiterzuziehen. Sie konnten aber von Sunifred zurückgeschlagen werden, noch bevor sie die Cerdanya erreichten. Dieser Erfolg gilt als Grund dafür, dass der neue Frankenkönig Karl der Kahle nach dem Tode Bernhards von Septimanien Sunifred zum Grafen und Markgrafen von Barcelona, Girona, Osona, Besalú, Narbonne, Agde, Béziers, Lodève, Melguelh und Nîmes ernannte – zusätzlich zu seinen Grafschaften Cerdanya und Urgell. Im Dezember 847 bat der Emir um einen Friedensvertrag. Nach dem Tod von Berà II. (zwischen 846 und 848) wurde auch die Grafschaft Conflent von der Cerdanya und damit von Sunifred abhängig. Es gilt als wahrscheinlich, dass sowohl Sunifred als auch sein Bruder Sunyer durch Wilhelm von Septimanien, Sohn von Bernhard von Septimanien, ermordet wurden. Wilhelm hatte sich mit Pippin II. von Aquitanien verbündet, sich 848 gegen Karl den Kahlen erhoben und die Grafschaften Empúries und Barcelona besetzt. Einer seiner Söhne, Wilfried, wurde 878 als Wilfried der Haarige Graf von Barcelona. Er gilt als Begründer von Katalonien. | (BARCELONA), Sunifred I. (I52363)
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| 5134 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7105)
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| 5135 | Susa-Piemont | VON SUSA, Markgraf Markgraf Manfred II. (I18302)
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| 5136 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7779)
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| 5137 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I16518)
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| 5138 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I16553)
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| 5139 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I16555)
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| 5140 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Vertraulich (I16562)
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| 5141 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I6601)
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| 5142 | Susanna Borri-Stäubli Legende zu Carl Henking Legat Familientreffen/Family Reunion ST. GALLEN, Switzerland Festsaal "SCHLÖSSLI" Samstag/Saturday August 22, 1987 25. Mai 2024: der Titel "Carl Henking Legat" ist nur die halbe Wahrheit und irreführend. Es war ein Treffen beider Legate, des "Carl Henking Legat" und des "Hettenbach Legat", mit Teilnehmern aus beiden Legaten. Das "Henking Legat" war mit 5 Verwaltungsräten "übervertreten", seitens "Hettenbach Legat" ist einzig der Verwalter Nef aufgeführt. Während viele Teilnehmer zu beiden Legaten gehören, sind doch Auer, Nef und einige Henking nur im "Hettenbach Legat". --------------------- May 25, 2024: the title “Carl Henking Legat” is only half the truth and misleading. It was a meeting of both legates, the "Carl Henking Legat" and the "Hettenbach Legat", with participants from both legates. The "Henking Legat" was "over-represented" with 5 administrative board members, while the "Hettenbach Legat" only lists the administrator Nef. While many participants belong to both legates, Auer, Nef and some Henking are only in the “Hettenbach Legat”. | GULLET, Jeanne Mitchell (I6647)
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| 5143 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I6652)
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| 5144 | Susanne von Klettenberg wurde als Tochter des Arztes und Frankfurter Ratsherrn Remigius Seiffart von Klettenberg geboren. Ab 1751 wurde sie von Friedrich Karl von Moser mit wesentlichen Gedanken Zinzendorfs und seines zeitweiligen Anhängers Friedrich Christoph Steinhofer (1706–1761) vertraut und wandte sich trotz kritischer Haltung[1] der Herrnhuter Brüdergemeine zu. Sie war mit Goethes Mutter, Catharina Elisabeth Goethe, verschwägert[2] und befreundet. Selbst erkrankt, half sie dem jungen Goethe 1768/69 während dessen Rekonvaleszenz in Frankfurt nach seiner im Juli 1768 in Leipzig erlittenen Erkrankung. Goethe war von ihrer Toleranz und differenzierten Religiosität so beeindruckt, dass er ihre Schriften und Äußerungen in seinem Werk Wilhelm Meisters Lehrjahre an zentraler Stelle ausführlich verarbeitete („Bekenntnisse einer schönen Seele“). Mit ihr studierte er auch Werke der Alchemie, mit der sich Susanne von Klettenberg intensiv befasste (sie war eine Nichte des alchemistischen Hochstaplers Johann Hektor von Klettenberg).[3][4] In Goethes Darstellung spiegelt sich auch die Geschichte ihrer von 1743 bis 1747 bestehenden Verlobung mit dem eher weltlich gesinnten Johann Daniel von Olenschlager (1711–1778).[5] Die tief gläubige und zugleich vital-hochgebildete Frau war Stiftsdame im St. Katharinen- oder Weißfrauenkloster. Werke (Auswahl) Der Christ und die Freundschaft, 1754 Neue Lieder von Fräulein von Klettenberg, 1756 Die schöne Seele. Bekenntnisse, Schriften und Briefe der Susanne Katharina von Klettenberg, hrsg. von Heinrich Funck, 1911 | VON KLETTENBERG, Susanne (I57583)
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| 5145 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7341)
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| 5146 | Suzanne Stelling-Michaud, Le Livre Du Recteur De L´Academie De Geneve (1559-1878), Band III (D-G), Geneve 1972, S. 299. Studium in Basel 1618 (Matrikel der Universität Basel - siehe www.e-codices.ch - im Sep. 1618, "Sancto Gal-lensis"), Genf 1619 (Matrikel der Akade-mie Genf am 31.3.1619, "Sancto-Gallensis"), Saumur und Heidelberg 1621 (Matrikel der Univer-sität Heidelberg am 12.7.1621, "Sangal-lensis Heluetius"). Beschäftigt im Han-delsunternehmen Zollikofer & Fels in St. Gallen. Gestorben an der Pest. | FELS, Johann Peter (I1221)
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| 5147 | Sven I. soll seinen getauften Vater Harald I. Blauzahn in einem Aufstand im Jahre 986 vom Thron von Dänemark vertrieben haben, da Harald Sven nicht bei der Thronfolge berücksichtigen wollte. Angesichts der tendenziösen Berichte in den Quellen ist dies ungesichert.[1] Harald starb nach einem Aufenthalt von unbekannter Dauer im Exil 987 in der Jomsburg. Nach einer kurzen schwedischen Invasion 991 unter König Erik Segersäll, in deren Folge er wahrscheinlich erst nach Zahlung eines Lösegeldes freikam, gelangte Sven wieder auf den dänischen Thron. Er war Christ und errichtete in Roskilde eine große Kathedrale, erkannte aber die Oberhoheit des Erzbischofs von Hamburg nicht an.[2] 994 war er zusammen mit Olav Tryggvason Führer eines Wikingerangriffs auf London. Er verwüstete dabei große Teile Südostenglands und erhielt zur Beendigung seiner Plünderungen im folgenden Jahr ein Danegeld von 16.000 Pfund Silber. Norwegen war nach der Schlacht bei Hjørungavåg 986 wieder eigenständig geworden und Olav Tryggvason wurde dort König. Er nahm an der Schlacht vor der Insel Svold am 9. September 1000 auf der wendischen Seite gegen Dänemark teil und starb in dieser Schlacht. Sven I. herrschte nunmehr über Norwegen mittels zweier Jarle. | VON SCHWERDEN, König König Sven Gabelbart (I23926)
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| 5148 | Swjatopolk wurde wahrscheinlich 978 oder 979 geboren. Es ist unklar, wer sein Vater war. Wahrscheinlich war er ein Sohn von Jaropolk I. und einer tschechischen Mutter. Nach dessen Tod nahm Wladimir die wahrscheinlich schwangere Witwe zur Frau und akzeptierte das Kind als legitimen Erben. Um 990 wurde ihm von Wladimir das neu gegründete Fürstentum Turow übergeben. Er heiratete eine Tochter des polnischen Herrschers Bolesław I. Nach dem Tod Wladimirs 1015 setzte er sich zunächst in der Hauptstadt Kiew als neuer Großfürst durch. Sein Halbbruder Jaroslaw hielt sich allerdings in Nowgorod, der zweitwichtigsten Stadt der Rus, und sammelte dort skandinavische Krieger. Im Rahmen der ersten Kämpfe wurden Boris und Gleb, zwei weitere Söhne Wladimirs, ermordet, wofür die Nestorchronik Swjatopolk die Schuld gibt. Im Sommer 1016 standen sich die Heere Swjatopolks und Jaroslaws drei Monate lang gegenüber. Schließlich kam es zur Entscheidungsschlacht, bei der Swjatopolk unterlag. Er floh nach Polen zu seinem Schwiegervater, der daraufhin zu seinen Gunsten in der Kiewer Rus zu intervenieren versuchte. Im Sommer 1017 griffen Jaroslaw I. und Kaiser Heinrich II., einer vorherigen Absprache folgend, Bolesław I. von zwei Seiten her an. Im Sommer 1018 gelang es Bolesław jedoch, Kiew zu erobern und Swjatopolk erneut als Großfürst einzusetzen. Jaroslaw konnte zwar nach Nowgorod fliehen, seine weiblichen Verwandten und ein großer Goldschatz fielen in die Hände des polnischen Königs. Kurz darauf vertrieb Jaroslaw Swjatopolk allerdings wieder aus Kiew. Danach spielte Swjatopolk keine politische Rolle mehr. | (RUSSLAND), Swjatopolk I. (I39691)
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| 5149 | Swjatoslaw war ein Sohn von Wladimir dem Großen und einer tschechischen Mutter. Sein Geburtsjahr ist unbekannt. Um 990 wurde er von seinem Vater als Fürst der Drewljanen eingesetzt. 1015 floh er nach dem Tod des Vaters und der Ermordung seiner Brüder Boris und Gleb in die Karpaten (Ungarisches Gebirge).[1] Dort wurde er von Soldaten seines Bruders Swjatopolk getötet. In Swjatoslawowa mogila („Swjatoslaws Grab“) bei Skorje fanden sich in einem Kurgan (Hügelgrab) Reste einer hochgestellten Person des 11. Jahrhunderts. | (DREWLJANEN), Swjatoslaw (I39692)
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| 5150 | Syberg (auch Sieberg, Sieberger, Syburg) ist der Name eines alten westfälischen Adelsgeschlechts, das zum Uradel der Grafschaft Mark gehörte. Der Name des Geschlechts leitet sich von dem zu ihrem Stammsitz Haus Busch (Hagen) gehörenden Syberg (heute zu Dortmund gehörend) ab. Hohensyburg ist eine Höhenburg der Kölner Erzbischöfe und steht im Zusammenhang mit dem Landesausbau im 12. Jahrhundert. 1235 werden die Herren von Syberg als kölnische Ministerialen erstmals erwähnt. Nach der Teilzerstörung 1287 durch Graf Eberhard von der Mark zog sich die Familie auf ihren Besitz Haus Busch in der Grafschaft Limburg zurück.[1] Die Stammreihe des Geschlechts beginnt mit dem Ritter Hermann von Syberg, urkundlich 1377, der auf dem Haus zum Busch an der Lenne saß.[2] Als Name wurde auch 'von Syberg zum Busch' verwendet. Später saßen die Syberg in Westhofen, Haus Busch (1369–1827), Haus Wischlingen (1511– ?), Haus Voerde (1563–1764), Haus Kemnade (1647–1847), Haus Kliff (ca. 1650–1681), Burg Blankenstein (1637–1647), Schloss Aprath (ca. 1650–ca. 1750) und Schloss Eicks (16. Jh. bis heute). Sie verbreiteten sich auch nach Livland und Preußen, dort auch unter dem Namen „von Syburg“. Wappen Das Stammwappen zeigt in Schwarz ein fünfspeichiges, goldenes Rad. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken das Rad zwischen einer goldenen und schwarzen Straußenfeder. Haus Busch ist ein altes Herrenhaus der Adelsfamilie von Syberg zum Busch in Hagen-Helfe, das seit 1974 der Gesellschaft für publizistische Bildungsarbeit als Sitz und als so genanntes Journalisten-Zentrum des von der Gesellschaft getragenen Deutschen Instituts für publizistische Bildungsarbeit, kurz Haus Busch, diente. Im November 2019 wurde Insolvenzantrag gestellt. Das Haus wurde zum Jahresende 2019 geschlossen.[1] Geschichte Blick auf das Herrenhaus Haus Busch auf Karte von 1770 Wappen derer von Syberg Der ursprüngliche Stammsitz der Herren von Syberg, als Dienstleute der Kölner Erzbischöfe, lag wahrscheinlich auf der spätestens gegen Mitte des 12. Jahrhunderts erbauten Höhenburg Siburg (Hohensyburg). Sie wurde jedoch 1287/88 durch Graf Eberhard II. von der Mark erobert und die von Syberg traten als Ministeriale zu den Grafen von der Mark über. Spätestens um 1350 hat sich dann ein Zweig der Familie auf Haus Busch an der Lenne und in Blickweite der Hohensyburg angesiedelt, um 18 Jahre später von Dietrich IV. von Volmerstein größeren Grundbesitz und Nutzungsrechte im Raum Hagen zu erwerben.[2] Als erster dieses Geschlechts wurde zwischen 1359 und 1377 der Ritter Hermann von Syberg zum Busche urkundlich erwähnt, als er 1359 den Zehnt zu Fley kauft und 1371 den Everdes Hof in Boele.[3] In einer Urkunde von 1369 wird er als „Hermann van Siborch, dey tom Bussche wonet“ bezeichnet. Hermann war damals märkischer Gograf zu Unna, ab 1375 Amtmann der ehemaligen kölnischen Oberhöfe Schwelm und Hagen, mit Amtssitz in Hagen auf „Burg Klippe“ an der Volme, und bis zu seinem Tod auch Oberrichter zu Iserlohn. Die Herren von Syberg zum Busch zählten zum Dienstadel und zu wichtigen Amtsträgern des Grafenhauses Mark bzw. der Herzöge von Kleve-Mark. Sie gehörten zu den begütertsten Adelsfamilien im Raum Hagen mit umfangreichem Landbesitz, größtenteils in den Gemeinden Boele, Helfe, Herbeck und Fley. Haus Busch hatte Obereigentumsrechte an 8 Bauernhöfen und 2 Kotten in Boele und Bathey. Außerdem gehörte ihnen eine Kornmühle, zu der die Bauerschaften Boele, Fley und Halden zwangsmahlpflichtig waren sowie umfangreiche Jagd- und Fischereirechte. Sie betrieben zudem die Lennefähre „Am Cabel“ und für die später errichtete Lennebrücke musste ihnen bis in das 19. Jahrhundert Brückenzoll bezahlt werden. Im Jahr 1511 wurden die von Syberg mit Haus Hagen belehnt und sie erwarben im Laufe der Zeit auch die Herrschaft über den Adelshof Haase zu Boele, sowie dem Freigut zu Dorboile (Helfe). Bei der Aufteilung der Boeler Mark (1770) und Howalder Mark (1771) erhielt Haus Busch als Haupterbe den weitaus größten Anteil des Markenbesitzes. Der Adelssitz der Herren von Syberg zum Busch nahe der Lenne war ursprünglich ein steinerner Wohnturm mit angeschlossenem Versorgungshof. Das heute noch vorhandene Herrenhaus mit dem eindrucksvollen Kellergewölbe wurde um 1700 von Johann Gisbert von Syberg unter Erweiterung des mittelalterlichen Wohnturms errichtet. Nach einem Plan von 1772 war das Herrenhaus – ebenso wie die später entstandene Vorburg – in jener Zeit von einer Gräfte umgeben, die vorne vom Portal aus und auf der Rückseite zum Garten hin jeweils über eine Steinbrücke überquert wurde. Im 18./19. Jahrhundert erfolgten weitere Um- und Ausbauten. Um 1850 wurde hinter dem Herrenhaus ein Park im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt. Im Zuge von Umbauarbeiten wurde in den 1930er Jahren im Keller des Herrenhauses ein aus Bronze gegossenes Rohr einer Hakenbüchse aus dem 15./16. Jahrhundert entdeckt, vermutlich im früheren Wohnturm als Verteidigungswaffe benutzt.[4] Wappen derer von Vincke Johann Gisbert von Syberg zum Busch (1678–1753) war königlich preußischer Geheimer Rat und Justizpräsident von Kleve und Mark. Er wurde als erster der Familie zum Freiherrn ernannt. Sein Enkelsohn Friedrich Freiherr von Syberg zum Busch (1761–1827) heiratete 1786 auf Haus Busch Luise von Bodelschwingh zu Velmede (1755–1818). Nach dem frühen Tod ihres Sohnes erbte Tochter Eleonore (1788–1826) Haus Busch. Eleonore[5] heiratete am 19. Mai 1810 Ludwig Freiherr von Vincke (1774–1844)[6], den späteren ersten Oberpräsidenten der neu gegründeten Provinz Westfalen. Das Ehepaar bekam sechs lebende Kinder und wohnte auf Haus Busch, Gut Ickern und im Schloss Münster, dem Amtssitz Ludwigs von Vincke. Nach dem Tod Eleonores Vater im Jahr 1827 kam Haus Busch an die Adelsfamilie von Vincke, von der es teils selbst bewirtschaftet, teils verpachtet wurde.[7] Haus Busch war Geburts- und Elternhaus des ältesten Sohnes, des bekannten Politikers Georg Freiherr von Vincke (1811–1875). Landrat des Kreises Hagen von 1837 bis 1848. Berühmt durch sein Duell 1852 mit Otto von Bismarck. Der zweitälteste Sohn Gisbert Freiherr von Vincke (1813–1892) wurde als Dichter und Schriftsteller bekannt. Nach ihrem Ableben fanden Ludwig und Georg von Vincke sowie weitere Familienmitglieder im nahe gelegenen Buschbachwald, in einem heute denkmalgeschützten Erbbegräbnis von Haus Busch, ihre letzte Ruhe.[8] Haus Busch war ein beliebter Treffpunkt namhafter preußischer Staatsmänner, so des Reichsfreiherrn vom Stein, der in Wetter als preußischer Oberbergrat tätig war, oder des Freiherrn Friedrich von Hövel aus dem benachbarten Haus Herbeck. Im Jahr 1808 hatte Ludwig von Vincke auf Haus Busch eine geheime Besprechung mit dem Freikorpsführer Adolf von Lützow wegen der Vorbereitung der Erhebung gegen Napoleon.[9] Hitler zu Besuch auf Haus Busch Ab 1919 war auf dem Adelssitz der Hauptmann a. D. und Freikorpsführer Franz Pfeffer von Salomon (1888–1968) Gutspächter. Haus Busch entwickelte sich mit ihm in der Aufbauphase der nationalsozialistischen Partei zu einem Anlaufpunkt für das damalige NS-Führerkorps. Als Gauleiter, im Zuge der Vereinigung der beiden Gaue Rheinland und Westfalen zum sogenannten „Großgau Ruhr“ fanden 1926 hier mehrere Besprechungen und Führertagungen statt. Hier waren unter anderem Joseph Goebbels, der spätere Hamburger Gauleiter Karl Kaufmann aber auch Gregor Strasser, der damalige Reichsorganisationsleiter und faktisch zweite Mann der Partei, anwesend. Auch Rudolf Heß, einer der wenigen wirklichen Vertrauten Pfeffers in der NSDAP, war später auf Haus Busch zu Gast. Im November 1928 erwarb die Stadt Hagen den alten Adelssitz, verpachtete die Ländereien zur landwirtschaftlichen Nutzung, während die Gutsgebäude seit 1933 als Arbeitslager zunächst dem „Stahlhelm-Arbeitsdienst“, danach als Lager des „Reichsarbeitsdienstes für die weibliche Jugend“, diente. Von 1936 bis 1943 plante die Stadt Hagen im Herrenhaus eine Gedenkstätte für den früheren westfälischen Oberpräsidenten Ludwig von Vincke sowie – in Erinnerung an seinen einwöchigen Besuch im Juni 1926 – für Adolf Hitler einzurichten, zu deren Verwirklichung es dann aber nicht kam.[10] Nach dem Zweiten Weltkrieg richtete für mehrere Jahre das Hagener Marienhospital ein Altersheim im Herrenhaus von Haus Busch ein, während Teile der Wirtschaftsgebäude an die Märkische Bullenhaltungsgenossenschaft verpachtet waren.[11] In dem 1868 erbauten ehemaligen westlichen Wirtschaftsgebäude befindet sich heute die Biologische Station des Umweltzentrums Hagen. | VON SEYBERG ZUM BUSCH, Ursula (I45664)
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