Strauss Genealogie


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501 29.7.1826 Marseille, 25.2.1907 Zürich, von St. Gallen. Sohn des Karl, Kaufmanns, und der Elise geb. Kunkler. Ledig. Eymar ist ein Anagramm des Namens M. Mittelschule in St. Gallen, Stud. der Geologie und Paläontologie in Zürich und in Paris, 1866 Promotion. 1857-64 und 1867-96 PD am Polytechnikum Zürich sowie Konservator der geolog.-paläontolog. Sammlung. 1875-1906 ao. Prof. für Stratigrafie und Paläontologie der Univ. Zürich. Auf zahlreichen Forschungsreisen in Europa und Nordafrika sammelte M. grosse Mengen von Fossilien, insbesondere Mollusken (Sammlung im Naturhist. Museum Basel), und registrierte ihre Fundstellen genau. Dadurch gelang ihm eine systemat. Gliederung der Tertiär-Ablagerungen der Schweiz und der Mittelmeerländer. 1892 Barlow Jameson Fund, 1894 Prix Savigny. MAYER-EYMAR, Charles David (I56111)
 
502 3 Kinder  KAUERT, Mathilde (I2619)
 
503 3.10.1551 Schlösschen Winkelbach in St. Fiden in Tablat (heute Gem. St. Gallen), 15.11.1614 im Kriegsdienst im Herzogtum Mailand, kath., von St. Gallen. Sohn des Joseph, Hauptmanns im franz. Solddienst, und der Margareta Zollikofer. ​Elisabeth Rugg von Tannegg. Edelknabe am königl. Hof in Paris. Militär. Laufbahn in franz., dann in span. Diensten in Italien. Fürstäbt.-sanktgall. Rat und Truppenführer. 1582-1614 Hofmeister der Fürstabtei. 1604 äbt. Gesandter nach Mailand zur Erneuerung der Soldallianz mit Spanien. ST(A)UDER VON WINKELBACH, David (I30132)
 
504 3.10.1618 Zürich, 15.1.1689 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Dietrich des Älteren, Malers und Kupferstechers. Bruder des Rudolf (->). 1649 Susanna Murer, Enkelin des Jos Murer. Lehre bei seinem Vater. 1638-42 auf Wanderschaft in Bern und Solothurn, anschliessend in Deutschland, u.a. in Frankfurt bei Matthaeus Merian. Nach seiner Rückkehr nach Zürich wirkte M. dort als Maler, Zeichner und Radierer. Er schuf u.a. Porträts, bibl. Szenen, Schlachten, Ansichten der Zürcher Landschaft und der Alten Eidgenossenschaft, Szenen aus dem Schweizer Hochgebirge, Jahreszeitenillustrationen sowie mytholog. und allegor. Darstellungen. Mit Johann Wilhelm Simmler begründete er 1645 die "Neujahrsblätter" der Zürcher Bibliothek. M. war zu seiner Zeit in Zürich eine führende Künstlerpersönlichkeit. MEYER VOM WEGGEN, Konrad (I33151)
 
505 30.6.1617 Zürich, 2.6.1691 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Salomon (->) und der Elisabeth Keller. Bruder des Hans Jacob (->). 1636 Catharina von Orelli, Tochter des Ludwig. Ausbildung in Genf (1633-34), Padua (1635) und auf den diplomat. Missionen seines Vaters. 1651-65 Stadtschreiber, 1665-68 Zunftmeister der Schneider und Statthalter, 1669-90 Bürgermeister. 1658-60 Landvogt im Thurgau, 1665 Obervogt zu Rümlang. Obmann der Schildner zum Schneggen. H., der sich durch grosse Sprachgewandtheit und Hartnäckigkeit auszeichnete, war einer der bedeutendsten Zürcher Diplomaten des 17. Jh. HIRZEL, Hans Kaspar (I51991)
 
506 30.8.1587 Bern, 8.4.1651 Bern, ref., von Bern. Sohn des Franz, Venners. ​1) 1610 Dorothea Fels, Tochter des Wilhelm, Grossrats, 2) 1630 Barbara Wyttenbach, Tochter des Niklaus, Rats in Biel. 1612 Grossrat, 1615 Iseler (Aufseher über die Weinberge des Staats und Eichmeister), 1619-25 Landvogt von Nyon, 1629-35 Gubernator von Aigle, 1636 Heimlicher, 1637 und 1644-51 Kleinrat, 1638-44 Welschseckelmeister. Mitglied der Gesellschaft zu Schmieden. 1622-40 regulärer Tagsatzungsgesandter. GÜDER, Hans Franz (I25788)
 
507 31.10.1562 Davos,24.1.1637 (und nicht 3.2.) Chur, ref., von Davos. Sohn des Hans (->) und der Anna Buol. ​1) 1583 Barbla von Perini (1588), 2) 1591 Elisabeth von Salis, Tochter des vicari Andreas. Durch diese Heirat gelangte G. 1602 in den Besitz des Schlösschens Wynegg oberhalb von Malans, das er zu seinem Wohnsitz machte und nach welchem er sich fortan nannte. 1569 begleitete er den zum vicari gewählten Stiefbruder Peter (->) für zwei Jahre ins Veltlin. Dem Besuch der Churer Lateinschule folgten 1574 Studien in Zürich, ab 1580 in Genf und 1582 in Basel. Einen Abschluss konnte G. nicht erlangen, da ihn 1582 die Davoser zum Landschreiber und etwas später auch zum Landesfähnrich wählten. Bereits 1587 wurde ihm das Amt des Veltliner Landeshauptmanns übertragen. 1592-1604 war G. Davoser Landammann und somit zugleich Bundslandammann des Zehngerichtenbundes. Vielfach mit Gesandtschaften betraut, nahm er allein 1600-04 an neun diplomat. Missionen in die Eidgenossenschaft, nach Paris, Venedig und Mailand teil. Vehement förderte er den Abschluss eines Bündnisses mit Venedig (1603 Ritter von San Marco). 1607 Kommandant eines Bündner Regiments zur Sicherung der Grenze zu Mailand, verurteilte ihn im gleichen Jahr ein von span. Parteigängern dominiertes Strafgericht in Chur zum Tode.

Nach der noch 1607 erfolgten Rehabilitierung durch ein nunmehr venezianisch gesinntes Gericht zog sich G. für zehn Jahre aus der öffentl. Politik zurück. 1618 wurde er anlässlich einer Gesandtschaft an den franz. Hof erneut zum Ritter geschlagen. Um den Bündner Wirren zu entgehen, zog er mit seiner Fam. nach Zürich, das ihm 1619 das Bürgerrecht verlieh. 1620 befehligte er als Oberst die Bündner Truppen, die zweimal vergeblich versuchten, die verlorengegangenen Untertanenlande zurückzuerobern. 1622 unterstützte er den Widerstand der Prättigauer gegen Österreich. Danach wandte sich G. wieder seinen Privatgeschäften zu und nahm nur noch vereinzelt an Gesandtschaften teil. 1623 erwarb er tauschweise das bei Zürich gelegene Schlösschen Susenberg. 1627 übersiedelte er auf seinen Churer Sitz St. Margarethen. In Davos besass er 8 Häuser und 78 Stück Vieh (1607), in der Bündner Herrschaft und in Chur auch Rebgüter. G. leistete auch als Historiker und Kartograf Beachtliches. Seine Ludwig XIII. gewidmete, 1616 gedruckte "Raetia" ist eine umfangreiche Kompilation von Werken bündner. und eidg. Chronisten. Sie schildert im 1. Teil die Bündner Geschichte und enthält im 2. Teil eine unvollendet gebliebene, mit fünf "Landtafeln" versehene Landesbeschreibung Graubündens und seiner Untertanenlande. 1622 erschien die in erster Linie der Rechtfertigung des Prättigauer Aufstandes dienende Schrift "Pündtnerischer Handlungen widerholte und vermehrte Deduction". 
GULER VON WYNECK, Johannes (I56500)
 
508 31.10.1641 Bern, 15.4.1716, reformiert, von Bern. Sohn des Gabriel (->) und der Salome Thormann. 1661 Margaretha Steiger (weiss), Tochter des Hans Jakob, Grossrats. Hauptmann in fremden Diensten. Ab 1673 Mitglied des Berner Grossen Rats, 1677-1680 Grossweibel, 1680-1686 Hofmeister von Königsfelden, ab 1691 Mitglied des Kleinen Rats, 1694-1700 Bauherr, 1701-1705 Venner, 1705-1711 Deutschsäckelmeister. VON WATTENWYL, Alexander (I42437)
 
509 376 Ritter, 1345 Freier
tritt 1370 Wolhusen an die Herzöge von Oesterreich ab gegen Gutenberg bei Lotzwil,
Kirchherr zu Deitingen
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Ritter (nach 1370), Freiherr , Pfandnehmer Unterseen, Unspunnen und Oberhofen, Herr Deitingen, Gutsherr Deitingen, Kirchherr Deitingen, Herr Wolhusen (1364-1370), Herr Gutenburg (1370), Gutsherr Langenthal, Sagenacker
Erscheint 1345 zu erstenmal als selbständig Handelnder (Jufer 1994: 156).
Mit einer Schuld unbekannter Herkunft des Klosters Interlaken in der Höhe von 1'325 Gulden sichert es dem Gläubiger dafür Pfandrechte auf Leute, Gut und die Burgen von Unterseen, Unspunnen und Oberhofen zu (Jufer 1994: 156).
Nennt sich in der Quittung für die Abzahlung der Schuld mit 925 Florentiner Gulden und 123 Bernpfund durch das Kloster Interlaken «Kirchherr in Deitingen», eine Würde, die er vom Onkel Heinrich V. von Grünenberg übernommen hat; da er weltlichen Standes ist, vertraut er das Amt einem Vikar an (Jufer 1994: 156); als Kirchherr zu Deitingen genannt auch bei Stromeyer (Stromeyer 1963: 1074).
Erwirbt später noch weiteren Besitz, Anteile am Kirchensatz und der Vogtei Deitingen (Jufer 1994: 156).
Verkauft seinem Vetter Petermann I. von Grünenberg um 50 Gulden einen Viertel des Kirchensatzes von Burgrain mit dem Pfarrgut und der Vogtei (Jufer 1994: 158 [163]).
Leiht Johann Ruschellin die Vogtei des Sagenackers von Langenthal gegen einen Jahreszins von 18 Pfund (Jufer 1994: 158).
Nach dem Tod von Graf Imer von Strassberg 1364 vertritt er dessen Witwe Margaretha von Wolhusen als Vogt; zum Dank dafür gibt sie ihm die Herrschaft Wolhusen, auf die aber das Haus Österreich wohlbegründete Ansprüche erhebt (Jufer 1994: 158; Käser 1855: 190).
Verzichtet im Vergleich von 1370 zusammen mit dem Miterben Graf Johann II. von Aarberg-Valangin auf Wolhusen zu Gunsten der Herzöge von Österreich, erhält dagegen Gutenburg bei Lotzwil (nach Käser 1383), die eben Habsburg von Peter von Thorberg gekauft haben (Jufer 1994: 158; Käser 1855: 190; Stromeyer 1963: 1074).
1384 als Zeuge letztmals erwähnt bei der Vergabung Burgrains an St. Urban (Jufer 1994: 158).
Abbildung: Siegel 1345, Schild mit umrandetem Sechsberg; «+S Walth[er] d[e] Gruneb[er]g r[ec]toris ecc[lesiae] i[n] Teitige [Deitingen]»; Staatsarchiv, Bern (Jufer 1994: 158).
Quellen: Käser 1855: 190 
VON GRÜNENBERG, Walter III. (I25953)
 
510 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I43790)
 
511 4./12.4.1492 Konstanz, 6.12.1564 Winterthur, von Konstanz. Sohn des Augustinus, Konstanzer Ratsherrn, und der Katharina Mässlin. Bruder des Thomas, Humanisten und Bürgermeisters von Konstanz. Schwager des Alexander Schmutz. 1533 Katharina Ryff, bis 1529 Nonne in Münsterlingen. Ambrosius Blarer immatrikulierte sich 1505 an der Universität Tübingen, wurde als Mönch des Benediktinerklosters Alpirsbach im Schwarzwald 1511 Bakkalaureus Artium, 1512 Magister. Nach der Rückkehr ins Kloster wurde Blarer Lektor, Verweser der Pfarrei Alpirsbach, um 1521 Prior. 1522 Klosteraustritt. Seit der Studienzeit war Blarer mit Philipp Melanchthon befreundet, ab 1523 pflegte er Kontakte mit Huldrych Zwingli in Zürich, Johannnes Oekolampad in Basel und Martin Bucer in Strassburg. Ab 1525 war Blarer Prediger in der Pfarrkirche St. Stephan in Konstanz; 1527 beteiligte er sich an der Badener Disputation. Von da an wirkte Blarer in Schriften und Predigten als Reformator im süddeutschen Raum und im Thurgau. 1528 begann er sich von Zwinglis Abendmahlslehre zu distanzieren. Er trat später auch in Gegensatz zu den strengen Lutheranern und wurde zum Einzelgänger. Nach der Einnahme von Konstanz durch habsburgische Truppen 1548 floh Blarer in die Schweiz, versah 1551-1559 eine Pfarrstelle in Biel und wirkte noch 1563 als Verweser in Leutmerken. In der Schweiz enthielt sich Blarer trotz lebhaftem Briefwechsel mit Heinrich Bullinger, Johannes Calvin und Guillaume Farel jeden religionspolitischen Einflusses. Die Pfarrstelle in Leutmerken legte er auf Betreiben der katholischen Orte nieder und starb vereinsamt in Winterthur. Blarer hat sich als Reformator um die Schaffung kirchenpolitischer Institutionen und um die Gestaltung des Gottesdienstes bemüht. 25 seiner Kirchenlieder sind überliefert. Sein Lied Wie's Gott gefallt, so gfallt's mir auch gilt als das älteste evangelische Kirchenlied. Blarer hat die Theologie und Frömmigkeit des Protestantismus oberdeutscher und schweizerischer Prägung stark beeinflusst.

Verena Baumer-Müller: "Blarer, Ambrosius", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 09.01.2020. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015167/2020-01-09/, konsultiert am 21.11.2024. 
BLARER VON WARTENSEE, Ambrosius (I48907)
 
512 4.10.1509 Zürich, von Zürich. Sohn des Hans und der Verena Sager. ​1) Verena Kümin, 2) Anna von Kappel. Bäcker und Kornhändler. 1460-1468 Zunftmeister der Weggenzunft, 1464 Obristzunftmeister, 1466 Zeugherr, 1483, 1485, 1489 und 1502-1509 Ratsherr, 1469-1482, 1484-1489 und 1492-1501 Bürgermeister von Zürich. 1450-1459 Vogt von Greifensee und 1466-1467 von Regensberg. Über 50 Jahre Tagsatzungsabgeordneter. Der vermögende Heinrich Röist gehörte der politischen Elite Zürichs an. Nach seiner Absetzung im Zug des Waldmannhandels von 1489 trat er zur Konstaffel über, wo ihm eine zweite Karriere gelang. RÖIST, Heinrich (I19651)
 
513 4.2.1602 Schaffhausen, 16.5.1689 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Hans Conrad und der Ursula von Waldkirch. ​1) 1624 Marina Peyer, Tochter des Peyer Witwe des Heinrich Schwarz (1619), Gelehrten, 2) 1630 Maria Peyer, Tochter des David, Kaufmanns, Witwe des Franziskus Ziegler, 3) 1681 Katharina Altorfer, Witwe des Lot Stimmer, Majors in franz. Diensten. Umfangreiche militär. Karriere in ausländ. wie auch in eidg. Diensten, Obrist über die Schaffhauser Miliz. Als einer der reichsten Schaffhauser seiner Zeit investierte I. sein Vermögen in den Kauf von Grund- und Lehensbesitz und versuchte es als Financier gewinnbringend anzulegen. Umfangreiche polit. Karriere: 1635 Grossrat und Vogtrichter, 1646-89 Obherr der Herrengesellschaft und somit auch Mitglied des Kl. Rats, 1652 ennetbirg. Ehrengesandter, 1653-82 Zeugherr und 1660 Eherichter. IM THURN, Hans Wilhelm (I32908)
 
514 4.2.1602 Schaffhausen, 16.5.1689 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Hans Conrad und der Ursula von Waldkirch. ​1) 1624 Marina Peyer, Tochter des Peyer Witwe des Heinrich Schwarz (1619), Gelehrten, 2) 1630 Maria Peyer, Tochter des David, Kaufmanns, Witwe des Franziskus Ziegler, 3) 1681 Katharina Altorfer, Witwe des Lot Stimmer, Majors in franz. Diensten. Umfangreiche militär. Karriere in ausländ. wie auch in eidg. Diensten, Obrist über die Schaffhauser Miliz. Als einer der reichsten Schaffhauser seiner Zeit investierte I. sein Vermögen in den Kauf von Grund- und Lehensbesitz und versuchte es als Financier gewinnbringend anzulegen. Umfangreiche polit. Karriere: 1635 Grossrat und Vogtrichter, 1646-89 Obherr der Herrengesellschaft und somit auch Mitglied des Kl. Rats, 1652 ennetbirg. Ehrengesandter, 1653-82 Zeugherr und 1660 Eherichter. IM THURN, Hans Wilhelm (I56370)
 
515 4.3.1549 Sulzberg (Gemeinde Untereggen), katholisch, von Unterwalden, 1521-1537 von Winterthur. Sohn des Jakob (->). ​vor 1520 Maria Petronella von Ulm, aus Konstanz. 1521-1537 war Joachim Mötteli vom Rappenstein Gerichtsherr von Pfyn und Wellenberg. 1526 erwarb er von seinem Bruder Beat Rudolf den restlichen Teil der Herrschaft Pfyn und Dettighofen. 1530 kauften beide vom Bischof von Konstanz die Kollatur und den Widumhof von Weinfelden. Den thurgauischen Gerichtsherren diente Mötteli als Anwalt vor Landvogt und eidgenössischer Tagsatzung. Seine Untertanen behandelte er überaus grob. Mötteli bestritt langwierige Prozesse vor der Tagsatzung sowie vor dem Reichskammergericht. Finanziell geriet er 1537 in Nöte. Joachim Mötteli vom Rappenstein war ein gewaltsamer Charakter mit ausgesprochener Prozess- und Streitsucht (Totschlag 1518 in Wil SG).

Erich Trösch: "Mötteli vom Rappenstein, Joachim", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 17.11.2009. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/015188/2009-11-17/, konsultiert am 21.11.2024. 
MÖTTELI VOM RAPPENSTEIN, Joachim (I48900)
 
516 4.3.1779 St. Gallen, 17.1.1848 St. Gallen, reformiert, von St. Gallen. Sohn des Leonhard, Kaufmanns, und der Weibratha Fehr. 1804 Anna Katharina Tschudi, Tochter des Nikolaus, Pfarrers. Studium der Theologie in Göttingen und Jena. 1803-1805 Pfarrer in Kerenzen, 1805-1833 Professor für Philosophie und Naturkunde an der Höheren Theologischen Lehranstalt St. Gallen, nach deren Aufhebung 1835-1848 am evangelischen Stadtgymnasium. 1807-1813 Redaktor beim "Neuen St. Gallischen Wochenblatt". Der vielseitig interessierte Gelehrte prägte 1815-1848 als Mitgründer und Förderer gemeinnütziger Vereinigungen das Kulturleben der Stadt St. Gallen. Seine von der Aufklärung beeinflussten Erziehungsschriften "Agathon oder der Führer durchs Leben" (1842) und "Agathe oder der Führer durchs Leben" (1843) erlebten drei Auflagen. Einem grösseren Leserkreis war sein "Versuch einer vollständigen Thierseelenkunde" (2 Bde., 1840) bekannt. SCHEITLIN, Peter (I56412)
 
517 4.5.1569 Zürich, 1641 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Heinrich, Krämers, und der Apollonia Bächtinger. 1594 Anna Heidegger, Tochter des David, Krämers. Hans Heinrich Schulthess begann als Krämer und stieg über den sogenannten Tüchlihandel zum Fernkaufmann und durch Verlagstätigkeit zum Baumwollfabrikanten auf. 1622 gehörte er zu den zehn grössten Handelstreibenden Zürichs und war einer der bedeutendsten Nichtrefugianten in seinem Gewerbe. SCHULTHESS, Hans Heinrich (I59382)
 
518 4.5.1751 Basel, 20.7.1823 Basel, ref., von Basel. Sohn des Leonhard, Handelsmanns, und der Anna Catharina Birr. Ururenkel des Matthäus (->). 1777 Anna Elisabeth Sarasin, Tochter des Lukas Sarasin. Ab 1778 Teilhaber der Handelsgesellschaft Leonhard Vischer & Sohn. Ab 1777 Mitglied im Gr. Rat und 1788-98 im Kl. Rat der Stadt Basel. 1797 auf Anraten seines Schwagers Peter Ochs Antragsteller im Gr. Rat auf eine Gleichstellung sämtl. Bürger und Untertanen. Während der Helvetik wahrte V. 1798-1803 als Präs. des Kantonsgerichts seinen Einfluss. Nach dem Tod von Lukas Sarasin erwarb er 1802 den Reichensteinerhof (Blaues Haus) und wirkte als Seidenbandfabrikant. Aus der Politik zog er sich zurück. Das von seiner Frau geerbte Schloss Wildenstein liess er instand stellen und den Wohnbereich im romant. Stil ausmalen und ausstatten. V. und ab 1823 sein Sohn Peter machten das Schloss zum Mittelpunkt ihrer künstler. Ambitionen sowie ihrer bedeutenden Kunstsammlung. VISCHER, Peter (I27665)
 
519 423 - 1477 des Rats, Vogt zu Kiburg und Andelfingen, 1433 Gesandter nach Rom, wo er zum Ritter geschlagen wurde, 1441 Bürgermeister von Zürich SCHWEND, Ritter Ritter Johannes (I11265)
 
520 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I16566)
 
521 448 Mitglied des Stadtgerichts; 1455 Gerichtsvollzieher (Vogt) in Maennedorf, 1466 Gerichtsvollzieher in Buelach, 1471 Gerichtsvollzieher in Kuesnacht, 1473 Zunftmeister zur Meise, 1475 Gerichtsvollzieher in Andelfingen, 1483 Gerichtsvollzieher in Regensberg. 1484 Pionier (Seckelmeister). GREBEL, Hans (I14577)
 
522 493 heiratete Audofleda den Ostgotenkönig Theoderich den Großen, der gleich nach seinem Sieg über Odoaker bei Chlodwig I. um ihre Hand angehalten hatte.[2] Diese Ehe war Teil des machtpolitischen Systems Theoderichs gegen Ostrom. Einziges Kind dieser Ehe war Amalasuntha, die nach Theoderichs Tod 526 die Geschicke Italiens für einige Jahre bestimmte. Über Audofleda selbst ist ansonsten fast nichts bekannt.

Amalasuntha soll um 530 mit dem Sklaven Traguila durchgebrannt sein. Ihre Mutter Audofleda schickte ein Heer. Traguila wurde getötet und Amalasuntha an den Hof zurückgebracht. Bald darauf soll Amalasuntha ihre Mutter mit einem vergifteten Abendmahlskelch ermordet haben.[3] Die deutsche Historikerin Martina Hartmann hält diese Erzählung des Gregor von Tours für sehr unglaubwürdig, räumt aber immerhin ein, dass den dabei von Gregor – als einziger Quelle – gemachten Behauptungen, die als Heidin geborene Audofleda sei wegen ihrer Heirat zum arianischen Christentum übergetreten und habe ihren Gatten überlebt, eine gewisse Wahrscheinlichkeit zukomme.[4] 
..., Audofleda (I37014)
 
523 5.2.1538 Zürich, 2.6.1589 Padua, ref., von Zürich. Sohn des Heinrich, Ratsherrn, und der Maria Wirz. ​Barbara Wirz, Tochter des Untervogts von Erlenbach. Der vielseitige Unternehmer L. war im Liegenschaften- und Textilhandel tätig und besass das Bergwerk Gonzen sowie die Weinschenke Zum Elsässer. Ab 1566 sass er für die Konstaffel im Gr. Rat, 1573-88 im Kl. Rat von Zürich. L. war einer der ersten Zürcher Textilfabrikanten. 1573 gründete er mit Hans Conrad Escher vom Glas, Heinrich Thomann und Hans Keller eine Gemeinschaft zur Buratfabrikation. Sein offensichtl. Geschick in Finanzgeschäften verschaffte ihm nicht nur die Grundlagen zum Erwerb der Herrschaft Elgg und der Freiherrschaft Aubonne, sondern liess ihn auch zum Finanzagenten des franz. Königs Heinrich III. werden. LOCHMANN, Hans Heinrich (I34487)
 
524 5.4.1571 Zürich, 10.11.1653 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Conrad, Gürtlers, und der Agnes von Birch. ​1) Dorothea Werdmüller, Tochter des David Werdmüller, 2) Margaretha Paravicini de Capellis, von Plurs. Ab 1620 Ratsherr der Saffranzunft, 1623 Gesandter in die ennetbirg. Vogteien, 1642 Rechenherr. Als Textilkaufmann war G. zusammen mit seinem Bruder Hans Jacob einer der wichtigsten Exporteure Zürichs, die "Tüchli" (grobes Baumwolltuch) v.a. nach Oberitalien ausführten. Als Seidenrohstofflieferant bediente er namentlich die Werdmüller. GOSSWEILER, Hans Kaspar (I15179)
 
525 5.5.1544 Schaffhausen, 18.6.1604 Maienfeld, ref., von Schaffhausen. Sohn des Conrad (->). 1570 Helena Studer, Tochter des Jacob, Kaufmanns und Bürgermeisters von St. Gallen. Schulen in Schaffhausen, 1562-67 Stud. an den Univ. Basel, Heidelberg, Orléans und Padua (Dr. iur.). 1570-71 Urteilssprecher in Schaffhausen, 1570-72 Mitglied des Gr. Rats (Vertreter der Beckenzunft), 1571-77 Säckelmeister, 1572-77 Obmann des Ehegerichtes, 1572-99 Mitglied des Kl. Rats, 1574-77 Obervogt über Merishausen und Bargen, 1575-77 Statthalter, 1577-99 Bürgermeister von Schaffhausen (alternierend), 1599-1604 Lehrer in Maienfeld. M.s. Amtszeit als Bürgermeister war geprägt durch die Wirren der Gegenreformation. Er fungierte wiederholt als Gesandter und Schiedsrichter, so u.a. 1582 bei der Erneuerung des Bündnisses in Paris, 1587 im Mülhauserkrieg und 1597 bei der Teilung des Landes Appenzell. Unter seiner Ägide wurden 1585 die Erneuerung der Rheinbrücke in Angriff genommen und 1589 die Bauarbeiten an der Festung Munot abgeschlossen. Er unterhielt auch Kontakte mit versch. Gelehrten wie z.B. Basilius Amerbach dem Jüngeren. 1599 flüchtete M. nach seinem überraschenden Konkurs (aufwendiger Lebensstil, unglückl. Bürgschaften) aus Schaffhausen. M. starb im Exil in Maienfeld in ärml. Verhältnissen. Er war einer der bedeutendsten Bürgermeister von Schaffhausen und übte auch in der Eidgenossenschaft einen gewissen polit. Einfluss aus. MEYER, Hans Konrad (I15794)
 
526 5.5.1549 Schaffhausen, um 1615 Basel, ref., von Schaffhausen, ab 1580 von Basel. Sohn des Onophrion. Neffe des Christoph (->). ∞1) 1581 Laura Perna, Tochter des Pietro Perna, 2) 1583 Elisabeth Bart. W. kaufte sich 1580 in die Basler Safranzunft ein und wurde 1587 Stubenmeister. Er arbeitete ab 1580 in Basel mit Perna und führte das Geschäft nach dessen Tod 1582 bis 1585 unter dessen Namen weiter. W. druckte ca. 170 lat., ca. 60 dt. - darunter wie Perna Werke von Paracelsus -, ca. 70 hebr. und jidd. und nur etwa sieben griech. Werke sowie zahlreiche Dissertationsblätter und Promotionseinladungen. Von W.s Drucken aus Schaffhausen, wo er 1591-92 einige Monate tätig war, sind zwei bekannt. VON WALDKIRCH, Konrad (I27431)
 
527 5.6.1521 Schaffhausen, 21.2.1582 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Rudolf, Hofmeisters im Salzhof, und der Apollonia Ramsauer. ​1) 1540/41 Dorothea Vorster, Tochter des Bürgermeisters von Radolfzell (✝︎1541), 2) 1545 Agatha Kreidemann, von Lindau. Schulen in Schaffhausen, Freiburg i.Br., Paris und Lyon. 1539 Notar in Radolfzell. Mitglied der Zunft der Kaufleute. 1556-59 Mitglied des Schaffhauser Gr. Rats und 1559-82 Ratsschreiber. H. verfasste eine Schaffhauser Chronik der Jahre 1537-81. Sie beschreibt ausserordentl. Ereignisse wie Unglücksfälle, Verbrechen und Hinrichtungen, gibt Aufschluss über das Wetter, Ernten, Preise, Todesfälle und Fürstenbesuche und berichtet insbesondere über den Durchzug Ks. Ferdinand I. im Jan. 1563. HUBER, Hans Oswald (I42888)
 
528 5.7.1705 Weiningen (ZH), 2.11.1785 Weiningen, ref., von Zürich. Sohn des Hans Ludwig, Landvogts zu Regensberg. Gutsbesitzer und Gerichtsherr, zudem Maler und Dichter. M. gehörte zum Kreis um Johann Jakob Bodmer und Johann Jakob Breitinger und ist insbesondere wegen seiner durch eigene Erlebnisse angeregten Fabeln "Ein halbes Hundert neuer Fabeln" (1744) und seiner naturgetreuen Gemälde in Erinnerung geblieben. Die dritte Auflage seiner Fabeln von 1757 hat M. selbst mit 58 Kupferstichen illustriert. Er pflegte Kontakte zu Christoph Martin Wieland und übersetzte die franz. Fabeln Beat Ludwig von Muralts ins Deutsche. Johann Gottfried Herder und Abraham Emanuel Fröhlich griffen in ihren Fabeln auf M.s Werk zurück. MEYER VON KNONAU, Hans Ludwig (I59919)
 
529 5.8.1588 Schaffhausen, 21.7.1659 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Hans Heinrich, Kaufmanns und Zunftmeisters der Schmiede, und der Anna Schüttelin. ​1) 1607 Walpurga Schmid, Tochter des Caspar, Zunftmeisters der Metzger, 2) 1626 Anna Wiss, 3) 1630 Anna Maria Mäder, Tochter des Bartolome, Pflegers des Klosters Allerheiligen und Grossrats. Kaufmänn. Ausbildung in Schaffhausen, Aufenthalt in Genf. Eigenes Handelsgeschäft in Schaffhausen. Ab 1624 Mitglied des Gr. Rats der Stadt Schaffhausen, 1625 Stadtrichter, 1630 Obervogt zu Neunkirch, 1642 Zunftmeister der Schmiede und Mitglied des Kl. Rats, 1644 Obervogt von Rüdlingen, Buchberg und Ellikon. 1645 Seckelmeister, 1646 Statthalter, 1648-56 Bürgermeister von Schaffhausen. 1646-51 mehrfach Tagsatzungsgesandter. SCHALCH, Matthäus (I32875)
 
530 5.9.1623 St. Gallen, 14.4.1689 St. Gallen, ref., von St. Gallen. Sohn des Jacob, Kaufmanns. ​1) Magdalena Schlaprizi, 2) Anna Barbara Rothmund. Kaufmann, Teilhaber am Handelshaus Schlaprizi, H. und Mitverwandte in St. Gallen und Lyon. 1663 bei der Erneuerung des franz. Bündnisses der Eidgenossenschaft mit Ludwig XIV. zusammen mit Johann Heinrich Escher Gesandter der Kaufmannschaft der evang. Orte nach Paris, um die alten Zollfreiheiten und Handelsprivilegien der schweiz. Kaufleute in Frankreich zu retten. Über diese nicht sehr erfolgreiche Gesandschaftsreise verfasste H. einen interessanten Bericht. In St. Gallen hatte er diverse Ämter inne. HOCHREUTINER, Jakob (I4331)
 
531 527 wurde Caspar J. aus St. Gallen in Schaffhausen eingebürgert. Der Stammbaum der Schaffhauser Fam. J. lässt sich bis 1566 zurückverfolgen. Zimprecht wurde 1636 Zunftmeister und damit Mitglied des Kl. Rates. Die Fam. stellte Zimmerleute, Goldschmiede, Bäcker, Metzger, Gerber und Schuhmacher, ab 1700 viele Schneider, Lismer und Strumpfstricker. Die Brüder Jakob (1736-1816), Bernhard (1738-1812) und Conrad (1740-1817) werden als Färber und Strumpffabrikanten bezeichnet; sie vertrieben rote wollene Strümpfe im süddt. Raum so gewinnbringend, dass einzelne Nachkommen sich der Vermögensverwaltung widmen konnten. Bernhard (->) wandte sich der Politik zu. Sein Sohn Wilhelm (->) wurde als Sozialpionier Nationalrat. Wilhelms Bruder Emil (->) wurde Regierungsrat, dessen Enkel Bernhard (->) gründete 1936 die Schaffhauser Chemiefirma Cilag. Einer anderen Linie entstammen höhere Beamte und Juristen in Stadt und Kanton, ebenso Lithografen und Buchdrucker; ihr gehört Eduard (->) an, der Architekt des Bundesplatzes. JOOS, Anna (I2288)
 
532 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I59372)
 
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534 600 Jahre Hotel «Blume»: Bundesräte, Badegäste und ein Mord
Römer und Ritter badeten schon im Thermalwasser des Hotels «Blume» in Baden. Das Haus hat viel erlebt – auch einen Mord.

Das Hotel «Blume» im Badener Bäderquartier an der Limmat, ist mit 600 Jahren eines der ältesten Hotels der Schweiz.

Baden konnte auch tödlich sein: Ritter Gotthard von Breitenlandenberg wurde 1526 im Hotel Blume umgebracht. Der damalige Wirt Jakob Seeholzer soll den Ritter in seiner Badekleidung erstochen haben. Der Grund für den Mord ist nicht geklärt. Eine mögliche Erklärung von Florian Müller: Der Ritter hatte versucht, dem Wirt die Frau auszuspannen.
 
VON BREITEN-LANDENBERG, Hans Gotthard II. (I32089)
 
535 7.3.1622 Schaffhausen, 25.12.1691 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Hans Andreas, Handelsherrn, und der Barbara von Waldkirch. Urenkel des Heinrich (->). 1643 Anna Katharina Ziegler, Tochter des Alexander Ziegler. 1656 Stadtrichter, 1663 Grossrat, 1673 Vogtrichter, 1676 Obherr der Gesellschaft zun Kaufleuten, 1677 Eherichter, 1684 Zeugherr, Geheimer Rat und Burgvogt zu Herblingen. Durch den Tod seiner begüterten Eltern und sämtl. Geschwister im Pestjahr 1629 wurde P. mit sieben Jahren zum Alleinerben des grossen Vermögens. Später tätigte er mit seinem Schwiegervater grössere Handels-, Finanzierungs- und Darlehensgeschäfte mit süddt. Städten und Adligen und gelangte zu grossem Reichtum. Nach der Beerbung seines Schwiegervaters war P. 1677 mit 87'000 Gulden der viertreichste Schaffhauser. Von seinen zahlreichen Häusern, die er prächtig ausschmücken liess, sind viele noch erhalten. PEYER MIT DEM WECKEN, David (I26317)
 
536 7.7.1744 St. Gallen, 15.9.1827 St. Gallen, ref., von St. Gallen. Sohn des Georg, Leutnants, und der Sabine Dorothée Lieb. 1772 Marie Elisabeth Wegelin. Nach unbekanntem Ausbildungsgang Bankier in St. Gallen. Richter und zugleich Unterbürgermeister der Stadt St. Gallen. M. nahm als Deputierter der Stadtrepublik 1795-98 wiederholt diplomat. Aufgaben wahr. Nach der Rückkehr von der ausserordentl. Tagsatzung 1798 in Aarau scheint er den zögerl. Rat vom Ernst der polit. Lage überzeugt zu haben, sprach sich aber dennoch gegen eine sofortige Truppenstellung zur Unterstützung Berns aus. 1804 Präs. der Kaufmannschaft, 1808 St. Galler Grossrat, 1818 Präs. des Handelsgerichts.

Wohnhaft: Unterer Graben 41 in St. Gallen 
MAYER, Johann Jakob (I44946)
 
537 732 wurde Robert I. „Dux“ im Haspengau und Graf im Oberrhein- und Wormsgau und war ab 741/42 königlicher Pfalzgraf und 757 königlicher Missus in Italien. Er war auch Graf im Masuariergau und eine bedeutende Stütze der Karolinger.[1]

Robert I. leitete 756/57 gemeinsam mit Abt Fulrad von Saint-Denis die Durchführung der Verträge mit den Langobarden. Robert war bereits verstorben, als seine Witwe Williswinda und sein Sohn Cancor 764 das Kloster Lorsch gründeten.[2] 
(MEROWINGER), Robert I. (Rupert I.) (I39245)
 
538 743 setzte er den Merowinger CHILDRICH III. zum Schattenkönig ein, bis er sich und seine Familie dann 754 vom PAPST zum König salben lies.
Im März 741 teilte KARL MARTELL sein Reich zwischen seinen Söhnen aus erster Ehe, KARLMANN und PIPPIN, wobei sich über Art und Durchführung die wenigen, aus späterer Zeit stammenden Quellen durchaus widersprechen.
KARLMANN bekam Austrien, Alemannien und Thüringen, während PIPPIN Neustrien, Burgund und die Provence erhielt. Kurz vor seinem Tod änderte KARL MARTELL sein Testament.
GRIFO, sein Sohn von SWANAHILD, bekam nun auch seinen Teil.
Nach dem Tod von KARL MARTELL ergriff KARLMANN seinen Halbbruder GRIFO mit dessen Mutter und setzte beide in unterschiedlichen Klöstern fest. 742, nach dem Aquitanien-Feldzug, teilten KARLMANN und PIPPIN den Annales regni Francorum zufolge das Reich endgültig unter sich auf. Da die Macht nicht gefestigt schien, setzte KARLMANN 743 mit CHILDERICH III. erneut einen merowingischen König ein, um so seinem Amt als Hausmeier eine königliche Legitimierung zu geben.  
VON FRANKEN, König König Pippin III. der Jüngere (I18865)
 
539 771 erstmals als Auwinsheim erwähnt, wird Unteröwisheim ab 1227 von Oberöwisheim unterschieden. 1346 überließ Markgraf Hermann III. von Baden, ´der Große` (* um 1105; † 16. Januar 1160), Markgraf von Verona und Baden, dem Kloster Maulbronn (Zisterzienserabtei) die Hälfte der Ortsherrschaft. DEUCHLER, Jacob (I1169)
 
540 8 Kinder; lt. Korhammer war der Vater Konrad G. (1265-1356!); Biedermann: "Herrn Hermann Grosens Tochter, Herrn Heinrich Grosens Reichs Schultheisens zu Nürnberg Enklin, Herrn Conrad Grosens Reichs Schultheißens und Stifters des neuen Spitalls allda UrEnkelin, deren Schwester Herr Hermann v. Braitenstein Ritter, zur Ehe hatte GROSS, Lucia (I51393)
 
541 8.1.1637 Bern, 9.6.1719 Bern, ref., von Bern. Sohn des David (->). ​1) 1660 Dorothea von Wattenwyl, Tochter des Gabriel von Wattenwyl, 2) 1684 Dorothea Tillier, Tochter des Jakob, Grossrats und Stiftsschaffners in Bern. 1653 an der Univ. Basel. Mitinhaber der Herrschaft Vaumarcus. 1664-82 Grossrat des Schmieden- und Pfisternviertels, 1668-82 Sechzehner, 1673 Landvogt in Nyon, 1682 Kleinrat, 1682-86, 1690-94, 1702-06 und 1715-19 Venner. 1685-91 beteiligte sich B. an bern. Gesandtschaften zu ref. Orten und zur eidg. Tagsatzung vom 9.-10.4.1685 in Solothurn. VON BÜREN, Johann Karl (I42442)
 
542 8.2.1582 Schaffhausen, 1.1.1646 Schaffhausen, ref., von Schaffhausen. Sohn des Hans Ulrich und der Ursula Ziegler. ​1) 1608 Barbara Peyer vom Thiergarten, 2) 1621 Esther Peyer zum Paradiesvogel, 3) 1638 Amalia Habicht. P. bewohnte das Haus zum Grossen Käfig, das er von seinen Eltern geerbt hatte. 1617 war er Schaffhauser Grossrat und Urteilsprecher, 1618 Vogtrichter, 1624 Obherr der Gesellschaft zun Herren, 1636 Ehrengesandter in die ennetbirg. Vogteien. 1629 verlor er zahlreiche Familienangehörige durch die Pest. Er galt als streitbarer Mann, der 1638-45 oft gebüsst wurde. PEYER IM HOF, Hans Ulrich (I38702)
 
543 8.2.1809 St. Gallen, 23.9.1901 Horn, ref., von St. Gallen. Sohn des Peter (->). 1838 Emma Binder, Tochter des Johann August, Kaufmanns. Buchhändlerlehre in Konstanz, Wanderjahre in Deutschland. Sein 1835 eröffneter Buchladen in St. Gallen wurde zu einem der bekanntesten der Schweiz und Süddeutschlands. Die 1839-50 bestehende Verlagsgemeinschaft, die S. mit Christoph Zollikofer eingegangen war, dominierte das St. Galler Druckerei- und Verlagswesen. S. brachte dort das 1839 von ihm gegr. "Tagblatt der Stadt St. Gallen und der Cantone St. Gallen und Appenzell" ein, das ab 1841 im Verlag Zollikofer erschien. 1850 verkaufte er das Geschäft an Iwan von Tschudi und wurde Verleger in Stuttgart. Er kehrte 1870 nach St. Gallen zurück und lebte ab 1881 in Horn. 1847-49 Bezirksgerichtspräsident.

Quellen und Literatur 
SCHEITLIN, Karl Peter (I56411)
 
544 8.3.1590 Seengen, 8.6.1657 Brestenberg (Gem. Seengen), ref., von Bern. Sohn des Hans Kaspar (I.). Enkel von Burkhard III. (->). ​1) Anna Maria von Ulm, Tochter des Heinrich und der Margarete Escher vom Luchs, 2) Johanna von Ernau. H. verwaltete 1613-26 die Hinterlassenschaft des Walter von H. zur Salenstein. 1622 bzw. 1625 Kauf und Um- oder Neubau des Landsitzes Brestenberg in Seengen. Inhaber des Erbmarschallamts, Hauptmann der bern. Miliz. H. verbesserte die wirtschaftl. Verhältnisse seines Familienzweigs durch gutes Wirtschaften und durch seine zweite Heirat. VON HALLWIL, Johann Rudolf (I36109)
 
545 8.4.1602 Zürich, 22.2.1668 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Heinrich, Chorherrn und Professors am Carolinum, und der Barbara Keller. ​1) 1630 Margaretha Herter, Tochter des Joachim, Pfarrers, 2) 1635 Barbara Landolt, Tochter des Matthias, Ratsherrn, 3) 1660 Elisabeth Isler, 4) 1667 Anna Orelli. 1621 Ordination, 1625 deutscher Prediger in Genf, 1629 Pfarrer in Albisrieden, 1630 Diakon am Zürcher Fraumünster und Professor am Carolinum, 1638 Pfarrer an der Predigerkirche und Chorherr, 1649 Pfarrer am Grossmünster und Antistes. Johann Jakob Ulrich führte ein rigoroses Kirchenregiment im Zeichen der reformierten Orthodoxie und strengte unter anderem Prozesse gegen Michael Zingg und Hans Rudolf Werdmüller an, zeigte sich aber gegenüber den Unionsplänen des John Durie aufgeschlossen. ULRICH, Hans Jakob (I9144)
 
546 8.5.1783 Zürich, 17.4.1839 Seen (heute Gem. Winterthur), ref., von Zürich. Sohn des Hans Ulrich, Färbers und Bleichers, und der Anna Kienast. 1813 Anna Dorothea Holzhalb, Tochter des Hans Heinrich, Obmanns der Goldschmiede. Schulen in Zürich, bis 1806 Stud. der Theologie am Collegium Carolinum in Zürich, 1807 Ordination. 1809 Lehrer an der Töchterschule Zürich, 1810-13 Pfarrer in Uitikon, 1813 bis zu seinem Tod Pfarrer in Seen, ab 1817 auch Schulinspektor. R. beschäftigte sich auch mit Musik und v.a. mit Naturwissenschaft. Seit seiner Kindheit ein leidenschaftl. Insektensammler, stand er in engem Kontakt zu zahlreichen Entomologen (v.a. mit dt. Lepidopterologen, aber auch mit Joseph Philippe de Clairville). Er erforschte besonders die Region Winterthur, wo er sich auch mit Schwämmen und der Seidenraupenzucht beschäftigte. Seine Insektensammlung hatte internat. Format. R. legte den Grundstein zu einem Verzeichnis der Schmetterlinge der Schweiz. RORDORF, Hans Rudolf (I56384)
 
547 8.6.1539 Basel, 3.4.1599 Basel, ref., von Basel. Sohn des Simon (->). 1557 Bakkalaureus in Basel, danach Stud. in Strassburg, 1559 in Tübingen und 1561 an der Univ. Dole (Franche-Comté), schliesslich 1565 Erlangung des Magistergrads in Basel. 1565 Basler Ruf als Prof. Oratoriae (Rhetorik), 1569 Promotion zum Doktor beider Rechte und ab 1571 Prof. für röm. Recht (1571 für Institutionen, 1584 für Kodex und 1589 für Pandekten). 1574-75, 1589-90 und 1593-94 Rektor der Univ. Basel. 1591 Ernennung zum Syndikus (Rechtsberater des Dreizehnerrats) der Stadt Basel. GRYNÄUS, Samuel (I12368)
 
548 8.6.1539 Basel, 3.4.1599 Basel, ref., von Basel. Sohn des Simon (->). 1557 Bakkalaureus in Basel, danach Stud. in Strassburg, 1559 in Tübingen und 1561 an der Univ. Dole (Franche-Comté), schliesslich 1565 Erlangung des Magistergrads in Basel. 1565 Basler Ruf als Prof. Oratoriae (Rhetorik), 1569 Promotion zum Doktor beider Rechte und ab 1571 Prof. für röm. Recht (1571 für Institutionen, 1584 für Kodex und 1589 für Pandekten). 1574-75, 1589-90 und 1593-94 Rektor der Univ. Basel. 1591 Ernennung zum Syndikus (Rechtsberater des Dreizehnerrats) der Stadt Basel. GRYNEUS, Samuel (I41771)
 
549 8.8.1580 Zürich, 24.6.1652 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Salomon (->). ​1) 1595 Elisabeth Keller, Tochter des Felix, Ratsherrn, 2) 1627 Küngolt Meyer von Knonau, Tochter des Bernhard, Junkers, und Witwe des Hans Ulrich Wolf. Als Tuchhändler und Grosskaufmann führte H. zunächst mit grossem Erfolg das väterl. Geschäft weiter, ehe er es 1620 seinen Nachkommen übertrug. Seine polit. Karriere startete er 1609 im Gr. Rat als Vertreter der Saffranzunft, der er 1612-37 als Zunftmeister vorstand. Zusätzlich wirkte er ab 1621 als Statthalter, 1625 als Baumeister, ab 1627 als Seckelmeister, 1628 als Reichsvogt und 1613-29 als Vogt von Rümlang. 1637 wurde er dann zum Bürgermeister von Zürich ernannt.

H. beteiligte sich an der umfangreichen Reorganisation und Sanierung der Zürcher Verwaltung. Er tat dies 1617 als Mitglied der Reformationskommission, welche die Abläufe in den Ämtern durchleuchtete und deren Rechnungen kontrollierte. 1618-24 nahm er an der Reorganisation des Marstalls und 1621-25 des Münzamts teil. Als Bauherr war er Mitglied der Baukommission, welche Löhne und Baumaterialpreise fixierte, Vorschüsse verbot, Arbeitskontrollen einführte, Gratisarbeiten für Ratsmitglieder unterband und die Zahl der laufenden Arbeiten limitierte. Während seiner Zeit als Seckelmeister wurde innert acht Jahren der Schuldenberg getilgt und ein beträchtl. Staatsvermögen gebildet. Als Bürgermeister gab er den Auftrag für die Gyger-Karte und setzte zusammen mit Hans Georg Werdmüller den Bau der Stadtbefestigung durch. H. galt auch als exzellenter Diplomat, der mit seiner Doktrin der strikten Neutralität massgeblich dazu beitrug, Zürich und die Eidgenossen aus dem Dreissigjährigen Krieg herauszuhalten. 
HIRZEL, Salomon (I34020)
 
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