Strauss Genealogie


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4901 Seine Frau hatte ihm an väterlichem und mütterlichem Gut ein ansehentliches Vermögen mitgebracht, wodurch die Familie, nachdem sie in den Wirren des Kriegs von 1693 beträchtliches Gut und Geld verlohren hatte - u.a. wurde auch die Hofapotheke nieder gebrannt - wieder zu großem Wohlstand gelangte.

Patin Ihres Enkels Daniel Wilhelm Nebel am 03.01.1735
Es mag diese Tatsache auf den ersten Blick etwas eigenartig erscheinen, denn die Patin war schon eine recht bejahrte
Frau, von der das Patenkind nicht mehr allzuviel erwarten durfte. Bedenkt man aber, daß damals die Patenschaft weit höher als heute bewertet wurde und die patin über einen guten Teil des ansehentlichen de Spinaschen Vermögens nach damaliger Sitte noch selbst verfügte, so bekommt die Sache ein wesentlich anderes Gesicht. Von der materiellen Seite gesehen, waren also die Aussichten, unter denen der junge Erdenbürger dem Leben entgegenwuchs, die denkbar günstigsten. 
DE SPINA, Loysa Sara Katharina (I2253)
 
4902 Seine Frau holte er sich aus nächster Nachbarschaft. DAs benachbarte haus des Kriegskommissionsrates Wilhelm Wilhelmyx barg ihm die Jugendgespielin.

Sie war recht vermögend. sie hatte von ihrem Vater den Bammenthal-Reilsheimer Zehnten geerbt, der mit 24000 fl. veranschlagt war und
später mit 21000 fl. an Freiherr von Babo veräußert wurde. Weiter hatte sie Güter in Edenkolben und auf Lebzeiten den Ertrag des Ruchsheimer (Pfalz) Zehnten.

Die Tochter Christina Friederike heiratete 21jährig Dr. Linck. Sie wurde sehr früh Witwe und zog mit den beiden Kindern zu ihrer Mutter. Diese war schwach genug, den beiden Enkelkindern jeden Luxus zhu gestatten. Der junge Lincl studierte Rechtswissenschaften. Seine Lebensführung beanspruchte riesige Summen. Geld und wieder Geld war sein stetes Sinnen und Trachten. Für ihn trat anfangs sein Onkel Daniel Wilhelm Nebel ein. Dieser lebte bis zu seiner Verheiratung ebenfalls im elterlichen Haus und unterstützte die Mutter mit gsnz erheblichen Mitteln. Es selbst schätzte die Summe, die er als Junggeselle in den mütterlichen Haushalt steckte, auf 10000Gulden. Über den jungen Linck klagte er, daß der "Neveu" ihn ein Vermögen gekostet hätte. Daneben erhielt der junge Linck von der Großmutter viel GEld zugestevkt, diese schwieg sich aber darüber aus und sagte auch mit keiner Silbe, wie viele Schulden sie dem Enkel bezahlte und Schuldscheine für ihn unterschrieb.
Kein Wunder, dass unter solchen Umständen der Sohn im Verein mit seinen Schwägern Behr und Benning schliesich den Antrag stellte, auf den Bammenthaler Zehnten Arrest zu legen.
Lange hatte der Sohn gezögert, bis er - wie er selbst sagte - "seine zärtlich geliebte Mutter, die er über alles verehrte und deren Herz ihm von den Enkeln abspenstig gemacht wurde", so hart angriff. Es kam zu den swpäter erwähnten jahrelangen Erbstreitigkeiten. 
WILHELMI, Maria Elisabeth (I2250)
 
4903 Seine Herkunft ist nicht mit Sicherheit geklärt. Er war vermutlich der Sohn des Markgrafen Christian von Serimunt und dessen Frau Hidda, der Schwester des Markgrafen Gero.

Über seine Ausbildung und den größten Teil seines Lebens ist nichts bekannt. Die Person des Gero ist wahrscheinlich identisch mit einem 966 genannten gleichnamigen Presbyter am Kölner Dom. Er war Kölner Domherr und Domkustos in Köln und Kaplan des Kaisers. Vor 969 stiftete er den Gero-Codex. Neben der Sorge um sein Seelenheil spielte dabei möglicherweise auch das Ziel eine Rolle, sich Vorteile im Wettbewerb bei einer künftigen Erzbischofswahl zu verschaffen.[1]

Im Jahr 969 wurde er zum Erzbischof von Köln gewählt, was zunächst bei Kaiser Otto I. auf Ablehnung gestoßen sein soll.[2] Dies berichtete jedenfalls Thietmar von Merseburg. Inwieweit dieser Bericht authentisch ist, bleibt umstritten.[3] Schließlich stimmte der Kaiser 970 der Wahl zu.[4]

Offenbar hat sich die Einstellung des Kaisers gegenüber Gero geändert, da er ihn mit einer wichtigen Mission betraute. 971 brach Gero nach Konstantinopel auf und brachte die Prinzessin Theophanu als Braut für den Thronfolger Otto (den späteren Kaiser Otto II.) von seiner Reise mit nach Rom.[5][6] Zugleich brachte Gero die Reliquien des heiligen Pantaleon mit nach Köln; sie befinden sich seit dieser Zeit in der Kirche St. Pantaleon. Im Jahr 972 nahm er an der Synode von Ingelheim teil und leitete zusammen mit dem Erzbischof von Magdeburg 973 die Beisetzungsfeierlichkeiten für Otto I. in Magdeburg.[7] Abgesehen von der Gesandtschaft nach Konstantinopel hatte er weder unter Otto I. noch unter Otto II. eine bedeutende Rolle gespielt. Er war 975 bei einem Reichstag in Weimar anwesend.[8]

Auch nach seiner Wahl bewies er persönliche Frömmigkeit. 970 stiftete Gero gemeinsam mit seinem Bruder, Markgraf Thietmar I. von Meißen, das Kloster Thankmarsfelde im Harz bei Ballenstedt. 974 gründete er zudem die Benediktinerabtei Gladbach. Für den Kölner Dom ließ er nach 971 das berühmte Gerokreuz anfertigen.

Er starb um den 28. Juni 976 in Köln und wurde im Kölner Dom begraben. Seine Grabtumba wurde um 1260 in der Stephanskapelle des Doms errichtet.

Gero gilt in der katholischen Kirche als Heiliger. Sein Festtag (Namenstag) wird an dem Tag nach seinem Todestag, am 29. Juni gefeiert. Der Geroweiher, ein Weiher in einem Park unterhalb des Mönchengladbacher Münsters, wurde nach dem Kölner Bischof benannt. 
VON KÖLN, Gero (I37205)
 
4904 Seine Herkunft ist unklar. Ordericus Vitalis berichtete später, dass er der Sohn eines „Wilhelm von Hennegau“ gewesen sei, was allerdings in keiner zeitgenössischen Quelle belegt ist. Nach einem Eintrag in der Chronik von Saint-Denis war seine Mutter eine Dame von Nogent. Zwischen den Jahren 1022 und 1031 tritt Amalrich als Zeuge mehrerer Urkunden König Roberts II. von Frankreich auf. Im Jahr 1052/53 gründete er die Priorei Saint-Thomas in Épernon, danach wird nichts mehr zu ihm berichtet.

Er hatte mindestens zwei Söhne, seinen Nachfolger Simon I. und Mainer. 
VON MONTFORT, Amalrich I. (I57221)
 
4905 Seine kurze Herrschaft wird durch eine Annäherung des bulgarischen Reiches mit dem Ostfränkischen Reich unter Arnulf von Kärnten in Verbindung gebracht. Beide Monarchen bildeten 892 eine militärische Allianz, die gegen das Mährerreich gerichtet war. Diese war nicht nur gegen byzantinische Interessen gerichtet, sondern stellte auch eine Neuorientierung der bulgarischen Außenpolitik dar, die von einer pro-byzantinischen unter Boris I. Michael in eine pro-fränkische und pro-römisch-katholische überging. Weiter ist Wladimir durch einen weiteren Versuch, den Tengerismus in Bulgarien wieder einzuführen, bekannt. Dieser Versuch kostete ihn schließlich den Thron. 893 berief sein Vater Boris I. Michael den Großen Rat der Boljaren, der ihn durch den drittältesten Sohn Michaels Simeon I., später den Großen genannt, auf dem Thron ersetzte. Der genaue Todesort sowie -ursache und -zeitpunkt sind unbekannt.

Tengrismus
ist ein Sammelbegriff für die älteste polytheistische Religion aller mongolischen und Turkvölker Zentralasiens, der aus dem noch älteren altaischen Schamanismus hervorgegangen ist.

Seit der Auflösung der Sowjetunion 1990 nahm das Interesse am Tengrismus in intellektuellen Kreisen in Aserbaidschan, Burjatien, Kasachstan, Kirgisistan, Tatarstan, Turkmenistan und Usbekistan zu.

Der Glaube baut sich vor allem um einen Himmelsgott Tengri auf und setzt sich aus Animismus, klassischem Schamanismus, Ahnenverehrung und einer speziellen Form des Totemismus zusammen. Tngri, Tengri oder Tegri ist die Bezeichnung für die Götter oder höchsten geistigen Wesen im Mongolischen Schamanismus. Wie viele von diesen Wesen es gibt, wird verschieden interpretiert.[3][4] Gemäß den alten mongolischen Überlieferungen ist Dschingis Khan eine, wenn nicht sogar die Verkörperung des höchsten Tengri.[5]

Im Tengrismus besteht der Sinn des Lebens für einen Menschen darin, mit „allem, was unter dem Himmel ist“, also mit seiner Umwelt im Einklang zu leben. Der Mensch steht in der Mitte der Welten und sieht seine Existenz zwischen dem „ewigen blauen Himmel“ (Mönkh khökh Tengeri auf Mongolisch), der „Mutter Erde“ (Gazar Eje auf Mongolisch, Yer Ana auf Türkisch), die ihn stützt und ernährt, und einem Herrscher, der als „Sohn des Himmels“ gilt, geborgen.

Mit einer ausgeglichenen Lebensweise hält der Mensch seine Welt im Gleichgewicht und strahlt seine persönliche Kraft „Windpferd“ nach außen. Der Kosmos, die Naturgeister und die Ahnen sorgen dafür, dass es dem Menschen an nichts fehlt und beschützen ihn. Wenn das Gleichgewicht durch eine Katastrophe oder durch den Eingriff böser Geister außer Kontrolle gerät, wird es durch den Eingriff eines Schamanen wiederhergestellt.[6][7]

Heute ist die Gestalt des Himmelsgottes Tengri vorwiegend bei Mongolen, wo auch der Lamaismus von Bedeutung ist, und einigen noch naturverbunden lebenden Turkvölkern wie z. B. Chakassen, Altaier oder Jakuten erhalten geblieben. Aber auch bei Völkern, die den Tengrismus längst abgelegt haben, werden Elemente aus dem alten Glauben immer noch in der religiösen Tradition weitergeführt. 
RASSATE, Wladimir (I37398)
 
4906 Seine Mutter war Adelheid von Anjou, Tochter Fulkos II., Graf von Anjou, oder Arsenda von Comminges, Tochter Arnolds, und die erste Ehefrau seines Vaters[2].

Er stand anfangs unter Regentschaft, bis er 999 volljährig wurde. Um 1002 heiratete er Gerberge von Burgund, Tochter Otto Wilhelms, Graf von Burgund, und Ermentrude von Mâcon und Besançon.

1005 nahm er an einer Versammlung unter dem Vorsitz seiner Mutter teil, in der die Regularien für das Kloster Saint-Victor in Marseille festgelegt wurden. 1018 rebellierte der Vizegraf von Fos gegen seine Oberhoheit. Wilhelm starb vor dem 30. Mai des gleichen Jahres während der Belagerung der Burg des Vizegrafen. Er wurde in der Abtei Montmajour bei Arles begraben. 
(PROVENCE), Wilhelm II. ´der Fromme` (I52443)
 
4907 Seine Mutter war eine namentlich unbekannte Schwester des mächtigen Markgrafen Ernst († 865) im bayrischen Nordgau und der Böhmischen Mark. Seine Brüder waren Udo (Graf im Lahngau), Waldo (Abt von Schwarzach am Oberrhein und von St. Maximin in Trier) und Berthold (869–883 Erzbischof von Trier).
Berengar ist erstmals urkundlich bezeugt, als er am 7. Juni 860 im Stift St. Kastor in Koblenz den Friedensvertrag zwischen Ludwig dem Deutschen, Lothar II. und Karl dem Kahlen als Zeuge mitunterzeichnete. Zu diesem Zeitpunkt hielt er wohl bereits Grafenrechte in Hessen; allerdings ist nicht bekannt, wo diese lagen.

Schon 861 zog er sich, gemeinsam mit seinen Brüdern Udo und Waldo und ihrem Onkel Ernst, das Missfallen Ludwigs des Deutschen zu. Der Grund dafür ist nicht klar. Während manche Historiker der Meinung sind, die vier seien in die Intrigen Karlmanns gegen seinen Vater Ludwig verwickelt gewesen (wohl weil sie auf Grund von Karlmanns Ehe mit einer anderen Tochter Ernsts mit ihm verschwägert waren), halten dies andere für wenig wahrscheinlich, da Karlmanns Auflehnung erst im folgenden Jahr bekundet ist. Es ist daher zu vermuten, dass der Bruch zwischen Ernst und seinen Neffen mit König Ludwig eher auf Ludwigs aggressive Westpolitik zurückzuführen war, die bei fast allen fränkischen Adelsgeschlechtern der Zeit schwere Loyalitätskonflikte auslöste.
Jedenfalls führte dies zu einer Vorladung wegen Untreue zum Reichstag im April 861 in Regensburg. Dort wurden die Beschuldigten verurteilt und verloren alle ihre Ämter und Lehen. Berengar und seine Brüder suchten zunächst Zuflucht bei ihrem Verwandten, dem Grafen Adalhard, Senschall im Mittelreich Lothars II. Als Ludwig und Lothar II. sich kurz danach aussöhnten, flohen sie mit Adalhard zu Karl dem Kahlen (dessen Frau Irmentrud eine Nichte Adalhards und möglicherweise eine Schwester von Berengars Vater Gebhard war). Karl entschädigte sie für ihre Verluste, und Adalhard wurde mit der Erziehung von Karls Sohn Ludwig betraut. 865 beteiligten sich Berengar und sein Bruder Udo an der von Adalhard geführten Verteidigung des Seinegebiets gegen die Normannen, ohne jedoch die 20 Tage dauernde Plünderung von St. Denis verhindern zu können. Wegen dieses angeblichen Versagens entzog ihnen Karl alle ihnen von ihm zuvor übertragenen Ämter und Würden.

Ludwig III., „der Jüngere“, suchte bereits während seines Aufstands 866, und ebenso 871 und 873, gegen seinen Vater Ludwig den Deutschen die Unterstützung der Brüder und versprach, ihnen ihre alten Positionen zurückzugeben. Nach dem Tode Ludwigs des Deutschen, 876, als sein Sohn die Herrschaft über weite Gebiete des Ostfrankenreiches übernahm, kam es auch dazu. Berengar ist ab 876 als Graf im sächsischen Hessengau bekundet. Eine Urkunde Ludwigs III., das erste zuverlässige Zeugnis über einen Hessengaugrafen, besagt, dass sich Berengars Amtsbereich in jenem Jahr bis nach Welda südlich von Warburg erstreckte, d. h. bis an die untere Diemel. 
IM LAHNGAU, Berengar (I35622)
 
4908 Seine Mutter war Kunigunde, Tochter der Ermentrud / Irmintrud (um 875/8–930/40), einer Tochter zweiter Ehe (um 875) des westfränkischen Königs Ludwig II., genannt der Stammler. Sein Vater ist nicht zweifelsfrei belegt; verheiratet war seine Mutter mit dem lothringischen Grafen Wigerich, der zu Siegfrieds Geburt möglicherweise bereits verstorben war, und danach mit dem Grafen Richwin von Verdun.

Siegfried tritt erstmals um 950 auf. Zu der Zeit war er Laienabt des Klosters Echternach.[3] Er ist 982 als Graf im Moselgau nachgewiesen,[4] darüber hinaus Vogt der Reichsabtei St. Maximin zu Trier und des Klosters Echternach.[5] Am 17. April 963 erwarb er als „Comes“ (Graf) die Burg Lucilinburhuc in der heutigen Stadt Luxemburg an der Alzette im Tausch gegen Ländereien in Feulen bei Ettelbrück (Sauer) mit dem Kloster St. Maximin.[6] Um 964 beerbte er seinen Halbbruder, den „Ardennengrafen“ Giselbert.[7] 964 erwarb er vom Trierer Erzbischof Heinrich Ländereien bei Saarburg mit dem Inselberg, auf dem sich die Saarburg befand.[8] 984 kämpfte er bei den Auseinandersetzungen um die Nachfolge des Kaisers Otto II. in Lothringen auf der Seite Ottos III., geriet in die Gefangenschaft der Gegenseite in Person des westfränkischen Königs Lothar. Nach dessen Tod 986 gelang Siegfried die Flucht.[9] Am 26. Oktober 997 wird Siegfried letztmals als lebend erwähnt.

Nachkommen: Die Grafen von Luxemburg 
(LUXEMBURG), Siegfried I. (I36989)
 
4909 Seine Mutter, Margaretha geborene Bruggmann, und sein Vater, Ulrich Zwingli, zogen den Jungen in Wildhaus (Toggenburg) auf, wo der Vater als Ammann (Bürgermeister) amtete. Bald schon, mit sechs Jahren, kam er aber aus Wildhaus zu seinem Onkel, einem Pfarrer, in Weesen am Walensee. Dort besuchte er die Dorfschule. Als Jugendlicher wurde er zur Ausbildung weiter nach Bern gewiesen. Als er dort beinahe im Kloster gelandet wäre, schickten ihn sein Vater und Onkel nach Wien an die Universität. Auch in Basel studierte er nachher. Als 23jähriger wurde er an die Kirchgemeinde Glarus als Pfarrer gewählt, arbeitete nachher drei Jahre als Leutpriester in Einsiedeln und lebte dann - von seiner Berufung ans Grossmünster 1519 bis zu seinem Tod - in Zürich, seinem Hauptwirkungsfeld.

Die Kinder Zwinglis

Drei Stiefkinder - Gerold, Margaretha und ein weiteres, das früh verstarb - stammten aus der früheren Ehe von Anna Zwingli mit Hans Meyer von Knonau. 1524 wurde als erste gemeinsame Tochter Regula Zwingli geboren. Es folgten Wilhelm, der Zweitälteste, dann Huldrych und schliesslich Anna, die allerdings nur wenige Monate alt wurde.

Allzu viel Zeit für die Familie wird Zwingli aufgrund der zahlreichen kirchlichen wie politischen Verpflichtungen kaum gehabt sein. Dennoch scheint ihn ein inniges Verhältnis nicht nur mit den eigenen, sondern auch mit seinen Stiefkindern verbunden zu haben. Insbesondere den Ältesten, Gerold Meyer, förderte er im Studium und widmete ihm das Schul- und Lehrbuch "Wie man edle Jünglinge heranbilden soll".

Die hohe Mortalität des Spätmittelalters machte jedoch auch vor den höheren Gesellschaftsschichten nicht halt. Krieg und Krankheiten zehrten fortlaufend an der Grossfamilie. Der junge Gerold fiel 1531 zusammen mit dem Vater Zwingli in der Schlacht bei Kappel, ebenso der Bräutigam der Stieftochter Margaretha. Wilhelm Zwingli erlag mit 15 Jahren der Pest. Nur Zwinglis leibliche Kinder Regula und Huldrych überlebten den Tod der Mutter von 1538.

Regula Zwingli heiratete 1541 den späteren Antistes (Vorsteher der Pfarrerschaft) Rudolf Gwalther. Huldrych Zwingli trat 1549 mit der ältesten Tochter von Heinrich Bullinger, Anna Bullinger, vor den Traualtar und übernahm die Pfarrstelle an der Predigerkirche.

[S1] Ulrich Zwingli.
Ulrich Zwingl, mit eigentlichem Namen Huldenreich beziehungsweise Huld rych, wurde am 1. Januar 1484 in Wildhaus bei St. Gallen in der Schwei z geboren. In den Jahren von 1489 bis 1494 hielt sich Ulrich Zwingli zur Ausbildung in Weesen am Walensee auf. Von 1494 bis 1498 war er Sch üler der Lateinschule in Basel und Bern. Ab 1498 studierte er scholast ische Theologie an den Universitäten Wien und Basel. Zwingli schloss s eine universitäre Ausbildung 1506 mit dem Titel Magister Artium ab. I m gleichen Jahr wurde er Priester in Glaurus. In den Kämpfen von Novar a und Marignano 1513/1515 beteiligte er sich als Feldprediger mit den Glarner Truppen. Seine Erfahrungen aus dieser Zeit mündeten in eine öf fentliche Ablehnung des Söldnertums. 1516 wurde Zwingli Leutpriester i n Einsiedeln. Im gleichen Jahr machte er in Basel die Bekanntschaft mi t dem großen Humanisten Erasmus von Rotterdam, dessen Schriften wegwei send im Denken und Handeln Zwinglis waren. Im Jahr 1518 gab Zwingli d ie Priesterste  
BRUGGMANN VERW. MEILIN, Margaretha (I3129)
 
4910 Seine Regierungszeit war geprägt von seiner Teilnahme am Zweiten Kreuzzug und dem beginnenden Konflikt des französischen Königtums mit dem Haus Plantagenet (siehe: Angevinisches Reich). (FRANKREICH), Ludwig VII. (I40266)
 
4911 seine Schwester Ottilie Dorothea Caroline heiratet den Maler Johann Wilhelm Lindlar ASTEROTH, Dr. med. Dr. med. Carl Wilhelm Emil (I57)
 
4912 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I2248)
 
4913 Seine Vorfahren standen väterlicher- wie mütterlicherseits als Beamte im Dienst der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt. Er war ein Onkel zweiten Grades von Jenny Marx.[1]

Friedrich Perthes folgte beruflich dem Vorbild seines Onkels, des Gothaer Verlagsbuchhändlers Justus Perthes, und trat 1787 eine Lehre beim Leipziger Verlagsbuchhändler Adam Friedrich Böhme an. Im Jahr 1793 nahm ihn Benjamin Hoffmann in Hamburg als Gehilfe in seine Buchhandlung auf. Dieser Wechsel nach Hamburg brachte Friedrich Perthes die entscheidenden Impulse für sein weiteres Leben. Zunächst erwies sich der Kontakt zum Freundeskreis um Johann Michael Speckter und Daniel Runge als ausschlaggebend, wo ihm das aufklärerische Denken Immanuel Kants, Johann Gottfried Herders und Friedrich Schillers nähergebracht wurde. Eine lebenslange Freundschaft verband ihn mit dem Maler Philipp Otto Runge, der ihn auch porträtierte. Nicht zuletzt die guten Beziehungen zu den Hamburger Kaufmannsfamilien ermöglichten Perthes am 11. Juli 1796 die Gründung der ersten reinen Sortimentsbuchhandlung in Hamburg. Das Geschäft befand sich seit 1805 am Jungfernstieg Nr. 22 und zeichnete sich vor allem durch kundenfreundliche Innovationen wie das Angebot fertiggebundener Bücher in Regalen, Sitzmöglichkeiten und Schaufensterauslagen aus. Obwohl sie infolge des wirtschaftlichen Niedergangs Hamburgs seit 1799 schwere Umsatzeinbußen hinnehmen mussten, konnten Perthes und sein 1799 beigetretener Teilhaber und Schwager, Johann Heinrich Besser, das Geschäft dank Aufnahme eigener Verlagsprojekte sowie der finanziellen Intervention Hamburger und Leipziger Freunde und adliger Gönner aus dem Umkreis von Matthias Claudius stabilisieren und seit 1811 sogar ausweiten. Die Bekanntschaft zu Claudius war Perthes durch den Philosophen Friedrich Heinrich Jacobi vermittelt worden; sie führte schließlich sogar dazu, dass Perthes 1797 in Wandsbek Claudius’ Tochter Caroline Ilsabe heiratete. Der daraus erwachsende intensive Kontakt mit den befreundeten Adelskreisen in Emkendorf und Münster bewirkte einen tiefgreifenden Wandel in Perthes’ Denken: der Wunsch nach einer langsamen Reform der Gesellschaft auf der Basis eines konfessionsübergreifenden Christentums trat in den Vordergrund. Diese Umorientierung spiegelt sich auch im Verlagsprogramm wider: die wichtigsten Autoren der ersten Jahre, darunter Matthias Claudius mit den letzten Teilen seiner Werkausgabe (1797–1812), Friedrich Wilhelm Schelling mit Von der Weltseele (1798) sowie Friedrich Leopold Graf von Stolberg mit der Geschichte der Religion Jesu Christi (1806–1818) gehörten diesen christlich-konservativen Kreisen an.

Die Siege Napoleons über Österreich und Preußen und die anschließende Besetzung Hamburgs Ende 1806 empfand Perthes als politische Katastrophe. Sein Wunsch, den deutschen Intellektuellen in ihrem staatenübergreifenden Widerstand gegen das dominante Frankreich eine Diskussionsplattform bereitzustellen, mündete 1810/11 in das Zeitschriftenprojekt Vaterländisches Museum ein, an dem u. a. Friedrich Schlegel, Joseph Görres und Jean Paul teilnahmen. Nach dem Scheitern des Russlandfeldzugs übernahm Friedrich Perthes leitende Funktionen in der Bürgergarde und beteiligte sich aktiv an der Vertreibung der französischen Besatzung im März 1813. Die zeitweilige Rückeroberung Hamburgs zwangen ihn und seine Familie zur Flucht; das Geschäft wurde mit allen Waren konfisziert. Die intensive militärisch-politische Zusammenarbeit mit Ferdinand Beneke, Karl Sieveking und Carl Georg Curtius gipfelte im August 1813 in der Bildung des „Hanseatischen Directoriums“ – einer Art Exilregierung, in der Hamburgs Interessen gegenüber den Verbündeten vertreten wurden. Friedrich Perthes setzte sich für die Bildung eines an die alte Hanse anknüpfenden norddeutschen Staatenbundes ein, um die Unabhängigkeit der Städte zu sichern. Ebenfalls untrennbar verbunden mit den Verhandlungen des Wiener Kongresses war die 1816 anonym herausgegebene Schrift Der deutsche Buchhandel als Bedingung des Daseyns einer deutschen Literatur – hierin leitete Perthes aus der zentralen Bedeutung von Wissenschaft und Literatur für die Identität der Deutschen die Notwendigkeit eines wirksamen Verlagsrechts ab.


Weiteres Porträt von Perthes
In den folgenden Jahren engagierte sich Friedrich Perthes im Rahmen der Erweckungsbewegung an führender Stelle in der Hamburgisch-Altonaischen Bibelgesellschaft. Nach dem Tod seiner ersten Frau Karoline (1821) verließ er im März 1822 Hamburg und siedelte mit seinen jüngsten Kindern nach Gotha zu seiner seit 1818 mit Wilhelm Perthes (Sohn von Justus Perthes) verheirateten Tochter Agnes Marie über, wo er sich 1825 mit der verwitweten Charlotte Hornbostel (1794–1874), geb. Becker, verheiratete. Aus dieser Ehe gingen vier Kinder hervor. Im Zuge dieser Veränderung überließ er seinem Teilhaber die Sortimentsbuchhandlung „Perthes & Besser“, blieb jedoch zeichnungsberechtigt und übernahm den Großteil der Verlagsartikel. Gleichzeitig schädigte die Auseinandersetzung mit dem „Rationalisten“ Johann Heinrich Voß, in dessen Verlauf sich viele liberale Intellektuelle von ihm abwandten, sein öffentliches Ansehen. Die äußerst schmerzhafte Erfahrung bewirkte Perthes’ Abkehr von der publizistischen Wirksamkeit zugunsten einer indirekten Einflussnahme über die Förderung der Geisteswissenschaften. Folgerichtig unterstützte er die Bestrebungen zur Gründung eines Historischen Vereins in Hamburg (1822–24) und baute in Gotha einen neuen Verlag auf. Hier erschienen seit 1828 die Theologischen Studien und Kritiken (herausgegeben von Carl Christian Ullmann und Friedrich Wilhelm Carl Umbreit), seit 1829 die Geschichte der Europäischen Staaten (herausgegeben von Arnold Heeren und Friedrich August Ukert) und 1832 die Historisch-politische Zeitschrift (herausgegeben von Leopold von Ranke). Nachdem bereits 1840 die Einbeziehung des Sohnes Andreas (neue Firmierung als Friedrich & Andreas Perthes, Hamburg und Gotha) in das Geschäft erfolgte, blieb der 1854 in „Friedrich Andreas Perthes“ umbenannte Verlag bis 1890 in Familienbesitz und wurde 1937 aufgelöst. Die Buchhandlung ging nach dem endgültigen Austritt von Friedrich Perthes im Jahr 1836 an die Erben von Johann Heinrich Besser und firmierte unter „Perthes, Besser und Mauke“.

Perthes fand seine letzte Ruhestätte auf dem Gothaer Friedhof II, das Grab ist heute jedoch nicht mehr erhalten. 
PERTHES, Friedrich Christoph (I52903)
 
4914 Seinem Sohn Anton (belegt 1430-70) gelang es, wieder in die Waadt zurückzukehren. Er wurde 1455 vom Hzg. von Savoyen mit der Kastlanei M. belehnt. VON MONTENACH, Anton (I41514)
 
4915 Seit 1170 bezeugtes Adelsgeschlecht. Den Grafen bzw. Herren von Abensberg gelang es, eine eigenständige Herrschaft zwischen Ingolstadt und Kelheim bis zum ausgehenden 15. Jahrhundert zu erhalten. Ihre Stellung basierte überwiegend auf Klostervogteien, Reichsrechten und der Übernahme von bayerischen Ämtern. Die Abensberger gehörten zu den wenigen hochfreien Adelsfamilien im spätmittelalterlichen Herzogtum Bayern.

Anfänge und Aufstieg
Die Abensberger zählten zu denjenigen Adelssippen, die sich aufgrund ihres erfolgreichen Herrschaftsaufbaus Ende des 12. Jahrhunderts den Grafentitel zuerkannten bzw. von der Umgebung erhielten. Bei den Abensbergern ist dies um 1180 zu beobachten. Möglicherweise war ihre Nähe zu den Wittelsbachern mit ausschlaggebend.

Hinter dem Begriff Abensberger stand ein vielköpfiger regionaler Sippenverband mit den nach Abensberg (Lkr. Kelheim) und Altmannstein (Lkr. Eichstätt) bezeichneten Hauptlinien und den mit Siegenburg, Ratzenhofen (beide Lkr. Kelheim) und Rottenegg (Lkr. Pfaffenhofen an der Ilm) bestimmten Nebenlinien. Damit dürften sie wohl von den Herrn von Abenberg in Mittelfranken zu unterscheiden sein. Das früheste Auftreten der Familie im 11. Jahrhundert ist schwierig zu belegen; der als Stammvater immer wieder herangezogene 'Babo' bleibt Fiktion. Erst ab den 1170er Jahren tauchen urkundliche Belege auf: So sind Altmann und Eberhard von Abensberg seit 1171 in der Umgebung des Bayernherzogs Heinrichs des Löwen (reg. 1156-1180, 1142-1180 Herzog von Sachsen) und der bayerischen Pfalzgrafen aus dem Hause der Wittelsbacher nachweisbar; Emma Mages zählt sie zu der Gruppe der wittelsbachischen Ministerialen. Seit dem Spätmittelalter gehörten sie zu der Gruppe der Hochfreien, d. h. zu denjenigen, welche die Turnierfähigkeit besaßen. 
VON ABENDSBERG, Ulrich (I11212)
 
4916 Seit 1214 bezeugtes Adelsgeschlecht mit Stammsitz in S. im Elsass. Jakob Rudolf (erw. 1347-60), der wie viele seiner Nachkommen den Beinamen Hürus führte, heiratete um 1330 eine Erbtochter aus dem Geschlecht vom Stein, die der Fam. das Meieramt des Stifts Säckingen sowie umfangreiche Besitzungen am Hochrhein zuführte. Er und sein Sohn Rudolf (erw. ab 1352) erwarben später wieder eingebüsste Besitztümer im Sisgau und im Aargau. Rudolf war Gefolgsmann des Hauses Habsburg und fiel 1386 im Sempacherkrieg. Seine Nachkommen dienten häufig in der Verwaltung Vorderösterreichs, z.B. als Vögte der vier Waldstädte (->, ->, ->, ->, ->). 1475 erwarben die S. die Herrschaft Oeschgen. Ende des 16. Jh. kam die Fam. vorübergehend in den Besitz des Schlosses Neu-Altstätten. Bevorzugter Heiratskreis waren Adelsfamilien aus Süddeutschland, dem Elsass und der Nordwestschweiz. Frauen verheirateten sich vereinzelt mit bürgerl. Männern. Die S. stellten zahlreiche Domherren in versch. Bistümern, namentlich im Bistum Basel, wo Heinrich (->) Generalvikar und Anton Ignaz Johann Nepomuk (->) Hofrat war. Johann Franz (->) wurde 1651 zum Fürstbf. von Basel gewählt. Vom Ende des 15. Jh. an waren einige S. Träger des Erbtruchsessenamts des Basler Hochstifts. Zahlreiche weibl. Angehörige der Fam. traten in adelige Damenstifte ein, so in die Klöster Olsberg und Schänis. 1668 erhob Ks. Leopold I. die gesamte Fam. in den Reichsfreiherrenstand. Zu Beginn des 21. Jh. bestanden noch die beiden Familienlinien S.-Wehr und S.-Schwörstadt. VON SCHÖNAU, Stammlinie (I11405)
 
4917 seit 1458 in Basel erwähnt, 27.08.1461 Bürger zu Basel (Krämer), 1461 Safranzunft Kaufmann und Mitglied im großen Rath

1482, aus Schlettstadt (Elsass), ab 1458 in Basel, 1461 Bürger von Basel. ​Barbara Graf. 1461 Safranzunftrecht, 1476 Sechser der Safranzunft. B. kämpfte 1476 bei Grandson und wurde später einer der offiziellen Taxatoren der Burgunderbeute. Wohlhabender und angesehener Kaufmann, an Bankgeschäften beteiligt, Inhaber einer Wechselbank und Besitzer von Bergwerksanteilen. 1474-75 Angeklagter in einem Münzprozess. Mitglied und Schreiber der bedeutenden Basler Kaufherrenvereinigung "Grosse Gesellschaft".

F. Ehrensperger, Basels Stellung im internat. Handelsverkehr des SpätMA, 1972 
BISCHOFF, Andreas (I2441)
 
4918 seit 1476 und noch 1492 in Basel erwähnt, Buchhändler zu Basel, lebt später zu Rittershofen bei Weißenburg BISCHOFF, Hans (I2439)
 
4919 seit 1519, zuletzt 1541 in Basel erwähnt LACHNER, Anna (I5996)
 
4920 Seit dem Vertrag von Ribemont vom Mai 1179 war Lothringen zwischen seinem Onkel, Herzog Simon II., und seinem Vater geteilt. Als der kinderlose Simon II. ihn zu seinem Nachfolger ernannte und am 1. April 1206 starb, anerkannte sein Vater diese Regelung nicht und ernannte sich selbst zum Herzog. Mit dem Tod des Usurpators im Jahr darauf am 7. April 1207 wurde Lothringen wiedervereint.

Seine Ehe mit Agnes von Bar aus dem Haus Scarponnois brachte ihm das Gebiet von Amance, Longwy und Stenay ein, jedoch musste er nach einer Auseinandersetzung mit seinem Schwiegervater, Theobald I. von Bar, bei der er unterlag und in Gefangenschaft geriet, 1208 alles wieder herausgeben, um seine Freiheit zurückzuerlangen. 
(LOTHRINGEN), Friedrich II. (I52177)
 
4921 Seit etwa 670/675 war sie mit PIPPIN DEM MITTLEREN vermählt. Mit ihm machte sie zahlreiche Schenkungen an Kirchen und Klöster. Es erscheint historisch wahrscheinlich, dass die von ihr in die Ehe gebrachten Güter PIPPIN halfen, die Krise des arnulfingischen Hauses zu überwinden. Wohl auch deshalb war PLEKTRUDIS bei allen Rechtsgeschäften Pippins beteiligt. Ihre Söhne DROGO und GRIMOALD DER JÜNGERE wurden mit wichtigen Ämtern durch Pippin ausgestattet.
Kurz vor dem Tode PIPPINS versuchte sie die Rechte ihrer Enkel (ihre Söhne waren bereits gestorben) gegen die Ansprüche von Pippins Friedelsohn KARL MARTELL zu verteidigen. Pippin willigte ein, dass ein unehelicher Sohn GRIMOALDS, der erst siebenjährige THEUDOALD, ihn beerben sollte.
KARL wurde zunächst von PLEKTRUDIS in Köln gefangengesetzt. Er konnte jedoch fliehen und mit Hilfe einer von ihm aufgestellten Streitmacht Plektrudis schließlich 717 zwingen, seine Rechte anzuerkennen. Der Überlieferung nach ist sie 725 in Köln verstorben. Nach ihrem Tod wurde sie als HEILIGE verehrt.

PLEKTRUDIS ist die Gründerin von St. Maria im Kapitol in KÖLN, wo sie auch begraben lag. Ein kostbarer Sarkophag konnte bei Ausgrabungen geborgen werden. Ihre Gebeine sind nach dem Zweiten Weltkrieg verloren gegangen.  
N. (HUGOBERTINER), Plektrudis (I10772)
 
4922 Sekretär "beim Kriegskommissariat" (1706, 1707), "kurpfälz. Kommissariats Rath" (1709) und Kriegskommissariartsrat (1710, 1722) in Heidelberg. Kurpfälz. Sekretär bei der geistlichen Administration in Heidelberg (1730). Pate in Heidelberg am 17.11.1706 (St. Peterskirche), 27.3.1707, 6.6.1709 (St. Peterskirche) und 8.6.1722. Tod lt. KB St. Peterskirche: alt ./. Jahre. WILHELMY, Johann Wilhelm (I2251)
 
4923 Selbstmord durch Erhängen in der Tennenkammer DÜRSCH, Christian (I167)
 
4924 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7762)
 
4925 Serena war die Tochter des Honorius und der Maria; ihre Schwester war Thermantia. Ihr Vater starb irgendwann vor 384, sodass Serena und Thermantia am Hof ihres Onkels Theodosius aufgenommen wurden, wo sie wie Adoptivtöchter behandelt wurden. Die gebildete Serena war die Lieblingsnichte des Theodosius. 384 verheiratete er sie mit seinem magister militum Stilicho, der großen Einfluss am Hof gewann und mit dem Serena drei Kinder hatte (Maria, Eucherius und Aemilia Materna Thermantia). Nach Theodosius’ Tod 395 folgte sie Stilicho nach Mediolanum (Mailand), wo dieser Vormund des jungen Kaisers des Weströmischen Reiches, ihres Cousins Flavius Honorius, und dessen Schwester Galla Placidia geworden war. 398 verheirateten sie und Stilicho ihre ältere Tochter Maria im Alter von etwa zehn Jahren mit dem 14-jährigen Kaiser. Maria starb sehr jung und vermutlich noch jungfräulich zwischen 404 und 407, worauf Serena Honorius Anfang 408 mit Thermantia verheiratete.

Als 404 der Streit um die sehr reiche und sehr fromme Senatorentochter Melania das Verhältnis zwischen Christen und Heiden erschütterte, ermutigte die fromme Christin Serena den Kaiser, der unmündigen jungen Christin und ihrem ebenfalls noch unmündigen Ehemann zu erlauben, gegen den Willen ihrer Familie ihren Besitz zu verschenken. Auch in der Auseinandersetzung um Johannes Chrysostomos folgte Honorius eher ihrem als Stilichos Rat. Später bemühte sie sich laut Zosimos, das Zerwürfnis zwischen West- und Ostrom zu verhindern. Als Alarich mit seinen Westgoten einzufallen drohte, drängte sie den Kaiser, sich in das sicherere Ravenna zurückzuziehen.

Nachdem Stilicho, der wohl trotz anders lautender Gerüchte loyal zum Kaiser gestanden hatte, als angeblicher Verräter ermordet worden war, befand sich Serena in Rom. Dort war sie wegen ihres Einsatzes für Melania und wegen eines 395 begangenen Frevels an der Statue der Rhea Silvia ohnehin unbeliebt. Laut Zosimos wurde sie Ende 408 vom römischen Senat hingerichtet, weil man fürchtete, sie würde die Stadt an die Goten unter Alarich verraten, die gerade zum ersten Mal Rom belagerten. Ihr Sohn Eucherius wurde in dieser Zeit ebenfalls getötet (obwohl er Zuflucht in einer Kirche gesucht hatte), während ihre Tochter Thermantia um 415 verstarb. 
FLAVIA, Serena (I47207)
 
4926 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I61171)
 
4927 setzte die Familie auf Limminghofen fort (1808 noch daselbst) DAHL, Peter (I612)
 
4928 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I54993)
 
4929 Severin ist der Name einer Familie, welche mehrere Beamte, Baumeister, Parlamentarier, Ärzte, Kaufleute, Ingenieure, Erfinder und Hochschullehrer hervorbrachte. Einzelne Glieder stiegen in den russischen Adel auf.

Die Familie Severin lässt sich gesichert bis in das 16. Jahrhundert nach Bochum zurückverfolgen. Die Stammlinie beginnt mit Johannes Severin, 1601 Rentmeister und Ratsherr in Bochum. Auch Margarete Severin, vermählt mit dem Bochumer Anwalt und Bürgermeister (1598 u. 1618) Matthäus Ostermann, gehörte dieser Familie an. Diese Eheleute sind die Urgroßeltern des russischen Kanzlers Heinrich Johann Friedrich Ostermann (1687–1747). Auch in Hattingen und Essen etablierten sich frühe Angehörige in der Bürgerschaft. Mit Dietrich Heinrich Severin (1681–1754) gelangte die Familie nach Waldeck.[Einzelnachweis 1] Hier konnte die Familie das ehemals Gaugrebensche Freigut in Mengeringhausen einschließlich der damit verbundenen Landstandsbefähigung an sich bringen und war auch mit zwei Höfen in Eppe belehnt. Nachfahren bekleideten teils verantwortungsvolle und einflussreiche Stellungen etwa in Mecklenburg und Pyrmont. Lübeck wurde der Ausgangspunkt der russischen Linie. In Bad Doberan, Schwerin, Bad Pyrmont und Bad Wildungen sind Straßen nach Angehörigen benannt. Die Familie besteht gegenwärtig fort. 
SEVERIN, Gertrud Christina (I44327)
 
4930 SEVILLA IN ANDALUSIEN
553 wurde die Stadt offenbar zeitweilig von den oströmischen Truppen des Kaisers Justinian I. erobert, war aber spätestens um 580 wieder unter der Macht der Westgoten.
In dieser Zeit wirkte auch ISIDOR VON SEVILLA, der vielfach als der letzte große Gelehrte der Antike und zugleich der erste des Mittelalters gilt. In seiner Enzyklopädie Etymologiarum sive originum libri XX kompilierte er das im Westen des Mittelmeerraums um 600 noch vorhandene Wissen der Antike (→Bücherverluste in der Spätantike), verband es mit der Patristik (mit der Zeit der Kirchenväter) und machte es seiner Zeit verfügbar.
In Sevilla wurden 590 und 619 zwei Konzile (concilia Hispalensia) gehalten. 
N., Theodora (I22601)
 
4931 Sexreds Vater Sæberht hatte neben Sexred zwei weitere Söhne, Saeward und einen Weiteren, dessen Name nicht überliefert wurde. Die Brüder gaben nach dem Tod des Vaters 616/617 den christlichen Glauben auf und bestiegen gemeinschaftlich den Thron. Sexred vertrieb zusammen mit seinen Brüdern den Londoner Bischof Mellitus aus Essex.[1] Es liegen jedoch keinerlei Hinweise auf allgemeine Christenverfolgungen vor, vielmehr sollte die Vorherrschaft Kents beseitigt werden, dessen König Æthelberht I. das Christentum im Jahre 604 in Essex eingeführt und heidnische Kulte verdrängt hatte.[2] 617 fielen Sexred und seine Brüder in einer Schlacht gegen die westsächsischen Gewissæ.[1]

Sein Neffe Sigeberht I. wurde Nachfolger auf dem Thron.[ 
VON ESSEX, Sexred (I37026)
 
4932 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I55718)
 
4933 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I5339)
 
4934 Sicher ist hingegen, dass Hugobert über seine Tochter Bertrada die Ältere einer der Vorfahren KARLS DES GROßEN ist. Hugobert ist das namengebende Mitglied der Familie der HUGOBERTINER.

Er war mit IRMINA VON OEREN verheiratet († 25. Dezember 704/710), die 697/698, also wohl kurz nach seinem Tod, durch eine Schenkung die Gründung des KLOSTER ECHTERNACH ermöglichte.

Die Hugobertiner waren eine Adelsfamilie in der Umgebung der frühen Karolinger; durch ihre Verschwägerung mit diesen standen sie nicht nur im 8. Jahrhundert mit an der Spitze des Fränkischen Reichs, sondern sie gehören auch zu den Vorfahren Karls des Großen. 
N., Hugobert (Chugoberctus) (I18412)
 
4935 Sie entstammte dem Geschlecht der Staufer und war Tochter des Pfalzgrafen Otto I. von Burgund und der Margarete von Blois-Champangne. Sie war damit unter anderem Enkelin von Friedrich Barbarossa und Nichte von Philipp von Schwaben.

Sie war Erbin der Pfalzgrafschaft. Für sie übte zunächst ihre Mutter die eigentliche Herrschaft aus.[1] Unklar ist, ob nach dem Tod des Vaters 1200 zunächst eine Schwester mit Namen Johanna bis etwa 1205 das Erbe übernahm, oder ob die Namen Beatrix und Johanna eine Person bezeichneten.[2]

Sie heiratete am 21. Juni 1208 Otto Herzog von Meranien. Damit kam es zu einer ehelichen Verbindung der Staufer mit dem diesen ergebenen Haus Andechs. Am Tag des Hochzeit oder der Brautübergabe von Beatrix kam es in Bamberg zur Ermordung Philipp von Schwabens durch Otto von Wittelsbach 
(BURGUND), Beatrix II. (I36365)
 
4936 Sie entstammte einer adligen Familie aus dem Maas-Mosel-Raum und war die Schwester von Gunthar, Erzbischof von Köln.

Die 855 geschlossene Ehe Lothars mit Theutberga blieb kinderlos. Ab 857 bis zu seinem Tod 869 versuchte Lothar erfolglos, sich von Theutberga scheiden zu lassen, um eine gültige Ehe mit Waldrada einzugehen. Die Scheidung wurde insbesondere von Papst Nikolaus I. abgelehnt. Nachdem auf der Synode von Metz in Anwesenheit der päpstlichen Legaten die Scheidung (angeblich durch Bestechung) abermals anerkannt worden war, widerrief der Papst diese Entscheidung und exkommunizierte die Erzbischöfe Gunthar von Köln und Theutgaud von Trier, die auf der Synode von Metz die treibende Kraft gewesen waren. 868 wurde auch Waldrada vom Papst exkommuniziert.

Auch ein Italienzug, auf dem Lothar seine Angelegenheit Papst Hadrian II. persönlich vortragen konnte, änderte nichts an der Entscheidung. Lothar wurde allerdings wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen, nachdem er dem Papst versichert hatte, dass er seit ihrer Exkommunikation nicht mehr mit Waldrada zusammengekommen war. Auf der Rückreise in den Norden starb Lothar II. in Piacenza.[1][2] Nach Lothars Tod zog Waldrada sich in das Kloster Remiremont zurück, wo sie auch begraben wurde.

Lothar II. und Waldrada hatten vier Kinder:

Hugo (* 855/860; † nach 900), Herzog im Elsass
Gisela von Nivelles (* 860/865; † 907), Äbtissin von Nivelles und Fosses
Berta von Lotharingen (863–925), Gräfin von Arles und Markgräfin von Tuszien ⚭ Graf Theotbald von Arles († 887/895)
Ermengard († 6. August nach 895/898), Nonne 
N., Waldrada (I52353)
 
4937 Sie erwies sich in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges als fähige Postorganisatorin und konnte trotz anfänglicher Gebietsverluste das Netz der Kaiserlichen Reichspost ausweiten. Noch während ihrer Amtszeit entstanden die Postkurse nach Osnabrück und Münster, wo die Friedensverhandlungen zur Beendigung des Dreißigjährigen Krieges stattfanden.

Leben
Alexandrine war eine Tochter des Grafen Philibert Baron de Balançon Comte de Varax und dessen Ehefrau Claudine de Tournon-Roussillon.[2] Am 29. Juni 1616 heiratete sie den fünf Jahre jüngeren Leonhard von Taxis, den Sohn und designierten Nachfolger des amtierenden Generalpostmeisters Lamoral von Taxis. Sie gebar die Tochter Genoveva Anna, die am 16. April 1618 getauft wurde, sowie den Sohn Lamoral Claudius Franz, dessen Taufe am 14. Februar 1621 stattfand.

Während des Aufenthalts am kaiserlichen Hof in Prag erkrankte Leonhard II. von Taxis an „hitzigem Fieber“, konnte aber noch am Tag vor seinem unerwarteten Tod am 23. Mai 1628 ein Testament aufsetzen.[3] Darin bestimmte er Alexandrine unter der Voraussetzung, dass sie nicht wieder heiratete, zum Vormund der minderjährigen Kinder.[4] Erst durch den plötzlichen Tod ihres Ehemannes trat Alexandrine in das Licht der Öffentlichkeit. Am 1. August 1628 bestätigte Kaiser Ferdinand II. die Vormundschaft und übertrug ihr noch im selben Monat das Amt einer Generalpostmeisterin der Kaiserlichen Reichspost, das sie stellvertretend für ihren minderjährigen Sohn ausüben sollte.[5] Auch der spanische König Philipp IV. setzte Alexandrine am 16. August 1628 als Generalpostmeisterin der Spanischen Niederlande, Burgunds und Lothringens ein.

Wirken als Generalpostmeisterin
1630 übernahm Alexandrine als Leiterin der Kaiserlichen Reichspost die zehn Poststationen bis Waldmünchen am Postkurs von Augsburg über Regensburg nach Prag, die vorher zur kaiserlichen Hofpost gehört hatten. Ebenso verbesserte sie den Postverkehr mit England, indem sie den Postkurs nach Calais ausbauen ließ.[6]

Durch das Eingreifen und die Eroberungen der Schweden unter Gustav Adolf im Dreißigjährigen Krieg ab 1631 verlor die Kaiserliche Reichspost viele Postkurse, und die Postämter in Rheinhausen, Hamburg, Frankfurt am Main, Nürnberg und zeitweilig sogar Augsburg gerieten unter schwedische Kontrolle. Maßgeblich beteiligt am Aufbau eines schwedischen Konkurrenzunternehmens war der von ihrem verstorbenen Mann abgesetzte und von König Gustav Adolf wieder eingesetzte Frankfurter Postmeister Johann von den Birghden.

Trotz der Kriegswirren erhielt Alexandrine zunächst noch im November und Dezember 1631 zwei kaiserliche Abmahnungen wegen des „Unfleißes“ in den Postämtern Frankfurt am Main, Nürnberg, Rheinhausen und Regensburg, da die kaiserliche Post nur verzögert zugestellt worden war.[7]

In einem Rechtfertigungsschreiben stellte sie klar, dass dem Rheinhausener Postmeister von „Wiederwertig[n] [Feinden] vernittlst ihrer hochschädlichen Machinationen den Rhein übergesetzt und dem Postillon zu Rheinhausen“, die Postfelleisen mitsamt den Briefen und Pferden weggenommen worden waren, und sie bat darum, den Niederländischen Postkurs auf eine sichere Route mit neuen Poststationen zu verlagern.[8] Nach einem kaiserlichen Schreiben an die Reichsstände vom Januar 1632 ließ sie eine Umleitungsroute westlich vom Rhein von Augsburg über Breisach, Nancy und Flamisoul nach Brüssel einrichten,[9] die jedoch wegen des Einzugs der Schweden in Straßburg wahrscheinlich nicht lange bestand.[10] Ein Postkurs von Brüssel über Köln und Düren[11] diente bis 1636 als weitere Umleitung für die Post zum kaiserlichen Hof, was jedoch eine Verspätung von mehreren Tagen bedeutete und Übergriffe der holländischen Truppen provozierte.

Erst mit der Schlacht bei Lützen, in der Gustav Adolf fiel, sowie nach der Niederlage der Schweden in der Schlacht bei Nördlingen wendete sich der Krieg zugunsten der Kaiserlichen, und die Reichspost unter Gräfin Alexandrine gewann bis 1636 alle Poststationen mit Ausnahme von Leipzig zurück. Jetzt wurde auch wieder die Konkurrenz der Nebenboten und der Metzgerpost aktiv, sodass der Kaiser im August 1635 erlaubte, die „neuerliche(n) postreutter und briefsambler“ mithilfe der Reichsstände niederwerfen zu lassen,[12] was nach der damaligen Methode zur Ausschaltung von Konkurrenten bedeutete, dass man die Boten vom Pferd zerrte und die Pferde und Briefe konfiszierte. Nach der Verpflichtung neuer Posthalter konnte der Niederländische Postkurs auf kaiserlichen Befehl ab 1636 wieder auf die traditionelle kürzere Route über Rheinhausen und Augsburg zurückverlagert werden.[13]

Während des Kollegialtags der Kurfürsten zu Regensburg im Jahre 1636 kam es zu einem Kompetenzstreit wegen der Auslieferung der kaiserlichen Post zwischen dem kaiserlichen Hofpostmeister Johann Christoph von Paar und Gräfin Alexandrine. Kaiser Ferdinand entschied salomonisch. Die Übergabe der Briefe des kaiserlichen Hofes wurde Paar zugestanden, während Alexandrine die Briefe der Bürger und Kaufleute verteilen durfte.[14]

Nach dem Tod Kaiser Ferdinands II. im Jahre 1637 erneuerte Kaiser Ferdinand III. Alexandrines befristete Bestallung als Generalpostmeisterin und verlieh im Jahre 1638 auch Alexandrines Tochter Genoveva, die inzwischen verheiratet war, im Falle des Todes des designierten Nachfolgers Lamoral Claudius Franz von Taxis die Anwartschaft auf das Generalerbpostmeisteramt.[15] Ferdinand III. erließ erneut ein Patent zur Ausschaltung der Botenanstalten in Nürnberg, Augsburg, Köln, Frankfurt und Regensburg, was zu Beschwerden der Nürnberger und Augsburger Boten führte.

Schon 1638 kam es wieder zu Übergriffen von Soldaten auf die Kaiserliche Post. Trotzdem konnte Alexandrine das Postnetz der Kaiserlichen Reichspost und der Spanisch-Niederländischen Post bis in die heutigen Niederlande ausweiten, wo um 1640 das wichtige Postamt Roermond entstand. Erst nachdem sich der Dreißigjährige Krieg mit dem Eingreifen Frankreichs im Schwedisch-Französischen Krieg erneut verschärft hatte, wurden wieder Routenverlagerungen nötig.

Ab 1645 begannen die ersten Friedensverhandlungen. In der Vorbereitungsphase ab 1643 gelang es Gräfin Alexandrine, die hierzu benötigten Postkurse nach Münster und Osnabrück für alle am Krieg beteiligten Parteien einzurichten und Schutzbriefe für die Postämter und Postreiter zu erhalten. Zusätzlich ließ sie eine Postverbindung zwischen Osnabrück und Münster einrichten. Auf Wunsch des Kaisers kam 1645 ein Postkurs von Münster über Frankfurt und Nürnberg nach Linz hinzu sowie 1646 ein direkter Postkurs von Münster nach Brüssel.[16] Zu diesem Zeitpunkt war ihr Sohn Lamoral Claudius Franz von Taxis 25 Jahre alt und galt damit als volljährig. Er unterstützte seine Mutter im eigenen Namen bis zu seiner offiziellen Bestallung als Generalpostmeister durch Kaiser Ferdinand III. am 11. September 1646.

Versuch einer Statusaufbesserung

Titel des Buches von Chifletius, Graphische Gestaltung N. van der Horst
Neben ihrer Tätigkeit als Generalpostmeisterin versuchte Gräfin Alexandrine, einen gesellschaftlichen Aufstieg ihrer Nachkommen zu erreichen, da die bürgerliche Herkunft der inzwischen zu Grafen aufgestiegenen Taxis als Makel galt[17] und einen weiteren Aufstieg in der Adelshierarchie erschwerte. Auch aus diesem Grund beauftragte sie um 1640 verschiedene spanische und italienische Genealogen, die Abstammung der Familie Taxis zu erforschen. Diese Genealogen meinten, die Taxis könnten dem italienischen Geschlecht der Torriani oder della Torre (vom Turm) aus dem Valsassina in der heutigen Provinz Lecco entstammen, die bis zu ihrer Vertreibung durch Heinrich VII. und die Visconti im Jahre 1311 über Mailand und einen Teil der Lombardei geherrscht hatten. Aufgrund dieser Vermutungen beauftragte Alexandrine den Kanoniker Julius Chifletius, einen Nachweis für die Verbindung des Hauses Taxis mit den Torriani zu erbringen. Chifletius publizierte 1645 die neuen Erkenntnisse in der Propagandaschrift Les Marques d’honneur de la maison de Tassis (Die Ehrenzeichen des Hauses Taxis), zu der Nicolaus van der Horst die Illustrationen und den Buchtitel beisteuerte.[18] Damit legte Alexandrine den Grundstein für die kaiserliche und königlich-spanische Genehmigung einer Namensänderung in „Thurn, Valsassina und Taxis“ und den späteren Aufstieg der Thurn und Taxis in den Fürstenstand.[19]

Rücktritt
Wolfgang Behringer bezeichnete Gräfin Alexandrine als „Managerin der Reichspost zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges“.[20] Ihr Verdienst besteht nicht zuletzt auch darin, dass sie ihrem Sohn eine fundierte Ausbildung zur Vorbereitung auf sein Amt als Generalpostmeister gewährleistete, so dass der Übergang nahtlos erfolgte. Mit ihrem Rücktritt als Generalpostmeisterin und der Einsetzung ihres Sohnes als Generalpostmeister im Jahre 1646 verlieren sich ihre Spuren in der postgeschichtlichen Literatur. Bekannt ist nur, dass sie am 26. Dezember 1666 starb.

Anekdote
Gräfin Alexandrine sprach nur Französisch und Italienisch, aber kein Deutsch. Nicht nur wegen seiner Religionszugehörigkeit, sondern auch aus diesem Grund lehnte sie den evangelischen Balthasar Krauth, der wiederum kein Französisch konnte, 1629 als Straßburger Postmeister ab. Erst nachdem Krauth Französisch gelernt hatte (er ließ sich bei der Formulierung der Briefe an Alexandrine häufig von einem Freund helfen), akzeptierte sie ihn im Jahre 1636 und beförderte ihn noch im selben Jahr zum Leiter der burgundischen Post bis Gray.[21] Selbst der Augsburger Postverwalter David Frey korrespondierte mit Alexandrine und später mit ihrem Sohn Lamoral Claudius Franz auf Italienisch.[22]

Literatur
Wolfgang Behringer: Thurn und Taxis. Piper, München / Zürich 1990, ISBN 3-492-03336-9.
Martin Dallmeier: Quellen zur Geschichte des europäischen Postwesens 1501–1806. Teil I. Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1977.
Martin Dallmeier: Quellen zur Geschichte des europäischen Postwesens 1501–1806. Teil II: Urkunden-Regesten. Verlag Michael Lassleben, Kallmünz 1977.
Martin Dallmeier: De post van Thurn und Taxis, La Poste des Tour et Tassis 1489–1794. Brüssel 1982.
Max Piendl: Das fürstliche Haus Thurn und Taxis. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 1981.
Marita A. Panzer: Fürstinnen von Thurn und Taxis. Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2008, ISBN 978-3-7917-2133-0.
Europäische Stammtafeln. Band V: Haus Thurn und Taxis. Tafel 129 und 130. 
DE RYE, Alexandrine (I61253)
 
4938 Sie gebar ihm 12 Kinder wovon 1892 noch 6 lebten. Sie war von kleiner Gestalt, sehr fleißig und couragiert.

Es spricht Carl Kauert (1820 – 1902) über
Johann Wilhelm Heinrich Kauert (1769 – 1833) und Wilhelmine Sibille Kauert (1786 – 1852), ihre Kinder Friedrich, Lisetta, Christian Friedrich Wilhelm, Friedrich Albrecht Ferdinand, Carl und Eduard, sowie ihre zwölf Enkel aus der Ehe des Christian Friedrich Wilhelm Kauert (1814 – 1892) und der Maria Elisabeth Witscher (1817 – 1865).
Bericht von Carl Kauert, Skript, 7 Seiten

Nun will ich von dem dritten der Kinder erzählen, meinem Großvater Wilhelm kauert, der als einziger der 6 Geschwister geheiratet hat. Er war schlank und etwas über mittelgroß, hatte lebhafte Augen und ein markantes Gesicht. Mein Vater sprach imm er mit Hochachtung von seiner Klugheit. Am 20. September 1839 heiratete er Maria Elisabeth Witscher welche am 24. Oktober 1817 in Obermiebach geboren wurde. Sie gebar ihm 12 Kinder, wovon 1892 noch 6 lebten. Diese meine Großmutter war von kleiner GEstalt, sehr fleißig und couragiert. Mit 47 jahren starb sie schon und zwear a, 10. Oktober 1865. Ihr Bruder, unser Witschers-Ohm lebte noch bis 1912. 
WITSCHER, Maria Elisabeth (I56)
 
4939 Sie gilt als die Gründerin der Abtei Münsterschwarzach.

Karls Chronist Einhard berichtet in seiner Vita Caroli Magni, dass Fastrada sehr grausam gewesen sei und das Blutgericht von Verden, bei dem angeblich 4500 Sachsen hingerichtet worden seien, auf ihren Einfluss zurückging. Einhard kannte Fastrada allerdings nicht persönlich, da diese bereits gestorben war, bevor er an den Hof Karls gelangte.

Aus dem Jahr 785 ist ein Schreiben erhalten, in dem Karl Fastrada auffordert, mit den Kindern zu ihm auf die Eresburg zu kommen.[1] Später begleitete Fastrada ihren Mann wohl nicht ständig, stand aber immer im Kontakt mit ihm. So ist ein Brief erhalten, in dem Karl sich 791 besorgt nach ihrer Gesundheit erkundigt, weil er schon länger keine Nachricht von ihr erhalten hat. Dann berichtet er ihr von einem Sieg gegen die Avaren und bittet sie darum, Dankgottesdienste abhalten zu lassen.[2]  
N., Fastrada (I10453)
 
4940 Sie hat insgesamt 4 Kinde rmit
mindestens 3 Männern 
DÜRSCH, Anna Margaretha (I90)
 
4941 Sie hat mit Burkhard Wirz in der zweiten Ehe ab 1469 drei Kinder: Jakob, Hans und Heinrich STUCKI, Elisabeth (I2896)
 
4942 Sie hatte drei namentlich bekannte Brüder namens Herminafried, Berthachar und Baderich, die nach dem Tod ihres Vaters das Reich unter sich aufteilten. Raicunda ging zusammen mit ihrer Mutter ins Langobardenreich. Sie heiratete dort etwa um 510 den Langobardenkönig Wacho, starb aber kurz darauf und blieb kinderlos. VON THÜRINGEN, Raicunda (I24211)
 
4943 Sie hatten die Kinder:

Otto IV., Herr von Ochsenstein ⚭ Kunigunde von Lichtenberg;
Katharina von Ochsenstein ⚭ 1. Emicho von Leiningen (ein Sohn von Emich IV.); ⚭ 2. Johann von Sponheim - Starkenburg
Johannes von Ochsenstein
Adelheid von Ochsenstein ⚭ 1. Berthold II. von Neuenburg, Graf von Strassberg; ⚭ 2. Rudolf II, Markgraf von Baden
Guota von Ochsenstein ⚭ Donat von Vaz
Simunt von Ochsenstein
Anna von Ochsenstein ⚭ Eberhard I. von Katzenelnbogen 
VON HABSBURG, Kunigunde (I35447)
 
4944 Sie heiratete (der Ehevertrag stammt vom 30. Mai 1228) Archambault IX., Herr von Bourbon. Ihre Kinder waren:

Mathilde II. (* wohl 1234; † 1262), 1257 Dame de Bourbon, Gräfin von Nevers, Auxerre und Tonnerre; ⚭ Februar 1248 Odo, Erbherzog von Burgund, 1257–1262 Graf von Nevers, Auxerre und Tonnerre, † 4. August 1266 in Akkon (Älteres Haus Burgund)
Agnes (* wohl 1237, † 7. September 1288), 1249 Dame de Bourbon; ⚭ I. Februar 1248 Johann von Burgund, 1248 Herr von Bourbon, † 29. September 1268 (Älteres Haus Burgund); ⚭ II. 1277 Robert II., Graf von Artois, 1285–1289 Regent von Neapel, † 11. Juli 1302 in der Sporenschlacht (Haus Frankreich-Artois)
Archambault IX. nahm am Kreuzzug Ludwigs IX. gegen Ägypten (Sechster Kreuzzug) teil, der im August 1248 in Aigues-Mortes aufbrach, starb aber im Januar 1249 auf der Anreise in Zypern. Zuvor hatte er im Februar 1248 seine Töchter Mathilde und Agnes, in das ältere Haus Burgund verheiratet. Mathilde erhielt den Besitz in Burgund (Nevers, Auxerre, Tonnerre), auf den sie aber bis zum Tod ihrer Urgroßmutter Mathilde von Courtenay 1257 warten musste, und heiratete Odo, den Erbprinzen von Burgund. Agnes erhielt das Bourbonnais und heiratete Odos jüngeren Bruder Johann (der offenbar die Herrschaft im Bourbonnais schon im Jahr der Hochzeit und Archambaults Abreise zum Kreuzzug antreten konnte). Agnes’ Tochter aus ihrer ersten Ehe, Beatrix, brachte durch ihre eigene Ehe mit Robert von Clermont Bourbon an die Kapetinger: Beatrix und Robert sind die Stammeltern der Bourbonen. 
(NEVERS), Jolanthe (I52495)
 
4945 Sie heiratete ANSEGISEL VON METZ-AUSTRASIEN, den Sohn des BISCHOFS ARNULF VON METZ aus der Familie der ARNULFINGER und verstärkte damit die bislang schon bestehende Allianz zwischen den beiden Familien. Ihr Sohn war der spätere Hausmeier PIPPIN DER MITTLERE, der Macht und Besitz der ARNULFINGER und PIPPINIDEN vereinigen konnte.
PIPPINIDEN werden die frühesten bekannten Angehörigen der später KAROLINGER genannten fränkischen Herrscherfamilie bezeichnet, von Landen, von Andenne, von Brabant, von Metz und von Austrasien

BEGGA gründete 690/691, also kurz vor ihrem Tod, das KLOSTER ANDENNE an der Maas zwischen Namur und Lüttich. Beerdigt wurde sie in Andenne an der Maas.
Ihr Gedenktag als Heilige der römisch-katholischen Kirche ist am 17. Dezember. Das Gedenken an die Übertragung ihrer Reliquien findet am 7. Juli statt.
Begga – auch Bega oder Beggue – ist ein weiblicher Vorname, der auch in der Verkleinerungsform „Beggule“ existiert. Die männliche Entsprechung ist „Beggo“ (Bego/Begue). Bei dem Namen könnte es sich um eine Abkürzung von Berchtegundis handeln.  
VON HERISTAL, Heilige Heilige Begga (I10775)
 
4946 Sie heiratete in erster Ehe Odo I. Graf von Blois und Chartres[2], mit dem sie drei Kinder hatte.

Der spätere König Robert II. der Fromme verstieß seine erste Ehefrau Rozala-Susanna von Italien, die, einst aus politischen Gründen, ungeachtet ihres Alters, geheiratet werden musste, keine Kinder gebar. Um den Fortbestand der königlichen Dynastie zu sichern, war die Eheschließung mit Bertha erwogen worden. In manchen Darstellungen findet sich die Annahme, die Ehe wäre als Auflehnung gegen seinen Vater Hugo Capet zu vermuten und erst dessen Tod im Oktober 996 hätte den Weg für die Heirat frei gemacht. Die Darstellung zeitgenössischer Chronisten lässt dies inzwischen nicht mehr annehmen, zumal Verwandtschaftsehen zur damaligen Zeit nicht ungewöhnlich waren[3].

Vielmehr wegen der Verletzung der kirchlichen Heiratsschranken, Bertha war nicht nur seine Cousine, Robert II. war auch Taufpate ihres Sohnes, so dass ein Fall von „cognatio spiritualis“ vorlag, erregten beide den Unwillen der Kirche. Der Papst Gregor V. drohte beiden 997 mit der Exkommunikation. Da sein Spruch keine Wirkung zeigte, folgte 999 der Beschluss, das Robert II. seine Gemahlin zu verlassen habe und beide eine siebenjährige Buße zu leisten hätten. Das Paar blieb zusammen, bis Bertha 1003/04 verstoßen wurde. Die Trennung änderte jedoch nichts am Verhältnis zwischen Robert und Bertha. Er versuchte sogar, den Papst Sergius IV. um 1010 dazu zu bewegen, die Ehe der beiden anzuerkennen.[4]

Robert heiratete um 1003 Konstanze von der Provence, die mit der Geburt von Söhnen die Stammfolge sicherte.  
VON BURGUND, Bertha (I11013)
 
4947 Sie heiratete nach 1030[2] den etwa 30 Jahre älteren Balduin IV. von Flandern nach dem Tod dessen erster Ehefrau Otgiva von Luxemburg († 1030).[3][4] Balduin starb bereits 1035.

Einziges bekanntes Kind aus ihrer Ehe ist Judith von Flandern († 1094), die in erster Ehe Toste Godwinsson heiratete, ab 1055 Earl of Northumbria (X 1066), und in zweiter Ehe Welf IV., 1070 Herzog von Bayern († 1101). Balduin und Eleonore als Eltern Judiths war lange umstritten, dürfte mittlerweile aber als anerkannt gelten.[5] Durch Judiths zweite Ehe ist Eleonore die Ururgroßmutter sowohl von Friedrich Barbarossa als auch von Heinrich dem Löwen.

Entgegen der üblichen Bezeichnung ist nicht sicher, dass sie wirklich Eleonore hieß, da die Primärquellen, die sie betreffen, ihren Namen nicht nennen:

In der Genealogica Comitum Flandriæ wird ihr Name nicht genannt; in der Fußnote 19 auf S. 307 der MGH-Ausgabe wird er als „Alienoram“ angegeben, ohne dass die Quelle für diese Aussage notiert wird.
Der Annalista Saxo bezeichnet in seinen Aussagen zum Jahr 1066 die Mutter Judiths als „cognatione beati Ethmundi regis“, Verwandte des seligen Königs Edmund († 946), ohne ihren Namen anzugeben.
Auch Wilhelm von Jumièges nennt ihren Namen nicht, als er über ihre Ehe mit Balduin berichtet, wohl aber den ihrer Eltern. 
VON DER NORMANDIE, Eleonore (I15323)
 
4948 Sie heiratete um 711 den Hausmeier Grimoald den Jüngeren und wurde somit Herzogin von Burgund und/oder Herzogin der Champagne. Hierbei handelt es sich um ein bemerkenswertes Ereignis, denn selten gingen die Arnulfingern/Karolingern eine „Ausländerehe“ ein. Die vollgütige Ehe kam wohl 711 dadurch zustande, dass Pippin der Mittlere die Friesen besiegte (während der beiden Kriegszüge in den Jahren 690 und 695). Die Ehe blieb jedoch kinderlos, was zur Folge hatte, dass ihr Gemahl auch seine Konkubine behielt, mit der er schon den späteren Erben, Theudoald, 708 hervorgebracht hatte.  VON FRIESLAND, Theudesinda (I24340)
 
4949 Sie heiratete vor dem 17. September 1342 den Grafen Eberhard II. von Württemberg (Eberhard der Greiner). Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor: Ulrich, der Vater des späteren württembergischen Grafen Eberhard III., und Sophie, die spätere Herzogin von Lothringen. VON HENNEBERG-SCHLEUSINGEN, Elisabeth (I61242)
 
4950 Sie ist die Enkelin des Leiters der Ravensburger Handelsgesellschaft Rudolf Mötteli vom Rappenstein.

zu Ravensburger Handelsgesellschaft:
Zwischen 1380 und 1530 war mit der Großen Ravensburger Handelsgesellschaft eines der damals größten deutschen Fernhandelsunternehmen in Ravensburg ansässig - entstanden als ein Zusammenschluss mehrerer, im Fernhandel tätiger und verwandtschaftlich verbundener Familiengesellschaften im Bodenseeraum.
Der Humpis aus Ravensburg, der Mötteli aus Buchhorn (heute Friedrichshafen) und der Muntprat aus Konstanz. Diese Gesellschaft war eines der bedeutendsten europäischen Handelsunternehmen des Spätmittelalters. In spanischen und italienischen Quellen wird sie auch die 'magna societas alamanorum', die 'Große Gesellschaft der Deutschen' genannt.
Die Gesellschaft unterhielt bis zu 13 größere und zahlreiche kleinere Niederlassungen in den damals wichtigen Handels- und Messestädten Europas - so genannte Gelieger oder Filialen, wie man heute sagen würde

Wappenbeschreibung / Blasonierung
In Schwarz goldener Querbalken mit schwarzem Igel. 
KROMM, Barbara (I2909)
 

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