Strauss Genealogie


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4601 Philippa wurde um 1073 als Tochter von Graf Wilhelm IV. von Toulouse und dessen Frau Emma von Mortain geboren. Sie war das einzige überlebende Kind Wilhelms und deshalb, gemäß den Gesetzen der Grafschaft Toulouse, seine Erbin. Im Jahr 1088 nahm Wilhelm an einem Pilgerzug ins Heilige Land teil und hinterließ seinen Bruder Raimund von Saint-Gilles als Regenten. Es gibt Behauptungen, dass er noch vor seiner Abreise seine Tochter mit dem König von Aragon verheiratete, um sie von der Erbfolge auszuschließen, dies ist jedoch äußerst unwahrscheinlich, da König Sancho zum Zeitpunkt seines Todes 1094 immer noch mit seiner Ehefrau Felicia von Roucy verheiratet war.[1]

Über die Kindheit Philippas ist wenig bekannt. Es ist bekannt, dass sie Wilhelm IX. von Aquitanien nicht vor dem Tod ihres Vaters und der Nachfolge ihres Onkels im Jahr 1094 heiratete.[2] Somit weiß man wenig über ihr Leben vor dem Tod ihres Vaters, ihre Enterbung und die Arrangierung ihrer Ehe. Die Historiker, die behaupten, dass Philippa mit König Sancho verheiratet gewesen sein soll, argumentieren, dass ihr Verlassen von Toulouse sie daran hinderte, ihr Erbe zu behaupten, und dass sie nach dem Tod Sanchos frei war, sich einen zweiten Ehemann auszuwählen. Sicher ist jedoch, dass beim Tod Graf Wilhelms Philippas Ansprüche ignoriert wurden und Raimund Graf von Toulouse wurde. 
VON TOULOUSE, Philiippa (I39207)
 
4602 Piasutno (deutsch Piassutten, 1938 bis 1945 Seenwalde) ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Świętajno (Landgemeinde Schwentainen, 1938 bis 1945 Altkirchen (Ostpr.)) im Powiat Szczycieński (Kreis Ortelsburg). VON ROEBEL, Gustav Georg Ernst (I55459)
 
4603 Pierre kämpfte während des Hundertjährigen Krieges im Jahr 1341 unter dem Kommando des Herzogs Johann von der Normandie und nahm auch am Bretonischen Erbfolgekrieg teil. 1345 unternahm er zusammen mit König Johann von Böhmen eine Preußenfahrt. In der Schlacht bei Crécy 1346 wurde er verwundet und im Jahr 1355 wurde er zum Generalleutnant des König in der Gascogne ernannt. Pierre galt als verschwenderisch und prunksüchtig, er fiel 1356 in der Schlacht bei Maupertuis. VON BOURBON, Peter I. (I39074)
 
4604 Pierrefontaine-les-Varans ist eine Gemeinde im französischen Département Doubs in der Region Bourgogne-Franche-Comté und der Hauptort des Kantons Valdahon im Arrondissement Pontarlier.
Pierrefontaine wurde wahrscheinlich Ende des 11. oder Anfang des 12. Jahrhunderts von Mönchen des Klosters Vaucluse gegründet. Urkundlich erwähnt wird der Ort im Jahr 1339. Im Verlauf der Zeit wandelte sich die Schreibweise über Pierrefotenne (1390), Pierrefontaine-en-Varest (1424), Pierrefontaine-en-Varais (1626) und Pierrefontaine-lez-Vautrans (1754) zu Pierrefontaine. Die Ortsgeschichte von Montfaucon beginnt um die Mitte des 11. Jahrhunderts, als sich Béraud de Montfaucon, ein Vasall des Grafen von Burgund und des Erzbischofs von Besançon hier niederließ. Der Standort der ersten Holzburg ist jedoch unbekannt. Die Herren von Montfaucon stiegen rasch zu einem der wichtigsten Adelsgeschlechter der Franche-Comté auf. Durch eine Heirat wurde Richard de Montfaucon 1148 zugleich Graf von Montbéliard, was bis zum Erlöschen der Linie Ende des 14. Jahrhunderts Bestand hatte.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Pierrefontaine 1639 von schwedischen Truppen verwüstet und gebrandschatzt. Erst im Verlauf des Jahrhunderts wurde das Hochplateau von Einwanderern aus Savoyen, den Schweizer Kantonen Freiburg und Neuenburg sowie aus dem Val du Saugeais wieder besiedelt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Pierrefontaine-les-Varans 
HELDEVIER, Abraham (I1257)
 
4605 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I52756)
 
4606 Pippin erhielt den Namen Pippin wohl erst, als er, in Anwesenheit seines Vaters, am 15. April 781 von Papst Hadrian I. in Rom getauft und zum König von Italien gesalbt wurde.
Ob die Einsetzung durch den Vater erfolgte, ist unklar. Pippin zählte seine Herrschaft jedenfalls ab dem Datum seiner Salbung. Der Papst war Taufpate, womit er die compaternitas mit der karolingischen Familie bekräftigte, aber auch Garant der spirituellen Einsetzung. Schon auf der Rückreise von Rom zog Pippin feierlich in den Königspalast von Pavia ein.  
N., Pippin ursprüngl. Karlmann (I10796)
 
4607 Pippin war der zweite Sohn Ludwigs I. des Frommen aus dessen erster Ehe mit der Irmingard von Hespengau. Als Reichsteil bekam er von seinem Vater im August 814 Aquitanien zugewiesen, in dem er eine gewisse politische Eigenständigkeit bewahren konnte, was sich vor allem bei der Krönung seines Sohnes Pippin II. zeigte.

Er schloss 822 die Ehe mit Ringart (Hringard) oder Ingeltrud, der Tochter des Grafen Teudbert von Madrie (Arnulfinger), mit der er zwei Söhne hatte, Pippin II., der in Aquitanien sein Nachfolger wurde, Karl (* wohl 825/830, † 4. Juni 863), der am 8. März 856 Erzbischof von Mainz wurde. Pippin widersetzte sich dem Ratschlag seines Beraters Berengar von Toulouse und erhob sich 830 mit seinem Bruder Ludwig dem Deutschen und mit der Unterstützung von Bernhard von Septimanien gegen den Vater. Er unterlag 832 bei Limoges den kaiserlichen Truppen und wurde nach Trier verbannt; er entfloh seiner Bewachung und schloss sich dem Aufstand von 833 an, der auf dem Lügenfeld mit der Absetzung seines Vaters endete.

Das Verhalten seines ältesten Bruders Lothar in der Folgezeit ließ Pippin die Seite wechseln und die Wiedereinsetzung seines Vaters betreiben, zu der es am 1. März 834 dann auch kam. Pippin starb knapp fünf Jahre später und wurde in Sainte-Radegonde in Poitiers begraben. 
(AQUITANIEN), Pippin I. (I11446)
 
4608 Pippin wird 834 als Anhänger seines Großonkels, Kaiser Ludwig des Frommen, im Kampf gegen dessen ältesten Sohn Lothar I. genannt, obwohl der Kaiser einst die Blendung seines Vaters angeordnet hatte, die zu dessen Tod führte.[1] Ein zweites Mal wird Pippin für das Jahr 840 genannt, als er im karolingischen Bruderkampf aus der Anhängerschaft König Karls des Kahlen auf die Seite Kaiser Lothars I. überging.[2] Danach ist nichts mehr über ihn überliefert.  (VERMANDOIS), Pippin (I11051)
 
4609 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7613)
 
4610 Poppo I. von Grabfeld war im frühen 9. Jahrhundert n. Chr. (urkundlich 819 bis 839) Gaugraf im Grabfeld, das im heutigen Grenzgebiet der deutschen Bundesländer Bayern und Thüringen liegt. 819/839 erscheint er auch als Graf im Saalgau. Er starb um 839/841. (GRABFELD), Poppo I. (I36478)
 
4611 Poppo I. von Grabfeld war im frühen 9. Jahrhundert n. Chr. (urkundlich 819 bis 839) Gaugraf im Grabfeld, das im heutigen Grenzgebiet der deutschen Bundesländer Bayern und Thüringen liegt. 819/839 erscheint er auch als Graf im Saalgau. Er starb um 839/841. (GRABFELD), Poppo I. (I36830)
 
4612 Poppo war ein Sohn des Markgrafen Leopold I. von Österreich und dessen Frau Richeza. Er wurde in Regensburg erzogen. Der deutsche König Heinrich II. ernannte Poppo im Jahr 1007 zum ersten Dompropst des jüngst gegründeten Bistums Bamberg.

Nach dem Tod von Megingod im Jahr 1015 bestimmte Kaiser Heinrich II. Poppo zum neuen Erzbischof von Trier. Erzbischof Erkanbald von Mainz weihte Poppo daraufhin. Ein Jahr später, 1016, bestätigte Papst Benedikt VIII. Poppo als neuen Erzbischof von Trier.

1018 ging in seinen Besitz die Münzstätte des Königshofes Koblenz über, von Heinrich II. verliehen. Es war der Beginn des Anspruchs der Trierer Erzbischöfe als Attribut ihrer Stellung, Schrot und Korn, Gewicht und Feingehalt der Münzen selbst zu bestimmen und mit eigenem Namen und Bild zu münzen.[1]

In den Jahren 1028 bis 1030 reiste Poppo in Begleitung des Mönches Simeon ins Heilige Land. Nach der Rückkehr nach Trier kümmerte sich Poppo um Simeon, der sich in die Porta Nigra hatte einmauern lassen. Simeon wurde nach seinem Tod auf Fürsprache Poppos und Eberwins von St. Martin von Papst Benedikt IX. heiliggesprochen. Poppo ließ in dem römischen Stadttor eine Stiftskirche errichten und stattete sie mit reichem Grundbesitz aus.

In den Jahren von 1037 bis 1047 ließ Poppo den Trierer Dom nach Westen hin erweitern und eine Krypta anlegen. Bei einer Besichtigung der Baustelle starb Poppo am 16. Juni 1047. Er wurde in dem von ihm gestifteten Stift St. Simeon in Trier beigesetzt. Im Jahr 1803 wurde er nach St. Gervasius umgebettet. Durch den Zweiten Weltkrieg ist seine Grablege heute vollständig zerstört. Sein Grabmal und seine Reliquien werden in der Pfarrkirche St. Simeon in Trier-West aufbewahrt. 
VON BABENBERG, Poppo (I39612)
 
4613 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7224)
 
4614 Posthumus bzw. Posthuma (auch Postumus oder Postuma) sind veraltete Bezeichnungen für Söhne bzw. Töchter, die erst nach dem Tod (posthum/postum) des Vaters geboren werden. Relevanz erlangte dies vor allem bezüglich des Erbrechts, indem diese Kinder bereits vor der Geburt gesetzlich dieselben Rechte haben, als wenn sie schon geboren wären. Die Bezeichnung wurde teilweise als Namenszusatz geführt. NEBEL, Georg Daniel (I10187)
 
4615 Postumius Rufius Festus Avienus war ein lateinischer Dichter der 2. Hälfte des 4. Jahrhunderts aus Volsinii (heute Bolsena).

Die genauen Lebensdaten sind unbekannt, seine Schaffenszeit liegt um die Jahrhundertmitte (floruit um 360 n. Chr.). Somit war er also ein Zeitgenosse des Kaisers Julian.[1] Möglicherweise hatte Avien hohe politische Ämter inne.[2] Der genaue Name des Autors ist umstritten (Avienus? Avienius?).[3] Mitunter wurde er mit dem Fabel-Schriftsteller Avianus verwechselt oder zusammengenommen.

Von Avienus sind die Werke Phaenomena (Aratea des Avienus nach der Sternkunde des Aratos von Soloi), Descriptio orbis terrae (nach Dionysios Periegetes) und Ora maritima erhalten. Darüber hinaus ist ein Fragment über Kometen beim Vergil-Kommentator Servius überliefert. Die Texte sind nur äußerst spärlich bezeugt: neben der Erstausgabe (editio princeps) von 1488 existieren nur noch zwei Textzeugen, die größere Partien oder das Gesamt enthalten,[4] und ein paar Manuskripte aus den Phaenomena des Germanicus. Der pagane Autor Avien vermittelt vor allem in seinen Phaenomena ein synkretistisches Weltbild (vgl. Synkretismus), das stark henotheistisch (vgl. Henotheismus) geprägt ist:[5] Eine einzige Gottheit durchwaltet den Kosmos in vielerlei Gestalt. Die durch die Gnosis beeinflusste Darstellungsart arbeitet vor allem Weber (s. u.) heraus. 
PLACIDA, Maecia (I22621)
 
4616 Prag, Wappenbrief
Seit 1604 Herr auf Nieder- und Oberhansdorf
Kaufmann in Neisse und Ungarisch-Hradisch (Mähren), auf Ober- und Niederhansdorf bei Glatz (durch seine 3. Ehe); verkauft den väterlichen Gasthof in Neisse am 22.4.1604.
Er soll auch aus der 2. Ehe 2 Kinder gehabt haben.
zu Neisse:
Die Stadt Neisse wurde vor 1223 am Zusammenfluss von Glatzer Neiße und Biele vom Breslauer Bischof Lorenz bei einer slawischen Ansiedlung nach flämischem Recht gegründet und mit Deutschen besiedelt. Sie entstand auf einer annähernd quadratischen Fläche und einem gitterförmigen Straßennetz mit einem Ring und Kirchplatz in zentraler Lage. Erstmals erwähnt wurde sie in einer Urkunde vom 23. Mai 1223, als der Neisser Vogt Walter zum Lokator des bischöflichen Gutes Ujest bestellt wurde. Die Stadt gehörte von Anfang an zum Gebiet der Kastellanei Ottmachau, die schon 1155 im Besitz des Bistums Breslau war. Nach der Teilung des Herzogtums Schlesien 1248/1251 fiel Neisse zusammen mit dem Ottmachauer Verwaltungsbezirk an das Herzogtum Breslau. Dessen Herzog Heinrich IV. gewährte kurz vor seinem Tod dem Neisser-Ottmachauer Bistumsland die Landeshoheit, in dem die Bischöfe sowohl die geistliche als auch die weltliche Macht ausübten. Gleichzeitig wurde Neisse Residenzort des so geschaffenen Fürstentums Neisse, das 1344 unter Bischof Preczlaw von Pogarell als ein Lehen der Krone Böhmen inkorporiert wurde, die ab 1526 die Habsburger innehatten.
Die bereits 1260 belegte bischöfliche Wasserburg war Mitte des 14. Jahrhunderts in die Stadtbefestigung einbezogen, die damals schon vier Tore aufwies: das Münsterberger, Breslauer, Zoll- und Brüdertor. Über die abgerundete südwestliche Seite des Rings verlief die Straßenverbindung von Wien nach Breslau, wodurch auch Neisse eine Bedeutung im Fernhandel erlangte. In und vor der Stadt entstanden zahlreiche Kirchen, Klöster und andere kirchliche Einrichtungen. Bereits 1239 hatte der Breslauer Bischof Thomas I. in Neisse den Orden der Kreuzherren mit dem doppelten roten Kreuz gegründet, der im Marienspital (Kreuzstift) in der Altstadt angesiedelt worden war. Die Pfarrschule bei St. Jakobus wurde 1366 erstmals erwähnt und 1418 zu einem Gymnasium erhoben. 1428, während der Belagerung durch die Hussiten, konnte sich die Stadt zwar behaupten, jedoch wurden die Vorstädte zerstört. Um diese Zeit hatte Neisse etwa 4500 Einwohner. 1477 wurde das Ottmachauer Kollegiatstift nach Neisse verlegt, wo es seinen Sitz zunächst im Johannesdom und ab 1650 in der Jakobuskirche hatte.

Obwohl Neisse eine bischöfliche Stadt war, fand auch dort ab 1522 die Reformation Eingang. Unter Bischof Jakob von Salza wurde 1575 das Breslauer Priesterseminar nach Neisse verlegt, wo es bis 1655 verblieb. 1586 stiftete Bischof Andreas von Jerin ein Pädagogium für zwölf adlige Schüler. Unter Einbeziehung der Vorstädte bestanden 1596 in Neisse 36 Befestigungstürme (davon neun Tortürme) und Bastionen.

zu Oberhannsdorf:
Jaszkowa Górna (deutsch: Oberhannsdorf) ist ein Dorf im Powiat Kłodzki in der Wojewodschaft Niederschlesien. Es liegt sieben Kilometer südöstlich von Kłodzko, zu dessen eigenständiger Landgemeinde es gehört.
zu Niederhansdorf:
Jaszkowa Dolna (deutsch: Niederhannsdorf) ist ein Dorf im Powiat Kłodzki in der Wojewodschaft Niederschlesien. Es liegt drei Kilometer südöstlich von Kłodzko, zu dessen eigenständiger Landgemeinde es gehört.  
SCHMETTAU (SMETE), Simon (I1177)
 
4617 Premier Leutnant im Feldzug 1870/71 des General Major Debschitz, EK II, nach dem Krieg Rittmeister, keine Nachkommen DAHL, Gustav Adolf (I5592)
 
4618 Presian entstammte dem Hause Komitopuli und war vermutlich ältester Sohn des Zaren Iwan Wladislaw. Er hatte fünf Brüder (Alusian, Aaron, Traianos, Radomir, Klimen) sowie sechs Schwestern. Nach dem Tod Iwan Wladislaws und der Unterwerfung des bulgarischen Reiches im Februar 1018 durch den byzantinischen Kaiser Basileios II. flohen Presian und seine Brüder auf den Berg Tomorr, mussten ihren Widerstand aber schließlich aufgeben. Die Brüder wurden als Würdenträger am Hof in Konstantinopel aufgenommen, wobei Presian den hohen Titel eines Magistros erhielt.

Zur Zeit Kaiser Konstantins VIII. war Presian Strategos von Bukellarion. 1026 oder 1027 kam es in Kleinasien zwischen ihm und Basileios Skleros zu einem Machtkampf, woraufhin beide Kontrahenten von Konstantin VIII. auf den Prinzeninseln festgesetzt wurden. Während Basileios geblendet wurde, kam Presian unversehrt wieder auf freien Fuß. 1029 wurde er beschuldigt, gemeinsam mit anderen prominenten Generälen, darunter Konstantin Diogenes, mit der Porphyrogenneta Theodora III., der Tochter des Kaisers Romanos III., gegen diesen zu konspirieren. Angeblich wollte er Theodora heiraten, um sich des byzantinischen Thrones zu bemächtigen. Die Verschwörung wurde jedoch aufgedeckt, Presian zum Mönch geschoren und geblendet. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt. 
VON KOMITOPULI, Presian II. (I39109)
 
4619 Pribislaw muss eine herausgehobene Stellung in Brandenburg gehabt haben, da Markgraf Dietrich seine Töchter nur mit den wichtigsten Fürsten seiner Zeit verheiratete. Eine weitere Tochter war mit dem polnischen Herrscher Mieszko vermählt. Die Heirat Mathildes mit Pribislaw bedeutete eine Absicherung der Herrschaft in der Nordmark um die Brandenburg für beide Seiten. Ob und wann Pribislaw Herrscher in Brandenburg war, ist unbekannt, da Thietmar keine Informationen darüber gibt. Möglich wäre dies für die Zeit vor 983 als slawischer Fürst unter dem Markgrafen, möglich wäre auch, dass er lediglich Erbrechte auf eine Herrschaft hatte, ohne sie real auszuüben.

Pribislaw wurde an einem 28. Dezember, wahrscheinlich 983 von zwei sächsischen Zwillingsbrüdern Ubio und Uffiko getötet. Der Hintergrund ist unbekannt, entweder in Kämpfen um die Burg Brandenburg oder in einer persönlichen Fehde. Seine Frau Mathilde wurde durch den Herrscher Boliliut in Brandenburg gefangengehalten, wo sie ihren Sohn gebar. Der Bruder Liudolf legte zeitweise das Priestergewand ab, um gegen die Deutschen zu kämpfen, wurde danach aber in sächsischer Gefangenschaft wieder Priester. 
VON SLAWIEN, Pribislaw (I39661)
 
4620 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I55484)
 
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4623 Prittwitz, auch Prittwitz und Gaffron, ist der Name eines alten, sehr weit verzweigten schlesischen Adelsgeschlechts.

Das Geschlecht erscheint mit Petrus de Prawticz im Jahr 1283 zuerst urkundlich, der das polnische Stammwappen Wczele führt. Der Wappensage nach soll das Geschlecht von dem slawischen Krieger Holub abstammen, der wegen seiner Geschicklichkeit im Schachspiel den Namen Brettwitz und demzufolge ein geschachtes Wappen erhielt. 1316 erscheint ein Hoyer von Prittwitz am Hof des Herzogs Boleslaus III. von Liegnitz.[1] Erst im 15. Jahrhundert kamen die Prittwitz in den Besitz des Stammsitzes Gaffron bei Polnisch-Wartenberg.[1]

Das Geschlecht breitete sich in zahlreichen Linien in Schlesien, aber auch in Polen und Russland aus. Bernhard von Prittwitz († 1561) trat in die Dienste des polnischen Königs Sigismund II. Aus der Linie Hönigern erhielt am 24. Januar 1732 Leonhard Adolph von Prittwitz den erblichen böhmischen Freiherrenstand und das Prädikat "Edler von Gaffron".[2] Mehrere Angehörige dienten in der preußischen Armee. Als eines der bekanntesten brachte es Joachim Bernhard von Prittwitz zum königlich-preußischen General der Kavallerie und Generalinspekteur der Märkischen und Magdeburger Kavallerie der in Gunsten des preußischen Königs Friedrich II. stand.[1]

Nachdem das möglicherweise im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts alte schlesische Adelsgeschlecht Kreckwitz erlosch, nahm der königlich-preußische Landrat des Reichenbacher Kreises Julius von Prittwitz und Gaffron eine Namens- und Wappenvereinigung zu „Prittwitz und Gaffron genannt von Kreckwitz“ vor. Die einheitliche Namensführung mit „von Prittwitz und Gaffron“ erfolgte erst gemäß Erlass des preußischen Heroldsamtes vom 29. November 1882. Nur wenige Jahre später bildete sich ein Familienrat, 1891, mit dem Beschluss alle zwei Jahre einen Familientag einzuberufen.

Das Stammwappen ist von Schwarz und Gold geschacht. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Helmdecken eine wachsende Mohrin mit gestümmelten Armen und einer abflatternden goldenen Stirnbinde.

Bekannte Familienmitglieder
Alexander von Prittwitz und Gaffron (1838–1915), russischer Generalmajor
Arthur von Prittwitz und Gaffron (1844–1906), deutscher Rittergutsbesitzer und Politiker, Abgeordneter im Preußischen Abgeordnetenhaus[4]
Bernhard von Prittwitz (um 1500–1561), Offizier im Dienst der polnischen Krone
Bernhard von Prittwitz und Gaffron (1845–1923), Landesältester von Oberschlesien
Bernhard Karl Heinrich von Prittwitz (1796–1881), preußischer Generalmajor und Festungskommandant von Thorn
Carl Baron von Prittwitz (1797–1881), russischer General der Kavallerie und Generaladjutant des Zaren Nikolaus I.
Carl Bernhard Freyherr von Prittwitz und Gaffron[5] aus dem Hause Lorzendorf (1735–1786), preußischer Oberstleutnant, Kammerherr bei der Königin Elisabeth Christine von Braunschweig-Wolfenbüttel-Bevern, Hofmarschall des Königs Friedrich Wilhelm II. von Preußen (1786) und Erbherr der Güter Krippitz und Ulsche[6] in Schlesien
Christian Wilhelm von Prittwitz (1739–1807), preußischer Offizier im Regiment „Alt-Bevern“, Autor,[7] Landrat[8] des Kreises Frankenstein
Curt von Prittwitz und Gaffron (1849–1922), deutscher Admiral à la suite, Mitglied des Preußischen Herrenhauses
Erich von Prittwitz und Gaffron (1888–1969), deutscher Philologe, Kulturfunktionär und Bäder- und Kurverwaltungsbeamter
Ernst von Prittwitz und Gaffron (1833–1904), preußischer Generalleutnant und Ehrenbürger von Wyk auf Föhr
Ernst Sylvius von Prittwitz (1730–1800), preußischer Generalleutnant und Generaladjutant von Friedrich Wilhelm II.
Friedrich von Prittwitz und Gaffron (1884–1955), deutscher Botschafter in den USA, Mitglied des Bayerischen Landtags und Mitbegründer der CSU
Friedrich Bernhard von Prittwitz (1720–1793), Landesältester des Landkreises Oppeln und Gutsbesitzer in Niederschlesien
Friedrich Karl von Prittwitz (1798–1849), russischer Generalmajor und Direktor der Militär- und Zivil-Ingenieure
Friedrich Wilhelm Bernhard von Prittwitz (1764–1843), Finanzier in Quilitz (Neuhardenberg) und vertrat die Preußische Adelsopposition
Georg von Prittwitz und Gaffron (1861–1936), deutscher Kolonialoffizier und Afrikaforscher
Hans Moritz von Prittwitz, Justizrat,[9] 1784 Erbauer von Schloss Grambschütz
Hans von Prittwitz (1833–1880), russischer Generalmajor
Hans von Prittwitz und Gaffron (1840–1916), preußischer Generalleutnant
Heinrich von Prittwitz und Gaffron (1889–1941), deutscher Generalleutnant
Joachim Bernhard von Prittwitz (1727–1793), preußischer General der Kavallerie, baute Schloss Neuhardenberg aus; Ritter des Ordens vom Schwarzen Adler
Joachim Bernhard Hermann von Prittwitz und Gaffron (1929–2013), Bürgermeister von Windhoek (Namibia) 1969–1971
Karl von Prittwitz (1790–1871), preußischer General der Infanterie, Ehrenbürger von Potsdam (1843)
Karl von Prittwitz und Gaffron (1833–1890), preußischer Generalmajor
Kaspar Leonhard Moritz von Prittwitz (1687–1746), Landeshauptmann des Herzogtums Oels und Konsistorialpräsident, huldigte 1741 dem Preußenkönig als Anführer des schlesischen Adels
Leo von Prittwitz und Gaffron (1878–1957), russischer Generalmajor
Leonhard von Prittwitz (1799–1875), deutscher Gutsbesitzer, Richter und Politiker
Max von Prittwitz und Gaffron (1876–1956), deutscher Generalmajor
Maximilian von Prittwitz und Gaffron (1848–1917), preußischer Generaloberst, Befehlshaber der 8. Armee an der Ostfront (1914)
Moritz von Prittwitz (General, 1747) (1747–1822), deutscher Generalleutnant
Moritz von Prittwitz (General, 1795) (1795–1885), deutscher General der Infanterie und Festungsbaumeister
Moritz von Prittwitz und Gaffron (1819–1888), deutscher Richter, Verwaltungsjurist und Landrat
Nicolaus von Prittwitz (1835–1897), russischer Generalleutnant
Paul von Prittwitz (1791–1856), russischer Generalleutnant und Senator
Robert von Prittwitz und Gaffron (1806–1889), preußischer Regierungspräsident
Teresa von Prittwitz (* 2001), deutsche Handballspielerin
Volker von Prittwitz (* 1950), deutscher Politikwissenschaftler
Walter von Prittwitz und Gaffron (1840–1901), preußischer Generalleutnant
Wolfgang Moritz von Prittwitz (1731–1812), preußischer Generalleutnant
Elisabeth Grabar (Elizaveta Ivanovna Grabarova), geb. von Prittwitz, Mutter von André Grabar (1896–1990) und Großmutter von Oleg Grabar (1929–2011)
 
VON PRITTWITZ, Johanna Angelika (I45725)
 
4624 Privatleben
Aldrich ist das Kind von Abby Burgess (Mutter) und Anan E. Aldrich (Vater); Letzterer war Hilfskraft in einer industriellen Mühle. Nelson W. Aldrich besuchte die Öffentliche Schule in East Killingly (Connecticut) sowie die Academy of East Greenwich.[1] Er arbeitete zunächst als Einzelhändler und Unternehmer, bevor er in der Politik tätig wurde. Während des Bürgerkrieges diente Aldrich von 1862 bis 1865 als Private (Gefreiter) in der Rhode Island National Guard.[2]

Aldrich heiratete am 9. Oktober 1866 Abigail „Abby“ Pearce Truman Chapman, die aus reichem Hause stammte. Pearce Truman Chapmans und Nelson W. Aldrichs Tochter Abby Greene Aldrich (1874–1948) heiratete am 9. Oktober 1901 in Warwick Neck (Rhode Island) John D. Rockefeller, Jr., den einzigen Sohn des seinerzeit reichsten Mannes der Welt, John D. Rockefeller. Deren gemeinsamer Sohn Nelson Rockefeller war lange Zeit Gouverneur von New York und später Vizepräsident der Vereinigten Staaten unter Gerald Ford.

Winthrop W. Aldrich (1885–1974), ein weiterer Sohn von Pearce Truman Chapman und Nelson W. Aldrich, wurde Bankier bei der Chase Manhattan Bank (zuletzt Vorstandsmitglied) und Botschafter der Vereinigten Staaten in Großbritannien. Der Regisseur Robert Aldrich (1918–1983) war ein Enkel von Nelson W. Aldrich.

Aldrich tätigte ab etwa 1906 vor allem Investitionen/Aktiengeschäfte (z. B. Rhode Island street Railway System; Minengeschäfte und Gummiindustrie in Belgisch-Kongo).

Politisches Leben und Wirken
Aldrichs politisches Leben begann mit der Wahl in den Providencer Stadtrat (city council) im Jahr 1869; von 1872 bis 1873 war er dessen Präsident.[3] Von 1875 bis 1876 wurde er in das Repräsentantenhaus von Rhode Island gewählt und war 1876 Sprecher (speaker) des Hauses.

Als „Congressman“ für den Bundesstaat Rhode Island (4. März 1879 bis 4. Oktober 1881) wurde er für die Republikaner ins Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten gewählt. Nach dem Tod von Ambrose E. Burnside trat er am 4. Oktober 1881 dessen Nachfolge als Senator an und konnte seine politische Einflussnahme auf Bundesebene ausdehnen. 1886, 1892, 1898, und 1904 wurde er wiedergewählt.[4]

Aldrich Vreeland Act
Der Aldrich-Vreeland Act wurde als Reaktion auf die Panik von 1907 von der Regierung unter Theodore Roosevelt am 30. Mai 1908 verabschiedet. Das Gesetz erlaubte den nationalen Banken, sich zu nationalen Währungsvereinigungen (national currency associations) in Gruppen von zehn oder mehr mit einem Gesamtkapital von mindestens $5.000.000 zusammenzuschließen, um Notgeld herauszugeben. Diese Banknoten wurden nicht nur durch Staatsanleihen (Bundesstaaten, Städte, und Bezirke) abgesichert, sondern auch über alle Wertpapiere, die die Banken hielten. Das Gesetz sah vor, dass der Comptroller of the Currency, der dieses Notgeld verteilt, die Genehmigung der Verantwortlichen der Währungsvereinigungen einholen musste. Die vorgesehene Maßnahme sollte als kurzfristige Hilfe mehr Geld in Umlauf bringen, um die laufende Kreditvergabe zu fördern. Das Notgeld wurde jedoch nie herausgegeben.

Senator Nelson W. Aldrich war weitgehend verantwortlich für das Aldrich-Vreeland Währungs-Gesetz und er wurde Vorsitzender der National Monetary Commission. Darüber hinaus erlaubt das Gesetz Senatoren und Kongressabgeordneten, sich in die Angelegenheiten der Banken einzumischen. 1914 wurde das Gesetz durch den Kongress geändert und erweitert.[5]

Schutzzölle und Payne-Aldrich Tariff Act
Der einflussreiche Senator aus Rhode Island hatte bereits eine lange Geschichte der Sicherung von hohen protektionistische Zöllen hinter sich. Im Jahr 1883 beteiligte er sich an der Behinderung eines Reformgesetzes, ein sehr eingeschränkter „Mongrel Tariff“ war die Folge dessen. Im Jahr 1890 war er eine treibende Kraft hinter der Verabschiedung des McKinley Tariff,[6] der die Zölle mit 48 % auf das höchste Niveau in der amerikanischen Geschichte bis zu diesem Zeitpunkt angehoben hatte. Vier Jahre später arbeitete er mit anderen Protektionisten daran, die Reformen der Demokraten mit ihrem bedeutenden Wilson-Gorman Tariff von 1894[7] zu unterminieren und dann stimmte er 1897 für den Dingley Tariff Act,[8] der die Zölle auf durchschnittlich 46 % brachte.

Im Wahlkampf des Jahres 1908 hatte die Republikaner eine Senkung der Zölle zugesagt, und zu diesem Zweck rief der neu gewählte Präsident William H. Taft (1909) den Kongress zu einer Sondersitzung. Die von Senator Sereno E. Payne ausgearbeitete Zoll-Tarif-Vorlage sah Zollsenkungen für den Import von Rohmaterial vor, während er die Protektionszölle für importierte Fertigprodukte beibehielt. Das stieß auf massiven Protest aus den eigenen republikanischen Reihen. Hier prallten die „insurgents“[9] (Progressiven) und „standpatters“[10] (Konservativen) aufeinander. Senator Aldrich, der Vorsitzender des Finanzausschusses und republikanischer Mehrheitsführer war, änderte die Gesetzesvorlage dahingehend, dass 650 Zolltarife gesenkt und 220 angehoben wurden, während 1150 unverändert blieben. Das einzige Zugeständnis war, eine Körperschaftsteuer in die endgültigen Fassung aufzunehmen. Ein näheres Studium der Details des 300-seitigen Dokuments durch die Tarif-Reformer sollte verhindert werden, so dass eine schnelle Abstimmung notwendig war. Am 30. Juli verabschiedete das Repräsentantenhaus die Payne-Aldrich-Vorlage mit 195 zu 183 Stimmen. 20 Republikaner hatten mit den Demokraten dagegen gestimmt. Am 5. August verabschiedet der Senat das Gesetz mit 47 zu 31 Stimmen, wobei noch zehn „Nein“-Stimmen von den Republikanern kamen. Der Präsident unterzeichnete das Payne-Aldrich Gesetz am 6. August 1909. Anschließend reiste er durch das Land und verkündete die die Senkung der Zolltarife auf durchschnittlich 41 % als das beste Gesetz, das die Republikaner jemals verabschiedet hätten. In Wirklichkeit waren die über alles gesehenen Sätze nur um 5 % gesenkt worden, während die Schutzzölle für Einfuhren von z. B. Kohle und Eisenerz sogar erhöht wurden (Protektionismus).[11]

Ebenfalls im Jahr 1909 brachte er den 16. Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten (16th Constitutional amendment to establish an income tax) in das Gesetzgebungsverfahren ein, um eine Einkommensteuer zu schaffen; zehn Jahre zuvor war eine ähnliche Gesetzesinitiative als kommunistisch eingestuft und abgelehnt worden.

1910 bereitete er im Geheimen zusammen mit sechs anderen Personen die Gesetzesvorlage für das Gesetz Federal Reserve Act vor (→ Jekyll Island Club). In der 61st Congress 2nd Session legte Aldrich als Vorsitzender der National Monetary Commission dem Senat das von Oliver Mitchell Wentworth Sprague, einem angesehenen Finanzexperten, erarbeitete Document No.538 vor.[12]

Aldrich war Mitglied respektive Vorsitzender verschiedener Komitees im Senat. Er hatte den Vorsitz des United States Senate Committee on Finance (1899–1911), United States Senate Committee on Transportation Routes to the Seaboard (1883–1887), United States Senate Committee on Rules (1874–1947) und United States Senate Select Committee on Corporations Organized in the District of Columbia (1893–1895) inne. Er wirkte ferner als Vorsitzender (chairman) der Republican Conference of the United States Senate.

Von 1908 bis 1912 war er Vorsitzender der National Monetary Commission.[13]

Zusammenfassung wichtiger politischer Ämter:

1879–1881 Mitglied des US-Repräsentantenhauses für Rhode Island, 1. Distrikt
1881–1911 United States Senator (Class 1) für Rhode Island
1899–1911 Vorsitz des U.S. Senate Committee on Finance (Finanzausschuss)
Sonstiges

Nelson W. Aldrich House
Aldrich war Mitglied bei den Freimaurern; er war unter anderem Kassier (Treasurer) der Grand Lodge of Rhode Island.

Das Nelson W. Aldrich House in Providence (110 Benevolent Street) ist heute ein Museum in der Trägerschaft der Rhode Island Historical Society. Es wurde im Jahr 1976 zum National Historic Landmark erklärt.

Aldrich starb 73-jährig in New York City.[14] Er ist im Swan Point Cemetery in Providence begraben worden. 
ALDRICH, Nelson Wilmarth (I55080)
 
4625 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I60595)
 
4626 Prym (Variationen: Pryme, Priem, Preim) ist der Name eines alten und bis ins 14. Jahrhundert nachweisbaren Aachener Patriziergeschlechts. Angehörige eines bedeutenden Zweiges der Familie ließen sich ab 1642 in Stolberg als Kupfermeister nieder. Aus diesem Familienzweig entwickelte sich im weiteren Verlauf das international tätige Unternehmen für die Produktion von Kurzwaren, die William Prym Holding GmbH, deren Gründung auf das Jahr 1530 zurückgeht. Die Familie gilt damit als die älteste Unternehmerdynastie in Deutschland und eine der ältesten der Welt.[1] PRYM, Heinrich (I6087)
 
4627 Prym (Variationen: Pryme, Priem, Preim) ist der Name eines alten und bis ins 14. Jahrhundert nachweisbaren Aachener Patriziergeschlechts. Angehörige eines bedeutenden Zweiges der Familie ließen sich ab 1642 in Stolberg als Kupfermeister nieder. Aus diesem Familienzweig entwickelte sich im weiteren Verlauf das international tätige Unternehmen für die Produktion von Kurzwaren, die William Prym Holding GmbH, deren Gründung auf das Jahr 1530 zurückgeht. Die Familie gilt damit als die älteste Unternehmerdynastie in Deutschland und eine der ältesten der Welt.[1] PRYM, Katharina (I47470)
 
4628 Prym (Variationen: Pryme, Priem, Preim) ist der Name eines alten und bis ins 14. Jahrhundert nachweisbaren Aachener Patriziergeschlechts. Angehörige eines bedeutenden Zweiges der Familie ließen sich ab 1642 in Stolberg als Kupfermeister nieder. Aus diesem Familienzweig entwickelte sich im weiteren Verlauf das international tätige Unternehmen für die Produktion von Kurzwaren, die William Prym Holding GmbH, deren Gründung auf das Jahr 1530 zurückgeht. Die Familie gilt damit als die älteste Unternehmerdynastie in Deutschland und eine der ältesten der Welt.[1] PRYM, Maria (I47584)
 
4629 QUARTIERE UND PROFANBAUTENDER JUDEN IN H ALBERSTADT - Details about his businesses: he bought a building in 1762 (and the munincipal record is cited!)

"Infolge des westfälischen Dekrets vom 31. März 1808 wurden für die hiesigen „Departements“ zwei Syndike gewählt: Samuel Isaac Elbtal und M. Sußmann, die sich hervorragende Verdienste um die gedeihliche Entwicklung der Gemeinde erworben haben. (S.21)

[...]

Elbtal hatte sein Amt wegen zu hohen Alters (72
Jahre) niedergelegt und Sußmann schlug der Regierung —
inzwischen war Magdeburg wieder preußisch geworden —
vor, nach dem Vorbilde der übrigen jüdischen Gemeinden im
preußischen Staate „Gemeindeälteste“ oder „Vorsteher“ zu
wählen, deren Zahl wenigstens drei sein müsste. Die
Regierung gab hierzu unterm 7. Februar 1823 ihre
Einwilligung. Aus der von einer Gemeindeversammlung
vollzogenen Wahl gingen hervor: Bankier M. Sußmann,
Kaufmann A. E. Max und Kaufmann M. Jonemann. Es galt
die Bestimmung, dass der erste Vorsteher lebenslänglich,
während die beiden anderen auf je drei Jahre durch die
Gemeinde nach Stimmenmehrheit gewählt wurden. (S.21)

[...] Ende 1840 traten die Vorsteher M. Sußmann und M.
Jonemann von ihrem Amte zurück, und auf einstimmigen
Beschluss der Gemeinde wurde A. E. Max zum 1. Vorsteher,
sowie Ernst Friedeberg und J. Elbtal auf drei Jahre zu Ältesten
gewählt. (S.22)

---

Klage des Bankiers Sußmann Heinemann in Magdeburg gegen Oberstleutnant von dem Knesebeck zu Langenapel wegen Geldschulden - Am 30. Juni 1831 erhielt der Königlich-Preußische Oberstleutnant Christian Friedrich von dem Knesebeck (1780-1849) eine Rechnung mit einer Gesamtsumme von 636 Talern, 1 Groschen und 9 Pfennigen von den beiden jüdischen Handelsleuten und Bankiers Israel Jakob und Sußmann Heinemann (in der Quelle auch Susmann Heynemann) präsentiert. [...] Die vorliegende Quelle zeigt ein deutlich anderes Bild. Das Handels- und Bankhaus von Israel Jakob und Sußmann Heinemann tätigte ein rechtmäßiges Geldgeschäft, ohne einen Zinswucher einzufordern. Sie gingen ihrer Arbeit als Bankiers nach und forderten den vereinbarten Betrag zu der zuvor vereinbarten Zeit zurück. Das Urteil des Königlich-Preußischen Oberlandesgerichts in Naumburg bestätigte das rechtmäßige Vorgehen.

Rechnung des Bankiers Sußmann Heinemann in Magdeburg für Oberstleutnant von dem Knesebeck zu Langenapel (LASA, H 135, Nr. 697, Bl. 7) 
SUSSMANN, Heinemann (I55906)
 
4630 Quelle Hochzeit mit
Vadians Schwester ein Brief des Lienhard von Watt an Sohn Joachim:
"Lieber her dockter, Bartlome Stäk und Otilga sind uff huitigen tag zu kilchen gangen uss uinserm huß mit wenig der fruintschaft uff baiden sitten. Und haut der pfarrer meß gehalten uff der nuwen barkilchen, vor dem spaten ampt daselbst zusamen gen und von der kilchen in deß bruitgomß huß, alda ain gastmal gehebt und daß nachtmal yederman wider beschaiden, und niemantz gehalsot; uff daß necht zogen, der louffen halb." 
STECK, Bartholome (I13052)
 
4631 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Vertraulich (I5270)
 
4632 Quelle zur Person 1). Quelle zur Person 2). Quelle zur Person 3). Quelle zur Person 4)
Die Bubenberg waren ein ritterliches Ministerialengeschlecht von Bern, das mit der bernischen Geschichte aufs engste verknüpft ist. Es erscheint in den Quellen von den 1230er Jahren an. Sie gelangten aber wohl schon früher ins Bernbiet und stammte möglicherweise von den Herren von Jegenstorf ab. Nach Konrad Justinger war ein Cuno Bubenberg bereits an der Gründung Berns (1191) massgeblich beteiligt; die als einzige ungeteilt erhaltene Bubenberg-Hofstätte (heute Erlacherhof) an der Junkerngasse könnte auf diese Tradition hindeuten. Im Gegensatz zu den meisten Adelsgeschlechtern im Umkreis der Stadt schlossen sich die Bubenberg auch in den schweren Konflikten während des beginnenden Territorialisierungsprozesses nicht den grossen Dynasten an (Habsburger, Kyburger), sondern hielten zu Bern; im 14. Jahrhundert erlangten sie deshalb eine überragende Stellung in der Stadt. Fast alle männlichen Bubenberg waren Ritter, Burger und Ratsmitglieder von Bern; deren elf wurden zudem Schultheissen. Enge Beziehungen unterhielten die Bubenberg zu den geistlichen Ritterorden. Trotz der engen Bindung zu Bern suchten die Bubenberg Heiratsverbindungen stets ausserhalb der Stadt, meist mit edelfreien, mehrfach auch mit gräflichen Familien (u.a. Buchegg, Neuenburg, Weissenburg, Ringgenberg, Grünenberg, Strättligen, Ligerz, Rosenegg, La Sarraz). Von mehreren Bubneberg sind längere Ritterfahrten nachzuweisen. Das ausgeprägte Familien- und Standesbewusstsein der BUbenberg zeigt sich auch in den Wappentafeln in Bern (Kopie von 1740 aus Bubenberghaus) und Spiez (Schlosskirche) sowie im Kinderbüchlein Jacobeas von Neuenburg (erste Gattin Adrians I.). (Info: HLS).

weiterführende Information: HLS Wiki  
VON BUBENBERG, Stammlinie (I10590)
 
4633 Quelle: Die Vorfahren der Familie Steinlin von St. Gallen, 1-4, I: 21.
 
ZOLLIKOFER, Esther (I1328)
 
4634 Quelle: Ortsfamilienbuch Ferndorf S. 236 IRLE, Hans (I1238)
 
4635 Quellen
1) Quelle: Rübel-Blass Ahnentafeln, Seite: S.221
2) Quelle: Europäische Stammtafeln. Neue Folge, Seite: Bd XII, Tafel 107 
VON TRACHSELWALD, Thüring (I10687)
 
4636 Quellen und Forschungsstand
Die beiden ausführlicher überliefernden Quellen zu Grifo sind die sogenannten Einhardannalen und die Metzer Annalen. In den Reichsannalen und der Fredegarchronik ist vom Erbe Grifos keine Rede. Dies verwundert, da der Halbbruder Karl Martells, Childebrand, die Leitung der Fredegarchronik innehatte und seinen Neffen eigentlich hätte kennen sollen. Obwohl einige Quellen aufeinander aufbauen, sind die Darstellungen sich nur in ihrer Grifofeindlichkeit einig. „Diese verschiedenen Darstellungen sind also nicht etwa auf Informationslücken zurückzuführen, sondern bewußt so gestaltet.“[1]

Bedeutung hat außerdem die Erwähnung von Grifos Namen im Brief des Missionserzbischofes Bonifaz, in dem er Unterstützung von den Thüringern erbat. Die Historiker sind sich zwar einig, dass die historischen Abläufe der Aufstände korrekt wiedergegeben wurden, aber keine der Quellen ist neutral, so dass eine einheitliche Interpretation der relevanten Texte immer noch nicht erreicht scheint und die Historiker bis heute beschäftigt.

Grifo wurde lange Zeit von den Historikern, den Quellen entsprechend, negativ beurteilt. Erst seit dem bekannten und noch heute vielzitierten Artikel von Mikoletzky werden Grifos Erbrechte und seine Handlungen differenzierter betrachtet. Doch auch trotz der Versuche, die Gültigkeit des Testamentes zu beweisen, diskutiert die modernere Forschung die Legitimitätsfrage und Gesamtbeurteilung Grifos zwiegespalten.

Kampf um das Erbe
Ein erster Rebellionsversuch endete damit, dass er in Klosterhaft im Kloster von Chèvremont[2] gehalten wurde. Von dort gelang ihm die Flucht und er erhielt Unterstützung durch Herzog Odilo von Baiern.

Als sein Halbbruder Pippin nach dem Verzicht Karlmanns ab 747 alleine das Hausmeieramt ausübte, ließ Pippin Grifo frei. Grifo flüchtete über das Gebiet der Thüringer im Norden Baierns zu den Sachsen und kehrte erneut nach Baiern zurück. Pippin gelang es, seinen Aufstand zu unterdrücken, zumal Grifo mit dem Tod des bairischen Herzogs Odilo im Jahr 748 seinen wichtigsten Bündnispartner verlor und sich selbst zum Herzog von Baiern aufzuschwingen versuchte. Dieser Versuch war durchaus aussichtsreich, da Grifo über seine Mutter Swanahild von der bairischen Herzogsdynastie der Agilolfinger abstammte. Pippin schenkte Grifo Grafschaften in der Mitte des Reiches und setzte Odilos siebenjährigen Sohn Tassilo III. als Herzog ein, allerdings als fränkischen Vasallen. Auf der Flucht zu dem Langobardenkönig Aistulf wurde Grifo bei Saint-Jean-de-Maurienne 753 von Pippins Grenzgraf Theodewinus gestellt. In der Schlacht fielen viele adelige Franken und auch Grifo und Theodewinus.[3]

Die karolingischen erzählenden Quellen (Fortsetzung Fredegars) aus dem 8. Jahrhundert, denen es vor allem darum geht, den Herrschaftsübergang von Karl Martell auf Karlmann und Pippin als reibungslos erscheinen zu lassen, verschweigen Grifos Existenz völlig. Eine offenbar nach dem Tod Karls des Großen im 9. Jahrhundert entstandene Redaktionsstufe der Annales regni Francorum bringt jedoch einige Informationen zu Grifos Person. Demnach scheint Grifo aus einer legitimen Ehe hervorgegangen und von seinem Vater durchaus mit einem Erbteil bedacht worden zu sein. Diesen enthielten ihm seine älteren Halbbrüder Karlmann und Pippin jedoch vor. 
MARTELL, Grifo (I10766)
 
4637 Quellen zur Person 1) 2) 3)
Steiger - Weisse
Ratsgeschlecht des Freistaats Bern.
Burgerrecht um 1448.
Grosser Rat 1452.
Kleiner Rat 1503.

Geschichtliches
Der Name Steiger oder Steger kommt schon im 14. und
15. Jahrhundert im Wallis und in der Gegend von Saanen vor,
der Tradition nach soll die bernische Familie der sogenannten
«weissen» Steiger ursprünglich aus dem Wallis stammen.
Wenn auch nicht dokumentiert, so ist diese Tradition nicht
unbedingt zu verwerfen, da verwandtschaftliche Bande
zwischen den Steiger zu Bern mit dem Simmental noch in
der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts bestanden zu haben
scheinen. In Bern selber kommt der Name im 15. Jahrhundert
schon häufig vor und wurde von Personen geführt, deren
verwandtschaftlicher Zusammenhang obwohl sehr
wahrscheinlich, nicht mehr genau fixiert werden kann.
Ungefähr um die gleiche Zeit - 1440-1470 - erscheinen als
Mitglieder des Grossen Rates Peter Steiger, Hensli Steiger,
Jost Steiger, Wernli Steiger, Bendicht Steiger u. a. mehr.

Erwiesener Stammvater der hier behandelten Familie ist Jost,
der zuerst 1448 im Tellbuch als Besitzer eines Hauses an der
Brunngasse sonnenhalb erscheint und mit Anna, seiner Frau
125 Pfund verteilt. 1452 war er Mitglied des Grossen Rates der
CC, 1462 erscheint er als Meister zu Wabern, 1468 wurde er
Schultheiss nach Büren, 1473 Vogt nach Aarberg, 1477
Schultheiss nach Burgdorf und 1482 wieder nach Büren, auch
findet man ihn öfters als Schiedsrichter oder Vormund. Im Jahre
1497 starb er, nachdem er sich 1483 zum zweiten Male mit
Barbara, der Witwe des Venners Peter Baumgartner,
verehelicht hatte; von seiner ersten Frau Anna ( Geschlechtsname
unbekannt ist) hatte er damals einen Sohn Bartlome, eine mit
Diebold Weidenlich verheiratete Tochter Barbara und einen
(ungenannten) Sohn, der Priester in Interlaken war.

Bartlome, des Grossen Rats 1476, von Bern eingesetzter
Landammann von Oberhasli 1492, Obervogt nach Aarburg 1496,
des Kleinen Rats 1503-1505 und wieder 1510-1613, Vogt nach
Wangen 1506, erscheint 1481 mit Kölner Kaufleuten in
Geschäftsverbindung und wohnte 1494 an der Neuenstadt
(Marktgasse). In erster Ehe mit Adelheid Bircher ans Hilterfingen,
Niklaus Ribos Witwe, und kurz vor seinem Tode noch in zweiter
Ehe mit Margreth Irreney, Michael Uttingers Witwe, vermählt,
hinterliess Bartlome bei seinem 1513 erfolgten Tode von seiner
ersten Frau zwei Söhne und eine mit Wilhelm Wysshahn
verehelichte Tochter. Der älteste Sohn, auch Bartlome genannt,
des Grossen Rats 1611, Vogt nach Aarburg 1514 und des
Kleinen Rats 1517, starb jung 1518, seine Witwe Barbara
Thormann gebar ihm einen nachgeborenen Sohn Hans, den
späteren Schultheissen, welcher der nähere Stammvater des
nachmals so weitverzweigten Geschlechtes wurde.

Der Vollständigkeit halber mag hier noch erwähnt werden Peter
Steiger, ein Zeitgenosse Jost's und des älteren Bartlome, welcher
im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts in der bernischen Geschichte
eine ziemliche Rolle spielte. Er stammte erwiesenermassen
aus Saanen und war der Sohn eines Christian Steiger von Saanen
und der Jaqua Loy. Er kommt 1470 zum ersten Mal urkundlich vor,
1471 als Burger von Bern. Verschie­dene Umstände, namentlich die
grosse Ähnlichkeit der Wappen.(s.u.), lassen aber darauf schliessen,
dass er mit den obgenannten irgendwie verwandt war. 1473 wurde
er Landschreiber von Saanen, 1474 Mitglied des Grossen Rates,
1475 als öffent­licher Notarius patentiert und 1476 Vogt nach Aelen
und Ormonds; 1478 wurde er zu Nyon durch den kaiserlichen
Hofpfalzgrafen Johann Champenois de Pont Val geadelt. Besonders
bekannt ist er durch den Betrieb und die Ausbeutung der von ihm
entdeckten Silberbergwerke beim Dorf Bruson im Bagnetal - er
hatte schon 1480 von Bern die Erlaubnis zur Ausbeutung des
Eisenerzes in der Herrschaft Bex auf Mordes u.s.w. bekommen -
wozu er mit Peter Loübli 1490 vom Abt von St. Maurice eine
Konzession erhielt, welche die Ursache lang­wieriger Streitigkeiten
mit dem Bischof von Sitten, Jost von Sillinen war, die bis vor die
päpstliche Curie kamen und in welche Bern und selbst die
Eidgenossenschaft verwickelt wurde. Peter scheint um 1499 ohne
Hinterlassung von Kindern ge­storben zu sein.
Hans, der posthume Sohn des Jüngern Bartlome, ge­boren 1518,
gest. 1581, gelangte 1538 in den Grossen Rat und wurde im
gleichen Jahr Landvogt nach Neus, des Kleinen Rats 1544,
Landvogt nach Nidau 1546, Venner zu Gerwern 1547 und 1556,
Welschseckelmeister, 1548 und endlich Schultheiss der Stadt
und Republik Bern 1562. Ein Staatsmann von ausserordentlicher
Begabung, wurde er mit vielen Missionen ins In- und Ausland
betraut, daneben galt er als einer der reichsten Berner seiner Zeit.
Mit seiner 1537 geehelichten Gemahlin Barbara Willading lebte
er 30 Jahre in kinder­loser Ehe; 1567 verheiratete er sich zum
zweiten Male mit Magdalena Nägeli, Tochter seines
Amtskollegen, des Schultheissen Hans Franz Nägeli, mit
welchem Steiger vorher in er­bitterter Feindschaft gestanden
haben soll. Zur Hochzeit, welche am 5., 6. und 7. August
1567 stattfand, gab es öffentliche Festlichkeiten aller Art, zu
welcher die ganze Bürger­schaft eingeladen und von Steiger
bewirtet wurde. Seinen ausgedehnten Grundbesitz hatte er
sich namentlich in den Jahren 1553 und 1558 erworben durch
den Kauf der Freiherrschaften Rolle, Mont le Grand und
Mont le vieux, sowie der Herr­schaften Rosey, Bierre, Begnins,
Cuarnens, Sepey und Mollens, alle in der Waadt, daneben
gehörte ihm Oron ein Jahr lang 1556-1556 und in Bernerlanden
Münsingen und Wichtrach. Mit seiner zweiten Frau, welche
nach seinem Tode noch nacheinander die beiden Schultheissen
Johann von Wattenwyl und Albrecht Manuel heiratete, erzeugte
Hans acht Kinder, von denen ihn aber nur zwei Söhne und zwei
Töchter überlebteil. Die beiden Söhne Johann und Georg
hinterliessen zahlreiche Deszendenz und stifteten zwei
Hauptlinien, die noch heutzutage blühen, die ältere oft «von
Rolle», die jüngere dagegen »von Münsingen» genannt.

Schon in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts eines
der zahlreichsten Geschlechter Berns, widmeten sich
die meisten Steiger der Magistratur und sassen
ununterbrochen in beiden Räten der Republik. Sehr viele
traten auch in ihrer Jugend in fremde Dienste und
bekleideten Offiziersstellen namentlich Frankreich,
Holland, Piemont und Österreich, später auch Neapel
und England. Einzelne widmeten sich auch dem
Pfarrdienst.

Den Junkerntitel führt die Familie seit der zweiten Hälfte
des 16. Jahrhunderts, 1651 erhielt sie als adelmässiges
Geschlecht die Titulatur «edelvest» zuerkannt. Das Adelsprädikat
«von» führt sie erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts, nachdem
der Junkerntitel ausser Gebrauch kam. Ein Zweig der Linie
von Münsingen wurde am 5. Dezember 1895 in Wien in das
ungarische Baronat aufgenommen unter dem Namen «Steiger-
Münsingen von Rolle und Mont», nachdem er schon 1874
in Wien als freiherrlich anerkannt worden war.

Im Allgemeinen blieben die Angehörigen der Familie ihrer
Heimat Bern treu, ein in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts
nach Oesterreich ausgewanderter Zweig erlosch daselbst 1868.
Nach dem Untergang des Ancien Régime wandten sich
die Steiger vor allem als Juristen, Ingenieure und Kaufleute
bürgerlichen Berufen zu und weiteten ihren traditionell auf das
Patriziat begrenzten Heiratskreis auf das moderne Bürgertum
aus. Etliche Mitglieder wanderten u.a. Brasilien, England,
Deutschland und Oesterreich, in die USA, Argentinien und nach
Australien aus. Dort vermehrte sich die Familie nochmals so
stark, dass sie zu Beginn des 21. Jahrhunderts zu den grössten
Berner Patriziergeschlechtern zählte.

Von den zahlreichen Herrschaften, welche das Geschlecht
namentlich in der Waadt besass, sind zu erwähnen die
Freiherrschaften Rolle, Mont le vieux und Mont le Grand 1553
(1558» - 1764, welche durch Erbschaft an die Familie
Kirchberger übergingen, Bierre 1553 - 1753, Begnius 1553 - 1731,
Sepey 1553 - 16.., Rosey 1553 - 1647, Mollens 1553 - 1(574,
Maxillier 1551, Oron und Palezieux 1555-1556, St. Christofe
ca. 1689-1713, ferner Ballens 1580 bis ca. 1700, Beroula/.,
St. Ovens, in bernischen Landen Münsingen, zur Hälfte schon
seit 1561, ganz 1579 - 1826, Wichtrach 1579-1824, zwei
Drittel der Herrschaft Gerzensce 1719 - 1722, Allmendingen in
der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts; ausserdem die Landsitze
Neuhaus bei Wichtrach 1579 - 176., Wittigkofen ca. 1670 bis
1745, Rothaus 1664-1686, Rörswyl 1735 - 1774, Märchligen
1766 - 1805, Eichi 1773-1799, das Schlosbgut Riggisberg
1799 - 1809, der «Winkel» zu Kirchdorf 1788 - 1803 und
1832 - 1856, das Schlüssli von Kirchdorf seit 1832, daneben
im Lauf des 18. Jahrhunderts der Schwand bei Münsingen,
sowie Güter zu Moosseedorf, Einigen, Gümligen etc.

Gegenwärtiger Grundbesitz: Mehrere städtische
Grundstücke, die Güter Waldegg, Mont und Brunnadern bei Bern,
ein Gut zu St. Blaise (Neuenbürg), Häuser in Paris und London,
Güter in Ungarn, Plantagen in Brasilien, die Villa Marienberg
bei Linz etc.

Von den vielen Regierungsbeamten und Militärpersonen,
welche im Laufe der Zeit aus der Familie hervorgingen, mögen
neben dem schon genannten Schultheissen Hans noch genannt
werden: Isaak, 1669 - 1749, in seiner Jugend Dienstagschreiber,
des Grossen Rates 1701, Obervogt nach Schenkenberg 1705,
des Kleinen Rats 1720, Venner zu Gerwern 1725, Präsident
des Schulrates 1726, Deutschseckelmeister 1729, Schultheiss der
Stadt und Republik 1732 - 1749, Herr zu Allmendingen;
Isaak, 1698 - 1755, diente zuerst in Piemont, trat dann in
kaiserliche Dienste, zeichnete sich namentlich als Ingenieur aus,
Kaiserl. «Ingenieur-Obristwachtmeister», machte in dieser
Eigenschaft 1737 - 1739 die Feldzüge gegen die Türken mit.
Oberstleutnant 1741, 1747 KuK Ingenieuroberst, Chef der
ungarischen Ingenieurbrigade und Inspektor sämtlicher Festungen
Ungarns und Siebenbürgens; Franz Ludwig, 1704 - 1755,
des Grossen Rats 1735, Kastlan nach Wimmis 1741, des
Kleinen Rates 1751, Deutschseckelmeister 1754; Beat
Ludwig, 1711 - 1798, zuerst Kapitänleutnant im Regiment Gumoens
in Holland 1744 - 1748, Oberstleutnant daselbst 1748, Oberst
in der holländischen Schweizergarde 175S, Generalmajor 1772,
Generalleutnant 1787, Besitzer von Märellligen; Albrecht
Bernhard, 1778 - 1838, diente zuerst als Fähnrich in
englischen Diensten, in Korsika und Elba 1796 - 1797 und in
Portugal 1798 - 1799, Kapitainleutnant in Spanien und Aegypten,
Major 1811, focht in Spanien 1812 - 1813, in der Restauration
Oberst des dritten Schweizerregiments in französischen Diensten,
Marechal de camp 1825 und Brigadekommandant 1828.

Das Wappen ist seit dem 15. Jahrhundert in rot ein
wachsender goldbewehrter silberner Steinbock auf grünem -
manchmal goldenem - Dreiberg; die Helmzier der wachsende
Steinbock. (Der eingangs genannte Peter, gest. 1499, führte den
Steinbock aus drei pyramidenförmig aufeinander gelegten Stufen
wachsend.) Devise: «alta peto » Der in Ungarn etablierte
Zweig von Münsingen erhielt unterm 5. Dezember 1805,
zugleich mit der Aufnahme ins ungarische Baronat, eiu vermehrtes
Wappen: Der Schild geviertet, in- von einer alten französischen
Freiherrenkrone bekröntem Mittelschild das Stammwappen,
1 und 4 gold und grün quergeteilt (Rolle), 2 und 3 rot mit
kreuzförmigem goldenem Hauptpfahl (Münsingen); dazu drei
mit je einer siebenperligen Freiherrenkrone gekrönte Helme,
auf dem mittleren rechts mit rot-goldener und links rot-silberner
Decke der wachsende Steinbock, auf dem rechten der Tförmige
Pfahl, auf dem linken sechs Straussenfedern in zwei Reihen
übereinander gestellt und zwar oben zwischen zwei roten eine
silberne und unten zwischen zwei silbernen eine rote Feder als
Helmzierden. Schildhalter: zwei silberne goldbewehrte Steinbocke.

Seit ca. 1490 ist die Familie auf Ober-Gerwern zünftig.

Literatur: Sammlung bernischer Biographien, herausgegeben
vom historischen Verein des Kantons Bern; Berner
Taschenbücher von 1853, 1879 und 1889; R. de Steiger «les
generaux bernois».
(Info: SGB) 
STEIGER WEISS, Stammlinie (I51902)
 
4638 R. kam als Küchenjunge und Knecht ins Kloster St. Gallen. 1451 wurde er im Konflikt zwischen Abt Kaspar von Landenberg und dem Konvent zum Grosskeller bestellt, 1453 seines Amts enthoben und für zwei Monate ins Exil ins Kloster Wiblingen bei Ulm geschickt. Danach führte R., gestützt von einem Teil des Konvents, den Kampf gegen den Abt fort. Ein Schiedsspruch von Kardinal Enea Silvio Piccolomini, dem späteren Papst Pius II., in Rom übertrug R. 1457 als neu ernanntem Pfleger die Klosterverwaltung in geistl. und weltl. Angelegenheiten. Nach der Abdankung Abt von Landenbergs wurde R. im Frühjahr 1463 in Rom von Papst Pius II. zum Abt ernannt, benediziert und nach dem Tod seines Vorgängers im Mai 1463 vom Papst in seinem Amt bestätigt.
R. schuf als Fürstabt die Grundlagen für die geistl. Territorialherrschaft durch den Erwerb zahlreicher Niedergerichte, die Einlösung von Hochgerichtsrechten, die Aufzeichnung von einheitl. Offnungen, den Erlass einer Landsatzung, den Ausbau der Verwaltungs- und Gerichtsorganisation, die Schaffung der Ämter des Kanzlers und des Hofmeisters, den Kauf der Grafschaft Toggenburg (1468), eine verbesserte Wirtschaftsführung und rege Bautätigkeit. Er erneuerte die Ordnung des Klosterlebens und erweiterte den Bibliotheksbestand. Schon als Pfleger veranlasste R. die Neubindung zahlreicher Handschriften und die Abfassung eines Bücherverzeichnisses (1461). Von Ks. Friedrich III. liess er sich mit den Regalien belehnen. Für Kaiser und Papst wirkte er als Gesandter und Vermittler. 1477 schlug er die von Papst Sixtus IV. angebotene Kardinalswürde aus. Dank der 1479 und 1490 durch den sog. Hauptmannschaftsvertrag verstärkten Bindung an die vier eidg. Schirmorte Zürich, Luzern, Schwyz und Glarus erwehrte sich die Abtei erfolgreich gegen innere und äussere Bedrohungen. R.s kühner Plan, das Hauptkloster nach Rorschach zu verlegen, wurde von bewaffneten Bürgern der Stadt St. Gallen, von Appenzellern und Rheintalern vereitelt (Rorschacher Klosterbruch). ; Rösch, ein Bäckersohn, war der erste Abt von St. Gallen aus bürgerlicher Herkunft. Er wurde aufgrund seiner Begabung in die Klosterschule aufgenommen und zwischen den Jahren 1440 und 1445 Mönch. 1451 wurde er zum Großkeller des Klosters, doch schon zwei Jahre später musste er das Kloster verlassen. 1453/1454 lebte er im Kloster Wiblingen bei Ulm.
Nach der Rückkehr in das Heimatkloster wurde Rösch zum führenden Kopf der reformgesinnten Konventualen, die sich gegen eine Umwandlung in ein Chorherrenstift wandten. 1457 wurde Rösch Administrator, nachdem aufgrund einer Visitation Abt Kaspar von Breitenlandenberg suspendiert worden war. 1463 gab dieser sein Amt krankheitshalber auf, Rösch wurde an seiner Stelle nun auch formal Abt. Noch im selben Jahr starb Breitenlandenberg.

Röschs Abtszeit ist gekennzeichnet durch Stärkung der klösterlichen Disziplin, vor allem aber durch die Konsolidierung der Klosterfinanzen und den kraftvollen Ausbau der Landesherrschaft der Fürstabtei. Sein Plan, das Kloster nach Rorschach zu verlegen, um es aus der Umklammerung durch die Stadt St. Gallen zu befreien, scheiterte, da die Bürger der Stadt St. Gallen im Bund mit den Appenzellern im «Rorschacher Klosterbruch» 1489 die in Rorschach begonnenen Bauten zerstörten. Auf Druck der eidgenössischen Schirmorte des Klosters mussten dafür zwar Entschädigungszahlungen geleistet werden, das Kloster blieb aber in der Stadt St. Gallen. Rösch förderte auch das geistige Leben der Abtei und trat als Bauherr hervor.  
RÖSCH, Ulrich (I6460)
 
4639 R. Rocholl, Geschichte des Geschlechts Rocholl aus Radevormwald, Berlin 1938, S. 60 ASTEROTH, Dorothea Carolina Louise (I5120)
 
4640 R. Rocholl, Geschichte des Geschlechts Rocholl aus Radevormwald, Berlin 1938, S. 60 (VII 5a) BEYER, Johann Christoph (I6247)
 
4641 Radbod, der Sprössling einer vornehmen fränkischen Familie, die Mutter war eine Tochter Gerulfs, empfing seinen Namen von dem alten heidnischen Friesenherzog Radbod († 719), der der Ahnherr seiner Mutter gewesen war. Als ein begabter Knabe wurde er frühzeitig seinem mütterlichen Onkel, dem Erzbischof Gunthar von Köln (850–864), zur Erziehung übergeben, der als ein Freund und Gönner der Studien gefeiert wird, bis seine Beihilfe zur Scheidung Lothars II. ihn ins Verderben stürzte. Gleich anderen Söhnen edler Geschlechter begab sich Radbod zu seiner weiteren Ausbildung an den Hof Karls des Kahlen, des westfränkischen Herrschers, wo er an Manno, dem damaligen Leiter der Hofschule (später Propst zu St. Claude) einen sehr gelehrten Lehrer und an Stephan und Mancio, den nachmaligen Bischöfen von Lüttich und Chalon, ausgezeichnete Mitschüler fand.

Nach dem Tod Karls († 877) kehrte Radbod zu seinen Verwandten in den Lommagau (um Namur) zurück und lebte zeitweise auch in der Umgebung des berühmten Abtes Hugo von Tours († 886). Nach dem Tod des Bischofs Odilbald im Jahr 899 wurde Radbod auf den Bischofsstuhl von Utrecht gewählt und von Arnulf bestätigt. Der Sitz des Bistums befand sich zu dieser Zeit nicht an der altgeweihten Stätte, welche durch die Normanneneinfälle völlig verödet war, sondern in Deventer. Radbod achtete als Bischof auf die Einhaltung aller geistlichen Tugenden, namentlich der Mildtätigkeit. Der Überlieferung nach übte er die größte Enthaltsamkeit in den Speisen, trank nur Wasser und hielt sich von dem Hofe fern. Weltliche Geschäfte sah er als mit seinem priesterlichen Berufe unvereinbar an und bemühte sich, diese zu vermeiden.

Man schrieb ihm die Gaben der Weissagung zu. So soll er vorhergesagt haben, wie es durch Otto den Großen geschah, dass die westfränkischen Könige sich unter das deutsche Kaisertum beugen würden, doch nicht für immer. Sein eigenes Ende sah er drei und ein halbes Jahr sicher voraus und wiederholt bezeichnete er den Jüngling Balderich, den Sohn des Grafen Ricfrid, der öfter bei ihm verkehrte, in prophetischem Geiste als den, der dazu berufen sein würde, das Bistum und den Bischofssitz aus dem Verfalle wiederherzustellen und durch diese Schenkungen zu schmücken und zu bereichern. Tatsächlich wurde Baldrich der Lehrer Bruns, des Bruders Ottos des Großen. Radbod starb, schon längere Zeit kränkelnd und hochbejahrt, am 29. November 917 zu Ootmarsum in Overyssel, einem seiner Lieblingsorte, und wurde unter sehr lebhafter Teilnahme der Bevölkerung in Deventer beigesetzt.

Werke
Das Andenken Radbods wurde der Nachwelt nicht nur durch einen Biographen erhalten, der etwa ein halbes Jahrhundert nach seinem Tode unschätzbare Nachrichten über ihn überlieferte, sondern auch durch eigene Schriften. Weil er ein großer Verehrer der Heiligen, ein Dichter und Musiker war, hat er zu Ehren jener Predigten in Prosa sowie Verse und Gesänge verfasst. So verherrlichte er Swidbert, den Apostel des bergischen Landes, den angelsächsischen Glaubensboten Liafwin (Lebuin), den hl. Servatius und Amalberga, sowie ein Wunder des hl. Martin, durch welches im Jahr 903 die Stadt Tours vor den stürmenden Dänen errettet worden sein soll. Ansprechender und gemütvoller als die Verse zur Lobpreisung der Heiligen, die jedoch ein fleißiges Studium des Vergil und eine gute metrische Bildung verraten, ist sein in dieser Zeit ganz vereinzelt stehendes Gedicht auf die Schwalbe. Auch über die Ereignisse des Jahres 900 hinterließ er eine kurze Aufzeichnung. Sein früherer Mitschüler Stephan zeichnete sich ebenfalls als lateinischer Dichter aus. 
VON UTRECHT, Radbot (I39731)
 
4642 Radbot (* 985; † 30. Juni 1045) war Graf im Klettgau und der zweite Sohn von Lanzelin. Unter seiner Herrschaft wurde die Habsburg, der Stammsitz der Habsburger, errichtet sowie das Kloster Muri gegründet. Sein Bruder war Rudolf I., Gründer des Klosters Ottmarsheim.

„Radbot konnte schon bald nach der Ächtung seines Onkels erneut umfangreichen Landbesitz im Elsaß, in Schwaben und im schweizerischen Aargau erwerben. Mit ihrem Gatten Radbot gründete Ita von Lothringen, eine Tochter des Herzogs Friedrich von Oberlothringen, im Jahr 1027 das Kloster Muri in der Schweiz. Als habsburgisches Eigenkloster wurde es mit Benediktinern aus Einsiedeln besetzt. Der erste Propst Reginbold leitete den inneren und äußeren Aufbau der Neugründung nach dem Vorbild von Einsiedeln und wurde dabei von den Gründern tatkräftig unterstützt. Die Stifterfamilie übte von Anfang an die eigenkirchliche Herrschaft über das Kloster aus, das infolgedessen in allen wesentlichen Dingen vom Willen der gräflichen Familie abhängig war.“[1]

„Die dreischiffige romanische Basilika, von der die Krypta, die Mauern des Chors und des Querschiffes noch erhalten sind, wurde unter Propst Burkard am 11. Oktober 1064 von Bischof Rumold von Konstanz geweiht. 1065 wurde Propst Burkard zum ersten Abt von Muri gewählt und damit die rechtliche Bindung an das Mutterkloster Einsiedeln gelöst. […] Radbot und seine Gemahlin Ita fanden in der Klosterkirche ihrer Stiftung ihre letzte Ruhestätte vor dem Kreuzaltar, der in der Mittelachse zwischen Langhaus und Vierung stand." 
(HABSBURG), Radbot (I35481)
 
4643 Raesfeld bzw. Raesfeldt (auch Rasveld(e), Raesfelde, Raesfelt, Räsfeld oder Ra(e)ßfeld(t), seltener auch Raisfeld(t)) ist der Name eines westfälischen Adelsgeschlechts[1], als dessen Stammhaus Schloss Raesfeld in Raesfeld/Kreis Borken gilt. Die heute noch blühende Linie Raesfeld leitet ihre Abstammung von Goswin von Raesfeld her, der 1574 fürstbischöflich münsterscher Hofmeister zu Ahaus war. Johann IV. von Raesfeld (* 1492, † 1551) war seit 1536 mit dem erblichen Drostenamt zu Ahaus belehnt. Alle anderen Linien, deren Abstammung bis zum Jahr 1253 auf den Ritter Adolfus de Raesfelde urkundlich belegt ist, gelten als erloschen.

Herkunft und Anfänge in Raesfeld
Das Geschlecht Raesfeld entstammt dem Geschlecht der seit 1092 belegten Edelherren von Gemen[2] (von der Burg Gemen), die in Raesfeld 1259 erstmals urkundlich auftreten, als Symon von Gemen (* um 1231, † vor 1265) die Raboding-Hof genannte Burg Raesfeld, die er wohl vorher schon verwaltet hat, kauft. Dieser Ritter Simon nennt sich anschließend Symon von Rasvelde. Der Ritter (miles) Adolfus de Raesfelde urkundet erstmals 1253. Matthias von Raesfeld, famulus, (* um 1245, † um 1318) ist von 1265 bis 1299 urkundlich auf Raesfeld nachgewiesen.

Herrschaft auf Burg Raesfeld
Die Nachfahren des Simon von Raesfeld bleiben ca. 300 Jahre Burgherren auf Raesfeld. Sein Enkel, Johann I. von Raesfeld, wird 1366 vom Fürstbischof von Münster in den Rat der Landesstände gerufen, wo Johann dem Bischof die Treue schwört. Kaiser Sigismund verleiht Johann II. von Raesfeld (* um 1375, † nach 1443) für treuen Vasallendienst sogar das Münzrecht, wovon aber nie Gebrauch gemacht wird. In Overijssel, in der Twente, steht denen von Raesfeld die Herrschaft Twickelo mit der Burg Twickel bei Delden zu[3]. Im Münsterland waren verschiedene Linien, die alle von Burg Raesfeld ausgehen, teilweise über Jahrhunderte in Besitz etlicher landtagsfähigier Rittergüter, darunter waren u. a. Haus Ostendorf bei Lippramsdorf, Haus Hameren bei Billerbeck, Haus Lüttinghof, Haus Koppel bei Schöppingen, Haus Darfeld, Haus Lembeck, Haus Leythe bei Erle sowie Haus Woord.

Ende der Herrschaft auf Burg Raesfeld
Nach einem Erbstreit, den Goswin von Raesfeld aus der Linie Ostendorf (* 1494, † 1579/80) mit den verwandten Herren von Velen geführt hatte, muss 1585 seine Witwe mit den Kindern die Burg Raesfeld verlassen. Der gleichfalls verwandte Fürstbischof von Münster, Bernhard von Raesfeld, hatte Partei für die erbberechtigten Herren von Velen ergriffen und einen Prozess vor dem Reichskammergericht in Speyer angestrengt. Das Gericht entscheidet 1585 zu Gunsten derer von Velen.[4] Goswin von Raesfelds Witwe, Irmgard geb. von Boyneburg, war übrigens vor ihrer Ehe mit Goswin die verwitwete Ehefrau Johann IV. von Raesfeld zu Raesfeld (* 1492, † 1551), des vormaligen Burgherrn. Irmgards Kinder, die mit ihr Burg Raesfeld verlassen müssen, entstammen aber nicht der Ehe mit Johann, sondern der Ehe mit Goswin. Irmgards einziger Sohn, den sie mit Johann hatte, war bereits 1559 verstorben. Die von Velen hingegen stammen von einer Schwester des vormaligen Burgherrn, Johanns IV. von Raesfeld, mit dem Irmgards zweiter Ehemann Goswin von Raesfeld eben nicht so nah verwandt war, ab.

Adelsarchiv unterscheidet zwei Geschlechter
Das von der Stiftung Deutsches Adelsarchiv unter Aufsicht des Deutschen Adelsrechtsausschusses herausgegebene Adelslexikon des Genealogischen Handbuchs des Adels führt im Gegensatz zu früheren Adelslexika (u. a. Siebmacher, Kneschke, Zedlitz-Neukirch; vgl. auch M. v. Spiessen und W. v. Raesfeld) das uradelige Geschlecht von Raesfeldt und das altadelige Geschlecht von Raesfeld als getrennte Familien auf. Die uradeligen Raesfeldt konnten ihre urkundliche Stammreihe bis in das 13. Jahrhundert lückenlos belegen, während dies der altadeligen Linie nur bis in das 16. Jahrhundert gelang. Durch zahlreiche Indizien scheint es aber hinreichend gesichert, dass auch das altadelige Geschlecht von einer der uradeligen Linien abstammt.

Uradelige Raesfeld(t)
Adelsbestätigung und Standeserhebung
Eine preußische Adelserneuerung und -bestätigung wurde am 26. Juli 1729 erteilt.
Eintragung in die Adelsmatrikel der preußischen Rheinprovinz für (Karl von Raesfeld) am 5. August 1829.
Immatrikulation in die Freiherrenklasse des Königreichs Bayern (für dessen Bruder Ludwig von Raesfeld) am 25. Juli 1841.
Die uradeligen von Raesfeld(t) gelten als erloschen.

Altadelige Raesfeld
Diese Linie geht auf Goswin von Raesfeld, 1574 fürstbischöflich münster. Hofmeister zu Ahaus, zurück. In Ahaus hatte Johann IV. von Raesfeld (* 1492, † 1551) seit 1536 das erbliche Drostenamt zugestanden.

Standeserhebung
Am 14. Mai 1757 wurde der kurfürstlich-kölnische Kanzler und Geheime Staats- und Konferenzminister Gottfried Joseph von Raeßfeld in Wien in den Reichsfreiherrenstand erhoben. Diese Linie blüht noch.

Wappen derer von Raesfeld im „Wappenbuch des westfälischen Adels“
Wappen
Das Wappen aller Raesfeld(t) zeigt in Gold einen blauen Balken. Auf dem Helm mit blau-goldenen Decken ein offener, wie der Schild bezeichneter Flug.

Bekannte Namensträger

Gottfried von Raesfeld
(* 1522, † 1586), bedeutendster Domdechant des Hochstifts Münster, Amtsherr zu Lüdinghausen
Johann IV. von Raesfeld (* 1492; † 1551), kaiserlicher Feldherr, Verteidiger Wiens und Münsters
Bernhard von Raesfeld (* 1508; † 1574), 1557–1566 Fürstbischof von Münster
Goswin von Raesfeld († 1586), Dompropst in Münster
Gottfried von Raesfeld (* 1522; † 1586), Domherr, bedeutendster Geistlicher des Münsterlandes der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts, als Bruder des Fürstbischofs Bernhard fürstbischöflich-münster. Gesandter zu den Reichstagen zu Augsburg 1559–1566, Amtmann zu Lüdinghausen[5][6][7]
Bitter von Raesfeld, (1532–1581, Domherr in Münster)
Dietrich Franz von Raesfeld (* 1528, Domherr in verschiedenen Bistümern)
Heinrich von Raesfeld (1521–1573, Archidiakon und Thesaurar in Münster)
Arnd von Raesfeld (* 1514, Domherr in Münster)
Bitter von Raesfeld († 1584, Domherr in verschiedenen Bistümern)
Bitter von Raesfeld († 1594, Domherr in Münster, römisch-katholischer Geistlicher)
Rotger von Raesfeld († 1575, Domherr in Münster)
Justinus von Raesfeld (1564 Domherr in Münster)
Johann Peter von Raesfeld (* 1679; † 1764), seit 1742 Kanzler und Regierungspräsident des Herzogtums Kleve[8], guter Bekannter von Voltaire[9]
Gottfried Joseph von Raesfeld (* 1706; † 1765), 1757 Kanzler und Geheimer Staatsminister und Konferenzminister des Kurfürstentums Köln
Carl von Raesfeld (* 1792; † 1857), Landrat in Krefeld
Ferdinand von Raesfeld (* 1855; † 1929), preußischer Forstmeister und Jagdschriftsteller 
VON RAESFELD, N. (I45912)
 
4644 Raimund Roger wurde vermutlich noch zu Lebzeiten seines Vaters von diesem mit einer Mitherrschaft über Carcassonne bedacht. Da aber Raimund Roger vor seinem Vater starb, traten seine Söhne das Erbe Rogers des Alten an. (CARCASSONNE), Raimond Roger I. (I52433)
 
4645 Raimund war ein jüngerer Sohn des Grafen Pons von Toulouse und dessen zweiter Ehefrau Almodis von La Marche. Nach dem Tod des Vaters um 1061 erhielt er das Land um die Abtei von Saint-Gilles und den Titel eines Grafen zugewiesen, während sein älterer Bruder Wilhelm IV. die ausgedehnten Territorien der Familie erbte. 1065 starb seine Cousine Bertha, von der er das Rouergue und den Titel eines Herzogs von Narbonne erbte, der auf den alten Titel eines Markgrafen von Septimanien/Gothien zurückgeht und einen Oberherrschaftsanspruch über die gesamte Region des Languedoc beinhaltete. Um das Jahr 1081 erbte Raimund die Markgrafschaft Provence, nachdem dort sein Onkel, Markgraf Bertrand I., gestorben war. Raimund nahm an den Kämpfen der christlichen Könige Spaniens gegen die Mauren (Reconquista) teil.

Um das Jahr 1066 heiratete Raimund eine namentlich nicht bekannte Tochter des Grafen Gottfried I. von Provence, von der er sich um 1076 wieder trennte. Aus der Ehe ging der Sohn Bertrand hervor, dessen Legitimität aber umstritten war. Raimund vermählte sich um 1080 in zweiter Ehe mit Mathilde de Hauteville, einer Tochter des Grafen Roger I. von Sizilien, von der er sich um 1088 wieder scheiden ließ. Diese Ehe war kinderlos geblieben. Seine dritte und letzte Frau war seit 1094 Elvira, eine illegitime Tochter des Königs Alfons VI. von Kastilien. Sie gebar während des Kreuzzuges im Libanon den Sohn Alfons, der im Jordan getauft wurde.

1094 starb Raimunds älterer Bruder, worauf er neben dem Toulousain auch das Quercy und Albigeois erbte. Raimund wurde 1095 in diesem Erbe auch vom Papst anerkannt, wobei allerdings eventuelle Erbrechte seiner Nichte Philippa ignoriert wurden. Diese heiratete 1094 Herzog Wilhelm IX. von Aquitanien, wodurch ihre Ansprüche auf dessen Familie überging und so einen generationenlangen Erbstreit zwischen Aquitanien und Toulouse auslöste. 
(TOULOUSE), Raimund IV. (I39138)
 
4646 Rainald war der Sohn des Grafen Landry von Nevers und der Mathilde von Burgund[3], einer Tochter des Pfalzgrafen Otto Wilhelm von Burgund. Kurz nach dem 25. Januar 1016 (Gregorianischer Kalender) heiratete er Adele von Frankreich (* wohl 1003; † 5. Juni nach 1063), die älteste Tochter des französischen Königs Robert II., welcher die Grafschaft Auxerre als Mitgift in die Ehe gegeben wurde. (NEVERS), Rainald I. (I52462)
 
4647 Ralph Neville war der Sohn von John Neville, 3. Baron Neville de Raby, der Admiral der königlichen Flotte war, und dessen Gattin Maud Percy. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1388 erbte Ralph dessen Titel Baron Neville de Raby. Er war zunächst treuer Parteigänger von König Richard II. und sicherte für diesen die englische Nordgrenze gegen die Schotten (siehe Schlacht von Otterburn). Zur Belohnung erhielt er 1397 die Würde eines Earl of Westmorland[1]. 1399 jedoch trat er für den Halbbruder seiner zweiten Frau, den neuen König Heinrich IV., ein, der sich gegen seinen Vetter Richard durchgesetzt hatte. Ralph Neville brachte es von 1400 bis 1412 zum Amt des "Earl Marshal", eines der neun höchsten Hofämter, und wurde 1402 in den Hosenbandorden aufgenommen. Auch für Heinrich IV. und seinen Sohn Heinrich V. hatte er vor allem als verlässlicher Verbündeter im unruhigen Norden des Landes Bedeutung. Nach dem Tod von Heinrich V. gehörte er zu den Regenten für dessen unmündigen Sohn Heinrich VI.[2]

1415 nahm er Richard Plantagenet, den verwaisten Erben des Hauses York als königliches Mündel auf. Dieser wurde später Herzog von York und heiratete Ralphs Tochter Cecily[3].

Neben seiner politischen Tätigkeit ließ Ralph Neville viele Kirchen und das College von Staindrop errichten, wo ein sehenswertes Grabmal an ihn und seine beiden Frauen erinnert. 
NEVILLE, Ralph (I57210)
 
4648 Ramnulf war der Sohn des Grafen Gerhard von Auvergne (X 841) und einer Tochter Ludwigs des Frommen. Von seinem kaiserlichen Großvater erhielt er nach der Absetzung König Pippins II. von Aquitanien 839 die Grafschaft Poitou übertragen. 864 nahm er Pippin II. gefangen und lieferte ihn an König Karl den Kahlen aus. Ständig im Kampf gegen die einfallenden Normannen befindlich, fiel Ramnulf zusammen mit Markgraf Robert dem Tapferen in der Schlacht von Brissarthe (866) nach einem Pfeiltreffer.

Ramnulf begründete die herausragende Machtstellung seiner Familie im westlichen Aquitanien und führte selbst zeitweise den Titel eines Dux.

Verheiratet war er mit Bilchilde, einer Tochter des Grafen Roricos I. von Maine aus der Familie der Rorgoniden. Sie hatten drei Kinder: 
(POITOU), Ramnulf I. (I37032)
 
4649 Ramosch ([rɐˈmɔːʃ]ⓘ/?; deutsch veraltet und bis 1943 offiziell Remüs) ist ein Ort in der Unterengadiner Gemeinde Valsotim Schweizer Kanton Graubünden. VON MOHR, Anselm (I56514)
 
4650 RANDENBURG (Randen)
Die RANDENBURG ist eine um 1175 wahrscheinlich im Auftrag von DIETHELM VON KRENKLINGEN erbaute und im 15. Jahrhundert verfallene Spornburg im Kanton Schaffhausen in der Schweiz.
Die Burg war Stammsitz der nach ihr benannten Ritterfamilie VON RANDENBURG, welche ursprünglich Ministerialen des Klosters Reichenau waren, das Besitzungen in Schleitheim hatte. Von 1298 bis 1376 stellten die Randenburger den Schultheissen von Schaffhausen.
Die Familie spaltete sich in die Schultheissen und die Roten von RANDENBURG, verlor ihre einflussreiche Position in der Schaffhauser Politik erst 1415, als sie als habsburgische Vögte der Stadt abgesetzt wurde, verarmte wie viele Adelsgeschlechter in dieser Zeit und starb im 15. Jahrhundert aus. Urkunden lassen den Schluss zu, dass die Burg um 1400 noch stand und bewohnt war, dann aber verlassen wurde und rasch verfiel. Nach Johann Jakob Rüeger waren die RANDENBURGER verwandt mit den Burgherren der Burgen Burg RANDECK und Schloss RANDEGG. Die RANDENBURGER saßen auch auf der Burg Tüsental.

1490 kam Schleitheim in den Besitz des halben Schlossrandens als Lehen des Klosters Reichenau. 1555 gelang es Schleitheim, die andere Hälfte samt der Ruine vom Spital zum heiligen Geist in Schaffhausen zu kaufen.  
N., N. (I23721)
 

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