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| 4501 | Obwohl in den Quellen als sächsischer Graf beschrieben, war Ekbert vermutlich eher ein Adliger fränkischer Herkunft. Auf Befehl Kaiser Karls des Großen besetzte Ekbert mit sächsischen Grafen den Ort Esesfeld an der Stör und befestigte ihn. Vermutlich rührt daher sein Titel als „Dux“, der einen militärischen Anführer bezeichnet. Allerdings findet sich dieser Titel erst in dem 862–875 in Corvey verfassten Bericht über die Translation von Reliquien der Heiligen Pusinna nach Herford. In den Annales regni Francorum wird Ekbert zum Jahr 809 als Graf bezeichnet. Ekbert besaß eine Reihe von Gütern im südlichen Westfalen, zwischen Rhein und Weser. Der um 980 entstandenen Vita Idae zufolge war er mit der fränkischen Adelstochter Ida von Herzfeld verheiratet. Vermutungen der historischen Forschung zufolge stehen die Ekbertiner mit den Liudolfingern in verwandtschaftlicher Beziehung. Nach dem Grafen ist im nahe der ehemaligen Burg Esesfeld gelegenen Itzehoe die Straße Graf-Egbert-Ring benannt. Nachkommen | VON SACHSEN, Ekbert (I18849)
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| 4502 | Oda stammte vermutlich aus dem Adelsgeschlecht der Konradiner. Um 888 heiratete sie den ostfränkischen König Arnolf.[1] Durch diese Verbindung erhoffte sich jener die Unterstützung der Konradiner, die über Lothringen, Rheinfranken, Hessen und Bayern herrschten. Auf einer Versammlung in Forchheim Ende Mai 889 wollte Arnolf von den Großen seine beiden außerehelichen Söhne Zwentibold und Ratold aus zwei Konkubinaten als seine Nachfolger anerkennen. Nach den Annales Fuldenses leisteten einige Franken den Schwur mit dem Vorbehalt, dass er nur gelten sollte, falls dem König kein legitimer Sohn geboren würde.[2] Erst 893 gebar Oda schließlich den gewünschten männlichen Erben Ludwig. Gegen Ende von Arnolfs Regierungszeit trat Oda in historischen Dokumenten mehrmals für den Erhalt der Privilegien der bedeutenden Klöster Kremsmünster und Altötting sowie der Bischofskirchen Worms und Freising ein. Offensichtlich hatte sie ihren Gemahl während seiner Regierungsjahre tatkräftig unterstützt. Dabei schaffte sie sich jedoch auch Feinde; kurz vor dem Tod ihres bereits schwerkranken und regierungsunfähigen Gemahls musste sie sich im Juni 899 in Regensburg gegen die Anklage des Ehebruchs verteidigen, konnte den Vorwurf jedoch durch 72 Eideshelfer erfolgreich abwenden. Es war dies der zweite Prozess dieser Art in der Geschichte des Mittelalters: Erst 12 Jahre zuvor war die Kaiserin Richardis desselben Vergehens angeklagt worden. Oda vermachte die bedeutenden Ländereien Brixen und Föhring aus ihrem Witwengut ihrem Sohn Ludwig zur Ausstattung der Bischofskirchen von Säben und Freising. Sie dürfte nach dem Tod ihres Gemahls in ihre fränkische Heimat zurückgekehrt sein und wurde nach ihrem Tod an der Seite ihres Gemahls im Kloster Sankt Emmeram zu Regensburg beigesetzt. | (KONRADINER), Oda (I36531)
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| 4503 | oder ? d. 7 Sep 1652, St. Didier de Crussol, Ardèche, France | ZOLLIKOFER, Georg Leonhard (I1213)
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| 4504 | oder gest. 6.1.1599 Heerbrugg; Mitglied der Schobingerschen Handelsgesellschaft 1557 in St. Gallen, bis 1576 in Turin | SCHOBINGER, David (I12665)
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| 4505 | oder Stauder; oder geb. 29.3.1509 (Dr. Marx); 10 Kinder | STAUDER, Helena (I1378)
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| 4506 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7469)
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| 4507 | Odilo, ein Sohn von Gotfrid, stammte mütterlicherseits aus dem bairischen Herzogsgeschlecht der AGILOLFINGER. Der Herzog aber, der dem Volke vorsteht, ist allezeit auf dem Geschlecht der Agilolfinger gewesen und muss es sein..., bestimmte das bairische Stammesrecht, das Lex Baiuvariorum. Im Jahr 736 erfolgte der Regierungsantritt Herzog ODILOS als Nachfolger Hugberts. Odilo verwirklichte im Jahr 739 die bairische Diözesaneinteilung. Die Bistümer Regensburg, Freising, Passau und Salzburg wurden kirchenrechtlich gegründet und ihre Grenzen festgelegt; der Herzog blieb aber Kirchenoberhaupt. Im Jahr 742 heiratete Odilo mit HILTRUD eine Tochter des fränkischen Hausmeiers KARL MARTELL l, mit dessen Söhnen Karlmann und Pippin der Jüngere es im darauffolgenden Jahr (743) zum Konflikt kam. Odilo unterlag in der SCHLACHT BEI EPFACH AM LECH, floh und musste dann mit dem Friedensschluss von 744 die fränkische Oberhoheit über Baiern bestätigen. Odilo behielt sein Herzogtum. Später im Jahr führte Karlmann dann noch eine Strafexpedition gegen die Ostsachsen durch, die mit Odilo in den Kampf gezogen waren. Herzog Odilo starb im Jahr 748. Nach seinem Tod versuchte GRIFO, Baiern aus der Oberhoheit des Frankenreiches zu befreien. Zusammen mit dem Grafen SWIDGER entführte er die Witwe Odilos und dessen Sohn, den späteren TASSILO III. Pippin musste im Jahr 749 erneut gegen das bairische Stammesherzogtum ziehen. Nach seinem Sieg wurde Odilos Sohn Tassilo III., geb. 741, unter der Vormundschaft seiner Mutter HILTRUD zum Nachfolger seines Vaters ernannt. Odilo gilt als Gründer der KLÖSTER BENEDIKTBEUERN im Jahr 739, Niederaltaich (mit Pirmin) im Jahr 741 und Mondsee im Jahr 748 im heutigen Oberösterreich und noch einer Reihe weiterer Klöster, darunter die ZELLE ZU CHAMMÜNSTER. Herzog Odilo wurde im KLOSTER GENGENBACH IM ORTENAUKREIS, das von Pirmin bereits im Jahr 727 gegründet wurde, beerdigt. Herzog Odilo veranlasste auch die Niederschrift der Lex Baiuvariorum, der ältesten Sammlung von Gesetzen des bairischen Stammesherzogtums. Der Text ist auf Latein verfasst. | VON BAYERN, Odilo (I24199)
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| 4508 | Odo war der einzige Sohn des Grafen Stephan II. von Meaux-Troyes und der Adela. Als sein Vater früh verstarb (er war 1048 bereits tot), erbte er dessen Besitz, die heutige Champagne, allerdings als Minderjähriger unter Vormundschaft seines Onkels, des Grafen Theobald III. von Blois, der 1048 dann als Graf von Troyes auftrat und Odo bis 1063 ganz aus der Champagne verdrängte. Der Chronik der Fountains Abbey zufolge musste Odo die Champagne fluchtartig verlassen, nachdem er einen seiner eigenen Edelmänner ermordet hätte.[1] Odo hatte um 1060 Adela von der Normandie geheiratet († 1081/84), eine uneheliche Tochter des Normannenherzogs Robert des Prächtigen und Witwe der Grafen Enguerrand II. von Ponthieu und Lambert von Lens, und war damit ein Schwager von Herzog Wilhelm II. geworden. Als Wilhelm im Jahr 1066 aufbrach, um seine vermeintlichen Ansprüche auf die englische Krone durchzusetzen (siehe Normannische Eroberung Englands), schloss Odo sich ihm an. Als Lohn seiner Teilnahme erhielt Odo um 1070 die Grafschaft Aumale in der Normandie und 1087 in England die Baronie Holderness. Nach dem Tod Wilhelms unterstützte er dessen zweitgeborenen Wilhelm Rufus gegen dessen älteren Bruder Robert Kurzhose, wofür er Aumale aufgeben musste. Nachdem sein Sohn Stephan 1095 im Zentrum eines gescheiterten Komplotts gegen Wilhelm Rufus stand, wurde auch Odo von diesem in Kerkerhaft gelegt. | (CHAMPAGNE), Odo II. (I61344)
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| 4509 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I58917)
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| 4510 | Oettingen ist der Name eines edelfreien fränkischen und schwäbischen Adelsgeschlechts im Riesgau. Bereits 1147 gehörte es dem Grafenstand an. Die reichsunmittelbare Grafschaft Oettingen hatte im Reichstag bis 1803 Anteil an der Kuriatstimme der Grafenbank des Schwäbischen Reichskreises. Als regierende Grafen zählten die Oettinger zum Hochadel. Im Jahre 1674 wurde das Haus erstmals in den Fürstenstand erhoben. Das Geschlecht der Oettingen leitet seine Abkunft zurück auf den 987 urkundlich erwähnten Fridericus comes und dessen Vater Sieghard V. (Sigehardus comes in pago Riezzin – Sieghard, Graf im Riesgau) aus dem Geschlecht der Sieghardinger, urkundlich 1007. Diese gelten auch als Vorfahren der Staufer. Die Stammreihe als Grafen von Oettingen beginnt (urkundlich 1147) mit Ludovicus comes de Otingen, der in diesem Jahr die alte staufische Gaugrafschaft im Ries als Lehen übertragen bekam, oder (urkundlich 1250) seinem Bruder Chuno comes de Othingen.[1] Die Verwandtschaft der Öttinger mit den Staufern wird auch durch Urkunden belegt, ohne dass der genaue verwandtschaftliche Zusammenhang deutlich wird. Die Öttinger erbauten als Vasallen der Staufer um 1200 die Burg Steinsberg. Vom 12. bis zum 14. Jahrhundert gewann die Familie das größte weltliche Territorium in Ostschwaben. Die Grafschaft Oettingen lag um die Reichsstadt Nördlingen im heutigen Bayern bzw. Baden-Württemberg. Am Ende des Alten Reiches 1806 umfasste das Gebiet rund 850 km² und hatte rund 60.000 Einwohner. Im Jahr 1418 kam es zur Teilung, der 1442 und 1485 weitere folgten. | VON OETTINGEN, Maria (I35735)
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| 4511 | OFB Heddesheim 1576. "Natif de Heidesheim" (= Heddesheim). FNB: a für Petitjean in Souboz BE. Bei Heirat 1677 noch Petitjean, danach Kleinhans. Kindstaufen in Heddesheim 1678 bis 1699 und Kindstaufen in Mannheim 1686 sowie Weinheim 1688 | KLEINHANS\PETITJEAN, Daniel (I636)
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| 4512 | OFB Ladenburg 2743. Tod verkündet in den Zürcher "Donnstags-Nachrichten" vom 10.1.1743: "Starb zu Heidelberg in der Chur Pfaltz." Wappenbeschreibung / Blasonierung In Rot über goldenem Hauszeichen golden besamte, silberne Rose. | SCHELLER, Anna Christina (I598)
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| 4513 | OFB Neckarsteinach 0399. Ab mindestens 1651 in Heidelberg. Bürger und Lederbereiter/Rotgerber in Heidelberg (vor 1656). Pate in Heidelberg (Heiliggeistkirche) am 29.10.1652. | CATOIR, Jacob (I25844)
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| 4514 | Offizier, Anführer sankt-gall. Sold-Truppen in franz. Diensten und von 1524 an Agent Frankreichs bei der Gesandschaft in Solothurn 1531 - 1533 Robert Durrer: Die Schweizergarde in Rom und Die Schweizer in Päpstlichen Diensten. 1. Teil. BoD – Books on Demand, 2015, ISBN 978-3-7340-0478-0, S. 38, Fussnote 4 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 4. Januar 2019]). A. Aigen (eigen) erscheint später (seit 1510) als Werber Frankreichs und brachte es bald zum franz. Oberst. Das Diarium Rütiners sagt von ihm und einem anderen „semper constantissimi in officio regis francie fuerunt; quoties Helvetia ei repugnativ otiarunt“, 1513 wurde er wegen verräterischer Umtriebe für den damals feindlichen König in St. Gallen bestraft, aber die Tagsatzung sprach ihr Bedauern über geringe Härte der Strafe aus, denn um sich reinzuwaschen, habe er eine ganze Menge schweizerischer Staatsmänner fälschlich angeklagt. 1523 ist er wieder Hauptmann der Stadt St. Gallen im Solde Frankreichs. Im zweiten Landfrieden zwischen den V Orten und Zürich, 24.11.1531, erscheint er unter den Vermittlern, in der Gesandschaft des Königs von Frankreich. So weit hat es der Mann gebracht, von dem Rütin berichtet: Ambrosius nullo praeceprore instituts nisi usu, alquid percepit eo facilius. Er starb 1536. | AIGEN, Ambrosius (I1455)
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| 4515 | Oliba beerbte im Jahr 966 seinen Bruder Sunifred II. in den Grafschaften Cerdanya und Conflent und 984 Miró Bonfill in der Grafschaft Besalú. Sein Beiname bedeutet so viel wie „Ziegenbock“ (katalanisch Gabra), weil er die Angewohnheit besessen haben soll, wie ein Bock mit seinen Füßen Löcher in die Erde zu scharren, sobald er in Wut geriet.[1] Dies sollte sein kriegerisches und gewalttätiges Naturell verdeutlichen. Er führte einen langjährigen Krieg gegen Roger I. von Carcassonne um die Landschaften Capcir, Donezan, Peyrepertuse und Sault. Im Jahr 988 pilgerte Oliba nach Rom, um dort gegenüber dem heiligen Romuald seine Sünden zu beichten und wurde von diesem zur Entsagung des weltlichen Lebens bewegt. Er trat als Benediktinermönch der Abtei Montecassino bei, in der er im Jahr 990 starb. | CABRETA, Oliba (I52370)
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| 4516 | Oliba war der dritte Sohn des Grafen Oliba Cabreta von Cerdanya und Besalú und seiner Frau Ermengarda und damit ein direkter Nachfahre Wilfrieds des Haarigen, des Begründers der Dynastie der Grafen von Barcelona. In den Jahren von 998 bis 1003 war er Graf von Berga, legte dann aber seinen Titel ab und trat in das von Wilfried gegründete Kloster Ripoll ein. Im Jahr 1008 wurde er zu dessen Abt gewählt und aus dynastischen Gründen gleichzeitig Abt von Cuxa, dem das von seinem Halbbruder Bischof Oliba von Elne gegründete Martinskloster auf dem Mont Canigou gehörte. Im Jahr 1011 unternahm er eine Reise nach Rom, bei der es ihm gelang, von Papst Sergius IV. in einer Bulle das Privileg zu erhalten, dass die katalanischen Klöster direkt dem päpstlichen Stuhl unterstellt wurden, wodurch sie ein hohes Maß an Unabhängigkeit gegenüber weltlicher Einflussnahme erlangten. Im Jahr 1018 wurde er überdies zum Bischof von Vic ernannt. In den Folgejahren gründete er weitere Klöster – so z. B. Santa Maria de Montserrat, Sant Miquel de Fluvià und Saint-Martin du Canigou. Oliba starb im Jahr 1046 im Kloster Saint-Michel-de-Cuxa, das heute im französischen Pyrenäenvorland (Roussillon) liegt, damals aber zur Grafschaft Barcelona gehörte. Auf der dortigen Altarplatte ist sein Name eingeritzt. Auf Reisen nach Rom kam er in Kontakt mit den Päpsten Sergius IV. und Benedikt VIII. Bei diesen Reisen wurde er nachhaltig beeindruckt vom Baustil der römischen und vor allem der lombardischen Kirchen, so dass er sie zum Vorbild vieler Neubauten in seinem eigenen Einflussbereich nahm und somit einen neuen Architekturstil in Katalonien einleitete. Zwischen 1025 und 1035 gründete oder erneuerte er die Klöster Montserrat und Saint-Martin-du-Canigou; zudem gilt er als Erbauer der im Jahr 1032 geweihten Basilika Santa Maria in Ripoll, die als eine der schönsten Bauten der spanischen Romanik gilt. Auch der im Jahr 1038 fertiggestellte bzw. geweihte Neubau der Kathedrale von Vic geht sehr wahrscheinlich auf seine Initiative zurück. Obilo war einer der Initiatoren der Treuga dei von 1033 in Katalonien, womit er die Markt- und Münzrechte seiner Kirche gegen gräfliche Eingriffe schützte. Darüber hinaus engagierte er sich beim Wiederaufbau der von maurischen Truppen zerstörten Städte Manresa und Cardona. Zudem war er ein großer Förderer der Schreibkunst. Das Scriptorium des Klosters in Ripoll ist berühmt für seine umfassende Bibliothek. Hier befand sich – neben Toledo – eines der Zentren für die Übersetzung alter arabischer Handschriften ins Lateinische. Dank Olibas Aktivitäten blühte das kulturelle Leben in Katalonien neu auf. Seine Initiativen wirkten lange nach – so gibt es bis auf den heutigen Tag in Katalonien eine Fundación Abat Oliba. In Barcelona ist die Universität Abt Oliba CEU nach ihm benannt. | DE BESALÚ, Oliba (I52389)
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| 4517 | OO-E: . .1648 in Hilchenbach ?? Huppert, Johann Hupperts zu Hilchenbach nachgel. ehel. Sohn und Margretha, Leonis Steins s. auß dem ?? nachgel. ehel. Tochter. Heiratsregister Hilchenbach 1620-1666 Bild 85. | HUPPERT, Christ(ian) (I831)
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| 4518 | OO-E: 13. p. Trin. 1647 in Hilchenbach Jost Hein, Willibert Heinen und Margretha, Johann Herderlinger zu Schweißfurth n. ehel. Tochter. | HEIN, Jost (I833)
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| 4519 | OO-E: 1587 in Ferndorf IIII. Adventj Leo, Hengen Reusen Sohn von Hilchenbach Feichg, Johann (Schweißfurth) des Fuhrmanns Tochter von der Schweisfurth. | REUS, Leo (I1124)
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| 4520 | OO-E: 1599 in Ferndorf IIII. Adventus Ebert, Hansen des Hofmanns (Herling) s. Sohn von Herlingen Margreth, Klein Hansen (Irle) Tochter vom Irlen Hof zu Ferndorf. | HERLING, Ebert (I1122)
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| 4521 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7702)
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| 4522 | Orth entstammte dem jüngeren Zweig einer in Frankfurt und Heilbronn ansässigen Patrizierfamilie, die der Gesellschaft Zum Frauenstein angehörte und 1665 von Kaiser Leopold geadelt worden war. Sein Vater war der Jurist Johann Peter Orth (1663–1735), seine Mutter Sarah geb. Mayer[1]. Sein Bruder Hieronymus Wilhelm Orth (* 7. Mai 1700 in Frankfurt am Main; † 22. September 1779 ebenda) wurde ebenfalls Advokat in Frankfurt. Er studierte Rechtswissenschaften in Marburg und Halle, wo er 1720 promoviert wurde. 1721 ließ er sich als Advokat in Frankfurt nieder. 1731 veröffentlichte er einen Kommentar zur Frankfurter Reformation unter dem Titel Nöthig und nützlich erachtete Anmerkungen über die sogenannte erneuerte Reformation der Stadt Frankfurt am Main. Ihm folgte 1742 bis 1754 ein vierbändiges historisches Werk zu den Frankfurter Messen unter dem Titel Ausführliche Abhandlung von den berühmten Reichsmessen, so in der Reichsstadt Frankfurt am Main jährlich gehalten werden. Sie gelten als wichtige kulturhistorische Quelle über Rechtsverhältnisse, Finanzwesen und Warenhandel während der Frankfurter Messen. Johann Philipp Orth bekleidete in der Frankfurter Patriziergesellschaft der Frauensteiner auch das Amt des Jüngeren Burggrafen, also des stellvertretenden Vorstehers.[2] 1722 heiratete er Maria Margaretha (1695–1725), Tochter seines Onkels Johann Philipp Orth, verwitwete Barckhaus. Sie starb kurz nach der letzten Entbindung. Mit ihr hatte er drei Töchter, deren älteste Sara den Frankfurter Patrizier Johann Daniel von Olenschlager heiratete. Die Tochter Susanna (1725–1797) heiratete den Frankfurter Advokaten Benjamin von Schneider (1731–1777). Durch ihre Tochter Susanna wurden sie zu den Großeltern der Brüder Friedrich Philipp Wilhelm von Malapert-Neufville und Adolph von Malapert-Neufville.[3] Aus seiner 1728 geschlossenen Ehe mit Anne Marie Sonderhausen (1702–1731) stammten zwei Söhne, die als Kleinkinder starben. Anne Marie Orth geb. Sonderhausen starb kurz nach der Geburt des zweiten Sohnes. Gemeinsam mit seiner 1733 geheirateten dritten Frau Susanna Elisabeth geb. Huth († 1778) stiftete Orth 1768 ein Waisenhaus. Nach ihm ist die Orthstraße in Frankfurt-Bornheim benannt. Da auch der aus dritter Ehe stammende Sohn jung starb, starb 1783 mit Johann Philipp Orth auch der letzte männliche Nachkomme der Frankfurter Linie seines Geschlechts.[4] | ORTH, Johann Philipp (I57580)
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| 4523 | Orth entstammte der alteingesessenen Heilbronner Patrizierfamilie Orth, die von Philipp Orth (1534–1603) bis Heinrich Karl Philibert Orth (1733–1795) mehrere Heilbronner Bürgermeister gestellt hatte. Er war der jüngere Sohn des Fabrikanten Johann Georg Orth (1774–1835), eines Enkels des Bürgermeisters Johann Heinrich Orth (1653–1733), und der Friederike Feyerabend. Sein älterer Bruder Robert Orth (1807–1893) führte die kaufmännischen Aktivitäten des Vaters fort, so dass für Emil der Weg zu einer künstlerischen Ausbildung frei war. Er studierte ab 1831[1] bis 1833/1834 an der Münchener Kunstakademie als Schüler Joseph Karl Stielers[2] Malerei und war in Heilbronn als Porträtmaler, Miniaturist und Lithograf tätig. Im April 1841 bewarb die Heilbronner Verlagsbuchhandlung Drechsler eine Lithographie Orths, die Justinus Kerner zeigte. Früh wandte sich Orth der Daguerreotypie zu. Am 14. Mai 1842 gab er mit einer Anzeige im Heilbronner Intelligenzblatt bekannt, dass er bis zum Ende des Monats bereit sei, im Orthischen Garten „Daguerrotyp-Bilder gegen billiges Honorar zu fertigen.“ Auch in den folgenden Jahren schaltete er weiter Anzeigen für seine Daguerreotypien, bewarb aber auch weiter seine Gemälde, so beispielsweise im Heilbronner Tagblatt vom September 1848 (S. 1017) „mehrere hier gefertigte Portraits in Oel zur Besichtigung eines verehrlichen Publikums“. Später war er auch als Fotograf tätig; das Heilbronner Adressbuch von 1855 führte ihn im Branchenverzeichnis als einen von zwei Photographisten. Im Heilbronner Adressbuch von 1875 wurde Emil Orth nach wie vor als Fotograf aufgeführt. Er starb am 23. April 1876 in Heilbronn. Sein einziger Sohn Theodor Orth († 15. November 1915) war Malermeister in Heilbronn. Dessen Söhne Emil († 1914 in Russland) und Robert († 1915 in Serbien) fielen im Ersten Weltkrieg noch vor dem Tod des Vaters, so dass die seit 1533 in Heilbronn belegte Familie Orth mit Emils Sohn Theodor 1915 im Mannesstamm in Heilbronn ausstarb. | ORTH, Emil (I57541)
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| 4524 | Orth war der vierte Sohn des Heilbronner Bürgermeisters Georg Heinrich Orth (1698–1769) und der Dorothea Catharina Maria Andler. Die Patrizierfamilie Orth war sehr vermögend, sie stellte mehrere Bürgermeister der Stadt Heilbronn und brachte seit dem 15. Jahrhundert immer wieder bedeutende Kaufleute hervor. August war spätestens seit 1770 gemeinsam mit einem Kaufmann Speidel unternehmerisch tätig. 1777 gründete er mit Johann Nikolaus Scheuermann aus Heilbronn die Firma Orth & Scheuermann, die später August Orth & Co. hieß. Gemeinsam mit dem Kaufmann Friedrich August Kinkel, der wohl Teilhaber von Orth & Co. wurde und das elterliche Speditionsgeschäft in die Firma einbrachte, pachtete die Firma 1785 vom Heilbronner Katharinenspital die Neckarinsel Spitalgrün, wo sie eine Tuchbleiche betrieb. Außerdem wurden eine Baumwollspinnerei mit englischen Maschinen, eine Tabakfabrik und wohl ab 1809 auch eine Ölmühle betrieben. Das Unternehmen profitierte insbesondere vom Ersten Koalitionskrieg, während dessen man Stoffe an das Militär lieferte, wodurch das gemeinsame Vermögen von Orth und Teilhaber Scheuermann von 21.000 Gulden im Jahr 1790 auf 155.000 Gulden im Jahr 1799 anstieg. 1796 übernahm Orth & Co. außerdem das Salzspeditionsgeschäft von Günzburg nach Mannheim. Im selben Jahr wurden darüber hinaus auch geheime Geschäfte mit der württembergischen Kriegs-Prästations-Deputation getätigt. Im Herbst 1796 war das Unternehmen in der Lage, der Stadt Heilbronn 22.000 Gulden vorzustrecken. 1795 bewarb sich Orth als Nachfolger seines verstorbenen Bruders, des Bürgermeisters Heinrich Karl Philibert Orth (1733–1795), erfolglos um eine Senatorenstelle in Heilbronn, als Kaufmann wurde er jedoch nicht in den zu jener Zeit nur noch aus Akademikern bestehenden Rat aufgenommen. Als es sich im Vorfeld des Reichsdeputationshauptschlusses abzeichnete, dass die Reichsstädte ihre Unabhängigkeit verlieren und den Flächenterritorien zugeschlagen werden könnten, zählte August Orth neben dem Kaufmann August Schreiber (der 1830 eine Nichte Orths heiratete) zu der Heilbronner Delegation, die beim Rastatter Kongress 1798 bei den Franzosen für die Erhaltung der Reichsfreiheit warb. Im Zweiten Koalitionskrieg wurde August Orth 1799 zweimal mit Verwandten von den Franzosen aus Heilbronn verschleppt, um Kontributionen von der Stadt zu erpressen. Die Stadt belegte zum Ausgleich die Bürgerschaft mit einer Strafsteuer in Höhe von insgesamt rund 90.000 Gulden, von denen auf das Orthsche und zwei weitere Heilbronner Handelshäuser rund ein Fünftel der Summe entfielen. Nach dem Übergang der Reichsstadt Heilbronn an Württemberg führte August Orth 1803 das berittene Bürgerkorps an, das Kurfürst Friedrich von Württemberg zur Huldigungsfeier empfing. In der Folgezeit gehörte Orth zweimal diplomatischen Missionen an, die zwischen der Stadt und dem württembergischen Herrscher verhandelten. Am 13. April 1804 wurde Orth von Kaiser Franz II. in den Reichsadel erhoben. Im selben Jahr bezeichnete ihn die Geographie und Statistik Württembergs als einen der tätigsten und aufgeklärtesten Kaufleute Heilbronns. Orth starb am 9. November 1807. Von seinen Nachkommen hatten zwei innerhalb der eigenen Familie nahe Angehörige geheiratet. Sein Unternehmen wurde von seinen Söhnen Heinrich (1786–1851) und Ludwig von Orth (1792–1850) sowie von deren Schwager Alexander Orth (1774–1844) fortgeführt. Das Unternehmen brach 1830 infolge von zu großen Spekulationen zusammen. Das Restvermögen wurde von dem Heilbronner Kaufmann Bläß übernommen, der mit einer Orth-Tochter verheiratet war. Er begründete damit eine bedeutende Bleiweiß- und Bleich-Fabrik im Bläß’schen Palais. Das Spitalgrün und die einstigen Standorte der weiteren Orth'schen Fabriken entwickelten sich in der Folgezeit zu den Zentren der Industrialisierung Heilbronns. | VON ORTH, August Moritz Benjamin (I57551)
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| 4525 | Ortsfamilienbuch Ferndorf Seite 236. | IRLE, Margaretha (I5386)
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| 4526 | Oskar Henking wurde am 08. Januar 1823 in der Blumenegg bei goldach geboren, wo sein Vater, Heinrich Henking, ein überaus rühriger und unternehmenslustiger Mann, eine Fabrik betrieb. Seine Mutter war Adriane Wilhelmine Hettenbach von St. Gallen. Oskar war das drittälteste Kind einer sehr kinderreichen Familie. aus dieser ersten Ehe seines Vaters stammten nicht weniger als 18 Kinder und auch eine zweite Ehe, die sein Vater in wien einging, war mit zahlreichen Kindern gesegnet. Oskar Henking ist diesen Geschwistern die er fast alle überlebt hat, ein treuer und liebevoller Bruder gewesen. Der sehr tätige und aufgeweckte Knabe fand zunächst Arbeit in der väterlichen Fabrik. 1838 wurde er in der Linsebühlkirche zu St. Gallen, wo er als Knabe jeden Sonntag von Goldach her die Kinderlehre besucht hatte, konfirmiert. Er blieb während seines ganzen Lebens ein kirchlich gesinnter Mann, ein fleißiger Besucher des sonntäglichen Gottesdienstes, aber ein Feind jeder zur Schau getragenen Frömmigkeit. Nachdem sich der Jüngling eine Zeit lang bei einem Landwirt im Kanton Thurgau aufgehalten und dort die Landwirtschaft gelernt hatte, machte er eine treffliche kaufmännische Lehre in einem gross St.- Galler Konolialgeschäft durch und fand darauf Anstellung in einem Seidengeschäft in Wädenswil, wo er sich im Jahre 1850 mit Anna Fehr von Zürich vermählte. Der Ehe entstammte eine einzige Tochter, die im Jahre 1874 die Gattin von Thomas Casparis in Zürich wurde und ihren Vater mit zwei Enkelinnen erfreute, aber schon im Jahre 1877 durch ihren frühen Tod eine überaus schmerzliche Lücke im trauten Züricher Familienkreise zurückliess. Oskar Henking war ein mustergültiger Gatte und Vater, sein Familienleben ein sehr glückliches, bis ihm im Jahre 1875 seine treue Gattin entrissen wurde. Er hatte einige Jahre nach seiner Verheirtung in Zürich ein eigenes Geschäft angefangen und noch im seinem hohen Alter wusste er mit köstlichem Humor von seinen Geschäftsreisen, die er noch mit Pferd und Wagen durch die ganze Schweiz unternahm, zu erzählen. Zu Anfang der Siebziger Jahre trt er von seinem GEschäfte zurück. Er hatte seit jeher eine grosse Neigung, seine Kräfte in uneigennützigster Weie öfffentlichen und gemeinnützigen Bestrebungen zu widmen. Viele Jahre leistete er der Gemeinde Hottingen die wertvollstgen Dienste im Amte des Friedensrichters, zu welchem er sich durch seinen Rechtssinn, durch sein praktisches Wesen, durch seine vielseitige Erfahrung und vor allem durch die bewunderungswürdige GAbe, mit Menschen verschiedenster Lebenshaltungen zu verkehren und... ...zur rechten Zeit das rechte Wort zu finden, vortrefflich eignete. Eine Zeitlang war er auc Mitglied des Gemeinderates Hottingen und der Kirchenpfleger Neumünster. Daneben war er eines der tätigsten Mitglieder der gemeinnützigen Gesellschaft des Wahlkreises Nneumünster und des Aktienbauvereins Zürich. Eine grosse Anzahl von Einfamilien- und grösseren Häusern sind unter seiner Leitung entstanden. Für das Bauen hatte er immer eine grosse Vorliebe und seine kaufmännischen Kenntnisse trugen auch dazu bei, diese gemeinnützigen Bauunternehmungen gedeihen zu lassen. Auch an den Bestrebungen des Hausindustrievereins zur Beförderung einer lohnenden Hausindustrie nahm er hervorragenden Anteil. Bei der Cholera-Epidemie des Jahres 1867 in Zürich zeichnete er sich als Mitglied der Kommissionen durch seinen persönlichen Mut aus. Im Jahre 1876 verheiratete er sich in zweiter ehe mit Frau Sabine Henking, geborene Rheiner von St. Gallen, der Witwe eines frühverstorbenen Bruders, einer feinsinnigen Frau, die ihm bis zum Jahre 1908 als treue Lebensgefärtin zur Seite stand. Den Sohn, den sie ihm in die Ehe brachte, schloss er mit wahrhaft väterlicher Liebe in sein Herz ein. Im Jahre 1883 siedelte er nach Arbon über, in die Gegenden, in denen er seine Jugendzeit zugebracht hatte und für die er immer eine grosse Liebe bewahrt hatte. Auch da beteiligte er sich an gemeinnützigen Unternehmungen, gründete nach dem Muster von Zürich einen Aktienbauverein, der zahlreiche Familien zu einem schönen, gesunden Heim verholfen hat. Auch bei dem Bau des Krankenhauses und des Schulhauses an der Rebenstrasse war er mit seinem guten Rat und seiner reichen Erfahrung tätig. Da er auch ein warmes Herz für alle Bedürftigen und Notleidenden hatte, nahm er sich auch eifrig der Armenpflege an im Sinne einer wohl organisierten , zielbewussten Wohltätigkeit. Sein freundliches haus an der Rebenstrasse wurde bald der Sammelplatz seiner weitverbreiteten, zahlreichen Familie. Von allen Seiten, auch von Amerika, trafen die Familienmitglieder zum Besuche ein und sie fanden bei dem hochverehrten Senior der Familie stets die gastfreundlichste Aufnahme. Bis ins hohe alter hinein erfreute er sich einer rüstigen Gesundheit. Erst nach dem Tod seiner zweiten Gattin im Jahre 1908 machten sich die Altersbeschwerden mehr und mehr geltend und die zunehmende, körperliche Schwäche fesselte ihn in den letzten Jahren seines Lebens ans haus, doch blieb sein Geist bis in die letzten Wochen vor seinem Tode lebhaft. Er beschäftigete sich in regem Interesse mit dem Wohl und Wehe seiner näheren und entfernteren Familienmitglieder, mit den Vorgängen im engern und weitern Vaterlande. Seit einem Jahr trat ein von Woche zu Woche zunehmender Verfall der Kräfte de Greises ein. In den letzten 8 Wochen konnte er das Bett nicht mehr vedrlassen. In treuer Pflege einer, während 26 Jahren im dienste der Familie erpürobten dienerin sah er seinem Ende entgegen, das der todesmatte Erdenpilger herbeisehnte. Alle Beschweerden und Leiden seiones Zustandes trug er mit bewundernswürdiger Geduld und sein herzerquickender Humor verliess ihn nicht bis zu den letzten Lebenstagen. Am 29. Dezember 1913, vormittags um 11 4/4 Uhr wurde er durch einen sanften Tod von seinen Leiden erlöst. Er errreichte das hohe Alter von 90 Jahren, 9 Monaten und 21 Tagen. Allen, die ihn gekannt haben wird er in unvergesslicher Erinnerung bleiben. August Oscar Henking Lebenslauf, verfasst von Steif-Sohn Dr. Karl Heinrich Henking, Schaffhausen | HENKING, Anna Carolina (I7060)
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| 4527 | Oskar Henking wurde am 08. Januar 1823 in der Blumenegg bei goldach geboren, wo sein Vater, Heinrich Henking, ein überaus rühriger und unternehmenslustiger Mann, eine Fabrik betrieb. Seine Mutter war Adriane Wilhelmine Hettenbach von St. Gallen. Oskar war das drittälteste Kind einer sehr kinderreichen Familie. aus dieser ersten Ehe seines Vaters stammten nicht weniger als 18 Kinder und auch eine zweite Ehe, die sein Vater in wien einging, war mit zahlreichen Kindern gesegnet. Oskar Henking ist diesen Geschwistern die er fast alle überlebt hat, ein treuer und liebevoller Bruder gewesen. Der sehr tätige und aufgeweckte Knabe fand zunächst Arbeit in der väterlichen Fabrik. 1838 wurde er in der Linsebühlkirche zu St. Gallen, wo er als Knabe jeden Sonntag von Goldach her die Kinderlehre besucht hatte, konfirmiert. Er blieb während seines ganzen Lebens ein kirchlich gesinnter Mann, ein fleißiger Besucher des sonntäglichen Gottesdienstes, aber ein Feind jeder zur Schau getragenen Frömmigkeit. Nachdem sich der Jüngling eine Zeit lang bei einem Landwirt im Kanton Thurgau aufgehalten und dort die Landwirtschaft gelernt hatte, machte er eine treffliche kaufmännische Lehre in einem gross St.- Galler Konolialgeschäft durch und fand darauf Anstellung in einem Seidengeschäft in Wädenswil, wo er sich im Jahre 1850 mit Anna Fehr von Zürich vermählte. Der Ehe entstammte eine einzige Tochter, die im Jahre 1874 die Gattin von Thomas Casparis in Zürich wurde und ihren Vater mit zwei Enkelinnen erfreute, aber schon im Jahre 1877 durch ihren frühen Tod eine überaus schmerzliche Lücke im trauten Züricher Familienkreise zurückliess. Oskar Henking war ein mustergültiger Gatte und Vater, sein Familienleben ein sehr glückliches, bis ihm im Jahre 1875 seine treue Gattin entrissen wurde. Er hatte einige Jahre nach seiner Verheirtung in Zürich ein eigenes Geschäft angefangen und noch im seinem hohen Alter wusste er mit köstlichem Humor von seinen Geschäftsreisen, die er noch mit Pferd und Wagen durch die ganze Schweiz unternahm, zu erzählen. Zu Anfang der Siebziger Jahre trt er von seinem GEschäfte zurück. Er hatte seit jeher eine grosse Neigung, seine Kräfte in uneigennützigster Weie öfffentlichen und gemeinnützigen Bestrebungen zu widmen. Viele Jahre leistete er der Gemeinde Hottingen die wertvollstgen Dienste im Amte des Friedensrichters, zu welchem er sich durch seinen Rechtssinn, durch sein praktisches Wesen, durch seine vielseitige Erfahrung und vor allem durch die bewunderungswürdige GAbe, mit Menschen verschiedenster Lebenshaltungen zu verkehren und... ...zur rechten Zeit das rechte Wort zu finden, vortrefflich eignete. Eine Zeitlang war er auc Mitglied des Gemeinderates Hottingen und der Kirchenpfleger Neumünster. Daneben war er eines der tätigsten Mitglieder der gemeinnützigen Gesellschaft des Wahlkreises Nneumünster und des Aktienbauvereins Zürich. Eine grosse Anzahl von Einfamilien- und grösseren Häusern sind unter seiner Leitung entstanden. Für das Bauen hatte er immer eine grosse Vorliebe und seine kaufmännischen Kenntnisse trugen auch dazu bei, diese gemeinnützigen Bauunternehmungen gedeihen zu lassen. Auch an den Bestrebungen des Hausindustrievereins zur Beförderung einer lohnenden Hausindustrie nahm er hervorragenden Anteil. Bei der Cholera-Epidemie des Jahres 1867 in Zürich zeichnete er sich als Mitglied der Kommissionen durch seinen persönlichen Mut aus. Im Jahre 1876 verheiratete er sich in zweiter ehe mit Frau Sabine Henking, geborene Rheiner von St. Gallen, der Witwe eines frühverstorbenen Bruders, einer feinsinnigen Frau, die ihm bis zum Jahre 1908 als treue Lebensgefärtin zur Seite stand. Den Sohn, den sie ihm in die Ehe brachte, schloss er mit wahrhaft väterlicher Liebe in sein Herz ein. Im Jahre 1883 siedelte er nach Arbon über, in die Gegenden, in denen er seine Jugendzeit zugebracht hatte und für die er immer eine grosse Liebe bewahrt hatte. Auch da beteiligte er sich an gemeinnützigen Unternehmungen, gründete nach dem Muster von Zürich einen Aktienbauverein, der zahlreiche Familien zu einem schönen, gesunden Heim verholfen hat. Auch bei dem Bau des Krankenhauses und des Schulhauses an der Rebenstrasse war er mit seinem guten Rat und seiner reichen Erfahrung tätig. Da er auch ein warmes Herz für alle Bedürftigen und Notleidenden hatte, nahm er sich auch eifrig der Armenpflege an im Sinne einer wohl organisierten , zielbewussten Wohltätigkeit. Sein freundliches haus an der Rebenstrasse wurde bald der Sammelplatz seiner weitverbreiteten, zahlreichen Familie. Von allen Seiten, auch von Amerika, trafen die Familienmitglieder zum Besuche ein und sie fanden bei dem hochverehrten Senior der Familie stets die gastfreundlichste Aufnahme. Bis ins hohe alter hinein erfreute er sich einer rüstigen Gesundheit. Erst nach dem Tod seiner zweiten Gattin im Jahre 1908 machten sich die Altersbeschwerden mehr und mehr geltend und die zunehmende, körperliche Schwäche fesselte ihn in den letzten Jahren seines Lebens ans haus, doch blieb sein Geist bis in die letzten Wochen vor seinem Tode lebhaft. Er beschäftigete sich in regem Interesse mit dem Wohl und Wehe seiner näheren und entfernteren Familienmitglieder, mit den Vorgängen im engern und weitern Vaterlande. Seit einem Jahr trat ein von Woche zu Woche zunehmender Verfall der Kräfte de Greises ein. In den letzten 8 Wochen konnte er das Bett nicht mehr vedrlassen. In treuer Pflege einer, während 26 Jahren im dienste der Familie erpürobten dienerin sah er seinem Ende entgegen, das der todesmatte Erdenpilger herbeisehnte. Alle Beschweerden und Leiden seiones Zustandes trug er mit bewundernswürdiger Geduld und sein herzerquickender Humor verliess ihn nicht bis zu den letzten Lebenstagen. Am 29. Dezember 1913, vormittags um 11 4/4 Uhr wurde er durch einen sanften Tod von seinen Leiden erlöst. Er errreichte das hohe Alter von 90 Jahren, 9 Monaten und 21 Tagen. Allen, die ihn gekannt haben wird er in unvergesslicher Erinnerung bleiben. August Oscar Henking Lebenslauf, verfasst von Steif-Sohn Dr. Karl Heinrich Henking, Schaffhausen | CASPARIS, Thomas (I7061)
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| 4528 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7062)
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| 4529 | österreichischer Rat 1378, 27.11.1382 Oheim und nächster Erbe des Ekn Hug von Walterswilr (dessen Vater ist Rudolf, die MutterKatharina), im St.Georgenschild 1392 --> österreichischer Rat 27 Nov 1378 2) --> im St.Georgenschild 24 Dez 1392 | VON BUBENDORF, Johann II. (I26031)
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| 4530 | Otgiva war eine Tochter des Grafen Friedrich von Luxemburg und seiner Gattin Irmtrud von der Wetterau, einer Tochter des Grafen Heribert von der Wetterau. Sie war, über ihren Vater, eine Nichte der Kaiserin Kunigunde und die Schwester von Irmentrud, die mit Welf II. aus dem Haus der Welfen verheiratet war. 1012 heiratete Otgiva den Grafen Balduin IV. Schönhaar von Flandern. Er war der einzige Sohn des Grafen Arnulf II. und seiner Frau Rozala-Susanna von Italien. Aus der Ehe ging ein Sohn hervor, der spätere Graf Balduin V. | VON LUXEMBURG, Otgiva (I15322)
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| 4531 | Othmar in St. Gallen, Kaspar in Kassel (Hessen) und Melchior in Cachau (Ungarn) | SCHIRMER, Magdalena (I2562)
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| 4532 | Otto (Bischof) von Straßburg († 3. August 1100) war ein Graf im Riesgau aus dem Haus der Staufer und wurde 1082 zum Bischof und Reichsfürsten von Straßburg erhoben. Er amtierte bis zu seinem Tod unter der Herrschaft von Kaiser Heinrich IV. (der ihn 1084 investierte) und unter den Päpsten Clemens (III.) (der ihn weihte), Urban II. (dem er sich 1096 unterwarf) und Paschalis II. Otto war maßgeblich an der Gründung und Ausstattung des staufischen Familienklosters St. Fides in Schlettstadt beteiligt. Nach seiner Unterwerfung nahm er am Ersten Kreuzzug teil. Otto wird in der Literatur auch Otto von Hohenstaufen oder Otto von Staufen genannt. Otto war der zweite Sohn des Grafen Friedrich von Büren, der als Stammvater der Staufer gilt. Seine Mutter war Hildegard von Egisheim (auch Hildegard von Hohenlohe); sie war Pfalzgräfin im Breisgau und Gräfin im Riesgau und starb 1094 an der Pest. Ottos älterer Bruder war Friedrich, ab 1079 Herzog von Schwaben und der erste staufische Herzog, der neben Schwaben auch das Elsass regierte. Ottos jüngere Geschwister waren: Graf Ludwig, ohne Nachkommen gestorben; Graf Walter, ohne Nachkommen gestorben; Konrad, 1094 an der Pest gestorben; Adelheid, 1094 an der Pest gestorben. Konrad, der jüngste Bruder des Bischofs Otto, äußerte auf dem Todesbett den Wunsch, man möge aus seinem Vermögen eine Kirche und einen Konvent bauen. So wurde in Schlettstadt die Kirche Sankt-Fides nach dem Vorbild der Grabeskirche errichtet und daneben ein Kloster für Benediktinermönche gebaut, die man aus der Abtei Sainte-Foy in Conques holte, wo noch heute der Reliquienschrein der Heiligen Fides liegt. Ottos später als Heilige verehrte Mutter Hildegard beteiligte sich besonders an dieser Stiftung, der sie in ihrem Todesjahr 1094 mehrere Güter in den Bännen von Wittisheim und Orschweiler schenkte. Ihre vier Söhne schenkten dem Kloster alle Güter, die sie in Schlettstadt besaßen. Das Kloster stand unter der Leitung der Abtei Conques; Herzog Friedrich besaß die Vogteirechte. Der Schenkungsakt der vier Brüder datiert vom 23. Juli 1095. Daneben schenkte Otto dem Priorat Sankt-Fides auch die Kirche und den Zehnten von Fouchy. Vorgeschichte, Werdegang Vor seiner Bischofskarriere war Otto in die Politik seines Hauses eingebunden, das eines der maßgeblichen Grafengeschlechter im Herzogtum Schwaben stellte. Als Parteigänger des Gegenkönigs Rudolf von Rheinfelden, der die nominelle Herrschaft in Schwaben ausübte, wurde Bertold dem Bärtigen im Jahre 1077 die Herrschaft über die Gaugrafschaft Breisgau entzogen, die er seit dem Klostereintritt seines Sohnes Hermann wieder persönlich übernommen hatte, und Otto übertragen. Als der Gegenkönig Rudolf auf einer Fürstenversammlung in Ulm seinen Schwiegersohn Berthold II. zum Herzog von Schwaben wählen ließ, setzte König Heinrich IV. Rudolf als legitimen Schwabenherzog ab und übertrug das Herzogtum Schwaben seinem Schwiegersohn Friedrich, Ottos älterem Bruder, der sich nach der von ihm erbauten Burg auf dem Staufenberg „von Staufen“ nannte. Damit waren gleichzeitig ein Staufer und ein Bertoldinger (späterer Zähringer) mit diesem Herzogtum belehnt.[1] Otto wurde nach dem Tod seines Vorgängers Theobald im August 1082 auf Betreiben seines Bruders Friedrich von Schwaben zum Bischof von Straßburg erhoben, im Frühjahr 1084 von Kaiser Heinrich IV. investiert und anschließend von Papst Clemens (möglicherweise in Rom) geweiht. Parteigänger des Kaisers im Investiturstreit Wie sein Bruder Friedrich stand Otto auf der Seite Kaiser Heinrichs IV. im Kampf gegen Papst Gregor. Er hatte denselben gegen eine starke päpstliche Partei am Oberrhein zu führen, an deren Spitze im Elsass Graf Hugo von Egisheim[2][A 1] stand und deren geistige Führer die Mönche von Hirsau waren. Mit seinem Bruder mag er dabei wohl oft gleiche Ziele und gleiche Wege verfolgt haben. Bei den großen Fragen der Reichspolitik scheint er weniger beteiligt gewesen zu sein, da sein Name nur selten begegnet. An den Verhandlungen der Mainzer Synode im Mai 1085, die eine Einheit der deutschen Kirche herstellen wollte, indem sie den Papst und alle gregorianischen Bischöfe für abgesetzt erklärte und den päpstlichen Gegenkönig Hermann bannte, nahm er wenigstens durch Gesandte teil, ebenso am Reichstag und an der Synode zu Mainz in der Fastenzeit des folgenden Jahres. Er ist auch 1091 in Verona im Gefolge des Kaisers nachzuweisen. Seinen Hauptgegner, den Grafen Hugo, hatte er kurz vorher im September 1089 töten lassen.[A 2] Wie weit Otto für die Ermordung Hugos verantwortlich ist, kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Die Überlieferung berichtet, der Graf sei in seinem Schlafgemach im Beisein des Bischofs von dessen Leuten erschlagen worden. Die Parteikämpfe in Schwaben und im Elsass fanden dann jedoch 1089 durch die Unterwerfung Bertholds von Zähringen ein Ende. Der Mord an Hugo war vielleicht auch Anlass für die Bußwallfahrt Ottos nach Conques im Jahr 1090, welcher der Ausbau der von seiner Mutter gestifteten Kirche und Familiengrablege folgte. Unterwerfung, Kreuzzug und Tod Wenige Jahre später geriet das Gebiet unter den Einfluss der Begeisterung für den von Papst Urban II. auf seiner Reise durch Italien und Frankreich ausgerufenen Kreuzzug ins Heilige Land. Der neuartigen religiösen Bewegung konnte sich auch Otto nicht entziehen, der bis dahin in der Obödienz des kaiserlichen Gegenpapstes Clemens III. geblieben war. Auf der Fastensynode in Tours erschien er 1096 vor Papst Urban, um dessen Gnade zu gewinnen und in die Gemeinschaft der gregorianischen Bischöfe aufgenommen zu werden. Der Papst nahm Ottos Unterwerfung an und verpflichtete ihn, zur Sühne für seine Verfehlungen am Kreuzzug teilzunehmen. Otto schloss sich der Gruppe der Lothringer an, die unter der Führung des Grafen Gottfried von Bouillon nach Palästina zogen. Sehr bald nach der Eroberung Jerusalems scheint er heimgekehrt zu sein, denn bereits gegen Ende des Jahres 1099 ist er urkundlich wieder nachzuweisen.[A 3] Otto erhielt die Würde eines Reichsfürsten, die seine Nachfolger bis zur Französischen Revolution beibehielten. Mit diesem Titel unterzeichnete er den Stiftungsakt der Abtei Zinsheim am 6. Januar 1100. Er starb einige Monate später am 3. August 1100. Der Burgenbau im Elsass Hohkönigsburg Friedrich der Einäugige wurde im Rahmen des Zweikampfs zwischen Kaiser und Papst von seinem Vater, Friedrich von Büren, beauftragt, seine Feinde im Rheinland zu überwachen, insbesondere den Erzbischof von Mainz. Zu diesem Zweck ließ er die Burg von Haguenau und die Hohkönigsburg errichten.[3] Erstere wurde die Hauptresidenz von Friedrich Barbarossa und Letztere bleibt heute das am meisten besuchte Monument im Elsass, wenn auch in der Form, die der Kaiser Wilhelm II. 1865 im neogotischen wilhelminischen Stil zwecks seiner kaum vertuschten Regermanisierungspolitik rekonstruieren ließ und wohl oder übel zu einem der Wahrzeichen des heutigen Elsass gemacht hat. Die politischen Verhältnisse des 11. und 12. Jahrhunderts veranlassten die meisten Herrscher der elsässischen Kleinstaaterei zu einer verstärkten Befestigung ihrer Städte und zur Errichtung von Burgen auf den Anhöhen der Region.[4] Da die Verfechter und Anhänger des Papstes auch im Westen residierten, fingen die Grafen, Fürstbischöfe und Fürsten an, am Rande ihres Territoriums, meistens da, wo das Tal sich verengt und als Tor zum Land gesperrt werden soll, neue Burgen aus dem heimischen Buntsandstein zu bauen, die jenen Burgen der ebenso im Raum präsenten Gegnern misstrauisch wie Katze und Maus gegenüberstanden. Inzwischen prägt diese Befestigungsperiode die Kulturlandschaft des modernen Elsass immer noch. Der Überlieferung nach soll Otto die Burg Staufenberg errichtet haben, wo im Märchen der Melusine die Szene mit Peter von Staufenberg spielt.[5] Gesetzgebung und Münzprägungen In einer Urkunde Kaiser Heinrichs V. von 1119 wird bemerkt, Otto habe der Stadt Straßburg das Servitut des Bannweins erleichtert. Dass seiner gesetzgeberischen Tätigkeit das zweite Straßburger Stadtrecht zu verdanken sei, ist dagegen ein Produkt der Phantasie späterer Chronisten, denn diese Kodifikation entstand erst ein Jahrhundert später. Ende des 11. Jahrhunderts wuchs die Unzufriedenheit einiger wirtschaftlich starker Städte bzw. Hochstifte mit der Herrschaft der Bischöfe, so gab es zum Beispiel in Metz, Straßburg, Colmar oder Verdun erste Aufstände. Die Kanoniker der Bischofskirchen wurden aus dem lokalen oder regionalen Adel rekrutiert und standen dem städtischen Führungskreisen fern. Zünfte und Stadtbevölkerung ertrugen die Herrschaft der Prälaten mit zunehmendem Missbehagen. Man sagt Bischof Otto nach, im Zusammenhang mit der Beendigung seines Streits mit dem Domkapitel und anderer Fehden im Rahmen des Investiturstreits im oberrheinischen Raum habe er als erster Straßburger Bischof den Bürgern der Stadt das Recht gewährt, eigene Stadträte für die Verwaltung der Stadt zu wählen.[A 4] In der Regierungszeit Ottos von Hohenstaufen tauchten wieder doppelseitig geprägte Münzen in Straßburg auf.[6] Der alte Straßburger Denar von Werner I. von Habsburg unterschied sich schon von den Brakteaten, die ab der Mitte des 12. Jahrhunderts im Heiligen Römischen Reich sehr verbreitet waren. Werners Münze zeigte auf dem Avers den Prälaten mit einem bloßen Haupt des Bischofs oder mit dem Scheitelkäppchen und auf dem Revers nur dem Namen des Prälaten; sie wurde in der Amtszeit des Bischofs Otto durch eine Münze ersetzt, die die Herrschaftsattribute deutlicher darstellte als früher. Auf dem Avers ist der Bischof mit Bischofsstab, Mitra und Pallium abgebildet. Auf dem Revers ist der Kaiser zu sehen. Otto war wie seine Vorgänger und teilweise auch seine Nachfolger ein kriegerischer Bischof, der als Bruder des Herzogs mehr wie ein Ritter als wie ein Priester auftrat. Er engagierte sich auf der Seite des Kaisers und hielt im Schisma zunächst zum kaiserlichen Gegenpapst Clemens. Seine Treue zum Kaiser erklärt, warum die Straßburger Münzen seiner Amtszeit oft gemischt waren: das Avers zeigt den Bischof mit Pileolus, das Revers den Kaiser. Sonst waren Münzen von Städten und Herrschaften gewöhnlich nur dem Stadt- oder Landesherrn allein gewidmet. Die von Otto geprägte Münze zeigt vorne eine zweispitzige Mitra, ein Zepter, hinter dem Kopf ist der Bischofsstab zu erkennen. Die Devise lautet ODOICPP (=Odo Episcopus). Auf dem Revers wurde der Kaiser porträtiert. Durch die Münzprägung wird der Zusammenhalt zwischen Kaiser und Bischof veranschaulicht. | VON STRASSBURG, Otto (I40707)
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| 4533 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7111)
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| 4534 | Otto Jacobi kam im Jahr 1803 in Bielefeld, in der damaligen Grafschaft Ravensberg zur Welt.[1] Sein Vater war der spätere Wirkliche Geheime Kriegsrat Carl Johann Franz Jacobi (* 16. Juli 1772 in Bochum; † 6. Februar 1836 in Berlin), Sohn des Bochumer Bürgermeisters Georg Friedrich Jacobi und der Ottonetta Johanna Katharina, geb. von Strünckede-Dorneburg, und Enkel von Johann Conrad Jacobi; seine Mutter war Juliane Adriana Amalie Jacobi, geb. Nottebohm (* 3. Februar 1779 in Brackwede; † 16. Oktober 1855 in Berlin), Tochter des Kaufmanns Abraham Nottebohm (1748–1814) und der Johanna Eleonora Möller (1754–1823). Ottos Eltern hatten am 26. Juni 1799 in Bielefeld geheiratet; er hatte mehrere Geschwister. Otto Jacobi besuchte das Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin.[2] Zu Ostern 1822 bis Ostern 1824 war Otto Jacobi an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin immatrikuliert.[3] Neben seinen juristischen Studien war er auch Mitglied des philologischen Seminars, studierte bei August Boeckh.[4] und wurde 1823 von der Burschenschaft Guestphalia rezipiert.[5] Sein Studium schloss Jacobi in Göttingen bei Gustav Hugo mit einer juristischen Promotion zum Thema Lehnswesen ab.[6] Anschließend wurde Jacobi Referendar. Am 10. Juli 1830 trat er in den Staatsdienst ein[7] und wurde Assessor beim Kammergericht zu Berlin.[8] Schon in seiner Zeit als Referendar beschäftigte sich Jacobi mit literarischen Arbeiten. 1835 trat er erstmals mit Veröffentlichungen unter dem Namen Otto vom Ravensberg hervor, womit er auf seine westfälische Herkunft anspielte. Das Pseudonym wurde aber bereits seit 1842 verschiedentlich aufgedeckt, u. a. im Allgemeinen Theater-Lexikon[9] und im Pierer.[10] Später ließ er es auf Titelblättern eingeklammert hinter seinen bürgerlichen Namen setzen. Karl Rosenkranz, der ihn damals kennenlernte, gründete mit seinen Jugendfreunden Jacob Simon, Wilhelm Volk und August Wilhelm Bohtz ein Lesekränzchen, an dem auch Otto Jacobi teilnahm: „Hatte er seine Geschäfte abgethan, so gehörte alle übrige Zeit dem Betrieb und Genuß der Literatur und Kunst. Ich sage absichtlich, dem Betrieb, denn Jacobi dichtete und componirte. Er war ein durch und durch braver, gemüthlicher, im Innern und Aeußern reinlicher, sauberer Mann. Er wollte nichts weniger, als die ganze deutsche Kaisergeschichte von Karl dem Großen bis zum dreißigjährigen Kriege in einem Cyclus von Tragödien durchführen.“[11] Allerdings war seinen literarischen Bemühungen nach Rosenkranz nur mäßiger Erfolg beschieden: „Er brachte es zu Nichts. Sein edles Bemühen, sein Talent wurde zugestanden, allein seine Leistungen verloren sich, weil sie, mit einem Wort zu sagen, zu kraftlos waren.“[11] Er ließ offenbar die Werke – wenigstens zum großen Teil – auf eigene Kosten drucken und bot seine Dramen vergebens beim Hoftheater in Berlin an. Im Trauerspiel König Hiarne erkannte ein Kritiker „ein achtbares Talent“ und „effectvolle Umschwünge“, allerdings auch Mängel; „es hätte nur der Freihaltung von Fouqué’scher Sentimentalität, die nordischen Göttern und Halbgöttern so ungemein schlecht steht, bedurft, um bei einer Austiefung der Schatten und einiger poetischer Beleuchtung der Lichtstellen ein tüchtiges Werk daraus zu machen“.[12] Karl Rosenkranz urteilte ähnlich, sah sich aber außerstande, die Werke seines Freundes „in öffentlicher Kritik aufzuloben. Schlecht war nicht das Prädikat, das ihnen gebührt hätte; so gut aber waren sie auch nicht, einen höheren und allgemeinen Antheil zu erregen“.[11] Gleichwohl blieb Jacobi von erstaunlicher Produktivität. Neben Dramen schrieb er Prosa und Gedichte. In einer Rezension hieß es: „Der Verfasser ist kein großer, nicht einmal ein bedeutender, aber unbedingt ein echter Dichter, und in unserer dürftigen Gegenwart müssen wir auch schon solch Einen willkommen heißen. Man kann ihn lieb gewinnen, ohne ihn besonders respectiren zu müssen; er ist wahr, innig, warm, und wenn er auch in manchen Richtungen noch auf überwundenem Standpunkte steht, wenn er oft auch recht exclusiv dichtet: so ist es doch immer wirklich gedichtet, wirklich empfunden und jede innerlich gefühlte Wahrheit hat ihre Berechtigung, wenn auch keine künstlerische, so doch persönliche.“[13] Gedichte von Jacobi wurden auch vertont, von Ingeborg von Bronsart, die auch sein Drama König Hiarne zum Vorwurf einer Oper nahm. Ferner wurde Lyrik von Otto Jacobi in die Anthologie Blüthen und Perlen deutscher Dichtung aufgenommen, die bis ins 20. Jahrhundert nachgedruckt wurde. Karriere als Jurist 1835 wurde Otto Jacobi zum Justizrat ernannt[14] und am Stadtgericht zu Berlin beschäftigt.[15] Am 4. März 1839 wurde er Appellations-Gerichtsrat.[16] Seit dem Tod seines Vaters im Februar 1836 lebte der Jurist mit seiner Mutter und seiner jüngeren Schwester in Berlin. Er blieb unverheiratet. 1843 kam Otto Jacobi zum Oberlandesgericht in Frankfurt an der Oder.[17] Dem dortigen Appellationsgericht blieb er zugeordnet, wurde aber 1850 als Hilfsarbeiter beim Obertribunal in Berlin beschäftigt,[18] wo er 1853 zum Obertribunalrat avancierte.[19] Im selben Jahr traf Karl Rosenkranz in Zürich seinen Freund wieder, den er seit 1849 nicht gesehen hatte, und nahm auf der Limmat-Brücke Abschied von ihm.[11] Nach einer langwierigen Unterleibs-Erkrankung verstarb Otto Jacobi am 29. Oktober 1855, kaum vierzehn Tage nach dem Tod seiner Mutter,[20] und wurde auf dem Dorotheenstädtisch-Friedrichwerderschen Friedhof I beigesetzt | JACOBI, Otto Theodor Ludwig Carl (I44323)
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| 4535 | Otto Jacobi kam im Jahr 1803 in Bielefeld, in der damaligen Grafschaft Ravensberg zur Welt.[1] Sein Vater war der spätere Wirkliche Geheime Kriegsrat Carl Johann Franz Jacobi (* 16. Juli 1772 in Bochum; † 6. Februar 1836 in Berlin), Sohn des Bochumer Bürgermeisters Georg Friedrich Jacobi und der Ottonetta Johanna Katharina, geb. von Strünckede-Dorneburg, und Enkel von Johann Conrad Jacobi; seine Mutter war Juliane Adriana Amalie Jacobi, geb. Nottebohm (* 3. Februar 1779 in Brackwede; † 16. Oktober 1855 in Berlin), Tochter des Kaufmanns Abraham Nottebohm (1748–1814) und der Johanna Eleonora Möller (1754–1823). Ottos Eltern hatten am 26. Juni 1799 in Bielefeld geheiratet; er hatte mehrere Geschwister. Studium Otto Jacobi besuchte das Gymnasium zum Grauen Kloster in Berlin.[2] Zu Ostern 1822 bis Ostern 1824 war Otto Jacobi an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin immatrikuliert.[3] Neben seinen juristischen Studien war er auch Mitglied des philologischen Seminars, studierte bei August Boeckh.[4] und wurde 1823 von der Burschenschaft Guestphalia rezipiert.[5] Sein Studium schloss Jacobi in Göttingen bei Gustav Hugo mit einer juristischen Promotion zum Thema Lehnswesen ab.[6] Anschließend wurde Jacobi Referendar. Am 10. Juli 1830 trat er in den Staatsdienst ein[7] und wurde Assessor beim Kammergericht zu Berlin.[8] Literarische Arbeiten Schon in seiner Zeit als Referendar beschäftigte sich Jacobi mit literarischen Arbeiten. 1835 trat er erstmals mit Veröffentlichungen unter dem Namen Otto vom Ravensberg hervor, womit er auf seine westfälische Herkunft anspielte. Das Pseudonym wurde aber bereits seit 1842 verschiedentlich aufgedeckt, u. a. im Allgemeinen Theater-Lexikon[9] und im Pierer.[10] Später ließ er es auf Titelblättern eingeklammert hinter seinen bürgerlichen Namen setzen. Karl Rosenkranz, der ihn damals kennenlernte, gründete mit seinen Jugendfreunden Jacob Simon, Wilhelm Volk und August Wilhelm Bohtz ein Lesekränzchen, an dem auch Otto Jacobi teilnahm: „Hatte er seine Geschäfte abgethan, so gehörte alle übrige Zeit dem Betrieb und Genuß der Literatur und Kunst. Ich sage absichtlich, dem Betrieb, denn Jacobi dichtete und componirte. Er war ein durch und durch braver, gemüthlicher, im Innern und Aeußern reinlicher, sauberer Mann. Er wollte nichts weniger, als die ganze deutsche Kaisergeschichte von Karl dem Großen bis zum dreißigjährigen Kriege in einem Cyclus von Tragödien durchführen.“[11] Allerdings war seinen literarischen Bemühungen nach Rosenkranz nur mäßiger Erfolg beschieden: „Er brachte es zu Nichts. Sein edles Bemühen, sein Talent wurde zugestanden, allein seine Leistungen verloren sich, weil sie, mit einem Wort zu sagen, zu kraftlos waren.“[11] Er ließ offenbar die Werke – wenigstens zum großen Teil – auf eigene Kosten drucken und bot seine Dramen vergebens beim Hoftheater in Berlin an. Im Trauerspiel König Hiarne erkannte ein Kritiker „ein achtbares Talent“ und „effectvolle Umschwünge“, allerdings auch Mängel; „es hätte nur der Freihaltung von Fouqué’scher Sentimentalität, die nordischen Göttern und Halbgöttern so ungemein schlecht steht, bedurft, um bei einer Austiefung der Schatten und einiger poetischer Beleuchtung der Lichtstellen ein tüchtiges Werk daraus zu machen“.[12] Karl Rosenkranz urteilte ähnlich, sah sich aber außerstande, die Werke seines Freundes „in öffentlicher Kritik aufzuloben. Schlecht war nicht das Prädikat, das ihnen gebührt hätte; so gut aber waren sie auch nicht, einen höheren und allgemeinen Antheil zu erregen“.[11] Gleichwohl blieb Jacobi von erstaunlicher Produktivität. Neben Dramen schrieb er Prosa und Gedichte. In einer Rezension hieß es: „Der Verfasser ist kein großer, nicht einmal ein bedeutender, aber unbedingt ein echter Dichter, und in unserer dürftigen Gegenwart müssen wir auch schon solch Einen willkommen heißen. Man kann ihn lieb gewinnen, ohne ihn besonders respectiren zu müssen; er ist wahr, innig, warm, und wenn er auch in manchen Richtungen noch auf überwundenem Standpunkte steht, wenn er oft auch recht exclusiv dichtet: so ist es doch immer wirklich gedichtet, wirklich empfunden und jede innerlich gefühlte Wahrheit hat ihre Berechtigung, wenn auch keine künstlerische, so doch persönliche.“[13] Gedichte von Jacobi wurden auch vertont, von Ingeborg von Bronsart, die auch sein Drama König Hiarne zum Vorwurf einer Oper nahm. Ferner wurde Lyrik von Otto Jacobi in die Anthologie Blüthen und Perlen deutscher Dichtung aufgenommen, die bis ins 20. Jahrhundert nachgedruckt wurde. Karriere als Jurist 1835 wurde Otto Jacobi zum Justizrat ernannt[14] und am Stadtgericht zu Berlin beschäftigt.[15] Am 4. März 1839 wurde er Appellations-Gerichtsrat.[16] Seit dem Tod seines Vaters im Februar 1836 lebte der Jurist mit seiner Mutter und seiner jüngeren Schwester in Berlin. Er blieb unverheiratet. 1843 kam Otto Jacobi zum Oberlandesgericht in Frankfurt an der Oder.[17] Dem dortigen Appellationsgericht blieb er zugeordnet, wurde aber 1850 als Hilfsarbeiter beim Obertribunal in Berlin beschäftigt,[18] wo er 1853 zum Obertribunalrat avancierte.[19] Im selben Jahr traf Karl Rosenkranz in Zürich seinen Freund wieder, den er seit 1849 nicht gesehen hatte, und nahm auf der Limmat-Brücke Abschied von ihm.[11] Nach einer langwierigen Unterleibs-Erkrankung verstarb Otto Jacobi am 29. Oktober 1855, kaum vierzehn Tage nach dem Tod seiner Mutter,[20] und wurde auf dem Dorotheenstädtisch-Friedrichwerderschen Friedhof I beigesetzt.[21] | JACOBI, Otto Theodor Ludwig Carl Jacobi (I54737)
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| 4536 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7131)
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| 4537 | Otto ließ gegen den Willen des Bischofs von Maurienne eigene Münzen prägen. Er pflegte die Beziehung zu den Salierfürsten Heinrich III. und Heinrich IV., der später seine Tochter Bertha heiratete.[1] Im Jahr 1045 oder 1046 heiratete Otto Adelheid von Susa, eine Tochter Ulrich-Manfreds Markgraf von Turin aus der Familie der Arduine. Diese war zuvor bereits mit Hermann von Schwaben vermählt, der im Jahr 1038 verstorben war. Zum Zeitpunkt der Vermählung sollen Adelheid etwa 25 und Otto rund 45 Jahre alt gewesen sein.[2] Die Ehe brachte ihm zahlreiche Territorien im Piemont und den Zugang zum Mittelmeer ein. Nach seinem Tode 1060 übernahm seine Frau Adelheid die Regentschaft. Im Investiturstreit war sie eifrige Verfechterin der Ghibellinen. Nach ihrem Tod 1091 verlor Savoyen die Gebiete östlich der Alpen mit Ausnahme von Susa. | (SAVOYEN), Otto I. (I40425)
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| 4538 | Otto Magnus war der Sohn von Graf Friedrich von Dönhoff und Freiin Eleonore Katharina von Schwerin. Er besuchte 1679 das Gymnasium in Thorn, 1681 in Posen. Nach einer Reise durch Frankreich und England studierte er 1684 in Leiden. Anschließend trat er wie sein Vater in brandenburgische Dienste. Er kämpfte als Kapitän der Grands Mousquetaires im Pfälzischen Erbfolgekrieg, dann bei Neuss, Kaiserswerth und Bonn gegen die Franzosen. 1695 wurde er bei der Belagerung von Namur mehrfach verwundet. Als Auszeichnung wurde er Major und am 10. Oktober 1689 Oberstleutnant der Grands Mousquetaires. Gut zwei Jahre darauf, am 9. Februar 1692, wurde er Oberst im Regiment des Vaters (des späteren altpreußischen Infanterieregiment No. 2), nach dessen Tod Regimentschef, Gouverneur von Memel, wirklicher Kammerherr und Brigadegeneral. 1699 reiste er als wirklicher Geheimer Rat und Gesandter nach Wien, wo ihn der Kaiser in den Reichsgrafenstand erhob. Am 28. Dezember desselben Jahres wurde er Generalkriegskommissar. Am 17. Januar 1701[1] erhielt er als einer der Ersten den neu gestifteten Schwarzen Adlerorden. Als Gegner des Grafen Kolbe von Wartenberg zog er sich 1702 weitgehend vom Hof zurück. Er lebte in dieser Zeit in Memel und ließ das Schloss Friedrichstein erbauen, wonach die von ihm gestiftete Linie Dönhoff-Friedrichstein genannt wird. Erst nach dem Sturz Wartenbergs konnte der am 8. September 1703 zum Generalmajor und am 6. Januar 1706 zum Generalleutnant Beförderte zurückkehren. 1711 ernannte ihn der König zum ersten preußischen Gesandten beim Friedenskongress zu Utrecht, der bis 1713 andauerte. 1715 nahm er am Feldzug in Pommern gegen die Schweden teil. Die Brandenburger landeten dabei auf Rügen, belagerten und eroberten die Hansestadt Stralsund. | VON DÖNHOFF, Otto Magnus (I57860)
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| 4539 | Otto VII. war ein Sohn Ottos V. von Scheyern und dessen Gattin Heilika von Lengenfeld. Er war nach der Ernennung seines Bruders Otto zum Herzog von 1180 bis 1189 Pfalzgraf von Bayern. Er war verheiratet mit Benedicta von Donauwörth, der Tochter des Grafen Mangold von (Donau)wörth und Dillingen.[2] Berüchtigt ist sein Sohn Otto VIII. von Wittelsbach wegen dessen Mord am römisch-deutschen König Philipp von Schwaben. Mit diesem starb diese Seitenlinie der Wittelsbacher im Mannesstamm aus. Seine Tochter Agnes heiratete Graf Albert III. von Everstein. | VON BAYERN, Otto VII. (I35885)
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| 4540 | Otto VIII. war der Sohn Ottos VII. (Pfalzgraf von Bayern; † 18. August 1189). Dessen Bruder war Otto I., der 1180 als erster Wittelsbacher Herzog von Bayern wurde. Ein weiterer Bruder des alten Pfalzgrafen war Konrad von Wittelsbach, der als Konrad I. von 1162 bis 1165 und erneut von 1183 bis 1200 Erzbischof von Mainz bzw. als Konrad III. von 1177 bis 1183 Erzbischof von Salzburg war. Der Cousin von Otto VIII. war der bayerische Herzog Ludwig I. der Kelheimer. Otto VIII. wird erstmals 1193 als Nachfolger seines Vaters in der bayerischen Pfalzgrafschaft erwähnt. Er erscheint in den folgenden Jahren jedoch kaum in den Quellen. Weltpolitische Bedeutung erlangte Otto VIII. von Wittelsbach, als er am 21. Juni 1208 in Bamberg den deutschen König Philipp von Schwaben ermordete. An diesem Tag fand die Hochzeit zwischen Philipps Nichte Beatrix (der Erbtochter von Otto I. von Burgund) und Herzog Otto VII. von Andechs-Meranien statt. Getraut wurde das Paar von Bischof Ekbert von Bamberg, der ein Bruder des Bräutigams war. Während Philipp seine Mittagsruhe hielt, suchte Otto VIII. unangemeldet um eine Audienz bei ihm nach. Der König gewährte das Ansinnen, worauf Otto sein Schwert zog und Philipps Halsschlagader aufschlitzte. Nach dem Mord flüchtete Otto. Am 7. März 1209 wurde er als Vogelfreier in Oberndorf bei Kelheim durch den Reichsmarschall Heinrich von Kalden gestellt und getötet. Der Kopf des Toten wurde in die Donau geworfen, der Leichnam jahrelang in einem Fass aufbewahrt. Mönche aus dem Kloster Indersdorf entwendeten schließlich das Fass und bestatteten den Leichnam auf dem Klostergelände. 1203 hatte Philipp seine einjährige Tochter Kunigunde mit Otto VIII. von Wittelsbach verlobt.[1] Philipp hielt sich jedoch nicht an diese Vereinbarung und einigte sich 1207 mit dem böhmischen König Ottokar I. über die Verlobung der inzwischen fünfjährigen Prinzessin mit dessen zweijährigem Sohn und Nachfolger Wenzel I. Es wird angenommen, dass Otto als Vergeltung den König ermordete. Vielleicht erwartete der Wittelsbacher am Tag der Hochzeit zwischen Philipps Nichte Beatrix und Herzog Otto VII. von Andechs-Meranien von Philipp ein Einlenken oder die Zustimmung zu einer Verlobung mit einer der anderen drei Töchter des Königs (Beatrix die Ältere, Maria und Beatrix die Jüngere). Philipps Witwe, die schwangere Königin Irene (* vor 1180, Tochter des byzantinischen Kaisers Isaak II. Angelos), flüchtete auf die Burg Hohenstaufen und erlitt eine Fehlgeburt. An den Folgen der Fehlgeburt verstarb sie am 27. August 1208. Sie hinterließ vier Töchter im Alter von drei bis zehn Jahren. Mit dem späteren Kaiser Friedrich II. gab es somit nur noch einen männlichen Staufer. Die staufische Partei wandte sich Otto IV. zu, der von 1208 bis 1212 Alleinherrscher im Reich war. Als erster Parteigänger der Staufer wechselte der bayrische Herzog Ludwig I. der Kelheimer in das Lager Ottos IV. – ihm gelang es, Otto IV. davon zu überzeugen, dass sein Cousin Otto VIII. gemeinsam mit dem Bischof Ekbert von Bamberg aus der Familie Andechs-Meranien das Attentat geplant und ausgeführt habe. Ludwig I. konfiszierte die Güter der Familie Andechs-Meranien in Bayern. Die Güter behielt Ludwig I. auch, nachdem seine Behauptung sich eindeutig als falsch erwiesen hatte. Des Weiteren bestätigte Otto IV. Ludwig die Erblichkeit seiner Würde als Herzog von Bayern. Zu Pfingsten 1212 heiratete Ludwigs Sohn Otto II. der Erlauchte die Welfin Agnes von der Pfalz (* 1201; † 1267, Erbtochter des welfischen Grundbesitzes in der Pfalz). Im Herbst 1212 wechselte Ludwig I. wieder in das staufische Lager. 1214 wurde er Pfalzgraf bei Rhein. In Ottos Sterbeort Oberndorf wurden ein Weg und ein kleiner Platz nach ihm benannt. An letzterem erinnert seit 2002 ein Gedenkstein an Ottos Hinrichtung. | VON WITTELSBACH, Otto VIII. (I40729)
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| 4541 | Otto von Schwerin (der Jüngere) entstammte der pommerschen Adelsfamilie Schwerin und war der Sohn des Oberpräsidenten und Geheimen Rats Otto von Schwerin (1616–1679). Nach Bildungsreisen durch Holland und Frankreich wurde er 1667 Hauptmann des Landes Ruppin, 1668 Hof- und Kammergerichtsrat. Der Große Kurfürst sandte ihn in diplomatischer Mission nach Dresden, Hannover, Heidelberg, Leipzig und Quedlinburg. 1673 zum Geheimen Rat ernannt wurde er mehrmals nach London geschickt, um Karl II. zu überzeugen, dem Bund gegen Frankreich beizutreten. Nach dem Tod seines Vaters ging die Erbkämmererwürde der Kurmark auf ihn über, außerdem erbte er die väterlichen Ländereien. 1683 und 1686 wurde er als Gesandter zum Kaiser Leopold I. geschickt. 1689 wurde er auf Vorschlag des Kurfürsten zum Dompropst des Brandenburger Domkapitels gewählt; die Präbende hatte er bis zu seinem Tode 1705 inne.[1 ]Bei der Krönung des neuen Kurfürsten Friedrich III. trug er als Erbkämmerer das Zepter. Auch wenn Otto von Schwerin nie so hohe Ämter wie sein Vater innehatte, wurde er 1693 Amtshauptmann von Crossen, Züllichau und Schwiebus sowie Komtur des Johanniterordens. In den Jahren 1696 bis 1698 stand er bei Abwesenheit des Kurfürsten mehrmals an der Spitze des Geheimen Rates. Er war am Sturz des Ersten Ministers Eberhard von Danckelman beteiligt und Mitglied der Kommission, die das Verfahren gegen diesen leitete. Am 11. September 1700 wurde er vom Kaiser in den Reichsgrafenstand erhoben und seit dem 12. Juli 1701 war er Ritter des Schwarzen Adlerordens. | VON SCHWERIN, Otto (I57882)
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| 4542 | Otto war der Graf auf der Habsburg. Er war vermutlich die erste Person, die sich den Titel von Habsburg gab. Außerdem war er Landgraf im Ober-Elsass und Landvogt zu Muri. Er begleitete 1108 Kaiser Heinrich V. auf dessen Kriegszug gegen Ungarn. Am 8. November 1111 wurde er ermordet. | VON HABSBURG, Otto II. (I35470)
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| 4543 | Otto war ein Sohn Wilhelms, Truchseß von Waldburg. Er entstammte somit der Jakobischen Linie des Hauses Waldburg, das im Heiligen Römischen Reich das Erbtruchsessenamt innehatte und als Bestandteil ihres Namens führte. Otto studierte 1524 in Tübingen, dann in Dole, 1531 in Padua, und 1534 in Bologna, wo er zum Doctor theologiae promovierte und 1535 in Pavia. Bereits 1522 erhielt er die Tonsur und wurde 1525 Domherr in Augsburg sowie 1529 in Speyer. 1537 wurde Otto von Waldburg in der Kurie für den diplomatischen Dienst geschult, 1538 avancierte er zum Päpstlichen Kammerherrn und kehrte nach Deutschland zurück. Am 22. März 1539 übernahm er in Speyer das Amt des Domkantors und wurde auch Propst des Allerheiligenstiftes, beides als Nachfolger des Klerikers David Göler von Ravensburg († 1539).[1] 1540/41 nahm er an den Religionsgesprächen in Deutschland teil, er war päpstlicher Geheimer Rat und kaiserlicher Gesandter. 1540 wurde er Domdekan in Trient, ein Jahr später ernannte ihn Karl V. zum kaiserlichen Rat. Er trat kompromisslos für den katholischen Glauben ein, den er 1542 am Reichstag von Speyer als kaiserlicher Kommissar verteidigte. 1542/43 überbrachte er im Auftrag von Papst Paul III. in Deutschland und Polen die Berufungsbullen für das Konzil von Trient. Bischof von Augsburg Wappen als Bischof von Augsburg (etwa 1543; Kunstsammlungen Veste Coburg) Am 10. Mai 1543 wurde Otto zum Bischof von Augsburg gewählt und ließ sich im September und Oktober zum Priester und Bischof weihen. Am 19. Dezember 1544 erhob ihn der Papst zum Kardinal. Er bewarb sich in diesen Jahren erfolglos um die Erzbischofssitze von Mainz, Trier und Köln. Im Jahre 1553 wurde er zum Fürstpropst des kleinen geistlichen Fürstentums Ellwangen gewählt und stellte als solcher ein Gegengewicht zu den protestantischen Kräften in dieser Region dar. Er nahm 1546/47 auf der Seite Karls V. aktiv am Schmalkaldischen Krieg teil. Er missbilligte 1548 das Augsburger Interim als Eingriff des Kaisers in die kirchlichen Angelegenheiten, setzte seine Bestimmungen aber durch und vertrat 1547/48 den Standpunkt Karls beim Streit um die Verlegung des Konzils nach Bologna. 1549 gründete er in Dillingen mit dem spanischen Dominikaner Pedro de Soto als Gründungsrektor das Collegium St. Hieronymi, auch als Collegium litterarum bezeichnet, das 1551 in eine Universität umgewandelt wurde. 1550 gründete er im selben Orte eine Druckerei, um Schriften zur Glaubensverteidigung verbreiten zu können, und hatte dazu den Drucker Sebald Mayer[2][3] nach Dillingen geholt. Otto von Waldburgs Versuche, in Dillingen oder Augsburg ein Jesuitenkolleg zu errichten, scheiterten am Geldmangel und am Widerstand des Domkapitels. 1552 wurde Otto von Moritz von Sachsen aus Augsburg vertrieben und hielt sich von Mai 1552 bis April 1553 in Rom auf, wo er an der Gründung des Collegium Germanicums beteiligt war. 1555 protestierte er gegen die Zugeständnisse, die den Protestanten beim Augsburger Religionsfrieden gemacht wurden. Nach 1555 bemühte er sich mehr um die Seelsorge und ließ sich vor allem von Petrus Canisius beraten, den er zum Domprediger von Augsburg bestellte. 1555 übertrug er die von ihm 1549 als Seminar gegründete Universität Dillingen dem Jesuitenorden. Durch Diözesansynoden in Dillingen 1543, 1548 und 1567 versuchte er eine Reform seiner Diözese. 1572 beauftragte er Nikolaus Elgard mit der Visitation des Bistums. Wegen seiner politischen Aufgaben und seiner häufigen Abwesenheit aus seinem Bistum und seiner ständigen Geldnöte gelangen ihm Reformen nur teilweise. Otto nahm nicht persönlich am Konzil von Trient (1545–1563) teil, war aber gegen Zugeständnisse an die Protestanten beim Laienkelch und bei der Priesterehe. Bei der Frage der Kirchenmusik wurde er vom Konzil um Rat gefragt. 1557 übertrug ihm Ferdinand I. das Protektorat der Deutschen Nation an der römischen Kurie. Von 1559 bis 1563 und ab 1568 lebte er wieder in Rom, von wo er den Widerstand der deutschen Katholiken gegen die Protestanten zu stärken versuchte. Er hatte wesentlichen Einfluss auf die Entsendung der Legaten Giovanni Morone 1555 und Giovanni Francesco Commendone 1566 nach Deutschland. 1566 konnte er durch seinen Einfluss die katholischen Stände beim Reichstag zu Augsburg zu einer Ablehnung der Religionsgespräche und eines Nationalkonzils bewegen. 1568 erreichte er bei der Kurie die Errichtung der Congregatio Germanica. Kardinal Kardinal Otto von Augsburg (Darstellung Burg Waldburg) Ottos Kardinalswappen im Stammbuch des Feliciano Ninguarda (1570) Als Otto durch Papst Paul III. 1544 zur Würde eines Kardinals erhoben wurde, ernannte dieser ihn 1545 zum Kardinalpriester von Santa Balbina, 1550 erhielt er durch Julius III. die Titelkirche Santa Sabina (bis 1561) und wurde 1561 durch Pius IV. zur Würde eines Kardinalpriesters von Santa Maria in Trastevere berufen. Seit 1562 amtierte er dann als Kardinalbischof von Albano, wurde 1570 kurz Kardinalbischof von Sabina und noch im gleichen Jahr bis zu seinem Tode 1573 schließlich Kardinalbischof von Palestrina. Er förderte die Wissenschaft und Kunst, stand mit führenden Gelehrten seiner Zeit in Kontakt und gab viel Geld für den Ausbau seiner Schlösser, Bibliotheken und Kunstsammlungen aus. Seine ständigen Geldnöte führten zu wiederholten Konflikten mit dem Domkapitel, das ihn als Bischof 1557 sogar absetzen wollte. Als Kardinal nahm Otto an fünf Konklaven teil: 1549/1550, April 1555, Mai 1555, 1559 und 1572. Am 3. April 1573 wurde er in der Kirche Santa Maria dell’Anima in Rom beigesetzt. Seine Gebeine wurden 1614 nach Dillingen und 1646[4] in die dortige Universitätskirche umgebettet. | VON WALDBURG-TRAUCHBURG, Otto (I52149)
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| 4544 | Otto war Sohn des Grafen Heinrich I. von Geldern und der Agnes von Arnstein. Er heiratete um 1185 Richardis von Scheyern-Wittelsbach (* 1173; † 1231), die Tochter des Herzogs Otto I. von Bayern. Er nahm am Kreuzzug seines Kaisers Friedrich Barbarossa teil und zeichnete sich bei der Eroberung Ikonions besonders aus. Nach dem plötzlichen Tod des Kaisers zerfiel das Kreuzfahrerheer und etliche Kreuzfahrer kehrten in die Heimat zurück. Otto aber reiste mit einer Gruppe nach Syrien und Palästina weiter. Im Heiligen Land schloss er sich Guido von Lusignan, dem König von Jerusalem, an, der gerade die Stadt Akkon belagerte. Als sich die verlustreiche Belagerung von Akkon hinzog, reiste Otto 1190 wieder in die Heimat zurück. Er ist der einzige niederländische Adlige, dessen lebende Rückkehr vom Dritten Kreuzzug bezeugt ist.[1] Otto stritt häufig mit der Grafschaft Holland, und wurde im Bistum Utrecht zurückgedrängt. Oft stand er auch gegen Brabant, verbündete sich mit Limburg und geriet dabei zeitweilig in Gefangenschaft. Er kämpfte gegen die Friesen und hielt weitgehend seine Positionen. Im deutschen Thronkrieg (ab 1198) stand er auf Seite der Staufer. Otto I. von Geldern liegt im Kloster Kamp begraben. | VON GELDERN UND ZÜTPHEN, Otto I. (I37218)
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| 4545 | Ottone wurde in Invorio in der Nähe von Novara geboren und war eines der sechs Kinder von Uberto Visconti , Herrn von Massino , und Berta Pirovano. Zusammen mit seinem Bruder Azzone (später Bischof von Ventimiglia ) wurde Ottone von seiner Familie zur kirchlichen Laufbahn gezwungen. Er wurde Kanon von Desio und 1247 Kammerherr des mächtigen Kardinal Ottaviano degli Ubaldini . Unter seiner Schirmherrschaft wurde Ottone 1252 vom Erzbischof von Milan Leone da Perego zu seinem Gesandten in Frankreich ernannt. Er gewann das Vertrauen von Papst Innozenz IV . Und wurde sein Kaplan. [3] Nach dem Tod von Leone da Perego im Jahr 1257 wurde Ottone von Kardinal Ubaldini als Nachfolger der Erzdiözese Mailand gegen die Kandidatur von Raimondo della Torre unterstützt. Dieser Vorfall missfiel dem Stadtherrn Martino della Torre (Verwandter von Raimondo), der die historische Autonomie Mailands bei der Ernennung des Erzbischofs beanspruchte. Trotz Martinos Opposition wählte Papst Urban IV. Am 22. Juli 1262 Ottone zum neuen Erzbischof. [4] Machtkampf in Mailand | VISCONTI, Ottone (I1882)
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| 4546 | Ottos Vater war Herzog Heinrich XIII., sein Großvater Herzog Otto II. von Bayern. Über seine Mutter Elisabeth von Ungarn (1236–1271) hatte er Anspruch auf den ungarischen Thron. Frühe Jahre als Herzog von Niederbayern Nach einer von seinem Vater herbeigeführten Vereinbarung wurde Otto 1290 alleiniger Herrscher Niederbayerns, und auch als seine Brüder Ludwig III. und Stephan I. seit 1294 mitregierten, ordneten sich diese seinem Befehl unter. Ottos besonderes Interesse galt dem Erwerb der Steiermark. Aus diesem Grund verfolgte er eine anti-habsburgische Politik und stellte sich auf die Seite Adolfs von Nassau gegen den Habsburger Albrecht von Österreich. 1292 unterstützte Otto den antihabsburgischen Aufstand des Landsberger Bundes in der Steiermark, blieb damit allerdings erfolglos. 1298 kämpfte er, ebenso wie sein oberbayerischer Vetter Rudolf, in der verlorenen Schlacht bei Göllheim vergeblich für Adolf, der hier zu Tode kam, wobei er selbst verwundet wurde. Der neue König Albrecht entzog ihm unter anderem die ehemaligen Staufergüter Parkstein und Weiden, die er König Wenzel II. von Böhmen übertrug. | (BAYERN), Otto III. (I54115)
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| 4547 | Page am Hof des Hauses Orléans-Longueville. Knappe, Herr von Urtenen. 1542 Mitglied des Grossen Rats 1546-52 Landvogt zu Avenches 1552 Gouverneur zu Neuenburg Von Jacqueline de Rohan ausgewählt, war er der einzige Protestant, der dieses Amt unter den Orléans-Longueville innehatte. Er besass ein Haus und ein Weingut in Auvernier | VON BONSTETTEN, Hans Jakob (I27573)
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| 4548 | Pannerherr 1485-1490, Vogteiherr 1486 und 1492, zu den Büuen 1486-1492, Unterbürgermeister 1492-1494, Amtsbürgermeister 1494, Bürgermeister 1494-1501; | RAINSBERG, Hanns (I9618)
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| 4549 | Papst Gregor X. ( lateinisch : Gregorius X. , ca. 1210 - 10. Januar 1276), geborene Teobaldo Visconti , war vom 1. September 1271 bis zu seinem Tod 1276 Papst und Mitglied des Säkularen Franziskanerordens . Er wurde am Ende einer Papstwahl gewählt , die von 1268 bis 1271 lief, die längste Papstwahl in der Geschichte der katholischen Kirche . Papst gesegnet Gregory X Gregório X (Museu da Saúde, MS.PNT.00030) .png Das Papsttum begann 1. September 1271 Das Papsttum endete 10. Januar 1276 Vorgänger Clemens IV Nachfolger Innozenz V Aufträge Ordination 19. März 1272 Weihe 27. März 1272 von John of Toledo Persönliche Details Geburtsname Teobaldo Visconti Geboren c. 1210 Piacenza , Heiliges Römisches Reich Ist gestorben 10. Januar 1276 (66 Jahre) Arezzo , Heiliges Römisches Reich Vorherigen Post Archidiakon von Lüttich (1246–1271) Wappen Wappen von Gregory X. Heiligkeit Gedenktag 10. Januar Verehrt in katholische Kirche Titel als Heiliger Gesegnet Selig gesprochen 8. Juli 1713 Rom , päpstliche Staaten von Papst Clemens XI Attribute Päpstliche Gewänder Päpstliche Tiara Crozier Schirmherrschaft Diözese Arezzo Franziskaner-Tertiäre Andere Päpste hießen Gregory Päpstliche Stile von Papst Gregor X. C a Gregorio X.svg Referenzstil Seine Heiligkeit Gesprochener Stil Eure Heiligkeit Religiöser Stil Heiliger Vater Posthume Art Gesegnet Er berief den Zweiten Rat von Lyon ein und erließ auch neue Regelungen in Bezug auf die Konklaven des Papstes. Obwohl von Papst Adrian V. und Papst Johannes XXI kurz aufgehoben, blieben diese Bestimmungen bis zum 20. Jahrhundert in Kraft [1], als sie von Papst Paul VI . Geändert wurden . Papst Clemens XI. Hat ihn 1713 nach der Bestätigung seines Kultus seliggesprochen. | VISCONTI, Teobaldo (I1879)
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| 4550 | Pastor (Pastoir) ist der Familienname einer traditionsreichen und bedeutenden Aachener und Burtscheider Tuch- und Nadelfabrikantenfamilie, die darüber hinaus in der freien Reichsstadt Aachen mehrfach auch die Schöffen und Bürgermeister stellte. Die genealogischen Wurzeln der Familie liegen im Aachener Ortsteil Haaren, wo der älteste anzunehmende Stammvater Johann I. Pastoir (1390–1449), damals noch mit dem Zusatz „von Haaren“ erwähnt, seine Heimat hatte. Er war zweimal verheiratet, wobei über seinen Sohn Hermann I. Pastor († vor 1440) aus erster Ehe mit einer gewissen Frau Roisblock sich die spätere Burtscheider Linie entwickelte, die sich der Tuch- und Nadelindustrie zuwandte, wohingegen die Nachkommen seines Sohnes Johann II. Pastor (1440–1510) aus der zweiten Ehe mit Griete Swane (Schwan; † 1484) als Aachener Schöffenfamilie bekannt wurde, aber ca. 1648 im Mannesstamm erloschen ist. Wappen von Haaren mit Kleeblatt der Familie Pastor Das dreiblättrige Kleeblatt im unteren Teil des Wappens von Haaren stellt das Wappen der Aachener Familie von Pastor in der ursprünglichen Form dar, wobei der Adler im oberen Teil des Schildes die Zugehörigkeit Haarens zur freien Reichsstadt Aachen bekundet. Die Familie von Pastor ist die älteste bekannte wappenführende Familie in Haaren. Bereits benannter Sohn Johann II. Pastor (1440–1510), Kaufmann und Weinhändler in Aachen sowie Besitzer des damals bekannten Aachener Gasthauses „Zum Birnbaum“ am Markt. Er wurde 1470 in den Stadtrat und in den Jahren 1498/99 und 1502/1503 zum Bürgermeister der Reichsstadt Aachen gewählt, fast zeitgleich wie sein Vetter Hermann Pastor († 1515), der im Jahr 1500 aus den Reihen der Zünfte zum Bürger-Bürgermeister gewählt wurde. Darüber hinaus wurde er 1501 in den Schöffenstuhl aufgenommen und bekleidete ab 1506 das Ehrenamt eines weltlichen Sendschöffen. Der nächste Amtsträger der Familie war sein Enkel Jacob I. Pastor (1531–1585). Der gelernte Kaufmann war Mitglied in mehreren Zünften, ab 1561 Ratsmitglied und von 1564 bis 1585 Aachener Schöffe sowie ab 1572 Sendschöffe. Dessen Sohn Jacob II. Pastor († 1618), Mitglied des Collegium Germanicum in Rom, wurde ebenfalls zunächst in den Stadtrat gewählt und von 1604 bis 1618 zum Schöffen ernannt. Sein Bruder Georg Pastor († 1648), Jurist und Rittmeister in kaiserlichen Diensten war schließlich der letzte von 1617 bis 1648 tätige Schöffe aus der Familie Pastor, mit dem dieser Zweig auch im Mannesstamm erloschen ist. | PASTOR, Lambert (I53653)
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