Strauss Genealogie


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4401 Nach Schoeller (1894) wäre er ein Sohn von Wilhelm von Schoeler und Elisabeth von Immendorf (nicht nachweisbar).
1501-1548 Reidemeister des Eisenwerks „auf dem Wyßgen“ bei Schleiden; besaß Land in Blumenthal, Langerscheid und Niederhausen
A.V. Schoeller, Geschichte der Familie Schoeller, Berlin 1894, S. 32 ff., 259 („Joeris Schoeler zu Wißgen“)
B. Koerner / K. Fix, Eifeler Geschlechterbuch 1 (DGB 99), Görlitz 1938, S. 205, 207 („Johann Scholer (Schoeller)“)
H.C. Scheibler / K. Wülfrath, Westdeutsche Ahnentafeln, Weimar 1939, S. 503, 504 („Johann Schöller (Scholers)“)
B. Koerner / W. Weidler, Niedersächsisches Geschlechterbuch 5 (DGB 113), Görlitz 1941, S. 620
http://familytreemaker.genealogy.com/users/s/m/o/Steve-L-Smoot/PDFGENE16.pdf (Nr. 46690)  
SCHOELLER, Johannes (I25249)
 
4402 Nach seinem Tod wurde er auch als Heiliger bekannt mit den Namen Angilibert und Engelbert (Gedenktag 18. Februar). Er entstammte dem Adel und ging als Schüler Alkuins aus der Schule des fränkischen Hofs hervor. Von Kaiser Karl dem Großen erhielt er als Laienabt die Benediktinerabtei Centula (Saint-Riquier) bei Abbeville in der Picardie im heutigen Frankreich. Er wurde mehrfach mit diplomatischen Sendungen an den Papst betraut.
Kaiser Karls Tochter Bertha war seine Geliebte, mit der er zwei Söhne hatte: Hartnid und den Geschichtsschreiber Nithard. Dies schreibt Nithard selbst in seinem Geschichtswerk:

„Qui ex eiusdem magni regis filia nomine Berchta, Hartnidum, fratrem meum, et me Nithardum genuit.“

Von Angilbert sind mehrere lateinischen lyrische Gedichte erhalten, und er gilt auch in Abschnitten als Biograph des Kaisers.

Angilberts Gedichte wurden von Ernst Ludwig Dümmler in den Monumenta Germaniae Historica herausgegeben. 
N., Angilbert (I10812)
 
4403 Nach seiner Ernennung zum Geheimen Staatsrat im Jahr 1685 folgte anschließend die Tätigkeit als Brandenburger Gesandter bei den Generalstaaten der Niederlande. Am 2. Mai 1698 wurde er zum Ober-Postdirektor ernannt. Nach seinem Rücktritt im Juni 1700 übernahm er die Gesandtschaft in den Niederlanden.

Seine Eltern waren Gottfried von Schmettau (* 13. August 1620; † 2. Februar 1668) und dessen Ehefrau Maria Elisabeth Friedrich (* 5. Oktober 1629; † 1. Dezember 1674). Er selbst war mit Charlotte von Fuchs (* 20. September 1669) einer Tochter des Ministers Paul von Fuchs verheiratet.  
VON SCHMETTAU, Wolfgang (I22136)
 
4404 Nach Tassilo benannt wurde der im Jahr 780 von ihm gestiftete Tassilokelch. Ihm und seiner Familie wurde der historische Tassilopsalter gewidmet. Sein Leben wurde Gegenstand der im Jahr 1709 uraufgeführten Oper Tassilone von Agostino Steffani. Die Tassilolinde in Wessobrunn sowie die Tassiloquelle in Bad Hall tragen seinen Namen, ebenso das im Jahr 1948 gegründete Tassilo-Gymnasium Simbach am Inn sowie die Tassilostraßen in Aschheim und Gars am Inn und der seit dem Jahr 1999 verliehene Tassilo-Preis für Leistungen im Kulturbereich.
Als Tassilokelch bezeichnet man einen im Stift Kremsmünster aufbewahrten Kelch, der um 780 möglicherweise von dem bayerischen Herzog Tassilo und seiner Gemahlin Luitpirga gestiftet wurde, möglicherweise anlässlich der Gründung Kremsmünsters 777. Der Kelch selbst wird in der Schatzkammer des Stiftes aufbewahrt.

Er gilt als Seliger, sein Gedenktag ist der 11. Dezember, obwohl er nie offiziell heiliggesprochen wurde. 
VON BAYERN, Tassilo III. (I10763)
 
4405 Nach zwei Jahren als Propst in Erfurt war er ab 1486 Domherr in Basel und später in Chur. 1492 wurde er zum Domdekan ernannt. Am 17. Oktober 1496 wurde er vom Konstanzer Domkapitel zum Bischof des Bistums Konstanz gewählt und am 18. Dezember 1496 geweiht.

Auch in Fragen der Sittlichkeit bot der Bischof dem Rat Anlass zu Klagen. Gegen die häufigen Vergehen seiner Priester gegen den Zölibat unternahm der Bischof nur halbherzige Maßnahmen, verdiente er doch schließlich an den Einnahmen für Ablässe. Er selbst hatte seit Anfang der 20er Jahre ein Verhältnis mit Barbara von Hof, der Ehefrau des Konstanzer Bürgermeisters Jörg von Hof.

Im Pestjahr 1519 breiteten sich in Konstanz zunehmend die Lehren der Reformation aus, die der Stadt sehr entgegenkamen. Örtliche Prediger übernahmen die Lehren Luthers und Zwinglis. Ein örtlicher Kreis von Humanisten tat sich zusammen, der 1522 sogar Besuch von dem berühmten Erasmus von Rotterdam erhielt. Der Rat der Stadt förderte die Ausbreitung schriftgemäßer Predigt sogar durch ein offizielles Gebot. Ein von Ambrosius Blarer und anderen für die Stadt verfasstes Gutachten empfahl die Einführung der Reformation.


Hugo von Hohenlandenberg (* 1457 auf Schloss Hegi bei Winterthur (?); † 7. Januar 1532 in Meersburg) war Fürstbischof von Konstanz.

Leben
Hugo von Hohenlandenberg stammte aus dem Geschlecht derer von Landenberg. Sein Vater war Jakob von Hohenlandenberg und seine Mutter Barbara von Hegi, Tochter von Hugo von Hegi, dem letzten Vertreter des Geschlechts von Hegi. Nach zwei Jahren als Propst in Erfurt war er ab 1486 Domherr in Basel und später in Chur. 1492 wurde er zum Domdekan ernannt. Am 17. Oktober 1496 wurde er vom Konstanzer Domkapitel zum Bischof des Bistums Konstanz gewählt und am 18. Dezember 1496 geweiht.

Hugo von Hohenlandenberg starb in der bischöflichen Residenz Meersburg und wurde im Chorraum der katholischen Pfarrkirche von Meersburg beigesetzt. Die Folge-Pfarrkirche wurde 1827 bis 1829 erbaut und die sterblichen Überreste von Hugo von Hohenlandenberg sowie Christoph Metzler und Franz Konrad von Rodt wie Maximilian Christoph von Rodt und Johann Georg von Hallwyl in das Gruftgewölbe in der Nähe des Eingangs umgebettet.[1][2]

Konflikte in Konstanz
Wegen zunehmender Konflikte mit der Stadt Konstanz hielt sich der Bischof seit 1506 vorrangig in Meersburg auf. Zu dieser Zeit war Konstanz rechtlich gesehen zweigeteilt: Innerhalb der Freien Reichsstadt, die von einem Rat der Bürger regiert wurde, gab es einen Dombezirk, der allein der Rechtsprechung des Bischofs unterstand, und eine zugehörige Gruppe von Klerikern, die der Rechtsprechung der Stadt offiziell ebenfalls entzogen war. Der Rat sah mit Missbehagen, dass der Bischof versuchte, in der Stadt wieder mehr weltlichen Einfluss zu gewinnen als seine Vorgänger. Vor allem bemühte sich der Bischof, die Zuständigkeit seiner Gerichtsbarkeit zu erweitern. So sollten zum Beispiel Rechtsstreite zwischen Klerikern und Laien nicht vor dem Gericht der Stadt, sondern vor dem bischöflichen Gericht ausgetragen werden. Hierüber war es bereits im Jahre 1497 zu Meinungsverschiedenheiten mit der freien Reichsstadt Baden gekommen, wo der Pfarrer Hartmann Feierabend den Bischof um Hilfe gebeten hatte. Zwar wurde 1511 zwischen Stadt und Domkapitel ein Friedensvertrag über verschiedene Streitpunkte geschlossen, doch war gerade in Fragen des Gerichtsstands und in der Verwaltung des Domschatzes, die die Stadt gerne mitbestimmt hätte, keine Einigung zu erzielen.

Streit um die Reichenau
Der Bischof bemühte sich auch um die Eingliederung des Klosters Reichenau und ihrer Besitzungen in das Hochstift Konstanz, was den Konstanzern ebenfalls missfiel, da sie den Machtzuwachs fürchteten. 1510 sprach Maximilian I. dem Konstanzer Bischof die Reichenau für 10 Jahre zu. Der Kaiser hatte jedoch im gleichen Jahr der Stadt Mitspracherecht in dieser Frage zugesagt, so dass es nicht zur Übertragung kam. Der Bischof bemühte sich jedoch weiterhin um die Reichenau, die ihm schließlich im Februar 1514 Papst Leo X. genehmigte. Die Stadt widersetzte sich jedoch der Vollstreckung, indem sie den Domherren verbot, die Stadt zu verlassen. 1516 bewegte Maximilian den Bischof schließlich zum endgültigen Verzicht.

Ausbreitung der Reformation
Auch in Fragen der Sittlichkeit bot der Bischof dem Rat Anlass zu Klagen. Gegen die häufigen Vergehen seiner Priester gegen den Zölibat unternahm der Bischof nur halbherzige Maßnahmen, verdiente er doch schließlich an den Einnahmen für Ablässe. Er selbst hatte seit Anfang der 20er Jahre ein Verhältnis mit Barbara von Hof, der Ehefrau des Konstanzer Bürgermeisters Jörg von Hof.[3]

Im Pestjahr 1519 breiteten sich in Konstanz zunehmend die Lehren der Reformation aus, die der Stadt sehr entgegenkamen. Örtliche Prediger übernahmen die Lehren Luthers und Zwinglis. Ein örtlicher Kreis von Humanisten tat sich zusammen, der 1522 sogar Besuch von dem berühmten Erasmus von Rotterdam erhielt. Der Rat der Stadt förderte die Ausbreitung schriftgemäßer Predigt sogar durch ein offizielles Gebot. Ein von Ambrosius Blarer und anderen für die Stadt verfasstes Gutachten empfahl die Einführung der Reformation.

Auszug des Bischofs
Als 1525 der Bauernkrieg die Stadt bedrohte, ersuchte der Bischof beim Rat um Schutz für sich und das Domkapitel. Der Rat zwang die Schutzsuchenden, als Gegenleistung einen Gehorsamseid zu schwören und künftig Steuerzahlungen an die Stadt zu leisten. Im November 1526 forderte der Rat die Teilnahme der Geistlichkeit an den Arbeiten zur Befestigung der Stadt. Er erreichte die endgültige Einbürgerung und Unterwerfung der Geistlichkeit im Juni 1527.

Mehrfach hatte der Bischof bereits gedroht, seine Residenz endgültig aus der Stadt zu verlegen. Im November 1526 siedelte er schließlich endgültig nach Meersburg über. Ein Teil des Domkapitels folgte ihm und entzog sich so seinen Verpflichtungen. Die übrigen Geistlichen forderte der Bischof auf, ihm nachzufolgen. Eine Verhandlung am 11. März 1527 in Überlingen scheiterte; damit war der Bischofssitz vorerst endgültig aus Konstanz abgezogen. Der Bischof untersagte die Auszahlung von Pfründen an die wenigen Geistlichen, die in Konstanz geblieben waren, und überließ sie der weltlichen Gerichtsbarkeit. Nach dem Auszug des Bischofs wurde die Einrichtung des Konstanzer Münsters fast vollständig im Bildersturm zerstört; den wertvollen Domschatz beschlagnahmte die Stadt und ließ ihn zu Geld machen.

Hugo von Hohenlandenberg legte am 5. Januar 1529 offiziell sein Amt nieder. Von 1531 bis zu seinem Tode im Januar 1532 amtierte er noch einmal kommissarisch für kurze Zeit, da sein Nachfolger Balthasar Merklin gestorben war.

Mäzenatentum

Mitteltafel des sogenannten Bockstorfer-Altars
Folgende bedeutenden Kunstwerke verdanken sich Hugo von Hohenlandenberg:

Sogenannter Hohenlandenberg-Altar, um 1500. Der Flügelaltar, heute in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, zeigt auf dem linken Flügel St. Konrad und die kniende Figur des Bischofs als Stifter – allerdings ohne Porträtähnlichkeit –, auf dem rechten Flügel St. Pelagius, in der Mitte eine Kreuzigungsszene vor einer typisierten Stadtkulisse. Der Urheber der spätmittelalterlichen Öl-auf-Holz-Malerei ist in Michel Haider zu sehen.
Sogenannter Bockstorfer-Altar, 1524, Blasiuskapelle des Konstanzer Münsters. Als Maler wurde lange Zeit Christoph Bockstorffer vermutet. Dagegen wird heute eher Matthäus Gutrecht der Jüngere unter Mitarbeit von Philipp Memberger in Betracht gezogen. Der Altar überlebte als einziger den Bildersturm, weil er in der Bischofspfalz stand und nicht im Münster. Das Triptychon zeigt auf den Flügeln die Bistumsheiligen Konrad und Pelagius, auf der mittleren Tafel eine figurenreiche Kreuzigungsszene.
Auch auf einer Predella mit einer Grablegung Christi um 1515 ist er als Stifter wiedergegeben. Diese Predella befand sich in den Fürstenbergsammlungen zu Donaueschingen und wurde mit einem Großteil der altdeutschen Bilder 2003 an Reinhold Würth verkauft.
Illustriertes lateinisches Missale des Bischofs mit Buchmalereien, ursprünglich vierbändig. Bd. 2–4 liegen heute im Erzbischöflichen Archiv von Freiburg im Breisgau (Cod. Da 42, 2-4), der erste Band wurde 1832 in Einzelblättern verkauft (siehe auch Dombibliothek Konstanz). Die Illustrationen stammen von zwei Buchmalern: Hans Springinklee d. Ä. (Nürnberg) – Band 1 und 3 – und Ulrich Taler (Augsburg) – Band 2 und 4.
Unter Bischof von Hohenlandenberg wurde am Konstanzer Münster 1497 mit dem Bau des Mittelturms begonnen. Nach einem Brand 1511 blieb der Bau jedoch unvollendet. Weiterhin gab er 1515 den Auftrag für eine neue Orgel und eine kunstvoll geschnitzte Orgelempore.

Der Bischof ließ ab 1508 die Burg Meersburg erweitern und zur bischöflichen Residenz ausbauen. Er setzte um diese Zeit auch die Burg der Konstanzer Bischöfe in Markdorf instand und baute sie zu einem imposanten Wohnturm aus[4]. Auch das Schloss Arbon (Arbon) ließ er wesentlich erweitern. 
VON HOHENLANDENBERG, Bischof Bischof Hugo (I11095)
 
4406 Nachdem Albrecht III. die Regentschaft in den Vorlanden vorübergehend übernommen hatte, war Johann schließlich alt genug um die Regentschaft selbst anzutreten. Zunächst verzichtete er gegen eine Zahlung von 2400 Gulden auf die Landvogteirechte seines Vaters in Schwaben und im Elsass. Die Vogteirechte über die Grafschaft und Burg Hauenstein und dem Schwarzwald verblieben hingegen ausdrücklich bei Johann. Außerdem musste er Schloss und Stadt Laufenburg an Herzog Leopold von Österreich verkaufen. Dieser Besitz hat er dann als österreichisches Mannlehen wieder übertragen bekommen. Seit dem Verkauf von Laufenburg lebte er überwiegend im Klettgau, möglicherweise auf der Burg Balm, auf dieser verstarb er in der Woche vor dem St. Urbanstag 1408[4].

1372 plante sein Vater ihn mit der Tochter Ulrichs von Rappoltstein, Herzlaude, zu verheiraten, er bot seinem Sohn den Klettgau, Die Burg Herznach, und 10000 Gulden in Gold oder „gleichwertigem“. Der Vertrag, ausgefertigt am 9. Dezember in Laufenburg ist erhalten,[5] sein Wunsch ging jedoch nicht in Erfüllung. Der Grund ist nicht überliefert, interessant ist wie er den Plan umsetzen möchte:

Es ist ouch ze wissende, wenne wir die vorgenanten zehen tusend guldin usgewisend, also vor geschribn stat, wenne wir danne den vorgenanten Uolrichen herren zuo Rapoltstein oder Brunen, sinen bruoder, ob er nut wer, mannent und an sie vordrent mit botten oder briefen, ze huse, ze hofe oder under ougen, die vorgenant Hercelauden unserm sune ze gebende und zu ze legende, das soellent sie tuon in dem nechsten manode nach der manunge und vorderunge unverzogenlich, ane alle widerrede und ane geverde[6]

etwa wörtlich übersetzt: »Es ist auch zu wissen, wenn wir die vorgenannten zehntausend Gulden ausweisen, wie vorher beschrieben steht, wenn wir dann den vorgenannten Ulrich von Rappoltstein, (den Bruder der Herzlaude) oder Bruno, seinen Bruder, auch wenn er nicht anwesend wäre, mahnen, und ihn auffordern mit Boten oder Briefen, zu Hause, zu Hofe oder unter (vier) Augen, die vorgenannte Herzlaude unserem Sohne zu geben und zuzulegen, das sollen sie dann tun, in dem nächsten Monate nach der Mahnung und Forderung, unverzüglich, ohne alle Widerrede und Gefährdung.« (Herzlaude heiratete dann einen Graf von Saarwerden).(Quelle und Abdruck in Aargovia, Band 18)

Johann heiratete Gräfin Agnes von (Hohen-)Landenberg-Greifensee. Mit dieser hatte er drei Töchter. Außerdem hatte Johann einen nicht legitimen Sohn Mauritz. Nach seinem Tod kam sein Besitz über die Erbtochter Ursula, die mit Rudolf III. von Sulz (durch Vermittlung dessen Vaters Hermann von Sulz), verheiratet war, an das Haus Sulz. Stadt und Herrschaft Laufenburg verkaufte er am 27. April 1386 an seinen Vetter Herzog Leopold von Österreich um 12.000 Gulden. Die Grafschaft Laufenburg fiel als erledigtes Lehen an Herzog Friedrich von Österreich und nach Erlöschen seiner Linie wieder an die Hauptlinie Habsburg.

1390 übergab er die Herrschaft Prechtal an den Markgrafen Hesso von Baden-Hachberg als Lehen.[7] Im Falle seines Todes ohne männliche Leibeserben sollte das Lehen in das Eigentum der Markgrafen fallen. Dieser Fall trat 1408 ein. Allerdings hatte Graf Hans im Oktober 1406 das Lehen Prechtal an die Grafen Konrad, Heinrich und Egon von Fürstenberg vergeben, wofür diese auf Schuldforderungen verzichteten.[8]  
VON HABSBURG-LAUFENBURG, Johann IV. (I35755)
 
4407 Nachdem Bagrat ab 978 König von Abchasien war, erbte er nach dem Tode seines Vaters Gurgen endgültig Kartli und nannte sich seitdem König der Könige, welches der offizielle Titel des regierenden georgischen Königs bis zum Ende des 15. Jahrhunderts blieb.

Um den neu entstandenen einheitlichen georgischen Staat nach innen und außen zu sichern, führte Bagrat entscheidende Maßnahmen durch. Innenpolitisch wurde der widerspenstige Adel in die Schranken gewiesen, während außenpolitisch Kachetien und Heretien annektiert wurden. Doch die neue Machtfülle des georgischen Staates musste unweigerlich auf den Widerstand des Byzantinischen Reiches stoßen, zu dessen Einflusssphäre Georgien seit langem gehörte. Bereits unter Bagrats Sohn Giorgi I. kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen beiden Mächten. 
..., Bragat III. (I39121)
 
4408 Nachdem der Kölner Erzbischof Engelbert von Berg 1222 den Ort Attendorn befestigt hatte, wurde von ihm zur gleichen Zeit die Burg Schnellenberg angelegt. Dieses ist in einem Abkommen mit dem Grafen von der Mark belegt, dem auf der Burg zwei Burglehen überlassen wurden. Zweck der Errichtung der Burg war die Sicherung der Heidenstraße.
Die Heidenstraße war eine über 1000 Jahre alte und rund 500 Kilometer lange Heer- und Handelsstraße, die auf einem direkten Weg von Leipzig über Kassel nach Köln führte; im Mittelalter auch Pilgerweg nach Santiago de Compostela. 
N., N. (I37439)
 
4409 Nachdem er sich der Vormundschaft durch Wicohen, Erzbischof von Dol-de-Bretagne entledigt hatte, ergriff er im Bündnis mit Orscand, dem Bischof von Vannes (970–992) die Herrschaft über die Grafschaft Vannes. Er schlug die Grafen von Nantes Hoël I. und Guérec, unterwarf schließlich 990 die Grafschaft nach dem Tod des jungen Grafen Alain, und proklamierte sich anschließend zum Herzog. Fulko Nerra, der neue Graf von Anjou war über die Entwicklung im Westen seines Machtbereichs beunruhigt. Er griff Conan an und tötete ihn 992 in der Schlacht von Conquereuil.

Conan I. gilt als Begründer des Hauses Rennes in der Folge der bretonischen Herzogsdynastien. Er wurde in der Abteikirche von Mont-Saint-Michel beigesetzt. 
VON RENNES (BRETAGNE), Graf Graf Conan le Tort (I15334)
 
4410 Nachdem er sich der Vormundschaft durch Wicohen, Erzbischof von Dol-de-Bretagne entledigt hatte, ergriff er im Bündnis mit Orscand, dem Bischof von Vannes (970–992) die Herrschaft über die Grafschaft Vannes. Er schlug die Grafen von Nantes Hoël I. und Guérec, unterwarf schließlich 990 die Grafschaft nach dem Tod des jungen Grafen Alain, und proklamierte sich anschließend zum Herzog. Fulko Nerra, der neue Graf von Anjou war über die Entwicklung im Westen seines Machtbereichs beunruhigt. Er griff Conan an und tötete ihn 992 in der Schlacht von Conquereuil.

Conan I. gilt als Begründer des Hauses Rennes in der Folge der bretonischen Herzogsdynastien. Er wurde in der Abteikirche von Mont-Saint-Michel beigesetzt. 
(BRETAGNE), Conan I. ´der Unrechte` (I61447)
 
4411 Nachdem er sich der Vormundschaft durch Wicohen, Erzbischof von Dol-de-Bretagne entledigt hatte, ergriff er im Bündnis mit Orscand, dem Bischof von Vannes (970–992) die Herrschaft über die Grafschaft Vannes. Er schlug die Grafen von Nantes Hoël I. und Guérech, unterwarf schließlich 990 die Grafschaft nach dem Tod des jungen Grafen Alain, und proklamierte sich anschließend zum Herzog. Fulko Nerra, der neue Graf von Anjou war über die Entwicklung im Westen seines Machtbereichs beunruhigt. Er griff Conan an und tötete ihn 992 in der Schlacht von Conquereuil.

Conan I. gilt als Begründer des Hauses Rennes in der Folge der bretonischen Herzogsdynastien. Er wurde in der Abteikirche von Mont-Saint-Michel beigesetzt. 
(BRETAGNE), Conan I. ´der Unrechte` (I61447)
 
4412 Nachdem sein älterer Bruder Wilhelm IV. im Jahr 1168 kinderlos gestorben war, trat Guido dessen Nachfolge an. Er stand in Konflikt mit dem ihm benachbarten Herzog Hugo III. von Burgund, der die Oberherrschaft über Nevers-Auxerre-Tonnerre beanspruchte. In der entscheidenden Schlacht wurde Guido am 30. April 1174 bei Beaune von seinem Feind geschlagen und gefangen genommen. Als Bedingung für seine Freilassung musste er den Lehnseid gegenüber dem Herzog von Burgund ablegen.[1] Kurz darauf starb Guido im Jahr 1175.[2]

Guido war seit etwa 1168 als deren zweiter Ehemann verheiratet mit Mathilde von Burgund, einer Tochter des Raimund von Burgund, Graf von Grignon. Über ihren Vater war sie eine Enkelin des Herzogs Hugo II. von Burgund und damit dem Geschlecht der Kapetinger (Haus Burgund) zugehörig. Der beiden Kinder waren: 
VON NEVERS, Guido (I52483)
 
4413 Nachdem sein Bruder, Graf Enguerrand II., 1053 im Kampf gegen ihren Schwager, Herzog Wilhelm II. von der Normandie, gefallen war, übernahm Guido die Grafschaft Ponthieu. Er führte den Kampf als Verbündeter des Königs Heinrich I. von Frankreich fort, geriet aber in der Schlacht von Mortemer 1054 in die Gefangenschaft des Normannenherzogs. Sein Bruder Waleran wurde in dieser Schlacht getötet.[2] Guido verbrachte zwei Jahre in seinem normannischen Kerker. In dieser Zeit nahm sein Onkel, Bischof Guido von Amiens, die Herrschaft im Ponthieu wahr. Erst nachdem Guido sich bereit gezeigt hatte, ein Vasall Herzog Wilhelms zu werden, wurde er aus der Gefangenschaft entlassen. Auch musste er auf die Burg Aumale verzichten, auf die er Erbrechte anmelden konnte.

Als der angelsächsische Earl von Wessex, Harald Godwinson, auf seiner Reise in die Normandie 1064 vor der Küste des Ponthieu Schiffbruch erlitt, nahm Guido ihn gefangen und brachte ihn zunächst auf die Burg von Abbeville. Nach dem Bericht von Wace (Roman de Rou) behandelte Guido den Earl mit großer Zuvorkommenheit. Um ihn dem Zugriff Herzog Wilhelms zu entziehen, verbrachte er den Earl anschließend in die Burg von Beaurain und gab ihn erst an den Herzog weiter, nachdem dieser ihm ein hohes Lösegeld gezahlt hatte. Guido übergab den Earl Harald am Fluss Eaulne an den Herzog.[3] Auf dem Teppich von Bayeux wird diese Episode ausführlich dargestellt, Guido erscheint hier als „WIDO“.

Aus seiner Ehe mit der Dame Adele hatte Guido mehrere Kinder, darunter einen Sohn Enguerrand, der aber noch vor ihm starb, womit seine älteste Tochter die Erbin von Ponthieu wurde.

Agnes (nach 1110), ⚭ mit Robert of Bellême, 3. Earl of Shrewsbury
Ida, Äbtissin von Saint-Austreberte bei Montreuil
Mathilde, 1100 bezeugt
Guido wurde nach seinem Tod 1100 in der von ihm gegründeten Priorei Saint-Pierre in Abbeville bestattet. 
(PONTHIEU), Guido I. (I61339)
 
4414 Nachdem sein Vater 1403 und sein Großvater 1408 bei erfolglosen Aufständen gegen König Heinrich IV. von England gefallen waren, wuchs er im Exil in Schottland auf und wurde an der Universität St Andrews ausgebildet.

Nachdem Heinrich IV. 1413 gestorben war, kehrte er nach England zurück und dessen Sohn, Heinrich V., stellte ihm am 11. November 1414 die Würden seines Großvaters wieder her. Er erhielt dessen Anwesen und Ländereien zurück und mit Letters Patent vom 16. März 1416 bestätigte ihm das Englische Parlament die Titel als Earl of Northumberland und Baron Percy.[3]

Er nahm am Feldzug Heinrichs V. nach Frankreich teil und kämpfte in der Schlacht von Azincourt. 1417 erhielt er das Amt des Warden of the East March. Zwischen 1422 und 1424 gehörte er dem Regentschaftsrat für den minderjährigen König Heinrich VI. an. 1448 führte er eine englische Armee nach Schottland, die in der Schlacht bei Sark vernichtend geschlagen wurde. Er wurde mehrmals als Diplomat nach Schottland entsandt und übte von Mai bis September 1450 auch das Staatsamt des Lord High Constable von England aus.

Später war Percy in die Rosenkriege involviert, welche ihn in eine schwierige Situation brachten. Er schuldete seine Loyalität dem Hause Lancaster, war jedoch der Cousin ersten Grades von Anne Mortimer und ein Verwandter ihres Sohnes Richard Plantagenet, 3. Duke of York und Oberhaupt des Hauses York. Am 22. Mai 1455 kämpfte er auf der Seite von Lancaster in der ersten Schlacht von St. Albans, welche die erste Schlacht der Rosenkriege war und in welcher er fiel.

Ehe und Nachkommen
Percy heiratete im Oktober 1414 Lady Eleanor Neville, Tochter von Ralph Neville, 1. Earl of Westmorland, und dessen zweiter Frau Joan Beaufort und Witwe von Richard le Despenser, 4. Baron Burghersh. Unter Lady Eleanors Geschwistern waren Richard Neville, 5. Earl of Salisbury und Cecily Neville, Mutter der Könige Eduard IV. und Richard III. 
PERCY, Henry (I57185)
 
4415 Nachdem sein Vater sich 1129 dazu entschlossen hatte, für immer in das Heilige Land zu ziehen, übernahm Gottfried dessen umfangreiches Erbe. In den ersten Jahren seiner Herrschaft musste er sich gegen unbotmäßige Vasallen behaupten und belagerte dabei Mirebeau und L’Île-Bouchard. 1132 traf sich Gottfried in Tours mit Papst Innozenz II., womit er diesen auch als rechtmäßiges Oberhaupt der Kirche anerkannte; zuvor hatte er den Gegenpapst Anaklet II. unterstützt.

1129 schloss Gottfried als knapp 16-Jähriger die folgenreiche Ehe mit der „Kaiserin“ Matilda, der Witwe von Kaiser Heinrich V. und Erbtochter König Heinrichs I. von England, von dem Gottfried im Vorfeld dieses Anlasses auch zum Ritter geschlagen wurde. Diese Ehe fand unter den anglo-normannischen Baronen keine ungeteilte Zustimmung, waren die Angeviner doch generationenlange Rivalen der Normannen in Westfrankreich. Deshalb unterstützten die Barone nach dem Tod des alten Königs 1135 den Cousin Matildas, Stephan von Blois, der sich der Throne Englands und der Normandie bemächtigen konnte. Gottfried und seine Frau nahmen den Kampf gegen Stephan auf, der in den englischen Bürgerkrieg (The Anarchy) mündete. Mathilde und ihr Halbbruder Robert of Gloucester führten den Kampf ab September 1139 in England. Nachdem diese in der Schlacht von Lincoln (1141) Stephan gefangen nehmen konnten, wurde Matilda zur Herrin Englands proklamiert. Der Krieg sollte dennoch weitergehen, nachdem sie im November 1141 genötigt war, Stephan im Austausch für ihren Bruder wieder freizulassen.

1142 wurde Gottfried von seiner Frau nach England gerufen, die dort in Oxford von Stephan belagert wurde, doch er weigerte sich, da er seine militärischen Anstrengungen auf die Normandie konzentrieren wollte. Am 19. Januar 1144 eroberte Gottfried Rouen und konnte als Herzog der Normandie inthronisiert werden. In den darauffolgenden Jahren stabilisierte Gottfried seine Herrschaft in der Normandie. 1145 warf er eine Revolte seines Bruders Elias nieder und ließ ihn in den Kerker sperren. In England aber konnte sich Mathilde nicht mehr halten, gab ihre Ansprüche gegen Stephan auf und verließ im März 1148 die Insel. Die Machtübernahme Gottfrieds in der Normandie führte ihn in einen direkten Gegensatz zu König Ludwig VII. von Frankreich, der seinem Machtzuwachs mit Misstrauen begegnete. Gottfried belagerte 1150 die Burg Montreuil-Bellay, die vom königlichen Seneschall des Poitou verteidigt wurde. Darauf verbündete sich König Ludwig mit Eustach IV. von Boulogne, dem Sohn König Stephans und vormaligen Herzog der Normandie; beide drangen im Frühjahr 1151 in die Normandie vor und belagerten Arques und Séez. Eine Erkrankung des französischen Königs im August 1151 zwang diesen zur Beendigung des Kampfes und zum Rückzug aus der Normandie.

Zur Beilegung des Konflikts reiste Gottfried mit seinem ältesten Sohn Heinrich im September 1151 nach Paris und überzeugte dort König Ludwig VII. vom Anrecht des Hauses Anjou auf die Normandie, worauf der junge Heinrich dem französischen König den Lehnseid für die Normandie leistete. In Paris trafen sie auch auf Königin Eleonore von Aquitanien, die sich im folgenden Jahr von ihrem Gemahl trennen und Heinrich heiraten sollte.

Auf der Rückreise in sein Stammland wurde Gottfried plötzlich krank und starb überraschend 25 km südöstlich von Le Mans. Er wurde in der Kathedrale St. Julien beigesetzt.

Plantagenet
Der angevinische Chronist Jean de Marmoutier beschrieb Gottfried als großen Krieger, gutaussehend, rothaarig und lebensfroh, was seinen weniger bekannten Beinamen „der Schöne“ erklärt. Der anglo-normannische Chronist Radulfus de Diceto hingegen wies ihm einen kalten und eigennützigen Charakter zu.

Der Nachwelt ist Gottfried vor allem unter seinem zweiten zeitgenössischen Beinamen Plantagenet bekannt, der sowohl von seinem Biographen Jean de Marmoutier als auch von dem Dichter Wace im Roman de Rou verwendet wurde.[4] Dieser geht auf seine Angewohnheit zurück, einen Ginsterzweig (lat.: planta genista; franz.: [plante] genêt) als Helmzier zu tragen und sollte sich ab dem 15. Jahrhundert rückwirkend auf alle seine Nachkommen als Dynastiename durchsetzen. Verbunden mit diesem Namen ist besonders die Ära des sogenannten „angevinischen Reichs“ (Reich von Anjou), welches unter Gottfrieds Sohn und Enkelsöhnen eine bedeutende historische Rolle in Westeuropa einnahm, und die damit einhergehende Zäsur des Verhältnisses der Angeviner zum Königtum der Kapetinger. Waren Gottfried und seine Vorfahren noch weitestgehend loyale Vasallen der französischen Könige, sollten seine Nachkommen zu deren ärgsten Rivalen avancieren.

Hauptquelle zum Leben des Grafen Gottfried Plantagenet ist die ihm gewidmete Biographie Historia Gaufredi ducis Normannorum des Jean de Marmoutier, die zwischen den Jahren 1170 und 1180 verfasst wurde. Weiterhin ist die vom selben Autor überarbeitete Fassung der Gesta Consulum Andegavorum zu nennen. Beide Werke wurden von Louis Halphen und René Poupardin veröffentlicht. 
(ANJOU), Gottfried V. (I40377)
 
4416 Nachdem seine Mutter in zweiter Ehe um 972 Heinrich den Großen, den Grafen von Nevers und seit 956 Herzog von Burgund, geheiratet hatte, wurde Otto Wilhelm von seinem Stiefvater adoptiert. Um 982 erhielt er die Grafschaften Mâcon und Nevers, 995 die Grafschaft Burgund (Franche-Comté), und war nach Heinrichs Tod (15. Oktober 1002) Prätendent auf den Titel eines Herzogs von Burgund. Heinrich hatte bei seinem Tod neben seinem Adoptivsohn nur eine vierjährige Tochter.

Robert II., König von Frankreich, Neffe Heinrichs, zog das Herzogtum jedoch wieder ein, obwohl es zuvor nicht zur Krondomäne gehört hatte, und unterstellte es sich selbst. Otto Wilhelm blieb neben Mâcon und Nevers vor allem die Freigrafschaft Burgund, die zum römisch-deutschen Reich gehörte.

Otto Wilhelm heiratete zwei Mal: zum einen um 982 Ermentrude von Roucy († 5. März 1002/1005), die Witwe des Grafen Aubry II. von Mâcon (Haus Mâcon) und Tochter des Grafen Rainald von Roucy aus dem Haus Roucy und der Alverade von Hennegau; zum anderen vor 1016 Adélaide, deren Herkunft bisher nicht sicher bestimmt werden konnte. Manche Historiker, so zum Beispiel Constance Brittain Bouchard, glauben, dass Adelheid von Anjou (auch Blanche genannt), Tochter des Grafen Fulko II., Otto Wilhelms zweite Frau war.[1] 
(BURGUND), Otto Wilhelm (I10757)
 
4417 Nachdem sich um die Meinradszelle nach dessen Tod (861) andere eremiten niedergelassen hatten, zog sich zu Beginn des 10. Jahrhunderts der heilige Benno, zuvor Domherr zu Straßburg hier ebenfalls in die Einsiedelei zurück. Ihm soll um 915 eine Äbtissin von Säckingen bereits die Insel zur Nutznießung übergeben haben, damit die eremiten sich hier ihre nahrung holen konnten, jedoch blieb das Eiogentumsrecht des Klosters Säckingen über die Insel vorbehalten.
Bald darauf ließ sich der heilige Aldarich als Einsiedler auf der Ufernau selbst nieder.
Sein älterer Bruder begegnete uns bereits bei der Schenkung der Ufernau an Einsiedeln. 
VON SCHWABEN, heiliger Mönch heiliger Mönch Adalrich (I11027)
 
4418 Nachdem sich um die Meinradszelle nach dessen Tod (861) andere eremiten niedergelassen hatten, zog sich zu Beginn des 10. Jahrhunderts der heilige Benno, zuvor Domherr zu Straßburg hier ebenfalls in die Einsiedelei zurück. Ihm soll um 915 eine Äbtissin von Säckingen bereits die Insel zur Nutznießung übergeben haben, damit die eremiten sich hier ihre nahrung holen konnten, jedoch blieb das Eiogentumsrecht des Klosters Säckingen über die Insel vorbehalten.
Bald darauf ließ sich der heilige Aldarich, jüngerer bruder von Buchard III., als Einsiedler auf der Ufernau selbst nieder.
Burchard III wird erwähnt bei der Schenkung der Ufernau an Einsiedeln. 
VON SCHWABEN, Buchard III. (I36235)
 
4419 Nachfahrin des mennonitischen Seidenfabrikanten und Kommerzienrates Heinrich von Beckerath (1732-1815) VON BECKERATH, Antonia Virgina (I6205)
 
4420 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I3)
 
4421 nächstjüngerer Bruder von PETER KAUERT, Wohnort 1675 in Büddelhagen Ksp. Drabenderhöhe KAUERT, Albert (I714)
 
4422 Nagel ist der Name eines westfälischen Adelsgeschlechts aus dem Ravensbergischen Uradel, das sich im 16. Jahrhundert bis ins Rheinland und in die Niederlande verbreitete.

Das Geschlecht erscheint erstmals urkundlich 1242 mit Conradus Nagel[1] und beginnt seine sichere Stammreihe mit dem Ritter Eggert Nagel, der in den Jahren 1292–1300 als gräflich ravensbergischer Ministerialer urkundlich auftritt.

Linie Köln
Stammhaus war das Haus Herl bei Köln. 
VON NAGEL, Berta (I45681)
 
4423 Nagel ist der Name eines westfälischen Adelsgeschlechts aus dem Ravensbergischen Uradel, das sich im 16. Jahrhundert bis ins Rheinland und in die Niederlande verbreitete.

Das Geschlecht erscheint erstmals urkundlich 1242 mit Conradus Nagel[1] und beginnt seine sichere Stammreihe mit dem Ritter Eggert Nagel, der in den Jahren 1292–1300 als gräflich ravensbergischer Ministerialer urkundlich auftritt.

Schloss Gartrop
1805 starb auch der letzte männliche von Quadt aus. Die Schwester des letzten Besitzers, Gräfin Constanze Hermine Elisabeth von Quadt und Hüchtenbruck, erbte das Schloss.
Durch ihre Heirat kam es im Jahr 1805 an den niederländischen Oberst und Freiherrn von Nagell. Er war mit der auf Haus Wohnung (ein Wasserschloss in Voerde im Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen) ansässigen Familie von Nagel verwandt, schrieb sich zur Unterscheidung von ihr aber mit einem Doppel-L.

Bis 1993 blieb Schloss Gartrop im Besitz der von Nagells. In jenem Jahr verkaufte Egbert Freiherr von Nagell das Schloss an den Essener Unternehmer Dieter Thumulla. Nach dem Konkurs des Eigentümers wurde ab 1998 lange Zeit nach einem Kaufinteressierten gesucht, bis der geborene Essener Peter Blumrath die teilweise verfallene und einsturzgefährdete Schlossanlage im November 2004 ersteigerte. Seit dem 1. Januar 2015 gehört das Schloss der Kölner Unternehmerfamilie Schäfer. 
VON NAGELL, Caroline (I45785)
 
4424 Näherin in Großhaslach, Haus Nr. 34 (1878), stirbt unverheiratet, ist „verunglückt“ SOMMER, Anna Barbara Maria (I46)
 
4425 Name
Der genaue Name ist unbekannt. Der Name Marina Severa ist eine Zusammensetzung aus den zwei Namensformen, die in den antiken Quellen auftauchen: Sokrates Scholastikos nennt sie „Severa“, während Johannes Malalas, das Chronicon Pascale und Johannes von Nikiu sie „Marina“ nennen.[1] Otto Seeck hat dafür plädiert, dass Letzteres der korrekte Name gewesen sein dürfte, da eine Tochter des Arcadius, eines späteren Kaisers der valentinianisch-theodosianischen Dynastie, ebenfalls diesen Namen trug und die beiden gleichnamigen Frauen im Chronicon Paschale miteinander verwechselt werden.[2]

Leben
Marina Severa heiratete Valentinian, bevor er den Thron bestieg. Ihr Sohn, Gratian, wurde 359 in Sirmium in der Provinz Pannonia geboren.[3] Valentinian wurde 364 zum Kaiser ausgerufen; kurz darauf brachten Marina Severa und ihre Mutter ihn dazu, den Sohn Gratian zum Augustus, also zum Mitkaiser, zu erheben.[4]

Irgendwann vor 370 verstieß Valentinian Marina Severa – dies ist die spätestmögliche Zeit, da spätestens in diesem Jahr die Heirat zwischen dem Kaiser und seiner zweiten Frau Iustina, der Witwe des Gegenkaisers Magnentius, stattgefunden haben muss.[5] Die Gründe für die Trennung sind unklar. Johannes Malalas, das Chronicon Paschale und Johannes von Nikiu berichten, Marina Severa sei aufgrund ihrer Beteiligung an einem illegalen Geschäft verstoßen worden. Sie habe ihre Position als Kaiserin ausgenutzt, um einen Garten zu einem viel zu geringen Preis aufzukaufen, und damit den Zorn des Kaisers auf sich gezogen.[6] In der Forschung wird diese Geschichte jedoch lediglich als Versuch gesehen, die Scheidung Valentinians zu rechtfertigen, ohne dem Kaiser die Schuld daran zu geben.[7]

Laut Sokrates Scholastikos wiederum soll es zu der Scheidung gekommen sein, nachdem sich Marina Severa mit Iustina angefreundet hatte. Nachdem sie sie beim gemeinsamen Baden nackt gesehen habe, soll sie ihrem Mann Valentinian gegenüber von der Schönheit Iustinas geschwärmt haben, woraufhin Valentinian beschlossen haben soll, Iustina zu heiraten. Um Iustina heiraten zu können, ohne Severa verstoßen zu müssen, die schließlich die Mutter seines designierten Nachfolgers war, habe Valentinian ein Gesetz erlassen, demzufolge jeder Mann zwei Ehefrauen haben dürfte.[8] Auch diese Erklärung ist von der modernen Forschung verworfen worden, da die Legitimierung von Bigamie sehr unwahrscheinlich scheint. Einige Historiker, unter anderem Timothy D. Barnes, vermuten dagegen, dass das Gesetz Valentinians in Wirklichkeit beinhaltete, für einige Römer Scheidung und Wiederheirat zu ermöglichen, da genau das war, was Valentinian vorschwebte. Möglicherweise wollte der Kaiser durch die Heirat mit Iustina (die vielleicht mit Kaiser Konstantin dem Großen verwandt war) seine dynastische Legitimität und den Thronanspruch absichern.[7]

Mit Iustina hatte Valentinian einen Sohn, den späteren Valentinian II., und drei Töchter, Galla, Grata und Iusta.[9] Marina Severa wiederum befand sich anscheinend noch im Jahr 367 am Kaiserhof, wie aus einer Bemerkung in der Epitome de Caesaribus hervorgeht.[10] Irgendwann in der Folgezeit scheint sie diesen jedoch verlassen zu haben, denn als nach dem Tod Valentinians im Jahr 375 sein Sohn Gratian an die Macht kam, holte dieser seine Mutter Marina Severa wieder zurück an den Hof.[11] Dort scheint sie in der Folgezeit noch einen erheblichen politischen Einfluss gehabt zu haben.[12] Nach ihrem Tod wurde sie neben Valentinian in der Apostelkirche in Konstantinopel bestattet.[13]

Eine völlig abweichende Deutung der Ereignisse veröffentlichte David Woods im Jahr 2006. Woods geht davon aus, dass die erste Frau Valentinians Severa hieß und nicht etwa Marina oder Marina Severa. Durch den Kaiser verstoßen worden sei jedoch in Wirklichkeit nicht sie, sondern die zweite Ehefrau Iustina, und dies sei erst kurz vor Valentinians Tod geschehen. Eine rätselhafte Notiz in den Consularia Constantinopolitana, die von der Bestattung Valentinians im Jahr 382 schreibt, ist David Woods zufolge ein antikes Missverständnis – in Wirklichkeit sei Severa in diesem Jahr dort an der Seite ihres dort bereits bestatteten früheren Ehemanns beerdigt worden.[14] Die restliche Forschung ordnet diese Deutung von Woods jedoch als „sehr spekulativen Rekonstruktionsversuch“ 
SEVERA, Marina (I47225)
 
4426 Name
Lehmanns biblisch-hebräischen Eigennamen Jissachar (Issachar) assoziierten Juden traditionell mit dem Symboltier Bär; er wurde deshalb als Bärmann im Jiddischen nachgebildet. Hochdeutsch wurde daraus Berend. Sein Vater hieß hebräisch Jehuda, dessen biblisches Symboltier der Löwe ist, jiddisch deshalb Lema oder Lima (Löwenmann). Weiter eingedeutscht wurde daraus Lehmann. Also: Bärmann, Sohn des Löwenmannes; der Zusatz haLevi bzw. Segal bedeutet: zur religiösen Elite der Priestergehilfen (Leviten) gehörend.

Leben
Herkunft und Ausbildung
Lehmanns Vater gehörte in Essen zur jüdischen Oberschicht, aus der auch sein in Bochum geborener, später in Hannover etablierter Schwager stammte, der Hofjude Leffmann Behrens.[1] Bei ihm, so nahmen ältere Biographen an, wurde Berend Lehmann ausgebildet, für ihn tätigte er Kommissionsgeschäfte.[2] Mit ihm zusammen wurde er 1692 an Verhandlungen Herzog Ernst Augusts von Hannover-Calenberg zum Erwerb der Kurfürstenwürde am Kaiserhof in Wien beteiligt.[3] Urkundlich greifbar wird Berend Lehmann zuerst 1687 als 26-jähriger Händler auf der Leipziger Messe,[4] wo er in der Folge häufig zu den damals drei alljährlichen Messeterminen präsent war. 1694 wurde er brandenburgischer Münzagent und Hoffaktor.

Familie und eigenes Geschäft in Halberstadt

Lehmanns erstes eigenes Haus, Bakenstraße 37 unterhalb der fürstlichen Regierung, 1689 erbaut (Eckbau vorn) und um 1700 nach rechts erweitert, moderne Fassade von 1924
Sein Wohnort war Halberstadt, wo er 1688 in der Judenliste als verheiratet mit Miriam erscheint, einer Tochter des Schutzjuden Joel Alexander. Er leitete seine Vergleitung (rechtlich gesicherte Duldung) von dessen Schutzbrief ab. Zwei Jahre später wurde sein erster Sohn, Lehmann Behrend, geboren. Er baute ein bescheidenes Haus im Judenviertel von Halberstadt (Bakenstraße 37 links, in Teilen noch erhalten im Gesamtkomplex Klein Venedig).[5] Bei seinem Landesherrn, dem brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III., erreichte er, dass er sich ein zweites, repräsentatives Haus in Halberstadt kaufen durfte (Bakenstraße 28), eine Ausnahme für einen Juden. Ein Hinterhaus ließ er abreißen und errichtete einen Neubau für ein künftiges Thora-Talmud-Lehrhaus (eine Jeschiwa), das wohl als Ausgangspunkt eines Gemeindezentrums mit künftiger Synagoge gedacht war. Aber der Weiterbau wurde ihm verboten. Und noch ehe er zwei Nachbargrundstücke hinzukaufen konnte, wurde die Immobilie für neu aufgenommene französisch-reformierte Glaubensflüchtlinge (Hugenotten) konfisziert. Die Intervention seines Gönners August des Starken blieb erfolglos.[6]

Dienstleister für August den Starken
Ab 1695 stand er in Geschäftsverbindung mit dem kurfürstlich-sächsischen Hof. Zwei Jahre später wurde er von August dem Starken mit Verhandlungen betraut, um den Erwerb der polnischen Königskrone finanziell zu sichern. Er erhielt die Vollmacht, außerhalb des Kernlandes liegende sächsische Exklaven zu verkaufen oder zu beleihen, und besorgte von christlichen und jüdischen Geschäftspartnern Kredite in Millionen-Gulden-Höhe[7], die der geschickt taktierende sächsische Feldmarschall Jacob Heinrich von Flemming mit dazu verwendete, der Mehrheit des polnischen Adels die Wahl Augusts zum polnischen König nahezulegen.[8] In Anerkennung solcher Dienste machte August Berend Lehmann lediglich zum Königlich polnischen Residenten im Niedersächsischen Kreis, ein nur vage definiertes Privileg, auf das sich Lehmann mit mehr oder minder Erfolg immer wieder berief.

Zwischen 1700 und 1704 war Berend Lehmann als Geld- und Materiallieferant für August den Starken im Nordischen Krieg tätig. Briefe aus jener Zeit zeigten ihn, wie er auf den baltischen Kriegsschauplätzen sich um immer neue Kredite bemühte und sich um deren Tilgung sorgte; sie enthielten auch Erörterungen über die politische und militärische Lage.[9]

Talmuddruck

Titelseite des Talmud von 1697 (Traktat Schabbat)
Eine religiöse Großtat vollbrachte er: Als der Dessauer Hofjude Wulff den Talmud neu drucken lassen wollte und darum in Finanzschwierigkeiten geriet, übernahm Lehmann in Frankfurt (Oder) das Druckprivileg, „er lässt Gold aus seiner Tasche fließen“, so dass die 12-bändige Ausgabe mit 2000 Exemplaren innerhalb von knapp zwei Jahren (1697–1699) fertiggestellt werden konnte. Lehmann verschenkte eine große Anzahl der Bücher an mittellose jüdische Gemeinden.[10]

Neue Ehe und Gemeindedienst in Halberstadt
1707 starb Lehmanns Gattin Miriam; darauf heiratete er erneut, und zwar Hannle, eine Tochter des Judenvorstehers Mendel Beer in Frankfurt am Main.[11] In den Jahren 1707/1708 baute er, von der örtlichen preußischen Verwaltung behindert, aber gefördert von der an Einnahmen interessierten Berliner Hofkammer, in Halberstadt das bescheidene Fachwerkhaus Bakenstraße 37 zu einem umfangreichen Gebäudekomplex aus, in dem er außer den Geschäftsräumen (dabei Warenlager und Weinkeller) und seiner wachsenden Familie auch die entsprechende Dienerschaft unterbrachte. Dort beherbergte er daneben „aus Barmherzigkeit, damit sie ihren Gottesdienst verrichten können“ sechs arme jüdische Familien. Als einer der drei Vorsteher der Gemeinde hatte er die Aufgabe, die von König Friedrich Wilhelm I. (dem Soldatenkönig) immer wieder verlangten jüdischen Sonderabgaben auf die Gemeindemitglieder zu „repartieren“ (aufzuteilen). Er trug selbst den Löwenanteil an diesen Lasten.[12]

Zweiggeschäft in Dresden
Von August dem Starken erhielt er am 8. März 1708 einen Schutzbrief und die Erlaubnis, in Dresden ein Haus zu erwerben. Lehmann arbeitete nun als Münz-Entrepreneur (Silberlieferant der Münze) auch für den sächsisch-polnischen Staat. Ebenso besorgte er Edelsteine für das spätere Grüne Gewölbe.[13] Daraus entstand 1708 eine neue Dresdner Filiale des Halberstädter Geschäftes, in dem neben Berend Lehmann und seinem Schwager Jonas Meyer auch der jetzt 18-jährige älteste Sohn, Lehmann Behrend, tätig war. Die Lehmanns und Jonas Meyer waren zwar die einzigen „vergleiteten“ Juden in Sachsen; das große Geschäft (ab etwa 1720 repräsentativ im Alten Posthaus, Landhausstraße 13) beschäftigte und beherbergte allerdings bis zu 70 jüdische Angestellte, die nicht selbst vergleitet waren.[14]

Landwirtschaft und Druckerei in Blankenburg

Ansicht des Herrenhauses von Lehmann in Blankenburg (später Faktorei, jetzt Stadtverwaltung)
Von Halberstadt aus erwarb Lehmann 1717 im benachbarten Blankenburg (Harz) einen landwirtschaftlichen Betrieb von 75 ha, zu dem ein repräsentatives Herrenhaus gehörte (danach Judenhof) genannt. Landbesitz war Juden in Europa damals generell noch nicht erlaubt. Lehmann verdankte dieses Privileg guten Geschäftsverbindungen zu Herzog Ludwig Rudolf von Braunschweig. Er gründete in Blankenburg auch eine hebräische Druckerei, die von dem Köthen-/Jeßnitzer Drucker Israel Abraham geleitet wurde.[15] Diese scheiterte nach kurzer Zeit an Problemen mit der christlichen Zensur.[16]

Außenpolitische Initiative
Im Jahre 1721 unternahm Lehmann einen abenteuerlichen Versuch, die Herrscher Preußens und Sachsens zur Teilung Polens zu veranlassen, wo er große Außenstände hatte. Die hoffte er in dem für Preußen vorgesehenen Teilgebiet eintreiben zu können. Auch Kaiser Karl VI. und Zar Peter der Große sollten von der Teilung profitieren. Den Kaiser versuchte er über dessen Schwiegervater, den Blankenburger Fürsten Ludwig Rudolf, zu interessieren. Der Zar, von Preußen eingeweiht, reagierte zornig und verlangte die strenge Bestrafung des Juden. Diesen bewahrte August der Starke vor dem Tod, die Gnade des Gönners durfte er sich durch ein wertvolles Geschenk zurückerwerben.[17]

Schwierigkeiten in Hannover und Dresden
Zur gleichen Zeit verlor er größere Kapitalien, die ihm unrechtmäßigerweise konfisziert wurden, als sein Schwiegersohn Isaak Behrens, Hofjude in Hannover, Bankrott machte und Lehmann beschuldigt wurde, aus der Konkursmasse Wertpapiere, Geld und Juwelen für Behrens gerettet zu haben.[18] Die kurhannoversche Justizkanzlei wollte ihm in Hannover den Prozess machen, aber Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. verweigerte die Auslieferung seines Schutzjuden. Über die Frage des Prozessortes entstand ein jahrelanger Streit zwischen den Berliner und den hannoverschen Justizbehörden. Lehmann versuchte, durch eigene Zugeständnisse und über Verzicht anderer jüdischer Gläubiger einen Vergleich mit den übrigen Gläubigern zustande zu bringen, protestierte auch mehrfach leidenschaftlich gegen die unmenschliche Behandlung seiner fünf Jahre lang eingekerkerten und schließlich gefolterten hannoverschen Verwandten, beides vergeblich.[19] Ab etwa 1722 regte sich in Dresden antijüdischer Protest der sächsischen Stände (in ihnen besonders aktiv: Kaufmannschaft und Geistlichkeit) gegen die Lehmanns und Meyer, den August der Starke lange Zeit abwehrte, dem er aber schließlich ab 1722 mehr und mehr nachgab. Der Warenverkauf musste eingestellt werden. Nur das Bankgeschäft bestand zunächst weiter.[20]

Bankrott und Tod

Palais Berend Lehmann, Judenstraße 16 in Halberstadt, das Lehmann sich 1728–30 erbaute und 1986 abgerissen wurde, Photo nach 1910
Weitere ungeklärte Verluste kamen hinzu, so dass 1727 Lehmanns eigener Bankrott eintrat.[21] Anfang 1730 konnte er eine Forderung des Markgrafen von Bayreuth in Höhe von 6000 Talern aus dem Jahre 1699 nicht abwehren. Er hatte Mühe, sich von dem an ihm „exekutierten“ Hausarrest zu befreien, indem er sich Geld lieh. Nach seinem Tode am 9. Juli 1730 kamen Forderungen von mehreren 100 000 Talern auf den Nachlass zu, die durch den Verkauf einiger seiner Immobilien teilweise befriedigt wurden. Die Schutzmaßnahme, seinen Kindern rechtzeitig Teile seines Vermögens zu schenken, gelang nicht. Auch sein Sohn Lehmann Behrend „banqueroutierte“.[22]

Rechtzeitig hat Berend Lehmann allerdings zwei wichtige Stiftungen ausgestattet; die eine verschaffte jungen Brautpaaren aus der Halberstädter Gemeinde eine Aussteuer; die andere sicherte den Gelehrten seiner Thora-/ Talmud-Akademie, der Klaus, ein Grundeinkommen. Sie erfüllte ihren guten Zweck bis zur Auflösung der Gemeinde in der Folge der Novemberpogrome von 1938.[23]

Sein Grabstein auf dem ältesten Halberstädter Judenfriedhof „Am Roten Strumpf“ ist erhalten;[24] die Inschrift singt sein Lob als Förderer rabbinischer Gelehrsamkeit, als Gemeindewohltäter und Anwalt vor allem der polnischen Juden.[25]

Rezeption
Heiliger und Held
Sein Bild ist zunächst geprägt durch Eulogien und Legenden in den hebräisch bzw. jiddisch verfassten Gemeindechroniken. Diese wurden 1866 durch den Rabbiner Benjamin Hirsch Auerbach in seine Geschichte der israelitischen Gemeinde Halberstadt aufgenommen. Auerbach behandelt die Legenden mit einer gewissen Skepsis, prinzipiell aber großer Hochachtung. Etwa zur gleichen Zeit schrieb der orthodoxe Mainzer Rabbiner und Publizist Marcus Lehmann für seine Jüd. Volksbücherei den zweibändigen Roman Der Königliche Resident,[26] in dem er Berend Lehmann als frommen Patriarchen verklärt und auf weiten Reisen spannende Abenteuer erleben lässt. Über das Berend-Lehmann-Bild der beiden letztgenannten Autoren schreibt die Frankfurter Judaistin Lucia Raspe (2002), es habe „nicht notwendig mit historischer Realität zu tun; es ist ein Konstrukt, entstanden am Schreibtisch von Benjamin Hirsch Auerbach und Marcus Lehmann, ein Identifikationsangebot.“[27]

Objektivere Biografen
Zwei Jahrzehnte nach Auerbach schrieb ein Urururenkel Berend Lehmanns, der Dresdner Anwalt und Politiker Emil Lehmann, über seinen berühmten Ahn einen Beitrag (1885), der zum ersten Mal sauber archivalisch abgesichert war. Er betonte dessen Geschick im Umgang mit der Obrigkeit und die weise Voraussicht, mit der er seine Stiftungen anlegte. Als Reformjude sah Emil Lehmann seinen orthodoxen Urahn zwar mit Sympathie, aber als einer vergangenen Zeit mit überholten Lebensprinzipien zugehörig.

Um die Wende zum 20. Jahrhundert beschäftigte sich der Dessauer Rabbiner Max Freudenthal mit Lehmanns Verdiensten um den hebräischen Buchdruck. Mit großer Akribie untersuchte er die Entstehungsumstände von Lehmanns Talmud-Edition, insbesondere sein gespanntes Verhältnis zu dem Drucker Michael Gottschalk, und zeigte damit Lehmann zum ersten Mal als robusten Geschäftsmann. Ebenso beschrieb Freudenthal das fruchtbare Verhältnis Lehmanns zu seinen Klausgelehrten und zu dem Jeßnitzer Drucker Israel Abraham. Einen weiteren Schritt in Richtung auf eine historisch objektive Einschätzung Berend Lehmanns tat der Berliner Archivar Josef Meisl 1924. Er gibt insgesamt 16 Briefe heraus, die Lehmann von den Schauplätzen des Nordischen Krieges nach Dresden schrieb. Sie machen des Residenten umfangreiche Tätigkeit als Heereslieferant anschaulich, ebenso seine Versuche, das politische Geschehen mitzugestalten (die Meisl allerdings als dilettantisch bewertet).

Selma Stern gegen antisemitische Zerrbilder
Einen großen Schub gab die Historikerin Selma Stern, die zwischen 1925 und 1962 erst das Thema der Juden in Preußen[28], dann speziell die Hofjuden[29] bearbeitete. Durch ihre Dokumentensammlung wurde Lehmanns Tätigkeit in der Halberstädter Gemeinde und für die gesamte jüdische Gemeinschaft klarer erkennbar. In ihrem Buch stellt sie ihn als „eigentlichen Hofjuden“ (methodisch riskant) dem kritisch beurteilten Joseph Süß Oppenheimer gegenüber.

Der nationalsozialistische Antisemitismus brachte zwei Werke über Berend Lehmann hervor, eine Karikatur als „Wucherjude“ durch Peter Deeg[30] und eine problematische Darstellung durch Heinrich Schnee, die noch in den 1950er Jahren erscheinen konnte.

Rückfälle und neue Objektivität
1970 folgte mit Juif de Cour des französischen Privatgelehrten Pierre Saville die erste Monografie über Berend Lehmann, die allerdings nur das „Identifikationsangebot“ Auerbachs/Marcus Lehmanns weiter ausmalte. In noch stärkerem Maß tat dies der amerikanische Rabbiner Manfred R. Lehmann.[31]

Kritische Lehmann-Forschung an den Quellen betrieben erst wieder im ersten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts Lucia Raspe und Berndt Strobach, dessen Buch von 2011 den aktuellen Forschungsstand wiedergibt.

Bedeutung
Berend Lehmann ist eine der höchstgeschätzten jüdischen Persönlichkeiten seiner Zeit; er gehört mit den Wienern Wertheimer und Oppenheimer sowie mit dem Württemberger Joseph Süß Oppenheimer, dem Hannoveraner Leffmann Behrens und dem Frankfurter Mayer Amschel Rothschild zu den großen Hofjuden. Sein ehrgeiziges Bestreben, im Leben seiner Zeit entscheidend mitzuwirken, machten ihn, nicht unähnlich seinen adligen christlichen Zeitgenossen, zu einer barocken Persönlichkeit. Sie brachten ihn naturgemäß in Konflikt mit den christlichen Obrigkeiten. Im Judentum war er das Muster eines reichen Mannes, der als frommer Mensch gleichzeitig als Wohltäter seiner Gemeinschaft wirkte.

Familie
Berend Lehmann war zweimal verheiratet:

Miriam Joel (gestorben 1707), Tochter des Rabbiners Joel Alexander Halberstadt
Hannele Beer, Tochter des Vorstehers Mendel Beer in Frankfurt, heiratete nach Berend Lehmanns Tod den Hoffaktor Michael David
Kinder:

N.N., Tochter, ⚭ Jacob Hannover (gestorben 1784), Klausrabbiner
N.N., Tochter, ⚭ Mose Kann aus Frankfurt
Serchen (Sara), gest. 10. Dezember 1763, verheiratet mit dem kaiserlichen Hoffaktor Löb Wertheimer[32][33], Sohn von Samson Wertheimer
Lea ⚭ Isaak Behrens, Hoffaktor und Kammeragent in Hannover, später in Halle, Hamburg und Altona
Lehmann Berend (gestorben 1774), Kriegslieferant in Hannover, Hoffaktor in Dresden
Mordechai Gumpel Behrend (auch: Gumpertz)[34] (gestorben 1784), lebte in Halberstadt und Hannover, verheiratet mit Gnendel, Tochter Jonas Meyers[35]
Mose Kosman Behrend (geboren 1713; gestorben am 29. Februar 1784), Hofjude in Dresden für das Hochstift Münster, ⚭ Golde Michael David (gestorben am 17. Oktober 1753 in Hannover), Tochter (aus erster Ehe) des hannoverschen Hoffaktors Michael David (1685–1758).
Erinnerungskultur in Halberstadt
Der Gebäudekomplex Bakenstraße Nr. 37 existiert noch heute als ein Überbleibsel seiner umfangreichen Bautätigkeit; bemerkenswert ist dort der gut sichtbare Rest einer von ihm „für das Publico“ angelegten Fußgängerbrücke über die seinerzeit offen durch die Stadt fließende Holtemme.[36]

In dem 2001 von der in Halberstadt seit 1995 ansässigen Moses Mendelssohn Akademie gegründeten Berend Lehmann Museum finden sich in Gebäuden, die schon zu Lehmanns Zeit Institutionen der jüdischen Gemeinde beherbergten, Dokumente zum Leben des Hofjuden neben reichem Material aus der Geschichte des jüdischen Halberstadt im 19. und 20. Jahrhundert.


Barocker Türbogen, laut Informationstafel Überrest eines Berend-Lehmann-Palais
Dass der übriggebliebene Türbogen eines 1986 abgerissenen repräsentativen Barockgebäudes, der in der Nähe des Museums an Lehmann erinnert, wirklich von einem Berend-Lehmann-Palais stammt, ist dokumentarisch nicht gesichert. Die von Lehmann einst gegründete Klaus, Rosenwinkel 18, hat Bombenangriff und DDR-Vernachlässigung überstanden und ist heute Sitz der Moses Mendelssohn Akademie, die sich in Tagungen, Ausstellungen und Vorträgen der Information über jüdisches Leben und jüdische Kultur widmet. Ihr angeschlossen ist das Café Hirsch, in dem jüdisch inspirierte Speisen angeboten werden.

Heutiges jüdisches Leben in Halberstadt
Nach der nationalsozialistisch veranlassten Zerstörung der Synagoge und dem Holocaust hat es in Halberstadt nur in der Nachkriegszeit kurzzeitig eine jüdische Gemeinde gegeben, in der sich Überlebende der Konzentrationslager sammelten.[37] Nachdem in der Stadt einige Juden aus den GUS-Staaten leben, befindet sich wieder eine religiöse Gemeinde in Gründung.[38]

Literatur
Cathleen Bürgelt: Der jüdische Hoffaktor Berend Lehmann und die Finanzierung der polnischen Königskrone für August den Starken. In: medaon, Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung. Ausgabe 1/2007, Dresden 2007, S. 1–17.: [2]
Jutta Dick: Issachar Berman Halevi – Berend Lehmann, ’’Gründungsvater’’ der neuzeitlichen Jüdischen Gemeinde in Dresden. In: Jüdische Gemeinde zu Dresden (Hrsg.): einst&jetzt. Zur Geschichte der Dresdner Synagoge und ihrer Gemeinde. Dresden 2001, ISBN 3-932434-13-7, S. 42–55.
Jutta Dick: Berend Lehmann. Hofjude Augusts des Starken (= Hermann Simon [Hrsg.]: Jüdische Miniaturen. Band 249). Hentrich & Hentrich Verlag, Berlin/Leipzig 2020, ISBN 978-3-95565-366-8.
Max Freudenthal: Aus der Heimat Mendelssohns. Moses Benjamin Wulff und seine Familie, die Nachkommen des Moses Isserles. Berlin 1900. (Nachdruck: Dessau 2006, ISBN 3-00-019835-0)
Heinrich Schnee: Lehmann, Behrend (Issacher Halevi Bermann). In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 14. Duncker & Humblot, Berlin 1985, ISBN 3-428-00195-8, S. 68–69 (deutsche-biographie.de).
Berndt Strobach: Privilegiert in engen Grenzen. Neue Beiträge zu Leben, Wirken und Umfeld des Halberstädter Hofjuden Berend Lehmann (1661-1730), Bd. 1: Darstellung, Berlin 2011, ISBN 978-3-8442-0200-7, Bd. 2: Dokumente, Berlin 2011, ISBN 978-3-8442-0215-1.
Berndt Strobach: Der Hofjude Berend Lehmann (1661–1730). Eine Biografie, Berlin; Boston: De Gruyter Oldenbourg 2018, ISBN 978-3-11-060448-1.
Weblinks
Commons: Berend Lehmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Werke von und über Issachar Berend Lehmann in der Deutschen Digitalen Bibliothek
http://www.moses-mendelssohn-akademie.de/
Die Moses Mendelssohn Akademie & Das Berend Lehmann Museum für jüdische Geschichte und Kultur
Artikel in der Sächsischen Biografie 
LEHMANN, Issachar Berend (I60647)
 
4427 Name auch : Anna Vette zu Saurenhaus Quellen: 208(130), 212(64) VETTE ZU SAURENHAUS, Anna (I44252)
 
4428 Name auch: Aldenhoven Vorname auch: Catharina Vater auch: Caspar Altenhofen aus Amsterdam (Qu.102(26)) ALTENHOFEN, Catherine (I44269)
 
4429 Name:

Aloacus? 
HENKING, Alkäus (I7461)
 
4430 Name:

Andreas Nef: Bartholome 
DARDIER, Anna Rosalie (I6923)
 
4431 Name: balouka.net GÜTERBOCK, Aron (I7016)
 
4432 Namensgebend ist das altsächsische Wort "hurst" für Gestrüpp oder das althochdeutsche Wort "Horst" für die Bezeichnung eines Niederwaldes.[1] Das Geschlecht erscheint erstmals urkundlich mit Ruthger de Hurst im Jahr 1142. Mit Gyselbertus de Horst, miles (Ritter), urkundlich 1234[2] beginnt eine sichere Stammreihe.

Die Frage nach dem Stammsitz des Horster Adelsgeschlechts legt – folgt man den ältesten Erwähnungen – zwei Orte nahe: Horst an der Emscher und Horst an der Ruhr. Wenngleich eindeutige Belege fehlen, sprechen einige Aspekte für Haus Horst an der Ruhr. Der überschwemmungssicher hoch über der Ruhr gelegene Raum um das heutige Essen-Horst war schon früh besiedelt. Die Geschichte des nur wenige Kilometer entfernten Steele reicht z. B. bis in das 9. Jahrhundert zurück: Bereits im Jahr 840 wird dieser Ort erstmals urkundlich erwähnt. 938 hielt der zweite Deutsche König und spätere römische Kaiser Otto I. der Große dort einen Hoftag ab, weshalb im 11. Jahrhundert eine Memorialkapelle errichtet wurde – einer der Vorgängerbauten der heutigen Steeler Pfarrkirche.

Seit 955 gehörte Horst mit Steele und der Bauerschaft Freisenbruch zum Stift Essen. Diese Bauerschaft wird 1047 in einem Verzeichnis des Klosters Werden erwähnt. Durch den Ort verlief ein zweiter Zweig des Hellwegs zu einer Furt über die Ruhr (Der ursprüngliche Hellweg führte über Schonnebeck und durch die Bauerschaft Kray-Leithe. Beide Wege wurden noch Jahrhunderte später nebeneinander benutzt.). Möglicherweise wurde Haus Horst im Zusammenhang mit dieser Handelsroute angelegt, was für eine frühe Gründung der Burganlage spricht.[3]
Horst an der Emscher hingegen lag an einer Furt durch den Fluss am Weg von Essen über Buer nach Recklinghausen – verkehrstechnisch im Vergleich zum Hellweg eher eine zweitrangige Verbindung. Auch machte die Lage unmittelbar am Fluss in der sumpfigen Niederung Ackerbau unmöglich. Dennoch existierte hier auf einer zwischen zwei Emscherarmen gelegenen Insel bereits im 11. Jahrhundert eine durch Ausgrabungen nachgewiesene Hofstelle, deren in geringem Umfang aufgefundene Ausstattung auf einen gewissen Wohlstand der Bewohner schließen lässt.[4] Aus dieser gehobenen Hofstelle erwuchs dendrologisch nachgewiesen erst im 13. Jahrhundert eine zunächst hölzerne Burganlage.

Doch nicht nur das größere Alter und die verkehrstechnisch bedeutendere Lage verweisen auf Horst an der Ruhr als Stammsitz. Ein religiöser Aspekt kommt hinzu. Die oben erwähnte, bis ins 11. Jahrhunderte zurückreichende Pfarrkirche in Essen Steele trägt das Patrozinium des Heiligen Laurentius. Dessen Verehrung verbreitete sich in Deutschland nach dem Sieg König Ottos I. gegen die Ungarn in der Schlacht auf dem Lechfeld, die am Laurentiustag, dem 10. August 955, stattfand.[5] Die sich um diesen Heiligen rankenden Legenden waren den nur knapp vier Kilometer von Steele entfernt wohnenden Herren von der Horst mit Sicherheit bekannt. In einer dieser Erzählungen wird Hippolytus als Gefängnisaufseher des Laurentius erwähnt. Dieser Hippolytus wurde der Legende nach von Laurentius im Gefängnis zum christlichen Glauben bekehrt und deshalb selbst als Märtyrer hingerichtet. Genau dieser Hippolytus wird Pfarrpatron der Burgkapelle von Horst an der Emscher (ein sehr seltenes Patrozinium in Deutschland; die Horster Pfarrkirche Sankt Hippolytus trägt es bis heute). Der Schluss liegt nahe, dass der neue Herr von Haus Horst an der Emscher einen Heiligen als Patron seiner Kirche wählte, den er aus dem Umfeld seines „Heimatheiligen“ von Haus Horst an der Ruhr kannte, womit dieses ein weiteres Argument für sich verbuchen könnte, Stammsitz des Geschlechtes „von der Horst“ zu sein.

Geschichte
Es war Gerhard von der Horst, der im späten 12. Jahrhundert an der Emscher – wahrscheinlich auf Betreiben des Essener Stifts – unter Aufschüttung eines Erdhügels die ursprüngliche Hofstelle zu einer hölzernen Motte ausbauen ließ, möglicherweise um die Grenzen des Stiftsterritoriums zu sichern und die dem Stift hörigen Höfe zu schützen.[6] Damit war auch die Aufsicht über die Wildbahn im Emscherbruch und das Recht des Fangs der Emscherbrücher Pferde verbunden. Durch Ausgrabungen ist diese frühe Burganlage umfangreich erforscht worden.[7] Nach einem Brand wurde um 1210 der Hügel erhöht und die Holzanlage durch ein Steinhaus mit einer Ringmauer ersetzt; im 15. Jahrhundert wurde die Anlage zu einer Wasserburg erweitert.

Heinrich von Horst wird im Jahr 1280 als Drost der Grafen von Berg genannt. 1282 ist sein Bruder Hugo als Marschall der Essener Fürstäbtissin Berta von Arnsberg belegt. Wahrscheinlich erscheint eine Verwandtschaft mit den Erbdrosten des Essener Stifts, den Herren von Altendorf, deren bis heute erhaltene Burg der steinernen Anlage zu Horst glich. Ab 1363 sind die Herren von der Horst in Urkunden auch als Lehnsmänner der Grafen von Kleve genannt. Sie konnten die Eigenständigkeit ihres Stammsitzes lange Zeit gegen den Machtanspruch des benachbarten Kölner Erzbistums behaupten.[8] Da sie sich jedoch die Gerichtsherrschaft in den Kirchspielen Gladbeck und Buer, die zum kurkölnischen Territorium gehörten, angemaßt hatten, strengte der Kölner Erzbischof Friedrich von Saarwerden 1410/11 einen Prozess gegen die Horster Ritter an, als dessen Resultat sich die Familie 1412 dem Erzstift unterwerfen musste. Rütger von der Horst leistete dem Kölner Erzbischof den Treueid, was eine Eingliederung der ehemals eigenständigen Herrschaft in das erzbischöfliche Vest Recklinghausen zur Folge hatte. Im Gegenzug erhielt er die Herrschaft als kurkölnisches Lehen wieder zurück.[9]

Rütger von der Horst erbte 1547 die inzwischen heruntergekommene Burg, welche 1554 abbrannte. Er ließ daraufhin an deren Stelle bis in die 1570er Jahre ein prachtvolles Renaissanceschloss errichten. Unter sechs Kölner Kurfürsten bekleidete er das Marschallsamt; Erzbischof Salentin von Isenburg ernannte ihn kurz vor seiner Abdankung zum Kölner Statthalter im Vest Recklinghausen. Seine Erbtochter Margarethe brachte Schloss Horst 1582 an die Familie von Loë zu Palsterkamp, in der nächsten Generation fiel es 1607 an die Herren von der Recke.

Eine Linie der Familie war an den Niederrhein gezogen, wo sich das Haus Horst bei Giesenkirchen in ihrem Besitz befand. 1338 trug Hermann von der Horst dieses dem Kölner Erzbischof Walram von Jülich zu Lehen auf. In Urkunden des 14. Jahrhunderts erscheint die Familie auch als Besitzer von Haus Horst in Essen, das die Herren von der Horst als Ministerialen des Essener Stifts zu dieser Zeit anstelle eines älteren Hofes errichtet hatten. Der dortige Zweig starb schon um 1400 aus. Die niederrheinische Linie teilte sich später in einen Zweig im Kurkölner Raum und eine Linie im Herzogtum Kleve auf.[10] Der 1492 mit Haus Horst bei Giesenkirchen belehnte klevische Erbmarschall Wilhelm von der Horst war der Letzte seiner Linie; der Besitz fiel über seine Erbtochter an die Familie von Palant und in der nächsten Generation an die von Dorth.

Ein Teil der Familie hatte sich schon früh in der Grafschaft Vechta angesiedelt. Im Jahr 1180 war die Burg Hinckamp an der Haase in ihrem Besitz. Von dort aus verbreitete sie sich im Bistum Osnabrück. Burg Hinckamp blieb zunächst Hauptsitz, ehe sie um 1400 verkauft wurde. Seither hatte die Familie mit Schloss Haldem ihren Schwerpunkt im Bistum Minden.[11] Dort hatte sie auch im 19. Jahrhundert noch mehrere Güter, unter diesen auch Schloss Hollwinkel, das der preußische Staatsminister Julius August von der Horst im Jahr 1776 erworben hatte. Nach seinem Tod spaltete sich die Familie in eine ältere Linie zu Hollwinkel und Ellerburg und eine jüngere Linie auf.[12] Nach dem Verkauf von Haldem 1830 wurde Hollwinkel bis heute zum Hauptsitz der Familie. Haus Ellerburg wurde in den 1990er Jahren verkauft. 
VON DER HORST, N. (I8933)
 
4433 Namur war eine Grafschaft im Fränkischen Reich und später im Heiligen Römischen Reich im Bereich des Zusammenflusses von Sambre und Maas. Ihr Territorium entspricht weitgehend dem heutigen belgischen Arrondissement Namur und dem Nordwesten des Arrondissements Dinant. Seine Nachbarn waren im Westen der Hennegau, im Norden Brabant, im Süden und Osten das Hochstift Lüttich, im Südosten Luxemburg.  VON NAMUR, Graf Graf Albert (I10401)
 
4434 Nant-le-Grand ist eine Gemeinde im Departement Maas in Grand Est im Nordosten Frankreichs . FANCIS, Louis (I1395)
 
4435 Natalrat 1480, Obervogt zu Täfa 1484, zu Stammheim 1490, Zunftmeister zur Meise 1490

Die Keller von Schwamedingen
Eine besondere Funktion im mittelalterlichen Schwamendingen kam dem Kehlhofer zu. Klöster und Kirchen setzten zur Aufsicht über ihren Grundbesitz und zum Bezug der Abgaben einen «Meier» ein. Der Ausdruck kommt aus der römischen Bezeichnung «villicus major», was soviel wie Oberbauer heisst. Auf grösseren Besitzungen wurde anstelle des «Meiers» ein «Keller» (cellerarius = Kellermeister) eingesetzt. Als Entschädigung für seine Mühe wurde dem «Keller» ein Lehenshof gegeben. In Schwamendingen war es der «Kehlhof», eines der grössten Bauerngüter des Kantons Zürich, dessen Gebäude heute noch steht. Dieser Kehlhof und sein Inhaber erscheinen erstmals in einer Pergament-Urkunde aus dem Jahre 929. Da wird eine Frau Wibilina als Tochter des Ruodpert genannt, welcher der «cellerarius zuo Swamundinga» gewesen sei.
Eine direkte Verbindung dieses Ruodpert zur später berühmten Familie «Keller von Schwamendingen» lässt sich nicht nachweisen. Sicher ist aber, dass dieses Geschlecht ums Jahr 1000 den Kehlhof von Schwamendingen inne hatte. 1320 wurden die Keller von Schwamendingen Bürger der Stadt Zürich und stellten im Laufe der Zeit viele Bürgermeister, Ratsmitglieder und Pfarrherren. – Später nannten sie sich Keller vom Steinbock nach dem Wappen und Adelsbrief, den der Ratsherr, Hauptmann und Oberbefehlshaber Felix Keller 1487 vom Kaiser für sich und seine Nachkommen erhielt. (Früher führten die Keller einen schwarzen Schlüssel, von 1487 an in Gold einen schwarzen Steinbock im Wappen. Sie stellten der Stadt u.a. zwei Bürgermeister, 65 Ratsherren, 71 Vögte und 26 Geistliche.)


Zunft Schwamendingen
Zunftschreiber
8051 Zürich

zunftschreiber@zunft-schwamendingen.ch
Der Kehlhof Schwamendingen in Schwamendingen ist ein ehemaliger Lehenshof und Amtsstelle des Grossmünsters. Der unter Denkmalschutz stehende Kehlhof ist mit seinen 7 Jochen einer der grössten bekannten Mehrreihenständerbauten und einer der letzten Bauernbetriebe des Ortes. Der Kehlhof befindet sich am Stettbachweg 8 gegenüber der alten Kirche im Zentrum von Schwamendingen, einem Stadtkreis der Stadt Zürich.

Wappenbeschreibung / Blasonierung
In Gold schwarzer Steinbock. 
KELLER VOM STEINBOCK, Felix (I1428)
 
4436 Nathan von Gaza (Nathan Benjamin ben Elisha ha-Levi Ghazzati, hebräisch נתן העזתי) (geboren 1643 in Jerusalem; gestorben 1680 in Skopje) war ein jüdischer Religionsphilosoph des 17. Jahrhunderts, der vor allem als Prophet für den angeblichen Messias Schabbtai Zvi bekannt wurde. GUMPEL, Nathan ben Menachem Emmerich (I60332)
 
4437 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I55799)
 
4438 Naturalisiert ‎ in Zürich, Zürich, ZH, CHE
Ereignis Bürgermeister ‎1392 in Zürich, Zürich, ZH, CHE
Ereignis Johanniter ‎1434/1435 
MANESSE, Johannes (I11109)
 
4439 Naturalisiert ‎ in Zürich, Zürich, ZH, CHE
Ereignis Bürgermeister ‎Sep 1360 in Zürich, Zürich, ZH, CHE 
MANESSE, Rüdiger (I11107)
 
4440 Naturalisiert ‎ in Zürich, Zürich, ZH, CHE
Wappenbeschreibung / Blasonierung
In Rot schreitender, silberner Wolf. 
WOLFLEIBSCH, Elisabeth (I11105)
 
4441 Naumburg befindet sich im Westteil des Naturparks Habichtswald östlich des Langen Walds und wird vom Eder-Zufluss Elbe durchflossen.
Die Stadt wurde nach der 1526 in der Landgrafschaft Hessen eingeführten Reformation zur katholischen Enklave im protestantischen Hessen.
Im Jahre 1626 vernichtete ein Feuer die Burg, die seitdem Ruine blieb.  
FISCHER, Ambrosius (I1046)
 
4442 Nebel begann am 17. April 1592 sein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg, wo er seinen Abschluss als Doktor beider Rechte ablegte. Ab 1598 wurde er in Heidelberg als ordentlicher Professor für Rechtswissenschaften übernommen und in den Jahren 1603 und 1615 zum Rektor der Universität gewählt
Matrikel der Universität Heidelberg am 15.4.1592, "Analtinus". Rektor der Universität Heidelberg (1603/04 und 1615/16). 
NEBELIUS, Prof. Dr. jur. utr. Prof. Dr. jur. utr. Daniel (I2279)
 
4443 Neben Mindaugas und Vytautas zählt er zu den großen Herrschern in der litauischen Geschichte. Litauen stieg unter ihm endgültig zur osteuropäischen Großmacht auf und Gediminas betrachtete sich als „König der Litauer und Ruthenen“.
Um 1295 trat in Litauen nach Jahrzehnten weitgehender Unordnung mit Vytenis, Sohn von Budvydas (Pukuveras), wieder ein mächtiger Großfürst auf den Plan. Nach seinem Tod 1315/16 trat sein Bruder[1] Gediminas die Nachfolge an.

Gediminas erwies sich als erfolgreicher Taktiker, der über eine planvolle Heirats-, Bündnis- und Innenpolitik Litauen zu einer Großmacht aufsteigen ließ und gleichzeitig die Dynastie der Gediminiden begründete. So erklärte er 1323/24 gegenüber dem Papst die Absicht, sich taufen zu lassen. Die Taufe diente dabei wie bei Mindaugas zur Abwehr von Übergriffen des Deutschen Ordens. Als seine innenpolitische Situation schwierig wurde, zog er seine Taufabsicht wieder zurück.

Zur selben Zeit wurde Vilnius Litauens Hauptstadt, Einwanderer (darunter auch aus Deutschland) belebten die Stadt. Es wurden enge wirtschaftliche Beziehungen zur Hansestadt Riga und über Polen nach Westeuropa aufgebaut.

Gediminas zwang mehreren ruthenischen Fürstentümern der ehemaligen Kiewer Rus um 1325 sein Protektorat auf: Smolensk, Pskow und Kiew. Andere ruthenische Feudalherrschaften (Wizebsk, Turau, Pinsk) wurden seinem Staat gänzlich eingegliedert. Kurz vor seinem Tod konnte Gediminas 1340 noch das ruthenische Fürstentum Halitsch-Wolhynien als Erbmasse seines Sohnes Liubartas seinem Staat angliedern (Halitsch musste allerdings 1349 Polen überlassen werden). Plünderungen der tatarischen Goldenen Horde (z. B. um 1340/41) konnten den Staat dabei nicht längerfristig schwächen.

Im Norden und Südwesten musste sich Gediminas ständiger Angriffe des Deutschen Ordens erwehren, der unter dem Vorwand der christlichen Missionierung nach dem Besitz Schemaitens strebte.

Schwere Einfälle erfolgten besonders 1329/30 und 1336/37. Er tat dies mit wechselndem Erfolg. Bei Kämpfen mit dem von adligen Preußenfahrern wie König Johann von Luxemburg massiv unterstützten Ritterorden wurde Gediminas Anfang Dezember 1341 vor der Bayerburg tödlich verwundet. Laut der Überlieferung traf Gediminas unweit der noch heute vorhandenen „Gediminaseiche“ ein vom Eckturm der belagerten Burg abgeschossener Armbrustbolzen.

Im Großfürstenamt folgte ihm sein Sohn Jaunutis nach.  
VON LITAUEN, Gediminas (I1505)
 
4444 Neben seinen kirchlich legitimen Verbindungen hatte Karl zahlreiche Nebenfrauen. Namentlich bekannt sind etwa Madelgard, Gerswind, Regina und Adelind.[255] Dies war mit kirchlichen Normen nicht vereinbar und passte nicht zu den Erwartungen an einen christlichen Kaiser, doch war ein solches Verhalten nicht ohne Beispiel. Das Konkubinat spielte bereits in merowingischer Zeit eine nicht unwichtige Rolle. Das zeitgenössische weltliche Recht und teils sogar das Kirchenrecht um 800 bot zudem Freiräume hinsichtlich des Ehelebens.[256] Dennoch stand Karls Verhalten grundsätzlich im Gegensatz zu kirchlichen Erwartungen.[257] Mit den Nebenfrauen zeugte Karl mehrere weitere Kinder (so unter anderem Drogo von Metz und Hugo), die aber keine legitimen Erben waren. VON FRANKEN, König König Karl der Große (I10449)
 
4445 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7715)
 
4446 Neffe des Fürstabt von St. Gallen Ulrich Rösch GMÜNDER, Konrad (I9611)
 
4447 Neffe des Grafen Cobbo der Älter (Ekbertiner) N., Amelung II. (I18837)
 
4448 NESSELRODE ist der Name eines bergischen Adelsgeschlechts. Die Herren von NESSELRODE gehören zum Uradel der Grafschaft BERG. Zweige der Familie bestehen bis heute. Wegen der über eine Tochterlinie abstammenden Grafen Droste zu Vischering von Nesselrode-Reichenstein siehe Droste zu Vischering.

Das Geschlecht wird erstmals mit dem Ritter HEINRICH genannt ´Flecke von NESSELRODE` als Lehnsmann der Abtei Deutz im September 1303 in einer Urkunde genannt.
Eine Abstammung von ALBERT SOBBE VON LEYSIEFEN ist wahrscheinlich. Namen gebender Stammsitz war die Burg Nesselrath an der Wupper bei Leichlingen.
1335 wird der Sohn von Heinrich Flecke von NESSELRODE, Lehnsmann des Grafen RAINALD II. VON GELDERN.
1368 erscheint der Ritter Johann von NESSELROIDE, der als Lehnsmann der Grafen von BERG auftritt und siegelt.
Haus Nesselrath (auch Haus Nesselrode oder Gut Nesselrath) ist ein mittelalterlicher Rittersitz und heutiges Hofgut am Ufer der Wupper in Leichlingen, Rheinland. Die Burganlage ist heute Teil eines landwirtschaftlichen Betriebs.
Erstmals urkundlich erwähnt wird Haus Nesselrath im Jahre 1303 als Lehen der Abtei Deutz. In den Urkunden wird die Burg sowohl Nesselrath, als auch NESSELRODE genannt. Beide Endsilben sind Toponyme für Rodung. Die ursprünglich zweiteilige Wasserburg wurde um 1300 von der bergischen Ministerialadelsfamilie NESSELRODE erbaut und bewohnt. 1511 erwarb die Adelsfamilie KETTELER den Rittersitz und baute die Burg 1536 grundlegend um. Aus dieser Zeit sind ein Teil der Vorburg mit einem zweigeschossigen Torhaus aus Bruchstein, spitzbogiger Durchfahrt, Fachwerk im Giebel und Kreuzstock im Fenster sowie Teile der Ringmauer erhalten.  
VON NESSELRODE, Catharina (I1762)
 
4449 Nesselrode ist der Name eines bergischen Adelsgeschlechts. Zweige der Familie bestehen bis heute. Die Herren von Nesselrode gehören zum Uradel der Grafschaft Berg. Wegen der über eine Tochterlinie abstammenden Grafen Droste zu Vischering von Nesselrode-Reichenstein siehe Droste zu Vischering.

Eine Verwandtschaft zu dem erloschenen Geschlecht von Nesselröden ist unwahrscheinlich.

Ein weiterer Johann von Nesselrode wurde 1508 mit Hugenpoet belehnt. Seine Nachkommen Johann und Wilhelm begründeten die Linie Nesselrode-Hugenpoēt, die noch heute in Bayern und den Niederlanden besteht. Aus der Linie kamen u. a. eine Ur-Ur-Urgroßmutter der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, Johanna, die 1670 Bernhard III. von Droste-Hülshoff (1634–1700) heiratete[6]. Deren Enkelin wiederum, Richmod von Droste zu Hülshoff (1704–1750), heiratete Christian von Nesselrode-Hugenpoet, General in österreichischen Diensten[7]. Ebenfalls aus diesem Zweig kam unter anderen Johann Leopold Freiherr von Nesselrode-Hugenpoēt († 1768), Generalvikar zu Speyer und der bayerische General Maximilian Freiherr von Nesselrode-Hugenpoēt (* 1804; † 1886).
 
VON HUGENPOET, N. (I45891)
 
4450 Neu, Badisches Pfarrerbuch, Teil II, 1939, S. 152. Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 1244. Rosenkranz, Das Evangelische Rheinland, II. Band, 1958, S. 126. Drüll, Gelehrtenlexikon, S. 32. Studium in Basel BS 1638 (Matrikel der Universität Basel - siehe www.e-codices.ch - im Apr. 1638, "Pal. Spirensis"). In Bremen 1645 (Matrikel des Gymnasium Illustre zu Bremen Anfang 1645, "M[agister], Spirens[is]). Pfarrer in Köln 1645/49 und Nußloch 1650/51, Konrektor in Heidelberg 1651/52, Pfarrer in Weisenheim am Sand 1653, Professor an der Philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg 1653/82 und Prorektor 1658/59. Matrikel der Universität Heidelberg am 12.4.1653. Pfarrer zu St. Peter in Heidelberg 1660/82 (Spitzer, Heidelbergs Kirchen und Kirchengeschichte, 1931, S. 12). Pate in Heidelberg (Heiliggeistkirche) am 17.4.1670.

Johann Sebald Fabricius, auch Fabritius (* 15. Januar 1622 in Speyer; † 6. April 1682 in Heidelberg) war ein deutscher evangelisch-reformierter Geistlicher und Hochschullehrer.
Fabricius studierte Theologie in Basel und ab 1645 in Deventer. Von 1645 bis 1649 war er deutsch-reformierter Pfarrer in Köln. 1650 wurde er als reformierter Pfarrer nach Walldorf und Nussloch berufen. 1651 wurde er interimistischer Rektor in Heidelberg, 1652 Pfarrer in Lambsheim und Weisenheim am Sand. Von 1652 bis zu seinem Tod 1682 lehrte er als Professor der Geschichte und griechischen Sprache an der Universität Heidelberg. Am 8. Januar 1657 wurde er zum Dr. theol. promoviert. Von 1660 bis 1692 war er zugleich Pfarrer an der Heidelberger Peterskirche.

Fabricius heiratete 1653 in Heidelberg Maria Magdalena, geb. Mieg, eine Tochter des Sekretärs Johann Michael Mieg aus Straßburg.

Werke
Churfürstlicher Lieb- und Tugendspiegel. 1650
Descriptio historica urbis Heidelbergensis. 1656
Historia von Mannheim und Kaiserslautern. 1656
Neohusium sive de ortu etc. coenobii Neuhusani


Literatur
Georg Biundo: Die evangelischen Geistlichen der Pfalz seit der Reformation (Pfälzisches Pfarrerbuch) (= Genealogie und Landesgeschichte. Publikationen der Zentralstelle für Personen- und Familiengeschichte 15). Neustadt an er Aisch 1968, S. 109
Heinrich Neu: Pfarrerbuch der evangelischen Kirche Badens von der Reformation bis zur Gegenwart. Teil II: Das alphabetische Verzeichnis der Geistlichen mit biographischen Angaben. Lahr (Schwarzwald) 1939, S. 152
 
FABRICIUS, Prof. Dr. theol. Prof. Dr. theol. Johann Sebald (I12119)
 

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