Strauss Genealogie


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4251 Michael begann seine Karriere als einfacher Soldat und stieg aufgrund seiner Fähigkeiten bis zum Strategos der byzantinischen Militärprovinz (Thema) Armeniakon und zum Comes Excubitorum (Kommandant der Palasttruppen) auf. 803 war er an der Usurpation des Bardanes Turkos (war ein byzantinischer General armenischer Herkunft, der 803 zum Gegenkaiser proklamiert wurde., dessen Tochter Thekla er heiratete, gegen Kaiser Nikephoros I. beteiligt.
Er unterstützte 813 auch die Inthronisierung des mit ihm bekannten Leo V., wurde dann aber, als eine Verschwörung gegen Kaiser Leo V. entdeckt wurde, im Dezember 820 zum Tode verurteilt. Seinen Anhängern gelang es jedoch Kaiser Leo V. zu ermorden, Michael aus dem Gefängnis zu holen und als erstes Mitglied der Amorischen Dynastie oder auch Phrygischen Dynastie (nach der Herkunftsregion Michaels II.) auf den Thron zu setzen. Der rechtmäßige Thronfolger Konstantin wurde nach Proti verbannt, entmannt und ins Kloster gesteckt.
Die Ermordung Kaisers Leo V. und die Usurpation Michaels II. löste einen weiteren Usurpationsversuch aus: Michaels ehemaliger Waffengefährte, der General Thomas auch bekannt unter dem Namen Thomas der Slawe, beanspruchte den Thron für sich und löste damit einen schweren Bürgerkrieg aus der von 820 bis 823 dauerte. Nachdem Thomas, dessen Machtbasis im Osten des Reichs lag, einige kaisertreue Generäle besiegt und sich mit den Arabern unter Kalif al-Ma'mūn verständigt hatte, gewann er rasch Anhänger, zumal er als Beschützer der Armen auftrat und sich wie Leo V. im Osten des Reichs auf Rückhalt im erstarkenden Paulikianertum stützen konnte. Konstantinopel selbst wurde von dem Usurpator über ein Jahr belagert und schien zeitweilig kurz vor dem Fall zu stehen. Erst das Bündnis mit Khan Omurtag brachte eine Wende. Thomas musste die Belagerung aufgeben und wurde schließlich gefangen genommen und hingerichtet. Der Bürgerkrieg schwächte das Reich und begünstigte die weitere Islamische Expansion:


Die Sarazenenflotte segelt nach Kreta. Miniatur aus dem Madrid Skylitzes-Manuskript.
823/4 eroberten spanische Araber, die in Opposition zu den umayyadischen Emirat al-Andalus standen, Kreta und begründeten das 135 Jahre dauernde Emirat von Kreta. Unter Michael II. begannen auch die Angriffe auf Sizilien 827 im Zusammenhang mit der Usurpation des Euphemios.

Trotz seiner ikonoklastischen Sympathien bemühte er sich, die Bilderverehrer zu beschwichtigen, zog sich jedoch den Zorn der Mönche zu, als er eine zweite Heirat mit Euphrosyne einging, der Tochter Konstantins VI. 
VON BYZANZ, Michael II. (I36560)
 
4252 Michael war der vermutlich jüngere der beiden Söhne des Christophoros Lakapenos und dessen Frau Sophia.[1] Seine Geschwister waren der schon vor April 927 als Kind verstorbene Romanos, Maria-Irene (die spätere Ehefrau des bulgarischen Zaren Peter I.) und eine weitere, früh verstorbene Schwester. Er hatte zwei Töchter Helene und Sophia. Anders als sein Vater und sein Bruder wurde Michael von seinem Großvater Romanos I. offenbar nicht zum Mitkaiser (Symbasileus) gekrönt.[2] Dennoch bekleidete er kaiserähnliche Würden, da er der Vita Basilii zufolge Purpurgewänder und -schuhe trug.[3] Christian Settipani geht davon aus, dass Michael 924, zum Zeitpunkt der Kaiserkrönung seines älteren Bruders, zum Kaisar erhoben wurde.[4]

Als Konstantin VII. seine Schwäger Stephanos und Konstantin am 27. Januar 945 als Mitkaiser absetzte, verlor auch Michael Lakapenos seinen quasi-kaiserlichen Status, blieb aber anders als jene vom Schicksal der Verbannung verschont. Konstantin VII. steckte ihn zwar ins Klerikergewand, zeichnete ihn andererseits aber mit den Würden eines Magistros und Raiktor aus, so dass der Romanos-Enkel auch nach 945 im öffentlichen Leben präsent blieb. Unter Kaiser Romanos II. beriet Michael Lakapenos den bei Hofe einflussreichen Eunuchen Joseph Bringas und bekleidete vielleicht das Amt eines Logothetes des Dromos. Zeitpunkt und Umstände seines Todes sind unbekannt. 
LAKAPENOS, Michael (I37385)
 
4253 Mieszko wird erstmals für das Jahr 962 oder 963 als rex Misaca (König Misaca) in der um 967 entstandenen Sachsengeschichte des Widukind von Corvey im Zusammenhang mit zwei schweren militärischen Niederlagen gegen ein slawisches Heer unter der Führung des sächsischen Grafen Wichmann II., des Neffen des Sachsenherzogs Hermann Billung, erwähnt.Mieszkos Herrschaftsgebiet lag in dieser Zeit im späteren Großpolen, im Gebiet um Gnesen, Posen, Kruszwica, Giecz und den Goplosee VON POLEN, Fürst Fürst Miezko I. (I15281)
 
4254 Militärische Karriere
Seit 1679 war er in kurbrandenburgischen Kriegsdiensten und wurde Hauptmann der Ämter Mohrungen und Liebstadt in Ostpreußen. Am 31. Dezember 1686 wurde er Oberst und Geheimer Rat. Der neue Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg sandte ihn mehrmals als Diplomaten nach Polen, so 1688 zur Erneuerung der Verträge zwischen Brandenburg und Polen. In den Jahren 1689 und 1690 nahm er am Feldzug gegen Frankreich teil und wurde beim Sturm auf Bonn am 10. Oktober 1689 verwundet. Am 19. Oktober 1689 wurde er zum Generalwachtmeister befördert. Seit dem 9. Oktober 1690 war er Generalmajor Chef eines Infanterie-Regiments, das seinen Namen trug. Er wurde in diplomatischer Mission nach Stockholm gesandt und am 1. Februar 1691 wirklicher Geheimer Rat. Am 11. April 1692 wurde er Gouverneur von Pillau. Im Jahre 1693 nahm er als Brigadegeneral am Feldzug in den Niederlanden gegen Frankreich teil und wurde am 25. Januar 1695 zum Generalleutnant befördert.

Am 11. Februar 1695 erhielt er auf Betreiben der Kurfürstin Sophie Charlotte gegen den Willen des Ersten Ministers von Danckelmann die Bestallung als Oberhofmeister des Kurprinzen und späteren Königs Friedrich Wilhelm. Zusammen mit dem am 8. Mai 1697 hinzugetretenen Hugenotten Jean Philippe Rebeur leitete er die Erziehung des Kurprinzen für die nächsten neun Jahre. Am 17. Januar 1701 wurde er als einer der ersten in den Hohen Orden vom Schwarzen Adler aufgenommen. Als Gegner des Grafen Kolbe von Wartenberg zog er sich 1704 weitgehend vom Hof zurück – er behielt nur seinen Sitz im Geheimen Rat. Nach dem Sturz Wartenbergs übernahm er wieder mehr Verantwortung, wurde Chef der Kommission zur Herstellung des Kammer- und Domänewesens in Preußen. Vom Juni 1712 bis zu seinem Tode war er Vorsitzender der Königsberger Regierung. Am 25. März 1713 wurde er vom neuen König Friedrich Wilhelm I. zum General der Infanterie und am 5. September schließlich zum Generalfeldmarschall befördert.

Kulturelles Wirken
Er war Ahnherr des Hauses Schlobitten. Unter ihm war zwischen 1696 und 1736 der großartige Neubau des Schlosses entstanden, der das ältere Herrenhaus integrierte. Die Architekten waren Jean Baptiste Broebes (1660–1720) und Johann Caspar Hindersin (1667–1738). 
VON DOHNA-SCHLOBITTEN, Alexander (I57874)
 
4255 Military
1863 3 Jul
Age: 23
Capture of Cumberland Gap, 1st Sergeant, Company C, 129th
Volunteer Infantry 
PIERCE, Charles Henry (I57173)
 
4256 Minderzwölfer 1592, Zunftmeiwter 1602, Schaffner zu Küssnacht 1606 BALBER, Hans (I3620)
 
4257 Ministerialenfamilie unklarer Herkunft. Zwischen 1259 und 1521 erscheinen mehrere Personen namens vom Thurn oder de Port als bischöfl. Ministeriale und Inhaber des Turms in Brienz/Brinzauls. Um 1400 waren die Brüder Wilhelm und Hans im Besitz von Lehen der bischöfl. Herrschaft Greifenstein. Zur selben Linie zählte wohl auch Jakob, 1411/15 bischöfl. Burgherr und Pfleger oder Vogt zu Greifenstein bei Filisur. Vermutlich begab sich ein Zweig von Brienz/Brinzauls ins Unterengadin, denn in Ftan sind um 1400 Peter und Hans als Inhaber eines bischöfl. Lehens, in Ramosch 1421 Jacob von Port und 1464 Peter als Burgherren und Richter auf der Burg Tschanüff bezeugt. 1464 erscheint ein Paul Conradin als österr. Pfleger auf Schloss Tarasp. In Chur tritt das Geschlecht erstmals 1439 mit dem bischöfl. Kanzler Nicolaus de la P. in Erscheinung. Johannes de la P., genannt Byaesch, war 1477 Churer Bürger und Pfleger des Predigerklosters. Weitere Zweige der Fam. waren im 15. und 16. Jh. in Davos, Scuol, Sent und Landeck (Tirol) niedergelassen.

In der Churer Linie nahm Domkustos Franciscus eine herausragende Position ein. Er hat in Wien studiert und war 1499 z.Z. des Schwabenkriegs einer von vier Regenten des Bistums sowie Kriegsrat gewesen. Auch aus der Churer Linie stammte der 1565 gewählte Bf. Beatus (->) sowie dessen Bruder Caspar, 1575 bischöfl. Hofmeister und 1578 Hauptmann auf der Fürstenburg im Vinschgau. Der Ftaner Zweig stellte 1557-1889 insgesamt 15 ref. Pfarrer, darunter Nuot (1696-1767) in Scuol, der acht rätorom. Werke, u.a. eine "Chronica Rhetica", herausgab, sowie Petrus Dominicus Rosius (->). Die von Andreas Rosius (->) 1793 im Geist der Philantropine gegr. Privatschule in Ftan bestand bis 1869. 
A PORTA, Ursula (I16125)
 
4258 Ministerialengeschlecht der Grafen von Neuenburg, 1196.
Rats- und Gerichtsherrengeschlecht des Freistaates Bern.
Eintritt in das bernische Burgerrecht um 1270.
in den Rat vor 1300.

Geschichtliches.
I. Zeit vor der Burgerrechtserwerbung.
Ministerialen der Grafen von Welschneuenburg und Kastellane
zu Erlach am Bielersee. Laut Turnierbüchern sollen schon
1104 zu Schaffhausen und Esslingen ein Walther v. Erlach und
1165 zu Zürich ein Christoffel v. Erlach an Turnieren
teilgenommen haben, urkundliche Belege für die Richtigkeit dieser
Angaben sind jedoch noch nicht erbracht. Urkundlich wird
der Name zuerst 119(1 in einer Schenkungsurkunde der Grafen
von Neuenburg an das Kloster Altenryf erwähnt, wo ein Rudolf
de Cellye, miles, als Zeuge genannt wird. Dieser wird,
da «Cellye» der französischen Namensform Cerlier für Erlach
entspricht, als erster bekannter Träger des Namens angesehen.
Am Anfang des XIII. Jahrhunderts, zuerst 1225, erscheint in
Urkunden häufig ein Ulrich de Erilaco, dominus, miles oder
domicellus, meistens als castellanus de Erlach. Die Kastlanei
daselbst trug das Geschlecht von den Grafen von Neuenburg
zu Lehen und hat sie niemals, trotzdem es den Namen davon
trägt, zu eigen besessen; noch bis Ende des XVI. Jahrhunderts
besass es ein Mannlehen und ein Sässhaus im Städtchen Erlach,
welch' ersteres noch im XV. Jahrhundert von seinen Lehensherren
erneuert wurde. Im XVII. Jahrhundert war die Familie
May v. Rued durch Erbschaft Eigentümerin desselben geworden.
Die ununterbrochene Stammreihe beginnt mit Ulrich, Kastellan
v. Erlach gest. 1303, der höchst wahrscheinlich der Sohn des
vorher erwähnten Ulrichs ist.

II. Zeit nach Eintritt ins bernische Burgerrecht.
Erster erwiesener Inhaber desselben ist der letztgenannte
Ulrich, der von 1267 an in Urkunden genannt wird. Er scheint
schon bald nach 1270 Burger und Mitglied des Rates geworden
zu sein und soll auch am 2. März 1298 die Berner in der
Schlacht am Donnerbühl befehligt haben. Ausser der Kastlanei
zu Erlach besass er noch Lehen zu Reichenbach, Scheunen,
Münchringen, Uetligen und Höchstetten; seine Frau Mechtild
war laut einer Urkunde vom Juli 1299 die Tochter Wernhers
von Rheinfelden, des Rates zu Bern. Sein ältester Sohn war
der bekannte Sieger von Laupen, Rudolf, Kastlan seit 1316,
Hofmeister der Söhne des Grafen Rudolf III. von Nidau 1336,
Anführer der Berner bei Laupen am 21. Juni 1889. Herr zu
Reichenbach, wo er 1360 von seinem Schwiegersohn Jost von
Rudenz aus Unterwaiden mit seinem eigenen Schwert ermordet
worden sein soll. Von diesem Zeitpunkt an löste sich das Band
zwischen den Erlach und den Grafen von Neuenburg sozusagen
vollständig, ihre Dienste widmen sie von nun an ganz der Stadt
Bern. Mehr als ein halbes Jahrtausend sassen sie ohne
Unterbruch in beiden Raten der Stadt, mit deren Geschichte sie
so eng wie kaum ein anderes noch lebendes Geschlecht verknüpft
sind, 7 Schultheissen hat die. Familie dem alten Freistaat Bern
geliefert, eine Zahl, die nur von den Bubenberg übertroffen
wurde. Aber auch weit über die Grenzen seines Vaterlandes
hinaus hat sich das Geschlecht Glanz und Ruhm erworben; über
90 bekleideten Offiziersstellen in kaiserlichen, preussischen,
brandenburgischen, österreichischen, französischen, dänischen,
holländischen, schwedischen, badischen, sächsischen,
venezianischen und piemontesischen Diensten, sogar jenseits des
Ozeans begegnen wir einem Mitglied des Hauses, nämlich Diebold,
der 1562 in Florida als Hauptmann in französischen Diensten
umkam. Karl von Erlach von der älteren Linie, (Zweig von
Gerzensee), fand als Hauptmann der Schweizergarde am 10. August
1792 bei den Tuilerien ein grausiges Ende.

Obgleich das Geschlecht im Allgemeinen seiner Heimat Bern
treu blieb und seine Mitglieder meistens nach verbrachter
Dienstzeit im Ausland nach Hause zurückkehrten und die Magistratur
ergriffen, so müssen doch 2 Linien erwähnt werden, welche sich
ziemlich von den andern abtrennten und im Auslande ebenfalls
zu grossem Ansehen gelangten. Die eine, die sogenannte
anhaltische oder altenburgische, wurde gestiftet von Burkhard,
Wolfgangs und der Katharina von Diesbach ältester Sohn, der
in der 2. Hälfte des XVI. Jahrhunderts Bern verliess,
kurbrandenburgischer Oberst wurde und von Adelheid Siegelmann
von Dalsberg Deszendenz hinterliess, die sich im Anhalt-
Cöthen'schen und Altenburgischen festsetzte und erst anfangs
des XIX. Jahrhunderts mit Carl Robert, Freiherrn von Erlach
auf Trebithen ausstarb. In ihrer neuen Heimat bekleidete
diese Linie viele Offiziers- und Hofstellen, erwarb mehrere
Rittergüter und schloss Allianzen mit den Neuneck, Hatzfeld,
Boerstel, Zerbst, Genders zu Rabenstein, Schenk, Alvensleben,
Bakhof, Walwitz, Pückler, Venediger und Sommerau-Beck. Die
andere sogenannte französische oder freiburgische Linie wurde
gegründet von Johann Jakob (1628 - 1694) des Schultheissen
Franz Ludwig zu Spiez und der Johanna von Graffenried Sohn,
Generalleutnant in Frankreich, wo er sich zum Katholizismus
bekannte und deshalb des bernischen Burgerrechtes verlustig
ging. Er erwarb in der Folge dasjenige zu Freiburg, welches
seine ebenfalls katholische Deszendenz, die 1785 mit dem Grafen
und Marechal de camp Pierre Louis ausstarb, beibehielt.
Auch im 19. und 20. Jh. schlugen mehrere Mitglieder der Familie eine militärischer Karriere ein,
die im Fall Rudolfs bis zum Divisionär führte. Ausserdem stellten die E. mit Franz Rudolf einen
Berner Regierungsrat. Seit der 2. Hälfte des 20. Jh. sind die Mitglieder der Familie u.a. im
Banken- und Versicherungswesen sowie in der Industrie tätig.

Sowohl in Bern als auch in der Waadt und im Aargau besassen
die Erlach während ihres über 500jährigen Bestandes
eine sehr grosse Anzahl Schlösser und Herrschaften, als die
wichtigsten mögen folgende angeführt werden: Reichenbach
1302 - 1580, Jegistorf 1321 - 1593 und wieder 1720 - 1778,
die Freiherrschaft Riggisberg 1357 - 1799, Hindelbank 1387 bis
1512 und wieder 1720 - 1806, Wyl 1387 - 1524, Bümpliz
1401 - 1675, die Freiherrschaft Spiez 1516 - 1875, Oberhofen
1590- 1652, Kiesen 1597 -1687, Rümligen 1634 - 16S0, Kastelen
und Auenstein 1612 - 1650, Mattstetten 1695 - 1798, Thunstetten
1713 - 1740, ferner Urtenen, Illiswyl, Moosseedorf, Bäriswyl und
Scheunen, in der Waadt Coppet, Wufflens, Bioley, Champvent,
La Motte und Vallamand. Ausserdem gehörten ihnen ein Landgut
in Wichtrach, Rörswyl und die Schadau bei Thun; in
neuerer Zeit besitzt das Geschlecht das Schlossgut Gerzensee
seit 1813, das Gut Schwand bei Münsingen seit 1856 und
mehrere städtische Grundstücke. Der anhaltischen Linie gehörten
in Deutschland u. a. das Gut Geyersdorf, die Freiherrschaft
Altenburg im Anhaltischen, Gross-Sirding und Bogenau
in Schlesien, Trebiskau und Trebithen.

Im alten Bern erhielt die Familie 1651 mit den 4 andern
sogenannten Rittergeschlechtern der Bonstetten, Mülinen und
Wattenwyl, denen 1609 noch die Luternau zugeteilt wurden, den
Vorsitz im Kleinen Rat, gleich nach den 4 Vennern und zugleich
auch die Titulatur «Wohledelfest», nachdem sie vorher nur
«Edelfest» war. Die Freiburger Linie führte im XVII. und
XVIII. Jahrhundert in Frankreich stets den Grafentitel, die
anhaltische, wie auch diejenige von Spiez und Riggisberg, den
Freiherrentitel. Der Schultheiss und Feldmarschall Hieronymus
{s. unten) von der Linie von Hindelbank erhielt von Franz I.
am 6. Oktober 1745 für sich und seine Deszendenz den erblichen
Reichsgrafenstand und auch der Zweig von Gerzensee von
der älteren noch lebenden Linie hat von Preussen die Befugnis
zur Führung des Grafentitels bekommen.

Als Wappen führen die Erlach seit den ältesten Zeiten als
Dienstmannen der Grafen von Welschneuenburg einen Bestand-
teil desjenigen ihrer Lehensherren, nämlich in rot einen silbernen
Pfahl, belegt mit einem schwarzen Sparren. Im XIV. und
XV. Jahrhundert treten verschiedene Helmzierden auf, z. B. ein
Mannesrumpf mit Wiederholung der Schildfigur, ein Frauenrumpf
Desgleichen, ein wachsender goldener Löwe, ein wachsender
silberner goldbewehrter Greif (Oltigen), eine goldene, mit
schwarzen Hahnenfedern besteckte Mitra, am häufigsten jedoch
ein hoher mit schwarzen Hahnenfedern besteckter Spitzhut mit
Wiederholung des Wappens; diese letztere wurde denn auch
endgültig beibehalten und wird noch heute geführt. Im
kaiserlichen Diplom, das 1745 die Hindelbanker Linie in den
Reichsgrafenstand erhob, ist das alte Wappen beibehalten, jedoch
mit der Befugnis dasselbe mit 5 Helmen schmücken zu dürfen,
wovon die 3 mittleren golden, die 2 äussern silbern sind; die
Helmzierden sind in der Mitte der federbesteckte Spitzhut mit
dem Wappen, rechts der silberne Greif, links der goldene Löwe,
aussen rechts der gekrönte Frauenrumpf und aussen links der
Mannesrumpf, beide mit Wiederholung des Wappens. Devise:
Sola virtus nobilitat.

Von den zahlreichen bemerkenswerten Männern, die aus
dem Geschlechte Erlach hervorgegangen sind, verdienen, soweit
sie nicht schon genannt sind, noch besonders hervorgehoben
zu werden:

Ulrich, gest. 1465, Ritter, Herr zu Wyl, Bümpliz, Jegistorf
und Riggisberg, Hauptmann im Zug ins Eschenthal 1425, Gesandter
zu Philipp dem Guten von Burgund 1445, Hauptmann
bei der Belagerung von Greifensee und Schultheiss der Stadt
Bern 1444 - 1465; Rudolf, 1449 - 1507, Herr zu Wyl, Bümpliz
und Jegistorf, Mitherr zu Riggisberg, Hindelbank und Ried,
Vogt zu Erlach im Namen Wilhelms von Chalons 1468, Bernischer
Landvogt daselbst 1470 - 1474, Schultheiss der Stadt 1479,
Oberst über 5000 Berner im Hegau 1499 und im nämlichen
Jahre über 8000 Berner bei Dornach, war auch an verschiedenen
Gesandtschaften; Ludwig 1470 - 1522, ein unverbesserlicher
Reisläufer, der mit seiner Vaterstadt wegen Übertretung der
diesbezüglichen Verbote beständig in Konflikt war, sein Vermögen
wurde von der Obrigkeit mehrmals konfisziert und einmal sogar
öffentlich versteigert, 1494 trat er in französische
Dienste und wurde 1507 bei Genua von König Ludwig XII.
von Frankreich zum Ritter geschlagen, 1521 war er Hauptmann
in päpstlichen Diensten und wurde im gleichen Jahr von Papst
Leo X. zum Ritter des Heiligen Stuhles geschlagen, seit 1516 war
er Herr zu Spiez; Hans 1474 - 1530 Freiherr zu Spiez, Herr
zu Bäriswyl, Jegistorf, Hindelbank und Riggisberg, Gesandter
nach Rom 1512, Kriegsrat im Zug nach Dijon 1511, Schultheiss
der Stadt Bern 1519 und 1581, Oberst im Zug ins Oberland
und nach Genf 1530; Ludwig 1543 - 1596, Freiherr zu
Riggisberg, eroberte 15S7 die Stadt Mülhausen, Oberst eines
Schweizerregimentes unter Heinrich IV. in Frankreich 1589,
Kriegsrat im Zug nach Faucigny, Gesandter nach Strassburg
und Savoyen; Franz Ludwig 1575 - 1651, Freiherr zu Spiez
und Herr zu Oberhofen, Venner und Schultheiss der Stadt Bern
1629 -1651; Johann Ludwig 1595 - 1650, Herr zu Kastelen
und Auenstein, schwedischer General, Kommandant von Breisach,
erster schweizerischer Generalleutnant in Frankreich 1647
und 3 Tage vor seinem Tode zum Marschall von Frankreich
ernannt; Sigmund 1614 - 1699, Freiherr zu Spiez, diente in
seiner Jugend in Frankreich und Sachsen-Weimar, Generalmajor
in Frankreich 1048, Kommandant der Berner im Bauernkrieg
und bei Villmergen, Schultheiss der Stadt und Republik Bern
1675 - 1690; Johann Ludwig 1648-1680, dänischer Vize-Admiral;
Johann Jakob 1628 - 1694, erster von Frankreich zum
Brigadier ernannter Schweizer 1672, Generalleutnant 1688, focht
bei Senef, in Katalonien, Luxemburg etc.; Hieronymus 1667 bis
1748, Herr zu Hindelbank, Thunstetten, Moosseedorf, Wylhof,
Urtenen, Mattstetten und Bäriswyl, wurde 1705 Feldmarschall-
leutnant in kaiserlichen Diensten und wirklicher Kämmerer Kaiser
Leopolds I., Ritter des Hubertusordens und des roten Adlerordens,
Schultheiss der Stadt und Republik Bern 1721 - 1747;
Sigmund 1671 - 1722, Kommandant der Schweizergarde und
Hofmarschall und Kammerherr Friedrichs I. von Preussen, zuletzt
Generalleutnant; Johann Jakob 1674 - 1782, marechal de camp
in Frankreich 1786, Oberst der Schweizergarde im gleichen
Jahr, Generalleutnant 1788, Grosskreuz von St. Louis 1740;
AI brecht Friedrich 1696 -1793, Herr zu Jegistorf, Hindelbank,
Urteilen, Bäriswyl und Mattstetten, Ritter des Baden-
Durlach'schen Ordens de la fidelite, des Hessen-Kasserschen
Löwenordens und des preussischen Schwarzen Adlerordens, Schultheiss
der Stadt und Republik Bern 1759 - 1787; Peter Jakob
Anton 1698-1741, Brigadier in Frankreich 1740, Ritter von
St. Louis 1788; Sigmund 1602 - 1758, Herr zu Schadau, Brigadier
in Frankreich 1745: sein Bruder Gabriel l694 - 1741,
Brigadier in Frankreich 1741; Abraham 1716 - 1782, Freiherr
zu Riggisberg, Hauptmann der Schweizer Garde in Paris,
Brigadier 1748, marechal de camp 1701, Generalleutnant 1780,
Kommandeur des Ordens pour le merite militaire 1750 und
Grosskreuz desselben 1770; Peter Ludwig 1736 - 1788, Brigadier
in Frankreich und Ritter von St. Louis 1707, marechal de
camp 1780; sein Bruder Philipp Ludwig August 1741 - 1770,
Brigadier in Frankreich und Ritter von St. Louis; Karl Ludwig
1746 - 1798, Herr zu Hindelbank, Bäriswyl, Urtenen, Mattstetten
und Scheunen, Ritter des Ordens pour le merite militaire
1782, marechal de camp in Frankreich 1790, Oberkommandant
der Bernertruppen im Waadtland 1791, Oberkommandant
der gesamten Bernertruppen 1798, am 4. März des gleichen
Jahres von rasenden Bauern bei Wichtrach ermordet, Rudolf
Ludwig 1749 - 1808, letzter bernischer Schultheiss zu Burgdorf,
Verfasser des «Code du bonheur» den er Catharina II. von
Russland widmete, General der Insurrektionsarmee im Aargau
1802; Abraham Friedrich 1762 1815, marechal de camp in
Frankreich unter Ludwig XVIII.

Gegenwärtig blüht das Geschlecht in Bern, Zürich, Deutschland
und Amerika.

Literatur: R. de Steiger, les generaux bernois, Berne 1804;
Sammlung bernischer Biographien, herausgegeben vom historischen
Verein des Kantons Bern; v. Gonzenbach, General Hans Ludwig
von Erlach, Bern 1884 - 1888.
(Info: SGB)

weiterführende Information: HLS Wiki 
VON ERLACH, Stammlinie (I18609)
 
4259 Ministerialengeschlecht des alten Aargaus.
Rats- und Gerichtsherrengeschlecht des Freistaates Bern.
Eintritt in das bernische Burgerrecht 1429 und 1485
in den Grossen Rat 1485.
in den Kleinen Rat 1609.
Herkunft: Luthern. 
VON LUTERNAU, Stammlinie (I26047)
 
4260 Ministerialengeschlecht, das sich nach dem freiburgischen Weiler Beniwil oder Bennewil (Gemeinde Alterswil) nannte. Sie besassen zahlreiche Güter im Sensegebiet und waren vielleicht verwandt mit den Herren von Autigny. Peter, 1227 als Zeuge nachgewiesen, ist wahrscheinlich der Stammvater der Fam. Seine Nachkommenschaft im Freiburgerland starb im 14. Jh. aus. Nebenlinien sind in Moudon, Avenches und Bern nachweisbar. Burkhard (1318-vor 1348), Sohn des Hans, war von 1331 an Bürger von Bern. Er war in Kirchdorf (BE) und Gurzelen reich begütert. 1340 erwarb er die Vogtei über Rüeggisberg. Dieser Berner Zweig, der mit den Münzer verschwägert war, verschwindet gegen Ende des 16. Jh. (Q: HLS)

weiterführende Information: Wiki 
VON BENNENWIL, Stammlinie (I18665)
 
4261 Mit Adalbero II. starben die Grafen von Ebersberg aus.
Die Reisegesellschaft von Heinrich III. hatte Halt gemacht bei der Gräfin Richlinde von Ebersberg auf Schloss Persenbeug, die vor der Aufgabe stand, das Erbe ihres gerade verstorbenen Mannes zu verteilen. Bei einem umfangreichen Festmahl der Gastgeberin brach eine tragende Säule unterhalb des Festsaales und löste den Einsturz des kompletten Bodens aus. Dabei wurde der König leicht verletzt, die Gastgeberin, der Würzburger Bischof Bruno und der Abt Altmann des Klosters Ebersberg aber so schwer, dass sie die nächsten Tage nicht überlebten. 
VON ALTDORF, Richlind (I36846)
 
4262 Mit dem Tod Kaiser Friedrichs II. im Dezember 1250 begann das sogenannte Interregnum („Zwischenkönigszeit“), in dem die Königsherrschaft im Reich nur schwach ausgeprägt war. In diese Zeit fiel Rudolfs Aufstieg zu einem der mächtigsten Territorialherren im Südwesten des Reiches. Mit seiner Wahl zum römisch-deutschen König (1273) endete das Interregnum. Als König versuchte Rudolf die Rückgewinnung (Revindikation) des vornehmlich seit etwa 1240 fast vollständig verlorengegangenen Reichsgutes. Erfolgreich war er dabei vor allem in Schwaben, im Elsass und im Rheinland. Der Norden des Reiches blieb seinem Zugriff dagegen weitgehend entzogen. Gegenüber dem mächtigen böhmischen König Ottokar musste Rudolf die Anerkennung seiner Königsherrschaft und die Revindikationen militärisch durchsetzen. Sein Sieg in der Schlacht bei Dürnkrut (1278) begründete die habsburgische Herrschaft in Österreich und der Steiermark. Das Haus Habsburg stieg zu einer reichsfürstlichen Dynastie auf. Rudolf erkannte die Bedeutung der Städte für die eigene Königsherrschaft. Seine Steuerpolitik erzeugte jedoch erheblichen städtischen Widerstand. Vergeblich bemühte sich Rudolf, die Kaiserwürde zu erlangen und einen seiner Söhne zu Lebzeiten als Nachfolger im römisch-deutschen Reich einzusetzen.


Beim Aufbruch seines Vaters 1239 auf den Kreuzzug übernahm R. die gräfl. Güter und Rechte im Aargau, Frickgau und nördl. Zürichgau sowie Eigengüter im Elsass. Die Herrschaft war zwar durch die kurz vorher erfolgte Erbteilung geschwächt und von Spannungen mit der Seitenlinie der Habsburg-Laufenburg belastet. Trotzdem gelang R. eine nachhaltige Stärkung der Hausmacht. Als enger Gefolgsmann der Staufer profitierte er von königl. Gunstbeweisen, als militärisch erfahrener Kriegsmann, welcher der Legende nach das Patenkind Ks. Friedrichs II. war und 1241 in Italien zum Ritter geschlagen wurde, weitete er seine Stellung auf Kosten benachbarter hochadliger und geistl. Konkurrenten v.a. im Schwarzwald und Elsass aus. Ab 1259 setzte sich R. im Streit um das bedeutende kyburg. Erbe erfolgreich gegen Peter II. von Savoyen durch. 1267 gelang ihm der Ausgleich mit Savoyen, 1273 verheiratete er seinen Neffen mit der kyburg. Erbtochter und zog dabei weitere Herrschaftsrechte an sich. Sein Einfluss reichte nun bis in die Innerschweiz (Gotthardroute) und nach Freiburg im Uechtland. R. war der wohl mächtigste Adlige im Südwesten des Reichs, als er am 1.10.1273 überraschend zum König des Hl. Röm. Reichs gewählt wurde.

http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D29461.php 
VON HABSBURG, Rudolf I. (I1928)
 
4263 Mit dem Tod Kaiser Friedrichs II. im Dezember 1250 begann das sogenannte Interregnum („Zwischenkönigszeit“), in dem die Königsherrschaft im Reich nur schwach ausgeprägt war. In diese Zeit fiel Rudolfs Aufstieg zu einem der mächtigsten Territorialherren im Südwesten des Reiches. Mit seiner Wahl zum römisch-deutschen König (1273) endete das Interregnum. Als König versuchte Rudolf die Rückgewinnung (Revindikation) des vornehmlich seit etwa 1240 fast vollständig verlorengegangenen Reichsgutes. Erfolgreich war er dabei vor allem in Schwaben, im Elsass und im Rheinland. Der Norden des Reiches blieb seinem Zugriff dagegen weitgehend entzogen. Gegenüber dem mächtigen böhmischen König Ottokar musste Rudolf die Anerkennung seiner Königsherrschaft und die Revindikationen militärisch durchsetzen. Sein Sieg in der Schlacht bei Dürnkrut (1278) begründete die habsburgische Herrschaft in Österreich und der Steiermark. Das Haus Habsburg stieg zu einer reichsfürstlichen Dynastie auf. Rudolf erkannte die Bedeutung der Städte für die eigene Königsherrschaft. Seine Steuerpolitik erzeugte jedoch erheblichen städtischen Widerstand. Vergeblich bemühte sich Rudolf, die Kaiserwürde zu erlangen und einen seiner Söhne zu Lebzeiten als Nachfolger im römisch-deutschen Reich einzusetzen.


Beim Aufbruch seines Vaters 1239 auf den Kreuzzug übernahm R. die gräfl. Güter und Rechte im Aargau, Frickgau und nördl. Zürichgau sowie Eigengüter im Elsass. Die Herrschaft war zwar durch die kurz vorher erfolgte Erbteilung geschwächt und von Spannungen mit der Seitenlinie der Habsburg-Laufenburg belastet. Trotzdem gelang R. eine nachhaltige Stärkung der Hausmacht. Als enger Gefolgsmann der Staufer profitierte er von königl. Gunstbeweisen, als militärisch erfahrener Kriegsmann, welcher der Legende nach das Patenkind Ks. Friedrichs II. war und 1241 in Italien zum Ritter geschlagen wurde, weitete er seine Stellung auf Kosten benachbarter hochadliger und geistl. Konkurrenten v.a. im Schwarzwald und Elsass aus. Ab 1259 setzte sich R. im Streit um das bedeutende kyburg. Erbe erfolgreich gegen Peter II. von Savoyen durch. 1267 gelang ihm der Ausgleich mit Savoyen, 1273 verheiratete er seinen Neffen mit der kyburg. Erbtochter und zog dabei weitere Herrschaftsrechte an sich. Sein Einfluss reichte nun bis in die Innerschweiz (Gotthardroute) und nach Freiburg im Uechtland. R. war der wohl mächtigste Adlige im Südwesten des Reichs, als er am 1.10.1273 überraschend zum König des Hl. Röm. Reichs gewählt wurde.

http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D29461.php 
(HRR), Rudolf I. (I54334)
 
4264 Mit dem Tod Ottos begann der politische Aufstieg des Rudolf von Rheinfelden als nachfolgendem Herzog von Schwaben, dem späteren Gegenkönig zu Heinrich IV.

TOCHTER JUDITH VON SCHWEINFURT
ist eine zentrale Figur Alt-Schweinfurter Stadtgeschichte, in der sich historische Überlieferungen mit Legenden verbinden. Der Sohn Hezilos Otto von Schweinfurt wird 1048 Herzog von Schwaben. Eine der fünf Töchter Ottos, Judith, soll schließlich in zweiter Ehe Königin von Ungarn geworden sein. Sie heiratet zunächst Herzog Bretislav von Böhmen. Was vermutlich eine reine Machtverbindung war, haben die Schweinfurter zur Legende verklärt: als der verliebte Bretislav Judith vom Stammsitz der Familie, der Peterstirn raubte, soll sie in der Eile an der steilen Straße hinunter zum Main einen roten Schuh verloren haben.[1] An die Legende erinnert auf halber Höhe an der Straße hinauf zur Peterstirn in einer Nische mit einer Sitzbank ein eingemauerter steinerner Schuh. In den 1980er Jahren brach ein Unbekannter den Schuh aus dem Denkmal heraus, seitdem wird er durch eine Zementkopie ersetzt.

Bretislav heiratete Judith, die zahlreiche Kinder bekam, unter anderen Spitignew, Herzog von Böhmen, Vratislaw II., König von Böhmen, Konrad, Herzog von Znaim, Jaromir, Bischof von Prag und deutscher Reichskanzler und Otto, Herzog von Olmütz. 1055 starb Bretislaw. Ob sie danach den König Peter von Ungarn heiratete ist nicht nachweisbar. Nur in Tschechien hält man an der Überlieferung fest. Wahrscheinlich zog sich Judith schließlich in ein Schloss im Fürstentum Znaim zurück, das von ihrem Lieblingssohn Konrad regiert wurde. Hier fand sie ihre erste Ruhestätte. Danach wurde sie in die Marienkapelle im Veitsdom von Prag überführt und an der Seite ihres Mannes Bretislaw beigesetzt 
VON TURIN \ VON OBERTENGHI, Irmingard \ Irmgard (I18196)
 
4265 Mit dem Tod seiner Mutter 1104 verlegte er das Kloster Fischbachau erst nach Petersberg bei Dachau. Dort entstand eine neue Klosterkirche. Damit stiftete er das Sankt Peters Kloster Eisenhofen. Da der Standort, wie auch der in Fischbachau nicht geeignet für ein Kloster war; es herrschte dauernd Wassermangel; versammelte Otto II. 1113 sämtliche Familienangehörige, um zu entscheiden, ob die Stammburg Scheyern in ein KLOSTER umgewandelt werden könnte. Dies sollte die in der Familie vorhandenen zahlreichen BENEDIKTINERKLÖSTER zusammenzuführen. Dem wurde zugestimmt und 1119 wurden die Kloster nach SCHEYERN verlegt und die Burg den Benediktinern übergeben.

Mit dem Tod von BERNHARD I. VON SCHEYERN wurde er ab 1104 Vogt von Freising. Ab 1116 war er Vogt von Weihenstephan.  
VON SCHEYERN, Otto II. (I35950)
 
4266 Mit dem Tod seines Vaters am († 10./19. September 915) wurde er Graf und Herzog von Lucca und Markgraf von Tuscien unter der Regentschaft seiner Mutter. Er selbst geriet im Jahr darauf (916) in Gefangenschaft und verbrachte die Jahre bis vermutlich 920 in Mantua in Haft.

924/925 wurde er der zweite Ehemann der Marozia, der „senatrix et patricia Romanorum“, die 932 in dritter Ehe seinen Halbbruder Hugo I. von Vienne, König von Italien, heiratete.

Guido und Marozia hatten eine gemeinsame Tochter Theodora (oder Berta) sowie vermutlich noch ein oder zwei weitere Kinder, von denen nichts weiter bekannt ist. Da Guido bei seinem Tod keine Söhne hatte, wurde sein Bruder Lambert sein Nachfolger. 
VON TUSZIEN, Guido (I39725)
 
4267 Mit der Unterstützung seines älteren Bruders, Graf Balduin II. von Flandern, eroberte Rodulfus im Jahr 895 die Burg von Saint-Quentin und bemächtigte sich zusätzlich der Burg von Péronne, wodurch er der mächtigste Mann des Vermandois wurde. Mit König Odo geriet er umgehend in einen Streit über die Verfügungsgewalt auf die anliegende Abtei Saint-Quentin, was zu seiner Nichtanerkennung als Graf von Seiten des Königs führte. Im folgenden Jahr wurde Rodulfus von dem Grafen Heribert I. angegriffen und im Kampf getötet, worauf das Vermandois dauerhaft an dessen Familie fiel.

Der Tod des Rodulfus wurde später von dessen Bruder Balduin II. von Flandern gerächt, der den Grafen Heribert I. ermorden ließ.

Rodulfus/Raoul wird in der jüngeren Geschichtsliteratur gelegentlich als „Graf von Cambrai“ bezeichnet, was allerdings aus seiner Verwechslung mit dem Sohn des Raoul de Gouy (Erstes Haus Valois) durch den Chronisten Flodoard von Reims resultiert, welcher im 13. Jahrhundert als Held einer Chanson de geste („Raoul de Cambrai“) in die französische Lyrik eingegangen ist.

Angeblich war er der Schwiegervater des Grafen Isaak von Cambrai, was aber durch keine Quelle zu belegen ist. 
(VERMANDOIS), Rodulfus (I40501)
 
4268 Mit dieser eheverbindung gelang es Philipp, die materielle Basis seiner familie noch einmal ganz beträchtlich zu erweitern VON VAERST, Philipp Johann Wilhelm (I45688)
 
4269 Mit dieser Verbindung schlossen sich die beiden mächtigsten Familien Burgunds zusammen – insbesondere die Seite des Waldelenus stieg danach im Lauf der folgenden zwei Jahrhunderte als Sippe der Waltriche zu einer der einflussreichsten Familien im Frankenreich auf.

Waldelenus entstammte einer gallorömischen Familie im nördlichen Burgund, die insbesondere im Gebiet um Besançon begütert war. Waldelenus und seine Frau Aelia Flavia hatten mehrere Kinder, die später hohe administrative oder klerikale Ämter innehatten und so die weitreichenden politischen Interessen der Familie vorantrieben: ihr ältester Sohn Donatus war von 625 bis 660 Erzbischof von Besançon und wurde nach seinem Tod heiliggesprochen, ihr zweiter Sohn Chramnelenus wurde Nachfolger seines Vaters als Herzog, ihre Tochter Sirudis wirkte später als erste Äbtissin im Frauenkloster Jussamoutier zu Besançon und eine weitere Tochter, Aquilina, heiratete Amalgar, den Dux des Pagus Attoriensis.

Dux und Hausmeier
Urkundlich belegt ist, dass Waldelenus das Amt eines Dux des Dukats Transjuranien bereits vor der Regentschaft von Childebert II. bekleidete – er gehörte zu der Gruppe fränkisch-burgundischer Adliger, die in den Wirren des Merowingischen Bruderkrieges nach der Entmachtung Königin Brunichilds die Regentschaft für ihren unmündigen Sohn Childebert II. in Austrasien führte. Im Jahr 581 wurde Waldelenus nach dem Tod des Hausmeiers Gogo als dessen Nachfolger an den austrasischen Hof nach Metz berufen und bekleidete dieses Amt bis 583. Den gewaltsamen Umsturz durch das austrasische Heer und die erneute Machtübernahme Brunichilds überstand Waldelenus unbeschadet und kehrte im selben Jahr nach Besançon zurück.

Unterstützung der kolumbanischen Mission
Eine besondere historische Bedeutung kommt Waldelenus als einflussreichem Förderer der Missionstätigkeit des Kolumban zu, welche entscheidend zur Christianisierung der Gebiete nördlich der Alpen beitrug. Beide Männer verband eine tiefe Freundschaft, wie die Vita Columbani des Jonas von Bobbio zu berichten weiß – so übernahm Kolumban die Patenschaft für Donatus, den ältesten Sohn des Herzogs.

Um das Jahr 590 erhielt Kolumban von Waldelenus die Erlaubnis, in dessen Dukat ein Kloster in Luxeuil zu gründen. Ausgehend von Luxeuil mit der von Kolumban geschaffenen Ordensregel kam es im gesamten Frankenreich zu einer Klostergründungsbewegung in den ländlichen Regionen, die, im Gegensatz zu den bereits unter römischer Herrschaft christianisierten Städten, überwiegend noch heidnischen Traditionen verhaftet waren. Mit Hilfe der weitverzweigten Beziehungen des Waldelenus entstand eine vom fränkischen Adel getragene Bewegung, die im 7. Jahrhundert etwa 300 neue Klöster im Fränkischen Reich begründete. Der Einfluss der Familie auf die kolumbanische Mission nahm in den olgenden Jahren und Jahrzehnten noch erheblich zu, da mit Eustasius und Waldebert zwei direkte Verwandte von Waldelenus die Nachfolge Kolumbans als Äbte des Klosters Luxeuil antraten. 
..., Waldelenus (I36623)
 
4270 Mit Dietrich wird die später nach ihrem Stammsitz benannte Familie von Haldensleben historisch greifbar, die im Nordthüringgau, westlich des heutigen Magdeburg und im Derlingau, östlich von Braunschweig, begütert war. 953 erwies sich Dietrich als treuer Heerführer von König Otto I. im Liudolfinischen Aufstand. Später trat er als Anführer im Kampf gegen die Elbslawen und als Graf im Nordthüringgau in Erscheinung. In der Neuordnung der Herrschaftsbereiche nach dem Tode Markgraf Geros, 965, erhielt er die sächsische Nordmark. Zusammen mit Erzbischof Adalbert von Magdeburg betrieb er 979 die Enthauptung seines Konkurrenten, des Grafen Gero von Alsleben. Seiner Aufgabe, die unter Otto I. gewonnenen Gebiete der slawischen Lutizen und Heveller weiter zu befrieden, wurde Dietrich nach dem Urteil Thietmars von Merseburg und späterer sächsischer Geschichtsschreiber nicht gerecht. Er war letztlich seiner Aufgabe nicht gewachsen und provozierte durch seine Habgier den Lutizenaufstand von 983, durch den die deutsch-sächsische Herrschaft zwischen der Elbe und Oder zusammenbrach. Dass dies zu seiner Absetzung, 983, geführt habe, wie Adam von Bremen und der Annalista Saxo berichten, ist unwahrscheinlich. Er beteiligte sich als Heerführer am sächsischen Sieg an der Tanger, im deutschen Thronfolgestreit von 984 gehörte er zu den Gegnern des Herzogs Heinrich von Bayern. Laut den Quedlinburger Annalen starb Dietrich im Jahr 985. VON HALDENSLEBEN, Dietrich (I36274)
 
4271 Mit einem Dokument aus November 941[1] gab ihr Vater Lisiard Le Riche (Elisiernus) kurz vor seinem Rückzug ins Kloster[2] den Besitz Sceaux-du-Gâtinais[3] mit den dazu gehörenden Kirchen, Herrenhäusern und Leibeigenen der 40 Kilometer südwestlich gelegenen Abtei Saint-Benôit-sur-Loire. Eingeschränkt wurde diese Schenkung durch den lebenslänglichen Nießbrauch, den er seinem Sohn Joseph, einem Akolythen (die letzte Stufe vor der Priesterweihe)[4], seiner zu dieser Zeit noch ledigen Tochter Elisabeth, sowie ihrem ältesten Sohn einräumte, sofern dieser in einer legitimen Ehe geboren werde.[5]

Im Jahr 998 befand sich Sceaux in der gemeinsamen Verwaltung von Renaud II., Kanzler König Hugo Capets und Bischof von Paris († 1017), und seinem Vater Bouchard le Vénérable, Graf von Vendôme und Graf von Paris († 1007), also (noch) nicht im Besitz des Klosters. Renauds Mutter und Bouchards Ehefrau hieß Elisabeth und war die Witwe von Graf Aimon von Corbeil, die ihren zweiten Ehemann kurze Zeit überlebte. Sie ist offenbar die Tochter Lisiard Le Riches, die weiterhin den Nießbrauch an Sceaux hatte.

Die in der Familie Le Riche häufig vorkommenden Namen Thion und Guarin weisen auf eine Verwandtschaft mit bzw. Abstammung von Warin von Poitou (Gerwin, Guérin, † 679), Graf von Paris und Stammvater der Widonen, und Teudon (Thion, † um 945), Vizegraf und Graf von Paris hin. Der Name Lisiard wiederum deutet auf Bischof Leodegar von Autun (Saint Léger, † 678), den Bruder Warins.[3] 
LE RICHE, Elisabeth (I37715)
 
4272 Mit Hilfe des deutschen Königshofes konnte Gräfin Richilde den Hennegau für ihren zweiten Sohn Balduin sichern. Flandern war an den Onkel ihrer Kinder, Robert, gegangen, nachdem dieser Balduins Bruder, Arnulf III. von Flandern, in der Schlacht bei Cassel 1071 vernichtet hatte.

Auf Betreiben seiner Mutter unterstellte sich Balduin II. dem Fürstbischof Theodor von Lüttich. Einerseits gab er damit die Reichsunmittelbarkeit auf, andererseits konnte er sich und sein Territorium besser vor dem Zugriff seiner flandrischen Verwandten schützen. 1076 entließ er seine Mutter als Regentin, um von diesem Zeitpunkt an eigenständig zu herrschen.

Nachdem sein Onkel beim französischen König Philipp Unterstützung und Hilfe gefunden hatte, wandte sich Balduin an seinen anderen Onkel Wilhelm I. von England, der ihm Schutz und Beistand versicherte. Balduin hatte seinen Anspruch auf Flandern nie aufgegeben und rüstete seinerseits zum Kampf gegen Robert. In der Schlacht bei Broqueroie unterlag sein Heer dem flandrischen Aufgebot, und Balduin musste 1085 in einem Friedensvertrag mit Robert endgültig auf Flandern verzichten.

Nach seiner Regierungsübernahme zeichnete sich Balduin als überaus frommer Herrscher aus, der an zahlreichen Schenkungen zu Gunsten heiliger Stiftungen teilnahm. So gründeten er und seine Mutter Richilde 1081 das Benediktinerkloster von Saint Denis en Broqueroie, schenkten ihm mehrere Dörfer und ließen 1084 eine neue Kirche im Ort Saint Denis erbauen. Durch Stiftungen und Schenkungen dieser Art wurden große Teile seines Landes aus dem Herrschaftsbereich herausgelöst und die Grafschaft verlor mehr und mehr an Territorium.

Als 1095 der päpstliche Aufruf zum Kreuzzug erging, beschloss Balduin mitzuziehen. Das dafür benötigte Geld erhielt er von Otbert, dem Fürstbischof von Lüttich, der ihm seine Burg Couin für 50 Mark Silber und 1 Livr. Gold abkaufte. Neben dieser stattlichen Summe verpflichtete sich der Bischof zwei der Söhne Balduins zu Kanonikern von St. Lambert in Lüttich zu ernennen.

Nach der erfolgreichen Belagerung von Antiochia wurde Balduin zusammen mit Graf Hugo von Vermandois zum Byzantinischen Kaiser Alexios geschickt, um Verstärkungen von diesem zu erbitten. Unterwegs bei Nicäa starb er, wobei die Umstände seines Todes ungeklärt sind. 
(HENNEGAU), Balduin II. (I40924)
 
4273 mit ihren Söhnen seit 1594 Höchste CARLIER, Martina (I5841)
 
4274 Mit seinem Bruder Johann II. wurde er um 1353/54 in Italien als Condottiere erwähnt, wo er als Söldnerführer diente. Freitag vor Urbani 1373 wurde er als Hauptmann in Tirol genannt. Im Jahr 1376 nahm er mit seinem Sohn Johann IV. an der Bösen Fasnacht teil, der Niederschlagung eines Aufruhrs in Basel.[1] Gemeint ist damit die Teilnahme an dem von Habsburg traditionell zur Fasnacht veranstalteten Ritterturnier bei dem die Adligen provozierten und dann angegriffen und verjagt wurden. Eine des Aufruhrs fand offenbar nicht statt bzw. erfolgte erst später in Form eines Dekrets.
Zur Behandlung seiner (wohl altersbedingten) Zeugungsunfähigkeit ließ er 1378 von dem Geistlichen und seinerzeit renommierten Straßburger Arzt Heinrich von Sachsen eine Therapie mittels Anbringung eines Gewichts von etwa 25 Kilogramm an seinem Glied durchführen, allerdings ohne Erfolg 
VON HABSBURG-LAUFENBURG, Rudolf IV. (I35741)
 
4275 Mit seinem Bruder Ulrich Gf. von N., auch nach der Burg Fenis benannt, v.a. als Minnesänger bekannt. Von N. sind 27 Strophen in acht (vielleicht neun) Tönen in der Weingartner Liederhandschrift und in der Manessischen Handschrift überliefert (beide Male mit typisierter Abbildung des Poeten mit Wappen), zudem existiert eine anonyme Teilüberlieferung in weiteren Liederhandschriften des 14. und 15. Jh. Dank seiner mutmassl. Zweisprachigkeit gilt N. als Vermittler von formalen und inhaltl. Elementen des rom. Minnesangs (Peire Vidal, Folquet de Marseille, Guiot de Provins) bei gegebener Eigenständigkeit, wobei die auf Klang gestimmte Minnekanzone vorherrscht.


Werke
– Rudolf von Fenis, hg. von O. Sayce, 1996
Literatur
– Die dt. Literatur des MA, hg. von K. Ruh et al., Bd. 8, 1992, 345-351
– L. Bartolini et al., Rodolphe, comte de Neuchâtel et poète, 2006

Autorin/Autor: André Schnyder 
GRAF VON NEUENBURG (VON FENIS), Rudolf II. (I3220)
 
4276 Mit seinen Brüdern Johannes und Matthäus geadelt von Kaiser Rudolf III am 1.9.1594
Ahnen des Hermann Karl Hesse: 3422. Johann Melchior Sattler * 21 Okt 1542, Sindelfingen, Beruf: Beamter, & um 1565, Margaretha Volz, * 1545, † 6 Feb 1592, Schorndorf. Johann gestorben: 5 Sep 1605, Schorndorf. Mit seinem Bruder Johann am 1.9.1594 in den Adelsstand erhoben worden. Stadtschreiber in Schorndorf, 1571 Geheimer Sekretär ebda. (DFA 58,77 u. u. DGB 71,426; Bernhardt S. 314). Imm. Tübingen 1.11.1562, 1569 Oberratssekretär in Stuttgart.
Dinkel/Schweizer "Korrekturen, Ergänzungen und Gedanken zu schwäbischen Spitzenahnen" in VFW 28/2010 S.277: Sattler, Wolfgang
Bezug: AL Hölderlin 190; AL Planck/Völter 4254; AL Waiblinger 478; NWDB 2966; Faber 85 § 14.
Wolfgang Sattler, 1604-1622 Untervogt in Urach, + Urach 18.7.1622, Epitaph in der Amanduskirche, gehört nicht zu dem bekannten Schorndorfer
Sattler-Geschlecht, sondern zu einer Heubacher Leibeigenenfamilie.
»Allgemein wird auf Grund der Angaben in der Blumschen Sammlung und in Ferdinand Friedrich Fabers -Familienstiftungen- (Stiftung 85, § 14)
Wolfgang Sattler, Ehemann der Anna (oder Agnes) Scholl (* 1560), als Sohn des Stadtschreibers und seit 1571 Geh. Sekretarius Johann Melchior
Sattler (1542 -1605) und seiner Frau Margaretha geb. Volz geführt. Dass diese Filiation unrichtig ist, beweist das aus dem Jahre 1592 stammenden Heft über die württembergischen Leibeigenen des Amts Heubach (HStAS, Lagerbuch W 690), usw.«
Belege: Kurt Erhard von Marchtaler und Otto Heintzeler: Die wirkliche Herkunft des Uracher Untervogts Wolfgang Sattler (t 1622). Eine Berichtigung für viele Ahnentafeln. In: BWFK, Bd. 9, H. 3, 1942, S. 40. 
VON SATTLER, Johann Melchior (I2454)
 
4277 Mit seiner ersten Frau erheiratete er das adelige gut Göckinghoff in der Stadt Schwelm. Seitdem scheint er seinen woihnsitz vorwiegend dort gehabt zu haben.

Nach dem Tod seines Bruders Matthias 1638 trat Georg auch die nachfolge auf dem Callenberg an.

Nach dem tod des jüngeren Bruders Konrad 1657 kam auch das Haus heve an Georg. siehe Vaerst-Bürensches Allianz-Wappen neben dem Gutstor

Haus Heven
ist ein ehemaliges Rittergut am Ufer des Oelbachs im Bochumer Stadtteil Querenburg. Es befindet sich im Gerlach-von-Heven-Weg und wird heute als privat bewirtschafteter Bauernhof genutzt.

Im 11. Jahrhundert zum Besitz der Abtei Werden gehörend, wurde der damalige große Hof im Urbar des Klosters als „suyta Hevinne“[1] erstmals urkundlich erwähnt. Später wurde er durch die Werdener Äbte als Lehen an adlige Dienstmannen vergeben. Im Jahr 1344 war der Lehnsnehmer mit Henrici de Lutzelowe ein Angehöriger der Familie von Lüttelnau, deren Stammsitz ein Rittergut im heutigen Essener Stadtteil Kettwig war, an den noch der Essener Kattenturm erinnert. Nach dem nahe gelegenen Dorf nannten sich die Ritter später auch „von der Hevene“ und bauten den Hof zu einer Wasserburg aus.

Das Anwesen kam zu Beginn des 15. Jahrhunderts an die Herrn von Vaerst (auch „von dem Vorste“ genannt), zu deren Besitz auch das Rittergut Kallenberg bei Kirchende gehörte. Damals wurde Haus Heven ausdrücklich als Burg erwähnt, zu der eine Mühle gehörte. Nachdem die Ritter von Vifhusen vorübergehend auf dem Gut saßen, gelangte es erst an die „vom Holte“ und ab 1527 an die Ritter von Elverfeld, die das Lehen bis 1627 innehatten. Im Jahr 1629 wurde wieder ein Mitglied der Familie von Vaerst damit belehnt: Conrad von Vaerst zum Callenberg. Sein Nachfahr, der Freiherr Ludolf Bernhard von Vaerst, verkaufte Haus Heven am 25. März 1747 für 46.800 Reichstaler an Wilhelm Ludolf von Boenen zu Berge.

Nachdem es kurzzeitig im Besitz der Freiherren von der Recke gewesen war, kam es über Mitglieder der Familie von Boenen an die Grafen von Westerholt-Gysenberg.

Ein Verzeichnis der zum Gut gehörigen Pertinenzen aus dem Jahr 1816 beschreibt das Wohnhaus des Anwesens als ein Gebäude, das „mäßig aufgeführt“ war und „kaum noch an den alten Rittersitz erinnern mochte.“[2] Der Wassergraben, der die Gutsgebäude umgab, war zu jener Zeit vollständig verschlammt.

Um 2010 wurde das Haus umfassend renoviert. Auf der Rückseite kam eine Mauer hinzu, in fast historistischem Stil.


Haus Göckinghof
Hierarchie Regional > Historisches Territorium > - Portal:Grafschaft Mark > Grafschaft Mark > Amt Wetter (historisch) > Haus Göckinghof
Einleitung
Vermutlich von den Rittern von Schwelm um 1300 zu einer Burg ausgebaut, gelangte Göckinghof wohl im 14. Jhdt. an die von Wickede, von denen es durch Heirat um 1480 an die von Büren zu Davensberg kam.

Familie von Büren
Balthasar von Bueren zu Davensberg (+ 1518) oo Elisabeth von Wickede (E: Evert v. Wickede 1.oo vor 1450 Irmgard von Kemnade (1453+), 2.oo Elisabeth von der Recke(1451-1462)
Familie von Vaerst
1627 trat als Besitzer Georg von Vaerst auf, der eine Erbtochter von Büren geheiratet hatte. Ihm folgte Konrad von Vaerst zu Heven vor 1642. Dessen Sohn Heinrich von Vaerst war Herr zu Heven und Göckinghof und 1666/67 Besitzer des Schultenhofs zu Herbede.

1747 kaufte Wilhelm Ludolf von Boenen das Gut, das seine Söhne um 1770 an den Barmer Kaufmann Johann Kaspar Sehlhoff veräußerten, dessen Erben das Gut parzellenweise zersplitterten.

Landtagsfähigkeit
Das Haus Göckinghof gehörte um 1855 zu landtagsfähigen Rittergütern im damaligen Kreis Hagen.

Archive
Schwelm/Stadtarchiv, Depositum Familie Bölling: 2 lfm Urkunden und Akten (1438-18. Jhdt.), darin Lehnssachen; Guts Verwaltung.
Stadt- und Vestisches Archiv Recklinghausen, Herrschafts- und Familienarchive, Hofesarchive, Bestand Archiv Westerholt-Arenfels, Haus Berge.
Bibliografie
Heibeck, G. - Haus Göckinghof, in: Beiträge zur Heimatkunde der Stadt Schwelm und ihrer Umgebung NF 21. Heft (1971), S. 5-62.

 
VON VAERST, Georg (Jürgen) (I45654)
 
4278 Mit seiner ersten Heirat stellt er den Kontakt der Familie schlumpf der alten Handeslgesellschaft zwischen St. Gallen u. Nürnberg wieder her und wird Ursache dafür gewesen sein, dass sein Schwiegervater bei der erbteilung unter seinen Geschwistern Barbara, Sabina und Laurenz (auch Lorentz) sich - ohne Rückfragen nach Nürnberg - als Vormund der damals noch minderjährigen Schwester Sabina ´einsetzte`. Das führte zu prozessualen Schritten zwischen den Räten der Städte Nürnberg und St. Gallen, über deren ausgang leider keine Unterlagen mehr vorhanden sind. SCHLUMPF, Hans (I13362)
 
4279 Mit Urteil vom 18.12.1903 Anerkennung, dass Ahn 8 nicht vom ihm erzeugt. SCHULZE, Johann Gottlob Ernst (I1966)
 
4280 Mitbesitzer einer Leinwandgesellschaft
Von 1500 bis 1508 war er Zunftmeister in der Weberzunft und in dieser Zeit von 1505 bis 1508 Unterbürgermeister.

Von 1510 bis 1524 war er im Wechsel mit Heinrich Hochreutiner (bis 1513), Jacob Krum und Kaspar von Fahnbühl (gewählt 1514) im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt.  
SCHLUMPF, Kaspar (I2513)
 
4281 Mitgenoß der adeligen Gesellschaft "zur Katzen" in Konstanz, Besitzer des Gutes Eichhorn daselbst, Patrizier zu St. Gallen
Lebt in Konstanz. Mitglied im Rat 1429-1443. 1428 Zunftmeister der Metzgerzunft. Teilnehmer der
Zunftempörung 1429-43. Bürger von St. Gallen 1413. Wohlhabend. Besitzt Güter bei Anthorn neben
Peterhausen. Schreibt sich Zollicoven von Constanz
Eingebürgert ‎1413 in St.Gallen, St.Gallen, SG, CHE 
ZOLLIKOFER, Conrad (I2916)
 
4282 Mitglied der Schobingerschen Handelsgesellschaft 1558 in Wien, 1561-1590 in München; kauft den Edelsitz Bogenhausen, 1576 das Haus Rosental 18, 1587 das Haus Rindermarkt 10 in München; gibt die Handelstätigkeit 1590 auf;
22.4.1599: Maximilian [I.] Herzog von Bayern (voller Titel) belehnt
Heinrich Schobinger, Bürger zu München, als Lehensträger seiner Frau Juliana
Schobinger mit der Taverne zu Fahrenzhausen mit allem Zubehör. (Staatsarchiv Sigmaringen - Archivalieneinheit Dep. 38 T 1 Gf. und Frh. Schenk von Stauffenbergische Archive: Urkunden /
1303-1836 Haimhausen, Bestellsignatur: Dep. 38 T 1 Nr. 1909) 
SCHOBINGER, Dr. Dr. Heinrich III. (I5919)
 
4283 Mitglied im Club: Gesellschaft der Freunde

Die Gesellschaft der Freunde war von 1792 bis zu ihrem Verbot 1935 ein jüdischer Hilfsverein in Berlin. Seine Mitglieder unterstützten sich gegenseitig in Fällen von Armut, Arbeitslosigkeit, Krankheit und Tod.
Gleichnamige Vereine bestanden auch in Leipzig, Breslau, Wiesbaden und Frankfurt am Main.

Bankhaus Moritz Güterbock & Co., Berlin bis 1870/71 
GÜTERBOCK, Moritz Model Mordechai Heinrich (I7040)
 
4284 Mitglied im Verein Gesellschaft der Freunde
Die Gesellschaft der Freunde war von 1792 bis zu ihrem Verbot 1935 ein jüdischer Hilfsverein in Berlin. Seine Mitglieder unterstützten sich gegenseitig in Fällen von Armut, Arbeitslosigkeit, Krankheit und Tod.
Gleichnamige Vereine bestanden auch in Leipzig, Breslau, Wiesbaden und Frankfurt am Main. 
GÜTERBOCK, Gustav (I7008)
 
4285 Mitglieder der evangelischen Familie kamen als Glaubensflüchtlinge 1682 aus Italien über Lüttich und Hanau nach Frankfurt am Main. In letztgenannter Stadt gehörten die Bernus zu den angesehensten und reichsten Familien. 1857 erbten sie das Bockenheimer Schloss mit Park in Frankfurt-Bockenheim. Mit Andreas Ludwig (Louis) Bernus (1832–1913) beginnt die preußische Linie. Genannter wurde am 27. Januar 1912 in den Adelsstand erhoben. Franz Alfred Jakob Bernus heiratete 1836 Marie du Fay und wurde 1863 von Franz Joseph I. in den österreichischen Freiherrnstand nobilitiert. Friedrich Alexander von Bernus (1838–1908) erbte das säkularisierte Kloster Neuburg. Die Anlage blieb bis 1926 im Besitz von Alexander von Bernus, geb. Grashey (Adoptivsohn von Friedrich Alexander von Bernus), der 1921 Schloss Donaumünster als Sommersitz erwarb, später als ständigen Wohnsitz nutzte. 1928 kam noch Schloss Eschenau in den Besitz von Alexander von Bernus, dessen Nachfahren heute Eigentümer des Schlosses sind. Letztgenannter wurde 1885 in den badischen Freiherrnstand immatrikuliert.



Bernus, Familie (von)
Refugiéfamilie, die sich im 17. Jahrhundert zunächst in Hanau, dann in Ffm. ansiedelte. Die B. waren in Ffm. als wohlhabende, im Seidenhandel tätige Kaufmannsfamilie, die Kunstsammler, Stadtpolitiker und Stifter hervorbrachte, sehr angesehen. Über Marie von B., geb. du Fay (1819-1887), gelangte der Landsitz Stift Neuburg bei Heidelberg in Familienbesitz, so dass seitdem einige Familienmitglieder in der Umgebung von Heidelberg ansässig wurden.
B.park in Ffm.-Bockenheim. 
BERNUS, Johanna (I57308)
 
4286 Mitglieder der evangelischen Familie kamen als Glaubensflüchtlinge 1682 aus Italien über Lüttich und Hanau nach Frankfurt am Main. In letztgenannter Stadt gehörten die Bernus zu den angesehensten und reichsten Familien. 1857 erbten sie das Bockenheimer Schloss mit Park in Frankfurt-Bockenheim. Mit Andreas Ludwig (Louis) Bernus (1832–1913) beginnt die preußische Linie. Genannter wurde am 27. Januar 1912 in den Adelsstand erhoben. Franz Alfred Jakob Bernus heiratete 1836 Marie du Fay und wurde 1863 von Franz Joseph I. in den österreichischen Freiherrnstand nobilitiert. Friedrich Alexander von Bernus (1838–1908) erbte das säkularisierte Kloster Neuburg. Die Anlage blieb bis 1926 im Besitz von Alexander von Bernus, geb. Grashey (Adoptivsohn von Friedrich Alexander von Bernus), der 1921 Schloss Donaumünster als Sommersitz erwarb, später als ständigen Wohnsitz nutzte. 1928 kam noch Schloss Eschenau in den Besitz von Alexander von Bernus, dessen Nachfahren heute Eigentümer des Schlosses sind. Letztgenannter wurde 1885 in den badischen Freiherrnstand immatrikuliert. BERNUS, Johann Baptist (I57313)
 
4287 Mitherr zu Rued, er verkauft seinen Anteil zu Rued an Jakob von Büttikon
Willisaun, hatte dort verschiedene Aemter,
er zog seiner reformatorischen Gesinnung wegen 1529 nach Bern 
HERPORT, Peter (I38797)
 
4288 Mitunter wird er auch Theodo V. genannt, um die eher legendären Herzöge Theodon I. bis III. - alle vor dem Jahr 570 - mitzurechnen. Mit Theodo II. dagegen beginnt die Zeit der Herzöge Bayerns deren Herrschaft fast durchgehend gut dokumentiert ist.  GESCHLECHT DER AGIOLFINGER, Herzog Herzog Theodo II. (I18360)
 
4289 Mitverkäufer von Steinhausen
Mitherr zu Tägeri und Brunegg
1480 Ritter
1483 Mitpfandherr zu Mörsburg
1451 VIII. 19. minderjährig, 1451 VIII. 26. noch unter Vormundschaft des Schultheissen von Mellingen, Hans v. Tegerfeld, verkaufte er mit seiner Mutter und seinen Brüdern Hans Arnold I. und Hans Rudolf I. Steinhausen an die Stadt Zug. 1457 I. 12. volljährig mit der Herrschaft Tägeri belehnt. Seit 1472 VIII. 13. Mitherr zu Brunegg und Burger zu Bern. 1472 VI. 29. Altschultheiss zu Mellingen. 1474 wieder Schultheiss. 1480 VII. 4. Her Hans Ulrich S., somit wohl schon Ritter. 1483 1. 27. Ritter. Seit 1483 V. 1. Mitpfand­herr über die Stadt Mörsburg. 1484 VIII. 25. erhalten die Brüder Hans Ulrich II. und Hans Rudolf 1. vom Bischof zu Konstanz für sich und alle Nachkommen das Recht, einen eigenen Beichtvater zu halten. Hans Ulrich II. lebte noch 1488 III. 5. (Rats- und Richtb. Zürich ab anno 1474-1497, fol. 223 B, VI 308). 1489 V. 15. ist er tot. Jahrzeitb. Mell. enthält unter 1488 VI. 26. eine Jahrzeitstiftung, die er für sich, seine Eltern und seine beiden Frauen gemacht. Necrol. Wettingen erwähnt ihn + XII. 26. als bonus fautor monasterii und Schenker einer Glas­scheibe beim St. Jakobsaltar. ; Mitverkäufer von Steinhausen
Mitherr zu Tägeri und Brunegg
1480 Ritter
1483 Mitpfandherr zu Mörsburg
1451 VIII. 19. minderjährig, 1451 VIII. 26. noch unter Vormundschaft des Schultheissen von Mellingen, Hans v. Tegerfeld, verkaufte er mit seiner Mutter und seinen Brüdern Hans Arnold I. und Hans Rudolf I. Steinhausen an die Stadt Zug. 1457 I. 12. volljährig mit der Herrschaft Tägeri be­lehnt. Seit 1472 VIII. 13. Mitherr zu Brunegg und Burger zu Bern. 1472 VI. 29. Altschultheiss zu Mellingen. 1474 wieder Schultheiss. 1480 VII. 4. Her Hans Ulrich S., somit wohl schon Ritter. 1483 1. 27. Ritter. Seit 1483 V. 1. Mitpfand­herr über die Stadt Mörsburg. 1484 VIII. 25. erhalten die Brüder Hans Ulrich II. und Hans Rudolf 1. vom Bischof zu Konstanz für sich und alle Nachkommen das Recht, einen eigenen Beichtvater zu halten. Hans Ulrich II. lebte noch 1488 III. 5. (Rats- und Richtb. Zürich ab anno 1474-1497, fol. 223 B, VI 308). 1489 V. 15. ist er tot. Jahrzeitb. Mell. enthält unter 1488 VI. 26. eine Jahrzeitstiftung, die er für sich, seine Eltern und seine beiden Frauen gemacht. Necrol. Wettingen erwähnt ihn + XII. 26. als bonus fautor monasterii und Schenker einer Glasscheibe beim St. Jakobsaltar.
Eingebürgert ‎ in Bern, Bern, BE, CHE
--> Altschultheiss ‎29 Jun 1472 in Mellingen, Bremgarten, AG, CHE
--> Ritter ‎4 Jul 1480 
SEGESSER VON BRUNEGG, Hans Ulrich II. (I11263)
 
4290 Mlada war die jüngste Tochter des böhmischen Fürsten Boleslav I. Die Chronica Boemorum schildert sie als eine gebildete Frau; sie hatte Latein gelernt und war für eine geistliche Laufbahn bestimmt. In den Jahren 965 bis 969 entsandte sie ihr Vater nach Rom, um bei Papst Johannes XIII. die Erlaubnis zur Gründung eines eigenständigen Bistums für Böhmen und Mähren zu erbitten. Die Verhandlungen verliefen zäh. Böhmen gehörte zur Diözese Regensburg und Bischof Michael weigerte sich bis zu seinem Tod am 23. September 972, auf die Einnahmen aus den böhmischen Kirchen zu verzichten. Die Zustimmung erteilte erst sein Nachfolger Wolfgang. Mlada konnte im Winter 972 Rom verlassen und nach Prag zurückkehren. Der kirchlichen Erlaubnis folgten weltliche Verhandlungen. Nachdem die Reichsversammlung in Quedlinburg im März 973 die Bistumsgründung beschlossen hatte, dauerte es noch weitere drei Jahre, bis 976 Thietmar zum ersten Prager Bischof geweiht wurde.

Als zweites Ergebnis der diplomatischen Mission erhielt Mlada die päpstliche Erlaubnis, ein Kloster gründen zu dürfen. Während ihres Aufenthaltes in Rom war sie in den Benediktinerorden eingetreten, hatte den Ordensnamen Maria angenommen und wurde zur Äbtissin geweiht. So konnte sie die Leitung der neugegründeten Abtei an der St. Georgskirche in der Prager Burg übernehmen, der ersten Ordensgemeinschaft in Böhmen überhaupt. Dieses Amt versah sie bis zu ihrem Tod.

Zeitgenössische Quellen überliefern weder das Geburts- noch das Todesdatum Mladas. Die oft angeführte Angabe, sie sei am 9. Februar 994 gestorben, stammt von dem Jesuiten Georgio Crugerio aus dem Jahr 1669 und greift die Überlieferung des Klosters auf. Einen offiziellen Status als Heilige oder Selige erreichten die Benediktinerinnen von St. Georg für die Klostergründerin nicht, sie wird daher als „ehrwürdig“ bezeichnet. Ihr Grab soll sich in der Marienkapelle des ehemaligen Georgsklosters befinden. Die archäologische Untersuchung konnte die Identität der dort bestatteten Person mit Äbtissin Mlada jedoch bisher nicht zweifelsfrei nachweisen. 
VON BÖHMEN, Mlada (I36292)
 
4291 Mogelsberg ist ein Dorf in der politischen Gemeinde Neckertal im Wahlkreis Toggenburg des Kantons St. Gallen in der Schweiz.
Mogelsberg wird urkundlich erstmals 1152 erwähnt, damals noch unter dem Namen Magoldesberch, was so viel wie Mein goldener Berg bedeutet. 1224 existierte in Mogelsberg bereits ein Heilbad. 1468 kaufte die Abtei St. Gallen das ganze Toggenburg. 1528 trat im Zuge der reformatorischen Bewegung beinahe die gesamte Mogelsberger Bevölkerung zum evangelischen Glauben über.

Wappenbeschreibung / Blasonierung
Schrägrechts geteilt, von Blau nach der Figur springender, natürlicher Zobel, und von Gold. 
ZÜBLIN, Felix (I13523)
 
4292 möglicherweise SCHRIBER, N. (I10003)
 
4293 Möglicherweise eine Verbindung zu Hans Valentin Andrae (1586-1654), württembergischer Prälat, "Die chymische Hochzeit Christiani Rosencreuz" Anno 1495 / Rosenkreuzer https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Valentin_Andreae

zu Kemel:
Der Ort liegt an einer schon in vorgeschichtlicher Zeit benutzten Straße vom Rhein zur Lahn. Im Mittelalter war der Taunusübergang Teil der wichtigen Handelsstraße von Aachen nach Nürnberg 
ANDRAE, Anna Philippine (I754)
 
4294 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7674)
 
4295 Moitzfeld (gesprochen [ˈmoːtsfɛlt] mit Dehnungs-i) ist ein Stadtteil von Bergisch Gladbach. Dabei handelt es sich um die mundartliche Bezeichnung des Hartriegels, der als Ziegenfutter besonders geschätzt wurde.
Die früheste nachweisbare Besiedlung in der näheren Umgebung von Moitzfeld ist die Erdenburg, die auf 310 ± 80 v. Chr. datiert wird. Der heutige Ort Moitzfeld hat sich aus drei getrennten Siedlungskernen entwickelt, die das Urkataster als „Am untersten Moitzfeld“, „Am mittelsten Moitzfeld“ und „Am obersten Moitzfeld“ entlang des „Weges von Bensberg nach Herkenrath und nach Immekeppel“ verzeichnet.
Wahrscheinlich haben bereits Römer in der Umgebung von Moitzfeld Bergbau betrieben. Sichere Spuren deuten an vielen Stellen auf mittelalterlichen Bergbau hin. Siedlungsgründung Moitzfeld ist vermutlich auf das Hochmittelalter um 1100 zu datieren und für das Jahr 1550 in der Form „Moisfeld“ Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts galt Moitzfeld als ein Zentrum für den industriellen Bergbau. Rings um den Ort herum gab es mehrere größere Bergwerke, die vielen hundert Bergleuten Arbeit gaben. Besonders zu erwähnen sind die Gruben Weiß, Leopold von Buch, Jungfrau, Blücher, Georg Forster, Berzelius und Apfel belegt.


Kuckelsberg
ist eine Ortslage im Norden der bergischen Großstadt Wuppertal.
Die Ortslage ist aus einem Hof hervorgegangen, der bereits 1565 urkundlich erwähnt wurde. Der Hof gehörte in dieser Zeit zum Höfeverband Elberfeld, der ein Allod des Kölner Erzstifts war und sich im Amt und Kirchspiel Elberfeld befand.[1] Der Hof ist als Cuculberg auf der Topographia Ducatus Montani des Erich Philipp Ploennies aus dem Jahre 1715 verzeichnet.

1815/16 lebten 81 Menschen in Kuckelsberg.[2] 1832 gehörte Kuckelsberg zur Katernberger Rotte des ländlichen Außenbezirks des Kirchspiels und der Stadt Elberfeld. Der laut der Statistik und Topographie des Regierungsbezirks Düsseldorf als Ackergut kategorisierte Ort wurde als afm Kuckelsberg bezeichnet und besaß zu dieser Zeit vier Wohnhäuser und sieben landwirtschaftliche Gebäude. Zu dieser Zeit lebten 76 Einwohner im Ort, davon neun katholischen und 67 evangelischen Glaubens.[2]

In den Jahren 1835 bis 1835 wurde direkt am Ort vorbei die heutige Nevigeser Straße (Landesstraße 427) zwischen Elberfeld und Neviges als mautpflichtige Kommunal-Chaussee neu gebaut. Im Ort zweigte von dieser eine Straße nach Acker (heute Katernberger Schulweg) und eine Straße nach Dreckloch ab (heute ein nur teilweise durchgängiger Fahrweg auf dem Gelände des Bethesda Krankenhauses). 
KUCKELSBERG, Sibilla Catharina (I290)
 
4296 Monceaux war eine Adelsdynastie im französischen Mittelalter; Ahnherr der Familie ist Bodon von Monceaux. Die Familie erwarb die Grafschaften Nevers, Auxerre und Vendôme.Bodons ältester Sohn, Landry von Monceaux, heiratete Mathilde, eine Tochter des Pfalzgrafen Otto Wilhelm von Burgund, die Nevers und Auxerre mit in die Ehe brachte.

Ein jüngerer Sohn, Bodon, heiratete die Erbin der Grafschaft Vendôme, ein dritter, Robert, die Erbin von Sablé. 
VON NEVERS, Bodo (I37726)
 
4297 Mons (niederländisch und deutsch: Bergen) ist die Hauptstadt der wallonischen Provinz Hennegau in Belgien
Die Provinz Hennegau (französisch Province de Hainaut, niederländisch Provincie Henegouwen, wallonisch Hinnot, westfl. Enegouwn) ist eine belgische Provinz. Sie gehört zur Wallonischen Region und zur Französischen Gemeinschaft Belgiens. Der Name knüpft an die historische Grafschaft Hennegau an und leitet sich von dem Fluss Haine (deutsch Henne, niederl. Hene) ab.  
HELDEVIER, Johann (I1344)
 
4298 Montfaucon, de
Sebastian von Montfaucon, Bischof von Lausanne, verkauft an Martha Köchlin, Gattin von Franz Armbruster, Burger zu Bern, für 1'000 Rhein. Gulden einen jährlichen Zins von 50 Gulden ab der Herrschaft Saundres in der Grafschaft Bresse, wofür er Sebastian von Diesbach und Bartlome (Bartholomäus) May, beide des Rats zu Bern, als Bürgen stellt. 
VON MONTFAUCON, Sebastian (I41599)
 
4299 Montgommery war eine Familie des normannischen Adels, das nach ihrem Besitz Montgommery bei Vimoutiers (heute Sainte-Foy-de-Montgommery und Saint-Germain-de-Montgommery) benannt ist.

Roger de Montgomerie nahm an der Eroberung Englands teil und wurde zum Earl of Shrewsbury ernannt. Seine Nachkommen mussten jedoch England wieder verlassen, sie ließen sich (erneut) in Frankreich bzw. Schottland nieder. In Frankreich erbten sie die Grafschaften Marche (verkauft 1177), Ponthieu und Alençon. Die Familie starb in Frankreich im 15. Jahrhundert aus. Der schottische Zweig existiert noch heute. Aus diesem stammt auch der heute bekannteste Angehörige der Familie, der Feldmarschall Bernard Montgomery.

Roger hatte Grundbesitz in der zentralen Normandie und gehörte zu den jungen Adligen, mit denen sich der Graf von Hiémois, der spätere Herzog Robert I., um 1026 umgab. 1024 ist er als Vizegraf von Hiémois belegt. Als Robert I. 1027 die Nachfolge antrat, ernannte er Roger zum Vicomte d’Hiémois (oder Exmes).

Wie sein Herzog, so bereicherte sich auch Roger am Besitz der Kirche. Er versuchte zum Beispiel, den Markt von Vimoutiers, an dem die Abtei Jumièges Rechte hatte, gewaltsam durch einen anderen Markt zu ersetzen, der sich in Montgommery (heute Saint-Germain-de-Montgommery und Sainte-Foy-de-Montgommery), also auf seinem Land, und nur einen oder zwei Kilometer weiter befand. Der Herzog reagierte erst auf Druck von Robert dem Dänen, Erzbischof von Rouen: er ließ den Markt Rogers zerstören und den der Mönche wieder aufbauen, gestattete dann aber Roger, auf seinem Land den gewünschten zweiten Markt zu betreiben[1].

Roger I. de Montgommery gründete das Stift in Troarn. Dessen Bewohner, 12 Kanoniker, deren Disziplin zu wünschen übrig ließ, wurden von seinen Enkel Roger de Montgomerie, 1. Earl of Shrewsbury, 1059 wieder verjagt, um sie durch eine Gruppe von Mönchen zu ersetzen.[2]

Nach dem Tod Herzog Roberts 1035 scheint Roger in Ungnade gefallen zu sein. Wilhelm von Jumièges schildert, dass er ins Exil gehen musste (ohne dass konkrete Gründe bekannt sind), und sich an den König Heinrich I. von Frankreich wandte[3]. Es wird vermutet, dass er sich gegen den minderjährigen Herzog Wilhelm II. erhoben hat. Roger de Montgommery starb in Paris, wohl im Jahr 1040.

Seine fünf Söhne blieben in der Normandie. Einer von ihnen, Guillaume/Wilhelm, ermordete Osbern de Crépon, den Seneschall des Herzogs, um 1040. 
DE MONTGOMERIE, Roger I. (I61358)
 
4300 Montmorency [mɔ̃mɔʁɑ̃si] ⓘ hieß eines der ältesten und angesehensten Adelsgeschlechter von Frankreich, das seinen Namen von dem Ort Montmorency bei Paris hatte und dessen Mitglieder seit 1327 den Titel „Erste christliche Barone von Frankreich“ führten. Seit 1551 führte es den Titel Herzog von Montmorency. Es wurde von Heinrich IV. – nach den Bourbonen selbst – zum „ersten Haus Europas“ erklärt.

Das Haus Montmorency brachte sechs Connétablen von Frankreich, zwölf Marschälle von Frankreich, mehrere Admirale und Kardinäle, ungezählte Großoffiziere der Krone und einige Großmeister verschiedener Ritterorden hervor. 1878 ist es im Mannesstamm mit Anne Edouard Louis Joseph de Montmorency-Luxembourg, Herzog von Beaumont, Fürst von Tingry, erloschen. 
DE MONTMORENCY, Claude (I61201)
 

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