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| 4151 | Ludwig Landgraf von Hessen (* 1282 oder 1283; † 18. August 1357 in Münster) war als Ludwig II. seit 1310 Bischof von Münster und damit auch Landesherr des Hochstifts Münster. Seine 47 Jahre währende Amtszeit war die längste aller münsterschen Bischöfe. | VON DINCKLAGE, Johann IV. (I18917)
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| 4152 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I58094)
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| 4153 | Ludwig war der älteste Sohn des französischen Königs Philipp III. dem Tapferen und dessen erster Ehefrau Isabella von Aragón und damit seit dem August 1270 der designierte Erbe auf den französischen Thron. Er starb allerdings 1276 im Alter von zwölf Jahren auf dem Schloss von Vincennes, bestattet wurde er in der Abtei von Saint-Denis. Neuer Thronfolger wurde sein jüngerer Bruder Philipp der Schöne. Zwei Jahre nach seinem Tod stürzte darüber der einflussreiche königliche Kämmerer Pierre de la Brosse, welcher die Königin Maria von Brabant des Giftmords an ihrem Stiefsohn Ludwig beschuldigt hatte. Dieser Verdacht fiel allerdings auf de la Brosse zurück, wofür er gehängt wurde. Die tatsächlichen Umstände zum Tod des Prinzen Ludwig bleiben letztlich ungeklärt. | (FRANKREICH), Ludwig (I39078)
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| 4154 | Ludwig war ein Sohn des Kurfürsten Friedrich III. (1515–1576) aus dessen Ehe mit Marie (1519–1567), Tochter des Markgrafen Kasimir von Brandenburg-Kulmbach. Ludwig wurde durch seine Mutter und am Hof des Markgrafen Philibert von Baden in der lutherischen Lehre unterwiesen. Um die französische Sprache zu erlernen, besuchte Ludwig 1554 die burgundische Universität Dole. Als präsumtiver Erbe der Kurwürde in der Pfalz nahm er bereits am Hof des Kurfürsten Ottheinrich an den Regierungsgeschäften teil. Von 1563 bis zum Tod seines Vaters war er kurfürstlicher Statthalter der Oberpfalz. Im Gegensatz zu seinem Vater Friedrich III. hing er nicht dem calvinistischem Protestantismus an, sondern bevorzugte den lutherischen. Ludwig unterzeichnete die Konkordienformel von 1577 und das Konkordienbuch von 1580 in eigenem Namen und als Mitvormund für die Markgrafen Ernst Friedrich (1560–1604) und Jakob III. (1562–1590) von Baden[1]. Beeinflusst wurde er dabei von seiner Gemahlin, der Lutheranerin Elisabeth von Hessen. Dies führte ihn vermehrt in Widerspruch zu seinem Vater, der begann Ludwigs jüngeren Bruder Johann Kasimir zu bevorzugen. Die Auseinandersetzung der Brüder erreichte nach dem Tod des Vaters im Streit um die Auslegung dessen Testaments einen Höhepunkt, der erst 1578 beigelegt werden konnte. Im Frühjahr 1577 kam er, ohne zuvor seinen Vater noch einmal aufgesucht zu haben, nach Heidelberg. Das Luthertum setzte Ludwig auch an der Universität Heidelberg durch, unter anderem (gegen den Willen seines inzwischen verstorbenen Vaters) durch die Verfolgung aller Calvinisten. Die calvinistischen Theologen fanden bei Fürst Johann Kasimir in Neustadt an der Weinstraße Schutz und errichteten das Collegium Casimirianum. Im Truchsessischen Krieg war Ludwig der einzige lutherische Reichsfürst, der auf der Seite des kölnischen Kurfürsten und Erzbischofs Gebhard von Waldburg stand. Bei der lutherischen Neuorganisation des Landes, die Kurfürst Ottheinrich 1556 bis 1559 bereits vorbereitet hatte, erließ Ludwig eine neue Hofordnung, eine Polizeiordnung und 1582 eine Große Landesordnung. Ludwig VI. gehörte von 1577 bis zu seinem Tod der Vormundschaftsregierung der Markgrafschaft Baden-Durlach an, die für die Zeit ernannt wurde, bis der Erbe Ernst Friedrich volljährig war. Ludwig, der schon seit seinem 21. Lebensjahr „brustleidend“ war und dessen Leibarzt Georg Marius war, starb 1583 erst 44-jährig in Heidelberg und wurde in der dortigen Heiliggeistkirche begraben. Nach Ludwigs Tod wurde Johann Kasimir bis 1592 Kuradministrator der Pfalz. | (PFALZ), Ludwig VI. (I54304)
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| 4155 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I59285)
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| 4156 | Luise Juliana war die älteste Tochter des Prinzen Wilhelm I. von Oranien-Nassau (1533–1584) mit seiner dritten Ehefrau, der Prinzessin Charlotte von Bourbon-Montpensier (1546–1582), Tochter des Herzogs Ludwig III. und der Gräfin von Bar-sur-Seine, Jacqueline de Longwy aus dem Haus Chaussin. Nachdem ihr Vater 1584 von Balthasar Gérard in Delft erschossen worden war, wuchs sie mit ihren Schwestern bei ihrer Stiefmutter Prinzessin Louise de Coligny (1555–1620) in Delft auf. Als Oberhaupt einer der wichtigsten protestantischen Familien war Louise bemüht, einflussreiche Ehemänner dieser Glaubensrichtung für ihre Stieftöchter zu finden. Kurfürstin Louise Juliane von der Pfalz Luise Juliana, ca. 1610 Am 23. Juni 1593 heiratete Prinzessin Louise Juliana als erste ihrer Schwestern in Dillenburg den Kurfürsten Friedrich IV. von der Pfalz (1574–1610), Sohn des Kurfürsten Ludwig VI. und der Prinzessin Elisabeth von Hessen. Nach der Hochzeit begab sie sich in Begleitung ihrer jüngeren Schwester Emilia Antwerpiana nach Heidelberg. Nach einer entbehrungsreichen Kindheit und Jugend hatte sich die fromme Kurfürstin an einen relativ reichen Hof und lebenslustigen Ehemann zu gewöhnen. Die Ehe galt trotzdem als glücklich und Louise Juliana widmete sich ihrer Familie. Nach dem frühen Tod ihres Mannes 1610 wurde Louise Juliana als Vormund ihres älteren Sohnes bestellt, sein Hauptvormund war allerdings Herzog Johann II. von der Pfalz-Zweibrücken. Nach einem Jahr wurde ihr Sohn für volljährig erklärt und Louise Juliana schickte ihn zur Vervollständigung seiner Ausbildung an den Hof ihrer Schwester Elisabeth Flandrika in Sedan. Als Kaiser Matthias 1619 starb, wählten die böhmischen Landesstände am 24. August 1619 ihren Sohn, Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz zu ihrem König. Sie riet ihrem Sohn erfolglos, die Königskrone nicht anzunehmen. Nach dem Abenteuer in Böhmen musste die kurfürstliche Familie vor den kaiserlichen Truppen aus der Pfalz fliehen. Louise Juliane sah ihren Sohn nie wieder. Sie begab sich mit zweien ihrer Enkelkinder zunächst nach Württemberg, doch Herzog Johann Friedrich forderte, aus Angst vor dem Kaiser, das Land zu verlassen. Sie zog zu ihrer Tochter nach Berlin an den Hof des brandenburgischen Kurfürsten. 1638 verbrachte dieser seine gesamte Familie infolge der Kriegswirren nach Königsberg. Dort starb Kurfürstin Louise Juliana und wurde im Königsberger Dom beigesetzt. | VON ORANIEN-NASSAU, Luise Juliana (I54303)
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| 4157 | Luitpold stammte aus dem österreichischen Markgrafen- und Herzogsgeschlecht der Babenberger (→Stammliste der Babenberger). Im Kloster Fulda wurde er auf eine geistliche Laufbahn vorbereitet. In späteren Jahren war er Propst in Bamberg. Er ließ eine hagiographische Lebensbeschreibung Erzbischof Bardos in Auftrag gegeben, die von einem Kaplan namens Vulkuld verfasst wurde. Im Jahr 1052 nahm er mit Papst Leo IX. am Fest des heiligen Lukas an einer Feier im Bamberger Dom teil und war Zeuge der Bestätigung der Privilegien der Bamberger Kirche.[1] In seiner Amtszeit gründete er an der Weser im nördlichen Hessen das Kloster Lippoldsberg. In Nörten gründete er eine Kollegiatkirche. Im Jahr 1054 hat er in Mainz eine Synode abhalten lassen. Nachdem Heinrich III. seinen Sohn Heinrich IV. in Aachen vom Kölner Erzbischof Hermann II. krönen ließ, führte dies zu Verstimmungen mit Luitpold. Dieser beanspruchte das Krönungsrecht ausschließlich für die Mainzer Erzbischöfe.[2] Luitpold regierte vom Jahr 1051 bis zum 7. Dezember 1059, und wurde in dem von ihm 1055 gegründeten Kloster St. Jakobsberg auf dem »Schönen Berg« (Mons Speciosus)[3] beerdigt.[4][5] | (ÖSTERREICH), Luitpold I. (I39614)
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| 4158 | Luitpold, der Namensgeber des Geschlechts der Luitpoldinger, wurde 893 von Kaiser Arnulf von Kärnten als Markgraf in Karantanien und Oberpannonien (Gebiete im heutigen Österreich und Ungarn) eingesetzt und trat damit die Nachfolge der Wilhelminer an. Um 895 erwarb Luitpold die Grafschaften Donaugau und Nordgau um Regensburg und baute damit seine führende Stellung im Südosten des Reiches aus. Von den karolingischen Kaisern, bei denen er eine besondere Vertrauensstellung genoss, wurde er mit Aufgaben in Mähren und der Abwehr der ständig präsenten Ungarneinfälle betraut. 898 zog er im Auftrag des Kaisers erfolgreich gegen das großmährische Reich und erscheint 903 in Quellen als dux Boemanorum. Nach dem Tod Arnulfs hat er eine solch starke Stellung erreicht, dass er als nepos des unmündigen Königs Ludwig bezeichnet wird. Am 4. Juli 907 fiel Luitpold an der Spitze des bayerischen Heerbanns in der Schlacht von Pressburg, als seine Truppen eine der schwersten Niederlagen während der Ungarneinfälle einstecken mussten. Luitpold war durch seine Heirat mit Kunigunde von Schwaben, der Schwester des schwäbischen Pfalzgrafen Erchanger und seines Bruders Graf Berthold (Ahalolfinger) eine Verbindung mit einem wichtigen schwäbischen Geschlecht eingegangen. Im Jahre 913 heiratete König Konrad I. Luitpolds Witwe, um dadurch die Herzogtümer Bayern und Schwaben enger ans Königtum zu binden. Aus Luitpolds Ehe mit Kunigunde gingen die späteren Herzöge Arnulf der Böse und Berthold hervor. | (KARANTANIEN UND OBERPANNONIEN), Luitpold (I18335)
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| 4159 | Luitpolds Abstammung ist nicht geklärt. Seine Zugehörigkeit zum altbayerischen Geschlecht der HUOSI ist in der Forschung umstritten, eine Verwandtschaft mit den Karolingern hingegen gilt als nicht unwahrscheinlich. Es ist u. a. vermutet worden, dass Ernst II., Graf in Bauarn (lateinisch früher: Bura, Buron oder Burin), sein Vater gewesen sein könnte. LUITPOLD, der Namensgeber des Geschlechts der LUITPOLDINGER, wurde 893 von KAISER ARNULF VON KÄRNTEN als Markgraf in Karantanien und Oberpannonien (Gebiete im heutigen Österreich und Ungarn) eingesetzt und trat damit die Nachfolge der WILHELMINER an. Um 895 erwarb Luitpold die Grafschaften Donaugau und Nordgau um Regensburg und baute damit seine führende Stellung im Südosten des Reiches aus. Von den karolingischen Kaisern, bei denen er eine besondere Vertrauensstellung genoss, wurde er mit Aufgaben in Mähren und der Abwehr der ständig präsenten Ungarneinfälle betraut. 898 zog er im Auftrag des KAISERS erfolgreich gegen das großmährische Reich und erscheint 903 in Quellen als dux Boemanorum. Nach dem Tod ARNULFS hat er eine solch starke Stellung erreicht, dass er als nepos des unmündigen KÖNIGS LUDWIG bezeichnet wird. Am 4. Juli 907 fiel Luitpold an der Spitze des bayerischen Heerbanns in der Schlacht von Pressburg, als seine Truppen eine der schwersten Niederlagen während der Ungarneinfälle einstecken mussten. LUITPOLD war durch seine Heirat mit KUNIGUNDE VON SCHWABEN, der Schwester des schwäbischen Pfalzgrafen Erchanger und seines Bruders Graf Berthold (Ahalolfinger) eine Verbindung mit einem wichtigen schwäbischen Geschlecht eingegangen. Im Jahre 913 heiratete KÖNIG KONRAD I. LUITPOLDS Witwe, um dadurch die Herzogtümer Bayern und Schwaben enger ans Königtum zu binden. Aus Luitpolds Ehe mit Kunigunde gingen die späteren Herzöge ARNULF DER BÖSE und BERTHOLD hervor. | (KARANTANIEN UND OBERPANNONIEN), Luitpold (I18335)
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| 4160 | Lukas Fugger kam als zweitgeborener Sohn von Andreas Fugger dem Reichen (1406–1457) und Barbara Stammler vom Ast (1415/20 – 1476) im Jahre 1439 zur Welt. Er heiratete vor 1466 zunächst Anna Dauninger und bekam mit ihr die Söhne Lukas, Matheus, Marcus und Hans sowie die Töchter Apollonia, Barbara, Magdalena, Felicitas und Anna. Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau heiratete Lukas im Jahre 1488 Clara Conzelmann[2] und wurde auf diese Weise Mitglied in der Augsburger Herrenstube. Aus dieser zweiten Ehe stammen die Söhne Stephan, Aegid und Andreas sowie die Tochter Margarete. Nach dem Tod von Andreas Fugger im Jahre 1457 übernahmen zunächst die Söhne und die Granderneffen (ein Thomas Grander († 1467/68) war laut Augsburger Stadtlexikon ein Schwiegersohn von Andreas Fugger) zeitweilig die Kaufmannsgeschäfte. Zwei Jahre später trat Lukas an die Spitze des Unternehmens und baute dessen Ansehen und Reichtum stetig aus. Die Handelsbeziehungen und Geldgeschäfte reichten sogar bis nach Rom und London. Auch Maximilian I. verschuldete sich bei Lukas mit einer Summe von mehr als 10.000 Gulden. Für diesen hohen Betrag (nahezu das gesamte Geschäftskapital von Lukas) erhielt er die belgische Stadt Löwen als Bürgschaft. Die Bürgschaft stellte sich jedoch als wertlos heraus, da sich die Stadt bzw. deren Bürgerschaft weigerte, den geschuldeten Betrag zu bezahlen. Auf Drängen von Lukas forderte schließlich Philipp I. von Habsburg, der Sohn von Maximilian, die Stadt Löwen zur Schuldbegleichung auf. Nachdem sich die Stadt weiterhin unbeeindruckt gezeigt hatte, verhängte Maximilian 1499 sogar die Reichsacht. Dies zeigte jedoch ebenfalls keine Wirkung. Weitere Schritte zur Begleichung der Schuld wurden von Maximilian nicht mehr unternommen. Vielmehr überließ er Lukas seinem Schicksal. Lukas geriet durch die fehlende Rückzahlung in große Geldnot. Dramatisch wurde die Situation jedoch erst, als kurz darauf sämtliche Gläubiger ihr Geld, das sie in Lukas’ Unternehmen investiert hatten, zurückverlangten. Besonders einige Mitglieder der eigenen Familie forderten die rasche und vollständige Rückzahlung der geliehenen Gelder. Sein eigener Sohn Lukas drohte dem ehemals hochangesehenen Vater sogar mit dem Messer. Die Familie verlor aufgrund der desolaten Finanzlage ihre Stubenfähigkeit in Augsburg und Lukas zog sich daraufhin nach Graben, seine südlich von Augsburg gelegene Heimat, zurück. Jakob Fugger kaufte ihm dort schließlich seine letzten verbliebenen Ländereien ab und verhalf ihm so wenigstens zu etwas Geld. Kurz vor seinem Tod begab sich der nahezu mittellose Lukas wieder nach Augsburg und kam bei seinem Schwiegersohn Hanns Raiser unter. | FUGGER VOM REH, Lukas (I51461)
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| 4161 | Lütfried II., der „Große Muntprat“ (* um 1383; † 1447) beteiligte sich ab 1410 an der Großen Ravensburger Handelsgesellschaft, saß von 1431 bis 1447 im Kleinen Rat und war 1443 Bürgermeister in Konstanz.[7] Um 1430 galt Lütfried II. als der reichste Kaufmann in Süddeutschland und der Eidgenossenschaft. 1419 kaufte er die Herrschaft Altenklingen und 1423 bis 1433 die Burgen Rosenberg und Bernang.[8]1440[7] kauften Lütfrieds Brüder Ludwig und Hans die Herrschaft Salenstein.[8] Hans Muntprat († 1447), ein Bruder Lütfrieds II.,[9] verkaufte 1439 die Herrschaft Altenklingen und begann, umfangreiche Geldgeschäfte zu tätigen. 1457 kaufte er die Burg und die Vogtei Lommis sowie 1464 die Herrschaft Spiegelberg. Ulrich Muntprat, Hans Muntprats Sohn, erwarb im Jahr 1474 die Herrschaft Weinfelden und 1478 Dorf und Schloss Zuckenriet. Die Wege der verschiedenen Zweige der Familie Muntprat trennten sich. In der Schlacht bei Schwaderloh kämpften 1499 Verwandte der Familie gegeneinander. Das Thurgauer Landadelsgeschlecht nannte sich bereits um 1490 Muntprat von Spiegelberg.[8] Die 1505 erworbenen Rechte an der halben Vogtei Eggen tauschten die Muntprat 1542 gegen die übrigen von Weinfelden ein. Als Besitzer verschiedener Gerichte integrierten sie sich im Thurgau, traten als Vertreter der Gerichtsherren auf und beteiligten sich an eidgenössischen Kriegszügen.[7] In der Reformation blieben die Muntprat mehrheitlich altgläubig. 1549 bis 1573 war Hans, der 1550 von Kaiser Karl V. in den Reichsadelstand erhoben wurde, Verwalter der Konstanzer Hauptmannschaft. 1551 erwarb Hans Dietrich von Gemmingen, der ab 1539 oder 1540 mit Magdalena Mundprat von Spiegelberg († 1566) verheiratet war, die Herrschaft Weinfelden von den Muntprat. 1582 verkauften die Erben von Ludwig mit Spiegelberg ihre letzte Herrschaft im Thurgau Das schwarz–silber geteilte Wappen zeigt drei (2:1) Lilien verwechselter Tinktur. Auf dem Stechhelm mit schwarz-silbernen Helmdecken ein wie Schild bezeichneter geschlossener Flug „Anno 1517 haben die Muntpratter noch kein offen Helm geführt und sich nirgends von geschrieben.“ (Voland) | MUNTPRAT VON SPIEGELBERG, Lütfried I. (I11293)
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| 4162 | Lüthold entstammte dem in der Umgebung Basels ansässigen Adelsgeschlecht der Herren von Rötteln. Sein Vater war Dietrich III. von Rötteln, sein Bruder, Walther von Rötteln, war von 1213 bis 1215 Bischof von Basel, sein Onkel, Konrad II. von Tegerfelden, von 1209 bis 1233 Bischof von Konstanz. Lüthold ist erstmals 1215 als Domherr in Konstanz und Teilnehmer am IV. Laterankonzil bezeugt. Ab 1233 war er Archidiakon des Bistums Konstanz für das Breisgau, ab 1236 auch Archidiakon für Burgund. Er wurde 1238 zum Bischof von Basel gewählt und empfing die Bischofsweihe im März 1239. Lüthold erwarb 1239 Arlesheim von der Äbtissin von Odilienberg, 1241 trat Burkhard IV. von Hasenburg seinen Besitz an den Bischof von Basel ab und nahm ihn zum Lehen[1]. Seine Teilnahme am, von Papst Innozenz IV. 1245 einberufenen, Konzil von Lyon führte zum Konflikt mit der auf der Seite des staufischen Kaisers stehenden Stadt Basel. Die Basler Bürger stürmten 1247 die bischöfliche Pfalz und zerstörten sie, woraufhin Papst Innozenz das Interdikt über die Stadt verhängte. Am 11. März bestellte der Papst Berthold von Pfirt als Koadjutor, im Juni trat Lüthold zurück. Er starb kurze Zeit später am 16. Januar 1249 und wurde im Basler Münster bestattet. | BARON VON RÖTTELN, Lüthold (I3209)
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| 4163 | Lützow (früher auch Lützau) ist der Name eines alten mecklenburgischen Adelsgeschlechts mit gleichnamigem Stammhaus (heute Dreilützow, Ortsteil der Gemeinde Wittendörp im Amt Wittenburg des Landkreises Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern), nordöstlich der Ortslage der Stadt Wittenburg), das in zwei Linien – Mecklenburg/Preußen und Österreich/Böhmen – geteilt ist. Mecklenburgisch-Preußische Linie Die mecklenburgisch-preußischen Lützow haben ihr Stammhaus in Dreilützow (heute Ortsteil von Wittendörp bei Wittenburg) und werden urkundlich am 5. November 1287 mit Dominus Johannes de Lutzowe (1287/1316) erstmals erwähnt, mit dem auch die direkte Stammreihe beginnt.[1] In der Erbteilung seiner Söhne fiel das Gut Dreilützow an den jüngsten Sohn Burkhard Lützow (1312/1348), der wie sein Vater zuvor bei den Grafen von Schwerin als landesherrlicher Rat fungierte. Nachdem die Grafschaft Schwerin 1358 an Mecklenburg gelangte, gingen aus diesem Familienzweig mit Burkhard Lützow (1348/1391) und dem Schweriner Amtmann Gumbrecht Lützow (1389/1419) noch zwei herzogliche Räte hervor, verlor danach aber wegen zu geringer Begüterung an landespolitischer Bedeutung. Zu den alten Besitzungen der Familie zählte ferner das in der Grafschaft Schwerin gelegene Gut Pritzier, welches der mittlere Sohn Johann Lützow (1312/1348) in der Erbteilung erhielt. Außerdem besaß dieser Familienzweig das benachbarte Gut Schwechow. Die landespolitische Bedeutung dieses Familienzweigs war im Spätmittelalter gering, landesherrliche Räte gingen aus ihm überhaupt nicht hervor. Im Gegensatz zu seinen in der Grafschaft Schwerin verbliebenen Brüdern erhielt des Stammvaters ältester Sohn Wichbert Lützow (1305/1336) die bei Gadebusch in der benachbarten Herrschaft Mecklenburg gelegenen Besitzungen, darunter das Gut Groß Salitz, welches vom Beginn des 14. Jahrhunderts bis 1945 im Besitz der Familie war. Das dortige Gutshaus stammt aus dem 18. Jahrhundert, mit Anbau von 1936. Als Hofmarschall Heinrichs II. von Mecklenburg gehörte Wichbert Lützow zum engsten Kreis dieses aufstrebenden Landesherrn. Außerdem fungierte er als einer von dessen Kriegsunternehmern und erwarb als Lohn für seine Dienste die Vogtei Grabow. Mit diesem Pfandbesitz übernahm die Familie bis zum Ende des 15. Jahrhunderts die Sicherung eines Abschnitts der Landesgrenze gegen Brandenburg. Ihm folgte sein Sohn Johann Lützow (1334/1367) nicht allein als landesherrlicher Rat, sondern ebenso als Marschall Albrechts II. von Mecklenburg nach, womit sich das ursprünglich von den Lützows innegehabte Hofmarschallamt über das Landmarschallamt allmählich zum Erblandmarschallamt fortentwickelte. Johanns Neffe Ludolf Lützow (1362/1387) war wiederum Marschall, herzoglicher Rat und außerdem erfolgreicher mecklenburgischer Kriegsunternehmer, wodurch die Familie zusätzlich in den zeitweiligen Pfandbesitz der Vogtei Wittenburg gelangte. Weitere herzogliche Räte dieses Familienzweigs waren: Friedrich Lützow in Dutzow (1334/1362), Wichbert Lützow in Wittenburg (1369/1414), Johann Lützow in Grabow (1382/1414), Wichbert Lützow in Grabow (1389/1436), Ludolf Lützow in Grabow (1427/1483), Klaus Lützow in Eickhof (1471/1500). Gutsbesitz dieses Familienzweigs befand sich ferner in Dutzow, Bakendorf und Perlin.[2] Mit dem Tausch der Vogtei Grabow gegen Schloss und Vogtei Eickhof mit Eickelberg im Jahr 1494 haftete die von den Lützows schon lange zuvor innegehabte Erblandmarschallswürde des ritterschaftlichen Mecklenburgischen Kreises fortan an diesem Gut. Damit stellten sie bis 1918 einen von zeitgleich stets drei Erblandmarschällen, die es im alten Mecklenburg gab. Als solcher unterzeichnete Claus Lützow als der Erste der Ritterschaft die Union der Landstände 1523. Fünf Mitglieder der Familie gehören 1755 zu den Unterzeichnern des Landesgrundgesetzlichen Erbvergleichs: August Barthold de Lützow, Erblandmarschall Mecklenburgischen Kreises, auf Eickhof, Gottfried August Freyherr von Lützow, auf Holdorf und Carow, Georg Wilhelm Frey- und Edler Herr von Lützow, auf Goldebow und Marsow, Anton Friedrich von Lützow, auf Großen Salitz und Egidius Barthold von Lützow, auf Wolzow. Im Einschreibebuch des Klosters Dobbertin befinden sich 48 Eintragungen von Töchtern der Familien von Lützow von 1707 bis 1906 aus Eickelberg, Eickhof, Pritzier, Schwechow, Perlin, Pentzlin, Groß Salitz, Groß Rentzow und Tessin bei Wittenburg zur Aufnahme in das dortige Damenstift. | VON LÜTZOW, Wilhelm (I45791)
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| 4164 | Luzerner Patrizierfam., die zu Beginn des 15. Jh. von Pforzheim (Baden, D) nach Zürich übersiedelte. 1507 wurde Ritter Renward in Luzern eingebürgert, wo er 1533-55 im Gr. Rat sass. Diese erste Luzerner Linie erlosch jedoch 1600, jene in Zürich 1677. Zwei kath. Zweige der Fam., die sich G. von Tiefenau nannten, kamen von Sursee und Rapperswil (SG) erneut nach Luzern. Die Witwe des Thüring aus der Rapperswiler Linie heiratete 1601 den Luzerner Schultheissen Jost Pfyffer. Ihr Sohn Hans Renward bekam 1604 auf Bitten seines Stiefvaters das Luzerner Bürgerrecht geschenkt. Dessen Sohn Hans Thüring wurde 1644 Grossrat und 1655 Kleinrat. Im 18. Jh. waren die G. meist mehrfach im Kl. Rat vertreten und 1752-62 stellten sie mit Johann Thüring (->) auch einen Schultheissen. 1814-31 stellten sie zwei weitere Regierungsräte. Zahlreiche Familienmitglieder dienten als Offiziere in fremden Diensten, darunter Joseph Ulrich (->), Johann Baptist Ludwig (->), Jost (->) und Robert Ulrich Johann Baptist (->). Unter den Klerikern trat besonders Nikolaus (->), Abt des Klosters Wettingen, sowie Franz Bernhard (->), Propst zu Beromünster und Generalvikar des Bistums Konstanz, hervor. Das 1711 von Heinrich Ludwig errichtete, heute noch bestehende Fideikommiss umfasst ein Haus mit Bibliothek am Hirschenplatz in Luzern. | SCHULTHEISS, Kunz (I46100)
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| 4165 | m Jahre 904 soll Bischof Salomo III. die Gebeine des 283 in Istrien gestorbenen Märtyrers Pelagius nach Konstanz gebracht haben. Der Heilige wurde dort Mitpatron des Münsters und des Bistums. Auch das von Konstanz abhängige Chorherrenstift in Bischofszell trug seinen Namen. Dieses St. Pelagistift spielte im geistigen Leben des Städtchens eine grosse Rolle. Bei hervorragenden Schulmeistern, so bei Johannes Negelin, gestorben 1501, dem wir Abschriften und Auszüge unterdessen verloren gegangener Stifts-Urkunden verdanken, empfingen mehrere nachmals bedeutende Männer ihre erste Ausbildung, so Theodor Buchmann (Bibliander), Ludwig Hätzer, Ulrich Hugwald und eben auch Pelagius Amstein. Seine Eltern kennen wir nicht, aus der Jugendzeit ist sonst nichts überliefert, aber im Jahre 1506 treffen wir ihn als Mönch im Kloster Fischingen. Er war ein Mitbruder von Johann Meili, der etwas später zum Abt gewählt wurde und der ein Onkel Ulrich Zwinglis war. Eine Zeit lang studierte Amstein an der Unversität Basel und eignete sich eine humanistische Bildung an. Ob das vor oder nach der Fischinger Zeit geschah, ist unsicher. Im Jahre 1517 war er einer der neun Chorherren im Pelagistift seiner Heimatstadt. Drei Jahre später berief ihn der Abt des Klosters St.Gallen an die Mauritiuspfarrei Goldach. Mit Inbrunst widmete sich Amstein den Pfarrkindern seiner Gemeinde, und bald schon begann er, in reformatorischem Geist zu predigen. Die Messe las er nicht mehr. Mit Vadian, dem Stadtarzt und Reformator St. Gallens, stand er in engem Kontakt und berichtete ihm in Briefen von seiner Arbeit. Sie beschränkte sich nicht auf Goldach. In Grub und in Trogen hielt er Bibelstunden in kleineren Kreisen. Auch viele seiner Amtsbrüder wusste er der neuen Lehre zuzuführen. Der Abt schaute dem auffallend lange zu, stellte dann aber den Neuerer vor die Alternative: Messe oder Wegzug. Im Frühling 1526 verliess Pelagius Amstein Goldach und ging nach Trogen. Vermutlich hatte man ihn gerufen, denn dort kannte man ihn und hatte vernommen, dass er eifrig die Heilige Schrift studiere und die hebräische und griechische Sprache gelernt habe, um die Bibel im Urtext lesen zu können. Im Appenzellischen hatte eine Landsgemeinde das «Kirchhöreprinzip» beschlossen, wonach jede Gemeinde über die Zugehörigkeit zum alten oder neuen Glauben «mehren» konnte. Die unterliegende Minderheit blieb unbehelligt, musste aber «ihre» Kirche an einem andern Ort besuchen. Ausser Appenzell nahmen alle Kirchhören Zwinglis Lehre an, zuletzt Herisau 1529. Der Abt von St. Gallen war auch Kirchherr der Trogener und protestierte gegen die Anstellung Amsteins, erreichte aber nichts. Im Gegenteil, der Bischofszeller wirkte weit herum als Reformator, denn zu Trogen gehörten ausser Lutzenberg auch die später selbständig gewordenen Kirchgemeinden Rehetobel und Wald. Darum kann man wohl sagen, Pelagius Amstein habe, zusammen mit Walter Klarer, am frühesten und nachhaltigsten für die Reformation im Lande Appenzell gewirkt. (Walter Klarer, 1499-1567, war Pfarrer in Hundwil, Herisau, Gossau, Urnäsch und von 1543 bis zu seinem Tod wieder in Hundwil.) Amstein predigte aber auch den Rheintalern. Das Rheintal war, wie der Thurgau, ein Untertanenland der Eidgenossen. Die sieben Alten Orte (ohne Bern) schickten für je zwei Jahre Vögte ins Land. Nun traf es sich, dass in den wichtigen Jahren von 1524 bis 1534 nur katholische Vögte im Rheintal regierten, in Rheineck, gesandt von den Kantonen Uri, Schwyz, Unterwalden, Luzern und Zug. Sie waren angewiesen, «diese lutherische, zwinglische, irrige und verkehrte Lehre auszureuten, zu wehren, zu strafen und niederzudrücken». Es war darum gefährlich, sich dort öffentlich zum neuen Glauben zu bekennen. Amstein predigte deshalb nur an der Grenze des Rheintals, und zwar im Freien, wohl am Ruppen und bei St. Anton und Oberegg. Ganze Scharen zogen zu ihm hinauf, besonders aus Altstätten, und lauschten seinen «Bergpredigten». Darüber beklagte sich der schwyzerische Landvogt zuerst beim Rat von Appenzell und verlangte, «das sy den bredikanten wellind abstellen». Dieses Ansinnen wurde vorerst zurückgestellt. Darauf beklagte sich der Vogt bei den regierenden Orten. An der Tagsatzung vom 3. September 1528 zu Baden kam die Sache aufs Tapet. Die Appenzeller Regierung wurde angehalten, das reformatorische Einwirken auf das Rheintal von ihrem Gebiet aus strikte zu verbieten. Im Vorsommer 1526 fand in Baden eine von katholischer Seite angeregte und von Neu- und Altgläubigen besuchte Disputation statt. Zwingli nahm nicht daran teil, der Ort schien ihm zu gefährlich, wohl aber Pelagius Amstein. Als Hauptgegner standen sich der Katholik Eck aus Ingolstadt und Oekolampad, der Reformator Basels, gegenüber. Keine Partei vermochte die andere zu überzeugen, und weil die Katholiken deutlich in der Überzahl waren (87 gegen 31), überrascht es nicht, dass die Schlussabstimmungen zugunsten der alten Lehre ausfielen. Dies beeindruckte die Reformierten nicht stark. Zwei Jahre später, am Glaubensgespräch in Bern, sassen sie am längeren Hebel. Pelagius Amstein war auch wieder dabei. Dass neben Zürich nun auch die mächtige Stadt Bern Zwinglis Lehre annahm, stärkte die Neugläubigen in der übrigen Eidgenossenschaft, vor allem in Basel, Schaffhausen und St. Gallen. Amstein blieb bis 1529 in Trogen, dann wirkte er während zweier Jahre in Arbon als Helfer des dortigen Pfarrers Gregor Heer. Die grosse Gemeinde hatte sich kurz vorher für die Reformation entschieden. Über das spätere Wirken des Pelagius Amstein weiss man nichts Sicheres. Josef Reck schreibt, dass er 1540 wieder nach Trogen und 1550 nach Altstätten gezogen und dort gestorben sei. Die von Hans-Martin Stückelberger herausgegebenen Verzeichnisse reformierter Pfarrer in den Kantonen St. Gallen und Appenzell erwähnen diese Tätigkeiten nicht; vermutlich lassen sie sich nicht nachweisen. Die konfessionellen Streitereien im Appenzellischen dauerten noch jahrzehntelang, bis es 1597 zur Teilung des Landes in ein reformiertes Ausser- und ein katholisches Innerrhoden kam. Seither ist man verträglicher geworden. Katholische Kirchen fmdet man heute auch in Ausserrhoden, und 1909 konnte eine reformierte Kirche in Appenzell eingeweiht werden. | AMSTEIN, Pelagius (I25635)
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| 4166 | M ü n k e r a u s S i e g e n i n W e s t f a l e n | MÜNKER\MUNKER, Christ Henrich (I993)
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| 4167 | Mackeler - Geschäftemacher/Händler | JONGHAUS\JUNGHAUS, Johann Wilhelm (I121)
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| 4168 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I55173)
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| 4169 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I55172)
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| 4170 | Magnus Ernst war Herr auf Oberpahlen (Põltsamaa (deutsch Oberpahlen) ist eine Stadt im estnischen Kreis Jõgeva mit 4666 Einwohnern (Stand:1. Januar 2010). Põltsamaa gilt als Weinhauptstadt Estlands. Das Schloss Põltsamaa ist das einzige Königsschloss Estlands) sowie später durch Heirat auch auf Groß Wolfsdorf (Drogosze (deutsch Dönhoffstädt, 1911 bis 1945 Dönhofstädt) ist ein Dorf in der Gemeinde Barciany (Barten) in der Woiwodschaft Ermland-Masuren in Polen) Er stand fest bei der polnischen Partei und nahm so auch am Polnisch-Türkischen Krieg und am Polnisch-Schwedischen Krieg teil. Er wirkte auch als polnischer Diplomat, so gehörte er der Kommission an, die 1625 das Friedensabkommen zwischen Schweden und Polen vorbereitete. Auch war er maßgeblich am Vertrag von Altmark und am Vertrag von Stuhmsdorf beteiligt. 1632 war er Starost von Dorpat und Telsen, 1635 Kastellan, 1640 Woiwode von Pernau. Da die Gebiete Livlands nördlich der Düna 1629 an Schweden kamen, verlor er seinen dortigen Besitz und hat demnach wohl einige seiner aufgeführten Ämter lediglich vom Titel her innegehabt. Noch vor seiner Heirat wandte er sich Preußen zu und lieh dem Kurfürsten Georg Wilhelm 30.000 polnische Gulden, wofür er pfandweise das Kammeramt Waldau an der Pregel bei Königsberg bekam, wo dann auch drei seiner Söhne geboren sind. 1633 von Kaiser Ferdinand II. in den Reichsgrafenstand erhoben. Graf Dönhoff wurde in der Altstädtischen Kirche in Elbing begraben. | VON DÖNHOFF, Magnus Ernst (I57863)
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| 4171 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7226)
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| 4172 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7087)
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| 4173 | Malapert genannt von (de) Neufville Dieser Familienzweig entstand 1753 nach Heirat des fürstlich naussauischen Hofrat und Kammerherrn Peter Friedrich von Neufville (1726–1762) mit Maria Magdelena von Malapert (1736–1758), deren Sohn sich dann Friedrich Wilhelm Freiherr Malapert genannt von Neufville nannte. Genealogisch gehören die Nachfahren zu den de Neufville. | VON MALAPERT, GEN. VON NEUFVILLE, Friedrich Philipp Wilhelm (I57597)
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| 4174 | Malcolm gilt als ein vielseitig veranlagter und kluger Herrscher. Der englische König Edmund I. bemühte sich um eine Allianz, indem er im Jahr 945 das von ihm verheerte Königreich Strathclyde – das damals aus Cumberland und einem Teil von Westmorland bestand – an Malcolm abtrat. Im Gegenzug verpflichtete sich Malcolm, dieses Gebiet zu verteidigen und im Falle eines Angriffs der Dänen in Northumbria oder der Norweger in Irland Truppen zur Unterstützung zu entsenden. Edmunds Bruder und Nachfolger Eadred ersuchte und erhielt die vereinbarte Unterstützung, um gegen Olaf Cuaran, den Wikingerkönig von Northumberland, vorzugehen. 954 fiel Cumbria wieder an England zurück, nachdem schottische Truppen während einer Invasion der Wikinger auf englischem Gebiet geplündert hatten. Im selben Jahr schlug Malcolm einen Aufstand in Moray nieder und tötete den Anführer Cellach. Als Racheakt wurde Malcolm kurz darauf von Anhängern Cellachs ermordet. Malcolm wurde auf der heiligen Insel Iona beigesetzt. Sein Cousin Indulf trat nach Malcolms Tod an dessen Stelle. Zu einem unbekannten Zeitpunkt während seines Lebens hatte Malcolm geheiratet. Die näheren Umstände der Heirat sind jedoch nicht mehr bekannt. Ein Sohn, der dieser Verbindung entstammte, bestieg im Jahr 971 als Kenneth II. den Thron. | VON SCHOTTLAND, Malcolm I. (I40545)
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| 4175 | Malcolm, der von 990 bis 995 bereits König von Strathclyde gewesen war, kämpfte in einem Zeitraum von zehn Jahren um den schottischen Thron. 1005 tötete er dann in der Schlacht von Monzievaird (Tayside) seinen Cousin Kenneth III. und wurde nun selbst König von Schottland. Es gilt als wahrscheinlich, dass er nur über einen Teil von Schottland herrschte. Immer wieder wurde er von Adeligen aus Moray bedrängt, darunter Findláech mac Ruadrí († 1020, wahrscheinlich der Vater von Macbeth) und Máel Coluim mac Máel Brigte († 1029). Beide wurden in irischen Annalen als Könige von „Alba“ (womit Schottland gemeint war) bezeichnet, doch in modernen Texten gelten beide nicht als schottische Könige. 1006 wurde Malcolm bei Durham von Truppen aus Northumbria unter der Führung von Uhtred geschlagen. Doch die Engländer mussten sich daraufhin gegen Angriffe aus Dänemark wehren. Malcolm konnte diese Situation geschickt ausnutzen, schlug 1018 die Angelsachsen unter Uhtreds Bruder Eadwulf Cudel in der Schlacht bei Carham und eroberte Lothian zurück, wobei er sein Reich im Süden bis zum Fluss Tweed ausdehnte und sein Einfluss im Westen bis nach Strathclyde hineinreichte. Die Angelsachsen wurden jedoch von den Dänen unter König Knut unterworfen, und nach einem anglo-dänischen Einfall 1031 musste sich auch Malcolm Knut unterwerfen. Als der König von Strathclyde ohne Erben starb, beanspruchte Malcolm das Königreich für seinen Enkel Duncan. Dies führte zu Unruhen im Königreich Strathclyde und schließlich zu Malcolms Ermordung in Glamis im Jahr 1034. Kurz darauf wurde er auf der Insel Iona beigesetzt. Malcolm hatte keine Söhne, die ihm auf den Thron folgen konnten. Deshalb arrangierte er in geschickter Weise Ehen für seine Töchter. Seine Tochter Plantula heiratete Jarl Sigurd von Orkney. Durch deren Sohn Thorfinn, kamen die Orkneys, Caithness und Sutherland im Norden des Landes zum schottischen Königreich. Malcolms älteste Tochter Bethoc heiratete Crínán, den Laienabt von Dunkeld. Aus dieser Verbindung entstammte Duncan I., der Malcolm beerbte. Außerdem hatte Malcolm das Tanistry-System abgeschafft, dadurch wurde sein Enkel Duncan zum ersten Monarchen Schottlands, der die Königswürde an seine Nachfolger vererben konnte. | VON SCHOTTLAND, Malcolm II. (I40543)
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| 4176 | Mallinckrodt ist der Name eines alten westfälischen Adelsgeschlechts aus der Grafschaft Mark. Das Geschlecht erscheint erstmals urkundlich im Jahr 1241 mit dem Ritter Ludwig de Mesekenwerke.[1] Die Familie benannte sich später nach ihrem Sitz Burg Mallinckrodt, die sie schon ab etwa 1250 als Lehen der Herren von Volmarstein besaß. Zum Familienbesitz gehörten auch eine Reihe der umliegenden Höfe, darunter das Gut Obergedern und das Gut Hoven in Oberwengern (später Haus Howe). Seit 1980 befindet sich die Burg Gamburg im Besitz der Familie.Dortmunder Familienzweig Ein jüngerer Familienzweig geht auf Evert Mallinchroide (Eberhard Mallinckrodt) zurück, urkundlich 1488–1516 erwähnt und 1526 verstorben, Grundbesitzer in Recklinghausen und Dortmund. Dessen Nachkommenschaft gehörte ursprünglich nicht zum Patriziat der Stadt, stieg aber im 16. Jahrhundert in das Honoratiorenbürgertum der Stadt auf. Die Mallinckrodts gehörten der Gilde der Wandschneider an und verdienten ihr Vermögen mit dem Tuchhandel. Die Mitgliedschaft in der Wandschneidergesellschaft, seit 1589 waren über 30 Mitglieder der Familie in dieser Gilde nachweislich tätig, eröffnete der Familie das politische Anrecht auf eine Mitgliedschaft im Rat der Stadt. Von 1605 bis 1805 gab es im Dortmunder Rat 16 Vertreter der Familie. Zwei davon waren Bürgermeister und vier Mallinckrodts bekleideten das Amt des Stadtrichters. Anfang des 20. Jahrhunderts gab es unter Adelsforschern einen Streit um die Adelsanerkennung dieser Dortmunder Linie, da die direkte Abstammung zum alten Adelsgeschlecht derer von Mallinckrodt nicht nachgewiesen werden konnte.[2] Doch wurde 1902 bzw. 1903 die Zugehörigkeit zum alten Adelsgeschlecht derer von Mallinckrodt vom Preußischen Heroldsamt in Berlin anerkannt (siehe unten). Franz Mallinckrodt war zwischen 1812 und 1832 Maire und Bürgermeister der Stadt Dortmund. Sein Neffe war der Publizist Arnold Mallinckrodt (1768–1825). Der Oberregierungsrat Detmar von Mallinckrodt (1769–1842) wirkte in Aachen und setzte sich in Paderborn zur Ruhe. Seine Kinder waren die Zentrumspolitiker Hermann von Mallinckrodt und Georg von Mallinckrodt sowie die 1985 seliggesprochene Ordensgründerin Pauline von Mallinckrodt, die auch das Mallinckrodt-Gymnasium Dortmund gründete[3]. Der weitere Aufstieg dieses Familienzweigs vollzog sich dann außerhalb von Dortmund. Im Rheinland und in Belgien betätigten sie sich als Tuchhändler. Edward Mallinckrodt Sr. (1845–1928), ein Enkel von Arnold Mallinckrodt, gründete gemeinsam mit seinen beiden Brüdern Otto († 1878) und Gustav († 1877) in St. Louis, Missouri, 1867 die Firma Mallinckrodt Chemical Works. Im 20. Jahrhundert zog Georg Wilhelm von Mallinckrodt (* 1930) nach London, wo er Charmaine Schröder heiratete und Teilhaber von Schroders wurde. Hessische Linie Durch den Pfarrer Johann Christoph Mallinckrodt (1709–1768) aus Dortmund, einem Sohn des Dortmunder Ratsverwandten, Kaufmanns und Wandschneider-Genossen Henrich Mallinckrodt (1675–1725), gelangte ein Nachkomme nach Hessen.[4] Der Theologe Mallinckrodt ist mit der Tochter des Metropolitan Johann Samuel Pfnor verheiratet gewesen. Sein Schwiegervater war Informator des Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen-Darmstadt gewesen und gehörte einer Theologenfamilie an, die hohe Offiziere und Staatsbeamte hervorbrachte sowie mit Ludwig von Pfnorr den erblichen Adel verliehen bekam.[5] Mit Wilhelmine Florentine Charlotte Mallinckrodt (1753–1817) heiratete die jüngste Tochter des Rodheimer Pfarrers Johann Christoph Mallinckrodt den Geistlichen und Pädagogen Karl Christian Heyler, Sohn eines Strumpffärbers aus Buchsweiler.[6] Der Leutnant, Zentgraf und Marschkommissar Heinrich Konrad Mallinckrodt (1748–1817) pflanzte die hessische Linie in Arheilgen durch Töchter in andere hessische Beamtenfamilien fort.[7] Ein Urenkel des Offiziers Heinrich Konrad Mallinckrodt ist der Mathematiker Alexander von Brill gewesen, dem aufgrund seiner herausragenden Leistungen 1897 der persönliche Adelsstand verliehen wurde. Brill hatte mit Anna Johannette Christiane Schleiermacher (1848–1952), einer Tochter des Wirklichen Geheimen Rats Heinrich August Schleiermacher aus hervorragendem, dem Handwerksstand entsprungenen Beamtengeschlecht[8] die Söhne August Christian sowie Eduard Ludwig Brill,[9] die beide durch den Pfarrer Johann Christoph Mallinckrodt zu den Nachfahren des Dortmunder Familienzweigs zählen. Adelserhebungen und Adelsanerkennungen Gut Böddeken (bei Alexander Duncker, 19. Jh.) Detmar Mallinckrodt, Gutsherr auf Gut Böddeken (heute in Wewelsburg) im früheren Landkreis Büren und königlich preußischer Regierungsvizepräsident in Aachen, wurde am 18. Juli 1834 in Berlin in den preußischen Adelsstand erhoben. Dessen Nachkommen erhielten am 4. Juli 1903 die preußische Anerkennung des alten Adels und der Zugehörigkeit zum alten Adelsgeschlecht derer von Mallinckrodt. Am 18. September 1912 erklärte das Königliche Heroldsamt in Berlin, dass der 1834 verliehene Adelsstand als solcher nicht mehr fortbesteht, sondern durch die Anerkennung von 1903 in Wegfall gekommen ist. Dieselbe Adels- und Zugehörigkeitsanerkennung hatte zuvor am 19. Juli 1902 mit Diplom vom 8. September 1902 schon Gustav von Mallinckrodt erhalten, Großkaufmann, Fabrik- und Gutsbesitzer, königlich preußischer Geheimer Kommerzienrat, sowie die Witwe Anna und die Söhne Paul und Max seines bereits 1880 verstorbenen Bruders Felix Mallinckrodt, königlich preußischer Bergreferendar und Gutsbesitzer. Wappen In Gold eine mit drei schmalen spitzen schwarzen Blättern im Schächerkreuz besteckte rote Kugel; auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken zwei wachsende Arme in schwarzen Ärmeln mit silbernen Aufschlägen und naturfarbenen Händen, deren aufgerichtete Zeigefinger durch einen glatten goldenen Ring gesteckt sind. Namensträger Bernhard von Mallinckrodt (1591–1664), Domdechant Arnold Andreas Friedrich Mallinckrodt (1768–1825), Schriftsteller, Verleger und Publizist Bernhard von Mallinckrodt (1591–1664), Domdechant in Münster sein Neffe Bernhard von Mallinckrodt († 1676), Domherr in Münster Eberhard von Mallinckrodt (vor 1600–1658), Domkantor und Domkellner in Münster George von Mallinckrodt (1930–2021), deutsch-britischer Bankier Gustav von Mallinckrodt (1859–1939), deutscher Industrieller und Politiker Heinrich von Mallinckrodt (1590–1649), Domvikar in Münster und Domkantor in Osnabrück Hermann von Mallinckrodt (1821–1874), deutscher Politiker und Mitgründer der katholischen Zentrumspartei Marika Geldmacher-von Mallinckrodt (1923–2016), Chemikerin, Medizinerin und Professorin der Universität Erlangen Max von Mallinckrodt (1873–1944), Pseudonym: Max Wetter, Gutsbesitzer und Schriftsteller Meinulf von Mallinckrodt (1861–1947), von 1897 bis 1926 Landrat des Kreises Meschede Pauline von Mallinckrodt (1817–1881), Ordensgründerin der Kongregation der Schwestern der Christlichen Liebe, 1985 seliggesprochen Rebekka von Mallinckrodt (* 1971), Historikerin | VON MALLINCKRODT, Herbord (I45848)
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| 4177 | Mallinckrodt ist der Name eines alten westfälischen Adelsgeschlechts aus der Grafschaft Mark. Das Geschlecht erscheint erstmals urkundlich im Jahr 1241 mit dem Ritter Ludwig de Mesekenwerke.[1] Die Familie benannte sich später nach ihrem Sitz Burg Mallinckrodt, die sie schon ab etwa 1250 als Lehen der Herren von Volmarstein besaß. Zum Familienbesitz gehörten auch eine Reihe der umliegenden Höfe, darunter das Gut Obergedern und das Gut Hoven in Oberwengern (später Haus Howe). Seit 1980 befindet sich die Burg Gamburg im Besitz der Familie. | MALLINCKRODT, Johann Hermann (I44333)
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| 4178 | Manche Kinder sind aus der Datenbach SEHUM Norbert Emmerich und manche aus der Datenbank Frank Heidermanns Der Lehrbrief wurde in Heidelberg von seinem Sohn Johann Bernhard Hofstatt (1646 - 1708) ausgestellt für Christian Burkhard Heyles (1652-1721) und unterzeichnet von Jacob Israel (1621-1674) ein deutscher Arzt, Stadtphysikus und Professor in Heidelberg sowie Rektor der Universität Heidelberg. Die Heidelberger Hof-Apotheke war im 17. Jahrhundert ein kurpfälzisches Lehen und wurde seit 1662 von Conrad Daniel Nebel (1632-1672) geführt. Als dieser starb war sein Sohn und Lehensnachfolger Daniel Nebel (1664-1733) - später Mediziner und kurfürstlicher Leibarzt - noch unmündig. Der Düsseldorfer Apotheker Johann Bernhard Hoffstatt pachtete die Hof-Apotheke und leitete sie als "Chur Pfaltz Hoff Apotecker in Churfürstlicher Haupt und Residentz Statt Heydelberg" bis zur Zerstörung der Stadt im Jahre 1693. Dieser Lehrbrief aus dem Jahr 1673 bescheinigt dem Empfänger Christan Burkhard Heyles aus Bacharach, eine vierjährige Lehrzeit in der Hof-Apotheke absolviert zu haben. Begonnen hatte er die Lehre bei Hofapotheker Nebel. Das Zeugnis wurde beglaubigt durch die Unterschriften von Jacob Israel, Rektor der Universität Heidelberg, Friedrich Christian Winkler und Hoffstatt selbst. Der Heidelberger Lehrbrief besticht durch seinen künstlerischen Gesamteindruck, der neben der Auszeichnungsschrift der Urkunde eine besondere Gewichtigkeit verleiht. | HOFSTADT, Johann (I952)
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| 4179 | Manuel I. entstammte der byzantinischen Kaiserdynastie der Komnenen. Er war der vierte Sohn des Kaisers Johannes II. Komnenos (1118–1143) und damit ein Enkel des Kaisers Alexios I. Komnenos (1081–1118). Seine Mutter war Piroska von Ungarn (* 1088; † 13. August 1134), die bei der Krönung den Namen Irene annahm und als Heilige der Orthodoxen Kirche verehrt wird. Sie war eine Tochter des ungarischen Königs Ladislaus I. aus dem Haus der Arpaden und dessen Gemahlin Adelheid von Schwaben. Manuel war zwei Mal verheiratet. Er vermählte sich in erster Ehe 1146 mit Bertha von Sulzbach, einer Tochter von Graf Berengar I. von Sulzbach aus dessen zweiter Ehe mit Adelheid von Wolfratshausen, die in Konstantinopel den Krönungsnamen Irene annahm. Ihr politischer Stellenwert lag darin, dass der römisch-deutsche König Konrad III. mit ihrer Schwester verheiratet war und Bertha – um ihren Rang zu erhöhen – auch noch adoptiert hatte. Damit waren die Herrscher des westlichen und des östlichen Imperiums miteinander verschwägert und Manuel gleichsam „Schwiegersohn“ Konrads. Bertha war damit auch ein Pfand für das Bündnis aus dem Jahr 1142 zwischen König Konrad III. und Kaiser Johannes II. gegen Roger II. von Sizilien. Bertha kam daher schon 1142, d. h., vier Jahre vor ihrer Hochzeit, mit der byzantinischen Gesandtschaft nach Konstantinopel, um sie hier auf ihre Aufgabe als künftige Kaiserin vorzubereiten. Aus Anlass dieser Vermählung unternahm Manuel I. 1146 einen Feldzug gegen Masúd I. (Rukn ad-Dīn Mas’ūd), Sultan der Seldschuken von Rum (1116–1156), um seiner deutschen Gemahlin das byzantinische Rittertum in all seinem Glanz vor Augen zu führen.[3] Der Feldzug endete jedoch erfolglos, mit dem Rückzug der Truppen Manuels und einem Waffenstillstand (1147). Kaiserin Irene starb nach einem vorbildlichen, der Familie gewidmeten Leben Ende des Jahres 1159. Manuel verlobte sich 1159/60 auf Empfehlung von König Balduin III. von Jerusalem mit Melisende von Tripolis (* ca. 1143; † nach 1162), einer Tochter von Raimund II. Graf von Tripolis aus dem Haus der Grafen von Toulouse und der Hodierna von Rethel, Prinzessin von Jerusalem. Trotz umfangreicher Vorbereitungen der Brauteltern löste Kaiser Manuel die Verlobung, nachdem er erfahren hatte, dass wegen des bekannten Streites zwischen ihren Eltern Zweifel an der Legitimität ihrer Geburt bestanden. Diese Demütigung war zu viel für ihren Vater Graf Raimund II. von Tripolis: Er ließ die für die Hochzeit vorgesehenen zwölf Galeeren in Kriegsschiffe umrüsten und unternahm mit diesen einen Überfall auf die Küsten von Zypern. Es war auch zu viel für Melisende: Sie welkte und schwand früh dahin, lebte jedoch als die „Princesse lointaine“ in den französischen Ritterromanzen fort.[4][5] Manuel vermählte sich in zweiter Ehe am 25. Dezember 1161 zum Ärger der Bevölkerung mit einer weiteren „Lateinerin“, Maria von Antiochia, die den Krönungsnamen Xene annahm. Sie war eine Tochter von Raimund Fürst von Antiochia aus dem Haus Poitou-Aquitanien (Sohn des ersten Troubadours Wilhelm IX., Herzog von Aquitanien) und der Konstanze, Fürstin von Antiochia (Tochter von Fürst Bohemund II. aus dem Haus der Fürsten von Tarent (Hauteville)). | (BYZANZ), Manuel I. (I35976)
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| 4180 | Manuel war das älteste gemeinsame Kind von Kaiser Isaak II. Angelos und dessen zweiter Frau Maria-Margarete, einer Tochter König Bélas III. von Ungarn. Er hatte einen Bruder Johannes (* nach 1195; † 1242); seine Schwester Theodora war die spätere Ehefrau Herzog Leopolds VI. von Österreich. Seine älteren Halbgeschwister waren Irene von Schwaben und Kaiser Alexios IV., sein jüngerer Halbbruder Demetrios von Montferrat. Zusammen mit seiner seit Februar 1204 verwitweten Mutter floh Manuel Angelos nach der Eroberung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer am 13. April 1204 unter dem Schutz des Bonifatius von Montferrat aus dem Bukoleon-Palast. Nachdem Balduin von Flandern am 9. Mai 1204 zum ersten Lateinischen Kaiser von Konstantinopel gewählt worden war, nahm der unterlegene Bonifatius die Witwe Isaaks II. zur Frau, weil er sich von dieser Ehe bessere Aussichten im weiteren Streben nach dem Thron von Konstantinopel versprach. Im Sommer 1204 kam es zwischen Balduin I. und Bonifatius zum offenen Bruch. Während der neue Kaiser auf seinem Zug nach Westen das von Bonifatius beanspruchte Thessaloniki in Besitz nahm, eroberte dieser im Gegenzug im Rücken seines nominellen Lehnsherrn die thrakische Stadt Didymoteichon. Dort wurde der noch minderjährige Manuel Angelos von seinem Stiefvater vor dem 12. August 1204 zum byzantinischen Kaiser ausgerufen.[1] Auf Anordnung Balduins musste Bonifatius die anschließende Belagerung Adrianopels abbrechen, wurde aber nach einer von Enrico Dandolo und Ludwig von Blois arrangierten Übereinkunft als König von Thessaloniki anerkannt, gleichwohl als Vasall des Lateinischen Kaiserreichs. Manuel Angelos begleitete seinen Stiefvater im Frühjahr 1205 auf dessen Feldzug nach Thessalien und Hellas, um weitere Territorien des zerfallenen Byzantinischen Reiches der Herrschaft der Lateiner zu unterwerfen. Der junge Prätendent, in dessen Namen Bonifatius zu handeln vorgab, wurde dabei den Bewohnern der eroberten Städte in kaiserlichem Ornat präsentiert. Als Bonifatius am 4. September 1207 von den Bulgaren getötet wurde, spielte Manuel in der Nachfolge als König von Thessaloniki keine Rolle mehr; diese trat vielmehr sein jüngerer Halbbruder Demetrios, der leibliche Sohn des Bonifatius, unter der Regentschaft ihrer Mutter Margarete an. Im Frühjahr 1211 wurde Manuel Angelos beim Angriff der von Kaiser Heinrich geführten Lateiner auf den nikäischen Kaiser Theodor I. Laskaris gefangen genommen. Sein weiteres Schicksal ist unklar; eine in Nikaia gefundene Inschrift, die für 1212 den Tod eines 35-jährigen πρίγκιψ Μανουήλ überliefert, wird trotz der offensichtlichen Unstimmigkeit der Altersangabe mit Manuel Angelos in Verbindung gebracht. | ANGELOS, Manuel (I40248)
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| 4181 | Margarete Blarer wurde 1494 in Konstanz geboren. Zusammen mit ihrem Vater Augustin Blarer stand sie an der Spitze der Konstanzer Gesellschaft. Ihr Vater war Kaufmann und Ratsherr, der 1504 starb. Er hinterließ seine Frau und sechs Kinder, welche sich allesamt in der Obhut der Ratsherren von Konstanz befanden. Margarete genoss, ebenso wie ihre Geschwister, eine hervorragende humanistische Ausbildung.[1] Latein lernte sie mit ihren Brüdern. Der ältere Bruder, Ambrosius Blarer, ging trotz Ratsherren-Widerstands für einige Zeit in das Benediktinerkloster Alpirsbach, flüchtete dann aber zu seiner Mutter Katharina Blarer zurück, nachdem seine Reformationspläne auf Gegenwind stießen. Thomas Blarer, Margaretes jüngerer Bruder, wurde in den Jahren nach 1509 ein Anhänger Martin Luthers zu Wittenberg. Gemeinsam mit Konrad und Johannes Zwick, dem Stadtarzt Hans Menlishofer und dem Prediger Bernd Wanner unterstützte Margarete ihre Brüder bei der Durchführung der Reformation in der Konzilstadt Konstanz.[2] In diesem humanistisch gesinnten Kreis lernte sie 1522 Erasmus von Rotterdam kennen.[3] Sie las und kommentierte theologische Schriften und pflegte enge Kontakte mit dem Straßburger Reformator Martin Bucer und Katharina Zell, der Frau des dortigen Pfarrers Matthäus Zell.[4] Nach dem Tod der Mutter (1530) übernahm Margarete die Verantwortung für das elterliche Haus und Geschäft.[1] Margarete Blarer blieb ehelos. Sie lehnte die Ehe ebenso ab wie den Eintritt in ein Kloster. Ihr Leben widmete sie der Versorgung alter und kranker Menschen. Diese finanzierte sie durch den von ihr betriebenen Leinenhandel.[5] Blarers Einkünfte ermöglichten auch ihren Brüdern eine ungestörte, unbezahlte Tätigkeit in der Kirche. Sie gründete einen Armenverein christlicher Frauen und war in aufopfernder Liebe als diaconissa ecclesiae Constantiensis tätig. Sie versorgte Vertriebene, besuchte Witwen und Waisen, unterrichtete arme Kinder und pflegte die Kranken in den Häusern und während der Pest 1541 in dem als Spital eingerichteten Inselkloster. Schließlich erkrankte sie selbst an der Pest und starb am 15. November 1541 im Alter von 47 Jahren.[2] Von Margarete Blarer sind keine schriftlichen Zeugnisse überliefert, erhalten sind nur die Briefe Martin Bucers an sie. Bucers Korrespondenz wird gegenwärtig neu ediert, Briefe an Margarete Blarer in: Martin Bucer: Briefwechsel/Correspondance. Bd. 6 (Hrsg. Reinhold Friedrich u. a.), Brill, Leiden/Boston 2006, ISBN 978-9-00415-494-0. Traugott Schieß (Hrsg.): Briefwechsel der Brüder Ambrosius und Thomas Blaurer. Bd. 2 Anhang. Freiburg 1910. Bei Bucers Briefen an Blarer ist nicht immer das Original wiedergegeben, sondern auch Übersetzungen, Paraphrasen und Zusammenfassungen. | BLARER VON GIERSBERG, Margarete (I46130)
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| 4182 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I60098)
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| 4183 | Margarete war die jüngere Tochter von Kaiser Balduin I. von Konstantinopel und seiner Frau Marie de Champagne. Vor Margaretes Geburt war Kaiser Balduin I., der gleichzeitig als Balduin IX. Graf von Flandern und als Balduin VI. Graf von Hennegau war, zum Vierten Kreuzzug aufgebrochen und hatte 1204 das Lateinische Kaiserreich begründet. Margarete und ihre ältere Schwester Johanna wurden mit dem Tode ihrer Eltern 1204/05 Vollwaisen und wuchsen unter der Vormundschaft ihres Onkels Philipp von Namur auf. Margarete heiratete 1212 Burkhard von Avesnes, einen Adligen aus dem Hennegau. Diese Ehe wurde nach der (insoweit einvernehmlichen) Hochzeit durch die ältere Schwester Johanna in Frage gestellt und bekämpft. Papst Innozenz III. kritisierte die Ehe, annullierte sie aber nicht, wie von Johanna gewünscht. Burchard, mit dem Margarete zwei Söhne, Johann von Avesnes und Balduin, hatte, wurde in diesem Zusammenhang von 1219 bis 1221 in Haft genommen und nur unter der Bedingung der Trennung von Margarete wieder freigelassen. Unter dem Einfluss ihrer älteren Schwester heiratete sie Wilhelm II. von Dampierre. Aus dieser Ehe hatte sie zwei Söhne, die Grafen Wilhelm II. von Flandern und Guido I. von Flandern. | (FLANDERN), Margarete II. von Konstantinopel (I40597)
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| 4184 | Margarethe, in der Familie auch Hanna genannt, entstammte dem in Eisenach ansässigen Bürgergeschlecht der Lindemann. Die Lindemanns stammten aus dem gehobenen Handwerker- oder Kaufmannsstand; Margarethes Brüder hatten ein Jurastudium abgeschlossen, eine Voraussetzung für weiteren sozialen Aufstieg. Ein anderer Zweig der Familie Lindemann war im Bergwerks- und Hüttenwesen engagiert: Der Onkel von Margarethe, Antonius Lindemann, war zu jener Zeit der oberste Bergverwalter (Berggraf) in der Grafschaft Mansfeld. Beide Komponenten erklären die Eheschließung des aus der dörflichen Oberschicht stammenden Hans Luder mit einer Frau aus städtischem Bürgertum | LINDEMANN, Margaretha (I48606)
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| 4185 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I6970)
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| 4186 | Maria von Montpellier war die Tochter des Wilhelm VIII., Herr von Montpellier, und der Eudokia Komnena, einer Nichte des byzantinischen Kaisers Manuel I. Nach dem Ehevertrag von Marias Eltern sollte das erstgeborene Kind, unabhängig vom Geschlecht, nach dem Tod Wilhelms VIII. in der Herrschaft über die Stadt Montpellier folgen. Doch Marias Vater verstieß bereits 1187 seine Gattin und heiratete Agnes von Kastilien, die ihm einen Sohn, Wilhelm IX. von Montpellier, und sieben weitere Kinder gebar. Damit war Marias Erbrecht schon, als sie noch ein kleines Kind war, in Frage gestellt. Zuerst wurde als Ehemann für Maria König Alfons II. von Aragón ins Auge gefasst; dieser hatte aber bereits geheiratet. Daraufhin wurde sie 1192 mit Vizegraf Raimund Gottfried (Barral) von Marseille verheiratet. Doch diese erste Ehe Marias dauerte nur kurz, da ihr Gatte alt war und noch im gleichen Jahr starb. Auch ihre 1197 geschlossene zweite Ehe mit Graf Bernhard IV. von Comminges stand unter keinem guten Stern, da er noch mit einer (oder nach anderen Quellen zwei) weiteren lebenden Frauen verheiratet war. Auch musste Maria auf ihr Erbrecht auf Montpellier verzichten. Zwar gebar sie ihrem zweiten Gemahl zwei Töchter, Mathilde und Petronilla, doch verstieß er sie 1201 | VON MONTPELLIER, Maria (I39156)
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| 4187 | Maria Zanders war eine Tochter des Tuchfabrikanten-Ehepaars Julius und Charlotte Johanny, ihr Geburtshaus steht sn der Marktstraße in Hückeswagen. Sie wurde in einem vornehmen Düsseldorfer Mädchenpensionat erzogen und heiratete am 17. Juni 1857 im Alter von 18 Jahren den Papierfabrikanten Carl Richard Zanders aus Bergisch Gladbach. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor, u. a. Richard Zanders. Die Papierfabrikantin Nach dem frühen Tod ihres Ehemanns im Jahr 1870 sah sie es als wichtigste Aufgabe an, die Papierfabrik J. W. Zanders weiterzuführen und damit für ihre Kinder zu erhalten. Die Weltausstellung 1873 in Wien brachte dem Unternehmen mit der Medaille für Fortschritt die Anerkennung für seine fleißige Entwicklung, an der zweifellos auch der verstorbene Ehemann Verdienste hatte. 1876 kaufte Zanders die Papierfabrik in der Dombach, heute Papiermuseum Alte Dombach. Zu weiteren Ankäufen und Neuanlagen kam eine weitere Vergrößerung der Strohstofffabrik. 1881 waren 735 Arbeiter beschäftigt. 1886 traten die beiden Söhne Richard und Hans Wilhelm in das Unternehmen ein.[2] Die Kunstmäzenin Villa Zanders Max Bruch und Maria Zanders Von 1873 bis 1874 ließ sich Maria Zanders nach Entwürfen des Kölner Architekten Hermann Otto Pflaume die repräsentative Villa Zanders in der Stadtmitte von Bergisch Gladbach errichten. In ihrem gastfreundlichen Haus verkehrten bedeutende Künstler und Gelehrte, unter ihnen der Komponist Max Bruch, der Maler Carl Ludwig Fahrbach und die Grafikerin Alexe Altenkirch. Kontakte pflegte sie auch zu anderen Künstlern, wie z. B. Gustav Pfarrius, Heinrich Kruse, Paul Heyse, Julius Rodenberg, Wilhelm Wehrenpfennig und Eduard von Simson. Sie lernte selbst mit Pinsel und Palette umzugehen und schuf unter Anleitung von Carl Ludwig Fahrbach die stimmungsvollen biblischen Landschaften, die man im Ratssaal des Bergisch Gladbacher Rathauses betrachten kann.[2] Besonders lag ihr der Altenberger Dom, das Kleinod des Bergischen Lands, am Herzen. Am 20. Juli 1894 gründete sie den Altenberger Dom-Verein.[3] Zuvor hatte sie sich in einem Aufruf vom 13. November 1893[4] an weite Teile der Bevölkerung des Bergischen Landes gewandt und um Hilfe für die Sanierung des Doms geworben. Ehrungen Im Juni 1980 benannte man die Grünanlage zwischen dem Forum, dem Paasweg und dem Bergischen Löwen als Maria-Zanders-Anlage.[5] In der Stadtmitte von Bergisch Gladbach errichtete man 1991 ein Denkmal für sie.[6][7] Gemeinsam mit Julie Zanders und Olga Zanders wurde ihr ein FrauenOrt NRW in Bergisch Gladbach gewidmet.[8] Einzelnachweise | JOHANNY-ABHOȄ, Maria (I56599)
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| 4188 | Marie Sophie von Hopffgarten war die jüngste Tochter von Georg Anton von Dachröden (1656–1728), dem Stiftshofmeister der Äbtissin von Quedlinburg, Marie Elisabeth von Schleswig-Holstein-Gottorf und dessen Frau Johanna Elisabeth, geb. von Wallwitz (* um 1685; † 1774). Carl Friedrich von Dachröden war ihr Bruder und Karl Friedrich von Dacheröden ihr Neffe. Nach dem Tod ihres Vaters war ihr 1728 gemeinsam mit ihrer Schwester die Hälfte des Rittergutes Grumbach zugefallen, das sie nach erfolgter Auszahlung des Bruders Carl Friedrich von Dachröden gemeinsam besaßen. Sie verkaufte ihre Hälfte erst 1770 an ihre beiden verschuldeten Söhne. 1730 heiratete sie Georg Melchior (II.) von Hopffgarten. Als seine dritte Ehefrau hatte sie mit ihm drei Söhne: Johann Carl von Hopffgarten (* 1731), Georg August von Hopffgarten (* 1734) und Adolph Ferdinand von Hopffgarten (* 1735).[1] Ihr Ehemann verstarb 1741 als Oberstleutnant nach einer vierwöchigen Krankheit. Nach seinem Tod zog sie mit ihren Söhnen von Craula nach Eisenach. Dort gab sie ihre Söhne dem fürstlichen Lehnsekretär in Pension, damit sie mehr Zeit zum Lesen hatte. Sie freundete sich mit dem Herzog Ernst August I. von Sachsen-Weimar an. Er bot ihr eine Stelle an seinem Hof an, die sie jedoch ablehnte, da sie sich dazu entschlossen hatte, nach dem Tod ihres Mannes nie wieder einen Hof zu betreten. Im März 1744 verließ sie Eisenach und ging nach Magdeburg. Sie unterteilte ihre dort verbrachte Zeit in drei Phasen: erst erzog sie ihre Söhne, dann beschäftigte sie sich wieder vermehrt mit ihren Büchern und der Wissenschaft und lernte gelehrte Männer kennen, und zuletzt wurden ihre Söhne in die königlich-preußischen Kriegsdienste eingezogen. Elf Jahre später zog sie nach Mülhausen, wo sie sich schriftstellerischen Tätigkeiten widmete und nach eigenen Angaben das „gedruckte Tableau“ erfand. Am 15. August 1758 erlitt sie einen Schlaganfall, der ihre Gesundheit einschränkte.[2] Sie starb im März 1789.[3] Schriften Nach eigenen Angaben erfand Marie Sophie von Hopffgarten das gedruckte Tableau, das vermutlich dem Tableau vivant nachempfunden ist. Sie verfasste drei solcher Tableaus, von denen nur eines überliefert ist.[4] Ihr Lieblingstableau ist aufgrund des chemischen Inhalts: Der Herzogliche Lüneburgische General Superintendent, Johann Arndt in Zelle, in sieben Stück Tableaus vorgestellet. Mülhausen 1760 (online). Sie stellt Johann Arndt in sieben Feldern vor, jedes zeigt ihn in einer anderen Umgebung. So wird er erst als begabter Prediger in der Kirche geschildert, später wird sein Labor vorgestellt, in dem er Blei in Gold verwandelt. Das gedruckte Tableau zeichnet sich analog zum Tableau vivant durch seine Statik aus. In den einzelnen Feldern werden die Tätigkeiten und Haltungen von Personen, sowie deren Umgebung ausführlich beschrieben, ohne dass sich diese Figuren groß bewegen. Nicht überliefert wurden das komische Tableau Der Günstling des Glücks in Thüringen und ein tragisches über den in der Schlacht bei Leuthen gefallenen Leutnant von Mandelsloh. Zudem verfasste sie auf den Tod ihres Ehemannes eine Trauerode mit dem Titel Der Riame über den Tod des Sejanus. Ein Mitglied der Deutschen Gesellschaft zu Leipzig verfasste eine Variation der Ode, um sein Beileid auszudrücken. Viele Formulierungen wurden aus dem Original übernommen und nur leicht angepasst, um den Inhalt von der Klage einer Frau über den Tod ihres Ehemannes in eine Klage eines Freundes dieser Frau zu verschieben. Die Ode und ihre Variation sind in der Familienchronik abgedruckt.[5] Sie ist auch die Verfasserin der Familienchronik der von Hopffgartens: Die Vortrefflichkeit der Familie von Hopffgarten aus den vergangenen und gegenwärtigen Zeiten. Mülhausen 1761 (online; transkribiert von Tessa Neumann). Dafür hat sie in fürstlichen Archiven und Privatbibliotheken Dokumente über die Familie gesucht und zusammengebracht. Obwohl sie nach ihrem Schlaganfall 1758 nicht mehr lesen oder schreiben konnte, wurde die Chronik erst 1761 veröffentlicht. Dank ihrem Engagement wurde direkt nach ihrer Hochzeit der Stammbaum der Familie erstellt und durch ihre eigenen Bemühungen später erweitert. | VON DACHERÖDEN, Marie Sophie (I48842)
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| 4189 | Marie war das älteste Kind des Markgrafen Kasimir von Brandenburg-Kulmbach (1481–1527) aus dessen Ehe mit Susanne (1502–1543), Tochter des Herzogs Albrecht IV. von Bayern. Nach dem Tod ihres Vaters wurde Marie bei ihrem Onkel Georg in der lutherischen Konfession erzogen. Sie heiratete am 21. Oktober 1537 in Crailsheim den nachmaligen Kurfürsten Friedrich III. von der Pfalz (1515–1576). Die Ehe wurde glücklich und Marie, die als klug und fromm beschrieben wurde, wirkte im protestantischen Sinne auf ihren Gemahl ein, der katholisch war. Im Jahr 1546 bekannte sich Friedrich schließlich zur lutherischen Lehre und übernahm für seinen Schwager Albrecht Alcibiades die Verwaltung der fränkischen Länder. Da die Familie in ärmlichen Verhältnissen lebte, wandte sich Marie wiederholt an ihren Onkel Albrecht von Preußen um finanzielle Zuwendungen. Nach dem Tod von Maries Stiefvater Ottheinrich 1559 wurde ihr Gemahl Friedrich Kurfürst von der Pfalz. Als Kurfürstin stand sie den Regierungsgeschäften nahe, wenn auch Friedrich keine Einmischung duldete. Einfluss hatte sie in religiösen Fragen, als strenge Lutheranerin war sie eine entschiedene Gegnerin der Zwinglianer. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte die an der Gicht leidende Kurfürstin vornehmlich ans Bett gefesselt. Sie wurde in der Heiliggeistkirche in Heidelberg bestattet. | VON BRANDENBURG-KULMBBACH, Marie (I54307)
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| 4190 | Marie war die älteste Tochter[1] von Johannes Hassenpflug (1755–1834) und Marie Magdalena Dresen (* 28. September 1767 in Hanau; † 19. Dezember 1840 in Kassel), die aus einer in Hanau ansässigen hugenottischen Emigrantenfamilie stammte.[2] Sie war eine Schwester des kurhessischen Innen- und Justizministers Ludwig Hassenpflug (1794–1862). Als ihr Vater, Johannes Hassenpflug, 1789 Schultheiß der Hanauer Neustadt wurde, bezog die Familie eine Wohnung im „Haus Amsterdam“, später „Haus Lossow“, einem repräsentativen Fachwerkgebäude an der Südwestecke des Marktplatzes. Die Familie war befreundet mit der Familie Grimm, deren Vater, Philipp Wilhelm Grimm, Schreiber der Stadt und des Amtes Büchertal war. 1799 zog die Familie Hassenpflug nach Kassel, wo Johannes Hassenpflug zur Finanzverwaltung der Landgrafschaft Hessen-Kassel gewechselt war. Marie Hassenpflug heiratete am 21. August 1814 Friedrich von Dalwigk zu Schauenburg, der als Hauptmann des Regiments Kurprinz in Hanau stationiert war. Sie lebte in der folgenden Zeit auf dem Hofgut ihres Mannes in Hoof (heute Ortsteil von Schauenburg) und in Hanau. Hier kam am 24. Januar 1817 ihr Sohn, Ludwig Alexander, zur Welt. Von 1819 bis 1824 hatte sie eine Stelle als Hofdame der Herzogin Marie Friederike von Anhalt-Bernburg, einer Tochter des Landgrafen und späteren Kurfürsten Wilhelm IX./I. von Hessen-Kassel. Ihr Mann war parallel Kammerherr der Herzogin. Während dieser Zeit wohnten sie im Stadtschloss Hanau. Anschließend lebten sie in Kassel. Literarische Bedeutung Von Marie Hassenpflug stammen eine Reihe von Märchen, die die Brüder Grimm in den von ihnen verfassten Kinder- und Hausmärchen (KHM) wiedergeben: Brüderchen und Schwesterchen (KHM 11), Rotkäppchen (KHM 26), Das Mädchen ohne Hände (KHM 31), Der Räuberbräutigam (KHM 40), Daumerlings Wanderschaft (KHM 45), Dornröschen (KHM 50), Die Wassernixe (KHM 79), Der goldene Schlüssel (KHM 200), Vogel Phönix (KHM 75a), Der Schmied und der Teufel (KHM 81a), Der Froschprinz (KHM 99a), das Textfragment Prinzessin mit der Laus, vielleicht auch Schneewittchen (KHM 53) und Hänsel und Gretel (KHM 15). | HASSENPFLUG, Marie (I58080)
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| 4191 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I55698)
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| 4192 | Markgraf Friedrich ist der Sohn von Hermann IV. von Baden und Bertha von Tübingen, einer Tochter des Pfalzgrafen Ludwig. Markgraf Friedrich zog mit König Andreas II. von Ungarn im Fünften Kreuzzug (1217 bis 1221) gegen Ägypten und fiel im Jahre 1218 bei Damiette. | (BADEN UND VERONA), Friedrich I. (I40229)
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| 4193 | Markgraf Heinrich I. ist der Sohn Hermanns IV. von Baden und Berthas von Tübingen. Heinrich ging zu Beginn politisch einen gemeinsamen Weg mit seinem Bruder Hermann V. von Baden, später jedoch teilte sich die Markgrafschaft Baden auf, und Heinrich nannte sich fortan „Markgraf von Baden-Hachberg“ bzw. „Markgraf von Hachberg und Sausenburg“. Es gibt wenige Quellen, die über das Wirken Heinrichs Auskunft geben, er wird zum ersten Mal im Jahre 1212[1] urkundlich als „Markgraf von Hachberg“ erwähnt. Seine Markgrafschaft war jedoch ein großer Flickenteppich, was zu vielen Streitereien führte. 1218 wird ihm von König Friedrich II. die Landgrafschaft Breisgau zu Lehen gegeben, nachdem der letzte Landgraf aus der Zähringer Stammlinie, Berthold V., verstorben war.[2] Der Streit um die Grafschaftsrechte im Breisgau führte zum Krieg mit den Grafen von Freiburg und wurde erst unter Heinrichs Sohn beigelegt.[3] Heinrich heiratete Agnes, eine Tochter des Uracher Grafen Egino IV. und der Agnes, Tochter des Herzogs Berthold IV. von Zähringen, welche 1231 Regentin für ihre Söhne war. Folgende Kinder gingen aus der Verbindung hervor: | VON BADEN-HACHBERG, Heinrich (I10364)
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| 4194 | Markgraf Hermann VI. war der Sohn von Hermann V. von Baden und der Pfalzgräfin Irmengard bei Rhein. Er war aus dem Hause der Zähringer und damit mit den Saliern und Staufern seit drei Generationen verschwägert. Sein Vater hatte ihn wohl bereits zu Lebzeiten mit Regierungsaufgaben in der Landgrafschaft Sausenberg betraut.[2] Die Söhne Hermann VI. und Rudolf I., übernahmen 1243 zunächst gemeinsam das väterliche Erbe. Beide förderten das von ihrer Mutter gestiftete Kloster Lichtenthal. Hermann VI. überließ 1247 nach seiner Einheirat ins österreichische Herzogsgeschlecht seinem Bruder Rudolf I. die Alleinherrschaft über die Markgrafschaft Baden und zog nach Österreich, wo er versuchte die Erblande seiner Frau zu regieren. Papst Innozenz IV. bestätigte am 14. September 1248 dem Markgrafen Hermann VI. die Schenkung des Herzogtums Österreich durch seine Gemahlin Gertrud von Babenberg,[3] und einige Monate später, am 31. Januar 1249, forderte der Papst den Gegenkönig Wilhelm von Holland auf, Markgraf Hermann VI. mit dem Herzogtum Österreich zu belehnen.[4] Markgraf Hermann VI. war beim Adel nicht sonderlich beliebt und ging auch im eigenen Land recht schroff zur Sache. So versuchte seine Witwe durch eine Schenkung den am Stift Altenburg bei Horn entstandenen Schaden wiedergutzumachen. Nach seinem frühen Tod 1250 gab es Gerüchte, er sei vergiftet worden, wofür es aber keinerlei Belege gibt. Hermann wurde im Stift Klosterneuburg beigesetzt.[5] | VON BADEN, Hermann VI. (I1627)
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| 4195 | Markgraf Rudolf III. von Hachberg-Sausenberg (* 1343; † 8. Februar[1] 1428) war der Sohn des Markgrafen Rudolf II. von Hachberg-Sausenberg und der Katharina von Thierstein. Bis 1384 war sein Onkel Otto I. von Hachberg-Sausenberg Regent bzw. Mitregent. Rudolf III. wird als der bedeutendste der Markgrafen von Hachberg-Sausenberg angesehen.[2] | VON HACHBERG-SAUSENBERG, Rudolf III. (I37300)
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| 4196 | Markgraf von Baden erbte 1515 gemeinsam mit seinen beiden Brüdern Ernst I. und Philipp von seinem Vater Teile der Markgrafschaft Baden. Er regierte seinen Teil von 1515 bis 1536 | BADEN, von von Bernhard (I1403)
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| 4197 | Markgraf von Baden; regierte von 1475 bis 1515. 1503 vereinigte er die Herrschaft der ausgestorbenen badischen Nebenlinie Hachberg-Sausenberg wieder mit den badischen Stammlanden; Ritter vom Heiligen Grab am 12.07.1468 (Päpstlicher Ritterorden); 1491 Orden vom Goldenen Vlies | BADEN, von von Christoph I. (I1398)
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| 4198 | Markgraf von Badenhatte hatte von seinem Vater Christoph I. 1515 die markgräflichen Besitzungen Baden (Baden-Baden), Durlach, Pforzheim und Altensteig sowie Teile von Eberstein, Lahr und Mahlberg übernommen und als dessen Statthalter verwaltet und 1527 geerbt. 1524–1527 versah er das Amt eines kaiserlichen Statthalters im Reichsregiment. | BADEN, von von Philipp (I1406)
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| 4199 | Markgraf WILHELM IV. VON MEIßEN war mit Sophia verlobt; als er sie heimholen wollte, starb er 1062. Sein Neffe Markgraf ULRICH I. von WEIMAR-ISTRIEN-KRAIN sprang für ihn ein und ehelichte die Königstochter. Nach Ulrichs Tod 1070 heiratete sie den BILLUNGER Herzog MAGNUS VON SACHSEN († 1106). Sophia ist eine der Schlüsselfiguren des europäischen Hochadels: Ihre Mutter war RYKSA VON POLEN, ihre Großmutter RICHENZA (Polen), ihre Urgroßmutter MATHILDE (Lothringen), ihre Ururgroßmutter THEOPANU (HRR). Zu ihren Urenkeln gehören u. a.: FRIEDRICH BARBAROSSA, HEINRICH DER LÖWE, OTTO I. (Brandenburg), BERNHARD III. (Sachsen), OTTO I. (Bayern) und BERTHOLD III. (Andechs), der Großvater der Heiligen HEDWIG VON SCHLESIEN. | VON UNGARN, Sophie (I35963)
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| 4200 | Markgräfl. Kammerrat in Jägerndorf, dann Fürstl. Liechtensteinischer Forstmeister, wanderte aber infolge der politischen und konfessionellen Lage aus und erwarb am 13.11.1628 das Bürgerrecht in Brieg. Dasselbst Handelsmann, auf Ober- und Nieder-Hannsdorf, Kreis Glatz. | SCHMETTAU, Ernst (I1051)
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