Treffer 4,101 bis 4,150 von 6,111
| # | Notizen | Verknüpft mit |
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| 4101 | Leuchtet: Alther T 48 | HAG\HAGEN, Rudolf \ LUDWIG (I4298)
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| 4102 | Leuchtet: SSG | ZOLLIKOFER, Margaretha (I5760)
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| 4103 | Licinia Eudoxia wurde 424 im Alter von zwei Jahren mit dem damals fünfjährigen weströmischen Kaiser Valentinian III., einem Cousin ihres Vaters, verlobt. Die Hochzeit fand am 29. Oktober 437 in Konstantinopel statt. Nach einem Winteraufenthalt in Thessalonike reiste das junge Paar 438 nach Ravenna, damals Kaiserresidenz der weströmischen Reichshälfte. Hier wurde Licinia Eudoxia der Titel einer Augusta verliehen. Goldmünzen feierten sie als salus Orientis, felicitas Occidentis.[2] Die beiden Töchter Eudocia und Placidia wurden etwa zu dieser Zeit geboren. Später hielt sich die Kaiserin vor allem in Rom auf. Dort stiftete sie die römische Basilika San Pietro in Vincoli. Nach der Ermordung Valentinians III. im März 455 – ein Racheakt, weil dieser zuvor seinen übermächtigen Heerführer Aëtius eigenhändig umgebracht hatte[3] – wurde Licinia Eudoxia zur Ehe mit dessen Nachfolger Petronius Maximus, der in die Ermordung Valentinians III. verstrickt war, gezwungen, um dessen Herrschaft Legitimität zu verleihen. Seinen Sohn und Unterkaiser Palladius vermählte Maximus mit Eudoxias Tochter Eudocia. Eudocia war jedoch bereits infolge des römisch-vandalischen Friedensvertrags (foedus) von 442 mit Hunerich, dem Sohn des Vandalenkönigs Geiserich, verlobt. Geiserich nahm die Usurpation des Maximus und den offenen Bruch des Vertrags von 442 zum Anlass, mit einer vandalischen Flotte Rom anzugreifen und die Stadt 14 Tage lang zu plündern. Von Licinia Eudoxia berichtet die Überlieferung, sie habe die Vandalen herbeigerufen, um den Mord ihres Gatten Valentinian zu rächen und sich gegen ihre Zwangsehe mit Maximus zu wehren.[4] Ob dies zutrifft, ist in der Forschung umstritten. Nach der Landung der Vandalen in Portus versuchte jedenfalls Maximus, der offensichtlich keinen Rückhalt in der Bevölkerung genoss, aus Rom zu fliehen, und wurde dabei am 31. Mai 455 getötet. Die Vandalen führten Licinia Eudoxia und ihre beiden Töchter als Gefangene mit sich in ihr Reich nach Africa, wo Eudocia Geiserichs Sohn Hunerich ehelichte, mit dem sie seit 442 verlobt gewesen war. Erst um 462 gelang es den wiederholten Gesandtschaften des oströmischen Kaisers, Licinia Eudoxia mit einer großen Lösegeldsumme freizukaufen. Sie verließ Africa und kehrte nach 25 Jahren mit ihrer Tochter Placidia nach Konstantinopel zurück, während ihre Tochter Eudocia in Karthago blieb und Hunerich einen Sohn namens Hilderich gebar. Dieser Enkel eines weströmischen Kaisers herrschte von 523 bis 530 über die Vandalen in Africa. | LICINIA, Eudoxia (I47235)
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| 4104 | Liebenstein (Adelsgeschlecht) Liebenstein ist der Name eines alten, ursprünglich aus dem Elsass stammenden Adelsgeschlechts (anfangs Herren von Liebenstein, später Freiherren von Liebenstein), das seit dem 13. Jahrhundert seinen Hauptsitz auf Schloss Liebenstein bei Neckarwestheim in Baden-Württemberg hatte. Zweige der Familie bestehen bis heute. Das Geschlecht ist nicht zu verwechseln mit der thüringisch-hessischen Familie von Stein zu Liebenstein oder der hessischen Familie von Preuschen von und zu Liebenstein. Der Stammsitz der Herren von Liebenstein lag im südlichen Elsass nahe Liebsdorf bei Ferrette (Pfirt) auf der heute noch als Ruine erhaltenen Burg Liebenstein. Die Liebensteiner zählten zum alten hohen Adel, ein Bertold von Liebenstein war 1299 Fürstabt des Klosters Murbach. Sie sind im Elsass bis kurz nach 1300 nachweisbar, als ihr Stammsitz an die Grafen von Pfirt fiel... | VON LIEBENSTEIN, Elisabeth (I1737)
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| 4105 | liegt am oberen rechten Zürichseeufer im Bezirk Meilen im Kanton Zürich Sehenswürdigkeiten in Stäfa sind das Gasthaus Alte Krone, wo Johann Wolfgang von Goethe 1797 beim Besuch seines Freundes Heinrich Meyer übernachtete – heute erinnert eine Gedenktafel daran – und das sogenannte Goethebänkli, von wo man einen grossartigen Blick auf den Zürichsee, die Insel Ufenau, den Etzel und die Alpen geniesst. Johann Heinrich Meyer (* 16. März 1760 in Stäfa bei Zürich; † 14. Oktober 1832 in Jena) war ein Schweizer Maler und Kunstschriftsteller. Der Füssli-Schüler ging 1784 nach Rom, wurde 1787 Goethes Freund, lebte ab 1791 in Weimar, wirkte dort ab 1806 als Direktor der Fürstlichen freien Zeichenschule und war Goethes rechte Hand in Kunstangelegenheiten. Heinrich Meyer ist als Kunschtmeyer oder auch als Goethemeyer bekannt. | KELLER, Johannes (I19517)
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| 4106 | liess 1589 das Stadthaus in St. Gallen (heute Sitz der Ortsbürgergemeinde St. Gallen) errichten und gehörte zu seiner Zeit zu den 20 reichsten Bürgern der Stadt; verheiratet mit Sabina Zollikofer (1545–1585) | SCHLUMPF, Hans (I2977)
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| 4107 | Lilla (1813–1868), vermählte sich 1836 mit dem Sohn des Frankfurter Großkaufmanns Franz Dominicus Brentano, Georg Franz Melchior Brentano (1801–1852). Die beiden nannten sich nach ihrer Heirat Brentano-Pfeifer; sie hatten 7 Kinder: Agnes (1837–1916), Johanna (1839–1885), Franz (1840–1888), Maria (1842–1867), Josefa (1844–1875), Emil (1845–1890) und Louise (1848–1866). Das Paar ist in Frankfurt auf dem Hauptfriedhof bestattet (Gruftenhalle/Brentano-Gruft Nr. 48). Die Grabstätte steht unter Denkmalschutz. | PFEIFER, Lilla (I52688)
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| 4108 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I2004)
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| 4109 | Linie Schönau-Laufenburg Der Hauptmann der vier Waldstädte und Vogt zu Laufenburg Johann Otmar von Schönau heiratete Margarethe Truchseß von Rheinfelden. Er stiftete Mitte des 16. Jahrhunderts die Linie zu Laufenburg. Sie erlosch im Mannesstamm 1633 mit dem Tode von Johann Baptist von Schönau, der zwei seiner Söhne überlebte. Durch die Heirat von Maria Johanna Franziska von Schönau mit Johann Nikolaus Freiherr von Grandmont wurden Grandmonts Nachfolger der Schönau | VON SCHÖNAU, Hans Othmar (I11408)
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| 4110 | Linie zu Goethe: - Wendelin Köhler und Ley Maria - Priester Wolfgang Heinrich und Köhler Anna Margaretha - Textor Johann Wolfgang und Priester Anna Margaretha - Textor Christoph Heinrich und Appel Maria Catherina - Textor Johann Wolfgang und Lindheimer Anna Margaretha - Goethe Johann Kaspar und Textor Catherina Elisabeth - JOHANN WOLFGANG VON GOETHE | WENNER, Barbara (I23408)
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| 4111 | Linien und Besitzungen Verschiedene Zweige gelangten im Laufe der Zeit an den Niederrhein, nach Hannover, Oldenburg, Mecklenburg, Pommern, die Oberlausitz und Südpreußen. Die späteren Freiherren nannten sich zumeist Mönster, seit der Erhebung in den Grafenstand führten sie den Namen Münster. Im Baltikum wurde Jaspar Landmarschall des Deutschen Ordens. Er wurde 1577 durch die Moskowiter umgebracht. Die vermutete Burg Meinhövel bei Nordkirchen wurde wahrscheinlich 1242 von fürstbischöflichen Truppen zerstört. Anfang des 14. Jahrhunderts zog eine Bertha von Münster zu Diepenbrock, Nachfahrin der Herren von Meinhövel, unter Verweis auf alte Rechte nach Nordkirchen, um einen halben Kilometer westlich des Burgstalls neben der Mühle am Teufelsbach einen Wohnturm zu errichten. Die ebenfalls in Nordkirchen ansässige adelige Familie Morrien strengte vor dem Reichskammergericht einen Prozess an, bei dem es letztlich um die Vorherrschaft in Nordkirchen ging, indem sie bestritt, dass es in Nordkirchen einen früheren Adelssitz der Familie Meinhövel gegeben habe, und den sie offenbar verloren hat, denn Berthas Sohn konnte den Wohnturm nach und nach zu einer ansehnlichen Burg erweitern.[4] Diese neue Wasserburg wurde im 19. Jahrhundert zerstört. Edgard von Münster, Edler Herr zu Meinhövel und Rünen († 1522)[5], begründete durch seinen Sohn Georg die Linie des Geschlechts, die sich in Westfalen ausbreitete. Surenburg kam 1612 in den Besitz der Familie, Gut Langelage[6] (heute Ortsteil von Bohmte) 1764 durch Heirat aus der Familie von Oer und Schloss Ledenburg 1776. Drei Brüder teilten diese Linie in die drei Häuser Langelage, Meinhövel und Ledenburg. Der ältere Sohn Ludwig Friedrich Diedrich Wilhelm, Herr zu Langelage, Warburg, Germete, Surenburg und Geisbeck, war der Begründer des Hauses Langelage im Osnabrückschen. Der mittlere Sohn Georg Werner August Diedrich begründete das Haus Meinhövel in Westfalen und der jüngere Sohn Ernst Friedrich Herbert, Halbbruder der genannten älteren Brüder, das Haus Ledenburg, ebenfalls im Osnabrückschen. | VON MÜNSTER, Ernst I. (I18787)
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| 4112 | Lionel de Rothschild entstammte der Familie Rothschild; er war der älteste Sohn von Nathan Mayer Freiherr von Rothschild und Hanna Barent Cohen. Er studierte an der Universität Göttingen, bevor er als Lehrling in den Banken der Familie Rothschild in London, Paris und Frankfurt arbeitete. Am 16. Juni 1838 erteilte ihm, als britischem Untertan, Königin Victoria die Erlaubnis, den kaiserlich-österreichischen Freiherren-Titel seines 1836 verstorbenen Vaters zu führen.[1] Während der Großen Hungersnot in Irland trug er 1847/48 wesentlich zu einer internationalen Spendenaktion für die irische Bevölkerung bei. Er war einer der Gründer der Britischen Wohlfahrtsorganisation für Irland und die schottischen Highlands (BRA). Als einer der vier Abgeordneten für die City of London gewann er bei den allgemeinen Parlamentswahlen 1847 einen Sitz im House of Commons. Zu diesem Zeitpunkt war es Juden noch unmöglich, dem Parlament anzugehören, da der Amtseid explizit christlich war. Andere jüdische Politiker waren daher vor ihrer Wahl zum Christentum konvertiert. Der liberale Premierminister John Russel brachte die Jewish Disabilities Bill ins Parlament ein, um den Eid zu ändern. Das House of Commons nahm das Gesetz 1848 an, das House of Lords lehnte es jedoch zweimal ab. 1849 lehnte das House of Lords das Gesetz wiederum ab. Um seine Position zu stärken, trat Rothschild erneut an und gewann die Nachwahl. 1850 konnte er schließlich seinen Platz im House of Commons einnehmen. Er weigerte sich, auf die Bibel zu schwören; seine Bitte nach einem Alten Testament wurde erfüllt. Als er jedoch die Worte „upon the true faith of a Christian“ ausließ, wurde er der Kammer verwiesen. Henry Barrault: Lionel Nathan de Rothschild introduced in the House of Commons on 26 July 1858 by Lord John Russell and Mr Abel Smith, 1872. Eine weitere Jewish Disabilities Bill scheiterte 1851 im House of Lords. 1852 gewann Rothschild wiederum einen Wahlkreis in London. Doch auch der nächste Gesetzesentwurf, der es ihm erlaubt hätte, seinen Parlamentssitz einzunehmen, scheiterte 1853. Erst 1858 ließ sich das House of Lords auf den Kompromiss ein, demzufolge jede der beiden Parlamentskammern über die Form des Eides zu befinden hat, den ihre jeweiligen Abgeordneten ablegen. So konnte Rothschild am 26. Juli 1858 endlich seinen Sitz einnehmen, da er die spezifisch christlichen Teile des Eides auslassen konnte. Lionel de Rothschild wurde auf dem Willesden Jewish Cemetery im Nordlondoner Vorort Willesden beigesetzt. | DE ROTHSCHILD, Lionel Nathan (I55606)
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| 4113 | Liste Achim Höhler 14.02.2022: Kauert Johannes Henrich | KAUERT, Johannes Peter (I44912)
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| 4114 | Liste Achim Höhler 14.02.2022: Kauert Johannes Henrich | KAUERT, Johannes Christian (I44913)
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| 4115 | Liste Achim Höhler 14.02.2022: Kauert Johannes Henrich | KAUERT, Johannes Henrich (I44914)
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| 4116 | Liste Achim Höhler 14.02.2022: Kauert Johannes Henrich siehe Nr.2387 | KAUERT, Anna (I44915)
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| 4117 | Lit .: In SSG keine Angaben zur Herkunft; das Fehlen eines vollständigen Heiratsdatums weist auf eine auswärtige Heirat hin; evtl. wurde der Name deswegen auch verfälscht. Alther T 46B nennt eine Familie „Atzenholz von Dottenwil“ | ATZENHOLZ, Dorothea (I5758)
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| 4118 | Literatur: A. von den Velden, Die ersten Generationen der Familie du Fay in Frankfurt a.M. In: Frankfurter Blätter für Familiengeschichte Jg. 4, 1911, S. 65-69 und Ergänzung von W. Merian-Mesmer: ebd., S. 116; von A. von den Velden: ebd., S. 166. | DU FAY, Jean Noë (I3398)
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| 4119 | Liudolf ist somit der Halbbruder der schwäbischen Herzöge Ernst II. und Hermann IV., vor allem aber des Kaisers Heinrich III. Er heiratete Gertrud die Ältere von Braunschweig († 1077), zu deren Herkunft es in der Wissenschaft eine umfangreiche Debatte gibt. Seine Nachkommen sind: Brun II. (* um 1024; † 26. Juni 1057), 1052 Graf in Flutwidde Ekbert I. († 1068) Graf von Braunschweig, Markgraf von Meißen; ∞ Irmgard, Tochter des Odalrich-Maginfred Markgraf von Turin, Witwe des Otto von Schweinfurt Mathilde, † 1044, heiratet 1034 Heinrich I., † 1060, 1031 König von Frankreich Ida von Elsdorf | VON FRIESLAND, Liudolf (I36034)
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| 4120 | Liutgard von Dänemakr war Tochter des Dänenkönigs Sven III. Die Grafen von Andechs zählten im 12. und bis Mitte des 13. Jahrhunderts neben den Welfen zu den bedeutendsten bayerischen Adelsgeschlechtern des Heiligen Römischen Reiches. Sie waren ein Zweig der vermutlich von den Diepoldinger-Rapotonen stammenden Grafen von Dießen am Ammersee, die mit einem Graf Berthold, ansässig an der oberen Isar bei Wolfratshausen im Jahr 990 erstmals nachweisbar sind und sich seit 1132 nach der allodialen Stammburg von Andechs (um 1060 von Andehsa) nannten. 1248 ist das Geschlecht erloschen. Er war der zweite Sohn des Grafen Berthold II. († 1151) aus seiner ersten Ehe mit Sophie von Istrien († 1132), Tochter von Markgraf Poppo II. von Istrien-Krain († 1098/1103) aus dem Hause Weimar-Orlamünde. Durch den Erwerb ausgedehnter Besitzungen, Rechte und Erbschaften konnte er innerhalb des Adels und auch in der Reichspolitik aufsteigen. Er kontrollierte u. a. die wichtigen Nord-Süd-Verbindungen nach Italien und war als treuer Staufer-Gefolgsmann ein regelmäßiger Begleiter Kaiser Friedrich Barbarossas. 1157 starb die Wolfratshausener Linie des Dießener Hauses mit Heinrich II. aus und Berthold beerbte sie. 1158 konnte er sich nach dem Tode Ekberts III. von Formbach-Pitten im Erbstreit mit dem steirischen Markgrafen Ottokar III. insoweit durchsetzen, dass er die Grafschaften Neuburg und Schärding am unteren Inn sowie Windberg erlangte; die Grafschaft Pitten ging an den Steirer. 1165 wurde er von seinem Bruder Otto, Bischof von Brixen, mit den Grafschaftsrechten im Nori- und Pustertal belehnt und kontrollierte damit die Brennerroute. Weiters wurden ihm von Otto die Vogteien von Brixen und Neustift übertragen. 1173 erhielt er von Barbarossa die Markgrafschaft Istrien-Krain als Reichslehen. Er folgte damit dem Spanheimer Engelbert III. nach, dem Cousin seiner Mutter. (Engelbert I. von Spanheim war der gemeinsame Großvater, Richardis/Richgardis dessen Tochter, die mit Poppo II. von Istrien, siehe oben, verheiratet war.) Im Jahre 1180/82 schloss Berchtold mit dem Stift Wilten einen Tauschvertrag ab, in welchem das Stift für das Gebiet der heutigen Innsbrucker Altstadt eine Hufe Land im Dorf Amras und verschiedene Vorrechte erhielt. Das so gewonnene Gebiet verwendete er, um den nach 1133 auf der linken Innseite gegründeten Markt Anpruggen auf die rechte Innseite zu erweitern. Verbunden waren die zwei Gebiete durch die später namensgebende, und nur kurz zuvor erbaute Innbrücke. Dieser Tauschvertrag gilt als Geburtsstunde des Marktes bzw. der späteren Stadt Innsbruck, nahe Ambras, dem ursprünglichen Herrschaftszentrum der Andechser im Inntal.[1] 1180, als nach dem Sturz Heinrichs des Löwen Otto von Wittelsbach mit dem Herzogtum Bayern belehnt worden war, wurde Bertholds Sohn zum Herzog von Meranien ernannt und das Haus Andechs stieg dadurch in den Reichsfürstenstand auf. Berthold III. starb 1188 und ist im Kloster Dießen begraben. Weitere Ämter und Titel Graf von Plassenburg Graf von Andechs Graf von Stein (Kamnik) in Krain Vogt von Benediktbeuern Graf im Radenzgau Graf an der oberen Isar Graf im bayerischen Augstgau Vogt von Tegernsee Graf am unteren Inn Graf im Huosigau Graf von Dießen/Wolfratshausen Graf im Norital Graf im Pustertal Vogt von Brixen (Hochstift) Vogt von Vornbach/Formbach Graf von Neuburg Vogt von Langheim Vogt von Neustift/Brixen aquilejischer Lehengraf in Krain (Landgraf) Markgraf an der Drau (?) Vogt von Dießen | (ANDECHS), Berthold III. (I39585)
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| 4121 | Liutgard war Mitbegründerin des Klosters Kastl – zusammen mit ihrem Bruder Gebhard III. von Zähringen, Bischof von Konstanz, – und zusammen mit ihrem Sohn des Klosters Reichenbach am Regen. Liutgard war ein häufiger Name im Geschlecht der Zähringer, bekannt sind vor allem Liutgard als Gemahlin des Grafen Landolt I. von Nellenburg, vermutlich einem Sohn von Guntram dem Reichen und Liutgard als Tochter des Berthold II. von Zähringen, der Gemahlin des Pfalzgrafen bei Rhein Gottfried von Calw, mit der sie oft verwechselt wird. Auch sie hatten wieder eine Tochter desselben Namens, deren Schwester war Uta von Schauenburg. Weiterhin benennt auch Graf Berthold IV. von Zähringen eine Tochter mit diesem Namen. | VON ZÄHRINGEN, Liutgard (I40178)
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| 4122 | Liutward von Vercelli († 24. Juni 900 oder 901) war seit 880 Bischof von Vercelli und bis 887 der wichtigste politische Berater des Frankenkönigs und Kaisers Karl III. Leben Liutward stammte aus Schwaben, seine Erziehung erhielt er im Kloster Reichenau. Er machte früh (vielleicht 872)[1] Bekanntschaft mit Karl III. Nach dem Tod von Karls Vater Ludwig 876 übernahm Karl die Herrschaft in Alemannien. Liutward stieg zu Karls wichtigsten Berater auf, übernahm die Leitung der Kanzlei und wurde 878 zu Karls Erzkanzler ernannt. Anscheinend bekleidete er seit 882/83 auch die Würde eines Erzkapellans.[2] Liutward prägte maßgeblich die Politik Karls und beeinflusste vor allem dessen Papst- und Italienpolitik. Seit 880 war er Bischof von Vercelli und unterhielt gute Beziehungen zum Papsttum, was die Kaiserkrönung Karls 881 erleichterte. Er trat ebenso als Vermittler zwischen Kaiser und Papst auf und organisierte Anfang 882 deren Zusammenkunft in Ravenna. Als Karl 882 das Erbe seines Bruders Ludwig III. antrat und somit das gesamte Ostfrankenreich beherrschte, kam es zwischen Liutward und dem einflussreichen Mainzer Erzbischof Liutbert zum Konflikt. Liutbert hatte unter Ludwig III. als Erzkanzler fungiert, unterlag nun jedoch Liutward, der weiterhin Karls Erzkanzler blieb. In der Mainzer Fortsetzung der Annales Fuldenses, die im Umfeld Liutberts entstand, wird Liutward im Eintrag zum Jahr 882 daher abschätzig als pseudoepiscopus („falscher Bischof“) bezeichnet. 882 organisierte Liutward den Friedensschluss von Elsloo mit den Normannen, der in der Mainzer Fortsetzung der Fuldaer Annalen scharf kritisiert wird, während die bayerische (oder Regensburger) Fortsetzung Liutward günstiger beurteilt.[3] Liutward bevorzugte offenbar eine diplomatische Lösung. Das Konzept, Normannen als Grenzschutz anzusiedeln, misslang in Ostfranken zwar, im Erfolgsfall hätte dies aber weitreichende Folgen haben können, wie die spätere erfolgreiche Ansiedlung von Normannen in Westfranken im Jahr 911 zeigt.[4] Karl errang 885 auch die Herrschaft über Westfranken und vereinigte zum letzten Mal das zerfallende Karolingerreich zumindest für wenige Jahre unter einem Herrscher. Liutward war in den folgenden Jahren mit mehreren diplomatischen Missionen betraut. Er stand weiterhin in Karls Gunst und genoss dessen Vertrauen, wobei er davon materiell profitierte. Das hohe Prestige Liutwards drückte sich unter anderem dadurch aus, dass Notker Balbulus die erste Fassung seiner Sequenzensammlung (Liber Ymnorum, um 884) Liutward gewidmet hat. Es kam aber schließlich zum Konflikt mit den großen Adeligen, vor allem aus Alemannien, die Liutward stürzen wollten und gegen ihn intrigierten.[5] Im Juni 887 wurde Liutward entmachtet, nachdem ihm sogar Ehebruch mit Karls Ehefrau Richgard(is) (Richardis) vorgeworfen wurde. Nachfolger wurde ausgerechnet Liutwards Rivale Liutbert.[6] Liutward selbst wandte sich daraufhin Arnolf von Kärnten zu, spielte politisch aber keine Rolle mehr. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Liutward in Italien. Er starb während eines Ungarneinfalls. | N., N. (I11463)
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| 4123 | Liutwin war ein fränkischer Adliger aus dem Geschlecht der Widonen. Sein Onkel Basin war bis 705 Bischof von Trier. Liutwin hatte zunächst nicht die Absicht, eine kirchliche Laufbahn einzuschlagen. Er heiratete standesgemäß, vermutlich eine Frau aus der Familie der Robertiner, und hatte zwei Söhne, Milo und Wido sowie vielleicht eine Tochter, Rotrude. Über seine vermutliche Tochter Rotrude ist Liutwin Schwiegervater Karl Martells und Urgroßvater Karls des Großen. Die Legende berichtet, dass Liutwin bei einem Jagdausflug in der Nähe der Saarschleife auf einer Lichtung rastete und einschlief. Ein Adler flog herbei, blieb über dem Schlafenden in der Luft stehen und schützte ihn so vor der Sonne. Als Liutwin von seinem Diener davon erfuhr, deutete er das Ereignis als ein von Gott gesandtes Zeichen. Er ließ an der Stelle des Adlerwunders eine Kapelle zu Ehren des Heiligen Dionysius errichten. Die Dionysiuskapelle entwickelte sich bald zu einem christlichen Missionszentrum. An ihrer Stelle steht heute die Pfarrkirche St. Gangolf in Mettlach. Um 690 gründete Liutwin das Kloster Mettlach. Nach dem Tod seines Onkels Basin folgte Liutwin diesem auf den Bischofsstuhl in Trier. Wenig später übernahm er nach der Legende auch die Bistümer Reims und Laon und war somit einer der wichtigsten kirchlichen Würdenträger im fränkischen Reich. Liutwin starb 717 in Reims und wurde dort beigesetzt. Liutwins Nachfolger als Bischof von Trier und Reims war sein Sohn Milo. Dieser ließ die sterblichen Überreste seines Vaters nach Trier bringen, um ihn in der Heimat beisetzen zu lassen. Allerdings war es der Überlieferung nach nicht möglich, Liutwin in Trier zu bestatten. Also fiel der Beschluss, der Tote solle sich seinen Begräbnisplatz selbst suchen. Der Sarg wurde auf ein Schiff gebracht, das sich von selbst zunächst die Mosel, dann die Saar hinauf bewegte und schließlich in Mettlach anlegte, wo die Kirchenglocken zu läuten begannen. Liutwin wurde in der Marienkirche des Klosters Mettlach beigesetzt. | (TRIER), Liutwin (I39257)
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| 4124 | Liuva war der Sohn und Nachfolger des Königs Rekkared I. Ob er von seinem Vater zum Mitregenten gemacht oder zum Nachfolger designiert worden war und ob eine Wahl stattfand, ist unbekannt. Aus dem Bericht des Geschichtsschreibers Isidor von Sevilla, der Liuva rühmt, geht hervor, dass Liuva bei seiner Thronbesteigung achtzehn Jahre alt war.[2] Er war ein uneheliches Kind, seine Mutter war niedriger Herkunft. Seine kurze Regierungszeit von anderthalb Jahren war ohne bedeutende Vorkommnisse. Liuva wurde das Opfer einer Verschwörung Witterichs, der sein Nachfolger wurde. Bald nach dem Umsturz ließ Witterich seinem Vorgänger die rechte Hand abschlagen, um ihn herrschaftsunfähig zu machen; ob Liuva an der Verletzung starb oder erst später auf Befehl Witterichs ermordet wurde, ist unklar.[3] Mit Liuvas Tod endete die von König Leovigild gegründete Dynastie. Witterich, spanisch Witerico († April 610) war von Juni/Juli 603 bis April 610 König der Westgoten. Witterich kam an die Macht, indem er seinen Vorgänger Liuva II. stürzte und ermorden ließ. Damit beendete er die von Leovigild begründete Dynastie (Leovigild, Rekkared I., Liuva II.). | Liuva II. (I52564)
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| 4125 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7497)
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| 4126 | Lorck, auch Lorichs, ist ein norddeutscher und dänischer Familienname. Der erste urkundlich erwähnte Namensträger war der Stadtvogt, Ratsherr und königliche Steuereintreiber in Flensburg Thomas Lorck, der 1531 starb. Im Jahr 1500 wurde er, Stammvater der bedeutenden Flensburger Patrizierfamilie, in den Plöner Zollrechnungen als Kaufmann von Hadersleben bezeichnet.[1] Er war der Vater von acht Kindern, darunter der Kaufmann Balthasar († 1589), der Diplomat Andreas und Anna Lorck, seine Nachfolgerin als königlicher Steuereintreiber. Der bekannteste Sohn war der Künstler Melchior Lorck (* 1526/1527; † 1583), der vor allem als Grafiker bekannt wurde. Der Sohn Balthasars Thomas Lorck († 1634) gilt als Stammvater der schwedischen Linie der Familie, dort wurde der Name zu „Lorichs“. Ein bekannter Vertreter dieser Familie war Josias Lorck (1723–1785), der als Pastor und Bibelsammler in Christianshavn lebte. Seine rund 5000 Bibeln wurden von seinen Neffen Christian Andersen und Thomas Lorenzen nach Deutschland gebracht und bildeten hier den Grundstock der Stuttgarter Landesbibliothek (heute Württembergische Landesbibliothek). Maria Lorck (1574 – 1658), eine Tochter von Balthasar, war durch ihre drei Töchter aus zwei Ehen Vorfahrin von Matthias Claudius, Johannes Brahms und Theodor Storm.[2] I. Jürgen Vette: Anna (Matthias Claudius) II. Hans Lange: Margarethe (Johannes Brahms), Brigitta (Theodor Storm) | LORCK, Maria (I52885)
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| 4127 | Loretta wurde um 1300 als Tochter von Johann I. von Salm und Jeanne von Joinville (Geneville), der einzigen Tochter des anglo-französischen Barons Geoffrey de Geneville, in den Vogesen geboren. Sie wurde zweisprachig erzogen. 1315 wurde sie mit Heinrich II. von Sponheim-Starkenburg vermählt. In den acht Jahren ihrer Ehe gebar sie drei Söhne. Nachdem ihr Gemahl 1323 an einer Krankheit verstorben war, verlegte sie ihren Wohnsitz von Wolfstein an der Lauter nach der Starkenburg an der Mosel. Da im Folgejahr 1324 auch ihr Schwiegervater Johann II. starb, musste die junge Witwe für ihren noch minderjährigen ältesten Sohn Johann III. die Regentschaft übernehmen und die Geschicke der Grafschaft in einer wirtschaftlich und politisch schwierigen Zeit zunächst allein lenken. In dieser Zeit, die von territorialen Konflikten, Landflucht und Missernten geprägt war, stellten Armut und Geldmangel große Probleme dar. Aus dieser Notlage heraus ließ sich Loretta auf eine Machtprobe mit dem seinerzeit einflussreichen Kurfürsten Balduin von Luxemburg, Erzbischof von Trier (1285–1354), einem der mächtigsten Männer Europas, ein. 1326 ließ Loretta von Sponheim den störrischen Wildgrafen von Kyrburg in Beugehaft nehmen, bis er ihr mit seinem Sohn Gefolgschaft versprach. Ausflugsschiff Gräfin Loretta auf der Mosel bei Bullay Im Mai 1328 griff Loretta trotz eines Stillhalteabkommens nochmals zu dieser drastischen Maßnahme: Sie überraschte mit ihrem Gefolge den ahnungslosen Kurfürsten Balduin von Luxemburg bei einer Schiffsfahrt durch sponheimisches Territorium und nötigte diesen zu einem Zwangsaufenthalt auf ihrer als uneinnehmbar geltenden Starkenburg. Trotz der drohenden Exkommunizierung und damit verbundenen politischen und gesellschaftlichen Sanktionen setzte sie den mächtigen Balduin von Luxemburg fest und erzwang nach zähen Verhandlungen Lösegeld und die Erfüllung politischer Forderungen. Ihre Bitte um Absolution und Sühne an Papst Johannes XXII. wurde später angenommen, unterstützt durch ihre Geisel Balduin von Luxemburg, mit dem sie eine politische Freundschaft einging – ein weiterer Beleg ihres diplomatischen Geschicks. Im Jahre 1331 heiratete Lorettas Sohn Johann III. und übernahm fortan selbst die Regentschaft. Loretta ließ sich auf der Frauenburg bei Birkenfeld nieder, die sie eigens für sich hatte errichten lassen – der Legende nach mit Hilfe des von Balduin erhaltenen Lösegeldes – und verwaltete von dort aus bis zu ihrem Lebensende tatkräftig ihren persönlichen Besitz. Sie starb 1346 und wurde in der Zisterzienserabtei Himmerod beigesetzt. | VON SALM, Loretta (I54326)
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| 4128 | Lothar folgte seinem Vater nach dessen Tod im Jahr 964 in allen Rechten und Besitzungen und erscheint seit 993 als Markgraf von Nordmark. Die Nordmark war nach dem Slawenaufstand nur noch ein kleines Gebiet im Westen des ehemaligen Gebietes. Lothar trat erstmals 979 hervor, als ihm zusammen mit seinem Bruder Siegfried die Überwachung Geros von Alsleben anvertraut wurde. Nach dem Tode seiner Mutter und seines Bruders Siegfried im Jahre 991 verweigerte er seiner Schwägerin und seinen Neffen ihre Erbansprüche, musste aber nachgeben und deren Erbanteile herausgeben. Lothar vergrößerte wesentlich die Macht des Hauses Walbeck. Als Markgraf nahm er 993 an einem erfolglosen Feldzug unter Führung des Markgrafen Ekkehard I. von Meißen gegen die Liutizen teil. Mit Ekkehard geriet er später in Konflikt wegen dessen Haltung zur Heirat seines Sohnes Werner mit Ekkehards Tochter Luitgard. Er war daher 1002 bei der Vorwahl zum König Ekkehards entschiedenster Gegner. Er unterstützte zuerst Herzog Hermann II. von Schwaben, erkannte dann aber König Heinrich II. an, der ihn in allen seinen Ämtern und Rechten bestätigte. Möglicherweise animierte Lothar die Grafen von Northeim und von Katlenburg zum Mord an Ekkehard I. Lothar starb vermutlich nach dem Genuss eines giftigen Trankes oder an Alkoholvergiftung in Köln. | VON WALBECK, Lothar III. (I37202)
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| 4129 | Lothar war der älteste Sohn Ludwigs des Frommen und dessen Ehefrau Irmingard. Er gehörte somit zum Adelsgeschlecht der Karolinger. Seit August 814 regierte er Bayern und im Juli 817 wurde er bei der Teilung des Reichs durch Ludwig den Frommen Mitkaiser[1]. Mitte Oktober 821 vermählte er sich in Diedenhofen mit Irmingard von Tours, Tochter des Grafen Hugo von Tours. 822 erhielt er auch Italien und ein Jahr später, zu Ostern am 5. April 823, von Papst Paschalis I. die Kaiserkrone. Lothars Gebeine wurden 1721 beim Neubau der Abteikirche in den neuen Hochaltar umgebettet und 1860 wiedergefunden. 1874 wurde mit finanzieller Unterstützung Kaiser Wilhelms I. ein neues Grabmal geschaffen. In die Grabplatte wurde die Grabinschrift von Hrabanus Maurus eingemeißelt: “Continet hic tumulus memorandi Caesaris ossa, Hlotharii, magni principis atque pii. Qui Francis, Italis, Romanis praefuit ipsis, Omnia sed sprevit, pauper et hinc abiit. Nam bis tricenos monachus sic attigit annos, Et se mutavit, ac bene post obiit. III. Cal. Octob.” „Es birgt dieses Grab die Gebeine des unvergesslichen Kaisers, Lothars, des großen und gottesfürchtigen Herrschers. Der über Franken, Italier, selbst Römer gebot. Verschmähte doch alles und ging dann als Armer hinweg. Als Mönch erreichte er ja gerade die Sechzig. Wandelte sich und schied danach selig dahin am 29. September [855].“ Auf Lothar geht der Spruch Tempora mutantur zurück. | (FRANKENREICH), Lothar I. (I37404)
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| 4130 | Lothar war der Sohn des zu dieser Zeit etwa 50 Jahre alten Königs Hugo von Arles, wie er auch genannt wurde, und der Fränkin Alda, der Älteren; das Paar hatte zwei Kinder. Hugo unterhielt allerdings Beziehungen zu einer ganzen Reihe von Frauen; er heiratete die Schwiegermutter seines Sohnes, Berta von Alamannien, zuletzt die in Rom überaus einflussreiche Marozia, die Schwiegermutter seiner Tochter. Diese Tochter, Lothars ältere Schwester, hieß ebenfalls Alda. Sie heiratete 936 Alberich II. von Spoleto, Sohn Marozias, der in Rom eine vorherrschende Stellung innehatte. Ihr gemeinsamer Sohn wurde später als Johannes XII. Papst. Lothar war mit der wenig jüngeren Adelheid von Burgund verheiratet, der Tochter König Rudolfs II. von Hochburgund und jener Berta. Seit 933 waren die Kinder bereits einander versprochen, dementsprechend schlossen sie die Ehe erst in der ersten Hälfte des Jahres 947. Lothars Vater heiratete im Dezember 937 Lothars Schwiegermutter. Lothars Tochter Emma von Arles wurde 966 mit dem westfränkischen König Lothar verheiratet. | (ITALIEN), Lothar II. (I16149)
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| 4131 | Lothar war der zweite Sohn Kaiser Lothars I. und dessen Ehefrau Irmingard von Tours. Kurz vor seinem Tod 855 teilte Lothar I. sein Reich – das Lotharii Regnum oder Mittelreich – zwischen seinen drei Söhnen in der Reichsteilung von Prüm auf: Der älteste Sohn Ludwig erhielt Italien und den Kaisertitel, Lothar II. bekam Lotharingien (aus dem das spätere Lothringen hervorging), einschließlich der Residenz Aachen, und dem jüngsten Sohn Karl wurden die Provence und Burgund zugesprochen. Lothars Leben war vor allem geprägt von der Kinderlosigkeit seiner Frau. Im Jahr 855 heiratete Lothar Theutberga, die Tochter des Grafen Boso von Arles. Da die Ehe jedoch kinderlos blieb, trennte sich Lothar 860 von seiner Frau, um 862 seine Mätresse Waldrada zu heiraten, mit der er bereits einen Sohn, Hugo, hatte. Obwohl die Aachener Synoden von 860 und 862 das Vorgehen des Königs absegneten, führte dies zu einem langwierigen Streit. Erzbischof Hinkmar von Reims, ein enger Berater Karls des Kahlen, prangerte auf dessen Betreiben in einer Denkschrift diesen Beschluss an, woraufhin Papst Nikolaus I. sich in die Sache einschaltete. Nachdem 862 auf der Synode von Metz in Anwesenheit der päpstlichen Legaten die Scheidung (angeblich durch Bestechung) abermals anerkannt worden war, ging Ado von Vienne, zu der Zeit Lehrer an der Klosterschule Prüm, nach Rom, um Beschwerde dagegen einzulegen. Der Papst widerrief die Entscheidung und exkommunizierte die Erzbischöfe Gunthar von Köln und Theutgaud von Trier, die auf der Synode von Metz die treibende Kraft gewesen waren. 868 exkommunizierte Papst Nikolaus auch Waldrada. Papst Hadrian II. erlaubte schließlich Lothar, seine Angelegenheit persönlich in Rom vorzutragen. Lothar reiste zuerst nach Ravenna, wo er seinen Bruder, Kaiser Ludwig II. vermutete. Dieser war aber an den Kriegsschauplätzen in Süditalien unabkömmlich und ließ ihm durch Boten ausrichten, das Land zu verlassen und wieder heimzukehren. Lothar reiste trotzdem weiter nach Benevent, wo er seinen Bruder antraf. Hier setzte er ihm so lange zu, bis sich Kaiserin Engelberga bereit erklärte, ein Zusammentreffen mit Papst Hadrian II. in die Wege zu leiten und Lothar zu begleiten. Das Treffen mit dem Papst kam dann im Juli 869 auf Monte Cassino zustande. Papst Hadrian II. lehnte es ab, Lothars zweite Ehe anzuerkennen. Er verwies darauf, dass diese Frage nur von einem abendländischen großen Konzil geklärt werden könne, zu dem auch die fränkischen Bischöfe nach Rom kommen sollten. Bei der Messe reichte Papst Hadrian II. Lothar II. auf dessen ausdrücklichen Wunsch die Kommunion, wodurch Lothar II. wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen wurde und seine Exkommunikation als öffentlicher Sünder rückgängig gemacht wurde. Lothar musste allerdings zuvor dem Papst versichern, dass er nach Waldradas Exkommunikation mit dieser nicht mehr zusammengekommen war. Auf der Rückreise in den Norden machte er in Rom halt, wo ihm der Papst ein Hochamt zu seinen Ehren verweigerte. Trotzdem kam es zu einem Essen im Lateranpalast, wo Geschenke ausgetauscht werden. Frohgemut brach Lothar II. von Rom auf. In Lucca wurde er aber von einem Fieber befallen, das auch unter seinen Gefolgsleuten wütete. Auf der Weiterreise starb Lothar II. in Piacenza und wurde in der Kirche Sant’Antonino begraben.[1][2] Nach Lothars Tod wurde das Mittelreich 870 im Vertrag von Meersen zwischen Karl dem Kahlen und Ludwig dem Deutschen aufgeteilt. Plan und Modalitäten der Teilung waren bereits 867 in der Abtei Sankt Arnulf gefasst worden; Bürgen dieses Handels waren seitens Ludwig Hinkmar von Reims, Hinkmar von Laon und Odo von Beauvais, auf Seiten Karls Erzbischof Liutbert von Mainz, Altfrid von Hildesheim und Witgar von Augsburg.[3] Theutberga wurde in Lothars Todesjahr Äbtissin von Sainte-Glossinde in Metz, sie starb vor dem 25. November 875. Waldrada starb nach dem 9. April 868 als Nonne im Kloster Remiremont. | (LOTHRINGEN), König von Lothringen Lothar II. (I11445)
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| 4132 | Lothar war der zweite Sohn Kaiser Lothars I. und dessen Ehefrau Irmingard von Tours. Kurz vor seinem Tod 855 teilte Lothar I. sein Reich – das Lotharii Regnum oder Mittelreich – zwischen seinen drei Söhnen in der Reichsteilung von Prüm auf: Der älteste Sohn Ludwig erhielt Italien und den Kaisertitel, Lothar II. bekam Lotharingien (aus dem das spätere Lothringen hervorging), einschließlich der Residenz Aachen, und dem jüngsten Sohn Karl wurden die Provence und Burgund zugesprochen. Lothars Leben war vor allem geprägt von der Kinderlosigkeit seiner Frau. Im Jahr 855 heiratete Lothar Theutberga, die Tochter des Grafen Boso von Arles. Da die Ehe jedoch kinderlos blieb, trennte sich Lothar 860 von seiner Frau, um 862 seine Mätresse Waldrada zu heiraten, mit der er bereits einen Sohn, Hugo, hatte. Obwohl die Aachener Synoden von 860 und 862 das Vorgehen des Königs absegneten, führte dies zu einem langwierigen Streit. Erzbischof Hinkmar von Reims, ein enger Berater Karls des Kahlen, prangerte auf dessen Betreiben in einer Denkschrift diesen Beschluss an, woraufhin Papst Nikolaus I. sich in die Sache einschaltete. Nachdem 862 auf der Synode von Metz in Anwesenheit der päpstlichen Legaten die Scheidung (angeblich durch Bestechung) abermals anerkannt worden war, ging Ado von Vienne, zu der Zeit Lehrer an der Klosterschule Prüm, nach Rom, um Beschwerde dagegen einzulegen. Der Papst widerrief die Entscheidung und exkommunizierte die Erzbischöfe Gunthar von Köln und Theutgaud von Trier, die auf der Synode von Metz die treibende Kraft gewesen waren. 868 exkommunizierte Papst Nikolaus auch Waldrada. Papst Hadrian II. erlaubte schließlich Lothar, seine Angelegenheit persönlich in Rom vorzutragen. Lothar reiste zuerst nach Ravenna, wo er seinen Bruder, Kaiser Ludwig II. vermutete. Dieser war aber an den Kriegsschauplätzen in Süditalien unabkömmlich und ließ ihm durch Boten ausrichten, das Land zu verlassen und wieder heimzukehren. Lothar reiste trotzdem weiter nach Benevent, wo er seinen Bruder antraf. Hier setzte er ihm so lange zu, bis sich Kaiserin Engelberga bereit erklärte, ein Zusammentreffen mit Papst Hadrian II. in die Wege zu leiten und Lothar zu begleiten. Das Treffen mit dem Papst kam dann im Juli 869 auf Monte Cassino zustande. Papst Hadrian II. lehnte es ab, Lothars zweite Ehe anzuerkennen. Er verwies darauf, dass diese Frage nur von einem abendländischen großen Konzil geklärt werden könne, zu dem auch die fränkischen Bischöfe nach Rom kommen sollten. Bei der Messe reichte Papst Hadrian II. Lothar II. auf dessen ausdrücklichen Wunsch die Kommunion, wodurch Lothar II. wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen wurde und seine Exkommunikation als öffentlicher Sünder rückgängig gemacht wurde. Lothar musste allerdings zuvor dem Papst versichern, dass er nach Waldradas Exkommunikation mit dieser nicht mehr zusammengekommen war. Auf der Rückreise in den Norden machte er in Rom halt, wo ihm der Papst ein Hochamt zu seinen Ehren verweigerte. Trotzdem kam es zu einem Essen im Lateranpalast, wo Geschenke ausgetauscht werden. Frohgemut brach Lothar II. von Rom auf. In Lucca wurde er aber von einem Fieber befallen, das auch unter seinen Gefolgsleuten wütete. Auf der Weiterreise starb Lothar II. in Piacenza und wurde in der Kirche Sant’Antonino begraben.[1][2] Nach Lothars Tod wurde das Mittelreich 870 im Vertrag von Meersen zwischen Karl dem Kahlen und Ludwig dem Deutschen aufgeteilt. Plan und Modalitäten der Teilung waren bereits 867 in der Abtei Sankt Arnulf gefasst worden; Bürgen dieses Handels waren seitens Ludwig Hinkmar von Reims, Hinkmar von Laon und Odo von Beauvais, auf Seiten Karls Erzbischof Liutbert von Mainz, Altfrid von Hildesheim und Witgar von Augsburg.[3] Theutberga wurde in Lothars Todesjahr Äbtissin von Sainte-Glossinde in Metz, sie starb vor dem 25. November 875. Waldrada starb nach dem 9. April 868 als Nonne im Kloster Remiremont. | VON LOTHRINGEN, Lothar II. (I22755)
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| 4133 | Lothar war der zweite Sohn Kaiser Lothars I. und dessen Ehefrau Irmingard von Tours. Kurz vor seinem Tod 855 teilte Lothar I. sein Reich – das Lotharii Regnum oder Mittelreich – zwischen seinen drei Söhnen in der Reichsteilung von Prüm auf: Der älteste Sohn Ludwig erhielt Italien und den Kaisertitel, Lothar II. bekam Lotharingien (aus dem das spätere Lothringen hervorging), einschließlich der Residenz Aachen, und dem jüngsten Sohn Karl wurden die Provence und Burgund zugesprochen. Lothars Leben war vor allem geprägt von der Kinderlosigkeit seiner Frau. Im Jahr 855 heiratete Lothar Theutberga, die Tochter des Grafen Boso von Arles. Da die Ehe jedoch kinderlos blieb, trennte sich Lothar 860 von seiner Frau, um 862 seine Mätresse Waldrada zu heiraten, mit der er bereits einen Sohn, Hugo, hatte. Obwohl die Aachener Synoden von 860 und 862 das Vorgehen des Königs absegneten, führte dies zu einem langwierigen Streit. Erzbischof Hinkmar von Reims, ein enger Berater Karls des Kahlen, prangerte auf dessen Betreiben in einer Denkschrift diesen Beschluss an, woraufhin Papst Nikolaus I. sich in die Sache einschaltete. Nachdem 862 auf der Synode von Metz in Anwesenheit der päpstlichen Legaten die Scheidung (angeblich durch Bestechung) abermals anerkannt worden war, ging Ado von Vienne, zu der Zeit Lehrer an der Klosterschule Prüm, nach Rom, um Beschwerde dagegen einzulegen. Der Papst widerrief die Entscheidung und exkommunizierte die Erzbischöfe Gunthar von Köln und Theutgaud von Trier, die auf der Synode von Metz die treibende Kraft gewesen waren. 868 exkommunizierte Papst Nikolaus auch Waldrada. Papst Hadrian II. erlaubte schließlich Lothar, seine Angelegenheit persönlich in Rom vorzutragen. Lothar reiste zuerst nach Ravenna, wo er seinen Bruder, Kaiser Ludwig II. vermutete. Dieser war aber an den Kriegsschauplätzen in Süditalien unabkömmlich und ließ ihm durch Boten ausrichten, das Land zu verlassen und wieder heimzukehren. Lothar reiste trotzdem weiter nach Benevent, wo er seinen Bruder antraf. Hier setzte er ihm so lange zu, bis sich Kaiserin Engelberga bereit erklärte, ein Zusammentreffen mit Papst Hadrian II. in die Wege zu leiten und Lothar zu begleiten. Das Treffen mit dem Papst kam dann im Juli 869 auf Monte Cassino zustande. Papst Hadrian II. lehnte es ab, Lothars zweite Ehe anzuerkennen. Er verwies darauf, dass diese Frage nur von einem abendländischen großen Konzil geklärt werden könne, zu dem auch die fränkischen Bischöfe nach Rom kommen sollten. Bei der Messe reichte Papst Hadrian II. Lothar II. auf dessen ausdrücklichen Wunsch die Kommunion, wodurch Lothar II. wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen wurde und seine Exkommunikation als öffentlicher Sünder rückgängig gemacht wurde. Lothar musste allerdings zuvor dem Papst versichern, dass er nach Waldradas Exkommunikation mit dieser nicht mehr zusammengekommen war. Auf der Rückreise in den Norden machte er in Rom halt, wo ihm der Papst ein Hochamt zu seinen Ehren verweigerte. Trotzdem kam es zu einem Essen im Lateranpalast, wo Geschenke ausgetauscht werden. Frohgemut brach Lothar II. von Rom auf. In Lucca wurde er aber von einem Fieber befallen, das auch unter seinen Gefolgsleuten wütete. Auf der Weiterreise starb Lothar II. in Piacenza und wurde in der Kirche Sant’Antonino begraben.[1][2] Nach Lothars Tod wurde das Mittelreich 870 im Vertrag von Meersen zwischen Karl dem Kahlen und Ludwig dem Deutschen aufgeteilt. Plan und Modalitäten der Teilung waren bereits 867 in der Abtei Sankt Arnulf gefasst worden; Bürgen dieses Handels waren seitens Ludwig Hinkmar von Reims, Hinkmar von Laon und Odo von Beauvais, auf Seiten Karls Erzbischof Liutbert von Mainz, Altfrid von Hildesheim und Witgar von Augsburg.[3] Theutberga wurde in Lothars Todesjahr Äbtissin von Sainte-Glossinde in Metz, sie starb vor dem 25. November 875. Waldrada starb nach dem 9. April 868 als Nonne im Kloster Remiremont. | (LOTHRINGEN), Lothar II. (I52352)
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| 4134 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I55756)
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| 4135 | Louise von Rothschild war das jüngste von sieben Kindern des Londoner Bankiers Nathan Mayer von Rothschild und seiner Frau Hannah, geb. Barent-Cohen. Ihr Vater war in Frankfurt am Main als dritter von fünf Söhnen von Mayer Amschel und Gutle Rothschild geboren und hatte 1799 den britischen Zweig des Hauses Rothschild begründet. Durch Finanzdienstleistungen für die britische Regierung und den hessischen Kurfürsten Wilhelm I. hatte er wesentlich zum Aufstieg des Bankhauses beigetragen. Louise wurde im Geiste der Aufklärung von ihrer Mutter als „Englishwoman in heart and soul“ erzogen und galt als sehr gebildet. 1836 reiste sie mit der Mutter erstmals nach Frankfurt zur Hochzeit ihres ältesten Bruders Lionel mit ihrer Cousine Charlotte. Entsprechend der Familientradition wurden Ehen vor allem zwischen den Familienzweigen gestiftet. Bei der Hochzeit lernte Louise ihren Cousin Mayer Carl von Rothschild kennen, der wie die Braut dem Neapler Zweig der Familie Rothschild entstammte. Im Sommer 1839 besiegelten Louise und Mayer Carl ihre Verlobung bei einem Frankreichaufenthalt und heirateten am 6. April 1842 in der Großen Synagoge von London am Duke’s Place. 1843 trat Mayer Carl in das Frankfurter Stammhaus der Bank ein. Das Paar bewohnte das 1843 erworbene klassizistische Rothschildpalais am Untermainkai, seit 1988 Sitz des Jüdischen Museums, und zählte zu den einflussreichen und sehr wohlhabenden Frankfurter Bürgern. Die weltläufige Louise soll sich jedoch in der bürgerlich geprägten Freien Stadt Frankfurt eher fremd gefühlt haben. Wenigstens fand sie in ihrer ältesten Schwester Charlotte, die mit Anselm Salomon von Rothschild aus dem Wiener Familienzweig verheiratet war und in der Grüneburg einen glänzenden Salon führte, eine Gefährtin. | VON ROTHSCHILD, Louise (I55613)
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| 4136 | Löwenstein ist der Name eines alten hessischen Adelsgeschlechtes mit dem Stammhaus Bischhausen. Der in Hessen begüterte Teil der Familie ist bis heute bei der Althessischen Ritterschaft immatrikuliert. Das Geschlecht tritt erstmals urkundlich im Jahre 1160 mit Wernher de Biscopeshusun auf, als es noch in „Biscopehusen“ (dem heutigen Bischhausen im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis) lebte. Dieser Wernher I. von Bischofshausen (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Adelsgeschlecht Bischoffshausen) zog von Bischhausen auf den etwa 4 km nordwestlich und strategisch besser gelegenen Ortberg bei Oberurff-Schiffelborn, einem heutigen Ortsteil von Bad Zwesten. | VON LÖWENSTEIN, Apollonia (I17439)
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| 4137 | lt. Alther T S. 107 Finger Maria Barbara | BURGER, Maria Barbara (I19131)
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| 4138 | Lt. Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 4117 (Sohn Johann Georg P.): Anna Magdalena Mudersbach. Tochter des Johann Jacob Hoffmann, Konrektor in Herborn. | HOFFMANN, Johann Jacob (I12149)
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| 4139 | Lt. Leichenpredigt war die Hochzeit am 25.4.1665. Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 4117. Theodor Gümbel, Die Geschichte der Prot. Kirche der Pfalz, Kaiserslautern 1885, S. 712. Neu, Badisches Pfarrerbuch: Fehlanzeige. Studium in Herborn 1656 (Matrikel der Hohen Schule Herborn Anfang 1656, "Herbornensis Nassovius. pastor Gimmeldingensis in Palt.") und Marburg. Pfarrer in Heiligkreuzsteinach (lt. Leichenpredigt), Gimmeldingen 1665/77 und Speyer 1677/79. Von Ernst Friedrich Jacoby gehaltene Leichenpredigt: Christliche Leich-Predigt von dem Ampt und Trost gewissenhafter Prediger: bei dem Leich-Begäng. Jo. Ge. Posthii Pfarrer der reformierten Gemeinde zu Speyer, Heidelberg 1679 (VD17 12:127387T). | POSTHIUS, Johann Georg (I12146)
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| 4140 | Lucas Cranach der Ältere (* vermutlich um den 4. Oktober 1472 in Kronach, Oberfranken; † 16. Oktober 1553 in Weimar) war ein deutscher Maler, Grafiker und Buchdrucker der Renaissance. Er war ab 1505 Hofmaler am kursächsischen Hof unter Friedrich dem Weisen, Johann dem Beständigen und Johann Friedrich dem Großmütigen. Neben zahlreichen Altarwerken und allegorischen Gemälden fertigten er und seine Werkstatt vor allem auch eine große Zahl an Porträts seiner Dienstherren sowie der Reformatoren Martin Luther und Philipp Melanchthon. Die Cranach-Werkstatt, die zu den bedeutendsten Werkstätten ihrer Zeit gehörte, und mutmaßlich rund 5000 Gemälde hinterlassen hat, wurde von seinem gleichnamigen, am 4. Oktober 1515 geborenen Sohn Lucas Cranach dem Jüngeren fortgeführt. Der Chronist Matthias Gunderam berichtete 1556, dass Cranach am 4. Oktober 1472 in Kronach geboren sei und bei seinem Vater, dem wohlhabenden Kronacher Bürger Hans Maler, die erste künstlerische Ausbildung erhalten habe, dessen Ehefrau Barbara war eine geborene Hübner. Urkundliche Belege zur Herkunft Cranachs und zu seinem Geburtsdatum gibt es nicht. Ausgehend von Gerichtsakten aus dem Jahr 1495, in denen es um das schlechte Betragen der Malerkinder geht, wird das Geburtsjahr 1472 von der jüngeren Forschung bezweifelt und nur noch vage auf „um 1475“ datiert.[1] Cranach hatte mindestens sechs Schwestern und zwei Brüder.[2] Ihre Mutter Barbara verstarb um das Jahr 1491.[3] Nach der ersten künstlerischen Ausbildung dürfte Lucas als Geselle auf Wanderschaft gegangen sein. Im Jahre 1502[2][4] kam er nach Wien und blieb dort bis 1504. Wien galt wegen des Kaiserhofs Maximilians I. als kulturelles Zentrum jener Zeit, an dem sich zudem Kontakte zu zahlreichen Fürsten als potentielle Auftrag- und Arbeitgeber boten. Seine aus dieser Zeit erhaltenen Gemälde zeigen deutliche Einflüsse der Donauschule. In Wien knüpfte er erste Kontakte zu führenden Humanisten. Während seines Wiener Aufenthalts begann Cranach, seine Bilder mit Lucas Cranach („Lucas [aus] Kronach“) zu signieren. Um 1512/13 heiratete Cranach Barbara Brengbier († 1541),[4] eine Tochter von Jobst Brengbier, dem Bürgermeister von Gotha.[5] Sein ältester Sohn Hans wird geboren und 1515 Lucas, bis 1520 folgen drei Töchter.[4] Er starb am 16. Oktober 1553 in Weimar und fand seine letzte Ruhestätte auf dem Weimarer Jakobsfriedhof.[6] Er liegt in der sogenannten Cranachgruft. Auf seinem Grabstein wird er als „der schnellste Maler“ bezeichnet. Den Grabstein schuf Cranachs Freund, der herzogliche Baumeister und gelernte Steinmetz Nikolaus Gromann. Die Grabplatte, die der heutige Besucher sieht, ist eine getreue Kopie der ursprünglichen. Die Originalgrabplatte wurde durch eine Kopie ersetzt und 1859 aus konservatorischen Gründen in die Stadtkirche Peter und Paul („Herderkirche“) links neben den Altar verbracht. Anmerkungen und Literatur Bedeutender Maler und Grafiker der Renaissance (einer der „Prominenten“) H.C. Scheibler / K. Wülfrath, Westdeutsche Ahnentafeln, Weimar 1939, S. 435 C. Steinbicker / H. Strehlau, Westfälisches Geschlechterbuch 3 (DGB 156), Limburg/Lahn 1971, S. 246 https://de.wikipedia.org/wiki/Lucas_Cranach_der_Ältere https://de.wikisource.org/wiki/ADB:Cranach,_Lucas_der_Ältere https://daten.digitale-sammlungen.de/bsb00016319/image_411 | CRANACH, Lucas der Ältere (I34764)
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| 4141 | Lucas Cranach der Jüngere (* 4. Oktober 1515 in Wittenberg; † 25. Januar 1586 ebenda) war ein bedeutender Maler und Porträtist der Renaissance und des Manierismus. Er war ein Sohn Lucas Cranachs des Älteren.[1] Elternhaus, Lehrzeit und Übernahme der väterlichen Werkstatt Skulptur der Cranach-Schlange vor dem Neuen Rathaus in Kronach Epitaph für Lucas Cranach d. J. und seine beiden Frauen in der Stadtkirche Wittenberg, 1608. Grabstein in der Stadtkirche der Lutherstadt Wittenberg Cranach wurde am 4. Oktober 1515 als jüngster Sohn von Lucas Cranach dem Älteren und Barbara Brengebier in Wittenberg geboren. Zusammen mit seinem Bruder Hans (* um 1513; † 9. Oktober 1537) erlernte er von seinem Vater die Kunst der Malerei und arbeitete zusammen mit seinem Bruder in der väterlichen Werkstatt. Nach dem Tod von Hans übernahm er 1537 die geschäftlichen Aktivitäten in der Werkstatt seines Vaters. Seit dieser Zeit hat Lucas Cranach d. J. seine Werke mit einem abgeänderten Wappen signiert, erstmals 1537 auf einem Holzschnitt, ausgeführt von Johann Scheyring. Während das seinem Vater vom Kurfürsten 1508 verliehene Wappen eine Schlange mit Fledermausflügeln, einer roten Krone auf dem Haupt und einen mit einem Rubin besetzten goldenen Ring im Mund gezeigt hatte, hat auf dem Signum des jüngeren Cranach die Schlange nun Vogelflügel. Lokalpolitische Funktionen 1544 trat ihm der Vater das Wittenberger Haus ab. Wie sein Vater nahm Lucas Cranach d. J. eine bedeutende Stellung im öffentlichen Leben Wittenbergs ein. So war er 1549 und 1552 Ratsmitglied, 1555, 1558, 1561, 1564 als Ratskämmerer, 1565 als Bürgermeister sowie 1566 als Altbürgermeister, Beisitzer des Bürgermeisters im Rat Wittenbergs, aktiv. Aufgrund der Verwicklung seines Schwagers Christian Brück in die Grumbachschen Händel zog er sich von allen politischen Aktivitäten zurück. Familie Erste Ehe mit Barbara Brück Er heiratete am 20. Februar 1541 in erster Ehe Barbara Brück (* um 1518 in Wittenberg; † 10. Februar 1550 ebenda), eine Tochter des sächsischen Kanzlers Gregor Brück. Aus dieser Verbindung gingen vier Kinder hervor: Lucas (* 1541; † 16. Februar 1612 in Meißen), er immatrikulierte sich 1554 an der Universität Wittenberg, war Ratsherr in Torgau und vom 30. Januar 1591 bis zum 9. Januar 1609 Verwalter der Fürstenschule St. Afra in Meißen. Er heiratete am 17. Oktober 1570 in Wittenberg Anna, die Tochter des Sekretärs Hieronymus Gareis. Tochter Euphrosyna (* 1585 in Torgau; † 6. August 1627 in Wittenberg), verh. 1604 mit dem kurfürstlichen Amtsschreiber Abel Volk (* 26. Juli 1575; † 19. Januar 1622 in Wittenberg, Sohn des Michael Volk aus Dresden und dessen Frau Esther geb. Sierbürger aus Leipzig) Barbara († 1601), heiratete am 28. November 1564 den Mediziner Johann Hermann Johannes († 1. Mai 1548 im Kindesalter) Christian († 7. April 1556), immatrikuliert 1554 an der Universität Wittenberg Zweite Ehe mit Magdalena Schurff Nach Barbaras Tod heiratet er am 24. Mai 1551 Magdalena Schurff (* 19. August 1531 in Wittenberg; † 3. Januar 1606 ebenda), eine Tochter des sächsischen Leibarztes Augustin Schurff und Nichte von Philipp Melanchthon. Sie hatten zusammen fünf Kinder: Magdalena († 1554 im Kindesalter) Augustin (* 1554; † 26. Juli 1595), folgte dem Vater als Maler, war außerdem Ratsmitglied, Stadtrichter und Kämmerer in Wittenberg. Er heiratete am 26. Oktober 1577 Maria Selfisch, die Tochter des Samuel Selfisch. Agneta († 1560 im Kindesalter) Christoph (* um 1557; † 23. Februar 1596), war ein Ratsherr und heiratete am 5. Februar 1583 Subphrona (Veronika?) Vogel (* 14. September 1563; † 29. April 1629) Lucas (* 30. November 1583; † unbekannt) Christoph (* 14. Januar 1585; † unbekannt) Barbara (* 16. Juni 1586; † unbekannt) Ernst August (* 22. Januar 1588; † unbekannt) Magdalene (* 22. Januar 1588; † unbekannt) Christian (* 10. Oktober 1590; † unbekannt) Elisabeth (* 3. Dezember 1561 in Wittenberg; † 16. September 1645 in Wittenberg); verheiratet mit Polykarp Leyser dem Älteren Tod Lucas Cranach d. J. starb am 25. Januar 1586 im Alter von 70 Jahren in Wittenberg. Sein Leichnam wurde in die Wittenberger Stadtkirche überführt und dort am 27. Januar bestattet. Seine Grabstelle ist vor der Empore in der Gegend des letzten südlichen Pfeilers, wo heute ein Gedenkstein an ihn erinnert. Im Altarraum der Stadtkirche Wittenberg befindet sich sein Epitaph, das ihm und seinen beiden Ehefrauen von den Erben gestiftet wurde. Es zeigt die Grablegung Christi. Die beiden Schrifttafeln halten links das Andenken an Lucas Cranach d. J. und rechts das seiner Ehefrauen fest. Bildsprache Als Vertreter einer neuen Generation wählte Lucas Cranach d. J. mit Vorliebe figurenreiche, aufwendige Darstellungen. Dabei sind die ordnungslos anmutenden Kompositionen von überraschender Schönheit und die farbige Behandlung reichhaltiger als die Arbeiten des Vaters. Er gilt als Schöpfer des neuen Bildprogramms der Protestanten. Beispielsweise blickt bei ihm die Gottesmutter Maria nicht keusch zu Boden, sondern direkt in die Augen des Betrachters. Bedeutung seines Schaffens Frühere Behauptungen, dass der jüngere Lucas Cranach eine untergeordnete Rolle in der Kunst der Renaissance habe, sind definitiv falsch. Sie kamen auf, da damals nicht alle Werke des jüngeren Cranach bekannt waren und ihm erst im Rahmen intensiver modernerer Forschungen zugeordnet werden konnten. Nach diesen Erkenntnissen nimmt er unter den deutschen Porträtisten der Spätrenaissance und des Manierismus eine hervorragende Rolle ein. Umfangreiche Holzschnittarbeiten erweiterten das Schaffen des Künstlers als Maler der Reformation und der mit ihr in Zusammenhang stehenden Auswirkungen. Anlässlich seines 500. Geburtstages widmete das Land Sachsen-Anhalt dem Maler vom 16. Juni bis 1. November 2015 die Landesausstellung „Lucas Cranach der Jüngere 2015“. Es war die erste Sonderausstellung, die sein Leben und Wirken in den Blick nahm und noch nie gezeigte Kunstwerke präsentierte. Ausstellungsorte waren u. a. das Augusteum sowie die Stadtkirche St. Marien in der Lutherstadt Wittenberg.[2][3] Werke 1535–1549 Flügelaltar in Herzform (1584), Germanisches Nationalmuseum[4] Jobst von Hayn (1543) Agnes von Hayn (1543) Porträt eines Mannes (1548) „Herkules und Omphale“ in Kopenhagen, 1535 „Porträt einer Frau“ in Madrid, 1539 „Hexenverbrennung in Wittenberg“, Hinrichtung von Prista Frühbottin am 29. Juni 1540 wegen angeblichen Wetterzaubers und Weidevergiftens „Hofjagd auf Fische und Bären“ in Cleveland, 1540 „Charitas“ in Weimar, 1540 „Martin Luther und die Wittenberger Reformatoren“ im Toledo Museum of Art, Ohio, USA „Jobst von Hayn“ in Stuttgart, 1543 (hier abgebildet) „Agnes von Hayn“ in Stuttgart, 1543 (hier abgebildet) „Hofjagd auf Hirsche, Schweine und Füchse“ in Madrid, 1544 „Das Opfer Elias“ in Leipzig, 1545 „Porträt eines Mannes“ in San Francisco, 1545 (hier abgebildet) „Porträt eines 28 jährigen Mannes“ (vermutliches Selbstbildnis) in Warschau, 1546 Rückseite des Altars in der Stadtkirche Wittenberg, 1547 „Porträt eines Mannes“ (Rijksmuseum Amsterdam), 1548 „Der Tugendberg“ in Wien, 1548 „Die Bekehrung Pauli“ im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg, 1549 „Die Johannispredigt“ im Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig, 1549 1550–1559 Martin Luther (1559) Philipp Melanchthon (1559) „Lucas Cranach d. Ä.“ in den Uffizien von Florenz, 1550 (evtl. auch Selbstbildnis des Vaters) „Herkules vertreibt die Pygmäen“ in der Gemäldegalerie von Dresden, 1551 „Der schlafende Herkules und die Pygmäen“ in der Gemäldegalerie von Dresden, 1551 „Christus am Kreuz“, Altarbild, Stadtkirche Weimar, 1555 „Allegorie der Erlösung“, Epitaph für Johann Friedrich von Sachsen und seine Familie, in der Weimarer Herderkirche, 1555 „Die Auferstehung Christi“ in Leipzig, 1557 „Der Auferstandene“, Epitaph für Gregor von Lamberg, in der Stadtkirche Wittenberg, 1558 „Die Aufweckung des Lazarus“, Epitaph für den Bürgermeister Michael Meyenburg, Nordhausen, Blasiikirche, 1558 „Philipp Melanchthon“ im Städelschen Kunstinstitut Frankfurt am Main, 1559 (hier abgebildet) „Martin Luther“ im Städelschen Kunstinstitut Frankfurt am Main, 1559 (hier abgebildet) Porträt einer vornehmen Dame, 1564 1560–1569 „Die Taufe Jesu“, Epitaph für Johannes Bugenhagen, in der Stadtkirche Wittenberg, 1560 „Grablegung Christi“ im Pfarrhaus Nischwitz/Sa, 1561 „Jesus im Garten Gethsemane“ in der Johanniskirche Dessau, 1561 „Joachim Ernst von Anhalt“ in Halle, 1563 „Agnes von Anhalt“ in Halle, 1563 „Porträt einer vornehmen Dame“ in Wien, 1564 (hier abgebildet) „Anbetung der Hirten“, Epitaph für Casper Niemegk, in der Wittenberger Stadtkirche, 1564 „Prinz Alexander von Sachsen“ in der Gemäldegalerie von Dresden, 1564 „Prinzessin Elisabeth von Sachsen“ in der Gemäldegalerie von Dresden, 1564 „Kurfürstin Anna von Sachsen“ in der Gemäldegalerie von Dresden, 1564 „Georg Friedrich von Brandenburg-Ansbach-Bayreuth“ in Potsdam, 1564 „Kurfürst August von Sachsen“ in der Gemäldegalerie von Dresden, 1565 „Kreuzigung Christi“, Epitaph für Sara Cracov, in der Stadtkirche der Lutherstadt Wittenberg, 1565 „Das Abendmahl“, Epitaph für Joachim von Anhalt, in der Johanniskirche Dessau, 1565 „Porträt eines 44-jährigen Mannes“ in Prag, 1566 „Porträt einer 32-jährigen Frau“ in Prag, 1566 „Christus am Kreuz“ in Mühlhausen, 1567 Epitaph für Hieronymus Tilesius „Die Arbeiter im Weinberg des Herrn“, Epitaph für Paul Eber, in der Stadtkirche der Lutherstadt Wittenberg, 1569 Epitaph für Bartholomäus Vogel in der Stadtkirche der Lutherstadt Wittenberg, 1569 1570–1579 Kurfürst Joachim II. von Brandenburg im Jagdschloss Grunewald, Berlin, um 1570 Epitaph für Agnes von Anhalt in der Klosterkirche Nienburg, 1570 „Markgraf Georg der Fromme von Brandenburg-Ansbach“ (mit gezogenem Hut) in Berlin, 1571 „Markgraf Georg der Fromme von Brandenburg-Ansbach“ (mit aufgesetzten Hut) in Berlin, 1571 „Der gute Hirte“, Epitaph für das Ehepaar Drachstedt in der Stadtkirche Wittenberg, 1573 „Die Kreuzigung Christi“ in Dresden, 1573 „Christus am Ölberg“, Epitaph für Anna Hetzner in der Stadtkirche Wittenberg (Leihgabe der Kirche Dietrichsdorf), 1575 „Kurfürst Johann Friedrich“ (in der Rüstung von der Schlacht bei Mühlberg) in Berlin, 1578 „Kurfürst Johann Friedrich“ (in Alltagskleidung) in Berlin, 1578 „Margarethe Elisabeth von Ansbach-Bayreuth“ in München, 1579 Ab 1580 Hans von Lindau, 1581 „Die Auferstehung Christi“, Epitaph für Michael Teubner (?) in Kreuzlingen, 1580 „Erich Volkmar von Berlepsch“ in Kleinurleben, 1580 „Lucretia von Berlepsch“ in Kleinurleben, 1580 „Hans von Lindau“ in Ottendorf, 1581 (hier abgebildet) Weinberg-Altar in Salzwedel, 1582 „Die Kreuzigung Christi“ vom Colditzer Altar in Nürnberg, 1584 „Blendung des Paulus“, Epitaph für Veit Oertel in der Stadtkirche Wittenberg, 1586 "Bildnis Philipp Melanchthons" im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald, um 1550/1600 (hier abgebildet) „Venus und Amor“ in der Pinakothek München „Elias und die Baalpriester“ in Dresden „Schneeberger Altar“ in der St.-Wolfgangs-Kirche in Schneeberg Altarretabel in der Kapelle des Jagdschlosses Augustusburg | CRANACH, Lucas ´der Jüngere` (I47697)
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| 4142 | Lucys Avery-Vorfahren waren Puritaner, die um 1630 aus Devon, England, nach Salem, Massachusetts, ausgewandert waren. Sie übertraf Ihren Mann, sie war größer, selbstbewusster und gebildeter war als Godfrey. Godfrey selbst soll ein „verkümmertes, verarmtes Aussehen und eine Hangdog-Atmosphäre ewiger Niederlage“ gehabt haben. Man sagte ihm auch nach, er sei fröhlich und gutmütig, doch seine Neigung zum Trinken verärgerte seine Frau. Das Paar würde zehn Kinder haben. | AVERY, Lucy (I55005)
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| 4143 | Lüdenscheid od. Forst, heute OT Wiehl/NRW Bewirtschaftete die Miebach, eine Mitgift seiner Ehefrau und betrieb eine Brotbäckerei, Holzkohlebrenner mit eigenen Grund und Boden 006 - Bericht von Carl Kauert, 1820-1902, aus Köln zuletzt wohnhaft in Obermiebach Gerne habe ich (Achim Höhler; Mail vom 14.02.2022) mir das mit dem Christian Friedrich Wilhelm Kauert mal angeschaut. Nach dem Familienbuch Drabenderhöhe von Lewer ist Christian Kauert am 6. Oktober 1814 in Forst geboren worden. Die Taufe erfolgte am 17. Oktober 1814 in Drabenderhöhe. Gestorben ist er am 28. März 1892 in Forst an Lungenentzündung. Mit der Hochzeit mit Maria Witscher muss er dann nach Obermiebach umgezogen sein. Seine Brüder in Forst betrieben die Knochenmühle in der Molbach. Ein weiterer Bruder Friedrich war Hüttenverwalter in Forst (vermutlich Weiershagener Hütte). Es spricht Carl Kauert (1820 – 1902) über Johann Wilhelm Heinrich Kauert (1769 – 1833) und Wilhelmine Sibille Kauert (1786 – 1852), ihre Kinder Friedrich, Lisetta, Christian Friedrich Wilhelm, Friedrich Albrecht Ferdinand, Carl und Eduard, sowie ihre zwölf Enkel aus der Ehe des Christian Friedrich Wilhelm Kauert (1814 – 1892) und der Maria Elisabeth Witscher (1817 – 1865). Bericht von Carl Kauert, Skript, 7 Seiten Nun will ich von dem dritten der Kinder erzählen, meinem Großvater Wilhelm kauert, der als einziger der 6 Geschwister geheiratet hat. Er war schlank und etwas über mittelgroß, hatte lebhafte Augen und ein markantes Gesicht. Mein Vater sprach imm er mit Hochachtung von seiner Klugheit. Am 20. September 1839 heiratete er Maria Elisabeth Witscher welche am 24. Oktober 1817 in Obermiebach geboren wurde. Sie gebar ihm 12 Kinder, wovon 1892 noch 6 lebten. Diese meine Großmutter war von kleiner GEstalt, sehr fleißig und couragiert. Mit 47 jahren starb sie schon und zwear a, 10. Oktober 1865. Ihr Bruder, unser Witschers-Ohm lebte noch bis 1912. Heute noch können wir viele Taten des Großvaters Wilhelm Kauert bewundern, die von großem Weitblick zeugen. So ließ er auch den Weg an die Provinzialstraße bauen. Er bewirtschaftete die Miebvach, in die er durch die Heirat mit msaria elisabeth Witscher aus Obermiebach einheiratete, sehr vorteilhaft, betrieb Brotbäckerei und ließ im Wald Holzkohle brennen. Der Grund und Boden wurde mit dem Holz zum Brennen mitgekauft. Er bepflanzte die Parzellen wieder mit Tannen, wovon die späteren Besitzer der Miebach den N utzen trugen. Er starb am 26. März 1892, 4 Tage vor seinem Bruder FErdinadn Albrecht, beide an Lungenentzündung. Wilhelm Kauert erwarb die Miebach als Heiratsgut durch seine Verehelichung mit maria Elisabeth Witscher. Er stammte vom Forst, das seinen Brüdern, also meinen Großohmen und ihm gehörte. Seinen Anteil am Forst hatte er während seines ganzen Lebens nicht aufgegeben. Er stammte vom Forst, das seine Brüdern und ihm gehörte. | KAUERT, Christian Friedrich Wilhelm (I55)
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| 4144 | Ludmilla war eine Tochter des Herzogs Friedrich von Böhmen und seiner Gemahlin Elisabeth von Ungarn. Sie heiratete 1184 Graf Adalbert (Albert) III. von Bogen (1165–1197). Mit diesem hatte sie drei Söhne, mit denen die Grafen von Bogen ausstarben: Berthold IV. († 1218, gefallen), Graf von Bogen, heiratete Kunigunde von Hirschberg Adalbert IV. († 1242), Graf von Bogen, heiratete Richza von Dillingen Diepold († 1219) war Geistlicher in Regensburg Im Jahr 1204 heiratete Ludmilla Herzog Ludwig I. von Bayern, einen ehemaligen Feind ihres ersten Gatten. Der Legende nach hatte dieser Ludmilla verführen wollen, diese jedoch von ihm ein Eheversprechen erbeten. Auf einem Vorhang ihres Schlafgemachs ließ sie drei Gestalten malen, hinter denen sich drei Ritter verbargen. Als Ludwig das Eheversprechen gab, traten diese drei Ritter als Zeugen hervor. Mit seiner Ehe gewann Ludwig König Ottokar I. von Böhmen, den Cousin seiner Gemahlin, zum Verbündeten und konnte damit den sich ausbreitenden Babenbergern die Stirn bieten. Mit ihrem zweiten Mann hatte Ludmilla einen weiteren Sohn, Otto II. (1206–1253), den späteren Herzog von Bayern und Pfalzgraf bei Rhein. Den damals minderjährigen Söhnen aus Ludmillas erster Ehe war Ludwig ein guter Vater. Nachdem Albert IV. von Bogen 1242 ohne Erben gestorben war, ging die Grafschaft Bogen (mit deren weiß-blauem Rautenwappen) an seinen Halbbruder Otto II. von Bayern über und verblieb von da an in der Hand der Wittelsbacher. Das zu ihrer Mitgift gehörige Künische Gebirge fiel 1273 wieder an die böhmische Krone zurück. Nach dem Tod ihres Mannes gründete Ludmilla 1232 das Kloster Seligenthal als Grablege der Wittelsbacher, wo sie von da an lebte und auch bestattet ist. | VON BÖHMEN, Ludmilla (I37222)
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| 4145 | Ludovica Brentano wurde als vierzehntes Kind von Peter Anton Brentano geboren. Für ihre Mutter, die vom jungen Goethe verehrte Maximiliane von La Roche, war sie das achte Kind. Sie hatte, da ihr Vater dreimal verheiratet war, insgesamt elf leibliche Geschwister und acht Halbgeschwister. Im Alter von sechs Jahren verlor sie ihre Mutter und als Zehnjährige ihren Vater und wurde somit Vollwaise. Zusammen mit ihren Schwestern Bettina, Gunda und Meline kam sie in das Kloster der Ursulinen nach Fritzlar, wo sie eine strenge Erziehung und eine standesgemäße Ausbildung erhielt. Am 22. Juli 1805 heiratete sie im Alter von 18 Jahren den Bankier Carl Jordis, einen Frankfurter Bürger, dessen Ahnen unter dem Namen Jordans aus Neuss und Krefeld/Linn stammten. Jordis agierte in den Zeiten der Napoleonischen Kriegen und Wirren sehr geschickt und wurde in Kassel Hofbankier des westphälischen Königs Jérôme Bonaparte. Er errichtete Handelshäuser in Kassel und Paris und kaufte Schloss Schönfeld bei Kassel, wo nun Maskenbälle und Empfänge stattfanden. Lulu flüchtete sich in Putz und Konsum. Im Februar 1809 besuchte König Jerome das Schloss und kaufte es Jordis umgehend ab. Unter anderem für den Verkauf dieser Immobilie wurde Carl Jordis in den Adelsstand erhoben. Neben dem Namen von Jordis ist auch die Variante von Jordans überliefert. 1812 verlegte das Ehepaar seinen Wohnsitz nach Paris, wo die gesellige und geistreiche Lulu einen Salon unterhielt. Ihre Ehe verlief jedoch nicht glücklich, da es ihr Ehemann mit der Treue nicht sehr genau nahm. Lulu trug sich deshalb früh mit dem Gedanken an Scheidung, konnte diese als Katholikin aber erst 1824 durch eine päpstliche Dispens erwirken. Schloss Wasserlos, heute Abt. Geriatrie des Kreiskrankenhauses des Landkreises Aschaffenburg St. Katharina, Wasserlos Ludovica des Bordes begründete eine Stiftung in ihrem Namen. Nach der Scheidung lebte Lulu zunächst in Mainz, dann in Berlin. 1827 heiratete sie ihren zweiten Ehemann, den aus Brüssel stammenden Richard Peter von Rosier des Bordes, der jedoch bereits 1831 in Paris verstarb. Kinderlos geblieben, adoptierte Lulu im Jahr 1838 Maria Julia Magdalena, genannt Meline (* 22. Juli 1817). Am 22. Februar 1845 erwarb sie Schloss Wasserlos bei Alzenau und bezog es gemeinsam mit Tochter Meline, Schwiegersohn Moritz Graf zu Bentheim-Tecklenburg-Rheda und ihren drei Enkelkindern. Lulu hielt in dieser Zeit engen Kontakt zu ihren Brüdern Clemens Brentano und Georg Brentano in Frankfurt. Sie unterstützte Georg finanziell und geistig bei seinem Vorhaben der Schaffung eines Landschaftsparks, des heutigen Brentanoparks in Rödelheim. Sie verfasste einige Märchen, Kinderlieder und geistliche Lieder, die als Buch veröffentlicht wurden. Auch unterstützte sie finanziell die Brüder Grimm und bereicherte deren Sammlung Kinder- und Hausmärchen mit einem Märchen aus ihrer Kindheit, Der Löwe und der Frosch. Darüber hinaus wirkte sie in der kleinen, aber wohlhabenden katholischen Gemeinde des protestantisch geprägten Frankfurt als Mäzenin, indem sie eine katholische Gemeinde in Rödelheim samt Pfarrer finanzierte. Auch kaufte sie ein Haus, ließ für 60 katholische Kinder eine Schule einrichten und bestellte eine Lehrerin dazu. Während eines Aufenthaltes in Würzburg erkrankte Ludovica an einer Magenentzündung. Sie verstarb am 19. November 1854 morgens um halb elf in Würzburg in der Zweitwohnung der Familie des Schwiegersohnes in der Hofstraße, an Pleuritis. Sie wurde in der Grablege der Brentanos auf dem Altstadtfriedhof Aschaffenburg bestattet. | BRENTANO, Ludovica (I52662)
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| 4146 | Ludwig Güterbock stammte aus einer jüdischen Familie, aus der zahlreiche Gelehrte und Künstler hervorgegangen sind. Sein jüngerer Bruder war der Genre- und Orientmaler Leopold Güterbock (1817–1881). Güterbock besuchte das Joachimsthalsche Gymnasium und studierte Medizin an der Berliner Universität. 1837 promovierte er dort mit der Dissertation De pure et granulatione zum Doktor der Medizin. Seine Dissertationsschrift, eine Arbeit über die mikroskopische und chemische Zusammensetzung von Eiter, wurde noch im gleichen Jahr von der medizinischen Fakultät der Universität Berlin mit einem Preis ausgezeichnet. Ab 1840 ließ er sich als praktischer Arzt, Wundarzt und Geburtshelfer in Berlin nieder, ein Beruf, den er bis zu seinem Lebensende ausübte. Er veröffentlichte zahlreiche medizinische Aufsätze, vor allem über die Erkrankung der Harnorgane aber auch über die Cholera. Güterbock war außerdem Mitautor bei verschiedenen Zeitschriften sowie Berichterstatter für den Jahresbericht über die Fortschritte der gesammten Medicin in allen Ländern von Carl Friedrich Canstatt und Rudolf Virchow. 1842 war er Herausgeber von Schoenlein's klinische Vorträge in dem Charité-Krankenhause zu Berlin die er auch in Absprache mit Johann Lukas Schönlein selbst redigierte. Das Werk erschien bereits 1843 in dritter Auflage. Gemeinsam mit Gustav Wilhelm Scharlau und Ernst Siegfried Lehrs veröffentlichte er 1842 Doktor Schönlein als Arzt und klinischer Lehrer. Für seine Verdienste erhielt er im Februar 1858 den Titel eines Sanitätsrates und im November 1867 den eines Geheimen Sanitätsrates[1]. Für seine Leistungen in der Kranken- und Verwundetenpflege während des Deutsch-Französischen Krieges 1870 bis 1871 erhielt er am 18. März 1872 den Kronenorden 4. Klasse mit dem roten Kreuz auf weißem Feld am Erinnerungsbande[2] und am 31. Mai 1883 den Roten Adlerorden 4. Klasse[3] wegen seiner 40-jährigen Tätigkeit als Bahnarzt bei der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn und fachwissenschaftlicher Berater bei der Einführung der Morbiltäts-, Invaliditäts- und Mortalitäts-Statistik im Verein Deutscher Eisenbahnverwaltungen und im Reichsgesundheitsamt[4]. Ludwig Güterbock starb am 28. Februar 1895, im Alter von 80 Jahren, in Berlin. Er und seine Frau sind auf dem jüdischen Friedhof in Berlin-Prenzlauer Berg an der Schönhauser Allee bestattet, ihre Gräber und Grabsteine sind erhalten. Aus seiner Ehe mit Bertha (1821–1894), einer geborenen Lesser, ging als ältester Sohn Paul hervor. Paul Güterbock (1844–1897) wurde wie sein Vater Mediziner und war Professor für Chirurgie an der Berliner Universität. Veröffentlichungen (Auswahl) De pure et granulatione. (Dissertationsschrift), Berlin 1837. (Digitalisat.) Schoenlein's klinische Vorträge in dem Charité-Krankenhause zu Berlin. als Herausgeber, Berlin 1842. (Digitalisat.) Gustav Wilhelm Scharlau, Ernst Siegfried Lehrs: Doktor Schönlein als Arzt und klinischer Lehrer aus der Schilderung des Dr. Güterbock einer unabweisbaren Kritik unterworfen. Enslin, Berlin 1842. (Digitalisat.) Frederick T. Haneman: Güterbock, Ludwig. In: Isidore Singer (Hrsg.): Jewish Encyclopedia. Funk and Wagnalls, New York 1901–1906. Julius Pagel: Gueterbock, Ludwig. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 49, Duncker & Humblot, Leipzig 1904, S. 646. Dr. Ludwig Güterbock (Nekrolog). In: Hermann Knoblauch (Hrsg.): Leopoldina. Amtliches Organ der kaiserlichen leopoldino-carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher. Heft 31, Nr. 5–6, März 1895, S. 59, Halle 1895 (Digitalisat). Güterbock, Ludwig. In: Julius Pagel (Hrsg.): Biographisches Lexikon hervorragender Ärzte des neunzehnten Jahrhunderts. Spalte 654–655, Urban & Schwarzenberg, Berlin/ Wien 1901 (Digitalisat). Gueterbock, Vater und Sohn. In: August Hirsch (Hrsg.): Biographisches Lexikon der hervorragenden Aerzte aller Zeiten und Völker. Band 2, Seite 691, Urban & Schwarzenberg, Leipzig / Wien 1885 (Digitalisat). | GÜTERBOCK, Eliaesar Ludwig (I7045)
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| 4147 | Ludwig Hassenpflug verband eine antirevolutionär-legitimistische Haltung mit einer stark mystisch-pietistischen Religiosität und einer romantisch-organischen Staats- und Rechtsauffassung. Er bekämpfte den Liberalismus als Weltanschauung und trat für einen monarchisch-absolutistisch geprägten Staat ein. Ludwig Hassenpflug wurde 1794 als einziger Sohn von fünf Kindern des Johannes Hassenpflug in Hanau und der Marie Magdalena Dresen (* 28. September 1768 in Hanau; † 19. Dezember 1840 in Kassel) aus einer in Hanau ansässigen hugenottischen, großbürgerlichen Emigrantenfamilie geboren. Er hatte vier Schwestern Marie, Maria Susanna, Johanna und Amalie (1800–1871). Diese jüngste Schwester von Ludwig Hassenpflug, war eine enge Freundin von Annette von Droste-Hülshoff. Hassenpflug besuchte das Lyceum in Kassel und 1811/12 die Klosterschule Ilfeld.[1] Ab 1812 studierte er Rechtswissenschaft an der Georg-August-Universität Göttingen und wurde Mitglied des Corps Hassia Göttingen.[2][3] 1815 wurde er Mitglied der burschenschaftlichen Verbindung Teutonia Göttingen.[4] Nachdem die Teilnahme an den Befreiungskriegen 1813/14 das Studium unterbrochen hatte, beendete er es 1816 mit dem Examen. Im selben Jahr trat er als Assessor bei der Regierung in Kassel in den Staatsdienst des Kurfürstentums Hessen. Nach dem Regentenwechsel 1821 wurde er Assessor am Kasseler Oberappellationsgericht im Range eines Obergerichtsrats; aber seine Karriere kam während der Regierungszeit von Kurfürst Wilhelm II. nicht recht voran, weil er der Opposition des Schönfelder Kreises um die Kurfürstin Auguste angehörte. Politik Das politische Weltbild von Ludwig Hassenpflug war durch den konservativen Juristen Friedrich Julius Stahl geprägt, der das Monarchische Prinzip in den Mittelpunkt seiner Staatsphilosophie stellte. Dabei verstand er den Monarchen als eine Institution, nicht als den konkreten Amtsinhaber. Dies bildete auch eine wesentliche Differenz zwischen Hassenpflug und dem hessischen Kurfürsten während seiner beiden Amtszeiten als Minister. Alle Versuche Hassenpflugs, den Kurfürsten dazu zu bringen, seine Rolle im Staat entsprechend auszufüllen, scheiterten. Eine zweite wesentliche Differenz zwischen beiden bestand in ihrem Glaubensverständnis: Während Hassenpflug sich einer romantisch-mystizistischen, dem Wortlaut der Bibel anhängenden Glaubensauffassung zuwandte und diese auch gegenüber der Stellung des Kurfürsten als Oberhaupt der Landeskirche für vorrangig hielt, war der Kurprinz und spätere Kurfürst Friedrich Wilhelm von Hessen-Kassel – zumindest in seiner religiösen Auffassung – von der Aufklärung geprägt und kirchenpolitisch keinesfalls bereit, aufgrund irgendwelcher theologischer Argumentationen von seiner landesherrlichen Stellung gegenüber der Kirche etwas aufzugeben. Dieser Konflikt gipfelte unter anderem in dem Vorwurf des Regierungschefs gegenüber dem Landesherrn, dass dessen Ehe mit Gertrude Lehmann Bigamie sei, weil diese bereits verheiratet gewesen und für die Ehe mit dem Kurprinzen erst geschieden worden sei. Erste Ministerzeit in Kurhessen Erst der politische Umbruch 1830/31 und die Übernahme der Regierung durch den Kurprinz-Mitregenten Friedrich Wilhelm im September 1831 brachte Hassenpflug beruflich voran, denn der Kurprinz und Hassenpflug kannten sich über den Schönfelder Kreis um die Mutter des Kurprinzen, Auguste. Friedrich Wilhelm berief Hassenpflug im Mai 1832 zum Innen- und Justizminister mit dem Ziel, die relativ progressive Kurhessische Verfassung von 1831 auszuhebeln. Hassenpflug nahm damit – ohne offiziell einen entsprechenden Titel zu erhalten – de facto die Stellung eines Ministerpräsidenten ein. Hassenpflug ließ es in der Folgezeit zu heftigen politischen Auseinandersetzungen mit der mehrheitlich liberal eingestellten kurhessischen Ständeversammlung kommen. Dabei überstand er vier Ministeranklagen. Nach persönlichem wie politischem Zwist mit dem Landesherrn trat er 1837 zurück, obwohl er vom Regenten gebeten worden war, das Justizministerium weiter zu führen. Hassenpflug hoffte auf eine Anstellung in Preußen, die aber zunächst ausblieb.[5] Zwischenstationen Ohne eine Beschäftigung in Preußen musste Hassenpflug mit Führungsfunktionen in deutschen Kleinststaaten vorliebnehmen, zunächst als Geheimer Konferenzrat im Fürstentum Hohenzollern-Sigmaringen (1838/39). Das entsprach dem dortigen Regierungschef. Als er dort nach kurzer Zeit wieder ging, wurde – wohl unter seiner Vermittlung – der Hanauer Staatsanwalt Wilhelm Schenck zu Schweinsberg sein Nachfolger. Hassenpflug wurde 1839–1840 Chef der Zivilverwaltung des Großherzogtums Luxemburg, das damals in Personalunion mit dem Königreich der Niederlande verbunden war. Die Stellung von Hasenpflug entsprach in etwa der eines preußischen Oberpräsidenten. Erst 1840, als in Preußen König Friedrich Wilhelm IV. den Thron bestiegen hatte, konnte Hassenpflug in preußische Dienste treten. Vermutlich über Joseph von Radowitz, Berater des Königs und ehemaliger Offizier der kurhessischen Artillerie, mit dem Hassenpflug befreundet war, erhielt er die begehrte Anstellung und wurde Obertribunalrat in Berlin und 1846 Präsident des Oberappellationsgerichts in Greifswald. Dort verwickelte er sich über die Renovierung seiner Dienstwohnung in mehrere Verfahren über Urkundenfälschung und Veruntreuung von Staatsgeldern.[6] Im September 1850 wurde er deshalb – inzwischen Regierungschef in Kurhessen – erstinstanzlich zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt, in dritter Instanz aber nach einem auch rechtlich komplizierten Strafprozess[7] freigesprochen. Zweite Ministerzeit in Kurhessen Am 22. Februar 1850 folgte Hassenpflug dem Ruf des nunmehrigen hessischen Kurfürsten Friedrich Wilhelm I. zur Übernahme der Regierung in Kurhessen. Nach der Revolution von 1848 hatte der Kurfürst vergeblich versucht, einen anderen Politiker zu finden, der fähig und bereit war, mit ihm zusammen die Errungenschaften der Revolution wieder zu beseitigen. Als kurhessischer Innen- und Justizminister – zeitweise auch in der Funktion des Finanzministers – ging Hassenpflug erneut unerbittlich gegen alle liberalen Regungen im Lande vor und spitzte die Konfrontation mit der Ständeversammlung zu. Diese wollte den verhassten konservativen Minister um jeden Preis stürzen und reagierte mit einer Steuerverweigerung, woraufhin Friedrich Wilhelm I. die Ständeversammlung am 12. Juni 1850 auflöste. Der Versuch, die Verfassung nun mittels Kriegsrecht und einseitiger landesherrlicher Dekrete auszuhebeln, scheiterte zunächst daran, dass das Offizierskorps sowohl auf den Landesherrn als auch auf die Verfassung vereidigt war. Um nicht eidbrüchig zu werden, reichten 241 von 277 Offizieren[8] – davon vier Generäle und sieben Obristen – zwischen dem 9. und 12. Oktober 1850 ihre Entlassungsgesuche ein. Dieser „Generalstreik“ des Offizierskorps, ein singuläres Ereignis in der deutschen Geschichte, machte das kurhessische Militär handlungsunfähig. Um die Konterrevolution zu retten, rief der Kurfürst die Bundesversammlung um Hilfe an, die am 16. Oktober 1850 den Beschluss fasste, Besatzungstruppen nach Kurhessen zu entsenden, insbesondere die sogenannten „Strafbayern“, um den „ordnungsgemäßen Zustand“ wieder herbeizuführen. Hassenpflug wurde zum meistgehassten Mann Kurhessens und weit darüber hinaus und wurde selbst in konservativen Kreisen gemieden. Die Amtszeit Hassenpflugs war von Auseinandersetzungen mit seinem Landesherrn geprägt. Beide – Hassenpflug und Friedrich Wilhelm I. – neigten zu Arroganz und Selbstüberschätzung und definierten die Rolle des führenden Ministers unterschiedlich. Unter anderem kam es zu einer Krise, weil der Kurfürst von der den Ausbau der Frankfurt-Hanauer Eisenbahn in Richtung Aschaffenburg finanzierenden Hanauer Bank Bernus du Fay ein Schmiergeld in Höhe von 100.000 Talern erwartete, bevor er die entsprechende Konzession unterzeichnete. Hassenpflug wollte daraufhin zurücktreten, der Kurfürst verweigerte ihm aber die Demission. Nach fünf Jahren der zweiten Ministerperiode verließ Hassenpflug im Oktober 1855 – wiederum im Streit mit dem Regenten – sein Amt. Anlass war diesmal die Frage, welchen Einfluss der Kurfürst auf die Landeskirche haben sollte, die sich an der Wahl von August Vilmar als Generalsuperintendent (Landesbischof) entzündete. Hassenpflug und Vilmar, beide von religiös-romantischen Vorstellungen geprägt, wollten diesen Einfluss abschwächen, was Friedrich Wilhelm I. selbstverständlich nicht zulassen wollte und durch seine Ablehnung der Wahl Vilmars unterstrich.[9] Ruhestand Hassenpflug zog sich aus der Politik zurück und lebte noch rund sieben Jahre als angefeindeter Pensionär in seinem selbst gewählten Exil in Marburg. Hier arbeitete er mit rastloser Energie an seinen Lebenserinnerungen, die auch als Verteidigungsschrift gegen die immer noch andauernden Angriffe auf seine umstrittene Politik und seine Person zu verstehen sind. Mit 68 Jahren starb er am 10. Oktober 1862 vermutlich an einer Reihe aufeinanderfolgender Schlaganfälle. | HASSENPFLUG, Ludwig (I52622)
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| 4148 | Ludwig Hirzel, Sohn des Theologen Ludwig Hirzel (1801–1841; Kommentar zum Hiob, 1839), studierte in Zürich, in Jena und Berlin, wurde 1862 Gymnasiallehrer in Frauenfeld, 1866 Lehrer an der Kantonsschule Aarau und war ab 1874 Professor der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Bern. Er war 1879/1880 Rektor der Universität, 1885 Mitgründer des Deutschen Seminars an der Universität und 1888/1889 Dekan der Philosophischen Fakultät. Werke (Auswahl) Goethe's italienische Reise. Basel 1871. Ueber Schillers Beziehungen zum Alterthume. Aarau 1872. Karl Ruckstuhl, ein Beitrag zur Goethe-Literatur. Strassburg 1876. Samuel Henzi. Leipzig 1880. Ausserdem gab er Albrecht von Hallers Gedichte (1882) und Tagebücher (Leipzig 1883) sowie Salomon Hirzels Verzeichnis einer Goethe-Bibliothek (Leipzig 1884, mit Nachträgen und Fortsetzung) heraus. | HIRZEL, Ludwig Heinrich Caspar (I59800)
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| 4149 | Ludwig II. war ältester Sohn des Kaisers Lothar I. aus dessen Ehe mit Irmingard von Tours. Sein Vater setzte ihn 839/840 zum König von Italien ein. Papst Sergius II. krönte ihn daraufhin am 15. Juni 844 zum König der Langobarden und Papst Leo IV. krönte ihn am 6. April 850 zum römischen (Mit-)Kaiser. Bei seines Vaters Abdankung 855 erhielt er in der Reichsteilung von Prüm Italien. Das römische Kaisertum sank unter ihm zu einem bloßen Titel herab und musste auf jede Oberhoheit über die übrigen fränkischen Königreiche verzichten. Selbst in Italien hatten muslimische Araber (Sarazenen) seinem Reich den Süden entrissen, so z. B. Benevent, das im Jahre 841 erstürmt wurde. Nachdem die Sarazenen ihre verheerenden Raubzüge bis zu den Klöstern Monte Cassino und San Vincenzo am Volturno ausgedehnt hatten, riefen die Äbte beider Klöster Ludwig II. zu Hilfe. Dieser unternahm 851/852 einen Feldzug. Bari konnte aber nicht zurückerobert werden. Die Herzöge von Benevent und die Klöster mussten sich durch Tributzahlungen von den Plünderungen freikaufen. In den Jahren 866 bis 871 hielt sich der Kaiser ohne Unterbrechung in Süditalien auf. Bei der Wiedereroberung von Bari im Jahre 871, wo sich ein sarazenischer Emir festgesetzt hatte, erhielt Ludwig byzantinische Flottenhilfe. Der Bund mit dem byzantinischen Kaiserreich zur Vertreibung der Sarazenen führte zwar zur Eroberung Baris 871 und einem Sieg über den Islam in Italien, indes entzweiten sich die beiden Kaiser über die Rangfrage. Ein Antwortbrief Ludwigs an den byzantinischen Kaiser Basileios I. erläutert die näheren Umstände, Basileios wollte Ludwig den Titel eines Imperator Augustus nicht zugestehen. Der byzantinische Kaiser ging so weit auszusagen, Karl der Große habe rechtmäßig die Kaiserwürde nicht beanspruchen dürfen [1]. | (KAROLINGER), LUDWIG II. (I18422)
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| 4150 | Ludwig Karl von Grolman studierte Rechtswissenschaft an der Universität Gießen. Zunächst war er Hofgerichtsakzessist, ab 1858 Assessor des Kreises Offenbach. 1872 wurde er dort zum Kreisrat ernannt. Er hatte dieses Amt noch inne, als er 1877 starb.[3] | KUNZE, Emilie (I44776)
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