Treffer 3,701 bis 3,750 von 6,111
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| 3701 | Konrad folgte auf seinen kinderlosen Vorgänger, den Ottonen Heinrich II., und wurde der Gründer des neuen Königshauses der Salier. In der Kirchenpolitik, der Italienpolitik und bei der Interpretation des Kaisergedankens knüpfte er nahtlos an die Leistungen seines Vorgängers an. Die Stellung des Reiches baute Konrad weiter aus. Dabei stützte er sich wie Heinrich auf die Reichskirche. Wie dieser vermied er es auch, in die Verhältnisse in Rom einzugreifen. Seine Herrschaft markiert einen Höhepunkt der mittelalterlichen Kaiserherrschaft und eine relative Ruhephase des Reiches. Den von Heinrich eingeleiteten Erwerb des Königreichs Burgund führte er zum Abschluss. Mit der erfolgreichen Eingliederung Burgunds in den Reichsverband entstand der Gedanke der „Trias“ der Reiche (tria regna), also der Zusammenfassung des ostfränkisch-deutschen, des italischen und des burgundischen Königreichs unter der Regierung des deutschen Königs und römischen Kaisers. Konrads Regierungszeit wurde von einem Prozess der „Transpersonalisierung“ des Gemeinwesens begleitet, der zu einer gedanklichen Trennung zwischen König und Reich führte. Unter seiner Herrschaft begann der Aufstieg Speyers als Stätte der Memoria und Herrschergrablege. ... | ...(HRR), Kaiser Kaiser Konrad II. ´der Ältere` (I36020)
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| 3702 | Konrad Friederich 1.1.1542 St. Gallen, 17.4.1600 St. Gallen, ref., von St. Gallen. Sohn des Kaspar. 1) 1567 Barbara Sauter, Tochter des Hans, 2) 1575 Elsbetha Staiger, Tochter des Urban. Angehöriger der Weberzunft, 1574 Zunftmeister. 1576-1600 im Dreijahresturnus Reichsvogt, Amtsbürgermeister und Altbürgermeister. 1579-80 erster Obervogt der Herrschaft Bürglen, die der Stadt St. Gallen gehörte. | FRIEDENREICH, Konrad (I15476)
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| 3703 | Konrad I. (eigentlich Kuno; * um 1020; † 5. Dezember 1055) aus der Familie der Ezzonen war Herzog von Bayern von 1049 bis 1053 und Herr von Zütphen. Seine Eltern waren Ludolf von Brauweiler und Mathilde von Zütphen. Kaiser Heinrich III. setzte mit Konrad I. einen stammesfremden Herzog ein, der vom bayerischen Adel kaum akzeptiert wurde. Hierdurch wollte der Kaiser bezwecken, dass Konrad I. keine unabhängige Machtsposition aufbauen konnte und das Herzogtum Bayern stärker im Kaiserreich integriert wurde. Konrad heiratete, wohl nach seiner Einsetzung als Herzog, Judith von Schweinfurt, eine Tochter des Herzogs Otto III. von Schwaben, und baute so seine Macht in Bayern aus. Konrad wurde 1053 abgesetzt, sein Nachfolger wurde Kaiser Heinrichs Sohn, der spätere Kaiser Heinrich IV. Der Bayernherzog akzeptierte die Absetzung nicht und floh in der Folge zu König Andreas I. von Ungarn, der ihm Unterschlupf bot. Von Ungarn aus unternahm Konrad mehrere Raubzüge in das Herzogtum Kärnten und in die bayerische Ostmark. 1055 erschien Konrad als Kopf einer Verschwörung gegen Kaiser Heinrich III., an der auch Herzog Welf III. von Kärnten und die Aribonen beteiligt waren. Noch vor der Durchführung wurde die Empörung durch den plötzlichen Tod Konrads und Welfs III. 1055 beendet. | (EZZONEN), Konrad (I37414)
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| 3704 | Konrad I. entstammte den Grafen von Raabs, einem Adelsgeschlecht von Edelfreien. Er war der Sohn von Gottfried I. von Gosham und Enkel von Ulrich von Gosham, dem Stammvater des Adelshauses, aus dem Gebiet nordwestlich von Melk, in der damals von den Babenbergern regierten Markgrafschaft Österreich. Die Bezeichnung der Grafen wurde ihrem Stammsitz entlehnt, der Burg Raabs bei Raabs an der Thaya (im heutigen Bundesland Niederösterreich). Im Jahr 1105 gerieten die Nürnberger Burg und die Stadt in die Auseinandersetzung zwischen Kaiser Heinrich IV. und seinem Sohn Heinrich V. und wurden teilweise zerstört. Damit die Burg und die Stadt für die Zukunft besser geschützt werden konnten, ernannte der Kaiser den Grafen Konrad I. und dessen Bruder Gottfried II. zu den Verantwortlichen für die Nürnberger Burg. Sie bekamen die Burghut über die Burggrafenburg verliehen und erhielten den offiziellen Titel Kastellan. Damit wurden beide de facto zu den ersten Burggrafen der Burggrafschaft Nürnberg, wenngleich die entsprechende Bezeichnung burggravius de Norinberg erstmals bei Gottfried III. von Raabs nachweisbar ist. In der Folgezeit arbeitete Konrad I. vor allem am Ausbau seiner westlich von Nürnberg gelegenen Territorialbasis. Diese brachte ihn u. a. auch in eine Konfliktsituation mit dem Erzbistum Bamberg, in einer bambergischen Quelle wird er in diesem Zusammenhang sogar als Konrad tyrannus bezeichnet. Während dieser Zeit scheint er auch in der Region westlich von Nürnberg residiert zu haben, denn zeitweilig benennt er sich nun nach seiner bei Neustadt a. d. Aisch gelegenen Burg Riedfeld. Nach dem Tod seines Bruders trat Konrad I. dessen alleiniges Erbe als Herr über die Nürnberger Burggrafenburg an. Sein eigener Nachfolger wurde sein Neffe Gottfried III., der Sohn von Gottfried II. | VON RAABS, Konrad I. (I1614)
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| 3705 | Konrad I. folgte seinem Vater als regierender Graf von Luxemburg im Jahre 1059 nach dem Tode seines Vaters. Eine seiner ersten (bekannten) Taten war, dass er den Erzbischof Eberhard von Trier gefangen genommen und ihn auf die Burg Lucilinburhuc gebracht haben soll. Daraufhin wurde er von Papst Nikolaus II. mit dem Kirchenbann belegt. Am 6. Juli 1083 gründete Konrad die Benediktinerabtei Abtei Altmünster („Almënster“). Er schenkte dem Kloster fünf Meierhöfe, das Fischereirecht an der Péitruss und an der Uelzecht, und für die Mühle an der Urecht Bau- und Brennholz aus dem Grengewald. 1085 zog er ins Heilige Land. Er starb 1086 während der Rückreise in Italien. Sein Leichnam wurde 1090 auf die Luxemburg verbracht und in der Krypta der Altmünsterabtei beigesetzt. | (LUXEMBURG), Konrad I. (I37650)
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| 3706 | Konrad I. war als Graf von Scheyern-Dachau ein begüterter und einflussreicher Regionalfürst im Westen des Herzogtum Bayerns. Er starb als Mönch in der inzwischen zum Kloster umgebauten Burg Scheyern. Durch ihn kam der Name Konrad in den Dachauer Zweig des Geschlechtes der Wittelsbacher. | VON DACHAU, Konrad I. (I35957)
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| 3707 | KONRAD I. wurde im Jahre 906 zum Herzog von Franken erhoben und war von 911 bis 918 König des Ostfrankenreichs bzw. DEUTSCHER KÖNIG. Er war der GRÜNDER DES DEUTSHEN REICHS . Konrad entstammte der Familie der s.g. KONRADINER, die vom Lahngebiet ausgehend zur mächtigsten Familie Ostfrankens aufgestiegen war. Die beiden Brüder Erchanger und Berthold) und von Kunigunde wurden 917 auf Befehl des Königs (beeinflusst durch Bischof Salomen III. von Konstanz) hingerichtet KARANTANIEN war ein im 7. Jahrhundert entstandenes SLAWISCHES Fürstentum mit möglichem Zentrum auf dem Gebiet des HEUTIGEN KÄRNTEN PANNINIEN war von 9 bis 433 n. Chr. eine PROVINZ DES RÖMISCHEN REICHES und wurde bis Mitte des 1. Jahrhunderts ILLYRICUM INFERIUS genannt. Die Provinz umfasste die westliche Hälfte des heutigen Ungarn, das Burgenland, Teile der Oststeiermark, des Wiener Beckens, die Region Syrmien in Serbien sowie das zwischen Drau (Dravus) und Save (Savus) gelegene Staatsgebiet des heutigen Slowenien und Kroatien. 103 wurde die Provinz zweigeteilt, um 300 viergeteilt und 433 schließlich an die HUNNEN unter KÖNIG ATTILA abgetreten. | VOM ELSASS \ VON SCHWABEN, Kunigunde (I37550)
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| 3708 | Konrad II. entstammte den Grafen von Raabs, einem Adelsgeschlecht von Edelfreien, deren Bezeichnung der in Niederösterreich gelegenen Burg Raabs entlehnt worden war. Konrad II. der Sohn von Konrad I. von Raabs, dem zusammen mit seinem älteren Bruder Gottfried II. von Raabs ca. 1105 die Burghut über die Burggrafschaft Nürnberg verliehen worden war. Konrad II. folgte ca. 1160 seinem Vetter im Burggrafenamt nach, nachdem dieser 1154 zum ersten Mal ausdrücklich mit dem entsprechenden Titel burggravius de Norinberg bezeichnet worden war. Vermutlich nahm er unter Herzog Leopold V. von Österreich 1190 an dessen Kreuzzug in das Heilige Land teil,[1] und fiel 1191 bei der Belagerung von Akkon. Er selbst hatte keine männlichen Nachkommen, so dass mit seinem Tod die männliche Linie der Grafen von Raabs erlosch. Konrad II. Graf von Raabs, Burggraf von Nürnberg hinterließ jedoch zwei Töchter[2] | VON RAABS, Konrad II. (I40205)
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| 3709 | Konrad Kurzbold, der seinen Beinamen wahrscheinlich wegen seiner für einen Adligen eher geringen (aber verglichen mit dem Volk nur leicht unterdurchschnittlichen bis normalen) Körpergröße sowie wegen seiner großen Tapferkeit (althochdeutsch bald = kühn) erhielt[1], wurde erstmals im Februar 910 erwähnt. In diesem Jahr übereignete ihm 'Ludwig das Kind einen Hof mit der Erlaubnis, diesen für eine Kirche zu verwenden, die Konrad auf einem Berg namens Lintburk (oder lintpurc) erbauen wollte. Konrads Eltern waren Eberhard, Graf des Niederlahngaus, und dessen Gattin Wiltrud. Vermutlich wuchs er im Herzogtum Franken auf. Nach dem Tod ihres Mannes 902 floh Wiltrud mit ihren Söhnen in das Herrschaftsgebiet von Eberhards Brüdern am Unterlauf der Lahn. Im Niederlahngau trat Konrad das Erbe seines Vaters an, konnte wohl aber nur einen Teil von dessen Herrschaftsrechten in den umliegenden Regionen übernehmen. Nach dem Ende von Konrads I. Herrschaft scheint Konrad Kurzbold ein gutes Verhältnis zum ab 919 herrschenden Heinrich I. gehabt zu haben, wenn er auch anders als bei seinem Vetter nicht mehr mit Hofdiensten verbürgt war. Konrads geschichtlich bedeutendste Leistung war sein Sieg in der Schlacht von Andernach am 2. Oktober 939, den er zusammen mit seinem Vetter Udo, Graf der Wetterau, gegen die Herzöge Eberhard von Franken, einen Vetter Konrads und Udos, und Giselbert von Lothringen errang, die sich im Aufstand gegen Otto I. befanden. Die beiden Herzöge waren plündernd in die Grafschaften der beiden königstreuen Konradiner eingefallen, die sie mit einer eigenen Streitmacht verfolgten und angriffen, als der Großteil von deren Heer bereits bei Andernach über den Rhein gesetzt war, die Anführer aber noch nicht. Eberhard fiel in der Schlacht, Giselbert ertrank im Rhein bei dem Versuch zu fliehen. Für diesen Sieg, der den Aufstand gegen ihn beendete, schenkte Otto I. Konrad Kurzbold ein Gut für das von diesem gegründete Stift St. Georg zu Limburg. Zudem sind mehrere Hofdienste Konrads für Otto überliefert, einige davon auch schon vor 939. Aufgrund seiner militärischen Leistungen und seiner geringen Größe wurde Konrad Kurzbold zur Sagenfigur, von der Ekkehard IV. von St. Gallen berichtet, Kurzbold habe als neuer David einen riesigen, prahlerischen Slawen erschlagen und habe bei einer anderen Gelegenheit, als Kurzbold mit Otto I. unterwegs gewesen sei, einen angreifenden Löwen getötet, ehe der König überhaupt sein Schwert gezogen habe. Die von Ekkehard fast 100 Jahre nach Konrads Tod behauptete und in der Heimatforschung immer wieder kolportierte „Abscheu vor Frauen und Äpfeln“ wird von Wolf-Heino Struck als Ausdruck eines Zeitlang unverheiratet gebliebenen Mannes, der zudem in der damaligen Diskussion um das Zölibat die Kirchenleute vor dem Sündenfall (Apfel) warnte, interpretiert und sei also nicht wörtlich zu nehmen. Konrad Kurzbold starb 948 und wurde von seinem Bruder beerbt. Er wurde mittig im Chor des von ihm gestifteten Georgsdom in Limburg bestattet. Infolge der durch das Zweite Vatikanische Konzil vorgenommenen Änderungen im Ablauf der Liturgie wurde das 1235 angefertigte Hochgrab (Tischgrab) zunächst auf die Empore des Limburger Doms verlegt, bevor es im nördlichen Querhaus seinen endgültigen Standort fand. Die Grabplatte als Tischplatte des Tischgrabes ist wie ein offener Sarg skulptiert. Die darin liegende Figur zeigt Konrad umrankt von Akantuslaub im jungen Mannesalter von etwa 30 Jahren – eine christologische Anspielung auf Leben und Unsterblichkeit des Stifters. Die Füße des Tischgrabs stehen auf einer Bodenplatte, darunter ruhen die Gebeine des Toten. Als Todestag Konrad Kurzbolds bezeugen die Fuldaer Totenannalen die 2. Kalenden des Juli (30.6.). Am 30. Juni jeden Jahres wird daher im Limburger Dom mit einer Heiligen Messe an den Stifter erinnert, für den ein Seligsprechungsverfahren niemals eingeleitet wurde. | KURZBOLD, Konrad (I36233)
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| 3710 | Konrad von Tegerfelden (* 12. Jahrhundert; † 1233[1]) war als Konrad II. von 1209 bis 1233 Bischof von Konstanz. Konrad von Tegerfelden entstammte dem aargauischen Freiherrengeschlecht der Tegerfelden. Auch sein Onkel Ulrich von Tegerfelden, der von 1167 bis 1199 Abt des Klosters St. Gallen und von 1171 bis 1179 zugleich Bischof von Chur war, war ein berühmter Vertreter dieses Geschlechts. Konrad war ein Sohn von Liutold II. von Tegerfelden und dessen Frau Hedwig.[2] Sein Bruder Walter von Tegerfelden, auch Waltherus III., (1215–1254) starb 1254 ohne männliche Nachkommen. Dessen Tochter Ita (1228–1248)–1255) brachte das Erbe durch Heirat an Ulrich von Klingen, dem Gründer des Städtchens Klingnau. 1276 gelangte der ehemalige Besitz der Tegerfeldner an das Kloster St. Blasien. Auch die Habsburger besaßen einige Güter und übten außerdem die hohe Gerichtsbarkeit aus. 1176 wurde Konrad Domherr zu Konstanz, ab 1184 Domdekan und ab 1200 Propst. Im September 1212 spielte Konrad eine wichtige Rolle im Zusammenhang des sich anbahnenden Thronstreits zwischen Friedrich II. und Kaiser Otto IV. Der Bischof ließ den im März 1212 in Sizilien gestarteten, mit großen Mühen in den nördlichen Reichsteil gelangten Staufer in die Stadt einziehen, wenige Stunden bevor Otto IV. mit den Spitzen seines Heers in Konstanz eintraf. Unbewusst waren schon jetzt die Würfel gefallen. Im Dezember des gleichen Jahres wählten die staufertreuen Fürsten in Frankfurt den jungen Friedrich zum römisch-deutschen König und krönten ihn wenige Tage später. Er war von 1209 bis zu seinem Tode 1233 Bischof von Konstanz. Konrad war Teilnehmer des Laterankonzil von 1215, zu dem Papst Innozenz III. auch über 1.200 Bischöfe und Äbte eingeladen hatte. Bischof Konrad wurde auf Münzen der bischöflichen Münzstätte in Konstanz verewigt | VON TEGERFELDEN, Konrad II. (I3211)
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| 3711 | Konrad war der Sohn des Grafen Bernhard II. Er hatte zwei Brüder mit Namen Heinrich und Liupold. Heinrich wurde Bischof in Paderborn. Der andere Bruder trat wenig in Erscheinung. Beim Streit um das Erbe Konrads gehörte er zu dem Teil der Familie, die 1102 Teile des Erbes an den Erzbischof von Köln übertrug. Daneben hatte Konrad die Schwester Ida. Folgt man Paul Leidinger, hat diese den Grafen Heinrich von Lauffen geheiratet. Ihre Tochter Adelheid wurde danach mit Adolf I. von Berg vermählt. Er selbst heiratete Mechthild (verschiedentlich auch Mathilde genannt), eine Tochter des Bayernherzogs Otto von Northeim und Richenzas. Diese war zuvor mit seinem Vorfahren Hermann III. von Werl verheiratet gewesen. Aus der Ehe gingen drei Söhne und vermutlich eine Tochter hervor. Der Sohn Hermann begleitete seinen Vater 1092 auf einem Kriegszug nach Friesland und wurde dabei getötet. Heinrich bekam nach dem Tod des Vaters die Vogtei über das Hochstift Paderborn und die Grafschaft Rietberg als Erbteil. Haupterbe war der Sohn Friedrich. Gefolgsmann Heinrich IV. Trotz dieser engen Verwandtschaft stand Konrad auch während der von Otto von Northeim angeführten sächsischen Adelserhebung auf Seiten König Heinrichs IV. Nach dem Sieg des späteren Kaisers 1072 hat möglicherweise auch Konrad von der Verteilung von Teilen des Northeimer Besitzes profitiert. Nach dem Wiederaufleben der Kämpfe stellte Heinrich IV. 1075 ein Heer aus allen Teilen des Reiches auf. Die Truppen aus Friesland und Westfalen standen dabei vermutlich unter dem Kommando von Konrad. Konrad hat möglicherweise 1075 auch an der Schlacht an der Unstrut teilgenommen. Wahrscheinlich vor dem Hintergrund dieser herausgehobenen Stellung während des sächsischen Aufstandes wurde ihm das Recht des Vorstreits zwischen Rhein und Weser verliehen. Konrad hatte damit das Recht, im Bereich Friesland und Westfalen ein Heer zu führen, und hatte die Pflicht dem König sicheres Geleit zu geben. Dieses Ehre blieb bis zum Ende der Grafschaft 1368 in der Hand der Grafenfamilie und ging danach auf die Grafen von Nassau über. Die Verleihung des Rechts hatte auch damit zu tun, dass der sächsische Herzog auf der Seite der Gegner Heinrichs IV. kämpfte. Konrad war somit eine der wichtigsten Stützen salischer Macht im westfälischen Raum. Aus diesem Grund entsandten die Gegenkönige Rudolf von Rheinfelden 1078 und Hermann von Salm 1082 unmittelbar nach ihrer Königswahl Truppen nach Westfalen. Vor dem Hintergrund der Konflikte zwischen Anhängern und Gegnern des Kaisers begann Konrad mit der Verlegung des Grafensitzes aus der ungeschützten Hellwegebene ins sauerländische Arnsberg. Dort ließ er die Alte Burg erbauen. | (WERL-ARNSBERG), Konrad (I39677)
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| 3712 | Konrad war der Sohn des Grafen Bernhard II. Er hatte zwei Brüder mit Namen Heinrich und Liupold. Heinrich wurde Bischof in Paderborn. Der andere Bruder trat wenig in Erscheinung. Beim Streit um das Erbe Konrads gehörte er zu dem Teil der Familie, die 1102 Teile des Erbes an den Erzbischof von Köln übertrug. Daneben hatte Konrad die Schwester Ida. Folgt man Paul Leidinger, hat diese den Grafen Heinrich von Lauffen geheiratet. Ihre Tochter Adelheid wurde danach mit Adolf I. von Berg vermählt. Er selbst heiratete Mechthild (verschiedentlich auch Mathilde genannt), eine Tochter des Bayernherzogs Otto von Northeim und Richenzas. Diese war zuvor mit seinem Vorfahren Hermann III. von Werl verheiratet gewesen. Aus der Ehe gingen drei Söhne und vermutlich eine Tochter hervor. Der Sohn Hermann begleitete seinen Vater 1092 auf einem Kriegszug nach Friesland und wurde dabei getötet. Heinrich bekam nach dem Tod des Vaters die Vogtei über das Hochstift Paderborn und die Grafschaft Rietberg als Erbteil. Haupterbe war der Sohn Friedrich. Leben Gefolgsmann Heinrich IV. Trotz dieser engen Verwandtschaft stand Konrad auch während der von Otto von Northeim angeführten sächsischen Adelserhebung auf Seiten König Heinrichs IV. Nach dem Sieg des späteren Kaisers 1072 hat möglicherweise auch Konrad von der Verteilung von Teilen des Northeimer Besitzes profitiert. Nach dem Wiederaufleben der Kämpfe stellte Heinrich IV. 1075 ein Heer aus allen Teilen des Reiches auf. Die Truppen aus Friesland und Westfalen standen dabei vermutlich unter dem Kommando von Konrad. Konrad hat möglicherweise 1075 auch an der Schlacht an der Unstrut teilgenommen. Wahrscheinlich vor dem Hintergrund dieser herausgehobenen Stellung während des sächsischen Aufstandes wurde ihm das Recht des Vorstreits zwischen Rhein und Weser verliehen. Konrad hatte damit das Recht, im Bereich Friesland und Westfalen ein Heer zu führen, und hatte die Pflicht, dem König sicheres Geleit zu geben. Dieses Ehre blieb bis zum Ende der Grafschaft 1368 in der Hand der Grafenfamilie und ging danach auf die Grafen von Nassau über. Die Verleihung des Rechts hatte auch damit zu tun, dass der sächsische Herzog auf der Seite der Gegner Heinrichs IV. kämpfte. Konrad war somit eine der wichtigsten Stützen salischer Macht im westfälischen Raum. Aus diesem Grund entsandten die Gegenkönige Rudolf von Rheinfelden 1078 und Hermann von Salm 1082 unmittelbar nach ihrer Königswahl Truppen nach Westfalen. Vor dem Hintergrund der Konflikte zwischen Anhängern und Gegnern des Kaisers begann Konrad mit der Verlegung des Grafensitzes aus der ungeschützten Hellwegebene ins sauerländische Arnsberg. Dort ließ er die Alte Burg erbauen. Kampf um das Bistum Paderborn Auch während des Investiturstreits blieb er auf Seiten des Kaisers. Konrad nahm dann auch wahrscheinlich von 1081 bis 1084 an Heinrichs IV. Italienzug teil. Es kann aber auch sein, dass er mit seinem Bruder Heinrich später folgte. Beide waren auf kaiserlicher Seite 1084/1085 Protagonisten im Kampf gegen die gregorianischen Kräfte um das Bistum Paderborn. Nach dem Tod des Bischofs Poppo von Paderborn kam der Gegenkönig Hermann von Salm 1083 selbst nach Paderborn, um als neuen papsttreuen Bischof Heinrich I. von Assel zu präsentieren. Dieser wurde vom Domkapitel auch rechtmäßig gewählt. Von seinem Bruder Heinrich von Werl kaufte Konrad dessen Erbteil, damit der Bruder mit dem Geld vom Kaiser das Bischofsamt von Paderborn erwerben konnte. Konrad selbst hat sich für den Bruder während der Belagerung von Rom beim Kaiser für Heinrich eingesetzt. Nachdem Heinrich vom Kaiser und vom (Gegen-)Papst Clemens III. als Bischof schließlich anerkannt worden war, unterstützte Konrad seinen Bruder bei der Vertreibung von Heinrich von Assel. Im Grenzbereich zu Paderborn ließ wahrscheinlich er die alte Burg Rietberg erbauen. Friesischer Krieg Für den Krieg gegen Friesland hob er 1092 ein Reichsheer im Gebiet zwischen Corvey im Osten und dem Kloster Werden im Westen aus. Dabei ging es zum einen darum, die Friesen für den Kaiser zu unterwerfen. Zum anderen ging es Konrad um die Sicherung der Werler Interessen in diesem Raum. In diesem Krieg kam es zu drei größeren Schlachten im Land der Morseten, bei Eckern und bei Sethe. Bereits in der ersten Schlacht wurden Konrad und sein Sohn Hermann von den Morseten erschlagen.[1] Die Morseten („Moorsitzer“) waren die Bewohner eines der sieben friesischen Gaue im Erzstift Bremen, sie siedelten im Bereich des Lengener Moores bei Leer.[2] In den beiden folgenden Gefechten wurde das westfälische Heer innerhalb von nur zehn Tagen fast vollständig aufgerieben. Nachfolger wurden seine Söhne Heinrich und Friedrich. Die Folgen der Niederlage waren für das Werler Haus beträchtlich. Der Kaiser, der zu dieser Zeit in Oberitalien festsaß, versuchte von dort aus die Verhältnisse im Norden zu regeln. Er stärkte die Stellung des Northeimer Grafen Heinrich des Fetten und übertrug die bisherigen Werler Grafschaftsrechte in Friesland an das Erzbistum Bremen-Hamburg. Diese Rechte gingen den Werlern damit für immer verloren. Die Northeimer wandten sich unmittelbar nach dem Tod Konrads nach Westfalen, wahrscheinlich um die früher eingebüßten Besitzungen Richenza zurückzugewinnen. Teile davon überließen die Northeimer später dem Kölner Erzstift, um sie so dem Besitzstreben Friedrichs von Werl-Arnsbergs auf Dauer zu entziehen. | WERL-ARNSBERG), Konrad II. (I52345)
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| 3713 | Konrad war der Sohn von Burggraf Friedrich I. von Nürnberg (ursprünglich Graf Friedrich III. von Zollern), dem ersten Nürnberger Burggrafen der Hohenzollern, und dessen Frau Sophia von Raabs († ca. 1218). Als Graf von Zollern zählt er als Konrad I., in der Abfolge der Burggrafen zählt er nach seinem Großvater (mütterlicherseits) als Konrad III. Nach dem Tod des Vaters um 1200 wurde zunächst Konrads jüngerer Bruder, Friedrich II., Burggraf. Als 1218 (1214 ?) der zollerische Hausbesitz neu aufgeteilt wurde, übergab Konrad seinem Bruder Friedrich die Grafschaft Zollern und erhielt die fränkischen Besitzungen mit dem Burggrafenamt. Dort machte er sich bald daran, seine Herrschaft auszudehnen, wobei ihm seine stauferfreundliche Politik während des welfisch-staufischen Kampfes um die Königskrone entgegenkam. Dem späteren Kaiser Friedrich II. war daran gelegen, Nürnberg zu einem verlässlichen Stützpunkt auszubauen, so dass er dem Marktort unter der Burg 1219 einen Großen Freiheitsbrief zugestand. Während Konrad als Burggraf die militärische Sicherung übernahm, konnten die Bürger in inneren Angelegenheiten so eine zunehmende Autonomie erlangen. Konrad hielt auch dann zum Kaiser, als dieser gebannt wurde; sein Tod 1250 war auch für die Hohenzollern ein schwerer Schlag, da ihnen nunmehr eine Stütze gegen den übrigen fränkischen Adel fehlte. In Fehden mit den Nachbarn war es Konrad aber immerhin gelungen, Teile des Pegnitztals und den Rangau um Ansbach für sich zu sichern. Das Haus Hohenzollern war eine der bedeutendsten Dynastien der deutschen Geschichte. Das nach seinem Stammsitz, Burg Hohenzollern in Schwaben, benannte Adelsgeschlecht stellte mit seinem fränkischen Zweig seit 1192 die Burggrafen von Nürnberg, seit 1415 die Markgrafen und Kurfürsten von Brandenburg, seit 1525 die Herzöge in Preußen und seit 1701 die preußischen Könige sowie von 1871 bis zum Ende des Deutschen Kaiserreichs im Jahr 1918 die Deutschen Kaiser. Das Geschlecht wurde erstmals 1061 mit „Burchardus“ und „Wezil“ in der Chronik des Berthold von Reichenau erwähnt und besteht gegenwärtig aus der älteren Linie der schwäbischen Hohenzollern und dem jüngeren brandenburg-preußischen Zweig. Letzterer, der im Laufe der Zeit die größere Bedeutung erlangte, spaltete sich Anfang des 13. Jahrhunderts, nach der Übernahme der Burggrafschaft Nürnberg als zunächst fränkische Linie ab. Chef dieses Hauses ist derzeit Georg Friedrich Prinz von Preußen. Das Familienoberhaupt der schwäbischen Hohenzollern ist Karl Friedrich Prinz von Hohenzollern. Dieser im 17. Jahrhundert gefürstete Familienzweig entfernte sich, mit der Ausnahme von Rumänien, kaum vom schwäbischen Ursprungsgebiet. Burg Hohenzollern, auf dem gleichnamigen Berg in Bisingen im Zollernalbkreis gelegen, befindet sich im Eigentum beider Familien. Die schwäbischen Hohenzollern wurden 1111 zu Grafen mit Besitzungen unter anderem in der Umgebung von Hechingen. Mit der Erbteilung von 1576 bildeten sich die Familienzweige Hohenzollern-Hechingen, Hohenzollern-Sigmaringen und Hohenzollern-Haigerloch, von denen nur noch die sigmaringische Linie existiert. Die Grafen von Hohenzollern-Hechingen und Hohenzollern-Sigmaringen wurden 1623 in den Reichsfürstenstand erhoben. Infolge der Revolution von 1848 verzichteten sie auf ihre jeweilige Landesherrschaft. Beide Fürstentümer fielen 1850 an Preußen und wurden als Hohenzollernsche Lande zum preußischen Regierungsbezirk Sigmaringen. Angehörige des Hauses Hohenzollern-Sigmaringen erlangten von 1866 bis 1947 zuerst als Fürst und später als Könige von Rumänien erneut politische Bedeutung. Die fränkischen Hohenzollern hatten von 1192 bis 1427 die Burggrafschaft Nürnberg inne. Auf deren Gebiet hatten sich bereits 1398 die Markgraftümer Ansbach und Kulmbach entwickelt, die bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts unter der Herrschaft der Hohenzollern blieben. Nach der Belehnung des Burggrafen Friedrich VI. mit der Mark Brandenburg durch König Sigismund 1415 begann der eigentliche Aufstieg der Familie. Mit der Herrschaft über Brandenburg war die Kurfürstenwürde des Reiches verbunden und damit das Recht, den römisch-deutschen König zu wählen. Neben der brandenburgischen bestand eine Ansbacher sowie eine Kulmbacher bzw. Bayreuther Linie der fränkischen Hohenzollern. Der letzte Hochmeister des Deutschen Ordens in Preußen entstammte dem Ansbacher Zweig. Er säkularisierte 1525 den Deutschordensstaat und wandelte ihn in das Herzogtum Preußen um. Dieses fiel 1618 an den brandenburgischen Zweig, der es fortan in Personalunion mit der Mark Brandenburg regierte.[1] Daher rührt die Bezeichnung Brandenburg-Preußen für den heute noch bestehenden Familienzweig. Mit der Königskrönung Friedrichs III. von Brandenburg im Jahr 1701 wurde das Herzogtum Preußen zum Königreich Preußen. In Anerkennung der Rangerhöhung des Herrschers ging der Name Preußen auf alle Besitzungen der brandenburgischen Hohenzollern über, aus denen sich der Staat Preußen entwickelte. Unter seinem Enkel Friedrich II. erkämpfte sich Preußen in den Schlesischen Kriegen, insbesondere im Siebenjährigen Krieg von 1756 bis 1763, einen Platz in der europäischen Pentarchie. Infolge des Deutschen Krieges von 1866 löste Preußen Österreich als Vormacht in Deutschland ab, und nach dem Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 wurde der preußische König Wilhelm I. zum Kaiser des neu gegründeten Deutschen Reichs erhoben. Die Herrschaft der brandenburg-preußischen Hohenzollern endete am 9. November 1918 in der Novemberrevolution durch Ausrufung der Republik in Berlin und dem Entstehen der Weimarer Republik. Der letzte Kaiser Wilhelm II. lebte nach seiner Flucht und Abdankung im Exil in den Niederlanden. | VON NÜRNBERG, ´der Fromme` ´der Fromme` Konrad I. (I40208)
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| 3714 | Konrad war der zweite Sohn von König Heinrich III. aus seiner zweiten Ehe mit Agnes von Poitou und wurde wahrscheinlich in Regensburg geboren, wo er am 10. April 1055 auch verstarb. Sein Bruder, Heinrich IV., bettete seinen Leichnam später auf die Harzburg um, wo er im Frühjahr 1074 einer Grabschändung zum Opfer fiel. | (BAYERN), Konrad II. (I37690)
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| 3715 | Konrad war vermutlich mit Reginlint verheiratet, die nach einer vereinzelten Auffassung eine Tochter des Schwabenherzogs Liudolf aus der Familie der Liudolfinger und damit eine Enkelin Kaiser Ottos I. war. Nachdem der schwäbische Herzog Otto I. 982 auf einem Italienfeldzug unverheiratet, kinderlos und unerwartet starb, besetzte Kaiser Otto II. das Herzogtum Schwaben mit Konrad I., wohl dessen Schwager, und damit erneut mit einem Franken und vermutlich einem entfernten Verwandten des früheren Herzogs Hermann I. Die Einsetzung des kaisertreuen Konrad wurde 983 auf dem Hoftag in Verona dokumentiert; er und seine Nachfolger wurden „dux Alemannorum et Alsatiorum“ (oder „Herzog der Schwaben und Elsässer“ wie in einer königlichen Urkunde von 988) genannt, Straßburg galt als ihre Hauptstadt („caput ducatus“), der Schwerpunkt des Herrschaftsgebietes verlagerte sich deutlich nach Norden. Konrad war der erste Schwabenherzog, dem es gelang, den Titel in der Familie zu halten: Hermann II. war sein Sohn, Hermann III. dessen Sohn, Ernst I. der Schwiegersohn Hermanns II. und Ernst II. und Hermann IV. Söhne von Ernst I., so dass sich nun für mehr als fünfzig Jahre erstmals so etwas wie dynastische Kontinuität ergab – wenn auch nicht vom Amtsinhaber geplant. | (SCHWABEN), Konrad I. (I11041)
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| 3716 | Konrad, ein Bruder Vadians, verliess St. Gallen, wurde 1517 Bürger von Posen (heute Poznań, Polen) und begründete den Posener Zweig der Familie. In St. Gallen starb das Geschlecht in der 2. Hälfte des 17. Jh. aus. Archive – StadtA St.Gallen, Stemmatologia Sangallensis Literatur – W. Näf, Die Fam. von W., 1936 – H.C. Peyer, Leinwandgewerbe und Fernhandel der Stadt St. Gallen von den Anfängen bis 1520, Bd. 2, 1960, 48-51 Autorin/Autor: Rezia Krauer | VON WATT, Konrad (I2901)
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| 3717 | Konstantin stammte aus der byzantinischen Adelsfamilie der Dukas, die zu den ältesten des Reiches zählte und aus der zwei Kaiser des Byzantinischen Reiches hervorgegangen waren: Konstantin X. (1059–1067) und Michael VII. (1071–1078). Konstantins Vater, Michael VII. Dukas (* ca. 1050; † 1090), Sohn des Kaisers Konstantin X., ist von 1071 bis 1078 Kaiser gewesen. Seine Mutter, Maria von Alanien, stammte aus dem Haus der armenischen Bagratiden und war eine Tochter von Bagrat IV., König von Georgien (1027–1072). Sie heiratete in zweiter Ehe den byzantinischen Kaiser Nikephoros Botaneiates. Der Geschichtsschreiber Michael Psellos bezeugt in seiner „Chronographia“ die Herkunft Konstantins. Er berichtet, dass er Konstantin, den Sohn des Kaisers Michael Dukas, als kleines Baby gesehen habe.[2] | DUKAS PORPHYROGENNETOS, Konstantin (I39118)
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| 3718 | Konstantin war der älteste Sohn Rubens, des Gründers der Dynastie der Rubeniden. Als sein Vater sich 1090 aus Altersgründen zurückzog, übernahm Konstantin von ihm die Regierungsgeschäfte. Noch im selben Jahr eroberte er die strategisch wichtige Festung Vahka, die in der Folgezeit zum Hauptsitz der Rubeniden wurde. Nach Rubens Tode im Jahr 1095 trat er dessen Nachfolge als „Herr vom Berge“ an. Im Ersten Kreuzzug ergriff Konstantin als bekennender armenischer Christ Partei für die Kreuzfahrer. Bei der Belagerung von Antiochia versorgte er im Winter 1097/1098 die von Hunger geplagten Franken großzügig mit Nahrungsmitteln, wofür er von diesen zum Dank mit dem Grafentitel geehrt wurde. Gleichzeitig nutzte er nach der Eroberung von Tarsus durch Tankred von Tarent den Zusammenbruch der seldschukischen Vorherrschaft in Kilikien aus, um seinen Machtbereich weiter nach Osten in den Anti-Taurus auszudehnen. Zu Konstantins Lebensende gibt es in den Quellen unterschiedliche Angaben. Matthias von Edessa nennt den 25. Februar 1099 (bzw. 24. Februar 1100) als Todesdatum, während in der Chronik des Königs Hethum II. vom 24. Februar 1102 (bzw. 23. Februar 1103) die Rede ist. Der Chronografie des Samuel von Ani zufolge starb Konstantin in seiner Festung Vahka an den Folgen eines Blitzschlags. Wie schon sein Vater Ruben wurde auch er im Kloster von Kastalon in der Nähe von Sis bestattet. Mit seiner namentlich nicht bekannten Frau, die angeblich vom byzantinischen Feldherrn und Usurpator Bardas Phokas abstammte, hatte Konstantin die Söhne Thoros, der ihm als Fürst von Kleinarmenien nachfolgte, und Leo. Seine Tochter Beatrice heiratete den Kreuzritter Joscelin I. von Edessa, eine weitere Tochter (angeblich) Gabriel von Melitene. | N., Konstantin I. (I24275)
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| 3719 | Konstantin war wahrscheinlich der älteste Sohn des Kaisers Theophilos und der Theodora. Er hatte fünf Schwestern (Thekla, Anna, Anastasia, Pulcheria, Maria) und einen jüngeren Bruder, den späteren Kaiser Michael III. Als Theophilos am 2. Oktober 829 die Nachfolge seines Vaters Michael II. als Basileus antrat, avancierte Konstantin zum Thronfolger. Bald darauf wurde er zum Mitkaiser gekrönt und erscheint als solcher auf Münzen seines Vaters. Konstantin starb noch im Kindesalter und wurde in der Apostelkirche zu Konstantinopel beigesetzt. Über den Zeitpunkt der Krönung Konstantins besteht ebenso wenig Klarheit wie über sein Geburts- und Todesdatum. Der Prosopographie der mittelbyzantinischen Zeit zufolge dürfte er in den (späten) 820er-Jahren zur Welt gekommen und noch vor 831 gestorben sein. Jedenfalls wird im Zeremonienbuch für 831 nur ein Kaiser erwähnt; zudem fehlt Konstantin auf Siegeln, die in den Jahren 831/32 und 832/33 geprägt wurden (was aber auch bedeuten kann, dass er erst 833 zum Mitkaiser erhoben wurde). Sein Todesjahr ist spätestens 835 anzusetzen, denn im Jahr darauf wurde seine Schwester Maria noch als kleines Kind mit dem kurz zuvor – möglicherweise aber schon 831 – zum Kaisar erhobenen General Alexios Musele verheiratet bzw. verlobt, da Theophilos zu diesem Zeitpunkt keinen männlichen Thronerben mehr hatte; der spätere Kaiser Michael III. wurde erst 839 geboren. | VON BYZANZ, Konstantin (I36551)
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| 3720 | Konstantin wurde als illegitimer Sohn Leos VI. geboren, da diesem – entsprechend den Beschlüssen der Trullanischen Synode – zunächst eine vierte Ehe mit Zoë Karbonopsina durch den Patriarchen von Konstantinopel Nikolaus I. verweigert wurde. Um seine Ansprüche dennoch zu sichern, wurde Konstantin im Purpurgemach des kaiserlichen Palastes zur Welt gebracht, in dem üblicherweise die legitimen und zur Herrschaft vorgesehenen Nachfolger der byzantinischen Kaiser zur Welt kamen. Als Thronfolger ausgerufen wurde er von seinem Vater und seinem Onkel Alexander am 15. Mai 908. Nach dem Tod seines Vaters 912 und seines Onkels im Jahre 913 bestieg Konstantin VII. im Alter von sieben Jahren den Thron unter der Regentschaft des Patriarchen Nikolaus I. Dessen Regierungszeit war geprägt von der Auseinandersetzung mit Simeon von Bulgarien, den er – um den Frieden zu sichern – als „Zar (Kaiser, gr. Basileus) der Bulgaren und Rhomäer“ (= Byzantiner). anerkannte. Wegen dieser Konzession wurde Nikolaus I. von Konstantins Mutter Zoë Karbonopsina aus der Regentschaft gedrängt. Da Zoë genauso erfolglos in der Auseinandersetzung mit den Bulgaren war – sie kündigte die mit ihnen geschlossenen Verträge –, bestieg nach Jahren des langsamen Aufstiegs im Jahr 920 Romanos I. Lakapenos, byzantinischer Admiral und mittlerweile Schwiegervater Konstantins, als Mitregent des jungen Herrschers den Thron. Fortan wurde Konstantin von der Regierung ferngehalten. Wegen seines unattraktiven Äußeren, seiner Schweigsamkeit und weil er in der Thronfolge hinter Romanos I. ältestem Sohn Christophoros zurücktreten musste, verbrachte Konstantin eine eher traurige Jugend. Als intelligenter junger Mann nutzte er jedoch die Jahre, die er faktisch von der Macht ausgeschlossen war, für unterschiedlichste Studien, insbesondere zum byzantinischen Hofzeremoniell. | ..., Konstantin VII. (I37337)
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| 3721 | Konstanz. Patrizier und Fernhändler lombard. Herkunft (Kawertschen). Lütfried (1447) beteiligte sich ab 1410 an der Ravensburger Handelsgesellschaft, sass 1431-47 im Kl. Rat und war 1443 Bürgermeister in Konstanz. Die M. besassen 1419-39 mit Altenklingen erstmals eine Gerichtsherrschaft. Zeitweise hatten sie dann neben der Herrschaft Spiegelberg (1464-1582) u.a. die Burg Rosenberg (ab 1423), die Herrschaften Salenstein (1440), Lommis (1457), halb Weinfelden (1474), Zuckenriet (1478) und die halbe Vogtei Eggen (1505) inne. Ihre Rechte an Eggen tauschten sie 1542 gegen die übrigen von Weinfelden ein. Als Besitzer versch. Gerichte integrierten sich die M. im Thurgau, traten als Vertreter der Gerichtsherren auf und beteiligten sich an eidg. Kriegszügen. In der Reformation blieben sie mehrheitlich altgläubig. 1549-73 war Hans, der 1550 von Ks. Karl V. in den Reichsadelstand erhoben wurde, Verwalter der konstanz. Hauptmannschaft. 1582 verkauften die Erben von Ludwig die letzte Herrschaft im Thurgau (Spiegelberg). | MUNTPRAT VON SPIEGELBERG, N. (I46157)
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| 3722 | Konstanze war erst zwei Jahre alt, als ihr Vater Bohemund 1130 auf einem Feldzug gegen die Armenier und deren Verbündeten, den Danischmaniden-Emir Ghazi, am Fluss Ceyhan starb. Ihre Mutter Alice übernahm daraufhin die Regentschaft, zur Festigung ihres Herrschaftsanspruchs versuchte sie ein Heiratsbündnis mit dem seldschukischen Herrscher von Mossul und Aleppo Zengi zu schließen. Mit Hilfe des antiochenischen Adels wurde sie jedoch von ihrem Vater Balduin II. und Joscelin I. von Edessa abgesetzt. Alice wurde aus der Stadt Antiochia verbannt, durfte aber Latakia und Dschabla für sich behalten, die Städte, die ihre Mitgift für die Heirat mit Bohemund gewesen waren. Joscelin übernahm die Vormundschaft für Konstanze, verstarb jedoch bereits 1131 nach dem Entsatz von Kaisun. Sein Sohn Joscelin II. wurde nicht als Regent anerkannt, wohl durch den Einfluss von Konstanzes Mutter Alice. Pons von Tripolis, Joscelin II. und Alice verschworen sich gegen den neuen König von Jerusalem, Fulko, dem es dennoch 1131 gelang, ihre Verbündeten bei Chastel Rouge zu besiegen. Fulko wurde daraufhin als Regent für Konstanze anerkannt und ernannte Reinald Mansoer von Margat zu seinem örtlichen Vertreter. Konstanzes Mutter musste in Latakia verbleiben. Auch im Süden gingen Besitzungen verloren, wie die Burgen Bisikra'il und Qadmos. Letztere wurde 1132 von dem Emir von Kahf an die Assassinen verkauft, die 1135 auch Kahf selber erwarben und 1136 Kahriba eroberten. Die Armenier unter Leo I. (1129–1140) hatten 1131 Mamistra, Tarsos und Adana erobert, dem 1133 Sarventikar im Amanosgebirge folgte. Sis und Anazarbos waren bereits 1107 unter Thoros I. eingenommen worden. Als 1133 Sawar, der Statthalter von Aleppo, gegen Antiochia zog, kam Fulko zur Hilfe und schlug Sawar und seine turkmenischen Söldner bei Qinnasrin zurück. Obwohl er Sawars Zelte erbeuten konnte, unternahm dieser aber weiterhin Überfälle auf das Gebiet von Antiochia, nachdem Fulko im Sommer wieder nach Palästina gezogen war. 1135 zog Zengi selbst gegen Antiochia und nahm die Grenzfestungen im Osten ein. Die Regierung in Antiochia führte zu dieser Zeit der Patriarch Bernhard, der aber 1135 verstarb. Mit Hilfe ihrer Schwester, Königin Melisende von Jerusalem, erlangte Alice daraufhin die Genehmigung, ihren Wohnsitz wieder in Antiochia aufzuschlagen. Fulko von Jerusalem war zwar weiterhin Regent, die tatsächliche Macht lag nun aber wieder bei seiner Cousine Alice, Konstanzes Mutter. | (ANTIOCHA), Konstanze (I40626)
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| 3723 | Kornmagazin 17.10.1437 Clara (Klara), Ehefrau von Peter von Hürnberg, und Christina, Ehefrau von Hans (Johann) Ross, Burger zu Bern, teilen das Erbe ihres Vaters Kuno (Konrad) Hetzel von Lindnach. Archivalienart: Urkunde | VON GASEL, Klara (I32284)
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| 3724 | Koromľa (ungarisch: Koromlak, bis 1899 Korumlya) ist ein kleines Dorf im okres Sobrance im äußersten Osten der Slowakei. Es liegt im Ostslowakischen Hügelland in den Ausläufern des Poprič-Höhenzuges in der Nähe der Staatsgrenze zur Ukraine. Das Zentrum des Dorfes liegt auf einer Höhe von 280 m n. m. Das Dorf und der Ortsteil liegen auf einer Höhe von 215 bis 850 m Seehöhe. Koromla liegt etwa neun Kilometer südöstlich der Stadt Sobrance und etwa zehn Kilometer von der ukrainischen Stadt Uschhorod entfernt. | SCHEY VON KOROMLA, Philipp (I55730)
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| 3725 | Kossäten - hauptberufliche Ackerbauern mit einigen Morgen Land, dessen Bestellung jedoch nicht die Haltung eines vollen Pferdegespanns notwendig machte Gerichts-Schöppe oder Beysitzer eines Gerichtes, Fr. E' chevin, Assesseur de justice. Auf einigen Dörfern wird auch der Richter unter den Bauern, welcher in geringen Dingen Recht spricht, Gerichtsschöppe genannt. | LINKE, Johann Gottfried (I130)
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| 3726 | Kraffts Vater war der reformierte Pastor Elias Christoph Krafft, sein Bruder Christian Krafft, gleichfalls ein Theologe. Beider Großvater war Johann Wilhelm Krafft. Nachdem er 1808 bis 1811 Theologie an der Universität Duisburg studiert hatte, kam er als reformierter Prediger ins Dorf Schöller bei Elberfeld (seit 1975 vereint zu Wuppertal), wo er Muße zu weiteren Studien hatte und einen kleinen Kreis jüngerer Gelehrter fand, wie den Vorsteher der weiblichen Bildungsanstalt zu Barmen und Verfasser der Teutschen Geschichte für Schulen Kohlrausch, den Pastor und Verfasser der Glockentöne Friedrich Strauß, den Verfasser von Lehrbüchern und Historiker August Rauschenbusch, den Pfarrer zu Düssel Franz Friedrich Graeber, den Pfarrer zu Mettmann Johann Abraham Küpper. Krafft widmete sich in diesen Jahren hauptsächlich einer ästhetischen Richtung und arbeitete an der von Kohlrausch redigierten Zeitschrift Aehrenlese und dem westphälischen Archiv. Der politische Umschwung seit der Schlacht von Leipzig 1813 machte den ästhetischen Studien ein Ende und wurde zum Auslöser, an der Erneuerung des deutschen Vaterlandes, insbesondere der evangelischen Kirche mitzuarbeiten. 1814 wurde er nach der soeben von der französischen Herrschaft freigewordenen Stadt Köln als reformierter Pastor berufen und bald nach der preußischen Okkupation (1815) als Mitglied des neugebildeten Konsistoriums für die damalige Provinz Jülich-Kleve-Berg (nördliche Hälfte der preußischen Rheinprovinz) angestellt. Ein Typhusfieber, das er sich 1815 in den Kölner Militärlazaretten zugezogen hatte, schwächte ihn. Nach dem Tod seiner ersten Frau im folgenden Jahr erzog er seinen Sohn allein. Die Arbeit für die Neuorganisation der evangelischen Kirchen dieser Provinz, die Gründung von Vereinen zur Belebung der Gemeindetätigkeit, Seelsorge in der ihm anvertrauten Gemeinde, sowie bis 1819 die Militärseelsorge der Garnison, angestrengte homiletische Tätigkeit und lebhafter amtlicher und privater Briefwechsel zehrten an seinen Kräften. Bedeutung Krafft, der sich u. a. in der Begründung studentischer Missions- und Bibelvereine hervortat, war der erste Hochschullehrer, der über Missionsgeschichte las (1825). Man sieht in seiner Person den eigentlichen Begründer der theologischen Richtung der Erlanger Schule, die sich u. a. in seines Bruders nachmaligen Schwiegersohn C.H. Karl von Burger entfalten sollte. | KRAFFT, Johann Gottlob (I53434)
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| 3727 | Krupp ist der Name einer deutschen Familiendynastie unter anderem von Industriellen, die seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar ist und die in Essen ansässige Fried. Krupp AG aufbaute. Seit der Fusion mit der Thyssen AG im Jahr 1999 trägt der Konzern den Namen thyssenkrupp. | KRUPP, Sibilla Margarethe (I44329)
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| 3728 | Küfermeister und Landwirt; lt. Nahrungsmittelzetel 396 von 1766: Besitzer eines Hauses mit Scheuer im Großviertel (Hauptstraße / Ecke Brunnengässlein); Baumeister 1766 siehe Stammfolge RANDOLL 5. Generation Blatt 5/1b, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html | FRIEDERICH, Johann Georg (I865)
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| 3729 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7697)
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| 3730 | Kündig Kleinratsfam. in Luzern, eingebürgert Mitte 14. bis Anfang 15. Jh. Peter (->) gelang der Aufstieg in die Luzerner Räte (ab 1455 Gr. Rat, ab 1494 Kl. Rat). Die Fam. verfügte über Grund- und Alpbesitz sowie 1560-1618 über die Herrschaft Heidegg, die durch Heirat an sie gelangt war, und war im Tuchhandel tätig. Die K. zeichnen sich durch eine auffällige Abstinenz beim Soldunternehmertum aus. Abt Jakob erwarb 1566 für St. Urban das Bieler Bürgerrecht. Letzte Vertreter der männl. Linie waren Kleinrat Johann Balthasar (1693) und ein Benediktinermönch in Rheinau. Von der reichen Kleinratsfam. ist die Grossratsfam. mit Hans und Bartholomäus (Wirte, Transportgewerbe) im 17. Jh. zu unterscheiden. | KÜNDIG, N. (I46163)
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| 3731 | Kunigunde war die einzige Tochter des Grafen Welf II. von Altdorf († 1030) und dessen Ehefrau Irmentrud (Irmengard, Imiza) († 1057), Tochter des Grafen Friedrich I. von Luxemburg († 1019) und Nichte der Kaiserin Kunigunde († 1033). Ihr Bruder war Welf III. von Kärnten († 1055), der letzte Welfe aus der älteren Linie. Um 1035 wurde Kunigunde mit dem Markgrafen von Este Alberto Azzo II. verheiratet. Er war der einzige Sohn des Markgrafen Alberto Azzo I. von Mailand und dessen Ehefrau Adele. Aus der Ehe ging mit Welf IV. ein Sohn hervor, der 1055 nach dem Tod seines Onkels Welf III. als dessen Erbe die Welfen-Linie fortsetzte und von 1070 bis 1077 Herzog von Bayern war. | `VON ALTDORF, Kunigunde (I37187)
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| 3732 | Kunigunde war die Tochter von König Philipp von Schwaben aus dem Haus der Staufer und seiner Frau, der byzantinischen Prinzessin Irene, Tochter des Kaisers Isaak II. Ihre ältere Schwester Beatrix wurde durch Heirat mit Otto IV. römisch-deutsche Kaiserin. Ihre jüngere Schwester, die ebenfalls Beatrix hieß, wurde durch Heirat mit Ferdinand III. Königin von Kastilien und León. 1203 wurde sie von ihrem Vater mit Otto VIII. von Wittelsbach verlobt, damit dieser ihn im Krieg gegen Landgraf Herrmann I. von Thüringen 1204 und 1205 unterstützte.[2] Philipp hielt sich jedoch nicht an diese Vereinbarung und einigte sich 1207 mit dem böhmischen König Ottokar I. über die Verlobung der inzwischen fünfjährigen Prinzessin mit dessen zweijährigem Sohn und Nachfolger Wenzel I.[1] Dies kostete ihn das Leben, denn der Wittelsbacher ermordete ihn aus Rache für die Auflösung seiner Verlobung mit Kunigunde am 21. Juni 1208 in Bamberg – der erste Königsmord in der deutschen Geschichte. Zwei Monate nach ihrem Vater starb auch ihre Mutter Irene. Um Kunigunde und ihre Schwestern kümmerte sich zunächst Bischof Konrad von Speyer.[3] Die Vermählung mit Wenzel fand 1221 oder 1224 in Prag statt.[4] 1228 wurde sie mit Wenzel I. durch den Erzbischof Siegfried von Mainz in Prag gekrönt.[4] 1230 wurde Wenzel I. nach dem Tod seines Vaters böhmischer König.[4] Kunigunde hatte Anteile am Herzogtum Schwaben. 1235 erhielt Wenzel beim Hoftag in Eger von Kaiser Friedrich II. für den Verzicht auf dieses Allod seiner Frau eine Abfindung von 10 000 Silbermark.[3] Kunigunde wurde in Böhmen meist Konstanze genannt, weil ihre Schwiegermutter Konstanze von Ungarn so hieß.[4] Durch Kunigunde wurde der Einfluss deutscher Kultur am Prager Hof verstärkt, was u. a. der Aufenthalt einiger deutscher Minnesänger, unter ihnen Reinmar von Zweter und Walther von der Vogelweide zeigt.[3] Sie gilt als Stifterin des Zisterzienserinnenklosters Marienthal in der sächsischen Oberlausitz, des ältesten Frauenklosters dieses Ordens in Deutschland, das seit seiner Gründung ununterbrochen besteht. Außerdem förderte sie die Zisterzienserinnenklöster Vallis S. Mariae in Oslawan und Porta Coeli in Tischnowitz sowie das Benediktinerstift Břevnov.[3] Seit Ende 1247 opponierte ihr Sohn Ottokar II. gegen seinen Vater. Unterstützt von mährischen Adeligen, erhob er sich am 31. Juli 1248 gegen seinen Vater und ließ sich in Prag zum König ausrufen. Einer Niederlage der Aufständischen vor Brüx folgte ein Abkommen mit Wenzel I. Anfang November 1248, in dem Ottokar II. eine dem Vater zumindest gleichberechtigte Stellung eingeräumt wurde. Mitten in diesen Auseinandersetzungen starb Kunigunde am 13. September 1248. Sie wurde im Agneskloster der Klarissen in Prag bestattet, das von ihrer Schwägerin Agnes von Böhmen gegründet worden war. | VON SCHWABEN, Kunigunde (I40255)
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| 3733 | Kuno war gemeinsam mit seinem Sohn Kuno II. von Rott um 1080 Mitbegründer des Klosters Rott. Darüber hinaus stand er gemeinsam mit seinem Bruder Pilgrim zu dem Kloster Sonnenburg im Pustertal in Beziehung (1030/39). Als 1055 der amtierende Pfalzgraf Aribo II. geächtet wurde und zahlreiche Güter verlor, darunter die Tegernseer und solche im steiermärkischen Raum, wurde Kuno als weitläufiger Verwandter des Aribonen – Aribo II. und Kuno hatten dieselbe Urgroßmutter, Wichburg von Bayern – von Kaiser Heinrich III. mit dem Pfalzgrafenamt betraut. Nach dem Tode Kunos um 1086 gelangte das Pfalzgrafenamt an Rapoto V. aus dem Hause der Diepoldinger-Rapotonen, da Kunos Sohn bereits 1081 gefallen war. Die Pilgrimiden (auch: Pilgrims-Familie) waren ursprünglich eine im Raum Freising beheimatete Familie, welche auch die Vögte des Freisinger Hochstiftes stellte. Als Begründer dieses bayerischen Adelsgeschlechts werden ein älterer Odalker als Vater oder Onkel von einem Cotaperht genannt, der wiederum als Vater des ersten Pilgrims vermutet wird. Eine andere Vermutung führt die Pilgrimiden auf Regino und Oaspirin von Hohenkammer zurück, denen im Jahr 783 oder 788 ein Sohn mit Namen Liutto zugeschrieben wird. Zum Kerngebiet ihres Landeigentums zählten anfangs Allershausen und Umgebung sowie Güter zwischen Westerholzhausen (heute eingemeindet in Markt Indersdorf), Glonn und Ampermoching (heute eingemeindet in Hebertshausen), alles zusammen in etwa eingegrenzt von den Flüssen Abens, mittlere Amper und Glonn. Pilgrim wurde auch zum Leitnamen der später einflussreichen Aribonen. | VON ROTT, Kuno I. (I40559)
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| 3734 | Kurland (lettisch Kurzeme) ist neben Semgallen (Zemgale), Zentral-Livland (Vidzeme) und Lettgallen (Latgale) eine der vier historischen Landschaften von Lettland. Kurland liegt südwestlich des Flusses Düna und bezeichnet den von Ostsee und Rigaischem Meerbusen umfassten Westteil des Landes um die Städte Liepāja (Libau) und Ventspils (Windau). Die Hauptstadt Kurlands war bis 1919 Jelgava (Mitau). Nördlichster Punkt Kurlands ist Kap Kolka. Kurland umfasst eine Fläche von 13.628,28 km². Das Gebiet ist mit Ausnahme der hügeligen Gegend um Talsi (Talsen) in der Kurländischen Schweiz relativ flach. Hauptfluss ist die Venta (Windau). Kurland ist nach dem baltischen Volk der Kuren benannt. Der Eigenname Kurš geht auf das indogermanische Wort krs zurück und bedeutet „schnell beweglich (auf See)“. | VON SIMOLIN, Karl Nikolaus Alexis (I45805)
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| 3735 | Kurmainz war das von den Kurfürsten und Erzbischöfen von Mainz verwaltete Territorium (Erzstift) im Heiligen Römischen Reich. Es gehörte mit Kurköln und Kurtrier zu den drei geistlichen Kurfürstentümern. Den drei rheinischen Erzbischöfen stand zusammen mit den Pfalzgrafen bei Rhein, den Markgrafen von Brandenburg, den Herzögen von Sachsen und den Königen von Böhmen seit dem 13. Jahrhundert das alleinige Recht zur Wahl des römisch-deutschen Königs und Kaisers zu. Seit 1512 gehörte Kurmainz dem Kurrheinischen Reichskreis an. | VON ZWEYER VON EVIBACH, Franz Ignaz (I46916)
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| 3736 | Kurpfälz. Amtsschreiber und Stadtschreiber zu Bretten (1656, 1676). Teilnahme an den Hochzeitsfeierlichkeiten des Kurprinzen Karl in Heidelberg 1671 (Siehe Paul Hachenberg, "Kurtze und eygentliche Beschreibung Deß jenigen/ so bey der Verlöbnus/Heimfüyr- und Vermählung Deß Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn/ Herrn Caroli, Pfaltzgrafens bey Rhein und Chur-Printzens/Hertzogen in Bayern/ ..... vorgangen", Heidelberg 1672, S. 63). Gestorben als "vieljähriger Ambtsschreiber zu Bretten" in Eppingen (1689). Alter bei Tod: 77 Jahre (?). | MIEG, Georg Daniel (I49423)
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| 3737 | Kürschner, Zunftmeister zur Schaf 1397, 1412, 1417-1418 Handwerkspfleger im Kaufhaus 1399-1401 | WYSS VOM ANGEL, Burghard (I1725)
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| 3738 | Kurz nach dem Tod des Vaters wurden Aldebert und sein älterer Bruder, Graf Elias I. von Périgord, von dem Vizegrafen Guido I. von Limoges gefangen genommen, mit dessen Sippe die ihre verfeindet war. Während Elias noch im selben Jahr aus dem Kerker fliehen konnte, musste Aldebert der Überlieferung nach eine sehr lange Haft erdulden. Durch den baldigen Tod seines Bruders wurde er auch zum Grafen des Périgord. Vermutlich im Jahr 989 schloss er einen Frieden mit dem Vizegrafen, indem er dessen Schwester heiratete, möglich, dass er zu diesem Anlass nun auch als Graf des Grenzlandes (franz.: comte de la Marche) anerkannt wurde.[1] Der Frieden ermöglichte am 1. Juni 989 die Einberufung eines Konzils des aquitanischen Klerus in der Abtei Charroux, als deren Schutzherren (advocati) die Söhne Bosos des Alten gelten. Dieses Konzil befasste sich erstmals mit der Einführung des Gottesfriedens im aquitanischen Raum, um dem Zustand des feudalen Anarchismus entgegenzuwirken. Dieses Friedenskonzil wurde im Jahr 994 in Limoges ein zweites Mal einberaumt. Ungeachtet dessen befehdeten Aldebert und sein jüngerer Bruder Boson II. anschließend den Herzog Wilhelm V. von Aquitanien, der eigentlich ihr Lehnsherr war. Gegen ihn verbündeten sie sich zur Jahreswende 995/996 mit dem mächtigen Grafen Fulko III. Nerra von Anjou. Aldebert griff zuerst Gençay an und zerstörte es, um darauf gegen Poitiers zu ziehen, wo er auf dem Weg ein Heer des Herzogs besiegte, das sich ihm entgegengestellt hatte.[2] Danach vereinte er seine Kräfte mit denen von Anjou, und gemeinsam eroberten sie im März 996 Tours. Dies provozierte im Frühjahr 997 eine Reaktion König Roberts II., der im Bunde mit dem Herzog von Aquitanien und dem Grafen von Blois eine Gegenoffensive startete und Fulko und Aldebert aus Tours vertrieb. Bei dieser Gelegenheit soll der König eine Frage an Aldebert adressiert haben, wer ihn denn überhaupt zum Grafen ernannt hätte. Aldebert soll mit der Gegenfrage reagiert haben, wer denn Robert II. zum König gemacht habe. Eine Anspielung auf die mangelnde Anerkennung der noch jungen Königsdynastie der Kapetinger unter den aquitanischen Großen. Aldebert und sein Bruder führten den Kampf fort. Dabei griff er im Sommer 997 erneut das wieder aufgebaute Gençay an, wurde dabei aber von einem Pfeil tödlich verwundet. Er wurde in der Abtei von Charroux bestattet.[3] Er war verheiratet mit einer Tochter des Vizegrafen Gerald von Limoges. Mit ihr hatte er einen Sohn, Bernard I., der ihm allerdings wegen Unmündigkeit nicht direkt nachfolgte. Stattdessen übernahm Boson II. die Grafschaften La Marche und Périgord. | (LA MARCHE), Adalbert I. (I37637)
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| 3739 | Kurz nach dem Tod des Vaters wurden Aldebert und sein älterer Bruder, Graf Elias I. von Périgord, von dem Vizegrafen Guido I. von Limoges gefangen genommen, mit dessen Sippe die ihre verfeindet war. Während Elias noch im selben Jahr aus dem Kerker fliehen konnte, musste Aldebert der Überlieferung nach eine sehr lange Haft erdulden. Durch den baldigen Tod seines Bruders wurde er auch zum Grafen des Périgord. Vermutlich im Jahr 989 schloss er einen Frieden mit dem Vizegrafen, indem er dessen Schwester heiratete, möglich, dass er zu diesem Anlass nun auch als Graf des Grenzlandes (franz.: comte de la Marche) anerkannt wurde.[1] Der Frieden ermöglichte am 1. Juni 989 die Einberufung eines Konzils des aquitanischen Klerus in der Abtei Charroux, als deren Schutzherren (advocati) die Söhne Bosos des Alten gelten. Dieses Konzil befasste sich erstmals mit der Einführung des Gottesfriedens im aquitanischen Raum, um dem Zustand des feudalen Anarchismus entgegenzuwirken. Dieses Friedenskonzil wurde im Jahr 994 in Limoges ein zweites Mal einberaumt. Ungeachtet dessen befehdeten Aldebert und sein jüngerer Bruder Boson II. anschließend den Herzog Wilhelm V. von Aquitanien, der eigentlich ihr Lehnsherr war. Gegen ihn verbündeten sie sich zur Jahreswende 995/996 mit dem mächtigen Grafen Fulko III. Nerra von Anjou. Aldebert griff zuerst Gençay an und zerstörte es, um darauf gegen Poitiers zu ziehen, wo er auf dem Weg ein Heer des Herzogs besiegte, das sich ihm entgegengestellt hatte.[2] Danach vereinte er seine Kräfte mit denen von Anjou, und gemeinsam eroberten sie im März 996 Tours. Dies provozierte im Frühjahr 997 eine Reaktion König Roberts II., der im Bunde mit dem Herzog von Aquitanien und dem Grafen von Blois eine Gegenoffensive startete und Fulko und Aldebert aus Tours vertrieb. Bei dieser Gelegenheit soll der König eine Frage an Aldebert adressiert haben, wer ihn denn überhaupt zum Grafen ernannt hätte. Aldebert soll mit der Gegenfrage reagiert haben, wer denn Robert II. zum König gemacht habe. Eine Anspielung auf die mangelnde Anerkennung der noch jungen Königsdynastie der Kapetinger unter den aquitanischen Großen. Aldebert und sein Bruder führten den Kampf fort. Dabei griff er im Sommer 997 erneut das wieder aufgebaute Gençay an, wurde dabei aber von einem Pfeil tödlich verwundet. Er wurde in der Abtei von Charroux bestattet.[3] Er war verheiratet mit einer Tochter des Vizegrafen Gerald von Limoges. Mit ihr hatte er einen Sohn, Bernard I., der ihm allerdings wegen Unmündigkeit nicht direkt nachfolgte. Stattdessen übernahm Boson II. die Grafschaften La Marche und Périgord. | (LA MARCHE), Aldebert I. (I61537)
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| 3740 | Kurz vor seiner Geburt tritt Pasel der schweizerischen Eidgenossenschaft bei ....ers sei "der erste eidgenoss gewesen, so zu Basel geboren" und ist mit "Trommen und Pfeiffen zum Tauff getragen worden" | FROBENIUS, Hieronymus (I6000)
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| 3741 | Kurz vor seiner Geburt tritt Pasel der schweizerischen Eidgenossenschaft bei ....ers sei "der erste eidgenoss gewesen, so zu Basel geboren" und ist mit "Trommen und Pfeiffen zum Tauff getragen worden" | FROBENIUS, Hieronimus (I41317)
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| 3742 | L. Gerstein, Ahnentafel der Familien Schmemann und Gerstein, Hagen 1934, S. 51 H.C. Scheibler / K. Wülfrath, Westdeutsche Ahnentafeln, Weimar 1939, S. 592 (Zuordnung zu den Eltern nicht ganz sicher) https://gedbas.genealogy.net/datenblatt.jsp?nr=997052453 -> Mallinckrodt, Kurt von: Sippendatei derer „von Mallinckrodt“ 1241-1998, Hünxe 1998 (CD-Rom) | MALLINCKRODT, Eberhard (I44561)
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| 3743 | Laer oder besser gesagt van Laer tot Hoenlo [faːn'laːɐ̭'tɔt'hʊnloː] ist ein Adelsgeschlecht aus der niederländischen Provinz Overijssel. Vermutlich nannte sich diese Familie nach dem Gut 't Laer[1] bei Ommen. Im Jahre 1612 heiratete Henry van Laer tot Hoenlo die Baarloserin Anne Bertrame van Eyll. Anne war die einzige Tochter des Sybert III van Eyll, der als Herr von Baarlo das Chateau d'Erp besaß. Als Sybert im Jahr 1613 starb, wurde Henri van Laer zu Hoenlo der neue Herr von Baarlo. Die Herrlichkeit blieb bis 1690 in den Händen dieser Familie. Nachdem 1626 Anne gestorben war, heiratete Henri erneut, dieses Mal 1632 Christina van Bylandt. Der kurz vor dieser Ehe geborene Sohn John Bertram van Laer heiratete 1662 Alexandrina Maria van Hasselholt, genannt Stockhem. Ihr Vater, John Godefridus, kaufte im Jahre 1674 die Herrlichkeit Blerick von König Karl II. von Spanien. Nachdem 1677 Johannes gestorben war, wurde John Bertram Herr von Blerick, bis dieser im Jahre 1702 starb. Von 1679 musste er die Herrlichkeit im Besitz nacheinander mit der Romer- und der Ruijs-Familie teilen. Ihm folgte im Jahre 1702 sein Sohn Otto Henricus als Herr der Herrlichkeit zur Hälfte, der den Heershof (auch genannt Laerhof) bezog, während die anderen Familien das Schloss Boerlo bewohnten. Beide Hälften blieben im Besitz der jeweiligen Familien in der französischen Zeit, nachdem alle feudalen Rechte verfallen waren. Anthony Sigismundis war zwischen 1742 und 1792 der letzte seiner Familie van Laer und Teilherr der Herrlichkeit Blerick. | VON LAER, Marie Therese (I45683)
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| 3744 | Lambert heiratete um 985–990 die Karolingerin Gerberga (* wohl 975; † 27. Januar nach 1018), die älteste Tochter des Herzog Karl von Niederlothringen, der seit 987 westfränkischer Thronprätendent war und 991 von Hugo Capet gefangengesetzt und bis zu seinem Tod in Orléans eingekerkert wurde. Lambert und Gerberga sind im Kloster St. Gertrud zu Nevilles beigesetzt. Aus dieser Ehe leiteten die Grafen von Löwen ihren Anspruch auf das Herzogtum Niederlothringen ab, den Lamberts Nachkommen ab 1106 mit Gottfried I. von Löwen auch realisieren konnten. | (LÖWEN), Lambert I. mit dem Barte\der Bärtige (I40928)
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| 3745 | Landrichter im Aargau | VON RÜSSEGG, Ulrich I. (I7889)
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| 3746 | Landry heiratete um 989 Mathilde († 1005), Tochter des Grafen Otto Wilhelm von Burgund, die von ihrem Vater mit der Grafschaft Nevers als Mitgift ausgestattet wurde. Nach dem Tod Herzog Heinrichs von Burgund 1002 unterstützte er seinen Schwiegervater im Kampf um die Herrschaft im Herzogtum Burgund gegen König Robert II. den Frommen. Dabei übernahm er die Verteidigung von Auxerre, das 1005 von einem großen königlichen Heer eingeschlossen wurde. Landry musste sich ergeben, wurde aber begnadigt. Der König beabsichtigte ihn auf seine Seite zu ziehen und bot eine seiner Töchter zur Ehe mit Landrys Sohn, Rainald, an. Der Prinzessin sollte dabei die Grafschaft Auxerre in die Ehe gegeben werden. | (NEVERS), Landry (Landerich) (I61455)
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| 3747 | Landvogt in den freien Ämtern 1551, im thurgau 1560, Gesandter übers Gebirg 1554, Ratsherr von freier Wahl 1564 | WEGMANN, Hans (I3656)
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| 3748 | Landwirt in Lipp, bis 1667 Schöffe des Dingstuhls Königshoven, 1640-1654 und 1659-1666 Ältester der reformierten Gemeinde Kirchherten A. Blömer, Ahnenliste der Geschwister Wienandts zu Rheydt, Mönchengladbach 1984, S. 98 A. Blömer, Ahnenliste Johann Peter Keller, * 3.4.1935 in Rheydt, Mönchengladbach 1987, S. 95 A. Blömer, Ahnenliste der Geschwister Dürselen aus Otzenrath und Lürken, Mönchengladbach 1993, S. 12 A. Blömer, Ahnenliste des Wilhelm Arnold Nierstras, Mönchengladbach 2000, S. 14 A. Blömer, Die Abstammung des Johann Wilhelm Lünen (Lüngen aus Angelsdorf, Mönchengladbach 2001, S. 27, 36 A. Blömer, Die Familie Reisgen aus Lipp bei Bedburg, Mönchengladbach 2005, S. 24 f. A. Blömer, Die Vorfahren des Johann Heinrich Blanckerts, Mönchengladbach 2006, S. 22, | REISGEN, Johannes (I989)
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| 3749 | Landwirt in Weinheim, lt. Nahrungszettel 411 von 1766 Besitzer von Haus mit Scheuer im Großviertel | DEMUTH, Johann Peter (I2345)
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| 3750 | Lantpert stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Ebersberg. Er wurde im Jahr 937 Bischof von Freising. Der Legende nach hat Lantpert im Jahr 937 durch sein Gebet den Dom von Freising in Nebel gehüllt und so vor der Zerstörung durch die einfallenden Ungarn bewahrt. Freising erhielt unter seiner Regierung das Münzrecht. 952 ist seine Teilnahme an einer Reichssynode in Augsburg belegt. Im Jahr 955 endete die Schlacht auf dem Lechfeld mit dem Sieg von Otto I. über die Ungarn, was die Bedrohung seines Bistums beendete. Lantpert wird bis heute in Bayern als Heiliger verehrt, im Dom von Freising steht sein 1973 gestiftetes Reliquiar. Er ist Patron zweier Pfarrkirchen in seinem Bistum, von St. Lantpert in München-Milbertshofen und St. Lantpert in Freising-Lerchenfeld. Sein Gedenktag ist der 18. September. In der Kunst wird Lantpert gelegentlich mit einem Lamm als Attribut dargestellt. Ihm zu Ehren steht auf der Korbinianbrücke in Freising eine Brückenfigur. | VON FREISING, Lantpert (I37577)
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