Treffer 3,651 bis 3,700 von 6,111
| # | Notizen | Verknüpft mit |
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| 3651 | Kaufmann, leitete ein Handelsgeschäft Mayer-Finsler. Er war später bei der Schweizerischen Kreditanstalt in Zürich tätig. | MAYER, Theodor Otto (I7369)
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| 3652 | Kaufmänn. Ausbildung vermutlich im Wolltuchhandel von Heinrich Holzhalb Ab 1601 Zwölfer der Saffranzunft und Mitglied im Gr. Rat, Schildner zum Schneggen 1582 Erwerb des Landguts Schipf in Herrliberg 1587 mit seinem Bruder Heinrich sowie unter Beizug der Refugianten Johann Jakob Dunus und Francesco Turrettini Gründung einer Gesellschaft zur Herstellung von Wolltuch, Schappegarn und Florettseide 1592 Bau des Seidenhofs 1594 Kauf der Seidenmühle an der Schipfe und Einrichtung des Wollenhofs, den W. als eigenes Geschäft betrieb. Die Brüder W. bauten das im Verlagssystem produzierende und auf den Export ausgerichtete Textilunternehmen rasch zum bedeutendsten in Zürich aus. Als Erste vereinigten sie darin die Verarbeitung von Seide, Wolle und Baumwolle. 1548 Zürich, 9.2.1612 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Beat, Müllers, und der Elisabeth Knäpplin. Neffe des Otto (->). 1) Emerentia Rahn, Tochter des Rudolf, Kleinrats, 2) 1583 Regula Ramsauer, Tochter des Heinrich, Schaffhauser Obervogts von Rüdlingen, 3) 1603 Elisabeth Wyss. Kaufmännische Ausbildung vermutlich im Wolltuchhandel von Heinrich Holzhalb. Ab 1601 Zwölfer der Saffranzunft und Mitglied im Grossen Rat, Schildner zum Schneggen. 1582 Erwerb des Landguts Schipf in Herrliberg. 1587 mit seinem Bruder Heinrich (->) sowie unter Beizug der Refugianten Johann Jakob Dunus und Francesco Turrettini Gründung einer Gesellschaft zur Herstellung von Wolltuch, Schappegarn und Florettseide. 1592 Bau des Seidenhofs, 1594 Kauf der Seidenmühle an der Schipfe und Einrichtung des Wollenhofs, den David Werdmüller als eigenes Geschäft betrieb. Die Brüder Werdmüller bauten das im Verlagssystem produzierende und auf den Export ausgerichtete Textilunternehmen rasch zum bedeutendsten in Zürich aus. Als Erste vereinigten sie darin die Verarbeitung von Seide, Wolle und Baumwolle. | WERDMÜLLER, David (I1204)
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| 3653 | Kaufmanns- und Junkerfamilie. Stammvater ist der 1415-1425 belegte Werner von Zug. Seine Söhne starben kinderlos und das Geschlecht setzte sich matrilinear fort, indem die drei Söhne seiner Tochter Anna aus der Ehe mit Heinrich Morgent den Namen ihrer Mutter annahmen. Priester Werner (->), Urenkel von Anna, schloss sich der Reformation an und zog von Zug nach Zürich, wo er 1529 Bürger wurde. Von seinen fünf Söhnen kehrten drei nach Zug zurück. Auf die beiden anderen gehen die zwei Hauptlinien der Steiner zurück. Tuchherr Peter (1525-1592) begründete die Zürcher Linie, Jakob (1531) die Mülhauser Linie, die noch zu Beginn des 21. Jahrhunderts blühte. Peters Sohn und sein Enkel waren ebenfalls Tuchherren und gelangten zu grossem Reichtum. Anfang des 17. Jahrhunderts spaltete sich von der Tuchherrenlinie eine junkerliche Linie ab. Hans Peter (1571-1623) erwarb 1614 aus dem väterlichen Erbe die Gerichtsherrschaft Uitikon und Ringlikon und 1620 jene von Niederurdorf. Nach seinem Tod ging die Herrschaft an seinen Bruder Hans Jakob (->). Dessen Nachkommen führten den Junkertitel. Hans Jakob bestimmte in seinem Testament, dass die Gerichtsherrschaft nicht geteilt werden und gemeinsamer Besitz der männlichen Nachkommen bleiben solle. Die adligen Steiner traten entweder in den Militärdienst, so Hans Jakob (->), oder verwalteten die Gerichtsherrschaft. 1798 verloren sie die Gerichtsherrschaft, nicht aber den Grundbesitz und das Schloss, das bis 1870 in Familienbesitz blieb. Der Kaufmannszweig erlosch 1755 in der männlichen Linie, der adlige Zweig 1937. Die bürgerliche Linie besass 1615-1747 einen Schild bei den Schildnern zum Schneggen, die adlige Linie besass einmal im 17. Jahrhundert und einmal im 18. Jahrhundert für kurze Zeit je einen Schild, konnte die Schilde aber nicht weitervererben. Die Steiner sassen ab 1585 im Grossen Rat, ca. sechsmal als Zwölfer und viermal als Achtzehner. Die bürgerliche Linie stellte ab 1619 drei Vertreter im Kleinen Rat, die adelige ab 1620 zwei Vertreter. | STEINER, N. (I9466)
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| 3654 | Kaufmanns- und Notabelnfamilie aus St. Gallen. Sie schrieb sich im 16. Jh. durchwegs SCHOWINGER, ab dem 17. Jh. S. 1531 und 1560 erhielt sie kaiserl. Wappenbriefe und 1623 einen Adelsbrief von Ks. Ferdinand II. Die Fam. stammt ursprünglich aus Wil (SG). Hans, der Stammvater aller S. von Wil, München und St. Gallen, starb 1403. Sein Sohn Hans der Jüngere (um 1397-1466) war 1444 Gesandter an die eidg. Tagsatzung in Baden sowie 1435-66 mehrfach Schultheiss, ebenso dessen Enkel Claus und Bernhart. Deren Bruder Hans (1449-1521) war 1490 fürstäbt. Hauptmann und 1496-1519 fürstäbt. Obervogt des Oberbergeramts. Er wurde 1520 Bürger von St. Gallen und begründete die reformierte städt. Linie. Ihren raschen Aufstieg in St. Gallen und ihr bedeutendes Vermögen verdankte die Fam. hauptsächlich dem Eisenhandel und dem (Fern-)Handel mit St. Galler Leinwand. Neben Kaufleuten wie Bartholome ( -> 1) brachte das Geschlecht den Humanisten Bartholome (1566-1604) und weitere Gelehrte hervor, insbesondere in den Bereichen Naturwissenschaft, Mathematik und Medizin. Die S. erwarben mehrere repräsentative Landsitze, u.a. die Schlösser Horn am Bodensee, Weinstein im Rheintal oder Heerbrugg. Zahlreiche Familienmitglieder stifteten ihre Büchersammlungen der St. Galler Stadtbibliothek Vadiana. Die S. gehörten der Notenstein-Gesellschaft an und stellten 1567-1798 12% der Mitglieder dieser vornehmen Gruppe reicher Kaufleute. Von der Mitte des 16. bis ins 18. Jh. bekleideten die S. polit. Ämter der Stadt, so Sebastian ( -> 4). Die kath. Wiler Linie starb 1738 aus, die von 1522 an in München bestehende Linie erlosch 1776. Mit dem Fotografen Kaspar Traugott (1861-1939) starb der letzte männl. Nachkomme der St. Galler Linie. Die Luzerner S., 1576 eingebürgert, stammen aus Weinfelden. | SCHOBINGER, Hans I. (I4657)
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| 3655 | kauft 1404 die halbe Herrschaft Ligerz von Johann von Ligerz, Ratsherr 1376, Seckelmeister 1396 --> Ratsherr 1376 in Bern, Bern, BE, CHE --> Seckelmeister 1396 in Bern, Bern, BE, CHE Eingebürgert | VON MUHLERN, Johann (I30401)
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| 3656 | kauft 1532 Schloss Molligen von der Gesellschaft zur Schmieden als Vormund des Hans Rudolf Metzel erwarb 1541 von Niklaus von Chivron die Herrschaft Chivron und 1544 die Herrschaft St. Tryphon erschliesst die Salzquellen von Panex 1489 Grossrat 1495 Kleinrat 1495-98 Obervogt zu Schenkenberg 1507-12 Gubernator zu Aigle 1512 Venner zu Pfistern 1513 wurde er wegen unerlaubter Annahme französischer Pensionen seiner Ämter entsetzt 1516 jedoch rehabilitiert 1520-25 war er wiederum Gubernator zu Aigle 1529-33 Venner zu Pfistern Er erwarb sich grosse Verdienste um die Erschliessung der Salzquellen in Panex (Gem. Ollon), die er als Lehen der Stadt Bern betrieb 1524 kaufte er Güter von der Familie Vallèse in Les Ormonts 1541 das Gut Chevron (Gem. Aigle) 1544 gelangte auch das benachbarte Gut Saint-Triphon in seinen Besitz. weiterführende Info: HLS Ereignis Grossrat 1489 in Bern, Bern, BE, CHE Naturalisiert Ereignis Obervogt von: 1495 an 1498 in Schenkenberg, Brugg, AG, CHE Ereignis Ratsherr 1495 in Bern, Bern, BE, CHE Ereignis Gubernator von: 1507 an 1512 in Aigle, Aigle, VD, CHE Ereignis Venner zu Pfistern 1512 in Bern, Bern, BE, CHE Ereignis Gubernator von: 1520 an 1525 in Aigle, Aigle, VD, CHE | VON GAFFENRIED, Niklaus (I38831)
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| 3657 | kaufte 1507 Burgsäss Muthen, führnder Mann der Ravensburger Handels-Gesellschaft, für die er in den Niederlanden, in Frankreich und spanien tätig war, Pfleger der Stadtkirche zu Wangen. | HINTEROFEN, Junker Junker Hans (I9834)
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| 3658 | Kaufte lt. Hoppe 1658 gemeinsam mit HANS LENHART MAYER von Neuenheim die MACK´sche Mühle in Heidelberg-Ziegelhausen (lt. Dorfbuch 1692 noch im Besitz derselben). Pate in Heidelberg (Heiliggeistkirche) am 8.3.1692 HUBENSCHMIEDTHS-, HETTENBACH´SCHE- dann MACK´SCHE MÜHLE Peterstaler Straße 31-33 1410 erwähnt, nacheinander Gewürz-, Mahl-, Walk-, Ölmühle. 1621 zerstört, als Walkmühle wieder aufgebaut. 1410 Hubenschmiedths Mühl In der Anfangszeit genannt "des HUBENSCHMIEDTHS MÜHL" und über 200 Jahre wurden Gewürze gemahlen. Die Mack´sche Mühle ist unter den Mühlen im Steinbachtal die vermutlich älteste, mit einer ersten urkundlichen Erwähnung, eine Mühlenkonzession welche die Errichtung und den Betrieb einer weitern Mühle (Walkmühle) unterhalb der damals bereits bestehenden Mühle gestattet , von 1410. 1617 wurde die Mühle zur Getreidemühle umgebaut. 1622 im 30Jährigen Krieg wurde die Mühle abgebrannt. 1624 Aufbau der Mühle durch Maria ELISABETH HETTENBACHIN (Quelle: Stein in der Fasade des Hauses) HETTENBACH´sche Walkmühle, dann wieder Getreide- und Ölmühle; von 1658 bis mindestens 1718 oder sogar 1799: 1658 Kauft HIERONYMUS HETTENBACH (*vor 1632 + vor 1656) zusammen mit HANS LENHART MAYER von Neuenheim die Mühle und baut sie neu als Walkmühle auf. Walkmühle für 50 Jahre. Seine Frau ist BARBARA GUTENBERGER. 1688-97 Pfälzischer Erbfolgekrieg 1696 nach dem Tod von HIERONYMUS übernahm der Sohn JACOB HETTEBACH ( *25.05.1564 +17.06.1720) die Mühle in Heidelberg-Ziegelhausen. 1709 baute HANS JAKOB HETTE(N)BACH ( *25.05.1564 +17.06.1720) die Mühle wieder zur Lebensmittelverarbeitung um. Zunächst zur Getreidemühle, dann aber zusätzlich noch zur Ölmühle für 200Jahre. Seine Frau ist ANNA ELISABETH SCHAAF (06.09.1661+ nach 1718/ nach 1724?), die in erster Ehe mit JOHANN GEORG MEYER (*vor 1667 + vor 1691 Heidelberg) verheiratet war. In der Fassade der Mühle in Ziegelhausen ist ein Stein mit der Aufschrift: "ANNA ELISABETHA HETTENBACHIN gebohrene G CHA ANAR seine Witwe hat erbaut die Mühl anno 1724" (ANNA ELISABETH SCHAF / SCHAAF(1661-nach 1718/ nach 1724?), verwitwete JOHANN GEORG MEYER, verheiratete und verwitwete JOHANN JACOB HETTENBACH (20.05.1664-17.06.1720), übernimmt nach seinem Tod 1720 die Mühle) 1718 nach dem Tod des Ehemannes wird Sie Besitzerin der Mühle in Ziegelhausen. lt. Hoppe und ei zweiter Stein mit der Aufschrift: "ERNEUERT 1982 D.W. MICH HAT LASSEN BAUEN IN COMPAGNIE: HATMAN BRUNDER JOHANNES RIGLER CHRISTOPF WALTZ V NND FRANDZ WALTZ IM JAHR CHRIST 1783" Von 1799-1906 blieb die Mühle im Besitz der Famile Mack - jetzt ´Mack`sche Mühle` RENOVIRT 1861 IOH. IUSTUS MACK (Inschrift an der Mackschen Mühle) Heidelberger Geschichtsverein um 1900 Einbau von Wohnungen, 1926 Gründung einer Seifenfabrik von Friedrich Th. Fischer heute: Bordelais Weinhandel GmbH Peterstalerstraße 33, 69118 Heidelberg Tel. 06221. 80 99 77, Fax: 80 47 48 E-Mail: info@bordelais-weinhandel.de Web: www.bordelais-weinhandel.de Tipp: Sekt ´Mack`sche Mühle` | HETTE(N)BACH, Hieronymus (I777)
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| 3659 | KB Heidelberg-Heiliggeistkirche Fehlanzeige für Heirat Enkelin väterlich des Keller (vom Steinbock), Christoph (1644-vor 1704) und der Reutlinger Barbara (1638-nach 1680) , sowie mütterlich des Heinrich Scheller (1642-1685) in Zürich geboren, in Ladenburg gestorben und der Anna Katharina Umbstetter (1637-1699), in Ladenburg gestorben. `Doppel`-Schwiegermutter von Prof. Nebel Wappenbeschreibung / Blasonierung In Gold schwarzer Steinbock. | KELLER VOM STEINBOCK, Maria Barbara (I436)
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| 3660 | KB Heiliggeist und KB Klosterkirche: Fehlanzeige für Taufe. Auch: Hüller. Bürger (1696, 1734) und Metzger (1683, 1690, 1734) in Heidelberg. Kriegsflüchtling in Eberbach (1696). Pate in Heidelberg (luth.) mit Ehefrau am 22.1.1697 und 9.6.1710. Luth. Beerdigung. | HILLER\HÜLLER, Johann Philipp (I793)
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| 3661 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I5335)
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| 3662 | kein Eintrag im Standesamt Bielstein | Familie: KAUERT, Christian Friedrich Wilhelm / WITSCHER, Maria Elisabeth (F34)
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| 3663 | keine Familie/Kinder bekannt; wird im Testament seines Vaters mehrfach erwähnt | HETTENBACH, David (I267)
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| 3664 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I15243)
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| 3665 | keine Kinder | ZWINGGER \ ZWINGER, Elisabeth (I3352)
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| 3666 | keine Kinder angegeben | WIDENHUBER, Maria (I1225)
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| 3667 | KellerZH, vom Steinbock Version vom: 30.10.2013 Autorin/Autor: Katja Hürlimann Zürcher Junkerfam., die vor 1350 ins Bürgerrecht aufgenommen wurde. Die erste urkundl. Erwähnung, Cellerarius in Swabindingen, datiert in die Jahre 1253-67. Genealog. Stammvater ist Heinrich K. von Schwamendingen (1320-79), Cellerar der Propstei Grossmünster. Die K. stellten 1396-1798 in Zürich 26 Kleinräte und 1514-1781 dreizehn Landvögte, u.a. Johannes (->). 1487 bekam Felix (1432-1507) von Kg. Maximilian einen Adels- und Wappenbrief. Nach dem Erlöschen dieses Zweiges vererbte sich der Junkertitel zwar auf Angehörige anderer Zweige, nicht aber auf alle K. 1532 gründete der Pfarrer Wilhelm (1478-1535) den Familienfonds. Ab 1550 gehörten die K. den Schildnern zum Schneggen an. Im 16. Jh. spaltete sich die Fam. in vier Linien. Die Linie von Bürgermeister Hans (->) erlosch 1679. Aus derjenigen von Oswald (1540-1600) stammten die im 19. und 20. Jh. als Kaufleute tätigen K. Die bekannten Gelehrten der K. im 19. Jh. gehörten den zwei anderen Linien an. in einer Pergament Urkunde aus dem Jahr 929 wird eine Frau WIBLINA genannt als Tochter des Ruodpert genannt, welcher der "cellarius zuo Swamundinga" gewesen sei Wappenbeschreibung / Blasonierung In Gold schwarzer Steinbock. | KELLER VON SCHWAMEDINGEN, N. (I23999)
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| 3668 | Kemlitz (niedersorbisch Kamjenica) ist ein Ortsteil der Stadt Dahme/Mark im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg. Der Ort liegt östlich der Kernstadt von Dahme/Mark an der B 102. Naturräumlich ist hier der Übergang vom Lausitzer Grenzwall zum Niederen Fläming. Zu Kemlitz gehört der Gemeindeteil Altsorgefeld. Nördlich liegt Wildau-Wentdorf gefolgt von Pitschen-Pickel im Nordosten. Es folgen im Uhrzeigersinn Falkenberg, Wüstermarke, Kolpien, das Stadtzentrum im Westen sowie Dahmetal mit den Ortsteilen Prensdorf, Görsdorf und Liedekahle. Die höchste Erhebung sind die nordöstlich gelegenen, 124 Meter hohen Hellberge. An Kemlitz schließt sich nach Süden die Kolpiener Heide, ein ausgedehntes Waldgebiet mit einer 143 Meter hohen Erhebung an. Geschichte und Etymologie Kemlitz wurde 1217 erstmals als Cameniz erwähnt, als der Graf Friedrich von Brehna das Gut an das Kloster Dobrilugk verkaufte. Die Zisterzienser gaben es als Vasallengut weiter. Ab 1431 belehnten die Mönche die von Weltewitz, bis der Ort nach der Reformation und der Auflösung der Klöster zur Herrschaft Doberlug kam, die 1624 in das Amt Dobrilugk umgewandelt wurde. Nach dem Tod von Alexander von Weltewitz verkaufte seine Witwe das Gut im Jahr 1616 an Caspar von Falcke. Er starb bereits ein Jahr später. Seine beiden Söhne konnten oder wollten den Kaufpreis nicht bezahlen und so kam der Ort erneut in den Besitz der Familie von Weltewitz. Eine erste noch erhaltene Bestätigung für diese Rückübertragung findet sich allerdings erst im Jahr 1625. Ein Lehnsbrief des Kurfürsten Johann Georg bestätigt einem Günter von Wellwitz den Besitz des Ortes. Dennoch muss es zu einem späteren Zeitpunkt zu einem erneuten Übergang an die Familie von Falcke gekommen sein: 1715 wurde Caspar Christoph von Falcke als Eigentümer in einem Lehnsbrief bestätigt. Einer seiner Nachkommen, der kinderlos gebliebene Friedrich Christoph von Falcke verkaufte 1803 schließlich Kemlitz für 50.000 Taler an Wilhelm Eberhard Ferdinand von Pflugk. Im 19. Jahrhundert wechselten die Besitzer mehrfach und Kemlitz kam 1842 in das Eigentum des Gutsbesitzers Carl August von Engelbrecht – nun für 104.000 Taler. Engelbrecht, der auch das Gut Heinsdorf erwarb, verpachtete den Ort unmittelbar nach seinem Erwerb und erzielte pro Jahr Einnahmen von 1000 bis 1200 Taler, ungeachtet eines Dorfbrandes im Jahr 1843, bei dem auch eine hölzerne Dorfkirche zerstört wurde. Bereits 1847 verkaufte er das Gut an die Erben des Amtsrates Friedrich Ernst sowie den Kammerrat Friedrich Wilhelm von Unger, die es fortan gemeinsam bewirtschafteten. Unter ihrem Patronat entstand 1856 ein Neubau. Doch auch die Erbengemeinschaft hatte kein dauerhaftes Interesse an dem Gut. Noch vor 1866 verkaufen sie es für 123.500 Taler an die Familie von Schlieben, die es bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges halten sollten. Nach ihrer Enteignung wurde das Gut bis 1949 als Provinzialgut genutzt; anschließend entstand im Ort ein Volkseigenes Gut. Nach der Wende gelangte das Gutshaus über die Treuhandanstalt an die Arbeiterwohlfahrt des Landes Brandenburg. | LINKE, Anna Maria (I66)
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| 3669 | Kempten (Wetzikon, CH) - Burg und Dorf Kempten (Wetzikon, CH) - Burg und Dorf Burg und Unterhaus Kempten in der Gemeinde Wetzikon 1742. Radierung von David Herrliberger nach einer Tuschezeichnung von Hans Conrad Nözli. Erschienen in Herrlibergers Eigentliche Vorstellung der Adelichen Schlösser im Zürich Gebieth, Nr. 10, zweite Lieferung 1743. Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Kempten_ZH Kempten ist ein Ortsteil der Gemeinde Wetzikon im Bezirk Hinwil im Kanton Zürich. Die heutige politische Gemeinde Wetzikon besteht aus den einstigen Zivilgemeinden Robenhausen, Robank, Kempten, Ettenhausen, Ober- und Unterwetzikon sowie dem Ortsteil Medikon. Geschichte Die römischen Mauern in Kempten (lat. Cambodunum) konnten aufgrund der Untersuchungen als Gutshof identifiziert werden. Dieser lag an der Verbindungsstrasse, die den oberen Zürichsee mit Vitudurum (heute Oberwinterthur) verband. Die Siedlung wurde um 50 n. Chr. gegründet und bestand bis in die erste Hälfte des 4. Jh. Die Bewohner der Anlage dürften hauptsächlich vom Durchreiseverkehr profitiert haben (Herberge, Pferdewechselstation oder Gaststätte). 1321 verkaufte Graf Johannes von Habsburg die Vogtei über den Kelnhof Kempten an seinen Diener Hermann von Hinwil. Die ehemalige hochgerichtliche Herrschaft Kempten gehörte zu Grafschaft Kyburg. Nach dem aussterben der Gerichts- und Ortsherren der Freiherren von Kempten kam um 1400 die Herrschaft Kempten an Gaudenz von Hofstetten, durch dessen Tochter an die Familie Blarer von Wartensee. Mehrmals wurde die Herrschaft in Anteile zerstückelt und gelangte so in den Besitz verschiedener Familien. Um ca. 1629 gelangte ein Anteil der Herrschaft und Burg Kempten an die Junker Schmid von der Kugel, einem Adelsgeschlecht aus Zürich welche sich nach dem Erwerb als Junker Schmid von Kempten nach ihrem Besitz benannten. Auch in dieser Zeit wurde die Herrschaft mehrmals an verschiedene Familien aufgeteilt. Erst Junker Hans Schmid von Kempten (+1804) vereinigte alle Besitzanteile in einer Hand. Bis zur Auflösung der Gerichtsherrschaft Kempten 1798 blieb sie im Besitz der Adelsfamilie Schmid aus Zürich. Die Mühle Kempten wird erstmals 1540 erwähnt. Zwei Rieter-Francis-Turbinen trieben einst die Mühle und später die Sägerei an. Der Mühlenhauptbau entstand 1807 nach einem Brand. Nach einem erneuten Feuer im Jahre 1987 und der folgenden Restauration präsentiert sich der Bau in der heutigen Form. Der Gasthof zum Ochsen steht an der bedeutenden Wegkreuzung (Ochsenkreuzung) in Kempten, wo sich die Verbindungen Pfäffikon ZH–Hinwil–Rapperswil SG und Wetzikon–Bäretswil–Wald ZH schneiden. 1531 wurden, im Anschluss an das vom Zürcher Rat herausgegebenen Sittenmandat, vom Landvogteiamt und Amtsgericht Grüningen ZH drei Wirtshäuser für die Gegend von Wetzikon bestimmt, darunter eines zu Kempten, des Zanggers Haus. Im Jahre 1583 bestätigte der Rat in Zürich diese Wirtshäuser und bezeichnete jenes in Kempten als «Ochsen». 1884 wurde die Freiwillige Feuerwehr Kempten im Restaurant Metzg gegründet. Von den 27 Gründungsmitgliedern waren 17 als Sticker oder Stickermeister tätig. Um die Jahrhundertwende erlebte der Stickereiberuf eine ungeahnte Blüte. Die Produkte fanden in der ganzen Welt Absatz. Bis zur Vereinsgründung war das Feuerwehrwesen in Kempten in einem schlechten Zustand. Die Gerätschaften wurden in den Scheunen um den Ochsen herum gelagert. Im unteren Dorfteil fehlte das Löschwasser. Nach jahrelangem Streit um den Standort beschlossen die Zivilgemeinden Kempten und Kempten Burg, das heutige Feuerwehrhaus zu bauen. Als zudem noch um 1900 herum die Wetziker Wasserversorgung ausgebaut wurde, war auch der Löschwassermangel dank den neuen Hydranten behoben. Bis zum Jahr 1913 war die Freiwillige Feuerwehr eigenständig. Auf Beschluss der Wetziker Gemeindeversammlung hin gingen die den Zivilgemeinden gehörenden Lokale und Gerätschaften entschädigungslos an die politische Gemeinde Wetzikon über. 1903 nahm die Wetzikon-Meilen-Bahn den Betrieb zwischen dem Zürcher Oberland und dem Zürichsee auf. Obschon die Bahn gut frequentiert war, gelang es nicht, die erforderlichen Erneuerungen durchzuführen. Bereits 1931 musste das kurze Teilstück von Meilen SBB zur Schiffstation eingestellt werden, gefolgt von der Strecke Kempten–Wetzikon SBB, welche 1939 auf Bus umgestellt wurde. 1946 beschloss dann das Zürcher Stimmvolk die drei Oberländer Bahnen UOe, UeBB und WMB auf Bus umzustellen. Der Chämptnerbach entspringt im Gebiet des Allmen oberhalb Bäretswil, durchfliesst Kempten und das Ausliker Ried und mündet als einziger Zufluss in den Pfäffikersee. Während der Hochwasserereignisse 1977 und 1984 führte der Bach beträchtliche Geschiebe- und Treibholzmengen mit sich und löste grosse Überschwemmungen aus. Mehr unter dem Link oben.. Quellen [S52] Rübel-Blass, Eduard Rübel, (Helene und Cécile Rübel Familienstiftung), Blatt 204. Die Gerichtsherren von Kempten (sie nannten sich später Freiherren von Kempten) führten ein eigenes Wappen, welches demjenigen der Freiherren von Wetzikon ähnlich war. Das Wappenfeld war schwarz und von einem gelben (goldenen) Rand umgeben.[2] | VON KEMPTEN, Elisabeth (I9025)
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| 3670 | Ketteler, später auch Kettler, ist der Name eines alten westfälischen Adelsgeschlechtes. Sie gehörten zum Ministerialadel. Ihr Stammsitz Hüsten ist heute ein Ortsteil von Arnsberg im Hochsauerlandkreis. Die Familie erscheint erstmals 1210 urkundlich mit dem Burgmann Lambertus de Hustene. Sein Nachfahre Conrad von Hüsten tritt seit 1318 mit dem Beinamen dictus Keteler oder de Keteler auf, der mit Kesselmacher zu übersetzen ist. Bis 1368 waren die Kettelers Vasallen der damals mächtigen Grafen von Arnsberg. Von 1561 bis 1711 stellte die Familie die regierenden, mit Ferdinand Kettler formal sogar bis 1737 die Herzöge von Kurland und Semgallen. Stammlinie Haus Hüsten 1233 wurde Conrad von Hüsten als Burgmann auf Haus Hüsten erwähnt. Conrad II. von Hüsten (um 1220–vor 1295), sein Sohn, war ebenfalls Burgmann von Hüsten und mit Heilwig verheiratet. Rotger I. von Hüsten (ca. 1245–nach 1300), Burgmann, war mit Kunigunde verheiratet und lebte auf der Burg Hachen. Conrad III. von Hüsten genannt Ketteler (1285–1364) war Ritter und Burgmann in Rüthen. Er war zweimal verheiratet und starb in Bruchhausen bei Arnsberg. Rotger II. Ketteler (um 1312–vor 1378) stammte aus der ersten Ehe Conrads III. Er lebte auf Hachen und war mit Elisabeth Vollenspit verheiratet. Ihre Söhne hießen Conrad Munking und Rotger. Conrad Munking Ketteler (um 1342–vor 1420), sein Sohn, war Herr in Borghausen bei Stocklarn (heute Gemeinde Welver) an der Ahse und Drost auf Burg Hovestadt. Mit seiner Frau Sophie hatte er zwei Söhne. Conrad Munking Ketteler (* um 1370) erbte Borghausen, wo er nach 1423 starb. Sein jüngerer Bruder Friedrich (* um 1380, † vor 1462) übernahm nach Erbstreitigkeiten 1411 die zwischen Hüsten und Herdringen erbaute Kettelburg von seinem Onkel Dietrich Ketteler, einem Cousin seines Vaters. Um 1419 heiratete er Hilleke von Melschede. Cord Ketteler (1418–1499), ihr Sohn, erbte die Kettelburg. Er heiratete Adelheid von Cobbenrode, mit der er eine Tochter bekam. Elisabeth Ketteler (1480–nach 1510) heiratete 1496 in erster Ehe Volpert von Fürstenberg und um 1502 in zweiter Ehe Johann von Hanxleden. Dadurch endete die Stammlinie der Kettelers zu Hüsten und die Kettelburg ging in Besitz der Familie von Hanxleden. Elisabeth starb im Hanxledenschen Schloss Körtlinghausen. | VON KETTELER, Wilhelm (I45838)
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| 3671 | Ketteler, später auch Kettler, ist der Name eines alten westfälischen Adelsgeschlechtes. Sie gehörten zum Ministerialadel. Ihr Stammsitz Hüsten ist heute ein Ortsteil von Arnsberg im Hochsauerlandkreis. Die Familie erscheint erstmals 1210 urkundlich mit dem Burgmann Lambertus de Hustene. Sein Nachfahre Conrad von Hüsten tritt seit 1318 mit dem Beinamen dictus Keteler oder de Keteler auf, der mit Kesselmacher zu übersetzen ist. Bis 1368 waren die Kettelers Vasallen der damals mächtigen Grafen von Arnsberg. Von 1561 bis 1711 stellte die Familie die regierenden, mit Ferdinand Kettler formal sogar bis 1737 die Herzöge von Kurland und Semgallen. Stammlinie Haus Hüsten 1233 wurde Conrad von Hüsten als Burgmann auf Haus Hüsten erwähnt. Conrad II. von Hüsten (um 1220–vor 1295), sein Sohn, war ebenfalls Burgmann von Hüsten und mit Heilwig verheiratet. Rotger I. von Hüsten (ca. 1245–nach 1300), Burgmann, war mit Kunigunde verheiratet und lebte auf der Burg Hachen. Conrad III. von Hüsten genannt Ketteler (1285–1364) war Ritter und Burgmann in Rüthen. Er war zweimal verheiratet und starb in Bruchhausen bei Arnsberg. Rotger II. Ketteler (um 1312–vor 1378) stammte aus der ersten Ehe Conrads III. Er lebte auf Hachen und war mit Elisabeth Vollenspit verheiratet. Ihre Söhne hießen Conrad Munking und Rotger. Conrad Munking Ketteler (um 1342–vor 1420), sein Sohn, war Herr in Borghausen bei Stocklarn (heute Gemeinde Welver) an der Ahse und Drost auf Burg Hovestadt. Mit seiner Frau Sophie hatte er zwei Söhne. Conrad Munking Ketteler (* um 1370) erbte Borghausen, wo er nach 1423 starb. Sein jüngerer Bruder Friedrich (* um 1380, † vor 1462) übernahm nach Erbstreitigkeiten 1411 die zwischen Hüsten und Herdringen erbaute Kettelburg von seinem Onkel Dietrich Ketteler, einem Cousin seines Vaters. Um 1419 heiratete er Hilleke von Melschede. Cord Ketteler (1418–1499), ihr Sohn, erbte die Kettelburg. Er heiratete Adelheid von Cobbenrode, mit der er eine Tochter bekam. Elisabeth Ketteler (1480–nach 1510) heiratete 1496 in erster Ehe Volpert von Fürstenberg und um 1502 in zweiter Ehe Johann von Hanxleden. Dadurch endete die Stammlinie der Kettelers zu Hüsten und die Kettelburg ging in Besitz der Familie von Hanxleden. Elisabeth starb im Hanxledenschen Schloss Körtlinghausen. Kettler zu Neu-Assen und Hovestadt Wappen derer von Ketteler zu Neu-Assen und Hovestadt Rotger Ketteler III. (1346–1418), der zweite Sohn aus Rotgers II. Ehe mit Elisabeth Vollenspit, heiratete 1378 Friderana (Friderun) von Altena und erwarb 1382 Burg und Amt Hovestadt und 1384 die Freigrafschaft Haus Assen in Lippborg, Lippetal. Cordt Ketteler zu Assen (1372–1446), ihr Sohn, heiratete Elisabeth von Gemen, genannt Pröbsting, und hatte mit ihr 5 Kinder. Goswin Ketteler zu Assen (um 1400–um 1471) teilte 1440 die väterlichen Güter mit seinem jüngeren Bruder Röttger, ließ 1564 durch Laurenz von Brachum auf seinem Anteil von Assen ein neues Haus erbauen, das südlich der alten Burg gelegene Haus Neu-Assen; sein Bruder lebte in der alten Burg. Die Gebäude wurden später miteinander verbunden. Außerdem änderte er das Familienwappen für sich und seine Nachfahren dahingehend, dass der silberne Grund durch einen goldenen ausgetauscht wurde. Zudem änderte er die Schreibweise des Namens in „Kettler zu Neu-Assen“. Er war verheiratet mit Elisabeth von Hatzfeld zu Wildenburg. Gotthardt I. Kettler zu Neu-Assen (1450–1518), ihr Sohn, heiratete Margaretha von Bronckhorst und Batenburg und hatte mit ihr mehrere Kinder, darunter Franz von Ketteler, der spätere Abt von Corvey, und Gisbert, Dompropst in Paderborn und Domherr in Münster. Gotthardt II. Kettler zu Neu-Assen (1480–1556), der ältere Sohn, heiratete Sybilla Sophie von Nesselrode und hatte mit ihr vier Kinder, darunter Wilhelm Ketteler, später Fürstbischof von Münster und Gotthard Kettler, dem Begründer der Kettler-Dynastie in Kurland und Semgallen. Goswin von Ketteler ließ die Burg Hovestadt zwischen 1563 und 1572 zu einem Renaissanceschloss umbauen. Ottilie von Ketteler erbte schließlich die Güter zu Assen und Hovestadt und brachte sie 1653/68 ihrem Gatten Gottfried von der Heyden aus der Linie zu Haus Bruch mit in die Ehe. Nachdem Erbstreitigkeiten nicht beigelegt werden konnten, kaufte Heinrich von Galen 1653 Haus Assen, in dessen Familie es bis 1997 blieb. Ottilies Sohn war der preußische General Johann Sigismund von der Heyden, der Schloss Hovestadt 1710 an Friedrich Bernhard Graf von Plettenberg-Lenhausen verkaufte, dessen Nachfahren es noch gehört. Haus Assen (Neues und Altes Schloss) Haus Assen (Neues und Altes Schloss) Schloss Hovestadt Schloss Hovestadt Kettler als Herzöge von Kurland Gotthard Kettler (1517–1587), ab 1559 letzter Landmeister des Deutschen Ordens in Livland und ab 1561 erster Herzog von Kurland und Semgallen Gotthard Kettler (1517–1587) trat in den Deutschen Orden ein, wurde 1554 Komtur von Dünaburg und 1569 Landmeister von Livland. Nach der Abtretung Livlands an Polen wurde er 1561 mit Semgallen und Kurland als erblichem Herzogtum belehnt mit der Maßgabe, dass nach Aussterben seines Stammes das Land an Polen fallen solle. Friedrich Kettler (1569–1642) und Wilhelm Kettler (1574–1640), Gotthards Söhne, regierten das Herzogtum gemeinsam bis 1615, nach Wilhelms Absetzung regierte Friedrich alleine bis 1642. Jakob Kettler (1610–1682), ältester Sohn Wilhelms, regierte bis 1682. Friedrich Kasimir Kettler (1650–1698), Sohn Jakobs, regierte bis 1698. Friedrich Wilhelm Kettler (1692–1711) Sohn Friedrich Kasimirs, regierte bis 1711. Seine Witwe Anna Iwanowna, die spätere Zarin, übernahm nach seinem Tode die Regentschaft Kurlands. Ferdinand Kettler (1655–1737), der jüngste Sohn Jakobs und Onkel Friedrich Wilhelms, war daher nur noch formal Herzog von Kurland und residierte in Danzig. Da er kinderlos starb, erlosch mit ihm die kurländische Kettler-Dynastie. Zarin Anna sorgte für die Wahl ihres Favoriten Ernst Johann von Biron zum Nachfolger als regierender Herzog. Ketteler zu Alt-Assen Rotger Ketteler, der jüngere Sohn Cordt Kettelers zu Assen (s. o.) heiratete in erster Ehe Pernette von Meschede und wohnte weiter auf der Burg Alt-Assen bei Lippborg. Gerd Ketteler († um 1502), ihr Sohn, erbte Alt-Assen und heiratete von 1477 Leneke Korff genannt Schmising. Ihre Söhne hießen Hermann, Rotger und Diederich. Hermann Ketteler († 1512) wurde nach einer 1507 durchgeführten Erbteilung mit seinen Brüdern Besitzer der Burg Alt-Assen. Er heiratete Leneke von Hatzfeld. Nach seinem Tod erhielt seine Witwe Alt-Assen. Hermann II. Ketteler zu Alt-Assen wurde 1553 vom Kölner Erzbischof mit drei Burglehen in Hovestadt belehnt. Hermann III. Ketteler zu Alt-Assen und Sythen war Domherr in Münster und heiratete 1577 Adelheid von Diepenbrock. 1589 bat er um Zulassung zur Emanzipation. Die Ehe brachte die Söhne Johann Vollrath (* 1590, Staatssekretär und Bürgermeister von Pewsum) und die münsterschen Domherren Hermann, Rembert, Wilhelm, Dietrich und Konrad († 1625), der 1590 zum Domherrn in Münster ernannt wurde und 1598 Odilia von Ketteler zu Neu-Assen heiratete. Die Ehe blieb offenbar kinderlos, denn um 1630 fielen die Burg Assen und die Assen’sehen Güter an die Ketteler zu Hovestadt. Ketteler zu Middelburg Rotger Ketteler, († 1523), der jüngere Sohn Gerd Kettelers zu Alt-Assen, erhielt 1507 zunächst ein Nutz- und Wohnrecht in Alt-Assen sowie die Zusicherung, standesgemäß ausgerüstet zu werden. Nach dem Tode seines Bruders Hermann 1512 erhielt er Güter zwischen Assen und Hovestadt. Er war in erster Ehe mit Margarethe von Wischel, in zweiter mit Anna von Böckenförde genannt Schüngel und in dritter Ehe mit Margarete von Galen, Erbin zu Bockhövel verheiratet. Jasper (Casper) Ketteler, sein Sohn, erbaute die Middelburg. 1541 wurde er mit seinen Brüdern mit drei Burglehen zu Hovestadt belehnt. 1556 war er Droste zu Stromberg. Conrad Ketteler zu Middelburg und Bockenhövel heiratete 1554 die protestantische Berta von Raesfeld zu Romberg. Er erneuerte die Middelburg. Rötger Ketteler zu Middelburg und Bockhövel heiratete Ursula von Meschede zu Alme. 1594 wurde er vom Kölner Bischof mit den drei Burglehen in Hovestadt belehnt. Goswin Ketteler zu Middelburg und Bockhövel heiratete 1632 Anna Elisabeth von Neuhoff genannt Ley. Moritz Philipp Ketteler zu Middelburg heiratete Margareta von und zu Niehausen. 1684 wurde das Haus Bockhövel an Johann Ernst von Krane in Soest verkauft. Heinrich Dietrich von Ketteler zu Middelburg lebte in erster Ehe mit Anna Francisca von Hörde zu Schwarzenraben und in zweiter Ehe mit Maria von Droste zu Erwitte (1674–1707). 1724 belehnte Kurfürst Clemens August ihn mit den drei Lehen in Hovestadt. Wilhelm Theodor von Ketteler zu Middelburg heiratete 1762 Sophie von Boeselager, starb jedoch ohne Hinterlassung von Kindern. Seine Witwe vermachte das Gut am 1. Februar 1770 ihrem Bruder Friedrich Joseph von Boeselager zu Höllinghofen in Heessen bei Hamm. 1798 wurde die Middelburg abgebrochen. Ketteler zu Harkotten Wappenepitaph des Wormser Domherren und Wimpfener Stiftsdekans Christoph Jodocus von Ketteler zu Harkotten († 1735), im Wormser Dom Goswin von Ketteler zu Middelburg heiratete Christina von Korff-Schmising, deren Familienzweig 1615 im Mannesstamm erloschen war. Das Paar bezog ihren Anteil des 1334 geteilten Besitzes Harkotten, so dass nun zwei Familien, die von Korff und die von Ketteler zu Harkotten dort lebten. Die beiden benachbarten Schlösser gehören diesen Familien bis heute. Caspar Heidenreich von Ketteler zu Harkotten, ihr Sohn, heiratete Anna von Schade zu Salwey. Goswin Kaspar von Ketteler zu Harkotten, ihr Sohn, heiratete Anna Dorothea von Korff zu Harkotten. Er ließ 1755 den Flügel seines Burgteils abreißen und durch einen neuen Barockbau ersetzen. Alexander Diedrich Anton von Ketteler (* 1689), ihr Sohn, heiratete Maria Sophie Elisabeth von der Tinnen. Goswin Lubbert Anton von Ketteler (* 1719), ihr Sohn, heiratete 1719 Bernhardine von Korff zu Harkotten. Clemens August von Ketteler (* 1715), ihr Sohn, heiratete Maria Freiin von Galen. Maximilian von Ketteler (1779–1832) heiratete am 10. März 1801 in Münster Clementine von der Wenge. Ihre Kinder waren August Joseph, der spätere Politiker Wilderich und der spätere Bischof von Mainz Wilhelm Emmanuel. Friedrich Clemens von Ketteler heiratete 1863 Marie Kunigunde Freifrau von der Decken, verwitwete von Hoerde, geb. Freiin von Asbeck, die Erbin der Hoerde’schen Güter Schwarzenraben und Eringerfeld. Eringerfeld wurde 1964 und Schwarzenraben 1998 verkauft. Seit 2008 ist Schloss Linnep aus dem Besitz der Grafen von Spee an Isabella und Wilderich Freiherr von Ketteler übergegangen. Ebenfalls durch Heirat gelangte Schloss Höllinghofen an die Freiherren von Ketteler-Boeselager. Ketteler’sches Schloss in Harkotten Ketteler’sches Schloss in Harkotten Schloss Schwarzenraben Schloss Schwarzenraben Schloss Eringerfeld Schloss Eringerfeld Kettler zu Gerkendahl, Brüggen und Berchum Cord von Kettler, Sohn von Cordt Ketteler zu Assen (1372–1446) und Elisabeth von Gemen, genannt Pröbsting, heiratet Pernette von dem Varste, Erbin von Gerkendahl. Gerhard I. von Kettler, Herr zu Gerkendahl, ihr Sohn, heiratet Margarethe von der Recke aus dem Haus Kemnade. Goddert von Kettler († 1553), Herr zu Gerkendahl, ihr Sohn, heiratet Sophia von Nagel aus dem Haus Osterwedde. Gerhard II. von Kettler († 1588 gefallen), Herr zu Gerkendahl, ihr Sohn, heiratet Catharina Budde (†nach 1647), Bürgertochter aus Soest. Gerhard III. von Kettler, Herr zu Gerkendahl u. Brüggen, Oberforstmeister der Grafschaft Mark, ihr Sohn, heiratet 1627 Anna Sybilla von Thülen, Erbin von Brüggen. Gerhard Moritz von Gettler (1631–1700), Herr zu Brüggen, Gerkendahl und Berchum, ihr Sohn, heiratet 1689 Catharina Helena von Wrede († 1700), Erbin zu Berchum. Jobst Gerhard Moritz von Kettler (1689–1734), Herr zu Brüggen, Gerkendahl und Berchum, Droste zu Limburg, ihr Sohn, heiratet am 7. Mai 1709 in Flierich seine Cousine Isabella Dorothea von Kettler. Johann Friedrich Georg Freiherr von Kettler (1711–1769), Herr zu Brüggen, Gerkendahl und Berchum, Droste zu Limburg, ihr Sohn, heiratet am in dritter Ehe 1759 Flierich Elisabeth Wilhelmina Albertina von Bardeleben. Christian Adolf Karl Friedrich Wilhelm von Kettler (1761–1828), Herr zu Brüggen, Gerkendahl und Berchum u. kgl. preuß. Kapitän, ihr Sohn, heiratet 1799 in Oldendorf Luise Gerhardine Baare (1780–1861). Wappen Das Wappen zeigt einen rechtsgezahnten roten Kesselhaken auf silbernem Grund. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein silbernes Schildchen mit dem Kesselhaken zwischen einer silbernen und roten Feder. Die Linie Neu-Assen ersetzte den silbernen Grund durch einen goldenen. | VON KETTELER ZU ASSEN, Wilhelm (I45907)
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| 3672 | Kienberg (Adelsgeschlecht) Die Familie der Herren von Kienberg hatte ihren Stammsitz im heutigen Dorf Kienberg SO. Dort ist eine Burg dieses Namens für das 13. Jahrhundert belegt. Zu ihrer Herrschaft gehörten Besitz und Rechte in den Dörfern Kienberg nördlich sowie Erlinsbach AG und Küttigen südlich des Juraübergangs über die Salhöhe. Im Gefolge der Grafen von Habsburg versuchten sie, über diesen Pass mit einer Höhe von 779 m ü. M. eine Art Jura-Sattelherrschaft einzurichten. Geschichte Die Kienberg erscheinen erstmals 1173 in einem Privileg des Stauferkaisers Friedrich I. Barbarossa für das Stift Beromünster. Darin sind ein Vlricus und ein Hartmannus de Chienberh als Zeugen aufgeführt. Im Jahr 1240 stand Heinrich I. von Kienberg in einer Fehde mit Graf Hermann IV. von Frohburg. Trotz Unterstützung von zwei Rittern aus dem Hause Hallwyl wurde seine Burg zerstört, er und seine Partei mussten Urfehde schwören. Zudem mussten sich seine Getreuen verpflichten, im frohburgischen Liestal Geiselhaft zu leisten, wenn er sich nicht an die Abmachung halten sollte. Ritter Jakob von Kienberg (erwähnt ab 1276; † nach 1298) war Ministeriale der Habsburger. Eine Urkunde vom 19. Oktober 1276 belegt dies, denn damit erhielt er von Graf Hartmann von Habsburg die Burg Kienberg zu Lehen. Zum Lehen gehörten verschiedene Höfe in Kienberg selbst, Höfe in Erlinsbach, Küttigen, Wölflinswil, Wittnau AG, Stein AG, Zeiningen, Magden, sowie weitere Güter im Fricktal. Zusätzlich zu seinem Stammsitz in Kienberg erhielt Jakob 1277 von König Rudolf I. von Habsburg die Erlaubnis, auf dem Allmendland von Küttigen die Burg Königstein zu errichten. Die Burg wurde 1279 erstmals als Kiungestein erwähnt; archäologische Funde weisen jedoch auf eine Erbauung rund 100 Jahre früher. Vom Stift Beromünster wurde Jakob 1278 vor Gericht gezogen, weil er seine Vogteirechte über Stiftsgüter in Küttigen missbraucht habe. Am 16. Dezember 1281 urteilt ein Schiedsgericht darüber, wobei ihm sein Schwager Ulrich II. von Grünenberg Bürgschaft leistete.[5] Jakob war mit Ulrichs Schwester Anna I. von Grünenberg verheiratet. Als Nachfolger von Ritter Ulrich I. von Bubenberg wurde Jakob von Kienberg 1293 zum Schultheiss von Bern gewählt. Er hatte dieses Amt bis Ostern 1298 inne. Im Dorf Kienberg waren hohe und niedere Gerichtsbarkeit sowie der Kirchensatz Eigentum des Klosters Einsiedeln, das diese Rechte 1070 von Graf Rudolf von Rheinfelden, dem Herzog von Schwaben, erhalten hatte. Diese Rechte erhielt Hartmann III. von Kienberg, erwähnt von 1272 bis 1305, vom Einsiedler Kastvogt über Kienberg, König Albrecht I. von Habsburg, 1303 als Lehen. Als Gefolgsleute der Grafen von Frohburg und später der Grafen von Habsburg hatten die Kienberg gegen Ende des 13. und zu Beginn des 14. Jahrhunderts ein Konglomerat von verschiedenen Herrschafts-, Besitz- und Nutzungsrechten nördlich und südlich des Juras in Händen. Sie kontrollierten damit die drei Pässe Schafmatt, Salhöhe und Benkerjoch und hatten somit einen kleinen „Jura-Sattelstaat“ geschaffen. Die Burg und die Herrschaft Kienberg wurden im Verlaufe des 14. Jahrhunderts verschiedentlich verpfändet und kamen 1398 an Petermann von Heidegg. Ein weiterer Familienzweig der Kienberg liess sich in Laufenburg AG nieder. Sowohl dieser wie auch die Zweige in Rheinfelden und Bern starben im frühen 15. Jahrhundert aus. Eine Familie bäuerlicher Herkunft führt den Namen Kienberg(er). Zweig Kienberg-Königstein Hartmann III. von Kienberg hatte seinen Sitz auf der Burg Königstein. Die Nachfahren Hartmanns III. nannten sich ab 1312 nach dieser Burg, die als Reichslehen ab der Mitte des 14. Jahrhunderts zwischen den beiden Familienzweigen der Kienberg und der Kienberg-Königstein aufgeteilt war und damit zur Ganerbenburg wurde. Für das Jahr 1360 ist ein Rechtsstreit belegt, den die beiden Familienzweige wegen ihrer Burganteile führten. Wenig später schon wohnten die beiden Familien nicht mehr auf Königstein, sondern zogen in die Städte Aarau und Rheinfelden AG. 1417 verkauften sie die Burg mit den zugehörigen Gütern, Rechten und Leuten an die Stadt Aarau und liessen sich in Luzern nieder, wo die Familie 1517 letztmals nachweisbar ist. | VON KIENBERG, Otto Heinrich V. (I4663)
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| 3673 | Kinder Johanna Eleonora Philippina Goldschmid (F) «13320» * 15.01.1728 Mannheim Louisa Dorothea Karolina Goldschmid (F) «13323» * 23.01.1730 Mannheim Emanuel Goldschmid (M) «13300» * 12.10.1736 Heidelberg Anna Friedrika Goldschmid (F) «13295» * 01.06.1739 Heidelberg Johann Valentin Goldschmid (M) «13317» * 18.08.1741 Heidelberg | WILHELMY, Sabina Katharina (I28796)
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| 3674 | Kinder 1. Valentin REINECK, geb. 27 Jul 1860, Weinheim, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 2. Valentin REINECK, geb. 29 Apr 1865, Weinheim, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort, gest. 6 Mai 1865, Weinheim, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 3. Peter REINECK, geb. 16 Mai 1870, Weinheim, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort, gest. 16 Mai 1870, Weinheim, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 0 Jahre) 4. Georg Peter REINECK, geb. 9 Feb 1872, Weinheim, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort, gest. 5 Nov 1948, Weinheim, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 76 Jahre) 5. Friedrich REINECK, geb. 3 Dez 1876, Weinheim, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort 6. Jakob Stephan REINECK, geb. 16 Sep 1882, Weinheim, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort, gest. 2 Apr 1931, Weinheim, Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland Suche alle Personen mit Ereignissen an diesem Ort (Alter 48 Jahre) | KÜNHZEL, Katharina (I50079)
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| 3675 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I50128)
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| 3676 | Kinder Carl Jacob FRIEDLÄNDER ✶ 10.06.1817 in Berlin Johanna FRIEDLÄNDER ✶ 02.05.1818 in Berlin, ✡ 27.07.1887 in Berlin Joseph Gustav FRIEDLÄNDER ✶ 18.10.1821 in Berlin Eva Elisabeth FRIEDLÄNDER ✶ 19.05.1823 in Berlin | RIESS, Elisabeth (I55431)
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| 3677 | Kinder des Jodokus II. Humpis: 1) Jodokus III,, der jüngere, †1513. Wohnte in Ravensburg in der Herrenstraße Nr. 41. Ist nach dem Steuerbuch von 1473 mit 10.500 M. mit Abstand der reichste Ravensburger Bürger. Der Kaufpreis von Ratzenried ist gemäß Ratsbeschluß hierin nicht enthalten. 2) Agnes (Person 573.847) 3) Frick Person 573.847 Agnes Humpis * vor 1452 in Ravensburg, †12.02.1487 Biberach/Riß ¥ spätestens 1433 mit Johannes Brandenburger (Person 573.846) | HUMPIS, Jos II. (I8068)
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| 3678 | Kinder des Paares waren: Lantfrid Theudebald Odilo, † 8. Januar 748, Herzog von Bayern Huoching, (* um 675; † 744), Angehöriger des Herzoghauses der Alamannen Regarde ∞ Hildebrand (Hildeprand) Herzog von Spoleto Liutfrid | N., N. (I24206)
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| 3679 | Kinder: > 1. Eduard Güterbock, b. 22 Oct 1801, d. 3 Dec 1875 > 2. Moritz Heinrich Güterbock, b. 18 Oct 1802, d. 1874 3. Philippine Güterbock, b. 1804, Berlin Find all individuals with events at this location, d. 1892, Berlin Find all individuals with events at this location 4. Martin Güterbock, b. 1806, Berlin Find all individuals with events at this location, d. 1854, Berlin Find all individuals with events at this location 5. Ferdinand Güterbock, b. 1808, Berlin Find all individuals with events at this location, d. 1870, Berlin Find all individuals with events at this location 6. Hans Carl Güterbock, b. 1810, Berlin Find all individuals with events at this location, d. 1893, Berlin Find all individuals with events at this location > 7. Ludwig Güterbock, b. 23 Oct 1814, Berlin Find all individuals with events at this location, d. 28 Feb 1895, Berlin Find all individuals with events at this location 8. Leopold Güterbock, b. 20 Aug 1817, Berlin Find all individuals with events at this location, d. 19 Mar 1881, Berlin Find all individuals with events at this location > 9. Gustav Güterbock, b. 19 May 1820, Berlin Find all individuals with events at this location, d. 3 Oct 1910, Berlin Find all individuals with events at this location Die Berliner Juden wohnten dicht beieinander im Klosterviertel, einer Gegend, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts durch den Großen Jüdenhof gekennzeichnet war und seitdem durch die Jüdenstraße am Roten Rathaus auffindbar ist. | GÜTERBOCK, Beer Levin Isaac (I7038)
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| 3680 | Kinder: Otto I., Mathilde II., Otto I Herzog von Bayern | (HRR), Liudolf (I35582)
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| 3681 | Kindheit und frühe Jugend Kaiser Rudolf II. porträtiert von Joseph Heinz dem Älteren, Miniatur Öl auf Kupfer 1594, Maße 16,2 × 12,7 cm Sibylla wurde 1564 als Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt und seiner ersten Frau Agnes von Barby († 1569) geboren. Auf Druck ihres Vaters wurde die noch minderjährige Sibylla im Jahr 1577 vom Kapitel zur Nachfolgerin ihrer Schwester Anna Maria von Anhalt gewählt. Sie wurde im Amt durch Kaiser Rudolf II bestätigt. Während ihrer Regentschaft als Äbtissin tritt sie nur in einer Urkunde des Stiftes auf, in der sie die Witwe von Stefan Molitor, welcher der erste evangelische Superintendent des Stiftes gewesen war, mit einem Stück Acker belehnt. Sibylla legte ihr Amt als Äbtissin im Jahr 1581 nieder, denn sie heiratete, arrangiert durch ihre Stiefmutter, Eleonore von Württemberg, Friedrich I., Sohn des Grafen Georg I. von Württemberg-Mömpelgard (1498–1558) und der Barbara von Hessen (1536–1597). Ihre Nachfolgerin im Amt als Äbtissin wurde ihre Schwester Agnes Hedwig von Anhalt. Die Ehejahre der Sibylla von Anhalt mit Friedrich I. Zu diesem Zeitpunkt erhielt ihr Mann die Regierung seiner linksrheinischen Herrschaften von Württemberg-Mömpelgard. Im Jahr 1593 trat er das Erbe des Herzogs Ludwig von Württemberg an und übernahm die Macht über das gesamte Herzogtum Württemberg. Sibylla heiratete mit 16 Jahren und hatte in den folgenden 15 Jahren 15 Kinder. Am Hof spielte sie dabei keine große Rolle und hatte neben ihrem Mann keinen Einfluss. Mit seiner Auffassung eines absolutistischen Fürsten war auch die Vorstellung ehelicher Treue nicht vereinbar. Nach 15 Jahren lebten sie quasi getrennt. Auf seine großen Reisen nach Frankreich, Italien und England nahm er sie nicht mit. Studien der Botanik und Chemie Sie verstärkte darauf ihre Beschäftigung mit Botanik und Chemie. Um ihr Interesse an der anrüchigen Alchemie zu verschleiern, erklärte sie ihre Tätigkeit als Kräutersammlung zur Arzneiherstellung für arme Leute. Lebensabend auf Schloss Leonberg Nach Friedrichs Tod 1608 zog sie sich nach Leonberg zurück und ließ dort durch den Architekten Heinrich Schickhardt das Leonberger Schloss ausbauen und vor dem Schloss den noch heute bestehenden Pomeranzengarten im Renaissancestil errichten. Unweit von Leonberg erbaute Schickhardt in ihrem Auftrag ab 1609 das „Forst- und Seehaus Eltingen“, das als Jagd- und Landsitz diente. Nachkommen Herzog Friedrich I. von Württemberg und Sibylla von Anhalt (im Zentrum), die fünf Söhne: Johann Friedrich, Ludwig Friedrich, Julius Friedrich, Friedrich Achilles und Magnus (von oben links bis unten), die fünf Töchter: Sibylla Elisabeth, Eva Christina, Agnes, Barbara und Anna (von oben rechts bis unten) Aus der Ehe mit Friedrich I. gingen die folgenden Kinder hervor: Johann Friedrich (1582–1628) Georg Friedrich (1583–1591) Sibylla Elisabeth (1584–1606) – verheiratet mit Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen Elisabeth (*/† 1585) Ludwig Friedrich (1586–1631), Begründer der jüngeren Seitenlinie Württemberg-Mömpelgard Joachim Friedrich (*/† 1587) Julius Friedrich (1588–1635), Begründer der Seitenlinie Württemberg-Weiltingen, auch genannt die Julianische Linie Philipp Friedrich (*/† 1589) Eva Christina (1590–1657) – verheiratet mit Johann Georg von Brandenburg (1577–1624), Herzog von Jägerndorf Friedrich Achilles (1591–1631) Agnes (1592–1629) – verheiratet mit Franz Julius von Sachsen-Lauenburg (1584–1634) Barbara (1593–1627) – verheiratet mit Markgraf Friedrich V. von Baden Magnus (1594–1622), gefallen in der Schlacht bei Wimpfen August (*/† 1596) Anna (1597–1650) Literatur Andreas Popperodt: Historia Ecclesiae Gerenrodenses 1560. In: Johann Christoph Beckmann (Hrsg.): Accesiones Historia Anhaltinae als Annales Gernrodensis. 1716. Thomas Lansius: Laudatio funebris Divae Sibillae, Principis Anhaltinae, Domus Würtembergicae Conferuatricis, Tübingen, 1615 Digitalisat der Leichenrede am Collegium Illustre in lateinischer Sprache Hans Hartung: Zur Vergangenheit von Gernrode. Verlag Carl Mittag, Gernrode 1912. Hans Schulze, Reinhold Specht, Günther Vorbrodt: Das Stift Gernrode. Böhlau Verlag, Köln 1965. Hansmartin Decker-Hauff: Frauen im Hause Württemberg. Hrsg. von Wilfried Setzler. DRW, Leinfelden-Echterdingen 1997, ISBN 3-87181-390-7, S. 71 ff. Dieter Stievermann: Sibylla. In: Sönke Lorenz, Dieter Mertens, Volker Press (Hrsg.): Das Haus Württemberg. Ein biographisches Lexikon. Kohlhammer, Stuttgart 1997, ISBN 3-17-013605-4, S. 142. Gerhard Raff: Hie gut Wirtemberg allewege. Band 2: Das Haus Württemberg von Herzog Friedrich I. bis Herzog Eberhard III. Mit den Linien Stuttgart, Mömpelgard, Weiltingen, Neuenstadt am Kocher, Neuenbürg und Oels in Schlesien. 4. Auflage. Landhege, Schwaigern 2014, ISBN 978-3-943066-12-8, S. 56–78. Weblinks | VON ANHALT, Sibylla (I61229)
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| 3682 | Kindheit und Jugend Carl Dalager wurde in Dragsminde, dem alten Hafen von Rødby, östlich des heutigen Ferienhausorts Bredfjed an der Südküste Lollands geboren. Er war der Sohn des Zollbediensteten Jens Laursen Dalager (um 1670–1742) und seiner Frau Anna Goe (1688–1769). Ein Jahr nach seiner Geburt wurde sein Vater nach Gåbense an der Nordküste Falsters versetzt. Ebenso wie sein älterer Bruder Lars (1722–1772) besuchte er die Schule in Nørre Vedby. Anschließend begab er sich vermutlich in eine Handelslehre bei einem lokalen Kaufmann. 1742 starb sein Vater und seine ältere Schwester Maren (1719–1753) heiratete den zweimal verwitweten Kaufmann Jacob Severin, der seit 1734 das Handelsmonopol über ganz Grönland innehatte. Jacob Severin war zudem der Cousin von Carl Dalagers Mutter. Im selben Jahr wurde Lars Dalager zum Assistenten der Kolonie Frederikshaab in Paamiut ernannt, möglicherweise hatte er sich jedoch zu diesem Zeitpunkt bereits einige Jahre in Grönland aufgehalten.[2] Erste Jahre in Grönland 1745 wurde auch Carl Dalager bei Jacob Severin angestellt und wurde von diesem zum Assistenten der Loge Jakobshavn in Ilulissat ernannt. Er war tüchtig und beliebt und so wurde er nur ein Jahr später 20-jährig zum Kolonialverwalter der Kolonie Christianshaab in Qasigiannguit ernannt. 1750 trat Jacob Severin zurück und Carl Dalager, der bisher bei ihm angestellt war, begab sich unter die Leitung von Det almindelige Handelskompagni.[2] 1752 löste er seinen Bruder Lars als Kolonialverwalter von Frederikshaab ab. In Paamiut lernte er die Grönländerin Birgitte (um 1732–1775) kennen, die ursprünglich aus Nuuk stammte, aber gemeinsam mit dem Missionar Arnoldus von Westen Sylow nach Paamiut gekommen war. Carl Dalager verliebte sich in sie und wollte sie heiraten. Er fühlte sich jedoch Nordgrönland deutlich mehr verbunden und reiste deswegen 1754 nach Dänemark zurück, um die Handelskompanie um eine Anstellung in Nordgrönland zu bitten.[2] Als Kolonialverwalter von Ritenbenk Er wurde im Folgejahr gebeten eine neue Kolonie anzulegen, die die bis dahin nördlichste sein sollte. Er reiste nach Saqqaq und gründete dort die Kolonie Ritenbenk. Von dort aus schrieb er einen Brief an seine Verlobte und bat sie in Begleitung ihres Bruders Frederik, nach Saqqaq zu kommen. Da Frederik als Katechet in Paamiut arbeitete, durfte er nicht fortreisen, während Birgitte sich auf die Reise machte. In Qasigiannguit musste sie überwintern, blieb dort und wurde am 13. August 1758 mit dem dortigen Kolonialverwalter Jonas Lillienskiold de Svanenhielm (1726–1801) verheiratet. Carl Dalager, der sie zu diesem Zeitpunkt offenbar bereits seit vier Jahren nicht mehr gesehen hatte, heiratete anschließend am 24. Mai 1759 Juliane Marie (1734–1817),[2] die möglicherweise eine Schwester Birgittes war.[3] In Saqqaq lebten zu diesem Zeitpunkt noch größtenteils Ungetaufte, aber Carl Dalager war sehr an der Missionierung interessiert. Er unterrichtete selbst die Bevölkerung, da es keinen Missionar in der Kolonie gab, welcher im 93 km südlich gelegenen Ilulissat residierte. 1759 gelang es ihm dennoch den Missionar Christen Hansen Fabricius nach Saqqaq zu bringen, der aber bereits im Folgejahr wieder abreiste.[2] Während seiner Zeit als Kolonialverwalter in Ritenbenk unternahm er große Handelsreisen in die umliegenden Regionen. So ließ er 1758 Johan Henrik Bruun eine Kolonie in Nuussuaq gründen, die für den späteren Kolonialdistrikt Ũmánaĸ zuständig war und 1763 nach Uummannaq versetzt wurde. Anfang der 1760er Jahre schlug er vor, Ritenbenk weiter nach Süden an die Nordwestküste der Insel Alluttoq (Arveprinsen Ejland) zu verlegen, da sie dann zentraler liegen würde. Die Idee wurde abgelehnt, aber wegen der guten Handelserträge reiste Carl Dalager bis an die Südküste der Insel. Dadurch erregte er Unmut bei Peter Lorentz Hind, dem Logenverwalter von Jakobshavn, der der Meinung war, dass die Gegend dem Kolonialdistrikt Jakobshavn zugehörte. Die Handelsdirektion lehnte die Klage ab, da Hind selbst nichts tat, um dort Handel zu betreiben. 1768 reiste Carl Dalager noch weiter nach Norden und ließ im Folgejahr Andreas Bruun, den jüngeren Bruder Johan Henrik Bruuns, eine Kolonie dort anlegen. Die Kolonie Rosenkrantz befand sich in Eqaluit, war aber schlecht gelegen. Carl Dalager reiste daraufhin 1770 selbst nach Eqaluit, um gemeinsam mit Bruun nach einer geeigneten Stelle zu suchen. 1771 wurde die Kolonie nach Upernavik versetzt.[2] Als Logen- und Kolonialverwalter von Jakobshavn Carl Dalager kehrte nicht mehr nach Saqqaq zurück, sondern wurde am 7. September 1771 zum Logenverwalter von Jakobshavn ernannt. Bereits die Kolonie Ritenbenk war unter ihm wirtschaftlich sehr erfolgreich gewesen, was vor allem der Tatsache geschuldet war, dass Carl Dalager die Bevölkerung motivierte mit europäischen Methoden Walfang zu betreiben. Auch in der Loge Jakobshavn war er mit diesem Konzept erfolgreich, nachdem der Handel unter Hind stark gelitten hatte. 1774 begann er Gartenbau zu betreiben. Mit Kohl, Kerbel, Kresse, Salat, Radieschen, Petersilie, Porree und Rüben hatte er Erfolg, mit Kartoffeln eher weniger. 1777 gründete er die Walfängeranlage Jakobshavns Anlæg direkt nördlich der Loge. 1781 schlug er vor, die Loge nach Oqaatsut zu versetzen, da die Bedingungen für den Walfang dort besser seien. Auch dieser Vorschlag wurde abgelehnt. 1781 erhielt Jakobshavn den Status einer Kolonie. Im selben Jahr brannte sein Haus ab, dass er selbst hatte errichten lassen. Für die 60 Rigsdaler Entschädigung von der Handelsdirektion konnte er sich kein neues Haus bauen.[2] Als Logenverwalter von Klokkerhuk Um 1775 hatte Carl Dalager den Walfang an der Südküste von Alluttoq intensiviert und damit Erfolg gehabt. 1782 schlug Inspektor Johan Friderich Schwabe deswegen die Gründung einer dortigen Loge vor. Im Folgejahr wurde die Loge Klokkerhuk/Arveprinsen Ejland in Alluttoq errichtet und Carl Dalager am 14. Juli 1784 zu ihrem Verwalter ernannt. Auch hier war er wirtschaftlich sehr erfolgreich.[2] Carl Dalager verfügte über eine große Buchsammlung, die Inspektor Børge Johan Schultz, der seit 1790 im Amt war, gerne zu einer Bibliothek für die Diskobucht gemacht hätte, was aber auf Carl Dalagers Widerstand stieß. Er galt zudem in seinen späteren Jahren als Gegner der staatlichen Verwaltung unter Den Kongelige Grønlandske Handel und dem Betrieb des Walfangs in Grönland.[1] Seine Kollegen beschwerten sich häufig darüber, dass Carl Dalager seinen Kolonialdistrikt verließ und in ihren Distrikten handelte, was er damit begründete, dass Inspektor Schultz ihm das erlaubt hätte, aber viel eher gelang es diesem nicht, Carl Dalagers Handelsfahrten zu unterbinden.[3] Im Alter wurde er schwach, ließ sich aber nicht pensionieren. Er starb am Neujahrstag 1799 im Alter von 72 Jahren. Seine Frau überlebte ihn um 18 Jahre und starb erst im hohen Alter von 83 Jahren.[2] Nachkommen Aus seiner Ehe mit Juliane Marie gingen folgende Kinder hervor:[3][2] Andreas Peter Dalager (1760–1820), verheiratet mit Agathe (1762–1840), wurde Walfängerassistent in Ilulissat Anna Christine Dalager (1761–1832), verheiratet mit Niels Rasmussen Ravnholdt (1768–1841) Jens Jacob Dalager (1763–1825), verheiratet in erster Ehe mit einer Tochter († 1788) von Handelsassistent Carl Dorf; in zweiter Ehe mit ihrer Schwester Marie Dorf (1767–1812); in dritter Ehe mit Mette Christiansen (1790–1837), wurde Walfangleiter in Alluttoq ein Sohn (* 1765), jung gestorben Christopher Carl Dalager (1766–1842), verheiratet in erster Ehe mit Pouline (1771–1838); in zweiter Ehe mit Karen Gertrud Kathrine (1816–1870), wurde Walfangleiter in Kitsissuarsuit und Anlagenverwalter in Attu Mathias Ferslew Dalager (1769–1843), verheiratet in erster Ehe mit Martha Antonette Reinert (1776–1839); in zweiter Ehe mit Anna Catharina Svartz (1787–?), wurde Künstler in Trondheim Jacob Dalager (1772–1805), verheiratet mit Cathrine Thorning (1776–1848), wurde Walfänger in Alluttoq Der jüngste Sohn Jacob Dalager war geisteskrank und zwang seine Mutter ihn zu erschießen. Andernfalls würde er seine Familie ermorden und seine Kinder aufessen. Seine Mutter kam dem Befehl ihres Sohnes nach.[4] An dem Mord waren laut Überlieferung auch der ältere Bruder Jacob Dalager, seine Frau Cathrine Thorning sowie zwei Dienstmädchen beteiligt. Der Fall schlug große Wellen. Das Missionskollegium unterrichtete die dänische Kanzlei davon, welche 1808 zu wissen gab, dass der König Juliane Marie Dalager wegen der besonderen Umstände begnadigte.[5] Carl Dalager war der Stammvater eines großen grönländischen Geschlechts.[3] Neben seinem Schwager Jacob Severin hatte er noch weitere frühe Handelsbedienstete in seiner Familie. Seine Schwester Anne Kirstine (1718–1790) war mit dem Kolonialverwalter und späteren Bürgermeister von Helsingør, Mathias Andreas Fersleff (1701–1763) verheiratet.[6] Seine Enkelin Cecilie Dalager (1784–1866) ist als (uneheliche) Frau Peter Hanning Motzfeldts (1774–1835) die Stammmutter der Familie Motzfeldt.[3] | DALAGER, Christopher Carl (I58026)
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| 3683 | Kindheit und Jugend Eleonore war die zweite von vier in den Quellen als außerordentlich schön beschriebenen Töchtern des Grafen Raimund Berengar V. von Provence und dessen Gattin Beatrix von Savoyen. Das Geburtsjahr Eleonores lässt sich, weil es in keiner erhaltenen Quelle angegeben ist, nur auf etwa 1223 schätzen. Da der Hof ihres Vaters keine feste Residenz hatte, ist auch die Angabe ihres mutmaßlichen Geburtsortes Aix-en-Provence nicht völlig sicher. Zwei ältere Brüder Eleonores verstarben früh. Ihre ältere Schwester Margarete von der Provence heiratete 1234 den französischen König Ludwig IX., ihre jüngere Schwester, Sancha von der Provence, vermählte sich 1243 mit Richard von Cornwall, nachmaligem römisch-deutschen König und Bruder Heinrichs III. von England. Ihre dritte und jüngste Schwester, Beatrix von der Provence, erbte schließlich die Provence und heiratete 1246 Karl von Anjou, nachmaligen König von Sizilien und Bruder Ludwigs IX.[2] Die Provence war ab dem 12. Jahrhundert für ihre Liebeshöfe und Troubadoure bekannt. Eleonore lernte so in ihrer Jugend die Kunst und Musik wertzuschätzen, wuchs aber in relativer Armut auf. Ihr Vater war ein begabter Troubadour und ihre Mutter wohl ebenfalls eine Dichterin. Eleonore selbst soll laut Nostradamus das Heldengedicht Blandin de Cornouailles verfasst und Richard Löwenherz geschickt haben, was indessen unmöglich ist, da dieser englische König schon vor Eleonores Geburt verstorben war. Auch die These, dass Eleonore das erwähnte Gedicht vielmehr ihrem späteren Schwager Richard von Cornwall übersandt habe, dürfte kaum zutreffen.[3] Ihr Lehrer war vielleicht der in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts in der Provence eine führende politische Rolle spielende Romée de Villeneuve, den Dante im sechsten Gesang seiner Divina Commedia ins Paradies versetzte.[4] Heirat mit Heinrich III. Nachdem der englische König Heinrich III. bereits mehrere vergebliche Heiratsanbahnungen, u. a. mit Johanna von Dammartin, späterer Gräfin von Ponthieu, unternommen hatte, schickte er Ende 1234 oder Anfang 1235 Gesandte bezüglich seiner Eheschließung mit Eleonore in die Provence. Die Verhandlungen wurden bis Juni 1235 abgeschlossen.[5] Heinrich III. erhoffte sich von dieser Eheverbindung u. a. die Schaffung eines Gegengewichts zur Vermählung Ludwigs IX. mit Eleonores Schwester Margarete. Um seine Stellung in Kontinentaleuropa zu verbessern, verhandelte er um diese Zeit auch mit dem römisch-deutschen Kaiser Friedrich II., der schließlich Isabella, eine Schwester des Königs heiratete.[6] Eleonores Eltern konnten sich indessen keine Mitgift für ihre Töchter leisten, und so musste sich der englische König Heinrich III. mit dem Versprechen zufriedengeben, dass diese Mitgift später erstattet würde. Eine solche spätere Bezahlung ist jedoch nicht belegt. Königin von England Im Januar 1236 kam die damals etwa 13-jährige Eleonore in Begleitung der englischen Gesandten, Hugh, Bischof von Ely, und Ralph, Bischof von Hereford, in Dover an. In Canterbury fand dann am 14. Januar 1236 ihre vom dortigen Erzbischof Edmund Rich zelebrierte Hochzeit mit ihrem Bräutigam, dem 28-jährigen Heinrich III., statt. Sechs Tage später wurde Eleonore unter großem Jubel in der Westminster Abbey gekrönt, welches Ereignis der Chronist Matthäus Paris detailreich beschrieb. Das große Gefolge, das Eleonore nach England mitgebracht hatte, wurde von Heinrich III. nicht wieder heimgeschickt, sondern im Land belassen und mit zahlreichen Ehrungen und Geschenken bedacht. Dieser Umstand machte Eleonore in ihrer neuen Heimat wenig beliebt.[7] Förderung von Verwandten; Unpopularität Als junge englische Königin hatte Eleonore Nicholas Farnham zum Arzt und Beichtvater. Dessen 1241 erfolgte Ernennung zum Bischof von Durham ging auf Eleonores Fürsprache zurück. Mit Robert Grosseteste, Bischof von Lincoln, Richard Wyche, Bischof von Chichester, und dem gelehrten Franziskaner Adam Marsh war sie freundschaftlich verbunden. Eleonores Onkel mütterlicherseits gewannen beträchtlichen politischen Einfluss in England und prägten die frühe politische Rolle der Königin. Wilhelm von Savoyen, Bischof von Valence, der seine Nichte 1236 nach England begleitet hatte, bereicherte sich hier und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Berater Heinrichs III. Auch ihr Onkel Thomas, Graf von Flandern und Hennegau nutzte Eleonores Einfluss auf den König. Ein weiterer Onkel, Bonifatius, wurde 1241 maßgeblich auf Eleonores Initiative hin für das Amt des Erzbischofs von Canterbury nominiert, obwohl er noch nie in England gewesen war. Papst Innozenz IV. bestätigte aber im September 1243 die Wahl. Peter von Savoyen war ein weiterer Onkel von ihr und erhielt 1241 vom König die umfangreiche Honour of Richmond. Er wurde ebenfalls ein enger Ratgeber Eleonores und ermunterte sie, ihre Position am Hof als Mutter des Thronerben Eduard zu stärken und ihren savoyischen Verwandten hohe Ämter zu verschaffen. Zwischen Letzteren und den aus der Ehe von der Mutter Heinrichs III., Isabella von Angoulême, mit Hugo X. von Lusignan stammenden Söhnen, die 1247 in England eintrafen, kam es in der Folge zu Rivalitäten. Mehrere zeitgenössische, meist kirchliche, generell gegen Frauen in Machtpositionen eingestellte Autoren beurteilten Eleonores Rolle als englische Königin sehr ungünstig. Doch war sie eine begabte Diplomatin, die ihre Pflichten hingebungsvoll erfüllte und stets im besten Interesse ihres Gatten handelte. Sie hatte auch zu ihren Kindern ein sehr enges Verhältnis und blieb mit ihnen auch nach deren Heiraten in Kontakt. Öfters wurde sie krank, wenn eines ihrer Sprösslinge in Problemen steckte, etwa als ihre älteste Tochter Margarete während ihrer frühen Ehejahre mit Alexander III. von Schottland faktisch in Gewahrsam gehalten wurde.[8] Eigener Hofstaat; Einnahmequellen Heinrich III. trug dafür Sorge, dass seine Gattin alle erdenklichen Annehmlichkeiten genießen konnte und ließ in diesem Sinne etwa die königlichen Wohnsitze häufig speziell zu ihrem Nutzen renovieren. Er setzte für Eleonore auch ein beträchtliches Wittum aus und war der erste englische Monarch, der seiner Gattin ihren eigenen Hofstaat und ihre eigene Garderobe gewährte, die von zu ihrem Haushalt gehörigem Dienstpersonal betreut wurde, und für deren Führung auch Akten und Rechnungen angefertigt wurden. Eine steuerliche Einnahmequelle für die häufig verschuldete Eleonore stellte das aurum reginae („Gold der Königin“) dar, das sich aus einer zusätzlichen zehnprozentigen, an die Königin zu zahlenden Abgabe auf freiwillige, dem König überwiesene Geldbußen, sowie aus päpstlichen Zehnten und Zollgebühren des Queenhithe Docks zusammensetzte. Weitere finanzielle Mittel bezog Eleonore aus zahlreichen Vormundschaften, die sie über minderjährige Kinder verstorbener Vasallen des Königs ausübte. Letzterer konnte nämlich als Lehnsherr über die Einkünfte solcher Minderjähriger aus deren ererbten Ländereien frei verfügen und zusätzliches Geld durch die Verheiratung weiblicher Mündel an den Meistbietenden lukrieren. Viele solcher ihm zustehender Vormundschaften und die damit verbundenen Einnahmen übertrug Heinrich III. seiner Gemahlin. Eleonore übte eine ziemlich repressive Steuereintreibung aus und erhielt außerdem beträchtliche den Juden abgepresste Mittel. So wurde sie 1250 beschuldigt, eine enorme Geldsumme von Aaron dem Juden einzutreiben. Trotz ihrer bedeutenden Finanzquellen musste sie zur Begleichung ihrer Schulden und jener ihres Sohnes Eduard u. a. bei italienischen Bankiers große Darlehen aufnehmen.[9] Auslandsreisen; Regentin für Heinrich III. Eleonore begleitete ihren Gemahl 1242–1243 auf seinem fehlgeschlagenen Feldzug zur Wiedergewinnung der von den Franzosen eroberten Grafschaft Poitou. Nach dem Tod von Eleonores Vater Raimund Berengar V. († 19. August 1245) wurde seine jüngste Tochter Beatrix seine Universalerbin und daher Karl von Anjou nach seiner am 31. Januar 1246 erfolgten Heirat mit Beatrix Graf von Provence. Doch weder Eleonore noch Margarete von der Provence waren damit einverstanden, dass ihre jüngste Schwester Beatrix die Alleinerbin ihres Vaters war, woraus eine lebenslange Rivalität der beiden älteren Schwestern mit ihrem Schwager Karl von Anjou resultierte. Als Heinrich III. im August 1253 nach Frankreich übersetzte, um einen bedrohlichen gascognischen Aufstand zu unterdrücken, blieb Eleonore als Regentin zurück, wobei ihr Heinrichs Bruder Richard von Cornwall als Berater zur Seite gestellt wurde. Sie nahm ihre damit verbundenen Pflichten sehr ernst. In diese Zeit fiel die Geburt ihrer dritten Tochter Katherine, die im November 1253 zur Welt kam, aber taub war und schon im vierten Lebensjahr starb. Zweimal berief Eleonore während ihrer Regentschaft das Parlament ein, um die Aufstellung frischer Gelder zur Unterstützung ihres Gatten zu beantragen. An der am 26. April 1254 abgehaltenen Parlamentssitzung nahm erstmals auch der niedere Adel und Klerus teil. Allerdings drang Eleonore mit ihren Wunsch nach finanzieller Unterstützung ihres Gemahls nicht durch. Am 29. Mai 1254 verließ Eleonore England, obwohl Heinrich III. ihr dies untersagt hatte, und schiffte sich mit ihren Söhnen Eduard und Edmund sowie Erzbischof Bonifatius von Canterbury nach Bordeaux ein, wo sie am folgenden 11. Juni eintraf.[10] Sie blieb mit ihrem Gatten bis zum Oktober in Bordeaux. Mit Erlaubnis des französischen Königs reiste das Königspaar durch Frankreich bis zur Küste des Ärmelkanals. Zunächst unternahmen sie im November eine Wallfahrt nach Pontigny zum dort aufbewahrten Schrein des nur sechs Jahre nach seinem Tod heiliggesprochenen Erzbischofs Edmund Rich von Canterbury. In Chartres trafen Heinrich III. und seine Gattin den französischen König Ludwig IX., als dessen Gäste sie dann im Dezember 1254 eine Woche zu einem Familientreffen in Paris weilten. Bei dieser Gelegenheit sah Eleonore ihre Mutter und ihre Schwestern wieder. Ende Dezember 1254 kehrte das englische Königspaar auf die Britischen Inseln zurück. Die persönlichen Kontakte, die durch die Familie zwischen dem englischen und dem französischen König geknüpft wurden, bereiteten eine Einigung im Konflikt zwischen England und Frankreich vor und waren damit ein wichtiger Schritt zum Abschluss des Friedens von Paris 1259.[11] [12] Politische Rolle beim Kampf Heinrichs III. gegen die Barone Ebenso wie ihr Gatte befürwortete Eleonore die 1254 von Innozenz IV. vorgeschlagene Einsetzung ihres zweiten Sohnes Edmund zum König Siziliens, welche Krone aber erst gegen Manfred von Sizilien zu erkämpfen war. Heinrich III. sollte zu diesem Zweck enorme Subsidien zahlen und Hilfstruppen senden, und letztlich blieb das ganze Unternehmen, das sogenannte Sizilianische Abenteuer, glücklos. Der große Einfluss der römischen Kurie in England, die erfolglose Außenpolitik des Königs, seine Vergabe hoher Ämter an meist aus Frankreich stammende „Ausländer“ sowie seine drückende Steuerbelastung waren maßgebliche Gründe für das Aufkommen eines heftigen Aufbegehrens einheimischer Barone. Diesen musste der König im Juni 1258 in den Provisions of Oxford große Zugeständnisse machen, die auf eine deutliche Beschränkung seiner Macht hinausliefen, was Eleonore sehr bedauerte. Zumindest konnte sie sich darüber freuen, dass die verhassten Lusignan-Brüder England zu verlassen hatten. In den nächsten Jahren bekämpfte Eleonore die Bestrebungen der rebellischen Barone, zu deren Anführer sich Simon de Montfort, 6. Earl of Leicester aufgeschwungen hatte. Zu Beginn der Revolte versuchte der Thronfolger Eduard politisch eigenständig zu handeln und führte Gespräche mit mächtigen Baronen, was zu einem schweren Konflikt mit seinem Vater, dem König, führte. Eleonore konnte im Mai 1260 schließlich erfolgreich zwischen ihrem Mann und ihrem Sohn vermitteln, so dass sie sich wieder aussöhnten.[13] Danach blieb Eduard in dem Konflikt ein loyaler Unterstützer seines Vaters. Im November 1259 begleitete Eleonore den König nach Frankreich, wo der Frieden von Paris besiegelt wurde, und im Juli 1262 begleitete sie ihn zu einem weiteren Treffen mit dem französischen König.[14] 1262 entband Urban IV. den englischen König von seinem Eid, die Provisions of Oxford zu beachten. Am 26. Mai 1263 mussten Eleonore und Heinrich III. Zuflucht im Tower of London suchen. Der König wünschte, dass sie per Boot in das sichere, von ihrem Sohn Eduard gehaltene Windsor Castle reiste. Beim Versuch, auf der Themse die London Bridge zu unterqueren, wurde das Boot der unpopulären Königin am 13. Juli 1263 von einer aufgebrachten Schar Londoner abgefangen, mit Steinen beworfen und beschimpft. Auch die Rückkehr in den Tower wurde ihr verwehrt, so dass sie ins Kirchenasyl der St Paul’s Cathedral Zuflucht suchen musste.[15] Ihre Ländereien und Besitzungen waren im Juni von ihren Gegnern verwüstet und geplündert worden. Im September 1263 reiste das Königspaar zu einem weiteren Treffen mit dem französischen Königspaar ins nordfranzösische Boulogne. Während Heinrich III. im Oktober nach England zurückkehrte, blieb Eleonore in Frankreich.[16] Als sich der zum Schiedsrichter im Streit zwischen Heinrich III. und den aufständischen Baronen angerufene französische König, wohl auch stark durch Eleonore beeinflusst, im Januar 1264 im Mise of Amiens im Wesentlichen zugunsten des englischen Monarchen aussprach, waren die Barone unzufrieden. Der Konflikt weitete sich nun zum offenen Zweiten Krieg der Barone aus. Eleonore sammelte ab Mitte Februar 1264 Geld und versuchte, auch mit Unterstützung ihrer Verwandten aus Savoyen ein Söldnerheer aufzustellen.[17] Dieses sollte zur Unterstützung ihres Mannes nach England übersetzen, doch bereits zuvor schlug das von Montfort geführte Heer der Rebellen am 14. Mai 1264 in der Schlacht von Lewes das königliche Heer. Der in der Schlacht gefangen genommene König musste die Provisions of Oxford erneut bestätigen und den Thronfolger Eduard als Geisel stellen. Daraufhin versuchte Eleonore, mit Hilfe ihrer Familienbeziehungen in der Gascogne ein neues Heer aufzustellen, um ihren Mann zu unterstützen.[18] Auch von Ludwig IX. erhielt sie eine beträchtliche Anleihe im Austausch für die drei Heinrich III. als Lehnsmann des französischen Königs unterstehenden Bistümer Limoges, Périgueux und Cahors. Im Herbst 1264 versammelte sie eine beachtliche Söldnerarmee im flämischen Hafen von Sluis. Doch verhinderte schlechtes Wetter das Auslaufen der Flotte, und wegen ihrer schwindenden finanziellen Mittel zerstreute sich Eleonores Heer wieder. So scheiterte ihr Plan, in England einzufallen. Nun setzte sie schonungslos eine diplomatische Offensive gegen Simon de Montfort in Gang. Durch ihre Aktionen und Verbindungen trug sie zum Sieg der vom – seinen Wächtern entkommenen – Lord Eduard angeführten königlichen Truppen in der Schlacht von Eveshamam 4. August 1265 bei, in der Montfort fiel. Ende Oktober 1265 kehrte Eleonore mit ihrem jüngeren Sohn Edmund und dem päpstlichen Legaten Ottobono Fieschi nach England zurück.[19] [20] Witwenzeit und Tod Nach dem Tod Heinrichs III. (16. November 1272) entsandte Eleonore Boten, die den auf Kreuzzug befindlichen Eduard über das Ableben seines Vaters informieren sollten. Während der Regierung ihres ältesten Sohnes, der nun als Eduard I. den Thron bestieg, hatte Eleonore geringeren politischen Einfluss. Sie gehörte aber zu den reichsten Großgrundbesitzern Englands. Abgesehen von ihrem etwa 4000 Pfund pro Jahr abwerfendem Wittum bezog sie auch Einkünfte aus der Hinterlassenschaft ihres 1268 verstorbenen Onkels Peter von Savoyen. 1275 ließ sie mit Genehmigung ihres königlichen Sohnes alle Juden ausweisen, die in zu ihrem Wittum gehörigen Orten lebten. In der Rolle als Königinwitwe musste Eleonore weniger Kritik von Seiten der Chronisten einstecken als in der vorangegangenen Zeit als Königsgemahlin; vielmehr wurde sie von diesen nun häufig gelobt. Auf ausgedehnten Reisen in England und am europäischen Kontinent besuchte sie ihre Kinder und Enkel. Zahlreiche Briefe, die sie in ihrer Witwenzeit verfasste, sind überliefert. Sie unterstützte ab 1275 ihre ebenfalls verwitwete Schwester Margarete, die von Karl von Anjou noch immer einen Teil der Provence als Erbe forderte. Um ein Bündnis zwischen Karl von Anjou und dem römisch-deutschen König Rudolf von Habsburg zu hintertreiben und um ihre von Habsburg bedrängten Verwandten in Savoyen zu entlasten, befürwortete sie eine Heirat von Johanna, einer Tochter ihres Sohns Eduard, mit Hartmann, dem ältesten Sohn von Rudolf von Habsburg.[21] Zusammen mit Margarete hatte sie auch wesentlichen Anteil daran, dass ihr jüngerer Sohn Edmund Ende 1275 oder Anfang 1276 die verwitwete Gräfin der Champagne heiratete.[22] 1276 trat Eleonore in das Kloster Amesbury in Wiltshire ein. Dort wurde sie im Juli 1286 Nonne des Ordens von Fontevrault, nachdem auf ihr Betreiben auch zwei ihrer Enkelinnen, Mary of Woodstock (Tochter Eduards I.) und Eleonore von der Bretagne (Tochter Johanns II. von der Bretagne), in das gleiche Gotteshaus eingetreten waren. Die Königinwitwe spendete großzügig für die Armen, schenkte dem nahe dem Londoner Tower gelegenem Frauenhospital Saint Katherine im Jahr 1273 Ländereien und befahl die jährliche Verteilung von Almosen am Todestag Heinrichs III. Sie verbrachte ihre letzten Lebensjahre in relativer Abgeschiedenheit, nahm aber noch u. a. im Oktober 1289 und April 1290 an zwei wichtigen Familientreffen teil, bei denen auch die Besprechung bedeutender politischer Entscheidungen auf der Tagesordnung stand. Nach dem Tod ihres Onkels Philipp von Savoyen 1285 vermittelte sie noch brieflich in einem Erbstreit zwischen ihren Cousins Amadeus und Ludwig über das Erbe in Savoyen.[23] Im Alter von etwa 68 Jahren starb Eleonore am 24. oder 25. Juni 1291 im Kloster Amesbury und wurde dort in Anwesenheit zahlreicher Adliger und Prälaten beigesetzt. Allerdings fand ihr Begräbnis erst am 9. September 1291 statt, da sich Eduard I. zum Zeitpunkt ihres Todes in Schottland befand und persönlich am Leichenbegängnis seiner Mutter teilnehmen wollte. Anfang Dezember 1291 fand die getrennte Bestattung ihres Herzens in der Franziskanerkirche Londons statt. Beide Begräbnisstätten existieren nicht mehr. Es gibt auch keine zeitgenössischen Porträts oder Statuen Eleonores | VON DER PROVENCE, Eleonore (I57217)
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| 3684 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I58145)
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| 3685 | Kindheit und Jugend Valentinian war der einzige römische Kaiser, dessen Vater, Großvater und Urgroßvater ebenfalls Augusti gewesen waren: Er war der Sohn des Heermeisters und kurzzeitigen Kaisers Constantius III. und der Galla Placidia, der Tochter von Theodosius I. und Enkelin des Kaisers Valentinian I. Noch zu Lebzeiten seines Onkels Honorius wurde er bald nach der Geburt von diesem zum nobilissimus ernannt. Als Constantius 421 starb, kam es zum Konflikt zwischen Honorius und Galla Placidia, die schließlich mit ihren beiden Kindern an den oströmischen Hof floh. Valentinian verlor dort zunächst den Titel nobilissimus, wurde dann aber am 23. Oktober 424 in Thessaloniki im Namen seines Vetters Theodosius II., des Kaisers des Ostens, zum Caesar erhoben. Theodosius stattete ihn mit Truppen aus und schickte ihn nach Italien, wo er nach einem kurzen Krieg gegen den Usurpator Johannes, der nach Honorius’ Tod den Thron bestiegen hatte, am 23. Oktober 425 in Rom zum Augustus des Westens ausgerufen wurde. Theodosius II. sandte eigens seinen magister officiorum Helio nach Italien, um die Kaiserkrönung vorzunehmen. Valentinian nannte sich fortan Imperator Caesar Flavius Valentinianus Augustus. Da er erst sechs Jahre alt war, als er Kaiser wurde, stand er während der Zeit seiner faktischen Unmündigkeit (rechtlich war ein römischer Kaiser auch als Minderjähriger rechtsfähig) unter der Vormundschaft seiner Mutter, die zunächst vom Heermeister Felix und dem comes Africae Bonifatius unterstützt wurde, dann ab 433 endgültig unter dem Einfluss des ehrgeizigen Heermeisters Aëtius, der seine Konkurrenten Felix und Bonifatius hatte ausschalten können. 437 heiratete Valentinian Licinia Eudoxia (* 422; † 493), die Tochter seines Vetters Theodosius II. und der Aelia Eudocia, und begab sich zu diesem Zweck noch einmal nach Konstantinopel. Seit 440 residierte er als erster Kaiser seit Maxentius wieder häufiger in Rom als in Ravenna. Politik Bereits seit dem ausgehenden 4. Jahrhundert war Westrom zunehmend von Militärs wie Stilicho und Flavius Constantius kontrolliert worden (siehe Magister militum#Entwicklung in Westrom); dies wurde durch den Umstand erleichtert, dass die Kaiser Valentinian II., Honorius und eben Valentinian III. jeweils noch Kinder waren, als sie den Thron bestiegen. Die Position des starken Mannes hinter dem Thron war begehrt und umkämpft; in diesem Wettstreit setzten sich zunehmend Generäle gegenüber Angehörigen der zivilen Administration durch. Sie bestimmten die weströmische Politik. Valentinians Regierungszeit war dabei gekennzeichnet durch eine weitere Erosion der kaiserlichen Autorität und, damit zusammenhängend, den Zerfall des Weströmischen Reichs im Zuge der so genannten Völkerwanderung. Innere Machtkämpfe schwächten das Reich, und barbarische Kriegerverbände nutzten dies aus. Bonifatius soll im Zuge der Rivalität mit Aëtius 429 die Vandalen unter Geiserich zur Hilfe gerufen haben. Diese Behauptung der Quellen wird in der modernen Forschung jedoch meist sehr skeptisch betrachtet, da diese Nachricht nur auf Prokopios von Caesarea und Jordanes zurückgeht, aber nicht in zeitgenössischen Quellen erwähnt wird. Denkbar ist aber, dass Bonifatius die Vandalen ursprünglich als foederati ins Land gerufen hatte, wo diese aber anschließend rebellierten. Die jedenfalls darauffolgende Reichsbildung der Vandalen, begünstigt durch die geringe römische Truppenstärke, umfasste bald die ganze Provinz Africa. Der oströmische General Aspar konnte ihrer Expansion zwar um 434 noch einmal Einhalt gebieten, und 435 schlossen sie (erneut?) ein foedus mit Valentinian III., doch 439 gelang ihnen die Einnahme Karthagos, was für Westrom eine Katastrophe bedeutete: Sizilien wurde verwüstet und Städte an der Westküste des Mittelmeeres von der vandalischen Flotte angegriffen. 441 scheiterte ein (ost-)römischer Gegenangriff, und 442 erhielt Geiserich die Provinz Africa, die nur formal Teil des Römischen Reiches blieb, in einem neuen foedus auch offiziell zugesprochen. Fortan kontrollierten die Vandalen die Getreideversorgung Italiens, das fast ganz von afrikanischem Korn abhing. Dank zwei 2019 entdeckten Inschriften weiß man allerdings, dass zu einem unklaren Zeitpunkt auch eine neue römische Stadt in Nordafrika gegründet und nach dem Kaiser benannt wurde (Valentinianopolis); die genaue Datierung und der Kontext sind aber noch unklar (vgl. Chalal/Dupuis 2020). Hinzu kam, dass dem Reich immer mehr die Kontrolle über große Teile Hispaniens an die Sueben (und später die Westgoten) entglitt. Einzig in Gallien konnte das Reich durchaus noch aktiv werden. Aëtius sorgte dafür, dass dieser Reichsteil wenigstens zu seinen Lebzeiten nicht verloren ging. De facto beherrschten die Römer in Nordgallien jedoch nur die größeren Städte. Unterdessen plünderten die Franken Trier, Reims und Bonn, und föderierte Angelsachsen begannen um 440, Britannien unter ihre Kontrolle zu bringen. Aëtius konnte vor allem aufgrund seiner lange Zeit guten Beziehungen zu den Hunnen und durch das geschickte Ausspielen germanischer Gruppen gegeneinander über mehrere Jahre einen militärischen Zusammenbruch Westroms verhindern und sicherte so zugleich seine eigene dominante Stellung am Kaiserhof. Er, nicht Valentinian, lenkte die Geschicke des Reiches. 450 allerdings kam es zum Konflikt mit den Hunnen unter Attila, der angeblich von einer Hofpartei um Honoria, der Schwester Valentinians III., gegen Aëtius zu Hilfe gerufen worden war. Zwar errang Aëtius 451 in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern einen taktischen Sieg über Attila und seine Verbündeten, doch wurde dieser mit enormen Verlusten unter den ravennatischen Truppen erkauft und hielt Attila zudem nicht von einer Invasion Norditaliens im folgenden Jahr ab. Erst mit dem Tod Attilas 453 brach der militärische Druck durch die Hunnen zusammen. Weitere Feldzüge hatte Aëtius bereits vor 450 gegen die Westgoten in Südgallien, mit denen um 440 ein Friedensabkommen geschlossen wurde, und gegen die Burgunden am Rhein geführt, die weite Teile der Provinz Gallia Belgica erobert hatten. Dieser Kriegerverband wurde 436 mit Hilfe hunnischer Söldner vernichtend geschlagen und 443 im späteren Savoyen angesiedelt. Das Verhältnis zur östlichen Reichshälfte war zunächst gut, da Valentinians Kaisertum seinem Vetter Theodosius II. zu verdanken war. 437 besuchte der Westkaiser Konstantinopel, um der Schwiegersohn seines Cousins zu werden. Das seit vier Jahrzehnten zwischen den beiden Kaiserhöfen umstritten gewesene Illyricum trat er bei dieser Gelegenheit an den Osten ab. Gemeinsam gaben beide Augusti eine Gesetzessammlung in Auftrag, den Codex Theodosianus, der für das Gesamtreich Geltung haben sollte und 438 in Kraft gesetzt wurde. Als Theodosius II. aber 450 ohne leiblichen Erben starb und man in Konstantinopel eigenmächtig den nicht mit dem Kaiserhaus verwandten Militär Markian zum neuen Augustus erhob, ohne Valentinian zu konsultieren, reagierte dieser mit Empörung und weigerte sich zwei Jahre lang, den neuen Ostkaiser anzuerkennen. Wohl erst im Zusammenhang mit dem hunnischen Angriff auf Italien 452 akzeptierte Valentinian Markian offiziell als seinen Herrscherkollegen; doch laut dem zeitgenössischen Geschichtsschreiber Priskos (Fragment 30) warf er noch 454 Aëtius vor, dieser habe ihn gegen seinen Willen genötigt, den Usurpator im Osten nicht zu bekriegen. Der Mord an Aëtius und Valentinians Ende Mit dem Schrumpfen der weströmischen Macht wurde die Abgabenlast mehr und mehr untragbar und die Loyalität der verbliebenen Provinzen stark geschwächt: dem Westreich gingen die Mittel aus, um die notwendigen Truppen zu finanzieren. Dies führte zum Verlust weiterer Gebiete und damit wiederum zu weiter schrumpfenden Einnahmen. Ravenna war auch nach 440 Valentinians Hauptresidenz, aber über ein Viertel seiner langen Regierungszeit verbrachte er in Rom. Unterdessen hatte sich Westrom zusehends in ein vom Militär beherrschtes Staatswesen verwandelt, in dem die zivile Verwaltung, und mit ihr der Kaiser, zunehmend machtlos war. Aëtius herrschte faktisch als Militärdiktator, und nach Attilas Tod schien es niemanden mehr zu geben, der ihm noch gefährlich werden konnte. Valentinian III. scheint sich mit diesem Zustand nicht abgefunden zu haben. Nachdem Attila 453 gestorben war, schien dem Kaiser offenbar der Moment gekommen, sich seines übermächtigen Heermeisters zu entledigen. Im September 454 wurde Aëtius, dessen Sohn nun Valentinians Tochter Eudocia heiraten und somit familiär mit dem Kaiserhaus verbunden werden sollte, während einer Sitzung des consistorium, des Staatsrats, von Valentinian auf dem Palatin in Rom ermordet – laut den Zeitgenossen Hydatius von Aquae Flaviae und Priskos eigenhändig: „Als Aëtius gerade die Finanzlage erläuterte und die Steuereinnahmen vorrechnete, sprang Valentinian mit einem Schrei auf einmal von seinem Thron auf und brüllte, er werde es nicht länger ertragen, durch derlei Betrügereien beleidigt zu werden. Er behauptete, Aëtius wolle ihn, indem er ihm die Schuld an den Problemen zuschob, nun auch um die Herrschaft im Westen bringen, wie er es bereits mit dem Osten getan habe; denn nur wegen Aëtius habe er damals darauf verzichtet, dort Markian vom Thron zu entfernen. Während Aëtius angesichts dieses Ausbruchs noch wie gelähmt dastand und nur versuchte, diesen unvernünftigen Anfall zu dämpfen, zog Valentinian bereits sein Schwert aus der Scheide und stürzte sich gemeinsam mit Heraclius, der eine Axt unter seinem Umhang verborgen hatte (denn er war der oberste Eunuch), auf ihn (…). Nachdem er Aëtius erschlagen hatte, tötete Valentinian auch den Präfekten Boethius, der hoch in Aëtius’ Gunst gestanden hatte. Er ließ ihre Leichen unbestattet auf dem Forum präsentieren und berief unverzüglich den Senat ein, wo er gegen beide Männer schwere Vorwürfe erhob, da er fürchtete, es könne wegen Aëtius zu einer Revolte kommen.“ – Priskos, Fragment 30,1 in der Edition von Roger C. Blockley Der Kaiser sah offenbar keinen anderen Ausweg: Seine Mittel genügten nicht mehr, um den übermächtigen Heermeister auf legalem Weg aus dem Verkehr zu ziehen. Anschließend übernahm er selbst den Oberbefehl über die Truppen und versuchte, das Ansehen des Kaisertums wiederherzustellen. Doch konnte Valentinian aus der Ermordung des magister militum, mit dem gemeinsam der praefectus praetorio Boethius (der Großvater des gleichnamigen Philosophen) den Tod fand, langfristig keinen Gewinn ziehen – im Gegenteil: Am 16. März des folgenden Jahres wurde der Kaiser zusammen mit Heraclius durch zwei ehemalige Gefolgsleute des Aëtius erschlagen, als er auf dem Marsfeld in Rom einer Truppenübung beiwohnen wollte. Niemand aus seiner Garde schritt ein, um ihn zu verteidigen. Nach dem Tod Valentinians wurde seine Gemahlin Licinia Eudoxia zur Ehe mit dem Senator und Usurpator Petronius Maximus in Rom gezwungen. Angeblich sollen daraufhin die Vandalen unter Geiserich von der Witwe Valentinians herbeigerufen worden sein; ob dies zutrifft, ist aber umstritten. Politisch gab es genügend andere Gründe für ein Eingreifen des Vandalenkönigs Geiserich, da sich nach dem Tod Valentinians die zuvor guten Beziehungen zwischen Westrom und Karthago erheblich verschlechtert hatten und Italien zudem von Truppen weitgehend entblößt und daher schutzlos war. Die Vandalen überfielen noch 455 die Stadt Rom, wobei Petronius Maximus den Tod fand, und brachten Licinia Eudoxia und ihre beiden Töchter, Eudocia und Placidia, nach Africa. Eudocia (* 439; † 471/72) war seit 442 mit Geiserichs Sohn Hunerich (* 430/440?; † 484) verlobt, den sie 455 oder 456 heiratete. Placidia heiratete spätestens 454 den Senator Olybrius, der 472 kurzzeitig selbst weströmischer Kaiser war. Moderne Bewertung Valentinian fehlte zwar, wie sich 454 zeigte, nicht grundsätzlich die Kraft, das Reich in dieser Krisenzeit zu regieren, aber es gelang ihm nie wirklich, sich von seiner Umgebung zu emanzipieren, wobei seine Person als typisch für die zumeist schwachen spätantiken Kaiser des Westens seit Honorius gelten muss: Wie stark er selbst handelnd in die Regierungsgeschäfte eingriff, ist völlig unklar. Als er sich schließlich 454 durch den Mord an Aëtius zu emanzipieren versuchte, resultierte dies in seinem eigenen Tod, einer weiteren Schwächung des Kaisertums und einem weiteren Bürgerkrieg. Andererseits war seine formal 30-jährige Regierungszeit eine der längsten im römischen Kaiserreich, ebenso wie die seiner Dynastie, die auf Valentinian I. (364 bis 375) zurückging. Mit dem Ende dieser Dynastie verlor der weströmische Reichsteil rasant an Stabilität. Dass es Valentinian III. nicht gelang, die Autorität und Handlungsfähigkeit des westlichen Augustus gegenüber dem Militär wiederherzustellen, hatte weitreichende Konsequenzen: Den folgenden Kaisern, unter denen einige durchaus tatkräftige Gestalten wie Majorian und Anthemius waren, gelang es nicht mehr, sich dauerhaft auf dem Thron zu etablieren. Das Erbe des Aëtius als patricius und Reichsfeldherr trat 456 Ricimer an, der bis zu seinem Tod 472 der starke Mann im zerfallenden Westreich bleiben sollte, der den Kaisern seinen Willen aufzwang und sie mitunter sogar töten ließ. | FLAVIUS PLACIDIUS, Valentinian III. (I47233)
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| 3686 | Kirchenältester | LUTHER, Johan ´der Jüngere` (I730)
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| 3687 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7718)
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| 3688 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I7415)
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| 3689 | Klärung ihrer Abstammung Gertrud von Hohenberg war die älteste Tochter des Grafen Burkhard V. von Hohenberg und dessen Ehefrau Pfalzgräfin Mechthild von Tübingen, Tochter von Pfalzgraf Rudolf II. von Tübingen. Die schwäbischen Grafen von Hohenberg waren eine früh abgespaltene Seitenlinie der Grafen von Zollern. Die Acta Murensia nennen sie “uxor Gertrudis, quae et Anna, Ludovici, Comitis Froburgi et Hochbergi Comitis filia” (die Ehefrau Gertrud, die auch unter dem Namen Anna erscheint, die Tochter Ludwigs, des Grafen von Frohburg und Hochberg). Der Schweizer Historiker Aegidius Tschudi († 1572) stellte folglich die These auf, dass Gertrud von Hohenberg aus dem Hause Homberg-Frohburg stamme.[1] Gemäß Tschudi wäre Gertrud Tochter des Grafen Ludwig und Schwester von Graf Hartmann und Graf Herman IV. Die Grafschaft Homberg kam jedoch erst durch Heirat ihres (von Tschudi vermuteten) Bruders Herman IV. mit der Erbtochter des Grafen Werner III. von Homberg an die Frohburger.[2] Diese ältere Auffassung wurde 1758 durch Johann Friedrich Herbster zweifelsfrei widerlegt, der Gertrud oder Anna dem schwäbischen Hause Hohenberg zuordnen konnte.[3] Grundlage dafür war ihm eine Urkunde vom 27. Februar 1271. Darin verkauft ihr Ehemann Rudolf, Graf von Kyburg[4] und Habsburg dem Kloster St. Märgen einen Hof in Tiengen (Freiburg im Breisgau), der ihm als Heiratsgut seiner Gemahlin Gertrud (“Nobilis mulieris Gertrudis uxoris”) verpfändet war. Dieser Transaktion stimmten die Brüder Gertruds “… nobilium virorum fratrum suorum Alberti, Burchardi et Vlrici Comitum de Hohinberg” ausdrücklich zu. Der Sachverhalt ist in drei Urkunden bezeugt.[5] Demzufolge stammte Gertrud mit Gewissheit aus dem Haus der schwäbischen Hohenberg. | VON HOHENBERG, Gertrud (Anna) (I1931)
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| 3690 | KLETTGAU ist eine Landschaft und Region im südbadischen Landkreis WALDSHUT und in den Schweizer Kantonen AARGAU, SCHAFFHAUSEN und ZÜRICH. Der KLETTGAU ist das Gebiet zwischen Hochrhein im Süden, Randen im Nordosten sowie dem Hotzenwald und dem Schwarzwald im Nordwesten. Zur Zeit des Römischen Reiches war das Gebiet nach den Alpenfeldzügen und den Eroberungen unter Cäsar und Germanicus bis zur Varusschlacht als Germania superior (Obergermanien) Römische Provinz. Später wurde das Gebiet des KLETTGAUS von den Franken beherrscht. In den Jahren 481 bis 511 wurde Schwaben durch CHLODWIG I. und dessen Sohn CHLOTHAR I. beherrscht. CHLODWIG hatte in der SCHLACHT BEI ZÜLPICH die Alemannen geschlagen, und es gehörte damit zum FRÄNKISCHEN REICH (AUSTRIEN). Nach dem Zerfall des Frankenreichs wurde unter KARL DEM GROSSEN das Reich neu aufgeteilt. Um 781 wurde der KLETTGAU in zwei Gaue geteilt, von denen der westliche Teil den Namen ALBGAU erhielt. Der Name ist erstmals urkundlich für das Jahr 792 belegt. Der KLETTGAU ist großteils katholisch, als Patronin gilt die NOTBURGA VON BÜHL. Durch die Reformation bildete sich im Raum Schaffhausen und allgemein auf Schweizer Gebiet eine evangelische Mehrheit. Graf HEINRICH VON LUPFEN heiratete eine Schwester des Grafen von Küssaburg. So kam das Landgrafenamt im KLETTGAU nach einem Streit mit dem BISCHOF VON KONSTANZ, der ebenfalls Rechte besaß, durch einen Vergleich 1251 an die von Lupfen. Er nannte sich ab dem 25. April 1251 HEINRICH I., Landgraf VON LUPFEN-STÜHLINGENn. Zeitweise wohnte er noch auf der alten Stammburg in der Baar. Er starb 1256. Sein Sohn EBERHARD I. war der Stammvater der EBERHARDSCHEN LINIE, die 330 Jahre lang regierte. Gleich nach seinem Amtsantritt erhob er Stühlingen zur Stadt. 1262 wird von einer Stadt berichtet: „und setzen zuo der Burck unser Stat Stuelingen“. Eine Gründungsurkunde ist nicht vorhanden, es existiert jedoch ein Stadtsiegel von 1365. | VON KÜSSENBERG, N. (I1746)
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| 3691 | Kloster Kastl ist ein ehemaliges Kloster in der Oberpfalz/Bayern (Diözese Eichstätt), das zunächst von Benediktinern besiedelt wurde, später in den Besitz der Jesuiten und dann Malteser kam. Im Jahr 1958 entstand dort ein ungarisches Gymnasium mit Internat, das den Betrieb 2006 einstellte. Seit 2017 werden Kloster- und Schulgebäude saniert, es entsteht dort eine Außenstelle der Polizeihochschule Sulzbach-Rosenberg. | VON KASTL, Graf Graf Friedrich I. (I18306)
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| 3692 | Kloster Münsterlingen war zuerst ein Augustiner-Chorfrauenstift, später ab dem 16. Jahrhundert ein Kloster von Benediktinerinnen in der Gemeinde Münsterlingen des Schweizer Kantons Thurgau. Ursprünglicher Standort am Ufer des Bodensees Früheres Kloster Münsterlingen am Seeufer Luftbild auf das Gelände des ursprünglichen Klosters in Münsterlingen Der Legende nach soll das Kloster um 986 von einer Schwester des Abts Gregor von Einsiedeln (964–996) direkt am Ufer des Bodensees gegründet worden sein aus Dankbarkeit dafür, dass sie bei der Überquerung des Bodensees aus Seenot durch einen Föhnsturm gerettet wurde. Der Ort wurde Monasteriolum und später Münsterlingen genannt. Von 986 bis 1000 wurden Schwestern vom Augustinerkloster in Kreuzlingen nach Münsterlingen verlegt und hielten sich auch dort an die Augustinerregeln.[1] Die Abtei war der hl. Walburga geweiht und sah von Anfang an ihre Aufgabe in der Krankenpflege. 1125 gestattete Kaiser Heinrich V. dem Bischof von Konstanz, Ulrich I. von Kyburg-Dillingen, die Restaurierung des Klosters und verlieh dem Haus verschiedene Gefälle. Papst Innozenz IV. bestätigte 1254 die Augustinerregel, Papst Alexander VI. 1497 in einer Bulle deren Beachtung. Die Nonnen wurden im Spätmittelalter auch als Dominikanerinnen betrachtet, obwohl sie diesem Orden nicht angehörten. Jedoch waren seit dem ersten Viertel des 14. Jahrhunderts ihre Seelsorger Dominikaner aus dem Predigerkloster St. Niklaus in Konstanz. Als Schirmvögte amteten die Herren von Klingen, doch konnte sich das Frauenkloster 1288 von deren Vogtei loskaufen. Das Kloster baute die Immunität für den Klosterbezirk aus und begann, eine Gerichtsherrschaft über ihre Höfe zu errichten. Im 14. Jahrhundert nahm die Stadt Konstanz das Kloster Münsterlingen in ihr Burgerrecht auf. 1460 kam Münsterlingen unter die Kastvogtei der sieben im Thurgau regierenden eidgenössischen Orte (Zürich, Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus) und unterstand fortan deren hohen Gerichtsbarkeit. 1486 erwarb Münsterlingen vom Kloster Petershausen die Hälfte der Gerichtsherrschaft von Landschlacht. Die andere Hälfte kaufte das Kloster 1621 von elf Inhaberfamilien in Landschlacht. Durch die Gerichtsherrschaft erhielt Münsterlingen 1509 vertraglich im statuierten thurgauischen Gerichtsherrenstand Einsitz. Das Kloster behielt die niedere Gerichtsbarkeit unter anderem in Münsterlingen, Landschlacht, Uttwil, einem Teil von Schönenbaumgarten und Belzstadel bis 1798.[ | VON HOHENLANDENBERG, Ursula (I47107)
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| 3693 | Knappe, (Schildknappe (auch Knappe, Page) hieß im Mittelalter ein ritterbürtiger junger Mann (Edelknabe), der bei einem Ritter das Waffenhandwerk erlernte und Hilfsdienste verrichtete. Weil er seinem Herrn häufig den Schild nachtrug, wurde er auch „Schildträger“ (spät-lat.: scutarius, scutiger, scutifer) oder (eher irreführend:) „Waffen-(Wappen-)Träger“ (armiger) genannt.) Stellvertreter des Proc. General bei der Baillage und in der Cour des Grands-Jours c. St.Mihiel 1581, Anwalt im Parlament c. St.Mihiel, Staatsrat c. SA & am Sovereign Court v. Lothringen 1608. beigesetzt, in der Stiftskirche c. St.Mihiel (64 J.) Lachaussée ist eine französische Gemeinde mit 270 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Meuse in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Lachaussée liegt am Étang de Lachaussée, ungefähr 30 Kilometer südwestlich von Metz und 35 Kilometer südöstlich von Verdun. Das Gemeindegebiet ist Teil des Regionalen Naturparks Lothringen. https://de.wikipedia.org/wiki/Lachaussée Saint-Mihiel ist eine Gemeinde im Nordosten Frankreichs im Département Meuse in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Die einwohner werden „Sammielloises“genannt. https://de.wikipedia.org/wiki/Saint-Mihiel | GALLOIS, de de Pierre (I1242)
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| 3694 | Koloman war der zweite Sohn von König Andreas II. von Ungarn und Gertrud von Meran-Andechs. 1214 wurde der Sechsjährige mit der dreijährigen Salomea von Polen, Tochter des polnischen Großherzogs Leszek I. verheiratet. Daraufhin wurde er von beiden Herrschern zum Fürsten von Halitsch eingesetzt. Das Gebiet war von beiden kurz zuvor erobert worden. Im Frühjahr 1215 zog Fürst Mstislaw von Nowgorod in das Gebiet und eroberte es (1215 oder 1219?). König Andreas bat Papst Innozenz III., den Erzbischof Johannes von Esztergom zu bevollmächtigen, Koloman zum König von Galizien und Lodomerien (Rex Galiciae et Lodomeriae) zu krönen. Dieses erfolgte 1215 oder Anfang 1216. Nach der Herrschaft von Mstislaw über Halitsch (1215 oder 1219) eroberten Andreas II. und Leszek I. das Fürstentum zurück und setzten Koloman wieder zum Herrscher ein. 1221 wurde dieser von Mstislaw erneut abgesetzt und gefangen genommen. Sein Vater löste ihn später aus. 1226 wurde Koloman zum Fürsten von Slawonien, Kroatien und Dalmatien von seinem Vater eingesetzt. 1241 starb er kurze Zeit nach der Schlacht von Mohi gegen die eingefallene Goldene Horde der Tataren. | VON GALIZIEN, Koloman (I39089)
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| 3695 | Konfirmation 1777 | SLUYTER, Abraham Johann (I19005)
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| 3696 | Konfirmation: Mi., 26. Mai 1632, Wickrathberg | AN GEN HAAN, Katharina ´Trinchen` (I5019)
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| 3697 | König der Angelsachsen, 901-924, König von England, König, Konge av Wessex og Kent 901 - 924, Konge i England 899-924, König von England (7., 899-924), König von England, König von Wessex, König 901-925, Koning van Wessex, König der Engländer | VON BOURGOGNE (WELFEN), Edward I. ´der Ältere` (I8869)
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| 3698 | König Desiderius festigte seine Stellung im Langobardenreich, indem er 758 dux Liutprand von Benevent vertrieb und Arichis II. in dessen Amt einsetzte, dem er seine Tochter Adelperga zur Frau gab.[2] Adelperga wurde von ihrem Lehrer Paulus Diaconus an den beneventinischen Hof begleitet.[3] Paulus widmete ihr seine Werke Historia Romana (Römische Geschichte) und Versus de Annis, einem Akrostichon, bei dem die Anfangsbuchstaben der Verse die Worte Adelperga pia bilden. Nach der Eroberung des Langobardenreiches im Jahr 774 durch Karl den Großen schloss Arichis II. mit diesem ein Bündnis, das die fränkische Oberhoheit formell anerkannte. Doch blieb das Dukat Benevent unter Arichis II., der den Titel princeps annahm und seit 774 mit königsgleicher Macht regierte, selbstständig.[5] In kultureller Hinsicht bildete Arichis Herrschaft einen Höhepunkt der beneventischen Geschichte: Künste und Bildung blühten auf.[6] Königin Adelperga war für ihre Kenntnisse in Philosophie, Poesie, Geschichte und Exegese bekannt.[3] Adelperga und Arichis stifteten die Kirche Santa Sofia in Benevent.[3] Arichis starb am 26. August 787, doch Karl der Große zögerte Grimoald III., den rechtmäßigen Erben, aus der Geiselhaft nach Benevent zu entlassen. Adelperga übernahm für einige Monate die Regentschaft bis Grimoald III., der Karls Oberherrschaft anerkannte und einen Treueid schwor, Anfang 788 Herzog von Benevent und Salerno wurde.[7] Ihr weiteres Leben ist nicht überliefert. | VON ITALIEN, Adelperga (I22570)
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| 3699 | König RUDOLF III. erbaute um 1011 das erste Schloss Neuenburg als Geschenk für seine Gattin IRMINGARD. Er gründet somit auch die Stadt Neuenburg. Französischer Name: ULRICH II. DE NEUCH´A`TEL, dit aussi ULRICH II. DE FENIS 1180 legten ULRICH II.VON NEUENBURG und seine Gattin BERTHA VON GRANGE den Grundstein für ein neues Schloss und die Eglise collégiale. | VON GRANGE \ DE GRANGES, Baronin Baronin Berta \ Berthe (I8006)
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| 3700 | Königsfelden ist ein ehemaliges Doppelkloster der Klarissen und Franziskaner in der Gemeinde Windisch im Schweizer Kanton Aargau. Es wurde 1309 durch die Habsburger gegründet und nach der Reformation im Jahr 1528 säkularisiert. Der Gebäudekomplex diente anschliessend als Residenz der Berner Landvögte, seit 1868 befindet sich hier eine Psychiatrische Klinik. Die Kirche gehört seit 2009 zum Museum Aargau. Der aus dem 14. Jahrhundert stammenden Glasmalereizyklus gilt mit der Chorverglasung des Berner Münsters als bedeutendster der Schweiz. Bekannte Äbtissinnen von Königsfelden um 1313 Hedwiga von Kuntzlau 1318–1324 Guta von Bachenstein 1329 Benigna von Bachenstein um 1330–1340 Agnes[3] von Brandis? (Agnes von Ungarn, wie allgemein angenommen wird, kann es nicht gewesen sein, da sie nach Gerbert selbst nie dem Orden beitrat und den Schleier nahm).[4] Möglich ist, dass die Äbtissin des Damenstifts Säckingen zeitweise auch Äbtissin der Damenstifts Königsfelden war. Zur gleichen Zeit nämlich war Agnes von Brandis, Äbtissin von Säckingen. Als ihre Vorgängerin wird dort bis 1330 Adelheit von Uhlingen genannt. um 1334 Adelheid I. um 1355 Elisabeth I. von Leiningen? (Liebenau sieht darin eine Verwechslung der Jahreszahl 1455)[3] um 1371 Anna I. von Goldenberg 1374–1383 Irmengard von Hohenberg um 1405 Adelheid II. von Hallwyl 1406–1408 Margaretha I. von Wachingen 1411–1415 Margaretha II. von Grünenberg 1416–1456 Elisabeth II. von Leiningen um 1456 Ursula von Mirlingen um 1459 Eva von Erpach um 1471 Osanna Jäger 1472–1492 Apollonia von Hohenberg 1497–1506 Anna II. von Stein 1511–1513 Emerita Lutschern 1516–1528 Katherina von Waldburg | VON HALLWIL, Adelheid (I31962)
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