Strauss Genealogie


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3451 In der Schlacht bei Pontuvio (Pontedeume) schlug Fruela I. ein maurisches Heer. Im entvölkerten Galicien führte er Wiederbesiedlungsmaßnahmen durch. Er warf einen Aufstand der Basken nieder; unter den Gefangenen war eine aus Álava stammende junge Frau namens Munia, die Fruela heiratete. Bis tief in maurisches Gebiet, in die Gegend von Valencia und Murcia, führte er Plünderungszüge. Auch gründete er die Stadt Oviedo.

Die asturischen Quellen (Chronik Alfons' III., Chronicon Albeldense) beschreiben Fruela I. als wild und gewalttätig und berichten, dass er seinen Bruder Vimara eigenhändig tötete. Dem Chronicon Albeldense zufolge verdächtigte er Vimara, nach der Königswürde zu streben. Schließlich wurde Fruela von seinen Höflingen in der damaligen asturischen Hauptstadt Cangas de Onís ermordet.

Fruela hinterließ einen minderjährigen Sohn, den späteren König Alfons II. Sein Nachfolger wurde sein Cousin Aurelio. 
(ASTURIEN), Fruela I. (I37773)
 
3452 In der Schlacht bei Pressburg wurde der von Markgraf Luitpold von Bayern angeführte bayerische Heerbann am 4. Juli 907 vernichtend von den Ungarn unter deren Großfürst Árpád geschlagen. Das Gebiet der später so genannten „Ostmark“ (Marcha orientalis) entglitt als Folge dieser Schlacht wieder der Kontrolle durch das Ostfränkische Reich und die kolonisatorischen Bestrebungen in diesem Raum kamen für rund ein halbes Jahrhundert zum Erliegen. VON EPPENSTEIN, Hartwig (I39602)
 
3453 In der Schlacht von Andernach am 2. Oktober 939 waren es Udo und sein Vetter Konrad Kurzbold, Graf im Niederlahngau, welche die beiden im Aufstand gegen den König und späteren Kaiser Otto I. befindlichen Herzöge Eberhard von Franken und Giselbert von Lothringen besiegten. Obwohl beide Konradiner und Vettern Eberhards waren, standen sie auf Ottos Seite. Sie waren den marodierenden Rebellen mit einer kleinen Streitmacht gefolgt, griffen aber erst an, als der Großteil der Gegner bereits über den Rhein gesetzt hatte, die beiden Anführer aber noch nicht. Eberhard fiel im Kampf, und Giselbert ertrank im Rhein bei dem Versuch, zur anderen Seite zu entkommen. Laut Thietmar von Merseburg soll Udo eigenhändig Eberhard erschlagen haben. Der Aufstand gegen Otto I. brach damit zusammen.

Udo erbte die Allodien seines Vetters Eberhard, nicht jedoch dessen Herzogswürde. König Otto dankte ihm außerdem für seine Loyalität, indem er Udo die Erlaubnis erteilte, seine Lehen und Grafschaften unter seine Söhne zu teilen, als ob es erbliche Eigengüter gewesen seien. 949 beerbte Udo auch seinen Vetter Konrad Kurzbold.  
VON DER WETTERAU, Herzog Herzog Udo I. (I11032)
 
3454 In der Schlacht von Andernach am 2. Oktober 939 waren es Udo und sein Vetter Konrad Kurzbold, Graf im Niederlahngau, welche die beiden im Aufstand gegen den König und späteren Kaiser Otto I. befindlichen Herzöge Eberhard von Franken und Giselbert von Lothringen besiegten. Obwohl beide Konradiner und Vettern Eberhards waren, standen sie auf Ottos Seite. Sie waren den marodierenden Rebellen mit einer kleinen Streitmacht gefolgt, griffen aber erst an, als der Großteil der Gegner bereits über den Rhein gesetzt hatte, die beiden Anführer aber noch nicht. Eberhard fiel im Kampf, und Giselbert ertrank im Rhein bei dem Versuch, zur anderen Seite zu entkommen. Laut Thietmar von Merseburg soll Udo eigenhändig Eberhard erschlagen haben. Der Aufstand gegen Otto I. brach damit zusammen.

Udo erbte die Allodien seines Vetters Eberhard, nicht jedoch dessen Herzogswürde. König Otto dankte ihm außerdem für seine Loyalität, indem er Udo die Erlaubnis erteilte, seine Lehen und Grafschaften unter seine Söhne zu teilen, als ob es erbliche Eigengüter gewesen seien. 949 beerbte Udo auch seinen Vetter Konrad Kurzbold.  
IN DER WETTERAU, Graf Graf Udo I. (I11061)
 
3455 In der Schlacht von Civitate am 18. Juni 1053 besiegte eine normannische Armee das päpstliche Heer von Papst Leo IX.

Hintergründe
Die Normannen zogen ins südliche Italien ein und folgten somit der Schenkung von Aversa aus dem Jahr 1030. Das alarmierte den Papst. Im Jahr 1052 traf sich Leo IX., gebürtiger Graf Bruno von Egisheim im Elsass, mit seinem Vetter 2. Grades Kaiser Heinrich III. in Sachsen, um die „Normannenplage“ zu besprechen und um Heinrich um Hilfe zu bitten. Hilfe wurde ihm jedoch lediglich in Form eines kleinen Heeres gewährt, welches aber bald wieder zurückgerufen wurde, was in weiterer Folge einen Keil zwischen die deutschen Kaiser und das Papsttum trieb, und so kehrte Leo im März 1053 nach Rom zurück. Mit ihm zogen lediglich 700 Schwaben unter Führung des Grafen Adalbert II. von Winterthur und dessen Bruders, des Reichssturmfähnrichs Graf Werner II. von Grüningen,[1] sowie ca. 2.000 Mann aus der Bevölkerung von Italien und der Lombardei. Er bemühte sich daher um eine Allianz mit dem Kaiser von Byzanz, welche auch zustande kam, und so zog er zuversichtlich gegen die Normannen nach Süden Richtung Siponto. Die Normannen versperrten ihm aber den Weg zu den Byzantinern, und so trafen sich die Heere am Fluss Fortore bei Civitate[2] nordwestlich von Foggia.

Die Schlacht
Da die normannische Armee dem Heer des Papstes zahlenmäßig unterlegen war, suchten ihre Anführer ihr Heil erst einmal in Verhandlungen. In großer Zuversicht auf das baldige Erscheinen der Byzantiner unter Herzog Argyros ließ der Papst diese jedoch abbrechen. Darauf griffen die Normannen am 18. Juni 1053 das päpstliche Heer an, das zwar inzwischen auf rund 6.000 Mann angewachsen war, aber großteils aus Fußtruppen bestand. Die Normannen brachten es lediglich auf rund 3.500 Mann, die meisten waren jedoch zu Pferd und schwer bewaffnet.

Die Normannen teilten sich in drei Blöcke. Jeder Block wurde von einem der normannischen Grafen kommandiert, das Zentrum von Richard von Aversa, der rechte Flügel von Humfred von Hauteville und der linke von Robert Guiscard, dem Bruder Humfreds. Die päpstliche Armee wurde von Herzog Gottfried von Lothringen und Rudolf von Benevent kommandiert, während Graf Adalbert die Schwaben befehligte und seinem Bruder Werner als „primicerius et signifer regis“[3] wohl der Vorstreit zukam. Der Papst selbst beobachtete die Schlacht von Civitate aus.

Die normannische Kavallerie preschte den Hügel hinunter auf die Ebene vor der Stadt, um einen gemeinsamen Ansturm der schweren Reiter auf die Hauptstreitmacht des Papstes durchzuführen. Robert Guiscard tat sich hierbei als großer Kämpfer hervor, wurde er doch der Legende nach sogar dreimal vom Pferd gezogen und kämpfte sich immer wieder zurück. Dieser gelungene Schachzug führte zu Auflösungserscheinungen im päpstlichen Heer, so dass dem Papst fast nur noch die schwäbischen Grafen und ihre Fußtruppen verblieben. Diese waren nun hoffnungslos unterlegen und wurden ausnahmslos – also auch ihre Anführer Adalbert und Werner – niedergestreckt.

Auswirkungen
Der Papst selbst wurde gefangen genommen und musste während seiner neunmonatigen Gefangenschaft in Benevent die normannischen Grafen als rechtmäßige Herren über die von ihnen eroberten Gebiete anerkennen. Alle Grafen erhielten ihre Gebiete vom Papst als Lehen. Wie die Gefangennahme vonstattenging, ist nicht ganz klar. Einerseits wurde berichtet, dass sich der Papst selbst ergab, um dem Tod zu entgehen, während andere Seiten berichten, dass ihn die Stadt auslieferte, um nicht geschleift zu werden. Schwerkrank freigelassen, starb Leo IX. am 19. April 1054 in Rom. 
VON WINTERTHUR, Adalbert II. (I36572)
 
3456 In Deutschland ist Wilhelm V. in erster Linie als Vater der Kaiserin und Regentin Agnes von Poitou bekannt.

Er war ein kultivierter und frommer Herrscher, befreundet mit Fulcher von Chartres, der aus dem wohlhabenden aquitanischen Hof ein intellektuelles Zentrum in Südfrankreich machte, aufgrund seines Mangels an militärischen Fähigkeiten aber auch eine Reihe von Rückschlägen hinnehmen musste. So bat er König Robert II. (regierte 996–1031) um Hilfe, um seinen Vasallen, den Grafen von La Marche, in den Griff zu bekommen, der gemeinsame Feldzug endete jedoch mit einem Misserfolg. Von Fulko III., Graf von Anjou wurde er geschlagen, dem er daraufhin die Gegend um Loudun und Mirebeau überlassen musste. Die Wikinger fügten ihm 1006 eine weitere Niederlage zu. Schließlich verkleinerte er sein Gebiet um Confolens, Ruffec und Chabanais, um seinen Vasallen, den Grafen von Angoulême, zu belohnen.

Als Italiener 1024/1025 nach Frankreich kamen, um einen König für ihr Land zu suchen, und dabei mit dem König von Frankreich aneinandergerieten, als sie dessen Sohn Hugo ansprachen, wandten sie sich anschließend an Wilhelm, der auch nach Italien reiste, um den Vorschlag zu prüfen, dann aber wegen der unübersichtlichen politischen Lage in Italien für sich und seinen Sohn verzichtete.

Der Chronist Adémar de Chabannes schrieb einen Lobgesang auf Wilhelm, der dennoch eine der wichtigsten Quellen für seine Regierung ist. 
VON AQUITANIEN, Wilhelm V. (I41544)
 
3457 In Deutschland ist Wilhelm V. in erster Linie als Vater der Kaiserin und Regentin Agnes von Poitou bekannt.

Er war ein kultivierter und frommer Herrscher, befreundet mit Fulcher von Chartres, der aus dem wohlhabenden aquitanischen Hof ein intellektuelles Zentrum in Südfrankreich machte, aufgrund seines Mangels an militärischen Fähigkeiten aber auch eine Reihe von Rückschlägen hinnehmen musste. So bat er König Robert II. (regierte 996–1031) um Hilfe, um seinen Vasallen, den Grafen von La Marche, in den Griff zu bekommen, der gemeinsame Feldzug endete jedoch mit einem Misserfolg. Von Fulko III., Graf von Anjou wurde er geschlagen, dem er daraufhin die Gegend um Loudun und Mirebeau überlassen musste. Die Wikinger fügten ihm 1006 eine weitere Niederlage zu. Schließlich verkleinerte er sein Gebiet um Confolens, Ruffec und Chabanais, um seinen Vasallen, den Grafen von Angoulême, zu belohnen.

Als Italiener 1024/1025 nach Frankreich kamen, um einen König für ihr Land zu suchen, und dabei mit dem König von Frankreich aneinandergerieten, als sie dessen Sohn Hugo ansprachen, wandten sie sich anschließend an Wilhelm, der auch nach Italien reiste, um den Vorschlag zu prüfen, dann aber wegen der unübersichtlichen politischen Lage in Italien für sich und seinen Sohn verzichtete.

Der Chronist Adémar de Chabannes schrieb einen Lobgesang auf Wilhelm, der dennoch eine der wichtigsten Quellen für seine Regierung ist. 
(AQUITANIEN), Wilhelm V. ´der Große` (I37634)
 
3458 in die Vaterstadt zurückgekehrt Schulrat, Bürgerrat, Mitglied des Kaufmännischen Directoriums und mehrerer Finanzinstitute;  GSELL, Jakob Laurenz (I4410)
 
3459 In Diensten Maximilians I.

Erste Nennung in den Innsbrucker Raitbüchern 1490
Im Jahre 1490 trat Johann Baptista zusammen mit seinen Onkeln Janetto und Franz von Taxis in den Dienst König Maximilians I., um gemeinsam mit diesen ein funktionierendes länderübergreifendes Post- und Kurierssystem aufzubauen.

Zwischen 1504 und 1506 verwaltete er die istrischen Güter seines Onkels Janetto, bevor er als oberster Kuriermeister und Postorganisator in den Dienst Maximilians zurückkehrte.

Im Jahre 1512 organisierte Johann Baptista die Felleisenstafetten von Innsbruck und Augsburg zum Reichstag nach Trier und Köln. Im Mai desselben Jahres wurde er zusammen mit Franz von Taxis und dessen Brüdern sowie seinen eigenen Brüdern in den einfachen erblichen Adelsstand erhoben.

Assistent von Franz von Taxis in den Niederlanden
Im Zuge der Ermittlungen gegen Gabriel von Taxis, der verbotenerweise Privatbriefe in einem verschlossenen kaiserlichen Felleisen befördert hatte, geriet auch Johann Baptista in Misskredit. Der Rechnungshof (Raitkammer) warf ihm unter anderem vor, falsch abzurechnen, indem er 8 Gulden zur Bezahlung der „Possten“ einnahm, aber nur 7 ½ Gulden auszahlte. Die Innsbrucker Hofkammer forderte ihn erstmals im September 1513 auf, aus den Niederlanden nach Innsbruck zurückzukehren, um dort Rechenschaft abzulegen. Johann Baptista rechtfertigte sich in einem Schreiben vom 4. Oktober 1513 aus Namur, verwies auf seine offizielle Beurlaubung durch Maximilian I. und blieb – nicht zuletzt wegen seiner Heiratspläne – in den Niederlanden, wo er in den Niederländisch-Burgundischen Postdienst unter Franz von Taxis eintrat. Im Jahre 1515 wurde Johann Baptista durch Maximilian rehabilitiert.

Im Postvertrag Karls V. vom 12. November 1516[A 1] wurde Johann Baptista als Assistent von Franz und gleichzeitig zusammen mit Franz als Hauptpostmeister (capitaines et maistres des postes) und Post- und Kuriermeister bezeichnet. Nach Inkrafttreten dieses Vertrages sollten Franz und Johann Baptista von Brüssel aus binnen zwölf und in umgekehrter Richtung binnen zwanzig Tagen neue Routen anlegen. Die Postreiter auf den stillgelegten Routen sollten gekündigt und ausbezahlt werden. Aus dem Tagebuch des Lucas Rem und anderen Quellen ist jedoch bekannt, dass zumindest der Niederländische Postkurs von Brüssel nach Innsbruck wegen der Ächtung Herzog Ulrichs von Württemberg und Sickingens Belagerung von Worms zeitweilig über Straßburg und den Bodensee umgeleitet werden musste.

Wegen des absehbaren Todes von Franz verlieh König Karl am 30. November 1517 in Valladolid Johann Baptista die Anwartschaft auf das oberste Post- und Kuriermeisteramt.

Johann Baptista als Generalpostmeister unter Karl V.
Nach dem Tod des Franz von Taxis schloss Karl am 20. Dezember 1517 in Valladolid mit Johann Baptista sowie dem in Spanien tätigen Maffeo von Taxis einen neuen Postvertrag ab. Darin reduzierte sich die vereinbarte Jahrespauschale, weil Karl keine Landverbindung nach Neapel mehr brauchte. Gleichzeitig wurde in diesem Vertrag noch einmal betont, dass die Estafetten nur für königliche Zwecke in Bewegung gesetzt werden durften. Beide Postmeister sollten Patente für die untergeordneten Posten bekommen, damit diese dieselben Rechte und Privilegien wie die spanischen und niederländischen Beamten erhielten. Damit war zumindest in den Burgundischen Niederlanden der Grundstein für feste Poststationen unter Posthaltern gelegt.

Nach der Königswahl Karls V. am 28. Juni 1519 ritt Johann Baptista als Kurier binnen zwei Tagen mit Postpferden von Frankfurt nach Brüssel, um am Hof der Statthalterin Margarethe von Österreich, wo auch Karls Bruder Ferdinand weilte, das Wahlergebnis zu verkünden. Am 14. Juni 1520 wurde Johann Baptista von Karl V. in seinen Königreichen und Herrschaftsgebieten als Generalpostmeister eingesetzt. Karls Post war zwar ein länderübergreifendes System der Nachrichtenübermittlung, diente aber zunächst nur Habsburger Interessen und durfte nicht von der Öffentlichkeit genutzt werden. So erhielt Johann Baptista noch am 6. November 1520 ein Schreiben Karls V. aus Köln, wo ein erneutes Verbot der Fremdbeförderung ausgesprochen wurde.

Dieses änderte sich grundlegend, als 1530 die Öffnung der Niederländischen Postroute und der Niederländischen Postkurse für den privaten Briefverkehr gegen Bezahlung erlaubt wurde. Spätestens seit 1530 fand eine Verregelmäßigung des Postverkehrs statt. Verträge mit dem deutschen König Ferdinand I. regelten die Bezahlung. Auf der Niederländischen Postroute von Brüssel über Namur, Flamisoul, die Westeifel mit Arzfeld, Rheinhausen, Württemberg, Augsburg und Innsbruck nach Italien entstanden erste reguläre Postämter als Annahme- und Ausgabestellen für Briefe und Pakete. Rheinhausen und Augsburg als wichtigste Poststationen waren berechtigt, Transit-Felleisen zu öffnen und von dort aus die Post weiterzuleiten.

Nachfolgeregelung
1536 schloss Karl V. einen neuen Vertrag mit Johann Baptista ab, in dem er ihm als seinem langjährigen Diener, Ritter, Rat und Generalpostmeister wegen seines hohen Alters für dessen minderjährigen Sohn Franz II. von Taxis die Anwartschaft auf das Amt des GPM verlieh. Johann Baptista sollte jedoch bis zu seinem Rücktritt oder Tod das Amt ausüben und Franz II. in das Amt des Generalpostmeisters einweisen. In diesem Vertrag wurden auch noch einmal die Verdienste Johann Baptistas als Organisator von neuen Postkursen und kriegsbedingten Interimsrouten aufgeführt.

Übereignung des Postamtes Rheinhausen
Mit der Einrichtung von festen Postämtern auf der Niederländischen Postroute, die gleichzeitig eine Transitlinie war, gewann nicht nur Augsburg, sondern auch Rheinhausen an Bedeutung. Aus diesem Grund verlieh Johann Baptista mit kaiserlicher Erlaubnis und Bestätigung im Jahre 1540 das Postamt Rheinhausen mit den Filialen Bobenheim bei Worms und Diedelsheim zur Betreibung und zum Nießbrauch an seine Vettern Seraphin und Bartholomäus von Taxis. Dabei verzichtete Johann Baptista für sich und seine Erben zu Lebzeiten beider Vettern auf das Weiterverleihungsrecht. Diese Übereignung wurde 1543 von Franz II. von Taxis bestätigt.

Johann Baptista starb am 16. Oktober 1541 in Regensburg, nachdem er Karl V. zu einem Reichstag begleitet hatte. Er wurde in der Brüsseler Kirche Notre Dame du Sablon beigesetzt.

Nachkommen des Johann Baptista von Taxis
Illegitim, aus der Verbindung mit Barbara di Walcher aus Tirol, 1538 legitimiert

Johann Anton von Taxis (* vor 1510 in Innsbruck; † 1580 in Rom) Spanischer Postmeister in Rom, ohne Nachkommen.
Anton von Taxis (* 1509 in Innsbruck; † 1574 in Antwerpen) kaiserlicher Postmeister in Antwerpen
sowie Augustin, Kanoniker
Illegitim, aus der Verbindung mit Cornelia de Hase, 1584 nachträglich legitimiert

Jean Batiste de Tassis
Legitime Kinder

Roger (* 1513 in Mecheln; † 16. März 1593 in Antwerpen) Dr. jur., Kleriker, Kanzler der Universität Löwen
Franz II. (* um 1514; † 1543 in Brüssel), Johann Baptistas Nachfolger als Generalpostmeister
Raimond (* 1515 in Mecheln; † 23. Juli 1579 in Madrid) spanischer Oberpostmeister correyo major, vgl. Schillers Don Karlos; mit Raimonds Enkel Juan de Tassis erlosch die Madrider Linie
Leonhard I. (* 1521 in Brüssel; † 5. Mai 1612 ebenda) 2. Nachfolger als Generalpostmeister
Ludwig († nach dem 10. Januar 1568) ⚭ nach 1541 mit Anna Loosmans
Johann Baptista (* 1530 in Brüssel; † 1610 in Madrid) spanischer Diplomat
Ursula, Nonne
Margareta († 19. Juli 1596) ⚭ mit Karl Boissot, kaiserlicher Rat
Maria († 6. April 1601) ⚭ mit Daniel van den Berghe, flandrischer Rat
Adelheid († nach 1599) ⚭ mit Dr. jur. Jacob Masius, Bruder von Andreas Masius
Regina, auch Rosina († nach dem 10. Januar 1568) ⚭ am 3. März 1551 mit Christoph von Taxis, Hofpostmeister
Allegra, ⚭ mit Johann Baptista Zapata, corriero maggiore (Post- und Kuriermeister) in Neapel
Siehe auch
Taxis-Bordogna-Valnigra – Nachkommen von Johann Baptistas Schwester Elisabeth Taxis († 1518), die mit Bonus von Bordogna verheiratet war. Der (noch blühende) freiherrliche Zweig hatte das Obrist-Erbpostmeisteramt zu Trient und an der Etsch, der gräfliche das Obrist-Erbpostmeisteramt zu Bozen inne. 
VON TAXIS, Johann Baptista (I61256)
 
3460 In diesem Jahr 818 nahm Lambert an einem Feldzug teil, den Ludwig der Fromme gegen Morvan Lez-Breizh führte, der sich zum König der Bretonen ernannt hatte. Nach dem Aufstand des neuen Oberhaupts der Bretonen, Wiomarc'h (Wihomarcus), war er 825 der Anstifter zu dessen Ermordung, nachdem Wiomarc’h sich im Mai desselben Jahres in Aachen unterworfen hatte, aber nach seiner Rückkehr wieder damit begonnen hatte, „seine Nachbarn mit Rauben und Brennen, so viel er nur konnte, heimzusuchen, bis er von den Leuten des Grafen Lantbert in seinem eigenen Hause umzingelt und getötet wurde.“[1]

Beim Aufstand Lothars I., des ältesten Sohnes des Kaisers Ludwig der Fromme stellte er sich auf die Seite des Rebellen. Ein von Graf Odo von Orléans im Juni 834 schlecht geführter Heereszug gegen Lambert und Matfried, Odos Vorgänger in Orléans und auch er ein Parteigänger des aufständischen Lothar, zu dem der Heerbann der Gebiete zwischen Seine und Loire bis in das obere Burgund aufgeboten worden war, endete mit einer vernichtenden Niederlage Odos: Sein Heer verwüstete das Land und zog siegesgewiss bis zur bretonischen Grenze. Dort wurde es nach einem überraschenden Angriff von Lambert und Matfried in blutigem Kampf geschlagen. Odo selbst fiel, wie auch sein Bruder, Graf Wilhelm von Blois, Graf Wido von Maine (vielleicht ein Bruder Lamberts), Graf Fulbert und der kaiserliche Kanzler, Abt Theudo (Theoto) von Tours. Lothars Unterwerfung im Juni 834 in Blois bedeutete in der Folge auch für Lambert das Ende seiner Laufbahn im westlichen Teil des Frankenreichs. Er folgte Lothar nach Italien, der ihn noch im selben Jahr zum Herzog von Spoleto ernannte.

Lambert von Nantes starb zwischen dem 1. September und 10. November des Jahres 836 oder 837[2] – wie viele andere fränkische Adlige auch – an einer Seuche. 
VON NANTES, Lambert I. (I39735)
 
3461 In dieser ersten und wichtigsten Position der Ahnenprobe steht er für den Vater, den fürstbischöflich-baselschen Rat Franz Jakob Anton Blarer von Wartensee (-1764), den Großvater väterlicherseits, Johann Konrad Franz Joseph Blarer von Wartensee, dessen Vater, Johann Jacob Ignatius (Christoph) Blarer von Wartensee, Obervogt in Pfeffingen, Sohn von Jacob Christoph Blarer von Wartensee (-1644), Landvogt in Pfeffingen, und dessen am 28.1.1614 geehelichten Frau Eva Reich von Reichenstein.  BLARER VON WARTENSEE, Wilhelm I. (I20338)
 
3462 In Erinnerung an die guten Beziehungen seines namensgleichen Vorgängers und wahrscheinlichen Vaters zur Abtei Montier-en-Der, tätigte Engelbert II. gemeinsam mit seiner Frau Adelaide (Alix) Schenkungen an diese. Die dazugehörende Urkunde wurde auf der Burg Brienne (Breona castello) aufgesetzt und datiert nur vage in die Herrscherzeit König Roberts II. (996–1031), doch muss diese Schenkung in den Zeitraum vor 1018 zu legen sein.[1] Denn gemäß der Überlieferung des Chronisten Alberich von Trois-Fontaines unterstützte Engelbert nach dem Tod der Adelaide seinen Schwiegersohn Stephan von Joinville im Kampf um die Grafschaft Joigny und beim Bau dessen „neuer Burg“ (Joinville), welche bis spätestens 1018 errichtet war.[2]

Adelaide hatte dem Grafenhaus von Sens angehört und aus dessen Erbe die Burg Joigny erhalten. In einer ersten Ehe war sie mit Gottfried I. von Joigny verheiratet gewesen, mit dem sie drei Söhne hatte.

Engelbert II. von Brienne dürfte seinen Schwiegersohn Stephan von Joinville im Kampf um Joigny nicht zuletzt aus machtpolitischen Gründen unterstützt haben, um seine angeheirateten Stiefsöhne zugunsten eines mit ihm unmittelbar Verwandten von dort zu vertreiben. Allerdings war der Allianz Brienne-Joinville in diesem Konflikt kein dauerhafter Erfolg beschieden, denn spätestens im März 1042 ist mit Graf Gottfried II. wieder ein Sohn der Adelaide aus deren erster Ehe im Besitz von Joigny bezeugt.[3]

Die zwischen den Jahren 1027 und 1031 urkundlich auftretenden Brüder Graf Engelbert III. und Guido dürften die Söhne Engelberts II. gewesen sein, zumal als deren Schwager Stephan von Joinville auftritt. Ihre Mutter aber war laut einer genealogischen Abhandlung zum Grafenhaus von Anjou aus dem frühen 12. Jahrhundert nicht Adelaide von Sens, sondern eine Frau namens Wandalmodis, welche mütterlicherseits von der Herrenfamilie von Salins abstammte.[ 
(BRIENNE), Engelbert II. (I52267)
 
3463 In erster Ehe war er verheiratet mit Mechthild, einer Tochter aus dem Hause von Eschenbach-Schnabelburg.[2] In zweiter Ehe heiratete er Mechthild von Wangen, Tochter von Friedrich.[3] (MONTFORT), Hugo I. (I10710)
 
3464 In erster Ehe war Wichburg mit einem Grafen Pilgrim aus dem Geschlecht der Pilgrimiden verheiratet. In zweiter Ehe heiratete sie den bayerischen Pfalzgrafen Hartwig I. († 16. Juni 985). Über die Kinder aus dieser Ehe besteht unter Historikern keine unbedingte Übereinstimmung. VON BAYERN, Wichburg (I37433)
 
3465 In Giorgis Regierungszeit kam es zu schweren Auseinandersetzungen mit dem Byzantinischen Kaiserreich, das Georgien schon immer als seine Einflusssphäre betrachtete und einen weiteren Machtzuwachs Georgiens seit seiner Vereinigung verhindern wollte.

1020 griff Giorgi aktiv in die Erbfolgestreitigkeiten im armenischen Königreich Ani ein. Dort kämpften seine bagratidischen Vettern, die Söhne König Gagiks I. (989–1020), Sumbat und Aschot erbittert um die Macht. Unter Vermittlung des georgischen Königs einigten sich beide Brüder und teilten das Reich.

1021 beschlossen Giorgi und der armenische König Sumbat III. (1020–1042), das bestehende Tributärverhältnis zu Byzanz abzuschütteln. Sie schickten eine Gesandtschaft Kaiser Basileios II. (976–1025), die den fälligen Tribut eintreiben wollte mit Hohn und Spott nach Konstantinopel zurück. Noch im gleichen Jahr zog der Kaiser persönlich nach Georgien. Am See Balagatsis kam es zur Schlacht, die die Georgier nach lange unentschieden wogendem Kampfe verloren. Der König musste in den Schluchten des Kaukasus Zuflucht suchen.

Nachdem die byzantinischen Truppen 1022 das Land verlassen hatten, sammelte Giorgi rasch ein Heer und fiel nun seinerseits in byzantinischem Territorium ein. Nach anfänglichen Erfolgen sah sich der Kaiser genötigt, erneut persönlich gegen Giorgi I. auszurücken. Aus Furcht vor einer erneuten Niederlage und aus Sorge vor den Repressalien, die seinem Lande bevorstehen könnten, bat Giorgi um Frieden. Dieser wurde unter harten Bedingungen gewährt. Giorgi musste seinen vierjährigen Sohn Bagrat als Geisel an den byzantinischen Kaiserhof schicken, der dort drei Jahre blieb. Außerdem musste er auf das Erbe Davids III. Kuropalats († 1000) verzichten. 
..., Giorgis I. (I39120)
 
3466 In Jelling, nahe Vejle an der Ostküste Jütlands, finden sich die bedeutendsten archäologischen Zeugnisse des dänischen Frühmittelalters. Sie belegen nicht nur die enge Beziehung Gorms des Alten und Harald Blauzahns zu diesem Ort (die von Gorm begründete Dynastie wird daher auch Jellinge genannt), sondern auch die Christianisierung Dänemarks. Älteste Dokumente sind die Fragmente eines Steinmonumentes in Form einer Schiffssetzung und der sogenannte Kleine Jellingstein, den Gorm zum Gedenken an seine Gattin setzen ließ und dessen Runeninschrift lautet: «König Gorm machte dies Denkmal nach Thyra, seiner Frau, Dänemarks Besserung». Von den beiden großen kegelstumpfförmigen Grabhügeln enthält der nördliche eine aus Holz errichtete große Grabkammer, die nach dendrochronologischen Untersuchungen 958/959 errichtet wurde und möglicherweise zur Aufnahme von Gorms Gebeinen bestimmt war. Der südliche Hügel, ohne Grablege, dürfte in den 1070er Jahren aufgeschüttet worden sein. Zwischen den Hügeln erhebt sich eine um 1100 erbaute Steinkirche, unter der die Reste hölzerner Vorgängerbauten mit den Skelettteilen eines Mannes mittleren Alters festgestellt wurden – möglicherweise die von Gorm, der nach einer Umbettung hierher gebracht wurde. An der Südseite der Kirche ließ Harald Blauzahn einen Gedenkstein für seinen Vater und seine Mutter setzen. Dieser sogenannte große Jellingstein, «Dänemarks steinerne Taufurkunde», ist mit einem Christusbild geschmückt und trägt die Inschrift: «Harald errichtete dieses Denkmal für König Gorm, seinen Vater, und seine Mutter Thyra, jener Harald, der ganz Dänemark und Norwegen gewann und die Dänen zu Christen machte.»

Die Runensteine von Jelling gehören zum Weltkulturerbe.[1] 
DANEBOD, Thyra (I37248)
 
3467 In jungen Jahren war Wilhelm ein loyaler Gefolgsmann seines Lehnsherren, Herzog Wilhelm IV. Eisenarm von Aquitanien, von dem er die Burg von Blaye zu Lehen hielt. Später war er ein Verbündeter des Grafen Fulko III. Nerra von Anjou, für den er Taillebourg in der Saintonge belagerte und zerstörte.

Bekannt ist Wilhelm vor allem als Anführer einer großen Pilgergesellschaft, bestehend aus ranghohen Adligen, die am 1. Oktober 1026 Angoulême verließ und, über Ungarn und Konstantinopel ziehend, in der ersten Märzwoche 1027 Jerusalem erreichte. Bereits im Juni oder Juli 1027 war Wilhelm wieder unter großer Anteilnahme der Bevölkerung nach Angoulême zurückgekehrt.[2] Als er wenige Monate später im Winter 1027 schwer erkrankte, ließ sein Sohn Alduin mehrere Frauen wegen des Verdachts auf Zauberei festnehmen und foltern, um sie zu einem Geständnis zu zwingen. Als Wilhelm auf dem Sterbebett liegend davon erfuhr, ordnete er die Freilassung der Frauen an. Nachdem er gestorben und tags darauf in der Abtei Saint-Cybard bestattet worden war, ordnete Alduin dennoch die Verbrennung der Frauen an, weil einige von ihnen unter der Folter gestanden hatten.[3]

Eine Chronik aus dem 12. Jahrhundert berichtete, dass Wilhelm tatsächlich von seiner Schwiegertochter Alaisia, der Frau von Alduin, vergiftet worden sei, weil er die Enterbung ihrer Kinder beabsichtigt habe.[4] Möglich, dass diese Behauptung aus propagandistischen Gründen von den Nachkommen Gottfrieds, dem zweiten Sohn Wilhelms, aufgestellt worden war, um dessen Machtübernahme nach dem Tod Alduins unter Verdrängung von dessen Kindern zu rechtfertigen. 
TAILLEFER VON ANGOULEME, Wilhelm IV. (I36645)
 
3468 In Nürnberg waren keine Heirat und auch keine Kinder festzustellen. Er lebte noch am 16.10.1619, als ihn seine Mutter Barbara Schlumpf - von Gera vor ihrer Verurteilung in Nürnberg zu sehen wünschte, und war bei der Erbteilung am 26.08.1621 anwesend. Im Bericht des Stadtgerichts von Nürnberg an den Rat von St. Gallen vom 16.12.1636 während des Erbverteilungsprozesses wurde er von den aussagenden Zeugen genannt, muss demnach damals noch gelebt haben. SCHLUMPF, Lorentz (I9593)
 
3469 in Remshagen, Gemeinde Rüderoth WITSCHER, Johannes Peter (I407)
 
3470 In seinem Testament vermachte ALFRED seiner Witwe im Jahr 899 drei symbolträchtige Ländereien: Bei EDINGTON (Wiltshire) und LAMBOURN (Berkshire, Schlacht von Ashdown) hatte er bedeutende Siege über die Wikinger errungen. Der dritte Ort, WANTAGE 8SÜDLICH VON (OXFORD), war sein Geburtsort.
Bei diesen Gütern handelte es sich um bocland; Grundbesitz, der nach EALHSWITHS Tod an ALFREDS direkte männliche Nachkommen zurückfiel.
Vermutlich als Witwe gründete EALHSWITH um 899 den Konvent St Mary's Abbey, auch Nunnaminster genannt, in WINCHESTER, dessen Fertigstellung um 908 sie jedoch nicht mehr erlebte. EALHSWITH starb am 5. Dezember 902 und wurde neben ALFRED im neu erbauten New Minster in WINCHESTER beigesetzt. In einem Vers aus dem frühen 10. Jahrhundert wird ihrer posthum als der „GUTEN UND LIEBE HERRIN DER ENGLÄNDER“ gedacht. 
VON WESSEX, Alfrefd ´der Große` (I2051)
 
3471 In seinen vom Vater geerbten Besitzungen war Raimund Bernard ein Vasall der Grafen von Toulouse. Noch vor dem Jahr 1062 hatte er Ermengarde von Carcassonne geheiratet, welche nach dem erbenlosen Tod ihres Bruders Roger III. im Jahr 1067 dessen umfangreiches Erbe antreten konnte. Doch um einen drohenden Erbstreit mit ihrem Vetter, Graf Roger II. von Foix, zu entgehen verkaufte sie ihr gesamtes Erbe noch im selben Jahr an den Grafen von Barcelona.

Raimund Bernard ist der erste seiner Familie, der mit dem Beinamen „Trencavel“ belegt ist, in einer Schenkungsurkunde an den Grafen Raimund Berengar I. von Barcelona, datiert auf den 26. Juni 1070.[1] Im Okzitanischen (trenca avelana) bedeutet dieser Name so viel wie „Nussknacker“, auf Provenzalisch (trencar vel) so viel wie „schneid hindurch“. Die Umstände die zu diesem Beinamen führten sind unbekannt, aber unter seinen Nachkommen avancierte er zum Eigennamen der Familie.

Letztmals urkundlich belegt ist Raimund Bernard in einer an die Abtei Saint-Victor in Marseille adressierten Urkunde vom 12. Juni 1073. In den Urkunden seiner Frau aus dem Jahr 1074 wird er nicht mehr genannt und war wohl schon tot. Aus seiner Ehe hatte er zwei Kinder: 
TRENCAVEL, Raimund Bernard (I52439)
 
3472 In seiner kurzen Regierungszeit musste er sich dem ostfränkischen König Heinrich I. unterwerfen. Er hatte auch mit Gegnern aus Reihen der übrigen böhmischen Großen zu kämpfen und wurde schließlich von seinem Bruder Boleslav I. getötet.

Noch im 10. Jahrhundert setzte seine Verehrung als Heiliger ein. Er war Hauspatron der Přemysliden und Namensgeber für vier weitere böhmische Herrscher dieses Namens. Im Hochmittelalter wurde er zum böhmischen Landespatron. In der katholischen Kirche und den orthodoxen Kirchen wird er bis heute verehrt. Tschechien erklärte im Jahr 2000 seinen Todestag am 28. September zum staatlichen Feiertag.

Über sein Leben berichten Heiligenlegenden, die als hochrangige Quellen für das frühe 10. Jahrhundert die Aufmerksamkeit der Historiker auf sich ziehen. Diese Schriften finden auch Beachtung in der internationalen Fachwelt, denn sie erlauben es, das „Drama des böhmischen Herzogs Wenzel“[1] in einen breiteren Kontext der Christianisierung und des Streites zwischen geistlicher und weltlicher Macht zu stellen.  
VON BÖHMEN, Heiliger Heiliger Wenzel (I36282)
 
3473 In Sevilla ließ er einen Palast, den dortigen Alcázar, im „maurischen Stil“ von Baumeistern aus Granada als Residenz erbauen bzw. ausbauen. Der Alcázar gehört heute ebenso wie die zugehörigen Gartenanlagen zu den touristischen Sehenswürdigkeiten ersten Ranges.
Außerdem hatte er die illegitimen Kinder

Fernando, Sohn von María González de Hinestrosa, er starb jung
María, Tochter von Teresa de Ayala, Nonne
Sancho, Sohn von Isabel de Sandoval, er starb jung
Diego, Sohn von Isabel de Sandoval, ∞ Isabel de Salazar 
DE CASTRO, Juana (I15420)
 
3474 in St. Urban besteht eine Jahrzeit am 26. Juni (Käser: Jahrzeitenbuch St. Urban).
Vergabt 1390 mit ihrem Gemahl dem Kloster den Kirchensatz und das Schiedsgericht der Kirche zu Deittingen – als Massnahme gegen die Verarmung St. Urbans – sowie die Hälfte des Patronatsrechts über die Kirche von Madiswil mit Zubehörden (Flatt 1975: 102; Käser: Jahrzeitenbuch St. Urban).
Quellen: Käser 1855: 190 
VON GRÜNENBERG\GRÜNBERG, Anfelisa (I19215)
 
3475 In Thal-Ehrenbreitstein, dem Wohnort der Familie bei Koblenz, unterhielt Maximilianes Mutter Sophie von La Roche einen literarischen Salon, dessen Gäste die Tochter wegen ihrer Grazie und ihres Liebreizes umwarben. Madame de La Roche duldete den Kult um ihre Maximiliane, solange darüber die „chère Maman“ nicht vergessen wurde.

Maximiliane heiratete am 9. Januar 1774 im Alter von 17 Jahren den verwitweten, 21 Jahre älteren italienischen Kaufmann und Kurtrierischen Geheimrat Peter Anton Brentano (1735–1797), einen der erfolgreichsten Kaufleute in Frankfurt. Am Tage der Hochzeit übersiedelte Maximiliane als Hausherrin und als Stiefmutter von fünf Kindern in den Nürnberger Hof in der Frankfurter Altstadt. Mit einem Schlag sah sich die junge Frau „aus dem heiteren Thal-Ehrenbreitstein und einer fröhlichen Jugend in ein düster gelegenes Handelshaus versetzt“ (Goethe), wo es, wie Johann Heinrich Merck lästerte, überall nach Öl und Käse stank. Maximiliane gewöhnte sich anfangs nur schwer an ihre neue Umgebung und Rolle. Ab 1777 lebte die Familie Brentano standesgemäß im eigenen Haus zum Goldenen Kopf in der Großen Sandgasse. Zwischen 1775 und 1793 gebar Maximiliane Brentano zwölf Kinder, von denen zwei, nämlich Bettina (später verheiratete von Arnim) und Clemens als Dichter der Romantik Literaturgeschichte geschrieben haben. Die Kinder, vor allem Clemens, liebten die Mutter abgöttisch.

1793 starb Maximiliane Brentano einige Monate nach der Geburt ihres zwölften Kindes im Alter von nur 37 Jahren. 
VON LA ROCHE, Maximilliane (I52653)
 
3476 in Urdenbach, Reusrath und Solingen
F.W. Esch, Geschichte der Familie Esch, Görlitz 1910, S. 60
B. Koerner, Genealogisches Handbuch bürgerlicher Familien (= DGB) 16, Görlitz 1910, S. 505 
ROSS, Peter Wilhelm (I25208)
 
3477 in Zürich, im Rennweg, Probsteivogt, Ammann der Abtei, Seckelmeister 1368, Schützenfähnrich 1385, Konstaffler  AMMANN VON WALLISELLEN, Johannes (I3039)
 
3478 In zweiter Ehe heiratete er 856 die 12-jährige Judith von Franken (* 844; † 870), Tochter des westfränkischen Königs Karls II. des Kahlen und dessen erster Frau Irmentrud von Orléans. Diese Ehe blieb kinderlos.  VON WESSEX, König von Wessex König von Wessex Æthelwulf (I2053)
 
3479 Incertitude :
il y a deux Philipp Hördt nés à Weinheim le premier en environ 1679, le second en environ 1680. 
HÖRDT, Johann Philipp (I20870)
 
3480 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7470)
 
3481 Inge der Jüngere war möglicherweise mit der Heiligen Ragnhild von Södertälje verheiratet, doch diese Information gibt es auch zu seinem Onkel Inge I. Wahrscheinlicher ist, dass er mit Ulvhild Håkonsdatter, der Tochter des norwegischen Stammesoberhauptes Håkon Finnson, vermählt war. Ulvhild war laut verschiedenen Quellen nach Inges Tod zuerst mit dem dänischen König Niels Svensson und später mit dem schwedischen König Sverker I. verheiratet.

Über Inges Regierungszeit ist recht wenig bekannt. Jedenfalls gab es in seiner Zeit sechs Bistümer in Schweden: Sigtuna, Skara, Eskilstuna, Västerås, Linköping und Strängnäs. Möglicherweise verlor er 1111 Jämtland an Norwegen. Nach Inges Tod brach eine chaotische Zeit in Schweden aus, die von Norwegen und Dänemark ausgenutzt wurde. Zum Beispiel unternahm der norwegische König Sigurd I. einen Kreuzzug in die Gegend von Kalmar. Dabei sollen 1.500 Stück Vieh und andere Kostbarkeiten außer Landes geschafft worden sein. Es wird auch berichtet, dass der Feldzug mehrere heidnische Bewohner Smålands zum christlichen Glauben bekehrte.

Inge der Jüngere soll nicht im ganzen Reich beliebt gewesen sein, und so wählten die Volksstämme in Västergötland erst Ragnvald und dann Magnus den Starken zu ihrem Anführer. Es gibt Quellen,[1] die berichten, dass Inge in Östergötland spätestens 1123 vergiftet wurde. Mit ihm starb Erik Segersälls Geschlecht im Mannesstamm aus, wenn nicht Ragnvald Knaphövde, der Mitte der 1120er Jahre starb, zu diesem Geschlecht gehörte. 
(SCHWEDEN), Inge II. der Jüngere (I40852)
 
3482 Ingegerd war eine Tochter des norwegischen Königs Harald III. (1015–1066) und seiner Gemahlin Elisabeth von Kiew, Tochter des Großfürsten Jaroslaw des Weisen. Ihre Tante war die französische Königin Anna von Kiew.

In erster Ehe war Ingegerd mit dem dänischen König Olaf I. (1058–1095) verheiratet. Nachdem ihr Mann unter mysteriösen Umständen gestorben war, ging sie zurück nach Norwegen. Mit dem schwedischen König Philipp I. († 1118) ging sie eine weitere Ehe ein. 
VON NORWEGEN, Ingegerd (I40844)
 
3483 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I54256)
 
3484 Inhaber der Firma „J. G. Metzges & Söhne“ in Geldern
I. Barleben, Geschichte der Familie Lüps, Düsseldorf 1937, Band I, Tafel B 19 und Band II, Tafel B 22 
METZGES, Reinhard Friedrich Heinrich (I47490)
 
3485 Íñigo Arista war Sohn von Íñigo Jiménez und Oneca. Als sein Vater starb, heiratete seine Mutter in zweiter Ehe Musá ibn Fortún von Tudela, einen der Fürsten des Ebro-Tals aus der Familie der Banu Qasi, mit dessen Hilfe er den Thron besteigen konnte. Die Verbindung seiner Mutter sicherte Íñigo Arista einen beträchtlichen Herrschaftsbereich: von Pamplona über die Pyrenäentäler des Irati (Navarra) bis zum Tal des Hecho in (Aragón). Die Banu Qasi kontrollierten die fruchtbaren Ebroufer von Tafalla bis an die Grenzen Zaragozas.

Man betrachtet Íñigo Arista als Patriarchen des Hauses Íñiga, der ersten königlichen Dynastie von Pamplona. Der Aufstieg zum navarresischen Thron verlief jedoch nicht ohne Schwierigkeiten. Teile der christlichen Minderheitsbevölkerung unterstützten die fränkische Partei, die ihrerseits zunächst von Karl dem Großen und später von Ludwig dem Frommen unterstützt wurde. Die reiche christliche Familie Velasco stand an der Spitze dieser Gruppe.

799 ermordeten prokarolingische Parteigänger den Gouverneur von Pamplona Mutarrif ibn Musa aus der Familie Banu Qasi. 806 kontrollierten die Franken Navarra mittels eines Velasco als Gouverneur. 812, zwei Jahre nach der Thronbesteigung durch Arista, startete Ludwig der Fromme einen Zug gegen Pamplona. Er musste sich ruhmlos zurückziehen und nahm – Karls Schicksal vor Augen – Frauen und Kinder der umliegenden Dörfer als Geiseln, um sich den Übergang über den Pass von Roncesvalles zu sichern.

824 führten die fränkischen Grafen Elbe und Aznar einen weiteren Feldzug gegen Pamplona, wurden aber durch Truppen Íñigos und seiner Schwiegersöhne, Musá ibn Fortún und García Galíndez von Jaca, geschlagen.

Es ist dies die Zeit, ab der Íñigo Arista als König von Pamplona erwähnt wird. Eulogius von Córdoba nennt ihn in einer Schrift „Christicola princeps“ (christlicher Fürst).

Das Königreich von Pamplona (später von Navarra) entwickelte sich also auf Grundlage eines festen Bündnisses zwischen Christen und Mauren. Frucht dieses Bündnisses war das Eingreifen in die Kämpfe zwischen den Banu Quasi und den Omayaden von Córdoba, das in den Repressalien Abd ar-Rahmans II. gegen Pamplona seine Antwort fand.

Arista erkrankte 841 ernsthaft und blieb danach gelähmt. Sein Sohn García Íñiguez übernahm die Regierungsgeschäfte und leitete die Feldzüge. Desgleichen führte er die Bündnispolitik fort und verheiratete seine Tochter mit Musa ibn Musa ibn Fortún. 
ARISTA, Íñigo (I40340)
 
3486 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I52711)
 
3487 insges. 15 Kinder, von denen 7 im Jugendalter starben

Tafelindex: 1 „Auw“ auf Tafel Eller–Hoesch (PDF/JPG) 
VON AUW, von von Anna Gertrude (I271)
 
3488 insges. 15 Kinder, von denen 7 im Jugendalter starben
Die Insel Ceylon war seit 1640 eine Kolonie der Niederländischen Ostindien-Kompanie.

Tafelindex: 2 „Dahl“ auf Tafel Diergardt–Lindlar (PDF/JPG)


Der Dahler Hammer war ein Reckhammer im Solinger Stadtteil Merscheid. Er wurde in den 1970er Jahren für den Bau der Viehbachtalstraße abgerissen. Die von dem Hammer abgeleitete Ortsbezeichnung Hammertal für das südlich von Merscheid gelegene Gebiet ist bis heute erhalten.

Dahl ist eine Hofschaft in der bergischen Großstadt Solingen.

Dahl befindet sich im Süden Merscheids innerhalb des Stadtbezirks Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid. Der Ort liegt im Talgrund des Viehbachtals am Rande eines Waldgebietes am Ufer des Viehbachs. Zu erreichen ist die Hofschaft durch eine Stichstraße, den Kyllmannweg, von der auf dem nördlichen Höhenrücken verlaufenden Merscheider Straße, die als Landesstraße 141 klassifiziert ist. Unweit südlich verläuft die Viehbachtalstraße, eine vierspurige Kraftfahrstraße zwischen Solingen-Mitte und Ohligs. Die zu dem Ort gehörenden Gebäude liegen an zwei kleinen Straßen im Talgrund, die den Namen Dahl tragen. Eine davon führt als Fußweg in das Viehbachtal und ist an die dortigen Wanderwege angeschlossen.

Benachbarte Orte sind bzw. waren (von Nord nach West): Bäckershof, Limminghofen, Scheuren, Waardt, Hübben, Schaafenmühle, Schmalzgrube, Dahler Hammer, Linden, Weckshäuschen und Merscheid. 
DAHL, Wilhelmus Jacobus (I270)
 
3489 Iovetas Schwestern wurden gut verheiratet. Die älteste, Melisende, heiratete Fulko V. von Anjou, der Balduin auf den Thron des Königreiches von Jerusalem folgte. Alice heiratete Bohemund II. von Antiochia und Hodierna heiratete Raimund II. von Tripolis. Ioveta ging jedoch in das Kloster St. Anna in Jerusalem. 1143 ließ Melisende in Bethanien (heute al-Eizariya) ein Kloster bauen, das dem heiligen Lazarus gewidmet war, auf Ländereien, die sie von der „Kirche des Heiligen Grabes“, also aus dem Besitz des Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, erhalten hatte. Nach dem Tod der ersten Äbtissin im Jahr 1144 wurde Ioveta als deren Nachfolgerin gewählt. Obwohl sie nicht so viel Einfluss wie ihre Schwestern hatte, so hatte sie in ihrer Stellung als Äbtissin doch eine gewisse Machtposition: In einem Vertrag von 1157 wird erwähnt, dass sie dem Johanniterorden Land stiftete.

Ioveta war für die Erziehung ihrer Großnichte Sibylla verantwortlich, sie war die Tochter des Sohnes ihrer Schwester Melisende, Amalrich, und Agnes von Courtenay.

Ioveta stand ihren Schwestern sehr nahe. Als Melisende 1161 im Sterben lag, waren Ioveta und Hodierna an ihrer Seite (Alice starb wahrscheinlich schon früher). Danach verschwindet Ioveta aus der Geschichte; ihr Todesdatum ist unbekannt. Sie war aber 1178 bereits tot, da zu diesem Zeitpunkt bereits eine andere Äbtissin im Kloster von St. Lazarus erwähnt wird. 
VON JERUSALEM, Ioveta (I36461)
 
3490 Irene Dukaina (mittelgriechisch Ειρήνη Δούκαινα, bulgarisch Ирина Дукина Irina Dukina, * 2. Dezember 1066 in Konstantinopel; † 19. Februar 1123 oder 1133) war als Ehefrau des Kaisers Alexios I. Komnenos byzantinische Kaiserin. Beide hatten sieben Kinder, darunter Johannes II., Anna Komnena, Andronikos und Isaak Komnenos.

Irene Dukaina ist die Tochter von Marija von Bulgarien und Andronikos Dukas. Mütterlicherseits ist sie Nachkommin des bulgarischen Zaren Iwan Wladislaw. Ihr Vater war ein Neffe des Kaisers Konstantin X. 
DUKAINA, Kaiserin von Byzanz Kaiserin von Byzanz Irene (I36436)
 
3491 Irgendwann zwischen 1417 und 1422, die Quellen sind dort nicht ganz eindeutig, wurde ein Conrad von Fulach sogar Bürgermeister der Stadt. Seine Tochter, Agnes von Fulach, wurde im Jahr 1444 Priorin des Benediktinerklosters St. Agnes. Dank dem Reichtum ihrer Familie stiftete sie unter anderem einen Altar für das Kloster.  VON FULACH, Konrad (I25389)
 
3492 Irmina von Oeren, auch Irmina von Trier († 704/710) war die Ehefrau des Hugobert aus der Familie der Hugobertiner, der vermutlich den Titel eines Seneschalls und Pfalzgrafen trug. Ihre Eltern sind nicht bekannt, auch wenn sie in der Trierer Tradition irrtümlich mindestens seit dem 11. Jahrhundert als Tochter des Merowingerkönigs Dagobert II. geführt wurde. Sicher ist lediglich, dass sie zu einer der mächtigen Familien AUSTRIENS gehörte, die eng mit den Karolingern verbunden war, und dass sie eine der Vorfahren KARLS DES GROßEN ist.
Sie war die Mutter von
-Plektrudis, 691/717 bezeugt, der ersten Ehefrau Pippins des Mittleren und Gründerin des Kloster St. Maria im Kapitol in Köln
-Adela von Pfalzel (* um 660, † um 735) Gründerin des Frauenklosters Pfalzel
-Reginlind, die in zweiter Ehe nach dem Tod ihres ersten Ehemanns den Herzog Theodbert von Bayern heiratete
-Chrodelind
-Bertrada die Ältere (* um 670, † nach 721), die Gründerin der Abtei Prüm und Mutter des Grafen Heribert von Laon, der der Vater Bertradas der Jüngeren wurde, die wiederum die Mutter Karls des Großen ist.
Irmina von Oeren war – nach dem Tod Hugoberts - die Mitbegründerin des Klosters Echternach, dessen Grundlagen sie 697/698 durch eine Schenkung gemeinsam mit Basin, dem Bischof von Trier und dessen Neffen Liutwin legte, und das sie Willibrord anvertraute.

Sie war die zweite Äbtissin des um 650 gegründeten Klosters St. Maria in Oeren bei Trier, das später in St. Irmina umbenannt wurde. Die Trierer Tradition nennt sie irrig als Gründerin auch dieses Klosters.

Irmina starb zwischen 704 und 710, vermutlich Ende 705 oder Anfang 706, da am 13. Mai 706 Willibrord Echternach der Herrschaft und dem Schutz Pippins des Mittleren unterstellte. Andererseits soll sie am 24. Dezember 708 in Weißenburg im Elsass beerdigt worden sein, wo noch im 15. Jahrhundert der corpus integrum sce. Yrmene virginis, filie Dagoberti regis zu den Reliquien gezählt wurde. 
VON OEREN, Irmingard (I18413)
 
3493 Irmingard war die Tochter eines Grafen INGRAM, über dessen Leben nichts bekannt ist. 794 wurde sie mit Ludwig verlobt, dem vierten Sohn Kaiser KARLS DES GROßEN, den sie 798 schließlich heiratete. PAPST HADRIAN I. hatte Ludwig 781 zum König von Aquitanien gesalbt. Da seine drei älteren Brüder Pippin, Karl und Pippin 810 bzw. 811 starben, war Irmingard nunmehr die Frau des Erben der Kaiserkrone. 814 starb ihr Schwiegervater Karl der Große und Ludwig trat die Nachfolge an. 816 wurde Irmingard von PAPST STEPHAN IV. in Reims zur Kaiserin gekrönt. Sie starb zwei Jahre später.

Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, darunter Kaiser Lothar I., Pippin I., König von Aquitanien, und Ludwig II., König des ostfränkischen Reiches.  
VON HESPENGAU, Irmingard (I10446)
 
3494 Irmingard war die Tochter eines Grafen INGRAM, über dessen Leben nichts bekannt ist. 794 wurde sie mit Ludwig verlobt, dem vierten Sohn Kaiser KARLS DES GROßEN, den sie 798 schließlich heiratete. PAPST HADRIAN I. hatte Ludwig 781 zum König von Aquitanien gesalbt. Da seine drei älteren Brüder Pippin, Karl und Pippin 810 bzw. 811 starben, war Irmingard nunmehr die Frau des Erben der Kaiserkrone. 814 starb ihr Schwiegervater Karl der Große und Ludwig trat die Nachfolge an. 816 wurde Irmingard von PAPST STEPHAN IV. in Reims zur Kaiserin gekrönt. Sie starb zwei Jahre später.

Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor, darunter Kaiser Lothar I., Pippin I., König von Aquitanien, und Ludwig II., König des ostfränkischen Reiches.  
VON HESPENGAU, Irmingard (I47255)
 
3495 Irmintrud (auch Irmintrud von Geldern, Irmtrud oder Irmentrud) wurde etwa 956[1] als eine von fünf Kindern in Avalgau geboren. Ihre Eltern waren Megingoz von Geldern und seine Frau Gerberga von Geldern, eine Tochter des lothringischen Pfalzgrafen Gottfried und Enkelin des westfränkischen Karl III. Irmintrud hatte vier weitere Geschwister, drei Schwestern und einen Bruder. Ihre Familie galt als berühmt und einflussreich. Während sich Irmintruds Schwestern Adelheid und Betrada sich in Köln in den Dienst Gottes stellten, wurden Alvera und Irmintrud von ihren Eltern verheiratet. Irmintrud heiratete den Pfalzgrafen Heribert von der Wetterau. Insgesamt bekam Irmintrud vier Kinder. Im Jahr 1020 starb sie im Alter von ca. 64 Jahren. Laut der Vita von Adelheid hat Irmintrud von Avalgau ihre Berühmtheit vor allem durch ihre Enkel bzw. Nachfahren, wie z. B. Heinrich VII. von Bayern oder Adalbero III. Bischof von Metz erhalten. VON AVALGAU, Irmtrud (Irmgard Ermentrud) (I15320)
 
3496 Isaak D'Israeli war der einzige Sohn von Benjamin D'Israeli (1730–1816), einem Großhändler, der aus der italienischen Stadt Cento stammte und sich 1748 in England niederließ, wo er erst 1801 eingebürgert wurde. Seine Mutter war Rebecca Mendez Furtado, eine Schwester von Abraham Furtado, die 1765 in London Benjamin D’Israeli geheiratet hatte.

Isaak war nicht religiös, sondern durch die Gedanken der Aufklärung beeinflusst. Im Jahre 1802 heiratete er Maria Basevi (1774–1847), die ebenfalls einer in London ansässigen Familie italienisch-jüdischer Herkunft entstammte. Das Paar hatte fünf Kinder: Sarah (1802–1859), Benjamin (1804–1881), Naphtali (* 1807, starb als Säugling), Raphael (1809–1898) und Jacobus (1813–1868). Die Kinder erhielten ihre Namen nach jüdischen Traditionen, und die Söhne wurden alle beschnitten. Auf den Rat seines Freundes, des Historikers Sharon Turner, und infolge jahrelanger Auseinandersetzungen mit der Bevis-Marks-Synagoge wurden jedoch 1817 alle seine Kinder in der Church of England getauft. Er selbst trat zwar nicht zum Christentum über, ließ sich aber auf einem nichtjüdischen Friedhof beerdigen.

Literarische Bekanntheit erlangte er mit Curiosities of Literature, einer Sammlung von Anekdoten über berühmte Persönlichkeiten, Bücher und die Hobbys von Büchersammlern. 1828 wurde seine Biographie über Karl I. (The Life and Reign of Charles I) veröffentlicht, die im 19. Jahrhundert hohe Popularität genoss und derentwegen er von der Universität Oxford mit dem Grad eines Ehrendoktors ausgezeichnet wurde.

Sein zweites Kind, der zweimalige britische Premierminister Benjamin Disraeli, hinterließ im Rahmen seiner Werkausgaben auch biographische Notizen über seinen Vater.

Schriften (Auswahl)
1803: Romances (Digitalisat)
1822: The Literary Character, Vol. 1 (Digitalisat)
1822: The Literary Character, Vol. 2 (Digitalisat)
1828: The Life and Reign of Charles I.
1859: Curiosities of Literature (Digitalisat) 
D´ISRAELI, Isaak (I61082)
 
3497 Isaak Daniel Itzig (geboren am 20. Dezember 1750 in Berlin; gestorben am 7. Juli 1806 ebenda) war ein Hoffaktor im Staatsdienst, als preußischer Oberhofbankier, seit 1793 Hofbaurat und Wegebauinspektor[1] sowie, gemeinsam mit seinem Schwager David Friedländer Mitbegründer der jüdischen Freischule Berlin, die er bis zu seinem Tod leitete.[2][3]

Isaak war Mitglied der Freimaurer-Obermeisterschaft Berlin der Asiatischen Brüder (Ordensname Obermeister Matthias Ben Elohim).

Familie
Isaak Daniel Itzig war der Sohn des Bankiers Daniel Itzig und der Miriam, geborene Wulff (1727–1788). Er war in erster Ehe (ab 1773) verheiratet mit Henne Veitel Ephraim, die aber bereits 1776 (in Padua) starb; diese Ehe blieb kinderlos. Aus seiner zweiten Ehe (ab 1783) mit Edel (Adelaide), geborene Wulff (1764–1851), stammen neun Kinder. Die Söhne Jakob und Benjamin (Benny) waren Mitbegründer der reformpädagogischen Cauerschen Anstalt. Die Tochter Marianne Louise war verheiratet mit dem Gründer und Direktor des Instituts, Ludwig Cauer.[4]

Die Familie Itzig wurde durch königliches Patent am 2. Mai 1791 naturalisiert. 
ITZIG, Isaak Daniel (I60858)
 
3498 Isaak war der dritte Sohn des Kaisers Alexios I. und der Irene Dukaina. Er wurde in der Porphyra des kaiserlichen Palastes geboren und trug daher den Beinamen Porphyrogennetos. Während sein ältester Bruder Johannes II. von Alexios I. zum Mitkaiser und sein zweitältester Bruder Andronikos zum Sebastokrator (Vizekaiser) erhoben wurden, musste Isaak sich zu Lebzeiten seines Vaters mit dem Titel Kaisar begnügen.

Nach dem Tode Alexios’ I. am 15. August 1118 unterstützte Isaak Komnenos die Thronfolge seines Bruders Johannes II. gegen die Ansprüche des Kaisars Nikephoros Bryennios, der mit ihrer beider Schwester Anna Komnena verheiratet war. Als Gegenleistung erhob Johannes II. Isaak 1122 zum Sebastokrator, womit dieser dem Kaiser in der Hofhierarchie fast gleichgestellt wurde. Im Gegensatz zu seinem Bruder, der sich während seiner Regierungszeit überwiegend militärisch engagierte, widmete sich Isaak auch der Literatur und Philosophie: Er sammelte und schrieb selbst Gedichte und war möglicherweise der Verfasser von drei Abhandlungen und zwei Kommentaren zu Homer.

Im Jahr 1130 fiel Isaak Komnenos, dem eigene Ambitionen auf den Thron nachgesagt wurden, bei Johannes II. in Ungnade. Er floh mit seinem ältesten Sohn Johannes Tzelepes nach Melitene an den Hof des danischmendischen Emirs Gümüştekin. Im Exil bemühte sich Isaak, eine Allianz gegen seinen Bruder zu schmieden, an der sich der Sultan der Rum-Seldschuken, Mas'ud I., der von Byzanz abtrünnige Herr von Trapezunt, Konstantin Gabras, der kleinarmenische Fürst Leon I. und das Königreich Jerusalem, das er 1136 persönlich besuchte, beteiligen sollten. Diese Bündnispläne scheiterten jedoch vor allem an Isaaks notorischem Geldmangel, so dass er sich 1138 (oder schon 1136) gezwungen sah, sich mit seinem Bruder auszusöhnen. Als Johannes Tzelepes 1139 (oder 1140) erneut zu den Türken überlief, nahm Johannes II. dies zum Anlass, Isaak Komnenos nach Herakleia Pontike zu verbannen.

Kurz vor seinem Tod 1143 designierte Johannes II. seinen vierten und jüngsten Sohn Manuel I. Komnenos zum Nachfolger, wobei er seinen dritten (und ältesten überlebenden) Sohn, den Sebastokrator Isaak, überging. In den folgenden Thronwirren unterstützte der ältere Isaak seinen jüngeren Namensvetter, doch entschied das Eingreifen des Generals Johannes Axuch den Machtkampf zu Gunsten Manuels, der danach gegenüber seinen rebellischen Verwandten, zu denen auch der Kaisar Johannes Roger Dalassenos zählte, Milde walten ließ. 1145 scheiterte der ältere Isaak mit einem weiteren Versuch, dem politisch geschwächten Manuel I. den Thron zu entreißen.

Nach 1150 zwang Manuel I. seinen Onkel zum Rückzug ins Privatleben. Als seinen Alterssitz und Grablege gründete Isaak Komnenos 1152 das koinobitische Kloster der Theotokos Kosmosoteira in Feres, dessen Typikon er selbst verfasste. Eine bildliche Darstellung Isaaks findet sich in der Chora-Kirche in Konstantinopel, die er großzügig ausbauen ließ.

Isaaks jüngerer Sohn Andronikos Komnenos gelangte 1182 auf den byzantinischen Thron. Dessen Nachkommen begründeten nach der Eroberung Konstantinopels im Vierten Kreuzzug 1204 das Kaiserreich Trapezunt. 
KOMNENOS, Isaak (I36439)
 
3499 Isaak war der Sohn eines Offiziers des Kaisers Basileios II. namens Manuel Komnenos Erotikos, der auf seinem Sterbebett seine beiden Söhne Isaak und Johannes der Obhut des Kaisers anvertraute.[1] Basileios ließ sie im Studionkloster sorgfältig erziehen und brachte sie danach in hohe Positionen. Während der Regierung von Basileios’ sieben unmittelbaren Nachfolgern gewann Isaak durch sein kluges Handeln das Vertrauen der Armee, so dass er sich 1057 mit dem Adel der Hauptstadt Konstantinopel gegen den Kaiser Michael VI. verbünden konnte. Nach dessen Absetzung wurde er zum Kaiser gekrönt und gründete die Dynastie der Komnenen.

Isaaks erste Sorge war, seine adligen Verbündeten mit Ämtern zu versorgen, die sie von der Hauptstadt fernhalten würden. Seine zweite galt der Wiederherstellung der Finanzkraft des Reiches. Er widerrief viele Pensionen und Beihilfen, die seine Vorgänger untätigen Höflingen gewährt hatten. Außerdem sicherte er sich einen Anteil an den Einkünften der reichen Klöster, wobei er dem Vorwurf des Sakrilegs durch Michael I. Kerularios, den Patriarchen von Konstantinopel, durch eine Verbannungsverfügung zuvorkam. Isaaks einzige militärische Aktivität galt den Ungarn und Petschenegen, die 1059 damit begonnen hatten, die Nordgrenzen zu verwüsten. Kurz nach dem erfolgreichen Feldzug wurde er von einer Krankheit befallen, die er für tödlich hielt. Daraufhin ernannte er Konstantin Dukas zu seinem Nachfolger, wobei er seinen eigenen Bruder Johannes, den Vater des späteren Kaisers Alexios I., und dessen Frau Anna Dalassene überging.

Obwohl Isaak wieder genas, nahm er den Purpur nicht wieder an sich, sondern zog sich in das Studionkloster zurück, wo er die verbleibenden zwei Jahre seines Lebens als Mönch verbrachte. Seine Scholia zur Ilias und andere Arbeiten zu den Gedichten Homers sind erhalten geblieben. Isaaks großes Ziel war die Wiederherstellung der Organisation der Regierung und seine Reformen, obwohl unpopulär bei Adel und Klerus und vom Volk nicht verstanden, trugen sicher einiges dazu bei, den Untergang des byzantinischen Reiches eine Zeit lang aufzuhalten. 
(BYZANZ), Isaak I. (I52245)
 
3500 Iselin (jüngeres Geschlecht)
Die Basler Familie Iselin – die mit dem älteren Achtburgergeschlecht Iselin in keiner verwandtschaftlichen Beziehung steht – wurde von Heinrich (1404) begründet. Von Rosenfeld (Württemberg), wo das Geschlecht 1266 erstmals erwähnt wird, zog Heinrich 1364 nach Basel. Erster nachweisbarer Bürger von Basel wurde 1403 dessen Sohn Konrad (1377-1436), der als Kornschreiber tätig war. Johann Lukas (1486-1560), Würzkrämer und Meister zu Safran, behielt nach der Reformation in Basel den katholischen Glauben bei, weshalb er 1529 aus der Regierung ausgeschlossen, aufgrund seines politischen Geschicks aber 1542 wieder in den Rat berufen wurde. Johann Lukas' Söhne waren die Begründer der vier Hauptlinien der Iselin

Jakob (1512-1587) begründete die erste Hauptlinie, die 1853 ausstarb. Unter seinen Nachkommen befinden sich Johann Lukas (1567-1626), Meister und Ratsherr der Zunft zu Schmieden, Diplomat und Leiter diverser Basler Gesandtschaften; Reinhard (1608-1668), 1651 Professor der Ethik an der Universität Basel sowie Andreas (1654-1732), Geometer und Kartograf.

Von Johann Ulrich (1520-1564), dem Professor der Rechte an der Universität Basel (ab 1548), ging die zweite, noch bestehende Linie aus. Sie umfasst unter anderem Ludwig (->), der 1591 die Amerbach'schen Sammlungen erbte und 1599 Professor der Rechte an der Universität Basel wurde; den Posamenter Johannes (1563-1622), der 1591 nach Biel zog, wo er die Basis für einen bis um 1900 bestehenden Zweig legte; Alfred (1826-1904), der in Niederschönthal eine Schappespinnerei gründete, sowie Hans (1878-1953), der 1937 zum ordentlichen Professor für Chirurgie an der Universität Basel berufen wurde. Die Iselin der zweiten Linie waren meist als Kaufleute, Pfarrer und Offiziere tätig. Ihre Verschwägerungen mit bedeutenden Basler Geschlechtern (u.a. Alioth, Bernoulli, Forcart, Merian, Vischer) beweisen ihre hohe gesellschaftliche Stellung. Die dritte Linie, die Hieronymus (1522-1584) begründet hatte, starb bereits im 17. Jahrhundert aus.

Der Begründer der vierten, heute noch existierenden und umfangreichsten Linie der Iselin war Johann Lukas (1526-1557). Er erwarb 1557 den Rosshof in Basel, der bis 1781 in Familienbesitz verblieb. Auf ihn folgte unter anderem Jakob Christoph (1645-1719), der zusammen mit seinem Bruder Johann Lukas (1649-1707) und Franz Fatio in Basel die Seidenfabrik Fatio & Iselin gründete. Die Seidenbandfabrikation blieb bis ins 20. Jahrhundert für die Familie von Bedeutung. Auch der Schriftsteller und Philosoph Isaak (->) entstammte dieser Linie; ansonsten waren aber die meisten Mitglieder vom 16. bis 20. Jahrhundert Kaufleute, Juristen und Offiziere. Angehörige dieser Linie verschwägerten sich mit angesehenen Basler Geschlechtern (u.a. Forcart, His, La Roche, Merian, Sarasin, Wettstein). Im 18. und 19. Jahrhundert wanderten einige Iselin aus. Johann Lukas (1681-1747), Salzinspektor im badischen Müllheim, begründete einen deutschen, Johann Jakob (1768-1828), Kaufmann in London, einen englischen und Isaak (->), Bankier in New York, einen amerikanischen Zweig. 
ISELIN, Heinrich (I41338)
 

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