Strauss Genealogie


Notizen


Treffer 3,401 bis 3,450 von 5,030

      «Zurück «1 ... 65 66 67 68 69 70 71 72 73 ... 101» Vorwärts»

 #   Notizen   Verknüpft mit 
3401 Nach Herzog Gotfrids Tod 709 übernahmen Lantfrid und sein Bruder Theudebald das Amt des alamannischen Herzogs. Möglicherweise übte Lantfrid die Herrschaft vor allem im Norden, Theudebald im Süden aus.

Beide Brüder standen in ihrem Amt den fränkischen Hausmeiern in erbitterter Feindschaft gegenüber. Bereits im Verlauf des 7. Jahrhunderts hatte sich der alamannische Herrschaftsbereich angesichts schwacher merowingischer Könige innerhalb des Frankenreiches weitgehend verselbständigt, so dass die Herzöge ähnlich autonom wie Könige regierten. Die zunächst als Hausmeier aufstrebenden Karolinger bemühten sich um eine Konsolidierung des Frankenreiches und gerieten dadurch in Konflikt mit den Alamannenherzögen. 722/723 führte Karl Martell einen Feldzug vor allem gegen Theudebald, der vorübergehend aus seinem Herrschaftsgebiet vertrieben wurde. Lantfrid konnte den Norden des Herzogtums vorerst halten. 724 gründete Klosterbischof Pirmin unter dem Schutz Karl Martells das Kloster Reichenau inmitten des alamannischen Herzogtums, was von Lantfrid und Theudebald als weitere Provokation aufgefasst wurde. Theudebald vertrieb 727 den Abt Pirmin, ob odium Karoli (aus Hass gegen Karl Martell) und 732 den Nachfolger Abt Heddo vom Kloster Reichenau.

Nach dem Eingangsbericht zweier Handschriften soll zu Zeiten des Herzogs Lantfrid das alamannische Stammesrecht als Lex Alamannorum neu gefasst worden sein. Hierbei dürfte es sich allerdings um eine spätere Fälschungsnotiz des Klosters Reichenau (Bodensee) handeln.

730 führte Karl Martell einen Feldzug gegen die Herzöge Theudebald und Lantfrid, der noch im selben Jahr verstarb. Herzog Theudebald übernahm daraufhin das alleinige Herzogenamt in der Alamannia. In den folgenden Jahren wurden die Alemannen geschlagen und schließlich wieder fest in den fränkischen Reichsverband eingegliedert. 
AGILOLFINGER, Lantfrid (I36725)
 
3402 nach ihrem vermuteten Vaer herzog Otto II. von Schwaben, wird sie Richenza von Schwaben genant.
diese These ist nach heutigem Forschungsstand kaum noch haltbar, da Richenza ihren Söhnen drei Haupthöfe entlang des linken Ufers der Unterelbe mit ca. 150 Hufen hinterließ, die im Gemengelage mit dem Erbgut des Billungers Wichmann II. liegen, dürfte sie eine Nachfahrin seines Bruders Eckberts des Einäugigen gewesen sein, wahrscheinl. die Erbtochter seines Enkels wichmann IV. 
VON SACHSEN, Richenza (I22768)
 
3403 Nach ihrer Kindheit am schottischen Hof wurde Edith in den angelsächsischen Klöstern Romsey und Wilton gebracht, wo sie eine klassische Ausbildung erhielt. Ihre Tante Christina zwang sie dort dazu, einen Schleier zu tragen, was verschiedene Konflikte nach sich ziehen sollte, da sie nie für eine geistige Laufbahn intendiert war. 1093 verließ sie das Kloster, wo sie sich danach aufhielt ist nicht bekannt.

Im Jahre 1100 heiratete sie Heinrich I. von England und wurde zur englischen Königin gekrönt. Im Vorfeld musste eine Untersuchung durch den damaligen Erzbischof Anselm von Canterbury geklärt werden, ob Edith, die sich zu diesem Zeitpunkt bereits Matilda nannte, heiratsfähig war oder ob sie im Kloster das Gelübde abgelegt hatte. Ersteres wurde bewiesen, woraufhin sie heiraten konnte. Sie und Heinrich bekamen zwei Kinder, davon einer der Thronfolger William Ætheling. Als Königin gründete Matilda II. einige Klöster und unterstütze darüber hinaus weitere religiöse Einrichtungen und Krankenhäuser. Außerdem war sie zeitweise Regentin, wenn der König außer Landes war. Sie galt als fromme und aktive Königin, für die nach ihrem Tod 1118 eine Heiligsprechung angestrebt, letztendlich jedoch nicht durchgeführt wurde. 
VON SCHOTTLAND, Edith auch ´Mathilda von Schottland` (I40537)
 
3404 Nach Schoeller (1894) wäre er ein Sohn von Wilhelm von Schoeler und Elisabeth von Immendorf (nicht nachweisbar).
1501-1548 Reidemeister des Eisenwerks „auf dem Wyßgen“ bei Schleiden; besaß Land in Blumenthal, Langerscheid und Niederhausen
A.V. Schoeller, Geschichte der Familie Schoeller, Berlin 1894, S. 32 ff., 259 („Joeris Schoeler zu Wißgen“)
B. Koerner / K. Fix, Eifeler Geschlechterbuch 1 (DGB 99), Görlitz 1938, S. 205, 207 („Johann Scholer (Schoeller)“)
H.C. Scheibler / K. Wülfrath, Westdeutsche Ahnentafeln, Weimar 1939, S. 503, 504 („Johann Schöller (Scholers)“)
B. Koerner / W. Weidler, Niedersächsisches Geschlechterbuch 5 (DGB 113), Görlitz 1941, S. 620
http://familytreemaker.genealogy.com/users/s/m/o/Steve-L-Smoot/PDFGENE16.pdf (Nr. 46690)  
SCHOELLER, Johannes (I25249)
 
3405 Nach seinem Tod wurde er auch als Heiliger bekannt mit den Namen Angilibert und Engelbert (Gedenktag 18. Februar). Er entstammte dem Adel und ging als Schüler Alkuins aus der Schule des fränkischen Hofs hervor. Von Kaiser Karl dem Großen erhielt er als Laienabt die Benediktinerabtei Centula (Saint-Riquier) bei Abbeville in der Picardie im heutigen Frankreich. Er wurde mehrfach mit diplomatischen Sendungen an den Papst betraut.
Kaiser Karls Tochter Bertha war seine Geliebte, mit der er zwei Söhne hatte: Hartnid und den Geschichtsschreiber Nithard. Dies schreibt Nithard selbst in seinem Geschichtswerk:

„Qui ex eiusdem magni regis filia nomine Berchta, Hartnidum, fratrem meum, et me Nithardum genuit.“

Von Angilbert sind mehrere lateinischen lyrische Gedichte erhalten, und er gilt auch in Abschnitten als Biograph des Kaisers.

Angilberts Gedichte wurden von Ernst Ludwig Dümmler in den Monumenta Germaniae Historica herausgegeben. 
N., Angilbert (I10812)
 
3406 Nach seiner Ernennung zum Geheimen Staatsrat im Jahr 1685 folgte anschließend die Tätigkeit als Brandenburger Gesandter bei den Generalstaaten der Niederlande. Am 2. Mai 1698 wurde er zum Ober-Postdirektor ernannt. Nach seinem Rücktritt im Juni 1700 übernahm er die Gesandtschaft in den Niederlanden.  VON SCHMETTAU, Wolfgang (I22136)
 
3407 Nach zwei Jahren als Propst in Erfurt war er ab 1486 Domherr in Basel und später in Chur. 1492 wurde er zum Domdekan ernannt. Am 17. Oktober 1496 wurde er vom Konstanzer Domkapitel zum Bischof des Bistums Konstanz gewählt und am 18. Dezember 1496 geweiht.

Auch in Fragen der Sittlichkeit bot der Bischof dem Rat Anlass zu Klagen. Gegen die häufigen Vergehen seiner Priester gegen den Zölibat unternahm der Bischof nur halbherzige Maßnahmen, verdiente er doch schließlich an den Einnahmen für Ablässe. Er selbst hatte seit Anfang der 20er Jahre ein Verhältnis mit Barbara von Hof, der Ehefrau des Konstanzer Bürgermeisters Jörg von Hof.

Im Pestjahr 1519 breiteten sich in Konstanz zunehmend die Lehren der Reformation aus, die der Stadt sehr entgegenkamen. Örtliche Prediger übernahmen die Lehren Luthers und Zwinglis. Ein örtlicher Kreis von Humanisten tat sich zusammen, der 1522 sogar Besuch von dem berühmten Erasmus von Rotterdam erhielt. Der Rat der Stadt förderte die Ausbreitung schriftgemäßer Predigt sogar durch ein offizielles Gebot. Ein von Ambrosius Blarer und anderen für die Stadt verfasstes Gutachten empfahl die Einführung der Reformation.


Hugo von Hohenlandenberg (* 1457 auf Schloss Hegi bei Winterthur (?); † 7. Januar 1532 in Meersburg) war Fürstbischof von Konstanz.

Leben
Hugo von Hohenlandenberg stammte aus dem Geschlecht derer von Landenberg. Sein Vater war Jakob von Hohenlandenberg und seine Mutter Barbara von Hegi, Tochter von Hugo von Hegi, dem letzten Vertreter des Geschlechts von Hegi. Nach zwei Jahren als Propst in Erfurt war er ab 1486 Domherr in Basel und später in Chur. 1492 wurde er zum Domdekan ernannt. Am 17. Oktober 1496 wurde er vom Konstanzer Domkapitel zum Bischof des Bistums Konstanz gewählt und am 18. Dezember 1496 geweiht.

Hugo von Hohenlandenberg starb in der bischöflichen Residenz Meersburg und wurde im Chorraum der katholischen Pfarrkirche von Meersburg beigesetzt. Die Folge-Pfarrkirche wurde 1827 bis 1829 erbaut und die sterblichen Überreste von Hugo von Hohenlandenberg sowie Christoph Metzler und Franz Konrad von Rodt wie Maximilian Christoph von Rodt und Johann Georg von Hallwyl in das Gruftgewölbe in der Nähe des Eingangs umgebettet.[1][2]

Konflikte in Konstanz
Wegen zunehmender Konflikte mit der Stadt Konstanz hielt sich der Bischof seit 1506 vorrangig in Meersburg auf. Zu dieser Zeit war Konstanz rechtlich gesehen zweigeteilt: Innerhalb der Freien Reichsstadt, die von einem Rat der Bürger regiert wurde, gab es einen Dombezirk, der allein der Rechtsprechung des Bischofs unterstand, und eine zugehörige Gruppe von Klerikern, die der Rechtsprechung der Stadt offiziell ebenfalls entzogen war. Der Rat sah mit Missbehagen, dass der Bischof versuchte, in der Stadt wieder mehr weltlichen Einfluss zu gewinnen als seine Vorgänger. Vor allem bemühte sich der Bischof, die Zuständigkeit seiner Gerichtsbarkeit zu erweitern. So sollten zum Beispiel Rechtsstreite zwischen Klerikern und Laien nicht vor dem Gericht der Stadt, sondern vor dem bischöflichen Gericht ausgetragen werden. Hierüber war es bereits im Jahre 1497 zu Meinungsverschiedenheiten mit der freien Reichsstadt Baden gekommen, wo der Pfarrer Hartmann Feierabend den Bischof um Hilfe gebeten hatte. Zwar wurde 1511 zwischen Stadt und Domkapitel ein Friedensvertrag über verschiedene Streitpunkte geschlossen, doch war gerade in Fragen des Gerichtsstands und in der Verwaltung des Domschatzes, die die Stadt gerne mitbestimmt hätte, keine Einigung zu erzielen.

Streit um die Reichenau
Der Bischof bemühte sich auch um die Eingliederung des Klosters Reichenau und ihrer Besitzungen in das Hochstift Konstanz, was den Konstanzern ebenfalls missfiel, da sie den Machtzuwachs fürchteten. 1510 sprach Maximilian I. dem Konstanzer Bischof die Reichenau für 10 Jahre zu. Der Kaiser hatte jedoch im gleichen Jahr der Stadt Mitspracherecht in dieser Frage zugesagt, so dass es nicht zur Übertragung kam. Der Bischof bemühte sich jedoch weiterhin um die Reichenau, die ihm schließlich im Februar 1514 Papst Leo X. genehmigte. Die Stadt widersetzte sich jedoch der Vollstreckung, indem sie den Domherren verbot, die Stadt zu verlassen. 1516 bewegte Maximilian den Bischof schließlich zum endgültigen Verzicht.

Ausbreitung der Reformation
Auch in Fragen der Sittlichkeit bot der Bischof dem Rat Anlass zu Klagen. Gegen die häufigen Vergehen seiner Priester gegen den Zölibat unternahm der Bischof nur halbherzige Maßnahmen, verdiente er doch schließlich an den Einnahmen für Ablässe. Er selbst hatte seit Anfang der 20er Jahre ein Verhältnis mit Barbara von Hof, der Ehefrau des Konstanzer Bürgermeisters Jörg von Hof.[3]

Im Pestjahr 1519 breiteten sich in Konstanz zunehmend die Lehren der Reformation aus, die der Stadt sehr entgegenkamen. Örtliche Prediger übernahmen die Lehren Luthers und Zwinglis. Ein örtlicher Kreis von Humanisten tat sich zusammen, der 1522 sogar Besuch von dem berühmten Erasmus von Rotterdam erhielt. Der Rat der Stadt förderte die Ausbreitung schriftgemäßer Predigt sogar durch ein offizielles Gebot. Ein von Ambrosius Blarer und anderen für die Stadt verfasstes Gutachten empfahl die Einführung der Reformation.

Auszug des Bischofs
Als 1525 der Bauernkrieg die Stadt bedrohte, ersuchte der Bischof beim Rat um Schutz für sich und das Domkapitel. Der Rat zwang die Schutzsuchenden, als Gegenleistung einen Gehorsamseid zu schwören und künftig Steuerzahlungen an die Stadt zu leisten. Im November 1526 forderte der Rat die Teilnahme der Geistlichkeit an den Arbeiten zur Befestigung der Stadt. Er erreichte die endgültige Einbürgerung und Unterwerfung der Geistlichkeit im Juni 1527.

Mehrfach hatte der Bischof bereits gedroht, seine Residenz endgültig aus der Stadt zu verlegen. Im November 1526 siedelte er schließlich endgültig nach Meersburg über. Ein Teil des Domkapitels folgte ihm und entzog sich so seinen Verpflichtungen. Die übrigen Geistlichen forderte der Bischof auf, ihm nachzufolgen. Eine Verhandlung am 11. März 1527 in Überlingen scheiterte; damit war der Bischofssitz vorerst endgültig aus Konstanz abgezogen. Der Bischof untersagte die Auszahlung von Pfründen an die wenigen Geistlichen, die in Konstanz geblieben waren, und überließ sie der weltlichen Gerichtsbarkeit. Nach dem Auszug des Bischofs wurde die Einrichtung des Konstanzer Münsters fast vollständig im Bildersturm zerstört; den wertvollen Domschatz beschlagnahmte die Stadt und ließ ihn zu Geld machen.

Hugo von Hohenlandenberg legte am 5. Januar 1529 offiziell sein Amt nieder. Von 1531 bis zu seinem Tode im Januar 1532 amtierte er noch einmal kommissarisch für kurze Zeit, da sein Nachfolger Balthasar Merklin gestorben war.

Mäzenatentum

Mitteltafel des sogenannten Bockstorfer-Altars
Folgende bedeutenden Kunstwerke verdanken sich Hugo von Hohenlandenberg:

Sogenannter Hohenlandenberg-Altar, um 1500. Der Flügelaltar, heute in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, zeigt auf dem linken Flügel St. Konrad und die kniende Figur des Bischofs als Stifter – allerdings ohne Porträtähnlichkeit –, auf dem rechten Flügel St. Pelagius, in der Mitte eine Kreuzigungsszene vor einer typisierten Stadtkulisse. Der Urheber der spätmittelalterlichen Öl-auf-Holz-Malerei ist in Michel Haider zu sehen.
Sogenannter Bockstorfer-Altar, 1524, Blasiuskapelle des Konstanzer Münsters. Als Maler wurde lange Zeit Christoph Bockstorffer vermutet. Dagegen wird heute eher Matthäus Gutrecht der Jüngere unter Mitarbeit von Philipp Memberger in Betracht gezogen. Der Altar überlebte als einziger den Bildersturm, weil er in der Bischofspfalz stand und nicht im Münster. Das Triptychon zeigt auf den Flügeln die Bistumsheiligen Konrad und Pelagius, auf der mittleren Tafel eine figurenreiche Kreuzigungsszene.
Auch auf einer Predella mit einer Grablegung Christi um 1515 ist er als Stifter wiedergegeben. Diese Predella befand sich in den Fürstenbergsammlungen zu Donaueschingen und wurde mit einem Großteil der altdeutschen Bilder 2003 an Reinhold Würth verkauft.
Illustriertes lateinisches Missale des Bischofs mit Buchmalereien, ursprünglich vierbändig. Bd. 2–4 liegen heute im Erzbischöflichen Archiv von Freiburg im Breisgau (Cod. Da 42, 2-4), der erste Band wurde 1832 in Einzelblättern verkauft (siehe auch Dombibliothek Konstanz). Die Illustrationen stammen von zwei Buchmalern: Hans Springinklee d. Ä. (Nürnberg) – Band 1 und 3 – und Ulrich Taler (Augsburg) – Band 2 und 4.
Unter Bischof von Hohenlandenberg wurde am Konstanzer Münster 1497 mit dem Bau des Mittelturms begonnen. Nach einem Brand 1511 blieb der Bau jedoch unvollendet. Weiterhin gab er 1515 den Auftrag für eine neue Orgel und eine kunstvoll geschnitzte Orgelempore.

Der Bischof ließ ab 1508 die Burg Meersburg erweitern und zur bischöflichen Residenz ausbauen. Er setzte um diese Zeit auch die Burg der Konstanzer Bischöfe in Markdorf instand und baute sie zu einem imposanten Wohnturm aus[4]. Auch das Schloss Arbon (Arbon) ließ er wesentlich erweitern. 
VON HOHENLANDENBERG, Bischof Bischof Hugo (I11095)
 
3408 Nachdem Albrecht III. die Regentschaft in den Vorlanden vorübergehend übernommen hatte, war Johann schließlich alt genug um die Regentschaft selbst anzutreten. Zunächst verzichtete er gegen eine Zahlung von 2400 Gulden auf die Landvogteirechte seines Vaters in Schwaben und im Elsass. Die Vogteirechte über die Grafschaft und Burg Hauenstein und dem Schwarzwald verblieben hingegen ausdrücklich bei Johann. Außerdem musste er Schloss und Stadt Laufenburg an Herzog Leopold von Österreich verkaufen. Dieser Besitz hat er dann als österreichisches Mannlehen wieder übertragen bekommen. Seit dem Verkauf von Laufenburg lebte er überwiegend im Klettgau, möglicherweise auf der Burg Balm, auf dieser verstarb er in der Woche vor dem St. Urbanstag 1408[4].

1372 plante sein Vater ihn mit der Tochter Ulrichs von Rappoltstein, Herzlaude, zu verheiraten, er bot seinem Sohn den Klettgau, Die Burg Herznach, und 10000 Gulden in Gold oder „gleichwertigem“. Der Vertrag, ausgefertigt am 9. Dezember in Laufenburg ist erhalten,[5] sein Wunsch ging jedoch nicht in Erfüllung. Der Grund ist nicht überliefert, interessant ist wie er den Plan umsetzen möchte:

Es ist ouch ze wissende, wenne wir die vorgenanten zehen tusend guldin usgewisend, also vor geschribn stat, wenne wir danne den vorgenanten Uolrichen herren zuo Rapoltstein oder Brunen, sinen bruoder, ob er nut wer, mannent und an sie vordrent mit botten oder briefen, ze huse, ze hofe oder under ougen, die vorgenant Hercelauden unserm sune ze gebende und zu ze legende, das soellent sie tuon in dem nechsten manode nach der manunge und vorderunge unverzogenlich, ane alle widerrede und ane geverde[6]

etwa wörtlich übersetzt: »Es ist auch zu wissen, wenn wir die vorgenannten zehntausend Gulden ausweisen, wie vorher beschrieben steht, wenn wir dann den vorgenannten Ulrich von Rappoltstein, (den Bruder der Herzlaude) oder Bruno, seinen Bruder, auch wenn er nicht anwesend wäre, mahnen, und ihn auffordern mit Boten oder Briefen, zu Hause, zu Hofe oder unter (vier) Augen, die vorgenannte Herzlaude unserem Sohne zu geben und zuzulegen, das sollen sie dann tun, in dem nächsten Monate nach der Mahnung und Forderung, unverzüglich, ohne alle Widerrede und Gefährdung.« (Herzlaude heiratete dann einen Graf von Saarwerden).(Quelle und Abdruck in Aargovia, Band 18)

Johann heiratete Gräfin Agnes von (Hohen-)Landenberg-Greifensee. Mit dieser hatte er drei Töchter. Außerdem hatte Johann einen nicht legitimen Sohn Mauritz. Nach seinem Tod kam sein Besitz über die Erbtochter Ursula, die mit Rudolf III. von Sulz (durch Vermittlung dessen Vaters Hermann von Sulz), verheiratet war, an das Haus Sulz. Stadt und Herrschaft Laufenburg verkaufte er am 27. April 1386 an seinen Vetter Herzog Leopold von Österreich um 12.000 Gulden. Die Grafschaft Laufenburg fiel als erledigtes Lehen an Herzog Friedrich von Österreich und nach Erlöschen seiner Linie wieder an die Hauptlinie Habsburg.

1390 übergab er die Herrschaft Prechtal an den Markgrafen Hesso von Baden-Hachberg als Lehen.[7] Im Falle seines Todes ohne männliche Leibeserben sollte das Lehen in das Eigentum der Markgrafen fallen. Dieser Fall trat 1408 ein. Allerdings hatte Graf Hans im Oktober 1406 das Lehen Prechtal an die Grafen Konrad, Heinrich und Egon von Fürstenberg vergeben, wofür diese auf Schuldforderungen verzichteten.[8]  
VON HABSBURG-LAUFENBURG, Johann IV. (I35755)
 
3409 Nachdem Bagrat ab 978 König von Abchasien war, erbte er nach dem Tode seines Vaters Gurgen endgültig Kartli und nannte sich seitdem König der Könige, welches der offizielle Titel des regierenden georgischen Königs bis zum Ende des 15. Jahrhunderts blieb.

Um den neu entstandenen einheitlichen georgischen Staat nach innen und außen zu sichern, führte Bagrat entscheidende Maßnahmen durch. Innenpolitisch wurde der widerspenstige Adel in die Schranken gewiesen, während außenpolitisch Kachetien und Heretien annektiert wurden. Doch die neue Machtfülle des georgischen Staates musste unweigerlich auf den Widerstand des Byzantinischen Reiches stoßen, zu dessen Einflusssphäre Georgien seit langem gehörte. Bereits unter Bagrats Sohn Giorgi I. kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen beiden Mächten. 
..., Bragat III. (I39121)
 
3410 Nachdem der Kölner Erzbischof Engelbert von Berg 1222 den Ort Attendorn befestigt hatte, wurde von ihm zur gleichen Zeit die Burg Schnellenberg angelegt. Dieses ist in einem Abkommen mit dem Grafen von der Mark belegt, dem auf der Burg zwei Burglehen überlassen wurden. Zweck der Errichtung der Burg war die Sicherung der Heidenstraße.
Die Heidenstraße war eine über 1000 Jahre alte und rund 500 Kilometer lange Heer- und Handelsstraße, die auf einem direkten Weg von Leipzig über Kassel nach Köln führte; im Mittelalter auch Pilgerweg nach Santiago de Compostela. 
N., N. (I37439)
 
3411 Nachdem er sich der Vormundschaft durch Wicohen, Erzbischof von Dol-de-Bretagne entledigt hatte, ergriff er im Bündnis mit Orscand, dem Bischof von Vannes (970–992) die Herrschaft über die Grafschaft Vannes. Er schlug die Grafen von Nantes Hoël I. und Guérec, unterwarf schließlich 990 die Grafschaft nach dem Tod des jungen Grafen Alain, und proklamierte sich anschließend zum Herzog. Fulko Nerra, der neue Graf von Anjou war über die Entwicklung im Westen seines Machtbereichs beunruhigt. Er griff Conan an und tötete ihn 992 in der Schlacht von Conquereuil.

Conan I. gilt als Begründer des Hauses Rennes in der Folge der bretonischen Herzogsdynastien. Er wurde in der Abteikirche von Mont-Saint-Michel beigesetzt. 
VON RENNES (BRETAGNE), Graf Graf Conan le Tort (I15334)
 
3412 Nachdem sich um die Meinradszelle nach dessen Tod (861) andere eremiten niedergelassen hatten, zog sich zu Beginn des 10. Jahrhunderts der heilige Benno, zuvor Domherr zu Straßburg hier ebenfalls in die Einsiedelei zurück. Ihm soll um 915 eine Äbtissin von Säckingen bereits die Insel zur Nutznießung übergeben haben, damit die eremiten sich hier ihre nahrung holen konnten, jedoch blieb das Eiogentumsrecht des Klosters Säckingen über die Insel vorbehalten.
Bald darauf ließ sich der heilige Aldarich, jüngerer bruder von Buchard III., als Einsiedler auf der Ufernau selbst nieder.
Burchard III wird erwähnt bei der Schenkung der Ufernau an Einsiedeln. 
VON SCHWABEN, Buchard III. (I36235)
 
3413 Nachfahrin des mennonitischen Seidenfabrikanten und Kommerzienrates Heinrich von Beckerath (1732-1815) VON BECKERATH, Antonia Virgina (I6205)
 
3414 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I3)
 
3415 nächstjüngerer Bruder von PETER KAUERT, Wohnort 1675 in Büddelhagen Ksp. Drabenderhöhe KAUERT, Albert (I714)
 
3416 Nagel ist der Name eines westfälischen Adelsgeschlechts aus dem Ravensbergischen Uradel, das sich im 16. Jahrhundert bis ins Rheinland und in die Niederlande verbreitete.

Das Geschlecht erscheint erstmals urkundlich 1242 mit Conradus Nagel[1] und beginnt seine sichere Stammreihe mit dem Ritter Eggert Nagel, der in den Jahren 1292–1300 als gräflich ravensbergischer Ministerialer urkundlich auftritt.

Linie Köln
Stammhaus war das Haus Herl bei Köln. 
VON NAGEL, Berta (I45681)
 
3417 Nagel ist der Name eines westfälischen Adelsgeschlechts aus dem Ravensbergischen Uradel, das sich im 16. Jahrhundert bis ins Rheinland und in die Niederlande verbreitete.

Das Geschlecht erscheint erstmals urkundlich 1242 mit Conradus Nagel[1] und beginnt seine sichere Stammreihe mit dem Ritter Eggert Nagel, der in den Jahren 1292–1300 als gräflich ravensbergischer Ministerialer urkundlich auftritt.

Schloss Gartrop
1805 starb auch der letzte männliche von Quadt aus. Die Schwester des letzten Besitzers, Gräfin Constanze Hermine Elisabeth von Quadt und Hüchtenbruck, erbte das Schloss.
Durch ihre Heirat kam es im Jahr 1805 an den niederländischen Oberst und Freiherrn von Nagell. Er war mit der auf Haus Wohnung (ein Wasserschloss in Voerde im Kreis Wesel, Nordrhein-Westfalen) ansässigen Familie von Nagel verwandt, schrieb sich zur Unterscheidung von ihr aber mit einem Doppel-L.

Bis 1993 blieb Schloss Gartrop im Besitz der von Nagells. In jenem Jahr verkaufte Egbert Freiherr von Nagell das Schloss an den Essener Unternehmer Dieter Thumulla. Nach dem Konkurs des Eigentümers wurde ab 1998 lange Zeit nach einem Kaufinteressierten gesucht, bis der geborene Essener Peter Blumrath die teilweise verfallene und einsturzgefährdete Schlossanlage im November 2004 ersteigerte. Seit dem 1. Januar 2015 gehört das Schloss der Kölner Unternehmerfamilie Schäfer. 
VON NAGELL, Caroline (I45785)
 
3418 Näherin in Großhaslach, Haus Nr. 34 (1878), stirbt unverheiratet, ist „verunglückt“ SOMMER, Anna Barbara Maria (I46)
 
3419 Name
Der genaue Name ist unbekannt. Der Name Marina Severa ist eine Zusammensetzung aus den zwei Namensformen, die in den antiken Quellen auftauchen: Sokrates Scholastikos nennt sie „Severa“, während Johannes Malalas, das Chronicon Pascale und Johannes von Nikiu sie „Marina“ nennen.[1] Otto Seeck hat dafür plädiert, dass Letzteres der korrekte Name gewesen sein dürfte, da eine Tochter des Arcadius, eines späteren Kaisers der valentinianisch-theodosianischen Dynastie, ebenfalls diesen Namen trug und die beiden gleichnamigen Frauen im Chronicon Paschale miteinander verwechselt werden.[2]

Leben
Marina Severa heiratete Valentinian, bevor er den Thron bestieg. Ihr Sohn, Gratian, wurde 359 in Sirmium in der Provinz Pannonia geboren.[3] Valentinian wurde 364 zum Kaiser ausgerufen; kurz darauf brachten Marina Severa und ihre Mutter ihn dazu, den Sohn Gratian zum Augustus, also zum Mitkaiser, zu erheben.[4]

Irgendwann vor 370 verstieß Valentinian Marina Severa – dies ist die spätestmögliche Zeit, da spätestens in diesem Jahr die Heirat zwischen dem Kaiser und seiner zweiten Frau Iustina, der Witwe des Gegenkaisers Magnentius, stattgefunden haben muss.[5] Die Gründe für die Trennung sind unklar. Johannes Malalas, das Chronicon Paschale und Johannes von Nikiu berichten, Marina Severa sei aufgrund ihrer Beteiligung an einem illegalen Geschäft verstoßen worden. Sie habe ihre Position als Kaiserin ausgenutzt, um einen Garten zu einem viel zu geringen Preis aufzukaufen, und damit den Zorn des Kaisers auf sich gezogen.[6] In der Forschung wird diese Geschichte jedoch lediglich als Versuch gesehen, die Scheidung Valentinians zu rechtfertigen, ohne dem Kaiser die Schuld daran zu geben.[7]

Laut Sokrates Scholastikos wiederum soll es zu der Scheidung gekommen sein, nachdem sich Marina Severa mit Iustina angefreundet hatte. Nachdem sie sie beim gemeinsamen Baden nackt gesehen habe, soll sie ihrem Mann Valentinian gegenüber von der Schönheit Iustinas geschwärmt haben, woraufhin Valentinian beschlossen haben soll, Iustina zu heiraten. Um Iustina heiraten zu können, ohne Severa verstoßen zu müssen, die schließlich die Mutter seines designierten Nachfolgers war, habe Valentinian ein Gesetz erlassen, demzufolge jeder Mann zwei Ehefrauen haben dürfte.[8] Auch diese Erklärung ist von der modernen Forschung verworfen worden, da die Legitimierung von Bigamie sehr unwahrscheinlich scheint. Einige Historiker, unter anderem Timothy D. Barnes, vermuten dagegen, dass das Gesetz Valentinians in Wirklichkeit beinhaltete, für einige Römer Scheidung und Wiederheirat zu ermöglichen, da genau das war, was Valentinian vorschwebte. Möglicherweise wollte der Kaiser durch die Heirat mit Iustina (die vielleicht mit Kaiser Konstantin dem Großen verwandt war) seine dynastische Legitimität und den Thronanspruch absichern.[7]

Mit Iustina hatte Valentinian einen Sohn, den späteren Valentinian II., und drei Töchter, Galla, Grata und Iusta.[9] Marina Severa wiederum befand sich anscheinend noch im Jahr 367 am Kaiserhof, wie aus einer Bemerkung in der Epitome de Caesaribus hervorgeht.[10] Irgendwann in der Folgezeit scheint sie diesen jedoch verlassen zu haben, denn als nach dem Tod Valentinians im Jahr 375 sein Sohn Gratian an die Macht kam, holte dieser seine Mutter Marina Severa wieder zurück an den Hof.[11] Dort scheint sie in der Folgezeit noch einen erheblichen politischen Einfluss gehabt zu haben.[12] Nach ihrem Tod wurde sie neben Valentinian in der Apostelkirche in Konstantinopel bestattet.[13]

Eine völlig abweichende Deutung der Ereignisse veröffentlichte David Woods im Jahr 2006. Woods geht davon aus, dass die erste Frau Valentinians Severa hieß und nicht etwa Marina oder Marina Severa. Durch den Kaiser verstoßen worden sei jedoch in Wirklichkeit nicht sie, sondern die zweite Ehefrau Iustina, und dies sei erst kurz vor Valentinians Tod geschehen. Eine rätselhafte Notiz in den Consularia Constantinopolitana, die von der Bestattung Valentinians im Jahr 382 schreibt, ist David Woods zufolge ein antikes Missverständnis – in Wirklichkeit sei Severa in diesem Jahr dort an der Seite ihres dort bereits bestatteten früheren Ehemanns beerdigt worden.[14] Die restliche Forschung ordnet diese Deutung von Woods jedoch als „sehr spekulativen Rekonstruktionsversuch“ 
SEVERA, Marina (I47225)
 
3420 Name auch : Anna Vette zu Saurenhaus Quellen: 208(130), 212(64) SAURENHAUS, Anna (I44252)
 
3421 Name auch: Aldenhoven Vorname auch: Catharina Vater auch: Caspar Altenhofen aus Amsterdam (Qu.102(26)) ALTENHOFEN, Catherine (I44269)
 
3422 Name:

Aloacus? 
HENKING, Alkäus (I7461)
 
3423 Name:

Andreas Nef: Bartholome 
DARDIER, Anna Rosalie (I6923)
 
3424 Name: balouka.net GÜTERBOCK, Aron (I7016)
 
3425 Namensgebend ist das altsächsische Wort "hurst" für Gestrüpp oder das althochdeutsche Wort "Horst" für die Bezeichnung eines Niederwaldes.[1] Das Geschlecht erscheint erstmals urkundlich mit Ruthger de Hurst im Jahr 1142. Mit Gyselbertus de Horst, miles (Ritter), urkundlich 1234[2] beginnt eine sichere Stammreihe.

Die Frage nach dem Stammsitz des Horster Adelsgeschlechts legt – folgt man den ältesten Erwähnungen – zwei Orte nahe: Horst an der Emscher und Horst an der Ruhr. Wenngleich eindeutige Belege fehlen, sprechen einige Aspekte für Haus Horst an der Ruhr. Der überschwemmungssicher hoch über der Ruhr gelegene Raum um das heutige Essen-Horst war schon früh besiedelt. Die Geschichte des nur wenige Kilometer entfernten Steele reicht z. B. bis in das 9. Jahrhundert zurück: Bereits im Jahr 840 wird dieser Ort erstmals urkundlich erwähnt. 938 hielt der zweite Deutsche König und spätere römische Kaiser Otto I. der Große dort einen Hoftag ab, weshalb im 11. Jahrhundert eine Memorialkapelle errichtet wurde – einer der Vorgängerbauten der heutigen Steeler Pfarrkirche.

Seit 955 gehörte Horst mit Steele und der Bauerschaft Freisenbruch zum Stift Essen. Diese Bauerschaft wird 1047 in einem Verzeichnis des Klosters Werden erwähnt. Durch den Ort verlief ein zweiter Zweig des Hellwegs zu einer Furt über die Ruhr (Der ursprüngliche Hellweg führte über Schonnebeck und durch die Bauerschaft Kray-Leithe. Beide Wege wurden noch Jahrhunderte später nebeneinander benutzt.). Möglicherweise wurde Haus Horst im Zusammenhang mit dieser Handelsroute angelegt, was für eine frühe Gründung der Burganlage spricht.[3]
Horst an der Emscher hingegen lag an einer Furt durch den Fluss am Weg von Essen über Buer nach Recklinghausen – verkehrstechnisch im Vergleich zum Hellweg eher eine zweitrangige Verbindung. Auch machte die Lage unmittelbar am Fluss in der sumpfigen Niederung Ackerbau unmöglich. Dennoch existierte hier auf einer zwischen zwei Emscherarmen gelegenen Insel bereits im 11. Jahrhundert eine durch Ausgrabungen nachgewiesene Hofstelle, deren in geringem Umfang aufgefundene Ausstattung auf einen gewissen Wohlstand der Bewohner schließen lässt.[4] Aus dieser gehobenen Hofstelle erwuchs dendrologisch nachgewiesen erst im 13. Jahrhundert eine zunächst hölzerne Burganlage.

Doch nicht nur das größere Alter und die verkehrstechnisch bedeutendere Lage verweisen auf Horst an der Ruhr als Stammsitz. Ein religiöser Aspekt kommt hinzu. Die oben erwähnte, bis ins 11. Jahrhunderte zurückreichende Pfarrkirche in Essen Steele trägt das Patrozinium des Heiligen Laurentius. Dessen Verehrung verbreitete sich in Deutschland nach dem Sieg König Ottos I. gegen die Ungarn in der Schlacht auf dem Lechfeld, die am Laurentiustag, dem 10. August 955, stattfand.[5] Die sich um diesen Heiligen rankenden Legenden waren den nur knapp vier Kilometer von Steele entfernt wohnenden Herren von der Horst mit Sicherheit bekannt. In einer dieser Erzählungen wird Hippolytus als Gefängnisaufseher des Laurentius erwähnt. Dieser Hippolytus wurde der Legende nach von Laurentius im Gefängnis zum christlichen Glauben bekehrt und deshalb selbst als Märtyrer hingerichtet. Genau dieser Hippolytus wird Pfarrpatron der Burgkapelle von Horst an der Emscher (ein sehr seltenes Patrozinium in Deutschland; die Horster Pfarrkirche Sankt Hippolytus trägt es bis heute). Der Schluss liegt nahe, dass der neue Herr von Haus Horst an der Emscher einen Heiligen als Patron seiner Kirche wählte, den er aus dem Umfeld seines „Heimatheiligen“ von Haus Horst an der Ruhr kannte, womit dieses ein weiteres Argument für sich verbuchen könnte, Stammsitz des Geschlechtes „von der Horst“ zu sein.

Geschichte
Es war Gerhard von der Horst, der im späten 12. Jahrhundert an der Emscher – wahrscheinlich auf Betreiben des Essener Stifts – unter Aufschüttung eines Erdhügels die ursprüngliche Hofstelle zu einer hölzernen Motte ausbauen ließ, möglicherweise um die Grenzen des Stiftsterritoriums zu sichern und die dem Stift hörigen Höfe zu schützen.[6] Damit war auch die Aufsicht über die Wildbahn im Emscherbruch und das Recht des Fangs der Emscherbrücher Pferde verbunden. Durch Ausgrabungen ist diese frühe Burganlage umfangreich erforscht worden.[7] Nach einem Brand wurde um 1210 der Hügel erhöht und die Holzanlage durch ein Steinhaus mit einer Ringmauer ersetzt; im 15. Jahrhundert wurde die Anlage zu einer Wasserburg erweitert.

Heinrich von Horst wird im Jahr 1280 als Drost der Grafen von Berg genannt. 1282 ist sein Bruder Hugo als Marschall der Essener Fürstäbtissin Berta von Arnsberg belegt. Wahrscheinlich erscheint eine Verwandtschaft mit den Erbdrosten des Essener Stifts, den Herren von Altendorf, deren bis heute erhaltene Burg der steinernen Anlage zu Horst glich. Ab 1363 sind die Herren von der Horst in Urkunden auch als Lehnsmänner der Grafen von Kleve genannt. Sie konnten die Eigenständigkeit ihres Stammsitzes lange Zeit gegen den Machtanspruch des benachbarten Kölner Erzbistums behaupten.[8] Da sie sich jedoch die Gerichtsherrschaft in den Kirchspielen Gladbeck und Buer, die zum kurkölnischen Territorium gehörten, angemaßt hatten, strengte der Kölner Erzbischof Friedrich von Saarwerden 1410/11 einen Prozess gegen die Horster Ritter an, als dessen Resultat sich die Familie 1412 dem Erzstift unterwerfen musste. Rütger von der Horst leistete dem Kölner Erzbischof den Treueid, was eine Eingliederung der ehemals eigenständigen Herrschaft in das erzbischöfliche Vest Recklinghausen zur Folge hatte. Im Gegenzug erhielt er die Herrschaft als kurkölnisches Lehen wieder zurück.[9]

Rütger von der Horst erbte 1547 die inzwischen heruntergekommene Burg, welche 1554 abbrannte. Er ließ daraufhin an deren Stelle bis in die 1570er Jahre ein prachtvolles Renaissanceschloss errichten. Unter sechs Kölner Kurfürsten bekleidete er das Marschallsamt; Erzbischof Salentin von Isenburg ernannte ihn kurz vor seiner Abdankung zum Kölner Statthalter im Vest Recklinghausen. Seine Erbtochter Margarethe brachte Schloss Horst 1582 an die Familie von Loë zu Palsterkamp, in der nächsten Generation fiel es 1607 an die Herren von der Recke.

Eine Linie der Familie war an den Niederrhein gezogen, wo sich das Haus Horst bei Giesenkirchen in ihrem Besitz befand. 1338 trug Hermann von der Horst dieses dem Kölner Erzbischof Walram von Jülich zu Lehen auf. In Urkunden des 14. Jahrhunderts erscheint die Familie auch als Besitzer von Haus Horst in Essen, das die Herren von der Horst als Ministerialen des Essener Stifts zu dieser Zeit anstelle eines älteren Hofes errichtet hatten. Der dortige Zweig starb schon um 1400 aus. Die niederrheinische Linie teilte sich später in einen Zweig im Kurkölner Raum und eine Linie im Herzogtum Kleve auf.[10] Der 1492 mit Haus Horst bei Giesenkirchen belehnte klevische Erbmarschall Wilhelm von der Horst war der Letzte seiner Linie; der Besitz fiel über seine Erbtochter an die Familie von Palant und in der nächsten Generation an die von Dorth.

Ein Teil der Familie hatte sich schon früh in der Grafschaft Vechta angesiedelt. Im Jahr 1180 war die Burg Hinckamp an der Haase in ihrem Besitz. Von dort aus verbreitete sie sich im Bistum Osnabrück. Burg Hinckamp blieb zunächst Hauptsitz, ehe sie um 1400 verkauft wurde. Seither hatte die Familie mit Schloss Haldem ihren Schwerpunkt im Bistum Minden.[11] Dort hatte sie auch im 19. Jahrhundert noch mehrere Güter, unter diesen auch Schloss Hollwinkel, das der preußische Staatsminister Julius August von der Horst im Jahr 1776 erworben hatte. Nach seinem Tod spaltete sich die Familie in eine ältere Linie zu Hollwinkel und Ellerburg und eine jüngere Linie auf.[12] Nach dem Verkauf von Haldem 1830 wurde Hollwinkel bis heute zum Hauptsitz der Familie. Haus Ellerburg wurde in den 1990er Jahren verkauft. 
VON DER HORST, N. (I8933)
 
3426 Namur war eine Grafschaft im Fränkischen Reich und später im Heiligen Römischen Reich im Bereich des Zusammenflusses von Sambre und Maas. Ihr Territorium entspricht weitgehend dem heutigen belgischen Arrondissement Namur und dem Nordwesten des Arrondissements Dinant. Seine Nachbarn waren im Westen der Hennegau, im Norden Brabant, im Süden und Osten das Hochstift Lüttich, im Südosten Luxemburg.  VON NAMUR, Graf Graf Albert (I10401)
 
3427 Nant-le-Grand ist eine Gemeinde im Departement Maas in Grand Est im Nordosten Frankreichs . FANCIS, Louis (I1395)
 
3428 Natalrat 1480, Obervogt zu Täfa 1484, zu Stammheim 1490, Zunftmeister zur Meise 1490

Die Keller von Schwamedingen
Eine besondere Funktion im mittelalterlichen Schwamendingen kam dem Kehlhofer zu. Klöster und Kirchen setzten zur Aufsicht über ihren Grundbesitz und zum Bezug der Abgaben einen «Meier» ein. Der Ausdruck kommt aus der römischen Bezeichnung «villicus major», was soviel wie Oberbauer heisst. Auf grösseren Besitzungen wurde anstelle des «Meiers» ein «Keller» (cellerarius = Kellermeister) eingesetzt. Als Entschädigung für seine Mühe wurde dem «Keller» ein Lehenshof gegeben. In Schwamendingen war es der «Kehlhof», eines der grössten Bauerngüter des Kantons Zürich, dessen Gebäude heute noch steht. Dieser Kehlhof und sein Inhaber erscheinen erstmals in einer Pergament-Urkunde aus dem Jahre 929. Da wird eine Frau Wibilina als Tochter des Ruodpert genannt, welcher der «cellerarius zuo Swamundinga» gewesen sei.
Eine direkte Verbindung dieses Ruodpert zur später berühmten Familie «Keller von Schwamendingen» lässt sich nicht nachweisen. Sicher ist aber, dass dieses Geschlecht ums Jahr 1000 den Kehlhof von Schwamendingen inne hatte. 1320 wurden die Keller von Schwamendingen Bürger der Stadt Zürich und stellten im Laufe der Zeit viele Bürgermeister, Ratsmitglieder und Pfarrherren. – Später nannten sie sich Keller vom Steinbock nach dem Wappen und Adelsbrief, den der Ratsherr, Hauptmann und Oberbefehlshaber Felix Keller 1487 vom Kaiser für sich und seine Nachkommen erhielt. (Früher führten die Keller einen schwarzen Schlüssel, von 1487 an in Gold einen schwarzen Steinbock im Wappen. Sie stellten der Stadt u.a. zwei Bürgermeister, 65 Ratsherren, 71 Vögte und 26 Geistliche.)


Zunft Schwamendingen
Zunftschreiber
8051 Zürich

zunftschreiber@zunft-schwamendingen.ch
Der Kehlhof Schwamendingen in Schwamendingen ist ein ehemaliger Lehenshof und Amtsstelle des Grossmünsters. Der unter Denkmalschutz stehende Kehlhof ist mit seinen 7 Jochen einer der grössten bekannten Mehrreihenständerbauten und einer der letzten Bauernbetriebe des Ortes. Der Kehlhof befindet sich am Stettbachweg 8 gegenüber der alten Kirche im Zentrum von Schwamendingen, einem Stadtkreis der Stadt Zürich.

Wappenbeschreibung / Blasonierung
In Gold schwarzer Steinbock. 
KELLER VOM STEINBOCK, Felix (I1428)
 
3429 Naturalisiert ‎ in Zürich, Zürich, ZH, CHE
Ereignis Bürgermeister ‎1392 in Zürich, Zürich, ZH, CHE
Ereignis Johanniter ‎1434/1435 
MANESSE, Johannes (I11109)
 
3430 Naturalisiert ‎ in Zürich, Zürich, ZH, CHE
Ereignis Bürgermeister ‎Sep 1360 in Zürich, Zürich, ZH, CHE 
MANESSE, Rüdiger (I11107)
 
3431 Naturalisiert ‎ in Zürich, Zürich, ZH, CHE
Wappenbeschreibung / Blasonierung
In Rot schreitender, silberner Wolf. 
WOLFLEIBSCH, Elisabeth (I11105)
 
3432 Naumburg befindet sich im Westteil des Naturparks Habichtswald östlich des Langen Walds und wird vom Eder-Zufluss Elbe durchflossen.
Die Stadt wurde nach der 1526 in der Landgrafschaft Hessen eingeführten Reformation zur katholischen Enklave im protestantischen Hessen.
Im Jahre 1626 vernichtete ein Feuer die Burg, die seitdem Ruine blieb.  
FISCHER, Ambrosius (I1046)
 
3433 Nebel begann am 17. April 1592 sein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Heidelberg, wo er seinen Abschluss als Doktor beider Rechte ablegte. Ab 1598 wurde er in Heidelberg als ordentlicher Professor für Rechtswissenschaften übernommen und in den Jahren 1603 und 1615 zum Rektor der Universität gewählt
Matrikel der Universität Heidelberg am 15.4.1592, "Analtinus". Rektor der Universität Heidelberg (1603/04 und 1615/16). 
NEBELIUS, Prof. Dr. jur. utr. Daniel (I2279)
 
3434 Neben Mindaugas und Vytautas zählt er zu den großen Herrschern in der litauischen Geschichte. Litauen stieg unter ihm endgültig zur osteuropäischen Großmacht auf und Gediminas betrachtete sich als „König der Litauer und Ruthenen“.
Um 1295 trat in Litauen nach Jahrzehnten weitgehender Unordnung mit Vytenis, Sohn von Budvydas (Pukuveras), wieder ein mächtiger Großfürst auf den Plan. Nach seinem Tod 1315/16 trat sein Bruder[1] Gediminas die Nachfolge an.

Gediminas erwies sich als erfolgreicher Taktiker, der über eine planvolle Heirats-, Bündnis- und Innenpolitik Litauen zu einer Großmacht aufsteigen ließ und gleichzeitig die Dynastie der Gediminiden begründete. So erklärte er 1323/24 gegenüber dem Papst die Absicht, sich taufen zu lassen. Die Taufe diente dabei wie bei Mindaugas zur Abwehr von Übergriffen des Deutschen Ordens. Als seine innenpolitische Situation schwierig wurde, zog er seine Taufabsicht wieder zurück.

Zur selben Zeit wurde Vilnius Litauens Hauptstadt, Einwanderer (darunter auch aus Deutschland) belebten die Stadt. Es wurden enge wirtschaftliche Beziehungen zur Hansestadt Riga und über Polen nach Westeuropa aufgebaut.

Gediminas zwang mehreren ruthenischen Fürstentümern der ehemaligen Kiewer Rus um 1325 sein Protektorat auf: Smolensk, Pskow und Kiew. Andere ruthenische Feudalherrschaften (Wizebsk, Turau, Pinsk) wurden seinem Staat gänzlich eingegliedert. Kurz vor seinem Tod konnte Gediminas 1340 noch das ruthenische Fürstentum Halitsch-Wolhynien als Erbmasse seines Sohnes Liubartas seinem Staat angliedern (Halitsch musste allerdings 1349 Polen überlassen werden). Plünderungen der tatarischen Goldenen Horde (z. B. um 1340/41) konnten den Staat dabei nicht längerfristig schwächen.

Im Norden und Südwesten musste sich Gediminas ständiger Angriffe des Deutschen Ordens erwehren, der unter dem Vorwand der christlichen Missionierung nach dem Besitz Schemaitens strebte.

Schwere Einfälle erfolgten besonders 1329/30 und 1336/37. Er tat dies mit wechselndem Erfolg. Bei Kämpfen mit dem von adligen Preußenfahrern wie König Johann von Luxemburg massiv unterstützten Ritterorden wurde Gediminas Anfang Dezember 1341 vor der Bayerburg tödlich verwundet. Laut der Überlieferung traf Gediminas unweit der noch heute vorhandenen „Gediminaseiche“ ein vom Eckturm der belagerten Burg abgeschossener Armbrustbolzen.

Im Großfürstenamt folgte ihm sein Sohn Jaunutis nach.  
VON LITAUEN, Gediminas (I1505)
 
3435 Neffe des Fürstabt von St. Gallen Ulrich Rösch GMÜNDER, Konrad (I9611)
 
3436 Neffe des Grafen Cobbo der Älter (Ekbertiner) N., Amelung II. (I18837)
 
3437 NESSELRODE ist der Name eines bergischen Adelsgeschlechts. Die Herren von NESSELRODE gehören zum Uradel der Grafschaft BERG. Zweige der Familie bestehen bis heute. Wegen der über eine Tochterlinie abstammenden Grafen Droste zu Vischering von Nesselrode-Reichenstein siehe Droste zu Vischering.

Das Geschlecht wird erstmals mit dem Ritter HEINRICH genannt ´Flecke von NESSELRODE` als Lehnsmann der Abtei Deutz im September 1303 in einer Urkunde genannt.
Eine Abstammung von ALBERT SOBBE VON LEYSIEFEN ist wahrscheinlich. Namen gebender Stammsitz war die Burg Nesselrath an der Wupper bei Leichlingen.
1335 wird der Sohn von Heinrich Flecke von NESSELRODE, Lehnsmann des Grafen RAINALD II. VON GELDERN.
1368 erscheint der Ritter Johann von NESSELROIDE, der als Lehnsmann der Grafen von BERG auftritt und siegelt.
Haus Nesselrath (auch Haus Nesselrode oder Gut Nesselrath) ist ein mittelalterlicher Rittersitz und heutiges Hofgut am Ufer der Wupper in Leichlingen, Rheinland. Die Burganlage ist heute Teil eines landwirtschaftlichen Betriebs.
Erstmals urkundlich erwähnt wird Haus Nesselrath im Jahre 1303 als Lehen der Abtei Deutz. In den Urkunden wird die Burg sowohl Nesselrath, als auch NESSELRODE genannt. Beide Endsilben sind Toponyme für Rodung. Die ursprünglich zweiteilige Wasserburg wurde um 1300 von der bergischen Ministerialadelsfamilie NESSELRODE erbaut und bewohnt. 1511 erwarb die Adelsfamilie KETTELER den Rittersitz und baute die Burg 1536 grundlegend um. Aus dieser Zeit sind ein Teil der Vorburg mit einem zweigeschossigen Torhaus aus Bruchstein, spitzbogiger Durchfahrt, Fachwerk im Giebel und Kreuzstock im Fenster sowie Teile der Ringmauer erhalten.  
VON NESSELRODE, Catharina (I1762)
 
3438 Nesselrode ist der Name eines bergischen Adelsgeschlechts. Zweige der Familie bestehen bis heute. Die Herren von Nesselrode gehören zum Uradel der Grafschaft Berg. Wegen der über eine Tochterlinie abstammenden Grafen Droste zu Vischering von Nesselrode-Reichenstein siehe Droste zu Vischering.

Eine Verwandtschaft zu dem erloschenen Geschlecht von Nesselröden ist unwahrscheinlich.

Ein weiterer Johann von Nesselrode wurde 1508 mit Hugenpoet belehnt. Seine Nachkommen Johann und Wilhelm begründeten die Linie Nesselrode-Hugenpoēt, die noch heute in Bayern und den Niederlanden besteht. Aus der Linie kamen u. a. eine Ur-Ur-Urgroßmutter der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, Johanna, die 1670 Bernhard III. von Droste-Hülshoff (1634–1700) heiratete[6]. Deren Enkelin wiederum, Richmod von Droste zu Hülshoff (1704–1750), heiratete Christian von Nesselrode-Hugenpoet, General in österreichischen Diensten[7]. Ebenfalls aus diesem Zweig kam unter anderen Johann Leopold Freiherr von Nesselrode-Hugenpoēt († 1768), Generalvikar zu Speyer und der bayerische General Maximilian Freiherr von Nesselrode-Hugenpoēt (* 1804; † 1886).
 
VON HUGENPOET, N. (I45891)
 
3439 Neu, Badisches Pfarrerbuch, Teil II, 1939, S. 152. Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 1244. Rosenkranz, Das Evangelische Rheinland, II. Band, 1958, S. 126. Drüll, Gelehrtenlexikon, S. 32. Studium in Basel BS 1638 (Matrikel der Universität Basel - siehe www.e-codices.ch - im Apr. 1638, "Pal. Spirensis"). In Bremen 1645 (Matrikel des Gymnasium Illustre zu Bremen Anfang 1645, "M[agister], Spirens[is]). Pfarrer in Köln 1645/49 und Nußloch 1650/51, Konrektor in Heidelberg 1651/52, Pfarrer in Weisenheim am Sand 1653, Professor an der Philosophischen Fakultät der Universität Heidelberg 1653/82 und Prorektor 1658/59. Matrikel der Universität Heidelberg am 12.4.1653. Pfarrer zu St. Peter in Heidelberg 1660/82 (Spitzer, Heidelbergs Kirchen und Kirchengeschichte, 1931, S. 12). Pate in Heidelberg (Heiliggeistkirche) am 17.4.1670.

Johann Sebald Fabricius, auch Fabritius (* 15. Januar 1622 in Speyer; † 6. April 1682 in Heidelberg) war ein deutscher evangelisch-reformierter Geistlicher und Hochschullehrer.
Fabricius studierte Theologie in Basel und ab 1645 in Deventer. Von 1645 bis 1649 war er deutsch-reformierter Pfarrer in Köln. 1650 wurde er als reformierter Pfarrer nach Walldorf und Nussloch berufen. 1651 wurde er interimistischer Rektor in Heidelberg, 1652 Pfarrer in Lambsheim und Weisenheim am Sand. Von 1652 bis zu seinem Tod 1682 lehrte er als Professor der Geschichte und griechischen Sprache an der Universität Heidelberg. Am 8. Januar 1657 wurde er zum Dr. theol. promoviert. Von 1660 bis 1692 war er zugleich Pfarrer an der Heidelberger Peterskirche.

Fabricius heiratete 1653 in Heidelberg Maria Magdalena, geb. Mieg, eine Tochter des Sekretärs Johann Michael Mieg aus Straßburg.

Werke
Churfürstlicher Lieb- und Tugendspiegel. 1650
Descriptio historica urbis Heidelbergensis. 1656
Historia von Mannheim und Kaiserslautern. 1656
Neohusium sive de ortu etc. coenobii Neuhusani


Literatur
Georg Biundo: Die evangelischen Geistlichen der Pfalz seit der Reformation (Pfälzisches Pfarrerbuch) (= Genealogie und Landesgeschichte. Publikationen der Zentralstelle für Personen- und Familiengeschichte 15). Neustadt an er Aisch 1968, S. 109
Heinrich Neu: Pfarrerbuch der evangelischen Kirche Badens von der Reformation bis zur Gegenwart. Teil II: Das alphabetische Verzeichnis der Geistlichen mit biographischen Angaben. Lahr (Schwarzwald) 1939, S. 152
 
FABRICIUS, Prof. Dr. theol. Prof. Dr. theol. Johann Sebald (I12119)
 
3440 Neu, Badisches Pfarrerbuch, Teil II, 1939, S. 22. Diehl, Pfarrer- und Schulmeisterbuch Rheinhessen, 1928, S. 104. Rosenkranz, Das Evangelische Rheinland, II. Band, 1958, S. 8. Gymnasium in Herborn 1621 (Matrikel der Hohen Schule Herborn "semestri aestivo" anno 1621, "Braunfelsensis"), H Alba Julia (1622 hatte Gábor Bethlen in Weißenburg die erste siebenbürgische protestantische Akademie gegründet) und Studium in Groningen.
Rektor in Weinheim 1634, Flucht nach Worms zu seiner Mutter 1635. Reisen nach England, Frankreich und in die Schweiz. Rückkehr nach Weinheim 1648. Pfarrer zu Neckargemünd 1649/59, Gau-Odernheim (auch Inspector) 1659/75 und Kreuznach (auch Inspector) 1675/92. Pate in Bammental am 15.12.1658. 
ANDREAE, Johann Daniel Gottfried (I10178)
 
3441 Neu, Badisches Pfarrerbuch, Teil II, 1939, S. 396. Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 3330. Rosenkranz, Das Evangelische Rheinland, II. Band, 1958, S. 323. Studium in Bremen, Utrecht, Franeker, Leiden und Kassel 1637 (Matrikel der Universität Kassel am 3.4.1637, "Gladenbacensis"). Pfarrer in Manubach 1649/50, Bacharach 1650/69 (auch Inspector ab 1656), Wachenheim (auch Inspector) 1669/73 und Heidelberg-Heiliggeistkirche ab 1673. Pate bzw. Patenvertreter in Heidelberg am 4.1.1671 (Klosterkirche) mit Ehefrau, 8.4.1674 und 7.7.1676 (Heiliggeistkirche) sowie in Neckargemünd am 8.3.1678. Von Johann Georg Ohm gehaltene Leichenpredigt: Himmlische Reise-Gedancken: Jn einer Leich-Predig bey sehr volckreicher Erd-Bestattung Uber Deß weyland Wohl-Ehrwürdigen und Hochgelehrten Herrn, Herrn Johann Wilhelm Matthaei, Der Kirchen zum Heiligen Geist allhier gewesenen treu-eyfferigen Predigers, Selbst erwehlten Text, ... Erkläret den 12. May 1687, Hanau 1687. Alter bei Tod: 70 Jahre. Bei seinem Tod lebten die Witwe und von seinen 9 Kindern noch 6. MATHÄUS, Johann Wilhelm (I2531)
 
3442 Neu, Badisches Pfarrerbuch, Teil II, 1939, S. 415.

Wilhelm Diehl, Lebensbeschreibung von 36 Pfälzer Pfarrern aus dem Jahr 1671, in Hessische Chronik, IV (1917), S. 73, 85.

OFB Kirchheim: Fehlanzeige.

Studium in Danzig und Marburg.

Theologiestudent in Herborn 1659 (Matrikel der Hohen Schule Herborn am 30.10.1659, "Elbinga-Borussus. pastor Rorbacensis") und Heidelberg 1660 (Matrikel der Universität Heidelberg am 5.5.1660 und Anhang V, "Elbinga-Borussus").

Pfarrer zu Heidelberg-Rohrbach mit Heidelberg-Kirchheim ab 24.6.1664. Pate in Bammental am 23.9.1666, Meckesheim 15.12.1668, Neckarburken am 22.3.1677 und Heidelberg (Heiliggeistkirche) 7.4.1681. 
MICKISCH, Albert (I2225)
 
3443 Neu, Badisches Pfarrerbuch, Teil II, 1939, S. 447. Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 3884. Pfarrer in Neckarau 1651/54, Mannheim 1654/56, Speyer 1656/64 und Heidelberg-Heiliggeistkirche 1664/87. Gestorben in Schönau. Pate in Mannheim am 27.5.1655 und Heidelberg (Heiliggeistkirche) am 16.1.1684 sowie 10.8.1687. Hielt am 12.5.1687 in Heidelberg als "Pfarrer zum H. Geist in Heydelberg" die Leichenpredigt für den Heidelberger Pfarrer Johann Wilhelm Mathäus. Geb. Köthen 25.7.1631 (Eltern: Johann O./Anna Betke)? OHM, Johann Georg (I18248)
 
3444 Neu, Badisches Pfarrerbuch, Teil II, 1939, S. 466. Theodor Gümbel, Die Geschichte der Prot. Kirche der Pfalz, Kaiserslautern 1885, S. 713. Studium in Herborn 1671 (Matrikel der Hohen Schule Herborn am 14.7.1671, "Herbonensis. conrector gymnasii Berolinensis"), Marburg und Heidelberg 1679 (Matrikel der Universität Heidelberg, Anhang V, "Herbornensis Nassovicus"). Veröffentlichung: "Statua. Ultimi. Post. Mortem. Honoris. Statuti. Viro. Praenobili. Generoso. Forti. Domino. Joh. Barthol. Brand. Seren. Elect. Pal. Militum. Praetorianorum. Et. Reliqui. Equitatus. Militaris. Praefecto. Meritissimo.", Heidelberg 1681 (VD17 12:644015V). Lehrer am Sapienzkolleg in Heidelberg und ab 1688 Konrektor am Joachimsthaler Gymnasium (in Berlin). Leichenpredigt bei Fritz Roth, Restlose Auswertungen von Leichenpredigten und Personalschriften für genealogische Zwecke, Bd. 1, Boppard/Rhein 1959. POSTHIUS, Ferdinand (I12156)
 
3445 Neu, Badisches Pfarrerbuch, Teil II, 1939, S. 547. Isaac le Long, Naam Register der Gereformeerde Predikanten Kerk en Schoolbedienden ... of het Opper-Consistorie van Heidelberg, Amsterdam 1721, S. 1724. Pfarrer (auch Inspector) in Schillingstadt 1710/47. SCHOBINGER, Georg Sebastian (I6379)
 
3446 Neu, Badisches Pfarrerbuch, Teil II, 1939, S. 547. Isaac le Long, Naam Register der Gereformeerde Predikanten Kerk en Schoolbedienden ... of het Opper-Consistorie van Heidelberg, Amsterdam 1721, S. 1724. Wolf Seelentag in www.geneal-forum.com zu "Schobinger von St.Gallen SG". Studium in Basel BS 1674 (Matrikel der Universität Basel - siehe www.e-codices.ch - am 16.8.1674, "Sanctogallensis") und Lausanne 1675/77. Veröffentlichung: Disputatio theologica quarta, de certitudine salutis fidelium vi redemptionis Christi ut fundamenti promissionum fidei ac perseverantiae / quam ... sub praesidio dn. Petri Davelli, ss. theol. in Acad. Lausannensi professoris propugnabit David Vincentius Schobingerus Helvetio-Sangal. s.s. theol. stud. ad diem .. Iunii (1677), Bern 1677 (http://www.e-rara.ch/bes_1/content/titleinfo/5551011). Vikar in Heidelsheim Anfang 1681 und Pfarrer in Schweigern 1681/89 sowie Boxberg (auch Inspector) 1689/1732. SCHOBINGER, David Vincenz (I4741)
 
3447 Neu, Badisches Pfarrerbuch, Teil II, 1939, S. 613. Theodor Gümbel, Die Geschichte der Prot. Kirche der Pfalz, Kaiserslautern 1885, S. 756. Stuck, Personal der Kurpfälzischen Zentralbehörden, S. 94/95. Verließ Frankreich 1572 ("Bartholomäusnacht") und kam nach Basel BS. Hofprediger (1573) und Kirchenrat (1574) in Heidelberg bis 1576 (Tod von Kurfürst Friedrich III.). Pfarrer in Neustadt 1577/83. Ab 1583 (Tod von Kurfürst Ludwig VI.) wieder in Heidelberg als Hofprediger, Kirchenrat, Professor (1586) und Rektor (1594/95). Pate in Heidelberg am 25.5.1596. Veröffentlichung: Grundtliche Widerlegung der fürnembsten Irrthummen Caspar Schwenckfelds, etc / vor etwas Zeyt in einem aussführlichen Tractat beschriben und an Tag geben durch Herren Daniel Tossan, weyland churfürstlichen Predigern und Professoren zuo Heydelberg, jetzund aber zuo mennigliches besserer Gelegenheit in diser kleinen Form aussgangen, Zürich 1610. Todesdatum lt. Tonjola: Basilea sepulta ..., Anhang, S. 70: 4.1.1602. Leichenpredigt: Christliche Leichpredig, so Herrn Doctori Danieli Tossano gehaltten worden, in der Pfarkirchen zue St. Petern, durch Johannem Philippum Mylaeum (Universitätsbibliothek Heidelberg, Cod. Pal. germ. 52, S. 10 ff. - http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/cpg52/0039). Leichenpredigt auch in Halle (Saale), Franckesche Stiftungen Bibliothek, Signatur 54 L 1. Sein Bildnis in der Universitätsbibliothek Heidelberg, Inventar-Nr. Graph. Slg. P_0266. TOSSANUS, Prof. Dr. theol. Prof. Dr. theol. Daniel (I17014)
 
3448 Neu, Badisches Pfarrerbuch, Teil II, 1939, S. 616. Biundo, Pfälzisches Pfarrerbuch, 1968, Nr. 5493. Rosenkranz, Das Evangelische Rheinland, II. Band, 1958, S. 525. Gymnasium in Dietz und Herborn 1643 (Matrikel der Hohen Schule Herborn am 17.4.1643, "ex schola Dietzensi ad tertiana"). Studium in Franeker 1648 (Matrikel der Akademie Franeker am 29.4.1648, "Marchinus theol. stud.") und Leiden. Diakon in Diez 1650 und Bacharach 1656, Pfarrer in Speyer (St. Aegidien) 1659 und zu St. Peterskirche 1677 (Friedrich Peter Wundt, Geschichte und Beschreibung der Stadt Heidelberg, Mannheim 1805, S. 421). Pate in Heidelberg (Klosterkirche) am 26.2.1675. Lt. KB Signau BE (Nr. 2, S. VII) bezeugte er die am 21.10.1677 in Heidelberg erfolgte Taufe des Johann Heinrich Egeter als "Pfarrer daselbsten". Nahm lt. KB Heidelberg-Heiliggeistkirche im Jan. 1685 die Heirat Willersinn/Wachter in St. Peterskirche (als dortiger Pfarrer) vor. Trauergedichte bei VD17 12:633887S: Ein Gebührendes Denckmahl/ Welches Zu unsterblichen Ehren bey der Sterbens-Begängnüs Des Wol-Ehrwürdigen und Hochgelahrten Herrn Andreas Henrich Treviran Der Kirchen zu St. Peter in dieser Stadt Heidelberg Treu-Wachsamen Predigers als eine gewisse und feste Trost-Seule/ Zu Erquickung der Hochbetrübten Hinterlassenen Auffgerichtet, Heidelberg (o.J.). Alter bei Tod (lt. Trauergedicht). 56 ("acht mal sieben") Jahre. TREVIRANUS, Andreas Heinrich (I12163)
 
3449 Neu, S. 174. Taufe lt. KB Heiliggeistkirche. Abendmahl in Heidelberg-Klosterkirche zu Pfingsten 1668 (16 Jahre), Sekundaner. Theologiestudium in Heidelberg 1673/75 (Matrikel der Universität Heidelberg, Anhang V), "Haidelbergensis". Pfarrer-Vertreter in Weinheim 1677 und Haßmersheim 1677, Diakon zu Heidelberg-Heiliggeistkirche 1680, Pfarrer in Heidelberg-Handschuhsheim sowie Dossenheim 1682, Schwetzingen 1683 und Eberbach 1688. Pate in Heidelberg (Heiliggeist) am 7.8.1681 (als "Commun. Diaconus zum H. Geist") und 16.6.1686 sowie in Schwetzingen am 5.4.1686 (mit Ehefrau). FREUDENBERGER, Georg (I2227)
 
3450 Neue Quellen schreiben Eberhard II. aber zwei Söhne zu:
- Ulrich von Ebersberg, Graf von Bozen: Stammvater der Grafen von Eppan
- Altemar von Ebersberg 
VON EBERSBERG, Eberhard II. (I36836)
 

      «Zurück «1 ... 65 66 67 68 69 70 71 72 73 ... 101» Vorwärts»


Diese Website läuft mit The Next Generation of Genealogy Sitebuilding v. 15.0.1, programmiert von Darrin Lythgoe © 2001-2026.

Betreut von Gisela Strauß. | Datenschutzerklärung.