Strauss Genealogie


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3351 I. Barleben, Geschichte der Familie Lüps, Düsseldorf 1937, Band II, Tafel B 22
http://www.luedecke-lintorf.de/Heintges/n-heintg.htm#BM3710 
METZGES, Anna Sibylla (I47534)
 
3352 I. Barleben, Geschichte der Familie Lüps, Düsseldorf 1937, Band II, Tafel B 22 METZGES, Adolf (I47521)
 
3353 I. Barleben, Geschichte der Familie Lüps, Düsseldorf 1937, Band II, Tafel B 22 („Peter Christoph“)
A. Blömer, Die Nachkommen des Dahner Deußen (* um 1651) und der Eva Mickenschreiber zu Odenkirchen, Mönchengladbach 2003, S. 51 
METZGES, Peter Christian (I47525)
 
3354 Ich erfuhr, daß Oskar Krämer erden mußte (Kaufmann in "Wädenschwyl"), daß er sich aber auch in dieser Verwandlung selbst geholfen, wozu er erfahren genug war. In Vielem ist eine tüchtige Hausfrau seine Stütze, wie sie jedem Ehemann zu wünschen ist.
Lebensbilder Karl Heinrich FErdinand Henking S. 159

Oskar Henking
wurde am 08. Januar 1823 in der Blumenegg bei goldach geboren, wo sein Vater, Heinrich Henking, ein überaus rühriger und unternehmenslustiger Mann, eine Fabrik betrieb. Seine Mutter war Adriane Wilhelmine Hettenbach von St. Gallen. Oskar war das drittälteste Kind einer sehr kinderreichen Familie. aus dieser ersten Ehe seines Vaters stammten nicht weniger als 18 Kinder und auch eine zweite Ehe, die sein Vater in wien einging, war mit zahlreichen Kindern gesegnet. Oskar Henking ist diesen Geschwistern die er fast alle überlebt hat, ein treuer und liebevoller Bruder gewesen.
Der sehr tätige und aufgeweckte Knabe fand zunächst Arbeit in der väterlichen Fabrik. 1838 wurde er in der Linsebühlkirche zu St. Gallen, wo er als Knabe jeden Sonntag von Goldach her die Kinderlehre besucht hatte, konfirmiert. Er blieb während seines ganzen Lebens ein kirchlich gesinnter Mann, ein fleißiger Besucher des sonntäglichen Gottesdienstes, aber ein Feind jeder zur Schau getragenen Frömmigkeit.
Nachdem sich der Jüngling eine Zeit lang bei einem Landwirt im Kanton Thurgau aufgehalten und dort die Landwirtschaft gelernt hatte, machte er eine treffliche kaufmännische Lehre in einem gross St.- Galler Konolialgeschäft durch und fand darauf Anstellung in einem Seidengeschäft in Wädenswil, wo er sich im Jahre 1850 mit Anna Fehr von Zürich vermählte. Der Ehe entstammte eine einzige Tochter, die im Jahre 1874 die Gattin von Thomas Casparis in Zürich wurde und ihren Vater mit zwei Enkelinnen erfreute, aber schon im Jahre 1877 durch ihren frühen Tod eine überaus schmerzliche Lücke im trauten Züricher Familienkreise zurückliess.
Oskar Henking war ein mustergültiger Gatte und Vater, sein Familienleben ein sehr glückliches, bis ihm im Jahre 1875 seine treue Gattin entrissen wurde.
Er hatte einige Jahre nach seiner Verheirtung in Zürich ein eigenes Geschäft angefangen und noch im seinem hohen Alter wusste er mit köstlichem Humor von seinen Geschäftsreisen, die er noch mit Pferd und Wagen durch die ganze Schweiz unternahm, zu erzählen.
Zu Anfang der Siebziger Jahre trt er von seinem GEschäfte zurück. Er hatte seit jeher eine grosse Neigung, seine Kräfte in uneigennützigster Weie öfffentlichen und gemeinnützigen Bestrebungen zu widmen. Viele Jahre leistete er der Gemeinde Hottingen die wertvollstgen Dienste im Amte des Friedensrichters, zu welchem er sich durch seinen Rechtssinn, durch sein praktisches Wesen, durch seine vielseitige Erfahrung und vor allem durch die bewunderungswürdige GAbe, mit Menschen verschiedenster Lebenshaltungen zu verkehren und...

...zur rechten Zeit das rechte Wort zu finden, vortrefflich eignete. Eine Zeitlang war er auc Mitglied des Gemeinderates Hottingen und der Kirchenpfleger Neumünster. Daneben war er eines der tätigsten Mitglieder der gemeinnützigen Gesellschaft des Wahlkreises Nneumünster und des Aktienbauvereins Zürich. Eine grosse Anzahl von Einfamilien- und grösseren Häusern sind unter seiner Leitung entstanden. Für das Bauen hatte er immer eine grosse Vorliebe und seine kaufmännischen Kenntnisse trugen auch dazu bei, diese gemeinnützigen Bauunternehmungen gedeihen zu lassen. Auch an den Bestrebungen des Hausindustrievereins zur Beförderung einer lohnenden Hausindustrie nahm er hervorragenden Anteil. Bei der Cholera-Epidemie des Jahres 1867 in Zürich zeichnete er sich als Mitglied der Kommissionen durch seinen persönlichen Mut aus.

Im Jahre 1876 verheiratete er sich in zweiter ehe mit Frau Sabine Henking, geborene Rheiner von St. Gallen, der Witwe eines frühverstorbenen Bruders, einer feinsinnigen Frau, die ihm bis zum Jahre 1908 als treue Lebensgefärtin zur Seite stand. Den Sohn, den sie ihm in die Ehe brachte, schloss er mit wahrhaft väterlicher Liebe in sein Herz ein. Im Jahre 1883 siedelte er nach Arbon über, in die Gegenden, in denen er seine Jugendzeit zugebracht hatte und für die er immer eine grosse Liebe bewahrt hatte. Auch da beteiligte er sich an gemeinnützigen Unternehmungen, gründete nach dem Muster von Zürich einen Aktienbauverein, der zahlreiche Familien zu einem schönen, gesunden Heim verholfen hat. Auch bei dem Bau des Krankenhauses und des Schulhauses an der Rebenstrasse war er mit seinem guten Rat und seiner reichen Erfahrung tätig. Da er auch ein warmes Herz für alle Bedürftigen und Notleidenden hatte, nahm er sich auch eifrig der Armenpflege an im Sinne einer wohl organisierten , zielbewussten Wohltätigkeit.
Sein freundliches haus an der Rebenstrasse wurde bald der Sammelplatz seiner weitverbreiteten, zahlreichen Familie. Von allen Seiten, auch von Amerika, trafen die Familienmitglieder zum Besuche ein und sie fanden bei dem hochverehrten Senior der Familie stets die gastfreundlichste Aufnahme. Bis ins hohe alter hinein erfreute er sich einer rüstigen Gesundheit. Erst nach dem Tod seiner zweiten Gattin im Jahre 1908 machten sich die Altersbeschwerden mehr und mehr geltend und die zunehmende, körperliche Schwäche fesselte ihn in den letzten Jahren seines Lebens ans haus, doch blieb sein Geist bis in die letzten Wochen vor seinem Tode lebhaft. Er beschäftigete sich in regem Interesse mit dem Wohl und Wehe seiner näheren und entfernteren Familienmitglieder, mit den Vorgängen im engern und weitern Vaterlande.
Seit einem Jahr trat ein von Woche zu Woche zunehmender Verfall der Kräfte de Greises ein. In den letzten 8 Wochen konnte er das Bett nicht mehr vedrlassen. In treuer Pflege einer, während 26 Jahren im dienste der Familie erpürobten dienerin sah er seinem Ende entgegen, das der todesmatte Erdenpilger herbeisehnte. Alle Beschweerden und Leiden seiones Zustandes trug er mit bewundernswürdiger Geduld und sein herzerquickender Humor verliess ihn nicht bis zu den letzten Lebenstagen.
Am 29. Dezember 1913, vormittags um 11 4/4 Uhr wurde er durch einen sanften Tod von seinen Leiden erlöst. Er errreichte das hohe Alter von 90 Jahren, 9 Monaten und 21 Tagen.
Allen, die ihn gekannt haben wird er in unvergesslicher Erinnerung bleiben.

August Oscar Henking Lebenslauf, verfasst von Steif-Sohn Dr. Karl Heinrich Henking, Schaffhausen 
FEHR, Anna Juditha (I7059)
 
3355 Idas Vater Matthäus, der vom englischen König Heinrich II. unterstützt wurde, erzwang die Ehe mit ihrer Mutter Maria, die als Äbtissin in der Abtei von Romsey gelebt hatte. Aus dieser Ehe gingen zwei Töchter hervor, Ida und ihre Schwester Mathilda von Elsass (* 1170; † 16. Oktober 1210). Wegen der Entführung und weil Idas Mutter Nonne gewesen war, galt die Ehe der Eltern als umstritten und wurde 1170 annulliert. Die beiden Töchter wurden aber vom Papst legitimiert. VON ELSASS, Ida (I17598)
 
3356 ie 1608 in den Freiherrenstand und 1624 in den Grafenstand erhobene Familie erweiterte ihren eigentlichen Familiennamen Taxis ab 1650 um den Zusatz Thurn. 1681 wurde die Brüsseler Linie in den spanisch-niederländischen Fürstenstand und 1695 in den Reichsfürstenstand erhoben. Die Aufnahme in den Reichsfürstenrat erfolgte 1704. Von 1741 an stellte das Haus Thurn und Taxis auf dem Immerwährenden Reichstag den Prinzipalkommissar, weshalb die Familie von Frankfurt nach Regensburg übersiedelte, wo sie 1812 die Gebäude und Ländereien des bedeutenden ehemaligen Reichsklosters erhielt, das seither als Schloss St. Emmeram ihr Wohn- und Geschäftssitz geblieben ist.

Durch Investitionen ihrer Erträge aus dem Postgeschäft – später auch der Abfindungen für die Postrechte – in zahlreiche Grundherrschaften wurde die Familie zum bis heute größten privaten Waldbesitzer Deutschlands.[1]

Herkunft und Namenserklärung
Taxis

Cornello dei Tasso bei Camerata Cornello, Lombardei
Das lombardische Geschlecht erscheint urkundlich zuerst mit Reinerius de Tasso im Jahre 1117.[2] Odonus de Taxo wird 1146 im Val Brembana, nördlich von Bergamo, erwähnt; dort erscheint der Name auch um 1200 in Almenno.[3] Während der Kämpfe zwischen Guelfen und Ghibellinen, in Bergamo ausgetragen zwischen den Familien Colleoni und Suardi, wich die Familie in das einige Kilometer höher im Tal gelegene Camerata Cornello aus. Dort beginnt mit Homodeus de Tazzis (ital. Omodeo de Tassis del Cornello) im Jahre 1251 die Stammreihe. Der Ortsteil Cornello dei Tasso erinnert bis heute an die Familie.

Tasso ist das italienische Wort für Dachs, das Wappentier der Familie, eingedeutscht Dax, Daxen,[4] woraus sich der Name Taxis entwickelte. Im französischsprachigen Postvertrag von 1505 zwischen Philipp dem Schönen und Franz von Taxis wurde die Familie de Tassis genannt, wie es bis heute im Französischen üblich ist.

Thurn
Als die inzwischen nach Brüssel übersiedelten Taxis 1624 in den erblichen Grafenstand erhoben wurden, brauchten sie zur Legitimierung für den beabsichtigten weiteren Aufstieg in den Hochadel eine illustre Abstammung. Alexandrine von Taxis beauftragte Genealogen, die Herkunft der Taxis zu klären, die bislang nur als kleines, in den Kaufmannsstand gewechseltes Rittergeschlecht galten. Diese behaupteten nun, wenn auch ohne urkundlichen Nachweis, dass die Taxis vom italienischen Adelsgeschlecht der Torriani, bzw. della Torre, abstammten, die bis 1311 in Mailand und der Lombardei herrschten.[5] Daraufhin beantragten die Taxis beim Kaiser eine Namensänderung. Bei der Eindeutschung wurde der Turm (Torre) zu Thurn (vgl. mhd. turn) und der zinnenbekrönte Turm der Torriani wurde dem Dachs als Wappenmehrung hinzugefügt.

Thurn und Taxis
Ab 1650 durften sich die Brüsseler Taxis mit Erlaubnis Kaiser Ferdinands III. von Thurn, Valsassina und Taxis nennen, woraus Thurn und Taxis wurde, im Französischen de la Tour et Tassis, auf Italienisch della Torre e Tasso. Auch der Innsbrucker und der Augsburger Zweig der Familie benannten sich um.

Geschichte
Das Geschlecht der Tasso (Dachse) ist in der Lombardei seit dem 12. Jahrhundert nachweisbar und errichtete ab dem 14. Jahrhundert einen Kurierdienst für die Republik Venedig, ab dem 15. Jahrhundert auch für die Päpste. Die Brüder Janetto und Francesco dei Tasso gründeten 1490 im Auftrag des römisch-deutschen Königs und späteren Kaisers Maximilian I. das europaweite Postwesen. Die Nachfahren betrieben die Kaiserliche Reichspost als erbliche Generalpostmeister von Brüssel aus, ab 1701 von Frankfurt am Main und ab 1748 von Regensburg aus. Nach der Auflösung des Heiligen Römischen Reichs 1806 übernahmen einige Nachfolgestaaten die Einrichtungen der Taxis’schen Reichspost gegen Abfindung in Staatsregie, andere beauftragten die Familie mit der Weiterführung als Privatunternehmen, der Thurn-und-Taxis-Post, die bis 1867 wieder von Frankfurt aus geführt wurde. Nach dem Sieg im preußisch-österreichischen Krieg erzwang Preußen 1867 die Abtretung des Unternehmens an den preußischen Staat gegen eine Abfindung.

Die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches betrauten die Familie ab 1741 auch mit politischen Aufgaben, indem die 1695 gefürstete Familie bis zur Auflösung des Reichs 1806 den Prinzipalkommissar (Vertreter des Kaisers) beim Immerwährenden Reichstag zu Regensburg stellte, dem sie ab 1704 als Mitglied des Reichsfürstenrats angehörte. Seit 1748 ist die Familie daher in Regensburg ansässig, nachdem ihr 1810 das 1803 säkularisierte Kloster Sankt Emmeram vom damaligen Landesherren Karl Theodor von Dalberg übereignet worden war, weil die Gefahr bestand, dass die Familie Thurn und Taxis Regensburg verlässt und damit viele Arbeitsplätze verloren gingen.[6] Nach 1883 ließ die Familie das Kloster St. Emmeram zum Schloss St. Emmeram umbauen.

Aus den Erträgen ihrer unternehmerischen Tätigkeit sowie aus Abfindungen für den Verlust von Postrechten erwarb die Familie umfangreiche Ländereien, im 19. Jahrhundert auch Industrieunternehmen und Brauereien, und gilt bis heute als größter privater Grundbesitzer Deutschlands. 1723 wurde die reichsunmittelbare Herrschaft Eglingen erworben, 1786 kam unter anderem die oberschwäbische Grafschaft Friedberg-Scheer hinzu, 1803 das Reichsfürstentum Buchau. Nach der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches im Jahre 1806 wurden die reichsunmittelbaren Territorien mediatisiert und die Familie erhielt 1815 den Status von Standesherren. 
VON TAXIS, Ruggero (I61257)
 
3357 Ihr Bruder Johann Dietrich Hofstatt beschrieb in seiner Dissertation einen Theriak. Zu dieser Arznei ließ er ein Gemälde anfertigen, was in seiner Apotheke hing, seit 1903 im Besitz vom Museumsverein Hanau, welcher das Gemälde "DER HIMMLISCHE THERIAK" 2024 aufwendig restaurieren ließ.

https://www.museumsverein-hanau.de/2024/09/05/restaurierung-theriak/#more-1900 
HOFSTADT, Anna Katharina (I1386)
 
3358 ihr Bruder, Dr. med. CARL WILHELM EMIL ASTEROTH heiratet JOHANNA HENRIETTE LOUISE HENKING (Tochter des CARL HEINRICH FERDINAND HENKING) aus St. Gallen.

Die Söhne Max und Illam übernehmen in Groß-Britannien Bechstein-Vertretungen.
1901 war in der Wigmore Street eine „Bechstein Hall“ eröffnet worden. Der Saal fasste rund 550 Zuhörer. Die Seitenwände waren mit Pilastern aus numidischem Marmor dekoriert und mit Mahagoni getäfelt; oben prangte ein Fries von rotem Veroneser Marmor. Das halbkreisförmige Podium wurde von einer Kuppel mit einem Bild von Moira und Lynn Jenkins überwölbt, auf dem eine splitternackte Dame den Genius der Harmonie hochhielt. 1902 fanden rund 300 Konzerte statt.

Bereits 1885 war in der gleichen Straße die Londoner Niederlassung, 38 Wigmore Street, gegründet worden. Die Länder des Commonwealth nahmen den größten Teil des Bechstein-Exports ab, und sogar Queen Victoria hatte einen reich vergoldeten „Bechstein“ bestellt, den sie eigenhändig mit Miniaturen ausmalte. Die Londoner Niederlassung war ein Prachtbau mit einer Ausdehnung von etwa 35 mal 65 Metern. Die Fenster des Ausstellungsraums im ersten Stock waren mit Glasmalereien dekoriert, die die Wappen der großen deutschen Adelshäuser zeigten.  
ASTEROTH, Ottilie Dorothea Caroline (I62)
 
3359 Ihr Ehemann Dietrich von Elsaß nahm an der Belagerung von Damaskus teil, die vom Halbbruder seiner Frau, Balduin III. von Jerusalem VON FLANDERN, Gertrud (I17587)
 
3360 Ihr Ehemann Johannes Auer verlässt sie und heiratet Agathe Maria Heidenreich

Nun sollte auch bezüglich der Tochter Emma mein Wunsch unberücksichtigt bleiben. Emma liebte in erster Liebe den Eugen Delisle, er sie. Er verdiente, seiner Eigenart wegen, Achtung und Vorschub; ich hatte gegen diese Eheverbindung nichts einzuwenden. Aber Andere wiedersetzten sich, weil Delisle katholisch und weil seine sehr schöne Mutter mit Ehren, andere nicht sehr schöne Mütter ohne Ehren coquettierten; derartige wiederholte Wiedersprüche, endlich noch Eifersucht auf unbekannte, entfernte Verwandte, die sehr geistreich, liebenswürdig und klug auch in Ehren coquettierten, mußten wohl einen großen entschluß reifen, als Reisen und Zerstreuung die Erbitterung einerseits, die Notwendigkeit strenger Aufsicht andererseits steigerten.
Aus Rücksicht auf die Mutter meiner Kinder, trennte ich das Hauswesen in aller Stille, bezog mit den älteren Kindern die obere, ließ der Mutter mit den kleineren Kindern die untere, schönere Wohnung. Emma ging später nach Stuttgart und lebte nachher bei Onkel David. Auch diese mildeste Art der Trennung, die noch keine Ehetrennung, der Hoffnung Raum ließ, die natürliche Ordnung könnte wieder hergestellt werden, gestattete mir jene Schicksalstücke nicht.
Lebensbilder Karl Heinrich Ferdinand Henking S. 159/160 
HENKING, Emma Elisabeth (I2245)
 
3361 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I6933)
 
3362 Ihr erster Vertreter, Wilhelm I. (1311), baute sich im savoy. Raum eine angesehene Stellung auf und wurde 1299 Landvogt der Waadt. Sein Sohn Aymo III. (1323) war ebenfalls Landvogt der Waadt (1321-23). Er heiratete in die Fam. der Herren von Grandson ein, Aymos Sohn Wilhelm II. (->) in die der Gf. von Neuenburg. Die Brüder Aymos III. schlugen eine geistl. Laufbahn ein. Rudolf ist 1317-26 als Chorherr in Toul (Lothringen) belegt und Wilhelm 1330 als Cluniazenser in Hettiswil. Auch die Brüder Wilhelms II. waren Geistliche. Aymo ist 1326-36 als Prior des Cluniazenserpriorates Payerne bezeugt, Johann (belegt 1328-40) und Gerhard (belegt 1340-55) wirkten als Johanniter in Frankreich.  VON MONTENACH, Aymo III. (I41499)
 
3363 Ihr kompositorisches Werk, von dem bisher nur ein kleiner Teil veröffentlicht ist, umfasst über 460 Werke und wurde – mit wenigen Ausnahmen – 1964 aus Familienbesitz der Stiftung Preußischer Kulturbesitz überreicht. Eine musikalische Karriere und Veröffentlichungen zu Lebzeiten waren ihr von der Familie weitgehend untersagt worden.

Dennoch entfaltete sie ein vielfältiges musikalisches Schaffen: In ihren Sonntagsmusiken in Berlin schuf sie einen halböffentlichen Raum, in dem ihre eigenen Werke erklangen, in dem sie auch solistisch auftrat oder größere Werke dirigierte. Ihre lebenslange und früh einsetzende kompositorische Tätigkeit brachte eine Fülle an Liedern, Klavierstücken, kammermusikalischen Werken, geistlichen Kantaten sowie weitere Werke mit Orchester hervor. Viele ihrer Kompositionen entstanden im Austausch mit ihrem Bruder Felix Mendelssohn Bartholdy.

Fanny Hensels kompositorisches Œuvre wird erst seit den 1980er Jahren erforscht; ihr 150. Todestag 1997 sowie ihr 200. Geburtstag 2005 waren Anlass für zahlreiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Publikationen und Veranstaltungen sowie CD-Einspielungen.[1]

Leben

Fanny Mendelssohn Bartholdy im Jahr ihrer Eheschließung (1829), idealisierende Porträt-Zeichnung ihres Verlobten Wilhelm Hensel[2]
Familie
Fanny Mendelssohn wurde am 14. November 1805 als Tochter von Abraham Mendelssohn (1776–1835) und seiner Ehefrau Lea geb. Salomon (1777–1842) in Hamburg geboren. Sie war die ältere Schwester des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847), der Sängerin Rebecka Dirichlet (1811–1858) und von Paul Mendelssohn-Bartholdy (1812–1874). Väterlicherseits war sie Enkelin des berühmten jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn. Mütterlicherseits entstammte sie einer Musikerfamilie. Ihre Mutter Lea Mendelssohn war die Enkelin des Unternehmers Daniel Itzig. Die Frauen der Familie Itzig konzertierten als Pianistinnen, waren Mitglieder der Sing-Akademie zu Berlin und mit Ludwig van Beethoven bekannt. So erhielt Fannys Großmutter Bella Salomon, geb. Itzig, Klavierunterricht durch den Bach-Schüler Johann Philipp Kirnberger und gab dieses Wissen an ihre Tochter Lea weiter. Die Großtante Sara Levy, geb. Itzig, war Lieblingsschülerin Wilhelm Friedemann Bachs und trat als Cembalistin in den Konzerten der Sing-Akademie auf. Sie besaß eine sehr umfangreiche Notensammlung und veranstaltete in Berlin um 1800 musikalische Salons.[3]

Die ersten Jahre ihrer Kindheit verbrachte Fanny in ihrer Geburtsstadt Hamburg. Im Jahr 1811 zog die Familie nach Berlin zurück, um den Repressionen der französischen Besatzung unter Marschall Louis-Nicolas Davout zu entgehen. Die jüdische Familie Mendelssohn ließ ihre Kinder am 21. März 1816 von Johann Jakob Stägemann[4], einem der lutherischen Prediger der Berliner Jerusalem- und Neuen Kirchengemeinde,[5] in einer Haustaufe evangelisch-lutherisch[6] taufen. Dabei wurde Fannys zweiter Vorname Zippora in Cäcilie geändert und ihrem Familiennamen wurde der Zusatz Bartholdy beigefügt, den die Eltern später ebenfalls annahmen. Am 23. Februar 1823 erhielt die Familie die offizielle behördliche Genehmigung, ihrem Nachnamen Mendelssohn den Namen Bartholdy anzufügen.[7] 
MENDELSSOHN BARTHOLDY, Fanny Cäcilie (I60776)
 
3364 ihr Mann und sie haben den selben Großvater Ben levi Isaak Güterbock GÜTERBOCK, Margarethe Elise (I7017)
 
3365 ihr Onkel MAURIKIOS (lateinisch Flavius Mauricius Tiberius, mittelgriechisch Μαυρίκιος; * 539 in Arabissos; † 27. November 602 in Chalkedon) war vom 13. August 582 bis 27. November 602 KAISER DES OSTRÖMISCHEN REICHES und einer der wichtigsten spätantiken bzw. frühbyzantinischen Herrscher. Seine Regierungszeit war vor allem von Abwehrkämpfen an den Grenzen geprägt.

Flavius Mauricius Tiberius stammte aus Arabissos in Kappadokien und war ein erfolgreicher Feldherr, bevor er 582 den Thron bestieg. Wichtigste Quelle zu seiner Regierungszeit ist der griechische Historiker Theophylaktos Simokates, dessen Historien als letztes antikes Geschichtswerk gelten.

In dem bereits unter JUSTIN II. 572 erneut ausgebrochenen Krieg mit dem persischen Sassanidenreich (→ Römisch-Persische Kriege) war MAURIKIOS zunächst Teilnehmer von Waffenstillstandsdelegationen. Ende 577 wurde er als Nachfolger des Generals Justinian zum magister militum per Orientem ernannt und brachte den Persern 581 eine empfindliche Niederlage bei.
Ein Jahr später heiratete er, nunmehr Kommandeur (comes) der kaiserlichen Leibgarde (excubitores), Constantina, die Tochter des KAISERS TIBERIUS CONSTANTINUS, wurde von diesem zum CAESAR ernannt und folgte ihm am 13. August 582 als alleiniger Augustus auf dem Thron.
GERMANUS, der kurz zuvor gemeinsam mit Maurikios zum Caesar erhoben worden war, scheint auf das Kaisertum verzichtet zu haben. Maurikios übernahm einen offenbar fast bankrotten Staat, der Tributzahlungen an die AWAREN leisten musste, dessen Balkanprovinzen von den Slawen jährlich verwüstet wurden und der sich seit Jahren im Kriegszustand mit Persien befand.
Die römisch-persische Grenze in der Spätantike.

Den Krieg mit den Persern musste MAURIKIOS auch als Kaiser zunächst fortführen. 586 errangen seine Truppen bei Solachon nahe Dara erneut einen Sieg über die Perser, der aber folgenlos blieb.
Trotz einer ernstzunehmenden Meuterei im Jahr 588 hielt das kaiserliche Heer den Persern weitere zwei Jahre stand, bevor CHOSRAU II. 590 seinen Vater, denSASSANIDISCHEN GROSSKÖNIG HORMIZD IV., stürzte und tötete und kurz darauf selbst vor dem rebellischen Feldherrn BAHRAM TSCHOBIN an den Hof des Kaisers flüchtete.
Obwohl der Senat ihm davon abriet und CHOSRAUS Gegenspieler – nunmehr als Bahram (VI.) – zu sehr weitreichenden Zugeständnissen bereit war, unterstützte Maurikios schließlich Chosrau II. bei der Rückkehr auf den Thron. Zu diesem Zweck entsandte er Chosrau und dessen Getreue zusammen mit einem eigenen Heer unter dem erfahrenen magister militum Narses – nicht zu verwechseln mit Justinians gleichnamigem Feldherrn – nach Persien.
MAURIKIOS konnte den Krieg schließlich mit der Rückführung Chosraus und dem Sieg über den Usurpator Bahram Tschobin 591 zu einem für die Römer erfolgreichen Ende bringen. Wie vorher vereinbart, trat Chosrau, der vermutlich von Maurikios adoptiert worden war, zum Dank für die römische Hilfeleistung den Norden Mesopotamiens inklusive der vorher vielumkämpften Stadt Nisibis, Persarmenien bis zu einer Grenze unmittelbar westlich der Hauptstadt Dvin im Norden und bis zum Van-See im Süden sowie Iberien (Ostgeorgien) bis hin zur Hauptstadt Tiflis an Ostrom ab.
In der Folge zwang MAURIKIOS den Armeniern eine KIRCHENUNION mit KONSTANTINOPEL auf.

Familie
MAURIKIOS stammte aus relativ einfachen Verhältnissen. Sein Vater hieß PAULUS, und die Familie soll ursprünglich aus ROM gestammt haben. MAURIKIOS hatte mindestens einen Bruder (den oben erwähnten Petros) und zwei Schwestern: GORDIA (die den später sehr erfolgreichen GENERAL PHILIPPIKOS geheiratet hat, der sich vor allem im Kampf gegen die Perser bewährte) und die verwitwete THEOKTISTA.
Zusammen mit seiner Frau hatte er neun Kinder: den am 4. August 583 geborenen THEODOSIUS sowie TIBERIUS, PETRUS, PAULUS, JUSTIN, JUSTIAN, ANASTASIA, THEOKTISTAund KLEOPATRA. Seine Frau und seine drei Töchter wurden nach seinem Sturz erst in das Kloster Nea Metanoia verbannt und 604/605 hingerichtet. Obwohl der präsumtive Thronfolger THEODOSIUS wahrscheinlich 602 gemeinsam mit seinen Brüdern getötet wurde, präsentierte Chosrau II. später einige Zeit lang einen jungen Mann, dem er als angeblichem Theodosius zur oströmischen Krone verhelfen wolle.
PHOKAS (Flavius Focas) wurde sein Nachfolger(602-610) 
..., Gordia (I36431)
 
3366 Ihr Vater Abraham wollte seine Tochter ANNA CHRISTINE mit einem reichen Nachbarsbauern zwangsverheiraten, nachdem seine anderen Töchter CATHARINA (wurde geisteskrank) und GRETEN (suchte den Tod im Brunnen) eine Heirat verweigerten.
Abraham Wirths söhnte sich später mit Tochter ANNA CHRSITNE aus. 
WIRTHS, Anna Christine (I284)
 
3367 Ihr Vater Bardas, war wiederum ein Enkel des gleichnamigen Bruders von Basileios I. „dem Makedonier“ Kaiser von Byzanz (866–886) war.  N., Gregoria (I16159)
 
3368 Ihr Vater starb am 26. August 1278 in der Schlacht auf dem Marchfeld gegen den römisch-deutschen König Rudolf I. von Habsburg. Ottokar wurde vermutlich auf dem Schlachtfeld durch den Racheakt eines Kärntner Ritters getötet. Zur endgültigen Beilegung des Konflikt beschloss Kunigunde, ihre Kinder mit den Kindern Rudolfs zu vermählen. Agnes wurde im Frühjahr 1279 mit Rudolf II. verlobt, ihr Bruder Wenzel mit Guta von Habsburg.

Durch die im März 1289 in Prag geschlossene Ehe mit Rudolf II. wurde Agnes Herzogin von Österreich und Steiermark, sowie von Schwaben, Elsass und dem Aargau.

Aus der Ehe entstammt Johann Parricida (1290–1313), der kurz vor oder nach dem Tode seines Vaters geboren wurde. 
VON BÖHMEN, Agnes (I54345)
 
3369 Ihr Vater verheiratete sie und ihre Schwester Agnes im Februar 1242 mit Mitgliedern des älteren Hauses Burgund, bevor er im August des gleichen Jahres mit Königs Ludwig IX. zum Sechsten Kreuzzug aufbrach. Ihr Ehemann war Odo, Erbherzog von Burgund, der ihrer Schwester dessen jüngerer Bruder Johann.

Ihr Vater starb 1249 auf Zypern und Mathilde erbte die Herrschaft Bourbon. Sie erbte 1257 von ihrer Urgroßmutter Mathilde von Courtenay auch die Grafschaften Nevers, Auxerre und Tonnerre. Odo führte diese Titel als Ehemann Mathildes.

Mathilde und Odo hatten drei Töchter:

Jolanthe (Yolande) (* wohl Ende 1248, † 2. Juni 1280) 1262 Gräfin von Nevers, 1262–1273 Gräfin von Auxerre und Tonnerre; ⚭ I Juni 1265 Johann von Damiette, 1268 Graf von Valois, † 3. August 1270 bei Tunis; ⚭ II März 1272 Robert von Artois Graf von Flandern, † 17. September 1322
Margarete (Marguerite) (* 1250, † 4. September 1308) 1273–1292 Gräfin von Tonnerre; ⚭ 18. November 1268 Karl von Anjou, 1266 König von Sizilien etc., † 7. Januar 1285
Alix (* wohl 1251, † 1290) 1273 Gräfin von Auxerre; ⚭ 1. November 1268 Johann I. von Chalon, † 1309 vor dem 10. November
Mathilde starb 1262, ihre Tochter Jolanthe erbte die Grafschaften Nevers, Auxerre und Tonnerre, gab 1273 aber die letzten beiden an ihre Schwestern weiter. 
(BOURBON), Mathilde II. (I52497)
 
3370 Ihre Abstammung ist ungeklärt, es wird aber vermutet, dass sie selbst Agilolfingerin war.

Ihr erster Mann war Theudebald, der zuvor mit Waltrat verheiratet gewesen war. Nach Theudebalds Tod ehelichte sie dessen Bruder Grimoald. Diese Ehe jedoch stieß beim katholischen Klerus – insbesondere bei dem Missionar Korbinian – auf Missbilligung.

Als Karl Martell einen Feldzug gegen den Bayernherzog Grimoald führte und gewann, nahm er 725 dessen Frau Pilitrud sowie deren Nichte Swanahild mit in sein Reich; er hat sich dann aber für die jüngere Swanahild entschieden und diese zu seiner zweiten Frau genommen. Nach der Vita Corbiniani habe Pilitrud alle Macht und Würde verloren und musste auf einen Eselskarren nach Italien fahren, dort sei sie dann gestorben. Alle Nachkommen Pilitruds starben noch als Kinder. 
..., Pilitrud (I36711)
 
3371 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I6928)
 
3372 Ihre Eltern waren vermutlich der Hausmeier Ansegisel sowie die später heiliggesprochene Begga. Um 677 heiratete sie den König von Neustrien Theuderich III. Nach dessen Tod 690/91 führte sie für ihren unmündigen Sohn Chlodwig III. noch mindestens ein Jahr die Regentschaft. Sie ist in dieser Funktion durch eine interpolierte Urkunde vom Mai 692 letztmals bezeugt. Daneben hatte sie ihrem Gatten noch einen jüngeren Sohn Childebert III. geboren. Möglicherweise fand sie an der Seite ihres Gemahls in der Abtei Saint-Vaast in Arras ihre letzte Ruhestätte.[2]

Rechnet man den Usurpator Chlothar IV. mit, so sind von den folgenden sechs letzten Merowingerkönigen keine Ehefrauen bekannt. Chrodechild ist damit die letzte namentlich bekannte merowingische Königin[3] und sie scheint als Regentin für ihren minderjährigen Sohn Chlodwig noch über einen gewissen Einfluss verfügt zu haben. 
VON METZ, Chrodechild (I18384)
 
3373 Ihre Enkelinnen, Töchter der Hemma Bertha und Hildegard, sowie die Frau Ihres Enkels Karl III. Richgardis werden ebenfalls als Äbtissinen von Säckingen genannt. VON SACHSEN, Eilgive (Heilwig) (I23953)
 
3374 Ihre Enkeltochter Hildegard heiratete Karl den Großen. N., Hereswind (I23960)
 
3375 Ihre Kindheit verbrachte die katholische Agnes in der heute nicht mehr bestehenden Burg Stein auf einer Rheininsel direkt vor der heutigen Schweizer Stadt Rheinfelden. 1079 wurde Agnes die Ehefrau von Markgraf Berthold II. (* um 1050; † 1111).

Nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 1080 und dem frühen Tod dessen einzigen kinderlos gebliebenen Sohnes Berthold von Rheinfelden im Jahr 1090 war sie Alleinerbin der Rheinfelder Besitztümer[1] und in der so genannten Genealogia Zaringorum[2] „Agnes filia regis Rudolfi Arulacensis“ genannt („regierende Tochter“).

Zum Erbe gehörte unter anderem Besitztum in Buchsee im Oberaargau (später von den Zähringern in Herzogenbuchsee umbenannt, das heute zum Kanton Bern zählt). Durch ihre Heirat kamen diese Besitzungen zwar in zähringische Hand, wurden jedoch weiter von Agnes kontrolliert. 1093 (spätestens 1108) schenkte sie die Besitzungen Buchsee „samt allem Zubehör, vor allem den Kirchen von Buchsee, Seeberg und Huttwil[3], Huttwil selbst und weitere Dörfer“[4] dem Kloster St. Peter auf dem Schwarzwald, wodurch diese Abtei zum Hauskloster und zur neuen Grablege der Zähringer wurde. Nicht ihr Mann Berthold, sondern Agnes selbst wird in den Klosterannalen um 1200 als dessen Stifterin und Gründerin (fundatrix) bezeichnet. Berthold kam allerdings die Entscheidung zur Verlegung der Zähringer-Grablege von der Propstei am Fuße der Limburg bei Weilheim an der Teck in den Schwarzwald, die Auswahl des genauen Standortes sowie die Ausstattung des Klosters mit Gütern und Privilegien zu.[5] Die Schenkung von Agnes wurde nach Auseinandersetzungen 1109 bestätigt. In St. Peter ist eine bildliche Darstellung des Schenkungsvorganges erhalten.

Die Heirat von Berthold II. von Zähringen mit Agnes von Rheinfelden kann als Schlüssel für den Machtaufstieg der Zähringer bezeichnet werden, denn Berthold erlangte dadurch große Vorteile: Agnes Vater Rudolf von Rheinfelden, zunächst als Herzog von Schwaben loyaler Anhänger seines Schwagers, des Salier-Königs Heinrichs IV., war während der Auseinandersetzungen des Investiturstreits in das Lager der Opposition gewechselt und war am 15. März 1077 in Forchheim zum Gegenkönig gewählt worden. Berthold II. hatte zunächst wie sein Vater Berthold I. Rudolf unterstützt, weshalb sowohl Zähringer als auch Rheinfeldener 1077 vom König ihrer Titel und Besitzungen enthoben worden waren. Als Berthold II. nach dem Tod seines Vaters 1078 dessen Nachfolger wurde, hatte er auf das Herzogtum Schwaben lediglich einen nominellen Anspruch. Durch die Heirat mit Agnes von Rheinfelden konnte er nun jedoch in deren Namen sowohl Ansprüche auf Rudolfs Besitzungen anmelden als auch seinem Anspruch auf das Herzogtum Schwaben mehr Gewicht verleihen und reichsfürstlichen Rang begründen. Die Gründung von Siedlungen und Klöstern im Schwarzwald durch Agnes und Berthold selbst diente ebenfalls dazu, seine Macht erheblich auszubauen (es handelte sich meist um Reformklöster, die kaiserfeindlich eingestellt waren). Mit Unterstützung von Seiten der Welfen und des Papstes gewählt, trat er ab 1092 bis 1098 zunächst als Gegen-Herzog zu Friedrich von Staufen auf und wurde dann 1098 zum Herzog von Zähringen ernannt.  
VON RHEINFELDEN, PRINZESSIN PRINZESSIN Agnes (I10380)
 
3376 Ihre Legende basiert hauptsächlich auf einer Biographie, die im 10. Jahrhundert entstand. Nach dieser Erzählung wurde Odilia auf der Hohenburg (Gemeinde Obernai; dt. Oberehnheim) geboren. Sie war die Tochter des Herzogs Eticho (auch Athich, Attich, Adalrich oder Adalricus) und dessen Frau Bersinda (auch: Bethsvinda oder Bereswinde genannt) und kam blind zur Welt. Aus diesem Grund wollte ihr Vater sie töten lassen; die Mutter rettete sie, indem sie das Kind in ein Kloster gab. Wahrscheinlich handelt es sich um das Kloster von Baume-les-Dames östlich von Besançon. Als sie im Alter von zwölf Jahren von Erhard von Regensburg getauft wurde, erlangte sie das Augenlicht. Sie kehrte zu ihren Eltern zurück, musste aber wieder vor ihrem Vater fliehen und sich in einer Höhle verbergen. Diese Höhle liegt je nach Quelle entweder in Arlesheim (südlich von Basel) oder im Musbachtal bei Freiburg im Breisgau. An beiden Orten ist eine Verehrung bis mindestens ins 15. Jahrhundert feststellbar. Später versöhnte sie sich mit ihrem Vater, der ihr ein Besitztum auf der Hohenburg im Elsass – dem späteren Odilienberg (frz.: Mont Ste.-Odile) – zur Verfügung stellte, wo sie 690 ein Kloster gründete. Im ebenfalls von ihr gegründeten Kloster Niedermünster am Fuße des Odilienberges starb sie um 720. Ihr Grab befindet sich auf dem Odilienberg. Der Odilienberg ist der wichtigste Wallfahrtsort des Elsass; die dortige Quelle gilt als hilfreich bei Augenleiden.

Historisch bezeugt ist die Schenkung des Klosters Hohenburg durch Herzog Eticho an seine Tochter Odilia. Fragwürdig ist allerdings ihr Geburtsort (nach der Legende auf dem Odilienberg bei Obernai), da ihr Vater vor 673 nicht als Herzog vom Elsass bezeugt war, jedoch Besitztümer bei Dijon hatte. Der Aufenthalt im Kloster von Baume-les-Dames während ihrer Kindheit/Jugendzeit und die Taufe durch Erhard von Regensburg scheinen glaubwürdig.

Lasset uns beten!
O Gott, Du Licht der Völker,
Du hast die Hl. Ottilia durch
Wunder verherrlicht und der
Blindgeborenen im Hl. Sakrament
der Taufe das Augenlicht gegeben.
Wir bitten Dich nun vertrauensvoll:
Schenke uns auf ihre Fürbitte hin
die Gesundheit des Leibes und
der Seele, damit wir hier
in diesem Leben mit den Augen
unseres Leibes in der Schöpfung
die Spuren Deiner Weisheit und Liebe
sehen können und dereinst
im anderen Leben Dich selbst
unverhüllt schauen dürfen ohne Ende.
Durch Christus, unseren Herrn.
Amen! 
VON TOURS, Heilige Heilige Odilia (I36624)
 
3377 Ihre Schwester Irmingard heiratete im Oktober 821 den Kaiser Lothar I., wodurch ihre Familie in das Zentrum des karolingischen Hofes rückte.

Sie selbst schloss ihre erste Ehe mit dem Welfen Konrad I., dessen Schwestern wiederum die Kaiserin Judith (die zweite Ehefrau Ludwigs des Frommen) und die Königin Hemma (die Ehefrau Ludwigs des Deutschen) waren. Wann die Heirat stattfand, ist nicht bekannt.

Konrad und Adelheid hatten mindestens drei Söhne:

Konrad II., Graf von Auxerre, 866 Markgraf von Transjuranien – Stammvater der Könige von Burgund
Hugo Abbas, † 886, 865 Graf von Auxerre, 866 Markgraf von Neustrien, Graf von Tours und Angers
Rudolf, † vor 864, Abt von Saint-Riquier, 849 Abt von Jumièges
sowie vermutlich auch

Welf II. (der aber auch ein Sohn von Konrads Bruder Rudolf sein könnte), 842/850 Graf im Linzgau, 852–858 Graf im Alpgau, der wahrscheinliche Stammvater der schwäbischen Welfen.
Darüber hinaus hatte sie eine Tochter unbekannten Namens, die den exilierten ostfränkischen Grafen Udo heiratete und die Großmutter des späteren Königs Konrad I. wurde.[1]

Nach Konrads Tod († nach 862) heiratete sie Anfang 864 in zweiter Ehe Robert den Tapferen, Graf im Wormsgau, Graf von Tours und Graf von Paris. Die Ehe endete nach gut zwei Jahren durch den Tod Roberts in der Schlacht von Brissarthe. Aus dieser Ehe hatte sie zwei Söhne:

Odo, † 898, 888 König von Frankreich[2]
Robert I., † 923, 922 König von Frankreich
Nach dem Tod ihres zweiten Ehemanns bzw. der Geburt ihres Sohnes Robert im gleichen Jahr findet Adelheid keine Erwähnung mehr. 
VON TOURS, Adelheid \ Aelis (I36504)
 
3378 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I8164)
 
3379 Ihre Tochter Malvina Steingraber lässt das Buch drucken von Heinrich Henking " Lebensbilder"
und schreibt eine Widmung ins Buch.

Der Name ´Channa`
Channa gilt als polnische Nebenform des biblischen Namens Channah, der ursprünglich vom althebräischen Hannah abstammt. Der Name bedeutet "die Begnadete", "die Liebreizende", "die Anmutige" oder im religiösem Sinne auch "Gott ist gnädig".
Der Ursprung liegt im Althebräischen, abgeleitet von dem hebräischen Begriff channâh (חַנָּה) für "die Gnade", "die Gnädigkeit", "die Anmut", "der Liebreiz", "er war gnädig" und "er zeigte Gunst", welcher wiederum auf die Wurzel ḥanān (חָנַן) für "gütig sein", "gnädig sein", "sich erbarmen" und "sich begnadigen" zurückgeht.

Lebenslinie von Anna Steingraber
1876
8 Oktober 1876
Birth of Malvina Herrmann
Vienna, Austria (Österreich)
Last Name Steingraber
First Name Malvine
Code 1
First Name Father Simon
Last Name Mother Henking
First Name Mother Channa v. Anna
Location Wien
Book F 1874-77
Volume F
Date 08.10.1876
Number 4430

1879
21 Juni 1879
Birth of Sophie Herrmann
Vienna, Austria (Österreich)
????
Birth of Anna Steingraber
????

Pratercottage
Pratercottage ist in Wien die Bezeichnung für ein einst großbürgerliches Wohngebiet in der Leopoldstadt, dem 2. Wiener Gemeindebezirk. In dem zwischen der Hauptallee des Praters und dem Donaukanal gelegenen ehemaligen Augebiet entstanden von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an repräsentative Villen vermögender Bürger und Sportklubs.

Der Begriff ist heute bei der Immobilienwirtschaft allgemein gebräuchlich. Das Cottage wurde in Wien früher und wird bis heute gelegentlich als Femininum und französisch ausgesprochen: die Kottehsch; im Österreichischen Wörterbuch wurde diese Variante 2001 als veraltend bezeichnet.[2]

Böcklinstraße, 1919 benannt nach dem Schweizer Maler, Zeichner, Grafiker und Bildhauer Arnold Böcklin (1827–1901); er war einer der Hauptvertreter des Symbolismus, der mit der dominierenden akademischen Malerei und dem vorherrschenden Naturalismus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts brach. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen die fünf Varianten der Villa am Meer, das Selbstbildnis mit fiedelndem Tod (1872) und die fünf Varianten der Toteninsel (1880–1886). Die Straße, die zum Pratercottage zählt, hieß vorher 1876–1919 Valeriestraße nach Erzherzogin Marie Valerie, Tochter des Herrscherpaars Franz Joseph I. und Elisabeth (nach deren Familie die kreuzende Wittelsbachstraße benannt ist). In der Böcklinstraße 1 befinden sich die denkmalgeschützten Bildhauerateliers der Akademie der bildenden Künste.

An der Böcklinstraße gibt es zwei Sakralgebäude: auf Nr. 31 (Zweitadresse: Rustenschacherallee 14) die 1960–1962 erbaute Pfarrkirche Am Schüttel und auf Nr. 55 das 1960 / 1961 errichtete älteste mormonische Gemeindehaus Wiens.

Der Anfang der Böcklinstraße wird auf der geraden Seite durch die opulenten späthistoristischen Bauten von Friedrich Krombholz und Josef Schalberger († 1909) auf Nr. 4 und 6 (1906), 8 (1903) und 12 (1904) dominiert, wobei Nr. 8 mit seiner Fachwerk-Ecklösung etwas moderner wirkt, obwohl das Haus vor den anderen Bauten entstanden ist.[9] Zu diesem Ensemble gehören auch die Häuser Laufbergergasse 4 (1906) und Kurzbauergasse 5 (1904), beide von Krombholz & Schalberger.

Friedrich Achleitner erwähnte 1990 in seinem Architekturführer außerdem die Häuser Böcklinstraße 82 (1912) und 110 (1911/1912) sowie die Villen auf Nr. 27 (1928) und 53 (1912) und, von Oskar Marmorek entworfen, auf Nr. 59 (1904) und 61 (1908).[10] Am Haus Nr. 52 befindet sich eine Gedenktafel für den kroatischen Bildhauer Ivan Meštrović, der 1907 bis 1909 in Wien studiert hat.

Ihre Ur-Enkelin Anne C. Reynolds verwaltet auf https://www.geni.com/people/Anna-Steingraber/6000000010838425253 Anna Henking 
HENKING, Anna "Channa" (I2026)
 
3380 Ihren Bruder "Peter Kauert", gt. der Reiche, lernen wir als homburgischen Bergvogt und Besitzer der Erzgrube "Fünfzehn Löwenpfähle" in Kaltenbach kennen. Er war weit über die Grenzen der Heimat hinaus bekannt und gilt heute als der erste oberbergische Industriepionier., Wohnort 1703 Büddelhagen Ksp. Drabenderhöhe KAUERT, Anna Katharina (I721)
 
3381 Im 10. Jahrhundert bestand eine Grafschaft Troyes mit dem Hauptort Troyes im Besitz des Grafenhauses Vermandois, einer Linie der Karolinger.

Durch Erbschaft kam Troyes an das Haus Blois, ebenso wie die Grafschaft Meaux (Theobald I., Graf von Blois, † 975, war mit einer Tochter des Grafen Heribert II. von Vermandois verheiratet gewesen). Durch Zusammenlegung der beiden Grafschaften gingen Troyes und Meaux in der Grafschaft Champagne auf, deren Hauptstadt ebenfalls Troyes war. 
VON TROYES, Warnarius (I39707)
 
3382 Im 11. Jahrhundert hielten die Grafen von Flandern den größten Teil ihres Territoriums als Vasallen der französischen Könige, einen kleineren Teil als Vasall des deutschen Königs und römischen Kaisers. Während der Herrschaft des Grafen Balduin V. wurden die Gebiete zwischen den Flüssen Schelde und Dendre und der Markgrafschaft Antwerpen mit Flandern vereinigt. In der Mitte des 11. Jahrhunderts entsprach die Macht des Grafen von Flandern der eines Königs, was ihnen in der Politik Westeuropas einen erheblichen Einfluss sicherte.

Balduin war von 1060 bis 1067 Regent von Frankreich für seinen minderjährigen Neffen Philipp I. von Frankreich.

Im 11. Jahrhundert hielten die Grafen von Flandern den größten Teil ihres Territoriums als Vasallen der französischen Könige, einen kleineren Teil als Vasall des deutschen Königs und römischen Kaisers. Während der Herrschaft des Grafen Balduin V. wurden die Gebiete zwischen den Flüssen Schelde und Dendre und der Markgrafschaft Antwerpen mit Flandern vereinigt. In der Mitte des 11. Jahrhunderts entsprach die Macht des Grafen von Flandern der eines Königs, was ihnen in der Politik Westeuropas einen erheblichen Einfluss sicherte.

Balduin war von 1060 bis 1067 Regent von Frankreich für seinen minderjährigen Neffen Philipp I. von Frankreich. 
(FLANDERN), Balduin V. ´der Fromme` (I35554)
 
3383 Im 12.-16. Jh. bezeugtes aargauisches Ministerialengeschlecht, erwähnt erst nach dem Aussterben der Gf. von Lenzburg (1173), unter denen es eine vorzügl. Stellung innegehabt haben muss: 1173 war Johannes von Botinchouen erster Dienstmannen-Zeuge in einer Urkunde Ks. Friedrichs I. für das Kloster Beromünster. Über das urspr. Verhältnis der Fam. zum Ort B. ist nichts bekannt. Vom 13. Jh. an auf der Burg Wikon bei Zofingen, verfügten die B. über weit gestreute Güter, v.a. bei B., Seengen, Hallwil und Rued, weiter bei Kölliken, Dagmersellen und Brittnau. Im 14. Jh. kam der Kirchensatz von Oberwil bei Büren hinzu, 1345 die Burg Schenkon. Ein Zweig sass in Ufhusen; diverse Angehörige wohnten in Zofingen, Luzern, Bern und Basel.
Im 14. Jh. standen zahlreiche B. in habsburg. Diensten: Ulrich (1310) als herzogl. Hofmeister, sein Sohn Johannes (ab 1346) als Vogt von Rothenburg, herzogl. Rat (1354), österr. Landvogt im Aargau und Thurgau (1357) sowie im Schwarzwald (1361). Hartmann und Ulrich fielen 1386 bei Sempach auf österr. Seite. Rudolf, 1373 durch Gf. Rudolf IV. von Neuenburg mit Wikon belehnt, kapitulierte dort 1415 vor den Bernern. Zahlreiche Angehörige der Fam. folgten kirchl. Laufbahnen: u.a. Werner als Komtur von Thunstetten (1280), Ulrich als Abt (1304-08) des von der Fam. geförderten Klosters St. Urban, Rudolf als Komtur von Hohenrain (1340) und Biberstein (1344), Markwart als Komtur von Herzogenbuchsee (1382) und Reiden (1391), Johannes (I.) (1323 bzw. 1336-60) und Johannes (II.) (1382 bzw. 1363-87) als Pröpste von Zofingen bzw. Schönenwerd, Agnes als Äbtissin von Frauenthal (1373-82), Adelheid als Äbtissin von Ebersecken (1384). Jahrzeiten stifteten B. u.a. in Solothurn und Interlaken. Ein Wappenfresko der Fam. befindet sich in der Stadtkirche Biel.
Der soziale Rang der B. im 13.-15. Jh. drückt sich in den Heiratsverbindungen mit führenden aarg., bern. und basler. Geschlechtern aus. Thüring, ein bern. Truppenführer in den Burgunderkriegen, verkaufte 1476 Wikon an Luzern, sein Sohn Georg den halben Twing von Brittnau 1516 an Bern. Thürings zweiter Sohn Jakob fiel 1522 in der Schlacht bei Bicocca (nördlich von Mailand). Georgs unmündiger Sohn starb 1558 als Letzter des Geschlechts (Info: weiterführende Info: HLS) 
VON BÜTTIKON, Stammlinie (I31733)
 
3384 Im 14.-16. Jh. führendes Glarner Geschlecht, aus dem Flecken Glarus stammend, z.T. (in einzelnen Zweigen bis ins 18. Jh.) den Zunamen Kilchmatter tragend. Urkundl. belegt sind 1370 Bilgeri Kilchmatter, österr. Untervogt zu Glarus, 1372 Rudolf und Aeblin Kilchmatter, Bürgen gegenüber dem Kloster Säckingen (D). 1388 wurde Kuoni A. ein Opfer der Mordnacht zu Weesen. Versch. Mitglieder der Fam. wurden im 14.-16. Jh. ins Zürcher Bürgerrecht aufgenommen. Ins Amt des Glarner Landammanns stiegen Werner (->) und Hans (->) auf. Die Reformationszeit führte zu ref. Linien in Glarus, Ennenda, Mollis und Bilten (Johann Peter ->), kath. Linien in Netstal und Näfels. Im 17. Jh. betätigten sich A. von Ennenda als Tischhersteller und Holzexporteure. In der 2. Hälfte des 18. Jh. gehörten sie als Teilhaber wichtigen Handelsges. wie der Wienerhandlung und der Holländer Handelsges. an. Oft im Rat vertreten, waren sie mit anderen Handelsfam. wie den Altmann, Becker, Jenny und Oertli verwandtschaftl. verbunden. Im 19. Jh. wandten sich einige A. der Industrie zu und errichteten 1866 und 1872 bzw. 1876 Webereien in Mitlödi, 1866 eine chem. Fabrik in Glarus (Jacques ->, Markus ->). KILCHMATTER, N. (I23724)
 
3385 Im 17. Jahrhundert wanderte Peter Motzfeldt von Lüneburg nach Kopenhagen aus. Seine Nachkommen ließen sich in Norwegen nieder und wurden eine bedeutende Familie. Der Politiker Peter Motzfeldt (1777–1854) war ein Cousin von Peter Hanning Motzfeldt.[3][4] MOTZFELD\MOITZFELD, Peter (I18721)
 
3386 Im 7. Jahrhundert nach Christus gründeten die Chasaren ein unabhängiges Khaganat im nördlichen Kaukasus an der Küste des Kaspischen Meeres. Ab dem 8. bis frühen 9. Jahrhundert wurde die jüdische Religion zur wichtigsten Religion im Reich. Ob nur eine dünne Oberschicht oder auch die übrige Bevölkerung die neue Religion annahm und praktizierte, ist umstritten. Überliefert ist, dass es auch Christen und Muslime unter den Chasaren gab. Die Chasaren waren wichtige Bundesgenossen des Byzantinischen Reichs gegen das arabische Kalifat. Vor allem durch Fernhandel wurden sie eine bedeutende Regionalmacht und kontrollierten in der Blüte ihrer Machtentfaltung weite Teile des heutigen Südrusslands, den Westen des späteren Kasachstans, die heutige Ostukraine, Teile des Kaukasus sowie die Halbinsel Krim. Ihre Macht wurde Ende des 10. Jahrhunderts von der Kiewer Rus gebrochen, und die Chasaren verschwanden weitgehend aus der Geschichte. Auffassungen, nach denen ein großer Teil der Chasaren im osteuropäischen Judentum aufgegangen sei, sind umstritten ..., Irene (I37351)
 
3387 Im Alter von sechs Jahren wurde Karl im August 829 zum dux Alemanniae ernannt. Bereits 838 wurde er zum Unterkönig von Neustrien (nördliches Frankreich) gekrönt. Nach dem Tod Kaiser Ludwigs 840 und dem gemeinsam mit Ludwig dem Deutschen errungenen Sieg über den ältesten Bruder Lothar I. in der Schlacht von Fontenoy 841 fiel im Vertrag von Verdun 843 das westliche Drittel des Reichs von den Pyrenäen bis zur Schelde an Karl. Wenig später wurde ihm von seinen Getreuen der ihn in seiner Machtfülle stark einschränkende Vertrag von Coulaines (November 843) aufgezwungen. Dem dadurch konsolidierten Westfrankenreich fügte er 848 schließlich, nach der Absetzung seines Neffen Pippin II., die direkte Herrschaft über Aquitanien hinzu.

Er erließ 864 das EDICTUM PISTENSE, in dem erstmals in Europa gesetzlich festgeschrieben wurde, welche Eigenschaften Geldmünzen haben mussten, um als umlauffähiges Zahlungsmittel anerkannt zu werden.[2]

Nach dem Tod Lothars II. 869, des Herrschers im nördlichen Drittel des 855 von Lothar I. geteilten Mittelreiches, versuchte er, dessen gesamtes Gebiet seinem Westreich anzuschließen, musste es jedoch 870 im Vertrag von Meerssen mit seinem Halbbruder Ludwig dem Deutschen teilen.

Das Westfrankenreich wurde in seiner Regierungszeit mehrmals von Wikingerangriffen heimgesucht. 845 erschien eine große Wikingerflotte vor Paris, angeführt von einem gewissen Ragnar; die Wikinger zogen erst nach der Zahlung eines hohen Geldbetrags wieder ab. Dem sollten noch weitere Belagerungen durch Wikinger in den Jahren 856, 865 und 866 folgen. Karl erwies sich als unfähig, eine effektive und nachhaltige Verteidigung zu organisieren, was während der Zeit seiner Herrschaft mit zum Niedergang der politischen Macht des Königtums und zum Erstarken des hohen Adels beitrug.

Nach dem Tode seines kinderlos gebliebenen Neffen Ludwig II. von Italien im Jahre 875 erbte er dessen italienisches Königreich, zu dem seit dem Tode seines Neffen Karl von der Provence im Jahre 863 auch der Großteil Burgunds gehörte. Am 25. Dezember 875 wurde Karl in Rom zum römischen Kaiser gekrönt.

Er selbst starb im Oktober 877 und wurde in Nantua bestattet, später in die Basilika Saint-Denis umgebettet. Bei der Plünderung der Königsgräber von Saint-Denis während der Französischen Revolution wurde sein Grab am 18. Oktober 1793 geöffnet und geplündert, seine Überreste wurden in einem Massengrab außerhalb der Kirche beerdigt.

Karls Erben waren im Westfrankenreich Ludwig der Stammler und in Italien sein ostfränkischer Neffe Karlmann, ältester Sohn des ostfränkischen Königs Ludwig des Deutschen; in Burgund begründete 879 Boso von Vienne das Königreich Niederburgund.  
VON FRANKREICH, KARL II. ´der Kahle` (I10438)
 
3388 Im April 1085 ernannten ihn die Kaiser Heinrich IV. treu gebliebenen Bischöfe auf der Mainzer Synode zum Gegenbischof und erklärten den papsttreuen Altmann, den eigentlichen Bischof von Passau, für abgesetzt. Altmann musste daraufhin aus Passau fliehen[2], wo nun Hermann von seinen Anhängern freudig empfangen wurde.

1086, also bereits ein Jahr später, wird Hermann sowohl von Erzbischof Gebhard von Salzburg, von Bischof Altmann von Passau und von Bischof Meginward von Freising mit dem Kirchenbann belegt.

Auf seinem Sterbebett soll Hermann 1087 angeblich Buße geleistet und um die Lossprechung vom Kirchenbann gebeten haben, da er die Verdrängung Altmanns bereute. Demnach soll er ihm auch die bischöflichen Insignien zurückgesandt haben.[3] Seine Anhänger glaubten in diesem Verhalten Fieberphantasien zu erkennen.

Als Gegenbischof wird er heute nicht vom Bistum Passau als ehemaliger Bischof geführt. 
VON EPPENSTEIN, Hermann (I39646)
 
3389 Im August 1351 forderte Herzog Albrecht II. von Habsburg, dass Brun die zerstörten Festungen wiederherstellen sollte, da diese habsburgische Lehen seien. Nachdem Albrecht im September eine Belagerung Zürichs begonnen hatte, willigte Brun in ein Schiedsverfahren ein. Das Verfahren fiel zugunsten Habsburgs aus, weshalb es die Waldstätte nicht akzeptierten und der Krieg weitergeführt wurde. Auf Vermittlung von Ludwig dem Brandenburger wurde schliesslich der «Brandenburger Friede» zwischen Zürich, den Habsburgern und Rapperswil abgeschlossen: Johann II. wurde freigelassen, die Stadt Zürich sollte fortan keine Ausburger mehr aufnehmen dürfen und alle habsburgischen und rapperswilerischen Gebiete räumen.

Die Waldstätte hielten sich jedoch nicht an diesen Frieden, weshalb 1353 die Kämpfe erneut ausbrachen. Als sogar Kaiser Karl IV. mit einem Heer an der Seite der Habsburger vor Zürich erschien, willigte Brun in den «Regensburger Frieden» von 1355 ein, der im Wesentlichen den Brandenburger Friede bestätigte, jedoch Zürich verpflichtete, die verbündeten Waldstätte notfalls mit Gewalt zu dessen Einhaltung zu zwingen. Aus den Wirren um die Brunsche Zunftverfassung ging also das Haus Habsburg als Sieger hervor. Seine Vormachtstellung in der Nordschweiz wurde klar bestätigt.

Bürgermeister Brun gelang es, durch geschicktes Taktieren die Niederlage Zürichs doch noch in einen persönlichen Sieg umzuwandeln. 1356 schloss Zürich mit Habsburg einen Bund, der die Zunftverfassung garantierte. 1359 begab sich Rudolf Brun persönlich in die Dienste der Herzöge von Österreich und erhielt dafür eine Schuldverschreibung von 1000 Gulden zu 10 % jährlichem Zins.


Albrecht von Habsburg, VI. des Namens, als Herzog von Österreich Albrecht II., wurde als Sohn des römisch-deutschen Königs Albrecht (V. von Habsburg, I. als deutscher König) am 12. Dezember 1298 geboren. Ursprünglich für den geistlichen Stand bestimmt, wurde er 1313 noch minderjährig in einer bedenklichen Wahl, was zu dieser Zeit allerdings durchaus üblich war, durch einzelne Domherren ins Passauer Bischofsamt gewählt, geriet aber im Konflikt mit dem Gegenelekten Gebhard von Walsee in eine Pattsituation, musste 1317 schließlich verzichten und wandte sich von der geistlichen Laufbahn ab.[1] Er gelangte gemeinschaftlich mit seinem jüngsten Bruder Otto 1330 an die Regierung aller habsburgisch-österreichischen Länder. Diese vermehrte er durch die Güter seiner Gemahlin Johanna von Pfirt (Grafschaft Pfirt und einige Städte).

Ferner setzte Albrecht seine Ansprüche auf Kärnten gegen Johann von Böhmen durch, nachdem Heinrich, der Letzte der Görz-Tiroler Meinhardiner, starb.

Albrechts hohes Ansehen in Europa beweist der Umstand, dass ihn nicht nur Papst Benedikt XII. 1335 zur Vermittlung der Aussöhnung Kaiser Ludwigs mit der Kirche aufforderte, sondern auch König Philipp VI. von Frankreich 1337 um seine Hilfe gegen Kaiser Ludwig und König Eduard von England bat. Am 2. Mai 1335 übertrug Kaiser Ludwig der Bayer in Linz den Brüdern Albrecht und Otto (dem Fröhlichen), der über Elisabeth der Schwager Heinrichs war, die Herzogtümer Kärnten und Krain als Reichslehen. In der Folge blieb der Herzog dem Kaiser bis zum Tode unverbrüchlich treu und war später auch mit dessen Sohn Ludwig dem Brandenburger eng verbündet. Nach der zweiten Belagerung Zürichs durch Albrecht kam es durch die Vermittlung Ludwigs zwischen den Konfliktparteien am 1. September 1352 zu dem nach ihm benannten Friedensabkommen.

Über die Erbfolge in den österreichischen Ländern gab er noch Gesetze (die Albertinische Hausordnung), die zwar nach seinem Tod unbeachtet blieben, aber vom Kaiser Maximilian wieder erneuert wurden und in die Pragmatische Sanktion eingegangen sind, so dass sie bis 1918 Staatsgrundgesetz in Österreich blieben. Die Steiermark verdankt ihm ihre Verfassung, das Bergbüchel; ebenso Kärnten. Unter seiner Herrschaft wurden die Bauarbeiten am gotischen Chor des Stephansdomes wieder aufgenommen, weshalb man vom Albertinischen Chor spricht.

Über die Ursache seiner zeitweiligen Lähmung gibt es nur Vermutungen, meist wird eine polyarthritische Erkrankung genannt. Sie hinderte ihn aber nicht daran, mehrere Kinder zu zeugen, darunter mindestens vier Söhne. Als er am 20. Juli 1358 starb, wurde der älteste Sohn Rudolf der Stifter sein Nachfolger als Hausältester, als Regenten folgen laut dem Hausvertrag aber alle zu der Zeit lebenden Söhne, also auch Albrecht mit dem Zopf und Leopold der Gerechte völlig gemeinschaftlich – die beiden letzteren Söhne vereinbarten nach Rudolfs Tod im Vertrag von Neuberg 1379 eine Trennung unter sich, womit der ambitionierte Versuch einer vom Primogenitur-Prinzip wie auch der Realteilung abweichenden Nachfolgeregelung als gescheitert angesehen werden kann: Das Haus zerfällt dann zeitweise überhaupt in zwei Linien nach diesen Söhnen (Albertiner, Leopoldiner), die erst von Friedrich III. 1490 überwunden wird.

Albrecht wurde in der von ihm gestifteten Kartause Gaming bestattet. 
VON HABSBURG \ VON ÖSTERREICH, Albrecht II. (I28552)
 
3390 im Dienst der stiftischen Verwaltung / St. Gallen. 1464 als Verfertiger gefälschter Briefe
beschuldigt. 1489 wieder in scharfem Konflikt mit Stadtbehörden.  
THALMANN, Ulrich (I2926)
 
3391 Im Dreißigjährigen Krieg wird Heddesheim von den kaiserlichen Truppen um den Feldherrn Tilly zerstört. Durch weitere Kriegsereignisse 1674 und 1689 wird das Bevölkerungswachstum des 15. und 16. Jahrhunderts wieder reduziert. Trotzdem beläuft sich Ende des 17. Jahrhunderts die Einwohnerzahl immer noch auf 200 Menschen. SCHMID, Irmgard (I649)
 
3392 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I11)
 
3393 Im Gegensatz zu anderen Mitgliedern der merowingischen Herrscherfamilie des frühen Mittelalters ist die historische Persönlichkeit Gomatruds durch mehrere Quellen eindeutig belegt; so findet sie neben der älteren Chronik des Fredegar auch in der Gesta Dagoberti, der Lebensgeschichte des Dagobert I. im Liber Historiae Francorum ausführlich Erwähnung.

Gomatrud wurde um das Jahr 598 geboren und hatte mit Sichildis sowie Brodulf noch mindestens zwei Geschwister.

Durch Sichildis, die als dritte Gattin Chlothars II. Königin des Frankenreiches war, bestand eine weitergehende Bindung an das merowingische Herrscherhaus. Die Bestrebungen Sichildis und ihres ehrgeizigen Bruders Brodulf, verstärkt auf die reichspolitischen Entscheidungen Chlothars II. Einfluss zu nehmen und auf diesem Wege eine noch engere und dauerhafte Verbindung ihrer Familie mit dem Königshaus herbeizuführen, gipfelten in der maßgeblich von den Geschwistern arrangierten Eheschließung Gomatruds mit Chlothars ältestem Sohn und späteren Nachfolger, Dagobert I., im Jahr 625 in der Königspfalz in Clichy. Jedoch erfolgte die Vermählung gegen den ausdrücklichen Wunsch Dagoberts I. – der Widerstand des Sohnes konnte nur durch eine direkte Weisung des Königs beseitigt werden. Er führte aber gleichermaßen zu einer ernsten Staatskrise im Frankenreich, da Dagobert als Unterkönig des stark verkleinerten Reichsteils Austrasien im Gegenzug das Teilreich in seinem ursprünglichen Umfang mit der Champagne, Toul und Verdun einforderte. Das verweigerte ihm der Vater. Erst nachdem eine Schiedskommission unter Arnulf von Metz einen Kompromiss ausgehandelt hatte, wurde das Zerwürfnis zwischen Chlothar II. und Dagobert I. auf dem Reichskonzil von Clichy 626 oder 627 beigelegt.[1]

Kurz nach dem Tod seines Vaters Chlothar II. im Winterhalbjahr 629/630 verstieß der neu gekrönte König Dagobert I. seine Ehefrau Gomatrud – nach Auskunft der Gesta Dagoberti aus dem Grunde der Unfruchtbarkeit seiner Gattin: „Von Chalon aus, wo er sein Werk der Gerechtigkeit fortgesetzt hatte, reiste er über Autun nach Auxerre und dann weiter über Sens nach Paris; dan ließ er auf den Rat der Franken hin Königin Gomatrudis in der Villa von Reuilly zurück, weil sie unfruchtbar war und heiratete Nanthild, ein außergewöhnlich schöne Jungfrau, und machte sie zu seiner Königin.“[2] Die Forschung ist sich jedoch dahingehend einig, dass aller Wahrscheinlichkeit nach nicht eine vermeintliche Unfruchtbarkeit Gomtatruds für die Scheidung ursächlich war, sondern der Wunsch Dagoberts I., die eheliche Verbindung, die sein Vater gegen seinen Willen arrangiert hatte, zu beenden und sich damit endgültig vom Einfluss der Familie von Ehefrau und Stiefmutter zu lösen. 
..., Gomatrud (I36696)
 
3394 Im Gegensatz zu seinem Bruder Albert Salomon Anselm Freiherr von Rothschild (1844–1911) interessierte er sich wenig für das Bankwesen und verließ das Bankhaus, um sich ausschließlich als Kunstsammler, Bauherr, Reiseschriftsteller, Amateurphotograph, Blumenzüchter und großzügiger Gönner zu betätigen.[1] Bekannt waren seine mit großen Treibhäusern ausgestatteten Rothschildgärten auf der Hohen Warte in Wien im 19. Bezirk, die nach dem Anschluss Österreichs an Nazideutschland „arisiert“ und im Krieg zu einem Großteil zerstört wurden.[2]

1872 bis 1884 ließ er das Palais Nathaniel Rothschild in der Theresianumgasse 14–16 im 4. Wiener Gemeindebezirk durch den französischen Architekten Jean Girette bauen,[3] wo er seine (teilweise von seinem Vater vererbte)[4] Kunstsammlung unterbrachte.[5] 1884 bis 1889 wurde sein luxuriöses Schloss Hinterleiten (heute auch Schloss Rothschild genannt) als Natur- und Backsteinbau im Louis XIII-Stil in Reichenau an der Rax (Niederösterreich) gebaut,[6] jedoch nicht vollendet und von Rothschild 1890 dem k.u.k. Kriegsministerium als Heim für invalide Subalternoffiziere gestiftet.[7] Auch das bis heute bestehende Neurologische Krankenhaus der Stadt Wien auf dem Rosenhügel, seit 2002 Nathaniel Freiherr von Rothschild’sche Stiftung für Nervenkranke – Neurologisches Zentrum der Stadt Wien, geht auf eine Stiftung Rothschilds zurück.[8]

Rothschild spielte auch eine wesentliche Rolle bei der Etablierung des ersten Fußballvereins in Österreich, des First Vienna FC 1894, der am 22. August 1894 durch Rothschilds Gärtner in Wien-Döbling gegründet wurde.[1] Als Taufpaten fungierten Rothschild und der Generaldirektor des Bankhauses Rothschild. Die Vereinsfarben wurden mit Blau und Gelb, den Wappenfarben des Hauses Rothschild, festgelegt. Mit diesen Farben spielt der Verein nach wie vor im Stadion Hohe Warte.

Obwohl unverheiratet und kinderlos, gelang es ihm als erstem Mitglied der Familie Rothschild, nicht nur in der „Zweiten Gesellschaft“ zu verkehren, sondern – mit Hilfe der Fürstin Pauline von Metternich, der führenden Salonnière Wiens – auch eine gewisse Akzeptanz in Teilen des österreichischen Adels zu erlangen; er wurde sogar mit einem der dort üblichen «petits noms», Kosenamen, begnadet und „Nathi“ genannt. Er veranstaltete große, glänzende Diners in seinem Palais, bei denen die Fürstin wiederholt die Rolle der Frau des Hauses übernahm und in liebenswürdiger Weise die Honneurs machte.[9]

1903 ließ er sich den üppig ausgestatteten Salonwagen LI von der Nesselsdorfer Waggonfabrik bauen, die Gestaltung übernahm Otto Wagner. Der Wagen besaß eine eigene Küche und im Schlafabteil des Besitzers eine in den Boden eingelassene Sitzbadewanne.

Nathaniel von Rothschild starb 1905. Die Wiener Presse schätzte Rothschilds hinterlassenes Vermögen auf 60 bis 80 Millionen Kronen. Tatsächlich belief es sich auf 186,846.194 Kronen und 90 Heller. 
VON ROTHSCHILD, Nathaniel Meyer (I55744)
 
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3396 Im Heiligen Römischen Reich fanden seit dem 12. Jahrhundert Reichstage in Augsburg statt, die aus den Hoftagen des Kaisers hervorgegangen waren. Sie entwickelten sich zu einer festen Rechtsinstitution. Drei Gruppierungen bestimmten außer dem Regenten das Geschehen: Kurfürsten, Fürsten und (später) die Vertreter der Reichsstädte.

1510
Der Reichstag wurde im Stadtpalast von Jakob Fugger abgehalten. Hamburg wurde vom Reichstag zur Reichsstadt erklärt. Diese Erklärung wurde von Dänemark nicht anerkannt. Hamburg neigte grundsätzlich zur Ansicht, Teil der holsteinischen Landesherrschaft zu sein. Diese Meinung vertraten auch die dänischen Könige, die dort 1460 die Schauenburger Grafen abgelöst hatten. Kaiser und Reichstag hingegen maßen dem Ort an der Elbe den Status einer freien und unmittelbaren Reichsstadt zu.
Die Reichskreise des Heiligen Römischen Reiches 1512, vor der Reichsreform

Augsburg war als Bischofs- und Reichsstadt mehrfach Gastgeber der Reichsstände. Im 16. Jahrhundert konzentrierten sich dort mehrere Reichstage, von denen zwei besonders hervorzuheben sind:

1530 Reichstag unter Kaiser Karl V.: Verlesung des „Augsburger Bekenntnisses“ (Confessio Augustana).
1555 Reichstag unter König Ferdinand I.: Augsburger Religionsfriede 
MENHART, Leonhard (I8985)
 
3397 im Hörneren Rat 1498, Handwerkspfleger der Kürschner 1497-1522, Fronwaagmeister 1493-1522 als Nachfolger seines schwagers hans Eblin, Vogt zu Küsnacht 1521 LÜDEGGER, Jakob (I3686)
 
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3399 Im Irischen ist er bekannt als Amlaíb Cuaran. Sein Spitzname cuaran bedeutet "Sandalen".

Bis 937 herrschte er in Dublin und beteiligte sich an der Schlacht bei Brunanburh auf Seiten der unterlegenen Allianz.

Unter seinen Frauen war Gormflaith, Tochter von Murchad mac Finn, König von Leinster, und zukünftige Frau von Brian Boru. Sie war die Mutter seines Nachfolgers Sigtrygg Silkbeard.

Im Jahr 980 erlitt Olaf eine schwere Niederlage in der Schlacht von Tara, die die Macht der Dänen in Irland auslöschte. Er ging nach Iona und starb dort vermutlich 981. 
CUARAN, Olaf (I37262)
 
3400 Im Jahr 1017 reiste Wilfried mit seinem Vater nach Rom, um dort Papst Benedikt VIII. um die Einrichtung eines Bistums für die Grafschaft Besalú zu ersuchen, das mit Wilfried als seinem ersten Bischof besetzt werden sollte. In der Grafschaft waren einige der bedeutendsten Klöster Kataloniens beheimatet, die mit ihren Pfarreien allerdings innerhalb der Kirchenhierarchie den Diözesen von Vic, Girona und Elne unterstellt waren. Durch die Einrichtung eines eigenen Bistums und seiner Besetzung mit einem seiner Söhne erhoffte sich Graf Bernard I. eine größere kirchenpolitische Unabhängigkeit. Der Papst gab dem Ersuchen statt und genehmigte außerdem die Anfrage Graf Bernards zur Umwandlung des Frauenklosters Sant Joan de les Abadesses, das sich angeblich in einem skandalösen Zustand befand, in ein Chorstift für das neue Bistum, mit dessen Leitung nun ebenfalls Wilfried betraut wurde.[1] Noch im Jahr 1017 bestätigten Graf Bernard und Wilfried in zwei Urkunden die Gründung des Bistums und die Umwandlung des Klosters kraft einer päpstlichen Bulle.[2]

Das Bistum Besalú erwies sich letzten Endes als sehr kurzlebig, da die Bischöfe von Vic, Girona und Elne eine Verringerung ihrer Amtssprengel zu seinen Gunsten nicht akzeptieren wollten. Allein die gräfliche Macht Bernards I. konnte ihren Ansprüchen einen Riegel vorschieben, die mit seinem Tod 1020 jedoch wegfiel. Das Bistum Besalú war damit faktisch schon wieder aufgelöst, da die Pfarreien der Grafschaft wieder unter die Autorität ihrer angestammten Diözesen zurückkehrten. Wilfried ist kurz vor dem oder im Jahr 1054 gestorben, da in diesem Jahr ein neuer Abt von Sant Joan de les Abadesses genannt wird. 
(BESALÚ), Wilfried (I52379)
 

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