Strauss Genealogie


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3101 Heinrich Böckings Vater war der Großkaufmann und Bankier Adolf Böcking (1754–1800). Adolf Böcking hatte im Jahr 1783 als erster Protestant vom Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus von Sachsen die Genehmigung erhalten, sich als Protestant im katholisch geprägten Koblenz niederzulassen und eine Handlung zu gründen.[2] Die Familie musste beim Herannahen der französischen Revolutionstruppen nach Hanau fliehen und kehrte erst nach dem Sturz Robespierres und dem Ende der Terrorherrschaft in das linksrheinische Gebiet zurück. Ab dem Jahr 1796 wohnte die Familie dann in Saarbrücken. Für die Wahl des neuen Wohnortes waren vermutlich die Geschäfte mit der Ausfuhr lothringischen Salzes und saarländischer Kohle ausschlaggebend. Bereits im Jahr 1789 war der Kohlehandel mit Deutschland auf dem Wasserweg an die Handelsgesellschaften von Heinrich Karcher und Gebrüder Böcking zu Koblenz vergeben worden und drei Jahre zuvor, im Jahre 1786, hatte sich Adolf Böckings Schwester Therese Sophie Böcking (1764–1842) mit dem in Metz geborenen Katholiken Nicolas Villeroy verheiratet. Villeroy hatte im Hause Böcking eine kaufmännische Ausbildung gemacht und gründete später mit Jean-François Boch im Jahre 1836 die heute international bekannte Keramikfirma Villeroy & Boch.

Zur Förderung seiner Handelsinteressen hatte sich Adolf Böcking im Jahr 1798 zusammen mit 46 Saarbrücker und 13 St. Johanner Familien in einer gemeinsamen Ergebenheitsadresse an das Direktorium in Paris gewandt.[4] Adolf Böcking starb bei einem Aufenthalt in seiner Heimatstadt Trarbach im Mai 1800. Sein Tod führte zum Ende des Unternehmens an der Mosel.

Adolf Böcking war verheiratet mit Ernestine von Scheibler (1760–1821), der Tochter des im Jahr 1781 in den Freiherrenstand erhobenen Tuchfabrikanten Bernhard Georg von Scheibler aus der international agierenden Monschauer Unternehmerfamilie Scheibler. Das Paar hatte insgesamt 14 Kinder, von denen beim Tod Adolfs noch zehn lebten. An der Saar blieben nur die beiden Söhne Adolfs, Heinrich und Eduard (1798–1866). Böckings Bruder war der Düsseldorfer Landschaftsmaler Adolph Böcking. 
BÖCKING, Heinrich (I58903)
 
3102 Heinrich der Löwe hatte 1152 als Herzog von Sachsen entscheidenden Anteil an der Königskrönung seines Vetters Friedrich Barbarossa. Dafür wurde er von Barbarossa in den folgenden Jahren intensiv gefördert. So erhielt er im Jahr 1156 auch das bayerische Herzogtum. In Norddeutschland konnte Heinrich eine königsgleiche Stellung aufbauen. Braunschweig machte er durch den Neubau der Stiftskirche St. Blasius und der benachbarten Burg Dankwarderode mit dem Standbild eines Löwen zu einem fürstlichen Repräsentationszentrum. Der aggressive Herrschaftsausbau des Herzogs in Sachsen und nördlich der Elbe rief allerdings den Widerstand der anderen sächsischen Großen hervor. Für die Unterstützung durch Barbarossa revanchierte sich Heinrich zunächst durch große Anstrengungen im Reichsdienst während der ersten Italienzüge.

Im Jahr 1176 wurde das Verhältnis jedoch schwer belastet, als sich der Herzog weigerte, angesichts eines bevorstehenden Kriegs mit den lombardischen Städten den Kaiser in einer bedrohlichen Situation militärisch zu unterstützen. Nach der Niederlage Barbarossas, dem Scheitern der Oberitalienpolitik und dem Friedensschluss von 1177 mit dem lange bekämpften Papst Alexander III. wurde Heinrich der Löwe auf Bestreben mehrerer Fürsten gestürzt und musste ins Exil nach Südengland gehen, aus dem er erst Jahre später zurückkehren konnte. Neben Friedrich Barbarossa galt er lange Zeit als wichtigster Protagonist des staufisch-welfischen Gegensatzes, der die Reichspolitik im 12. Jahrhundert dominiert habe. Erst in jüngster Zeit wurde diese Einschätzung stark relativiert.  
DER LÖWE, Herzog Herzog Heinrich ´der Löwe` (I1626)
 
3103 Heinrich der Löwe hatte 1152 als Herzog von Sachsen entscheidenden Anteil an der Königskrönung seines Vetters Friedrich Barbarossa. Dafür wurde er von Barbarossa in den folgenden Jahren intensiv gefördert. So erhielt er im Jahr 1156 auch das bayerische Herzogtum. In Norddeutschland konnte Heinrich eine königsgleiche Stellung aufbauen. Braunschweig machte er durch den Neubau der Stiftskirche St. Blasius und der benachbarten Burg Dankwarderode mit dem Standbild eines Löwen zu einem fürstlichen Repräsentationszentrum. Der aggressive Herrschaftsausbau des Herzogs in Sachsen und nördlich der Elbe rief allerdings den Widerstand der anderen sächsischen Großen hervor. Für die Unterstützung durch Barbarossa revanchierte sich Heinrich zunächst durch große Anstrengungen im Reichsdienst während der ersten Italienzüge.

Im Jahr 1176 wurde das Verhältnis jedoch schwer belastet, als sich der Herzog weigerte, angesichts eines bevorstehenden Kriegs mit den lombardischen Städten den Kaiser in einer bedrohlichen Situation militärisch zu unterstützen. Nach der Niederlage Barbarossas, dem Scheitern der Oberitalienpolitik und dem Friedensschluss von 1177 mit dem lange bekämpften Papst Alexander III. wurde Heinrich der Löwe auf Bestreben mehrerer Fürsten gestürzt und musste ins Exil nach Südengland gehen, aus dem er erst Jahre später zurückkehren konnte. Neben Friedrich Barbarossa galt er lange Zeit als wichtigster Protagonist des staufisch-welfischen Gegensatzes, der die Reichspolitik im 12. Jahrhundert dominiert habe. Erst in jüngster Zeit wurde diese Einschätzung stark relativiert. 
(BRAUNSCHWEIG), Heinrich ´der Löwe` (I54358)
 
3104 Heinrich entstammt dem Schweizer Adelsgeschlecht der Freiherren von Brandis, das seinen Stammsitz auf Burg Brandis bei Lützelflüh im Emmental hatte. Seine Eltern waren Mangold von Brandis und Margareta von Nellenburg. Sein Bruder Eberhard war Abt des Klosters Reichenau, seine Schwester Agnes Äbtissin des Klosters Säckingen.

Heinrich wurde im Kloster Einsiedeln erzogen und 1348 zu dessen Abt ernannt. Nach der Ermordung von Bischof Johann Windlock im Jahre 1356 kam es zu einer Doppelwahl durch das Domkapitel. Die Mehrheit des Kapitels wählte den Konstanzer Domherrn Ulrich von Friedingen, während sich eine Minderheit für den Bischof von Freising, Albert II. von Hohenberg entschied. Anfang 1357 einigten sich Kaiser und Papst auf den Bamberger Bischof Lupold von Bebenburg, der die Wahl jedoch ablehnte. So ernannte der Papst am 15. Mai 1357 Heinrich von Brandis zum Bischof von Konstanz. Er reiste nach Avignon, wo er am 25. Mai die Bischofsweihe erhielt. Dort ging er auch beträchtliche finanzielle Verpflichtungen gegenüber dem Papst ein. Am 21. Dezember 1360 weihte er einen Vorgängerbau des Fridolinsmünster in Säckingen.

1358 ernannte er seinen Bruder Wolfram zum weltlichen Verwalter des Bistums, der jedoch mehr das Wohl seiner Familie im Auge hatte. Nachdem das Bistum mit seinen Zahlungen beim Papst in Rückstand geriet, beauftragte dieser den Dompropst Felix Stucki und den Rat der Stadt Konstanz gegen Heinrich Stellung zu nehmen. Am 6./7. August 1363 wurde Stucki in Zürich ermordet. Zu den Tätern zählten Heinrichs Brüder Thüring und Wolfram. Als 1368 Heinrichs Neffe Wölfle auf dem Weg zu einem Turnier in Zürich von Konstanzer Bürgern erschlagen wurde, entbrannte ein Konflikt mit der Stadt Konstanz (1368–1372). Heinrich musste nach Grenoble fliehen und belegte die Stadt mit dem Interdikt. Die Stadt beschuldigte Heinrich daraufhin der Mitwisserschaft an der Ermordung seines Vorgängers und der Anstiftung zum Mord Stuckis. Daraufhin wurde Heinrich im April vom Papst seines Amtes enthoben und Johann Schadland als Administrator eingesetzt. Nachdem sich Heinrich und die Stadt Konstanz einigten, wurde er 1372 wieder eingesetzt.

In der Zeit des Schismas stand Heinrich zuerst auf der Seite Urbans VI., wechselte dann aber 1380 auf die Seite von Gregor XI. Kurz vor seinem Tode setzte ihn Urban VI. ab und ernannte Nikolaus von Riesenburg zu seinem Nachfolger.

Heinrich starb am 22. November 1383 in Klingnau. Das Domkapitel wählte am 27. Januar 1384 Heinrichs Neffen Mangold von Brandis zum Nachfolger.

Autorin/Autor: Veronika Feller-Vest
Erstmals erw. 1348, 22.11.1383 Klingnau, ​Konstanz. Sohn des Frh. Mangold I. und der Margarethe von Nellenburg. Bruder des Eberhard (->), Neffe des Mangold (->). Mönch, 1348-57 Abt von Einsiedeln, 1350 an der Beilegung des Marchenstreits mit Schwyz beteiligt. 1357-83 Bf. von Konstanz: Der Streit mit Konstanz um die Stadtherrschaft und jener um den Nachlass Bf. Johann Windlocks prägten seine Amtszeit. Die Ermordung des päpstl. Sachwalters in der Nachlassaffäre, des Dompropstes Felix Stucki, 1363, und die Fehde seiner Verwandten gegen Konstanz führten 1368 zum Krieg zwischen B. und der Stadt und 1371 zur Amtsenthebung B.', bis dieser 1372 Konstanz als Reichsstadt anerkannte. Im Schisma ernannte Papst Urban VI. 1383 Nikolaus von Riesenburg zum Bischof und enthob B. damit seines Amtes, das dieser finanziell ruiniert hinterliess. 
VON BRANDIS, Heinrich III. (I19235)
 
3105 Heinrich gehört zu den am wenigsten bekannten mittelalterlichen Königen Frankreichs, wofür das Fehlen einer ihm gewidmeten Biographie mitverantwortlich sein dürfte. Unter seiner Herrschaft nahm der Zerfall der königlichen Autorität gegenüber dem erstarkenden Lehnsadel zu, gegen den er lange Zeit anzukämpfen versuchte. Dies schlug sich unter anderem in seinem zu Lebzeiten beigegebenen, heute aber kaum bekannten, Beinamen Municeps nieder, der so viel wie „Unterwerfer“ bedeutet. Der Mönch Andreas von Fleury, der diesen Beinamen in den Miracula Sancti Benedicti festgehalten hatte, erklärte ihn wegen des ständigen Eroberns (sprich Unterwerfens) von Burgen, mit dem Heinrich zeit seines Lebens beschäftigt war. (FRANKREICH), König König Heinrich I. (I35545)
 
3106 Heinrich I. von Wolfratshausen gehörte der Familie der Grafen von Wolfratshausen, einer Seitenlinie von Dießen-Andechs benannt nach Wolfratshausen an.

Mit dem Welfen Heinrich dem Stolzen entwickelte sich eine eskalierende Fehde um die Regensburger Domvogtei. In einem Vergleich trat Heinrich I. die Grafschaft des Hochstifts rechts des Inns ab, konnte sich aber in Regensburg behaupten. Heinrich I. unterstützte den Staufer Konrad III. Er nahm 1147 am Zweiten Kreuzzug teil, von dem er vorzeitig wieder zurückkehrte. Für die vorzeitige Rückkehr ist eine Verteidigung Konrads gegenüber Papst Eugen III. gegen den Vorwurf der Untreue bekannt. 1150 unternahm Heinrich I. eine Pilgerfahrt nach Jerusalem. Er ließ sich als letzter Bischof im Kloster Sankt Emmeram bestatten. 
VON WOLFRATSHAUSEN, Heinrich I. (I40720)
 
3107 Heinrich II. von Sponheim war der älteste Sohn des Grafen Johann II. von Sponheim und dessen ersten Ehefrau Katharina von Vianden. Als Junge soll er in Italien kaiserlicher Hofrichter gewesen sein. Er heiratete im Januar 1315 Loretta von Salm, Tochter des Grafen Johann I. von Salm und der Jeanne von Joinville (einer Tochter des Lords Geoffrey de Geneville). Der Ehevertrag war schon drei Jahre zuvor unterzeichnet worden. Zur Zeit der Heirat war Loretta etwa 16 Jahre alt und Heinrich fast doppelt so alt. Das junge Paar lebte zunächst in Herrstein, da Heinrich die Burg Herrstein mit Zubehör von seinem Vater und dessen 2. Gemahlin Katharina von Ochsenstein zum Unterhalt erhalten hatte. In der Burg Herrstein wurden die Kinder vermutlich geboren. Später zog das Paar nach der Burg Alt-Wolfstein an der Lauter. Heinrichs II. Onkel, Propst Heinrich von Sponheim (zu Aachen, Utrecht u. Köln), hatte diese Burg mit Umland von Kaiser Heinrich VII. wegen seiner Verdienste in der Italienfahrt als Reichspfandgut erhalten, und stellte sie dem Paar zur Verfügung. Sie lebten etwa vier Jahre in Wolfstein, wonach Graf Heinrich II. im Alter von 40 Jahren starb. Er wurde neben seiner Mutter Katharina von Vianden im Kloster Himmerod beigesetzt. In seinem Grabstein findet sich eine Abbildung, die einen jungen, schlanken, lockenhaarigen Mann zeigt. Graf Johann II. lud 1323 die saynischen und jülicher Grafenverwandten, sowie seinen Lehnsmann Johann von Braunshorn als auch die Freunde Eberhard von Randeck und Volker von Starkenburg, für einen (Familien-)Rat über die Nachfolge in der Herrschaft ein. Er überlebte seinen Sohn etwa ein Jahr, wonach dessen Witwe Loretta die Regentschaft übernahm. Es ist zweifelhaft, ob Heinrich II. eine sponheimische Mitregentschaft seines Vaters jemals ausübte. (SPONHEIM-STARKENBURG), Heinrich II. (I54325)
 
3108 Heinrich III. von Küssenberg war der letzte Graf aus dem Geschlecht der Küssenberger, er war verheiratet mit einer Schwester des Rudolf von Habsburg, Kunigunde von Habsburg. Nachdem sie keine Kinder hinterlassen hatten, verkaufte er 1240 die Burg und Herrschaft an den Bischof von Konstanz, Heinrich von Tanne. Das Geschlecht der Küssenberger bestand jedoch weiterhin. Kunigunde heiratete danach (um 1250) den Ritter Otto II. von Ochsenstein aus dem Geschlecht der Ochsensteiner.  VON KÜSSENBERG, Heinrich III. (I35449)
 
3109 Heinrich IV. (* 11. November 1050 vermutlich in Goslar; † 7. August 1106 in Lüttich) aus der Familie der Salier war der älteste Sohn des Kaisers Heinrich III. und der Kaiserin Agnes. Ab 1053 war er Mitkönig, ab 1056 römisch-deutscher König und von 1084 bis zu seiner durch seinen Sohn Heinrich V. erzwungenen Abdankung am 31. Dezember 1105 Kaiser.

Heinrich war der letzte König des römisch-deutschen Mittelalters, der als Minderjähriger auf den Thron kam. Die Legitimation seiner Herrschaft sah er, wie sein Vater, vor allem im Gottesgnadentum begründet. Dies erschwerte die Zusammenarbeit mit den Großen des Reichs. Bereits in den letzten Regierungsjahren Heinrichs III. hatten Konflikte um die Teilhabe der Fürsten an der Herrschaft zu einer Krise geführt. Die Zeit der Unmündigkeit Heinrichs, als seine Mutter die Regierungsgeschäfte führte, nutzten die um Macht und Einfluss rivalisierenden Fürsten, um ihre eigenen Herrschaftsbereiche auszubauen.

Als Heinrich volljährig geworden war, versuchte er den Einfluss der Fürsten zurückzudrängen und die königlichen Herrschaftsrechte zu stärken. Er stützte sich dabei auch auf die Reichsministerialität, die sich zu einer neuen Funktionselite entwickelte. In Sachsen wollte Heinrich durch den Bau zahlreicher Burgen der königlichen Autorität wieder Geltung verschaffen und löste dadurch den Sachsenkrieg aus. Zeitlich parallel begannen die Auseinandersetzungen mit dem aufstrebenden Reformpapsttum um das Verhältnis zwischen geistlicher (sacerdotium) und weltlicher (regnum) Macht. Sie kulminierten im sogenannten Investiturstreit und führten 1076 zu Absetzung und Exkommunikation des Saliers durch Papst Gregor VII. Der Gang nach Canossa 1077, wo sich der König unterwarf und vom Bann gelöst wurde, gilt als Höhepunkt der Auseinandersetzung mit dem Papsttum. Als Reaktion auf die zunehmende Unzufriedenheit der Großen mit der Herrschaft Heinrichs wurden auf Fürstentagen die Gegenkönige Rudolf von Rheinfelden (1077–1080) und Hermann von Salm (1081–1088) gewählt.

Die krisenhaften Wandlungsprozesse in der Zeit Heinrichs IV. schmälerten vor allem die ideellen Grundlagen der Königsherrschaft. Die Vorstellung von einem durch dynastische Kontinuität legitimierten Königtum trat zurück. Das Prinzip der fürstlichen Teilhabe an der Herrschaft im Reich, das durch die Königswahl begründet wurde, und der Idoneitätsgedanke, die Frage nach der Eignung eines Kandidaten, gewannen an Bedeutung. Heinrichs Versuch, die salische Königsgrablege Speyer als Inbegriff des Zusammenhangs von Herrschaftsanspruch und Königsdynastie zu präsentieren, änderte daran letztlich nichts. Die Auseinandersetzung mit dem Reformpapsttum zeigte, dass der König nicht allein Gott verantwortlich war, sondern durchaus bereits auf Erden gerichtet, ja sogar abgesetzt werden konnte.

Nur wenige Herrscher des Mittelalters wurden von den Zeitgenossen so unterschiedlich beurteilt. Den Anhängern des salischen Königtums galt Heinrich IV. als Repräsentant des allein von Gott verliehenen Herrscheramtes, seinen Gegnern dagegen als Tyrann und als Verkörperung des Bösen schlechthin. In der Forschung wurde er seit dem 19. Jahrhundert oft als Märtyrer im Kampf des Königtums um eine starke Zentralgewalt gegen die übermächtigen Kräfte der gregorianischen Papstkirche und der deutschen Fürsten dargestellt. Die jüngere Forschung urteilt differenzierter, ohne jedoch einen Konsens gefunden zu haben. Die zahlreichen negativen Urteile der Zeitgenossen über Lebens- und Amtsführung des Königs werden unterschiedlich interpretiert, gelten jedoch grundsätzlich als Indikatoren für das in seiner Zeit herrschende politische Klima, das von Auseinandersetzungen geprägt war, die auf grundsätzliche Konfliktlinien zurückgingen. 
(HRR), Heinrich IV. (I39144)
 
3110 Heinrich Jacobi wurde 1725 als Sohn des Akzise-Einnehmers Johann Heinrich Jacobi in Eisleben geboren. Bereits mit 15 Jahren arbeitete er im Mansfeldischen Kupferschieferbergbau zu Friedeburg. Anschließend arbeitete er in den Kohlebergwerken bei Bitterfeld und bei Stollberg. 1751 war er zunächst Schichtmeister, später Grubenverwalter, auf einer Erzgrube im Elpetal. Ab 1759 wohnte seine Familie in Elpe. Durch Vermittlung seines Schwiegervaters Johann Conrad Ziller kam Jacobi 1760 als Bergverwalter zur Silberhütte Langhecke bei Weilburg. Ab 1765 war er kurfürstlich-trierischer Berginspektor in Koblenz. 1766 war er als Sachverständiger zehn Wochen in Saarbrücken tätig, um „auf Requisition Ihro Gnaden von Saarbrücken in dero Land die Kohlenbergwerke in bessere Verfassung zu bringen.“[1] In den Jahren 1769 und 1770 erbaute er im Auftrag des Trierer Kurfürsten Clemens Wenzeslaus von Sachsen die Sayner Hütte. Anschließend übernahm Jacobi die Leitung dieser Hütte. Jacobi war als Gutachter sehr gefragt. Im Rahmen seiner Gutachtertätigkeit besuchte er 1785 das Eisensteinbergwerk Biber bei Paderborn. 1789 wurde er für die Fürstäbtissin Maria Kunigunde von Essen gutachterlich tätig. JACOBI, Heinrich Daniel (I58840)
 
3111 Heinrich Philip Bartels: Chronik der Familie Pfeifer, um 1975 (nur im Familienkreis veröffentlicht)
Otto Pfeifer: Historisches Häuserbuch von Sommerau. Hinckel-Druck, Wertheim, Hg. Markt Eschau, Selbstverlag, 2010.
Otto Pfeifer: Die Geschichte der Pfarrei und der Kirchen St. Laurentius Sommerau. Hinckel-Druck, Wertheim, Hg. Markt Eschau, Selbstverlag, 2012.
Otto Pfeifer: Chronik der Familie Pfeifer Sommerau. Selbstverlag, 2017. 
PFEIFER, Eugen (I54548)
 
3112 Heinrich Quincke war der zweite Sohn des praktischen Arztes und Geheimen Medizinalrates Hermann Quincke, sein älterer Bruder war der Physiker Georg Hermann Quincke (1834–1924). Seine Familie zog kurz nach der Geburt Heinrichs[1] in die Reichshauptstadt Berlin. Er erlernte vor seinem Medizinstudium das Schreinerhandwerk.

Er studierte an der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin Medizin und absolvierte Gastsemester an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg sowie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. 1863 wurde er an der Charité bei dem Pharmakologen Mitscherlich zum Doktor der Medizin promoviert. Er arbeitete ab 1865 bei dem Physiologen Ernst Wilhelm Ritter von Brücke an der Universität Wien und wurde 1866 für ein Jahr Assistent des Chirurgen Robert Friedrich Wilms im Bethanien (Berlin). Studienreisen führten ihn zudem nach Paris und London. Bis 1871 war er Assistenzarzt bei Friedrich Theodor von Frerichs an der Berliner Charité. 1870 habilitierte er sich bei ihm für Innere Medizin. Im Jahr 1873 folgte er dem Ruf der Universität Bern auf den Lehrstuhl für Innere Medizin und übernahm die Leitung der Medizinischen Klinik des Inselspitals.

1874 heiratete er in Britz bei Berlin Bertha Wrede,[2] Tochter der Bertha Tölke und des Fabrikanten Julius August Wilhelm Werde, Eigentümer von Schloss Britz.

1878 wechselte er als ordentlicher Professor an die Christian-Albrechts-Universität Kiel, wo er ebenfalls Direktor der Medizinischen Klinik wurde. Mit dem ebenfalls in Kiel tätigen Friedrich von Esmarch geriet er in Streitigkeiten.[3] 1900/01 war er Rektor der Universität.[4] Wie sein Vater erhielt er den Charakter als Geheimer Medizinalrat. 1908 wurde er emeritiert. Sein letzter Wohnsitz war Frankfurt am Main, wo er als Honorarprofessor Vorlesungen hielt.

Wirken
Quincke forschte auf verschiedenen Gebieten der Medizin. Neben der Inneren Medizin förderte er neue Erkenntnisse in der Neurologie und Lungenchirurgie. 1868 erkannte er den Zusammenhang zwischen Aorteninsuffizienz und der Pulsation in den Kapillargefäßen der Haut (Quinckescher Kapillarpuls). Als Erster beschrieb er die Gestaltveränderungen der roten Blutkörperchen (Poikilozytose) bei der perniziösen Anämie. Er erfand technische Geräte zur Verbesserung der Krankenpflege (Schwitzbett, Abkühlung auf Wasserkissen, drehbare Lufthütten für Lungenkranke). Als „Quincke-Lagerung“ führte er die Tief- oder Seitenlagerung des Oberkörpers bei Lungenkranken mit Bronchiektasien zur besseren Abhustung ein.[5]

Die Lumbalpunktion, welche er 1891 als Erster[6] erfolgreich durchgeführt und exakt beschrieben[7] hat, setzte er zunächst therapeutisch zur Herabsetzung des intrakraniellen Drucks ein. Quincke berichtete darüber in seiner Veröffentlichung Lumbalpunktion des Hydrozephalus. Er erkannte auch die Bedeutung des Liquor cerebrospinalis. In sozialpolitischen Schriften gab er Vorschläge zur Verbesserung des Medizinstudiums und zur Konsolidierung des Arztberufes.

Für die Medizingeschichte bedeutend war auch die Erfindung der nach ihm benannten Quincke-Kanüle für die therapeutische und diagnostische Lumbalpunktion. Ab 1874 war sein Hauptforschungsgebiet die Pulmologie. 1882 beschrieb er erstmals das klinische Bild des Angioödems, das nach ihm benannte Quincke-Ödem.

Die Quincke-Straße im Kieler Stadtteil Wik wurde nach ihm benannt.

Ehrungen
1883 wurde Quincke zum Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina gewählt.[8]

Schriften (Auswahl)
Zur Physiologie der Cerebrospinalflüssigkeit. In: Arch. Anat. Physiol. wiss. Med. Jahrgang 1872, S. 153–177.
Concerning the acute localized oedema of the skin. In: Monatsh. Prakt. Derm 1882, 1, S. 129–131.
Die Lumbalpunktion des Hydrocephalus. In: Berliner klinische Wochenschrift. Band 28, 1891, S. 929–965.
mit Carl Garrè: Grundriß der Lungenchirurgie. Jena 1903. 
QUINCKE, Heinrich Irenaeus (I55387)
 
3113 Heinrich Raspe I. war der dritte Sohn von Graf Ludwig der Springer und dessen Gemahlin Adelheid von Stade und der Bruder Ludwigs I., der 1131 zum Landgrafen von Thüringen erhoben wurde.
1123 heiratete Heinrich Kunigunde von Bilstein, die Witwe des hessischen Gaugrafen Giso IV. von Gudensberg. Dadurch und durch die Nähe seines Hauses zum späteren Kaiser Lothar III., der auch 1131 Heinrichs Bruder Ludwig zum Landgrafen von Thüringen erhob, erlangte er das Amt des Reichssturmfähnrichs (signifer regis), welches zuvor als Erbamt der Grafen Werner von Grüningen mit der Grafschaft Maden/Gudensberg an die Gisonen gekommen war. Raspes unmündiger Stiefsohn Giso V. konnte das Amt noch nicht ausüben.

Kunigunde verwaltete als Regentin die hessischen Grafschaften ihres minderjährigen Sohnes Giso V., und Heinrich wurde 1130 erstmals als Graf von Gudensberg genannt. Er wurde im selben Jahr ermordet und im Kloster Reinhardsbrunn bestattet.

Auf Grund von Heinrichs Ehe mit Kunigunde und der seines Bruders Ludwig mit Kunigundes Tochter Hedwig von Gudensberg fielen nach dem Tod des letzten Gisonen, Kunigundes Sohn Giso V. (1137), und dem seiner Mutter (1140) die ausgedehnten gisonischen und Bilsteiner Besitzungen und Lehen an die Ludowinger, die damit ihren Herrschaftsbereich auf große Teile Hessens ausweiten konnten. 
RASPE, Heinrich I. (I40744)
 
3114 Heinrich Reimer war der Sohn des Verlegers und Buchhändlers Dietrich Reimer und seiner Frau Henriette Hirzel. Er war ein Enkel des Verlegers Georg Andreas Reimer sowie ein Neffe des Verlegers Salomon Hirzel. Er war ein Schwager des Geologen Emanuel Kayser sowie des Physikers Heinrich Kayser sowie ein Neffe des Historikers und Literaturnobelpreisträgers Theodor Mommsen[2].

Heinrich Reimer studierte Geschichte an den Universitäten Berlin, Bonn und Zürich. An der Universität Bonn wurde er 1870 zum Dr. phil. promoviert.

Im Jahr 1873 trat er beim Generallandesarchiv Karlsruhe als Hilfsarbeiter in den Archivdienst ein. 1875 wechselte er an das Staatsarchiv Marburg (zunächst als Archivhilfsarbeiter, dann als Archivassistent, 1876 Archivsekretär, 1879 Archivar 2. Klasse, 1885 Archivar 1. Klasse, 1889 Archivrat, 1902 Geheimer Archivrat).

Am 4. Juli 1879 heiratete er in Berlin die Malerin Marie Kayser, verheiratete Reimer.

Im Oktober 1903 wurde er Leiter, 1906 Direktor des Preußischen Staatsarchivs Koblenz. Von Oktober 1912 bis zu seinem Ruhestand im September 1914 war er Direktor des Staatsarchivs Marburg.

Heinrich Reimer war Mitarbeiter der Monumenta Germaniae Historica und der Allgemeinen Deutschen Biographie.

Schriften (Auswahl)
(Bearb.): Hessisches Urkundenbuch. Abt. 2: Urkundenbuch zur Geschichte der Herren von Hanau und der ehemaligen Provinz Hanau. Vier Bände (= Publikationen aus den k. preußischen Staatsarchiven, Bde. 48, 51, 60 u. 69). Hirzel, Leipzig 1891–1897.
Das Königliche Schloss zu Coblenz. Ein geschichtlicher Führer. 2. Aufl. Groos, Koblenz 1907.
Verfall der Deutschordensballei Koblenz im 15. Jahrhundert. In: Trierisches Archiv, Bd. 14 (1907), S. 1–42.
Einwirkung der Reformation auf Coblenz im 16. Jahrhundert. In: Monatshefte für rheinische Kirchengeschichte, Bd. 5 (1911), S. 267–286.
Kirchenbücher aus den Regierungsbezirken Coblenz und Trier (= Mitteilungen der Preußischen Archivverwaltung, H. 22). Hirzel, Leipzig 1912.
(Bearb.): Historisches Ortslexikon für Kurhessen (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen und Waldeck, Bd. 14). Elwert, Marburg 1926 (Neudruck 1974, ISBN 3-7708-0510-0). 
REIMER, Heinrich Georg (I59851)
 
3115 Heinrich stammte aus der Familie der Grafen von Werl und war Bruder der Grafen Ludolf von Werl und Konrad von Werl-Arnsberg. Wegen seiner ansehnlichen Gestalt wurde er auch Hermelin genannt. Als nachgeborener Sohn war Heinrich für die kirchliche Laufbahn vorgesehen. Er wurde Propst des Stifts St. Simon und Judas bei der Kaiserpfalz zu Goslar.

Wie seine Familie war er während der Herrschaft von Heinrich IV. Parteigänger des Kaisers. Einen Teil seines Erbes veräußerte Heinrich an seinen Bruder Konrad, um so genügend Mittel für den Erwerb des Bischofsamts in Paderborn zu haben. Vermittelt von seinem Bruder erkannten ihn der Kaiser und der Gegenpapst Clemens III. als Bischof 1084 an, ohne dass das Domkapitel beteiligt gewesen war. Dieses hatte inzwischen bereits Heinrich von Assel gewählt, der auch durch Papst Gregor VII. anerkannt worden war. Gestützt nicht zuletzt auf die militärische Macht seiner Familie gelang es Heinrich sich in gewaltsamen Auseinandersetzen gegen den Konkurrenten durchzusetzen.

Auch später wurde er im Zusammenhang mit den politischen Ereignissen im Reich mehrfach zeitweilig abgesetzt. Allerdings konnte er sich letztlich behaupten.

Von regionalgeschichtlicher Bedeutung ist, dass unter Heinrich die Vogteirechte über das Bistum Paderborn von seiner Familie auf die Familie von Schwalenberg überging. In den Urkunden wird Heinrich als erster Bischof von Paderborn als Princeps bezeichnet.

Heinrich von Werl galt als menschenfreundlich und als eifriger Geistlicher. Er trat besonders als Förderer des Abdinghofklosters und des Klosters Helmarshausen hervor.

Für den Paderborner Dom stiftete Heinrich einen Tragaltar und ließ sich selbst zusammen mit dem Vorgänger Meinwerk von Paderborn auf der Deckelplatte abbilden. Der Altar gilt als Schlüsselwerk des Rogerus von Helmarshausen. Mit ihm begann sich die Kunst der Romanik auch im nordwestdeutschen Raum durchzusetzen. Diese Stiftung diente nicht nur frommen Zwecken, sondern der kaiserliche Bischof stellte sich damit in eine Kontinuitätslinie zu Meinwerk und nutzte das Kunstwerk so zur Legitimation. 
VON WERL, Heinrich (I39681)
 
3116 Heinrich Theodor Wuppermann[1] (* 16. März 1835 in Barmen-Scheuren, heute Stadtteil von Wuppertal; † 9. August 1907 in Schlebusch) war ein deutscher Landwirt und Unternehmer in der Montanindustrie.

Leben
Heinrich Theodor Wuppermann war ein Sohn des Kaufmanns und Unternehmers Carl Theodor Wuppermann (1809–1889) und dessen Ehefrau Emma Wuppermann, geborene Scheibler, aus der Tuchmacher-Familie Scheibler. Er wuchs in dem väterlichen Haus zur Schüren auf. Nach dem Besuch der Realschule absolvierte er in Abweichung von der Familientradition eine zweijährige landwirtschaftliche Ausbildung in Ramelow in Pommern. Er arbeitete dann als Inspektor und Oberinspektor auf verschiedenen Gutshöfen, bis er 1864 das heruntergekommene Gut Neukünkendorf bei Angermünde kaufte und erfolgreich bewirtschaftete. 1868 heiratete er in Berlin Charlotte Luise Deutsch (1840–1917) aus Brandenburg an der Havel, Tochter des Direktors einer Mädchenschule.[2] 1871 nach dem Deutsch-Französischen Krieg verkaufte er das Gut an einen jungen Offizier.

Im Jahr 1872 erwarb Theodor Wuppermann in Oberbilk bei Düsseldorf ein Stahlwerk mit einem Puddelofen und einer Luppen-Schmiede und schuf damit den Ausgangspunkt für die heutige Wuppermann AG. 1878 übernahm er den Walz- und Schmiedebetrieb des Kölners Heiderich in Manfort.[3] 1879 verkaufte er das Werk in Oberbilk und verlegte sein Unternehmen nach Schlebusch.[4]


Villa Wuppermann in Schlebusch, Mülheimer Straße 14
1885 kaufte Wuppermann die Villa des Mülheimer Tuchfabrikanten Christoph Andreae, ein zweigeschossiges Haus im Schweizer Landhausstil mit Landschaftsgarten nach englischem Vorbild, und wohnte dort.[5][6]

Literatur
J. H. C. Scheibler: Geschichte und Geschlechts-Register der Familie Scheibler. Köln 1895, S. 75 f.
Walter Dietz: Chronik der Familie Wuppermann. Band 2, Leverkusen-Schlebusch 1965, S. 105 ff.
Walter Dietz: Heinrich Theodor Wuppermann. In: Wuppertaler Biographien, 1. Folge. (= Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde des Wuppertals, Band 4) Born-Verlag, Wuppertal 1958, S. 103–107. 
WUPPERMANN, Heinrich Theodor (I47777)
 
3117 Heinrich VI. aus dem Geschlecht der Staufer (* November 1165 in Nimwegen; † 28. September 1197 in Messina) war ab 1169 römisch-deutscher König und ab 1191 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Von 1194 bis zu seinem Tod war er de iure uxoris (aus dem Recht der Ehefrau) zugleich König von Sizilien.

Heinrich war der zweite Sohn von insgesamt elf Kindern aus der Verbindung Friedrich Barbarossas mit Beatrix von Burgund. Er heiratete 1186 Konstanze, die als Tochter des Normannenkönigs Roger II. von Sizilien Tante und Erbin des Normannenkönigs Wilhelm II. war. In den letzten Lebensjahren seines Vaters wirkte Heinrich zunehmend eigenständig. Nach dem Tod seines Vaters war er in Konflikte mit dem Welfen Heinrich dem Löwen verwickelt. Erst 1194 gelang ein endgültiger Ausgleich mit den Welfen. In Sizilien wurde nach dem Tod Wilhelms II. unter Missachtung von Konstanzes Thronansprüchen Tankred von Lecce zum König erhoben. Der Versuch der Eroberung Siziliens auf einem Italienzug im Jahr 1191 scheiterte vor Neapel.

Einer Fürstenverschwörung, deren Anlass die Streitigkeiten um die Besetzung des Lütticher Bischofsstuhls war, konnte Heinrich erfolgreich mit der Gefangennahme des englischen Königs Richard Löwenherz begegnen. Gestützt auf eine immense Lösegeldzahlung und den Lehnseid Richards glückte Heinrich im Jahr 1194 die Eroberung Siziliens. In den Jahren 1195 und 1196 versuchte Heinrich, das Reich in eine Erbmonarchie umzuwandeln. Er scheiterte jedoch am Widerstand der Reichsfürsten. Auch die endgültige Vereinigung Siziliens mit dem Reich konnte Heinrich wegen der ablehnenden Haltung der Kurie nicht durchsetzen. Heinrich starb während der Vorbereitungen zu einem Kreuzzug, dessen Ziel in Verbindung mit der Eroberung Jerusalems womöglich auch die Eroberung des Byzantinischen Reichs war.[1]

Betonte die ältere Forschung noch Heinrichs machtpolitische Erfolge und stellte seine Herrschaft als den Höhepunkt der staufischen Herrschaftsgewalt dar, so gab es in jüngerer Zeit Zweifel, ob diese Sicht gerechtfertigt sei. Neben der Überforderung der machtpolitischen Möglichkeiten eines auf persönliche Präsenz des Herrschers angewiesenen Reisekönigtums, das mit dem Zugewinn Süditaliens und der Sicherung der Reichsrechte in Oberitalien den deutschen Raum nicht mehr vollständig kontrollieren konnte, wird auch auf den Rückzug der Reichsfürsten aus dem direkten Umfeld des Herrschers und ihre Ersetzung durch die Reichsministerialität verwiesen. 
(HRR), Heinrich VI. (I39165)
 
3118 Heinrich von Limburg wurde 1101 von Kaiser Heinrich IV. zum Herzog von Niederlothringen ernannt. Im Machtkampf zwischen dem Kaiser und dessen Sohn (Heinrich V.) blieb er dem alten Kaiser treu, wodurch er 1106 die Herzogswürde an Graf Gottfried I., Graf von Löwen, verlor. In der Folgezeit kam es zwischen den Häusern Limburg-Arlon und Löwen-Brabant vereinzelt (1106, 1128 und 1140) zu Kämpfen um den Titel und das Amt des Herzogs von Niederlothringen. 1128 erhielt Heinrichs I. Sohn, Walram Paganus von Limburg (1119–1138), den Titel von Kaiser Lothar III. Im Jahr 1138 verlieh Konrad III. ihn wieder dem Brabanter Gottfried I. Nach dessen Tod, im Jahr 1139 folgte ihm sein Sohn Gottfried II. von Löwen, was zu einer heftigen, militärischen, letztlich aber fruchtlosen, Reaktion durch Walrams Sohn Heinrich II. im Jahr darauf (1140) führte. Erst 1165 wird diesem der Titel Herzog von Limburg von Friedrich I. Barbarossa endgültig anerkannt werden.

Zur Herkunft Heinrichs
Die ersten Generationen des Hauses Limburg-Arlon sind nicht, wie in der Literatur[1] lange Zeit fälschlicherweise angegeben, die Folge Walram I. – Walram II. – Heinrich I. Die ältere Forschung vermischte fälschlicherweise die beiden Grafen Walram II. von Arlon und Udo von Limburg zu einer einzigen Person Walram-Udo.

Die Arbeiten von Kuppers und Hlawitschkas zeigen, dass Heinrich I. der Sohn des Grafen Udo von Limburg und Judith/Jutta, der Erbtochter des Herzogs von Niederlothringen und Gründers von Limburg, Friedrich II. von Niederlothringen aus dem Hause der Wigeriche, ist.[2][3]

Die Zusammenführung der Grafschaften Arlon und Limburg erfolgt daher über Heinrich I., der als Sohn Udos von Limburg in erster Ehe die Erbtochter Walrams II. von Arlon heiratete.[4][3] Diese ist Mutter von Walram III. Paganus von Limburg, der das Haus Limburg fortsetzte. 
(LIMBURG), Heinrich I. (I52281)
 
3119 Heinrich war der älteste Sohn des Markgrafen Heinrich I. von Baden-Hachberg und der Agnes von Urach, einer Tochter des Grafen Egino IV. von Urach. 1231 folgte er – unter Vormundschaft seiner Mutter stehend – seinem Vater nach und nahm als Erster der Linie den Titel „Markgraf von Hachberg“ an. 1232 gelang es, die Herrschaft Sausenburg vom Kloster Sankt Blasien zu erwerben. Bald nach dem Kauf wurde die Sausenburg errichtet, die bereits 1246 urkundlich bestand.[1] Er stritt mit den geistlichen Gewalten seines Bereiches und den Grafen von Freiburg wegen verschachtelter Rechts- und Besitzverhältnisse und nahm nach 1250 teil am Streit um Staufer- und Reichsgut, um seine Territorialherrschaft zu arrondieren. Er unterstützte jahrelang Graf Rudolf von Habsburg gegen die Bischöfe von Basel und Straßburg und war 1273 auch Stütze für dessen Königtum. Er half ihm unter anderem gegen die Linie Baden und im Krieg gegen Böhmen in der Schlacht bei Dürnkrut. Er war Gönner der Klöster Tennenbach und Adelhausen.[2] Heinrich dankte um 1293[3] ab, um Deutsch-Ordensritter zu werden. (BADEN-HACHBERG), HEINRICH (I40226)
 
3120 Heinrich war der letzte in Kärnten regierende Eppensteiner.
Heinrich war der dritte Sohn Markwarts IV. von Eppenstein und der Liutbirg von Plain, Tochter von Graf Liutold II.

Als 1090 sein Bruder Liutold kinderlos gestorben war, wurde er von Kaiser Heinrich IV. mit dem Herzogtum Kärnten betraut. Wegen der schleichenden Entfremdung Liutolds gegenüber dem Kaiser in den letzten Jahren musste Heinrich III. aber etliche Dämpfer und Abstriche hinnehmen: Der Kaiser verhinderte es nicht, dass die eher papsttreuen Spanheimer 1091 die Gründung ihres Familienstifts St. Paul im Lavanttal abschließen konnten, wogegen für das Eppensteiner Familienstift St. Lambrecht, das für die Festigung der eppensteinschen Herrschaft als geistiges Zentrum äußerst wichtig war, noch etliche politische Hürden zu nehmen waren – die St. Lambrechter Gründung sollte erst 1103 (Installation des Reform-Abtes Hartmann) bzw. 1109 (päpstliche Bestätigung durch Paschalis II.) und 1114 (kaiserliche Bestätigung durch Heinrich V.) abgeschlossen sein.

Außerdem kam die Mark Krain an Aquileia (1093), die Vogtei Aquileia musste Heinrich abtreten (1093, aber eher erst 1101/02) und Istrien bekam einen neuen Markgrafen (1093).

1097 halfen Herzog Heinrich III. und sein Bruder Ulrich, Patriarch von Aquileia, Herzog Welf bei der Sicherstellung seines lombardischen Erbes. 1105 stellte er sich auf die Seite Heinrichs V. und zog mit ihm 1108 gegen die Ungarn und 1110/11 zur Kaiserkrönung nach Italien.

1122, ein Jahr nach dem Tod seines Bruders Ulrich, starb auch Heinrich; mit ihm erlosch das Geschlecht der Eppensteiner, die Besitzungen vom Semmering bis zum Tagliamento ihr Eigen nannten. Er ist im Familienstift St. Lambrecht bestattet.

Heinrichs Nachfolger als Kärntner Herzog wurde sein Spanheimer Taufpatenkind Heinrich IV., seine reichen Besitzungen erbten die Traungauer Markgrafen der Kärntner Mark. 
(KÄRNTEN), Heinrich III. (I39643)
 
3121 Heinrich war der Sohn des Grafen Gottfried I. von Cuyk und der Ida von Werl-Arnsberg, der Erbtochter Graf Friedrichs Mit seiner Frau Ermengard hatte er vier Kinder. Die Tochter Adelheid war Äbtissin des Damenstifts Meschede. Eine zweite Tochter mit unbekanntem Namen heiratete Thiemo II. Graf von Soest-Hoenrode (anderswo wird ein Otto von Bentheim genannt). Hinzu kam der erstgeborene Sohn, Heinrich II. genannt. Dieser wurde verschiedentlich als Graf von Arnsberg bezeichnet. Das eigentliche Erbe als regierender Graf trat allerdings der zweite Sohn, der spätere Gottfried II., an.

Erste Regentenjahre
Noch zu Lebzeiten seines Vaters führte Heinrich 1145 eine Fehde mit dem Grafen Volkwin von Schwalenberg-Waldeck. Der Hintergrund war, dass sich die Ansässigen um das Kloster Obermarsberg gegen den dortigen Abt aufgelehnt hatten. Während dieser mit dem Waldecker ein Bündnis abschloss, wurden die Einwohner von Heinrich unterstützt, dem sie die Tore öffneten. Ziel Heinrichs war es, die strategisch wichtige Siedlung an der Stelle der alten Eresburg in seinen Besitz zu bringen. Die Pläne zerschlugen sich, nachdem die Gegner die Befestigungen gestürmt und Heinrich zum Abzug gezwungen hatten.

In den nächsten Jahren weilte Heinrich wie schon sein Vater an der Seite der Kaiser. Als im April 1152 Friedrich Barbarossa in Soest war, befand sich in seiner Umgebung Henricus comes de Arnesberg, im selben Jahr war sein Bruder Friedrich im kaiserlichen Hoflager in Köln. Daneben war der Graf auch in der Umgebung von Erzbischof Rainald von Dassel und seines Verwandten Heinrich des Löwen anzutreffen.

Brudermord
Aus der ersten Ehe seiner Mutter hatte Heinrich einen Halbbruder gleichen Vornamens, Heinrich von Cappenberg. Dieser hatte möglicherweise Erbansprüche auf die Grafschaft Rietberg als einer selbstständigen Herrschaft erhoben. Heinrich von Arnsberg ließ Heinrich von Cappenberg gefangen nehmen, 1165 starb er im Kerker.

Daraufhin wurde des Brudermordes beschuldigt. Der Erzbischof von Köln und Heinrich der Löwe (in seiner Eigenschaft als Herzog von Sachsen) traten als Rächer auf. Ihnen schlossen sich weitere Bischöfe Westfalens an. Zusammen belagerten sie 1166 die Burg Arnsberg. Diese wurde erobert und zerstört.

Heinrich konnte entkommen und schaffte es, seine Herrschaft durch Selbstdemütigung vor dem Kölner Erzbischof zu behaupten. Er musste dem Erzbischof erhebliche Zugeständnisse machen und war, wenn auch nicht de jure, so doch de facto seitdem ein Vasall des Erzbischofs. Zur Sühne gründete Heinrich außerdem das Prämonstratenserstift Wedinghausen, das positiv zur Entwicklung der Region beitrug.

Grenzen der Selbstständigkeit
An der gewalttätigen Politik Heinrichs änderte dies zunächst wenig. Im Jahr 1172 ließ er seinen Schwiegersohn gefangen nehmen, der ebenfalls Ansprüche an ihn stellte. Erst nachdem dieser versprochen hatte, außer seiner Mitgift nichts mehr zu fordern, wurde er freigelassen. Für Heinrichs übersteigerten Machtanspruch spricht auch, dass er sich in einer Urkunde von 1175 als von Gottes Gnaden Graf zu Arnsberg bezeichnete.

Allerdings fielen in die Zeit Heinrichs für die zukünftige Entwicklung der Grafschaft nachteilige Entwicklungen. Als Folge des Konflikts mit Friedrich Barbarossa verlor Heinrich der Löwe das Herzogtum Sachsen. Als Herzogtum Westfalen fielen Teile davon an den Erzbischof von Köln. Anders als die Sachsenherzöge, die sich in die Herrschaft der Grafen und anderen Adeligen kaum eingemischt hatten, begannen die Erzbischöfe in Westfalen eine eigene Territorialherrschaft zu etablieren. Damit nahm mittelfristig der Druck des Erzbistums auf die Grafschaft Arnsberg weiter zu, zumal die Bischöfe an den Grenzen befestigte Burgen und Städte errichten ließen. Auch wenn die Grafschaft Arnsberg sich behaupten konnte, gab der Herzogstitel den Kölner Bischöfen doch erhebliche Rechte auch innerhalb des Arnsberger Territoriums. So konnten sie zur Wahrung des Landfriedens die Neuanlage von Burgen und Stadtgründungen untersagen. Die Gelnhäuser Urkunde, mit der Heinrich der Löwe seine herzoglichen Rechte verlor, wurde auch von Graf Heinrich gesiegelt. Er unterstützte sogar in der Folgezeit den Erzbischof, als sich Heinrich der Löwe weigerte, die Bedingungen anzuerkennen.

Letzte Jahre
Im Jahr 1185 schenkte Graf Heinrich dem Stift Wedinghausen beträchtlichen Besitz wie das Eichholz, das unmittelbar an das Kloster angrenzte, den Hof Evenho, den Hof Rumbeck und andere Ländereien. Gleichzeitig übertrug er die Herrschaft an seinen Sohn Gottfried. Im Jahr 1187 war Heinrich beim Reichstag in Worms anwesend und diente Kaiser Friedrich Barbarossa als Zeuge bei der Ausstellung von Urkunden. Später trat Heinrich als Laienbruder in das von ihm gestiftete Kloster ein und starb dort am 4. Juni 1200. 
(ARNSBERG), Heinrich (I52289)
 
3122 Heinrich war der Sohn des Grafen Siegfried von Luxemburg († 998) vom Moselgau und der Hadwig († 992). Er stand schon mit Kaiser Otto III., den er auf einer Reise nach Venedig begleitete, in engerer Verbindung und verdankte wohl dessen Gunst noch bei Lebzeiten seines Vaters die Verwaltung des großen Ardennengaues. Zwischen 993 und 996 erhielt er die Vogtei der reichen Abtei St. Maximin in Trier, später auch die Vogtei des Klosters Echternach. Heinrichs Schwester Kunigunde war verheiratet mit König Heinrich II. († 1024), durch dessen Gunst er am 21. März 1004 das Herzogtum Bayern erhielt. Im selben Jahr nahm Heinrich an einem Feldzug gegen Boleslaw I. Chrobry teil. Im Jahre 1008 erhob er sich gegen seinen Schwager König Heinrich II. und wurde 1009 abgesetzt. Er wurde im Dezember 1017 nach Fürsprache der Erzbischöfe Heribert von Köln und Poppo von Trier erneut als Herzog von Bayern eingesetzt. Heinrich setzte sich nach dem Tod Kaiser Heinrichs II. für die Wahl des Saliers Konrad II. zum deutschen König ein.

Er wurde vermutlich in Osterhofen in Niederbayern beigesetzt. 
VON LUXEMBURG, Heinrich I. (I36991)
 
3123 Heinrich war der Sohn Herzog Heinrichs I. von Bayern und dessen Ehefrau Judith sowie Neffe des römisch-deutschen Kaisers Otto I.

Unter Vormundschaft seiner Mutter Judith folgte Heinrich vierjährig seinem Vater als Herzog von Bayern. Seine ältere Schwester Hadwig wurde 954 mit Burchard III., Herzog von Schwaben, vermählt. Heinrich vermählte sich 972 mit Gisela von Burgund, einer Nichte von Kaiserin Adelheid. Heinrich hatte also beste Verbindungen mit den gesamten Herrscherfamilien im Süden des Reiches. Bayern, Schwaben und das Königreich Burgund bildeten eine ernst zu nehmende Zentralisierung politischer Macht, der sich Kaiser Otto II. zu erwehren hatte.

Als zentrales Jahr seiner Laufbahn sticht das Jahr 973 hervor: Nicht nur Kaiser Otto I. starb, sondern auch Heinrichs Schwager Herzog Burchard III. Die Ehe seiner Schwester Hadwig mit ihm blieb kinderlos und damit war kein legitimer Nachfolger für das Herzogtum Schwaben vorhanden. Als Bruder der Herzogswitwe konnte Heinrich deswegen durchaus begründet Anspruch auf das Herzogtum Schwaben erheben, zumal im selben Jahr sein ältester Sohn Heinrich geboren wurde. Ebenfalls im Jahre 973 überging Heinrich das Recht der Investitur des Kaisers und setzt seinen luitpoldingischen Vetter Heinrich auf den Bischofsstuhl von Augsburg. Kaiser Otto II. wird die weitreichenden Ambitionen seines Vetters erahnt haben und überging jetzt seinerseits die Ansprüche Heinrichs. Darum besetzte er den schwäbischen Dukat im November 973 mit seinem Neffen Otto, dem Sohn Liudolfs. 
VON BAYERN, Heinrich II. der Zänker (I36237)
 
3124 Heinrich war der Sohn von Herzog Heinrich IX. dem Schwarzen von Bayern und Wulfhild von Sachsen und älterer Bruder von Welf VI. Aus seiner Ehe mit Gertrud von Sachsen, Tochter König Lothars III. von Supplinburg vom 29. Mai 1127, ging Heinrich der Löwe hervor.

Durch die Ehe mit Gertrud von Sachsen, Kaiser Lothar III. von Supplinburgs einziger Tochter, erhielt Heinrich nach dessen Tod die supplinburgischen, braunschweigischen und northeimischen Allodialgüter in Sachsen. Hier zeigen sich die Anfänge welfischer Machtausdehnung im Norden des Reiches, wovon memorialgeschichtlich auch die zwischen 1132 und 1137 in Lüneburg entstandene sächsische Welfenquelle Zeugnis ablegt. Heinrich unterstützte Lothar im Kampf gegen die Staufer und begleitete ihn 1136/37 auf dessen zweiten Italienzug. Hierbei wurde Heinrich mit der Markgrafschaft Tuszien belehnt und erhielt vom Papst die Mathildischen Güter. 1137 verlieh ihm Lothar kurz vor seinem Tod auch das Herzogtum Sachsen und designierte ihn zu seinem Nachfolger. Nach Otto von Freising rühmte er sich nach der Einsetzung zum Herzog von Sachsen, dass seine Besitzungen von Dänemark bis Sizilien reichten: „A mari usque ad mare, id est a Dania usque in Siciliam.“[1]

Dennoch wurde – wohl aufgrund Heinrichs hochfahrenden Wesens und seiner bisherigen Machtfülle – nicht er, sondern der Staufer Konrad III. gewählt. Heinrich lieferte Konrad zwar die von Lothar empfangenen Reichskleinodien aus, weigerte sich jedoch – wie von Konrad gefordert – auf eines seiner Herzogtümer zu verzichten. Als Heinrich auch noch die Huldigung des neuen Königs verweigerte, ächtete Konrad ihn, gab Bayern an Leopold IV. von Österreich, Sachsen an Albrecht den Bären. Heinrich konnte sich in Sachsen jedoch gegen alle Angreifer und selbst gegen König Konrad behaupten, starb aber am 20. Oktober 1139 plötzlich in Quedlinburg. Er wurde neben seinen Schwiegereltern Lothar III. und Richenza von Northeim im Kaiserdom Königslutter bestattet. In der Regensburger Kaiserchronik der 1140er Jahre wird Heinrich hochgeachtet.[2] 
(BRAUNSCHWEIG), Heinrich ´der Stolze` (I15341)
 
3125 Heinrich war ein nachgeborener Sohn von Konrad II. von Werl-Arnsberg und der Mutter Mechthild/Mathilde, eine Tochter des Bayernherzogs Otto von Northeim und der Richenza.

Haupterbe wurde nach dem Tod des Vaters 1092 sein Bruder Friedrich. Heinrich wurde mit der Grafschaft Rietberg und der Vogtei über das Bistum Paderborn abgefunden. Bischof war zu dieser Zeit sein Onkel Heinrich II. von Werl. In einer Urkunde des Bischofs aus dem Jahr 1100 wird er ausdrücklich als Graf von Rietberg bezeichnet.

Er heiratete 1106 Beatrix von Hildrizhausen, die Witwe Gottfrieds (I.) von Cappenberg. Ihr Großvater Otto von Schweinfurt war um 1050 Herzog von Schwaben. Aus der Ehe ging die Tochter Elika hervor. Diese heiratete den Grafen Egilmar von Oldenburg.

Heinrich handelte als Graf von Rietberg in Einvernehmen mit seinem Bruder Friedrich. Zusammen mit diesem nahm er 1111 am Romzug Heinrich V. teil. Die Brüder hielten sich dabei in der engsten Umgebung des Kaisers auf. Heinrich gehörte zu einer Gruppe von Geiseln, die der päpstlichen Seite zur Absicherung geschickt wurde.

Um 1114 schlossen sich die Brüder dann der Opposition gegen Heinrich V. an. Im Juni 1114 belagerte das Heer der Aufständischen die von den Kaiserlichen besetzte Festung Deutz.[1] Ihr Aufgebot fiel dem überlegenen Heer des Kaisers in der Schlacht von Jülich in den Rücken und wendeten so den Ausgang der Schlacht. Heinrich starb in der Schlacht am Welfesholz 1116. 
(RIETBERG), Heinrich (I52344)
 
3126 Heinrich wird auch als Heinrich I. von Burgund bezeichnet zur Unterscheidung von Heinrich II. von Burgund, dem Sohn König Roberts II., der um 1016 von seinem Vater zum Herzog von Burgund eingesetzt wurde und 1031 dessen Nachfolger als König von Frankreich wurde (als König von Frankreich Heinrich I.). Heinrich der Große ist auch unter dem Namen Odo-Heinrich (französisch Eudes-Henri) bekannt, da er ursprünglich, vor seiner Erhebung zum Herzog, den Namen Odo trug und zum Kleriker bestimmt war; erst anlässlich der Erlangung der Herzogswürde nahm er den Namen Heinrich an. Sein Beiname „der Große“ bezieht sich nicht auf besondere Leistungen, sondern ist das Ergebnis eines Übersetzungsfehlers; lateinisch lautete er Magnus, und das bedeutete in diesem Fall „der Ältere“, zur Unterscheidung von Heinrich II.[1]

Heinrich war der jüngste der drei ehelichen Söhne Hugos des Großen, des Herzogs von Franzien aus dem Geschlecht der Robertiner. Sein ältester Bruder war Hugo Capet, der als Nachfolger seines Vaters Herzog von Franzien wurde und später, als er zum König von Frankreich gewählt wurde, die Dynastie der Kapetinger begründete. Als Herzog von Burgund trat Heinrich die Nachfolge seines älteren Bruders Otto an, nachdem dieser 965 ohne einen Erben zu hinterlassen gestorben war. Heinrich wurde von den burgundischen Großen auf Wunsch von Hugo Capet gewählt und war dann offenbar Lehnsmann seines Bruders Hugo; somit wurde Burgund damals nicht mehr als Lehen der Krone betrachtet, denn der karolingische König Lothar wurde bei der Regelung der Nachfolgefrage nicht konsultiert. Als dann 987 Hugo Capet selbst die Königswürde erlangte, wurde Burgund dadurch wieder Lehen der Krone. Als Kronlehen wurde das Herzogtum, als Heinrich 1002 starb, ohne einen Erben zu hinterlassen, von König Robert II., dem Sohn und Nachfolger Hugo Capets, eingezogen. Dies stieß jedoch im burgundischen Adel auf heftigen Widerstand.

Heinrich war dreimal verheiratet. Seine erste Ehefrau war seit etwa 972 Gerberga von Mâcon († 11. Dezember 986/991), Tochter des Otto (Othon) und Witwe des Markgrafen Adalbert II. von Ivrea, König von Italien. Seine zweite Ehefrau war bereits im Juni 992 Gersende von Gascogne, die Tochter des Herzogs Wilhelm; die Ehe wurde 996 geschieden. Seine dritte Ehefrau war seit 998 Mathilde von Chalon († 1005/1019), Tochter des Grafen Lambert, die in zweiter Ehe Gottfried I. von Semur (Haus Semur) heiratete. Mit ihr hatte er eine Tochter, Aramburga von Burgund, die wohl 999 geboren wurde, und die um 1015 mit Dalmas von Semur verheiratet wurde. Darüber hinaus hatte er von einer unbekannten Frau einen unehelichen Sohn namens Odo (Eudes), der 1004 Vizegraf von Beaune wurde. 
Heinrich ´der Große` (I52210)
 
3127 Heinrich wird auch als Heinrich I. von Burgund bezeichnet zur Unterscheidung von Heinrich II. von Burgund, dem Sohn König Roberts II., der um 1016 von seinem Vater zum Herzog von Burgund eingesetzt wurde und 1031 dessen Nachfolger als König von Frankreich wurde (als König von Frankreich Heinrich I.). Heinrich der Große ist auch unter dem Namen Odo-Heinrich (französisch Eudes-Henri) bekannt, da er ursprünglich, vor seiner Erhebung zum Herzog, den Namen Odo trug und zum Kleriker bestimmt war; erst anlässlich der Erlangung der Herzogswürde nahm er den Namen Heinrich an. Sein Beiname „der Große“ bezieht sich nicht auf besondere Leistungen, sondern ist das Ergebnis eines Übersetzungsfehlers; lateinisch lautete er Magnus, und das bedeutete in diesem Fall „der Ältere“, zur Unterscheidung von Heinrich II.[1]

Heinrich war der jüngste der drei ehelichen Söhne Hugos des Großen, des Herzogs von Franzien aus dem Geschlecht der Robertiner. Sein ältester Bruder war Hugo Capet, der als Nachfolger seines Vaters Herzog von Franzien wurde und später, als er zum König von Frankreich gewählt wurde, die Dynastie der Kapetinger begründete. Als Herzog von Burgund trat Heinrich die Nachfolge seines älteren Bruders Otto an, nachdem dieser 965 ohne einen Erben zu hinterlassen gestorben war. Heinrich wurde von den burgundischen Großen auf Wunsch von Hugo Capet gewählt und war dann offenbar Lehnsmann seines Bruders Hugo; somit wurde Burgund damals nicht mehr als Lehen der Krone betrachtet, denn der karolingische König Lothar wurde bei der Regelung der Nachfolgefrage nicht konsultiert. Als dann 987 Hugo Capet selbst die Königswürde erlangte, wurde Burgund dadurch wieder Lehen der Krone. Als Kronlehen wurde das Herzogtum, als Heinrich 1002 starb, ohne einen Erben zu hinterlassen, von König Robert II., dem Sohn und Nachfolger Hugo Capets, eingezogen. Dies stieß jedoch im burgundischen Adel auf heftigen Widerstand.

Heinrich war dreimal verheiratet. Seine erste Ehefrau war seit etwa 972 Gerberga von Mâcon († 11. Dezember 986/991), Tochter des Otto (Othon) und Witwe des Markgrafen Adalbert II. von Ivrea, König von Italien. Seine zweite Ehefrau war bereits im Juni 992 Gersende von Gascogne, die Tochter des Herzogs Wilhelm; die Ehe wurde 996 geschieden. Seine dritte Ehefrau war seit 998 Mathilde von Chalon († 1005/1019), Tochter des Grafen Lambert, die in zweiter Ehe Gottfried I. von Semur (Haus Semur) heiratete. Mit ihr hatte er eine Tochter, Aramburga von Burgund, die wohl 999 geboren wurde, und die um 1015 mit Dalmas von Semur verheiratet wurde. Darüber hinaus hatte er von einer unbekannten Frau einen unehelichen Sohn namens Odo (Eudes), der 1004 Vizegraf von Beaune wurde. 
(BURGUND), Heinrich I. ´der Große` (I61389)
 
3128 HEINRICH wurde 981 Graf an der unteren Naab, 983 Graf an der unteren Altmühl, 994 Markgraf auf dem bayerischen Nordgau und 1002 Graf im Radenzgau.
Im Jahr 995 wies EZZILO/HEINRICH darauf hin, dass „Ezzelenkirchen“ (ETZELSKIRCHEN, siehe HÖCHSTADT AN DER AISCH) nach ihm benannt worden ist (Die Grafen von Schweinfurt verfügten auch über Besitz im Riedfeld um Neustadt an der Aisch, etwa in Gutenstetten).
Vermutlich hatte er einen weiteren Sohn, HEINRICH, der 1021–1043 als Graf an der Pegnitz und 1043 als Graf an der oberen Naab bezeugt ist, und von dem angenommen wird, dass er der STAMMVATER der Grafen von Lechsgemünd, Horburg und Graisbach war.  
VON HENNEBERG, Geberga (I16162)
 
3129 Heinrich wurde im französischen Dijon, der Residenzstadt Burgunds, als jüngster Sohn Heinrichs von Burgund (1035–1074) und damit Enkel des amtierenden Herzogs von Burgund Robert I. (1011–1076) geboren und war somit Abkömmling des französischen Königshauses der Kapetinger. Als jüngster Sohn hatte er kaum Aussichten auf den Herzogsthron. Er wurde daher zum Ritter und kam so an den Hof König Alfons’ VI. von Kastilien. Dorthin bestanden bereits familiäre Verbindungen, denn Alfons VI. war mit einer Tante Heinrichs, der Konstanze von Burgund, verheiratet. Um 1093 heiratete er Theresia von León, die uneheliche Lieblingstochter Alfons’ VI. Als Mitgift erhielt er 1096 oder 1097 die wiedererrichtete Grafschaft Portucale bzw. Portucalia zuzüglich der Gebiete Nordportugals, die Alfons vor Kurzem von den Mauren erobert hatte, als erbliches Lehen im Rahmen der Reconquista. Heinrich nahm den Titel eines Grafen von Portucale/Portugal an. Er ließ das seit 1091 vakante Erzbistum Braga 1096 mit Geraldo de Moissac als Erzbischof besetzen. Als Alfons 1109 starb, nutzte Heinrich die Gelegenheit, die Grafschaft Portucale bzw. Portucalia zunehmend aus der Lehnsabhängigkeit Kastiliens zu lösen. Er leistete damit entscheidende Vorarbeit, dass sein Sohn und Nachfolger Alfons I. schließlich 1139 die Unabhängigkeit Portugals von Kastilien erklären und sich selbst zum ersten König von Portugal ausrufen konnte. VON BURGUND, Heinrich (I52514)
 
3130 Heinrich, Kascu und Wien FL. 600,00

Rückkunft nach Wien 1862
Diese war schon durch zwei frühere Reisen eingeleitet; die erste betraf das Riedgeschäft, die zweite Unterbringung des Sohnes Heinrich, in die Lehre nach Kaschau (heute Košice, , ungarisch Kassa, Romani Kascha, neulateinisch Cassovia, eine Stadt am Fluss Hornád im Osten der Slowakei nahe der Grenze zu Ungarn).
Lebensbilder Karl Heinrich Ferdinand Henking S. 339 
HENKING, Heinrich (I2024)
 
3131 Heinrichs ältere Halbbrüder aus der ersten Ehe seiner Mutter waren die Staufer Friedrich II. der Einäugige, Herzog von Schwaben und Vater des späteren Kaisers Friedrich I. Barbarossa, und der römisch-deutsche König Konrad III. Sein jüngerer Bruder Leopold IV. wurde noch vor ihm Markgraf, seine anderen jüngeren Brüder waren der bedeutende Chronist und Bischof von Freising, Otto von Freising, und der Erzbischof von Salzburg und Bischof von Passau, Konrad II. von Babenberg.

Der Babenberger Herzog war in erster Ehe vom 1. Mai 1142 bis 18. April 1143 mit Gertrud verheiratet, der einzigen Tochter Kaiser Lothars III. Seine zweite Ehe schloss er 1148 mit Theodora Komnena, einer Nichte des byzantinischen Kaisers Manuel I. Beide Ehen belegen die damalige Bedeutung des Geschlechts der Babenberger in Mitteleuropa. 
(ÖSTERREICH), Heinrich II. (I40479)
 
3132 Heinrichs ältere Halbbrüder aus der ersten Ehe seiner Mutter waren die Staufer Friedrich II., der Einäugige, Herzog von Schwaben und Vater des späteren Kaisers Friedrich I. Barbarossa, und der römisch-deutsche König Konrad III. Sein jüngerer Bruder Leopold IV. wurde noch vor ihm Markgraf, seine anderen jüngeren Brüder waren der bedeutende Chronist und Bischof von Freising, Otto von Freising, und der Erzbischof von Salzburg und Bischof von Passau, Konrad II. von Babenberg.

Der Babenberger Herzog war in erster Ehe vom 1. Mai 1142 bis 18. April 1143 mit Gertrud verheiratet, der einzigen Tochter Kaiser Lothars III. Seine zweite Ehe schloss er 1148 mit Theodora Komnena, einer Nichte des byzantinischen Kaisers Manuel I. Beide Ehen belegen die damalige Bedeutung des Geschlechts der Babenberger in Mitteleuropa. 
(ÖSTERREICH), Heinrich II. (I40479)
 
3133 Heinzelbecker/Heitzelbecker
Stammfolge Heintzelbäcker 6. Generation Blatt 6/4, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html

Stammfolge Heintzelbäcker 7. Generation Blatt 7/3, Stadtarchiv Weinheim https://www.weinheim.de/startseite/stadtthemen/stadtarchiv.html 
HEINZELBECKER, Stephan (I659)
 
3134 Heinzelmann (Familie)
Heinzelmann ist der Familienname einer Kaufmanns-, Bankiers- und Industriellenfamilie aus Kaufbeuren, die in der Zeit von 1525 bis ins 19. Jahrhundert hindurch unter anderem als Bürgermeister, Senatoren, Abgeordnete der Bayerischen Ständeversammlung und als deutsche Konsuln der Republik Venedig in Erscheinung traten.

Daneben begründete die Familie unter Christoph Friedrich Heinzelmann d. Ä. mit dem Bau einer Fabrik die Textilindustrie in Kaufbeuren und stiftete zudem eine Reihe von Stiftungen und sozialen Reformen. Die Unternehmerfamilie Heinzelmann gehörte zu den bedeutendsten Geschlechtern der Stadt Kaufbeuren[1] und zählte zu deren Patriziat.[2]

Die Familie Heinzelmann war ebenso unternehmerisch in Venedig niedergelassen und dort am Aufbau einer protestantischen Kirchengemeinde beteiligt. Ein Johann Heinzelmann war darüber hinaus Konsul des Heiligen Römischen Reiches in Venedig.[3][4] 1832 ließen sich Vertreter der Industriellenfamilie in Augsburg nieder, um dort eine Bleich- und Färberei zu gründen und später im Aufsichtsrat der SWA platz zu nehmen.[5]

In der ehemaligen freien Reichsstadt Kaufbeuren ist die Heinzelmannstraße sowie das 1915 gegründete Heinzelmannstift nach der Familie benannt.

Stiftungen
Heinzelmann’sche Aussteuerstiftung, 1780 gegründet, wird von der Stadt Kaufbeuren verwaltet
Die Heinzelmann-Schachenmayr’sche Pfarrwitwen- und Waisenstiftung wird 1879 unter der Verwaltung des Evang.- luth. Pfarramts Kaufbeuren gegründet
Bürgermeister-Eduard Heinzelmann’sche Stiftung wird 1942 mit den Vereinigten Kaufbeurer Gemeinnützigen Stiftungen der Stadt zusammengeführt
Christoph Friedrich Heinzelmann’sche Stiftung wird 1958 mit den Vereinigten Kaufbeurer Gemeinnützigen Stiftungen der Stadt zusammengeführt

Bedeutende Mitglieder der Familie
Martin Heinzelmann, Stammvater des Geschlechts
Hans Heinzelmann (1526–1580), Sohn von Martin Heinzelmann
Hans U. Heinzelmann ist der erste Heinzelmann, der das Bürgermeisteramt (1681–1685) in Kaufbeuren innehatte
Johann Heinzelmann d. Ä.
Johann Heinzelmann d. J.
Hans J. Heinzelmann
Johann Heinzelmann
Johann G. Heinzelmann
Carl E. Heinzelmann (1848–1856)
Christian Gottlieb Heinzelmann
Christoph Friedrich Heinzelmann d. Ä. (1786–1847)

Arbeitsgemeinschaft für Reichsstädtische Geschichtsforschung, Denkmalpflege und Bürgerschaftliche Bildung (Hrsg.): Jahrbuch für Geschichte der oberdeutschen Reichsstädte. Band 11. Stadtarchiv Esslingen, 1965, ISSN 0341-9924, S. 154.
Gustav Adelbert Seyler, Otto Titan von Hefner: Wappen der bürgerlichen Geschlechter Deutschlands und der Schweiz. Band 4. Bauer und Raspe, Neustadt an der Aisch 1974, ISBN 3-87947-012-X, S. 60.
Henry Simonsfeld: Der Fondaco dei Tedeschi in Venedig und die Deutsch-Venetianischen Handelsbeziehungen. Hrsg.: Bayerische Akademie der Wissenschaften. Scientia Verlag, Aalen 1968, OCLC 6856280, S. 183, 212, 362.
Alfred Weitnauer: Allgäuer Chronik – Daten und Ereignisse. Band 3. Verlag für Heimatpflege, Kempten 1972, OCLC 12713686, S. 89.
Peter Fassl: Konfession, Wirtschaft und Politik – von der Reichsstadt zur Industriestadt, Augsburg 1750–1850. Band 32 – Abhandlungen zur Geschichte der Stadt Augsburg. Thorbecke, Sigmaringen 1988, ISBN 3-7995-6942-1, S. 229.


 
VON HEINZELMANN, Catharina Magdalena (I10067)
 
3135 Heirat in Heidelberg-Heiliggeistkirche. MATHÄUS, Anna Katharina (I2520)
 
3136 Heirat lt. KB Heiliggeistkirche HOFSTATT, Anna Maria (I771)
 
3137 Heirat lt. Leichenpredigt für Lukretia Elisabeth van Bilderbeck: 2. Juni 1654 (?). VAN BILDERBECK, Lukretia Elisabeth (I16983)
 
3138 Heirat lt. Zürcher Ehedatenbank HAAS, Margaretha (I965)
 
3139 Heirat: 12.10.1749 mennonitische Eheschließung (https://familysearch.org/pal:/MM9.1.1/JHCK-DMX) FLOH, Sibylla (I48086)
 
3140 heiratete 1779 in erster Ehe:
Elisabeth Schlumpf, 1730 - 1781. Elisabeth, zusammen mit einem Töchterchen Elsbeth, starb bei dessen Geburt oder kurz darnach. Für das Sterbedatum ist das Jahr 1781 überliefert.
1784 heiratete Jakob Laurenz in zweiter Ehe, die um 24 Jahre jüngere
Johanna Barbara Zollikofer, 1753 - 1820 ( als Sterbedatum wird auch 1827 überliefert. Clara Wild-Gsell nennt ihre Vornamen Barbara Renate).
Jakob Laurenz II, 1729-1792, Stadtammann (des Stadtgerichts), Ratsherr, Präsident des Postamtes und des Kaufmännischen Directoriums. 
GSELL, Jakob Laurenz II (I4393)
 
3141 Heiratseintrag (IGI): „August Winnertz“, Eltern „Peter Winnertz“ und „Anna Margaretha Roß“ WINNERTZ, August (I2702)
 
3142 Heiratseintrag (IGI): „Johann Wilhelm Jacob Gerpott“,
Eltern „Abraham Gerpott“ u.Magdalena Gives“(!) H. Gerpott,  
GERPOTT, Johann Wilhelm Jakob (I2813)
 
3143 Heiratseintrag (IGI): „Louise Catharina Friedricke Kauert“, Eltern „Johann Friedrich Kauert“ und „Catharina von Schelting“ KAUERT, Louise Catharina Friederica (I2701)
 
3144 Heiratseintrag (IGI): „Wilhelm Palland“, Eltern „Dahmen Palland“ und „Ölletgen Schmits“  PALAND, Wilhelm (I5024)
 
3145 Heiratseintrag (KB Wickrathberg 1647): „Daam Palant von Gusten“ PALAND, Adam\Dahm (I987)
 
3146 heisst hier Jakob der Lamperter
kam aus dem Mailändischen
fing als Pulverkrämer an
1484 zünftig zum roten Löwen
1457-1481 Grossrat
Naturalisiert ‎ in Bern, Bern, BE, CHE
Ereignis Grossrat ‎von: 1457 an 1481 in Bern, Bern, BE, CHE
Ereignis zünftig zum roten Löwen ‎1574 in Bern, Bern, BE, CHE 
SQUATZINI GEN. ´MEY`, Jakob (I38779)
 
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