Strauss Genealogie


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2851 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7091)
 
2852 Gaucher war der Sohn von Guy IV. de Châtillon und der Agnes de Donzy. Nach dem Tod seiner Mutter 1225 galt er als designierter Erbe seiner Großmutter, Mathilde von Courtenay, auf die Grafschaften Nevers, Auxerre und Tonnerre. Väterlicherseits war Gaucher ein Angehöriger der ruhmreichen Adelsfamilie Châtillon, übernahm aber nach dem Tod des Vaters, 1226, nicht dessen Erbe, die Grafschaft Saint-Pol, welche an den Onkel Hugo I. von Châtillon ging. 1236 verlobte er sich mit der Prinzessin Jeanne de France († Januar 1252), eine Tochter von Philipp Hurepel, die er 1241 auch heiratete.

Im Jahr 1248 nahm Gaucher am sechsten Kreuzzug unter König Ludwig IX. (Saint Louis) von Frankreich nach Ägypten teil.[1] Neben seinem Schwager Archambault IX. von Bourbon, begleitete ihn auch ein entfernter Cousin seiner Familie, Gaucher de Châtillon-Autrèche. Der Sire von Bourbon starb 1249 bei der Überwinterung des Heeres auf Zypern. Die beiden Châtillon-Cousins aber nahmen im Juni 1249 an der Landung des Heeres an der Küste vor Damiette teil, wo es den Kreuzfahrern gelang trotz der Attacken der Sarazenen ein befestigtes Lager zu errichten. Als sich das Heer darin eingerichtet hatte, unternahm Gaucher de Châtillon-Autèche in voller Rüstung einen selbständigen Ausfall aus dem Lager und stürmte mit dem Kampfruf „Châtillon“ auf die Gegner zu. Als er die erreichte, fiel er aber vom Pferd und war am Boden liegend den Speeren und Schwertern der Sarazenen ausgeliefert. Der Connetablé Humbert V. de Beaujeu konnte ihn noch lebend aus dieser Bedrängnis befreien, aber schon am Abend war der Cousin an seinen Verletzungen gestorben. König Ludwig IX. bedauerte danach, dass es zu viele disziplinlose Ritter vom Schlage dieses Châtillon in seinem Heer gebe.[2]

Gaucher nahm darauf am Marsch auf Kairo teil, der aber vor al-Mansura gestoppt wurde. Dort kämpfte er am 11. Februar 1250 neben dem bereits schwer verletzten Templergroßmeister Guillaume de Sonnac, der auch getötet wurde, gegen einen Angriff der Mamelukenkrieger des Sultans von Ägypten.[3]

Auf dem Rückzug des Heeres nach Damiette übernahm Gaucher zusammen mit Geoffroy de Sergines das Kommando über die Nachhut. Dabei wurden sie am 6. April 1250 in der Nähe von Fariskur von einer überlegenen Streitmacht der Mameluken überrascht. Mit seinen ihm unterstehenden Rittern, hielt Gaucher den Feind solange auf, bis Sergines den König in eine nahegelegene Hütte in Sicherheit bringen konnte. Dabei soll er trotz mehrerer Pfeiltreffer erst als letzter von den Mameluken überwältigt worden sein, von denen er dann getötet wurde.[4]

Gaucher hatte aus seiner Ehe keine Kinder, weshalb ihm im Erbe seine Schwester Jolanthe und ihre Kinder nachfolgten. 
DE CHÂTILLON, Gaucher (I52494)
 
2853 Gaufredus Malaterra, der Robert Guiskard und seinen Bruder Roger mit „Joseph und Benjamin“ vergleicht, sagt über Roger: „Er war ein junger Mann von größter Schönheit, hoher Statur, anmutiger Gestalt, äußerst redegewandt und gelassen in der Beratung. Er war weitsichtig in allen seinem Handlungen, freundlich und fröhlich mit all seinen Männern, stark und mutig, und wild in der Schlacht.“ Er teilte sich mit Robert Guiskard die Eroberung Kalabriens, und in einem Vertrag von 1062 richteten die Brüder eine Art „Kondominium“ ein, indem sie jedem die Hälfte von jeder Burg und jeder Stadt in Kalabrien zusprachen.


Einzug Rogers in Palermo auf einem Carretto. Themen der normannischen Eroberung werden in der sizilianischen Volkskultur des 19. und 20. Jahrhunderts häufig behandelt.
Robert wandte Rogers Aufmerksamkeit und Tatendrang auf Sizilien, das neben den Muslimen viele griechische Christen bewohnten, die arabischen Fürsten unterstanden, die wiederum vom Sultan von Tunis abhängig waren. Im Mai 1061 griffen die Brüder von Reggio Calabria aus Messina an und eroberten die Stadt. Nachdem Palermo im Januar 1072 gefallen war, machte Robert Guiskard als Souverän seinen Bruder zum Grafen von Sizilien, behielt aber Palermo, halb Messina und den nordöstlichen Teil, das Val Demone, für sich. Erst 1085 war Roger in der Lage, den systematischen Kampf gegen die muslimischen Herrscher aufzunehmen. Residenz und Hauptstützpunkt auf der Insel war Troina, in dem zeitgleich mit der Ernennung eines Bischofs in Mileto das erste lateinische Bistum in Sizilien errichtet wurde. 
(SIZILIEN), Roger I. (I39135)
 
2854 ge. 1334 VON BREITENBEND, Werner (I5072)
 
2855 ge. 1419
1427 mit dem Hof zu Laurenzberg belehnt; 1464 kurkölnischer Amtmann von Brühl
H.J. Domsta, Geschichte der Fürsten von Merode im Mittelalter I, Düren 1974, S. 128
L. Müller-Westphal, Wappen und Genealogien Dürener Familien, Düren 1989, S. 661
A. Blömer, Ahnenliste des Jan Adam Bausch (1757–1839) aus Beek, Mönchengladbach 1990, S. 10 (ausführlich zu den Vorfahren)
A. Blömer, Die Abstammung der Catharina Lindgens (* 1762 in Hoppers), Mönchengladbach 1998, S. 44
A. Blömer, Ahnenliste der Geschwister Bausch (* von 1738 bis 1754 in Inden), Mönchengladbach 2001, S. 22 (dito)
A. Blömer, Die Abstammung des Hofapothekers Arnold Wiedenfeld zu Düsseldorf, Mönchengladbach 2001, S. 9
http://www.adel-genealogie.de/is01/is01_390.htm 
VON PALAND (PALANT), Johann ´der Jüngere` (I5041)
 
2856 Geb.-Dt.: Lücke im Kirchenbuch VETHACKE, Johann Conrad (I415)
 
2857 Gebhard wird 897 und 906 als Graf im oberen Rheingau erwähnt, im Jahr 909 als Graf in der Wetterau. Er war ein Angehöriger einer der zu dieser Zeit mächtigsten Familien des Reiches, die als (einzige) Verwandte des Kaisers Arnulf und seines unmündigen Sohnes König Ludwig das Kind am Wechsel vom 9. zum 10. Jahrhundert eine zentrale Rolle spielten.

Arnulf hatte Gebhards älteren Bruder Konrad den Älteren in seinem Kampf gegen die fränkischen Babenberger als Markgraf in Thüringen eingesetzt, seinen jüngeren Bruder Rudolf als Bischof von Würzburg, und der Familie damit die vorherrschende Stellung in Franken verschafft (siehe auch: Babenberger Fehde). Unter Ludwigs Königtum und der Herrschaft vor allem der Konradiner wurde Gebhard als drittem Bruder 903 der Titel, Graf in der Wetterau und ab 904 Herzog von Lothringen dux regni quod a multis Hlotharii dicitur („Herzog des Königreiches, das von vielen dasjenige Lothars genannt wird“, gemeint ist das Lotharii Regnum, das spätere Lothringen)[1], mit dem er – neben dem Grafen Reginhar – der herzogliche Statthalter des Königs in Lothringen war. Er ließ in Wetzlar 897 eine Salvatorkirche (Erlöserkirche) an Stelle einer Vorgängerkirche auf dem späteren „Domberg“ weihen.

Gebhard fiel im Juni 910 beim Kampf gegen die Ungarn in der Nähe von Augsburg.  
VON LOTHARINGEN, Herzog Herzog Gebhard (I11030)
 
2858 geboren 4.3.1527 Kyburg, gestorben 15.7.1586 Zürich, ref., von Zürich. Sohn des Hans Rudolf ( -> 4). ∞ 1) 1550 Margareta Bullinger, Tochter des Heinrich Bullinger, 2) 1565 Adelheid Struppler. Schulen in Kappel am Albis und Zürich. 1545-47 Studien in Strassburg, Paris und Lausanne sowie anschliessende Reise durch Oberitalien und Graubünden. 1550 Archidiakon, 1585 Pfarrer am Grossmünster und Antistes der Zürcher Kirche. L., der sich kirchenpolitisch kaum profilierte, verfasste und übersetzte zahlreiche Schriften. Die nachhaltigste Wirkung hatten seine Beschreibung der Zürcher Kirche (1559), die zwei Predigten zur Pest (1563) und v.a. das sog. Gespensterbuch (1569), das mehrere Auflagen und Übersetzungen erlebte.


Literatur
– D. Landwehr, «Ludwig L.s Gespensterbuch von 1569», in ZTb 1985, 1984, 31-44
– D. Landwehr, «Ludwig L. (1527-1586)», in Sagenerzähler und Sagensammler der Schweiz, hg. von R. Schenda, 1988, 121-138
– F.W. Bautz, Biogr.-Bibliograph. Kirchenlex. 15, 1999, 851-853

Autorin/Autor: Hans Ulrich Bächtold 
LAVATER, Ludwig (I3489)
 
2859 Geboren als Sohn eines Lehrers am akademischen Gymnasium Straßburg, war Lingelsheim nach seinen juristischen Studienjahren in Heidelberg zunächst als Präzeptor (Hauslehrer) eines englischen Adligen tätig. 1583 promovierte er an der juristischen Fakultät der Universität Basel. Von 1583/1584 bis 1592 war er am kurpfälzischen Hof von Johann Casimir in Heidelberg Hauslehrer des Kurprinzen Friedrich IV. (zusammen mit Otto von Grünrade) und förderte dabei dessen Hinwendung zur Reformation. Ab 1587 (nach anderen Angaben ab 1592) war er Mitglied des kurpfälzischen Oberrats unter Friedrich IV. und dessen Nachfolger Friedrich V., dessen Gegner er jedoch war. Er gehörte damit zu den einflussreichsten Personen der damaligen kurpfälzischen Politik. Ab 1593 war er Administrator des aufgehobenen Klosters Walderbach. 1619/20 wurde Martin Opitz während seines Studiums in Heidelberg für kurze Zeit von Lingelsheim als Hauslehrer engagiert und unterstützt. Über Lingelsheim kam Opitz in Kontakt mit dem Heidelberger Dichterkreis um Julius Wilhelm Zincgref. Nach der Eroberung der Kurpfalz durch die Truppen des katholischen Kaisers Ferdinand II. unter Führung von Spinola wurde Lingelsheim 1621 zur Emigration nach Straßburg gezwungen. Während der kurzzeitigen Wiedereinsetzung Friedrich V. im Jahr 1633 wurde er in Frankenthal gefangen genommen und starb in der dortigen Haft.

Werk und Bedeutung
Lingelsheim war eine der zentralen Figuren der späthumanistischen Gelehrtenrepublik. Er korrespondierte brieflich mit etwa 80 zeitgenössischen, vor allem protestantischen, Gelehrten und Diplomaten quer durch Europa, daraus sind über 2000 Briefe von und an Lingelsheim erhalten. Er setzte sich darin für einen Ausgleich unter den verschiedenen protestantischen Konfessionen in Abwehr des habsburgischen Katholizismus ein. Unter anderem verkehrten Marquard Freher, Jan Gruter, Paul Melissus Schede, Johann Joachim von Rusdorf und Julius Wilhelm Zincgref in seinem Haus. Sein Briefwechsel stellt eine der wichtigsten Quellen für die Geschichte des Späthumanismus im konfessionellen Zeitalter dar.

Außer seiner Dissertation sind keine eigenständigen Veröffentlichungen Lingelsheims bekannt. Er veröffentlichte und übersetzte jedoch verschiedene Werke anderer Autoren. So veröffentlichte er z. B. 1620 die „Geschichte seiner Zeit“ von Jacques-Auguste de Thou in Genf. Pierre Dupuy und Nicolas Rigault, die mit der Veröffentlichung von de Thous Werk beauftragt waren, sandten das Manuskript an Lingelsheim, da sie bei einer Veröffentlichung in Frankreich Sanktionen vom Hof Maria de’ Medicis zu befürchten hatten. 
LINGELSHEIM, Georg Michael (I56975)
 
2860 geboren um 1460 Zürich, gestorben 30.10.1526 Zürich. Sohn des Ulrich, Zunftmeisters der Meisen, und der Anna oder Elisabeth Stucki. ∞ Dorothea Fries, Tochter des Johannes Fries.
Der Junker G. war als Eisenhändler tätig. 1494 Vertreter der Meisen im Gr. Rat, 1512-26 Ratsherr der Konstaffel. 1500-04 und 1507-10 Vogt von Grüningen, 1518-22 Vogt zu Horgen, Thalwil und Kilchberg. 1521-25 über 30-mal Tagsatzungsabgeordneter. G. war unter den führenden Zürcher Geschlechtern einer der ersten Anhänger Huldrych Zwinglis und sein Sprachrohr im Rat. Wegen Annahme von Pensionen wurde er auf Drängen Zwinglis zum Tode (wurde enthauptet) verurteilt.
Besass Haus und Turm auf dem Bach und den Oberhof zu Fluntern.
1494 Zwölfer zur Meisen
1499 Vogt zu Grüningen
1512 Vogt zu Horgen
1512 - 1526 Ratsherr der Konstaffel
1526 Vogt zu Meilen
Bericht der Hinrichtung in Wirz, S. 540  
GREBEL, ´Junker` ´Junker` Hans Jakob (I20421)
 
2861 geboren um 1498 Zürich, gestorben 1526 Maienfeld, ref., später Täufer, von Zürich. Sohn des Jakob ( -> 4). ∞ Agathe von Fynland. Nach einer bewegten Studentenzeit in Wien (1515-18), u.a. bei seinem späteren Schwager Vadian, Paris (1518-20) und Basel liess sich G. 1522 endgültig in Zürich nieder. Schon aus der Zeit in Wien mit Huldrych Zwingli befreundet, schloss er sich als radikaler Befürworter und Förderer der zwinglian. Reformation an. Der alten Sprachen kundig, hielt G. anhand des griech. Urtextes Privatvorlesungen über das Matthäus-Evangelium. Der Bruch mit Zwingli wurde anlässlich der zweiten Zürcher Disputation im Okt. 1523 offenkundig. Auf der Suche nach auswärtigen Gesinnungsgenossen schrieb G. im Namen der Radikalen an Thomas Müntzer und an Martin Luther. Am 21.01.1525 vollzog er die erste Wiedertaufe an Jörg Blaurock in Zollikon, um dann von diesem selber die Taufe zu empfangen. Diese erste Erwachsenentaufe des 16. Jh. bedeutete für die Machtträger einen Skandal. Mit Leidenschaft und Leidensbereitschaft wirkte G. fortan als "Rädelsführer" (Zwingli) der Täufer in Zürich, Schaffhausen, Waldshut, St. Gallen und im Zürcher Oberland. Er lebte von seiner Fam. getrennt und wurde in Grüningen und Zürich gefangen gesetzt. G. starb an der Pest.


Quellen
– Qu. zur Gesch. der Täufer in der Schweiz, Bde. 1-2 und 4, 1952-74, (Reg.)
– The Sources of Swiss Anabaptism: the G. letters and related documents, hg. von L. Harder, 1985
Literatur
– Mennonit. Lex. 2, hg. von C. Hege, C. Neff, 1937, 163-169
– H. Fast, «Konrad G.», in Radikale Reformatoren, hg.von H.-J. Goertz, 1978, 103-114
– H.-J. Goertz, Konrad G., 1998

Autorin/Autor: Ulrich J. Gerber 
GREBEL, Konrad (I2898)
 
2862 Geboren wurde Christoph Martin Wieland im Pfarrhaus von Oberholzheim, einem Dorf, das damals eine Pfründe des Hospitals zum Heiligen Geist der freien und paritätischen Reichsstadt Biberach war. Seine Vorfahren waren seit 1560 in Biberach ansässig. Als Wirte des Gasthauses „Zum schwarzen Bären“ am Biberacher Marktplatz erlangten sie Einfluss im Rat der Stadt und stellten mit Wielands Urgroßvater Martin Justin Wieland (* 18. November 1624 in Biberach; † 1. Januar 1685 ebd.) einen Bürgermeister dieser Stadt. Aus dessen erster, 1649 geschlossenen Ehe mit Maria Walpurga Wern (* 10. August 1627 in Biberach; † 1669 ebd.) stammt der Großvater des späteren Dichters Thomas Adam Wieland d. Ä. (* 27. Juli 1653 in Biberach; † 29. März 1729 in Oberholzheim). Dieser hatte an den Universitäten Straßburg, Wittenberg, Basel und Tübingen studiert und sich 1680 den akademischen Grad eines Magisters der Philosophie erworben. Er ergriff den Beruf eines Theologen und wirkte ab 1680 in Kohlstetten und Kleinengstingen, ab 1688 in Mundigen und ab 1693 als Pfarrer in Oberholzheim. Aus dessen am 1. Juli 1680 geschlossenen Ehe mit der Pfarrerstochter Anna Maria Brigel (* 1. Februar 1661 in Biberach; † 3. Juli 1739 ebd.) stammen einige Kinder ab, von denen Christoph Martin Wielands gleichnamiger Vater Thomas Adam Wieland d. J. (* 3. Januar 1704; † 27. September 1772 in Biberach) ebenfalls den Beruf eines Theologen ergriff.

Thomas Adam Wieland d. J. hatte in Tübingen und Halle studiert, sich ebenfalls den Grad eines Magisters erworben und wurde als Nachfolger seines Vaters Pfarrer in Oberholzheim. Thomas Adam Wieland d. J. verheiratete sich mit der späteren Mutter des Dichters Regina Katharina Kick (* 1. Juli 1715 in Biberach; † 27. Februar 1789 in Weimar), der Tochter des Majors im Markgräflichen Badenschen Kreisregiment Erbprinz Johann Christoph Kick (* 1. Juli 1663 in Lindau; † 22. August 1741 in Biberach) und dessen am 22. November 1693 geheirateter zweiter Ehefrau, der aus Biberach stammenden Marie Christine Rauh (* 21. Februar 1689 Biberach: † 24. Januar 1765 ebd.). Da Thomas Adam Wieland d. J. 1736 die Stelle eines Siechenpredigers an der Magdalenenkirche in Biberach erhielt, zog die Familie dorthin. Hier wurde sein Vater 1755 Abendprediger und 1761 Frühprediger Senior der kirchlichen Einrichtung. Aus der Ehe der Eltern stammen auch der Sohn Johann Gottlieb Wieland († jung), Justin Sebastian Wieland († jung), Thomas Adam Wieland (* 13. Dezember 1735 in Oberholzheim; † 8. Mai 1764 in Biberach), der Kupferstecher wurde, und die Tochter Marie Justine Regina Wieland († jung).[3] Als Taufzeugen in der Stadtkirche von Oberholzheim fungierten Johann Gottlieb von Gaupp,[4] Justinus Hartmann,[5] Katharina Justina Zell[6] und Regina Margaretha Rauh.[7]

Nach der Versetzung des Vaters wurde Christoph Martin Wieland von diesem, von Privatlehrern und später in der Biberacher Stadtschule unterrichtet. Schon mit zwölf Jahren versuchte er sich in lateinischen und deutschen Versen, mit sechzehn Jahren hatte er bereits fast alle römischen Klassiker gelesen; unter den damals modernen Schriftstellern zogen ihn die Aufklärer Voltaire, Bernard le Bovier de Fontenelle und Pierre Bayle, unter den deutschen Poeten insbesondere Barthold Heinrich Brockes an.

Im pietistischen Internat zu Kloster Berge bei Magdeburg, das Christoph Wieland ab 1747 besuchte, wurde der junge Wieland zu einem großen Verehrer Friedrich Gottlieb Klopstocks. Ohne Abschluss beendete er die Klosterschule und schrieb sich 1749 an der Universität Erfurt zum Studium der Philosophie ein. Bei seinem Verwandten Johann Wilhelm Baumer lernte er dort den Don Quijote, aber auch die Philosophie von Gottfried Wilhelm Leibniz und Christian Wolff kennen und schätzen. Im Sommer 1750 brach er das Studium ab und kehrte ins väterliche Haus nach Biberach zurück. Er begann eine Liebesbeziehung mit seiner zwei Jahre älteren Cousine Sophie Gutermann (spätere Sophie von La Roche) und verlobte sich mit ihr. Diese Verbindung löste ihn aus einer inneren Vereinsamung; Sophie (deren Roman Geschichte des Fräuleins von Sternheim er zwei Jahrzehnte später, im Jahr 1771, veröffentlichen sollte) regte ihn zu seinem ersten größeren Werk an, das 1752 anonym veröffentlicht wurde: Die Natur der Dinge oder die vollkommenste Welt. Ein Lehrgedicht in sechs Büchern. 
WIELAND, Christoph Martin (I52726)
 
2863 Geboren wurde er als Manuel Maleinos. Seine Eltern waren Eudokimus Maleinos und Anastaso Adralestina. Sein Neffe war Nikephoros II. Phokas, der nach Michaels Tod byzantinischer Kaiser wurde. Seine Jugend verbrachte er am Hof von Leo VI., der ein Verwandter war, wo er auch den Titel eines Spatharokandidatos erhielt.

912 trat er in ein Kloster ein, das im Gebirge in der Nähe des Flusses Gallos und am Fuße des Kyminas lag. Nach dem Tod des Vaters überließ er seinen umfangreichen irdischen Besitz seinem Bruder Konstantin. Später führte er ein Einsiedlerleben, bis er 921 etwa 10–15 km nördlich des Kyminas eine Einsiedelei gründete, die sich zu einer Laura entwickelte. Als die Zahl seiner Anhänger wuchs, kehrte er auf den Kyminas zurück und gründete eine größere Laura.

Um 952 weihte er Abraamios unter dem Namen Athanasios zum Mönch. Auf diesen, wie auch auf seinen Neffen Nikephoros II. Phokas, hatte er großen Einfluss. Seine Vita wurde von einem Mönch Theophanes geschrieben, möglicherweise einem Schüler und Gefährten des Michael.  
MALEÏNOS, Michael (I36305)
 
2864 Geboren wurde er als Sohn des Großherzoglich-Hessischen und Gräflich-Isenburgischen Amtmanns am Büdinger Landgericht, Johann Caspar Adolph Horst (um 1895–1854), und dessen Ehefrau, Sophia Antonia, geborene Bausch, aus Freiburg im Breisgau. In der evangelischen Taufe erhielt er die Vornamen Tobias Georg Philipp Christian Ludwig, nach seinen im Taufregister vermerkten Paten Tobias Horst, Oberappellationsgerichtsrat in Darmstadt, Georg Philipp Ludwig Christian Lotz, Strumpffabrikant in Steinau an der Straße, und Georg Bausch, Kaufmann in Freiburg im Breisgau. Sein Großvater war Georg Conrad Horst, ein evangelischer Pfarrer und Verfasser theologischer und historischer Werke.

Horst wuchs mit seinen Schwestern Luise (* 1828) und Charlotte (* 1832) sowie dem Bruder Carl (* 1835) in Büdingen auf, bis die Familie auf Grund der Versetzung des Vaters 1838 nach Nidda umzog, wo er die Volksschule besuchte. 1844 wechselte er ins Büdinger Gymnasium[1] und bestand dort 1849 die Abiturprüfung.[2] Anschließend trat er als Einjährig-Freiwilliger in das in Darmstadt stationierte Großherzoglich-Hessische Artilleriecorps ein, verzichtete jedoch auf die Ausbildung zum Offizier und beschloss, Maler zu werden.

An der Königlichen Kunstakademie in Düsseldorf war er 1856 bis 1858 eingeschrieben. Er absolvierte die Elementarklasse und die Vorbereitungsklasse für die Malerschule bei Josef Wintergerst, Andreas und Karl Müller sowie Christian Köhler und besuchte die Vorträge über Kunstgeschichte bei Andreas Müller. Im 2. Jahr belegte er die Fächer Anatomie und Proportionslehre bei Heinrich Mücke. Sein Eintritt in die Antikenklasse der Münchner Kunstakademie unter Johann Georg Hiltensperger ist mit dem 2. Januar 1862 als „Louis Horst aus Schlitz, Vater: Amtmann, Konfession: lutherisch, Alter: 31“ dokumentiert.[3]

1864 ließ sich Ludwig Horst als Bildnismaler in Heidelberg nieder, wo er drei Jahre später, am 26. September 1867, die um 11 Jahre jüngere Maria Luise Nebel (1840–1901) heiratete. Sie war die älteste Tochter des verstorbenen Chirurgen, Augenarztes und Privatdozenten Dr. med. Heinrich Wilhelm Daniel Nebel (1809–1855), und seiner Ehefrau Katharina Maria Friederike, geborene Zimmer (1810–1884). Der Ehe entstammten zwei Söhne, die bereits im Kindesalter verstarben, ein weiterer Sohn, der als Student im Alter von 21 Jahren im Rhein ertrank, und zwei später verheiratete Töchter.[4] Von Heidelberg aus zog die Familie nach Stuttgart, wo sie 1876 unter der Adresse Eugenstraße 22 gemeldet war. In Degerloch – heute ein Stuttgarter Ortsteil – verstarb Ludwig Horst am 19. August 1891 nach 5-monatiger Krankheit. Seine Witwe, Maria Horst, überlebte ihn um 10 Jahre; sie starb am 28. August 1901 in Albersweiler.

1859 stellte Horst im Münchner Kunstverein eine „Italienische Abendlandschaft“ aus. In der Tagespresse erschien eine kurze Beschreibung und Bewertung des Bildes: „(…) die Abendlandschaft einer italienischen Gegend, gluthvoll und blendend im Colorit, reich in den Waldthälern, Felsparthien und Gebirgen, nur schade, daß die gehäuften Massen nicht klarer disponirt waren.“[5] Die Nachlassausstellung anlässlich seines Todes zeigte auch frühe Kopien nach älteren Meistern. Horsts Hauptwerk besteht fast ausschließlich aus Bildnissen. Die Porträtaufträge kamen überwiegend aus dem königlichen und herzoglichen Haus von Württemberg und dessen Umkreis, weitere aus der gehobenen bürgerlichen Gesellschaft. Diese „gelungene[n] Porträts von bekannten und berühmten Persönlichkeiten“[6] wurden auch öffentlich gezeigt, beispielsweise in der „Permanenten Kunstausstellung Herdtle & Peters“ (Kunstgalerie der Maler Pieter Francis Peters und Eduard Herdtle) in Stuttgart oder anlässlich der „Stuttgarter Porträt-Ausstellung“ von 1881 und auch in den überregionalen Jahresausstellungen in München und Berlin.

Horst war Mitglied der Stuttgarter Künstlergesellschaft „Das strahlende Bergwerk“ und der Stuttgarter Kunstgenossenschaft und mit vielen Künstlern befreundet. Anlässlich der Beisetzung des Malers auf dem Stuttgarter Friedhof hielten der Architekt Christian Friedrich von Leins und der Maler Heinrich Schaumann als Vertreter der Künstlerschaft die Grabreden. Die Münchner Neuesten Nachrichten berichteten am 23. August 1891 „(Ludwig Horst †). Wie man uns aus Stuttgart schreibt, ist am Mittwoch in der Sommerfrische Degerloch bei Stuttgart der Porträtmaler Ludwig Horst im Alter von 61 Jahren an Herzlähmung gestorben. Horst war eine beliebte Persönlichkeit in Stuttgart und ein im Porträtfach sehr routinirter Künstler“ und wies einige Tage später auf die Ausstellung des Nachlasses im Atelier und den Verkauf der nachgelassenen Gemälde und Studien hin.[7] Nachrufe erschienen in den örtlichen Tageszeitungen, in Kunstzeitschriften sowie im Büdinger Allgemeinen Anzeiger vom 5. September 1891.[8] 
HORST, Ludwig (I56814)
 
2865 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I57107)
 
2866 Geburt, Ehepartner 1: Mitteilung A. Meyer
Ehepartner 2: Auszug KB Gernsbach  
SILBEREISEN, Catharina (I11646)
 
2867 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I59371)
 
2868 Geburts- und Todesjahr des Bonifatius gelten nicht als vollständig gesichert. Als Geburtsjahr wird auch das Jahr 800 angegeben, als Todesjahr auch 846.

Die Ursprünge des Hauses Bonifatius lagen in Bayern. Bonifatius II. war der Sohn des Bonifatius I. von Lucca und folgte diesem als Graf von Lucca nach. Lothar I., römischer Kaiser und König von Italien ernannte Bonifatius im Jahr 828 zum Markgrafen von Tuscien (italienisch Toscana) und zum Präfekten von Korsika, das er im Jahr 833 erfolgreich gegen die Angriffe der Sarazenen verteidigte. Die Stadt Calcosalto an der Südspitze Korsikas nahm zu seinen Ehren daraufhin seinen Namen an: Bonifacio (korsisch: Bunifaziu).

Nachdem sich Bonifatius im Jahr 833 auf die Seite des Kaisers Ludwig I. gestellt hatte, des Nachfolgers Karls des Großen, wurde er von dessen Sohn Lothar I. als Markgraf von Tuscia abgesetzt. Bonifatius setzte sich im folgenden Jahr für die Freilassung von Kaiserin Judith ein, überwarf sich damit weiter mit Lothar I. und musste ins Exil gehen. Die Jahre 836–838 verbrachte er in Deutschland, seine späteren Lebensjahre in Frankreich.

Als seine Ehefrau wird Bertha angegeben. Sein Sohn Adalbert folgte ihm ab 846 als übernächster Markgraf von Tuscia nach. 
VON LUCCA, Bonifatius II. (I39714)
 
2869 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I2624)
 
2870 Gedenktag in der katholischen Kirche ist der 4. September.
Bis heute gilt Ida bei Katholiken vor allem als Schutzpatronin der Schwangeren, Armen und Schwachen. 
VON HERZFELD, Heilige Heilige Ida (I18850)
 
2871 Gehört der Schneiderzunft an.
In anderen Publikationen wird das Geburtsjahr mit 1503 angegeben / Problem: die Taufbücher beginnen erst 1527. Das Problem betrifft auch das Sterbedatum - die Totenbücher beginnen erst 1576. Das Heiratsdatum (die Ehebücher beginnen erst 1528) ist in der Sabbata genannt, aus der Altersangabe kann das Geburtsjahr abgeschätzt werden:
Über die ersten Lebensjahre Johannes Kesslers ist wenig bekannt. Sicher ist, dass er aus einfachen bürgerlichen, aber ärmlichen[1] Verhältnissen stammte und bald für den geistlichen Stand bestimmt wurde. Er studierte 1521 zunächst an der Universität Basel, wo er in den entscheidenden Jahren der Reformation der Lehre Martin Luthers folgte. In Basel war er mit Erasmus von Rotterdam zusammengekommen.[1] Dieser Einfluss bewog ihn dazu, 1522 nach Wittenberg zu gehen. Berühmt geworden ist sein Bericht über das Zusammentreffen mit dem in Ritterrüstung von der Wartburg kommenden Luther im Wirtshaus «zum Bären» in Jena. Mit Hilfe von Empfehlungsbriefen an seine Landsleute, die Brüder Hieronymus und Augustin Schurff in Wittenberg konnte er dort bald persönliche Beziehungen zu den Reformatoren knüpfen. Besonders viel verdankte er in dieser Zeit Philipp Melanchthon.

Nach seiner Rückkehr in die Heimat brachte er es nicht mehr fertig, sich zum Priester weihen zu lassen. Er ergriff auch keinen sonstigen gelehrten Beruf, sondern begann eine Sattlerlehre. Als Meister wurde er ab dem Neujahrstag des Jahres 1524 von seinen Zunftgenossen aufgefordert, ihnen biblische Vorträge zu halten. Auf diese Weise kam er dazu, den ersten Johannesbrief und den Römerbrief auszulegen.

Rat und Bürgerschaft billigten sein Unterfangen und standen fest zu ihm. Da die Tagsatzung auf das Gerücht hin, in St. Gallen wäre ein Winkelprediger aufgetreten, den Rat ernstlich zum Einschreiten ermahnte, musste Kessler sich eine Zeitlang zurückhalten. Den Täuferkreisen stand er fern, ohne sie zu verurteilen.

In seinen Mussestunden schrieb der Sattlermeister Kessler einen chronikartigen Bericht, den er Sabbata nannte und in dem er über die Ereignisse der Schweizer Reformation von 1519 bis 1539 ausführlich Auskunft gibt. Da er als Prediger geschätzt war, wurde er von 1525 an wieder zur kirchlichen Arbeit herangezogen. Über seinen Freund Joachim von Watt schrieb er später eine Biographie, die Vita Joachimi Vadiani.

In den aufgeregten Zeiten verhielt er sich auch Andersdenkenden gegenüber wohlmeinend und vertrat einen gemässigten theologischen Standpunkt. Nach dem Tode von Watts musste er einen Teil von dessen Arbeit übernehmen. Als Synodalschreiber und Vorsteher bemühte er sich um die Befestigung des reformatorischen Charakters in der Kirche St. Gallens, wo er noch zwei Jahrzehnte tätig war.  
KESSLER, Johannes (I9400)
 
2872 geht von Schaffhausen nach Basel, 1556 als Wurzelkrämer Zunftkauf zum Saffran mit Beistand seines Schwiegervaters Nikiaus Bischoff, 1558 Stubenmeister, Mirglied des Stadtgerichts Basel, 1568 gibt er die Bürgerrechte zu Schaffhausen auf,
05.05.1581 durch Kaiser Rudolf II. in den erblichen Reichsadelsstand erhoben mit seinen Brüdern Hans und Hans Jakob 
PEYER MIT DEN WEGGEN, Daniel (I2295)
 
2873 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7157)
 
2874 Geleitwort
Mancherlei Umstände bedrohen heute mehr denn je den Zusammenhang der einzelnen Zweige einer Familie. Durch Schicksal u. Beruf an mehreren Orte verschlagen, wissen oft nahe Verwandte schon nichts mehr von einander. Die gemeinschaftlichen Vorfahren u. die gemeinsame Heimat geraten bald völlig in Vergessenheit. Einen solchen Zerfall der Familie Dahl vorzubeugen sollen die vorliegenden Stammtafeln dienen. Sie wurden von meinem Neffen Walther Möller angelegt und zwar beruht Blatt I auf den Einträgen in den Kirchenbüchern zu Wald, Solingen, …, sowie den Solinger Stadtacten, die Blätter II und III wurden nach Angaben der einzelnen Verwandten zusammengestellt u. enthalten sämtliche bis jetzt lebenden Nachkommen meiner Großeltern Joh. Ferdinand Dahl u. Emma Marg. Schmits.
Ich widme die Tafeln allen lieben Verwandten mit dem Wunsch, daß sie stets iher Zusammengehörigkeit eingedenk bleiben u. ihren Voreltern in Fleiß und Tüchtigkeit nacheifern möchten.
Düsseldorf, den 20. März 1920
Dem Tage der Vollendung meines
84-ten Lebensjahres Marie Möller 
MÖLLER, Maria Wilhelmine (I5685)
 
2875 Gemäss Alther (Tafel 49); Alther Tafel 118 SATTLER, Dr. jur. Dr. jur. Heinrich (I3964)
 
2876 Gemeinsam mit seinem Bruder, Bischof Robert von Langres, gründete Odo die Abtei von Citeaux, die Keimzelle des Zisterzienserordens. 1086 zog er mit einem Heer nach Spanien, um dort seinen Onkel, König Alfons VI. von Kastilien, im Kampf gegen die Mauren zu helfen. Zur Schlacht bei Sagrajas (23. Oktober 1086) kam er zu spät und die Belagerung von Tudela (1087) blieb erfolglos. In Odos Gefolge befand sich aber sein Schwager Raimund von Burgund, der bei dieser Gelegenheit mit Urraca, der Erbtochter König Alfons, verheiratet wurde. Odos jüngster Bruder Heinrich sollte später selbst zum Grafen von Portugal ernannt und dadurch zum Stammvater der Kapetinger in Portugal werden, die bis 1853 dort regierten.

Odo schloss sich dem Kreuzzug von 1101 an, in dessen Verlauf er 1102 in Tarsos in Kilikien starb. Seine sterblichen Überreste wurden in die Heimat überführt und in der Abtei von Citeaux bestattet.

Ehe und Nachkommen
Er war seit 1080 mit Sibylle (* 1065, † nach 1103), Tochter des Pfalzgrafen Wilhelm I. von Burgund, verheiratet, mit der er vier Kinder hatte:

Helene (* 1080; † 1142), ⚭ (1) 1095 mit Bertrand († 1112), Graf von Toulouse und Tripolis, ⚭ (2) 1115 mit Graf Wilhelm Talvas von Ponthieu († 1171, Haus Montgommery);
Florine († 1097 Philomelion in Kleinasien) ⚭ Prinz Sven von Dänemark († 1097);
Hugo II. (* 1084; † 1143), Herzog von Burgund;
Heinrich (* 1087; † 9. März 1131), Mönch in Citeaux. 
(BURGUND), Odo I. ´der Rote` (I39170)
 
2877 Gemeinsam mit seiner Verlobten begab er sich auf den Ersten Kreuzzug. Als sie mit ihrem Kontingent, das zwei unbekannte Bischöfe und angeblich 1.500 Mann umfasste, 1097 in Konstantinopel eintrafen, war das Hauptheer des Kreuzzugs bereits weitermarschiert. So folgten sie alleine nach Kleinasien und wurden bei der Durchquerung der Ebenen von Kappadokien, möglicherweise bei Philomelion, von einer zahlenmäßig überlegenen Streitmacht der Rum-Seldschuken angegriffen. Sven und Florine wurden bei den Kämpfen getötet. DER KREUZFAHRER, Sven (I40896)
 
2878 Gemmingen
Der Ort Gemmingen zählte als reichsritterschaftlicher Ort zum Ritterkanton Kraichgau, während Stebbach und Streichenberg an die Kurpfalz kamen. 1497 erlangten die Herren von Gemmingen an ihrem Stammsitz Gemmingen die Hochgerichtsbarkeit. Der Ortsherr Wolf von Gemmingen († 1555) gründete 1521 die Lateinschule Gemmingen und war ein früher Anhänger Luthers und Förderer der Reformation, die er in Gemmingen dauerhaft durchführte, während Streichenberg und Stebbach von häufigen Konfessionswechseln der Kurpfalz betroffen waren.

Durch den Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort nahezu entvölkert und nach 1648 durch Einwanderer aus der Schweiz und Frankreich aufgesiedelt, die nach den Verwüstungen des 1688 bis 1697 tobenden Pfälzischen Erbfolgekrieges mehrfache Wiederaufbauarbeit leisten mussten. 
WAHL, Maria Katharina (I346)
 
2879 Gemmingen
Durch den Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort nahezu entvölkert und nach 1648 durch Einwanderer aus der Schweiz und Frankreich aufgesiedelt, die nach den Verwüstungen des 1688 bis 1697 tobenden Pfälzischen Erbfolgekrieges mehrfache Wiederaufbauarbeit leisten mussten.

1664 verkauften die Herren von Gemmingen das Oberschloss mit einem Teil des Ortes an Württemberg, einem seit dem Hochmittelalter vestehenden Teilstaates des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nationen. Dieser Anteil ging 1710 an die Herren von Neipperg (altes Adelsgeschlecht im nördlichen Schwaben).
Stebbach dagegen kam von der Kurpfalz an die Raugräfin Marie Luise von Degenfeld (* 28. November 1634 in Straßburg; † 18. März 1677 in Schloss Friedrichsburg, Mannheim) und 1733 an die Grafen von Degenfeld-Schonburg. 
WEBER, Johann Georg (I343)
 
2880 gen. 1410
A. Blömer, Ahnenliste Anna Gertrud Janssen (* um 1731/32 in Warden), Mönchengladbach 1984, S. 13
Beziehung: ca. 1425 (außerehelich)  
VON PALAND, Reinhard (I5040)
 
2881 gen. 1416 VON PALAND (PALANT), Johann ´der Ältere` (I5085)
 
2882 genannt 'der Ältere', 1667-1669 gräflicher Burgvogt
auf Schloß Eberstein b. Gernsbach, 1669-1671 markgräflich
badischer Rechnungsrat-Adjunkt zu Carlsburg bei Durlach,
1671-1680 markgräflich badischer Burgschaffner der
Obernimburg, zugleich See- und Fischschreiber der Markgrafschaft
Hochberg, 1680-1685 markgräflich badischer Burgvogt,
geistl. Verwalter und Oberwaisenpfleger Badenweiler
zu Müllheim/Bd., 1685-1687 zu Gernsbach, 1687-1699
Inspektor des württ.- Neuenstadt'schen Anteils auf
Schloss Ebestein bei Gernsbach, 1694-1699 zugleich
hzgl. württ. Klosterverwalter zu Herrenalb, dient
damit 3 Herrschaften. 
DRÜCK, Johann Erhard\Eberhard der Ältere (I28228)
 
2883 genannt 'der Jüngere', 1699-1708 hzgl. württ. Kastkellerei-Oberskribent
zu Stuttgart, 1708-1709 hzgl. Vogrei-Adjunkt seines
Schwiegervaters Johann Jakob Daubenhauer zu Sindelfingen,
1709-1729 hzgl.württ. Vogt, Keller und Stiftsverwalter
Sindelfingen als Nachfolger seines Schwiegervaters. 
DRÜCK, Johann Erhard\Eberhard der Jüngere (I28234)
 
2884 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7145)
 
2885 genannt Wastelbauer,
1850 Austrägler/im Ausgedinge 
FISCHER, Johann (I87)
 
2886 Genealogie der Herren von Binsfeld.
Zu Binsfeld sind in alter Zeit zwei adelige Geschlechter begütert, die Rost und die Mule. Jene sind Herren zu Binsfeld, diese besitzen nur einen Hof daselbst. Ritter Jordan Mule von Binsfeld, der im J. 1320 bei Lacomblet vorkommt, war ohne Zweifel Inhaber jenes Hofs. Wie eine Genealogie der Herren Mule unausführbar ist, so sind auch die Nachrichten über die Herren Rost so dürftig, dass man während des vierzehnten Jahrhunderts nur den jedesmaligen Herrn zu Binsfeld mit einiger Sicherheit namhaft machen kann. Der im J. 1301 bei Lacomblet vorkommende Ritter „Conradus dictus Rost“ schreibt sich in der Folge Ritter Coen von Binsfeld. Derselbe war Herr zu Binsfeld. Im J. 1308 empfing er von der Abtissin zu Nivelles deren Renten und Gefälle zu Binsfeld und an andern Orten auf sechs Jahre in Pachtung. Die Renten oder den Zehenden zu Binsfeld gab die Abtei späterhin den Herren daselbst in Erbpacht, wogegen sie die andern Güter dem Teutschen Orden verkaufte (Hennes Cod. Dipl. II. p. 332. 414). Coens ältester Sohn und Nachfolger ist Ritter Reynart Rost von Binsfeld, der sich in einer Urkunde v. J. 1331 findet, und bei Lacomblet im J. 1361 kurz „Rost van Bynsuelt“ genannt ist. Ritter Reynart hatte wohl nur einen Sohn und eine Tochter. Der Sohn, Ritter Cono Herr zu Binsfeld, hat im J. 1387 gemeinschaftlich mit Contzo von Vischenich Ritter und Heinrich Muylghyn von Binsfeld Knape vom Schilde, ein gewisses Capital aufgenommen, und zwar bei „Vyuns Schaefs Eydum dem Juden Burger zu Coelne“. Ich nehme nun an, dass Ritter Cono kinderlos gestorben, und seine Güter durch seine Schwester an den eben genannten Descendenten des Ritters Jordan Mule gekommen sind.

A.
Heinrich Mule von Binsfeld Ritter und Agnes von Binsfeld: welche Ehegatten etwa folgende Kinder gehabt haben:

1. Reynart Rost von Binsfeld (B).
2. Hellenberch von Binsfeld, aus deren Ehe mit Johan von Birgel ein Sohn Johan, und zwei weltliche Töchter stammen: Alverade von Birgel Gattin des Johan von Burgau,


Die Burg Binsfeld ist eine Wasserburg bei Binsfeld, Gemeinde Nörvenich, im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen. Sie liegt etwa vier Kilometer südöstlich von Düren.

Die Burg Binsfeld ist im Stil der Frührenaissance erbaut und zählt mit den der Nordwand vorgelagerten Loggien zu den bedeutendsten Profanbauten des Rheinlandes.[1]

Sie wurde am 6. März 1985 in die Denkmalliste der Gemeinde Nörvenich unter Nr. 1 eingetragen.[2] Zusätzlich wurde die Burg unter Nr. 6 am 27. März 1990 ist die Liste der Bodendenkmäler in Nörvenich eingetragen.
Geschichte
1397 trug der Ritter Heinrich Mule von Binsfeld eine Burg, die er gebaut hatte, mit dem Gericht dem Herzog von Jülich auf und erhielt sie von diesem als Lehen zurück.

Werner von Binsfeld baute 1533 das Herrenhaus der Burganlagen neu auf. Es entstand teilweise auf den Fundamenten einer älteren Burg und ist von einem Weiher umgeben. Die Burg ist ein rechteckiger Backsteinbau, der ursprünglich, getrennt von der Vorburg, mit Wasser umwehrt war. Auf der Feldseite ist die Burg drei-, auf der Hofseite zweigeschossig. Auf der Südostecke steht ein Rundturm. An der Nordostecke steht der achteckige Treppenturm.


Innenhof der Burg
Dem Herrenhaus sind auf der Hofseite in beiden Geschossen Loggien mit je sechs Arkaden vorgelagert. Um 1960 wurden die Loggien umfangreich durch den Landeskonservator Rheinland saniert.

Im Sturz über der Eingangstür steht das Ehewappen der Erbauer „Binsfeld-Nesselrode“. Auf der Bandverzierung steht Anno 1553.

In den vergangenen Jahrhunderten wurden das Herrenhaus als Wohngebäude und die Wirtschaftsgebäude (Vorburg) landwirtschaftlich genutzt. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde ein erheblicher Teil der Wirtschaftsgebäude bei einem Bombenangriff zerstört. Sie wurden 1941/42 wieder aufgebaut. Das Hauptgebäude blieb weitgehend verschont. Im Oktober 1983 wurde auf der Burg der rheinische „Tag der Burg“ veranstaltet.[3]

Bis zum Jahre 1986 wurden die Burggebäude landwirtschaftlich durch die Familie Conzen genutzt.

Nach einem Verkauf im Jahre 1990 wurde die Burg komplett umgebaut und das Herrenhaus mit einem mehrgeschossigen modernen Anbau versehen, der der Gesamtanlage viel von ihrem historischen Reiz genommen hat. Seit dem 1. Dezember 1993 befindet sich in der Burg Binsfeld eine Seniorenresidenz, die bis heute auf etwa 180 Plätze angewachsen ist. 
VON BINSFELD, N. (I37437)
 
2887 Generallandesarchiv Karlsruhe 269 Nr. 1079 Archivalieneinheit
Amtsgericht Heidelberg (mit Vorprovenienzen) / 1658-1972
Kurpfalz bis 1803 (v.a. Oberamt Heidelberg)
Ortsbezogen abgelegte Akten
Heidelberg
Nachlasssachen
S
1790
Verlassenschaft der Regimentsfeldscher-Witwe Schloetke, Susanna Philippine, geb. Walsdorf, verstorben 24.10.1789 in Heidelberg / 1790
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-4969749

Generallandesarchiv Karlsruhe 269 Nr. 1080 Archivalieneinheit
Amtsgericht Heidelberg (mit Vorprovenienzen) / 1658-1972
Kurpfalz bis 1803 (v.a. Oberamt Heidelberg)
Ortsbezogen abgelegte Akten
Heidelberg
Nachlasssachen
S
1788-1791
Verlassenschaft der Regimentsfeldscher-Witwe Schloetke, Susanna Philippine, geb. Walsdorf, verstorben 24.10.1789 in Heidelberg / 1788-1791
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-4969750 
WALSDORF \ WALSTORFF \ WALLSDORF, Susanna Philippina (I12207)
 
2888 Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2447
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Kurfürst Ludwig IV. von der Pfalz erneuert dem Johannes Schöntal d. J. die erbliche Belehnung mit dessen Haus zu Heidelberg. / Scholastica 1444

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2448
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Kurfürst Ludwig IV. von der Pfalz erneuert dem Johannes Schöntal d. J. die erbliche Belehnung mit dessen Haus zu Heidelberg (Revers). / Scholastica 1444

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2449
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Pfalzgraf Friedrich I. belehnt als Vormund seines Vetters Pfalzgraf Philipp den Johannes Schöntal, Apotheker zu Heidelberg, als Erblehen mit dem Steinhaus gegenüber dem Heiliggeiststift am Marktplatz zu Heidelberg, das des Vitztums Haus genannt wurde. Dieses hat Schöntal bereits zuvor als Erblehen getragen und dafür treu zu dienen gelobt. / sexta feria ipso die beate Affre

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2450
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Johannes Schöntal, Apotheker zu Heidelberg, reversiert gegenüber Pfalzgraf Friedrich I. als Vormund des minderjährigen Pfalzgrafen Philipp über die erbliche Belehnung mit dem Steinhaus gegenüber dem Heiliggeiststift am Marktplatz zu Heidelberg, das des Vitztums Haus genannt wurde. Schöntal gelobt, dem Pfalzgraf treu zu dienen. / off frijtag sant Affran tag


Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2451
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Pfalzgraf Friedrich I. belehnt, für seinen Sohn Pfalzgraf Philipp und seine Erben, den Johannes Schöntal, Apotheker zu Heidelberg, mit dem Steinhaus gegenüber dem Heiliggeiststift am Marktplatz zu Heidelberg, das des Vitztums Haus genannt wurde, als Erblehen. Dieses hat Schöntal bereits zuvor getragen und dafür treu zu dienen gelobt. / feria quarta post festum beatorum Philipi et Jacobi apostolorum

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2468
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Johann Wüst und Philipp Sprenger reversieren gegenüber Kurfürst Friedrich II. von der Pfalz wegen des früher Schöntal'schen Erblehens. / Donnerstag nach Exaudi 1545
Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2452
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Johannes Schöntal, Apotheker zu Heidelberg, reversiert gegenüber Pfalzgraf Friedrich I. über die erbliche Belehnung mit dem Steinhaus gegenüber dem Heiliggeiststift am Marktplatz zu Heidelberg, das des Vitztums Haus genannt wurde. Schöntal gelobt, dem Pfalzgraf treu zu dienen. / uff mitwochen nach sand Philip und Jacob der heiligen zwelffboten tag

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2685
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Johannes Schöntal, Apotheker zu Heidelberg, verkauft dem Bürger Nilolaus Seiler daselbst 1 Morgen Weingarten im Kiesel um 100 Gulden. / Mittwoch nach Elisabeth 1455

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2453
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Johann Schöntal, Sohn des verstorbenen Apothekers Johannes Schöntal, reversiert für sich und seine Geschwister gegenüber Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz über die erbliche Belehnung mit Steinhaus gegenüber der Heiliggeistkirche am Marktplatz zu Heidelberg, das des Vitztums Haus genannt wurde. Schöntal gelobt, dem Pfalzgraf treu zu dienen. / uff mitwoch unsers hern fronlichnams abent

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2454
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Kurfürst Philipp von der Pfalz belehnt den Johannes Schöntal, Apotheker zu Heidelberg, mit dem Steinhaus gegenüber dem Heiliggeiststift am Marktplatz zu Heidelberg, das des Vitztums Haus genannt wurde, als Erblehen. Dieses hat Schöntal bereits zuvor als Erblehen getragen und dafür treu zu dienen gelobt. / uf fritag nach sant Dionisius tag

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2455
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Johannes Schöntal, Sohn des verstorbenen Apothekers Johann Schöntal zu Heidelberg, reversiert gegen Kurfürst Philipp von der Pfalz über die erbliche Belehnung mit dem Steinhaus gegenüber dem Heiliggeiststift am Marktplatz zu Heidelberg, das des Vitztums Haus genannt wurde. Schöntal gelobt, dem Pfalzgraf treu zu dienen. / uff fritag nach sant Dionisius tag

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2750
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz entscheidet in der Streitsache zwischen Hans Schöntal, Apotheker zu Heidelberg, einerseits und Hans Wolf, Hufschmied, Hans Riemenschneider und Balthasar Schuhnieter, die derzeit die obere Badstube in der Kennelgasse innehaben, und der dortigen Nachbarschaft andererseits über den in Schöntals Garten, genannt Bremeneck, entspringenden Wasserlauf. Dabei wird u. a. auf die Wassernutzung durch Garten und Badstube, die Anlegung eines Weihers sowie die Vergütung des Hans Schöntal mit 24 Gulden durch die Badegenossen und die Nachbarschaft eingegangen. Auf dem Garten lastende genannte Hellerzinsen des Spitals und Kaplans werden vom Pfalzgrafen gekauft, damit der Garten von Abgaben befreit ist. / off sannd Philips und Jacobs abent apostolorum

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2751
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Albert Medelin, Vikar am Stift zum Heiligen Geist zu Heidelberg, gestattet dem Apotheker Johannes Schöntal, den Wasserfluss aus dessen Garten durch seinen zu führen. / Montag nach Exaudi 1476

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2754
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Kurfürst Philipp von der Pfalz verkündet den Spruch seines Hofgerichts im Rechtsstreit zwischen Bürgermeistern und Rat zu Heidelberg einerseits und dem Apotheker Johannes Schöntal andererseits wegen Irrungen über dessen erblichen Garten Bremeneck. Streitpunkte sind u. a. das Verbot der Aufrichtung eines Zauns durch die Stadt, der Wasserlauf durch den Garten und die Allmende in den Stadtgraben, der Durchbruch der dortigen Stadtmauer und das Graben nach Wasser durch Ratsknechte im benachbarten Grundstück, wobei u. a. Heinrich (Henchin) von Gundheim, Hans Lauer (Luwer), Jakob Schneider, Jost Goldschmied sowie Hans Hecht verhört werden. Richter und Räte des Pfalzgrafen sind: Hans von Gemmingen zu Guttenberg, Hofrichter; Eitel von Sickingen, Ritter; Hans von Wallbrunn der Ältere; Ludwig von Sickingen; Hans von Venningen zu Neidenstein; Hans zu Rodenstein; Hans von Stettenberg; Hans von Helmstatt, Sohn des verstorbenen Hans; Meister Peter Brechtel und Peter vom Stein zu Kreuznach, letztere beiden Lizenziaten. / uff sant Egidien tag

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2456
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Kurfürst Philipp von der Pfalz belehnt Hans Schöntal, Apotheker zu Heidelberg, mit dem Steinhaus gegenüber dem Heiliggeiststift am Marktplatz zu Heidelberg, das des Vitztums Haus genannt wurde, als Erblehen. Schöntal gelobt, treu zu dienen. / samstag nach vincula Petri

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2457
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Hans Schöntal, Apotheker zu Heidelberg, reversiert gegenüber Kurfürst Philipp von der Pfalz über die erbliche Belehnung mit dem Steinhaus gegenüber dem Heiliggeiststift am Marktplatz zu Heidelberg, das des Vitztums Haus genannt wurde. Schöntal gelobt, dem Pfalzgrafen treu zu dienen. / uff samstag nach vincula Petri


Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2458
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Franz Heiles (Heyles), Kanzleischreiber, reversiert gegenüber Kurfürst Philipp von der Pfalz über zwei Morgen Weingarten in den Neckarhelden (an der Neckerhelden) zu Heidelberg, die er und seine Erben, Söhne wie Töchter, für seinen treuen Dienst zu Erblehen erhalten haben. Dies gilt, sobald die derzeitige Inhaberin, Brigitta (Bryda) Dubingerin, nicht mehr lebt. Franz gelobt gehorsam und treu zu sein, so wie es ein Mann es seinem Herrn schuldig ist, als ob er das Lehen bereits empfangen hätte. Brigitta, die Base (Beßlin) des Ausstellers und Witwe von Johannes Mulich (+), verfügt über keine Erben, sodass der Weingarten eigentlich an den Pfalzgrafen kommen würde. Ursprünglich hatte der Apotheker Johannes [Schöntal] (+), ein Vetter des Ausstellers, den Weingarten von Albrecht von Erligheim gekauft. / uff dornstag nach invocavit

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2459
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Pallas Schöntal, Apotheker zu Heidelberg, reversiert gegenüber Kurfürst Philipp von der Pfalz über das Steinhaus gegenüber der Heiliggeistkirche, genannt des Vitztums Haus, um dessen Übergabe der Bruder des Ausstellers, Johannes Schöntal, gebeten hat. Der Aussteller gelobt treu zu dienen. / uff montag nach aller heiligen tag

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2460
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Kurfürst Ludwig der V. von der Pfalz erteilt dem Pallas Schöntal die erbliche Belehnung mit seinem Haus in Heidelberg. / Dienstag nach ULF Empfängnis

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2461
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Kurfürst Ludwig der V. von der Pfalz erteilt dem Pallas Schöntal die erbliche Belehnung mit seinem Haus in Heidelberg (Revers). / Dienstag nach ULF Empfängnis

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2462
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz fällt das schiedsrichterliche Urteil, dass das Schöntal'sche Haus zu Heidelberg, ein Erblehen der Pfalz, den beiden Schwestern Schöntal, Katharina Vierdung und Margarethe Sprenger, zufallen soll. / Samstag nach Esto mihi 1520

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2463
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz verleiht das bisher Schöntal'sche Erblehen an Hans Vierdung und Hans Sprenger. / 16. Dezember 1521

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2464
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz verleiht das frühere Schöntal'sche Erblehen an Johannes Wüst und Philipp Sprenger. / Montag nach Trinitatis 1539

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2465
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz erneuert den Johann Wüst und Philipp Sprenger die Belehnung mit dem Schöntal'schen Erblehen zu Heidelberg. / Donnerstag nach Margarethe 1541

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2466
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Johann Wüst und Philipp Sprenger reversieren gegenüber Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz wegen der Belehnung mit dem Schöntal'schen Erblehen. / Donnerstag nach Margarethe 1541

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2467
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Kurfürst Friedrich II. von der Pfalz erteilt Johann Wüst und Philipp Sprenger die Belehnung mit dem früher Schöntal'schen Erblehen zu Heidelberg. / Donnerstag nach Exaudi 1545

Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 812, 257
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Friedrich I.
1469 Dezember 27 (uff sant Johanns tag ewangelisten)
Schöntal, Johannes (Hans), d. J.; Apotheker zu Heidelberg, ux. Katharina Erer, erw. 1460, 1493, 1494 tot
Perpetuum (Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz) / (1296) 1462-1476 (1478)
Kopfregest: "Wie Johannes Schontal appotecker der garten Bremenneck zu kauff geben ist".
Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz bekundet, auch für seinen Sohn Philipp und beider Erben, dass er seinem Heidelberger Apotheker Johannes Schöntal, dessen Ehefrau Katharina Erer (Ererin) und ihren Erben den Garten genannt Bremeneck am hinteren Burgweg zu Heidelberg um 250 Gulden verkauft hat. Den Garten hatte vormals Dieter Ramung (+) inne, der den Garten an den Aussteller versetzt hat. Zum Garten gehörig sind Grund und Boden, Mauern, Zäune usw. und insbesondere die Brunnengerechtigkeit des Brunnen am darüberliegenden Grundstück, von dem Leitungen durch den Garten geführt werden. Die Wasser- und Brunnenrechte des Kanzlers Bischof Matthias von Speyer an seinem Brunnen und diejenigen des Heidelberger Rates am Rats- und am Spitalbrunnen, die von alters her "in disem garten gefast geholet und dar uß furtter in dolen gelegt" sind, sollen von dem Verkauf unberührt sein. Weitere Bestimmungen betreffen die Bauarbeiten an den Leitungen und die Schlüsselgewalt für den Garten. Der Garten soll, mit Ausnahme der Bodenzinse von 15 Heller an das Spital zu Heidelberg und 7 Heller an den Kaplan, lediges und freieigenes Gut sein. Die frühere Verschreibung über den Garten, die Friedrich an seine Dienerin Klara Tott gegeben hatte, sollen die neuen Inhaber zur größeren Sicherheit innehaben.
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5394471


Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 814, 32
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Friedrich I.
Liber ad vitam II (Kurfürst Friedrichs I. von der Pfalz) / (1397) 1470-1476 (1480)
Urkunden
1469 Dezember 27 (uff sannt Johanns ewangelisten tag)

Kopfregest: "Als myne gnediger herre pfalczgrave Claren Dettin von Augspurg gegont und verwilligt hat iren garten zu Heidelberg genant das Bremeneck Hansen Erern dem eltern zuverkauffen".
Im Urkundentext wurde der Käufer mehrfach von Hans Erer zu Hans Schöntal geändert, das Datum der Urkunde wurde dabei nicht geändert. Daneben auch Korrekturen, wobei insbesondere die Sätze über die Schadloshaltung der oberen Badstube sowie über etwaige Grundlasten durchgestrichen sind.

Klara Tott von Augsburg bekundet, dass sie dem Hans Schöntal [korrigiert aus: Hans Erer d. Ä.], Apotheker zu Heidelberg, seiner Ehefrau Katharina Erer und ihren Erben den Garten genannt Bremeneck am hinteren Burgberg zu Heidelberg um 250 Gulden verkauft hat. Der Garten hatte ursprünglich Dieter Ramung (+) gehört, war dann von Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz gekauft worden und wurde schließlich von diesem mit Bau, Grund, Boden, Mauer, Zäunen, Weg und Steg sowie Zugängen an Klara verschrieben. Der Verkauf geschieht mit allen Zugehörungen und insbesondere dem näher beschriebenen Brunnenrecht. Bischof Matthias von Speyer, der einen Wasserlauf zum Brunnen in seinem Hof aus dem Bremeneck mit Dolen hat, sowie der Rat zu Heidelberg, der dasselbe zum Rats- und Spitalbrunnen in Heidelberg hat, sollen in ihren Rechten unbeschadet bleiben. Bei notwendigen Bauarbeiten sollen sie von dem neuen Besitzer des Gartens den Schlüssel anfordern und unter seiner Schadloshaltung vorgehen. Hans Schöntal und seine Erben sollen sich des Wasserablaufs zu ihrem Nutzen gebrauchen, doch ohne Eintrag an den Rechten anderer, insbesondere der oberen Badstube zu Heidelberg. Die Ausstellerin überantwortet den Garten als freies Eigengut mit allen früheren Freiheiten, wobei an Bodenzinsen 15 Heller an das Spital zu Heidelberg und 7 Heller an den dortigen Kaplan bestehen. Sie will den Käufer für weitere aufgefundene Grundlasten schadlos halten. Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz gibt für sich und seinen Sohn Philipp seine Zustimmung zum Verkauf und weist seine Amtleute und Untertanen um Beachtung an. / uff sannt Johanns ewangelisten tag
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5422126

Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 1662, 143
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Philipp
Perpetuum I (Kurfürst Philipp von der Pfalz) / (1093) 1476-1484/85 (1502)
Urkunden
Heidelberg, 1478 April 5 (uff sontag misericordia domini)

Kurfürst Philipp von der Pfalz erlässt dem Spital zu Heidelberg jährliche Zinsen über 9 Heller und einen halben Kapaun, um Verluste des Spitals zu vermeiden, und benachrichtigt darüber seinen Haushofmeister Eberhard von Gemmingen und seinen Küchenschreiber Ulrich Wilhelm, dass dies aus dem Amtsbuch getilgt werde. Im Gegenzug ist auch der Zins über 15 Heller, der vom Garten Bremeneck an das Spital gegangen war, nicht mehr zu entrichten, den bereits Philipps Vetter und Vater, Pfalzgraf Friedrich I., dem Apotheker Hans Schöntal erlassen wollte. / uff sontag misericordia domini
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5397354


Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 1662, 163
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Philipp
Perpetuum I (Kurfürst Philipp von der Pfalz) / (1093) 1476-1484/85 (1502)
Urkunden
1479 September 4 (uff samßtag nach Egidii)
Siegler Hans von Gültlingen; Stadt Heidelberg
Kopfregest: "Kauffbriff uber huß und garten Hensel Liebers vor dem berg zu Heidelberg."

Gertrud Lieber, Witwe des Hofmetzgers Hensel Lieber, verkauft mit Wissen und Willen ihrer Kinder dem Kurfürsten Philipp von der Pfalz ihre Behausung mit Hofreite und Garten und Zugehör. Das Gut liegt vor dem Berg [zu Heidelberg], grenzt oberhalb an den Allmendeweg, unterhalb an das Spitalgut, an Wirtlin, Knecht des Hofmetzgers, und an den Apotheker Johannes Schöntal sowie zu unterst an Nikolaus Goldschmied an. Der Verkauf geschah für 120 Gulden, die sie dem Pfalzgrafen quittiert. Von dem Objekt gehen jährlich als Zinsen 15 Schilling und 4 oder 5 Heller an den Pfalzgrafen, 6 Schilling Heller an den Ratsaltar im Heiliggeiststift und 6 Pfund Öl an die oberste Kirchenampel im gleichen Stift. Zur Besiegelung wurden die Bürgermeister von Heidelberg, Jost und Konrad Goldschmied, sowie der dortige Schultheiß, Junker Hans von Gültlingen, hinzu gebeten. / uff samßtag nach Egidii
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5397375

Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 820, 118 Dokument
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Philipp
Perpetuum II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) / (1299) 1476-1502
Urkunden
Heidelberg 1488 August 18 (uff montag nach unnser lieben frawen assumptionis)


Kurfürst Philipp von der Pfalz gibt seine Einwilligung dazu, dass Abt Johannes von Schöntal, Zisterzienserorden, das Pfarrhaus zu Neuenstadt am Kocher mit Scheuer und Begriff und Zugehörde gegen ein anders Haus daselbst mit Scheuer und Begriff, das zuvor Merklin und Ottilie Reck gehört hatte, eingetauscht hat. Das bisher von Abgaben und Diensten befreite Pfarrhaus verliert diese Freiheit, das dafür neuerworbene Haus bekommt diese übertragen. Den Amtleuten und anderen wird die Beachtung und Handhabung befohlen. / uff montag nach unnser lieben frawen assumptionis
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5433673

Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 829, 217 Dokument
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Philipp
Entscheide, Anlässe und Verträge I (Kurfürst Philipps von der Pfalz) / (1432) 1477-1491
Urkunden
1484 Juli 15 (uff dorstag nach Margarethe)
Pfalz, Philipp, gen. der Aufrichtige; Pfalzgraf bei Rhein, Kurfürst, 1448-1508Gemeinsame Normdatei der Deutschen Nationalbibliothek
Schöntal, Bernhard; erw. 1484
Schöntal, Brigitte; m. Wendel von Remchingen, erw. 1483, 1493
Schöntal, Gregorius; Mönch zu Hane, erw. 1484
Schöntal, Hieronymus; Zollschreiber zu Bacharach, 1484 tot
Schöntal, Johannes (Hans), d. J.; Apotheker zu Heidelberg, ux. Katharina Erer, erw. 1460, 1493, 1494 tot

Kurfürst Philipp von der Pfalz entscheidet Streitigkeiten zwischen dem Prior und Konvent zu Hane (Hene) als Vertreter ihres Konventsbruders Gregorius Schöntal, Äbtissin und Konvent zu Königsbrück und Wildberg (Wilperg) als Vertreter zweier Mitschwestern sowie den Geschwistern Johann Schöntal, Apotheker zu Heidelberg, Bernhard Schöntal und Brigitte Schöntal, Witwe von Remchingen. Streitgegenstand ist das Erbe von deren Bruder Hieronymus Schöntal, Zollschreiber zu Bacharach. Bernhard hatte gefordert, dass Brigitte auf Teile ihres Erbes verzichte, da sie beim elterlichen Erbe mehr empfangen hätte als ihr zugestanden hätte. Sie und die geistlichen Geschwister waren anderer Meinung. Der Pfalzgraf und seine Räte entscheiden, dass das Erbe zu gleichen Teilen zu teilen sei. / uff dorstag nach Margarethe

Die Identifizierung des Klosters "Wilperg" ist unsicher. Möglich sind das Kloster Reuthin in Wildberg oder das Kloster St. Johanniszelle unter Wildberg bei Bad Königshofen.
Kopfregest: "Entscheidt derr geswisterde Schontals etc.".


Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 818, 379 Dokument
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Philipp
Liber ad vitam II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) / (1383) 1487-1500 (1508)
Urkunden
Ladenburg, 1494 August 2 (uff samßtag nach vincula Petri apostoli)

Kopfregest: "Verwillung inn Johannes Schontals testament und den vertrag der apotecken halben zu Heydelberg zuschen sin kinden durch ine uffgericht".
Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass die Erben des verstorbenen Johannes Schöntal (Schon-), Apotheker zu Heidelberg, ihn um eine Bestätigung seines Testaments gebeten haben, das dieser vor seinem Tod notariell am 04.11.1493 aufgerichtet hatte und das Erbbestimmungen hinsichtlich der Brüder, Söhne und Töchter enthält. Der Pfalzgraf bestätigt als Landesfürst, als Lehnsherr des "huß" und der Apotheke zu Heidelberg mit ihrem Zubehör, kraft seiner Obrigkeit und damit bessere Einigkeit zwischen den Genannten bestehe, das Testament und auch den Vertrag über die Apotheke, wonach ein Bruder dem anderen jährlich 60 Gulden Gülte von der Apotheke und seiner Schwester, einer Nonne zu Neuburg, 10 Gulden als Leibgeding reichen soll. Kurfürst Philipp will sie darin schirmen und rechtlich handhaben, wobei er sich Mannschaft, Lehnschaft, Lehnrecht und Obrigkeit vorbehält. / uff samßtag nach vincula Petri apostoli
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5524698

Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 818, 591 Dokument
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Philipp
Liber ad vitam II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) / (1383) 1487-1500 (1508)
Urkunden
Heidelberg 1499 Oktober 22 (uff dinstag nach der eilfftusent heiligen meide tag)
Kopfregest: "Wie Johannes Schöntaln und siner hußfrauwen furmonder geben sint".
Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass er als Landesfürst und "uß zimlichen notdurfftigen ursachen", die ihm wohlbekannt sind, darum ersucht worden ist, dem Johann Schöntal (Hannsen Schontal), vormals Apotheker zu Heidelberg, Vormunde zu setzen. Der Pfalzgraf hat dafür seine Getreuen Pallas Schöntal, derzeit Apotheker und Hans' Bruder, sowie Johann Sibolt (Sy-), Pedell der Universität zu Heidelberg, verordnet. Beide sollen Johann treu vorstehen, ein Inventar seiner Habe erstellen, seine Sachen zum Besten vertreten und über die Einnahmen und Ausgaben in der Vormundschaft Rechnung führen, was sie mit handgebender Treue gelobt und geschworen haben. / uff dinstag nach der eilfftusent heiligen meide tag
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5541046


Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 818, 592 Dokument
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Philipp
Liber ad vitam II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) / (1383) 1487-1500 (1508)
Urkunden
Heidelberg, 1499 Oktober 22 (uff dinstag nach der eilfftusent heiligen meide tag)
Kopfregest: "Der ingang siner hußfrauwen furmonder brieff".
Unvollständige Abschrift; folgt dem Formular der darüber notierten Ordnung für ihren Ehemann Johann Schöntal (ut supra). Vgl. fol. 418r-418v (Nr. 591).
Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass er als Landesfürst und "uß zimlichen notdurfftigen ursachen", die ihm wohlbekannt sind, darum ersucht worden ist, der Agnes, Ehefrau des ehemaligen Heidelberger Apothekers Johann Schöntal (Hansen Schontals), Vormunde zu setzen. Der Pfalzgraf hat dafür seine Getreuen Konrad Goldschmied (Goltschmit) und Erhard Hauenhut (Hauwinhut) verordnet. Beide sollen ihr treu vorstehen, ein Inventar ihrer Habe erstellen, ihre Sachen zum besten vertreten und über die Einnahmen und Ausgaben in der Vormundschaft Rechnung führen, was sie mit handgebender Treue gelobt und geschworen haben. / uff dinstag nach der eilfftusent heiligen meide tag
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5541047


Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 818, 593 Dokument
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Philipp
Liber ad vitam II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) / (1383) 1487-1500 (1508)
Urkunden
Heidelberg, 1499 Oktober 22 (uff dinstag nach der eilfftusent heiligen meide tag)
Notiz, dass zum heutigen Tag Johann Schöntal, ehemaliger Apotheker zu Heidelberg, in die Kanzlei vor Alexander Bellendörfer (fuer mich Allexander Pellndorffer), der von Kurfürst Philipp von der Pfalz zu der Sache abgeordnet worden war, getreten ist und im Beisein des Meisters Hans Mangolt und Johann Kulmans von der Kanzlei seine Lehen übergeben hat. Die Lehen sollen seinem Bruder Pallas Schöntal geliehen werden. Dies hat Alexander Bellendörfer mit eigener Hand "an die nottell" geschrieben. / uff dinstag nach der eilfftusent heiligen meide tag
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5541048


Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 818, 652 Dokument
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Philipp
Liber ad vitam II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) / (1383) 1487-1500 (1508)
Urkunden
1499 Oktober 22 (uff dinstag nach der eilff tusent heiligen meide tag)
Kopfregest: "Wie Hansen Schontal fürmonder geben sint".
Weitgehend gleichlautende Abschriften dieser Urkunde und der Notizen auch auf fol. 418r-418v [alt: 362r-362v] (Nr. 591-593).
Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass er als Landesfürst und "uß zimlichen notdurfftigen ursachen" die ihm wohlbekannt sind, darum ersucht worden ist, dem Johann Schöntal (Hannsen Schontal), vormals Apotheker zu Heidelberg, Vormunde zu setzen. Der Aussteller hat dafür seine Getreuen Pallas Schöntal, derzeit Apotheker und Hansens Bruder, und Johann Sibolt (Sy-), Pedell der Universität zu Heidelberg, verordnet. Beide sollen Johann treu vorstehen, ein Inventar seiner Habe erstellen, seine Sachen zum Besten vertreten und über die Einnahmen und Ausgaben in der Vormundschaft Rechnung führen, was sie mit handgebender Treue gelobt und geschworen haben. Unter der Urkundenabschrift Notiz, dass Konrad Goldschmied (Goltschmit) und Erhard Hauenhut (Hauwinhut) zu Vormunden von Johann Schöntals Ehefrau Agnes gesetzt worden sind. Darunter Notiz, dass Johann Schöntal, ehemaliger Apotheker zu Heidelberg, in die Kanzlei vor Alexander Bellendörfer (fuer mich Allexander Pellndorffer), der von Kurfürst Philipp von der Pfalz zu der Sache abgeordnet worden ist, getreten ist und im Beisein des Meisters Hans Mangolt und Johann Kulman von der Kanzlei seine Lehen übergeben hat. Die Lehen sollen seinem Bruder Pallas Schöntal verliehen werden. / uff dinstag nach der eilff tusent heiligen meide tag
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5547928

Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 816, 75 Dokument
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Philipp
Liber ad vitam I (Kurfürst Philipps von der Pfalz) / (1470) 1477-1487 (1497)
Urkunden
Heidelberg, 1483 April 18 (uff fritag nach misericoridas domini)
Kopfregest: "Wie Brigitta Schontalin inschirm genomen ist".
Vermerk, dass Brigitte Wendels Witwe ist, wurde am Seitenrand eingefügt.
Kurfürst Philipp von der Pfalz nimmt seine Angehörige Brigitta Schöntal (Schontalin), Witwe des Wendel von Remchingen, bis auf seiner oder seiner Erben Widerruf in Schirm. Der Pfalzgraf versichert, sie zu schirmen und rechtlich zu handhaben, sofern ihr der Rechtsgang vor ihm, seinen Richtern und Räten oder den gewiesenen Instanzen genügt. / uff fritag nach misericoridas domini
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5450749


Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 825, 21 Dokument
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Philipp
Entscheide, Anlässe und Verträge III (Kurfürst Philipps von der Pfalz) / (1496) 1500-1508
Urkunden
Heidelberg, 1502 August 10 (uff sant Laurentzen tag)
Kopfregest: "Vertrag zwuschen meister Palles Schontall appodecker unnd Johannes Sprenger zu Ladenberg".
Kurfürst Philipp von der Pfalz schließt einen Vertrag zwischen dem Apotheker (appodecker) zu Heidelberg, Meister Pallas Schöntal, einer- und Johannes Sprenger von Ladenburg andererseits, nachdem es zu Streitigkeiten gekommen ist, da Johannes die Schwester des Pallas, Jungfrau Margarethe Schöntal, weggefreit (aberworben) hatte. Der Pfalzgraf hatte daraufhin seinem Hofmeister und Ritter Swicker von Sickingen sowie seinem Kanzler Doktor Jakob Kuhorn (Kuwhorn) die Schlichtung anbefohlen, welche folgende Abmachung herbeigeführt haben: 1. Margarethe und Johannes sollen die Ehe eingehen, diese mit Kirchgang nach christlicher Ordnung bestätigen und sie halten, wie es sich gebührt. 2. Pallas gibt seiner Schwester aus brüderlicher Treue für das Erbe der Eltern 200 Gulden und die Margarethe zugestellte fahrende Habe. Dafür sollen er oder seine Erben jährlich zu St. Martin [= 11.11.] eine Gülte über 10 Gulden ausrichten, bis sie abgelöst wird, nämlich je 100 Gulden für 5 Gulden. Dies soll dann mit Wissen von Pallas erneut in einer Gülte angelegt werden und nicht in die Hände des Ehepaars kommen. [3.] Johannes bringt 100 Gulden in die Ehe ein, die er nicht in einer Gülte anlegen muss, sondern zur Ernährung von sich und seiner Ehefrau fürsorglich verwenden soll. [4.] Dies sollen die Eheleute gemeinsam verwenden, wobei die 200 Gulden Zugabe, die Margarethe einbringt, durch sie nicht veräußert werden darf, sondern wie nachfolgt verwendet werden soll. [5.] Wenn die Eheleute gemeinsame Kinder haben und Johannes zuerst stirbt, soll Margarethe ihre Zugabe zu Lebzeiten behalten, sofern sie sich mütterlich zu ihren Kindern verhält und diese davon nährt. [6.] Das gleiche gilt, wenn Margarethe vor Johannes stirbt, unter oben genannten Auflagen. [7.] Haben sie keine gemeinsamen Leibeserben und Johannes stirbt zuerst, hat Margarethe ein Beisitzrecht an allen Gütern. Nach ihrem Tod fallen die 200 Gulden an die nächsten lebenden Erben. [8.] Stirbt Margarethe zuerst ohne Leibserben, hat Johannes ein Beisitzrecht an seinen eingebrachten 100 Gulden und an 100 Gulden von Margarethes Zugabe. Die anderen 100 Gulden kommen an deren nächsten lebende Erben. Nach Johannes Tod fallen die übrigen 200 Gulden an die jeweils nächstgelegenen Erben jeder Seite, das Gleiche gilt für die Güter. [9.] Margarethe und Johannes haben Pallas die 200 Gulden quittiert, auf ihre Erbforderungen und weibliche Freiheiten verzichtet und die Einhaltung dieser Regeln beschworen. / uff sant Laurentzen tag
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5576685

 
SCHÖNTHAL, Johannes ´der Jüngere` (I57141)
 
2889 Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2462 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828

Spezialia badischer Orte

Heidelberg, Stadt

Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz fällt das schiedsrichterliche Urteil, dass das Schöntal'sche Haus zu Heidelberg, ein Erblehen der Pfalz, den beiden Schwestern Schöntal, Katharina Vierdung und Margarethe Sprenger, zufallen soll. / Samstag nach Esto mihi 1520
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1772554 
SCHÖNTHAL, Margaretha (I57170)
 
2890 Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2462 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Bensheim, 1520 Februar 25 (Samstag nach Esto mihi 1520)
Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz fällt das schiedsrichterliche Urteil, dass das Schöntal'sche Haus zu Heidelberg, ein Erblehen der Pfalz, den beiden Schwestern Schöntal, Katharina Vierdung und Margarethe Sprenger, zufallen soll. / Samstag nach Esto mihi 1520
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1772554 
SCHÖNTHAL, Catharina (I57146)
 
2891 Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2463 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828

Spezialia badischer Orte

Heidelberg, Stadt
Heidelberg 1521 Dezember 16
Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz verleiht das bisher Schöntal'sche Erblehen an Hans Vierdung und Hans Sprenger. / 16. Dezember 1521
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1772558 
SPRENGER, Hans (I57171)
 
2892 Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2464 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828

Spezialia badischer Orte

Heidelberg, Stadt
Heidelberg 1539 Januar 2 (Montag nach Trinitatis 1539)
Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz verleiht das frühere Schöntal'sche Erblehen an Johannes Wüst und Philipp Sprenger. / Montag nach Trinitatis 1539
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1773059


Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2465 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Heidelberg, 1541 Juli 21 (Donnerstag nach Margarethe 1541)
Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz erneuert den Johann Wüst und Philipp Sprenger die Belehnung mit dem Schöntal'schen Erblehen zu Heidelberg. / Donnerstag nach Margarethe 1541
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1773168

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2466 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828

Spezialia badischer Orte

Heidelberg, Stadt
Heidelberg 1541 Juli 21 (Donnerstag nach Margarethe 1541)
Johann Wüst und Philipp Sprenger reversieren gegenüber Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz wegen der Belehnung mit dem Schöntal'schen Erblehen. / Donnerstag nach Margarethe 1541
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1773169


Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2467 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828

Spezialia badischer Orte

Heidelberg, Stadt
Heidelberg 1545 Mai 21 (Donnerstag nach Exaudi 1545)
Kurfürst Friedrich II. von der Pfalz erteilt Johann Wüst und Philipp Sprenger die Belehnung mit dem früher Schöntal'schen Erblehen zu Heidelberg. / Donnerstag nach Exaudi 1545
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1779508

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2468 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828

Spezialia badischer Orte

Heidelberg, Stadt
1545 Mai 21 (Donnerstag nach Exaudi 1545)
Johann Wüst und Philipp Sprenger reversieren gegenüber Kurfürst Friedrich II. von der Pfalz wegen des früher Schöntal'schen Erblehens. / Donnerstag nach Exaudi 1545
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1779509

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2470 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828

Spezialia badischer Orte

Heidelberg, Stadt
Heidelberg, 1557 Januar 29
Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz erteilt dem Philipp Spannagel und dem Johann Wüst die Belehnung mit dem früher Schöntal'schen Erblehen zu Heidelberg. / 29. Januar 1557
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1796557


Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2471 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828

Spezialia badischer Orte

Heidelberg, Stadt
Heidelberg 1559 Oktober 23
Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz erteilt Johann Wüst und Philipp Spannagel die Belehnung mit dem früher Schöntal'schen Erblehen zu Heidelberg. / 23. Oktober 1559
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1796567
 
WÜST, Johannes (I57149)
 
2893 Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2464 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828

Spezialia badischer Orte

Heidelberg, Stadt
Heidelberg 1539 Januar 2 (Montag nach Trinitatis 1539)
Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz verleiht das frühere Schöntal'sche Erblehen an Johannes Wüst und Philipp Sprenger. / Montag nach Trinitatis 1539
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1773059

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2465 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Heidelberg 1541 Juli 21 (Donnerstag nach Margarethe 1541)
Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz erneuert den Johann Wüst und Philipp Sprenger die Belehnung mit dem Schöntal'schen Erblehen zu Heidelberg. / Donnerstag nach Margarethe 1541
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1773168

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2466 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828

Spezialia badischer Orte

Heidelberg, Stadt
Heidelberg 1541 Juli 21 (Donnerstag nach Margarethe 1541)
Johann Wüst und Philipp Sprenger reversieren gegenüber Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz wegen der Belehnung mit dem Schöntal'schen Erblehen. / Donnerstag nach Margarethe 1541
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1773169

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2467 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828

Spezialia badischer Orte

Heidelberg, Stadt
Heidelberg 1545 Mai 21 (Donnerstag nach Exaudi 1545)
Kurfürst Friedrich II. von der Pfalz erteilt Johann Wüst und Philipp Sprenger die Belehnung mit dem früher Schöntal'schen Erblehen zu Heidelberg. / Donnerstag nach Exaudi 1545
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1779508

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2468 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828

Spezialia badischer Orte

Heidelberg, Stadt
1545 Mai 21 (Donnerstag nach Exaudi 1545)
Johann Wüst und Philipp Sprenger reversieren gegenüber Kurfürst Friedrich II. von der Pfalz wegen des früher Schöntal'schen Erblehens. / Donnerstag nach Exaudi 1545
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1779509

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2469 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828

Spezialia badischer Orte

Heidelberg, Stadt
Heidelberg 1548 Oktober 31
Kurfürst Friedrich II. von der Pfalz verleiht den Anteil des verstorbenen Apothekers Philipp Sprenger am Schöntal'schen Erblehen seinem Sekretär Philipp Spannagel. / 31. Oktober 1548
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1794300 
SPRENGER, Philipp (I57172)
 
2894 Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2470
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
1557 Januar 29
Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz erteilt dem Philipp Spannagel und dem Johann Wüst die Belehnung mit dem früher Schöntal'schen Erblehen zu Heidelberg. / 29. Januar 1557
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1796557


Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2471
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
1559 Oktober 23
Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz erteilt Johann Wüst und Philipp Spannagel die Belehnung mit dem früher Schöntal'schen Erblehen zu Heidelberg. / 23. Oktober 1559
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1796567


Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2472
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Moosbach, 1564 Januar 18
Kurfürst Friedrich III. von der Pfalz erteilt dem Philipp Stephan Sprenger die Belehnung mit dem Schöntal'schen Erblehen. / 18. Januar 1564
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1796574


Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2474
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
1578 Juni 13
Kurfürst Ludwig VI. von der Pfalz erteilt dem Kirchenrat Wendel Sprenger und dem Hofapotheker Philipp Stephan Sprenger die Belehnung mit dem ehemals Schöntal'schen Erblehen. / 13. Juni 1578
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1797434

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2475
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
1578 Juni 13
Kirchenrats Wendel Sprenger und Hofapothekers Philipp Stephan Sprenger reversieren gegenüber Kurfürst Ludwig VI. von der Pfalz wegen der Belehnung mit dem ehemals Schöntal'schen Erblehen. / 13. Juni 1578
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1797435

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2476
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
1584 April 30
Pfalzgraf Johann Casimir, Administrator, verleiht das ehemals Schöntal'sche Erblehen dem Dr. iur. Justus Reuber und dem Hofapotheker Stephan Philipp Sprenger. / 30. April 1584
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1797632

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2477
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
1584 April 30
Dr. iur. Justus Reuber und Hofapotheker Stephan Philipp Sprenger reversieren gegenüber Pfalzgraf Johann Casimir, Administrator, wegen des ehemals Schöntal'schen Erblehens. / 30. April 1584
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1797633

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2478
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
1592 März 31
Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz erneuert dem Dr. iur. Justus Reuber und dem Hofapotheker Philipp Stephan Sprenger die Belehnung mit dem ehemals Schöntal'schen Erblehen. / 31. März 1592
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1797851

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2479
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
1608 Juli 14
Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz verleiht das ehemals Schöntal'sche Erblehen an Julius Benedikt Sprenger. / 14. Juli 1608
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1799807


Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2480
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
1608 Juli 14
Julius Benedikt Sprenger reversiert gegenüber Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz wegen des ehemals Schöntal'schen Erblehens. / 14. Juli 1608
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1799808


Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2481
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
1612 September 4
Pfalzgraf Johann, Administrator, verleiht das ehemals Schöntal'sche Erblehen dem Philipp Dietrich Sprenger. / 4. September 1612
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1800527


Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2482
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
1612 September 4
Philipp Dietrich Sprenger reversiert gegenüber Pfalzgraf Johann, Administrator, wegen des ehemals Schöntal'sche Erblehens. / 4. September 1612
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1800528

 
SPRENGER, Philipp Stefan (I57133)
 
2895 Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2483 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
1642 August 18
Kurfürst Maximilian I. von Bayern verleiht das ehemals Schöntal'sche Erblehen dem Adolf Vorst. / 18. August 1642

http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1801069

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2484
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
München, 1642 August 18
Adolf Vorst reversiert gegenüber dem Kurfürsten Maximilian I. von Bayern wegen des ehemals Schöntal'schen Erblehens. / 18. August 1642
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1801070

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2485
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Heidelberg, 1651 Dezember 18
Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz erneuert dem Adolf Vorst das ehemals Schöntal'sche Erblehen. / 18. Dezember 1651
Dazugehöriger Revers vgl. GLA 43 Nr. 2486
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1801075

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2486
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Heidelberg 1651 Dezember 18
Adolf Vorst reversiert gegenüber dem Kurfürsten Karl Ludwig von der Pfalz wegen des ehemals Schöntal'schen Erblehens. / 18. Dezember 1651
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1801076

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2487
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Heidelberg 1657 Februar 14
Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz erneuert dem Adolf Vorst das ehemals Schöntal'sche Erblehen. / 14. Februar 1657
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1801152


Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2488
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Heidelberg 1657 Februar 14
Adolf Vorst reversiert gegenüber Kurfürst Karl Ludwig von der Pfalz wegen des ehemals Schöntal'schen Erblehens. / 14. Februar 1657
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1801153 
VORSTIUS, Moritz Adolph (I10163)
 
2896 Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 3979 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Marbacher Hof abgeg. bei Großsachsen, Gde. Hirschberg an der Bergstraße, Rhein-Neckar-Kreis
Heidelberg 1291 August 21 (1291 XII. Kal. Sept.)
Pfalzgraf Ludwig bestätigt unter Inserierung der betreffenden Urkunde König Heinrich (VII.) vom Jahr 1223 die Freiheit des dem Kloster Schöntal gehörigen Marbacher Hofs. / 1291 XII. Kal. Sept.
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1767431 
SCHÖNTHAL, N. (I57143)
 
2897 Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 818, 591 Dokument
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Philipp
Liber ad vitam II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) / (1383) 1487-1500 (1508)
Urkunden
Heidelberg, 1499 Oktober 22 (uff dinstag nach der eilfftusent heiligen meide tag)
Kopfregest: "Wie Johannes Schöntaln und siner hußfrauwen furmonder geben sint
Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass er als Landesfürst und "uß zimlichen notdurfftigen ursachen", die ihm wohlbekannt sind, darum ersucht worden ist, dem Johann Schöntal (Hannsen Schontal), vormals Apotheker zu Heidelberg, Vormunde zu setzen. Der Pfalzgraf hat dafür seine Getreuen Pallas Schöntal, derzeit Apotheker und Hans' Bruder, sowie Johann Sibolt (Sy-), Pedell der Universität zu Heidelberg, verordnet. Beide sollen Johann treu vorstehen, ein Inventar seiner Habe erstellen, seine Sachen zum Besten vertreten und über die Einnahmen und Ausgaben in der Vormundschaft Rechnung führen, was sie mit handgebender Treue gelobt und geschworen haben. / uff dinstag nach der eilfftusent heiligen meide tag
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5541046


Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 818, 592 Dokument
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Philipp
Liber ad vitam II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) / (1383) 1487-1500 (1508)
Urkunden
Heidelberg, 1499 Oktober 22 (uff dinstag nach der eilfftusent heiligen meide tag)
Kopfregest: "Der ingang siner hußfrauwen furmonder brieff".
Unvollständige Abschrift; folgt dem Formular der darüber notierten Ordnung für ihren Ehemann Johann Schöntal (ut supra). Vgl. fol. 418r-418v (Nr. 591).
Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass er als Landesfürst und "uß zimlichen notdurfftigen ursachen", die ihm wohlbekannt sind, darum ersucht worden ist, der Agnes, Ehefrau des ehemaligen Heidelberger Apothekers Johann Schöntal (Hansen Schontals), Vormunde zu setzen. Der Pfalzgraf hat dafür seine Getreuen Konrad Goldschmied (Goltschmit) und Erhard Hauenhut (Hauwinhut) verordnet. Beide sollen ihr treu vorstehen, ein Inventar ihrer Habe erstellen, ihre Sachen zum besten vertreten und über die Einnahmen und Ausgaben in der Vormundschaft Rechnung führen, was sie mit handgebender Treue gelobt und geschworen haben. / uff dinstag nach der eilfftusent heiligen meide tag
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5541047


Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 818, 593 Dokument
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Philipp
Liber ad vitam II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) / (1383) 1487-1500 (1508)
Urkunden
1499 Oktober 22 (uff dinstag nach der eilfftusent heiligen meide tag)
Notiz, dass zum heutigen Tag Johann Schöntal, ehemaliger Apotheker zu Heidelberg, in die Kanzlei vor Alexander Bellendörfer (fuer mich Allexander Pellndorffer), der von Kurfürst Philipp von der Pfalz zu der Sache abgeordnet worden war, getreten ist und im Beisein des Meisters Hans Mangolt und Johann Kulmans von der Kanzlei seine Lehen übergeben hat. Die Lehen sollen seinem Bruder Pallas Schöntal geliehen werden. Dies hat Alexander Bellendörfer mit eigener Hand "an die nottell" geschrieben. / uff dinstag nach der eilfftusent heiligen meide tag
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5541048

Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 818, 652 Dokument
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Philipp
Liber ad vitam II (Kurfürst Philipps von der Pfalz) / (1383) 1487-1500 (1508)
Urkunden
Heidelberg, 1499 Oktober 22 (uff dinstag nach der eilff tusent heiligen meide tag)
Kopfregest: "Wie Hansen Schontal fürmonder geben sint".
Weitgehend gleichlautende Abschriften dieser Urkunde und der Notizen auch auf fol. 418r-418v [alt: 362r-362v] (Nr. 591-593).
Kurfürst Philipp von der Pfalz bekundet, dass er als Landesfürst und "uß zimlichen notdurfftigen ursachen" die ihm wohlbekannt sind, darum ersucht worden ist, dem Johann Schöntal (Hannsen Schontal), vormals Apotheker zu Heidelberg, Vormunde zu setzen. Der Aussteller hat dafür seine Getreuen Pallas Schöntal, derzeit Apotheker und Hansens Bruder, und Johann Sibolt (Sy-), Pedell der Universität zu Heidelberg, verordnet. Beide sollen Johann treu vorstehen, ein Inventar seiner Habe erstellen, seine Sachen zum Besten vertreten und über die Einnahmen und Ausgaben in der Vormundschaft Rechnung führen, was sie mit handgebender Treue gelobt und geschworen haben. Unter der Urkundenabschrift Notiz, dass Konrad Goldschmied (Goltschmit) und Erhard Hauenhut (Hauwinhut) zu Vormunden von Johann Schöntals Ehefrau Agnes gesetzt worden sind. Darunter Notiz, dass Johann Schöntal, ehemaliger Apotheker zu Heidelberg, in die Kanzlei vor Alexander Bellendörfer (fuer mich Allexander Pellndorffer), der von Kurfürst Philipp von der Pfalz zu der Sache abgeordnet worden ist, getreten ist und im Beisein des Meisters Hans Mangolt und Johann Kulman von der Kanzlei seine Lehen übergeben hat. Die Lehen sollen seinem Bruder Pallas Schöntal verliehen werden. / uff dinstag nach der eilff tusent heiligen meide tag
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5547928



Generallandesarchiv Karlsruhe 67 Nr. 825, 21 Dokument
Kopialbücher / 756-1783
Weltliche Territorien und Herrschaften
Kurpfalz
Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten
Philipp
Entscheide, Anlässe und Verträge III (Kurfürst Philipps von der Pfalz) / (1496) 1500-1508
Urkunden
Heidelberg, 1502 August 10 (uff sant Laurentzen tag)
Kopfregest: "Vertrag zwuschen meister Palles Schontall appodecker unnd Johannes Sprenger zu Ladenberg".

Kurfürst Philipp von der Pfalz schließt einen Vertrag zwischen dem Apotheker (appodecker) zu Heidelberg, Meister Pallas Schöntal, einer- und Johannes Sprenger von Ladenburg andererseits, nachdem es zu Streitigkeiten gekommen ist, da Johannes die Schwester des Pallas, Jungfrau Margarethe Schöntal, weggefreit (aberworben) hatte. Der Pfalzgraf hatte daraufhin seinem Hofmeister und Ritter Swicker von Sickingen sowie seinem Kanzler Doktor Jakob Kuhorn (Kuwhorn) die Schlichtung anbefohlen, welche folgende Abmachung herbeigeführt haben: 1. Margarethe und Johannes sollen die Ehe eingehen, diese mit Kirchgang nach christlicher Ordnung bestätigen und sie halten, wie es sich gebührt. 2. Pallas gibt seiner Schwester aus brüderlicher Treue für das Erbe der Eltern 200 Gulden und die Margarethe zugestellte fahrende Habe. Dafür sollen er oder seine Erben jährlich zu St. Martin [= 11.11.] eine Gülte über 10 Gulden ausrichten, bis sie abgelöst wird, nämlich je 100 Gulden für 5 Gulden. Dies soll dann mit Wissen von Pallas erneut in einer Gülte angelegt werden und nicht in die Hände des Ehepaars kommen. [3.] Johannes bringt 100 Gulden in die Ehe ein, die er nicht in einer Gülte anlegen muss, sondern zur Ernährung von sich und seiner Ehefrau fürsorglich verwenden soll. [4.] Dies sollen die Eheleute gemeinsam verwenden, wobei die 200 Gulden Zugabe, die Margarethe einbringt, durch sie nicht veräußert werden darf, sondern wie nachfolgt verwendet werden soll. [5.] Wenn die Eheleute gemeinsame Kinder haben und Johannes zuerst stirbt, soll Margarethe ihre Zugabe zu Lebzeiten behalten, sofern sie sich mütterlich zu ihren Kindern verhält und diese davon nährt. [6.] Das gleiche gilt, wenn Margarethe vor Johannes stirbt, unter oben genannten Auflagen. [7.] Haben sie keine gemeinsamen Leibeserben und Johannes stirbt zuerst, hat Margarethe ein Beisitzrecht an allen Gütern. Nach ihrem Tod fallen die 200 Gulden an die nächsten lebenden Erben. [8.] Stirbt Margarethe zuerst ohne Leibserben, hat Johannes ein Beisitzrecht an seinen eingebrachten 100 Gulden und an 100 Gulden von Margarethes Zugabe. Die anderen 100 Gulden kommen an deren nächsten lebende Erben. Nach Johannes Tod fallen die übrigen 200 Gulden an die jeweils nächstgelegenen Erben jeder Seite, das Gleiche gilt für die Güter. [9.] Margarethe und Johannes haben Pallas die 200 Gulden quittiert, auf ihre Erbforderungen und weibliche Freiheiten verzichtet und die Einhaltung dieser Regeln beschworen. / uff sant Laurentzen tag
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-5576685


Generallandesarchiv Karlsruhe 69 von Oberndorff Nr. 17 Archivalieneinheit
Familien- und Herrschaftsarchiv von Oberndorff / 13. - 20. Jahrhundert

A. Urkunden (chronologisch)
1526 April 11 (Mittwoch nach Quasimodogeniti)
Konrad Starck und Konrad Salbwirt, Bürgermeister zu Heidelberg (Stadtsiegel)
Johann von Rinckenberg, Einwohner zu Heidelberg und Katherina seine Hausfrau, verkaufen ihrem Schwager, dem Meister Hans Virdung von Haßfurt, pfalzgräflichem Mathematiker und Einwohner daselbst und seiner Hausfrau Katherina Schontalin ihren Garten, genannt das Bremeneck, zu Heidelberg vor dem Marktbrunnentor am hinteren Burgberg (Anlieger: der Pfalzgraf und Kurfürst, der Mittelbeder) um 350 Gulden. Den Garten hatte zuvor ihr Vorfahr Meister Pallas Schantal, Apotheker, inne. Aus dem Garten gehen folgende Zinsen: 3 Heller an den Pfalzgrafen, 9 Schilling Heller und 1 1/2 Kappen dem Kaplan der Bettenderfer Pfründe im Spital, 10 Schilling Heller dem Spital. Sie verkaufen ferner das Gärtlein an der Stadtmauer, das jetzt "in der bawerischen entbörung verzawnt und zum Statgraben gezogen worden". Die Urkunde enthält weitere Abmachungen über die Brunnenstube. / Mittwoch nach Quasimodogeniti
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-4008222 
SCHÖNTHAL, Pallas (I57145)
 
2898 Generallandesarchiv Karlsruhe 69 von Oberndorff Nr. 17 Archivalieneinheit
Familien- und Herrschaftsarchiv von Oberndorff / 13. - 20. Jahrhundert

A. Urkunden (chronologisch)
1526 April 11 (Mittwoch nach Quasimodogeniti)
Siegler Konrad Starck und Konrad Salbwirt, Bürgermeister zu Heidelberg (Stadtsiegel)
Johann von Rinckenberg, Einwohner zu Heidelberg und Katherina seine Hausfrau, verkaufen ihrem Schwager, dem Meister Hans Virdung von Haßfurt, pfalzgräflichem Mathematiker und Einwohner daselbst und seiner Hausfrau Katherina Schontalin ihren Garten, genannt das Bremeneck, zu Heidelberg vor dem Marktbrunnentor am hinteren Burgberg (Anlieger: der Pfalzgraf und Kurfürst, der Mittelbeder) um 350 Gulden. Den Garten hatte zuvor ihr Vorfahr Meister Pallas Schantal, Apotheker, inne. Aus dem Garten gehen folgende Zinsen: 3 Heller an den Pfalzgrafen, 9 Schilling Heller und 1 1/2 Kappen dem Kaplan der Bettenderfer Pfründe im Spital, 10 Schilling Heller dem Spital. Sie verkaufen ferner das Gärtlein an der Stadtmauer, das jetzt "in der bawerischen entbörung verzawnt und zum Statgraben gezogen worden". Die Urkunde enthält weitere Abmachungen über die Brunnenstube. / Mittwoch nach Quasimodogeniti
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-4008222

Generallandesarchiv Karlsruhe 43 Nr. 2463 Archivalieneinheit
Pfalz / 1173-1828
Spezialia badischer Orte
Heidelberg, Stadt
Heidelberg 1521 Dezember 16
Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz verleiht das bisher Schöntal'sche Erblehen an Hans Vierdung und Hans Sprenger. / 16. Dezember 1521
http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-1772558 
VIRDUNG, Moritus Johannes (I57147)
 
2899 Georg Franz Melchior Brentano (1801–1852) hatte am 5. Januar 1836 Lilla Pfeifer (1813–1868), die Tochter des aus Sommerau (Eschau) im Spessart stammenden, ehemals in Amsterdam tätigen, Kaufmanns und Reeders Valentin Pfeifer, geheiratet.

Er stammte aus der zweiten Ehe (1756) des Bauern Johannes Pfeifer (1722–1794) aus Sommerau und seiner Frau Anna Maria geborene Weber (1735–1810) aus Laudenbach am Main. Nachdem er in Mainz studiert hatte, war er bei Baron von Harff, auf der Burg Dreiborn bei Monschau in der Eifel, als Kinderlehrer verpflichtet. Im September 1786 ging er nach Holland und fand eine Anstellung im Handelshaus von Johann Schuhmann in Amsterdam, das nach eineinhalb Jahren in Konkurs ging. Valentin blieb in Amsterdam und wechselte in das Handelshaus zu Johann Albert Cramer, wo er ab Februar 1794 Teilhaber wurde. Ab 1. Juli 1798 übernahm Valentin Pfeifer das Geschäft und führte es nun unter seinem Namen weiter. Im Januar 1797 heiratete er Maria Agnes geborene Weyll (1772–1856), Tochter des Kölner Rangschiffers Johann Christian Weyll (1724–1798) und Anna Katharina Weyll geborene Hofbauer (1732–1819) aus Mainz stammend. Im Mai 1811 ging Valentin Pfeifer mit seiner Familie für drei Jahre nach Deutschland zurück. Die durch die französische Kontinentalsperre entstehenden Handelserschwernisse hatten den Kaufmann veranlasst, seine Geschäftstätigkeit ruhen zu lassen, um in Offenbach am Main die weitere Entwicklung abzuwarten. Einen Monat nach Napoleons Abdankung kehrten die Pfeifers nach Amsterdam zurück. Im November 1814 erwarb Valentin Pfeifer die Fregatte „Vrees en Hoop (Furcht und Hoffnung)“, im Juni 1817 kam die Pinke „Harmonie“ dazu.[1]

Seinen Ruhestand, ab 1833, verbrachte der Kaufmann und Reeder mit seiner Frau in Frankfurt am Main und auf ihrem Gutshof in Oberrad; beide sind in Frankfurt am Main auf dem Hauptfriedhof bestattet (Gewann B - Nr. 128). Die Grabstätte wurde 2019 von der Familie Pfeifer restauriert und steht unter Denkmalschutz (Liste der Kulturdenkmäler auf dem Hauptfriedhof Frankfurt).[2]

Familie
Valentins Bruder Johann Joseph Pfeifer (1776–1856) übernahm das elterliche Hofgut in Sommerau. Auch Joseph Pfeifer war eine schillernde Persönlichkeit. Schon als 24-Jähriger war er mit dem Sommerauer Bürgermeister Johann Georg Fuchs nach Wien gereist, um vor dem Reichshofrat Waldrechte des Ortes gegenüber den adeligen Fechenbacher Grundherren durchzusetzen. 1810 war er Delegierter Sommeraus im Wahlkollegium der Ständevertreter des neu geschaffenen Großherzogtums Frankfurt. In der Chronik des Marktes Erlenbach am Main, von 1958, wird er als einer der Kreditgeber der Gemeinde in der Franzosenzeit genannt. 1820 ersteigerte er mit kaufmännischem Geschick das einst zum Kloster Himmelthal gehörige Jesuitengut in Eichelsbach. Wieweit die beiden Brüder in wirtschaftlichen Angelegenheiten zusammenarbeiteten ist nicht belegt. Aber gemeinsame Interessen gab es genügend. Ein Geschäftsfeld könnte der Handel mit „Holländerholz“ gewesen sein. In Valentin Pfeifers holländischer Wahlheimat waren starke Eichenstämme aus dem Spessart z. B. für den Schiffsbau gefragt.

Verwandte wie der Lehrer, Volkskundler und Heimatschriftsteller Valentin Pfeifer (1886–1964) stammen ebenfalls aus Sommerau bzw. sind noch heute dort ansässig. 
PFEIFER, Valentin (I52689)
 
2900 Georg Fugger wurde im Jahre 1453 als Sohn von Jakob Fugger des Älteren und dessen Frau Barbara, geb. Bäsinger, in Augsburg geboren. Früh stand fest, dass Georg Kaufmann werden würde. Im Jahre 1486 heirateten er und Regina Imhoff, eine Nürnberger Patrizierstochter. Im Jahre 1488 wurde der Sohn Markus (Marx) geboren, ein Jahr später folgte der Sohn Raymund. Dieser sollte der Stammvater der später gräflichen Fugger-Linien „von Kirchberg“ und „von Weißenhorn“ werden. Der im Jahre 1493 geborene Sohn Anton, der spätere Chef des Familienunternehmens und Nachfolger Jakob Fuggers des Reichen, wurde der Stammvater der später fürstlichen Fugger-Linien „von Glött“ und von „Babenhausen“. Georg Fugger ist somit der Ahnherr aller heute lebenden Angehörigen des Hauses „Fugger von der Lilie“. Die Firma „Ulrich Fugger und seine Gesellschaft“ wurde die erste „offene Handelsgesellschaft“ in Europa und änderte bald den Namen in „Ulrich Fugger und Gebrüder von Augsburg“ um. An ihr waren Ulrich (Leiter des Stammhauses in Augsburg), Georg (Leiter der Nürnberger Filiale) und Jakob (Ausbau der internationalen Beziehungen) beteiligt. Allein im Jahr 1494 machte die Firma einen Gewinn von über 54.000 Gulden. Zu dieser Zeit bestand auch noch die andere Fugger-Firma, die der „Fugger vom Reh“, die kurze Zeit später bankrottgehen sollte.

Georg Fugger ist, gemeinsam mit seinen Brüdern, auch Stifter der Augsburger Fuggerei, der bis heute bestehenden ältesten Sozialsiedlung der Welt. Im Jahre 1506 starb Georg Fugger in Augsburg. Er wurde in der Gruft unter dem Fußboden der Fuggerkapelle bestattet. Seine beiden Brüder Jakob Fugger (1459–1525) und Ulrich Fugger der Ältere (1441–1510), sowie sein Söhn Raymund Fugger (1489–1535) und sein Neffe Hieronymus Fugger (1499–1538) fanden hier ebenfalls ihre letzte Ruhestätte. 
FUGGER, Georg (I46324)
 

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