Treffer 2,601 bis 2,650 von 6,111
| # | Notizen | Verknüpft mit |
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| 2601 | Erst 1808 nahm Ephraim ben Joseph während der französischen Herrschaft den Nachnamen "Rothschild" an. | ROTHSCHILD, Joseph ben Ephraim (I57084)
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| 2602 | Erst 584, als Italien durch ein fränkisch-byzantinisches Bündnis bedroht war, einigte man sich auf die Wahl Autharis zum König der Langobarden. Dem Königtum fehlte jedoch die materielle Grundlage, sodass die Herzöge die Hälfte ihres Grundbesitzes an Authari abtraten, damit dieser die „Staatsgeschäfte“ finanzieren konnte. Um seine Herrschaft über Italien zu legitimieren, nahm Authari den römischen Gentilnamen Flavius an; dieser war in der Spätantike faktisch zu einem Titel geworden, der die Zugehörigkeit seines Trägers zur Reichselite demonstrierte. Um 585 war der langobardische dux Droctulft zu den Byzantinern übergelaufen und hatte sich in der Stadt Brexillus (Brescello) verschanzt. Authari eroberte die Stadt und ließ die Mauern schleifen. Droctulft floh zum Exarchen Smaragdus nach Ravenna und befreite in dessen Diensten den Hafen Classis von den Langobarden. Darauf schloss Authari mit Smaragdus einen dreijährigen Frieden. König Authari schickte dux Ewin von Trient im Jahr 587 mit einem Heer ins byzantinische Istrien. Ewin plünderte und brandschatzte die Region, bevor er einen einjährigen Frieden schloss und mit einer großen Tributzahlung zu Authari zurückkehrte. Auch die Insel Comacina im Comersee wurde von den Langobarden nach 6-monatiger Belagerung eingenommen. Dem byzantinischen magister militum (Heermeister) Francio wurde ein ehrenvoller Rückzug nach Ravenna gestattet. Autharis Brautfahrt Der Sage nach ging Authari inkognito auf Brautschau an den bayerischen Hof. Erst beim Heimritt … richtete sich Authari, so sehr er konnte, auf dem Pferde auf und stieß mit aller Macht die Streitaxt, die er in der Hand trug, in einen nahestehenden Baum und ließ sie darin stecken, und sprach: „Solche Hiebe führt Authari!“ Wie er das gesprochen hatte, erkannten die Bayern, die ihm das Geleit gaben, dass er der König Authari selber sei. Die Sage wurde von den Brüdern Grimm in Deutsche Sagen 1816 veröffentlicht.[19] Der Dichter und Germanist Wilhelm Hertz schrieb 1859 das Gedicht König Authari’s Brautschau. Friedrich von Bodenstedt schrieb 1860 ein Lustspiel gleichen Namens. Autharis Landnahme Authari soll die Regionen Spoleto und Benevento in Besitz genommen und bis Reggio an der Südspitze Italiens geritten sein. Dort berührte er mit seiner Lanze eine Säule in der Brandung und soll dabei gerufen haben: „Bis hierher sollen die Grenzen der Langobarden reichen“. Die Sage wurde von den Brüdern Grimm in Deutsche Sagen 1816 veröffentlicht. | N., Authari (I24222)
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| 2603 | Erste biographische Nachricht 1504. Ihr Bruder, der Täuferführer Konrad Grebel, stellt sein Freund und Lehrer Vadian im Sommer 1518 seine Schwester vor, als beide auf der Durchreise von Wien nach Paris in St. Gallen Halt machen. Im selben Jahr entschließt sich Vadian, sein Amt als Rektor und Prof. an der Uni Wien aufzugeben, um Stadtarzt in St. Gallen zu werden. Konrad Grebel vermittelt, bis Vadian im Sommer 1519 ernsthaft um Marthas Hand anhält. 1519 erkrankt Vadian an der Pest, überlebt aber. Am 5.7.1519 wird der Ehevertrag abgeschlossen. Wegen der Pest in Zürich flieht das Paar nach Wädenswil zu einem Onkel-in dessen Burgkapelle findet die Trauung am 18.8.1519 statt. Als Vadian und seine Frau ihr Haus in St. Gallen beziehen sollen, bricht auch dort die Pest aus. Martha flieht deshalb im Auguster 1520 zu ihren Eltern in Zürich und bleibt dort bis Februar 1521. Der Ehevertag wurde am 11. Juli 1519 durch, auf Vadians Seite seinen Vater, Bürgermeister Jakob Krom, Stadtschreiber Augustin Fechter, und Leutepriester Kaspar Ransberg und auf der Seite der Braut, der Brautvater Hans Jakob Grebel, der Leutepriester des Frauenmünsters, der Vogt von Kyburg, der Schaffner von Wädenswil und anderen bezeugt. Im Ehevertrag wurde eine beträchtliche Mitgift vereinbart. Bestandteil des Heiratsgutes war ein Sechstel des zehnten in Kloten, den Marthas Urgrossvater und seine Nachkommen im Laufe des 13. Jahrhunderts erworben hatten. Daraus erhielt Vadian nicht nur regelmässige Einkünfte, sondern 1537 auch über fünfzig römische Münzen, die dort zum Vorschein gekommen waren. "Sie ist schlicht, weil sie jung ist, in dich verliebt, weil du so bist wie du bist, sittsam weil sie so erzogen wurde." Diese konventionelle Charakterisierung von Konrad Grebel, ihrem Bruder, einem Schüler Vadians, ist die einzige, die überliefert ist. Sie und Ihr Mann wohnten im Haus zum tiefen Keller in den Hinterlauben Nach der Hochzeit im August 1519 blieb Vadian mit Martha bis zum Februar 1520 in Wädenswil bei Verwandten seiner Frau, bis er in sein eigenes Haus in St. Gallen einziehen konnte und der Schrecken der Pest längst vorüber war. | GREBEL, Martha (I2890)
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| 2604 | Erste Ehe mit Prinz Magnus von Dänemark Rikissa war die älteste Tochter von Bolesław III. Schiefmund mit seiner zweiten Frau Salome von Berg. Ihr Vater suchte eine Allianz mit dem dänischen König Niels und verheiratete sie bereits 1127/28 mit dem zum König von Schweden gewählten dänischen Prinzen Magnus. Um 1130 gebar sie den Sohn Knut. Magnus konnte sich jedoch nicht gegen Sverker I. behaupten und musste Schweden 1130 verlassen. 1131 ermordete er Knud Lavard, einen Konkurrenten um den dänischen Thron. Er fiel 1134 in der Schlacht bei Fodevig gegen Knud Lavards Halbbruder Erik Emune, der nach der Ermordung König Niels in Schleswig König von Dänemark wurde. Zweite Ehe mit Volodar Gļebovič Rikissa kehrte als Witwe nach Polen zurück, wo ihr Vater sie 1135/36 mit Volodar Gļebovič (um 1090–nach 1167), dem Fürsten von Minsk und Grodno aus dem Geschlecht der Rurikiden verheiratete, der aufgrund von Thronstreitigkeiten in seiner Heimat im Exil in Polen weilte. Diese Ehe diente der Festigung einer Allianz zwischen Polen und Minsk gegen Dänemark und die Kiewer Rus. Ihr entsprossen die Söhne Wladimir (der seinem Vater als Fürst nachfolgte) und Wasilko sowie die Tochter Sophia von Minsk. 1145 wurde diese Ehe geschieden und Rikissa kehrte mit ihrer Tochter nach Polen zurück, wo inzwischen ihr Bruder Władysław II. herrschte. Diese Scheidung hing möglicherweise damit zusammen, dass die Allianz mit der Kiewer Rus, deren Macht bereits mit dem Tod von Wladimir Wsewolodowitsch Monomach 1125 am Schwinden war, nicht länger notwendig erschien. Dritte Ehe mit Sverker I. von Schweden 1148 starb Ulvhild Håkonsdatter, die Ehefrau von Sverker I., der Rikissas ersten Mann aus Schweden vertrieben hatte. Wenig später heiratete Sverker Rikissa, möglicherweise um damit seine Ansprüche auf den schwedischen Thron zu legitimieren. Für Rikissa ermöglichte diese Ehe, dass sie als schwedische Königin ihren Sohn aus erster Ehe, der 1146 als Knut V. König von Dänemark geworden war, unterstützen konnte. Denn Knut war nach der Abdankung von Erik III. nicht der einzige Anwärter auf die Nachfolge, sondern regierte zunächst zusammen mit seinem Vetter Sven III. Doch nach dem gemeinsamen Wendenkreuzzug waren 1148 Streitigkeiten ausgebrochen. Knut floh 1150 nach Schweden und heiratete seine Stiefschwester Helena Sverkersdotter. 1154 wurde Rikissas Tochter Sophia mit Waldemar, dem Sohn von Knud Lavard, verlobt. Dieser hatte sich im Jahr mit Sven III. überworfen und unterstützte nun Knut. Gemeinsam wurden Knut und Waldemar zu Königen gewählt. Sven wurde ins Exil geschickt. 1157 wurde Knut von seinem aus dem Exil zurückgekehrten Konkurrenten Sven ermordet, der jedoch im selben Jahr von Waldemar vernichtend geschlagen wurde. Waldemar I., der nun Alleinherrscher war, heiratete seine Braut. Unter Rikissas Enkeln aus dieser Ehe waren zwei dänische Könige, eine schwedische und eine französische Königin. In Sverkers letzten Jahren war seine Stellung als König geschwächt. Zum Weihnachten 1156 wurde er ermordet. Rikissa überlebte seinen Tod, wird aber in den Quellen nicht mehr erwähnt. Aus der Ehe mit Sverker hatte sie einen Sohn Burislev Sverkersson. Möglicherweise war sie auch die Mutter von Sune Sik, dem Vater vom Ingrid Ylva. | VON POLEN, Rikissa (I40856)
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| 2605 | Erster Graf war der 930 verstorbene Lothar I. Das Stift Walbeck wurde 942 vom Grafen Lothar II. auf seiner Burg als Hauskloster der Walbecker Grafen gegründet. Die Grafen von Walbeck waren in der älteren Linie von 985 bis 1009 Markgrafen der Nordmark. Mit dem Aussterben der jüngeren Linie wohl in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts ging die Grafschaft Walbeck an die Grafen von Plötzkau über, die dann auch Markgrafen der Nordmark wurden. Bekanntester Angehöriger der Familie ist der Bischof und Geschichtsschreiber Thietmar von Merseburg (975–1018). | VON WALBECK, Lothar II. ´der Jüngere` (I37199)
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| 2606 | Erstes namentlich bekanntes Mitglied der Familie ist Cono von Waldburg (auch Cuno oder Kuno), Abt des Klosters Weingarten (1108–†1132). Er schrieb den Augustinuskommentar und wahrscheinlich die Genealogia Welforum. Für das Jahr 1123 ist außerdem ein Gebhard von Waldburg genannt worden.[1] Heinrich (1140–1173) und Friedrich (1147–1183) von Waldburg sind möglicherweise Söhne eines Bruders des Abtes Cono. Cono von Waldburg, Abt von Weingarten 1108–†1132 Heinrich, 1140–†1173 Friedrich, 1147–†1183 Der 1183 verstorbene Friedrich hatte zwei Söhne: Heinrich, seit 1183 Truchsess und seit 1198 Reichstruchsess Friedrich, seit 1192 Truchsess und seit 1198 Reichstruchsess (†1198 bei einem Aufstand in Viterbo erschlagen)[2] Mit dem Tod der beiden erlosch das ältere Haus Waldburg 1210 im Mannesstamm.[3] | TRUCHSESS ZU WALDBURG, Waldburga (I11130)
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| 2607 | Erstmals 1386 erw., letztmals 1433, von Solothurn. Sohn des Rudolf, Rats in Büren an der Aare, und der Belina (Nachname unbekannt). 1) Alis von Nyeuws, 2) Elisabeth von Bärenfels. W. erwarb mit seiner ersten Ehefrau zahlreiche Güter um Solothurn, darunter die Höfe Balm und Kammersrohr, sowie ausgedehnte Rebgüter um La Neuveville. Spätestens ab 1393 wirkte er als Solothurner Ratsherr, 1411-13 sowie 1417-19 als Schultheiss. Damit war er einer der ersten bürgerl. Vertreter im höchsten Amt der Stadt Solothurn. | VON WENGI, Jakob (I31682)
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| 2608 | Erstmals 1462 in Stans erwähnt, gestorben nach 1491, von Uri. ∞ Margret Der Frauen, Tochter des Werni, Pannerherrn. F. unterhielt enge Bindungen mit den Fam. von Beroldingen in Uri und Grebel in Zürich und besass Güter in Schattdorf und im Schächental. 1462 Landschreiber, 1463-67, 1469-71, 1476-77, 1485-86 Urner Landammann, 1462-88 Tagsatzungsgesandter. 1482 Vogt des Bf. von Konstanz in Arbon. Um 1490 zog F. wahrscheinlich nach Zürich. Er wurde wegen seines Verhandlungsgeschicks geschätzt. | FRIES, Johannes \ Hans (I2894)
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| 2609 | Erstmals 1462 in Stans erwähnt, nach 1491, von Uri. Margret Der Frauen, Tochter des Werni, Pannerherrn. Johannes Fries unterhielt enge Bindungen mit den Familien von Beroldingen in Uri und Grebel in Zürich und besass Güter in Schattdorf und im Schächental. 1462 Landschreiber, 1463-1467, 1469-1471, 1476-1477, 1485-1486 Urner Landammann, 1462-1488 Tagsatzungsgesandter. 1482 Vogt des Bischofs von Konstanz in Arbon. Um 1490 zog Johannes Fries wahrscheinlich nach Zürich. Er wurde wegen seines Verhandlungsgeschicks geschätzt. | FRIES, Johannes (I47070)
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| 2610 | Erstmals 1467 erw., nach 1500 St. Gallen, von St. Gallen. Sohn des Heinrich, Tuchhändlers. 1) (Name unbekannt), 2) Barbara Grübel. Z. gehörte als Tuchhändler zur Schneiderzunft, war 1467 Fischschauer, 1473 Elfer, Zunftmeister und Kleinrat, 1475 Vogt von Steinach und 1478-81 von Sax-Forstegg sowie 1485 und 1488 Amtsbürgermeister von St. Gallen. Als einflussreicher Förderer der Politik Ulrich Varnbülers führte er die St. Galler 1489 beim Rorschacher Klosterbruch und verteidigte die Stadt im St. Galler Krieg 1490 als Feldhauptmann. Wegen seiner Sympathien für den Schwäb. Bund und seiner anti-eidg. Haltung verlor Z. seine einflussreiche Stellung, blieb aber Mitglied des Kl. Rats. | ZILI, Heinrich (I30682)
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| 2611 | Erstmals erscheint der Beiname in einer Urkunde seiner Eltern vom 31. Oktober 1110: ("Hanc donationem quam fecerunt Guigo comes et Maheldis regina uxor sua, donaverunt et laudaverunt similiter filii eorum Guigo dalfinus et Umbertus").[3] Guigues nannte sich erstmals selbst „Delfin“ (Delfinus) in einer um 1122 an die Abtei von Bonnevaux gerichteten Schenkung.[4] In einem Vertrag mit dem Bischof Hugo II. von Grenoble aus dem Jahr 1140 wiederholte er dies. Dieser Name avancierte unter seinen Nachkommen zur Titulierung, fand als Wappentier Verwendung und gab auch ihrem Land die Bezeichnung „Dauphiné“. Der Titel der französischen Thronfolger ab dem späten Mittelalter ging darauf zurück. Guigues führte eine Fehde gegen den Grafen von Savoyen. Dabei wurde er bei einem Kampf in der Nähe von La Buissière tödlich verwundet. Er wurde bestattet in der Kathedrale Notre-Dame in Grenoble. Er war verheiratet mit Clementia/Margarete von Mâcon, einer Tochter des Grafen Stephan Tollkopf von Mâcon. Ihre Kinder waren: | (ALBON), Guigues IV. (I52209)
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| 2612 | Erstmals erw. 1201, gestorben um 1258, begraben Gottstatt. Sohn Gf. Ulrichs III. von Neuenburg. Bruder oder Halbbruder Heinrichs von Neuenburg. Neffe Rudolfs II. von Neuenburg. ∞ 1) Bertha von Grenchen, 2) Richenza von (Nachname unbekannt, gestorben nach 1267). N. erhielt bei der Erbteilung mit seinen Brüdern Berthold von Strassberg und Ulrich von Aarberg um 1226 die Burgen N. und Erlach sowie den Titel eines Gf. von Neuenburg. Er besass zusammen mit dem Fürstbf. von Basel Herrschaftsrechte auf dem Tessenberg und in Biel. Fassbar wird er 1255 als Stifter des Prämonstratenserklosters Gottstatt sowie als Förderer der Abteien Erlach, Frienisberg und Hauterive, wo er 1201 erstmals bei einer Güterübertragung seines Vaters erwähnt wurde. Literatur – P. Aeschbacher, Die Gf. von N. und ihre Erben, 1924, 39-66 – HS IV/3, 383-391 Autorin/Autor: Peter Niederhäuser | (VON NEUENBURG) NIDAU, Rudolf I. (I3228)
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| 2613 | Erstmals erw. 1241, gestorben 19.5.1316, begraben Basler Münster. Sohn des Conrad I., und der (Vorname unbekannt) von Neuenburg. Enkel des Ulrich III. von Neuenburg. Ab 1241 Basler Domherr, 1256-72 Archidiakon des Frickgaus und 1277-87 des Basler Münsters. 1286-1315 Propst des Kollegiatstifts Moutier-Grandval und 1289-1315 des Basler Münsters, Generalvikar der Diözese Basel. Nachdem seine Wahl zum Bf. von Basel 1296 und 1309 vom Papst nicht bestätigt worden war, musste R. 1311 zurücktreten. Literatur – HS I/1, 185; II/2, 374 f. – Gatz, Bischöfe 1198, 61 Autorin/Autor: Romain Jurot / ASCH | BARON VON RÖTTELN, Lüthold (I3215)
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| 2614 | Erstmals erw. 1250 Zürich, 1.4.1271 Zürich, von Zürich. Diakon. Ab 1250 Chorherr am Grossmünster, 1259-71 Propst am Grossmünster als Nachfolger seines Bruders Otto, der dem Predigerorden beitrat. Unter seiner Leitung gab sich das Kapitel zwischen 1260 und 1265 Statuten liturg., disziplinar., organisator. und finanziellen Inhalts. Auf ihn geht die Darstellung Karls des Grossen im Siegel der Grossmünsterpröpste zurück. | MANESSE, Heinrich I. (I11102)
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| 2615 | Erstmals erw. 1256 Zürich, 19.6.1297 Zürich, von Zürich. Sohn des Rüdiger II. (->). 1272 Exspektant am Grossmünster zusammen mit seinen Brüdern Rüdiger III. und Manesso, 1281-94 Chorherr am Grossmünster, 1296-97 Kustos oder Thesaurar; kraft dieses nach dem Propst wichtigsten Amtes des Stifts wird M. häufig als Zeuge zu Rechtsgeschäften des Grossmünsters sowie anderer Zürcher Stifte und Klöster beigezogen. Nach dem Zeugnis des zeitgenöss. Minnesängers Johannes Hadlaub machte er sich zusammen mit seinem Vater auch um die Erhaltung höf. Liedkunst verdient. | MANESSE, Johannes (I19348)
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| 2616 | Erstmals erw. 1363 in Zürich, gestorben 10.11.1409 Zürich, von Zürich. Sohn des Johannes, Ratsherrn, und der Catarina von Heidegg. ∞ Anna Stäheli, Tochter des Hermann, Zunftmeisters. 1388-93 und 1409 Mitglied des Kl. Rats, 1393 Ernennung zum Zürcher Bürgermeister als Vertreter der eidg. Partei, 1393 Pannerherr. 1404 kaufte M. zusammen mit seinem Bruder Rudolf die Herrschaft Knonau. Bei der Beilegung der Appenzeller Kriege amtierte M. 1404 als Schiedsrichter. Unter seiner Ägide konsolidierte Zürich seine Position und dehnte seinen Machtbereich mittels Pfandnahmen von Vogteien aus. Wappenbeschreibung / Blasonierung In Rot silberner Meierhut mit verschlungenen, in Quasten endigenden, silbernen Schnüren. | MEYER VON KNONAU, Johannes (I3827)
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| 2617 | Erstmals erw. 1424 in Zürich, letztmals erw. 1481 in Zürich, von Zürich. Sohn des Heinrich (->). Elisabeth Grüll, von Elgg. M. war 1428-34 und 1439 Mitglied des Kl. Rats sowie 1435-38 Bürgermeister von Zürich. Als Anführer der eidg. Partei gehörte er zu den Gegnern von Rudolf Stüssi, der 1438 seine Absetzung betrieb. 1444 wurde er in der Folge gefangen gesetzt. M. zog sich daraufhin aus der Politik zurück und lebte mit ständigen finanziellen Schwierigkeiten in Winterthur und auf der Wagenburg (heute Gem. Seegräben). | MEISS \ MEISS, Rudolf (I9287)
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| 2618 | Erstmals erw. 1441, genannt "Rudolf der Ältere", 1482, ab 1441 von Buchhorn (heute Gem. Friedrichshafen), 1448-53 von Ravensburg, 1458-66 von Zürich, 1463-71 von Luzern, ab 1465 von beiden Unterwalden, ab 1475 Hintersasse in Lindau (Bayern). Sohn des Rudolf, Leiters der Ravensburger Handelsgesellschaft. Walpurga Muntprat, Patriziertochter aus Konstanz. Lehr- und Wanderjahre im Dienst der Ravensburger Handelsgesellschaft. M. gründete nach 1450 mit seinem Halbbruder Lütfried (->) die Mötteli-Gesellschaft, die v.a. mit Südfrankreich und Spanien erfolgreich Handel betrieb. Als sozialer Aufsteiger suchte M. den Kontakt zu adeligen Kreisen (1458-68 Besitzer von Schloss Alt-Regensberg). Er war stets in Rechtsstreitigkeiten verwickelt und seine Verhaftung kurz vor seinem Tod führte zum sog. Mötteli-Handel (1482-86). ; Erstmals erw. 1441, genannt "Rudolf der Ältere", 1482, ab 1441 von Buchhorn (heute Gem. Friedrichshafen), 1448-53 von Ravensburg, 1458-66 von Zürich, 1463-71 von Luzern, ab 1465 von beiden Unterwalden, ab 1475 Hintersasse in Lindau (Bayern). Sohn des Rudolf, . Walpurga Muntprat, Patriziertochter aus Konstanz. Lehr- und Wanderjahre im Dienst der Ravensburger Handelsgesellschaft. M. gründete nach 1450 mit seinem Halbbruder Lütfried (->) die Mötteli-Gesellschaft, die v.a. mit Südfrankreich und Spanien erfolgreich Handel betrieb. Als sozialer Aufsteiger suchte M. den Kontakt zu adeligen Kreisen (1458-68 Besitzer von Schloss Alt-Regensberg). Er war stets in Rechtsstreitigkeiten verwickelt und seine Verhaftung kurz vor seinem Tod führte zum sog. Mötteli-Handel (1482-86). | MÖTTELI VOM RAPPENSTEIN, Rudolf (I10274)
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| 2619 | Erstmals erw. 1451 bereits als Volljähriger, nach dem 23.5.1513 . Sohn des Ludwig, Mitherrn von Estavayer, und der Jeanne de Saint-Mauris, aus einer Grafenfamilie. 1) Françoise Cerjat, von Moudon, 2) Charlotte de Vergy. Herr von Bussy und Mitherr von Mézières (FR). 1477 Edelknecht Jakobs von Savoyen, des Gf. von Romont. In der Picardie 1484 Gouverneur und Hauptmann der Grafschaft Marle, 1486 Hauptmann von Stadt und Schloss Ham. 1489-1513 amtierte S. als Vogt der Waadt. Er war der Vormund und Berater der Herzogin Blanche von Savoyen, der Witwe Karls I., sowie 1504 der Kammerherr von Hzg. Philibert II. von Savoyen. 1506 und 1509 reiste S. anlässlich des Konflikts mit dem Wallis als Tagsatzungsgesandter nach Baden. 1512 entsandte ihn Hzg. Karl III. zur Bündniserneuerung zu den Eidgenossen. Er residierte in Moudon und erhielt von Hzg. Philibert das Recht, einen abgabefreien Ofen zu bauen. | VON ESTAVAYER, Johannes (I42049)
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| 2620 | Erstmals erw. 1477, 30.5.1512, von Schaffhausen. Sohn des Hans (->). Elisabetha Irmin. Goldschmied. 1479 Mitglied des Gr. Rats, 1484 Obherr der Gesellschaft zun Kaufleuten und damit Mitglied des Kl. Rats. 1496-1511 wiederholt Oberpfleger des Spitals. 1490-1502 Bürgermeister der Stadt Schaffhausen. 1487 erhielt W. von Ks. Friedrich III. einen Adels- und Wappenbrief. 1509 kaufte er für 295 Gulden die Gerichtsherrschaft Flaach-Volken. Ursprünglich hafteten die gerichtsherrlichen Rechte am Schloss Schollenberg. Ulrich von Fulach erwarb sie zwischen 1515 und 1542 von seinem Schwiegervater von Waldkirch. Den Gerichtsplatz bildete der mitten im Dorf liegende Schulhausplatz (Wesenplatz). | VON WALDKIRCH, Konrad (I11088)
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| 2621 | Erstmals erw. 1490, 1513 St. Gallen, von St. Gallen. Sohn des Heinrich, Ratsherrn. 1490 einer der städt. Gesandten bei den Friedensverhandlungen in Einsiedeln über den Rorschacher Klosterbruch, 1499 oberster Hauptmann der St. Galler im Schwabenkrieg. 1501 kaiserl. Wappenbrief. 1505-13 im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt (die drei höchsten Stadtämter). Besitzer - evtl. bereits sein Vater - einer im Fernhandel aktiven Leinwandgesellschaft. Mitglied der Schneiderzunft, ab 1492 Genosse der Notensteiner Gesellschaft. | HOCHREUTENER, Kleophea (I13233)
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| 2622 | Erstmals erw. 1490, 1513 St. Gallen, von St. Gallen. Sohn des Heinrich, Ratsherrn. 1490 einer der städt. Gesandten bei den Friedensverhandlungen in Einsiedeln über den Rorschacher Klosterbruch, 1499 oberster Hauptmann der St. Galler im Schwabenkrieg. 1501 kaiserl. Wappenbrief. 1505-13 im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt (die drei höchsten Stadtämter). Besitzer - evtl. bereits sein Vater - einer im Fernhandel aktiven Leinwandgesellschaft. Mitglied der Schneiderzunft, ab 1492 Genosse der Notensteiner Gesellschaft. | HOCHREUTINER, Heinrich (I39928)
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| 2623 | Erstmals erw. 1491, 1557 Locarno, von Locarno. Sohn des Battista und der Jacobina de Bossis. Als jüngster von drei Brüdern war M. minderjährig, als der Vater 1491 starb. 1505 erfolgte seine Ernennung zum Chorherren von S. Vittore in M. 1512 erscheint er erstmals als presbiter. Nachdem ihn die Chorherrn und Korporationen Locarnos zum Erzpriester gewählt hatten, erhielt er am 30.6.1528 von Papst Clemens VII. die Besitzeinweisung. M. kämpfte gegen die Ausbreitung der Reformation im Tessin und nahm am 5.8.1549 am Religionsgespräch von Locarno teil, an dem auf ref. Seite Giovanni Beccaria, Taddeo Duno und Lodovico Ronco vertreten waren. | VON MURALT, Galeazzo (I30836)
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| 2624 | Erstmals erw. 1504 Bern, 1549 Bern, von Bern. Sohn des Hans Rudolf (->). Bruder des Hans Franz (->). 1511-12 Baccalaureus artium in Basel. 1514-27 Chorherr in Neuenburg, 1519-26 in Zofingen. 1526-28 Propst des Kollegiatstifts St. Vinzenz in Bern. Nach der Reformation 1528 Heirat mit Barbara Stocker und 1536 erster bern. Landvogt von Lausanne. | NÄGELI, Sebastian (I32270)
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| 2625 | Erstmals erw. 1536, vor dem 30.12.1561, ref., von Lausanne. Sohn des Claude, Syndics von Lausanne, und der Bernardine d'Avenches. Bruder von Claude (->) und François (->). Enkel des Henri (->). 1) Anne von Diesbach, Tochter des Sebastian von Diesbach, 2) Jeanne Chouxtranal. Herr von Martherenges, Mitherr von Chapelle Vaudanne (heute Chapelle-sur-Moudon). 1536 Fähnrich eines Lausanner Auszugs im Dienste Berns, 1540-43 Abt der Abbaye des Nobles enfants von Lausanne, 1545-57 Bürgermeister von Lausanne. | VON PRAROMAN, Jakob (I38627)
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| 2626 | Erstmals erw. 1577, 1615, kath., von Zernez und Rhäzüns. Sohn des Johann (->). Bruder des Konrad (->). 1) Margrit von Stampa, Tochter des Bartholomäus, Landeshauptmanns und Obersten, 2) Elisabeth Gugelberg von Moos, Tochter des Ambrosius, vicari des Veltlins. Dr. beider Rechte. 1577 vicari, 1580 und 1591 Landeshauptmann im Veltlin, ab 1580 österr. Pfandherr auf Rhäzüns, 1585 Hauptmann im Bündner Feldzug ins Veltlin. Mehrfach Bündner Gesandter, z.B. 1590 und 1597 zu den Eidgenossen, 1600 ins Wallis, 1604 nach Mailand. P. liess Wände der Burg Rhäzüns mit Malereien ausgestalten. 1603 Ritter von S. Marco. | VON PLANTA-WILDENBERG, Johannes (I56441)
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| 2627 | Erstmals erwähnt 1433, letztmals 1454 . F. war das jüngste Kind des Schaffhauser Bürgermeisters Konrad von F. und der Margaretha von Mandach und verwandt mit Margaretha und Elsbeth Im Thurn. Wie diese trat sie dem Benediktinerinnenkloster St. Agnes in Schaffhausen bei, wo sie 1433 als Schwester, 1444 als Priorin und 1450 als Meisterin bezeugt ist. Sie stiftete verschiedene Jahrzeitmessen für ihr Kloster, wo sie 1454 den Benediktusaltar im Chor errichten liess, und das Kloster Allerheiligen in Schaffhausen. Irgendwann zwischen 1417 und 1422, die Quellen sind dort nicht ganz eindeutig, wurde ein Conrad von Fulach sogar Bürgermeister der Stadt. Seine Tochter, Agnes von Fulach, wurde im Jahr 1444 Priorin des Benediktinerklosters St. Agnes. Dank dem Reichtum ihrer Familie stiftete sie unter anderem einen Altar für das Kloster. | VON FULACH, Agnes (I26353)
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| 2628 | Erstmals erwähnt 1465, um 1521, ab 1465 von Unterwalden, 1475-1481 von Lindau am Bodensee, 1488-1490 von Zürich. Sohn des Rudolf (->). 1) 1487 N. (?) von Breitenlandenberg von Altenklingen, 2) um 1490 Justina Roll von Bonstetten, Tochter des Andreas Roll, Ritters. Jakob Mötteli vom Rappenstein stammte von Ravensburger Kaufleuten ab und war Kaufmann, später Gerichtsherr. Ein Handel mit Kaiser Friedrich III. und der Stadt Lindau brachte ihm einige Monate Freiheitsentzug und grosse Unkosten (Mötteli-Handel 1482-1486). 1486/1489 kaufte Mötteli die Herrschaft Pfyn und Dettighofen, 1488 war er Mitherr von Bürglen. 1489 belehnte ihn der thurgauische Landvogt mit Mettlen und Oberbussnang. 1508 erwarb er das Schloss Sulzberg (Gemeinde Untereggen) und 1512 die Herrschaft Wellenberg. Jakob Mötteli vom Rappenstein war streitsüchtig und verkörperte den Typus des spätmittelalterlichen Aufsteigers, der als Kaufmann Herrschaftstitel erwarb. | MÖTTELI VOM RAPPENSTEIN, Jakob (I46823)
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| 2629 | Erstmals erwähnt 1465, um 1521, ab 1465 von Unterwalden, 1475-81 von Lindau am Bodensee, 1488-90 von Zürich. Sohn des Rudolf (->). 1) 1487 N. (?) von Breitenlandenberg von Altenklingen, 2) um 1490 Justina Roll von Bonstetten, Tochter des Andreas Roll, Ritters. M. stammte von Ravensburger Kaufleuten ab und war Kaufmann, später Gerichtsherr. Ein Handel mit Ks. Friedrich III. und der Stadt Lindau brachte ihm einige Monate Freiheitsentzug und grosse Unkosten (Mötteli-Handel 1482-86). 1486/89 kaufte M. die Herrschaft Pfyn und Dettighofen, 1488 war er Mitherr von Bürglen. 1489 belehnte ihn der thurg. Landvogt mit Mettlen und Oberbussnang. 1508 erwarb er das Schloss Sulzberg (Gem. Untereggen) und 1512 die Herrschaft Wellenberg. M. war streitsüchtig und verkörperte den Typus des spätma. Aufsteigers, der als Kaufmann Herrschaftstitel erwarb. | VOM RAPPENSTEIN, Jakob (I27784)
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| 2630 | Erstmals erwähnt 1512, 1566/1567, reformiert, von Bern. Sohn des Rudolf, Berner Grossrats, und der Magdalena Böckli. 1) (Name unbekannt), 2) 1530 Christina Bischof, Tochter des Anton, 3) 1543 Katharina Trächsel, Tochter des Ulrich. Ab 1512 Berner Grossrat, 1520-1525 Landvogt von Echallens, 1529-1531 Landvogt von St. Johannsen, ab 1531 Kleinrat, 1535-1540 Landvogt von Grandson, 1541-1545 Venner zu Pfistern. Oftmaliger Gesandter an die eidgenössische Tagsatzung. Jakob Tribolet kaufte 1539 die ehemalige Kartause La Lance und baute das Klostergebäude zu einem Herrschaftssitz um. | TRIBOLET, Jakob (I42322)
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| 2631 | Erstmals ist Otto I. v. Scheyern um 1045 greifbar. Um 1047 ist er als Vogt des Hochstifts Freising belegt, um 1060 auch Vogt des Domkapitels Freising. Nach der Ehe mit Haziga (nach 1056) war er „comes de Skyrun“ (Graf von Scheyern), wobei hinzuzusetzen wäre iure uxoris. Er wurde in Fischbachau (später gemeinsam mit seiner zweiten Frau) begraben, seine Gebeine wurden später nach Scheyern umgebettet. | VON REICHERSBEUERN, N. (I35952)
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| 2632 | Erstmals sicher urkundlich fassbar wird er am 9. Februar 989, als er in einer Urkunde Kaiser Ottos III. als Vogt des Stifts Borghorst auftritt.[1][2] Vielleicht kam er schon 979 in den Quellen vor, als Kaiser Otto II. seiner Frau Theophanu in pago Ambraga in comitatu Wichmanni den Ort Pateleke (Bilderlahe, östlich Bad Gandersheim) schenkte.[3] Die Vermutung, Wichmann sei ein Sohn des Grafen Ekbert des Einäugigen, lässt sich nicht aus historischen Quellen belegen.[1] Wichmanns Mutter ist unbekannt. Sein möglicher Onkel Graf Wichmann II. fiel 967 als Reichsfeind im Kampf auf Seiten der Slawen gegen den Piastenfürsten Mieszko I. Wichmann III. war sowohl mit den Ottonen als auch mit den sächsischen Herzögen eng verwandt. Sein mutmaßlicher Großvater Graf Wichmann der Ältere war ein Bruder von Hermann Billung. Die Frau Wichmanns des Älteren und somit Großmutter Wichmanns III. war eine Schwester der Königin Mathilde. Wichmann III. war mit einer Tochter des Präfekten Gottfried verheiratet, die mutmaßlich mit Reinmod (Reinmoud, Reginmuod, Reginmodis, Renmed, Richmoet, Richmod), einer Cousine des Grafen Balderich von Drenthe zu identifizieren ist. Balderich war seinerseits in zweiter Ehe mit Adela von Hamaland vermählt, der Mutter des Bischofs Meinwerk von Paderborn. Wichmann III. hatte eine Tochter Frederuna (Vrederuna) und einen bei seinem Tod 1016 noch minderjährigen Sohn, der Gottfried (wie der Vater seiner Mutter) oder ebenfalls Wichmann hieß. Ältere Söhne oder Brüder von Wichmann III. können bei dessen Tod nicht mehr gelebt haben, denn die Vormundschaft übernahm Herzog Bernhard II. Wichmanns Sohn ist vermutlich früh gestorben, denn er hat keines der Vogteiämter seines Vaters übernommen.[1] Eine Tochter oder Enkelin Wichmanns III. dürfte Richenza gewesen sein, die zunächst den Grafen Hermann von Werl und dann Otto von Northeim, zeitweilig Herzog von Bayern, heiratete. Wichmann muss auch Hoheitsrechte in Friesland gehabt haben, da dort eine umfangreiche Münzprägung mit dem Namen WICHMAN COMES stattfand, die früher irrtümlich Vreden zugeschrieben wurden, nach Machart und Fundorten jedoch aus Friesland sein muss. 1001 schenkte Otto III. dem Bistum Hildesheim die Burg Dahlum (in Königsdahlum, südlich von Hildesheim) in pago Hastfala sive Ambargau in comitatu filiorum Ekbrahti comitis et nepotis nostri. 1009 war Wichmann III. im Besitz von Dahlum. Wichmann begleitete Otto auf seinem dritten Italienfeldzug und geleitete den toten Regenten nach dessen Tod im Jahr 1002 zusammen mit den Reichsinsignien zurück in deutsche Gefilde.[1] Neben der Vogtei über das Stift Borghorst (gegründet 968) hatte Wichmann entsprechende Rechte auch über das Stift Metelen (gegründet 889), und wahrscheinlich auch das Stift Vreden (gegründet 839), die allesamt billungisch geprägt waren.[1] 993 bestimmte der spätere Kaiser Otto III. auf Bitten der beiden Vettern Herzog Bernhard I. und Graf Ekbert die Herzogstochter Godesti zur Äbtissin und Wichmann III. zum Vogt des Stifts Metelen. 1014 verhinderte Wichmann III. im Königsgericht zu Allstedt, dass Kaiser Heinrich II. eine Elbinsel aus dem Erbe des Markgrafen Werner dessen Feind und Nachfolger Markgraf Bernhard zusprach. Anfang 1016 nahm Wichmann an der Sühne Balderichs und dessen Frau Adela für die Ermordung von Adelas Sohn Dietrich von Hamaland teil, den die beiden im Jahre 1014 durch seine eigenen Ministerialen hatten erschlagen lassen. | IM PADERGAU, Wichmann III. (I22528)
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| 2633 | Erstmals tritt Hesso II. im Jahr 1067 an der Seite seines Vaters bei der Bezeugung einer Schenkungsurkunde in Augsburg auf. Danach erscheint 1075 bei der Wiederherstellung des Klosters Hirsau durch Adalbert II., Graf von Calw, ein Hesso von Sülchen, der wahrscheinlich mit Hesso II. identisch ist. Da dieses Mal nur ein Hesso auftritt, kann man davon ausgehen, dass inzwischen der Vater gestorben war. Hesso II. war mit einer nicht näher identifizierbaren Judith verheiratet, das Paar hatte mehrere Kinder: Judith (von Backnang-Sulichgau), ein weiterer Hesso (III.), Pilgerinus, sowie Siegehard (von Wolfsölden), wobei besonders bei letzterem die Abstammung umstritten ist, da er nie gemeinsam mit den restlichen Geschwistern genannt wird. Hesso II. verheiratete seine Kinder mit den mächtigen Familien der Region, so heiratete Siegehard in den 1080er-Jahren eine Calwer Grafentochter und Judith um das Jahr 1111 den Markgrafen Hermann II. von Baden. Bei letzterer Ehe fiel die Stadt Backnang selbst als Mitgift an Baden und die Hessonen verlagerten ihre Herrschaft auf die Burg Wolfsölden. Hessos II. Nachfolger wurde vermutlich sein historisch kaum fassbarer Sohn Hesso III. | VON BACKNANG, Hesso II. (I1634)
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| 2634 | Erw. 1461 in Basel, 1514 Basel, von Basel. Sohn des Hans (->). Neffe des Stephan (->). 1487 Barbara Keller, von Zürich. 1461 Eintrag in die Universitätsmatrikel von Basel, 1464 Baccalaureus, 1467 Magister Artium in Basel. Kaufherr und städt. Rat (1478 Sechser). Zünftig zu Safran (1494 Zunftmeister) und zu Schlüssel. 1484 von Ks. Friedrich III. geadelt. Wie sein Vater war I. ein Wohltäter der Basler Kartause, die er mit Stiftungen bedachte. Als Kaufherr vermehrte er das Familienvermögen beträchtlich, indem er z.B. die Absatzmärkte in der Lombardei ausweitete. Sein Versuch von 1492, die Beschränkungen zünftisch regulierter Tuchproduktion zu umgehen (Verlagswesen, Engroshandel und Export), scheiterte am Widerstand der Weberzunft. Obschon die Fam. I. ihren polit. Einfluss dem Zunftregiment verdankte, wollte I. als Unternehmer dessen Ordnung überwinden. | IRMY, Balthasar (I26350)
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| 2635 | Erw. ab 1380, vor 1394, aus reichem Freiburger Bürgergeschlecht. Enkel des Jakob (->). Agnes de Vuippens. R. besass Güter im Greyerzer- und im Waadtland und war 1380-85 Kastlan von Nidau, 1385-87 Schultheiss von Freiburg. | RYCH, Jakob (I28476)
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| 2636 | Erw. zwischen 1214 und 1244 . Sohn des Guillaume II. und der Emma (de Blonay?). Alice (Nachname unbekannt), 1257 noch am Leben, folglich Witwe. 1214 Ritter, 1214-44 Herr von O. 1215 bestätigte O. Schenkungen an das Zisterzienserkloster von Hautcrêt. Als Mitherr von Vevey 1215, 1236 und 1240 gründete er eine neue Stadt und versah sie mit Freiheiten. 1241 traf er mit dem Kapitel von Lausanne eine Vereinbarung, in der ihm der Besitz zweier Einwohner von Vevey zugesprochen wurde. 1243 befreite er die Kartause Oujon vom Zoll in Vevey. Sein Streit mit den Rittern von Fruence wurde 1244 von Peter II. von Savoyen geschlichtet. | VON ORON, Rudolf (I40022)
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| 2637 | Erw. zwischen 1479 und 1507, von Lausanne. Sohn des Jean und der Juliette de Compeys. 1) Humberte d'Illens, Tochter des Nycod, Bastards von Illens, Junkers von Moudon, 2) Loyse d'Arnex, Tochter des Claude, Gouverneurs von Orbe, 3) Catherine de Bruel, Tochter des Girard, Herrn von Montandrey (heute Gem. Villars-le-Terroir). Herr von Chapelle-Vaudanne (heute Chapelle-sur-Moudon), durch seine erste Ehe Herr von Martherenges. Edelknecht, 1480 Statthalter des savoy. Gerichtsherrn in Lausanne, 1481 Ratsherr von Lausanne (Bourg-Viertel), 1485-99 bischöfl. Vogt. Am 13.9.1507 verfasste P. sein Testament. | VON PRAROMAN, Heinrich (I38623)
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| 2638 | Erwähnt / Mentioned / Mentionné (1314-1348) | VON KLINGENBERG, Ritter Ritter Albrecht (I8094)
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| 2639 | Erwähnt 1485-1490 als L.hauptmann und Gograf (Richter); er trug den Beinamen ´Ferreus, der Eiserne` weil er den Harnisch gar nicht vom Leib brachte. Als Landsknechtshauptmann beteiligt am ´Sacco di Roma` 1527 und an der Belagerung der von den Wiedertäufern besetzten Stadt Münster 1534/35, soll bei einem Ausfall des ´Propheten` JAN MATTHIJS im Kampf ein Auge verlohren haben. Kauft 1535 mit seiner Frau Gertrud vom Stift Wietmarschen für 60 rhein. Goldgulden eine Jahresrente von 3 Goldgulden, zahlbar auf Johannisbapt. In der Stadt Rheine aus den Klostergütern Lodelvinck und Gellekinck in den Ksp. Neuenkirchen und Rheine sowie aus dem Zehnt zu Lengerich“. OFB Lingen; Rheine Geschchte An der Belagerung der münsterschen Täufer hatte Johann Korytzer, Gograf von Rheine, als Oberbefehlshaber des zweiten Belagerungstrupps vor dem Ludgeritor Münsters Anteil. Er konnte wegen einer dort zugezogenen Verwundung, die ihn ein Auge kostete, an der Erstürmung der Stadt Münster daher nicht mehr teilnehmen. Nach dem gewaltsamen Ende und der Hinrichtung nahezu aller münsterschen Täufer nach der Einnahme der Stadt Münster am 24. Juni 1535, verstummen auch die Nachrichten über Täufer in Rheine. Lediglich im Jahre 1537 werden noch einmal Täufer im Amt Rheine-Bevergern erwähnt, die zwar verhaftet und verhört, aber nicht mehr hingerichtet werden. Das Schloss Groß Peterwitz (polnisch Pałac w Piotrkowicach) ist die Ruine des Schlosses in Piotrkowice (Groß Peterwitz) im Powiat Trzebnicki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Das Schloss gilt als eines der bemerkenswertesten Schlösser des Frühbarock in Schlesien. Schloss Groß Peterwitz Das Schloss Groß Peterwitz (polnisch Pałac w Piotrkowicach) ist die Ruine des Schlosses in Piotrkowice (Groß Peterwitz) im Powiat Trzebnicki der Woiwodschaft Niederschlesien in Polen. Das Schloss gilt als eines der bemerkenswertesten Schlösser des Frühbarock in Schlesien. Geschichte Vermutlich bestand bereits um 1392, als das Dorf erstmals urkundlich erwähnt wurde, ein Herrensitz. Seit Mitte des 16. Jahrhunderts waren hier die von Nostitz ansässig. Über die von Skopp ging der Besitz an Anna Maria von Studnitz, die nach einer ersten Ehe, in der sie mit Georg Leonhard von Colonna verheiratet war, nach dessen Tod 1687 Joachim Wilhelm Maltzahn ehelichte. Dieser ließ den Renaissancebau aufstocken und im Stil des Frühbarock umgestalten. Die Ausführung der Stuckarbeiten übernahm Giovanni Simonetti oder dessen Bruder. Durch Heirat gelangte das Schloss an Friedrich August Graf von Kospoth und 1787 an Adolph Freiherr von Danckelmann, der nachfolgend den Grafentitel erhielt. Dessen Sohn Graf Heinrich von Danckelmann ließ Anfang des 19. Jahrhunderts den weitläufigen Englischen Landschaftspark anlegen. Bis 1934 war der Oberleutnant a. D. Graf Heinrich Karl Friedrich von Danckelmann, geboren in Groß Peterwitz 1864, Eigentümer. Das Gut hatte 1940 einen Umfang von etwa 575 ha. Mit Gellendorf und Pinxen gehörten weitere Besitzungen dazu. Ihn beerbte sein Sohn Graf Eberhardt von Danckelmann. Seine beiden Schwestern Iréne und Anastasie heirateten adelige Offiziere, letztere wohnte mit ihrem Mann Theodor Freiherr Tucher von Simmelsdorf im Schloss.[1] Die von Danckelmann blieben bis 1945 Eigentümer des Schlosses. Der Sacco di Roma (italienisch sacco, veralteter Ausdruck für „Plünderung“) war die Plünderung Roms in den Wochen nach dem 6. Mai 1527 durch deutsche, spanische und italienische Söldner Kaiser Karls V. im Zuge seines Kriegs gegen die Liga von Cognac, ein Bündnis zwischen Frankreich, dem Papst sowie Mailand, Florenz und Venedig. Der 1519 gewählte, aber noch immer ungekrönte Kaiser konnte trotz seines Sieges in der Schlacht bei Pavia 1525 seine Truppen in Norditalien nicht mehr adäquat besolden. Die deutschen, zunächst von Georg von Frundsberg geführten Landsknechte, darunter viele Protestanten, sowie die spanischen und italienischen Söldner mussten sich zwei Jahre lang aus den Besitzungen der gegnerischen Städte und des Kirchenstaates selbst versorgen. Nach einem Schlaganfall Frundsbergs und dem Tod ihres Oberfeldherrn Charles de Bourbon führerlos geworden und auf Entlohnung drängend, stürmten sie schließlich Rom und belagerten die Engelsburg, wohin sich Papst Clemens VII. mit den verbliebenen Schweizergardisten zurückgezogen hatte. Die Stadt wurde wochenlang ausgeraubt und verwüstet. Der Sacco di Roma gilt als ein Höhepunkt kriegerischer Gewaltexzesse durch schlecht versorgte und nicht mehr kontrollierbare Söldnerheere. | DANKELMANN, Johann ´Curetser, der Eiserne` (I1355)
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| 2640 | Erwähnt 21 Okt 1561, 1563 Die seit 1191 („Ulrich von Reischach“) bezeugten Freiherren von Reischach mit ihrer Stammburg Burrach beim Walder Ortsteil Reischach sind ein typisches kleinadeliges Geschlecht, das es nie zu herausragender Berühmtheit an sich, oder an einzelnen Mitgliedern brachte, deren Vertreter aber in der südwestdeutschen Geschichte, vor allem im Umfeld des Hauses Württemberg, bis in die Neuzeit immer wieder in Erscheinung traten. Die Reischacher konnten sich in ihrem Ursprungsgebiet nicht lange halten. In ihrer unmittelbaren Nachbarschaft wurde im Jahre 1212 durch den staufischen Ministerialen Burkhard von Weckenstein ein Kloster gegründet. Das Kloster Wald lag nur knapp zwei Kilometer von der Burg Burrach entfernt. Das neu gegründete Kloster versuchte von Anfang an, das Gebiet in seiner unmittelbaren Nachbarschaft unter seinen Einfluss zu bringen. Tatsächlich gelang es dem Kloster, seinen Besitz und damit auch seine herrschaftliche Stellung auszudehnen, auch durch seine guten Beziehungen zu den Stauferkaisern. Folgerichtig verdrängte es das Geschlecht der Reischacher und brachte es schon im Jahr 1290 fertig, mit diesen einen Vertrag abzuschließen, in dem die Erwerbs- und Ausdehnungsinteressen des Klosters räumlich festgelegt wurden. Seit dem Übergang an das Kloster Wald sind die Reischacher in Reischach nicht mehr ortsansässig, ihre Burg war bereits spätestens 1241 geschleift worden. | VON REISCHACH, Anna (I46669)
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| 2641 | Erwähnt ab 22.10.1565 in Zürich, 12.7.1606 Zürich, reformiert, von Zürich. Sohn des Hans Conrad. 1565 Eva Göld(l)i, Tochter des Thüring, von Rapperswil (SG), Hauptmanns in Frankreich. Ab 1568 Mitglied des Grossen Rats, 1577-1606 Ratsherr der Konstaffel. 1587 Hauptmann der Zürcher Truppen vor Mülhausen, 1590 Zürcher Abgeordneter in Basel. 1578-1584 Obervogt von Stäfa, 1591-1605 von Bonstetten, 1588 Landvogt von Sargans. Das Kloster St. Gallen belehnte Jost von Bonstetten nach 1582 wiederholt als Trager (Treuhänder) der Stadt Zürich. | VON BONSTETTEN, Jost (I41239)
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| 2642 | erwarb 1797 das Bürgerrecht in Dortmund | VON VAERST, Karl Adolf (I45767)
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| 2643 | erwarb den Grundbesitz der GRBEL in Kloten und Rümlang, der während Jahrhunderten im Besitz der Fam. blieb. Die SCHLACHT BEI WOLLERAU wurde am 16. Dezember 1445 im Verlaufe des ALTEN ZÜRICHKRIEGS im Gebiet der Höfe (Schweiz) geschlagen. Die Gegner waren auf der einen Seite Truppen der eidgenössischen Orte Schwyz und Zug und auf der anderen Seite Truppen der Reichsstadt Zürich und des deutschen Königs FRIEDRICH III. VON HABSBURG (1415-1493). Die Schlacht war die letzte grössere militärische Begegnung im Raum Zürichsee während dieses Krieges. Die prominentesten Gefallenen auf Zürcher Seite waren PANTALEON HAGNAUER (Zürcher Bannerträger), RUDOLF SCHULTHESS UNDERM SCHOPF (Zürcher Schultheiss), PAUL GÖLDI (Ratsherr), JALOB GÖLLDI(dessen Bruder), HANS GREBEL (Ratsherr) und .. Von den Schwyzern sollen nur 15 Mann umgekommen sein. Mitglied des Zürcher Rats, Deligierter bei der Schweizerischen Eidgenossenschaft 1428-44. Besitzt das Haus „zum Streit“ an der Brunngasse in Zürich, des Rats, Reichsvogt zu Andelfingen 1445 und zwei weitere Male, 1445 Zunftmeister zur Meise, Ratsmitglied, Schildner zu Schneggen | GREBEL, Johannes (I2929)
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| 2644 | Erwigs Vater Ardabastus war aus dem Oströmischen Reich als Verbannter ins Westgotenreich gekommen. Der Name Ardabastus (Artavasdes) deutet auf armenische Herkunft (armenisch Artawazd). Der Westgotenkönig Chindaswinth (642–653) gab dem Flüchtling seine consubrina (Cousine oder – wahrscheinlicher – Nichte) zur Frau. Somit stammte Erwig mütterlicherseits von einer Königsfamilie ab. Erwig wuchs am Hof auf und erhielt die Würde eines Grafen. Nach der Darstellung asturischer Chroniken des 9./10. Jahrhunderts war er maßgeblich am Sturz König Wambas im Oktober 680 beteiligt. Die Einzelheiten sind umstritten, aber dass Wamba durch eine von Erwig eingefädelte Hofintrige entmachtet wurde, ist kaum zu bezweifeln.[2] Die Chronik Alfons’ III. berichtet, dass Erwig dem König das Nervengift Spartein in ein Getränk mischte und ihn damit vorübergehend betäubte. Jedenfalls erhielt Wamba als vermeintlich Todkranker das Bußsakrament und wurde nach damaligem Brauch mit einem Ordensgewand bekleidet und durch die Tonsur in den geistlichen Stand aufgenommen. Damit wurde er regierungsunfähig. Er dankte am 14. Oktober 680 ab, unterschrieb ein Dokument, durch das er Erwig zum Nachfolger bestimmte, und zog sich in ein Kloster zurück, wo er spätestens 683 starb. Am 15. Oktober trat Erwig die Regierung an; eine Königswahl fand nicht statt, sondern die Rechtsgrundlage war die Designation durch den Vorgänger. Am 21. Oktober empfing Erwig die Königssalbung durch den Metropoliten Julian von Toledo. In der neueren Forschung wird vermutet, dass Julian den Staatsstreich begrüßt und sogar aktiv unterstützt hat. | N., Erwig (I22577)
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| 2645 | erwirbt 1359 Moosburg bei Güttingen am Bodensee, 1320 Meier zu Turbenthal, österreichischer Rat 1362, Stifter der Liebfrauen- und Peterspfünde Turbenthal, | VON BREITEN-LANDENBERG, Hermann I. (I3192)
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| 2646 | Erwirbt die Herrschaft Maur 1485, Achtzehner 1485, Vogt zu Greifensee 1485, des Rats 1499-1509, Obervogt zu Birmensdorf 1499, Freund Waldmanns. | GREBEL, Georg (I3040)
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| 2647 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Vertraulich (I5229)
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| 2648 | Erzbischof Brun von Köln (953–965), der Bruder Ottos I. sowie Erzieher und Freund Gottfrieds, setzte diesen – vermutlich als Nachfolger seines Vaters, des Pfalzgrafen – als seinen Stellvertreter in Lothringen ein, wobei das Jahr der Amtsübernahme nicht zu klären ist. Im Juni 958 erhielt Gottfried die Besitzungen des abgesetzten Grafen Reginar III. zugesprochen. Ein Jahr später erhielt er für Niederlothringen den Herzogstitel. Gottfried begleitete Otto I. auf seinen Italienzug, wo er im Sommer 964 – ebenso wie Erzbischof Heinrich I. von Trier und viele andere – nach der Belagerung und Eroberung der Stadt an einer Seuche starb, ohne Nachkommen zu hinterlassen. Gottfried kann kein hohes Alter erreicht haben, da er vom Erzbischof Brun erzogen wurde, der selbst Jahrgang 925 war und sein kirchliches Amt im Jahr 953 antrat; die Geburt Gottfrieds zwischen 940 und 945 erscheint somit wahrscheinlich. | (NIEDERLOTHRINGEN), Gottfried I. (I22545)
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| 2649 | Es finden sich zahlreiche Schreibformen des Namens (Efibach, Evibach, Evenbach). Die Zweyer von Evenbach (auch: Zwyer von Evibach) waren ein aus dem innerschweizerischen Uri stammendes Geschlecht, das 1688 in den Freiherrenstand erhoben wurde und seit dem 14. Jahrhundert bis 1836 nachweisbar ist. Das Geschlecht stammt aus dem Weiler Öfibach in der Gemeinde Silenen im schweizerischen Kanton Uri. Urkundlich erwähnt sind Familienmitglieder sicher zu Beginn des 14. Jahrhunderts. Im 16. Jahrhundert gehörte die Familie zur ländlichen Oberschicht von Altdorf im Kanton Uri. | VON ZWEYER VON EVIBACH, Josef Heinrich (I46906)
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| 2650 | Es gab auf dser Burg Wetter sechs Burglehen, wie wir aus Prozeßakten vom Jahr 1643 wissen: Fam. Boelen, Ovelacker, Mallinckrodt, von Wickede und vom Brocken | VON VAERST, Hermann (I45673)
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