Treffer 2,501 bis 2,550 von 6,111
| # | Notizen | Verknüpft mit |
|---|---|---|
| 2501 | Er war ein Sohn des Grafen Egilmar II. von Oldenburg. Nach dem Tod seines Vaters wurde das Erbe zwischen ihm und seinem Bruder Heinrich I. aufgeteilt. Heinrich begründete die Wildeshausener Linie des Oldenburger Grafenhauses, Christian regierte in Oldenburg. Christian war eigentlich ein Vasall Herzog Heinrichs des Löwen, spätestens 1166 trat er aber in Gegnerschaft zu diesem. Neben der Teilnahme am Ersten Italienzug Kaiser Friedrichs Barbarossa 1154 und 1155 beteiligte er sich auch am Feldzug gegen Mecklenburg 1164 und an der Schlacht bei Östringsfelde 1153, bekannt als Teil der Friesenfeldzüge Heinrichs des Löwen, die er jedoch verlor. Dem Einfluss Heinrichs des Löwen versuchte er zu entgehen, indem er 1167 die Bremer Bürgerschaft auf seine Seite zog, was jedoch nicht den Angriff der Welfen verhinderte, sodass er nach Oldenburg zurückweichen musste. Christian starb um 1167 während der Belagerung durch den Welfenherzog in Oldenburg. Da seine Kinder zu dem Zeitpunkt noch unmündig waren, war es Heinrich der Löwe, der die Geschicke Oldenburgs bis zu seinem Sturz um 1180 bestimmte. Christian war verheiratet mit Kunigunde, die vermutlich dem Haus Versfleht entstammte. Aus der Ehe gingen folgende Kinder hervor: Moritz I. von Oldenburg (* um 1145; † nach 1209) ⚭ Salome von Hochstaden-Wickrath Christian von Oldenburg, der Kreuzfahrer (* vor 1167; † 1192) | (OLDENBURG), Christian I. ´der Streitbare` (I52340)
|
| 2502 | Er war ein Sohn des Grafen Wilhelm (Guillaume) von Eu und Hiémois und damit ein Enkel des Herzogs Richard I. von Normandie. Sein Bruder war der Graf Guillaume Busac von Eu und Soissons. Der Geschichtsschreiber Ordericus Vitalis beschreibt ihn als „heiligen Mann“. Als Bischof von Lisieux ist er ab 1049 bezeugt; in seine Amtszeit fällt der Abschluss des Wiederaufbaus der Kathedrale Saint-Pierre in Lisieux im romanischen Stil. Hugues d’Eu konnte sie um 1055/60 weihen. Nach seinem Tod musste Wilhelm der Eroberer als Landesherr zwischen den Kanonikern von Lisieux und den der Abtei Notre-Dame-du-Pré (ebenfalls in Lisieux) vermitteln, da beide den Leichnam des Bischofs als Reliquie beanspruchten. Wilhelm entschied zugunsten der Abtei, die von Lesceline, der Mutter Hugues gegründet worden war. | D`EU, Hugues (I37629)
|
| 2503 | Er war ein Sohn des Hugo I., Graf von Rethel.[1][2] 1096 bis 1099 nahm er am Ersten Kreuzzug ins Heilige Land teil. Dort überließ ihm sein Vetter Balduin von Boulogne 1101 die Grafschaft Edessa, als dieser König von Jerusalem wurde. Als Balduin von Boulogne 1118 kinderlos starb, folgte er ihm auch auf dem Thron von Jerusalem. Die Grafschaft Edessa überließ er seinem Vetter (die Mütter waren Schwestern) Joscelin von Courtenay. Als Graf von Edessa wurde Balduin 1104 von den Seldschuken nach der Schlacht von Harran gefangen genommen und erst 1108 wieder freigelassen. Fast unmittelbar nach seiner Thronbesteigung in Jerusalem wurde das Königreich gleichzeitig von Syrien her durch die Seldschuken und von Ägypten her durch die Fatimiden angegriffen. Balduin II. gelang es, beide Gegner zurückzudrängen. 1119 wurde das Fürstentum Antiochia angegriffen, die Kreuzfahrer unterlagen in der Schlacht von Ager Sanguinis; trotz dieser schweren Niederlage gelang es Balduin noch im gleichen Jahr, die Seldschuken aus dem Fürstentum zu vertreiben. 1123 wurde er bei einer Grenzpatrouille in der Grafschaft Edessa erneut von den Seldschuken (von Balak ibn Bahram) gefangen genommen, diesmal aber bereits im Folgejahr freigelassen. In der Zwischenzeit hatten die Kreuzritter mit Hilfe einer venezianischen Flotte Tyrus belagert und erobert. Diese Hilfe führte zur Einrichtung von Handelskolonien der italienischen Republiken, nicht nur Venedigs, in den Küstenstädten des Königreichs, die autonom und frei von Steuerlasten und militärischen Pflichten waren. In die Regierungszeit Balduins II. fällt die Gründung der ersten beiden Ritterorden. 1118 gründete Hugo von Payns in Jerusalem den Templerorden, der seinen Namen dem Umstand verdankt, dass Balduin ihm seinen ehemaligen Palast auf dem Tempelberg als Hauptquartier zur Verfügung stellte. Auch der Johanniterorden trat bald als Militärorden auf und die karitativen Ziele, die er ursprünglich hatte, rückten in den Hintergrund. 1125 sammelte Balduin die Ritter aller Kreuzfahrerstaaten um sich und schlug die Seldschuken in der Schlacht von Azaz, obwohl deren Armee wesentlich größer war. Als Folge der Schlacht gelang es den Kreuzrittern, viel von dem Einfluss wiederherzustellen, den sie nach dem „Ager Sanguinis“ verloren hatten. Hätten Antiochia und Edessa nach dem Sieg nicht damit begonnen, sich untereinander zu bekämpfen, wäre es Balduin vielleicht gelungen, Aleppo zu erobern. Stattdessen wurden Aleppo und Mosul 1128 unter Zengi vereint. Balduin wandte sich in der Folge gegen Damaskus, dessen Eroberung aber fehlschlug. Balduin II. hatte 1101 Morphia von Melitene geheiratet, die Tochter des armenischen Fürsten Gabriel von Melitene. Balduin hatte keine Söhne, aber vier Töchter, Melisende, Alice, Hodierna und Ioveta. Er verheiratete Melisende 1129 mit dem Grafen Fulko V. von Anjou; Fulko und Melisende regierten nach Balduins Tod 1131 gemeinsam. Alice heiratete Bohemund II. von Antiochia, Hodierna Raimund II., den Grafen von Tripolis; Ioveta wurde Äbtissin von Bethanien. | (JERUSALEM), Balduin II. (I40603)
|
| 2504 | Er war ein Sohn Graf Markwarts IV. von Eppenstein und der Liutbirg von Plain, Tochter von Graf Liutold II. In der Nachfolge seines Vaters, der auch nach der Absetzung Herzog Adalberos, seines Großvaters, die herrschende Kraft in Kärnten blieb, gelangte Liutold 1076/77 unter Absetzung des Zähringers Berthold durch König Heinrich IV. zur Herzogswürde, allerdings in einem beschnittenen Herzogtum: Es waren ausgegliedert worden: Friaul (an Patriarch Sieghard von Aquileia, † 1077), Istrien (kam nach Sieghards Tod wieder an Liutold) und Krain (ebenso an Aquileia, einige Zeit später) und auch die Kärntnermark (an die Otakare). Die Mark Verona blieb Liutold erhalten. Die Erhebung Liutolds erfolgte im Anschluss an den Canossagang Heinrichs IV. und nach der Wahl des Gegenkönigs Rudolf von Rheinfelden, da sich der König von seinem treuen Parteigänger Liutold durch die schroffen Engpässe Karantaniens, wahrscheinlich über den Predilpass und durchs Gailitztal, zurück ins Reich geleiten ließ. Liutold war auch bei den späteren Rom-Zügen Heinrichs IV. an dessen Seite. Das Zusammenspiel mit seinen Brüdern Ulrich, Hermann und Heinrich funktionierte sehr gut und so konnten sich die Eppensteiner im Reich bestens positionieren. Ulrich wurde 1077 als Abt von St. Gallen installiert und 1085 zusätzlich als Patriarch von Aquileia, Hermann 1085 als Gegenbischof von Passau, Heinrich als Vogt von Aquileia und wahrscheinlich 1077–1093 als Markgraf von Istrien und (wahrscheinlich) Krain. In die zweite Hälfte seiner Amtszeit fällt vermutlich der Bau der Burg Eppenstein, nach der das Adelsgeschlecht später benannt wurde. Angeblich wurde er sogar 1086–1090 Markgraf von Steiermark anstelle des für abgesetzt erklärten Markgrafen Otakar. Liutold war zweimal verheiratet, hinterließ aber keine erbberechtigten Söhne. Er starb, laut einer fragwürdigen Quelle als Thronusurpator, im Jahre 1090 und ist begraben im Stift St. Lambrecht. | VON EPPENSTEIN, Liuthold (I39642)
|
| 2505 | Er war ein Sohn Hilduins IV., Graf von Montdidier, Herr von Ramerupt und dessen Ehefrau Gräfin Adelaide von Roucy, und erbte beim Tod seines Vaters die die Grafschaft Roucy, sowie die Herrschaft Ramerupt. Ebles führte um das Jahr 1073 ein großes Heer, welches laut Suger von Saint-Denis dem eines Königs würdig war, nach Spanien zum Kampf gegen die Mauren. Dieser Heerzug wurde bereits von Papst Alexander II. und dem Abt Hugo von Cluny vorangetrieben seit sich der aragonesische König Sancho Ramírez, nach der Rückeroberung Barbastros durch die Mauren 1065, politisch und religiös an Rom angenähert hatte. Alle Eroberungen Ebles sollten dabei zugunsten St. Peters gemacht werden, außerdem bekam er vollste Absolution für diesen Feldzug zugesichert, weshalb dieses militärische Engagement als ein Vorgriff zu den Kreuzzügen betrachtet werden kann. Ebles Schwester, Felicia, war bereits seit etwa 1070 mit dem König von Aragón verheiratet gewesen, den er gemeinsam mit seinem Neffen Rotrou III. von Perche gegen dessen Vetter Sancho IV. von Navarra unterstützte, statt gegen die Mauren zu ziehen. Danach zog Ebles nach Unteritalien, wo er den Normannenherrscher Robert Guiscard in dessen Kampf gegen das byzantinische Reich unter Alexios I. Komnenos unterstützte. Um das Jahr 1082 heiratete er Guiscards Tochter Sibylle. Zurück in Frankreich führte Ebles und sein Sohn Guiscard mehrere Fehden gegen ihre Nachbarn, besonders gegen die Erzbischöfe von Reims deren Land sie verwüsteten. Erst nach einem militärischen Eingreifen des Kronprinzen Ludwig (VI.) 1102 unterwarf sich Ebles und beendete seine Raubzüge. | (ROUCY), Ebles II. (I52239)
|
| 2506 | Er war ein Sohn König Rudolfs I. von Habsburg und der Gertrud von Hohenberg. Am 17. Dezember 1282, beim Reichstag von Augsburg, wurde er gemeinsam mit seinem Bruder Albrecht I. als Herzog von Österreich und Steiermark eingesetzt. Am 1. Juni 1283 musste er im Vertrag von Rheinfelden zugunsten Albrechts I. auf diese Gebiete verzichten, im Gegenzug sollte er von seinem Vater mit den Ländern im späteren Vorderösterreich belehnt werden. Vorerst übernahm er die Regentschaft in Vorderösterreich und im Klettgau, Lehnsherrschaft wie auch die vereinbarte Entschädigung von Albrecht I. traten aber bis zu seinem frühen Tod im Alter von 19 Jahren nicht ein. Im Frühjahr 1288 belagerte er die Burg Weißenburg, hier eilte ihm sein Vater zu Hilfe. Anschließend nahm er 1288/89 am Feldzug seines Vaters gegen Bern, das mit den Savoyern sympathisierte, teil. Nachdem seinem Vater ein erster Ansturm auf die Stadt missglückt war, gelang es Rudolf, die Berner zu einem Ausfall zu reizen und am 27. April 1289 in der Schlacht bei der Schosshalde zu besiegen. Ein Jahr später starb er während eines Besuchs bei seiner Schwester Guta überraschend in Prag. Aus Rache um das vorenthaltene Erbe ermordete Rudolfs postum geborener Sohn Johann 1308 seinen Onkel Albrecht, weshalb man ihn Parricida (‚Verwandtenmörder‘) nennt. | (ÖSTERREICH), Rudolf II. (I54344)
|
| 2507 | Er war ein Sohn von Graf Guido II. von Ponthieu († 1147) und dessen Ehefrau Ida. Johann entlieh sein Wappen dem der Herzöge von Burgund, mit denen er über seine Großmutter väterlicherseits verwandt war. Sofort nachdem er 1147 das Erbe angetreten hatte, begann er eine Fehde gegen Bernard III., Herr von Saint-Válery. Der Krieg wurde aber 1150 auf Druck König Ludwigs VII. von Frankreich beendet. Im Jahr 1168 wurden einige seiner Burgen von Heinrich II. Plantagenet niedergebrannt, weil Johann ihm den Durchzug seiner Truppen verweigert hatte. Im Gegenzug unterstützte Johann 1173 den Aufstand des jungen König Heinrich gegen dessen Vater. Johann nahm im Gefolge König Philipps II. am Dritten Kreuzzug teil, wo er bei der Belagerung von Akkon starb.[1] Er war dreimal verheiratet. Seine dritte Frau war Beatrix von Saint-Pol, eine Tochter des Grafen Anselm von Saint-Pol. Ihre Kinder waren: Adela († nach 1241), ⚭ Thomas de Saint-Válery; Wilhelm IV. (* 1179; † 4. Oktober 1221), Graf von Ponthieu; Margarethe, ⚭ Enguerrand de Picquigny, Vidame von Amiens. | (PONTHIEU), Johann I. (I61361)
|
| 2508 | Er war ein Sohn von Graf Stephan Heinrich von Blois und Adela von England, einer Tochter Wilhelm des Eroberers, und somit ein älterer Bruder des späteren englischen Königs Stephan. Obwohl nicht der älteste Sohn, wurde Theobald dennoch der Haupterbe seines Vaters, nachdem sein älterer Bruder Wilhelm vermutlich wegen einer geistigen Behinderung vom Erbe ausgeschlossen wurde. 1125 erbte Theobald von seinem Onkel Hugo die Grafschaft Troyes sowie den Titel eines Grafen von Champagne (comes Campanie), den er selbst geschaffen hatte, obwohl er nicht die gesamte Provinz beherrschte. Zunächst stand Theobald unter der Vormundschaft seiner Mutter, die auch nach seiner Mündigkeit 1109 großen Einfluss auf ihn hatte. Zuvor wurde Theobald 1107 zum Ritter geschlagen. Theobald führte zu seinem königlichen Lehnsherren Ludwig VI. ein wechselhaftes Verhältnis. Zunächst stand er dem König während des sogenannten „Aufstand der kleinen Barone“ bei und brannte dabei 1111 die Stammburg des aufrührerischen Herrn von Le Puiset nieder. Doch schon bald darauf zerwarf er sich mit dem König, Ursache war die vakant gewordene Grafschaft Corbeil, auf die Theobald einen Anspruch erhob, den der König aber nicht anerkannte. Theobald verbündete sich mit den Aufständischen, wurde aber bei Toury durch den König geschlagen. Gegen dessen Verbündeten, Graf Robert II. von Flandern, konnte Theobald in der Nähe von Meaux aber siegen. Nach einem kurzzeitigen Frieden 1113 unterstützte Theobald 1114 den rebellierenden Hugues de Crécy bei der Verteidigung von Gournay, die aber erfolglos verlief und somit den Aufstand beendete. Theobald verbündete sich danach mit seinem Onkel König Heinrich I. von England und führte den Kampf gegen König Ludwig VI. fort, dessen verbündeten Grafen Wilhelm II. von Nevers er 1115 gefangen nahm. Im Oktober 1119 war Theobald zu einem Frieden mit dem König gezwungen, nachdem Papst Kalixt II. auf einem Konzil in Reims sowohl Kaiser Heinrich V., den Gegenpapst Gregor VIII. und auch den ihn unterstützenden Heinrich I. von England exkommunizierte. Theobald leistete daraufhin dem König Heerfolge, nachdem der Kaiser 1124 mit einem Heer in Frankreich einfiel, dabei aber bei Metz zum Rückzug genötigt werden konnte. Nach der Bewältigung dieser Bedrohung nahm Theobald seine Opposition zum König wieder auf und unterstützte 1127 den Aufstand des Stephan von Garlande, worauf der König mit einem Heer die Champagne verwüstete. 1135 starb Heinrich I. von England und Theobald wurde als ältester Enkel Wilhelms des Eroberers von den normannischen Baronen die Krone angetragen, da diese einen Erbgang an die Grafen von Anjou durch seine Cousine Matilda verhindern wollten. Doch sein jüngerer Bruder Stephan, der bereits in England begütert war, bemächtigte sich mit Unterstützung des dritten Bruders Bischof Heinrich von Winchester des Thrones und wurde dabei von Papst Innozenz II. anerkannt. Gegen diese Usurpation setzten sich Matilda und ihr Ehemann Graf Gottfried V. von Anjou zur Wehr und verbündeten sich dafür mit dem Herzog von Aquitanien. Zunächst konnten sich die Blois-Brüder behaupten, besonders, nachdem Aquitanien durch den Tod des Herzogs 1137 neutralisiert wurde und Theobald die Ehe dessen Erbtochter Eleonore mit dem neuen französischen König Ludwig VII. vermitteln konnte. Im gleichen Jahr wurde Theobald von seinem Bruder mit der Regentschaft in der Normandie betraut als Ausgleich für die entgangene Krone. Dieser Annäherung an die französische Krone folgte jedoch bald eine neue Konfrontation. Im Streit um die Investitur eines neuen Erzbischofs in Bourges 1141 zwischen dem König und dem Papst ergriff Theobald Partei für den päpstlichen Kandidaten. Ein Jahr später kam es zu einem tiefer gehenden Bruch mit dem König, nachdem sich dessen Onkel und Seneschall, Graf Rudolf von Vermandois, von Theobalds Schwester trennte, um stattdessen eine Schwester der Königin zu heiraten. Theobald sah darin ein Komplott des Königs gegen ihn und erreichte auf einem Konzil im champagnischen Lagny die Verhängung des Interdikts über Vermandois. Der König erklärte Theobald den Krieg und marschierte mit seinem Bruder Robert von Dreux in die Champagne ein. Nachdem dabei der König bei einem Angriff auf Vitry-en-Perthois mehr als tausend Menschen in einer Kirche niederbrennen ließ, rief Theobald über dem ihm vertrauten Bernhard von Clairvaux die Autorität des Papstes an, was 1143 einen in Vitry geschlossenen Frieden erzwang, indem der König die Champagne räumen und auch in der Bischofsfrage in Bourges nachgeben musste. Dieser Konflikt gegen den König hatte zur Folge, dass Theobald dem zur selben Zeit offen ausbrechenden englischen Bürgerkrieg und der damit einhergehenden Invasion der Normandie durch den Grafen von Anjou weitestgehend tatenlos gegenüberstand, wodurch bis 1144 die Normandie verloren ging. Diese Entwicklung förderte im Gegenzug die Versöhnung Theobalds mit dem König, der sich von dem Machtzuwachs der Anjous bedroht sah und somit auf starke Bündnispartner angewiesen war. Theobald starb am 10. Januar 1152 und wurde in der Kirche von Lagny bestattet. Durch sein Geschick konnte der Einfluss der Champagne im Osten Frankreichs erheblich erweitert werden, indem er seine Oberhoheit auf fünf Vasallen des Erzbischofs von Reims, auf ebenso viele des Bischofs von Langres und auf mehrere des Herzogs von Burgund ausdehnte, darunter vor allem Joigny. Der Nachwelt ist Theobald unter anderem auch als tatkräftiger Förderer der Zisterzienser bekannt, was sich in den Stiftungen bedeutender Einrichtungen des Ordens, zum Beispiel der Abteien von Clairvaux, Trois-Fontaines und Pontigny, niederschlug. Dem streitbaren Philosophen Peter Abaelard gewährte er nach dessen Flucht aus Saint-Denis Asyl in der Champagne. Weiterhin leiteten die Champagnemessen, die seit Theobald unter gräflicher Schirmherrschaft standen, eine wirtschaftliche Prosperität der Champagne ein, welche die Region zu einer der reichsten in Europa werden ließ. | (CHAMPAGNE), Theobald II. ´der Große` (I52506)
|
| 2509 | Er war ein Sohn von Oliba Cabreta († 990), von dem er Cerdanya und Conflent erbte, während Besalú und Berga an seine Brüder Bernard I. Taillefer und Oliba dem Abt gingen. Als der Vater 988 in das Kloster Montecassino eintrat, stellte er seine unmündigen Söhne unter den Schutz Papst Johannes XV.[1] Nachdem Oliba 1003 seine klerikale Laufbahn eingeschlagen hatte, konnte Wilfried auch Berga übernehmen. Im Jahr 1001, dem sechsten Jahr der Herrschaft König Roberts II., gründete Wilfried die Abtei Sant Martí del Canigó, die am 10. November 1009 von seinem Bruder Oliba geweiht wurde.[2][3] Für seine Grafschaft kämpfte er für die Befreiung von der Jurisdiktion des Bistums Urgell, dies auch im Konflikt mit dem heiligen Ermengol. Im Jahr 1003 kämpfte Wilfried an der Seite von seinem Bruder Bernard I. von Besalú, Ermengol I. von Urgell und Raimund Borrell von Barcelona in der siegreichen Schlacht von Torà (bei Lleida) gegen die Mauren von al-Andalus.[4] Am 8. November 1035 legte Wilfried sein Testament nieder, in dem er die Aufgabe des weltlichen Lebens zugunsten dessen eines Mönchs in Canigó bekundete.[5] Dort starb er im Jahr 1050 und wurde auch bestattet.[6] Wilfrieds erste Frau hieß Gisela, die erstmals in einer Schenkung an Canigó vom 12. Juni 1006 genannt wird.[7] Am 20. März 1020 verfasste sie ihr Testament.[8] Seine zweite Frau Isabel wird zwischen den Jahren 1025 und 1038 genannt. Aus den Ehen gingen neun Kinder hervor: | (CERDANYA), Wilfried II. (I52388)
|
| 2510 | Er war ein Sohn von Ordoño II. Er bestieg 925, nach der Beendigung eines Bürgerkrieges zwischen seinem Vetter, dem Sohn von Fruela II. und den Söhnen von Ordoño II., den Thron. In diesem waren seine Brüder und er von Sancho I. Garcés von Navarra unterstützt worden. Trotz des Sieges blieb ihre Herrschaft über das Königreich geteilt. Sein Bruder, Sancho Ordóñez, herrschte als König (926–929) über Galicien und sein anderer Bruder, Ramiro, regierte Portugal. Nach dem Tod seiner Gattin und Sanchos verzichtete er zugunsten seines Bruders Ramiro auf die Krone und zog sich ins Kloster zurück. Er bereute diesen Schritt und versuchte mittels Waffengewalt die Macht zurückzuerlangen, wurde jedoch von seinem Bruder besiegt. Dieser veranlasste Alfonsos Blendung und ließ ihn in einem Kloster festsetzen. Sein Leichnam wurde später in die Basilika San Isidoro überführt und dort beigesetzt. | (LEÓN), Alfons IV. (I37762)
|
| 2511 | Er war ein Sohn von Ordoño II. Er bestieg 925, nach der Beendigung eines Bürgerkrieges zwischen seinem Vetter, dem Sohn von Fruela II. und den Söhnen von Ordoño II., den Thron. In diesem waren seine Brüder und er von Sancho I. Garcés von Navarra unterstützt worden. Trotz des Sieges blieb ihre Herrschaft über das Königreich geteilt. Sein Bruder, Sancho Ordóñez, herrschte als König (926–929) über Galicien und sein anderer Bruder, Ramiro, regierte Portugal. Nach dem Tod seiner Gattin und Sanchos verzichtete er zugunsten seines Bruders Ramiro auf die Krone und zog sich ins Kloster zurück. Er bereute diesen Schritt und versuchte mittels Waffengewalt die Macht zurückzuerlangen, wurde jedoch von seinem Bruder besiegt. Dieser veranlasste Alfonsos Blendung und ließ ihn in einem Kloster festsetzen. Sein Leichnam wurde später in die Basilika San Isidoro überführt und dort beigesetzt. | (LEÓN), Alfons IV. (I40333)
|
| 2512 | Er war ein Spross der Familie Vultejus (auch Vultée), einem durch seinen Großvater begründeten hessischen Adelsgeschlecht. | VON VULTEJUS, Hermann (I6327)
|
| 2513 | Er war ein Tuchhändler und erwarb von seiner Schwester Rosa Zollikofer das Landgut Pfauenmoos bei Berg. Er wurde 1573 zum Stadtrichter, Ratsherrn und Säckelmeister der Stadt St. Gallen gewählt. Am 19. Oktober 1578 erfolgte, gemeinsam mit seinen Brüdern und Vettern die Erhebung in den erblichen Adelsstand durch Kaiser Rudolf II. Am 20. Oktober 1582 befand er sich als Gesandter zur eidgenössischen Bundesbeschwörung mit König Heinrich III. in Paris. 1585 erhielt er von Berchtold Brümsi von Herblingen die Gerichtsherrschaft und das Schloss Altenklingen, das er 1586 vollständig erneuerte. Weil er selbst kinderlos war, errichtete er 1586, gemeinsam mit seinen Brüdern Georg Zollikofer und Laurenz Zollikofer, die Familienfideikommisse Zollikofer von Altenklingen und Pfauenmoos; Pfauenmoos befand sich bis 1839 und Altenklingen bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts in Familienbesitz. | ZOLLIKOFER (VON ALTENKLINGEN), Leonhard (I2499)
|
| 2514 | Er war ein unehelicher Sohn des Grafen Wilhelm II. Taillefer von Angoulême, weshalb bei dessen Tod um 945 die Grafschaft Angoulême von dessen Vettern aus dem Périgord übernommen wurde. Im Jahr 975 erhob Arnaud trotz seiner illegitimen Geburt Erbansprüche auf Angoulême und bekam dafür die Unterstützung des Herzogs Wilhelm IV. Eisenarm von Aquitanien. Als er im Kampf seinen Vetter Ranulf Bompar getötet hatte, konnte er Angoulême schließlich übernehmen.[1] In den folgenden Jahren konsolidierte und erweiterte er seine Macht auf Kosten des Bischofs Hugo von Angoulême. Weiterhin machte er sich zum Schutzherrn (advocatus) der Abtei von Saint-Cybard.[2] Er unterstützte den Herzog in der Fehde gegen die Sippe von Boson dem Alten und nahm dessen Sohn Gauzbert gefangen, den er an den Herzog auslieferte. 988 nahm er in Saint-Amant-de-Boixe den Mönchshabit an und trat in die Abtei Saint-Cybard ein, wo er nur wenig später starb und an einem 4. März neben seinem Vater bestattet wurde.[3] Arnaud Manzer war nacheinander mit den Damen Raingarde und Aldearde verheiratet, von denen die erstere die Mutter seines Sohnes und Nachfolgers Wilhelm IV. Taillefer († 1028) war. | TAILLEFER VON ANGOULEME, Arnaud II. Manzer (I36646)
|
| 2515 | er war ein Wollschläger und Gwandschneider Vogt des Frauenklosters Interlaken 1458 - 1473 den Bürgern 1466, Zeugherr 1470 Teilnehmer an den Burgunderkriegen --> Vogt des Frauenklosters von: 1458 an 1473 in Interlaken, Interlaken, BE, CHE Eingebürgert --> Grossrat 1466 in Bern, Bern, BE, CHE --> Zeugwart 1470 in Bern, Bern, BE, CHE --> Teilnehmer an den Burgunderkriegen von: 1474 an 1477 | TILLIER, Johannes (I32826)
|
| 2516 | Er war erst einige Monate alt, als er von Knut dem Großen nach Dänemark gebracht wurde, um dort ermordet zu werden. Er wurde jedoch heimlich nach Kiew gebracht, von wo aus er nach Ungarn kam. Als Eduard der Bekenner, Stiefsohn Knuts und Halbbruder Edmund Ironsides, hörte, dass sein Neffe Eduard Ætheling lebt, rief er ihn nach England zurück und setzte ihn als seinen Erben ein. Eduard starb jedoch wenige Monate später, wodurch ein Nachfolgestreit ausgelöst wurde, der schließlich in die Normannische Eroberung Englands mündete. Eduards Ehefrau war Agatha, Tochter König Stephans von Ungarn und Giselas von Bayern. Ihre Kinder waren Edgar Ætheling, Margareta von Schottland und Christina, die Tante und Erzieherin der späteren englischen Königin Edith von Schottland. | VON ENGLAND, Ætheling (I37320)
|
| 2517 | Er war gemeinsam mit Abraham Cohen (Charleville) Pächter der städtischen Bank van Lening in Nijmegen. Im Dezember 1669 erhielt er für Lippstadt das Privileg, da sein Neffe Benedict Elias dort lebte. In der Stadt handelte er mit holländischen Waren und ehelichte seine Nichte, Sara Hitzel Gomperz († 17. Juni 1713 in Amersfoort, bestattet auf dem Friedhof Muiderberg). Diese Eheschließung sorgte für derartiges Aufsehen, dass der Kurfürst am 22. Juli 1668 den Statthalter Moritz nachforschen ließ, ob das gesetzlich überhaupt möglich war. Als Kriegsfaktor des Kurfürsten versorgte er gemeinsam mit seinem Neffen Moses Salomon Salman die Armee mit Munition, Geschützen und Monturen. Im Jahre 1681 lebte er in Wesel, das Privileg trat er an seinem Neffen Ruben Elias ab, lebte bis zu seinem Tod in Kleve und wurde in Emmerich bestattet. | GUMPEL, Jecheskel Juda Lime (I60171)
|
| 2518 | Er war Graf im Speyergau, Wormsgau, Elsenzgau, Kraichgau, Enzgau, Pfinzgau und Ufgau, sowie im Jahr 956 Graf im Nahegau. 978 bis 983 und 995 bis 1004 war er Herzog von Kärnten. Im Jahre 995 erhielt er nach dem Tod Heinrichs des Zänkers mit dem Herzogtum Kärnten auch die Mark Verona. Bei der Königswahl des Jahres 1002 war er einer der Kandidaten. Er gründete im Jahr 977 (oder 987 – Quellenlage unsicher) das Kloster Lambrecht im Speyergau. In der gleichen Zeit ließ er in Zell bei Worms die während der Ungarneinfälle verwüstete Wallfahrtsstätte des Hl. Philipp von Zell renovieren. Um das Jahr 1000 gründete er das Stift Sinsheim. Sein Begräbnisort ist unbekannt. Als mögliche Begräbnisorte werden Bruchsal[1], Kärnten[2], St. Lambrecht[3] oder Sinsheim[4] genannt. | (KÄRNTEN), Otto I. (I11008)
|
| 2519 | Er war in erster Ehe mit der byzantinischen Prinzessin Anastasia (oder Irina), Tochter des Kaisers Konstantin IX., verheiratet, in zweiter Ehe mit Anna von Polowzen. Dieser zweiten Ehe entstammt die Tochter Jewpraksija, welche ab 1089 als Adelheid von Kiew zweite Ehefrau des römisch-deutschen Kaisers Heinrich IV. wurde. Nach dem Tod des Vaters 1054 scheinen Wsewolod und der ältere Bruder Swjatoslaw einvernehmlich gemeinsam mit dem ältesten und dominierenden Bruder Isjaslaw I. regiert zu haben. Wsewolod erhielt das Teilfürstentum Perejaslaw mit der Stadt Susdal als Zentrum zugesprochen, wo er 1061 einen ersten Überfall der Kumanen abwehrte und mit Khan Sokal Frieden schloss. Nachdem es zu einem Zerwürfnis zwischen den Brüdern gekommen war, unterstützten Wsewolod und Swjatoslaw im Frühjahr 1073 die Stadtbevölkerung Kiews bei der Vertreibung Isjaslaws und Swjatoslaw trat die Nachfolge seines Bruders als Großfürst an. Mit Hilfe des polnischen Herzog Bolesław II., dessen Cousin er war, wollte Isjaslaw seine Herrschaft zurückerobern. Nach Swjatoslaws Tod im Dezember 1076 verzichtete Wsewolod zu Gunsten seines älteren Bruders auf die Herrschaft. Im Gegenzug erhielt Wsewolod vom wieder inthronisierten Isjaslaw das Fürstentum Tschernigow zugesprochen. Da dieses jedoch ursprünglich an Swjatoslaws Sohn Oleg fallen sollte, brach ein offener Konflikt zwischen den Brüdern einerseits und Oleg und dessen Verbündeten Boris Vyatscheslawitsch von Tmutorokan andererseits aus. In der entscheidenden Schlacht bei Nezhatyna Nyva am 3. Oktober 1078 wurde Oleg geschlagen, während Isjaslaw und Boris im Kampf fielen. Durch Isjaslaws Tod konnte sich Wsewolod endgültig als Kiewer Großfürst durchsetzen. Im Kampf mit seinem Neffen Oleg zeigte sich eine Schwäche des Senioratsprinzips: Um seinen Anspruch auf Tschernigow durchsetzen zu können, ging er sogar ein Bündnis mit den heidnischen Polowzern ein, die daraufhin in die Rus einfielen. Durch diese Auseinandersetzungen konnte Wsewolod auch die 1084 erfolgreich wieder aufgenommenen Feldzüge gegen den alten Feind Polozk nicht fortsetzen. Wsewolod starb am 13. April 1093. Sein Nachfolger wurde Swjatopolk II., ein Sohn Isjaslaws. | JAROSLAWITSCH, Wsewolod I. (I37682)
|
| 2520 | Er war in verheiratet mit Ingrid Ragnvaldsdatter, Enkelin des schwedischen Königs Inge Stenkilsson und hatte mit ihr den Sohn Inge Krogrygg. Mit seiner Nebenfrau Tora Gudmundsdatter hatte er den Sohn Sigurd Munn und mit anderen, nicht bekannten Nebenfrauen die Söhne Øystein und Magnus. Außerdem hatte er die Töchter Margrete, Brigitta und Kristina. Margrete heiratete nach Island den dortigen Jón Hallkjellsson, so dass König Harald auf diese Weise in so gut wie allen isländischen Genealogien auftaucht. | (NORWEGEN), Harald IV. (I40891)
|
| 2521 | Er war jüngster Sohn des Herzogs Otto von Bayern aus dem Hause Northeim und der Richenza von Schwaben, Tochter von Herzog Otto II. Siegfried und sein Bruder Kuno waren 1075/76 Geiseln bei König Heinrich IV. und wurden später dessen treue Stützen. Siegfried war Graf im Hessengau, Nethegau und Ittergau, Vogt von Corvey und Northeim. Er war 1089 Richter über Markgraf Ekbert II. von Braunschweig-Meißen und sprach über ihn die Acht aus. Er heiratete Adelheid Gräfin von Holstein. Der beiden einziger Sohn war Siegfried IV. von Boyneburg. Ihre Tochter war Richenza von Boyneburg. | VON BOYNEBURG, Siegfried III. (I39674)
|
| 2522 | Er war jüngster Sohn des Weimarer Grafen Wilhelm II. Nach dessen Tod folgte er in Weimar und gewann noch die Grafenrechte im Eichsfeld hinzu. Damit geriet er in Konflikt mit den Erzbischöfen von Mainz. Mit dem König stand er in bestem Einvernehmen. Von Zeit zu Zeit übernahm er die Wachaufsicht über die Burg Meißen. 1017 lag er mit Gebhard von Querfurt in Streit, den der König zu Allstedt schlichtete. Unter Wilhelm erreichte die Machtstellung des Hauses Weimar innerhalb des thüringischen Raumes ihren Höhepunkt, was auch teilweise durch das Eindringen der Ekkehardiner in das Markgrafengebiet begünstigt wurde. | VON WEIMAR-ORLAMÜNDE, Wilhelm III. (I35924)
|
| 2523 | Er war nicht ganz harmlos, aber immer witzig, selten habe ich Ihn verdrießlich gesehen. Er war für uns Miebacher wohl der sympatischste Ohm. Der sich auch mit uns unterhielt und zum Essen nötigte. Er muß überhaupt flotter gewesen sein, was sich vielleicht damit erklären läßt, daß er viel mit Gespann unterwegs war. Einmal kam er angeheitert nach hause, worauf Ohm Eduard ihm gesagt haben soll:" Albrecht, Du hast auch einen zuviel getrunken!" Darauf FErdinand Albrecht:" Jo ever ich han gedäht, de Schnaps weed doch nit für de Hohner gestocht." Einmal muß er mit dem Knecht 600 Taler kassiert haben, und dann haben sie zusammen gezwitschert und nachher wollte keiner den Sack tragen. Kurzerhand wirft Ohm Albrecht den Sack über eine Hecke und sagt:" Meer hollenen Moorn!" Aber er muß ein tüchtiger Fuhrmann gewesen sein, bei dem die Pferde das letzte hergaben. GErn aß er die Butter recht gut geschmiert. Als ihm seine Schwester Lisette Vorhaltungen darüber machte mit dem Bemerken, daß sie augenblicklich sehr teuer sei, antweortete er seelenruhig:" Dann grad Lisettchen, dann bruchs Du nit suvill zu verkaufen unkürns doch zu Dingem Geld!" Mein Vater erzählte von ihm. Wie er einmals bei clemens Marikkelchen in Immen versucht hat zu fensterln. Er trank sich erst einen Kleinen an und ist dann zu dem Hause der Geliebten gezogen, die ihm aber nicht öffnete. Nach vergeblichen Versuchen ruft er:" Marikkelchen, wenn De nit upmachst, schlon ich Die die Rutten krüzwies dureen!" (Scheiben durcheinander). Einmal mußte er plötzlich fortfahren, da er nicht genug Geld im Hause hatte, ging er zu seinem nachbarn, dem Steiger Theiß, welcher im Bett lag und ruft herauf:" Du hättest nötig mir ein paar Thaler zu leihen." Worauf ihm dieser durch das Ofenrohr einen Leinenbeutel mit Geld herunterreichte und sagte:" Nimm Dir was Du brauchst." Es herrschte noch großes Vertrauen zueinander. Er stammte vom Forst, das seine nBrüdern und ihm gehörte. | KAUERT, Friedrich Albrecht Ferdinand (I2743)
|
| 2524 | Er war noch minderjährig, als der Vater 1271 vom Feldzug Ottokar Přemysls gegen Ungarn heimkehrte und bald darauf seinen Verletzungen erlag. Der jüngere Bruder Gottfried starb kurz nach dem Vater, im selben Jahr. Anfangs waren noch seine beiden Onkel Rudolf II und Eberhard I. seine Vormünder, wobei besonders Rudolf, Propst in Basel und dann 1274 Bischof von Konstanz, sich für sein Mündel starkmachte, während Eberhard sich ab 1273 mehr um seine durch Heirat erworbenen Kyburgischen Besitzungen kümmerte. 1288 trat er seine Regentschaft an. Rudolf hielt sich mit Vorliebe im Schloss Rapperswil auf, zeigte sich aber öfters in Laufenburg. Im Jahr 1310 wurde ihm die Vogtei im Urserental (Gotthard) übertragen. Bald danach entglitt ihm die Reichsvogtei über die Waldstätte in der Innerschweiz, über Zürich und Konstanz, auch der Versuch die Vogtherrschaft über das Kloster St. Blasien zu erlangen missriet ihm. Er war ein Anhänger des Nassauers König Adolf – zu der Zeit waren die Laufenburger meist erbitterte Gegner der österreichischen Habsburgerlinie – und zog im Herbst 1297 nach Frankfurt. In der Schlacht bei Göllheim kämpfte er für König Adolf gegen seinen Cousin Herzog Albrecht (* Juli 1255 in Rheinfelden; † 1. Mai 1308 in Königsfelden bei Brugg) später Albrecht I. (HRR) , dort geriet er jedoch in Gefangenschaft. Er musste dem neuen König huldigen und wurde in die Heimat entlassen, wo er 1305 den Titel eines Landgrafen im Zürichgau führte. Nach Albrechts Tod schloss er sich König Heinrich VII. an. Dieser ernannte ihn im Frühjahr 1310 zum Reichslandvogt im Thurgau und Zürichgau. Ende 1310 oder Anfang 1311 begab er sich zu dem Heer Heinrichs in der Lombardei,[1] kehrte aber schon im Sommer 1311 wieder in die Heimat zurück und stand nun, wie auch der König selbst, in freundschaftlichem Verhältnisse mit den Herzögen von Österreich. Befand sich Herzog Leopold in den oberen Landen, war er oft in dessen Nähe. Zwei 1313 von Rudolf verfasste und an König Johann von Böhmen und Polen und dessen Rat, den Grafen Bertold von Henneberg gerichtete Briefe[2] gehören zu den ältesten deutschsprachigen Briefen.[3] Nach der Doppelwahl Friedrichs des Schönen und Ludwigs des Bayern im Oktober 1314 war Graf Rudolf dann kaum mehr in seiner Heimat. Zur Genesung von einer Krankheit begab er sich 1314 in das südliche Frankreich. Er starb am 22. Januar 1315 in Montpellier. | VON HABSBURG-LAUFENBURG, Rudolf III. (I35527)
|
| 2525 | Er war Seigneur de Figeac, de Mornas, de Caderousse, d'Oppède, de Malaucène, de la Tour-de-Canillac et de Mas-Blanc (in Saint-Rémy-de-Provence), sowie Soriano nel Cimino in Italien. Der Franzose Bernardon de la Salle, der aus dem Bistum Agen in der Gascogne stammt, ist in seinem Heimatland wenig bekannt, dafür umso mehr in Italien, wo er Bernardo della Sala und Bernardo Guascone genannt wird. Für John Hawkwood (Giovanni Acuto), seinen Schwager (beide hatten uneheliche Töchter von Bernabò Visconti geheiratet) war er der beste Condottiere neben Giovanni degli Ubaldini († 1390). Im Sold der Engländer, des Papstes und der Visconti Bernardon zeichnete sich als Militär im Dienst von Karl dem Bösen, König von Navarra und Edward of Woodstock, genannt „der Schwarze Prinz“, Papst Clemens VII. in Avignon, Ludwig II. von Anjou, Graf von Provence und König von Neapel, sowie der Familie Visconti aus. Es ist bekannt, dass der Gaskogner in diesen Diensten niemals eine einzige Feigheit oder einen Treuebruch begangen hat. Es ist problematisch, das gleiche von seinen Kriegen als Abenteurer im Languedoc rhodanien (Pont-Saint-Esprit, Anduze), im Bourbonnais (Saint-Pourçain, Belleperche) oder in Italien gegen Siena, Pisa oder Lucca zu behaupten. Er war mit Riccarda, einer unehelichen Tochter Bernabò Viscontis verheiratet.[1] und ist der außereheliche Vater von Bernardon de Serres (1359–1413) und Antoine de la Salle (um 1385-um 1462)[2]. ... | DE LA SALLE, Bernardon (I1864)
|
| 2526 | Er war seinem Vater Bermudo II. auf den Thron gefolgt und stand unter der Vormundschaft von Doña Elvira, seiner Mutter, und vom Grafen Menendo González. Während seiner Minderjährigkeit erhielt er Unterstützung durch Navarra und Kastilien in den kriegerischen Auseinandersetzungen mit Almansor. Nach seinem Regierungsantritt besiedelte er León neu, das von den Mauren zerstört worden war. Er berief dort einen Rat ein, der 1020 die Fueros (Rechte) von León verabschiedete. Deswegen hat er auch den Beinamen „der mit den guten Rechten“. Er heiratete Elvira Menéndez von Melanda (Tochter von Menendo González von Galicien und von Doña Toda) und als zweite Ehefrau Urraca Garcés von Pamplona (Tochter von García Sánchez von Navarra und von Jimena Fernández). Sein Sohn Bermudo III. erbte 1028 das Königreich von ihm. Er hatte zwei Töchter. Sancha von Elvira und Jimena, Tochter von Urraca. Er starb bei der Belagerung von Viseu. | (LEÓN), Alfons V. (I37744)
|
| 2527 | Er war Sohn und Thronfolger von Zar Peter I. und Maria-Irene von Byzanz, der Tochter des Christophoros Lakapenos und Enkelin des byzantinischen Kaisers Romanos I. Man nimmt an, dass er der einflussreichen bulgarischen Herrschaftsfamilie Dulo (später Krum) angehörte. Ab 963 war er gemeinsam mit seinem Bruder Roman Geisel des byzantinischen Kaisers Nikephoros II. Phokas. Als sein Vater Peter I. 970 starb, kehrte er mit seinem Bruder nach Bulgarien zurück. Doch der östliche Teil des Bulgarischen Reiches wurde von dem Fürsten von Kiew, Swjatoslaw überrannt. Unter dem Druck von Knjaz Swjatoslaw musste er einen Teil des bulgarischen Heeres gegen den neuen byzantinischen Kaiser Johannes Tzimiskes entsenden. Als der byzantinische Kaiser Johannes Tzimiskes, unter dem Vorwand Bulgarien von den Russen zu retten, 971 ins Land einmarschierte, konnte er nur wenig entgegensetzen. Johannes Tzimiskes schlug die Russen nieder und plünderte die bulgarische Ostprovinzen mit der Hauptstadt Preslaw. Der westliche Teil des Reiches wurde weiter von den Komitopuli regiert. Den Zaren selbst und sein Bruder Roman führte er erneut in die Gefangenschaft nach Konstantinopel. Dort musste Boris II. öffentlich seine Machtsymbole abgeben und bekam den gewöhnlichen byzantinischen Titel Magistros, jedoch blieb er offiziell Zar der Bulgaren. 977 gelang Zar Boris II. und seinem Bruder die Flucht aus Konstantinopel, jedoch kam der Zar an der bulgarisch-byzantinischen Grenze unter ungeklärten Umständen um. Sein Nachfolger wurde sein Bruder, Zar Roman, der von den Komitopuli unterstützt wurde. | (BULGARIEN), Boris II. (I37388)
|
| 2528 | Er war Sohn von Bernhard II. von Werl. Der Name der Mutter ist nicht bekannt. Sein Bruder Heinrich wurde Bischof von Paderborn. Der Bruder Konrad II. war der Haupterbe. Er selbst erhielt unter anderem Besitzungen mit der Hälfte von Werl als Erbe. Außerdem bekam er einen Teil des Lürwaldes und Güter im Bereich der späteren Grafschaft Mark. Er taucht als Zeuge für eine in Soest ausgestellte Urkunde des Erzbischofs von Köln Sigewin von Are auf. Er war 1085 anwesend, als Erpho von Münster Angelegenheiten des Stift Freckenhorst regelte.[1] Er war wohl unverheiratet. Beim Erbstreit mit seinem Neffen Friedrich vermachte er 1102 seinen Teil an den Besitzungen in und um Werl sowie seinen Anteil am Lürwald dem Erzbistum Köln. Zu den Besitzungen gehörte nach späteren Quellen auch der Haupthof Hemmerde. Die Kölner Bischöfe konnten ihren Einflussbereich in Westfalen ausbauen. Liupold war der letzte Graf von Werl. Die Familie konzentrierte sich nunmehr auf den Raum um Arnsberg. Möglicherweise hatte er auch Besitzungen und (Grafschafts-)Rechte im Osnabrücker Raum. | (WERL), Liupold (I39682)
|
| 2529 | Er war Sohn von Rudolf von Werl, einem Bruder von Hermann II., und einer unbekannten Mutter. Ein Bruder oder Vetter Hermanns dürfte Bischof Rotho von Paderborn gewesen sein. Über sein Leben ist recht wenig bekannt. Er hatte Grafenrechte im friesischen Emsgau. Von ihm sind in Emden geprägte Münzen bekannt. Dort besaß er wohl eine Burg, die über eine St. Walburgiskapelle verfügte. Die Burg hat möglicherweise bereits unter seinem Vater bestanden. Albert K. Hömberg hatte Hermann noch mit einem Vogt des Klosters Werden in Verbindung gebracht. Mittlerweile scheint klar zu sein, dass der Vogt dem Geschlecht der Grafen von Berg angehörte. Der dennoch bedeutende und hochadelige Rang Hermanns wird durch seine Heirat mit Richenza deutlich. Diese stammt auch nach neueren Forschungen wohl aus dem rheinischen Haus der Ezzonen.[1] Sie war Tochter des Herzogs Otto von Schwaben. Aus der Ehe Hermanns mit Richenza ging die Tochter Oda hervor. Diese heiratete um 1065 den Grafen Udo von Stade. Nach dem Tod Hermanns heiratete Richenza Otto von Northeim. | (WERL), Hermann III. (I39673)
|
| 2530 | Er war Sohn von Wildgraf Konrad II. (1194–1263). Auch drei seiner Brüder bekleideten hohe kirchliche Ämter. Gerhard war Erzbischof von Mainz, Heinrich Abt der Reichsabtei St. Maximin und Simon Propst des Stiftes St. Mauritz in Mainz. Seine Neffen waren: Emicho Wildgraf von Kyrburg († 1311), Bischof von Freising, Gerhard Dompropst von Freising, Hugo Domkapitular in Mainz und Friedrich Wildgraf von Kyrburg, Provinzmeister bzw. Großprior des Templerordens für Oberdeutschland.[1] | VON FREISING, Konrad II. (I61577)
|
| 2531 | Er war somit ein Neffe Johannes’ II. und ein Cousin Manuels I. Andronikos hatte sechs Geschwister, darunter die Brüder Johannes und Alexios. Spätestens seit 1155 war er verheiratet mit Euphrosyne († 1195), Tochter (oder Nichte) des Theodoros Kastamonnites, mit der er sechs Söhne (Konstantin, Johannes, Alexios III., Theodoros, Andronikos, Isaak II.) und mindestens zwei Töchter (Theodora, Irene) hatte. | KOMNENE, Theodora (I36434)
|
| 2532 | Er war verheiratet mit Brigida, der außerehelichen Tochter Harald Gilles, der die Mutter von Magnus nach dem Tod ihres Mannes Henrik Skadelår geheiratet hatte. Sie war also seine Stiefschwester. Brigida war vorher mit Karl Sunesson verheiratet gewesen. Er gehörte zu einer der drei agnatischen Linien nach dem dänischen König Sven Estridsson. Fünf Brüder seines Großvaters Sven waren Könige von Dänemark gewesen. Außer dass er 1148 einen Privilegienbrief für das Benediktinerkloster in Ringsted bezeugte, gibt es keine Nachrichten über ihn vor der Mitte der 1150er Jahre. Nach Saxo Grammaticus soll er da in seinem Bestreben, König zu werden, einen Bediensteten von König Sverker dem Älteren zum Mord an diesem angestiftet haben. Die Königs-Chronik des Västgötalag berichtet den gleichen Vorgang. Dort heißt es, der Mörder sei des Königs Stallmeister gewesen, nennt aber in diesem Zusammenhang nicht den Namen Magnus Henrikssons. Die Eriks-Legende berichtet, dass Erik der Heilige am 18. Mai 1160, bei der Dreifaltigkeitskirche von Östra Aros (Uppsala) von einem dänischen Prinzen Magnus getötet wurde. Dieser Magnus wird mit Magnus Henriksson identifiziert. Snorri Sturluson, der wie Saxo Erik den Heiligen nicht erwähnt, berichtet, dass Magnus' Halbbruder Orm, ein außerehelicher Sohn seiner Mutter, zu seinem Bruder König Magnus von Schweden geflohen sei, als deren Halbbruder König Inge Krogrygg von Norwegen am 4. Februar 1161 getötet worden war. Nach der Königschronik wurde Magnus von Karl Sverkersson, dem Sohn des ermordeten Sverker I., bei Örebro getötet. | HENDRIKSSON, Magnus (I40895)
|
| 2533 | Er war verheiratet mit Mathilde, Tochter des Dedo IV. von Wettin und der Bertha von Groitzsch oder von Morungen, die ihm 1143 nach dem Tod ihres Bruders Heinrich bedeutende Güter wie Leisnig und Colditz zubrachte. Nach 1147 verkaufte Rapoto diese Güter an Herzog Friedrich III. von Schwaben, den späteren Kaiser Friedrich I. (Barbarossa), der sie 1158 in Reichsgut umwandelte. 1132 stifteten Rapoto und Bischof Otto von Bamberg das Kloster Heilsbronn; es gehörte zum Einzugsbereich des Bistums Bamberg. Seine Tochter Hildegard heiratete Konrad II. von Raabs, aus welcher Verbindung Sophia von Raabs entsprang. | VON ABENBERG, Rapoto (I40202)
|
| 2534 | Er war verheiratet mit Regina, die eine Tochter des Grafen von Oltigen war. Ihr gemeinsamer Sohn war Wilhelm der Deutsche. Rainald begab sich 1097 auf den ersten Kreuzzug und beauftragte seinen jüngeren Bruder Stephan Tollkopf mit der Regierung in der Freigrafschaft als Vormund für seinen unmündigen Sohn. Rainald starb im Verlauf des Kreuzzuges. Dem Chronisten Albert von Aachen zufolge gehörte er dem Gefolge des Herzogs Welf I. von Bayern an als er starb, womit er dann aber dem Kreuzzug von 1101 angehört hätte, an dem auch sein Bruder Stephan Tollkopf teilnahm. | (BURGUND), Rainald II. (I40402)
|
| 2535 | Er war vermutlich ein Sohn von Gerulf dem Älteren. Er war Graf im Kennemerland, womöglich auch in Friesland. Im Jahre 882 wurde das Kennermerland, das vorher der Normanne Rörik zu Lehen gehabt hatte, an den Normannen Gottfried gegeben, der sich taufen ließ. Dennoch unternahm Gottfried im Jahre 884 einen Plünderungszug, auf dem er bis Duisburg vordrang, verband sich mit Hugo von Lothringen, dessen Schwager er war, und verlangte 885 durch die unter ihm stehenden Friesengrafen, Gerulf und Gardulf, der Kaiser solle ihm eine Reihe Kammergüter am Rhein abtreten, wenn er treu bleiben solle. Im Juni 885 traf dann Gottfried in der Betuwe bei Herwen unter dem Vorwand von Unterhandlungen mit Herzog Heinrich zusammen, wurde dort aber mit Gerulfs Hilfe ermordet. Auf jeden Fall muss Gerulf bei der Revolution, durch welche Kaiser Karl der Dicke im Ostfrankenreich gestürzt wurde, ein eifriger Anhänger des neuen Königs Arnulfs gewesen sein. Dieser belehnte ihn nicht nur im Jahre 898, vielleicht auch um ihn noch fester an sich zu binden, erblich mit einem Königsforst und einem Vorwerk südlich von Haarlem auf der damals trocken liegenden Gegend Haarlemmermeer sowie mit anderen Ländereien im Teisterbant und andererorts, sondern sein Geschlecht erscheint dann auch mit den folgenden Königen, die aus derselben Aktion wie Arnulf erhoben wurden, auffallend befreundet. Nur in der kurzen Zwischenzeit, wo es zweifelhaft war, ob Lothringen zum Ostfrankenreich oder Westfrankenreich fallen sollte, wo zwei Parteien das Land selbst zerrissen, scheint Gerulfs Sohn, Dietrich I., seinen Vorteil wahrgenommen zu haben. | VON KENNEMERLAND, Gerulf; ´der Jüngere` (I39729)
|
| 2536 | Er war Verwaltungsrat der Staatsbahngesellschaft, kgl. schwed. Generalkonsul und seit 1845 Mitglied des niederösterr. Landtages, wo er für einen verstärkten Einfluß der Ständevertreter eintrat. Auch künstlerisch als Maler und Bildhauer tätig, beteiligte er sich 1832-47 an den Ausstellungen der Akademie bei St. Anna in Wien. Sein Palais in Wien ließ er nach den Plänen des Architekten Ludwig Förster (1797–1863) errichten. | PEREIRA-ARNSTEIN, Ludwig (I60980)
|
| 2537 | Er wird 1461 erstmals als Domherr in Münster genant 1469 Archdiakon zu Billerbeck verkauft 1476 Güter zu Rheine schenkt 1484 als legum licentiatus der Bibliothek des Klosters Bentlage 70 Bücher 1485 Probst zu St. Mauritz belehnt 1488 als Archdiakon in Billerbeck den Heinrich v. Langen mit dem Spykershof im Ksp. Billerbeck wohnt 1494 im Haus des verstorbenen Domdechanten Otto Korff 1499 canonicus eccles. Monasteriensis seit Nov. 1503 domdechant in Münster erhält 1506 bei der Erbauseinandersetzung seiner Brüder einzelne Erben wie Lasterding, Venslage etc. Mitglied des Domkalands Herkunft und Familie Hermann von Langen entstammte dem westfälischen Adelsgeschlecht von Langen und war der Sohn des Bernd (Bernd II.) von Langen, Knappe und Burgmann zu Steinfurt, und dessen Gemahlin Adelheid von Helmstede gen. Kulen. Sein Onkel Hermann von Langen war Domdechant in Münster. Sein gleichnamiger Cousin Hermann war Domherr in Münster, dessen Bruder Rudolf Domherr und Frühhumanist. Wirken Am 23. September 1461 findet Hermann erstmals als Domherr zu Münster Erwähnung und am 7. März 1474 als Archidiakon zu Billerbeck. Seine Wahl zum Propst von St. Mauritz in Münster fiel in das Jahr 1485. Als Domdechant war Hermann von 1503 an bis zu seinem Tode im Amt. Sein Epitaph befindet sich im Dom zu Münster. Sein Sohn Egbert stammte aus einem Konkubinat und war später Richter in Rheine. Quellen Das Bistum Münster 4,2. (Germania Sacra NF 17.2) Das Domstift St. Paulus zu Münster, bearbeitet von Wilhelm Kohl, herausgegeben vom Max-Planck-Institut für Geschichte, Göttingen, Verlag: Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/New York, ISBN 978-3-11-008508-2, Germania Sacra NF 17,2 Biografien der Domherren Seite 19ff. Digitalisat. | VON LANGEN, Hermann (I8414)
|
| 2538 | Er wird erstmals 940 erwähnt, drei Jahre vor dem Tod seines Vaters. Im Jahr 946, im Zusammenhang mit der Verteilung des Erbes, erhielt er die Grafschaft Meaux. Vor 950 heiratete er Adelheid (Werra), die jüngere Tochter des Herzogs Giselbert von Burgund, Graf von Chalon-sur-Saône und Troyes. Die Ehe brachte ihm die Grafschaft Troyes ein, deren Vereinigung mit Meaux in einer späteren Generation die Grafschaft Champagne hervorbrachte. Im Jahr 955 wurde Giselbert ein Vasall des Kapetingers Hugo der Große, der ihn zwang, seine ältere Tochter Liutgard mit seinem Sohn Otto von Burgund zu verheiraten. Als Giselbert ein Jahr später starb, wurde Odo zwölfjährig Herzog von Burgund im Namen seiner Frau. Hugo der Große selbst starb zwei Monate später, die Vormundschaft über seine unmündigen Kinder, die kaum in der Lage waren, das Erbe in vollem Umfang anzutreten, übernahmen die Witwe Hadwig von Sachsen und ihr Bruder Brun, der Erzbischof von Köln und Herzog von Lothringen, beides Geschwister des deutschen Königs Otto I. Trotzdem griff Robert von Vermandois Burgund im Jahr 959 an. Er eroberte die Stadt Dijon und verjagte den Bischof, wurde aber im darauf folgenden Jahr von Otto I. und dem französischen König Lothar (der nicht nur Ottos Neffe, sondern auch bis zu seiner Volljährigkeit dessen Mündel war) angegriffen und unterworfen. | VON VERMANDOIS, Robert (I36495)
|
| 2539 | Er wird im Nekrolog des Stifts Backnang, wo ihm der Beiname "der Gute" gegeben wird, als Vater des Hesso II. genannt. Die genaue zeitliche Einordnung ist mangels eindeutiger Quellen unsicher. Vermutlich ist er mit dem Hesso identisch, der zusammen mit seinem Sohn (dann Hesso II.) im Jahr 1067 eine Schenkung bezeugt. Zeitlich müsste er dann auch mit dem letzten hessonischen Grafen im Sülchgau (1057 bezeugt) identisch sein, was bedeutet, dass während seiner Herrschaft um die Mitte des 11. Jahrhunderts der Familienschwerpunkt nach Backnang verlagert wurde. Seine Eltern wären dann höchstwahrscheinlich der 1027 belegte Hesso, Graf im Sülchgau und Murrgau, und dessen Frau Gisela von Backnang, die die Stadt Backnang in die Dynastie einbrachte. Hesso I. wäre damit wohl auch mit deren um 1050 genannten Sohn Hesso von Blansingen identisch, der einen Bruder namens Gerung hatte und bedeutende Ländereien am südlichen Oberrhein besaß. Die Durchnummerierung der Hessonen-Herrscher ist nicht einheitlich, gelegentlich wird bereits sein Vater, der Ehemann der Gisela, als Hesso I. von Backnang gezählt, die Ordnungszahlen verschieben sich in diesem Fall um eine Generation. | VON BACKNANG, Hesso I. der Ältere (I40225)
|
| 2540 | Er wurde 1333 Domherr in Straßburg, kehrte aber 1342 in den weltlichen Stand zurück und vermählte sich 1343 mit Margarete, Tochter des Grafen Burchard V. von Hohenberg-Wildberg. Die Eheschließung zeigt sicher das Verlassen des geistlichen Standes. Den Beinamen der Straßburger führte Friedrich nachweisbar ab 1346, teilweise mit dem Beisatz der Jüngere. Im Jahr 1344 teilte er mit seinem älteren Bruder Friedrich IX., genannt der Schwarzgraf, das väterliche Erbe und begründete die so genannte Straßburger Linie.[1] Sein Bruder Friedrich IX. begründete die weniger bedeutsame Schwarzgräfliche Linie. Der Straßburger machte ebenso wie sein Bruder finanzielle Ansprüche gegen Österreich für geleistete Kriegsdienste geltend. Friedrich starb 1365 und somit vor seinem Bruder. In der nächsten Generation war Friedrich XI. das Oberhaupt der Familie. | HOHENZOLLERN, Friedrich der Straßburger (I1598)
|
| 2541 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I52704)
|
| 2542 | Er wurde als kaiserlicher Parteigänger genannt. Friedrich stand im Bündnis mit Kaiser Lothar III. (HRR) (1075-1137) aus dem Haus Süpplingenburg und in Distanz zu den Staufern. Er schloss sich diesen jedoch nach 1138 im Kampf gegen die Welfen an. Zu jener Zeit konnten die Grafen ihren allodialen Besitz an Territorien und Burgen in Südwestdeutschland (bis zum Rhein und Oberer Donau, am Neckar und im Elsass) erheblich erweitern. Ebenso kamen Lehen hinzu, die bald erblich wurden. https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._(Zollern) | VON ZOLLERN, Friedrich II. (I40780)
|
| 2543 | Er wurde als kaiserlicher Parteigänger genannt. Friedrich stand im Bündnis mit Kaiser Lothar III. und in Distanz zu den Staufern. Er schloss sich diesen jedoch nach 1138 im Kampf gegen die Welfen an. Zu jener Zeit konnten die Grafen ihren allodialen Besitz an Territorien und Burgen in Südwestdeutschland (bis zum Rhein und Oberer Donau, am Neckar und im Elsass) erheblich erweitern. Ebenso kamen Lehen hinzu, die bald erblich wurden. https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_II._(Zollern) | VON ZOLLERN, Friedrich II. (I1617)
|
| 2544 | Er wurde als Sohn des jüdischen Großhändlers Hermann Wiener († 1874) noch im Prager Ghetto geboren, konvertierte aber später zum Katholizismus. Wiener heiratete im Jahr 1854 Henriette Goldschmidt (1829–1904), Tochter des Bankiers Benedikt Hayum Goldschmidt (1798–1873, Gründer des Bankhauses B.H. Goldschmidt in Frankfurt am Main), Konsul des Großherzogtums Toskana, und der Jeanette Kann (1802–1848) – eine Familie, die mit den Rothschilds eng verbunden war. Henriette war die Schwester des Bankiers und Kunstmäzens Maximilian von Goldschmidt-Rothschild. Eduard Wiener lebte in Wien als Großhändler und Chef des eigenen Bankhauses „Eduard Wiener“, Präsident der Österreichischen Creditanstalt und der Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft. Er war Gutsherr auf Leopoldsdorf im Marchfelde (Niederösterreich). Außerdem war Wiener königlich portugiesischer Generalkonsul. In Wien ließ er 1869 am Schwarzenbergplatz sein Palais Wiener von Welten errichten. Nach Verleihung des Eisernen Kronenordens 3. Klasse wurde Wiener am 30. Juni 1867 in Wien in den österreichischen Ritterstand mit Namensmehrung von Welten erhoben. Zusätzlich wurde er am 20. März 1873 für seine Verdienste als portugiesischer Generalkonsul von König Pedro I. in den portugiesischen Adelsstand erhoben. Wiener wurde in der alten israelitischen Abteilung des Wiener Zentralfriedhofes in einem Mausoleum beigesetzt, das vom Architekten Max Fleischer entworfen und von Eduard Hauser, der wohl bekanntesten Wiener Steinmetzfirma ihrer Zeit, erbaut wurde.[1] Sein Sohn Alfred Wiener Ritter von Welten, Oberleutnant der Reserve, fiel am 13. Juni 1886 in einem Duell in Doboj in Bosnien und wurde ebenfalls in diesem Mausoleum beigesetzt. Erbe wurde sein jüngerer Sohn Rudolf Ritter Wiener von Welten. | WIENER VON WELTEN, Eduard (I55666)
|
| 2545 | Er wurde außerhalb der Normandie in einem der vielen Territorien der Wikinger geboren, bevor sich sein Vater Rollo in Nordfrankreich niederließ. Seine Mutter war Poppa, eine Christin und die Tochter eines Grafen Berengar. Laut der Klagedichtung (Planctus) über seinen gewaltsamen Tod war er selbst christlich getauft. Wilhelm folgte Rollo um 924; er scheint in den ersten Regierungsjahren einem Aufstand von Normannen gegenübergestanden zu haben, die ihn für zu frankenfreundlich hielten. Die folgenden Jahre liegen im Dunkeln. 939 wurde Wilhelm in einen Krieg mit Arnulf von Flandern verwickelt, der sich bald mit den übrigen Konflikten der Regierungszeit Ludwigs IV. vermischte. Er wurde von Gefolgsleuten Arnulfs während eines Treffens zur Beilegung des Konflikts getötet. | (NORMANDIE), Graf Graf Wilhelm I. (I24316)
|
| 2546 | Er wurde außerhalb der Normandie in einem der vielen Territorien der Wikinger geboren, bevor sich sein Vater Rollo in Nordfrankreich niederließ. Seine Mutter war Poppa, eine Christin und die Tochter eines Grafen Berengar. Laut der Klagedichtung (Planctus) über seinen gewaltsamen Tod war er selbst christlich getauft. Wilhelm folgte Rollo um 924; er scheint in den ersten Regierungsjahren einem Aufstand von Normannen gegenübergestanden zu haben, die ihn für zu frankenfreundlich hielten. Die folgenden Jahre liegen im Dunkeln. 939 wurde Wilhelm in einen Krieg mit Arnulf von Flandern verwickelt, der sich bald mit den übrigen Konflikten der Regierungszeit Ludwigs IV. vermischte. Er wurde von Gefolgsleuten Arnulfs während eines Treffens zur Beilegung des Konflikts getötet. | NORMANDIE, Wilhelm I. (I36498)
|
| 2547 | Er wurde Geistlicher und war Domherr in Straßburg, sowie Erzkaplan von Kaiserin Gisela, der Ehefrau seines Neffen Kaiser Konrad II., seit 1027 erster Kaiser aus dem Haus der Salier. 1029 avancierte Wilhelm, im vorgerückten Alter von etwa 50 Jahren, zum Bischof von Straßburg. Im Codex minor ecclesiae Spirensis, einem Kopialbuch des Bistums Speyer aus dem 13. Jahrhundert, hat sich die Notiz erhalten, dass am 3. Dezember 1038 in der Abtei Limburg vom heiligen Bischof Bardo von Mainz, im Beisein des Kaisers Konrad II., seiner Gemahlin Gisela und der Bischöfe Azecho von Worms, Reginbald von Speyer, Heribert aus Eichstätt, Thietmar von Hildesheim, sowie Walter von Verona, im Kalenderstreit gegen Bischof Wilhelm von Straßburg entschieden worden sei, dass der erste Adventsonntag stets in der Zeit zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember begangen werden müsse.[1] Hintergrund der Angelegenheit war ein Besuch des Kaisers am 26. November des Jahres in Straßburg, wo er zu seinem Erstaunen festgestellt hatte, dass sein Onkel, Bischof Wilhelm, den 1. Adventsonntag dort schon eine Woche früher feierte, worin der Kaiser eine Abweichung von der kirchlichen Norm sah. Es wird überliefert, dass Bischof Wilhelm zusammen mit seinem Vertrauten, dem späteren Bischof Benno II. von Osnabrück, zu Beginn der 1040er Jahre eine Wallfahrt ins Heilige Land unternommen habe. Nachdem Bischof Wilhelm im Jahre 1031 das Schottenkloster zum Heiligen Thomas in ein weltliches Kollegiatstift umgewandelt hatte, wurde auch das gemeinsame Leben der Herren in der Kanoniker-Klausur aufgegeben. Schon um die Mitte des 15. Jahrhunderts wohnte jeder Stiftsherr in einem eigenen Hof, der ihm vom Kapitel zu lebenslanger Nutznießung überlassen war.[2] | VON SPEYER, Wilhelm (Salier) (I11007)
|
| 2548 | Er wurde im Kloster Gorze erzogen und war als Nachfolger des Bischofs Wikfried von Verdun vorgesehen. Man wählte jedoch Hugo II., der nach einem Jahr zurücktrat, sodass Adalbero 984 das Amt antreten konnte. Im gleichen Jahr, am 16. Oktober 984, wurde er zum Bischof von Metz bestimmt. Die Diözese Verdun überließ er daraufhin einem seiner Verwandten, Adalbero, einem Sohn Gottfrieds des Gefangenen, Graf von Verdun. 999 wurden auf seine Beschwerde über von der Burg Saarbrücken ausgehende Ärgernisse hin dem Bistum Metz von Kaiser Otto III. selbige Burg und Herrschaft (mitsamt Völklingen, Quierschied und Warndt) geschenkt.[1] In Metz förderte er die Klosterreform, in Lothringen den Einfluss Clunys. Zudem unterstützte er König Heinrich II. gegen die Ehen einiger seiner Verwandten. Er stiftete die Abtei Saint-Symphorien in Metz, in der er auch bestattet wurde. Er wird in der römisch-katholischen Kirche als Seliger verehrt. Sein Gedenktag ist der 14. Dezember. | (METZ), Adalbero II. (I37606)
|
| 2549 | Er wurde in der Schlacht von Azaz 1125 von den Muslimen gefangen genommen, und von Balduin II., König von Jerusalem wieder freigekauft. 1131 war sein Vater, Joscelin I. in einer Schlacht gegen die Danischmenden schwer verletzt worden, woraufhin er ihm die Grafschaft übergab. Als Joscelin II. sich weigerte, mit der kleinen Armee Edessas gegen die Danischmenden zu marschieren, zwang Joscelin I. diese selbst zum Rückzug, starb aber wenig später. Joscelin II. regierte den schwächsten und isoliertesten der Kreuzfahrerstaaten. 1138 verbündete er sich mit dem Fürstentum Antiochia und dem byzantinischen Kaiser Johannes II. Komnenos, um Zengi, den Atabeg von Aleppo anzugreifen, erlitt aber eine Niederlage. Zurück in Antiochia schürte er einen Aufruhr gegen das Byzantinische Reich, weil Johannes II. versuchte, sein Gebiet auf Kosten der Kreuzfahrer zu erweitern: Johannes war gezwungen, sich zurückzuziehen. 1143 starben sowohl König Fulko von Jerusalem als auch Johannes II., so dass Joscelin II. ohne kraftvolle Alliierte bei der Verteidigung Edessas blieb. Als Joscelin II. den strategischen Fehler beging und nach einem Hilferuf eines artuquidischen Herrschers im Herbst 1144 mit einem großen Heer Edessa verließ, belagerte Zengi die schutzlose Stadt und eroberte sie am 24. Dezember 1144. Es kam zu einem grausamen Massaker an der Zivilbevölkerung Edessas durch die Truppen Zengis.[1] Joscelin floh nach Turbessel, von wo aus er die westlich des Euphrats liegenden Reste der Grafschaft verteidigte. Als Zengi 1146 starb, versuchte Joscelin die Rückeroberung Edessas, wurde aber von Zengis Sohn Nur ad-Din zurückgeschlagen. Der Zweite Kreuzzug, der als Antwort auf den Fall Edessas begonnen wurde, war auch nicht in der Lage, die Muslime zu schlagen. 1150 wurde Joscelin auf einer Reise nach Antiochia von seiner Begleitung getrennt und fiel in die Hände turkmenischer Muslime. Zengis Sohn und Nachfolger Nur ad-Din ließ Joscelin gefangen nehmen, blenden und in ein Verlies der Zitadelle von Aleppo werfen, wo der Graf nach neun Jahren starb. Joscelin II. heiratete um 1132 Beatrix, die Witwe des Wilhelm von Sahyun. Seine Tochter Agnes von Courtenay heiratete König Amalrich I. von Jerusalem. Sein Sohn Joscelin III. war nur noch Titulargraf von Edessa. | VON COURTENAY, Joscelin II. (I36466)
|
| 2550 | Er wurde in Mailand als Sohn von Stefano Visconti und Valentina Doria geboren . Von 1346 bis 1349 lebte er im Exil, bis er von seinem Onkel Giovanni Visconti zurückgerufen wurde . Am 27. September 1350 heiratete Bernabò Beatrice Regina della Scala , Tochter von Mastino II. , Lord of Verona und Taddea da Carrara , und bildete ein politisches und kulturelles Bündnis zwischen den beiden Städten. Seine Intrigen und Ambitionen brachten ihn fast ununterbrochen mit Papst Urban V. , den Florentiner, Venedig und Savoyen zum Krieg. Nach dem Tod von Giovanni erbte er 1354 zusammen mit seinen Brüdern Matteo und Galeazzo die Macht Mailands. Bernabò erhielt die östlichen Länder ( Bergamo , Brescia , Cremona und Crema ), die an die veronesischen Gebiete grenzten. Mailand selbst sollte wiederum von den drei Brüdern regiert werden. Der bösartige Matteo wurde 1355 auf Befehl seiner Brüder ermordet, die sein Erbe zwischen ihnen aufteilten... | VISCONTI, Bernabò (I1873)
|