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| 2451 | Er war der jüngere Sohn eines García (II.) Jiménez und dessen zweiter Frau Dadildis von Pallars.[1] Der Vater war vermutlich ein Angehöriger des baskischen Hauses des Íñigo Arista und war vielleicht mit einem gleichnamigen König aus der Mitte des 9. Jahrhunderts identisch. Nach dem Tod seines älteren Bruders Sancho I. Garcés 925 übernahm Jimeno die Regentschaft an Stelle seines unmündigen Neffen García I.[2] Einer Urkunde der Abtei San Martín de Albelda vom 11. Januar 931 ist zu entnehmen, das Jimeno den Königstitel führte.[3] Bereits am 29. Mai 931 starb er.[2] Danach übernahm zunächst sein Halbbruder Íñigo Garcés die Regentschaft, bis er 933 von seiner Schwägerin Toda Aznárez verdrängt wurde. | (NAVARRA), Jimeno Garcés (I40360)
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| 2452 | Er war der jüngste der fünf Söhne des 858 verstorbenen Westsachsenkönigs Æthelwulf und dessen erster Frau Osburga. Seine besondere Bedeutung für die englische Geschichte liegt darin, dass er nach erfolgreicher Abwehr der Wikinger die Grundlagen für eine Vereinigung der angelsächsischen Königreiche unter der Hegemonie von Wessex schuf sowie die altenglische Sprache und Literatur förderte. | (WESSEX), Alfred ´der Große` (I39278)
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| 2453 | Er war der jüngste der fünf Söhne von Mayer Amschel Rothschild. Im Gegensatz zu seinen Brüdern erhielt Jakob nicht nur die übliche jüdische Erziehung, sondern wurde von einem Hauslehrer auch in Fremdsprachen und Literatur unterrichtet. Jakob Rothschild ging 1811 als Beauftragter seines Bruders Nathan nach Paris. Er war in dieser Zeit bei der Organisation des Goldschmuggels nach England und der Finanzierung der britischen Armee unter Wellington beteiligt. Seit 1814 lebte Rothschild ständig in Paris. Dort gründete er 1817 die Bank MM. de Rothschild Frères.[1] Er war dabei mit den übrigen Brüdern über Partnerschaftsverträge verbunden. Als jüngster Teilhaber kontrollierte er zunächst nur einen kleinen Teil des Familienkapitals, erhielt aber 1818 den gleichen Anteil wie seine Brüder. 1822 wurden die fünf Rothschild-Brüder vom österreichischen Kaiser Franz I. zu Freiherren ernannt,[2] Jakob nannte sich fortan James de Rothschild. Am 11. Juli 1824 heiratete Rothschild in Frankfurt am Main Betty von Rothschild (1805–1886), die Tochter seines Bruders Salomon Rothschild. Führender Bankier Frankreichs Vorderansicht des Schlosses Er verfügte über gute politische Kontakte. Seit 1823 nahm er unter den französischen Bankiers eine führende Rolle ein, als er maßgeblich die Französische Invasion in Spanien finanzierte. Den Höhepunkt seines Einflusses erreichte er nach der Julirevolution von 1830. Im Auftrage der Regierung unter Louis Philippe war er an der Emission verschiedener Staatsanleihen beteiligt. Er half auch mit, die Industrialisierung in Frankreich voranzutreiben. So investierte er stark in den Bau der ersten französischen Eisenbahnen und war unter anderem Eigentümer der französischen Nordbahn, die Paris mit der Nordsee verband. Dabei war er auch für die Planung und den Bau der Gare du Nord in Paris verantwortlich. Nach dem Tod seines Bruders Nathan im Jahr 1836 übernahm Jakob die Führung der Bankengruppe der Rothschilds. Unter Napoleon III. büßte er einen Teil seines politischen Einflusses ein, finanzierte aber weiterhin auch staatliche Vorhaben und Kriege. Zudem hatte er sich seit 1852 der Angriffe der Aktienbank Société Générale du Crédit Mobilier zu erwehren. Der Konflikt zwischen der Rothschild-Bank und dem Konkurrenzunternehmen dehnte sich auch auf andere Länder aus. Es gelang Rothschild dabei die Führungsposition seines Hauses zu behaupten. Gesellschaftliches Leben In seinem Stadthaus in der Rue Laffitte unterhielt Rothschild zusammen mit seiner Frau Betty einen bedeutenden Salon. Dieser war Treffpunkt zahlreicher Persönlichkeiten des politischen, unternehmerischen, gesellschaftlichen und künstlerischen Lebens. Honoré de Balzac, Ludwig Börne und Heinrich Heine haben darüber berichtet. Von Heine ist der Satz „Geld ist der Gott unserer Zeit und Rothschild ist sein Prophet“ aus dem März 1841 überliefert.[3] In der Nähe von Paris ließ er ab 1855 das Schloss Ferrières erbauen, welches zum ständigen Sitz der Familie werden sollte. Bei seinem Tod verfügte Rothschild wahrscheinlich über das größte private Geldvermögen der damaligen Zeit. Nachkommen Aus der zwischen James de Rothschild und seiner Nichte Betty geschlossenen Ehe gingen folgende Kinder hervor: Charlotte de Rothschild (1825–1899); heiratete ihren Londoner Cousin Nathaniel de Rothschild (1812–1870), der als zweitgeborener Sohn von London nach Paris ging und dort in das Bankhaus seines Schwiegervaters eintrat. Er erlitt 1855 einen Jagdunfall und war danach gelähmt und später erblindet. Alphonse de Rothschild (* 1827; † 26. Mai 1905 in Paris); übernahm nach dem Tode seines Vaters mit seinem Bruder Gustave de Rothschild die Leitung des Bankhauses MM. de Rothschild Frères. Er war verheiratet mit seiner Cousine Leonora de Rothschild aus London Gustave de Rothschild (* 1829; † 1911) ⚭ Cécile Anspach; 6 Kinder, übernahm nach dem Tode seines Vaters mit seinem Bruder Alphonse de Rothschild die Leitung des Bankhauses MM. de Rothschild Frères, kümmerte sich als Direktor der Chemin de Fer du Nord überwiegend den Eisenbahninteresse der Familie Salomon de Rothschild (* 1835; † 1864); heiratete 1862 seine Cousine Adèle de Rothschild aus dem Neapel Zweig Edmond de Rothschild (* 1845; † 1934) ⚭ 1877 seine Cousine Adelheid von Rothschild, genannt Adélaïde de Rothschild (1853–1935) aus dem Frankfurter Zweig der Rothschild-Dynastie; 3 Kinder; war ein Pferdenarr (Pferdezucht und Pferderennstall), ein engagierter großer Kunstsammler und vor allem „Vater des modernen Israels“. Seine Nachkommen zählen heute zu den reichsten Rothschilds. Literatur | ROTHSCHILD, Jacob "James" Mayer (I55807)
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| 2454 | Er war der jüngste Sohn des englischen Königs Heinrich II. und von Eleonore von Aquitanien. Nach dem Tod seines Bruders Richard Löwenherz wurde er 1199 englischer König. Im Krieg mit Frankreich verlor er bis 1204 die Normandie und weite Teile seiner Festlandsbesitzungen, des sogenannten Angevinischen Reichs. Seine Rückeroberungsversuche scheiterten. Während seiner Herrschaft kam es zu einer Rebellion der englischen Barone, die ihn 1215 zur Anerkennung der Magna Carta zwang. | OHNELAND, Johann (I39161)
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| 2455 | Er war der Neffe des Buchdruckers Christoph Froschauer in Zürich, der sich vor allem durch den Druck von Zwinglis «Zürcher Bibel» einen Namen gemacht hatte. Nach dem Tod seines Onkels im Jahr 1564 führte er die Druckerei an der Froschaugasse weiter. Als Mitglied des Rates von Zürich sah Froschauer um 1574 das aus der Vogelperspektive gezeichnete farbige Gemälde der Stadt Zürich, das der Kartograf Jos Murer für die Stadt gemalt hatte. Er erkannte das Potential des Bildes und veranlasste Druck und Verkauf. Von der Erstausgabe des Murerplans von 1576 ist kein Exemplar mehr vorhanden. | FROSCHAUER, Christoph der Jüngere (I20281)
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| 2456 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I55824)
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| 2457 | Er war der Sohn des Bankiers Nathan Mayer Rothschild, 1. Baron Rothschild und von Emma Rothschild, besuchte ab 1891 die Harrow School, studierte 1895 bis 1898 in Cambridge Naturwissenschaften (1898 B.A., 1901 M.A.) und trat nach einigen Reisen in die Familienfirma N M Rothschild & Sons als Partner ein. Obwohl eher an Naturgeschichte interessiert, nahm er seine Pflichten in der Firma sehr ernst. Er war auch Vorstandsvorsitzender der Alliance Insurance Company. Im Ersten Weltkrieg war er nach dem Tod seines Vaters 1915 sehr stark eingespannt in die Familienfirma und erlitt 1916 einen Nervenzusammenbruch, von dem er sich nur langsam erholte. Er beging 1923 Suizid, nachdem er an chronischer Gehirnhautentzündung erkrankt war. Werk Schon seit seiner Kindheit war er an Entomologie interessiert. Während des Studiums und im Berufsleben befasste er sich auch mit Chemie und Metallurgie (Handhabung von Gold). Als Entomologe hatte er wissenschaftliche Ambitionen. Rothschild sammelte und befasste sich vor allem mit Flöhen (und anderen Ektoparasiten), eine Leidenschaft, die seine Tochter fortsetzte. Seine Sammlung (mit über 1 Million Exemplaren von Flöhen) ist heute in der Rothschild Sammlung im Natural History Museum. Er entdeckte und erstbeschrieb 1903 den Orientalischen Rattenfloh (Xenopsylla cheopis) als Überträger der Beulenpest. Er fand ihn 1901 auf einer Expedition in Shendi im Sudan. Der Fund lieferte auch die Erklärung warum einige Bezirke in Indien pestfrei blieben (die übertragende Flohart fehlte). Neben Flöhen sammelte er auch Schmetterlinge und einige Käferfamilien (wie Bockkäfer), vor allem aus Großbritannien und Ungarn, und war Experte für Wildpflanzen. In seinen Gärten in Tring und Ashton Wold widmete er sich vor allem wild vorkommender Schwertlilien (Iris), über die er genauestens Buch führte, was in die Monographien des Botanikers William Rickatson Dykes (1877–1925) über die Iris einfloss. Er unterstützte den Naturschutz in Großbritannien, indem er beim Aufkauf der Sumpfgebiete Wicken Fen 1899 (Großbritanniens erstes Naturschutzgebiet), woran sich noch andere Persönlichkeiten wie George Henry Verrall beteiligten. Er übertrug Wicken Fen dem National Trust. 1910 kaufte er ein weiteres Naturschutzgebiet, Woodwalton Fen, wo er ein Pfahlhaus baute und nachts Falter jagte. Sein Landsitz Ashton Wold in Northamptonshire war auf Naturschutz ausgerichtet, besonders als Heimstätte für Schmetterlinge. 1912 gründete er die Society for the Promotion of Nature Reserves, ein Vorläufer des späteren The Wildlife Trusts, nachdem er einer der Ersten Konsequenzen aus der Beobachtung zog, dass für das Überleben der Arten die natürliche Umgebung geschützt werden musste. Bis 1915 war eine Liste von 284 prospektiven Wildschutzgebieten in Großbritannien erstellt (Rotschilds Reserves).[1] Er arbeitete als Entomologe mit seinem Freund Karl Jordan zusammen und unterstützte zum Beispiel die Forschung des Ornithologen und Malakologen Tom Iredale und von anderen Entomologen und entomologischen Instituten, die finanziell in Schwierigkeiten waren. Von Rothschild stammen zahlreiche Erstbeschreibungen. 1915/16 war er Präsident der Royal Entomological Society of London. 1905 wurde er High Sheriff von Nottinghamshire. Er war Deputy Lieutenant of the City of London und Justice of the Peace. Familie Er war seit 1907 mit der Ungarin Rózsika Rothschild (Rozsika Edle von Wertheimstein) verheiratet, mit der er vier Kinder hatte. Sie lernten sich auf Schmetterlingsjagd in den Karpaten kennen. Sie lebten in Tring und in London. Seine Tochter Miriam Rothschild war auch Entomologin und Floh-Expertin wie ihr Vater (sie erstellte einen Katalog der Floh-Sammlung von Charles Rothschild), eine weitere Tochter Pannonica de Koenigswarter war in New York eine legendäre Patronin des Bebop. Eine weitere Tochter war Elizabeth Charlotte Rothschild (1909–1988), genannt Liberty. Sein Sohn Victor Rothschild, 3. Baron Rothschild (1910–1990), erbte die Peerswürde (Baron Rothschild), da Charles vor seinem älteren Bruder Lionel Walter Rothschild, 2. Baron Rothschild, starb. Victor Rothschild war ebenfalls Zoologe. Auch sein Bruder Lionel Walter Rothschild war sehr an Zoologie interessiert und stellte auf seinem Wohnsitz Tring eine der größten privaten zoologischen Sammlungen besonders von Vögeln zusammen (Zoologisches Museum Tring). | DE ROTHSCHILD, Nathaniel Charles (I55776)
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| 2458 | Er war der Sohn des Grafen Engelbert III. von Görz († 1220) und der Gräfin Mathilde von Andechs, Tochter von Markgraf Berthold III. von Istrien (Graf von Andechs; † 1188). Meinhards Gemahlin Adelheid war die Tochter von Graf Albert III. von Tirol. Diese Ehe war mit entscheidend für den Erwerb der Grafschaft Tirol (in damaligem Umfang) durch die Görzer, da Graf Albert III. keinen Sohn hatte und Adelheids Schwester Elisabeth kinderlos verstarb. Im November 1234 beurkundete Meinhard III. von Görz in Cividale mit dem Patriarchen Berthold von Aquileia (als Graf Berthold V. von Andechs sein Cousin) das Geleit-, Zoll- und Mautrecht über den Kreuzberg (Plöckenpaß)[1]. Dies war einer der wirtschaftlich bedeutendsten Verträge seiner Regierungszeit. Er eröffnete die kürzeste Verbindung zwischen den nördlichen und südlichen Besitzungen der Görzer mit stetig hohen Einnahmen. Als künftiger Erbe arbeitete Meinhard III. eng mit seinem Schwiegervater Graf Albert III. von Tirol zusammen, dies belegen gemeinsam besiegelte Urkunden. Meinhard war Staufer-Parteigänger. Er wurde von Kaiser Friedrich II. im Juni 1248 zum Generalkapitän der Steiermark ernannt und erscheint in Graz am 20. Januar 1250 als Statthalter (Hauptmann) von Österreich[2]. Er versuchte die Vorherrschaft in Kärnten zu erobern, unterlag aber mit seinem Verbündeten und Schwiegervater Graf Albert III. von Tirol 1252 bei Greifenburg gegen Herzog Bernhard von Kärnten und dessen Sohn Philipp, Elekt von Salzburg. Im Frieden von Lieserhofen (27. Dez. 1252)[3] musste er seine Söhne Meinhard und Albert als Geiseln stellen (diese waren bis 1259 bzw. 1261 auf Hohenwerfen festgesetzt), hohes Bußgeld zahlen und verlor wichtige Besitzungen in Kärnten. Meinhard III. übernahm zusammen mit seinem Schwager Graf Gebhard VI. von Hirschberg[4] nach dem Tode Alberts III. von Tirol im Juli 1253 dessen Besitzungen. Am 10. November 1254 einigten sich die beiden in Meran über die Aufteilung des Tiroler Erbes, wobei Graf Meinhard die südlichen Besitzungen inklusive der zugehörigen Gebiete in Kärnten und Friaul erhielt[5]. Im Juli 1254 erlangte er die Trienter Lehen der 1248 erloschenen Hauptlinie der Grafen von (Eppan-) Ulten[6], im Mai 1256 die Lehen des Bistums Trient selbst. Damit hatte Meinhard den Hauptbesitz der Grafen von (Eppan-) Ulten und von Tirol in seiner Hand vereinigt. Ab 1256 erscheint er in Urkunden dann meist mit dem Titel Graf Meinhard von Görz (III.) und Tirol (I.). Er starb Jan./Febr. 1258, wurde im Schloss Tirol begraben und später ins Görzer Hauskloster Stams überführt. | (GÖRZ), Meinhard III. (I42980)
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| 2459 | Er war der Sohn des Grafen Gerhard II. von Geldern († 1131) und Ermgard von Zutphen († 1138). Von seinem Vater erbte er die Grafschaft Geldern, von seiner Mutter die Grafschaft Zutphen. Er schob durch Rodungen einen großen Keil in das Utrechter Bistumsgebiet, musste aber auf holländischen Druck hin ein Bündnis mit der Stadt Utrecht gegen den Bischof aufgeben. Um 1135 heiratete er Agnes von Arnstein, ihr gemeinsamer Sohn und Erbe war Graf Otto I. von Geldern. Heinrich liegt im Kloster Kamp begraben. | (GELDERN), Heinrich I. (I52316)
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| 2460 | Er war der Sohn des Herzogs Dietrich I. († 1026/1027) und der Richilde von Blieskastel. 1019 machte sein Vater ihn zu seinem Mitregenten. Nach dem Tod Kaisers Heinrichs II. (1024) erhob er sich mit Ernst II., Herzog von Schwaben gegen dessen Nachfolger Konrad II., unterwarf sich dann aber und schloss die Ehe mit Konrads Schwägerin, Mathilde von Schwaben (* vermutlich 988, † 29. Juli 1031/1032), Tochter Herzog Hermanns II. von Schwaben und der Gerberga von Burgund, der Schwester der Kaiserin Gisela und Witwe des Herzogs Konrad I. von Kärnten. | (BAR), Friedrich II. (I37611)
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| 2461 | Er war der Sohn des Herzogs Hoël II. aus dem Haus Cornouaille und der Havise von Bretagne († 1072) aus dem Haus Rennes. Beim Tod seines Vaters 1084 erbte er das aus dem Recht seiner Mutter stammende Herzogtum Bretagne, während sein Bruder Matthias II. die väterliche Grafschaft Nantes erbte. Im selben Jahr starb auch sein Onkel Gottfried Grenonat, der als Vasall des Herzogs von Bretagne Graf von Rennes war, woraufhin Alain die Grafschaft einzog und in sein Herzogtum eingliederte. Als sein Bruder Matthias 1103 ohne Erben starb wurde Alain auch Graf von Nantes. Alain IV. sah sich einer Invasion Wilhelm des Eroberers gegenüber, aufgrund der er sein Herzogtum 1086 aufgeben musste. Der im selben Jahr geschlossene Frieden war mit Alains Hochzeit mit Wilhelms Tochter Konstanze verbunden, weswegen er verdächtigt wird, für ihren Tod durch Gift im Jahr 1090 verantwortlich zu sein: Wilhelm von Malmesbury berichtet, sie sei getötet worden, weil sie zu konservativ für den bretonischen Hof war. | (BRETAGNE), Alain IV. (I40392)
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| 2462 | Er war der Sohn des Herzogs Hugo II. († 1143) und der Mathilde von Mayenne. Bei der Thronbesteigung des Königs Ludwig VII. 1137 verweigerte er diesem den Lehnseid, wurde aber von Papst Hadrian IV. dazu verpflichtet. 1147 nahm er zugunsten seines Cousins Alfons I. von Portugal an der Belagerung von Lissabon teil. Er war dennoch ein räuberischer Herrscher und musste wegen seiner Vergehen eine Pilgerreise ins Heilige Land antreten, auf der er starb. Er wurde im Kloster Cîteaux begraben. | (BURGUND), Odo II. (I52504)
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| 2463 | Er war der Sohn des Herzogs Hugo III. von Burgund und der Alix von Lothringen. Im Kampf gegen König Philipp II. August verteidigte Odo für seinen Vater die Burg von Châtillon-sur-Seine, konnte sie aber nicht halten und wurde 1187 gefangen genommen. 1190 übernahm er die Regentschaft in Burgund, nachdem sich der Vater auf den dritten Kreuzzug begeben hatte. Als dieser 1192 in Akkon starb, folgte Odo ihm als Herzog nach. Er unterstützte die Ehe des Königs mit Ingeborg von Dänemark und wurde dafür exkommuniziert. Den deutschen Thronstreit nutzte Odo, um seinen Einfluss auf benachbartes Reichsgebiet auszudehnen. Odo nahm am Albigenserkreuzzug im Jahr 1209 teil. Als ranghöchster Adliger hatte er dabei die Führung des Heeres inne und leitete erfolgreich die Belagerungen von Béziers (Juli 1209) und Carcassonne (August 1209). Danach beendete er seine Teilnahme und überließ die Führung Simon IV. de Montfort. 1214 kämpfte er in der Schlacht bei Bouvines, wo er den rechten Flügel des französischen Heeres führte. 1218 brach er auf, um das Heer des Fünften Kreuzzugs zu verstärken, das gerade Damiette in Ägypten belagerte, starb aber während der Vorbereitungen in Lyon.[1] | (BURGUND), Odo III. (I52501)
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| 2464 | Er war der Sohn des Herzogs Odo III. von Burgund und der Alix von Vergy. Er gliederte dem schon bestehenden Herzogtum Burgund die Grafschaften Grignon (das vormalige Auxois) und Chalon ein. Zu Chalon gehörten weiters das Charolais und die Terre d’Auxonne, welche der Herzog im Austausch gegen die 1225 gekaufte Herrschaft Salins erwarb. Gemeinsam mit seinem Sohn Robert II. brachte Hugo das linke Ufer der Saône unter burgundische Kontrolle und bereitete auch die Einverleibung der Freigrafschaft Burgund vor.[1] Zwischen 1239 und 1241 begab sich Hugo erstmals auf einen Kreuzzug (Kreuzzug der Barone). Später nahm er auch an dem Kreuzzug nach Ägypten (Sechster Kreuzzug, 1248–1250) unter der Führung König Ludwigs IX. teil. Anders als das Hauptheer überwinterte er dabei nicht auf Zypern, sondern im Fürstentum Achaia, dessen Fürsten mit seiner ansehnlichen Flotte er zur Teilnahme am Kreuzzug überreden konnte.[2][3] Während der Kämpfe um al-Mansura (1249–1250) hatte Hugo die Befehlsgewalt über das Feldlager inne. Im Gegenzug zu seiner Unterstützung bei dessen Versuch der Wiedereroberung von Konstantinopel räumte Balduin II., der entthronte letzte Kaiser des Lateinischen Kaiserreiches, ihm 1266 Rechte auf das (Titular-)Königreich von Thessalonike ein. 1270 nahm Hugo auch am Kreuzzug gegen Tunis teil (Siebter Kreuzzug). | (BURGUND), Hugo IV. (I52499)
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| 2465 | Er war der Sohn des Ingenieurs August Haniel (1852–1925)[1] aus der Unternehmerfamilie Haniel und ging in Ruhrort und Düsseldorf auf das Realgymnasium. Nach dem Abitur 1904 studierte er an der Universität Heidelberg, der Universität Bonn und der Universität München, wo er sich unter August Rothpletz ganz der Geologie und speziell der Alpengeologie zuwandte. Er kartierte in den Allgäuer Alpen und wurde 1911 in München promoviert (Die geologischen Verhältnisse der Südabdachung des Allgäuer Hauptkamms und seiner südlichen Seitenäste vom Rauhgern bis zum Wilden).[2] Danach nahm er an der zweiten geologischen Timor-Expedition von Johannes Wanner teil (wie auch sein Vetter, der Zoologe Curt Berthold Haniel) und bearbeitete dort das paläontologische Material der Cephalopoden aus dem Perm[3]. Danach kartierte er weiter in den Allgäuer Alpen und veröffentlichte 1914 im Selbstverlag eine geologische Karte der Allgäuer und Lechtaler Alpen (1:25.000) nebst Führer durch die Allgäuer Alpen südlich Oberstdorf. 1913 nahm er am Internationalen Geologenkongress in Toronto teil. 1914 habilitierte er sich in Bonn bei Gustav Steinmann und wurde dort Privatdozent. Eine von ihm geplante zweite Reise nach Timor und Indonesien wurde durch den Ersten Weltkrieg verhindert, in der er als Kriegsfreiwilliger im Niederrheinischen Füsilier-Regiment Nr. 39 aus Düsseldorf in Frankreich diente. Er wurde Unteroffizier und erhielt das Eiserne Kreuz, fiel aber schon im Dezember 1914. | HANIEL, Curt Alfons (I58851)
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| 2466 | Er war der Sohn des sächsischen Adeligen Liudolf und dessen Ehefrau Gertrud der Älteren von Braunschweig, von denen er den brunonischen Besitz um Braunschweig erbte. Für seine ostfälische Grafschaft bestand seit 1051 eine Lehnsabhängigkeit gegenüber dem Bischof von Hildesheim. Daneben erwarb Ekbert verschiedene friesische Grafschaften unter Lehnshoheit des Erzbischofs von Hamburg-Bremen. Obwohl eng verwandt mit dem salischen Herrscherhaus, beteiligte sich Ekbert im Jahre 1062 an der Entführung des unmündigen Königs Heinrich IV. beim Staatsstreich von Kaiserswerth. Im Jahre 1067 wurde Ekbert mit der Mark Meißen belehnt. Er war seit 1058 verheiratet mit Irmgard von Turin aus der Familie der Arduine, der Witwe Ottos von Schweinfurt († 1057) und durch ihre Schwester Adelheid Tante der Kaiserin Bertha (Bertha von Turin), der Ehefrau Heinrichs IV. Nachfolger war sein Sohn Ekbert II., nach dessen kinderlosem Tod im Jahre 1090 der brunonische Besitz an dessen Schwester Gertrud die Jüngere von Braunschweig fiel. Ekbert förderte den Handel in Braunschweig und ist vermutlich Gründer des dortigen Cyriakusstiftes, welches Familienstift und Grablege der Brunonen war. | (MEISSEN), Ekbert I. (I40487)
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| 2467 | Er war der Sohn des späteren hannoverschen Generals und Kriegsministers Carl von Jacobi. Sein Vater war am 17. Mai 1866 für sich und seine Nachkommen in den erblichen hannoverschen Adelsstand erhoben worden. Jacobi wurde 1843 Kadett im Garde-Jäger-Bataillon der Hannoverschen Armee. Im September 1845 folgte seine Versetzung in das 5. Infanterie-Regiment, mit welchem er ab 1848 an der Schleswig-Holsteinischen Erhebung gegen Dänemark teilnahm. 1849 wurde er zum Generalstab kommandiert und 1852 in diesen versetzt. 1856 wurde er zum Hauptmann und 1866 während des Krieges gegen Preußen noch vor dem Abmarsch aus Göttingen Richtung Langensalza zum Major befördert. Als Parlamentär am 24. Juni 1866 nach Gotha entsandt, nahm Jacobi mit einem Telegramm Einfluss auf die Aufstellung der Hannoverschen Armee, der kritisch gesehen werden kann und von ihm in einer Rechtfertigungsschrift vom 26. Juli 1866 klarzustellen versucht wurde. Jacobi war am Tag der Schlacht bei Langensalza, dem 27. Juni 1866, als Generalstabsoffizier dem Kommandeur der 4. Brigade, General Ludwig von Bothmer zugewiesen, der es möglicherweise versäumte, die hannoversche Position durch einen Übertritt über die Unstrut zu verbessern. Mit Auflösung der hannoverschen Armee wurde er zur Disposition gestellt, trat allerdings am 27. Juli 1868 beim 3. Hannoverschen Infanterie-Regiment Nr. 79 für vier Monate in preußische Dienst. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg wurde er Bezirkskommandeur in Colmar. Jacobi hatte sich am 30. Oktober 1853 in Hannover mit Minna Hahn (1832–1856) verheiratet. Nach ihrem Tod heiratete er am 8. März 1860 Marie von Prott (1828–1863), Tochter des hannoverschen Generals der Infanterie Viktor von Prott. In dritter Ehe war Jacobi seit dem 3. April 1864 mit Maria Warnholz (* 1835) verheiratet. Aus der ersten Ehe ging die Tochter Minna (* 1856) und aus der dritten die Tochter Auguste (* 1867) hervor, die den späteren preußischen General der Infanterie Erich von Gündell heiratete. | VON JACOBI, Bernhard (I49869)
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| 2468 | Er war der Sohn des Staatsministers Adolph Freiherr von Danckelmann. 1792 wurde Danckelman zum Oberregierungs-, Konsistorial- und Pupillenrat in Breslau ernannt. 1798 erhielt sein Vater den Grafentitel, der auf ihn übertragen wurde. Ab 1800 war er Präsident der oberschlesischen Oberamtsregierung (d. h. Funktion eines „schlesischen Justizministers“) und des Oberkonsistorium in Brieg. Von 1805 an war Danckelman Präsident der südpreußischen Regierung in Warschau. Von ihm wurde am 10. November 1807 die Elbinger Konvention abgeschlossen. Später wurde er Präsident der Oberamtsregierung in Glogau. Zwischen 1825 und 1830 war er preußischer Justizminister und ab 1828 Mitglied des Staatsrates. Seine Ehefrau wurde Alexandrine Freiin von Hertefeld. Sein Sohn war Heinrich (Heinrich Friedrich Karl) Graf von Danckelmann, geboren 1797, Gutsherr[1] in Groß Peterwitz bei Trachenberg in Schlesien, verheiratet mit Albertine Caroline Sophie von Kessel. | VON DANCKELMAN, Heinrich Wilhelm August (I58062)
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| 2469 | Er war der Sohn Graf Heinrichs I. von Tirol († 14. Juni 1190) und der Edlen Agnes von Wangen, Tochter von Graf Adalbero I. Bei seiner ersten Erwähnung am 24. Juni 1190 nach dem Tod seines Vaters ist er noch minderjährig.[1] Ende Januar 1202 erscheint er erstmals selbständig bei einem Friedensschluss des Patriarchen von Aquileia mit den Grafen von Görz.[2] 1210 erhielt er von Bischof Konrad (I.) von Brixen die Vogtei über das Hochstift Brixen und übernahm die bisherigen Herrschaftsrechte in Nori- und Eisacktal der Grafen von Andechs-Meranien, die diese 1209 wegen ihrer Ächtung im Zusammenhang mit der Ermordung von König Philipp von Schwaben verloren hatten. Albert III. nahm am Kreuzzug von Damiette teil, wahrscheinlich ab August 1218 (5. Kreuzzug 1217–1221). Der erste sichere Hinweis auf seine Rückkehr ist die Anwesenheit bei König Friedrich II. in Ulm im Dezember 1219.[3] Bei Damiette (Ägypten) hat er an den Deutschen Orden zwei Höfe verschenkt, die seine Angehörigen erst nach seinem Tod übergeben.[4] Albert hatte keine Söhne; deshalb legte er die Erbberechtigung seiner beiden Töchter fest und verheiratete seine Tochter Elisabeth († 10. Oktober 1256) mit Herzog Otto II. von Andechs-Meranien († 19. Juni 1248), seine Tochter Adelheid († nach 20. Okt. 1278)[5] mit Graf Meinhard III. von Görz († 1258) und schloss mit seinen Schwiegersöhnen gegenseitige Erbverträge. So erwarb er nach dem Tod seines Schwiegersohnes Otto 1248 den Tiroler Besitz der Andechser und im selben Jahr den der Grafen von Eppan von der Burg Hocheppan. 1252 griffen Graf Albert III. von Tirol und Graf Meinhard III. von Görz das Stiftland der Kirche von Salzburg an. Bei Greifenburg wurden sie von Herzog Bernhard von Kärnten und dessen Sohn Philipp von Spanheim, Elekt von Salzburg, besiegt und gefangen genommen. Gegen Abtretung wichtiger Besitzungen in Oberkärnten, hohem Lösegeld und Geiselstellung der beiden Söhne Meinhards bzw. Enkel Alberts kamen die beiden wieder frei. Die Söhne Meinhard und Albert von Meinhard III. waren allerdings bis 1259/1261 in Geiselhaft auf der Burg Hohenwerfen. Albert III. starb am 22. Juli 1253 im Kirchenbann wegen Streitigkeiten mit dem Bischof von Freising. Papst Innozenz IV. verlangte mit einem empörten Schreiben vom 15. März 1254 die Leiche des exkommunizierten Grafen aus dem christlichen Friedhof auszugraben und wegzuschaffen.[6] Ob diese Anordnung des im gleichen Jahr verstorbenen Papstes befolgt wurde, ist nicht bekannt. Das Verzeichnis der vom Schloss Tirol später in die Fürstengruft von Stams übertragenen Leichname nennt jedenfalls Graf Albert III. von Tirol. Sein Erbe traten seine Schwiegersöhne Meinhard III. von Görz (ab da meist mit Zusatztitel "von Tirol I.") und Gebhard VI. von Hirschberg, der zweite Gemahl Elisabeths, an. (Gebhards erste Ehe mit Elisabeth blieb kinderlos, so konnte Meinhards gleichnamiger Sohn später auch Gebhards Erbe erwerben.) Albert hatte in Verbindung mit seinen Besitzungen die Vereinigung der Grafschaften im Gebirge zum Land Tirol fortgesetzt. Am 10. November 1254 wurde dieses Gebilde im Meraner Schiedsspruch erstmals als „dominium“ oder „comecia Tyrolis“ bezeichnet.[7] | (TIROL), Albert III. (I42982)
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| 2470 | Er war der Sohn Herzog Johanns I. von Lüneburg († 1277) und der Herzogin Liutgard von Holstein. Otto war beim Tod seines Vaters unmündig, weshalb die Verwaltung des Landes zunächst von seinem Onkel Herzog Albrecht († 1279), und nach dessen Tod von seinem Onkel Bischof Konrad von Verden geführt wurde. Ab 1282 regierte Otto selbständig. Seine Regierung war von mehreren durch Verpfändungen finanzierten Fehden gekennzeichnet, die auf Grenz- und Besitzstreitigkeiten mit seinen Nachbarn beruhten. Otto schränkte die Rechte der Ritterschaft ein und bewahrte den Landfrieden. Die Siedlungen Harburg, Dahlenburg (1289) und Celle (1292) erhielten städtische Privilegien. 1302 erwarb er für 6500 Silbermark die Grafschaft Wölpe. Bei der zwiespältigen Königswahl im Jahre 1313 schloss sich Otto seinem Schwager Ludwig dem Bayern an, von dem er sich 1315 mit den Reichslehen belehnen ließ. Am 28. November 1315 traf Otto eine Erbfolgeregelung, der zufolge ihm die beiden Söhne Otto und Wilhelm unter Teilung der Herrschaft nachfolgen sollten. Otto wurde in dem von ihm neu erbauten Kloster St. Michaelis in Lüneburg begraben. | (BRAUNSCHWEIG-LÜNEBURG), Otto II. (I54352)
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| 2471 | Er war der Sohn Ottokars I. und der Willibirg von Kärnten. Er war mit Elisabeth, einer Tochter des Babenberger Markgrafen Leopold II. von Österreich verheiratet. Nach siegreichem Kampf auf Seiten der Gregorianer gegen Bruder Adalbero im Rahmen des Investiturstreits wurde er 1082 sein Nachfolger als Markgraf. Er gründete 1080 das spätere Benediktinerkloster Garsten (bei Steyr) als Kollegiatstift. Nach dem Aussterben der Eppensteiner, die einige Herzöge von Kärnten gestellt hatten, im Jahre 1122, kam deren reicher Eigenbesitz im steirischen Raum an die mit den Eppensteinern verschwägerten Traungauer, was deren Position in ihrer Markgrafschaft stärkte. Die Markgrafschaft wurde 1122 vom Herzogtum Kärnten getrennt und unmittelbar dem Reich unterstellt (Geburtsjahr der Steiermark nach Hans Pirchegger). | (STEIERMARK), Ottokar II. (I40468)
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| 2472 | Er war der Sohn und Erbe von Renaud, dem Kastellan von Châteaurenard als Vasall des Grafen von Sens. Vermutlich während des Erbfolgekriegs um Burgund zwischen König Robert II. und Otto Wilhelm von Burgund gelang es Hatto, sich in Courtenay im heutigen Département Loiret eine eigenständige Herrschaft anzueignen. Dort errichtete er um 1010 eine Burg, nach der sich seine Familie fortan benannte. Er hinterließ mindestens einen Sohn, Joscelin von Courtenay, der ihn als Herr von Courtenay beerbte. | VON COURTENAY, Hatto (I40659)
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| 2473 | Er war der Sohn von Borrell II. von Barcelona und von Letgarda de Rouergue. Ab 988 war er seinem Vater beigeordnet. 993 heiratete er Ermesinde von Carcassonne, mit der er einen Sohn hatte: Berengar Raimund I. (* 1005; † 1035). In den Jahren 1000 bis 1002 wurde er vielfach von Almansor angegriffen. 1003 leitete er eine militärische Expedition gegen Lleida, was jedoch einen neuen Angriff durch Almansurs Sohn Abd al-Malik veranlasste. 1010 nahm er die Gelegenheit wahr, seine Macht auf Kosten des zerbröckelnden Kalifat von Córdoba auszubauen. Er organisierte einen Feldzug gegen Córdoba zusammen mit Armengol I. von Urgell, Bernard von Besalú und Wahid, einem moslemischen General des Muhammad Als-Mahdi. Die Armee zerstörte das Kalifat Sulaiman al-Mustain und befreite Katalonien von jeglicher maurischen Herrschaft. Ermengol I. von Urgell starb in der Schlacht am 1. September bei Córdoba. 1015 und 1016 führte er einen neuen Feldzug gegen Ebro und Segre. Durch die Beute erhielt er sich die Loyalität seiner Barone. Er besiedelte Segarra, Conca de Barberà und das Camp de Tarragona neu und begann den Aufbau der Kathedrale in Barcelona. Er war der erste katalanische Herrscher mit einer eigenen Münze. Bei seinem Tod 1017 übernahm sein Sohn die Nachfolge unter der Regentschaft seiner Mutter. | BORELL, Raimond (I39792)
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| 2474 | Er war der Sohn von Conan dem Krummen und der Ermengarde von Anjou, Tochter des Grafen Gottfried I. von Anjou, durch die sein Vorname in die bretonische Regentenliste kam. Nach dem Tod seines Vaters 992 in der zweiten Schlacht von Conquereuil, folgte ihm Gottfried als Graf von Rennes nach. 994 besiegte er den jungen Grafen von Nantes, Judicaël, den er zur Unterwerfung zwang. 995 nahm er daraufhin den Titel eines Herzogs der Bretagne an. Um seine Herrschaft im Nantais nach dem Tod Judicaëls und des Bischofs Hervé (1004) zu sichern, ließ er einen Ritter aus Rennes zum neuen Bischof von Nantes wählen: Walter II. (Gauthier II.) (1004–1041). Gottfried I. starb im Jahr 1008 auf der Rückreise einer Pilgerfahrt nach Rom. Er war mit Havoise von Normandie verheiratet, einer Tochter des Herzogs Richard I. von Normandie, mit der er mindestens drei Kinder hatte: | (BRETAGNE), Gottfried I. (I24314)
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| 2475 | Er war der Sohn von Conan dem Krummen und der Ermengarde von Anjou, Tochter des Grafen Gottfried I. von Anjou, durch die sein Vorname in die bretonische Regentenliste kam. Nach dem Tod seines Vaters 992 in der zweiten Schlacht von Conquereuil, folgte ihm Gottfried als Graf von Rennes nach. 994 besiegte er den jungen Grafen von Nantes, Judicaël, den er zur Unterwerfung zwang. 995 nahm er daraufhin den Titel eines Herzogs der Bretagne an. Um seine Herrschaft im Nantais nach dem Tod Judicaëls und des Bischofs Hervé (1004) zu sichern, ließ er einen Ritter aus Rennes zum neuen Bischof von Nantes wählen: Walter II. (Gauthier II.) (1004–1041). Gottfried I. starb im Jahr 1008 auf der Rückreise einer Pilgerfahrt nach Rom. Er war mit Havoise von Normandie verheiratet, einer Tochter des Herzogs Richard I. von Normandie, mit der er mindestens drei Kinder hatte: | (BRETAGNE), Gottfried I. (I61453)
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| 2476 | Er war der Sohn von Georg Arnold Jacobi (1768–1845) und dessen Ehefrau Marie Luise, geborene Brinckmann (1776–1845). Sein Vater war Geheimer Rat sowie Generaldirektor des Land- und Wasserbaues. Sein Großvater war der Philosoph und Schriftsteller Friedrich Heinrich Jacobi. Militärkarriere Jacobi besuchte Gymnasien in Hamm, Soest und Düsseldorf. Am 21. August 1822 trat er als Kanonier in die 8. Artillerie-Brigade der Preußischen Armee ein. Dann wurde er 1827 bei der Garde-Artillerie-Brigade Sekondeleutnant. Sein Hoffnung die Allgemeine Kriegsschule zu absolvieren, erfüllte sich nicht. Daher beschloss er über die Artillerie zu schreiben. Sein Werk Ueber den Zustand der europäischen Feldartillerien (Mainz 1835–43) wurde in viele Sprachen übersetzt. Während der Badischen Revolution war Jacobi Adjutant des Generalleutnants Wilhelm von Scharnhorst, welcher die Artillerie der Operationsarmee am Rhein befehligte. Er nahm an den Gefechten bei Ubstadt, Durlach, Kuppenheim, Bischweiler sowie der Einnahme von Rastatt teil und erhielt für sein Wirek neben dem Roten Adlerorden IV. Klasse mit Schwertern des Ritterkreuz des Ordens vom Zähringer Löwen. Anfang Mai 1850 stieg er zum Major auf. Nach einer Verwendung als Kommandeur des 7. Artillerie-Regiments wurde Jacobi als Oberst am 1. Oktober 1860 unter Stellung à la suite des Garde-Train-Bataillons zum Inspekteur des Trains ernannt. Anlässlich der Krönungsfeierlichkeiten von König Wilhelm I. wurde er am 18. Oktober 1861 zum Generalmajor befördert und in den erblichen preußischen Adelsstand erhoben. Am 9. Januar 1864 erfolgte seine Ernennung zum Inspekteur der 3. Artillerie-Inspektion sowie am 18. Juni 1865 die Beförderung zum Generalleutnant. Bei der Mobilmachung anlässlich des Deutschen Krieg erhielt Jacobi am 21. Mai 1866 das Kommando über die Artillerie der 2. Armee unter Kronprinz Friedrich. Er nahm in dieser Eigenschaft an den Schlachten bei Nachod und Königgrätz teil. Nach dem Krieg wurde Jacobi unter Verleihung des Sterns und der Schwerter zum Roten Adlerordens II. Klasse mit Eichenlaub und Schwertern am Ringe wieder Inspekteur der 3. Artillerie-Inspektion und übernahm am 25. März 1869 die 1. Artillerie-Inspektion in Posen. Aufgrund einer Gallenoperation wurde er am 17. Juli 1870 mit Pension zur Disposition gestellt und sollte nach Wiederherstellung seiner Gesundheit wieder verwendet werden. Nach dem Krieg gegen Frankreich, an dem er aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, erhielt er am 21. Oktober 1871 den Charakter als General der Infanterie. Er starb 1874 in Berlin. Neben seinem militärischen Wirken galt er als einer der größten Agaven-Kenner des 19. Jahrhunderts. Familie Er hatte sich am 6. Oktober 1852 mit Karoline von Bohlen (1820–1899) verheiratet.[1][2] Der spätere General Albano von Jacobi war sein Sohn. | VON JACOBI, Georg Albano (I52873)
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| 2477 | Er war der Sohn von Gottfried II. und Luitgard von Sulzbach. Beim Tod seines Vaters war er noch ein Kind, was einige Brabanter Vasallen dazu brachte, die Unabhängigkeit für sich zu erlangen (Kriege von Grimbergen). Die Auseinandersetzung endete mit dem Niederbrennen der Motte Grimbergen 1159. Am 30. März 1147 nahm Gottfried an der Krönung von Heinrich-Berengar, dem Sohn Konrads III. in Aachen teil. 1148 brach der Krieg – nach Konrads Abreise auf den Zweiten Kreuzzug – erneut aus, der erst mit der Wahl von Konrads Nachfolger Friedrich Barbarossa beendet wurde. Seine Ehe mit Margarete, der Tochter Heinrichs II. von Limburg, des ehemaligen Gegners seines Vaters, verbündete Gottfried die mächtigsten Familien der Region miteinander. 1171 unterlag er in einem Krieg gegen den Grafen von Hennegau. 1179 verheiratete er seinen Sohn Heinrich I. mit einer Nichte Philipps von Elsass, des Grafen von Flandern. Von 1182 bis 1184 war Gottfried auf einer Pilgerfahrt nach Jerusalem. In der Zwischenzeit ernannte Friedrich Barbarossa seinen Sohn stellvertretend für ihn zum Herzog von Brabant. Im September 1190 wurde der Herzogstitel auf dem Reichstag von Schwäbisch Hall auf seinen Sohn übertragen. Ehen und Nachkommen Aus seiner 1158 geschlossenen Ehe mit Margarete, der Tochter Heinrichs II. von Limburg hatte er zwei Söhne: Heinrich I. (1165–1235), Herzog von Brabant; Albrecht I. von Löwen (1166–1192), Bischof von Lüttich, Kardinal. Aus seiner zweiten Ehe mit Imagina, Tochter von Ludwig I., Graf von Loon, hatte er zwei Söhne: Wilhelm von Löwen, Herr von Perwez und Ruysbroek ⚭ Marie d’Orbais; Gottfried von Löwen (auch Godfrey de Louvain, † 1226), ging 1196 nach England, ⚭ Alice de Hastings, Erbtochter des Robert de Hastings († 1190), Herr von Little Easton in Essex. | VON BRABANT, Gottfried III. (I17108)
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| 2478 | Er war der Sohn von Graf Adolf II. von Berg aus dessen zweiter Ehe mit Irmgard von Schwarzenburg. Sein Bruder war Graf Engelbert I. von Berg (* 1157; † 1189), mit dem er in langjährigem Streit lag. Bei seinem Tod wurde seine Grafschaft Altena zwischen seinen beiden ältesten Söhnen, Arnold und Friedrich, aufgeteilt. | VON BERG-ALTENA, Eberhard I. (I52293)
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| 2479 | Er war der Sohn von Graf Emenon von Poitou, der Poitiers 839 verlassen musste, 863 Graf von Angoulême wurde und 866 starb, als Adémar noch minderjährig war[1]. Nachfolger Emenons in Angoulême wurde nicht Adémar, sondern Vulgrin I., der der Stammvater des nun lange regierenden Grafenhauses wurde. Adémar wandte sich, nachdem er erwachsen geworden war, gegen Ebalus Manzer, Graf von Poitou seit 890, den er erfolglos in Aurillac belagerte, wo der junge Graf Zuflucht gesucht hatte[2]. 892 gelang es Adémar, sich der Stadt Poitiers und des Grafentitels zu bemächtigen. Im Sommer 895 wurde er von König Odo in diesem Amt bestätigt[3], 898 sogar als Graf von Limoges anerkannt[4]. Erst im Jahr 902 gelang es Ebalus Manzer, das Poitou zurückzuerobern. Adémar floh zu seinem Schwager, dem Grafen Bernhard von Périgueux. 916, nach dem Tod seines anderen Schwagers, Graf Alduin I. von Angoulême, regierte er Angoulême für den jungen Grafen Guillaume II. Taillefer. Er starb am 2. April 930 wurde in Saint-Hilaire-de-Poitiers bestattet.[5] Adémar war verheiratet mit Sanchia von Angoulême, Tochter von Graf Guillaume I. und seiner Ehefrau Regilindis[6]. Die Ehe blieb kinderlos[7] Sanchia starb am 4. April eines unbekannten Jahres ab 917, aber vor Adémar und wurde in Saint-Cybar in Angoulême bestattet[8]. Ademar von Chabannes berichtet, dass sie einem Mordanschlag durch den Vizegrafen Lambert von Marcillac und dessen Bruder Arnold ausgesetzt war, über dessen Erfolg oder Misserfolg nichts bekannt ist, aber auch, dass Lambert und Arnold von Bernard aus Rache getötet wurden | (ANGOULEME), Adémar (I61546)
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| 2480 | Er war der Sohn von Herzog Richard II., dem er 1026 nachfolgte. Er starb bereits kurz nach der Thronbesteigung unter mysteriösen Umständen und konnte keinen Einfluss auf die Geschicke der Normandie nehmen. Sein Nachfolger wurde sein jüngerer Bruder Robert I. der Prächtige. Er war verlobt mit Adela (Adelheid) von Frankreich, Tochter König Robert II. von Frankreich. Nach Richards Tod heiratete sie den Grafen Balduin V. von Flandern. | (NORMANDIE), Richard III. (I24294)
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| 2481 | Er war der Sohn von Raymond I. von Cerdanya, der kurze Zeit nach seiner Geburt starb. Er heiratete Sancha, die Tochter von Ramon Berenguer I., Graf von Barcelona, als sie beide noch sehr jung waren[2]. Wilhelm wurde der Vormund seines Neffen, des späteren Ramon Berenguer III. Er bemühte sich um die Wiederbesiedlung von Teilen seines Herrschaftsgebiets und verkündete den Bewohnern von Villafranca die Charta. Im Jahr 1094 übertrug er Berga an seine Söhne, und der Älteste, Wilhelm, erbte Cerdanya, als er im Jahr darauf starb. | (CERDANYA), Wilhelm Raimund (I61529)
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| 2482 | Er war der Sohn von Richard II., Herzog der Normandie. Seine Halbbrüder waren die Herzöge Richard III. (1026 bis 1027) und Robert I. (1027 bis 1035), der Vater von Wilhelm II. dem Eroberer, sowie Mauger, der 1037 Erzbischof von Rouen wurde. Nach dem Tod Roberts I. 1135 auf seiner Pilgerreise nach Jerusalem traten er und Mauger in Opposition zu Roberts minderjährigem Sohn und Erbe, Herzog Wilhelm II., zumal sie selbst Anspruch auf die Nachfolge als Herzog erhoben. Sie versuchten ihren Neffen durch Verschwörung und Mord beiseitezuschieben. Der Regent des jungen Herzogs, Robert der Däne, Erzbischof von Rouen, starb 1037, gerüchteweise an Gift. Wohl um zu gewährleisten, dass Wilhelm und Mauger die Sicherheit und Macht Wilhelms II. nicht weiter gefährden würden, wurden beide daraufhin ins Herrschaftsgefüge des Herzogtums eingebunden. Mauger wurde Roberts Nachfolger als Erzbischof von Rouen, und Wilhelm wurde mit der neugeschaffenen Grafschaft Talou belehnt, die später unter dem Namen Arques bekannt wurde. Anfangs hielten Wilhelm und Mauger dem Herzog die Treue. Es gelang ihnen, Abstand vom Aufstand von 1047 zu wahren und so dass sie ihre Ämter nach der Schlacht von Val-ès-Dunes behielten. Erst 1052 begehrte er gegen den Herzog auf, als Arques zum Zentrum eines Aufstands wurde. Er war mit einer Schwester des Grafen Enguerrand II. von Ponthieu verheiratet. Herzog Wilhelm belagerte Arques und schlug die Entsatzarmee aus Frankreich und dem Ponthieu, Wilhelm wurde zur Unterwerfung gezwungen und auf Lebenszeit aus dem Herzogtum verbannt. Er ging an den Hof von Eustach II., Graf von Boulogne, wo er schließlich starb. Mauger wurde durch das Konzil von Lisieux 1054 oder 1055 als Erzbischof abgesetzt. | VON TALOU, Wilhelm (I61345)
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| 2483 | Er war der Sohn von Richard vom Prinzipat und Verwandter von Tankred von Tiberias, beides Enkel von Tankred von Hauteville und Teilnehmer des Ersten Kreuzzugs. Er wurde Regent von Antiochia, als Tankred 1112 starb, und weil der aktuelle Fürst, Bohemund II. noch ein Kind war. Wie Tankred war Roger fast unablässig im Krieg mit den nahen Muslimstaaten wie zum Beispiel Aleppo. 1114 wurden durch ein Erdbeben viele der Befestigungsanlagen des Fürstentums zerstört, so dass Roger in den Jahren darauf damit beschäftigt war, vor allem die grenznahen wieder aufzubauen. Roger schlug zwei Heere des Seldschukensultans Muhammad I. Tapar unter dem Heerführer Bursuq von Hamadan in der Schlacht von Sarmin (1114) und in der Schlacht von Tell Danith (1115). Verbündet mit Joscelin I. von Edessa übte er so viel Druck auf Aleppo aus, dass die Stadt sich 1118 mit dem Ortokiden-Emir Ilghazi verbündete. Ilghazi überfiel das Fürstentum 1119, und Roger stellte sich ihm sofort entgegen, anstatt auf die Verstärkung aus dem Königreich Jerusalem und der Grafschaft Tripolis zu warten. In der folgenden Schlacht von Ager Sanguinis, in die er mit 700 Rittern und 3.000 Fußsoldaten ging, wurden fast alle getötet, darunter auch Roger. Ilghazis Truppen plünderten nach der Schlacht die Gegend, griffen aber nicht Antiochia selbst an. Balduin II. von Jerusalem kam in den Norden und übernahm die Regentschaft im Fürstentum. Sein Kanzler Walter hat Rogers Regierung in einer Chronik dokumentiert. Roger hatte nach 1114 Hodierna von Rethel geheiratet, die Witwe des Heribrand III., Herr von Hierges, und Tochter des Hugo I., Graf von Rethel. Die Ehe blieb kinderlos. | VON SALERNO, Roger (I24283)
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| 2484 | Er war der Sohn von Sancho II. und Urraca Fernández, der Tochter des Grafen Fernán González von Kastilien. Beim Tod seines Vaters 994 folgte er diesem auf den Thron. Anders als sein Vater lehnte García II. es ab, dem Kalifat von Córdoba Tribut zu zahlen, weshalb Navarra zum Ziel maurischer Vergeltungsangriffe wurde. Er heiratete Jimena Fernández, Tochter des Grafen Fernando von Cea und der Elvira Díaz. Mit ihr hatte er vier Kinder: | (NAVARRA), García II. ´der Zitterer` (I37747)
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| 2485 | Er war der Sohn von Wilfried dem Haarigen und der Guinidilda, und der jüngere Bruder seines Vorgängers als Graf von Barcelona, Wilfried II. Borrell. Er arbeitete gemeinsam mit seinen Brüdern in der Verwaltung des von seinem Vater 897 hinterlassenen Besitzes, regierte aber nicht selbständig, bis sein Bruder Wilfried II. 911 starb. Beim Tod seines Onkels Radulf I. Graf von Besalú wohl 920 geriet er in Konflikt mit seinem Bruder Miró II., Graf von Cerdanya, um die Nachfolge in dieser Grafschaft. Der Disput wurde dadurch gelöst, dass Miró auf sämtliche Ansprüche auf Barcelona verzichtete, Sunyer auf Besalú. Sunyer unternahm große Anstrengungen in seinen Grafschaften, betrieb vor allem Siedlungspolitik in Ausona. Er stärkte die Position der Kirche, gab ihr Land und damit Einkommen. Nach außen gab er die defensive Haltung seiner Vorgänger auf und griff die Maurenstaaten im Süden an, schlug Schlachten bei Lleida und Tarragona. Gleichzeitig nahm er diplomatische Beziehungen zum Emir von Córdoba auf, der weitgehend die Kontrolle über seine nördlichen Provinzen verloren hatte. 912 wurde seine Armee vom maurischen Wali von Lleida im Tàrrega-Tal angegriffen und vernichtet. Sunyers Gegenangriff 914 warf sie dann aber zurück. Er besiedelte danach das Gebiet von Penedès, das zuvor häufig Schauplatz der Auseinandersetzungen zwischen den Franken und den Muslimen gewesen war, bis hinunter nach Olèrdola (929). 936/937 leitete er einen weiteren Feldzug gegen die Muslime. Er schlug das Königreich Valencia einschließlich des germanischen Stammes der Quadi. Die Mauren gaben daraufhin Tarragona auf, das nun Niemandsland wurde, während Tortosa gezwungen wurde, dem Grafen von Barcelona Tribut zu zahlen. | (BARCELONA), Sunyer I. (I39760)
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| 2486 | Er war der Sohn von Wilhelm I., Graf von Rouen und Jarl der Normannen, und von Sprota, einer bretonischen Kriegsgefangenen und Konkubine, die nach Wilhelms Tod einen reichen Müller mit Namen Esperleng heiratete. Als Wilhelm I. 942 ermordet wurde, war Richard noch ein Kind, so dass er König Ludwig IV. nicht daran hindern konnte, die Normandie zu besetzen. Vermutlich hielt dieser ihn an seinem Hof in Laon gefangen und setzte in der Normandie mit Raoul Tourte einen Statthalter ein. Gegen den Widerstand der Normannen, die Unterstützung vom dänischen König Harald Blauzahn erhielten, verbündete sich Ludwig zeitweise mit seinem Rivalen Hugo dem Großen, wurde aber von den Normannen 945 in Rouen gefangen genommen und an Hugo ausgeliefert. Etwa um die gleiche Zeit konnte Richard in die Normandie zurückkehren, wo er den Titel eines Herzogs annahm. Um 956 ernannte ihn Hugo der Große zum Beschützer seines Sohnes und späteren Königs Hugo Capet und verlobte seine Tochter Emma von Paris mit ihm, die Richard 960 heiratete, die aber vermutlich kinderlos starb (nach 966). Laut Robert von Torigni ging Richard kurz nach Emmas Tod auf die Jagd, wo er sich bei einem Aufenthalt in die Dänin Seinfreda verliebte. Diese war aber schon verheiratet und forderte Richard deshalb auf, sein Glück bei ihrer älteren Schwester Gunnora zu versuchen. Die Kinder aus dieser Beziehung wurden erst nachträglich durch die Eheschließung legitimiert. Richard holte Wilhelm von Volpiano, Abt von St. Bénigne, ins Land und ließ auf der Insel Mont-Saint-Michel ein Benediktinerkloster errichten und die während der Wikingereinfälle zerstörte Kirche von Fécamp wiederaufbauen. Nachkommen | (NORMANDIE), Richard I, (I61387)
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| 2487 | Er war der vierte Sohn des Dynastiegründers Mayer Amschel Rothschild. Wie seine vier Brüder erhielt er eine kurze traditionelle jüdische Bildung. Bereits mit zwölf Jahren trat er in das väterliche Unternehmen ein. Für den Vater hielt Rothschild den Kontakt zu Kurfürst Wilhelm von Hessen-Kassel in dessen Exil aufrecht. Im Jahr 1810 wurde er Teilhaber des Bank- und Handelshauses „M. A. Rothschild & Söhne.“ Sein Wohnsitz blieb zunächst Frankfurt. Allerdings war er im Auftrag der Firma zu zahlreichen Reisen durch Europa unterwegs. Er war wie auch sein Bruder Jakob Rothschild nach 1810 am Goldschmuggel zwischen England und Frankreich beteiligt. Eine wichtige Rolle spielte er auch seit 1814 bei der Versorgung der Armee Wellingtons mit Geldmitteln sowie bei dem Transfer englischer Geldzahlungen an die Verbündeten. Im Jahr 1818 heiratete Rothschild Adelheid Herz (1800–1853). Mit dieser hatte er vier Söhne und eine Tochter. Charlotte (1819–1884) heiratet Lionel de Rothschild (London) Mayer Carl (1820–1886) Adolphe Carl (1823–1900) Wilhelm Carl (1828–1901) Anselm Alexander Carl (1835–1854) – starb 18-jährig Ebenfalls im Jahr 1818 nahm er als Vertreter der Rothschilds am Aachener Kongress teil. In den folgenden Jahren hielt er durch seine Reisen Kontakt zu den Höfen und Regierungen in Berlin, Sankt Petersburg, Wien und anderen Hauptstädten. Durch seine guten politischen Beziehungen trug Rothschild zum weiteren Aufstieg der Bank bei. 1817 wurde er wie seine Brüder geadelt, 1822 in den österreichischen Freiherrnstand erhoben. Villa Pignatelli in Neapel mit Blick auf Vesuv In Neapel gründete er 1820 die fünfte Rothschildbank „C. M. de Rothschild e figli.“ Die Bank war allerdings nicht selbstständig, sondern blieb dem Stammhaus untergeordnet. Im Jahr 1821 reiste er mit den österreichischen Truppen nach Süditalien. Die Truppen hatten den Auftrag, die liberale Bewegung zu zerschlagen. Rothschild sorgte in Zusammenarbeit mit seinem Bruder Salomon für die Finanzierung der Armee. Rothschild lebte einen Teil des Jahres in Frankfurt und den anderen Teil in Neapel. 1818 erwarb er eine klassizistische Villa in der Neuen Mainzer Straße 31/33, 1837 die Günthersburg in Bornheim, deren Garten er durch Sebastian Rinz zu einem Englischen Landschaftsgarten gestalten ließ. Seit 1829 war er Generalkonsul des Königreiches beider Sizilien in Frankfurt. Sein in Neapel 1841 erworbenes Haus, die Villa Pignatelli, war eines der angesehensten Häuser der Stadt und zog Besucher aus ganz Europa an. Ehemaliges Schloss Rothschild – jetzt Rathaus von Hemsbach In späteren Jahren führte Rothschild das Bankhaus von Frankfurt aus. Auch seine vier Söhne lebten nach ihrer Ausbildung überwiegend in Frankfurt. Zwei von ihnen, Mayer Carl und Wilhelm Carl, übernahmen nach dem Tode ihres Vaters und ihres kinderlosen Onkels Amschel Mayer 1855 die Führung des Frankfurter Stammhauses. Die Niederlassung in Neapel führte nach Carl Mayers Tod sein Sohn Adolphe (1823–1900) noch bis 1863 weiter. Nach ihrer Schließung infolge der politischen Einigung Italiens siedelte Adolphe nach Paris über. Carl Mayers einzige Tochter Charlotte (1818–1886) heiratete 1836 in London ihren Cousin Lionel Nathan Rothschild, einen Sohn Nathan Mayer Rothschilds. Carl Mayer von Rothschild starb in Neapel, wurde aber auf dem Jüdischen Friedhof an der Rat-Beil-Straße beerdigt. Er liegt in einem von Eduard Schmidt von der Launitz geschaffenen Sarkophag, zusammen mit seiner Frau und dem jüngsten Sohn Anselm Alexander Carl (1835–1854).[2] | VON ROTHSCHILD, Kalman Mayer (I55635)
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| 2488 | Er war der vierte Sohn des Königs Æthelwulf von Wessex und dessen erster Frau Osburga und bereits der dritte nach dem Tod des Vaters, der König wurde. Mit seiner Frau Wulfthryth hatte er die zwei Söhne Æthelwald und Æthelhelm sowie die Tochter Thyra. Der angelsächsische Historiker Æthelweard war sein Urenkel.[1] Æthelred unterzeichnete Urkunden seines Vaters seit 854 als Königssohn, einen Titel, den er auch unter der Regierung seiner Brüder Æthelbald und Æthelberht beibehielt.[1] Er folgte seinem Bruder Æthelberht um das Jahr 865 als König von Wessex nach. Æthelred von Wessex und sein Bruder Alfred (später „der Große“) wurden 868 von Burgred von Mercia gegen Wikinger zu Hilfe gerufen, die in Mercia eingedrungen waren und sich in Nottingham verschanzt hatten. Die Festung war nicht einzunehmen und so wurde Frieden geschlossen. Æthelred konnte des Ansturms des Großen Heidnischen Heeres der Wikinger unter Halfdan Ragnarsson und Bagsac auch in Wessex nicht Herr werden. Er verlor gegen die dänische Invasionsarmee am 4. Januar 871 in der Schlacht von Reading, fügte den Dänen jedoch auch große Verluste zu. Darauf konnte er sie überraschenderweise am 8. Januar 871 in der Schlacht von Ashdown besiegen. Am 22. Januar 871 wurden Æthelred von Wessex und Alfred von den Dänen bei Basing geschlagen. Æthelred starb wenig später in der Schlacht von Merton am 23. April 871 und wurde in Wimborne Minster begraben. Nach seinem Tod wurde er vom Volk als eine Art Heiliger verehrt, jedoch nie von der Kirche kanonisiert. Da seine zwei Söhne Æthelhelm und Æthelwold zu jung waren, wurde sein Bruder Alfred sein Nachfolger. Nach ihm benannt ist Mount Ethelred, ein Berg auf der antarktischen Alexander-I.-Insel. | WEST-SACHSEN (WESSEX), Aethelred (I35615)
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| 2489 | Er war der zweitälteste Sohn und Nachfolger seines Vaters ALFRED DES GRO?EN, da sein älterer Bruder EDMUND vor 899 gestorben war. Unmittelbar nach seinem Regierungsantritt (899) wurde er von seinem Vetter Æthelwold bedroht, der als Sohn von Æthelred, ALFREDS Bruder und Vorgänger als KÖNIG, seinerseits den Thron von Wessex beanspruchte und von den Dänen im Norden unterstützt wurde. Im Kampf Eduards gegen die Dänen, die Æthelwold unterstützten, fiel dieser im Jahre 904 in einer Schlacht. Über die Regierungszeit EDUARDS ist nicht viel bekannt, weil zu wenig Quellen überliefert sind. So fehlen beispielsweise alle königlichen Urkunden der Jahre 909 bis 921. Zwischen 907 und 920 organisierten EDUARD und seine Schwester ETHELFLEDA den Kampf gegen die Dänen im Norden Englands. 910 brachte er den Dänen in der Schlacht bei Tettenhall eine schwere Niederlage bei, konnte mit dem Ausbau seines Herrschaftsgebietes beginnen und schließlich die angelsächsischen Königtümer im Süden Humbriens der dänischen Herrschaft entreißen. Im Jahr 917 wurde das Königreich EAST ANGLIA unter EDWARD DEM ÄLTEREN zurückerobert und ging als Earldom (Grafschaft) im Königreich Wessex auf. Durch den Bau von Burgen drängte er die Dänen bis 918 hinter den Fluss Humber zurück. Zwar kontrollierte EDUARD bis 920 Wessex, Mercia und auch den Norden bis zum Humber, doch KÖNIG VON GANZ ENGLAND wurde EDUARD niemals offiziell. | VON WESSEX, KÖNIG KÖNIG Eduard I. ´DER ÄLTERE` ´der Ältere` (I37329)
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| 2490 | Er war der zweite König aus dem Haus Hannover und der letzte britische Monarch, der außerhalb von Großbritannien zur Welt kam und der persönlich Truppen in die Schlacht führte. Er war Verbündeter von Maria Theresia im Österreichischen Erbfolgekrieg und von Friedrich II. im Siebenjährigen Krieg. Der mit Caroline von Ansbach verheiratete Georg II. war für seine zahlreichen Konflikte mit seinem Vater Georg I. und später mit seinem ältesten Sohn Friedrich Ludwig bekannt. | (GROSSBRITANNIEN), Georg II. (I54289)
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| 2491 | Er war der zweite Sohn Rogers I. aus dessen dritter Ehe und wurde nach dem Tod seines Bruders Simon im Jahre 1105 Graf von Sizilien, das sein Vater Roger zusammen mit seinem Onkel Robert Guiskard erobert hatte. Seine Mutter Adelheid übte für ihn bis spätestens 1113 die Herrschaft aus, da er zu Beginn erst neun Jahre alt war. Er wird als einer der bedeutendsten Herrscher des Mittelalters gesehen und galt zu seiner Zeit als reichster Herrscher Europas. Roger II. war der Großvater von Kaiser Friedrich II. | VON SIZILIEN, Roger II. (I15373)
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| 2492 | Er war der zweite Sohn Rogers I. aus dessen dritter Ehe und wurde nach dem Tod seines Bruders Simon im Jahre 1105 Graf von Sizilien, das sein Vater Roger zusammen mit seinem Onkel Robert Guiskard erobert hatte. Seine Mutter Adelheid übte für ihn bis spätestens 1113 die Herrschaft aus, da er zu Beginn erst neun Jahre alt war. Er wird als einer der bedeutendsten Herrscher des Mittelalters gesehen und galt zu seiner Zeit als reichster Herrscher Europas. Roger II. war der Großvater von Kaiser Friedrich II. | (SIZILIEN), Roger II. (I61491)
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| 2493 | Er war der zweite Sohn Rogers I. aus dessen dritter Ehe und wurde nach dem Tod seines Bruders Simon im Jahre 1105 Graf von Sizilien, das sein Vater zusammen mit Robert Guiskard – dem Bruder Rogers I. – erobert hatte. Seine Mutter Adelheid übte für ihn bis spätestens 1113 die Herrschaft aus, da er zu Beginn erst neun Jahre alt war. Er wird als einer der bedeutendsten Herrscher des Mittelalters gesehen und galt zu seiner Zeit als reichster Herrscher Europas. Roger II. war der Großvater von Kaiser Friedrich II. Leben Von seinen normannischen Verwandten im Jahre 1127 mit dem Herzogtum Apulien (1127) und mit Tarent (1128) beerbt, gewann er ganz Süditalien bis hin zu den päpstlichen Besitzungen. Mit Päpsten hatte er mehrmals Meinungsverschiedenheiten. So wurde er erst am 22. August 1128 von Papst Honorius II. auf einer Brücke in Benevent in einem Friedensschluss mit dem Herzogtum Apulien belehnt. Roger nutzte das Schisma unter Innozenz II. für seine Zwecke aus, verbündete sich mit dem Gegenpapst Anaklet II. und ließ sich Weihnachten 1130 in Palermo zum König von Sizilien erheben. Die militärischen Auseinandersetzungen mit Innozenz II. führten 1139 zur Gefangennahme des Papstes; Innozenz musste die Königswürde Rogers anerkennen. Roger II. galt als sehr gebildet und weltoffen und sprach vermutlich nicht nur Griechisch, sondern auch Arabisch. Er errichtete eine effiziente Herrschaft über seine Besitzungen und förderte den Schwefelabbau, die Seidenproduktion und den Aufbau einer Handelsmarine, um nicht nur mit Byzanz, sondern auch mit den arabischen und nordafrikanischen Städten einen einträglichen Handel zu treiben. An seinem Hof lebte unter anderen auch der arabische Kartograf Al-Idrisi, der für ihn eine silberne Weltkarte erschuf. Mit seinem Gesetzgebungswerk der Assisen von Ariano legte Roger II. nach dem Vorbild des Corpus iuris civilis Kaisers Justinian I. von Byzanz die Grundlagen seiner Königsherrschaft in einer Art Verfassung nieder. Unter den darin enthaltenen Beschlüssen finden sich u. a. auch Hinweise auf eine Gleichbehandlung von Untertanen verschiedenen Glaubens. Im Jahr 1140 führt Roger eine ärztliche Prüfung ein.[1] Stark in die Kreuzzugsbewegung involviert, konnte Roger II. schon bald Besitzungen in Nordafrika erwerben, was Handel und Steueraufkommen zusätzlich begünstigte. Mit der Eroberung von Tunis im Jahre 1146 wurde er zum Beherrscher des zentralen Mittelmeers. Roger II. galt zu seiner Zeit denn auch als der reichste Herrscher Europas und unterhielt – ohne Vorbild für den Westen – einen ausgedehnten Harem. Unter ihm erlebte Sizilien eine bis heute nie wieder erreichte Blütezeit. Capella Palatina in Palermo Die Cappella Palatina, Palastkapelle König Rogers II. in Palermo, zeigt die Auswirkungen der Kulturpolitik der Normannen: Kufische Inschriften finden sich neben biblischen Heilsgeschichten, arabische Ornamentik und byzantinische Mosaikkunst gehen eine Synthese ein. Nachkommen Roger II. war dreimal verheiratet. Aus seiner ersten Ehe mit Elvira († 1135), einer Tochter Alfons’ VI. von Kastilien, gingen vier Söhne hervor. Die drei ältesten, Roger, Tankred und Alfons, starben noch vor ihrem Vater. Den jüngsten Sohn Wilhelm (geboren 1122) setzte er 1151 zum Mitregenten ein. Er wurde als Wilhelm I. auch der Nachfolger seines Vaters als König von Sizilien. Die zweite Ehe 1149 mit Sibylle, einer Tochter des Herzogs Hugo II. von Burgund, blieb kinderlos. Sibylle starb bereits 1150, im Jahr nach der Hochzeit, an einer Fehlgeburt. Aus seiner dritten Ehe 1151 mit Beatrix († 1185), einer Tochter des Grafen Günther von Rethel, ging als einziges Kind Konstanze hervor, die 1154, erst nach dem Tod Rogers II., geboren wurde. Sie heiratete 1186 den späteren Kaiser Heinrich VI., womit das Königreich Sizilien auf die Staufer überging. Sarkophag Rogers II. Roger II. wurde im Dom von Palermo bestattet, obwohl er die von ihm erbaute Kathedrale von Cefalù als seine Grabstätte vorgesehen hatte. Hierfür waren 1145 zwei Sarkophage in Auftrag gegeben und im Querschiff der Kathedrale aufgestellt worden. Während der eine als seine Grablege vorgesehen war, sollte der andere „als Zeichen und zur Erinnerung an meinen Namen“ leer bleiben.[2] Sein Enkel Friedrich II. ließ die Sarkophage 1215 für sich und seinen Vater nach Palermo holen.[3] Rezeption Roger II. ist die Titelfigur von Karol Szymanowskis Oper Król Roger (Uraufführung Warschau 1926). | (SIZILIEN), Roger II. (I61491)
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| 2494 | Er war der zweitgeborene Sohn von Heinrich II. von Löwen und dessen Gattin Adelheid. Nach dem Tod seines älteren Bruders Heinrich III. von Löwen im Jahre 1095 wurde er zum Graf von Löwen-Brüssel und Landgraf von Brabant ernannt. 1106 wurden ihm auch die Titel des Herzog von Niederlothringen und der des Markgrafen von Antwerpen verliehen, doch 1128 muss er diese Ämter an Walram III. von Limburg abgeben. Trotzdem durfte er sich weiterhin Herzog von Lothringen nennen. 1129 wandte sich Gottfried VI. an den Abt der Prämonstratenserabtei St. Martin in Laon, Frankreich, mit der Bitte, in der Nähe von Löwen eine Abtei zu gründen. Er stiftete zu diesem Zweck einen Park und ein Jagdschloss, woraus in den folgenden Jahren die Parkabtei entstand. Gottfried VI. heiratete um 1105 Ida von Chiny († 1117/25), die Tochter von Graf Otto II. (Haus Chiny). Mit ihr hatte er mindestens fünf Kinder: | (NIEDERLOTHRINGEN), Gottfried VI. (I40553)
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| 2495 | Er war des Rats zu Feldkirch; Oberst unter Kaiser Friedrich III. | VON FURTENBACH, Hans (I9832)
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| 2496 | Er war ein jüngerer Sohn des Joscelin, Herr von Courtenay (Haus Courtenay), und der Elisabeth von Montlhéry (Haus Montlhéry). Er erreichte das Heilige Land mit dem kleineren Kreuzzug von 1101, der im Anschluss an den erfolgreichen Ersten Kreuzzug stattfand. Er wurde bald einer der wichtigsten Gefolgsleuten seines Vetters des Grafen Balduin II. von Edessa (die Mütter waren Schwestern). Balduin ernannte ihn zum Kommandeur der Festung Turbessel am Euphrat, einem wichtigen Außenposten der Grafschaft im Kampf gegen die Seldschuken. 1104 geriet er in der Schlacht von Harran zusammen mit seinem Herren Balduin in die Gewalt der Muslime und wurde drei Jahre lang, bis 1107, von ihnen gefangen gehalten. 1113 erhielt er von Balduin I. das Fürstentum Galiläa. Als Balduin II. 1118 im Königreich Jerusalem als Nachfolger Balduins I. König wurde, machte er Joscelin 1119 in Edessa zu seinem Nachfolger als Graf. Dies war auch der Lohn für das Engagement Joscelins bei der Königswahl zu Gunsten Balduins II. Der schwerverletzte Joscelin führt seine Truppen zum Entsatz von Kaisun. (Miniatur in einer Handschrift aus dem 13. Jahrhundert.) Joscelin wurde 1122 erneut gefangen genommen, und als Balduin II. kam, um ihn zu befreien, geriet dieser ebenfalls in Gefangenschaft, so dass Jerusalem nun ohne König war. Joscelin gelang 1123 die Flucht und er erreichte Balduins Freilassung im Jahr darauf. 1125 nahm er an der Schlacht von Azaz teil, einem Sieg der Kreuzritter gegen den Atabeg von Mosul. 1131, während der Belagerung einer kleinen Burg im Nordosten Aleppos, wurde er durch den Einsturz eines Pioniergrabens schwer verletzt, woraufhin er die Regierung der Grafschaft an seinen Sohn Joscelin II. übergab. Kurze Zeit später erhielt er die Nachricht, dass der Danischmenden-Emir Ghazi gegen die Stadt und Festung Kaisun marschiere. Als sein Sohn der Stadt die Hilfe verweigerte, befahl er seiner eigenen Armee, aufzubrechen, wobei Joscelin auf einer Bahre an der Spitze des Heeres getragen wurde. Als Ghazi vom Kommen des Heeres hörte, hob er die Belagerung auf und zog sich zurück. Kurze Zeit darauf starb Joscelin am Straßenrand. Joscelin war in erster Ehe mit einer Tochter des Fürsten Konstantin I. von Armenien verheiratet, in zweiter Ehe mit Maria von Salerno, der Schwester des Roger von Salerno, Regent von Antiochia. | VON COURTENAY, Joscelin I. (I36467)
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| 2497 | Er war ein jüngerer Sohn des Markgrafen Leopold I. der Marcha Orientalis (Ostarrichi, das spätere Österreich), dem König Heinrich II. 1012, nach dem Tod des letzten Konradiner-Herzogs Hermann III., das Herzogtum zu Lehen gab. Ernst legitimierte seine Ernennung kurz darauf durch die Hochzeit mit Gisela, der Schwester seines Vorgängers, die ihm zwei Söhne schenkte, Ernst II. und Hermann IV., die nacheinander seine Nachfolger wurden. Am 31. Mai 1015, dem Pfingstdienstag, wurde Ernst auf der Jagd vom Pfeilschuss eines seiner Gefolgsleute getroffen und tödlich verwundet. Er wurde in Würzburg beerdigt. Nach seinem Tode übertrug Kaiser Heinrich II. das Herzogtum an seinen ältesten Sohn Ernst. | VON SCHWABEN, Ernst I. (I35998)
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| 2498 | Er war ein Sohn des Grafen Adolf I. von Berg und dessen Frau Adelheid von Lauffen, ein Onkel des Erzbischofs Friedrich II. von Berg und ein Neffe des Erzbischofs Bruno von Trier. Um 1119 wurde Bruno von Berg als Propst von St. Castor in Koblenz erwähnt. Ab 1127 war er Propst zu St. Gereon in Köln, gleichzeitig war er auch Domherr in Köln. Im Jahr 1130 lehnte er die Wahl zum Erzbischof von Trier und damit die Nachfolge von Erzbischof Meginher ab. Hierzu hatte er Papst Innozenz II. gewisse verborgene Gründe mitgeteilt. Auch Bernhard von Clairvaux, den Bruno vor 1126 in Reims kennengelernt hatte und der ihn als seinen Freund bezeichnete, wusste um diese Gründe. Er riet ihm von der Annahme der Wahl ab, zumal zwischen Brunos schwerer Selbstanklage und der Amtsannahme keine Zeit der Buße liege. Am 25. Dezember 1131 wurde er im Beisein von König Lothar III. und einem päpstlichen Legaten in einer dem kanonischen Recht widersprechenden zweiten Wahl zum Erzbischof von Köln gewählt. Der eigentlich kurz zuvor gewählte Propst Gottfried von Xanten wurde vor seiner Inthronisierung zur Abdankung bewogen, nachdem Bruno von seinen Verwandten aus Frankreich, wo er studierte, zurückgerufen wurde. Am 18. März 1132 wurde Bruno von Berg, der an Epilepsie litt, zum Bischof geweiht. 1133 wandelte er zusammen mit seinen Brüdern Adolf und Eberhard die namengebende Burg Berge bei Altenberg in eine Zisterzienserabtei um. Um 1134 bestätigte er die vom späteren Kölner Erzbischof Hugo von Sponheim gegründete Prämonstratenserabtei Knechtsteden in Dormagen bei Neuss. Bruno von Berg starb am 29. Mai 1137 in Trani/Apulien, als er Lothar III. auf einem Feldzug gegen Roger II. von Sizilien begleitete. | (BERG), Bruno (I52304)
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| 2499 | Er war ein Sohn des Grafen Adolf II. von Berg (* 1095; † 1170). Er war ein Bruder von Erzbischof Friedrich II. von Berg, ein Neffe des Erzbischofs Bruno II. von Berg und ein Onkel von Erzbischof Engelbert I. von Berg. Er war Propst des Georgsstift in Köln. Außerdem gehörte er dem Kölner Domkapitel an und wurde 1168 Dompropst. 1191 wurde er der dritte Kölner Erzbischof aus dem Haus der Grafen von Berg. „Dem Zusammenwirken von bergischer Adelsfraktion und Domkapitelspartei innerhalb der hohen Kölner Geistlichkeit verdankte Bruno seine Erhebung, die von der Kölner Bischofschronik als intrusio charakterisiert wurde. Er war damals schon ein alter Mann, der seinem Amt nicht gewachsen war und deshalb schon nach zwei Jahren wegen Altersgebrechlichkeit und Körper- wie Geistesschwäche darauf verzichtete, indem er in Gegenwart von Prioren und Edelleuten den Bischofsstab auf dem Hochaltar des Domes niederlegte. Die Unzulänglichkeit des Kandidaten und die Kürze seines Pontifikates legen den Verdacht nahe, dass er von vornherein lediglich als Platzhalter für seinen Neffen Adolf von Altena gewählt wurde, der ihm bereits 1192 als Dompropst gefolgt war und sich damit eine günstige Ausgangsposition für die nächste Wahl geschaffen hatte.“[1] Im Jahr 1193 dankte Bruno als Erzbischof von Köln ab und zog sich als Mönch nach Altenberg zurück. Nach seinem Tod wurde er in Altenberg beigesetzt. | (BERG), Bruno (I52314)
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| 2500 | Er war ein Sohn des Grafen Adolf II. von Berg (* um 1095; † 1160–1170) und dessen zweiter Ehefrau Irmgard (?), einer Tochter des Engelbert von Schwarzenburg und Nichte des Kölner Erzbischofs Friedrich I. von Schwarzenburg. Er war ein Bruder von Erzbischof Bruno III. von Berg, ein Neffe des Erzbischofs Bruno II. von Berg und ein Onkel von Erzbischof Engelbert I. von Köln. Dem Kölner Domkapitel angehörend, war Friedrich von 1140 bis 1156 auch Propst von St. Georg in Köln. 1150 in strittiger Wahl zum Bischof von Utrecht gewählt, wurde diese von Konrad III. nicht angenommen und Friedrich als Bischof nicht bestätigt. Die Bischöfe Albrecht I. von Meißen und Otto von Freising waren eigens angereist, um ihn darin zu unterstützen, sich gegen Hermann von Horn durchzusetzen.[1] Im Mai 1156 kam es auch in Köln zu einer strittigen Bischofswahl. Während das Priorenkolleg den Bonner Propst Gerhard von Are wählte, wählten die jüngeren Domherren Friedrich von Berg zum Erzbischof. Schließlich stritten sich die beiden Parteien drei Tage vor dem Kaiser Friedrich I. Barbarossa in Nürnberg, der seine Entscheidung dann auf einen neuen Tag in Regensburg verlegte. Hier bestätigte er ihn als neuen Erzbischof von Köln, verlieh ihm sogleich die Regalien und sandte ihn unmittelbar zur Bischofsweihe nach Rom, wo er 1157 auch von Papst Hadrian IV. bestätigt wurde. Friedrich galt als ein gebildeter Mann, der durch seine Freundlichkeit und Liebenswürdigkeit die Herzen vieler Menschen gewonnen hat. So schreibt das Xantener Totenbuch über ihn, dass er ein Fürst von höchster Menschlichkeit war. Er stand zeitlebens treu zum Kaiser und begleitete ihn auf dem Zweiten Italienzug (1158–1162),Papstschisma und Zerstörung Mailands . Auf ihm starb er am 15. Dezember 1158 bei Pavia an den Folgen eines unglücklichen Sturzes vom Pferd. Er wurde im Kloster Altenberg bestattet. | VON BERG, Friedrich II. (I52309)
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