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| 2401 | er sollte mit Karls Schwester verheiratet werden. Während sein Vater im Jahr 773 in Pavia noch (allerdings letztlich erfolglos) Widerstand gegen die fränkischen Invasoren unter Karl dem Großen leistete, ergab sich Adalchis in Verona. Es gelang ihm, nach Konstantinopel zu fliehen. Seine Versuche, die langobardische Königskrone zurückzugewinnen, scheiterten 788 endgültig, als die mit ihm in Kalabrien gelandeten byzantinischen Truppen von Grimoald III.,( * vor 773; † April 806) von 788 bis 806 dux gentis Langobardorum (Herzog der Langobarden) im Herzogtum Benevent geschlagen wurden. Sein weiteres Schicksal ist unbekannt. Alessandro Manzoni verfasste 1822 die Tragödie Adelchi (it. Adelgis). Nach der Überlieferung ließ sein Vater das Kloster San Pietro al Monte als Dank für die Heilung seiner Augen erbauen. | VON ITALIEN, Adelchis (I36745)
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| 2402 | Er stammte aus dem deutschen Adelsgeschlecht Frankenberg, einem schlesischen Uradelsgescchlecht, das sich zu seinen Lebzeiten noch mit ck schrieb. Er selbst verwendete auch den später gebräuchlichen Zusatz des Familiennamens und Ludwigsdorf bzw. und Ludwigsdorff noch nicht. Sein Vater war Sylvius Friedrich von Franckenberg, der als württembergischer Rat und Landhofgerichtsassessor tätig war. Er hatte noch mehrere ältere und jüngere Brüder, die teilweise in den Militärdienst getreten waren und in Württemberg verblieben, während er selbst in den Verwaltungsdienst trat. Zunächst diente er dem König von Schweden[2], danach dem Landgraf von Hessen-Kassel. 1738 wurde er von Kaiser Karl VI. in den erblichen Böhmischen Freiherrnstand erhoben.[3] Sylvius Eberhard Freiherr von Franckenberg kaufte am 30. August 1741 von Johann Georg von Ziegenhirt dessen beide Rittergüter Wernsdorf und Rössuln. Letztgenannter Ort lag damals im Sekundogeniturfürstentum Sachsen-Weißenfels und fiel wenig später zurück an das Kurfürstentum Sachsen. In Schmalkalden war er lange Zeit Oberhofmeister und lebte am Hof an der Seite der verwitweten Herzogin von Sachsen-Zeitz Maria Amalia von Brandenburg (* 26. November 1670 in Cölln, heute zu Berlin; † 17. November 1739 auf Schloss Bertholdsburg in Schleusingen) war eine Prinzessin und Markgräfin von Brandenburg aus dem Hause Hohenzollern und durch Heirat Herzogin des kursächsischen Sekundogenitur-Fürstentums Sachsen-Zeitz. Er starb in Schmalkalden und wurde am 20. August 1764 in der Gruft in der dortigen Gottesackerkirche bestattet. Sylvius Friedrich Ludwig Freiherr von Frankenberg war sein Sohn und Erbe seiner Besitzungen. | VON FRANKENBERG UND LUDWIGSDORF, Sylvius Eberhard (I22146)
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| 2403 | Er stammte aus dem Geschlecht der Grafen von Isenberg, eines Zweiges des Geschlechts Berg. Der Vater war Arnold von Altena, seine Mutter Mechthild von Holland, Tochter von Florenz von Holland. Sein Onkel war Erzbischof Engelbert von Köln. Seine Brüder waren Engelbert (Bischof von Osnabrück), Friedrich, Gottfried (Domherr zu Münster) und Dietrich (Bischof von Münster). Leben Wie einige seiner Brüder war er für den geistlichen Stand vorgesehen. Engelbert I. von Köln hat versucht ihm die Dompropstei in Utrecht zu verschaffen. Die Ermordung des Erzbischofs durch Friedrich von Isenberg führten dazu, dass die gesamte Familie jede Unterstützung verlor. Nachdem sein Bruder Engelbert aber erneut Bischof von Osnabrück geworden war, erhielt Bruno die Propstei St. Johann und später auch die Dompropstei in Osnabrück. Zusammen mit seinem Bruder Engelbert hat er zum Frieden zwischen den Grafen von der Mark und seiner Familie beigetragen. Er unterstützte seinen Bruder auch bei dessen Konfrontation mit dem Erzbistum Köln, aber auch bei der späteren Versöhnung. Dies führte allerdings zur Feindschaft der Herren von Lippe mit dem Bistum Osnabrück. Nach dem Tod seines Bruders Engelbert von Isenburg, hat ihn das Osnabrücker Domkapitel zu dessen Nachfolger gewählt. In den ersten Jahren konnte sich Bruno fast ganz der Förderung von Klöstern und Stiften widmen. Diese erhielten zu dieser Zeit erhebliche Schenkungen von Seiten des Adels. Bruno legte 1256 den Grundstein für die neue Kirche von St. Johann. Er hat insbesondere auch Vogteien aus der Hand von adeligen Familien für das Bistum erworben. Innerhalb der Stadt Osnabrück ordnete er die Pfarreien. Gegen die Schulden des Hochstifts versuchte er durch den Bau einer neuen Mühle anzugehen. Bruno versuchte das Hochstift nach Süden gegenüber der Grafschaft Ravensberg und dem Hochstift Münster zu sichern. Er erwarb das Burgericht zu Iburg. Er verlieh Iburg die Stadtrechte und befestigte den Ort. Im Konflikt zwischen Simon von Paderborn und dem Kölner Erzbischof Konrad von Hochstaden stand er auf der Seite der Kölner. Bruno trat aber auch als Vermittler auf. Er bürgte zusammen mit dem Abt von Corvey schließlich für Simon von Paderborn und versprach dem Erzbischof zu unterstützen sollte der Paderborner Bischof den Frieden brechen. Bruno von Isenberg wurde 1256 während einer Fehde von Hermann von Holte gefangen genommen. Erst 1257 kam es zu seiner Freilassung. Im Mai des Jahres nahm er an der Krönung von König Richard von Cornwall (1209 - 1272)teil. | VON ISENBERG, Bruno (I52333)
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| 2404 | Er stammte aus dem sächsischen Adelsgeschlecht Leipzig. Sein Vater war August Wilhelm von Leipziger, Königlich preußischer Regierungspräsident in Posen und Bromberg, Hauptmann im Regiment Wolfframsdorff und Schriftsteller (* Glogau, Schlesien, 30. Oktober 1764, † Posen 29. April 1829), verheiratet mit I. Glogau (Schlesien/Preußen) 31. Dezember 1787/1789 Marie Auguste v. Wolfframsdorff, II. 1813 Wilhelmine Friederike Sophie von Steinwehr. Sein Großvater war Heinrich Ernst von Leipziger, königlich preußischer Generalmajor. Hermann von Leipziger besuchte die Gymnasien in Bromberg und Posen und die Kriegsschule zu Danzig. Seit 1839 war er verheiratet mit Gräfin Eveline Rittberg, die ihm neun Kinder schenkte. Von seiner Mutter übernahm er 1840 das Rittergut Pietrunke.[1] 1848 war er Mitglied der Preußischen Nationalversammlung. Von 1848 bis 1850, von 1860 bis 1865 und von 1873 bis 1876 saß er im Preußischen Abgeordnetenhaus.[2] 1867 war er Mitglied des Reichstags des Norddeutschen Bundes für den Wahlkreis Bromberg 3 (Bromberg-Stadt) und die Nationalliberale Partei.[3] | VON LEIPZIGER, Hermann (I45882)
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| 2405 | Er stammte aus der alten westfälischen Adelsgeschlecht Vaerst. Sein Vater war Gutsbesitzer in Wengern (südliches Ruhrgebiet). Nach Besuch der Elementarschule kam v. Vaerst auf das Realgymnasium in Witten a. d. Ruhr und legte 1877 die Abiturprüfung ab. Danach studierte er an der Königl. Tierärztlichen Hochschule Berlin (später Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin) und wurde 1881 als Tierarzt approbiert. Es folgte ein Jahr Tätigkeit bei einem Kreistierarzt. Darauf war v. Vaerst Assistent bei Geheimrat Hubert Jacob Esser, Professor für Veterinärpathologie am Tierarznei-Institut der Universität Göttingen, und von 1884 bis 1887 Prosektor und Repetitor für Anatomie und Physiologie an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. 1885 legte er in Berlin die Prüfung als Amtstierarzt ab und promovierte 1886 an der Universität Erlangen zum Dr. phil. Im Frühjahr 1887 wurde v. Vaerst zum Kreistierarzt in Erfurt und noch im Herbst des gleichen Jahres als Landestierarzt und Medizinalassessor nach Meiningen berufen. Das bedeutete neben der Tätigkeit als Amtstierarzt für das Herzogtum Sachsen-Meiningen auch die Mitarbeit in der Medizinaldeputation und im Landwirtschaftsrat. Nachgewiesen ist auch die Teilnahme am 7. Internationalen tierärztlichen Kongress in Baden-Baden vom 7. bis 12. August 1899. Im Jahre 1908 folgte v. Vaerst einer Berufung als Professor für Staatstierheilkunde an der Königl. Tierärztlichen Hochschule München (ab 1914 Tierärztliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München). Damit verbunden war auch die Leitung der Ambulatorischen Tierklinik mit Geburtshilfe. Seine Erfahrungen als anerkannter Gutachter und Obergutachter flossen in die Vorlesungen über gerichtliche und polizeiliche Tierheilkunde ein. Grag von Gustav von Vaerst auf dem Parkfriedhof Meiningen Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges meldete sich v. Vaerst zum Heer und war ab Frühjahr 1915 bis zum Schluss des Krieges als Hauptmann und Bataillonskommandant im Feld. Am Ende des Krieges trat ein schweres Leiden ein. Nach einer erfolgten Operation war v. Vaerst noch bis Ostern 1921 als Professor in München tätig und zog dann wieder nach Meiningen, wo sich seine Gesundheit weiter verschlechterte, so dass er bereits ein Jahr später am 1. April 1922 starb. Er war ein sehr vorbildlicher und anerkannter Hochschullehrer. Seine Vorlesungen waren gut vorbereitet, klar gegliedert, verständlich vorgetragen und deswegen auch zahlreich besucht. Er war Mitglied der Meininger Freimaurerloge Charlotte zu den drei Nelken und gehörte den Corps Teutonia Berlin, Hannoverania Hannover und Saxo-Thuringia München an.[1] Gustav von Vaerst heiratete 1889 Emmeline geb. Hack, eine Fabrikantentochter aus Meiningen, und hatte mit ihr zwei Söhne, darunter Gustav von Vaerst Offizier und General der Panzertruppe (1894–1975). Hauptwerk Über Vorkommen, anatomische und histologische Entwickelung sowie physiologische Bedeutung der Herzknochen bei Wiederkäuern. J. B. Hirschfeld, Leipzig 1886, (Dissertation. Universität Erlangen, 1886. Digitalisat; PDF; 2,41 MB; auch in: Deutsche Zeitschrift für Thiermedicin und vergleichende Pathologie. Band 13, Nr. 1, 1888, S. 46–71. (ZDB-ID 503989-7, online auf archive.org)) Ueber die Ursachen des Kehlkopfpfeifens. In: Deutsche Zeitschrift für Thiermedicin und vergleichende Pathologie. Band 13, Nr. 2/3, 1888, S. 129–139. (online auf archive.org) Mehrere kleinere Aufsätze in tierärztlichen, landwirtschaftlichen und jagdkundlichen Zeitschriften. Ehrungen und Auszeichnungen (Sachsen-Meiningenscher) Hofrat (ernannt durch Herzog Georg II., 1900) Eisernes Kreuz, Sachsen-Meiningensches Ehrenkreuz, Preußisches Ehrenkreuz. Literatur Geschäftsleitung des Kongresses: Siebenter Internationaler Tierärztlicher Kongress. Baden-Baden, 7.–12. August 1899. 2 Bände. Kölblin, Baden-Baden 1899–1900; Band 1: Organisation, Mitgliederliste und Berichte. 1899. Band 2: Verhandlungen, Beschlüsse und Festlichkeiten. 1900. Anton Stoß (sen.): Prof. Dr. Gustav von Vaerst gestorben. In: Münchener Tierärztliche Wochenschrift. Band 73, 1922, ISSN 0369-2523, S. 426–428. Joris Peters, Veronika Weidenhöfer: Geschichte der Tierärztlichen Fakultät München. Die Professoren und ihre Lehrverpflichtungen (1890–1939). (eingesehen am 28. März 2016). Einzelnachweise Otto Stoll: Geschichte des ehemaligen Corps im WSC an der Ludwig-Maximilians-Universität zu München Saxo-Thuringia München 1882–1937. 1938, S. 59. | VON VAERST, Gustav (I44995)
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| 2406 | Er stammte aus der in den Freiherrenstand erhobenen Adelsfamilie von Danckelmann und war Erb-, Lehn- und Gerichtsherr zu Lodersleben und Obhausen (Wiedenbachisches Mannlehngut). Sein Vater war Nikolaus Bartholomäus von Danckelmann (1650–1739), seine Mutter Sophie Magdalena (1660–1702), geborene von Brömse (auch: von Brömbsen). Barockschloss Lodersleben Danckelmann war zunächst Kammerjunker bei König Georg I. von Großbritannien. Danach war er ab 1725 Oberhofgerichtsrat in Marburg. Im Jahr 1731 war er Geheimer Justizrat in Berlin und Gesandter beim Reichstag in Regensburg. Im Jahr 1740 wurde er Staatsminister der Landgrafschaft Hessen-Kassel und war Präsident aller Kollegien in der Grafschaft Hanau. Ab 1740 gab er bei dem Baumeister David Schatz den Bau des Schlosses Lodersleben in Auftrag. Im Range eines wirklichen geheimen Staatsministers wechselte er 1748 erneut in preußische Dienste. Er war Präsident des geheimen Justizrates und Lehnsdirektor in Berlin. In späteren Jahren bis zu seinem Tod war er Leiter des geistlichen Departements, erster Präsident des Lutherischen Oberkonsistoriums Preußens.[1] Außerdem unterstanden ihm alle Universitäten und Schulen und die königliche Bibliothek in Berlin. 1750 kaufte er das Palais Wartensleben neben dem Brandenburger Tor, in dem er bis zu seinem Tod wohnte. Familie Er war zweimal verheiratet, zuerst mit Antoinette von Borcke (1704–1729), einer Tochter des späteren preußischen Generalfeldmarschalls Adrian Bernhard von Borcke, dann mit Lucie Sophie von Freyberg (1704–1764). Nach seinem Tod hinterließ er fünf Söhne. Der Älteste, Friedrich Carl Nikolaus Freiherr von Danckelmann (1732–1792), wurde Geheimer Legationsrat und Carl Aemilius Adolph Freiherr von Danckelmann (1735–1810) wurde Kriegs- und Domänenrat. Die drei jüngeren Söhne waren Adolph Graf von Danckelmann, Wilhelm Freiherr von Danckelmann und Ludwig Philipp Gottlob Freiherr von Danckelmann. | VON DANCKELMAN, Carl Ludolph (I58055)
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| 2407 | Er stammte aus der lothringischen Familie der Wigeriche und war der Sohn des Grafen Reginar von Bastogne, einem Bruder des Grafen von Verdun Gottfried der Gefangene und Adalberos, des Erzbischofs von Reims. Nachdem er seine Ausbildung in Gorze begonnen hatte, war er zwischen 969 und 974 Schüler Gerberts von Aurillac, des späteren Papstes Silvester II., in Reims. Da er ein treuer Gefolgsmann des karolingischen Königs Lothar war, machte ihn dieser 974 zu seinem Kanzler und am 16. Januar 977, nach dem Tod des Bischofs Roricon am 20. Dezember 976, zum Bischof von Laon. Kurz nach seiner Amtsübernahme als Bischof kam das Gerücht über einen Ehebruch von Lothars Ehefrau Emma mit Adalbero von Laon auf. Sein Onkel Adalbero von Reims rief eine Synode zusammen, in der die Unschuld von Adalbero und Emma festgestellt wurde. Lothars Bruder Karl, der das Gerücht verbreitet hatte, musste ins Exil gehen. Er wurde 977 von Otto II. zum Herzog von Niederlothringen gemacht und damit auf die Seite der mit seinem Bruder Lothar verfeindeten Ottonen hinübergezogen. Nach dem Tod Lothars (986) und seines Sohnes Ludwig V. (987) wurde Hugo Capet aus dem Geschlecht der Robertiner zum König gewählt. Er begründete die neue Dynastie der Kapetinger. Dabei wurde der Thronanspruch Karls von Niederlothringen, des letzten überlebenden karolingischen Thronerben, übergangen. Im folgenden Jahr griff Karl zu den Waffen, um seinen Anspruch auf die Krone durchzusetzen. Adalbero von Laon stand wie sein Onkel Adalbero von Reims, der Hugo Capet gekrönt hatte, auf der Seite der neuen Dynastie. Als es Karl gelang, mit einem Handstreich Laon einzunehmen, konnte er dort seine Feindin, die Königinwitwe Emma, und Adalbero von Laon gefangen nehmen. Adalbero von Laon entkam aus dem Kerker, versöhnte sich dann aber mit Karl und erhielt sein Bistum zurück. Er erlangte Karls Vertrauen und schwor ihm Treue, doch Ende März 991 verriet er Karl und öffnete nachts die Stadttore von Laon den Truppen Hugos. Karl wurde im Schlaf überrascht und mit seiner Frau und seinen Kindern festgenommen. Er blieb bis zu seinem Lebensende in Haft. Adalbero wurde für die Nachwelt zum Urbild eines skrupellosen Verräters. Man gab ihm den Beinamen Vetulus traditor (alter Verräter). 993 verbündete sich Adalbero mit dem Grafen Odo I. von Blois, um Hugo Capet und dessen Sohn Robert an König Otto III. auszuliefern. 998 wurde er auf der Synode von Pavia abgesetzt. Sein Todesdatum ist nicht genau bekannt. Der 19. Juli 1030 wird genannt, aber auch (im Nekrolog von Saint Vincent in Laon) ein 27. Januar, vielleicht der des Jahres 1031. Er wurde in der Abteikirche von Saint Vincent in Laon beerdigt. Schriftstellerisches Werk Buchminiatur mit symbolischer Darstellung der funktionalen Dreiteilung der mittelalterlichen Gesellschaft Albero untermauerte um 1025 in seinem Gedicht Carmen ad Rotbertum regem[1] die Lehre von den drei funktionalen gesellschaftlichen Gruppen der oratores, der geistlichen Beter, der bellatores, der Kämpfer, und der laboratores, der Bauern und Handwerker, wie sie sich seit dem 10. Jahrhundert herausgebildet hatte, den Vorrang des Betens vor dem Arbeiten etablierte und die feinen Abstufungen in den Rechten der Bauern hinfällig machte. Er ist damit einer der Theoretiker der funktionalen Dreiteilung.[2] Daneben verfasste er ein theologische Lehrgedicht (De summa fidei) und den Rythmus satiricus, eine gegen Landry (Landri), den Grafen von Nevers und ersten Herzog von Burgund, gerichtete Schmähschrift (996). | VON LAON, Adalbero ´Ascelin` (I51546)
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| 2408 | Er stammte aus einem Nebenzweig der Familie der Herren von Beaugency, von seinem Vater Johann († vor 1097) erbte er die Herrschaft über die Burg von La Flèche, wodurch er ein Vasall des Grafen von Anjou wurde. Elias’ Mutter war Paula von Maine[1], eine Tochter des Grafen Herbert I. Wachhund von Maine, über die er einen Anspruch auf die in jener Zeit hart umkämpfte Grafschaft Maine hatte. Elias war ein Gegner der normannischen Herrschaft im Maine durch Robert Kurzhose und eroberte 1089 die Burg von Ballon. 1090 nahm er den Bischof von Le Mans gefangen, weil dieser die Normannen unterstützte. 1093 kaufte Elias seinem Vetter Graf Hugo V. die Rechte auf Maine für 10.000 Schilling ab und konnte sich mit der Unterstützung des Grafen Fulko IV. von Anjou gegen Robert Kurzhose behaupten, der anschließend auf den ersten Kreuzzug ging. Danach musste er sich eines Angriffes von Roberts Bruder, König Wilhelm II. Rufus von England, erwehren, wurde aber 1098 von dessen Vasallen Robert de Bellême gefangen genommen und nach Rouen gebracht. Zugleich ging Le Mans an Wilhelm Rufus verloren. Nachdem Elias freigelassen worden war, zog er sich nach Le Flèche zurück und nahm zusammen mit seinem Freund Gottfried IV. von Anjou den Kampf gegen Wilhelm Rufus auf, aber erst dessen Tod 1100 ermöglichte ihm die Rückeroberung von Le Mans nach einer dreimonatigen Belagerung. In den folgenden Jahren unterstützte Elias den Erbgrafen Gottfried IV. von Anjou, den er mit seiner Tochter verlobte, bei dessen Revolte gegen den Vater und war auch beim Tod Gottfrieds vor der Burg von Carné 1106 dabei. Als Robert Kurzhose 1101 aus dem heiligen Land zurückgekehrt war, hatte sich Elias mit König Heinrich I. von England verbündet, den er entscheidend in der Schlacht bei Tinchebray (1106) unterstützte, als er die Reserve Heinrichs gegen das Heer Roberts führte, dessen Linie durchbrach und damit dessen Niederlage besiegelte. Danach entledigte sich Elias des normannischen Einflusses, indem er sich wieder seinem alten Verbündeten Graf Fulko IV. von Anjou annäherte. Aus seiner Ehe mit Mathilde von Château-du-Loir († 1099) hatte er die Tochter Eremburge († 14. Januar 1126), die ihn in Maine beerben sollte. Nach dem Tod Gottfrieds IV. wurde sie mit dessen Halbbruder Fulko V. verlobt, den sie dann auch heiratete. Elias war in einer zweiten Ehe mit Agnes von Poitou verheiratet, einer Tochter Herzog Wilhelms VIII. von Aquitanien und Ex-Ehefrau des Königs Alfons VI. von Kastilien, mit der er keine Kinder hatte. | (MAINE), Elias I. (I57222)
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| 2409 | Er stammte aus höchstem fränkischem Adel. Seine Eltern waren der comes Vulfard und Suzanne, die eine Tochter des Grafen Beggo von Paris und der Alpheidis war, die wiederum dem karolingischen Herrschergeschlecht angehörte. Seine Brüder waren der Abt Hilduin von Saint-Denis und der Pfalzgraf Adalhard, die herausragende Vertrauensleute des westfränkischen Königs Karls des Kahlen waren. Sein Neffe war der Abt Wulfhard von Flavigny und seine Nichte Adelheid heiratete später König Ludwig den Stammler. Diesem familiären Hintergrund verdankte Vulgrin seine Einsetzung als Graf in den aquitanischen Grafschaften Angoumois und Périgord, nachdem dort 866 der Graf Emenon gefallen war. Dieser war zuvor einer der wichtigsten Anhänger des von Karl dem Kahlen abgesetzten Königs Pippin II. und damit ein ständiger Unruhefaktor gegen Karl den Kahlen gewesen. Zu Vulgrins wichtigsten Aufgaben zählte die Bekämpfung der in jener Zeit in Aquitanien einfallenden Wikinger, gegen die er einen umfangreichen Burgenbau betrieb. Er wurde nach seinem Tod in der Abtei Saint-Cybard in Angoulême bestattet. Die Familie stammt vermutlich in weiblicher Linie von den Gerhardinern ab und gehörte damit zum engeren Kreis der karolingischen Herrschaftsschicht. Graf Wulfgrin I. wurde von Karl dem Kahlen eingesetzt und urkundete 868 als Comes Engolismi. Wulfgrins Enkel Guillaume II. wurde „Sector Ferri“ (Eisenschneider) genannt, dessen französische Übersetzung Taillefer zum Beinamen einiger der nachfolgenden Grafen und dann auch zur Bezeichnung der Familie wurde. Das wohl bekannteste Familienmitglied ist gleichzeitig das letzte: Isabella von Angoulême, Erbtochter von Graf Aymar Taillefer und zweite Ehefrau des englischen Königs Johann Ohneland, die Mutter des englischen Königs Heinrich III. und des deutschen Königs Richard von Cornwall. Die Grafschaft jedoch wurde an die Kinder aus ihrer zweiten Ehe, der mit Hugo X. von Lusignan vererbt. Vulgrin war verheiratet mit Regelindis, einer Tochter des Grafen Bernhard von Septimanien. Ihre Kinder waren: Alduin I. († 916), Graf von Angoulême Wilhelm I. († ?), Graf von Périgord und Agen, siehe Taillefer (Adelsgeschlecht) ? Sancha, ⚭ mit Adémar, Graf von Angoulême | (ANGOULEME), Vulgrin I. (I22729)
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| 2410 | Er stand auf Seiten des Liudolf. Aus Erbstreitigkeiten resultierte eine Feindschaft zu seinem Onkel Hermann Billung, dem erfolgreichen Rivalen seines Vaters um die Gunst Ottos I. Darum beteiligte er sich 953 mit seinem Bruder Wichmann II. am Liudolfingischen Aufstand. 957 wurde er begnadigt. 977 kämpfte er, zur Verfolgung seiner Ansprüche, mit Heinrich dem Zänker gegen Otto II. 977/78 kam er in Haft bei Bischof Folkmar von Utrecht. Nach Ottos Tod unterstützte er 984 die Königspläne Heinrichs, wobei er die Kaiser-Tochter Adelheid als Geisel in seiner Burg Ala bei Goslar (evtl. auf dem Georgenberg an Stelle der Georgenbergkirche oder auf dem Steinberg gelegen) hielt. Die Burg wurde daraufhin gestürmt und zerstört. | VON AMBERGAU, Eckbert der Einäugige (I22531)
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| 2411 | er starb am Tag nach der Geburt seines zweiten Kindes Karl Carl war aus dem Vaterhause, seiner Schule und aus dem Fabrikdienst, wo er schon als Bube Colorist war, in kaufmännische Lehre nach St. Gallen gekommen, nach 2 Jahren freigesprochen und trat sogleich bei Höslin & Comp. in Athen ein, blieb dort wohlbesoldet während 6 Jahren und ward dann Geschäftsführer der Brüder Baumann in London. Lebensbilder Carl heinrich fERdinand Henking S. 125 | HENKING, Carl David (I2011)
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| 2412 | Er stieg als Sohn Pippins des Mittleren in dieses Amt auf, dessen Besetzung durch Nachfolgekämpfe geprägt war, auf die der merowingische König keinen Einfluss mehr hatte. Unter Karl Martell setzte sich die im frühen 7. Jahrhundert begonnene Entwicklung zur königsgleichen Herrschaft der Hausmeier fort. Am Ende dieses Prozesses waren die merowingischen Könige nur noch Marionetten der rivalisierenden Adelsfraktionen, bis mit Karl Martells Sohn Pippin dem Jüngeren ein karolingischer Hausmeier König der Franken wurde und die alte Dynastie ablöste. | (KAROLINGER), Karl Martell (I18867)
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| 2413 | Er studierte an der Universität Basel Sprachen, Philosophie und Medizin und wurde 1601 zum Dr. med. promoviert, anschliessend unternahm er eine längere Reise nach Mömpelgard (Montbéliard), Padua und Frankfurt am Main. Er wurde 1604 Leibarzt des späteren Kaisers Matthias. Von 1605 bis 1608 und von 1611 bis 1634 war er als fürstlicher Stiftsarzt Stadt- und Leibarzt der Fürstäbte Bernhard Müller und Pius Reher aus St. Gallen. Er galt seinerzeit als der bedeutendste Arzt in der östlichen Schweiz und betreute auch die Klöster Magdenau, St. Johann, Pfäfers, Einsiedeln und Muri sowie die Städte Bregenz, Feldkirch und Konstanz. Der Abt Jodocus Hösli des Klosters Pfäfers erbat sich ein Gutachten über die Versetzung der Badeeinrichtungen des Klosters, die sich in einer schwer zugänglichen Felsenschlucht befanden; durch seine Vermittlung wurde auch eine Untersuchung der Heilquelle in der Taminaschlucht vorgenommen. In der Zeit von 1614 bis 1632 war er Ratsherr und von 1632 bis 1652 im Wechsel mit Georg Huber, Kaspar Friedrich (gewählt 1636) und Hans Hildbrand (gewählt 1638) im Dreijahresturnus Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt. Er vertrat, besonders in den Jahren 1618 bis 1629, St. Gallen auf den eidgenössischen Tagsatzungen. 1619 reiste er als Gesandter nach Heidelberg, um vom Kurfürsten Friedrich V. als damaligem Reichsvikar die Regalien zu empfangen, die schon unter zwei vorhergehenden Kaisern nicht mehr bestätigt worden waren. 1650 nahm er als Gesandter der Stadt St. Gallen am Schiedsspruch der vier Schirmorte zu Lehens- und Zollstreitigkeiten mit der Fürstabtei St. Gallen teil. Er führte einen umfangreichen Briefwechsel mit Gelehrten seiner Zeit, unter anderem mit Johann Rudolf Saltzmann (1573–1656), Felix Platter, Thomas Platter, Josua Pictorius, Melchior Goldast, Theodor Zwinger der Jüngere, Wilhelm Fabry und Johann Heinrich Hottinger. Er verwaltete als Bibliothekar auch die Vadiana, die Bibliothek des Gelehrten Joachim Vadian, mit dem er befreundet war. In ihr befindet sich auch seine 701 Schreiben zählende Briefsammlung, allerdings keine Briefe von ihm. Er wurde am 13. März 1623 gemeinsam mit seinen acht Brüdern und allen Nachkommen seines Grossvaters Bartholomäus durch Ferdinand II. in den Reichsadelsstand erhoben. | SCHOBINGER, Dr. med. Dr. med. Sebastian (I4369)
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| 2414 | Er studierte gemeinsam ab 1674 mit seinem Bruder Philipp Ludwig Orth Rechtswissenschaften an der Universität Wittenberg. Das Lizenziat erwarb er 1689 an der Universität Altdorf. Danach wurde er Advokat und Pfleger des Almosenkastens in Frankfurt am Main. 1692 wurde er Mitglied des Rates der Reichsstadt Frankfurt und 1699 Jüngerer Bürgermeister. 1702 wurde er Schöffe und amtierte 1711 und 1715 als Älterer Bürgermeister. Familie Johann Philipp Orth heiratete 1694 Catharina, geborene Meyer (* 1660). Sie war die Witwe des Johann Friedrich Ammerburg[1] und Tochter des Handelsmannes Johann Meyer und der Anne Sibylle geb. Hofstatt.[2] Wappen derer von Barckhaus(en) am Frankfurter Haus zum Römer Die Tochter des Ehepaares Orth-Meyer war Maria Margaretha Orth (1695–1725), die 1717 Franz Wilhelm von Bar(c)khaus(en)[3] (1691–1720) heiratete.[4] Nach dessen Tod vermählte sie sich 1722 mit dem Sohn von Johann Philipps Bruder Johann Georg (1663–1735), dem Frankfurter Juristen Johann Philipp Orth (1698–1783). Mit ihm bekam sie drei Töchter, wovon die älteste Tochter Sara Orth den Frankfurter Patrizier Johann Daniel von Olenschlager heiratete.[5] | ORTH, Johann Philipp (I57574)
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| 2415 | Er tritt erstmals 897, dem Todesjahr seines Vaters, auf. Seine älteren Brüder erhielten die Grafschaft Barcelona, Girona und Osona (Wilfried II. und Suniario I.) bzw. Besalú und Cerdanya (Miró), er selbst übernahm die Grafschaft Urgell.[1][2] Sunifred heiratete Adelais von Toulouse, eine Tochter von Graf Armengol von Rouergue aus dem Haus Toulouse (deren Schwester Richilde 920/925 Sunifreds Bruder Suniario heiratete), mit der er drei Kinder hatte: Armengol, Borrell und Gisla, die spätere Ehefrau des Bernardo von Conflent. Seite Gemahlin wurde im Jahr 949 Äbtissin des Klosters San Juan de Ripoll.[3] | (URGELL), Sunifred II. (I39766)
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| 2416 | Er übergab etwa 1030 die Burg mit allem Zubehör als Mitgift seiner Tochter Sigena von Leinungen anlässlich ihrer Heirat mit Wiprecht, dem Herren des Balsamer Landes. Beider Sohn hieß ebenfalls Wiprecht und ging als Wiprecht von Groitzsch in die Geschichte ein. Als Parteigänger Heinrichs IV. und später Heinrichs V. gewann Wiprecht von Groitzsch zunächst großen Einfluss am Kaiserhof. Später gerieten aber er und sein gleichnamiger Sohn in Konflikt mit dem Kaiserhaus. Um seinen seit 1110 gefangenen Sohn auszulösen, musste Wiprecht unter anderem seine Besitzungen in Morungen 1112 an Kaiser Heinrich den V. zurückgeben. Der belehnte den Grafen Hoyer von Mansfeld mit der Burg. Erst nach der Schlacht am Welfesholz 1115, in der die sächsische Adelsopposition die Kaiserlichen besiegte und Hoyer fiel, erhielt Wiprecht seine Besitzungen zurück. 1157 verkaufte die Familie der Grafen von Groitzsch die Herrschaft an Kaiser Friedrich I. Etwa seit dieser Zeit sind die Herren von Morungen als Burgmannen bekannt. Aus diesem Geschlecht entstammt der Minnesänger Heinrich von Morungen (1150–1220). Es ist ungeklärt, ob seine Person mit Alt- oder Neu-Morungen oder beiden Anlagen in Verbindung zu bringen ist. Um 1200 wurde die Burg zugunsten der neu errichteten Burg Neu-Morungen aufgegeben und verfiel. | VON LEINUNGEN, Goswin (I37198)
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| 2417 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I5143)
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| 2418 | Er übernahm zunächst gemeinsam mit seinem Bruder Hermann VI. das väterliche Erbe, bis dieser 1247 nach seiner Einheirat ins österreichische Herzogsgeschlecht nach Österreich zog und Rudolf I. die Alleinherrschaft über die Markgrafschaft Baden überließ. Sein Bruder starb bereits 1250 und sein 1249 geborener Neffe, Friedrich wurde 1268 zusammen mit dem letzten Hohenstaufen, Konradin, in Neapel hingerichtet – Rudolf herrschte daher unangefochten in der Markgrafschaft. Am 5. Oktober 1255 verkauft der Markgraf seinen Hof in Steinheim an der Murr an das neugegründete Kloster Mariental (Steinheim an der Murr).[3] Dieser Hof bildet den baulichen Grundstock des Klosters. Er heiratete 1257 Kunigunde von Eberstein. Da die Ebersteiner bereits zu dieser Zeit kaum mehr finanzielle Mittel aufbringen konnten, vermachten sie die Hälfte der Burg Rudolf I. von Baden. 1283 wurde die andere Hälfte der Burg Alt-Eberstein durch Otto II. von Eberstein an seinen Schwager Markgraf Rudolf I. von Baden verkauft und die Burg Alt-Eberstein wurde im 14. Jahrhundert teilweise Sitz der Markgrafen von Baden. Im Jahre 1250 begann Rudolf I. mit dem Ausbau des Schlosses Hohenbaden. Am 23. August 1258 verlieh König Richard von Cornwall (Richard von Cornwall, auch Richard von Cornwallis, (* 5. Januar 1209 in Winchester; † 2. April 1272 in Berkhamsted Castle) aus dem Haus Plantagenet war Earl of Cornwall, Graf von Poitou und ab 1257 römisch-deutscher König.) auf Bitten des Markgrafen Rudolf I. von Baden dem Ort Steinbach Stadtrechte. Die Herren von Weißenstein verkauften 1268 ihre Burg Liebeneck zusammen mit dem Dorf Würm dem Markgrafen Rudolf I. von Baden. Rudolf I. war in viele kriegerische Streitereien mit den Grafen von Württemberg um badische Gebiete und mit dem Bischof von Straßburg wegen der Rheinzölle verwickelt. Erst durch eine spätere Heirat eines der Söhne Rudolfs kam es mit den württembergischen Grafen zur Aussöhnung. Rudolf I. gilt als Förderer von Kirchen und Klöstern, so gehen das 1250 erbaute Seitenschiff und der Katharinenchor mit seinen berühmten Fresken der Wallfahrtskirche Bickesheim[4] auf ihn zurück. Als Liebhaber von Kunst und Minnesang wurde er von Beppo von Basel als frommer und mildtätiger Mensch gepriesen. | VON BADEN, Rudolf I. (I1620)
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| 2419 | Er übernahm zunächst gemeinsam mit seinem Bruder Hermann VI. das väterliche Erbe, bis dieser 1247 nach seiner Einheirat ins österreichische Herzogsgeschlecht nach Österreich zog und Rudolf I. die Alleinherrschaft über die Markgrafschaft Baden überließ. Sein Bruder starb bereits 1250 und sein 1249 geborener Neffe, Friedrich wurde 1268 zusammen mit dem letzten Hohenstaufen, Konradin, in Neapel hingerichtet – Rudolf herrschte daher unangefochten in der Markgrafschaft. Am 5. Oktober 1255 verkauft der Markgraf seinen Hof in Steinheim an der Murr an das neugegründete Kloster Mariental (Steinheim an der Murr).[3] Dieser Hof bildet den baulichen Grundstock des Klosters. Er heiratete 1257 Kunigunde von Eberstein. Da die Ebersteiner bereits zu dieser Zeit kaum mehr finanzielle Mittel aufbringen konnten, vermachten sie die Hälfte der Burg Rudolf I. von Baden. 1283 wurde die andere Hälfte der Burg Alt-Eberstein durch Otto II. von Eberstein an seinen Schwager Markgraf Rudolf I. von Baden verkauft und die Burg Alt-Eberstein wurde im 14. Jahrhundert teilweise Sitz der Markgrafen von Baden. Im Jahre 1250 begann Rudolf I. mit dem Ausbau des Schlosses Hohenbaden. Am 23. August 1258 verlieh König Richard von Cornwall (Richard von Cornwall, auch Richard von Cornwallis, (* 5. Januar 1209 in Winchester; † 2. April 1272 in Berkhamsted Castle) aus dem Haus Plantagenet war Earl of Cornwall, Graf von Poitou und ab 1257 römisch-deutscher König.) auf Bitten des Markgrafen Rudolf I. von Baden dem Ort Steinbach Stadtrechte. Die Herren von Weißenstein verkauften 1268 ihre Burg Liebeneck zusammen mit dem Dorf Würm dem Markgrafen Rudolf I. von Baden. Rudolf I. war in viele kriegerische Streitereien mit den Grafen von Württemberg um badische Gebiete und mit dem Bischof von Straßburg wegen der Rheinzölle verwickelt. Erst durch eine spätere Heirat eines der Söhne Rudolfs kam es mit den württembergischen Grafen zur Aussöhnung. Rudolf I. gilt als Förderer von Kirchen und Klöstern, so gehen das 1250 erbaute Seitenschiff und der Katharinenchor mit seinen berühmten Fresken der Wallfahrtskirche Bickesheim[4] auf ihn zurück. Als Liebhaber von Kunst und Minnesang wurde er von Beppo von Basel als frommer und mildtätiger Mensch gepriesen. | (BADEN), Rudolf I. (I61285)
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| 2420 | Er verfasste Grammatiken des Hebräischen, des Chaldäischen und des Syrischen sowie Monographien über semitische Münzen und Masse. Neben verschiedenen theologischen Schriften setzte Waser die Chronik von Johannes Stumpf von 1586 bis 1606 fort und übersetzte mathematische Schriften von Leonhard Zubler (1563–1611) ins Lateinische[3]. Sein theologisches Hauptwerk, das Lexicon biblicum, blieb unvollendet. | WASER, Kaspar (I10199)
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| 2421 | Er verkaufte 1429 dem Konvent zu Wietmarschen eine Jahresrente von einer Mark münst. Geldes aus seinem hause in der Stadt Schüttorf, zahlbar auf Mittfasten. | VON HEMSTEDE, Hermann (I18728)
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| 2422 | Er verlohr durch seine Heirat den freiherrlichen Stand und nahm den sozialen abstieg in Kauf | VON SAX, Ulrich (I26937)
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| 2423 | Er versteuert 1606 ein Vermögen vonb 47`600 Gulden. Die einnahmen dieses ursprünglich erfolgreichen Handesmannes verringerten sich jedoch in den folgenden Jahren merklich, sodass sich 1613 die beiden Söhne Franziskus und Hans Jakob in ein Vermögen von lediglich 12 `800 Gulden zu teilen hatten. Die Tochter Anna 1574-1615 wurde 1601 die erste Ehefrau des Kaspar Schobinger 1571 - 1644, dessen Vermögen bis 1622 auf 74`000 Gulden anstieg, daraufhin stagnierte und bis 1634 auf 40`000 Gulden sank. Für die Jahre 1635 bis 1640 bleiben sechs Steuern ausstehend. Von den zehn Kindern aus erster Ehe starben eines ungetauft und sieben im ersten Lebensjahr und ein weiteres im jugendlichen Alter. | ZILI, Hans Anton (I12923)
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| 2424 | Er versteuert 1606 ein Vermögen vonb 47`600 Gulden. Die einnahmen dieses ursprünglich erfolgreichen Handesmannes verringerten sich jedoch in den folgenden Jahren merklich, sodass sich 1613 die beiden Söhne Franziskus und Hans Jakob in ein Vermögen von lediglich 12 `800 Gulden zu teilen hatten. | ZILI, Fanciscus (I4179)
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| 2425 | Er verwaltete gemeinsam mit seinem Bruder Dedo den Burgward Zörbig, der ihnen schon vor 1009 übertragen worden war. In den siebziger Jahren des 10. Jahrhunderts (973/78) war Friedrich möglicherweise Vogt des Magdeburger Doms. Kaiser Heinrich II. betraute ihn in den Jahren 1009 und 1015 zeitweilig mit der Aufsicht der Burg in Meißen. 1012 hielt sich Friedrich in der Umgebung des Magdeburger Erzbischofs Waltard auf. Zu seinen Herrschaftsgrundlagen zählten neben dem Eigengut die „civitas“ Eilenburg, im Westen der damaligen Mark Lausitz, sowie Grafenrechte im Gau Quezizi bei Eilenburg. Als Friedrich im Januar 1017 starb, hinterließ er seinen drei Töchtern den gesamten Allodialbesitz und übertrug Eilenburg seinem Neffen Dietrich I., da er selbst keinen männlichen Nachkommen besaß. | VON WETTIN, Friedrich I. (I39660)
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| 2426 | Er war 1552 Stadtrichter, 1554 Pursner, Notensteiner, 1556 Hofrichter und 1559 Stadtammann Sein Bruder Leonhard (1529-87) kauft 1585 Schloß und Herrschaft Altenklingen (Märstetten, Wigolfingen, Illhart). Ersetzt 1586 das Schloß durch einen Neubau. Im Jahr danach stirbt er kinderlos und vermacht seinen Brüdern Laurenz und Georg (1525-1600) den Besitz. Der „Contracts-Libell“ vom 1.5.1586 regelt einen Familienfideikommiß. Deren Gerichtsbarkeit bleibt bis 1798 bestehen, die Stiftung existiert bis 1933. Im 19. Jh. wird das Schloß Familienmuseum. Laurenz´ Schwiegervater Vadian erlaubt ihm lt. Testament, sich aus dessen Bibliothek zu bedienen, bevor sie an den Rat geht. Er nimmt aber nur eine Bibel und eine Chronik. | ZOLLIKOFER (VON ALTENKLINGEN), ´Junker` ´Junker` Laurenz \ Lorenz ´gen Schwarz (I3019)
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| 2427 | Er war 1574 Mitglied des Gerichts, 1575 gehörte er dem kleinen Rat („von den burgern“) an. Er heiratete die Witwe Lutz und hatte mit Margerete drei Kinder: Maria, Agnes und Barbara. Agnes heiratete erst Wolfgang Schnepff, einen Neffen von Erhard Schnepff, und später in zweiter Ehe den Sohn des Bürgermeisters Philipp Orth, Friedrich.[1] Barbara heiratete einen anderen Sohn des gleichen Bürgermeisters Philipp Orth, nämlich Domenicus. Mit Domenicus hatte Barbara eine Tochter Maria, die Mutter des Bürgermeisters Johann Georg Becht wurde. | KUGLER, David (I57503)
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| 2428 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I54990)
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| 2429 | Er war anfangs Sattler und wurde anschliessend Gerber. Von 1686 bis 1702 war er Zunftmeister der Schuhmacherzunft in St. Gallen und von 1694 bis 1702 war er dort Unterbürgermeister. Bürgermeister von St. Gallen, legt die Stelle 1725 nieder; Sattler, Gerber, 1686-1702 Zunftmeister der St. Galler Schuhmacherzunft, 1694-1702 Unterbürgermeister, 1702-25 jährlich alternierend Amts- und Altbürgermeister, sowie Reichsvogt. Wartmann gehörte zur wohlhabenden Handwerkerschicht, die im Ancien Régime die wichtigsten Ämter der Stadt St. Gallen mehrheitlich innehatte. | WARTMANN, Georg (I813)
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| 2430 | Er war bereits 838 Abt, wurde 840/841 Abt von Saint-Denis und Erzkanzler Karls des Kahlen und einer seiner maßgeblichen Berater. 844 übernahm er zusätzlich die Klöster Saint-Quentin und Saint-Riquier, dann auch die Abtei Saint-Wandrille. Als Ludwig und sein Halbbruder Gauzlin in normannische Gefangenschaft gerieten, brachte Karl der Kahle 858 das enorme Lösegeld auf, das für sie gefordert wurde. Gauzlin trat 860 in die königliche Kanzlei ein und wurde nach Ludwigs Tod dessen Nachfolger. | (SAINT-DENIS), Ludwig (I10811)
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| 2431 | Er war das sechste Kind des vermögenden Frankfurter Kaufmanns und Würdenträgers Peter Anton Brentano aus dem Hause Brentano di Tremezzo und seiner zweiten Ehefrau Maximiliane von La Roche, Tochter des kurtrierischen Kanzlers Georg von Lichtenfels und der Schriftstellerin Sophie von La Roche. Sein Taufpate war der Trierer Chorbischof Christian Franz von Hacke, ein Freund der Großmutter Sophie von La Roche.[1] Er ist Bruder u. a. von Georg und Clemens Brentano und Bettina von Arnim, Halbbruder von Franz Dominicus Brentano. 1791 bis 1793 besuchte er das Gymnasium in Tauberbischofsheim. Nach dem Tod seiner Mutter am 19. November 1793 in Frankfurt am Main übersiedelte sein Vater in die Residenzstadt Koblenz des Kurfürsten Clemens Wenzeslaus von Sachsen und zog sich aus seinem Handelshaus in Frankfurt zurück. Die Erziehung der Kinder übernahmen verschiedene Verwandte. Häufige Schul- und Ortswechsel prägten seine Kindheit. Nach Beginn und Abbruch einer Kaufmannslehre in Hamburg begann er 1803 in Marburg ein Medizinstudium, wechselte aber bald nach Jena. Einem Examen unterzog er sich nicht. Von 1808 bis 1815 war er Verwalter des Gutes Bukowan, in Böhmen, das seine Familie besaß. Unter dem Eindruck einer Begegnung mit Johann Nepomuk Ringeis wurde er ab 1816 zum streng dogmatischen Katholiken und legte an seinem Geburtstag 1817 eine Generalbeichte ab, um Geistlicher zu werden. Im Sommer reiste er mit seinem Bruder Clemens Brentano nach Dülmen zur damals bekannten Mystikerin Anna Katharina Emmerick. Nach einem Jahr in Luzern zog er 1823 nach Rom, wo er sich im Kreis der Nazarener bewegte. Im Jahr 1835 heiratete er in Nizza Emilie Brentano, geborene Genger, eine der beiden Leiterinnen der Mädchenschule im ehemaligen Kloster Marienberg in Boppard, deren Geschäftsführer er seit 1830 war. Er schloss 1837 die Schule und übersiedelte nach Aschaffenburg. Hier in seinem Haus starb am 28. Juli 1842 sein Bruder Clemens Brentano, der ihn als Universalerben einsetzte. Besonders seine Frau Emilie Brentano sicherte das Erbe und gab 1852 mit Josef Merkel die Gesammelten Schriften[2] als erste Gesamtausgabe der Werke Clemens Brentanos heraus. Er hatte acht Kinder, von denen drei nur wenige Wochen oder Monate alt wurden. Zwei seiner Söhne waren Franz Brentano (1838–1917), Philosoph und Lujo Brentano (1844–1931), Nationalökonom, Führer der Kathedersozialisten und Mitgründer des Vereins für Sozialpolitik. Seine letzte Ruhestätte fand Christian Brentano auf dem Aschaffenburger Altstadtfriedhof. | BRENTANO, Christian Franz Damian Friedrich (I52660)
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| 2432 | Er war de jure der letzte Burggraf von Nürnberg, wenngleich alle brandenburgischen Markgrafen bis Wilhelm II. die Titulatur im großen Titel weitertrugen. | BRANDENBURG, von von Friedrich I. (I1527)
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| 2433 | Er war der älteste Sohn des Grafen Friedrich von Luxemburg und der Irmtrud von der Wetterau; er war ein Neffe des Herzogs Heinrich V. von Bayern und der Kaiserin Kunigunde. 1025 wurde er als Graf im Moselgau, 1035 als Vogt von St. Maximin in Trier genannt. Zum Kloster Echternach stand er ebenfalls in enger Verbindung. Im Februar 1042 übertrug ihm König Heinrich III. unter Umgehung des Wahlrechts des Stammes das Herzogtum Bayern, das er zuvor 15 Jahre selbst verwaltet hatte. Heinrich nahm an den kaiserlichen Feldzügen gegen die Ungarn in den Jahren 1042, 1043 und 1044 teil. 1047 begleitete er den Kaiser auf einem Feldzug gegen Dietrich von Holland. Er wurde in St. Maximin in Trier bestattet. | (BAYERN), HEINRICH VII. (I37652)
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| 2434 | Er war der älteste Sohn des Grafen Humbert II. von Savoyen und seiner Gattin Gisela von Burgund. Beim Tod seines Vaters 1103 beerbte er diesen als Graf von Savoyen und Maurienne. Da er zu diesem Zeitpunkt noch minderjährig war, stand er zunächst unter der Vormundschaft seiner Mutter. 1111 wurde er von seinem Lehnsherrn, dem Kaiser, als Graf bestätigt. Er setzte die frankreich-freundliche Politik seines Vaters fort. 1115 vermittelte er die Hochzeit seiner Schwester Adelheid mit dem französischen König Ludwig VI., was seine engen Beziehungen zu diesem weiter festigte. Im Jahre 1125 gründete er das Hauskloster in Hautecombe. Spätestens 1137 erlangte er die Markgrafschaft Turin zurück, die sein Vater verloren hatte. 1147 schloss er sich dem Zweiten Kreuzzug an, allerdings nicht dem Heer seines Lehnsherrn, dem römisch-deutschen König Konrad III., sondern dem seines Neffen Ludwig VII. von Frankreich. Unterwegs erkrankte er auf Zypern, wo er kurz darauf starb. | (SAVOYEN), Amadeus III. (I40690)
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| 2435 | Er war der älteste Sohn des Grafen Lothar der Nordmark und der Godila von Rothenburg (Tochter von Graf Werner I.). Obwohl Werner beim Tode seines Vaters noch unmündig war, folgte er als Markgraf, Graf im Derlingau und Vogt des Klosters Walbeck. Seiner Mutter gelang es, durch Zahlung von 200 Mark Silber Lehen die Markgrafschaft ihres Gatten ihrem Sohn zu erhalten. Werner verstand es nicht, das gute Verhältnis seines Vaters zu Heinrich II. zu pflegen. Er war verlobt mit Liudgard, der Tochter des Markgrafen Ekkehard I. von Meißen. Als dieser ihm seine Tochter verweigerte, entführte er sie 998 aus dem Stift Quedlinburg. Auf Drängen des Brautvaters musste er sie jedoch wieder zurückgeben, was zu einer erbitterten Feindschaft führte. Die Hochzeit fand erst nach Ekkehards Tod im Jahre 1002 statt. Werner stand in der Folgezeit in Opposition zu Kaiser Heinrich II., zu dessen Familie, den Ottonen, auch die Äbtissin des Stiftes in Quedlinburg, Mathilde, gehörte. Mathildes Urteil hatte sich Werner wegen des Brautraubs unterwerfen müssen. Er erschöpfte sich wie sein Vater weitgehend in verheerenden und sinnlosen Fehden, wobei es um Besitz- und Nachfolgefragen in der Nordmark ging, und stand dabei besonders gegen die Schwäger in Meißen und den Markgrafen Dedo I. von Wettin-Merseburg. Im Jahr 1005 nötigte er im Frieden von Werben (erste Nennung als „Castrum Wirbeni“) die Wenden zur Anerkennung der deutschen Herrschaft. Juni 1009 verklagte Dedo I. ihn beim König und versuchte, ihn um Amt und Würden zu bringen. Am 13. November 1009 ermordete er Dedo I., nachdem dieser seine Burg Wolmirstedt eingeäschert hatte. Heinrich nahm die Gelegenheit wahr, ihm dann auf dem Hoftag zu Pöhlde sowohl die Markgrafschaft Nordmark als auch die dazugehörenden Lehen abzusprechen. Dedos I. Bruder Friedrich I. von Wettin-Eilenburg erhielt die Grafschaft im nördlichen Hassegau; sein Sohn Dietrich I. die Lehen, einschließlich des Burgwarts Zörbig. Anno 1012 starb Liutgard. Ein Jahr darauf wurde er der landesverräterischen Beziehungen zum polnischen König und böhmischen Herzog Boleslaus I. gegen den Kaiser verdächtigt. Als er der Aufforderung des Kaisers, vor ihm zu erscheinen, nicht nachkam, verfiel er der Acht, aus der er sich unter Einsatz von Geld und Allod löste. 1014 versuchte er, wie schon einst in Quedlinburg, eine Braut zu entführen, um sie zur Ehe zu zwingen, diesmal Reinhilde, vermutlich eine Tochter des Sachsenherzogs Hermann Billung, aus der Burg Beichlingen. Sein Vetter Bischof Thietmar von Merseburg schildert die Ereignisse in seiner Chronik. Werner von Walbeck zog sich bei den Kämpfen im Rahmen dieses abenteuerlichen Unternehmens eine schwere Verwundung zu, der er kurz darauf auf der Burg Allerstedt erlag, nachdem ihn Abgesandte des Kaisers in Wiehe verhaftet hatten, um ihn vor das kaiserliche Gericht zu bringen. Thietmar ließ ihn in der Stiftskirche Walbeck beisetzen. | VON WALBECK, Werner (I36265)
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| 2436 | Er war der älteste Sohn des Grafen Ulrich von Ebersberg († 1029) und der Richardis von Viehbach, Tochter Graf Markwarts II. von Viehbach (Eppensteiner). Er erhielt das Kanonikerstift Ebersberg, das er um 1040 in ein Benediktinerkloster umwandelte. Im Jahr 1040 trat er sein Reichslehen Benediktbeuern an das neu gegründete gleichnamige Kloster ab. Adalbero war verheiratet mit Richlind († 1045), der einzigen Tochter des welfischen Grafen Rudolf II. von Altdorf und der Ita von Schwaben. Mit Adalbero II. starben die Grafen von Ebersberg aus. Die Reisegesellschaft von Heinrich III. hatte Halt gemacht bei der Gräfin Richlinde von Ebersberg auf Schloss Persenbeug, die vor der Aufgabe stand, das Erbe ihres gerade verstorbenen Mannes zu verteilen. Bei einem umfangreichen Festmahl der Gastgeberin brach eine tragende Säule unterhalb des Festsaales und löste den Einsturz des kompletten Bodens aus. Dabei wurde der König leicht verletzt, die Gastgeberin, der Würzburger Bischof Bruno und der Abt Altmann des Klosters Ebersberg aber so schwer, dass sie die nächsten Tage nicht überlebten. | VON EBERSBERG, Adalbero II. (I36835)
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| 2437 | Er war der älteste Sohn des Markgrafen Eberhard von Friaul aus dem Geschlecht der Unruochinger und dessen Frau Gisela, Tochter des Kaisers Ludwig des Frommen. Mit seiner Ehefrau Ava, Tochter des Etichonen Liutfrid (erwähnt 876/902, illustris comes, 879 Herr von Monza, Graf im Sundgau, 884 Laienabt von Münster-Granfelden) und Nichte der Kaiserin Irmgard (vermählt mit Kaiser Lothar I.), hatte er einen Sohn, Eberhard von Sulichgau. | VON FRIAUL, Unruoch III. (I11454)
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| 2438 | Er war der älteste Sohn und Schüler von Lucas Cranach dem Älteren. Über sein kurzes Leben ist nur wenig bekannt. Wie sein Bruder Lucas Cranach der Jüngere begann er früh seine Tätigkeit in der Wittenberger Werkstatt seines Vaters. Vermutlich fertigte er ab 1527 eigene Werke, die in dieser Zeit von denen seines Vaters kaum unterschieden werden können. Um 1537 reiste er nach Italien, wo er im selben Jahr in Bologna starb. Ein langes, zu seinem Tode verfasstes Gedicht (In immaturus obitum Johannis Lucas F. Cranachii von Johann Stigel) würdigt ihn als begabten und fruchtbaren Maler. Auch wenn dabei so manches übertrieben sein wird, muss Hans innerhalb der Cranach-Werkstatt eine bedeutende Rolle eingenommen haben. Es hat nicht an Versuchen gefehlt, seinen Anteil herauszufiltern. Als Ausgangsbasis dienen die beiden einzigen, auf Grund der Signatur – HC – ihm mit Sicherheit zuzuschreibenden Gemälde von 1534 und 1537 sowie ein Skizzenbuch, welches er nachweislich in Italien verwendet hat. Vom Stil her besteht bei seinen sicheren Arbeiten kein prinzipieller Unterschied zu den Werken seines Vaters. In der Formenkenntnis war er ihm wohl etwas unterlegen und die Gestaltung wirkt etwas weicher, doch lassen die wenigen Werke, die man ihm zugewiesen hat, noch kein abschließendes Urteil zu. Eduard Flechsig hat im ersten (und einzig gebliebenen) Band seiner Cranachstudien im Jahr 1900 zahlreiche Werke aus dem Umfeld der Cranach-Werkstatt Hans Cranach zugeschrieben, er hat diese Zuschreibungen jedoch später widerrufen. Überraschenderweise änderte sich 1537, vielleicht mit dem Tod von Hans, auch die Signatur der Cranachwerkstatt geringfügig. Die bisher steil aufgerichteten Flügel der Schlange werden nun gestreckter und damit etwas horizontaler gestaltet. Damit wurde vermutlich auch gleichzeitig aufgezeigt, dass von nun an seinem jüngeren Bruder, Lucas Cranach der Jüngere, die Rolle des engsten Mitarbeiters des Vaters zufiel. Werke Linköping, Länsmuseet Östergötland: Adam und Eva. (zugeschrieben) um 1530–1532 Madrid, Fundación Colección Thyssen-Bornemisza: Bildnis eines bärtigen jungen Mannes. 1534 Madrid, Fundación Colección Thyssen-Bornemisza: Herkules und Omphale. 1537 Oslo, Nasjonalgalerie: Maria mit dem Kinde. (zugeschrieben) um 1534–1537 Oslo, Nasjonalgalerie: Porträt eines Mannes.[1] (Zeichnung, zugeschrieben) um 1520 Paris, Musée du Petit Palais: Bildnis einer jungen Frau. (zugeschrieben) um 1534 San Francisco, Museum of Fine Arts: Judith. (zugeschrieben) um 1537 | CRANACH, Hans (I47696)
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| 2439 | Er war der älteste Sohn von Pfalzgraf Aribo I. und der Adala von Bayern. Um 1020 erlangte er laut Fritz Posch[1] durch königliche Schenkung weite Teile der Oststeiermark. Diese war bis zur Lafnitz den Ungarn abgerungen worden, ging 1030 wieder verloren und wurde erst 1043 endgültig durch Heinrich III. für das Reich wiedergewonnen. In einem Tauschvertrag zwischen Erzbischof Dietmar II. von Salzburg und Pfalzgraf Hartwig aus der Zeit um 1025 gibt letzterer ein Eigengut an der Laßnitz gegen den Zehnten auf seinen Eigengütern in Straßgang. Hartwig war ein Gönner des Klosters Seeon und ist dort begraben. | (BAYERN) ; (BAYERN), Hartwig II. (I37416)
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| 2440 | Er war der älteste Sohn von Stefan von Pfalz-Simmern-Zweibrücken (1385–1459) und Anna von Veldenz (1390–1439). Nach dem Tod seines Großvaters Friedrichs III. von Veldenz am 16. September 1444 bekam Friedrich den veldenzischen Anteil an der Grafschaft Sponheim, den er von Kastellaun aus regierte und wurde 1458 von Kurfürst Friedrich I. von der Pfalz auch mit den pfälzischen Lehensstücken belehnt. Nach dem Tod seines Vaters am 14. Februar 1459 folgte er in Simmern. Sein Bruder Ludwig erhielt das Fürstentum Pfalz-Zweibrücken und die Grafschaft Veldenz. Friedrich gilt als der eigentliche Gründer der Linie Pfalz-Simmern und ist der Stammvater der Kurfürsten von der Pfalz ab 1559. Er baute die Simmerner Burg zu einem Schloss aus. Friedrich stand in den Kriegen des Kurfürsten Friedrich I. von der Pfalz stets auf dessen Seite. Friedrich wurde im Stift Ravengiersburg begraben. Es ist kein Grabmal erhalten. | (PFALZ-SIMMERN), Friedrich I. (I54316)
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| 2441 | Er war der älteste Sohn von Thiemo, Graf von Brehna, und der Ida von Northeim, einer Tochter des Herzogs Otto II. von Bayern.[1] Dedo heiratete Bertha von Groitzsch († 16. Juni 1144), Tochter des Wiprecht von Groitzsch.[2] Die Ehe war nicht glücklich und Dedo verstieß seine Ehefrau. Als Sühneleistungen verpflichtete er sich zu einer Pilgerreise nach Jerusalem und der Gründung eines Stifts.[3] Später nahm er auf Geheiß der Bischöfe seine Frau wieder auf. Dedo IV. gründete 1124 unter Nutzung seines Eigenkirchenrechts und unter Sicherung der Familiengrablegung mit den Augustinern das Kloster Petersberg bei Halle,[4] dessen Vogt er dann auch wurde. Die Fertigstellung der Gebäude überließ er seinem jüngeren Bruder Konrad, um sich auf die Pilgerreise ins Heilige Land zu begeben; auf der Rückreise erkrankte er schwer. Er schickte noch per Boten ein in Silber gefasstes Stück vom Kreuz Christi in die Heimat und starb. Diese Reliquie wurde für lange Zeit im Kloster Petersberg gezeigt; der Altar im Kloster besaß eine entsprechende Aussparung dafür. Dedo und Bertha hatten eine Tochter, Mathilde († 1152), die 1143 den Grafen Rapoto von Abenberg (1122–1172) heiratete.[5] Bertha schenkte nach Dedos Tod Dedo V., dem Sohn Konrads, die Grafschaft Groitzsch und die Vogten von der Reichsstadt Zwickaus, welche sie als Mitgabe ihres Vaters zur Hochzeit erhalten hatte.[5] Dedo V. hatte sie nach dem Tod ihres Mannes wie einen eigenen Sohn versorgt. | VON WETTIN, Dedo IV. (I40200)
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| 2442 | Er war der älteste Sohn von Wilhelm I. dem Eroberer, dem ersten normannischen König von England und Matilda von Flandern. Seine Herrschaft als Herzog ist durchzogen vom ständigen Zwist mit seinen Brüdern in England. Dies führte schließlich dazu, dass das Herzogtum der Normandie in den Besitz Englands überging. | (NORMANDIE), Robert II. (I40381)
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| 2443 | Er war der Bruder des späteren Kaisers Heinrichs II. († 1024) und der späteren ungarischen Königin Gisela, die mit König Stephan I. verheiratet war. Zwischen 1002 und 1005 hielt sich Brun(o) aufgrund eines Zerwürfnisses mit seinem Bruder Heinrich in Ungarn auf. Dort unterstützte er Stephan beim Aufbau seiner Administration. Heinrich rief seinen Bruder nach der Ablösung seines ersten Kanzlers Egilbert, des späteren Bischofs von Freising (1005–1039), zurück, machte ihn im Jahr 1005 zu seinem Kanzler und ernannte ihn im Folgejahr zum Bischof von Augsburg. Das Verhältnis zwischen beiden Brüdern war wechselhaft, zeitweise sehr gespannt. Brun(o) blieb allerdings auch nach dem Tod seines Bruders Heinrich deutscher Kanzler und Bischof von Augsburg. Nach dem Tod Heinrichs II. († 1024) waren die beiden Töchter Ottos II. und Theophanus – Sophia, Äbtissin von Essen und Gandersheim und Adelheid, Äbtissin von Quedlinburg – neben Brun(o) die letzten im Reich lebenden Ottonen. Da alle drei eine geistliche Laufbahn eingeschlagen hatten, konnten sie Heinrich II. nicht beerben. Entscheidend für den reibungslosen Dynastiewechsel von den Ottonen auf die Salier (bzw. die reibungslose Thronfolge Konrads II.) war die Parteinahme der letzten Ottonen für Konrad II. und gegen Konrad den Jüngeren, der ebenfalls ein Salier und Cousin Konrads II. war und von 1036 bis 1039 als Herzog von Kärnten amtierte. Brun(o) wurde im Jahr 1026 von Konrad II. mit der Erziehung und Ausbildung dessen Sohnes und Nachfolger Heinrich III. beauftragt. Dies bedeutete de facto die Übertragung der Regentschaft während des Italienfeldzuges Konrads II. (1026–1027). Zu Ostern 1027 war Brun(o) mit seinem Zögling Heinrich in Rom und nahm an der Kaiserkrönung Konrads II. teil. Ebenfalls 1027 nahm er an der Synode von Frankfurt teil. Das Verhältnis Brun(o)s zu Konrad war sehr gut, er galt als einer der wichtigsten Ratgeber des Saliers. | VON AUGSBURG, Bischof von Augsburg Bischof von Augsburg Bruno (I36240)
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| 2444 | Er war der dritte Sohn des Herzogs Otto I. von Kärnten, der jüngere Bruder Papst Gregors V. und der älteste der vier Söhne Ottos, der seinen Vater überlebte. Bei der Königswahl von 1002 war er einer der Kandidaten. Er wurde im Dom zu Worms begraben. | VON KÄRNTEN, Konrad I. (I40182)
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| 2445 | Er war der dritte Sohn von Carl Mayer von Rothschild, der den Bankzweig in Neapel (C. M. de Rothschild e figli) führte, und Adelheid geb. Herz. Adolphs Brüder und Cousins führten die Bank in Frankfurt am Main, während er 1856 weiter für das Geschäft in Neapel eingeteilt wurde. Er wurde Generalkonsul des Herzogs von Parma in Neapel und begann dort, Kunstwerke zu sammeln. 1860 zog Garibaldi in Neapel ein, weshalb er sich nach Gaeta zurückzog. Nach geschäftlichen Misserfolgen und der Aufgabe des Standorts Neapel wurde er 1865 aus der Familienpartnerschaft ausgezahlt. Adolph Carl heiratete Caroline Julie Anselme von Rothschild (1830–1907) aus dem Wiener Zweig der Familie am 16. Oktober 1850. Mit ihr bezog er 1858 das neue Schloss in Pregny am Genfer See. In Paris lebten sie an der rue de Monceau, wo sie auch eine ophthalmologische Stiftung einrichteten, nachdem er erfolgreich mehrere Augenoperationen hinter sich gebracht hatte. Das kinderlose Paar vererbte das Vermögen 1907 an Maurice de Rothschild. | VON ROTHSCHILD, Adolph Carl (I55636)
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| 2446 | Er war der erste Angelsachse, der sich als König von England bezeichnete (774). Am Ende seiner Regierungszeit herrschte er tatsächlich über ganz England südlich des Humber. Gegenüber Wales verhielt er sich defensiv und errichtete an der Grenze einen Schutzwall, Offa’s Dyke. Der Regierungsantritt Offas beendete eine Zeit der Thronwirren in Mercia, nachdem nach Æthelbalds Tod 757 zunächst Beornrad für kurze Zeit an die Macht gekommen war, den Offa aber 757 stürzte und vertrieb. Diese Schwächephase nutzte das Königreich Wessex, um sich aus der Oberherrschaft von Mercia zu lösen. Um für Mercia wieder eine Hegemonialstellung in England zu gewinnen, wandte sich Offa zunächst nach Südosten. In Kent gelang es ihm im Jahre 764, mit Heahberht einen ganz von ihm abhängigen König einzusetzen. Zu Beginn der 770er Jahre kam es im Südosten allerdings zu einer Erhebung gegen die Herrschaft Mercias, an der auch die Könige von Sussex teilnahmen. Letztere tauchen ab 772 nur noch mit dem Titel dux (Herzog) auf, sodass angenommen werden kann, dass sich Offa gegen sie durchsetzen konnte. Auch gegen Kent ging Offa militärisch vor und die Angelsächsische Chronik verzeichnet für das Jahr 776 eine Schlacht bei Otford, ohne den Sieger zu nennen. Da in den nächsten Jahren Kent aber offenbar eine gewisse Eigenständigkeit behalten konnte, kann Offa die Schlacht kaum für sich entschieden haben. Dennoch war die Vorherrschaft Offas in England mittlerweile weitgehend ohne ernsthaften Konkurrenten, sodass sich Offa im Jahr 774 als erster Monarch König von England (Rex Anglorum) nennen konnte. Diese gefestigte Machtstellung Offas erlaubte es ihm auch, nunmehr die Auseinandersetzung mit Wessex zu wagen. 779 besiegte er König Cynewulf von Wessex in der Schlacht von Bensington (Oxfordshire) und eroberte das Gebiet von Berkshire, das bereits früher zu Mercia gehört hatte, wieder zurück. Im Jahre 786 wurde Cynewulf getötet und Beorhtric wurde neuer König in Wessex; gegen ihn erhob Egbert Thronansprüche, doch stellte sich Offa auf die Seite von Beorhtric, dem er 789 seine Tochter Eadburh zur Frau gab. Auch die 786 von Offa in Mercia eingeführten Penny-Münzen wurden in Wessex verwendet. An der Grenze zwischen Mercia und Wessex war es offenbar relativ friedlich, sodass z. B. beim Bau einer Brücke in Oxford auf zusätzliche Befestigungen verzichtet wurde; dagegen wurden in Hereford an der walisischen Grenze neue Befestigungen errichtet. | VON MERCIEN, Offa (I37333)
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| 2447 | Er war der erste Sohn des Pfarrers Johann Gottlob Krafft († 1830) und dessen Ehefrau Sophie, geb. Strauß († 1815). Nach dem frühen Tod seiner Mutter übernahm sein Vater, der ein begeisterter Anhänger der Erweckungsbewegung war, die Erziehung. Sein Halbbruder wurde Wilhelm Ludwig. Nach ihres Vaters Tod setzte dessen zweite Ehefrau Louise die Erziehung fort. Ab 1824 erhielt er seine Gymnasialbildung am Progymnasium des sogenannten Carmeliter-Collegiums in Köln. Als er 1832 sein Theologiestudium in Erlangen begann, fand er Aufnahme im Hause seines Onkels väterlicherseits, Prof. Christian Krafft, dessen Vorlesungen ihn besonders beeindruckten. Infolge eines Studentenaufruhrs musste er Erlangen verlassen. Ab 1834 studierte er in Berlin, wo sein Onkel mütterlicherseits Friedrich Strauß der Universitätsrektor war. Dessen Vorlesungen, sowie die von August Neander, Ernst Wilhelm Hengstenberg und Henrich Steffens zogen ihn hier besonders an. Auf einer Ferienreise nach Prag erkrankte er. Er ging dann 1835 nach Bonn, wo Karl Immanuel Nitzsch und Karl Heinrich Sack seine Lehrer waren. Eine kleine Erbschaft ermögliche ihm noch Philologie zu studieren, welche ihm aber geistlos erschien. 1837 und 1838 legte er die theologischen Examina ab und war danach kurzzeitig Religionslehrer am Bonner Gymnasium. Ab 1839 wirkte er in verschiedenen Gemeinden als Pfarrer, zuerst in Flamersheim, von 1842 bis 1845 in Hückeswagen, von 1845 bis 1856 in Düsseldorf und zuletzt bis zu seiner Emeritierung 1885 in Elberfeld. Karl Johann Friedrich Wilhelm Krafft Besonders in Düsseldorf engagierte Krafft sich in der Inneren Mission, z. B. bei der Düsseltaler Rettungsanstalt sowie beim Kaiserswerther Diakonissenhaus. Daneben war er Mitglied im Vorstand der Rheinischen Mission. In der Revolution 1848/49 setzte er sich leidenschaftlich für das Recht des preußischen Königs ein. Amtlich veranlasst, aber auch aus eigenem Antrieb begann er in seiner Elberfelder Zeit, die Kirchengeschichte seiner Heimat aufzuarbeiten. Am 13. Juni 1863 gründete er zusammen mit dem Gymnasialdirektor Karl Wilhelm Bouterwek (1809–1868) den bis heute bestehenden Bergischen Geschichtsverein, der bald darauf seine Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins (ZBGV) herausgab. Sowohl hier als auch im Wochenblatt seiner Gemeinde publizierte er. Sein großes Verdienst besteht in einer ersten Aufarbeitung der rheinischen Reformationsgeschichte. | KRAFFT, Karl Johann Friedrich Wilhelm (I53435)
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| 2448 | Er war der jüngere Sohn des Grafen Adalbert II. von Calw und der Wiltrudis von Lothringen, einer Tochter des Herzogs Gottfried des Bärtigen. 1095 wurde er Vogt von Hirsau und trat seines Vaters Nachfolge in Calw an, als dieser sich 1094/95 ins Kloster zurückzog. Gottfried war zunächst ein Gefolgsmann des Kaisers Heinrich IV., jedoch ab 1105, dem Jahr des Thronstreits zwischen Heinrich IV. und seinem Sohn Heinrich V., einer der wichtigsten Helfer und Berater des letzteren. Gottfried von Calw nahm auf Heinrichs V. erstem Italienfeldzug 1111 an den Verhandlungen von San Maria in Turri und Ponte Mammolo teil, und später an den Verhandlungen in Mouzon 1119 sowie an denen zum Wormser Konkordat 1122, das er mit unterschrieb. Nach dem Tod des Pfalzgrafen Siegfried von Ballenstedt am 9. März 1113 in der Folge eines Überfalls kaiserlicher Parteigänger ist Gottfried bereits am 6. April 1113 als dessen Nachfolger belegt. Seine Ernennung führte bereits im Jahr darauf zu Auseinandersetzungen in Lothringen sowie mit dem Mainzer Erzbischof Adalbert I. von Saarbrücken und seinem Amtsbruder in Trier, Bruno von Lauffen. Heinrich V. machte Gottfried vor seinem zweiten Italienzug 1116 gemeinsam mit den Staufern Friedrich und Konrad von Schwaben zu einem seiner Stellvertreter in Deutschland, was Gottfried dazu nutzte, sich gegen Adalbert zu wenden. Der Tod Heinrichs V. 1125 und die Wahl Lothars III. zum neuen König schwächten Gottfrieds Stellung: die Pfalzgrafschaft wurde ihm zwar nicht entzogen, ihm wurde aber mit Wilhelm von Ballenstedt, dem Sohn Siegfrieds, der beim Tod seines Vaters noch minderjährig gewesen war, ein zweiter Pfalzgraf zur Seite gestellt, für den er von 1126 bis 1129 vormundschaftlich amtierte und an den er dann die Pfalzgrafschaft abgeben musste. | VON CALW, Gottfried (I16172)
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| 2449 | Er war der jüngere Sohn des Grafen Poppo (I.) im Saalgau und der Bruder des princeps militiae und dux Austrasiorum Heinrich, des Heerführers Kaiser Karls III. und damit einer der wichtigsten Angehörigen der Familie der älteren oder fränkischen Babenberger, die eine der wesentlichen Stützen Karls des Dicken war und damit im Gegensatz zu Karls Nachfolger Arnulf von Kärnten. 880 – nachdem sein Bruder Heinrich in den Dienst des Königs getreten war – wird er nach einem Sieg über die Sorben als comes et dux Sorabici limes erwähnt (Annales Fuldenses), als Graf und Herzog der Sorbenmark, als der er von Karl dem Dicken eingesetzt worden war. Er hatte sich mit dem Grafen Egino um die Herrschaft in Thüringen auseinanderzusetzen, einen Kampf, den er zwar verlor, was ihn aber – vermutlich aufgrund des Eingreifens Karls des Dicken, auf jeden Fall aber, weil Egino sich ab 885 als Graf im Badanachgau anderen Aufgaben widmete – nicht seine Stellung dort kostete. | VON THÜRINGEN, Poppo (I36826)
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| 2450 | Er war der jüngere Sohn des Pfalzgrafen Rudolf I. von Tübingen und der Mechthild von Gießen, Erbtochter von Graf Wilhelm von Gleiberg. Er war verheiratet mit einer Tochter des Markgrafen Heinrich aus dem Hause von Ronsberg und der Udilhild von Gammertingen. Die beiden hatten folgende Kinder: | VON TÜBINGEN, Rudolf II. (I37533)
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