Strauss Genealogie


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2301 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I56041)
 
2302 Emil 500,00

Bürgerbuch St. Gallen:
6. Emil Anton mit Ehefrau Joaquina Amalia Gomes, Sohn von Carl Heinrich Ferdinand Henking und 24, (S. 178 Bürgerbuch) Maria Aloisia Mackh
Kinder:
1875 Heinrich Nr. 16
1880 Ormeno Nr. 20
1883 Irma
1885 Alcaous 
HENKING, Emil Anton (I2025)
 
2303 Emil Dardier ist als Lithograph Konkurrenz von Jakob Laurenz Gsell-Schobinger, was in den Briefen von Susanne Schobinger erwähnung findet. Zitat aus "Die Lithographie in der Schweiz", p. 48 : 1835 nahm Tribelhorn die 1831 von dem Franzosen Michael Batholemey Dardier ( 1748 - 1835) gegründete Firma Othmar Hagmann auf. Die Firma Tribelhorn entwickelte sich zu einem bedeutenden Unternehmen ...
http://www.gsellfam.ch/index.php/familie_dardier.html 
DARDIER, Emil (I1029)
 
2304 Emil Lochner, Sohn von Johann Friedrich Lochner und Julie Friederika Erckens (Heirat am 14. August 1830), einer Schwester des Tuchfabrikanten Oskar Erckens, war verheiratet mit Leonie Haniel (1846–1911), Tochter des Rittergutbesitzers Max Haniel und seiner Frau Friederike, geb. Cockerill (1816–1854), Tochter des Stahlunternehmers James Cockerill. Sie hatten zwei Söhne: Max Lochner, Hippologe und Inhaber zahlreicher Patente und Erich Lochner, Automobilrennfahrer und Flugzeugkonstrukteur. Sein Neffe Rudolf Lochner war ein bedeutender Aachener Unternehmer.

Die Grabstätte von Julie Lochner befindet sich auf dem ehemaligen und unter Denkmalschutz stehenden evangelischen Friedhof an der Monheimsallee. Emil Lochner und seine Frau Leonie fanden ihre letzte Ruhestätte auf dem Westfriedhof I in Aachen.

Emil Lochner war Mitglied des Rates der Stadt Aachen von 1874 bis 1879 und von 1882 bis 1900 sowie von 1858 bis zu seinem Tode Mitglied des im Jahre 1805 gegründeten Club Aachener Casino. Er war darüber hinaus in einer Vielzahl weiterer gesellschaftlicher Einrichtungen tätig und förderte wie sein Vater die Musik (u. a. Mitbegründer des Instrumentalvereins in Aachen).

Am 25. April 1881 war Emil Lochner zusammen mit dem Bürgermeister Carl Eduard Dahmen, dem Geheimen Kommerzienrat Leopold Scheibler, dem Kommerzienrat Robert Kesselkaul, dem Justitiar Robert von Görschen sowie den Tuchfabrikanten Konrad Starz, Franz Carl Freiherr von Nellessen und anderen maßgeblich an der Entscheidung beteiligt, dass das heutige Einhard-Gymnasium in Aachen gebaut wurde. Dieses eröffnete am 1. Mai 1886.

Für seine zahlreichen beruflichen und gesellschaftlichen Verdienste wurde Emil Lochner mit dem Roten Adlerorden und dem preußischen Kronenorden jeweils der IV. Klasse ausgezeichnet. 
LOCHNER, Emil (I58883)
 
2305 Emil Pfeifer wurde als viertes Kind des Kaufmanns und Reeders Valentin Pfeifer (1763–1840) in Amsterdam geboren. Seine Mutter Maria Agnes geborene Weyll (1772–1856), war die Tochter des Kölner Schiffers Johann Christian Weyll (1724–1798) und seiner aus Mainz stammenden Frau Anna Katharina geborene Hofbauer, (1732–1819) PFEIFER, Emil (I52690)
 
2306 Emil von Grolman war der Sohn des Oberappellationsgerichtsrates Friedrich von Grolman und dessen Ehefrau Eleonore, geborene Seyler. Von Grolman, der evangelischer Konfession war, heiratete 1838 in Gießen Marie Elisabeth, geborene Walther (1811–1871).

Emil von Grolman studierte 1828 bis 1830 Rechtswissenschaften an der Universität Gießen und wurde 1834 Akzessist am Sekretariat des Hofgerichts in Gießen. 1836 wurde er Landgerichtsassessor in Schlitz und 1846 Hofgerichtsassessor in Darmstadt, wo er 1850 zum Hofgerichtsrat ernannt wurde. 1861 erfolgte die Beförderung zum Oberappellationsgerichts- und Kassationsgerichtsrat am Oberappellationsgericht Darmstadt.

Von 1851 bis 1856 und erneut 1856 bis 1862 gehörte er der Zweiten Kammer der Landstände an. Er wurde für den Wahlbezirk Oberhessen 16 bzw. 10/Nidda gewählt. 
GROLMANN, Friedrich Ludwig Franz Emil Georg Adolph (I44389)
 
2307 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I6890)
 
2308 Emma ist eine der wenigen Persönlichkeiten, deren Namen die ältere Geschichte Böhmens überliefert. Ihre Herkunft ist umstritten; sie könnte als fürstliche Braut aus Burgund, Angelsachsen oder aus Frankreich nach Böhmen gekommen sein. Bekannt geworden ist sie durch Münzen, die sie prägen ließ, und durch eine illustrierte Handschrift der Wenzelslegende, welche in ihrem Auftrag entstand. VON BÖHMEN, Emma \ Hemma (I37245)
 
2309 Emma wurde als Tochter von König Robert I. und dessen Gemahlin Beatrix von Vermandois geboren. Im Jahr 921 heiratete sie Herzog Rudolf von Burgund, der 923 seinem Schwiegervater als König des Westfrankenreichs folgte. Das Paar hatte nur einen Sohn Ludwig (* 934), der jedoch nur wenige Jahre lebte.

Emma ist die erste westfränkische Königin deren Krönung schriftlich dokumentiert wurde. Sie wurde nicht mit ihrem Mann gekrönt, sondern erst einige Monate nach ihm im Herbst 923 in der Kathedrale von Reims von dem Erzbischof von Reims. Ein Umstand denn die Chronisten ihrer Zeit für erwähnenswert hielten.

Emma starb noch im Jahr der Geburt ihres Sohnes Ludwig, nachdem sie ihrem Mann noch bei der Unterwerfung einer Revolte von Vasallen unterstützte. 
VON FRANKREICH, Emma (I39632)
 
2310 Emmerich am Rhein, gegründet um 700 von dem angelsächsischen Missionar Willibrord (* um 658 in Northumbria, später England; † 7. November 739 in Echternach) ist eine Hansestadt (Bezeichnung für die zwischen Mitte des 12. Jahrhunderts und Mitte des 17. Jahrhunderts bestehenden Vereinigungen hauptsächlich norddeutscher Kaufleute, deren Ziel die Sicherheit der Überfahrt und die Vertretung gemeinsamer wirtschaftlicher Interessen besonders im Ausland war.)
am rechten unteren Niederrhein im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Als mittlere kreisangehörige Stadt gehört sie zum Kreis Kleve im Regierungsbezirk Düsseldorf. Emmerich ist Mitglied der Euregio Rhein-Waal sowie der Rheinischen Hanse. 
GYPKENS, Anna Maria (I420)
 
2311 Emond von Engelsdorf stammte von der gleichnamigen Burg im heutigen Ortsteil Engelsdorf der Gemeinde Aldenhoven im Rheinland. Noch unmündig erbte er 1348 diese sowie die Burg Gripekoven. Gripekoven wurde als "Raubritterburg" 1354 geschleift.

1361 übergab Herzog WILHELM VON JÜLICH, Graf von Falkenburg-Montjoie, dem ENGELSDORFER die als Haus Berge auf der Inde bezeichnete Nothberger Burg mit Vorburgen und anderen Zubehör als Offenhaus mit Vorbehalt aller Herrlichkeit als Lehen. König Wenzel von Luxemburg verlieh von Engelsdorf 1384 die Erbkämmerwürde und macht ihn zum Herrn über Burg Reuland. Die Herren von Reuland behielten diese Würde bis zur Auflösung des Ancien Regimes (1795). Dazu erhielt er von Wenzel Hof und Meierei zu Hoffelt sowie die Dörfer Ober- und Niederbesslang.

Herzog WILHELM VON JÜLICH gab ihm am 1. August 1385 Schloss und Herrschaft Wildenburg zum Lehen.  
VON BINSFELD, Gertrud (I5044)
 
2312 empfing am 08.03.1555 vom König Ferdinand I einen erbländischen Oest. Wappenbrief ohne Lehenartikel. Er war 1582 - 1603 des Rats in Konstanz (von den Kaufleuten) und vergabte 1591 der Raite.
--> erbländischen Oest. Wappenbrief vom König Ferdinand I ‎8 Mrz 1555 in Konstanz, Konstanz, Württemberg, DEU
--> Ratsherr ‎von: 1582 an 1603 in Konstanz, Konstanz, Württemberg, DEU
--> Vergabung an Raite ‎1591 in Konstanz, Konstanz, Württemberg, DEU 
MORELL, Johannes (I31626)
 
2313 Engelbert II., der spätere Herzog von Kärnten, stattete bereits früh seine Söhne, welche nicht den geistlichen Weg gegangen waren, mit Gütern aus seinem Besitz aus. Ulrich I. wurde nach Verzicht Engelberts Herzog von Kärnten, Engelbert III. wurde Markgraf von Istrien und Graf von Kraiburg-Marquartstein und sein jüngster Sohn Rapoto erhielt Güter in der Nähe von Passau und im Rottachgau, welches einst Besitzungen mütterlicherseits waren. Rapoto wurde nach seinem Großonkel, Pfalzgraf Rapoto V. von Bayern, dem Bruder seines Großvaters Ulrich des Vielreichen von Passau benannt. Als sich Rapoto um das Jahr 1120 zu seinen neuen Besitzungen begab, waren diese weit zerstreut und eher unbedeutend. Dennoch lagen sie westlich wie ein Keil zwischen dem Kernland, den Lehen und weiteren Besitzungen an der Rott und Isar der Grafen von Vornbach. Ein Konflikt zeichnete sich somit zwangsläufig ab. Zu diesem Zeitpunkt ahnte niemand, zu welcher Machtfülle Rapoto sein Geschlecht noch führen würde. Über Konflikte zwischen den beiden Geschlechtern ist nichts bekannt, da es im niederbayerischen Raum zu jener Zeit keinen Geschichtsschreiber gab. Lediglich Otto von Freising erwähnt ständige Auseinandersetzungen und Fehden im niederbayerischen Raum.

Die belasteten Beziehungen der Geschlechter lassen sich allerdings auch an den Gefolgsleuten der jeweiligen Parteien erkennen, da diese nur die jeweiligen Hausklöster des eigenen Herrschergeschlechtes bestifteten und sich voneinander abschotteten. Ebenso weigerten sich die Mönche, die aus dem Vornbacher Herrschaftsraum stammten, Rapoto mit dem Grafentitel zu benennen.

Rapoto I. gelang es, seine Besitzungen und seine Passauer Lehen bis zum Jahr 1130 zwar zu erhalten, jedoch schaffte er es nicht diese zu erweitern. Um das Jahr 1120 errichtete er die Burg Ortenberg. Bereits 1134 nannte er sich Graf von Ortenberg (Ortenberg ist der alte Name von Ortenburg).

Der Konflikt mit den Vornbachern nahm im Jahre 1145 die erste Wendung, als mit Dietrich von Vichtenstein eine Linie des Hauses Vornbach ausstarb. Das Erbe fiel zwar an Hallgraf Engelbert von Wasserburg, jedoch die bischöflichen Lehen und Vogteirechte über St. Nikolaus, damals noch vor den Toren Passaus, erhielt Rapoto von Bischof Reginbert von Hagenau zugesprochen.

Im Jahre 1158 verstarb der letzte Graf von Neuburg und Pitten, Ekbert III., bei einer Schlacht vor Mailand. Mit ihm starb das einst mächtige Grafengeschlecht der Vornbacher aus. Die Vogteirechte des Passauer Domkapitels und niederbayerische Teile des Besitzes der Passauer Bischofskirche fielen dabei erneut an Rapoto I. Dieser schaffte es somit den Einflussbereich und die Position des jungen Ortenberger Grafengeschlechtes weiter zu fördern. In den Folgejahren sollte Rapoto gemeinsam mit seinen Söhnen den Besitz weiter vermehren und langsam den Besitz der Vornbacher übernehmen.

Die Grafen von Andechs, die Haupterben der Vornbacher, wehrten sich zu Beginn nicht gegen die Bestrebungen aus Ortenberg. Sie konzentrierten sich vielmehr auf ihre oberbayerischen Besitzungen. Zu Konflikten kam es erst Ende des 12. Jahrhunderts, welche Rapoto selbst nicht mehr erlebte.

Im Jahre 1163 heiratete Rapoto die Gräfin Elisabeth von Sulzbach. Durch den Tod seines Bruders Markgraf Engelbert III. von Istrien profitierte er beträchtlich. Zwar ging die Markgrafschaft Istrien dem Hause Spanheim und Ortenburg verloren, doch Rapoto sicherte sich die reiche Grafschaft Kraiburg seines Bruders samt Besitzungen im Chiemgau. So erstreckte sich Rapotos Besitz bald vom Brixner Tal in Tirol bis hinauf in den Böhmerwald.

Gemeinsam mit seinen Brüdern, Herzog Ulrich I. von Kärnten, Markgraf Engelbert III. von Istrien und Bischof Hartwig II. von Regensburg, war Rapoto I. mehrfach im Dienste des Königs Konrad III. sowie des Kaisers Friedrich Barbarossa und des Reiches auf Reichs- und Landtagen zu finden. Ebenso stand er jahrelang mehrfach den bayrischen Herzögen Leopold IV. von Babenberg und Heinrich XII. von Bayern, Herzog Heinrich Jasomirgott von Bayern, dem späteren Herzog von Österreich, und Herzog Otto I. von Wittelsbach zur Seite.

Rapotos außergewöhnliche Stellung im Heiligen Römischen Reich lässt sich 1184 auf dem Reichstag von Mainz erkennen: Dort erhalten seine beiden Söhne, Rapoto II. und Heinrich I., bei einem großen Fest zusammen mit den Söhnen des Kaisers den Ritterschlag.

In Kraiburg am Inn ist heute die Graf-Rapoto-Straße nach ihm, seinem Sohn Rapoto II. und seinem Enkel Rapoto III. benannt[1]. 
VON ORTENBURG, Rapoto I. (I51521)
 
2314 Engelbert II., der spätere Herzog von Kärnten, stattete bereits früh seine Söhne, welche nicht den geistlichen Weg gegangen waren, mit Gütern aus seinem Besitz aus. Ulrich I. wurde nach Verzicht Engelberts Herzog von Kärnten, Engelbert III. wurde Markgraf von Istrien und Graf von Kraiburg-Marquartstein und sein jüngster Sohn Rapoto erhielt Güter in der Nähe von Passau und im Rottachgau, welches einst Besitzungen mütterlicherseits waren. Rapoto wurde nach seinem Großonkel, Pfalzgraf Rapoto V. von Bayern, dem Bruder seines Großvaters Ulrich des Vielreichen von Passau benannt. Als sich Rapoto um das Jahr 1120 zu seinen neuen Besitzungen begab, waren diese weit zerstreut und eher unbedeutend. Dennoch lagen sie westlich wie ein Keil zwischen dem Kernland, den Lehen und weiteren Besitzungen an der Rott und Isar der Grafen von Vornbach. Ein Konflikt zeichnete sich somit zwangsläufig ab. Zu diesem Zeitpunkt ahnte niemand, zu welcher Machtfülle Rapoto sein Geschlecht noch führen würde. Über Konflikte zwischen den beiden Geschlechtern ist nichts bekannt, da es im niederbayerischen Raum zu jener Zeit keinen Geschichtsschreiber gab. Lediglich Otto von Freising erwähnt ständige Auseinandersetzungen und Fehden im niederbayerischen Raum.

Die belasteten Beziehungen der Geschlechter lassen sich allerdings auch an den Gefolgsleuten der jeweiligen Parteien erkennen, da diese nur die jeweiligen Hausklöster des eigenen Herrschergeschlechtes bestifteten und sich voneinander abschotteten. Ebenso weigerten sich die Mönche, die aus dem Vornbacher Herrschaftsraum stammten, Rapoto mit dem Grafentitel zu benennen.

Rapoto I. gelang es, seine Besitzungen und seine Passauer Lehen bis zum Jahr 1130 zwar zu erhalten, jedoch schaffte er es nicht diese zu erweitern. Um das Jahr 1120 errichtete er die Burg Ortenberg. Bereits 1134 nannte er sich Graf von Ortenberg (Ortenberg ist der alte Name von Ortenburg).

Der Konflikt mit den Vornbachern nahm im Jahre 1145 die erste Wendung, als mit Dietrich von Vichtenstein eine Linie des Hauses Vornbach ausstarb. Das Erbe fiel zwar an Hallgraf Engelbert von Wasserburg, jedoch die bischöflichen Lehen und Vogteirechte über St. Nikolaus, damals noch vor den Toren Passaus, erhielt Rapoto von Bischof Reginbert von Hagenau zugesprochen.

Im Jahre 1158 verstarb der letzte Graf von Neuburg und Pitten, Ekbert III., bei einer Schlacht vor Mailand. Mit ihm starb das einst mächtige Grafengeschlecht der Vornbacher aus. Die Vogteirechte des Passauer Domkapitels und niederbayerische Teile des Besitzes der Passauer Bischofskirche fielen dabei erneut an Rapoto I. Dieser schaffte es somit den Einflussbereich und die Position des jungen Ortenberger Grafengeschlechtes weiter zu fördern. In den Folgejahren sollte Rapoto gemeinsam mit seinen Söhnen den Besitz weiter vermehren und langsam den Besitz der Vornbacher übernehmen.

Die Grafen von Andechs, die Haupterben der Vornbacher, wehrten sich zu Beginn nicht gegen die Bestrebungen aus Ortenberg. Sie konzentrierten sich vielmehr auf ihre oberbayerischen Besitzungen. Zu Konflikten kam es erst Ende des 12. Jahrhunderts, welche Rapoto selbst nicht mehr erlebte.

Im Jahre 1163 heiratete Rapoto die Gräfin Elisabeth von Sulzbach. Durch den Tod seines Bruders Markgraf Engelbert III. von Istrien profitierte er beträchtlich. Zwar ging die Markgrafschaft Istrien dem Hause Spanheim und Ortenburg verloren, doch Rapoto sicherte sich die reiche Grafschaft Kraiburg seines Bruders samt Besitzungen im Chiemgau. So erstreckte sich Rapotos Besitz bald vom Brixner Tal in Tirol bis hinauf in den Böhmerwald.

Gemeinsam mit seinen Brüdern, Herzog Ulrich I. von Kärnten, Markgraf Engelbert III. von Istrien und Bischof Hartwig II. von Regensburg, war Rapoto I. mehrfach im Dienste des Königs Konrad III. sowie des Kaisers Friedrich Barbarossa und des Reiches auf Reichs- und Landtagen zu finden. Ebenso stand er jahrelang mehrfach den bayrischen Herzögen Leopold IV. von Babenberg und Heinrich XII. von Bayern, Herzog Heinrich Jasomirgott von Bayern, dem späteren Herzog von Österreich, und Herzog Otto I. von Wittelsbach zur Seite.

Rapotos außergewöhnliche Stellung im Heiligen Römischen Reich lässt sich 1184 auf dem Reichstag von Mainz erkennen: Dort erhalten seine beiden Söhne, Rapoto II. und Heinrich I., bei einem großen Fest zusammen mit den Söhnen des Kaisers den Ritterschlag.

In Kraiburg am Inn ist heute die Graf-Rapoto-Straße nach ihm, seinem Sohn Rapoto II. und seinem Enkel Rapoto III. benannt[1]. 
(ORTENBURG), Rapoto I. (I58329)
 
2315 Engelbert war ein Sohn von Adolf II. von Berg aus dem Dynastengeschlecht Berg und dessen zweiter Ehefrau Irmgard von Schwarzenburg. Als Adolf II. im Jahr 1160 als Mönch in das Kloster Altenberg ging, teilte dieser die Grafschaft zwischen seinen zwei Söhnen Engelbert und Eberhard auf. Letzterer war der Ältere der beiden und erhielt die westfälischen Gebiete mit der Burg Altena, der späteren Grafschaft Mark. Engelbert dagegen empfing die rheinischen Gebiete mit Schloss Burg, die Grafschaft Berg. Urkundlich nachweisbar als Graf von Berg ist Engelbert ab 1165.

Spätestens 1175 heiratete Engelbert Magarethe, Tochter des Heinrich I. von Geldern, und hatte mit ihr folgende Kinder:[1]

Adolf (* spätestens 1175, † 7. August 1218 während des Fünften Kreuzzugs bei Damiette/Ägypten), von 1189 bis 1218 Graf von Berg
Engelbert (* 8. November 1185, † 7. November 1225 bei Gevelsberg), nach diversen Propst-Positionen von 1216 bis 1225 Erzbischof von Köln
eine namentlich nicht bekannte Tochter (möglicherweise namens Gisela), die 1225 als Nonne im Kloster Oelinghausen bei Arnsberg nachweisbar ist.
Durch seine Treue zu Kaiser Friedrich Barbarossa und den Kölner Erzbischöfen gelang es ihm, die Grafschaft zu stabilisieren und die Einnahmen zu vergrößern. Er erweiterte seine Besitzungen um die Burgen Bensberg, Neu-Windeck und Elberfeld. Wohl im Frühjahr 1189 erhielt Engelbert vom Edelherrn Arnold von Teveren dessen gesamten rechtsrheinischen Besitz zu Holthausen, Düsseldorf, Buscherhof, Eickenberg bei Millrath, Monheim, Himmelgeist, am Rheinufer nahe Holthausen und an der Anger für 100 Mark als Pfand.[2] Das Pfand wurde nie eingelöst. Damit gelang Engelbert eine deutliche Abrundung der Grafschaft Berg im Norden. Kurz darauf brach er im Mai 1189 im Heer Kaiser Barbarossas zum Dritten Kreuzzug auf. Die Reise führte sie die Donau entlang über den Balkan. Bereits Anfang Juli 1189 starb Engelbert bei Kubin in Serbien, nahe der damaligen ungarisch-byzantinischen Grenze.[3] Er war nach seinem Bruder Adolf der Zweite der Familie, der auf einem Kreuzzug starb. Mit dem Tod von Engelberts Söhnen Graf Adolf III., der 1218 auf dem Fünften Kreuzzug fiel, und Engelbert, der als Engelbert I. Erzbischof von Köln war und 1225 bei einem Überfall bei Gevelsberg getötet wurde, starb seine Familie im Mannesstamm aus. 
(BERG), Engelbert (I52310)
 
2316 Engelbert wird im Mai 1132 erstmals als Graf von Eberstein (Kärnten) erwähnt. Ca. 1137 erschien er als Vogt der Benediktinerabtei Millstatt. Er war Vogt der Kirche von Aquileia und nach einer Urkunde von ca. 1146–1161 auch Vogt des dortigen Benediktinerinnenklosters S. Maria. Seine Ehefrau war Adelheid von (Dachau)-Valley, Tochter von Graf Otto I. von Dachau-Valley, einer Seitenlinie der Grafen von Scheyern-Wittelsbach. Adelheid wird um 1157 und ca. Anfang 1177 urkundlich erwähnt, die Zugehörigkeit zum Hause Valley ist nur durch Chroniken überliefert. Das Ehepaar hatte zwei Söhne, Meinhard II. und Engelbert III. von Görz. Nach dem Tod seines Vaters Meinhard I. ca. 1142 regierte er zusammen mit seinem Bruder Graf Heinrich I. von Görz, wobei dieser mehr im Süden des Herrschaftsbereichs tätig war. Nach Heinrichs Tod (Okt. 1148/49) führte er die Herrschaft alleine weiter. Dabei missbrauchte er offensichtlich grob sein Vogtamt gegenüber der Kirche von Aquileia unter Patriarch Pilgrim. Es wird von Raubzügen und Verwüstungen im Bereich des Patriarchats berichtet. Bei einem vom Patriarchen angesetzten Rechtstag zu diesen Übergriffen wurde er von Engelbert überfallen und festgesetzt. Angesichts solcher Dreistigkeit griffen nun umliegende Edle und Grafen ein und wiesen den Görzer in die Schranken. Im Vertrag von Ramuscello vom 21. April 1150 musste Engelbert umfangreichen Schadenersatz ans Patriarchat leisten, weitere Hinterlassenschaften für den Fall des Todes ohne Erben zugestehen und dem Patriarchen den Treueid schwören. Sicher lebend erscheint Graf Engelbert II. letztmals am 5. September 1186, evtl. noch zusammen mit seinem Sohn Meinhard II. 1188 in einer Urkunde des Patriarchen von Aquileia. Er starb ca. 1189, nach Einträgen in mehreren Totenbüchern ca. 13./16. Januar. Die beiden Söhne führten die Herrschaft nach seinem Tod weiter. Graf Engelbert II. von Görz wird irrtümlich manchmal als Pfalzgraf betitelt. So sind auch die Urkundenregesten zu Engelbert II. bei Wiesflecker mit (Pfalz-)Graf überschrieben. Dies ist auf eine nicht datierte Notiz im Traditionscodex der Abtei Michaelbeuren zurückzuführen, die auf eine nichteheliche Tochter von palatinus comes Engelbertus mit einer Konkubine hinweist und von Willibald Hauthaler im Salzburger Urkundenbuch auf ca. 1145 datiert wurde. Die Notiz beinhaltet allerdings zwei zeitlich erheblich auseinanderliegende Rechtshandlungen, und die uneheliche Tochter ist mit größter Wahrscheinlichkeit Pfalzgraf Engelbert I. zuzuweisen. Es wäre auch ungewöhnlich, wenn Graf Engelbert II. von Görz, der von 1132 bis ca. 1189 urkundet, isoliert in einer einzigen Quelle um 1145 plötzlich als Pfalzgraf erschiene.

Die Meinhardiner, auch Görzer oder Grafen von Görz genannt, waren eine Herrscherdynastie von ursprünglich bairischer Abstammung, die ihre Machtbasis zunächst in Görz und danach in Tirol hatte. Im Mittelalter gehörten die Meinhardiner zu den bedeutendsten Adelshäusern des südlichen Alpenraumes. 
(GÖRZ), Engelbert II. (I40721)
 
2317 Engelbert wurde zwischen dem 8. November 1185 und dem 7. November 1186 als Sohn des Grafen Engelbert I. von Berg aus dem Dynastengeschlecht Berg und dessen zweiter Frau Margarete von Geldern auf Schloss Burg geboren. Engelberts älterer Bruder Adolf III. von Berg übernahm nach dem Tod des Vaters 1189 die Grafschaft Berg.

Ab 1198 ist Engelbert als Propst von St. Georg in Köln belegt. Von 1199 bis 1216 war er Dompropst zu Köln. Auf Drängen seines Vetters, des Kölner Erzbischofs Adolf I., gewählt, kam es zu einer Doppelwahl. Mit seinem Konkurrenten, dem späteren Erzbischof Dietrich I. von Hengebach, prozessierte er nun vier Jahre vor der Kurie und reiste hierfür auch zweimal nach Rom. Schließlich kassierte der Papst beide Wahlen und ordnete eine Neuwahl an, aus welcher Engelbert als einhellig Gewählter hervorging. Als Dompropst vertrat er die Partei seines Onkels, des später abgesetzten Erzbischofs Adolf I. von Altena, dem er auch Güter des Kölner Domstifts zuschanzte. 1203 wurde er zum Bischof von Münster gewählt, lehnte das Amt allerdings ab, weil er nicht das erforderliche Alter von 30 Jahren besaß. 1206 wurde er wegen Unterstützung der prostaufischen Position Erzbischof Adolfs und wegen der von ihm begangenen Verwüstungen im Erzbistum Köln von Papst Innozenz III. gebannt, exkommuniziert und als Dompropst abgesetzt, 1208 aber begnadigt. Letztlich blieb Engelbert ein realistischer Politiker und kam zu einem guten Einvernehmen mit den Gegnern seines Onkels. Seit 1210 auch Propst von St. Severin zu Köln, verhielt er sich in den kommenden Jahren politisch neutral und legte sich während des deutschen Thronstreits weder auf die staufische noch auf die welfische Seite fest. Im Jahr 1212 nahm er gemeinsam mit seinem Bruder Graf Adolf von Berg für 60 Tage am Albigenserkreuzzug teil.

Seine ausgewogene Politik ermöglichte ihm schließlich am 29. Februar 1216 die Wahl zum Erzbischof von Köln, wofür man zuvor wohl die Zustimmung des Papstes wie auch die des Königs Friedrich II. eingeholt hatte. 1217 wurde er durch den Erzbischof Dietrich von Trier zum Bischof geweiht. Die Bischöfe von Münster, Lüttich und Osnabrück fungierten als Mitkonsekratoren. Papst Honorius III. übersandte Engelbert 1218 das erzbischöfliche Pallium, nachdem er zuvor die dem Domkapitel zugefügten Schäden beglichen hatte.

1218 kam Engelberts Bruder Adolf III. von Berg ohne männlichen Nachkommen auf dem Kreuzzug in Ägypten zu Tode. Herzog Walram IV. von Limburg hielt sich in der Grafschaft Berg für erbberechtigt, da sein Sohn Heinrich (später Herzog Heinrich IV. von Limburg) mit Irmgard von Berg, der einzigen Tochter Adolfs, verheiratet war. Obwohl die Tochter seines Bruders nach damaligem Recht erbberechtigt war, beanspruchte Engelbert die Erbschaft seines Bruders für sich. Der Nachfolgestreit wurde nicht in einem gerichtlichen Verfahren, sondern mit Gewalt durch zwei Fehden entschieden. Der Herzog von Limburg verbündete sich mit dem Herzog von Kleve; Engelbert wiederum ging 1217 ein Bündnis mit Brabant ein. Engelbert setzte sich militärisch durch und sein Kontrahent sah sich im Jahr 1220 gezwungen, Frieden zu schließen. Engelbert gestand Walram III. von Limburg als Abfindung eine Jahresrente zu, die gezahlt werden sollte, solange Engelbert die Grafschaft Berg verwaltete. Nach dem Tod des Erzbischofs fiel die Grafschaft Berg an Heinrich von Limburg.

Engelbert stand in enger Verbindung zu Kaiser Friedrich II. 1220 wurde er von diesem zum Reichsprovisor (Reichsverweser) und Vormund des Sohnes Heinrich ernannt, den Engelbert im Jahr 1222 in Aachen zum König krönte. Engelbert bekleidete diese Ämter bis zu seinem Tod und war damit die politisch einflussreichste Person des Reiches. Dies bestätigt auch die 1220 erlassene Confoederatio cum principibus ecclesiasticis, eine Vereinbarung Friedrichs mit den geistlichen Reichsfürsten, an deren Abfassung Engelbert als „Gubernator Regni Teutonici“ federführenden Anteil hatte. Durch sie gingen fast alle früher dem König vorbehaltenen Rechte (Regalien) wie etwa das Markt-, Münz- oder Befestigungsrecht auf die hier erstmals als „Landesherren“ bezeichneten geistlichen Fürsten über. Engelbert war damit wie schon sein Onkel und Amtsvorgänger Adolf I. von Altena an der fortschreitenden Ausprägung sowohl des kurfürstlichen Wahl-Königtums wie auch der territorialen Landesherrschaften in Deutschland maßgeblich beteiligt.

Engelberts Anteil am Landesausbau kommt durch die Rechtsbewidmung bzw. Stadtrechtsverleihung für mindestens 11, wahrscheinlich 13 Stadtburgen zum Ausdruck, darunter Wipperfürth, Attendorn, Brilon, Siegen, Werl und Herford. Er gilt als eigentlicher Begründer des erzkölnischen Territoriums zwischen Maas und Weser (Herzogtum Westfalen).

Ermordung Engelberts
Am 7. November 1225 wurde Engelbert auf der Rückreise von Soest nach Köln über Schwelm, wo er die Kirche weihen wollte, in einem Hohlweg im heutigen Gevelsberg von einer Gruppe Bewaffneter unter Führung seines Verwandten Graf Friedrich von Isenberg überfallen und von dessen Ministerialen erschlagen. Die Rolle Friedrichs, der in seiner Eigenschaft als Burgherr der Isenburg auch als der Isenburger bezeichnet wird, ist schon in zeitgenössischen Berichten ambivalent geschildert: Einerseits feuert er seine Leute im Kampf gegen den sich heftig wehrenden, 1,80 Meter großen Bischof an, dessen Begleiter fast alle geflüchtet waren; andererseits beklagt er dessen Tod als großes Unglück und verhindert die Enthauptung der Leiche. Die Geschichtswissenschaft geht heute davon aus, dass Engelberts Tod nicht geplant war, sondern dass er den Gepflogenheiten der Zeit entsprechend entführt und gefangengesetzt werden sollte.[1]

Als Drahtzieher des Überfalls werden Walram IV. von Limburg und andere Grafen vermutet, die in Opposition zu Engelberts Territorial- und Entvogtungspolitik standen. Ein Hinweis auf die Beteiligung Walrams ist die Einnahme einer erzbischöflichen Burg durch ein limburgisches Heer zwei Tage nach Engelberts Tod, für deren Planung und Vorbereitung deutlich mehr als zwei Tage erforderlich gewesen sein dürften. Viele Hochadelige in Westfalen und im Rheinland sahen ihre Position durch Engelbert gefährdet, der das kölnische Territorium ausbauen wollte und deshalb u. a. Anspruch auf lukrative Vogteien erhob, die bis dahin unter ihrer Kontrolle standen, ihre Einkünfte sicherten und oft auch die Basis eigener Territorialbildungsbestrebungen örtlicher Grafen waren. Auch die Einwohner der Stadt Soest nutzten die Gelegenheit und entfestigten unmittelbar nach Engelberts Ermordung die bischöfliche Zwingburg im Stadtgebiet, das Palatium.

Der Versuch seines noch in der Nacht zum Tatort zurückgekehrten Gefolges, Engelberts Leiche in Schwelm aufbahren zu lassen, scheiterte an der Weigerung der dortigen Kleriker. Auch der Versuch, ihn auf den Bergischen Stammsitz Engelberts, das heutige Schloss Burg zu bringen, soll gescheitert sein, da dem Leichenzug angeblich der Zutritt verwehrt wurde. Sein Leichnam wurde schließlich nach Altenberg zu den dort von den bergischen Grafen angesiedelten Zisterziensermönchen gebracht, im Kloster gewaschen und für die Bestattung vorbereitet. Vier Tage nach Engelberts Tod kam der Zug mit seinen sterblichen Überresten in Köln an. Das durch Kochen von den Knochen gelöste Fleisch wurde im Turm des alten Doms zu Köln bestattet, während sein Herz im Altenberger Dom verblieb. Die Knochen wurden nach mittelalterlichem Rechtsbrauch zur Klageerhebung benötigt und deshalb in einen Schrein gelegt, um sie vorzeigen zu können.

Am 14. November 1226 wurde Friedrich von Isenberg nach seiner Rückkehr von einer Rom-Reise, wo er offenbar erfolgreich[2] versucht hatte, den Papst von seiner Unschuld zu überzeugen, in Lüttich ergriffen. Er wurde von dem Grafen von Geldern ausgeliefert und anschließend in Köln gerädert. Seine Besitzungen Nienbrügge, Befestigungsanlagen um die Siedlung, Burg und Brücke sowie die Burg Isenberg bei Hattingen wurden durch den Grafen Adolf I. von der Mark geschleift. Die Bürger von Nienbrügge wurden von Adolf zwischen Lippe und Ahse auf dem „Ham“ angesiedelt, wo er am Aschermittwoch 1226 die Stadt Hamm gründete.

Mit Engelberts gewaltsamem Tod endete auch die von ihm im Jahre 1218 begonnene Umbauphase von Schloss Burg an der Wupper, wo ihm zu Ehren 1929 ein Reiterstandbild des Bildhauers Paul Wynand errichtet wurde. Im Rittersaal der Burg ist seine Ermordung auf einem Wandgemälde von Claus Meyer (1856–1919) entsprechend der von Caesarius von Heisterbach verfassten hagiographischen Schilderung dargestellt.

Walther von der Vogelweide, im Dienste Kaiser Friedrichs II., dichtete im so genannten Engelbrechtston:

wes leben ich lobe, des tot den wil ich iemer klagen
so wê im der den werden fûrsten habe erslagen von Kôlne
owe des duz in diu erde mac getragen!
i ne kan im nach siner schulde keine marter vinden:
im wære alze senfte ein eichîn wit umb sînen kragen.
in wil sin ouch niht brennen noch zerliden noch schinden
noch mit dem rade zerbrechen noch ouch dar uf binden:
ich warte allez ob diu helle in lebende welle slinden.
Wes' Leben ich lobe, dessen Tod will ich immer beklagen
So wehe ihm, der den edlen Fürsten von Köln erschlagen hat!
Wehe darüber, dass die Erde ihn noch tragen mag!
Ich kann, gemessen an seiner Schuld, keine passende Marter finden:
Für ihn wäre allzu sanft eine Schlinge aus Eichenseil anzulegen um seinen Hals.
Ihn auch nicht verbrennen, weder an Gliedern zerstückeln noch ihm die Haut abziehen,
weder mit dem Rade zerbrechen noch ihn darauf binden:
Ich warte bloß darauf, ob die Hölle ihn nicht bei lebendigem Leibe verschlingen will.
Ruhestätte und Verehrung
Seine Gebeine werden heute in einem barocken Schrein, den Erzbischof Ferdinand von Bayern fertigen ließ, in der Schatzkammer des Kölner Doms aufbewahrt. Der Goldschmied Conrad Duisbergh schuf ihn in den Jahren 1630 bis 1633. Das separat bestattete „Herz des Heiligen“ wird heute als Reliquie in einem modernen Reliquiar im Altenberger Dom aufbewahrt und gezeigt. Fingerreliquien befinden sich in der katholischen Pfarrkirche St. Engelbert in Solingen-Mitte, der Kirche St. Martinus in Solingen-Burg und in der Währinger Pfarrkirche in Wien.[3][4][5] Auch ein Stück einer Rippe befindet sich in Währing.[6] Ein Teil des Unterarmes wird in der früheren St.-Engelbert-Pfarrgemeinde in Gevelsberg aufbewahrt. Im Domschatz zu Essen ist ein Engelbert-Reliquiar erhalten, das dem Essener Damenstift gehörte. Obwohl er nie formal kanonisiert wurde, wird Engelbert in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt und ist im Martyrologium Romanum verzeichnet, dem offiziellen Verzeichnis der Seligen und Heiligen der katholischen Kirche.[7] Sein Gedenktag ist der 7. November. Sein Nachfolger Heinrich von Müllenark beauftragte den Mönch Caesarius von Heisterbach, eine Hagiographie zu verfassen, wahrscheinlich um die Heiligsprechung vorzubereiten.[8] Nicht zuletzt durch die von Caesarius verbreiteten Wundergeschichten wurde am Ort der Tat das Kloster Gevelsberg gegründet. Dieses wurde ein Zentrum der Verehrung Engelberts.

Eine Gedenktafel für ihn fand Aufnahme in die Walhalla bei Regensburg. Im Rahmen der Neukonzeption des Skulpturenprogramms des Kölner Rathausturms in den 1980er Jahren wurde Engelbert von Köln durch eine Figur von Titus Reinarz im vierten Obergeschoss auf der Westseite des Turmes geehrt.[9]

Gerichtsmedizinische Untersuchung 1978
Gerichtsmediziner untersuchten im Jahr 1978 seine Gebeine und konnten fast 50 Verletzungen durch Hiebe und Stiche unterschiedlicher Waffen millimetergenau nachweisen. Die hohe Zahl der tiefen Verletzungen wird als Zeichen heftiger Gegenwehr Engelberts und panischer Reaktion der Angreifer interpretiert, da bereits wenige dieser Hiebe sicher tödlich gewesen sind. Seine Körpergröße betrug 1,80 m. 
VON KÖLN, Engelbert I. (I52320)
 
2318 Enguerrand heiratete Adelheid († 1081/84), eine Tochter des Normannenherzogs Robert I. des Prächtigen. Dafür wurde er im Oktober 1049 auf dem Konzil zu Reims wegen einer zu nahen Verwandtenehe exkommuniziert, denn seine Schwester war bereits mit Graf Wilhelm von Arques verheiratet, der wiederum ein Onkel seiner Frau war.[1] Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor:

Adélaide, 1098 bezeugt
Hélissende; ⚭ vor 1091 mit Graf Hugo II. von Saint-Pol
Nach dem Tod seines Vaters im November 1052 übernahm Enguerrand das Ponthieu. Im Bunde mit König Heinrich I. von Frankreich schloss er sich dem Aufstand des Wilhelm von Arques gegen seinen Schwager, Herzog Wilhelm II. (Wilhelm der Eroberer), an. Dabei wurde er am 25. Oktober 1053 in einem Gefecht bei Saint-Aubin-sur-Scie getötet, sein Bruder Guido I. folgte ihm als Graf nach.

Herzog Wilhelm konfiszierte Aumale nach dem Tod Enguerrands und gab es seiner verwitweten Schwester Adelheid als Grafschaft. Diese heiratete in zweiter Ehe den Grafen Lambert von Lens, der schon 1054 im Kampf fiel. Darauf heiratete Adelheid den Grafen Odo II. von Champagne († nach 1096).

Literatur
Pierre Bauduin: La première Normandie (Xe-XIe siècles). 2004 
(PONTHIEU), Enguerrand II. (I61338)
 
2319 Enkel väterlicherseits von Bäcker Hanns Niclaus Grabenstätter(1711-1773) und Maria Katharina Kiefer(1718-1776), beide in Staufenberb, Gernsbach geboren und gestorben.
Enkel mütterlicherseits von Messerschmied Philipp Jacob Rothengatter (1717-1794 und Catharina Barbara Hassmann (1720-?) 
GRABENSTÄTTER, Johann Georg (I216)
 
2320 Enkel von Bäcker Hanns Niclaus Grabenstätter(1711-1773) und Maria Katharina Kiefer(1718-1776), beide in Staufenberb, Gernsbach geboren und gestorben. Ehemann Johann Georg Grabenstätter ist väterlicherseits Cousin - zu prüfen!
Enkel mütterlicherseits von Messerschmied Philipp Jacob Rothengatter (1717-1794 und Catharina Barbara Hassmann (1720-?) Ehemann Johann Georg Grabenstätter ist mütterlicherseits Cousin - zu prüfen! 
GRABENSTÄTTER, Juliane Friederike (I217)
 
2321 Enkel von Hermann Schlumpf (1539 - 1603)
Wappenbeschreibung / Blasonierung
In Gold übereinander drei rot gebänderte, schwarze Jagdhörner. 
SCHLUMPF, Hermann (I4073)
 
2322 Enkel von Hermann Schlumpf (1539-1603) ZOLLIKOFER VON ALTENKLINGEN, Leonhard (I4075)
 
2323 Enkel: Gregor V., Heinrich, Konrad I., Wilhelm I. von Straßburg (HRR), Liutgard (I35583)
 
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‎man Stammlinie Haller‏‎
. Quelle zur Person 1). Quelle zur Person 2). Quelle zur Person 3). Quelle zur Person 4)
Rats- und Gerichtsherrengeschlecht des Freistaates Bern.
Eintritt ins Burgerrecht 1548.
in den Grossen Rat 1577.
in den Kleinen Rat 1588.
Herkunft: Wil, SG.

Geschichtliches.
I. Vor dem Eintritt ins bernische Bürgerrecht:
Freie Bürger der Stadt Wil im heutigen Kanton St.Gallen.
Ältester erweisbarer Träger des Namens ist Johannes, der um
die Mitte des XV. Jahrhunderts zu Wil lebte und mit Apollonia
Rösch, des Fürstabtes von St.Gallen Schwester vermählt war.
Ein Wappen ist ans dieser Periode noch nicht nachgewiesen,
doch -sind gewisse Teile des jetzigen als spätere Zutaten zu
betrachten; es kann daher als Wappen des Geschlechtes während
seines Aufenthaltes in Wil ein auch anderweitig aus dieser
Gegend überliefertes Wappen angenommen werden, nämlich in
Gold 3 rote Sterne, welches Bild der Flug auf dem Helm
wiederholt. Grundbesitz ist aus dieser Periode ebenfalls keiner
überliefert, und wird, von Anwesen in der Stadt Wil abgesehen,
kaum anzunehmen sein. Die ersten bekannten Glieder
der Familie widmeten sich vorzugsweise dem Pfarrdienste, als
Vorkämpfer der Reformation zeichnete sich aus Johannes
1487 - 1531, zuerst Pfarrer in Schwyz, dann zu Scherzligen und
Amsoldingen. Von seiner ihm 1521 angetrauten Frau Verena
Zehrer aus Zürich hinterliess er mehrere Kinder; sein jüngster
Sohn Wolfgang 1525 - 1601 zog nach Zürich und wurde dort
1555 zum Bürger angenommen und Probst am Grossmünster.
Seine Deszendenz gelangte daselbst in die Regierung, starb aber
um die Mitte des XVII. Jahrhunderts aus. Die ununterbrochene
Stammreihe beginnt mit dem eingangs erwähnten Johannes der
ums Jahr 1510 starb.

II. Nach dem Eintritt ins bernische Bürgerrecht:

Als erster urkundlicher Inhaber desselben erscheint Johannes,
geb. 1523 - 1575, ältester Sohn des oben angeführten Pfarrers
zu Amsoldingen. Seine Söhne pflanzten das Geschlecht in zahlreiche
Linien fort, die aber bis auf diejenige, welche von einem
ältesten Sohne Johannes, 1546 - 1596, abstammt, im XVII. und
• XVIII. Jahrhundert ausstarben. Neben der hier behandelten
Familie Haller blühten zu Bern im XVI. Jahrhundert noch
zwei andere Familien dieses Namens, die aber mit derselben
in keinem Zusammenhang stehen. Die eine, oft «Haller von
Courtlary» genannt, starb 1564 in der Person des Seckelmeisters
Sulpitius Haller aus , nachdem sie im XV. und XVI. Jahrhundert
der Stadt tüchtige Magistraten geliefert hatte; zur andern
gehörte der bekannte Reformator Berchtold Haller, der
aber keine Nachkommen hinterliess. Als Wappen führt das
Geschlecht in Bern in Gold über grünem Dreiberg ein grünes
Lindenblatt, begleitet von zwei roten Sternen; als Helmzier einen
wachsenden rot-golden gekleideten Mann mit rotem Hut, in der
rechten Hand einen roten Stern, in der linken ein grünes
Lindenblatt haltend. Gestützt auf das Reichsadelsdiplom vom
23. April 1749 führt die Deszendenz Albrechts v. Haller (jüngste
Linie) das Adelsprädikat und das vermehrte Wappen: quadriert, 1
und 4 in blau ein goldener Sparren, begleitet von 3 silbernen
Geldstücken oder «Hellern» (Wappen der ausgestorbenen Haller
von Courtlary), 2 und 3 das Stammwappen, jedoch ohne Dreiberg;
der offene gekrönte Helm trägt einen offenen schwarzen,
beidseitig mit Sparren und Schilling belegten Flug. Devise
«Parta Uteri». Vom Grossratsbeschluss von 1783, welcher
auch die andern Linien der Familie zum Tragen des Adelsprädikates
berechtigt, haben die übrigen Haller bis heute noch
keinen Gebrauch gemacht. Ausser städtischen Grundstücken
besass die Familie Landgüter zu Leissigen und in der Umgebung
der Stadt; 1764 kaufte Albrecht v. Haller die Herrschaften
Goumoens le Jux und Eclagens in der Waadt. Dem alten Bern
hat das Geschlecht viele tüchtige Geistliche, Gelehrte und
Magistrate geliefert, abgesehen von dem als Dichter, Philosophen,
Mediziner und Botaniker in ganz Europa berühmten Albrecht
v. Haller sind noch besonders hervorzuheben: Der schon
genannte Johannes, 1520 - 1575, Dekan zu Bern, ein Mann von
grosser Gelehrsamkeit und wirksamer Geistlicher; ferner Gottlieb
Emanuel, 1735 - 1786, Albrechts Sohn, Mitglied des Grossen
Rates 1775, Syndicator im Tessin und 1784 Landvogt zu Nyon,
Mitglied vieler gelehrten Gesellschaften, ein Universalgenie
ähnlich wie sein Vater, jedoch ohne denselben zu erreichen; von
seinen im Druck erschienenen Werken sind besonders zu nennen:
„ Bibliothek der Schweizergeschichte und Verzeichnis der
Schweizer-Münzen und -Medaillen», Bern 1778 - 1779 und
«Schweizer Münzen und Medaillencabinet», Bern 1780, 2 Werke die
noch heute von bleibendem Wert sind; sein Sohn der «Restaurator»
Karl Ludwig, 1768 - 1854, bekannt durch seine reaktionären
Ideen und Schriften und seinen Übertritt zum Katholizismus;
Rudolf Emanuel, 1747 - 1833, zweiter Sohn Albrechts, zuerst
Bankier in Paris, während der Revolution oft Armeelieferant,
1793 Directeur General des charrois de l'armee du Midi, nach
einem momentanen Sturz Generalschatzmeister der italienischen
Armee unter Bonaparte, schliesslich wieder Bankier in Paris;
Franz Ludwig 1755- 1S3S, Hofschreiber von Königsfelden, 1804
Archivar des Lehensarchivs, tätiges Mitglied der schweizerischen
geschichtsforschenden Gesellschaft, bedeutender Numismatiker,
besonders bekannt ist sein Buch «Helvetien unter den Römern»;
endlich Johann Jakob, 1729 - 1809, des Grossen Rates 1764,
Gubernator von Peterlingen 1769, Mitglied verschiedener
Kommissionen, Heimlicher 1786, Böspfenniger 1787, Ohmgeldner
vom Rat 1790, Gesandter nach Frauenfeld 1794 und auf die
Konferenz nach Murten 1797; spielte als Politiker eine Rolle
zur Zeit des Überganges. Andere Mitglieder hingegen verliessen Bern.
Karl Ludwig wurde Kantonsrat in Solothurn, während sich Franz
Albrechts ( 1851) Nachkommenschaft in Lausanne und Genf
etablierte und wesentlich häufiger als der ältere Zweig in akademischen
Berufen anzutreffen war. Sie stellte neben dem Diplomaten Edouard
Pfarrer, Ärzte, Juristen und v.a. Ingenieure.

Gegenwärtig blüht das Geschlecht in Bern, Lausanne, Solothurn,
Amerika und Rumänien.

Literatur: Albrecht v. Hailer, Denkschrift auf den
12. Dezember 1877, Bern, B. F. Haller 1877. - Franz Ludwig Haller
v. Königsfelden, von Dr. Norwin Weber, Bern. Dissertation,
Biel, E. Kuhn 1900. - Sammlung bernischer Biographien,
herausgegeben vom historischen Verein des Kantons Bern. -
Berner Taschenbuch 1853. - Leu, allgemeines helvetisches Lexikon-
(Info: SGB)

weiterführende Info: HLS Wiki 
HALLER, N. (I8489)
 
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‎man Stammlinie Haller‏‎
. Quelle zur Person 1). Quelle zur Person 2). Quelle zur Person 3). Quelle zur Person 4)
Rats- und Gerichtsherrengeschlecht des Freistaates Bern.
Eintritt ins Burgerrecht 1548.
in den Grossen Rat 1577.
in den Kleinen Rat 1588.
Herkunft: Wil, SG.

Geschichtliches.
I. Vor dem Eintritt ins bernische Bürgerrecht:
Freie Bürger der Stadt Wil im heutigen Kanton St.Gallen.
Ältester erweisbarer Träger des Namens ist Johannes, der um
die Mitte des XV. Jahrhunderts zu Wil lebte und mit Apollonia
Rösch, des Fürstabtes von St.Gallen Schwester vermählt war.
Ein Wappen ist ans dieser Periode noch nicht nachgewiesen,
doch -sind gewisse Teile des jetzigen als spätere Zutaten zu
betrachten; es kann daher als Wappen des Geschlechtes während
seines Aufenthaltes in Wil ein auch anderweitig aus dieser
Gegend überliefertes Wappen angenommen werden, nämlich in
Gold 3 rote Sterne, welches Bild der Flug auf dem Helm
wiederholt. Grundbesitz ist aus dieser Periode ebenfalls keiner
überliefert, und wird, von Anwesen in der Stadt Wil abgesehen,
kaum anzunehmen sein. Die ersten bekannten Glieder
der Familie widmeten sich vorzugsweise dem Pfarrdienste, als
Vorkämpfer der Reformation zeichnete sich aus Johannes
1487 - 1531, zuerst Pfarrer in Schwyz, dann zu Scherzligen und
Amsoldingen. Von seiner ihm 1521 angetrauten Frau Verena
Zehrer aus Zürich hinterliess er mehrere Kinder; sein jüngster
Sohn Wolfgang 1525 - 1601 zog nach Zürich und wurde dort
1555 zum Bürger angenommen und Probst am Grossmünster.
Seine Deszendenz gelangte daselbst in die Regierung, starb aber
um die Mitte des XVII. Jahrhunderts aus. Die ununterbrochene
Stammreihe beginnt mit dem eingangs erwähnten Johannes der
ums Jahr 1510 starb.

II. Nach dem Eintritt ins bernische Bürgerrecht:

Als erster urkundlicher Inhaber desselben erscheint Johannes,
geb. 1523 - 1575, ältester Sohn des oben angeführten Pfarrers
zu Amsoldingen. Seine Söhne pflanzten das Geschlecht in zahlreiche
Linien fort, die aber bis auf diejenige, welche von einem
ältesten Sohne Johannes, 1546 - 1596, abstammt, im XVII. und
• XVIII. Jahrhundert ausstarben. Neben der hier behandelten
Familie Haller blühten zu Bern im XVI. Jahrhundert noch
zwei andere Familien dieses Namens, die aber mit derselben
in keinem Zusammenhang stehen. Die eine, oft «Haller von
Courtlary» genannt, starb 1564 in der Person des Seckelmeisters
Sulpitius Haller aus , nachdem sie im XV. und XVI. Jahrhundert
der Stadt tüchtige Magistraten geliefert hatte; zur andern
gehörte der bekannte Reformator Berchtold Haller, der
aber keine Nachkommen hinterliess. Als Wappen führt das
Geschlecht in Bern in Gold über grünem Dreiberg ein grünes
Lindenblatt, begleitet von zwei roten Sternen; als Helmzier einen
wachsenden rot-golden gekleideten Mann mit rotem Hut, in der
rechten Hand einen roten Stern, in der linken ein grünes
Lindenblatt haltend. Gestützt auf das Reichsadelsdiplom vom
23. April 1749 führt die Deszendenz Albrechts v. Haller (jüngste
Linie) das Adelsprädikat und das vermehrte Wappen: quadriert, 1
und 4 in blau ein goldener Sparren, begleitet von 3 silbernen
Geldstücken oder «Hellern» (Wappen der ausgestorbenen Haller
von Courtlary), 2 und 3 das Stammwappen, jedoch ohne Dreiberg;
der offene gekrönte Helm trägt einen offenen schwarzen,
beidseitig mit Sparren und Schilling belegten Flug. Devise
«Parta Uteri». Vom Grossratsbeschluss von 1783, welcher
auch die andern Linien der Familie zum Tragen des Adelsprädikates
berechtigt, haben die übrigen Haller bis heute noch
keinen Gebrauch gemacht. Ausser städtischen Grundstücken
besass die Familie Landgüter zu Leissigen und in der Umgebung
der Stadt; 1764 kaufte Albrecht v. Haller die Herrschaften
Goumoens le Jux und Eclagens in der Waadt. Dem alten Bern
hat das Geschlecht viele tüchtige Geistliche, Gelehrte und
Magistrate geliefert, abgesehen von dem als Dichter, Philosophen,
Mediziner und Botaniker in ganz Europa berühmten Albrecht
v. Haller sind noch besonders hervorzuheben: Der schon
genannte Johannes, 1520 - 1575, Dekan zu Bern, ein Mann von
grosser Gelehrsamkeit und wirksamer Geistlicher; ferner Gottlieb
Emanuel, 1735 - 1786, Albrechts Sohn, Mitglied des Grossen
Rates 1775, Syndicator im Tessin und 1784 Landvogt zu Nyon,
Mitglied vieler gelehrten Gesellschaften, ein Universalgenie
ähnlich wie sein Vater, jedoch ohne denselben zu erreichen; von
seinen im Druck erschienenen Werken sind besonders zu nennen:
„ Bibliothek der Schweizergeschichte und Verzeichnis der
Schweizer-Münzen und -Medaillen», Bern 1778 - 1779 und
«Schweizer Münzen und Medaillencabinet», Bern 1780, 2 Werke die
noch heute von bleibendem Wert sind; sein Sohn der «Restaurator»
Karl Ludwig, 1768 - 1854, bekannt durch seine reaktionären
Ideen und Schriften und seinen Übertritt zum Katholizismus;
Rudolf Emanuel, 1747 - 1833, zweiter Sohn Albrechts, zuerst
Bankier in Paris, während der Revolution oft Armeelieferant,
1793 Directeur General des charrois de l'armee du Midi, nach
einem momentanen Sturz Generalschatzmeister der italienischen
Armee unter Bonaparte, schliesslich wieder Bankier in Paris;
Franz Ludwig 1755- 1S3S, Hofschreiber von Königsfelden, 1804
Archivar des Lehensarchivs, tätiges Mitglied der schweizerischen
geschichtsforschenden Gesellschaft, bedeutender Numismatiker,
besonders bekannt ist sein Buch «Helvetien unter den Römern»;
endlich Johann Jakob, 1729 - 1809, des Grossen Rates 1764,
Gubernator von Peterlingen 1769, Mitglied verschiedener
Kommissionen, Heimlicher 1786, Böspfenniger 1787, Ohmgeldner
vom Rat 1790, Gesandter nach Frauenfeld 1794 und auf die
Konferenz nach Murten 1797; spielte als Politiker eine Rolle
zur Zeit des Überganges. Andere Mitglieder hingegen verliessen Bern.
Karl Ludwig wurde Kantonsrat in Solothurn, während sich Franz
Albrechts ( 1851) Nachkommenschaft in Lausanne und Genf
etablierte und wesentlich häufiger als der ältere Zweig in akademischen
Berufen anzutreffen war. Sie stellte neben dem Diplomaten Edouard
Pfarrer, Ärzte, Juristen und v.a. Ingenieure.

Gegenwärtig blüht das Geschlecht in Bern, Lausanne, Solothurn,
Amerika und Rumänien.

Literatur: Albrecht v. Hailer, Denkschrift auf den
12. Dezember 1877, Bern, B. F. Haller 1877. - Franz Ludwig Haller
v. Königsfelden, von Dr. Norwin Weber, Bern. Dissertation,
Biel, E. Kuhn 1900. - Sammlung bernischer Biographien,
herausgegeben vom historischen Verein des Kantons Bern. -
Berner Taschenbuch 1853. - Leu, allgemeines helvetisches Lexikon-
(Info: SGB)

weiterführende Info: HLS Wiki 
HALLER, Hans Jacob (I6424)
 
2326 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7471)
 
2327 entstammte der alten byzantinischen Magnatenfamilie der Skleroi, diente unter Kaiser Romanos I. Lakapenos (920–944) als Feldherr, war Stratege des Thema Lykandos und des Thema Thrakesion und wurde 944 Domestikos ton scholon (etwa: Oberkommandierender der Streitkräfte im Osten). Seine wahre Bedeutung liegt jedoch darin, dass er der Vater des Feldherrn und Gegenkaisers Bardas Skleros (* um 925; † 991), der Schwiegervater von Kaiser Johannes Tzimiskes (969–976) und der Großvater von Theophano (* um 960; † 991), der Gemahlin von Kaiser Otto II. (973–983) war. Er war auch ein Vorfahre von Konstantin X. Dukas, Kaiser von Byzanz (1059–1067), und der späteren Großfürsten von Kiew und damit gemeinsamer Ahne byzantinischer und westlicher Dynastien.  SKLEROS VON BYZANZ, Phanterios ? (I16158)
 
2328 Enzberg (auch Herren, Freiherren von Enzberg, Entzberg sowie Enzberger) ist der Name eines deutschen Adelsgeschlechts mit Sitz in Mühlheim an der Donau, nicht zu verwechseln mit dem Tiroler Adelsgeschlecht derer von Enzenberg.
Die Enzberger sind eines Stammes mit den Herren von Niefern und den Herren von Dürrmenz, sie alle führen als Wappenelement einen Ring mit Stein (s. u. Wappen, Blasonierung).

Stammburg ist die ehemalige Burg Enzberg des Grafengeschlechts Zeisolf-Wolframe nahe dem heute zur Stadt Mühlacker gehörenden Dorf Enzberg am Fluss Enz.

Ab 1236 erscheint Heinrich von Enzberg urkundlich als Schirmvogt über Kloster Maulbronn im Sinne einer Unter-Schirmvogtei, die ihm als dessen Ministeriale vom Bischof von Speyer verliehen wurde. 1252 wurde diese Untervogtei entzogen, aber im gleichen Jahr mit Klausel zum Widerruf neu verliehen. Siehe auch: Burg Kapfenhardt. Bis zum Jahr 1325, als das Geschlecht das letzte Mal mit dem Amt betraut wird, ist das Verhältnis der Herren von Enzberg zum Kloster Maulbronn von Rechtsstreitigkeiten, teilweise auch von gewaltsamen Übergriffen geprägt, vermutlich resultierend aus dem Bestreben der Ritter, ihr Amt zum Ausbau der eigenen Machtposition zu nutzen.

Im Jahr 1384 wurde der Stammsitz der Herren von Enzberg durch ein Landfriedensheer unter Führung von Pfalzgraf Ruprecht bei Rhein eingenommen und vollkommen zerstört. Diese Aktion erfolgte aufgrund eines Hilfegesuchs der Abtei Maulbronn an seinen damaligen Schirmherren, das darüber klagte, von den Rittern mit „Mord und Raub“ bedrängt zu werden. Die Enzberger wurden bei dem Versuch der Verteidigung der Burg von zahlreichen anderen Rittergeschlechtern unterstützt. 1395 werden die Enzberger zu einem Kristallisationspunkt des Schleglerbundes, von denen sie zwei Anführer stellen.

1409 erwarben die Herren von Enzberg die Herrschaft Mühlheim und machten diese Herrschaft an der Donau zu ihrem neuen Stammsitz. Dort erwarben sie die Vogtei über das Kloster Beuron.

Die enzbergische Herrschaft wurde 1470, nach dem Tod Friedrichs VII., geteilt. Burg Bronnen, das Hintere Schloss Mühlheim, die Hälfte der Stadt Mühlheim, die Dörfer Böttingen, Königsheim, Buchheim, Worndorf und Irndorf gingen an Hans I. Das Vordere Schloss in Mühlheim, die andere Hälfte der Stadt Mühlheim, die Dörfer Nendingen, Mahlstetten und Stetten erhielt Friedrich VIII.

1478 erwarb Hans I. von Enzberg den Großteil des enzbergischen Erbes von seinem Bruder zurück. Der enzbergische Besitz wurde 1509 jedoch erneut geteilt. Bronnen, halb Mühlheim, Buchheim, Worndorf und Nendingen gingen an Friedrich X., Hans Rudolf erhielt die andere Hälfte Mühlheims mit Böttingen, Mahlstetten, Königsheim und Stetten. Bei der Eroberung Mailands 1515 kämpfte Hans Rudolf auf Seiten des französischen Königs gegen Kaiser Maximilian. Nach seiner Niederlage zog Maximilian den Teil des enzbergischen Besitzes zugunsten Österreichs ein. Friedrich von Enzberg zu Mühlheim und Bronnen erhielt nach Widerspruch den Teil seines Bruders übereignet. 
VON ENZBERG, Hans Rudolf (I46991)
 
2329 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I54691)
 
2330 Er begründete die Stellung der Trencavel als eines der führenden Häuser im Süden des hochmittelalterlichen Frankreichs, dem Languedoc.Während er von seinem Vater Albi und Nîmes als Erbe erhielt, galt Bernard Aton mütterlicherseits als Anwärter auf die Herrschaft über das bedeutende Carcassonne, sowie Béziers, Agde und Razès. Seine Mutter hatte die Grafschaft Carcassonne 1067 an den Grafen von Barcelona verkauft, der fortan die direkte Herrschaft in Carcassonne ausübte. Im Jahr 1082 wurde Graf Raimund Berengar II. von Barcelona bei einer Jagd getötet. Seinem ihm nachfolgenden Bruder Berengar Raimund II. wurde eine Beteiligung an diesem Tod nachgesagt. Die Bevölkerung von Carcassonne sagte sich umgehend von dem neuen Grafen los und ermöglichte so Bernard Aton und seiner Mutter den Einzug in die Stadt, womit die mehr als einhundertjährige Herrschaft der Trencavel begann. Ermengarde und Bernard Aton nahmen den Titel eines Vizegrafen an, womit sie den weiteren Verbleib der gräflichen Rechte beim Haus Barcelona anerkannten und damit zugleich in ein Vasallitätsverhältnis zu diesem traten. Dennoch mussten sie gegen Barcelona auch weiterhin um ihre eigenen Rechte ankämpfen. 1093 konnten sie einen Rückeroberungsversuch des Grafen Raimund Berengar III. erfolgreich abwehren.

Nachdem Mutter und Sohn 1095 auch mit dem Grafen Roger II. von Foix einen vertraglichen Ausgleich bezüglich dessen Erbrechten auf Carcassonne erreicht hatten, fühlte sich Bernard Aton in seiner Herrschaft genügend gefestigt, um am Kreuzzug von 1101 teilzunehmen. Zu diesem Zweck vermachte er die Ortschaft Cazilhac an die Abtei von Lagrasse. Seine Abwesenheit konnte allerdings der Graf von Barcelona doch noch für eine Einnahme Carcassonnes nutzen, aber schon als Bernard Aton 1105 wieder zurückgekehrt war, konnte er wieder in die Stadt einziehen. Mit den Anhängern des Hauses Barcelona ging er hart ins Gericht, womit er sich in der Bevölkerung unpopulär machte. 1120 verweigerten ihm schließlich die Bewohner von Carcassonne den Einzug in die Stadt und versuchten sich gegen ihn mit dem mächtigen Grafen Alfons Jordan von Toulouse zu verbünden. Weil dieser aber zu diesem Zeitpunkt in Kämpfe gegen den Herzog von Aquitanien verwickelt war und die Bürger von Carcassonne nicht unterstützen konnte, mussten diese im Jahr 1124 Bernard Aton wieder in die Stadt einziehen lassen. 
TRENCAVEL, Bernard Anton IV. (I52440)
 
2331 Er begründete eine kurzlebige (Ältere) Tiroler Linie der Habsburger. Sein populärer Beiname, der ursprünglich als Spottname entstanden sein soll, sowie die zahlreichen Legenden und Sagen rund um seine Persönlichkeit und sein Leben machen Friedrich zu einer der bekanntesten Figuren des Mittelalters in Tirol.
Friedrich, jüngster Sohn Leopolds III., und seine älteren Brüder Wilhelm, Leopold IV. und Ernst I. (Leopoldinische Linie der Habsburger) akzeptierten nach dem Tod ihres Vaters in der Schlacht bei Sempach im Jahr 1386 die Vormundschaft des Onkels Albrecht (Albert) III. Nach dessen Tod 1395 übernahmen sie gemeinsam mit ihrem Cousin Albrecht IV., der die Albertinische Linie der Habsburger weiterführte, die Herrschaft. Nach dem Vertrag von Hollenburg war Wilhelm Herzog in Innerösterreich (Steiermark, Kärnten, Krain und die Litorale) geworden. Leopold wurde Graf in Tirol und mit Erreichen des Mannesalters Friedrich 1402 mit der Regentschaft der habsburgischen Besitzungen in Vorderösterreich beauftragt. Dieser zog daraufhin nach Freiburg.

Wilhelm starb im Jahre 1406. Leopold übernahm die herzogliche Regentschaft in Wien für seinen noch minderjährigen Neffen Albrecht V. (Albrecht IV. war schon 1404 verstorben). Ernst, der mit König Ruprecht auf Feldzug in Italien gewesen war, übernahm Innerösterreich und Friedrich mit 24 Jahren zusätzlich die Grafschaft Tirol. Seither spricht man von Oberösterreich für die gemeinsame Herrschaft Tirol, Vorarlberg und Vorderösterreich bis 1665.

Friedrich heiratete 1406 in Innsbruck die Prinzessin Elisabeth von der Pfalz[1] (1381–1408), Tochter des römischen Königs Ruprecht von der Pfalz. Sie gebar ihm eine Tochter, die bald starb, und starb auch selbst nach dreijähriger Ehe. 
VON HABSBURG, Friedrich IV. (I37530)
 
2332 Er bekam 1514 die Herrschaft Horburg, die Stadt Riquewihr (Reichenweier) und die Burg und Herrschaft Bilstein. 1519 wurde sein älterer Bruder, Herzog Ulrich, aus Württemberg vertrieben. Georg versuchte, ihn mit Waffengewalt zu stützen, und musste nach Straßburg ins Exil gehen. Sein Bruder Ulrich verkaufte ihm am 2. September 1526 die Grafschaft Mömpelgard mit zugehörigen Herrschaften in Form eines Scheinverkaufs und unter Vorbehalt der Wiedereinlösung.

1531 schloss sich Graf Georg dem protestantischen Schmalkaldischen Bund gegen Kaiser Karl V. an. Mit Hilfe des hessischen Landgrafen Philipp I. konnte sein Bruder Ulrich 1534 die Macht in Württemberg wiedererlangen. Mömpelgard kam wieder zu Württemberg. 1542 wurde Ulrichs Sohn Christoph dort Statthalter.

Nach der Niederlage des Schmalkaldischen Bundes im Jahre 1547 plante der Kaiser, die Grafschaft Mömpelgard einzuziehen. 1550 starb Ulrich. Nach dem Passauer Vertrag 1552 konnte Christoph seinem Onkel Georg die Grafschaft Mömpelgard 1553 zurückgeben, wo dieser dann bis zu seinem Tod 1558 regierte. Graf Georg wurde in der Alexanderskirche in Zweibrücken beigesetzt.

Familie
Georg heiratete 1555 im schon fortgeschrittenen Alter von 57 Jahren auf dringende Bitte seines Neffen Christoph die 19-jährige Barbara von Hessen (1536–1597), Tochter Philipps I. von Hessen. Er hatte mit ihr folgende Kinder:

Ulrich (1556–1557)
Friedrich (1557–1608) ⚭ Sibylla von Anhalt (1564–1614), Tochter Joachim Ernsts von Anhalt (1536–1586)
Eva Christina (1558–1575)
Hätte es die Ehe von Georg mit Barbara nicht gegeben oder wäre auch der Sohn Friedrich wie seine Geschwister bereits im Kindesalter verstorben, dann wäre das Haus Württemberg mit dem Tod Herzog Ludwigs 1593 im Mannesstamm erloschen. In diesem Fall wäre Württemberg den österreichischen Habsburgern zugefallen, da das Herzogtum Württemberg seit dem Vertrag von Kaaden 1534 ein österreichisches Afterlehen war. Als Herzog Christophs Sohn Ludwig 1593 ohne erbberechtigte Nachkommen starb, wurde somit Georgs Sohn Friedrich Herzog von Württemberg.

Literatur
Jean-Marc Debard: Georg (I.). In: Sönke Lorenz, Dieter Mertens, Volker Press (Hrsg.): Das Haus Württemberg. Ein biographisches Lexikon. Kohlhammer, Stuttgart 1997, ISBN 3-17-013605-4, S. 126 f.
Paul Friedrich von Stälin: Georg, Graf von Württemberg-Mömpelgard. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 8, Duncker & Humblot, Leipzig 1878, S. 709.
Gerhard Raff: Hie gut Wirtemberg allewege. Band 1: Das Haus Württemberg von Graf Ulrich dem Stifter bis Herzog Ludwig. 6. Auflage. Landhege, Schwaigern 2014, ISBN 978-3-943066-34-0, S. 490–497. 
VON WÜRTTEMBERG-MÖMPELGARD, Georg I. gen´der Vorsichtige` (I61230)
 
2333 Er bekleidete verschiedene öffentliche Ämter in St. Gallen. Er war unter anderem 1720 Zunftmeister, wurde später Ratsherr und Säckelmeister und 1743 eidgenössischer Kriegsrat. Wiederholt nahm er als Gesandter der Stadt an den eidgenössischen Tagsatzungen sowie an der Konferenz der evangelischen Städte und Orte teil, die regelmässig in Aarau abgehalten wurde[1].

1742 wurde er erstmals zum Amtsbürgermeister gewählt und behielt dieses Amt im Wechsel mit Friedrich Girtanner und Hans Jacob Rietmann im Dreijahresturnus als Amtsbürgermeister, Altbürgermeister und Reichsvogt bis zu seinem Tod.  
FELS, Kaspar (I977)
 
2334 Er besaß das hohenzollersche Gebiet westlich von Nürnberg um die Cadolzburg und erbte 1248 die Bayreuther Gegend durch die Meranische Erbschaft (Grafen von Andechs), geriet dadurch aber in Streit mit anderen Adelshäusern, die ebenfalls Erbansprüche geltend machten. Zwar wurde er durch den deutschen König Wilhelm von Holland gefördert, behielt aber an der Seite seines Vaters die traditionell staufer-freundliche Politik seiner schwäbischen Vorgänger bis 1254 bei. Nach dem Tod des Vaters um 1261 wurde Friedrich Burggraf von Nürnberg und versuchte von diesem Stützpunkt aus einen Ausbau der fränkischen Hausmacht zum Main hin, was auf den heftigen Widerstand der Bischöfe von Würzburg und Bamberg stieß. 1273 war er maßgeblich an der Königswahl von Rudolf von Habsburg beteiligt, mit dem er persönlich befreundet war. Im Gegenzug verbriefte der König ihm verbindlich die Stellung als Burggraf im Rang eines Fürsten. Entsprechend häufig fand man Friedrich in Reichsdiensten aktiv; so wurde er mit dem königlichen Landgericht Franken betraut, nahm am Reichskrieg gegen den geächteten Ottokar II. Przemysl von Böhmen teil und kämpfte auch in der Schlacht auf dem Marchfeld bei Dürnkrut 1278 mit, zumal er mit Böhmen einen Territorialstreit um die Herrschaft über das Land um Eger hatte. In dieser Zeit gelangten unter anderem auch Wunsiedel (1285) und Arzberg (1292) sowie die niederösterreichische Herrschaft Seefeld-Kadolz in den Besitz der Hohenzollern.

Als Friedrich III. im Jahr 1297 starb, beerbte ihn zunächst sein Sohn Johann I., dem 1300 der jüngere Sohn Friedrich IV. im Amt folgte.  
VON NÜRNBERG, ´der Erber` ´der Erber` Friedrich III. (I1662)
 
2335 Er besaß das hohenzollersche Gebiet westlich von Nürnberg um die Cadolzburg und erbte 1248 die Bayreuther Gegend durch die Meranische Erbschaft (Grafen von Andechs), geriet dadurch aber in Streit mit anderen Adelshäusern, die ebenfalls Erbansprüche geltend machten. Zwar wurde er durch den deutschen König Wilhelm von Holland gefördert, behielt aber an der Seite seines Vaters die traditionell staufer-freundliche Politik seiner schwäbischen Vorgänger bis 1254 bei. Nach dem Tod des Vaters um 1261 wurde Friedrich Burggraf von Nürnberg und versuchte von diesem Stützpunkt aus einen Ausbau der fränkischen Hausmacht zum Main hin, was auf den heftigen Widerstand der Bischöfe von Würzburg und Bamberg stieß. 1273 war er maßgeblich an der Königswahl von Rudolf von Habsburg beteiligt, mit dem er persönlich befreundet war. Im Gegenzug verbriefte der König ihm verbindlich die Stellung als Burggraf im Rang eines Fürsten. Entsprechend häufig fand man Friedrich in Reichsdiensten aktiv; so wurde er mit dem königlichen Landgericht Franken betraut, nahm am Reichskrieg gegen den geächteten Ottokar II. Przemysl von Böhmen teil und kämpfte auch in der Schlacht auf dem Marchfeld bei Dürnkrut 1278 mit, zumal er mit Böhmen einen Territorialstreit um die Herrschaft über das Land um Eger hatte. In dieser Zeit gelangten unter anderem auch Wunsiedel (1285) und Arzberg (1292) sowie die niederösterreichische Herrschaft Seefeld-Kadolz in den Besitz der Hohenzollern.

Als Friedrich III. im Jahr 1297 starb, beerbte ihn zunächst sein Sohn Johann I., dem 1300 der jüngere Sohn Friedrich IV. im Amt folgte.  
VON NÜRNBERG, ´der Erber` ´der Erber` Friedrich III. (I40210)
 
2336 Er besitzt 9 Äcker, 1 Weingarten und ein zweistöckiges Haus mit Hof und scheuer im Großviertel; Bürgerannahme 22.08.1780
Nahrungszettel 1770, Nr. 581 wird er als lediger Pflegesohn des Schneidermeisters Johann Philipp Rutz bezeichnet (wohl ein Bruder seiner Mutter), bei dem er auch sein Handwerk gelernnt hat.

Anlage zum Familienblatt DEMUTH 7/1

Abschrift aus Grundbuch, Band 7, Seite 955, vom 11. und 13.09.1779

"Wurde des Michael Demuth, welcher sich nach seiner 6jährigen Wanderschaft als Schneidergesell dahier eingefunden und sich entschlossen nach Jena zu begeben und daselbst sich häuslich niederzulassen, sein liegendes und von Vormundschaft wegen bisher bestrittenes Vermögen im Wirtshaus zum ´Prinz Charls` nach vorheriger Verkündung öffentlich versteigert:

Mehrere Grundstücke sowie

1 Behausung mit 2 Stockwerken nebst Scheuer, Hof, Pflanz- und Grasgarten im Großviertel neben Staphan Metz d. Alten und Georg Adam Metz, verbleibt dem Bürger Georg Metz, der Mittlere für 625fl."

Offenbar ist er aber nicht in Jena geblieben, sondern wieder zurückgekehrt, denn seine Kinder (dass älteste Johann Georg, *19.08.1781) sind in Weinheim geboren.
 
DEMUTH, Johann Michael (I43039)
 
2337 Er besuchte das Gymnasium in Kleve. Huyssen absolvierte ein Probejahr für die Laufbahn eines preußischen Bergbeamten in Essen-Werden. Dem folgten eine dreijährige theoretische und eine dreijährige praktische Ausbildung. So studierte er Kameralwissenschaften (Bergbauwesen) und Philosophie in Halle und Berlin, wo er 1845 Mitgründer der Alten Berliner Burschenschaft Germania war. Im Jahr 1850 arbeitete er als Bergassessor im Bergrevier Witten. Es folgte eine kurze Tätigkeit beim Oberbergamt in Dortmund.

Vor 1856 wurde Huyssen ins Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten versetzt. Dort arbeitete er in der Abteilung für Berg-, Hütten- und Salinenwesen. Er war unter anderem Schriftleiter der Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinenwesen. Er selbst publizierte dort mehrere Aufsätze.

Im Rang eines Bergrates übernahm er 1856 die Leitung des Bergamtes Düren. Als Oberbergrat wechselte er 1861 zum Oberbergamt Breslau. Befördert zum Oberberghauptmann übernahm er 1884 die Leitung der Ministerialabteilung für das Berg-, Hütten- und Salinenwesen. Damit stand er an der Spitze der preußischen Bergverwaltung. Im Jahr 1891 wurde er pensioniert, 1893 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.[1] Er war Mitglied der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte[2] und des Thüringisch-Sächsischen Vereins für Erdkunde.[3]

Er vertrat den Mansfelder See- und Gebirgskreis zwischen 1882 und 1888 im preußischen Abgeordnetenhaus. Huyssen gehörte der freikonservativen Partei an. 
HUYSSEN, August Gottlob Isaac (I58814)
 
2338 Er beteiligte sich 1487 an einem Angriffskrieg des Erzherzogs Siegmund von Tirol gegen die Republik Venedig. Bei Rovereto (südlich von Trient) lagen sich die beiden Heere gegenüber. Da der guten Ausgangsstellungen wegen keiner angreifen wollte, einigte man sich auf einen Zweikampf. Der erst 17-jährige Johann von Waldburg-Sonnenberg meldete sich für den Waffengang mit Antonio Maria di Sanseverino, dem Sohn des venezianischen Condottiere Roberto Sanseverino d’Aragona, der am 12. Juni 1487 unterhalb der Burg Pradaglia (heute Ruine) am westlichen Etschufer stattfand. Er gelobte, im Falle des Sieges in Wolfegg ein Klösterlein zu stiften. Die Pappenheim’sche Truchsessenchronik berichtet über die Regularien des Zweikampfs: „Wölcher unter den zwayen schrayen würd ‚Catharina‘, der solt den Kampf und das Gelt verloren haben“. Als Graf Johann vom Pferd fiel, setzte sich der Kampf am Boden fort. Es gelang Graf Johannes, den Venezianer mit dem Dolch in den Oberschenkel zu stechen. Erschrocken schrie dieser „Catharina!“ und gab sich damit geschlagen.

Im Erfüllung des Gelübdes und mit Erlaubnis von Papst Julius II. errichtete Graf Johannes ab 1502 in Wolfegg ein Klösterlein samt dreischiffiger Basilika mit Spitzbogenfenstern, geradem Chorabschluss und Dachreiter.

Nach seinem frühen Tod 1510 vollendete sein Erbe und Schwiegersohn Truchsess Georg III., der so genannte „Bauernjörg“, den Bau, übergab das Kloster den Franziskanern und verwandelte es 1519 in ein Augustiner-Kollegiatstift „mit 1 Propst, 9 Weltpristern, 4 Schülern und 1 Schulmeister“.

Johann von Sonnenburg war mit einer Gräfin von Salm verheiratet. 
VON WALDBURG-SONNENBERG, Johann (I52140)
 
2339 Er betrieb in Wandsbek eine Pensionsanstalt. Zu seinen Schüler zählten Carl Wilhelm Asher und William Lindley.

In zweiter Ehe heiratete er am 26. Oktober 1819 Caroline Rebekka (1784–1835), eine Tochter von Rebecca und Matthias Claudius. Sie hatten sieben große und ein kleines Kind; darunter Matthias Schröder; Andreas Theodor Albertus Schröder und Lilla Elise Schröder. Lilla hatte 1828 den Wewelsflether Pastor Karl Gottfried Schmidt geheiratet und war auch bald verwitwet.[2]

Er und seine Frau sind auf dem Historischen Friedhof Wandsbek am Schimmelmann-Mausoleum neben den Eheleuten Claudius bestattet.[3] 
SCHRÖDER, Jakob Arnold Dietrich (I52904)
 
2340 Er entstammte dem Adelsgeschlecht Arnim aus dem uckermärkischen Familienzweig Blankensee. Sein Vater war Otto von Arnim (1682–1748), seine Mutter dessen zweite Frau und Cousine Anna Louise von Arnim (1710–1785). Da Otto von Arnim aus beiden Ehe insgesamt zwanzig Kinder hatte, mussten sich die überlebenden sieben Söhne das Erbe teilen. Johann Erdmann erhielt das Vorwerk Neudorf, Kölpin, Kaakstedt und 885 Morgen Wald. Nach dem Besuch der Ritterakademie in Liegnitz studierte er ab 1756 die Rechte in Frankfurt an der Oder.[4]

Nach kurzem Studium wurde er Kammerherr und erhielt zudem zwei Pfründe als Domherr am Dom in Brandenburg und Domdechant am Dom zu Kammin. Zudem war er Ritter des Johanniterordens und designierter Kommendator auf die Kommende Werben. Im Jahr 1763 kaufte er das nahe an seinen bisherigen Ländereien liegende Gut Friedenfelde und ließ es im Stil des Rokoko umbauen.[5] Dafür gründete er die später Erdmannswalde genannte Ziegelei.

1770 ernannte ihn der preußischen König Friedrich II. zum Gesandten am dänischen Hof von Christian VII. in Kopenhagen, wo er den Danebrog-Orden verliehen bekam. Dort erlebte er den Aufstieg und Fall von Johann Friedrich Struensee. In seiner dänischen Zeit erwarb er für 200 Reichstaler einen Sklaven, der 1780 in Berlin juristisch seine Freilassung verlangte. Friedrich II. lehnte jedoch die Freilassung ab.[6] Im Dezember 1774 wurde von Arnim entlassen, weil er die Teilnahme an der Geburtstagsfeier von Juliane von Braunschweig-Wolfenbüttel, der Stiefmutter des dänischen Königs und engen Vertrauten des preußischen Königs, versäumt hatte. Anschließend diente Arnim ein Jahr als Gesandter in Dresden. 1776 wurde er Intendant der Berliner Königlichen Oper[7] und des neugegründeten Französischen Komödienhauses am Gendarmenmarkt. Durch die Schließung beider Spielstätten aufgrund des Ausbruchs des Bayerischen Erbfolgekriegs 1778 blieb Arnim auf hohen Schulden für seine Investitionen sitzen.[8]

1777 heiratete der 36-jährige Arnim die sechzehnjährige Amalie Caroline von Labes (1761–1781). Ihr Vater, der Jurist Hans Labes (1731–1776), war kurz vor seinem Tod geadelt worden. Seine Witwe Karoline von Labes geb. Daum verw. Fredersdorff (1730–1810)[9] kaufte 1780 das Ländchen Bärwalde mit Schloss Wiepersdorf und weiteren Rittergütern und überließ es ihrer einzigen Tochter als Mitgift. Die Güter Wiepersdorf, Bärwalde und Herbersdorf wurden verpachtet, während die Familie in Berlin lebte. Ihr erster Sohn war Karl Otto Ludwig von Arnim (1779–1861). Drei Wochen nach der Geburt ihres zweiten Sohnes, des späteren Dichters Achim von Arnim (1781–1831), starb Amalie Caroline mit nur 19 Jahren. Die Erziehung der Kinder und die Verwaltung des Ländchens überließ Arnim weitgehend seiner Schwiegermutter, die den Enkeln 1802 auch eine Bildungsreise finanzierte.[10] Er selbst lebte zurückgezogen auf Gut Friedenfelde oder in seiner Wohnung in Berlin.

Er starb 1804 in Berlin und wurde in der Dorfkirche Kaakstedt begraben, deren Patron er war. Seinen Söhnen hinterließ er neben Schulden das heruntergekommene Gutshaus Friedenfelde. 
VON ARNIM, Joachim Erdmann (I52736)
 
2341 Er entstammte dem Adelsgeschlecht Dohna aus der Vianischen Linie. Sein Vater war Christoph von Dohna. Die Mutter war Ursula von Solms-Braunfels. Dadurch war Amalie von Orange eine Tante. Damit bestand eine familiäre Beziehung zur Familie der Statthalter der Niederlande. Brüder waren Christian Albrecht von Dohna und Christoph gen. Delphicus von Dohna. Er selbst heiratete 1656 Espérance eine Tochter von Jean du Puy de Montbrun, Comte de Ferrassières et de Pont-de-Vesle.

Seine Eltern gehörten zum Gefolge von Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz während dessen Zeit als Winterkönig in Böhmen. Der Vater war Oberkammerherr und geheimer Rat. Nach dem Sturz Friedrichs floh die Familie nach Küstrin. Später lebte sie in Carwinden, Delft und zuletzt in Orange. Der Vater hatte dort seit 1629 das Amt des Gouverneurs inne.

Er selbst diente seit 1636 unter Heinrich Casimir von Nassau-Dietz in der niederländischen Armee. In dieser stieg er bis zum Generalleutnant auf. Im Jahr 1649 ernannte ihn Wilhelm II. von Oranien zum Gouverneur des Fürstentums Orange. Die Aufgabe war schwierig, weil es innere Unruhen und innerfamiliären Streit im Haus Nassau-Oranien um das Fürstentum gab. Auch der mit Nassau-Oranien verwandte und mit ihm selbst verschwägerte Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg spielte dabei eine Rolle. Besonders stand er unter Druck Ludwig XIV., der bestrebt war, das Gebiet für Frankreich zu gewinnen. Dieses Amt übte er bis 1660 aus, als das Land im Namen von Ludwig XIV. besetzt wurde.

Bereits 1657 hatte er die Baronie Coppet im Kanton Waadt am Genfersee erworben. Dort siedelte er sich nach der Besetzung von Orange an. Die dortige Burg hat er zum Schloss Coppet umgewandelt.

Für Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg leistete er verschiedentlich diplomatische Dienste. So hat er vergeblich versucht die Schweiz für ein großes Bündnis gegen Ludwig XIV. zu gewinnen. Im Auftrag des Kurfürsten hat er maßgeblich dazu beigetragen, Schweizer Bauern in Brandenburg anzusiedeln. Als 1667 ein Angriff aus Savoyen drohte, hatte er den Oberbefehl in Genf. Er war in der Schweiz hoch angesehen und unter anderem Bern verlieh ihm das Bürgerrecht.

Seine Kinder ließ er von dem Polyhistor Pierre Bayle erziehen. Er litt unter verschiedenen körperlichen Leiden und seine beiden Füße waren schließlich gelähmt, was einen weiteren Aufstieg nach seiner Zeit in niederländischen Diensten behindert hat. Immerhin holte Wilhelm III. von Oranien seinen Rat verschiedentlich ein. Nach seinem Tod wurde er in Lausanne auf Betreiben der Regierung Berns mit großem Aufwand bestattet.

Die Grafen und Burggrafen zu Dohna (auch Donin; Donyn) sind ein weitverzweigtes, ursprünglich edelfreies Adelsgeschlecht, das seit 1156 die Burggrafschaft Dohna samt der Burg Dohna (südöstlich von Dresden bei Pirna gelegen) als reichsunmittelbares Lehen innehatte. Der frühestmögliche Zeitpunkt einer Verlehnung wäre 1143, als auch der Gau Nisan an den Markgrafen Konrad I. von Meißen verlehnt wurde, wobei Belege hierzu fehlen, da der 1143 erwähnte Heinricus de Rodewa und der 1144 erwähnte Heinricus prefectus nicht sicher Heinricus castellanus de Donin von 1156 zuzuordnen sind.
 
VON DOHNA-SCHLOBITTEN, Friedrich (I57876)
 
2342 Er entstammte dem mecklenburgischen Uradelsgeschlecht von Bülow und war ein Sohn des Oberhofmarschalls Bernhard Joachim von Bülow.

Bülow besuchte die Domschule Güstrow, studierte von 1810 ab erst in Jena, dann in Heidelberg und Genf Rechtswissenschaft. Am 13. Januar 1811 gehörte er zu den Stiftern des Corps Vandalia Jena. Im gleichen Jahr wurde er noch Mitglied des Corps Vandalia Heidelberg II.[1] Er trat 1813 als Leutnant in das Walmodensche Korps und wurde Adjutant des russischen Obersten August Ludwig Ferdinand von Nostitz, bei dessen Streifzügen er sich während der Befreiungskriege mehrfach auszeichnete.

Nach dem Frieden widmete er sich dem diplomatischen Fach, arbeitete unter dem Staatsminister Wilhelm von Humboldt, als dieser zu Frankfurt am Main die Grenzregulierung der deutschen Territorien leitete, und folgte ihm 1817 als Gesandtschaftssekretär nach London und 1819 nach Berlin, wo er im auswärtigen Amt den Vortrag über Handels- und Schiffahrtssachen übernahm.

Bülow war besonders für die Anbahnung des Zollvereins durch Abschluss von Zollverträgen mit den Nachbarstaaten mit Erfolg tätig. Auch als Gesandter in London, wozu er 1827 ernannt wurde, wirkte er für den Zollverein. Er erwarb sich das Vertrauen der englischen Staatsmänner und hatte an den Verhandlungen über Belgien und die orientalische Frage (1840–41) hervorragenden Anteil. Im Herbst 1841 wurde er Gesandter beim Bundestag zu Frankfurt am Main, aber schon 2. April 1842 an der Stelle des Grafen Mortimer von Maltzahn zum Minister der auswärtigen Angelegenheiten ernannt. Er und der Kriegsminister Hermann von Boyen vertraten zwar die liberalere Richtung im Ministerium, übten aber nur geringen Einfluss auf die allgemeine Politik aus.

Von einem Schlaganfall schwer getroffen, bat Bülow den König im August 1845 um seine Entlassung aus dem Staatsdienst und zog sich von Frankfurt nach Tegel zurück. Sein geistiger Zustand verschlechterte sich in folgenden Monaten immer weiter, bis er im Februar 1846 starb.[2] 
VON BÜLOW, Ulrich Heinrich Wilhelm (I48815)
 
2343 Er entstammte der Heilbronner Familie Dautel, hat seinen Namen aber während der napoleonischen Herrschaftszeit französiert. D’Autel besuchte das Heilbronner Gymnasium und studierte von 1796 bis 1799 Theologie in Jena. Er kehrte 1800 als Geistlicher in seine Vaterstadt Heilbronn zurück, wo er sich durch sein Predigertalent auszeichnete und sich auch besonders dem Schulwesen widmete. 1808 berief ihn König Friedrich von Württemberg in das Amt des Hofkaplans und ernannte ihn zugleich zum Assessor im Stuttgarter Konsistorium. 1812 wurde er Hofprediger und Oberkonsistorialrat, 1814 Oberhofprediger und Feldpropst, 1826 auch Vorstand der königlichen Kommission für die Erziehungshäuser.

Im Konsistorium widmete sich d'Autel wie zuvor schon in Heilbronn erneut dem Volksschulwesen. Auf seinen Antrag geht der Bau des Esslinger Lehrerseminars zurück, das 1811 fertiggestellt wurde. Neben einigen geistlichen Schriften veröffentlichte d'Autel auch ein Werk über das Schulwesen und war ab 1819 Mitherausgeber der Freimüthigen Jahrbücher der allgemeinen deutschen Volksschulen mit besonderer Hinsicht auf West- und Süd-Deutschland.

1812 wurde d'Autel mit dem Civil-Verdienst-Orden, 1814 mit dem Orden des Goldenen Adlers ausgezeichnet. Der 1800 mit der Pfarrerstochter Eberhardine Christiana Orth (1773–1846) geschlossenen Ehe entstammten zwei Kinder.
 
D´AUTEL, August Heinrich (I57536)
 
2344 Er entstammte der wohlhabenden Heilbronner Familie Orth und war der älteste Sohn des Dietrich Orth (1547–1595) und der Maria Ans, war also ein Enkel von Philipp Orth und Wendel Ans d. J.

Johann Philipp war zunächst gräflich Erbachscher Kammerschreiber in Michelstadt und kehrte später in seine Heimatstadt Heilbronn zurück. Dort gehörte er 1627 dem kleinen, inneren Rat („von den burgern“) an, war ab 1628 Steuerherr und ab 1633 Bürgermeister von Heilbronn.

Orth lieferte einen Bericht über die Gräueltaten des böhmisch-pfälzischen Krieges 1622 in der Schlacht bei Wimpfen. 
ORTH, Johann Philipp (I57570)
 
2345 Er entstammte einem Adelsgeschlecht aus der Altmark. Nach dem Tode seines Vaters, Gaugraf Wiprecht I. vom Balsamgau, wuchs Wiprecht ab 1060 im Hause des Markgrafen der Nordmark, Lothar Udo II., in Stade auf. Seine Mutter Sigena von Leinungen war nach dem Tod von Gaugraf Wiprecht I. in zweiter Ehe mit Friedrich I. von Pettendorf verheiratet und nach dessen Tod auf Veranlassung ihres Sohnes die dritte Äbtissin des Klosters Vitzenburg. VON GROITZSCH, Wiprecht II. ´der Ältere` (I37196)
 
2346 Er erbaute in der damaligen Hauptstadt des Reichs, Cangas de Onís, die Kirche Santa Cruz de Cangas de Onís, deren Weihinschrift von 737 erhalten ist. Dort werden Fafilas Gemahlin Froiliuba sowie nicht namentlich genannte Kinder des Königs erwähnt.[1] Nach den Angaben asturischer Chronisten wurde Fafila auf der Jagd von einem Bären getötet. Anscheinend waren nach seinem Tod keine männlichen Nachkommen Pelayos mehr am Leben oder sie waren minderjährig; daher kam 739 Alfons I., der Schwiegersohn Pelayos, an die Macht. Über Fafilas Kinder und ihre Schicksale machen die vertrauenswürdigen Quellen keinerlei nähere Angaben. (ASTURIEN), Fafila (I37775)
 
2347 Er erbte Teile des Königreichs Asturien nach dem Tod seines Vaters Alfons III. von Asturien im Jahre 910, als das ursprüngliche Reich aufgeteilt wurde und sein ältester Bruder García mit dem neuen Königreich León den bedeutendsten Teil erhielt.

Fruela bestieg den Thron von León 924, nachdem sein zweiter Bruder Ordoño II., der 910 Galicien erhalten hatte und 914 García I. in León nachgefolgt war, starb. Asturien ging in León auf. Fruela II. starb 925. Sein Sohn Alfonso Froilaz folgte ihm in León auf den Thron nach, konnte diesen aber gegen die Söhne Ordoños II., seine Vettern, nicht lange verteidigen. 
(ASTURIEN), Fruela II. (I37763)
 
2348 Er errichtete in den 460er und 470er Jahren sein Herrschaftsgebiet im Nordosten Galliens, während die weströmische Verwaltungsordnung dort allmählich zusammenbrach. Er legte den Grundstein für den Aufstieg des späteren Frankenreichs unter seinem Sohn und Nachfolger Chlodwig I. Childerich wurde mit reichen Beigaben in einem Grab in Tournai bestattet, das 1653 entdeckt worden ist. VON TOURNAI, Childerich I. (I37015)
 
2349 Er erscheint 1355 als Zeuge beim Verkauf der Burg Königstein seitesn der Brüder Wernher und Burkhard von Königstein an ihren Bruder Heinrich. 1369 kauft er von Heinrich von Heidegg die Vogtsteuer zu Teuffenthal.  ZEHENDER, Niklaus (I32711)
 
2350 Er erwarb die Vogtei über das Kloster Beuron und war 1259 der Gründer von Kloster Stetten im Gnadental. Die Stiftung wurde 1267 gemeinsam mit seiner Gemahlin nochmals erweitert. Im selben Jahr wurde das Kloster Stetten auch zur Erbgrablege der Hohenzollern bestimmt. Die Grablege war vermutlich durch einen unterirdischen Gang mit der Burg Hohenzollern verbunden.[1] Der Sage nach soll Friedrich das Kloster gegründet haben, um Kaiser Friedrich II. versöhnlich zu stimmen, da er ihm die Heerfolge versagt hatte.[2] Mit den verwandten schwäbischen Grafen von Hohenberg lag Friedrich in ständigen Auseinandersetzungen, die erst 1286 durch Schlichtung von König Rudolf von Habsburg beigelegt wurden. Die Streitigkeiten mit den Hohenbergern hatten eine lange Vergangenheit, besonders im Jahr 1267 eskalierte die Situation.

Die Besitzungen der schwäbischen Hohenzollern bildeten ein recht geschlossenes Herrschaftsgebiet. Entfernter Besitz war ohnehin größtenteils verkauft worden. Friedrich beherrschte das Gebiet des späteren Fürstentums Hohenzollern-Hechingen, das spätere Württembergische Oberamt Balingen, die Herrschaft Mühlheim und einen Landstrich zwischen Hechingen und Tübingen. Balingen ging den Hohenzollern 1403 durch Verkauf an die Württemberger verloren. Kein geschlossenes Gebiet war in Richtung des Machtbereichs der Grafen von Hohenberg vorhanden. Hier durchmischten sich die Besitzungen. Unter Friedrich, der als fromm und geachtet beschrieben wurde, erreichten die Zollerngrafen einen Machthöhepunkt. Durch die Teilung des Landes unter seinen Söhnen Friedrich VI. und Friedrich I. verlor die eigentliche Grafschaft erheblich an Bedeutung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_V._(Zollern) 
(ZOLLERN), Friedrich IV. (I40781)
 

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