Strauss Genealogie


Notizen


Treffer 2,151 bis 2,200 von 6,111

      «Zurück «1 ... 40 41 42 43 44 45 46 47 48 ... 123» Vorwärts»

 #   Notizen   Verknüpft mit 
2151 Diether IV. von Katzenelnbogen baute Schloss Lichtenberg im Odenwald zu einem territorialpolitischen Mittelpunkt aus und nannte sich noch 1228, auf dem Landgericht in Heppenheim "Comes de Lichtenberg" (Graf von Lichtenberg).
Ab 1240 wird der Schild der Katzenelnbogener, nach einem Siegel Diethers IV, erstmals bekannt. Ein steigender, herschauender Löwe, rot auf goldenen Umfeld, teils gekrönt, ist das Wappentier. Die Krone, die Klauen, Zunge, Augen und Ohren waren blau.
In seine Regierungszeit fallen Ereignisse, welche die Katzenelnbogener zu einem bedeuteten Grafengeschlecht aufsteigen lassen

https://de.wikipedia.org/wiki/Diether_IV._(Katzenelnbogen) 
VON KATZENELNBOGEN, Diether IV. (I1687)
 
2152 Dietrich Arnold Reimer war ein Sohn von Georg Andreas Reimer und ein Bruder von Georg Ernst Reimer. Er gründete 1845 in Berlin eine Buch- und Landkartenhandlung. Zwei Jahre später übernahm er den größten Teil der geografischen Werke und des Kunstverlages von seinem Vater und gründete den Dietrich Reimer Verlag. Im selben Jahr heiratete er Henriette Hirzel, die Schwester des Verlegers Salomon Hirzel. Aus der Ehe gingen Heinrich Georg Reimer und zwei weitere Kinder hervor.

1851 übernahm Dietrich Reimer auch das geographische und topographische Institut von A. von Meyer in Berlin.

1852 konnte er den fähigen Kartographen Heinrich Kiepert für seinen Verlag gewinnen. Nach dem Tod seiner Frau Henriette 1853 heiratete Reimer 1855 Emma Jonas, eine Tochter des Berliner Pfarrers Ludwig Jonas.

1868 machte Reimer den Buchhändler Hermann August Hoefer (* 1835) zum Teilhaber seiner Firma. Beide gingen nun mit großem Engagement an die Verbesserung der vorhandenen Kartenwerke, an neue große wissenschaftliche Unternehmungen auf dem Gebiet der Erd- und Länderkunde und die Herstellung von Erd- und Himmelsgloben, wodurch der Verlag auch international ein hohes Ansehen errang.

Am 1. Oktober 1891 musste Dietrich Reimer aus gesundheitlichen Gründen die Leitung des Verlages aufgeben. Acht Jahre später starb er im Alter von 81 Jahren. 
REIMER, Dietrich Arnold (I59849)
 
2153 Dietrich I. wird vom Chronisten Thietmar von Merseburg († 1018) als Vater von Dedo I., Graf von Wettin, erwähnt. Zu Dedos Herkunft schreibt Thietmar (Chronica VI, 50 (34)), dass er „vom Stamm, der Buzicer genannt wird, und vom Vater Thiedricus seine Herkunft herleitete“ (de tribu, quae Buzici dicitur, et de patre Thiedrico originem duxisse) und am Hofe des Meißner Markgrafen Rikdag († 985), eines Verwandten väterlicherseits, aufwuchs (Hic Rigdago marchioni, agnato suimet, ab infancia serviebat, zu deutsch: „Hier diente er von Kindheit an dem Markgrafen Rikdag, seinem agnatischen Verwandten“). Während Thietmar als zeitgenössischer Chronist die Angabe Buzici offenbar noch für ausreichend hielt, wusste man im 13. Jahrhundert damit schon nichts mehr anzufangen. August der Starke bevorzugte dann eine Abstammung vom legendären Sachsenherzog Widukind (8./9. Jahrhundert).

Es ist denkbar, dass Dietrich I. noch vor 976/77 starb, denn in diesem Jahr brachte sein Sohn Dedo I. seine eigene Mutter als Gefangene einer Fehde nach Böhmen.

Heute gibt es im Wesentlichen drei gleichermaßen spekulative Theorien über Dietrichs Abstammung. Eine erste Theorie, in einer Dissertation von 1886 von Friedrich Kurze aufgestellt und von Otto Posse in seiner Genealogie des Hauses Wettin (1897) übernommen, bezieht Buzici auf „Buco“ oder „Buzo“, eine Kurzform von „Burchard“, und identifiziert die Buzici daher mit den Burcharden, Gefolgsleuten der Karolinger seit Karl dem Großen. Zwei in der Schlacht am Kap Colonna gegen die Sarazenen (13. Juli 982) gefallene Adlige, Dedi und Burchard, werden dabei als Brüder Dietrichs I. angesehen und Dedi I., Graf im Hassegau, († 14. März 957) als dessen Vater. Eine Erweiterung dieser Theorie führt Dietrichs Abstammung bis auf einen 908 gegen die Ungarn gefallenen Burchard, Markgrafen der sorbischen Mark, zurück. Eine zweite Theorie, die von Reinhard Wenskus und Stefan Pätzold vertreten wird, führt Buzici ebenfalls auf den Leitnamen Burchard zurück und hält Dietrich für einen Sohn des schwäbischen Herzogs Burchard III. († 973) aus dem Geschlecht der Burchardinger, der nach 926 einige Zeit in Sachsen verbrachte, aus einer urkundlich nicht belegten ersten Ehe mit einer Immedingerin namens Wieltrud. Zur Stützung dieser Theorie wird angeführt, dass in der Vorrede des allerdings erst im 13. Jahrhundert entstandenen Sachsenspiegels die Wettiner zu den schwäbischen Geschlechtern gezählt werden. Eine dritte Theorie, die u. a. im Lexikon des Mittelalters vertreten wird, macht Dietrich zum Sohn des Harzgau-Grafen Volkmar (Folcmar, um 945). Für diese Theorie spricht, dass der agnatische Verwandte Rikdag als Angehöriger der Harzgaugrafen gilt, einer Sippe, die sich bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. 
(WETTINER), Dietrich I. (I39657)
 
2154 Dietrich IV. starb vor 1248.[21] Konrad, der mit einer Tochter des Grafen Ulrich von Neuenburg verheiratet war, übernahm offenbar die Vormundschaft über Dietrichs Kinder Dietrich (V.), Konrad und Walter

Als der kinderlose Dietrich V. von Rotenberg 1278 seine Erbschaft regelte, übergab er seinen Besitz an das Kloster St. Blasien mit der Auflage, eine Erbengemeinschaft von fünf Familien damit zu belehnen – seine Röttler Vettern gehörten dabei nicht zu den Belehnten.[27] Zwei Monate vor diesem Testament hatte Dietrich bereits mit dem Basler Domkapitel vereinbart, dass die Lehen, die er vom Hochstift hatte, wieder an dieses zurückfallen sollten, falls er ohne männliche Leibeserben stürbe.[28] 1279 erwähnen die Colmarer Annalen eine Fehde zwischen dem Basler Bischof und Otto von Rötteln. Nach Ansicht von Otto Roller war das den Röttlern vorenthaltene Rotenberger Erbe Gegenstand dieser Fehde, in der Otto am Ende siegreich blieb.[29] Auf jeden Fall scheint die Hauptlinie, wenn auch möglicherweise über Umwege, wieder in den Besitz des Rotenberger Erbes gekommen zu sein.[3 
BARON VON RÖTTELN (ROTENBERGER), Dietrich V. (I3216)
 
2155 Dietrich IV. starb vor 1248.[21] Konrad, der mit einer Tochter des Grafen Ulrich von Neuenburg verheiratet war, übernahm offenbar die Vormundschaft über Dietrichs Kinder Dietrich (V.), Konrad und Walter BARON VON RÖTTELN (ROTENBERGER), Konrad (I3217)
 
2156 Dietrich IV. starb vor 1248.[21] Konrad, der mit einer Tochter des Grafen Ulrich von Neuenburg verheiratet war, übernahm offenbar die Vormundschaft über Dietrichs Kinder Dietrich (V.), Konrad und Walter BARON VON RÖTTELN (ROTENBERGER), Walter (I3218)
 
2157 Dietrich zog auf die Rotenburg bei Wieslet und begründete die Nebenlinie der Rotenberger. Einige Besitztümer wurden jedoch weiterhin gemeinsam verwaltet, so zum Beispiel die Lehensherrlichkeit über die Vasallen BARON VON RÖTTELN (ROTENBERGER), Dietrich (IV.) (I3212)
 
2158 Dietrichs Bruder Gerhard erhob ebenfalls Anspruch auf den Herzogstitel. Die Auseinandersetzungen zwischen den Brüdern endeten 1073 durch einen Friedensschluss, in dem Gerhard bereits den Titel eines Grafen von Vaudémont trägt.

Dietrich stand auf Seiten König Heinrichs IV., für den er gegen die Sachsen kämpfte, vor allem 1075 in der Schlacht bei Homburg an der Unstrut.

1078 eroberte er mit Heinrich gemeinsam die Festung Metz, deren Bischof Hermann sich auf die Seite des Papstes Gregor VII. gestellt hatte. In der Folgezeit griff Dietrich mehrmals in Belange des vertriebenen Bischofs ein, der ihn daraufhin exkommunizierte, was der Papst Anfang 1079 dann auch bestätigte. Als der Bischof 1082 nach Metz zurückkehrte, konnte Dietrich dies nicht verhindern; erst zwei Jahre später, 1084, gelang Heinrich IV. selbst die erneute Unterwerfung der Stadt, die aber auch nicht von Dauer war.

Er heiratete in erster Ehe Hedwig von Formbach, Tochter des Friedrich von Formbach und der Gertrud von Haldensleben, wohl Witwe eines Grafen Heinrich, Witwe des Gebhard von Süpplingenburg († 1075 in der Schlacht bei Homburg an der Unstrut), Graf im Harzgau. 
VON LOTHRINGEN, Dietrich II. (I17220)
 
2159 Dillingen, in früherer Zeit Hupaldinger genannt, war der Name eines alten schwäbischen Adelsgeschlechtes, das bis in den Grafenrang aufstieg. Die Hupaldinger, deren Stammsitz in Wittislingen lag, siedelten im 9./10. Jahrhundert in die von ihnen errichtete Burg in Dillingen an der Donau über und nannten sich von nun an nach dem neuen Stammsitz.

Entstehung der Grafschaft Dillingen
Nachdem die fränkischen Könige das Alemannische Herzogtum um 746/48 zerschlagen hatten, unterteilten sie das Gebiet in Grafschaften (comitatus) und setzten zur Verwaltung Grafen (comes) ein. Entlohnt wurde der Graf für die Dauer seines Amtes durch ein Lehen. Amt und Lehen wurden mit der Zeit erblich.

Der Grafschaftsbezirk der Grafen von Dillingen entstand spätestens in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts und umfasste ungefähr den Landstrich zwischen den Ausläufern des Jura und der Donau, vielleicht mit teilweiser Einbeziehung des Südufers der Donau. Seine Ostwestausdehnung erstreckte sich zwischen Gundelfingen und Donauwörth. Der südlich der Donau gelegene Nordfelder Hof war alter Besitz der späteren Grafen von Dillingen.

Die Grafschaft wurde von Wittislingen aus verwaltet, dem Stammsitz der späteren Hupaldinger und Vorfahren der Grafen von Dillingen. Aufgrund der kostbaren Grabbeigaben, die im sogenannten Wittislinger Fürstengrab aufgefunden wurden, wird vermutet, dass Wittislingen bereits im 7. Jahrhundert Sitz eines Hochadelsgeschlechtes war und dass einem Nachkommen dieses Geschlechtes das Grafenamt übertragen wurde.

Dieses Amt übten wohl seit dem 9. Jahrhundert die Hucpaldinger oder Hupaldinger aus, als deren Ahnherr Hucpald oder Hupald I. (* um 865; † 910) gilt, der mit Dietpirch, vermutlich einer Cousine des Herzogs von Schwaben Burchard I., verheiratet war.[1] Deren Sohn Dietpald I., der mehrere Grafschaften verwaltete und der im Jahr 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld ums Leben kam, erbaute eine erste Burg in Dillingen, in der Nähe eines leicht passierbaren Donauübergangs. Nach dem Tode Dietpalds belehnte Kaiser Otto I. dessen Sohn Richwin mit den Grafschaften seines Vaters.


Gemälde an einer Hausfassade gegenüber der Pfarrkirche St. Ulrich und Martin in Wittislingen
In der Burg in Dillingen weilte zu Ostern 973 Ulrich von Augsburg, der Bruder Dietpalds I. Dies geht aus der 992 von dem Augsburger Dompropst Gerhard verfassten Vita des heiligen Ulrich hervor, in der Wittislingen („Witegislinga“) und Dillingen („Dilinga“) erstmals erwähnt werden.[2] Sie belegt, dass die Grafen ihren Sitz nicht mehr in Wittislingen, sondern im castellum Dilinga hatten. Nach dieser Burg nannten sich die Hupaldinger comites de Dilinga, Grafen von Dillingen, wie sie erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1111 bezeugt sind.

In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde die Dillinger Burg zu einer mächtigen Festung mit zwei Bergfrieden und einem Palas in der Mitte ausgebaut. 1220 wird ein castrum Dilingin erwähnt. 
VON DILLINGEN, Udihild (I1604)
 
2160 Dincklage ist der Name eines westfälischen Uradelsgeschlechts mit gleichnamigem Stammhaus im heutigen Landkreis Vechta.

Das Geschlecht stammt aus der Region Vechta. Es erscheint urkundlich erstmals 1231 mit Johannes de Thinclage,[1] mit dem auch die Stammreihe beginnt. Mitglieder der Familie lassen sich 1231 im Umfeld der Grafen von Ravensberg nachweisen. In Dinklage hatte sie die Ortsherrschaft inne und ließen dort spätestens im 14. Jahrhundert eine Burg erbauen. Diese wurde 1374 von ihrem Landesherrn Bischof Florenz von Wevelinghoven zerstört. Als Folge einer Erbteilung entstanden um 1400 mehrere neue Sitze. Die Herbodsburg ging 1560 an die Eigentümer der Hugoburg über. Die Dietrichsburg kam 1587 an die Familie von Ledebur. Bischof Christoph Bernhard von Galen erwarb zwischen 1664 und 1667 alle Besitzungen der Familie im Fürstbistum Münster, um damit das münstersche Erbkämmereramt der Familie von Galen auszustatten. Daraus entstand die Herrlichkeit Dinklage. Diese kleine Herrschaft kam 1827 an das Großherzogtum Oldenburg. Außerdem waren Angehörige der Familie vom 15. bis zum 19. Jahrhundert Burgmannen zu Quakenbrück.[2]

Am 12. Januar 1844 erfolgte die hannoversche Genehmigung zur Führung des Freiherrntitels für den Drosten Wilhelm von Dincklage zu Malgarten und seine Brüder Ernst August, Forstmeister zu Vörden und Hermann auf Campe, sowie deren Vetter Otto von Dincklage auf Schulenburg.
Zu überregionaler politischer Bedeutung gelangte das Geschlecht durch den Entschluss des Drosten Johann von Dincklage auf Hopen, in seiner Amtszeit (1540–1549) Franz von Waldeck bei der Einführung des Luthertums im Amt Vechta behilflich zu sein.[3] Erst im 17. Jahrhundert wurde die Herrschaft des katholischen Lagers im Amt Vechta im Zuge der Gegenreformation nachhaltig stabilisiert, und zwar maßgeblich durch das Wirken von Vertretern der Familie von Galen.

Die Familie besteht aus zwei Zweigen, Schulenburg und Campe. Der Sitz der Dincklage (Schulenburg) war bis zum Verkauf durch Clemens Freiherrn von Dincklage 1906 die Schulenburg (Badbergen), der Sitz der Dincklage (Campe) ist seit 1695 das Gut Campe im nördlichen, katholisch geprägten Emsland. Die in Campe residierenden Herren aus dem Geschlecht von Dincklage sind katholisch, die Angehörigen des Zweiges Schulenburg waren bzw. sind evangelisch.[4] Seit dem 2. Oktober 1921 besteht ein Geschlechtsverband. 
VON DINCKLAGE, N. (I37569)
 
2161 DOBROMIR wurde nur einmal erwähnt in der Chronik des THIETMAR VON MERSEBURG als »venerabilis senior Dobremirus« (sehr verehrter Ältester Dobremirus).
Woher DOBREMIR stammte, ist unklar, möglicherweise war er ein Sohn des Hevellerfürsten TUGUMIR. Die Palette der Deutungen reicht vom »Milzenerfürsten« (S. Zakrzewski), Angehörigen der Hevellerdynastie (J. Widajewicz), Mitglied einer sächsischen Grafenfamilie (A.F. Grabski) bis zum Herrn aus dem Krakauer Land (H. Lowmianski).
Die Lösung des Rätsels bleibt an folgende Voraussetzungen geknüpft:
Der Name EMNILDA und der ihrer Tochter REGELINDIS lassen mit Sicherheit den Schluss zu, dass DOBROMIR zwischen 965 und 975 mit einer sächsischen Grafentochter (aus der Familie Rikdags, Geros oder der Querfurter?) vermählt war.
Der Name DOBROMIR selbst deutet auf Verbindungen zur Hevellerdynastie (Tugumir, Drahomir) hin. BOLESLAWS Heirat mit EMNILDA (987) darf nicht aus dem Kontext piastischer Bündnispolitik und der Ereignisse von 1002, die zum Ausbruch der Kriege HEINRICHS II. mit BOLESLAW führten, herausgelöst werden.
Der Titel SENIOR deutet auf eine mittlere Position hin, slawische Fürsten wurden bei THIETMAR meist als dux oder princeps bezeichnet. Andererseits weist die Heirat in ein sächsisches Adelsgeschlecht und in das polnische Herrscherhaus auf eine gehobene Bedeutung.
Wahrscheinlich war DOBROMIR ein Fürst der Lausitz und des Milzenerlandes.  
N., N. (I15280)
 
2162 Doña Jimena war möglicherweise die Tochter des Grafen Diego Fernández von Oviedo (Asturien), der jedoch bereits kurz nach ihrer Geburt verstarb. Nach der Historia Roderici, einer Ende des 12. Jahrhunderts verfassten und bereits viele legendenhafte Züge tragenden Lebensbeschreibung des Cid, war sie die Nichte von Alfons VI. von León. Im Jahr 1074 heiratete sie den Heerführer (campeador) Don Rodrigo Díaz de Vivar in der Kirche San Lorenzo von Palencia. Ob sie ihrem Mann in dessen erste Verbannung an den Hof des Emirs von Zaragossa (1080–1086) folgte, ist nicht bekannt. Während der zweiten Verbannung ihres Gemahls (1093) wurde sie auf Befehl Alfons’ VI. zusammen mit ihren drei Kindern unter Arrest gestellt. Im Jahr 1094 errang ihr Mann jedoch einen entscheidenden Sieg über die Mauren bei Valencia und zog siegreich in die Stadt ein; seine Gemahlin folgte ihm dorthin. 1099 starb er und seine Witwe blieb in den kommenden drei Jahren Herrin der Stadt bis zu deren Übergabe an die Almoraviden. In ihrem erhaltenen Testament vom Mai 1101 vermachte sie all ihren Besitz der Kathedrale von Valencia. Ihre letzten Lebensjahre verbrachte sie wahrscheinlich im Kloster San Pedro de Cardeña bei Burgos, wo sie auch an der Seite ihres Ehemannes beigesetzt wurde. Im Jahr 1921 wurden die sterblichen Überreste beider in die Kathedrale von Burgos übergeführt. DÍAZ, Jimena (I40314)
 
2163 Donatus entstammte einer gallorömischen Familie im nördlichen Burgund, die insbesondere im Gebiet um Besançon begütert war und aus der die fränkische Adelssippe der Waltriche hervorging, die in den folgenden zwei Jahrhunderten zu einer der einflussreichsten Familien im Frankenreich, vor allem während der Herrschaft der Karolinger aufstieg. Er wurde dort als Sohn des Dux von Transjuranien, Waldelenus, und seiner Frau Aelia Flavia geboren. Sein jüngerer Bruder Chramnelenus wurde Nachfolger seines Vaters als Herzog von Transjuranien, seine Schwester Sirudis wirkte später als erste Äbtissin im Frauenkloster Jussamoutier zu Besançon.

Donatus‘ Vater war einer der frühesten und einflussreichsten Förderer des iroschottischen Missionars Kolumban, welcher entscheidend zur Christianisierung der Gebiete nördlich der Alpen beitrug – beide Männer verband zudem eine tiefe Freundschaft, wie die Vita Columbani des Jonas von Bobbio zu berichten weiß.

Nach dessen Schilderung war das herzogliche Paar lange Zeit kinderlos und daher erbat Waldelenus von Kolumban, der aufgrund seiner asketischen Lebensführung den Ruf eines mit besonderen Kräften ausgestatteten Priesters genoss, die heilkräftige Segnung von Familie und Haus. Er spendete den Segen unter der Bedingung, dass der erstgeborene Sohn der Kirche gewidmet sei – und folglich übergab Waldelenus seinen Sohn Donatus, der von Kolumban eigenhändig getauft wurde, dem Kloster Luxeuil zur Erziehung und weiteren Ausbildung.

Unter Kolumbans Abbatiat erhielt Donatus schließlich in der Abtei von Luxeuil die Weihen zum Mönch.

Im Jahr 625 wurde Donatus zum sechsundzwanzigsten Erzbischof von Besançon geweiht. Den episkopalen Gepflogenheiten der damaligen Zeit folgend, gründete er in der Stadt ein Kloster unter der Ordensregel des Kolumban, welches in den zeitgenössischen Quellen lediglich als Palatium bezeichnet wurde, da es auf den Resten eines römischen Palastes erbaut worden war, und später das Patrozinium des heiligen Paulus erhielt.

Zum Gedenken an ihren verstorbenen Ehegatten gründete seine Mutter Aelia Flava an der Stelle der heutigen Kirche Notre-Dame in Besançon das Frauenkloster Jussamoutier und bestimmte ihre Tochter Sirudis zur ersten Äbtissin. Donatus schrieb eine Klosterregel für diese Stiftung, in der er Elemente aus den Ordnungen von Benedikt von Nursia, Kolumban und Caesarius von Arles kombinierte. Diese Regula Donati ist der älteste erhaltene Nachweis für die Benediktinerregel und blieb der Nachwelt textlich in Benedikt von Anianes Codex Regularum erhalten.

Urkundlich belegt ist die Teilnahme von Donatus als Erzbischof an den Synoden von Clichy (626/627), Chalon-sur-Saône (650) und Reims.

Donatus verstarb nach dem Jahr 656 und wurde in seiner Klostergründung Saint-Paul in Besançon bestattet. 
VON BESANCON, Donatus (I37405)
 
2164 Dönhoff begann seine militärische Laufbahn 1686 als Kapitän im Regiment „Anhalt“. Am 27. Oktober 1790 wurde er zum Major befördert und war als solcher 1696 Kommandeur des Bataillons „Anhalt-Dessau“. Es folgte 1690/97 die Teilnahme an der Kampagne gegen Frankreich, wobei er 1696 zum Oberstleutnant befördert wurde. 1698, dann bereits Oberst, stand Dönhoff 1699 als Kammerherr im Dienst des Kurfürsten Friedrich III. 1704 war Dönhoff Kommandeur des Regiments „Hessen-Kassel“ und zog in den Jahren 1702/13 erneut gegen Frankreich. Am 15. Januar 1705 erfolgte die Beförderung zum Generalmajor. In dieser Eigenschaft ernannte ihn König Friedrich Wilhelm I. am 3. April 1713 zum Chef eines neugebildeten Infanterieregiments, das damit die Bezeichnung Infanterieregiment „von Dönhoff“ führte. Als Generalleutnant nahm Dönhoff 1715 an der Belagerung von Stralsund teil und fungierte ab Mitte Januar 1723 auch als Gouverneur von Kolberg, sowie als Hauptmann über die pommerschen Ämter Altstadt-Kolberg, Suckow und Sulzhorst.[1] Er war Erbherr der Marcklackschen Güter im Kreis Rastenburg in Preußen.

Bereits zu Lebzeiten wird ihm eine Komturschaft des Johanniterordens in Schivelbein zugeschrieben.[2] Dem folgen auch spätere Autoren überwiegend.[3] Bereits 1788 wird er jedoch als „Ritter des deutschen Ordens, und Komthur zu Schiefenberg“ genannt.[1] Dies bestätigt sich auch in mehreren Inschriften und Wappenabbildungen vor Ort. So trägt ein Rollband eines barock gestalteten Ziehbrunnen in Schiffenberg die Inschrift: „E. U. G. V. DÖNHOFF T. O. R. C. Z. S. Sr koenigl. Mayest. in Preussen wohl bestalter GENERAL LIEUTENANT über DERO Infanterie Aō: 1717“ (= Ernst Uladislaus Graf von Dönhoff Teutsch Ordens Ritter / Comtur zu Schiffenberg seiner königlichen Majestät in Preußen / wohl bestallter General Lieutnant / über dero Infanterie Anno 1717).[4] Eine Komturschaft in Schiffenberg für die Jahre 1711 bis 1724 ist somit valide belegt. Schivelbein ist eventuell eine Verschreibung, die sich zudem auch in der größeren Entfernung Schiffenbergs zu Preußen und Kolberg begründet.

Dönhoff verstarb unverheiratet und wurde am 20. Juni 1724 in der Berliner Garnisonkirche beigesetzt. 
VON DÖNHOFF, Ernst Wladislaus (I57870)
 
2165 Dorfgemeinschaft 750 Jahre Scheuern e.V.
1267-2017
Der heutige Gernsbacher Ortsteil Scheuern kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken. Das kleine Dörfchen ist spätestens seit 1267 unter dem Namen „zu der Schuren“ und später als „zur Schuern“ nachzuweisen und war einst als lockere Siedlung angelegt 
BOEHNER, Hanns (I1147)
 
2166 Dorfstrasse 20
8925 Ebertswil
079 108 85 79
andrea-fuchs@gmx.ch 
FUCHS, Andrea Suleika (I55949)
 
2167 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I55948)
 
2168 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7430)
 
2169 Dorothea erbt das gesamte väterliche Vermögen (ca. 120000 Gulden), erbaut ca.
1560 auf dem Buchberg bei Thal das Schlößchen Greifenstein.
Als Morgengabe hatte Vater Vadian der Tochter ein Gut auf dem Buchberg geschenkt; sie baute dort das Schlösschen Greifenstein, das heute noch wohlerhalten besteht.

Adelsbrief am 6.12.1430 von König Siegismund
Dorothea muss eine gute Grundausbildung erhalten haben, die sie später befähigte, als verwitwete geschäftsfrau ihr Vermögen so erfolgreich zu vermehren, dass sie als reichste Frau der Stadt während vieler Jahre den größten Steuerbetrag bezahlte. Buch Joachim Vadian von Rudolf Gamper S. 245 
VON WATT, von von Dorothea Theodisa\Theodosia (I17967)
 
2170 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7188)
 
2171 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I55765)
 
2172 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I5329)
 
2173 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I5328)
 
2174 drei Jahre in Mailand und Turin ausgebildet, sieben Jahre dann in Wien für die Schobingersche Handelsgesellschaft tätig SCHOBINGER, Esaias (I4715)
 
2175 Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. Lebend (I7133)
 
2176 Drohobytsch (ukrainisch Дрогобичⓘ/?; russisch Дрогобыч Drogobytsch; polnisch Drohobyczⓘ/?; jiddisch דראָביטש) ist eine ukrainische Stadt mit 73.682 Einwohnern (2022[1]). Sie liegt in der Oblast Lwiw, südlich der Bezirkshauptstadt Lwiw, die auch die nächste größere Stadt ist.


Blick auf die Innenstadt von Drohobytsch
Drohobytsch ist das Rajonszentrum des gleichnamigen Rajons Drohobytsch, war aber selbst bis Juli 2020 kein Teil desselben.

Der Chassidismus (auch Hassidismus geschrieben; von hebräisch חסידות chassidut, chassidus, deutsch ‚Frömmigkeit‘) ist eine religiöse, stark traditionsorientierte und in ihren Ursprüngen auch mystische Strömung, die dem ultraorthodoxen (charedischen) Judentum angehört. Er entstand im 18. Jahrhundert unter den osteuropäischen Juden, hat seine Zentren heute aber infolge des Holocausts in erster Linie in den Vereinigten Staaten von Amerika und in Israel. Seine Anhänger, die Chassidim oder eingedeutscht Chassiden (Aussprache [χaˈsiːden]), organisieren sich in zahlreichen Gruppierungen, die je von einem Admor (auch Rebbe oder Zaddik genannt) angeführt werden, deren Amt sich dynastisch über die Generationen vererbt. 2016 gab es über 130.000 chassidische Familien weltweit und mehr als 230 Rebbes. 
KORFF, Chana (I60333)
 
2177 Drost(e) (von mittelniederdeutsch drossete), auch Drossart bezeichnete seit dem späten Mittelalter vor allem in Nordwestdeutschland (am Niederrhein, in Westfalen, in Ostfriesland), aber auch in Mecklenburg, Schleswig-Holstein und in den Niederlanden einen Beamten, der für einen definierten Verwaltungsbezirk in militärischer, jurisdiktioneller und polizeilicher Beziehung die Stelle des Landesherrn vertrat. Die Funktion ist in etwa mit dem Amtmann, Amtshauptmann, Regierungspräsidenten oder Landrat vergleichbar. https://de.wikipedia.org/wiki/Drost
Knappe, 1379 Drost zu Rheine, verkauft 1371 mit seiner Frau und Tochter Gertrud mehrere Zutphensche Lehen in den Ksp. Delden und Borne in der Grafschaft Geldern an den Grafen von Bentheim, verspricht 1385 nach einer Fehde dem Kloster Cappenberg, Frieden zu halten, 1379/81 belehnt von Bf. Potho v. Münster mit dem großen Zehnt zu Katenhorn bei Rheine, 1380 von der Abtei Herford mit dem Erbe Hardenakkenhus zu Rheine belehnt, besitzt 1385 den Wellinghof vor Rheine, Bf. Heidenreich v. Münster verpfändet ihm 1385 für 300 Mark Pfennige, die Bernd ihm zur Einlösung des Amtes Rheine geliehen hatte, alle Einnahmen aus dem Bierpfennig der Stadt Rheine, schwört 1383 Urfehde gegen die Stadt. 
VON LANGEN, Bernd I. (I18730)
 
2178 Düngelen, auch Düngeln, ist der Name eines erloschenen westfälischen Adelsgeschlechts aus der Grafschaft Mark.

Geschichte
Das Geschlecht ist urkundlich seit 1228 bekannt. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts saßen die Düngeln auf Schloss Bladenhorst. 1382 übernahmen sie die Henrichenburg von den Herren von Oer. Ein weiterer Familienzweig besaß Haus Ickern.

In der Ähnlichkeit des Wappens zeigte die Familie ihre Verwandtschaft mit den Rittern von Eickel und den Herren von Essen. Nachdem die in Bladenhorst ansässige Familie die Henrichenburg übernommen hatte, stiftete der dortige Familienzweig ein eigenes Wappen, das anstelle der silbernen Rauten goldene auf dem schwarzen Schrägbalken trug.[1] Das Familienwappen wurde in das Wappen der Gemeinde Henrichenburg übernommen.

Ab 1413 lassen sich die von Düngelen auf dem Rittersitz Haus Dahlhausen in Hordel nachweisen. Karl Ferdinand Franz Philipp Amalius Freiherr von Düngelen starb hier ohne männliche Nachkommen am 21. Juni 1802.

Ihnen gehörten im 15. Jahrhundert mindestens zwei Dutzend Höfe in Rheinen (einschließlich der Markenrechte), Hennen, Ergste, Schwerte, Berchum und Herbeck.

Eine Johanna Elisabeth von Düngelen zu Dahlhausen war um 1650 mit Jobst von der Leithe vom nahegelegenen Haus Laer verheiratet[2] und Mutter des Jobst Wilhelm von der Leithe zu Laer[3], der eine Mechtel von Pallandt zu Keppel heiratete.

Wohl demselben Sippenkreis zugehörig war Elisabeth von Havkenscheidt, Tochter des Diedrich von Havkenscheidt und der Jutta von Brabeck, die mit Dietrich von der Leithe zu Laer verheiratet war. Sie besaß einen Wohnhof zu Dortmund und verstarb am 13. April 1614 ohne Erben. Sie wurde in der Petri-Kirche bestattet. Testamentarisch bedachte sie Studenten aus Bochum und Dortmund mit einer bis ins 19. Jahrhundert reichenden Stiftung in Höhe von 10.000 Goldgulden.[4]

Zudem war Caspara von Düngelen, Gattin des Moritz von Isselstein (1585–1652) und Mutter des 1634 geborenen Obristen Vinzens von Isselstein, tituliert als Frau zu Linnep, am 10. Mai 1643 die Patin der Caspara zum Eicken (von Eickel).

Ab 1600 besaßen die Herren von Düngelen auch den Lohmanns-Hof in Westick, heute Kamen, zum Lehen. Im Jahre 1744 verkaufte Moritz Vinzens von Düngelen den Hof für 20.000 Reichstaler an Christ. Giesbert von Bodelschwingh zu Velmede.[5]

Wappen
Das Wappen zeigt in Silber einen schrägrechten mit drei goldenen Wecken belegten schwarzen Balken. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken ein offener mit dem je nach außen abfallenden Balken bezeichneter silberner Flug.

Namensträger
Heinrich von Düngelen, Subdiakon und Domherr in Münster
Hermann von Düngelen († 1540), Domherr in Münster
Rotger von Düngelen († 1512), Domherr in Münster 
VON DÜNGELN ZU DALHAUSEN, Moritz Vinzenz (I45721)
 
2179 Düngelen, auch Düngeln, ist der Name eines erloschenen westfälischen Adelsgeschlechts aus der Grafschaft Mark.

Schloss Bladenhorst
ist ein Wasserschloss im Stadtteil Bladenhorst der Stadt Castrop-Rauxel.

Die Burg wird urkundlich erstmals 1266 erwähnt. Einst lebten dort die Ritter von Blarnhurst, zu Beginn des 14. Jahrhunderts dann die Familie von Düngelen. 1338 stellte Rötger von Düngelen dem Grafen von Kleve seinen Besitz als Offenburg zur Benutzung im Kriegsfall zur Verfügung. Durch Heirat gelangte die Burg 1496 an Philipp von Viermundt († 1528), 1624 bis 1891 an die Freiherren von Romberg, die sie ererbt hatten. Danach im Erbgang bis 1924 waren die Freiherren Weichs zur Wenne und anschließend die Klöckner-Werke für die Geschicke des Schlosses verantwortlich.

Die Anlage bestand ursprünglich aus vier Flügeln. Das als Wehrbau angelegte Torhaus ist der älteste Teil der Anlage, die Kapelle ging auf das Jahr 1332 zurück (Abbruch 1941). Das Schloss im Stile der Spätrenaissance stammt aus den Jahren des Umbaus von 1530 bis 1584 und ist bewohnt. Da das Schloss in Privatbesitz ist, gibt es keine Führungen oder Besichtigungen.

Am 16. Februar 2006 wurde die Sparkasse Vest Eigentümerin des Schlosses. Nachdem sie dieses vier Jahre zwangsverwaltet hatte, erwarb sie es im Zuge einer Versteigerung. Ein Teil des Nordflügels besteht seit dem Jahr 2001 aus selbstgenutzten Eigentumswohnungen, der übrige Teil des Schlosses ist im Januar 2007 in den Besitz des Dortmunders Bodo Möhrke übergegangen.

2010 wurde der letzte Teil des Gräftenhauses bezugsfähig. Ein Jahr später konnte das alte Torhaus wieder als Wohnung genutzt werden. Das Schlossgelände ist Bestandteil des Landschaftsparks Bladenhorst und im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt.

In unregelmäßigen Abständen finden im Rittersaal oder im Schlossinnenhof Lesungen, Konzerte, Vorträge, Dinnerveranstaltungen, Wein- und Sommerfeste statt. Regelmäßig öffnet sich das Schloss für Besucher am jährlichen Tag des offenen Denkmals im September. Häufig sind auch Oldtimer anlässlich diverser Rundfahrten zu Gast. Seit 2015 finden im Rittersaal standesamtliche Trauungen der Stadt Castrop-Rauxel statt. 
VON DÜNGELN, Sophie (I45753)
 
2180 Durch das Aussterben der Herzöge von Zähringen 1218 ergab sich eine weitere Gelegenheit für die Kyburger, ihren Besitz zu erweitern, da Anna von Zähringen, die Schwester des letzten Zähringers, Berchtold V., die Ehefrau Ulrichs III. von Kyburg († 1227) war. In den Erbstreitigkeiten mit anderen Adelsgeschlechtern, die mit den Zähringern verwandt waren, konnte Ulrich III. für sich die linksrheinischen Besitzungen der Zähringer in der heutigen Schweiz behaupten. Darunter befanden sich sowohl Güter im damaligen Zürichgau im Herzogtum Schwaben wie auch im Aargau im Königreich Burgund, darunter die Städte Freiburg im Üechtland, Thun und Burgdorf. Die Herrschaftsansprüche der Kyburger aus dieser Erbschaft liessen sich aber nicht überall durchsetzen, sie verloren beispielsweise die Stadt Zürich und die Vogtei über das Kloster St. Gallen.
Um die Mitte des 13. Jahrhunderts wandten sich die Kyburger gegen die Staufer und wurden zur Hauptstütze der päpstlich-antistaufischen Koalition auf dem Gebiet der heutigen Schweiz. Im Streit zwischen Papst und Krone wandte sich HARTMNANN DER ÄLTERE von Kaiser FRIEDRICH II. ab und wechselte in das päpstliche Lager. Ihnen schlossen sich auch die Freiherren VON WART an, die sich nun eng an die KYBURGER anlehnten. 
VON ZÄHRINGEN, Anna (I10369)
 
2181 Durch den Ehevertrag zwischen Raimund Berengar IV. und der erst einjährigen Petronella von Aragón (1136–1173), Erbin des Königreiches Aragón, entstand 1137 aus Aragón und den im 12. Jahrhundert mit Katalonien weitgehend identischen Ländern der Grafen von Barcelona eine bis 1516 bestehende, als Krone Aragón bezeichnete Staatengemeinschaft, die noch im 12. Jahrhundert zu einer der bedeutendsten Großmächte am Mittelmeer und auf der Iberischen Halbinsel aufstieg.

Leben

Raimund Berengar im Retiro-Park
Über Raimund Berengars Leben existiert keine zusammenhängende Darstellung eines mittelalterlichen Chronisten. Wichtige Ereignisse fanden allerdings Erwähnung in dem als Chronicon Adefonsi Imperatoris bezeichneten Bericht eines anonymen Autors über das Leben des Königs Alfons VII. von Kastilien und León, der seit 1128 in seiner ersten Ehe mit Berenguela von Barcelona, einer Schwester Raimund Berengars IV., verheiratet war. Außerdem lassen sich die politischen Entscheidungen des Grafen anhand überlieferter Urkunden nachweisen.

Im Jahr 1134 widersetzte sich der aragonesische Adel dem testamentarisch zum Ausdruck gebrachten Willen ihres verstorbenen Königs Alfons I., der sein Reich dem Heiligen Land zu vererben beabsichtigte. Der Adel krönte deshalb den letzten Angehörigen der Dynastie, Ramiro II., Alfons’ eigens aus dem Kloster geholten Bruder zum König von Aragón, der bald darauf mit Agnes von Poitou (1103–1160) verheiratet wurde und seine einzige Tochter Petronella zeugte. Bereits 1137 krönte der mit seinen Aufgaben als König überforderte Ex-Mönch seine Tochter zur Königin, um sich wenig später wieder ins Kloster zurückzuziehen. Da die einjährige Petronella ihre Herrschaftsrechte nicht selbst ausüben konnte, arrangierte Ramiro II. die Ehe seiner Tochter mit Raimund Berengar IV., dem Grafen von Barcelona, der während Petronellas Minderjährigkeit die Regentschaft im Königreich Aragón führen sollte.

De facto kam auch nur der Graf von Barcelona als Regent des Königreichs Aragón und Ehemann für Petronella in Frage. Eine Regentschaft von Alfons VII., dem benachbarten König von Kastilien und León und größten Widersacher Aragóns, wurde ausgeschlossen, da mit Recht befürchtet wurde, dass Aragón seine Eigenständigkeit im Königreich Kastilien und León verlieren würde. Weil Navarra sich erst 1134 von Aragón trennte und um 1137 eine eigene Expansionspolitik betrieb, war auch der König von Navarra als möglicher Regent in Aragón unerwünscht.

Die Eheschließung zwischen Petronella und Raimund Berengar führte zur Bildung eines bis 1516 bestehenden künstlichen Staatsgebildes, das als Krone Aragón firmierte. Aragonier und Katalanen lebten zwar unter unterschiedlichen Rechtssystemen, sie verfolgten eigene wirtschaftliche Interessen und sprachen auch keine gemeinsame Sprache, trotzdem stieg die Krone Aragón unter Raimund Berengars Sohn Alfons II. zur Großmacht am Mittelmeer und auf der Iberischen Halbinsel auf. Dies lag vor allem daran, dass beide Staatsteile aus der Union ihre Vorteile zogen. Aragonier und Katalanen konnten ihre kulturelle Eigenständigkeit bewahren, das Königreich Aragón erhielt einen Zugang zum Mittelmeer, und die Grafschaft Barcelona wurde vor dem Expansionsstreben Kastiliens geschützt.

Die Grundlagen für die Stabilität des neuen Staates wurden während der Regentschaft von Raimund Berengar IV. geschaffen. Er besetzte ab 1145 fast alle Bischofsstühle mit seinen Vertrauten und richtete die Kirchenprovinz Tarragona als Bindeglied der katalanischen und aragonesischen Gebiete ein. Des Weiteren förderte er die neu entstandenen Ritterorden, insbesondere die Templer, sowie die Kanoniker von St. Ruf (Avignon), die er ab 1148 mit dem Aufbau einer Bistumsorganisation im wiedereroberten Tortosa beauftragte. Neben der kirchenpolitischen Ordnung schuf Raimund Berengar auch eine neu geordnete staatliche Verwaltung. Er ließ außerdem eine neue Rechtssammlung, die Usatges von Barcelona, zusammenstellen, die den Zusammenhalt der Krone Aragóns langfristig garantierte.

Weil das Testament von Alfons I. bewusst übergangen wurde, musste sich Raimund Berengar außenpolitisch um eine schnelle Aussöhnung mit dem sehr verärgerten Papsttum und den ebenfalls erzürnten Machthabern im Königreich Jerusalem bemühen. Bereits 1140 zahlte er den Hospitalrittern, den späteren Johannitern, eine Abfindung für deren entgangene Erbschaft. Diese Vereinbarung wurde 1141 vom Patriarchen von Jerusalem anerkannt, wobei dem Grafen von Barcelona großzügig erlaubt wurde, den Titel König von Aragón zu führen. Dies lehnte Raimund Berengar IV. jedoch ab, er nannte sich weiterhin schlicht und einfach Graf von Barcelona und Fürst (Princeps) von Aragón, möglicherweise nur aus Rücksicht auf die Päpste, die sein Königtum nach wie vor nicht anerkannten. Erst 1158 gestattete Papst Hadrian IV. Raimund Berengar, den Titel König von Aragón zu führen.

Zwischen 1144 und 1150 übernahm der Graf von Barcelona für seinen Neffen Raimund Berengar III. die Vormundschaftsregierung in der Grafschaft Provence. Infolge des Aufrufes von Papst Eugen III. zum Zweiten Kreuzzug leitete 1147 Raimund Berengar IV. die Eroberung der muslimischen Taifa-Königreiche im Süden der Iberischen Halbinsel ein, von denen einige bis 1149 unterworfen worden. Des Weiteren eroberte er 1147 – gemeinsam mit Alfons VII. von Kastilien und León und einer verbündeten genuesisch-pisanischer Flotte – das Piratennest Almería und 1148 – erneut mit Hilfe einer genuesischen Flotte – Tortosa an der Ebromündung sowie die maurische Enklave Lérida. 1149/1150 soll Raimund von Barcelona den spanischen Ritterorden Orden del Hacha, auch als Ordre de la Hache, die Damen von der Axt oder Orden der Damen von der Axt bzw. Orden von der Axt bezeichnet, den Verteidigerinnen von Tortosa gestiftet haben, welcher ausschließlich aus Frauen bestand.

Raimund Berengar IV. suchte nach dem Tod seines Lehnsherren Alfons VII. († 1157) politischen Rückhalt beim englischen König Heinrich II., dessen französische Ländereien an den Pyrenäen endeten. Heinrich beabsichtigte, im Namen seiner Frau Eleonore die Ansprüche Aquitaniens auf die Grafschaft Toulouse durchzusetzen. Aus diesem Grund wurde 1159 in Blaye in der Gascogne eine politische Allianz zwischen dem englischen König und dem Grafen von Barcelona gebildet, wobei eine zukünftige Ehe zwischen Heinrichs Sohn Richard und einer Tochter Raimund Berengars, wahrscheinlich Dulce von Barcelona, beschlossen wurde.

Die 1161 erfolgte Eheschließung seines Neffen Raimund Berengar III. von Provence mit der Piastin Richeza – Witwe des kastilischen Königs Alfons VII., Cousine Kaiser Friedrichs I. und (möglicherweise auch) Verwandte des staufischen Gegenpapstes Viktor IV. – führten zu Kontakten zum Heiligen Römischen Reich. Aufgrund des kirchlichen Schismas trachtete Friedrich Barbarossa seine Oberhoheit über den südburgundischen Raum auf eine neue, gefestigte Basis zu heben. Da die Grafen von Barcelona seit 1113 in der Grafschaft Provence und seit 1137 im Königreich Aragón regierten, galten sie als bedeutendste Machthaber im südfranzösisch-ostspanischen Raum. Sie standen außerdem im politischen Gegensatz zu lokalen Machthabern, insbesondere den Grafen von Toulouse. Dies führte zum Bündnis zwischen dem Kaiser und Raimund Berengar IV., dem daraufhin die Grafschaft Provence südlich der Durance verliehen wurde.

Infolge des 1161 geschlossenen Bündnisvertrages zog Raimund Berengar IV. nach Italien, um Barbarossa bei dessen Kampf gegen das aufständische Mailand zu unterstützen. Allerdings verstarb der Graf von Barcelona wenige Tage vor dem geplanten persönlichen Treffen mit dem Kaiser am 6. August 1162 in Borgo San Dalmazzo. Dorthin begab sich einige Tage später Friedrich Barbarossa, um seinem verstorbenen Verbündeten, der danach in der gräflichen Grablege Santa Maria in Ripoll beigesetzt wurde, die letzte Ehre zu erweisen. Raimund Berengar III. von Provence erneuerte am 18. August 1162 den Vertrag mit dem Kaiser. Dagegen fühlte sich Alfons II. von Aragón, Sohn und Nachfolger Raimund Berengars IV. von Barcelona, nicht an den Vertrag gebunden. Er wechselte später ins Lager der Gegner Barbarossas. 
(BARCELONA), Raimund Berengar IV. (I61524)
 
2182 Durch den frühen Tod von Aymo III. und Wilhelm II., deren minderjährige Erben wenig handlungsfähig waren, und die Schuldenwirtschaft Aymos IV. geriet die Herrschaft M. in Verfall, konnte aber durch Wilhelm III. reorganisiert werden. Nach dem Tod Wilhelms III. führte Theobald (belegt 1372-1414) die Herrschaft M. zeitweilig zusammen mit seinem Bruder Aymo (belegt 1371-99), einem Johanniter. 1405 musste er die Herrschaft wegen schlechter Verwaltung und wegen eines von ihm verübten Mordes an einem Cluniazenser von Payerne aufgeben.

Erstmals erwähnt 21.7.1321, November 1334. Sohn des Aymo, Herrn von Montagny, Ritters und Vogts der Waadt, und der Agnes von Grandson-Belmont. ​Katharina von Neuenburg, Tochter des Grafen Rudolf IV. von Neuenburg, Witwe des Jean de Champvent. 1324-1334 Herr von Montagny, 1329 Ritter. 1324-1328 Vogt der Waadt, Kastvogt des Priorats Payerne. Wilhelm II. von Montagny erwarb 1329 einen Teil der Herrschaft La Molière, musste später einige Güter verkaufen und hinterliess beträchtliche Schulden. 
VON MONTENACH, Wilhelm II. (I41504)
 
2183 Durch die Eroberung der Gebiete südlich des Duero und vor allem der alten Westgotenhauptstadt Toledo im Jahr 1085 setzte er einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der spanischen Reconquista und untermauerte den Anspruch des leónesisch-kastilischen Königshauses auf die Vorrangstellung unter den spanischen Königen der iberischen Halbinsel. Im Cantar de Mio Cid, einem der Hauptwerke der literarischen Folklore Spaniens, ist Alfons VI. eine der Hauptpersonen (LEÓN), Alfons VI. (I37737)
 
2184 Durch die Heirat von Friedrich Barbarossa mit Beatrix von Burgund ging letztere Herzogswürde allerdings verloren. 1156 erhielt Berthold als Ausgleich den Titel rector Burgundiae und Vogteirechte über Genf, Lausanne und Sitten. Die Konkurrenz zum benachbarten Herzog von Schwaben – Friedrich von Rothenburg – veranlasste ihn auf Seiten Welfs VI. in der Tübinger Fehde (1164–1166) zu kämpfen. 1173 erhielt er die Vogtei über Zürich. Dem Eintrag im Necrologium minus Monasterii S. Petri Nigrae Silvae zufolge, dem Totenkalender des zähringischen Hausklosters St. Peter, wurde seiner alljährlich am 8. September im Rahmen eines Totenoffiziums gedacht, zu dem fünf Kerzen gestiftet wurden. Es heißt darin wörtlich: Berchtoldus 4. dux de Zaeringen, officium cum 5 candelis. (ZÄHRINGEN), Herzog Herzog Berthold IV. (I40534)
 
2185 Durch die Heirat wurde Möller Miteigentümer eines Kupferhammers bei Warstein. Insbesondere auf Basis des durch seine Frau eingebrachten Vermögens beteiligte sich Möller an einer Vielzahl von Unternehmungen.  HOFIUS, Eleonora Elisabeth (I25167)
 
2186 Durch die Namen der Nachkommen sowie die feststellbaren Besitzungen von Ulrich I. in der Nähe von Augsburg kann allerdings vermutet werden, dass es sich bei der Frau um eine Nachkommenschaft des im Jahr 955 gestorbenen Grafen Dietpold, einem Bruder des heiligen Ulrich, einem Bischof von Augsburg handelt. Ulrich I. gilt in vielen Darstellungen als der erste Heilige, der in einer Kanonisierung heiliggesprochen wurde. Aufgrund des Umfanges der Besitzungen, unter denen sich auch Grafschaften befanden, kann es sich bei ihr um eine Erbtochter gehandelt haben. IM TRAUNGAU, Rapoto II. (I40175)
 
2187 Durch Heirat und Erbschaft konnte er den fürstenbergischen Besitz um die Herrschaften Wartenberg und Hausach erweitern.
Heinrich entstammt dem Geschlecht der Grafen von Fürstenberg. Sein Vater war Friedrich I. von Fürstenberg, seine Mutter war Udilhild von Wolfach. Nach dem Tod Friedrichs († 1296) übernahm dessen Bruder Konrad, Domherr zu Konstanz, die Vormundschaft über die Kinder.

Bereits 1303 verkaufte Heinrich – wohl aus Geldnot – die Burg Fürsteneck und die Stadt Oberkirch an das Hochstift Straßburg. 1305 führte Heinrich Krieg gegen den Habsburger König Albrecht I. und dessen Sohn Friedrich und brach damit mit der Habsburg freundlichen Politik seiner Vorfahren. Nachdem der König im Mai Fürstenberg belagerte, musste Heinrich binnen weniger Tage klein beigeben und verlor im Ergebnis die Stadt Bräunlingen, die fortan zu Vorderösterreich gehörte. Nach der Beilegung dieser Streitigkeiten gehörte Heinrich wieder zu den Vertrauten der Habsburger. So zog er mit Herzog Leopold von Habsburg 1311 nach Italien und war an der Niederschlagung des Mailänder Aufstandes beteiligt. In den Auseinandersetzungen zwischen König Ludwig dem Bayer und dem Habsburger Gegenkönig Friedrich stand er auf Seiten des Habsburgers.

Heinrichs Schwiegervater, Graf Heinrich von Freiburg-Badenweiler, war mit Anna von Wartenberg verheiratet. Nach dem Tod ihres Onkels Konrad von Wartenberg († 1303) erbte Anna die Herrschaft Wartenberg mit der Stadt Geisingen und der Vogtei über das Kloster Amtenhausen. Über Annas Tochter, Verena, kam die Herrschaft Wartenberg an Heinrich II. der sich bereits 1304 Landgraf der Baar nannte, ein Amt das zuvor Konrad von Wartenberg hatte. Es bleibt unklar, weshalb nicht männliche Verwandte des Konrad von Wartenberg sein Erbe antreten konnten. Die Fürstenberger konnten den Titel der Landgrafen behalten und aus der Verschmelzung verschiedener Rechte entstand die Landgrafschaft Fürstenberg.[2]

Vermutlich im Streit um Lehen des Klosters Reichenau begann Heinrich eine Fehde gegen den Reichenauer Abt, Diethelm von Castell, den er auch gefangen nahm. Heinrich wurde mit dem Kirchenbann belegt.[3] Der Konflikt wurde 1320 zugunsten Heinrichs beigelegt. Auch mit der Nebenlinie Fürstenberg-Haslach kam Heinrich 1317 und 1324 in bewaffnete Konflikte.

Heinrich wurde als erster im Kloster Neudingen bestattet, das fortan die Fürstenberger Familiengruft wurde.[4] Beim Brand des Klosters 1852 wurde sein Grabmal zerstört. 
VON FÜRSTENBERG, Graf Graf Heinrich (I10300)
 
2188 Durch Heriberts Tochter BERTRADA DIE JÜNGERE, die Ehefrau PIPPINS DES JÜNGEREN, des fränkischen Hausmeiers und späteren Königs, ist Bertrada die Ältere eine der Urgroßmütter KARLS DES GROßEN.

Die Bertradaburg ist die Ruine einer Höhenburg auf einem 348 m ü. NN hohen Felssporn über der Ortsgemeinde Mürlenbach im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie liegt damit im geographischen Zentrum des merowingischen Frankenreichs.

Geschichte
Die Burg wurde auf den Resten eines römischen Kastells errichtet, das vermutlich zum Schutz der Römerstraße Trier–Köln diente. In der Burg soll nach örtlicher Überlieferung Bertrada, die Mutter Karls des Großen gelebt haben, was auf seine Geburt etwa 747 schließen lässt. Die Existenz der Burg wird erst im 13. Jahrhundert als Landesfestung der gefürsteten Reichsabtei Prüm urkundlich nachgewiesen (vergleiche das Mittelrheinische Urkundenbuch), es sprechen jedoch archäologische Befunde für Vorgängerbauten der Burganlage.

Nachdem 1794 bis 1802 das Kloster Prüm durch die französischen Revolutionstruppen besetzt und beschädigt wurde, kam die Burg Mürlenbach durch die Säkularisation in Privatbesitz und wurde versteigert.

Ende des 20. Jahrhunderts wurden die noch erhaltenen Burgmauern und Gebäude durch Familie Tiepelmann restauriert und vor allem das in staatlichem Besitz stehende 30 Meter hohe ruinöse Doppelturmtor durch staatliche Mittel wiederhergestellt. 2009 wurden den neuen Eigentümern Zuschussmittel aus den Haushalten des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz zur Sicherung und Instandsetzung des fünf Meter starken Süd-West-Rondells aus dem 16. Jahrhundert bewilligt. Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Schildmauer wurde ebenfalls mit Fördermitteln des Landes Rheinland-Pfalz saniert.

Annette Carduck, Gottfried Schüll
Burgring 11 - 13
54570 Mürlenbach/ Vulkaneifel
T: +49 6594 864
F: +49 6594 864
mail@bertradaburg.de
Ferienwohnungen Bertradaburg 
N., Bertrada ´die Ältere` (I10785)
 
2189 Durch ihre Ehe mit König García I. († 970) fiel die Grafschaft Aragón an das Königreich Navarra.
Ihr Vater war zwischen den Jahren 922 und 924 gestorben, so dass Andregoto offenbar als dessen ältestes überlebendes Kind die Nachfolge in Aragón antreten konnte. Am 9. März 933 bestätigte der gerade erst mündig gewordene König García I. von Navarra in einer Urkunde mehrere Schenkungen vorangegangener Grafen von Aragón an die Abtei San Pedro de Siresa.[2] Andregoto selbst tritt in dieser Urkunde nicht namentlich in Erscheinung, allerdings kann dieses Dokument auf eine bereits verhandelte Ehe mit dem König verweisen. Wann genau die Ehe vollzogen wurde ist unklar; aus ihr ging als einziges Kind der spätere König Sancho II. († 994) hervor. Vor dem Jahr 943 musste sich Andregoto aus nicht näher bekannten Gründen von García I. trennen, da in jenem Jahr erstmals dessen zweite Frau Teresa urkundlich genannt wird.[3] Allerdings führte sie noch ein langes Leben. Letztmals tritt sie am 29. Juni 971 in Erscheinung, als sie gemeinsam mit ihrem Sohn und dessen Ehefrau Urraca von León eine Schenkung an die Abtei San Pedro de Siresa tätigte.[4] 
GALINDEZ, Andregoto (I37756)
 
2190 durch seine Gemahlin wurde das Geschlecht entfreit. weiterführende Information: HLS GND VIAF

Als kleiner Territorialherr im Berner Oberland wehrte sich R. letztlich erfolglos gegen die habsburg. und die aufkommende bern. Hegemonie. 1308 schloss er einen Burgrechtsvertrag mit Bern gegen die Habsburger ab. Im MORGARTENKRIEG (am 15.11.1315, zwischen Eidgenossen und Habsburgern) und im LAUPENKRIEG (1339 in Laupen bei Bern zwischen Habsburgern und Bern) blieb er neutral. Als Bern nach 1315 im Oberland die Vorherrschaft übernahm, trat er in den Dienst des von Bern nicht anerkannten Ks. LUDWIG DES BAYERN.
R. ist ferner der Verfasser von 17 Spruchstrophen in der "MANESS. HANDSCHRIFT", die auch ein Autorenbild mit Wappen enthält.
Seinem Mäzen R. widmete der Dominikaner Ulrich Boner die Fabelsammlung "DER EDELSTEIN". In der Sammlung „Der Edelstein“, die er dem Berner Patrizier Johann von Ringgenberg widmete, erzählte er in Altschweizer Mundart einhundert aus lateinischen Quellen (Avianus, Phaedrus und Anonymus von Nevelet) und einigen Nebenquellen geschöpfte Fabeln (bispel). Eine Abschrift, mit einfachen Federzeichnungen versehen und aus dem 15./16. Jahrhundert stammend, befindet sich in der Sammelhandschrift Cod. Sang. 643 der Stiftsbibliothek St. Gallen. Das älteste erhaltene gedruckte Exemplar des Werkes aus dem Jahr 1461 wird in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel aufbewahrt. Es wurde in Albrecht Pfisters Druckerei in Bamberg hergestellt und ist das erste Buch in deutscher Sprache, das mit beweglichen Lettern gedruckt wurde, und zudem das erste bekannte mit Holzschnitten illustrierte Druckwerk.

Johann von Ringgenberg (urkundlich belegt in den Jahren von 1291 bis 1351) war ein mittelalterlicher Spruchdichter. Das Freiherrengeschlecht derer von Ringgenberg lebte im Gebiet des heutigen Kanton Bern, nordöstlich der Stadt Interlaken.

Es lebten drei Männer mit diesem Namen. Die beiden ersten waren Freiherren und sind im Laufe der Zeit in der Überlieferung wohl zu einer Person verschmolzen.  
VON RINGGENBERG, Johannes I. (I7956)
 
2191 Durch seine Heirat mit Richenza, der Tochter des Grafen Arnold von Baden, konnte Hartmann III. seine Güter, Macht und Ansehen nach dem Tod seines Schwiegervaters durch das Lenzburger Erbe beträchtlich vermehren. Richenza, die früh starb, wohl um 1170, wurde im Kloster Beromünster bestattet. Durch Gründungen von Städten, die er planmäßig anlegen ließ (1178 Diessenhofen, 1180 Winterthur, vielleicht auch Frauenfeld im späten 12. Jahrhundert), steigerte er den Wert seiner neuen Besitzungen. Nach dem Tod seines Bruders Adalbert II. († 1170) vereinigte er für zehn Jahre die schwäbischen und die in der heutigen Schweiz liegenden Besitzungen. Hartmann III. starb in der zweiten Hälfte des Jahres 1180. In den Neresheimer Annalen wird er als Graf von Dillingen, Graf von Kyburg und Vogt des Neresheimer Klosters bezeichnet. Nach seinem Tod trennten sich die beiden Linien wieder. Sein Sohn Adalbert III. führte die Dillinger Linie fort, sein Sohn Ulrich die Kyburger Linie.


Die Grafen von Dillingen in Bayern erwarben im 11. Jahrhundert Besitzungen in der heutigen Ostschweiz. Durch die Ehe Hartmanns von Dillingen († 1121) mit der Erbtochter Adelheid von Winterthur-Kyburg kamen sie zu weitläufigen Besitzungen und Gebietsansprüchen im Thurgau, unter anderem auch zur Kyburg. Die Herkunft Adelheids ist in der Geschichtsforschung umstritten. Sie könnte eine Erbin der Grafen von Grüningen-Winterthur oder einer Winterthurer Seitenlinie der Grafen von Nellenburg gewesen sein. Möglicherweise war sie Tochter Adalberts aus dem Haus der Udalrichinger, des letzten Grafen von Winterthur, der im Jahre 1053 mit seinem Bruder, dem kaiserlichen Bannerträger Werner II. von Winterthur, in der Schlacht von Civitate gegen die Normannen fiel.

Die Enkel Hartmanns von Dillingen teilten ihren Besitz auf. Hartmann III. von Dillingen übernahm dabei als Hartmann I. von Kyburg den Besitz in der Schweiz. Die Kyburger waren Verbündete der Herzöge von Schwaben aus dem Geschlecht der Staufer. Die Verbindung wurde wahrscheinlich durch die Ehe Hartmanns mit Richenza von Baden-Lenzburg in der Mitte des 12. Jahrhunderts bekräftigt. So erbten die Kyburger nach dem Aussterben der Grafen von Lenzburg 1172/1173 zusammen mit den Staufern und den Zähringern Teile der umfangreichen lenzburgischen Besitzungen in der heutigen Schweiz und Süddeutschland. Wie umfangreich der Erbteil war, ist unsicher und war wohl auch damals umstritten. Gesichert ist jedenfalls, dass die Kyburger damals in den Besitz der lenzburgischen Eigengüter im Gaster, am Walensee und um Baden kamen. Später befinden sich auch die lenzburgischen Vogteien über die Klöster Schänis und Beromünster in der Hand der Kyburger.

Durch das Aussterben der Herzöge von Zähringen 1218 ergab sich eine weitere Gelegenheit für die Kyburger, ihren Besitz zu erweitern, da Anna von Zähringen, die Schwester des letzten Zähringers, Berchtold V., die Ehefrau Ulrichs III. von Kyburg († 1227) war. In den Erbstreitigkeiten mit anderen Adelsgeschlechtern, die mit den Zähringern verwandt waren, konnte Ulrich III. für sich die linksrheinischen Besitzungen der Zähringer in der heutigen Schweiz behaupten. Darunter befanden sich sowohl Güter im damaligen Zürichgau im Herzogtum Schwaben wie auch im Aargau im Königreich Burgund, darunter die Städte Freiburg im Üechtland, Thun und Burgdorf. Die Herrschaftsansprüche der Kyburger aus dieser Erbschaft liessen sich aber nicht überall durchsetzen, sie verloren beispielsweise die Stadt Zürich und die Vogtei über das Kloster St. Gallen. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts wandten sich die Kyburger gegen die Staufer und wurden zur Hauptstütze der päpstlich-antistaufischen Koalition auf dem Gebiet der heutigen Schweiz. Im Streit zwischen Papst und Krone wandte sich Hartmann der Ältere von Kaiser Friedrich II. ab und wechselte in das päpstliche Lager. Ihnen schlossen sich auch die Freiherren von Wart an, die sich nun eng an die Kyburger anlehnten.[2]


Schloss und Dorf Kyburg im Kanton Zürich
Die Grafen von Kyburg gründeten in ihrem Machtbereich im 12. und 13. Jahrhundert die Städte Winterthur, Frauenfeld, Diessenhofen, Zug, Baden (1230), Aarau, Lenzburg, Mellingen, Sursee (1250), Weesen (1250), Laupen, Kyburg, Richensee und Huttwil. Im Raum Winterthur gründeten sie 1225 das Chorherrenstift Heiligenberg, das ihre Grablege wurde und 1233 begründeten sie das Kloster Töss. Die Kyburger wurden dadurch zu einem der mächtigsten Adelsgeschlechter im Gebiet der heutigen Schweiz und standen dementsprechend in harter Konkurrenz mit den Rapperswilern, den Habsburgern und den Savoyern, die ebenfalls zur gleichen Zeit versuchten, ihre Herrschaftsgebiete auszubauen und zu konsolidieren. Im Kyburger Urbar (um 1260) hielten die Grafen von Kyburg ihre Rechte und Ansprüche schriftlich fest; dieses Dokument zählt – obwohl nur in Fragmenten erhalten – zu den frühesten Verwaltungsdokumenten in der Deutschschweiz.[3]

Der kinderlose Graf Hartmann IV.[4] übertrug 1250/1251 den westlichen Teil seines Besitzes mit der Reuss als Grenze seinem Neffen Hartmann V. von Kyburg.[5] Dieser versuchte mit der Unterstützung der Habsburger von seinem Herrschaftszentrum Burgdorf aus sich gegen die Stadt Bern und die Savoyer durchzusetzen. Nach dem Tod Hartmanns V. 1263 und Hartmanns IV. 1264 war die einzige Erbtochter, Anna von Kyburg, noch minderjährig. Rudolf I. von Habsburg, dessen Mutter Heilwig von Kyburg eine Tochter Ulrichs III. war, übernahm die Vormundschaft und damit auch die Verwaltung des Herrschaftsgebiets. Bis 1273 konnte Rudolf I. sich sogar gegen die Ansprüche der Savoyer durchsetzen, die über die Witwe Hartmanns V., Margarethe von Sayoyen, über gut begründete Ansprüche verfügten.

Durch die Ehe Annas mit Eberhard I. von Habsburg-Laufenburg entstand 1273 aus einem Teil des Besitzes Hartmanns IV. die neue Dynastie der Grafen von Kyburg-Burgdorf bzw. Neu-Kyburg.

Wappen

Das ältere Wappen der Grafschaft Kyburg

Das jüngere Wappen der Grafschaft Kyburg nach 1264
Aus dem 13. Jh. (vor dem Aussterben der Alt-Kyburger 1264) sind Darstellungen des Wappens auf Siegeln erhalten.[6] Eine Beschreibung des alten Wappens findet sich im Clipearius Teutonicorum des Konrad von Mure (um 1264) als in Schwarz, ein schräg gestellter gelber Balken trennt zwei gelbe Löwen.[7]

In der Zürcher Wappenrolle (um 1340) sowie bei Gerold Edlibach (um 1490) sind die goldenen Löwen auf rotem Grund dargestellt. Dies ist das Wappen der Neu-Kyburger (nach 1273). Die Blasonierung des Wappens der Kyburger lautet: In Rot ein goldener Schrägbalken, begleitet von zwei schreitenden goldenen Löwen.[8]

Die Bedeutung der Löwen geht wahrscheinlich auf die beiden Familien zurück, aus denen die Grafschaft entstanden ist, nämlich aus dem Zusammenschluss der beiden gleichberechtigten Adelsfamilien der Herren zu Winterthur (Adelheid, die Tochter Adalberts) sowie von derer von Dillingen (Hartmann I. von Dillingen).

Das kyburgische Wappen diente als Grundlage zahlreicher moderner schweizerischer Wappen, so der Wappen des Kantons Thurgau, der Vogtei Gaster sowie der Städte Winterthur, Diessenhofen, Andelfingen und Kyburg. 
VON DILLINGEN, Hartmann III. (I47138)
 
2192 Durch sie kamen der Reckhammer und das Burghaus Bielstein bei Wiehl in den Besitz Möllers SCHMIDT, Anna Sybilla Gerdruth (I44267)
 
2193 Düsssseldorf
Die erste schriftliche Erwähnung von Dusseldorp in einer Schreinskarte kann nicht sicher datiert werden und stammt frühestens aus dem Jahr 1135. Am 5. Juni 1288 fand die Schlacht von Worringen, das kriegerische Finale im zuvor bereits sechs Jahre währenden Limburger Erbfolgestreit, statt, in deren Folge Graf Adolf V. von Berg Düsseldorf am 14. August 1288 die Stadtrechte verlieh. Die nur 3,8 Hektar große Stadt war bereits früh ein mit einer Stadtmauer und einem Graben gesicherter Ort, der die Westgrenze der Grafschaft Berg markierte 
HENDRICKSEN, Helena\e Maria (I116)
 
2194 DYNASTENGESCHLECHT DES ALTEN ZÜRICHGAUES
Erstes Vorkommen 1122.
Ratsgeschlecht des Freistaats Bern.
Eintritt in das Bernische Bürgerrecht 1463.
Eintritt in den Grossen Rat 1542.
Eintritt in den Kleinen Rat 1595.

GESCHICHTLICHES
I. VOR EINRTITT IN DAS BERNISCHE BÜRGERRECHT

Über den Ursprung dieses uralten Dynastenhauses herrscht nicht volle Klarheit. Möglicherweise ist es eines Stammes mit den FREIEN VON ESCHENBACH, VON SEIDENBÜREN und VON RÜSEGG, deren Besitzungen denjenigen der HEREN VON BONSTETTEN sehr nahe gelegen waren. Ältere Schreibarten des Namens sind
Bonstadin, Bonstetin, Ponstetten etc., (in den Urkunden ist es oft schwer, sie von den Herren von Bottstein zu unterscheiden). In den MONUMENTA BOICA werden genannt ALBRECHT VON PUMSTETTEN 1133, ENZ VON PAUMSTETTEN 1135, EHRENFRIED VON PONSTETTEN und HETZEL VON PAUMSTETTEN 1150;
da von diesem Zeitpunkt an keine Träger dieses Namens mehr in Bayern erscheinen und urkundlich zum ersten Mal im Gebiet der heutigen Schweiz HEINRICH VON BONSTADIN 1122 «nobilis vir» mit seinem Freund CONRAD VON SELDENBÜREN in einer Urkunde zugunsten des KLOSTERS ENGELBERG erscheint, so besteht auch wiederdie Hypothese, dass die in diesen Gegenden begüterten welfischen Herzoge VON BAYERN den Stamm der Paumstetten in die Schweiz versetzt hätten, wo er der nun abgegangenen Burg BONSTETTEN AM ALBIS den Namen gab.
JOHANNES DE BONSTETIN führte - allerdings ganz vereinzelt - in seinem Schild an einer Urkunde vom 24. September 1251 (St.-Arch. Zürich, Fach Konstanz Nr. 987) eine Staude oder Baum mit rankenartig
verschlungenen Zweigen , was für eine ehemalige Namensform «BAUMSTETTEN» einigermassen zu sprechen scheint.
Von einigen Chronisten werden freilich schon ULRICH VON BONSTETTEN, Abt von St.Gallen gest. 960 (nach andern ein v. Bottstein!) und zwei Bischöfe von Konstanz den HERREN VON BONSTETTEN zugeschrieben, worunter RUMOLD 1052 - 59, später Propst zu Goslar und Abt zu Rheinau, in dessen Schutz und Schirm KAISER HEINRICH III. aus dem Geschlecht der Salier (1017-1056) sterbend seine zweite Gemahlin AGNES, Tochter des Herzog Wilhelm von Aquitanien + 1077) empfahl und ihm seine Tochter MATHILDIS (+1060), die spätere Gemahlin des Gegenkönigs RUDOLF VON RHEINFELDEN (+1080), zur Erziehung anvertraute.
Wie dem nun sei, urkundlich wird die Familie zum ersten Mal 1122 mit dem schon erwähnten HEINRICH VON BONSTETTEN genannt, dessen freiherrlicher Rang aus der Bezeichnung «vir nobilis» hervorgeht. Ein CONRAD VON BONSTETTEN ist Zeuge 1155 mit andern Herren, worunter der Markgraf WERNHERR VON BADEN, bei einer Schenkung an das Kloster St. Martin auf dem Zürichberg.

Im XIII. Jahrhundert erscheinen während drei Generationen Mitglieder der Familie als Inhaber der Reichsvogtei von Zürich und St. Gallen. HERMANN VON BON STETTEN, Freiherr und kaiserlicher Reichsvogt zu Zürich 1215 für FRIEDICH II. VON HOHENSTAUFEN, verbürgt sich am 2. Juni 1225 für die Familie VON SCHNABELBURG in einem Streit, den sie mit der Propstei Zürich hatte. HEINRICH und ULRICH figurieren im Juni 1217 als Zeugen beim Urteilsspruch des Grafen RUDOLF VON HABSBURG zwischen Einsiedeln und Schwyz.
In zahlreichen Urkunden des Klosters Kappel, des Stiftes Zürich und anderer Gotteshäuser findet man HERMANN II., ebenfalls kaiserlicher Reichsvogt und Landrichter im Thurgau und im Aargau (vicem
laugravii gerens in Reusstal). Als Zeuge erscheint er mit andern Herren am 29. September/14. November 1272 anlässlich der Heirat der Tochter des Grafen RUDOLF VON HABSBURG (des späteren Kaisers) mit dem Grafen MEINRAD VON TIROL.
Als Landrichter des Thurgaus gibt er am 1. Mai 1275 den Spruch, dass 10jährigem unangefochtenem Besitz 10jährige Verjährung folgen solle; in der gleichen Eigenschaft beurteilt er mit andern am 22. April 1277 einen Streit zwischen den Königssöhnen und dem KLOSTER WETTINGEN.
Als Richter des königlichen Hofes erscheint er 1286 zu Augsburg, in Thüringen 1290 und in Basel und Baden 1291.
Von seiner Gemahlin WILLIBURGA (von KYBURG ?) hatte er zwei Söhne, JOHANN, der jung starb und zu Kappel begraben wurde, und HERMANN III., ebenfalls Reichsvogt und Landrichter.
Als Landrichter des Thurgaus bestätigte dieser 1293 der Stadt St. Gallen im Namen KÖNIG ADOLFS VON NASSAU die ihr von RUDOLF VON HABSBURG erteilten Rechte; in der gleichen Eigenschaft präsidierte er auch 7. Januar 1300 bei der Verpfändung der Burg und Stadt GREIFFENSEE mit dem Glattsee durch die GRÄFIN ELISABETH VON HABSBURG an die beiden HERMANN VON LANDENBERG Vater und Sohn.
Um 1300, vor seinem Vater, muss HERMANN III. verstorben sein, von seiner Gemahlin OFEMIA (von RAPPERSWYL?) laut Familienarchiv einen Sohn JOHANN, Herrn auf Uster und Landvogt der Herzöge von Österreich im Ober-Elsass, Sundgau und Aargau um 1320 hinterlassend.

JOHANNES einer Sohn RUDOLF, vermählt in erster Ehe mit JULIANA, GRÄFIN VON HABSBURG-LAUFFENBURG (Tochter JOHANNES I. von H.-L.) und nachmals mit einer Freiin VON BRANDIS, hinterliess von seiner ersten Gemahlin HERMANN, Fürstabt von St. Gallen 1333 - 60 und ANNA, Stiftsdame - nach einigen Äbtissin - des Fraumünsters in Zürich und SÄCKINGEN?!.
Obiger HERMANN, vom Papst JOHANNES XXII. 1333 zu Avignon zum Abt vonSt. Gallen ernannt und 1335 zu Nürnberg von KAISER LUDWIG VON BAYERN mit Szepter, Kuss und Ring mit Reichsfürstenlehen belehnt, genoss den Ruf eines humanen und gerechten Kirchenfürsten; unter seiner Regierung gelangte namentlich auch der Leinwandhandel in St. Gallen zu hoher Blüte.

DIE MORDNACHT VON ZÜRICH
RUDOLFS Sohn aus zweiter Ehe, JOHANN, wurde 1350 in der MORDNACHT VON ZÜRICH mit dem GRAFEN VON HABSBURG gefangen genommen und 5 Jahre im WELLENTURM eingekerkert gehalten; vom Hause Österreich wurde ihm 1300 Winterthur und die Grafschaft Kyburg für 6000 Goldgulden verpfändet, aber bald wieder ausgelöst.
Bei SEMPACH befehligte JOHANN 1386 einen Heerhaufen Herzog LEOPOLDS, doch wurde die Schlacht schon vorseinem Eingreifen entschieden. Seine Gemahlin und sein Todestag sind unbekannt.

STAMMVATER
STAMMVATER aller späteren Herren VON BONSTETTEN ist ULRICH, des obgenannten RUDOLOFS Bruder, der als letzter seines Hauses auf der alten gleichnamigen Stammburg BONSTETTEN AM ALBIS residierte und noch 1326 auf der BURG BONSTETTEN urkundete.
Bald nach der Mordnacht von Zürich wurde BONSTETTEN von den Zürchern annektiert und zerstört, später allerdings wieder restituiert. Ihren Sitz verlegte die Familie auf USTER, welche Burg sie teils durch Kauf, teils laut Miscellaneen des Dechanten ALBRECHT VON BONSTETTEN (siehe unten) durch Allianz mit einer GRÄFIN VON RAPPERSWIL erworben hatte.
Von ANNA VON SEON, mit welcher er reiche Vergabungen an die Kirche von USTER stiftete, hinterliess Ulrich bei seinem 1353 erfolgten Tode einen Sohn, der gleichfalls ULRICH hiess.

ULRICH VON BONSTETTEN UND ADELHEID MANESSE VON MANEGG
Ebenfalls bei der MORDNACHT VON ZÜRICH gefangen genommen und mehrere Jahre im Wellenturm eingesperrt, wurde dieser jüngere ULRICH 1370 österreichischer Landvogt im Aargau, Thurgau und Elsass und fand 1388 bei Näfels den Tod.
Seine Gemahlin war ADELHEID MANESSE VON MANEGG, eine Tochter des bekannten Bürgermeisters von Zürich RÜDIGER MANESSE.
Ihr Sohn JOHANN, Herr zu Uster, Wildberg, Gündisau, Blumenegg, Hohensax und Forstegg (die letztgenannten Burgen waren ihm 1406 von Österreich für 1200 Gulden verpfändet worden), vermählte sich mit ANNA VON HOHEN-LANDENBERG, der Tochter ULRICHS VON H.-L., HERRN ZU WERDEGG.
Mit seinen Vesten Wildberg, Gündisau und Hohensax leistete er bewaffneten Widerstand gegen die Appenzeller und trat mit Uster, Wildberg und Gündisau 1407 in ein Burgrecht mit Zürich; um 1437 starb er.
Sein Sohn KASPAR erwarb 1434 kaufweise Werdegg, Gündisau und Hittnau und wurde am 1. Oktober 1442 von KÖNIG FRIEDRICH III. mit Uster, als einem Österreichischen Lehen, neu belehnt. Im Jahre 1445 erscheint er als Zuzüger KAISER SIGISMUNDS zu Winterthur; nach der Hinrichtung der Besatzung von Greiffensee liess er von seiner Burg Uster aus durch seine Reisigen bei Laternenschein die 80 Gefallenen begraben.
Von seiner Gemahlin LOUISA, der Tochter des GRAFEN EBERHARD VON SAX und der GRÄFIN ELISABETH VON WERDENBERG-SARGANS, hinterliess CASPAR u.a. drei Söhne, JAKOB JOHANN, ANDREAS ROLL, den Stifter der BERNERLINIE, und den berühmten Humanisten und Dekan zu Einsiedeln ALBRECHT, sowie eine an den Schultheissen zu Aarau, Arnold Segesser von Brunegg, vermählte Tochter ANNA.
-JAKOB JOHANN, Mitherr zu Uster und Hohensax, vermählt mit ELISABETH VON HOHENSAX, wurde Burger zu Zürich; von seiner Deszendenz ist nichts bekannt.
-ANDREAS ROLL dagegen (siehe unten) hinterliess nebst drei Töchtern einen Sohn BEAT, Herrn zu Uster und Hohensax, der sich mit BARBARA RYSER aus Zürich vermählte, 1497 Hohensax zugleich mit seinen andern Burgen Frischenberg und Gams an Johann Vogler verkaufte, und 1534 starb.
Sein ältester Sohn HANS KONRAD, vermählt mit BARBARA RÖUST, verkaufte 1542 auch Uster dem obgenannten JOHANN VOGLER und verlegte seinen Sitz ganz nach Zürich, währendem sein jüngerer Bruder BEAT WILHELM (siehe unten) sich definitiv in Bern festsetzte.

HANS CONRADS Sohn JOST, 1567 XVIII er zum Rüden, 1578 des Rats von der Konstaffel und Vogt nach Stäfa, 1587 Befehlshaber über 500 Mann im Zug nach Mülhausen, 1588 Vogt nach Sargans und 1594 Vogt nach Bonstetten, hinterliess von EVA GÖLDLI VON TIEFENAU keine Kinder und beschloss 1606 diese zürcherische Linie seines edeln Hauses; er war auch 1588 zum Vogt der hinterlassenen Waisen des in einem Erbstreit im Wirtshaus zu Lugnetz von seinem Neffen erschlagenen Freiherrn JOHANN PHILIPP VON HOHENSAX ernannt worden. Seine Schwester BARBARA, die ihn überlebte, vermählte sich sukzessive mit JOACHIM GÖLDLI VON TIEFENAU und WILHELM MEYER VON KNONAU.

-ALBRECHT, der dritte Sohn KASPARS und der LOUISA VON SAX, ist wohl das bekannteste Mitglied seines Hauses. Sowohl sein Geburtsjahr als auch sein Todesjahr sind nicht mehr festzustellen, ersteres dürfte um 1445 zu setzen sein.
Einer der BEDEUTENDSTEN HUMANISTEN seiner Zeit, erlangte er namentlich durch seine schriftstellerische Tätigkeit einen grossen Ruf. Am bekanntesten sind seine «DESCRIPTIO HELVETIKAE»,
die erste Beschreibung der Schweiz, speziell der Urkantone;
sein dem ERZHERZOG SIGISMUND gewidmetes Gedicht über die Gerechtigkeit; eine KARL VIII. VON FRANKREICH dedizierte Geschichte der Burgunderkriege; seine allerdings viel Fabelhaftes enthaltende Geschichte des Hauses HABSBURG und Bearbeitungen der Legenden der HEILIGEN IDA, des HEILIGEN MEINRADS VON EINSIEDELN und des HEILIGEN GEROLD.
Durch seine Verwandtschaft mit den Häusern SAX, ZOLLERN, WERDENBERG, WÜRTTEMBERG, ZIMMERN etc. und in seiner Eigenschaft als COMES PALATINUS (dazu erhoben am 20. Oktober 1482) gewann er ausserdem grossen Einfluss am Hofe des Kaisers
FRIEDRICH III. und MAXIMILIAN, von denen er mit mancherlei diplomatischen Missionen betraut wurde; so soll er auch die dritte Heirat MAXIMILIANS mit BIANCA SFORZA vermittelt haben. Mit der Würde eines COMES PALATINUS SANCTI LATERANI verband er auch diejenige eines kaiserlichen Hofkaplanen und hatte als solcher seinen ständigen Sitz an der kaiserlichen Tafel («COMMENSALIS»).

Durch den oben angeführten, im Familienarchiv noch vorhandenen PALATINATSBRIEF KAISER FRIEDRICHS III. vom 20. Oktober 1482 erhielt er das Recht, Wappenbriefe zu verleihen, Richter und «TABELLIONES» zu ernennen, zu legitimieren usw.; von ihm sind u.a. die Diplome der HERPORT zu Bern und Willisau ("†"), der HEGNER zu Winterthur, der EDLIBACH zu Zürich, der SPISER genannt ZWINGER zu Bischofszell und Basel, der MÖRIKOFTER u.a.m.
Von MAXIMILIAN erwirkte er für sich und seinen Verwandten BARNABAS VON SAX ein Diplom, durch welches jeder mögliche Makel mit Rücksicht auf einen ihrer Ahnen aus dem Geschlechte derer VON LANDENBERG, welche «Turnirgenoss, Edelleut und nit geborne Herren» seien, getilgt wurde;
1482 und 1492 erhielt er vom KARDINAL S. ANASTASIUS zu Rom bedeutende Befugnisse und Privilegien zur Absolution. In seiner Eigenschaft als STIFTSDEKAN ZU EINSIEDELN, welche Würde er von 1469 bis zu seinem zwischen 1502 und 1505 erfolgten Tode bekleidete, erhielt er 1495 das VIDIMUS DER GOLDENEN BULLE KAISER SIGISMUNDS für EINSIEDELN.

Als Wappen führten die Freien VON BONSTETTEN von den frühesten Zeiten ihres Erscheinens an - mit der Eingangs angeführten Ausnahme - in schwarzem goldgerandeten Schild drei aufrecht nebeneinander-stehende silberne Wecken, und als Helmzier einen wachsenden silbernen goldbewehrten Schwan.

II. NACH EINTRITT IN DAS BERNISCHE BURGERRECHT:

Erwerber desselben ist der schon genannte ANDREAS ROLL, der sich in der zweiten Hälfte des XV. Jahrhunderts nach Bern wandte, wo er am 17. Mai 1463 in die adelige Gesellschaft ZUM NARREN oder Distelzwang aufgenommen wurde. Seinen Sitz scheint er indessen noch auf USTER gehabt zu haben, welches er zusammen mit seinem Bruder JAKOB JOHANN samt den dazugehörigen Lehen von seinem Vater ererbt hatte; daneben war er auch MITHERR ZU HOHENSAX. Mit dem Zürcherharst nahm er noch 1476 an der SCHLACHT VON GRANDSON Teil, wo er von HEINRICH VON SCHARNACHTAL zum RITTER geschlagen wurde.
Von seiner Gemahlin JOHANNA VON BUBENBERG, der Tochter des berühmten bernischen Schultheissen HEINRICH VON BUBENBERG und der ANNA FREIIN VON ROSENEGG und Schwester des Helden von Murten ADRIAN v. B., hinterliess ANDREAS ROLL drei Töchter und einen einzigen Sohn BEAT.
Von den ersteren vermählte sich AGATHA sukzessive mit GEORG VOM STEIN, HERRN ZU STRÄTTLINGEN und Urtenen, Mitherren zu Münsingen, Wyl und Niederwichtrach, und 1494 mit LUDWIG VON DIESBACH (1452 - 1527), Herrn zu Landshut, Kiesen, Diesbach und Spiez, Witwer der ANTONIA VON RINGOLTINGEN.
Sein Sohn BEAT (vgl. oben) hielt sich fast niemals zu Bern auf, dessen jüngerer Sohn BEAT WILHELM dagegen, vermählt 1512 mit BARBARA VON WATTENWYL, einer Tochter des Schultheissen JAKOB VON W. und der MAGDALENA VON MUHLEREN, scheint sich vorwiegend zu Bern aufgehalten zu haben und hinterliess bei seinem 1522 an der Bicocca erfolgten Tode einen Sohn JOHANN JAKOB und eine Tochter KATHARINA.
Am 3. Februar 1499 hatte er von KAISER MAXIMILLIAN eine Bestätigung seines FREIHERRENSTANDES, welche ihn und seine Familie in den ALTEN REICHSFREIHERRENSTAND, der durch etwaige Verungenossung Einbusse erlitten haben mochte, wieder einsetzte. Seine Tochter ergriff den Schleier und wurde Seckelmeisterin des KLOSTERS KÖNIGSFELDEN, verliess aber bei der REFORMATION den geistlichen Stand und heiratete zu männiglicher Verwunderung der Burger der Stadt Bern WILHELM VON DIESBACH, Herrn zu Worb, ein Beispiel, welchem die Äbtissin AGNES VON MÜLINEN
und auch andere Klosterfrauen bald folgten. JOHANN JAKOB ergriff als erster seines Hauses in Bern die STAATSMÄNNISCHE LAUFBAHN; 1542 gelaugte er in den Grossen Rat, 1546 wurde er Landvogt nach Wiflisburg und endlich von 1558 - 76 im Namen des Hauses ORLEANS-LONGUEVILLE Gouverneur des FÜRSTENTUMS NEUENBURG, wo er in energischer Weise die Rechte des jungen PRINZEN LEONOR VON ORLEANS-LONGUEVILLE als Erben des Hauses CHALONS-ORANGE gegenüber den Ansprüchen des Hauses GUISE und der MARIA STUART auf dasselbe verfocht. Er starb 1576 an der Pest.
Von seiner 1543 geehelichten Gemahlin MAGDALENA VON DIESBACH (einer Tochter RUDOLPHS und der URSULA MICHEL VON SCHWERTSCHWENDI, Enkelin LUDWIGS v. D. und der ANTONIA VON RINGOLTINGEN) hatte er drei Söhne und eine 1572 mit WILHELM MERVEILLEUX VON NEUENBURG vermählte Tochter BARBARA.

Der älteste Sohn BEAT JAKOB 1543-1595, des Grossen Kates 1572, Landvogt nach Morsee 1587 und nach Murten 1590, Oberst, und von Bern mit wichtigen diplomatischen Missionen bei KÖNIG HEINRICH IV. VON FRANKREICH betraut, hinterliess von BARBARA VON HALLWYL verh. 1570 und SALOME VON WEINGARTEN verh. 1586 Deszendenz, die aber schon 1642 mit seinem Enkel BEAT JAKOB erlosch; einer seiner Söhne, JOST, geb. 1579, des Grossen Rates 1610, Hauptmann in Frankreich, vermählt 1606 mit MARIA VON ERLACH, fiel 1620 bei Tirano.

Der zweite Sohn JOHANN RUDOLF, 1544 - 1608, des Grossen Rates 1573, Vogt zu Tscherlitz 1500, wurde durch seine Gemahlin MAGDALENA VON ERLACH verh. 1573 Herr zu Hindelbank; nebst zwei Söhnen hinterliess er von ihr fünf in die Familien VON DIESBACH, LOMBACH, VON WATTENWYL, VON GOUMOENS und TSCHARNER verheiratete Töchter, von denen AGATHA HINDELBANK an ihren Gemahl NIKLAUS LOMBACH 1583 - 1666, des Kleinen Ratesetc., brachte.
Mit den Söhnen seines ältesten Sohnes JOHANN ULRICH 1576-1623, ANTON und BERNHARD, die 1628 bei den Belagerungen von Breda und La Rochelle unvermählt fielen, starb seine Deszendenz ebenfalls aus.

Des Gouverneurs zu Neuenburg dritter Sohn, ULRICH 1548 - 1608, wurde am SAVOYISCHEN HOFE erzogen und gelangte 1585 in den Grossen und 1595 als erster seines Hauses in den Kleinen Rat oder Senat der Stadt und Republik Bern. Unter HEINRICH VON CONDE war er in Frankreich Oberst über 21 Fahnen; als Mann von grossem diplomatischen Geschick wurde er von Bern mit vielen Gesandtschaften betraut, so 1571 nach Savoyen und 1594 zu HEINRICH IV. nach Frankreich.
Durch seine 1577 mit ANNA VON NEUCHATEL-VAUMARCUS, Tochter JOHANNS und der MAGDALENA VON LAVIRON, Erbtochter ihres Hauses, vollzogene Ehe gelangte er in den Besitz der Herrschaften Vaumarcus, Travers, Noiraigue und Rosieres im Neuenburgischen und Andressant, Bavant, Laviron und Trevilliers in Burgund; EINER DER GRÖSSTEN REBBESITZER im Neuenburgischen, war er durch seinen Vater Herr zu Urtenen und Mattstetten und durch Kauf seit 1595 auch zu Jegistorf und starb mit Hinterlassung eines sehr grossen Vermögens.
Seine Gemahlin gab ihm zwei Töchter und fünf Söhne, von denen aber nur drei, nämlich JOHANN 1584-1640, FRANZ 1588-1648 und ANDREAS 1604-1649 männliche Deszendenz hatten. JOHANN, Mitherr zu Vaumarcus, vermählt mit MARGARETA VON BLONAY, hinterliess jedoch ausser einer sukzessive mit JAKOB MAILLARDOZ, Kastlan von Villette, und JOHANN PHILIPP ROSETT, Bürgermeister zu Lausanne verheirateten Tochter MARGARETA nur zwei Söhne, die ledig verstarben. FRANZ, Mitherr zu Travers, des Grossen Raths 1629, vermählt 1613 mit MARIA VON ERLACH und 1639 mit URSULA WURSTEMBERGER, hatte aus erster Ehe ebenfalls zwei Söhne und eine Tochter.
Der älteste derselben, ULRICH. 1620 - 83, Offizier in Frankreich, Mitherr zu Travers und Noiraigue, zeugte einen Sohn GERHARD, der 1080 ledig verstarb, und eine Tochter MARIA, die einen Teil von Travers ihrem Ehemann HENRY SANDOZ AUS NEUENBURG zubrachte; der jüngere Sohn dagegen, FRANZ LUDWIG 1029 - 82, Mitherr zu Travers und Herr zu Rosieres, GROSSJÄGERMEISTER DES PRINZEN VON ORLEANS-LONGUEVILLE , trat in pfälzische Dienste und nahm als Gesandter des Kurfürsten von der Pfalz an der KRÖNUNG KÖNIG KARL II. VON ENGLAND teil, wo er sich mitANNA CAREY aus dem Hause der GRAFEN VON DOVER UND ROCHEFORT, verheiratete.
Des letzteren ältester Sohn KARL AUGUST 1601 - 1744, Herr zu Travers und des Grossen Rates zu Bern, hinterliess von ROSINA VON WATTENWYL nur zwei Söhne, von denen der jüngere GABRIEL FRIEDRICH, geb. 1092, jung bei der Belagerung von Lille 1709 fiel, der ältere aber, FRANZ FERDINAND, geb. 1090, Mitherr zu Travers, nach Berlin zog, JÄGERMEISTER KÖNIG FRIEDRICHS II. wurde und 1751 ebenfalls ledig verstarb.
In seinem Testament vermachte er FRIEDRICH DEM GROSSEN seinen Anteil an der Herrschaft Travers, welcher sie dem bekannten General RUPRECHT SCIPIO VON LENTULUS schenkte. Sein Vetter JOHANN FRANZ jedoch, geb. 1704 (Sohn FRIEDRICH LUDWIGS 1664 - 17.., Herrn zu Rosieres, Churfürstlich Hannoveranischen Gesandten 1704, Verfasser interessanter Memoiren, und der JUDITH VON MERVELLEUX), Herr zu Rosieres, focht dieses Testament an und verlangte gerichtlich vom KÖNIG die Herausgabe von Travers, mit der Begründung, dass diese Herrschaft nach Lehensrecht auf ihn zurückfallen sollte. Der Entscheid wurde vorn KÖNIG dem Staatsrat von Neuenburg anheimgestellt, welcher Travers dem HERRN VON BONSTETTEN.
Nach dessen 1700,erfolgten kinderlosen Ableben gelangte auch dieser Teil von Travers durch Kauf an die Familie SANDOZ - die durch Heirat ja schon Anteil an dieser Herrschaft besass - , welche sich in
der Folge SANDOZ-TRAVERS nannte.

ULRICHS und ANNA VON NEUENBURG-VAUMARCUS' dritter Sohn KARL 1595 - 1075, Mitherr und in der Folge Herr zu Vaumarcus und zu Jegistorf, des (Grossen Rates 1624, Teutschordensvogt zu Sumiswald 1625 - 51, des Kleinen Rates 1651, hinterliess aus seinen zwei Ehen mit BARBARA VON WATTENWYL und JOHANNA MANUEL nur fünf in die Familien VON DIESBACH, VON BÜREN, WURSTEMBERGER ,VON WATTENWYL und DACHSELHOFER verheiratete Töchter.
Von den Töchtern brachte MARIA Jegistorf ihrem Ehemann NIKI aus von Wattenwyl, Herrn zu Diesbach, und MARGARETHA Vaumarcus ihrem Gemahl DAVID VON BÜREN, nachmals Venner zu
Metzgern, zu, in dessen Familie diese Herrschaft, welche die Prinzessin MARIA VON BOURBON-CONDE schon für ULRICH VON BONSTETTEN ans politischen Rücksichten zur Baronie erhoben hatte («gibet a 3 piliers»), bis in neuester Zeit verblieb.
Ulrichs vierter Sohn, RUDOLF 1596 - 1631, Mitherr zu Travers, des Grossen Rates 1624 und Schultheiss nach Murten 1630, zeugte mit MAGDALENA VON ERLACH ebenfalls nur Töchter;
der fünfte und jüngste Sohn dagegen, ANDREAS, 1604 - 49, Herr zu Urtenen und seit 1629 auch zu Kehrsatz, Mitherr zu Trevilliers und Laviron in Burgund, Hauptmann in Frankreich, des Grossen Rates 1632, Vogt nach Morsee 1639 und nach Baden 1648, hinterliess von seinen beiden Frauen ANNA VON DIESBACH und ANNA MICHEL VON SCHWERTSCHWENDI zahlreiche Deszendenz, die sich in der Folge in mehrere Äste teilte.
Derjenige seines zweiten Sohnes WOLFGANG, 1637 - 1715, Herr zu Kehrsatz, Vogt nach Oberhofen 1685 und zu Gottstatt 1708, blüht noch heutzutage und derjenige seines vierten Sohnes KARL 1641 - 88, Vogt auf Thorberg 1678, erlosch erst in jüngster Zeit in der Person des verdienten
ARCHÄOLOGEN KARL FRIEDRICH VON B.

Beinahe alle Mitglieder dieser alten Dynastenfamilie widmeten sich in ihrer zweiten Heimat Bern von der Mitte des XVI. Jahrhunderts an der Magistratur und sassen bis 1798 ununterbrochen im Grossen und vielfach auch im Kleinen Rate der Republik. In ihrer Jugend traten viele auch in fremde Kriegsdienste, vorab in französische, holländische, piemontesische und später englische.
Einer der sechs Söhne des oben genannten Landvogtes auf Thorberg KARL (1641 - 88), ALBRECHT, 1678 - 1720, Hauptmann im Regiment Stürler in Holland, wurde 1709 bei Malplaquet verwundet und in einer flamischen Familie verpflegt, heiratete 1717 zu Tournay AGNES DE MONDET, von welcher er Deszendenz hinterliess, die in Flandern verblieb und erst 1860 mit HENRY LOUIS IGNACE VINCENT DE BONSTETTEN, vermählt 1833 mit VICTOIRE HENRIETTE GHISLAINE DE BONAERT, erlosch.
Die Berner Linie hat bis heute das BÜRGERRECHT VON VAUMARCUS beibehalten, bedingt durch den anfänglichen Doppelbesitz bernischen und neuenburgischen Herrschaften unter KARL (1641 - 1688) und ANDREAS (1638 - 1690).
Unter dessen Nachkommen spaltete sich die Familie in die nach ihren Landgütern benannten Zweige von VALEYRES(-SOUS-RANCES) und SINNERINGEN (AUGUST) auf. Der Zweig von Valeyres, dem auch KARL EMANUEL und KALR VIKTOR angehörten, starb mit GUSTAV aus. Der Sitz Sinneringen wurde 1926 verkauft.

Den JUNKERNTITEL führte das Geschlecht in Bern seit seinem ersten Erscheinen daselbst; 1651 erhielt es das Prädikat «WOHLEDELFEST» und den Vorsitz im Kleinen Rate mit den ERLACH, DIESBACH, MÜLINEN und WATTENWYL.

Von den Herrschaften und Gütern der Familie aus dieser Periode sind namentlich zu erwähnen: in deutschen Landen Urtenen und Mattstetten 1553-1700, Hindelbank 1591 (ganz seit 1602)- 1623, Jegistorf 1595-1651 und Kehrsatz 1629 bis ca. 1700, in welschen Landen Vaumarcus, Travers, Rosieres und
Noiraigue; sodann ein Landgut zu Oberwichtrach 17.. - 1797, Sinneringen 1800 - 1888 und ein Rebgut zu Valeyres seit Anfang des XVIII. Jahrhunderts bis heutzutage. Heutiger Grundbesitz: städtische Grundstücke, das Schloss St. Barthelemy in der Waadt seit 1894, Bellerive bei Thun seit 1897, Valeyres.

Ausser den schon genannten Mitgliedern dieses Hauses sind noch besonders hervorzuheben: KARL EMANUEL 1706 - 73, des Grossen Rates 1745, Landvogt nach Buchsee 1748, Senator 1753,
Welschseckelmeister 1765;
sein Sohn CARL VIKTOR 1745 - 1832, des Grossen Rates 1775, Vogt nach Saanen 1779, nach Nyon 1787 und Gesandter in die ennetbürgischen Vogteien 17.. Von seinem Vater nach den neuesten Grundsätzen des 18. Jahrhunderts erzogen, studierte er zu Yferten und Genf, wo er in den Kreis
der dortigen Gelehrten und Schriftsteller eingeführt wurde und sich darin bald heimisch fühlte. Durch ihren Einfluss fühlte er sich von den in Bern herrschenden Tendenzen mehr und mehr abgestossen und nahm für längere Zeit seinen Aufenthalt in Genf, besuchte zur Vollendung seiner Studien Leyden, Paris und London, wo er mit den bedeutendsten literarischen Grössen seiner Zeit bekannt wurde.
Mit MATTHISON, GREY und JOHANNES VON MÜLLER verband ihn enge Freundschaft;
in Valeyres unterstützte er letzteren in der Abfassung seiner SCHWEIZERGESCHICHTE. Weit über die Grenzen seines Vaterlandes als philosophischer Schriftsteller bekannt, mögen von seinen Schriften hier erwähnt werden die «REISE IN DAS LATIUM», «L'homme du Midi et du Nord», «Briefe über ein Hirtenland», sowie sein Briefwechsel mit MATTHISON, FRIEDERIKE BRUN, ZSCHOKKE und a.m. - GUSTAV KARL FERDINAND 1816-1891, KuK Kämmerer,
Verfasser bekannter Werke über Archäologie, namentlich Pfahlbauten («Recueil d'Antiquites Suisses»), und endlich August 1796 - 1879, bekannt als Landschaftsmaler.

Wappen: das eingangs angeführte. Devise: «CANDORE»« Zunftangehörigkeit: DISTELZWANG
(CANDORE: Reinheit https://de.langenscheidt.com/italienisch-deutsch/candore)

Die Gesellschaft ZUM DISTELZWANG ist eine der 13 Gesellschaften und Zünfte in der Stadt Bern und durch die Verfassung des Kantons Bern garantierte öffentlich-rechtliche Körperschaft. Sie ist eine burgerliche Korporation im Sinn der bernischen Gemeindegesetzgebung und untersteht der Aufsicht der kantonalen Behörden. Als Personalkörperschaft hat sie kein eigenes Territorium und ist steuerpflichtig. Sie umfasst alle Burgerinnen und Burger von Bern, die das Gesellschaftsrecht zum Distelzwang besitzen. Zurzeit umfasst die Gesellschaft zum Distelzwang ungefähr 500 Mitglieder.

Zunfthaus zum Distelzwang
Gerechtigkeitsgasse 79
3011 Bern


Gesellschaft zum Distelzwang, Präsidium:

Bernhard von Erlach
Junkerngasse 51
3011 Bern

E-Mail: bernhardvonerlach@bluewin.ch
G: 031 312 23 16
P: 031 372 81 84

Zürcher Freiherrengeschlecht (erloschen 1606) mit noch bestehender Berner Linie. Hochfreie von Bonstetten, vermutlich benannt nach der Burg in Bonstetten, sind im 12. Jahrhundert urkundlich bezeugt. Die Genealogie zwischen den ersten Nennungen und den Bonstetten von Uster sowie im Zeitraum 1320-1360 ist ungenügend geklärt. Beziehungen bestanden im 12./13. Jahrhundert vor allem mit den Adelsgeschlechtern von Sellenbüren und Schnabelburg sowie mit der Zürcher Oberländer Adelsgruppe von Wetzikon, Kempten, Uster und anderen, Heiratsbeziehungen im 14.-15. Jahrhundert vor allem mit den von Hinwil, Landenberg, Manesse, Seon, Sax und Bubenberg. Spätestens ab 1268 besassen die Bonstetten die Burg Uster als habsburgisches Lehen. Ihre Begräbnisstätte war das Kloster Kappel, sicher ab dem 15. Jahrhundert die Kirche Uster. Als früheste Vertreter gelten Heinricus de Boumstedin, nobilis vir (erwähnt 1122) und Conradus (erwähnt 1155), die bei der Stiftung des Klosters Engelberg bzw. bei einer Schenkung an St. Martin auf dem Zürichberg mitwirkten. Beginnend mit Hermann dem Älteren (​um 1312) standen Bonstetten im 13.-15. Jahrhundert im Dienst der habsburgisch-österreichischen Landesherrschaft: Sie hatten neben der Reichsvogtei Zürich (zweite Hälfte 13. Jh.) hohe Ämter (Landrichter, Landvogt) im Aargau, Thurgau und in der Grafschaft Kyburg sowie österreichische Pfand- und Lehenschaften inne, so ab 1411 die Herrschaft Hohensax im St. Galler Rheintal. Mitglieder der Familie liessen in österreichischen Diensten ihr Leben auf dem Marchfeld 1278, bei Morgarten 1315 und Näfels 1388. Wegen ihrer Teilnahme an der Zürcher Mordnacht 1350 wurde ihre Burg Bonstetten zerstört. Ab 1407 in Zürich verburgrechtet, unterstand ihre Herrschaft Uster ab 1474 der zürcherischen Lehenshoheit. Einsiedler Konventualen waren sowohl Hermann (->), später Abt von St. Gallen, wie auch der humanistisch gesinnte Dekan Albrecht (->). In der Reformation trat die Familie zum neuen Glauben über. Andreas Roll (1493) und sein Sohn Beat Wilhelm (um 1490-1522), mit Bernburgerinnen verheiratet, lebten vermutlich noch in Uster. Johann Jakob (->) übersiedelte 1534, nach dem Verkauf von Uster an Zürich, nach Bern und begründete die Berner Linie. Die Zürcher Linie erlosch 1606 mit Jost (->), ihrem einzigen Vertreter im Zürcher Rat.

Die Berner Patrizierfamilie, Freiherren von Vaumarcus, erlebte im 16.-17. Jahrhundert ihre Blütezeit. Sie war meist im Grossen Rat, aber nur mit wenigen Mitgliedern im Kleinen Rat vertreten und erreichte nie die höchsten Ämter. Durch Heirat und Kauf kam sie zu neuen Sitzen: zur Herrschaft Hindelbank unter Johann Rudolf (1544-1608), zu Vaumarcus unter dessen Bruder Ulrich (1548-1608), der 1593 auch Mattstetten und Jegenstorf erwarb. Sein grosses Erbe bewirkte eine Abspaltung der nach Preussen orientierten, um 1750 ausgestorbenen Neuenburger Linie. Die Berner Linie hat bis heute das Bürgerrecht von Vaumarcus beibehalten (Hermann ->), bedingt durch den anfänglichen Doppelbesitz bernischer und neuenburgischer Herrschaften unter Karl (1641-1688) und Andreas (1638-1690). Unter dessen Nachkommen spaltete sich die Familie in die nach ihren Landgütern benannten Zweige von Valeyres(-sous-Rances) und Sinneringen (August ->) auf. Der Zweig von Valeyres, dem auch Karl Emanuel (->) und Karl Viktor (->) angehörten, starb mit Gustav (->) aus. Der Sitz Sinneringen wurde 1926 verkauft.

Quellen und Lite 
VON BONSTETTEN, Stammlinnie (I23858)
 
2195 Dynastische Bedeutung
Mit seinem Aufstieg zum Herzog begann die Herrschaft der Wittelsbacher über Bayern, die 738 Jahre bis 1918 währte. Allerdings erstreckte sich die Herrschaft der bayerischen Herzöge seit Otto über ein deutlich verkleinertes Bayern. Bereits 976 war das Herzogtum Kärnten abgespalten worden, 1153 das Herzogtum Meranien und 1156 das Herzogtum Österreich. Im Jahre 1180 schließlich wurde kurz vor Ottos Belehnung auch noch das Herzogtum Steiermark abgetrennt. Das 1180 auf das heutige Altbayern geschrumpfte Herzogtum gewann somit seit Otto zunehmend den Charakter des spätmittelalterlich geprägten Territorialstaats. Nach Otto von Schwaben und Otto von Northeim war er bereits der dritte Herzog von Bayern mit diesem Namen, als erster Herzog der Wittelsbacher in Bayern wird er aber als Otto I. geführt. 
(BAYERN), Otto I. ´der Rotkopf` (I61582)
 
2196 e erste nachweisbare Gründung des St. Jörgen oder Georgenschildes finden wir im Jahre 1401, als sich die Appenzeller Landsleute gegen den Abt von St. Gallen auflehnten, der außer Übung gekommene Gesetzte des Klosters erneuern wollte und damit einen Flächenbrannt des Protestes entfachte, der sich bis weit nach Süddeutschland hinein zog.
Die Auflehnung der Appenzeller Bauern die es satt hatten für ihre Adligen und ihre Lehnsherren immer mehr Steuern zu zahlen, wurde zu einer grundsätzlichen adelsfeindlichen Gesinnung.
Von dem Feuer der Revolte gepackt wollten auch die Bauern des Hegaus und vieler Ortschaften Süddeutschland plötzlich Appenzeller (Schweizer) sein und hofften durch die Eidgenossen die sich das Gebiet Süddeutschlands einverleiben wollten auf bessere Herrscher, so heißt es zum Beispiel in der Klingenberger Chronik schon aus jener Zeit: „Alle Bauern wollen Appenzeller sein“. Um dieser Stimmung für die Eidgenossen zu begegnen und die eigene Grundherrschaftlichen-Rechte zu schützen , bilden Schwäbische Adelige am 11 September 1406 das Jörgenschild. Von diesem Tag stammt auch der erste Bündnisbrief der sich mit dem Jörgenschild in Verbindung bringen lässt.
1408 wird dann noch einmal ein Bündnisbrief aufgesetzt im dem die Adligen erkläre: „Man sei zusammengekommen um mit Gotteshilfe zu verhindern von den eigenen Bauern vertrieben zu werden“. Der Zusammenschluss des Adels soll (so der Bündnisbrief), der Rettung und Bewahrung jener zugleich menschlichen und göttlichen Ortung der Grundherrschaft dienen, in der es den Herren und den armen Mann gibt. Außerdem solle der Kampf für die weltliche und göttliche Ordnung im Zeichen des Heiligen Georg geführt werden der, der Führsprecher des Adels bei Gott sei.
Urkunden aus jener Zeit bezeichnen die Grafen, Herren und Ritter des Landes Schwaben und den ganzen nicht grundherrlichen Adel sowie sogar deren Knechte als „Ritterschaft“. Diese Bezeichnung ist natürlich nicht richtig, denn keineswegs gehören alle aufgezählten Mitglieder zur Ritterschaft im eigentlichen Sinn, was im Bundbrief von 1482 dann auch klare gestellt wird: Grafen und Herren treten der Ritterschaft gegenüber, unter der hier nur die Ritter und Knechte verstanden werden, was wichtig für die Mitglieder des Jörgenschildes war, denn es musste schon einen Unterschied zwischen hohem und niedrigem Adel in der Gesellschaft gemacht werden. Die Regelung wird aber nur innerhalb der Gemeinschaft der Form halber beschlossen, denn die St. Jörgenritterschaft trat nach Außen und Innen immer geschlossen und gleichberechtigt auf, zugunsten der sozialen Gemeinschaft. Und so wird dann eben im 15 Jahrundert doch kurzerhand von der „Ritterschaft mit St. Jörgenschild“ oder von der „Ritterschaft der Gesellschaft“ gesprochen.
Die Gesellschaft wird in zwei landschaftliche Gruppen, die der Ritterschaft im Hegau und die Ritterschaft an der Donau gegliedert. Allerdings werden diese Gliederungen nicht von den Mitgliedern selbst, sondern von außen stehenden Personen und Instituten benutzt. 
VON LUPFEN, Konrad (I1729)
 
2197 E. Strutz / K. Fix, Eifeler Geschlechterbuch 2 (DGB 123), Glücksburg 1958, S. 223
U. Ernestus, Die Familien der evangelisch-reformierten Gemeinde Barmen-Gemarke (Wuppertal) 1702-1809, 2. Aufl. Wuppertal 1996, S. 519
J. Gruch, Die evangelischen Pfarrerinnen und Pfarrer im Rheinland IV, Bonn 2020, Nr. 14737 
SIEPERMANN, Anna Charlotte (I44640)
 
2198 E. Winkhaus, Wir stammen aus Bauern- und Schmiedegeschlecht, Görlitz 1932, S. 336
I. Barleben, Geschichte der Familie Lüps, Düsseldorf 1937, Band II, Tafel A 23 
HOENINGHAUS, Katharina Marianne Mathilde (I47373)
 
2199 Early life
Maurice Benedict de Worms was born in 1805 in Frankfurt, Germany.[1][2] His father was Benedikt Moses Worms (1769–1824) and his mother, Schönche Jeannette Rothschild (1771–1859).[2][3] He had two brothers, Baron Solomon Benedict de Worms (1801–1882) and Gabriel Benedict de Worms (1802–1881), and one sister, Henriette Worms (1803–1879).[2][3]

His maternal grandfather was Mayer Amschel Rothschild (1744–1812), the founder of the Rothschild banking dynasty.[2][3] As a result, his maternal uncles were Amschel Mayer Rothschild (1773–1855), Salomon Mayer von Rothschild (1774–1855), Nathan Mayer Rothschild (1777–1836), Carl Mayer von Rothschild (1788–1855), James Mayer de Rothschild (1792–1868), and his maternal aunts, Isabella Rothschild (1781–1861), Babette Rothschild (1784–1869), Julie Rothschild (1790–1815) and Henriette Rothschild (1791–1866).[2]

Career
Together with his brother Gabriel, he travelled to the Far East in 1841 and purchased a plantation in Ceylon.[1][2][4] Their other brother, Solomon, also invested in the plantation.[3] Over the years, they acquired 2,000 acres under cultivation, and more than 6,000 acres of forest land.[1] It came to be known as the Rothschild Estate.[1][4] They also owned the Sogamma and Condegalla estates in Pussellawa.[2] They grew coffee and tea, especially Ceylon Tea.[2] They sold the plantations in 1865.[1]

His business was succeeded by Henry de Worms, 1st Baron Pirbright.

Death
He died in 1867 in London.[1] His will included large donations to Jewish organizations. 
VON WORMS, Maurice Benedict (I55834)
 
2200 Ebenso wie sein Vater war Heinrich ein erklärter Gegner des Königs Ludwig des Deutschen (840–876) und war in die Verschwörung gegen Ludwig verwickelt, die ab dem Jahr 861 im östlichen Franken und in Bayern so unkoordiniert für Aufruhr sorgte, dass der König seine Gegner nacheinander unterwerfen konnte.

Im Jahr 866 war er der princeps militiae des Teilkönigs Ludwig III. des Jüngeren, unter Karl III. dem Dicken als dessen oberster Feldherr zeitweise marchio francorum und dux Austrasiorum. Im Jahr 880 war Heinrich der Befehlshaber des Heeres, das gegen den elsässischen Herzog Hugo, den Sohn Lothars II. zog. Seine wichtigste Aufgabe war jedoch die Bekämpfung der in das Rheinland einfallenden Normannen. 884 stand er an der Spitze des Heeres, das Sachsen gegen die Normannen verteidigte (an seiner Seite auch Bischof Arn) und befreite im gleichen Jahr das besetzte Duisburg und den Niederrhein von der Wikingerherrschaft. Im Jahr darauf beendete er auch die Herrschaft der Normannen in Friesland – dies gelang vor allem durch die Ermordung der normannischen Heerführer Gottfried und Sigfrid. Im gleichen Jahr griff er zugunsten seines Bruders Poppo (II.) auch im Streit um das Amt des thüringischen Herzogs ein.

Ein Jahr später, 886, wieder im Einsatz gegen die Normannen, diesmal in Neustrien als dortiger Militärbefehlshaber Karls III., geriet Heinrich bei der Belagerung von Paris durch die Normannen, die er aufheben sollte, in einen Hinterhalt: sein Pferd stürzte bei einem Erkundungsritt, den er von der Königspfalz Quierzy an der Oise gestartet hatte, in eine normannische Fallgrube, und Heinrich wurde in der Grube von in der Nähe versteckt lauernden Normannen erschlagen. Er wurde im Kloster St. Médard in Soissons begraben. 
BABENBERGER, Heinrich (princeps militiae) (I36473)
 

      «Zurück «1 ... 40 41 42 43 44 45 46 47 48 ... 123» Vorwärts»


Diese Website läuft mit The Next Generation of Genealogy Sitebuilding v. 15.0.1, programmiert von Darrin Lythgoe © 2001-2026.

Betreut von Gisela Strauß. | Datenschutzerklärung.