Treffer 2,101 bis 2,150 von 6,111
| # | Notizen | Verknüpft mit |
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| 2101 | Die später über die Grenzen Frankfurts hinaus bekannt gewordenen Brentanos stammten jedoch aus der Linie Tremezzo. Stammvater der deutschen Linien war Magnifico Ser Stefano de Brentano di Tremezzo, der ebenso wie sein Sohn Magnifico Don Bernardino de Brentano di Tremezzo die Würde eines Konsuls in Tremezzo innehatte. Auch der Enkel Giovanni-Pietro d. Ä. bekleidete dieses Amt. Er hatte mit seiner zweiten Ehefrau Donna Lucretia de Stoppanis mehrere Kinder. Nobile Stefano war deren ältester Sohn. Er wurde am 5. Juni 1605 geboren. | BRENTANO-TREMEZZO, Stefano (I52676)
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| 2102 | Die Stadt Deming wurde nach Mary Ann Deming benannt | DEMING, Mary Ann (I55088)
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| 2103 | Die Stammgüter lagen in Westfalen, vor allem im Hochstift Münster. In einer Urkunde von 1226 wird Ritter Hermann I. von Münster als Bewohner der Wallburg Haskenau in Handorf (Münster) genannt. Im Familienbesitz waren neben Lehn- auch Allodialgüter. Die Bischofskirche zu Münster wurde auf den Besitzungen des Geschlechts errichtet, weshalb sie auch bis 1268 das Patronatsrecht ausübten. Im selben Jahr mussten sie nach langen Streitigkeiten dieses Recht an das Bistum Münster für 800 Mark abtreten.[2] Frühe Lehnsverhältnisse bestanden auch zur Abtei Werden. Mitglieder der Familie zählten zu den Förderern des 1142 gegründeten Klosters Hohenholte und traten als Ministeriale, Burgmannen und Drosten der Bischöfe von Münster, Osnabrück und der Grafen von Bentheim auf. Wallburg Haskenau Östlich des Ortsteils Gelmer (nordöstlich von Münster) liegt die Burganlage Haskenau (auch „Sconowe“) im Mündungswinkel von Werse und alter Ems. Noch heute deutlich erkennbar ist der Turmhügel mit dem umlaufenden Befestigungssystem, das aus Gräben und Wällen besteht. Seit 1987 stehen die Reste dieser Anlage unter Boden-Denkmalschutz. Erste Grabungen wurden 1800 durchgeführt, weitere 1869, 1918 und 1936. Im Umfeld der Haskenau wurden zahlreiche Feuersteinklingen (mesolithische – etwa 9600 v. Chr. und neolithische Zeit – 11.500 v. Chr.) entdeckt und „Schwurringe“, ein Bronzeringdepot aus der jüngeren Bronzezeit. Eine Glasperle aus der Merowingerzeit (Mitte 5. Jhd. n. Chr.) wurde am nördlichen Ems-Ufer gefunden sowie Tonscherben aus der Karolingerzeit (Mitte 8. Jhd. n. Chr.) im Außengraben der Burganlage. Die Funde sprechen für eine Besiedlung des umliegenden Gebiets seit der Steinzeit und eine Besiedlung der Wallburg seit der Karolingerzeit. Der Turmhügel wurde vermutlich im 12. Jhd. errichtet. Darauf wurde ein steinernes Gebäude, ein „mansio“ (eine Art Rasthaus) gebaut. Auf dem Gelände der Vorburg standen wahrscheinlich Wirtschaftsgebäude. 1324 verkauft Ritter Herrmann, der mutmaßliche Nachfahre des Erbauers, die Burg an das Domkapitel, das die Burg nicht nutzte, weshalb sie immer mehr verfiel. | VON MÜNSTER, Hermann I. (I18779)
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| 2104 | Die Stammliste der Konradiner ist in der Fachliteratur umstritten. Die nachstehende Darstellung folgt der von Schwennicke in den Europäischen Stammtafeln, Band I.1, 2005, in der die in der Diskussion stehenden Arbeiten von Johannes Fried, Donald C. Jackman, Eduard Hlawitschka und Armin Wolf (siehe unten) zu Rate gezogen wurden. | IM LAHNGAU, Gebhard (I35621)
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| 2105 | Die Stammreihe beginnt mit Wernher Göldlin, der 1322 eine Pfründe in der St. Michaels-Kirche stiftete. 1328 war selbiger Werner Schultheiß in Pforzheim.[1] Sein Enkel Heinrich Göldlin, wurde 1397–1428 urkundlich genannt und war Pfandherr auf Schloss und Stadt Beilstein. Er erwarb das Bürgerrecht in Zürich und 1413 die Burg Werdegg. | GÖLDLIN VON TIEFENAU, Heinrich (I52081)
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| 2106 | Die Stolberger Linie ist der wohl wirtschaftlich erfolgreichste Teil der Familie Peltzer, die vor allem durch die ehelichen Verbindungen mit den im Raum Stolberg ebenfalls hoch angesehenen und erfolgreichen Fabrikantenfamilien Schleicher, Hoesch, Prym, Lynen, von Asten und Anderen in besonderem Maße profitierte. Durch diese Konstellation gehörte Stolberg über einen Zeitraum von mehr als 200 Jahren zu einem der bedeutendsten Zentren der Kupferindustrie Europas. Die Geschichte und der Einfluss der Stolberger Linie begann damit, dass Mathis Peltzer (I. der Stolberger Linie), erstgeborener Sohn des im ersten Abschnitt erwähnten Aachener Bürgermeisters Matthias Peltzer, im Jahre 1587 die Ravensmühle und die Ellermühle pachtete. 1592 kaufte er vom Abt der Reichsabtei Kornelimünster Grundbesitz im Tal der Inde, wo er noch im gleichen Jahr die Hammer-Mühle errichtete. Er gründete außerdem auch die Ichenberger Kupfermühle im benachbarten Eschweiler. Sein ältester Sohn Matthis Peltzer (1555–1602) zog als Erster der Familie aus den Querelen der Religionsunruhen seine Konsequenz und wechselte um 1575 nach Stolberg, wo er als Kupfermeister die Ravensmühle, Hammermühle und Ellermühle erwarb und der Stammvater der erfolgreichen und weitverzweigten Kupfermeister-Familie wurde, die sich ab Ende des 18. Jahrhunderts vor allem als Tuchfabrikanten international etablierten. Der jüngste Sohn, Heinrich Peltzer (1556–1591), zog in das evangelisch freie Burtscheid und wurde Stammvater der Burtscheider Linie, die mehrere Generationen später wieder zum Katholizismus konvertierte und der der Aachener Syndikus Matthias Goswin Pelzer sowie die beiden Aachener Oberbürgermeister Arnold Edmund Pelzer und Ludwig Pelzer entstammen. Am 1. April 1587 verpachteten die Besitzer der Ellermühle diese an Mattheis Peltzer, Sohn des Aachener Bürgermeisters Matthias Peltzer. Nach dessen Tod führte seine Witwe Elisabeth Hutten die Mühle einige Jahre weiter. | PELTZER, Matthias II. (I48426)
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| 2107 | Die Supponiden waren eine über fünf Generationen einflussreiche fränkische Adelsfamilie des 9. und der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts (möglicherweise aus Alamannien), die zunächst vornehmlich im Gebiet um Parma reich begütert war. Die Familie erhielt schon von Zeitgenossen diesen Namen nach ihrem häufigsten Männernamen. Sie werden etwa in den Gesta Berengarii (Liber II, Vers 77 f.) als „Supponidae“ bezeichnet. Die Supponiden, als Angehörige des Reichsadels benannt, also als Angehörige der königsnahen Familien des Karolingerreichs, der Großen, unterhielten enge Kontakte zu Königen und Kaisern. Ihnen unterstanden zeitweise die Grafschaften Brescia, Parma, Piacenza, Modena, Bergamo und das Herzogtum Spoleto. Die Königsnähe machte die Familie zum einen zu höchsten Amtsträgern, aber sie wurde auch von jedem Umschwung in der Macht der späten Karolinger bedroht. Von den vier italienischen Königinnen des 9. Jahrhunderts entstammten allein drei den Supponiden. Diese waren Kunigunde (Cunegonda), Ehefrau Bernhards von Italien, besonders aber Engelberga, die mit Ludwig II. verheiratet war, sowie Bertilla, vermählt mit Berengar I. Mit Engelberga erreichten die Frauen zudem eine im karolingischen Umkreis einmalige Machtstellung, einen Status, der als consortium regis bezeichnet wurde, und der bis weit in das Hochmittelalter Italiens fortwirkte. Die Strategie der Familie basierte neben der Königsnähe auf dem Erwerb von und der Kontrolle über umfangreiche Güter in der Po-Ebene, die durch eine Reihe von Äbtissinnen abgesichert und erweitert wurde, die gleichfalls den Supponiden entstammten. Auf diese Art erlangte die Familie beinahe eine Art Dynastierecht auf die Stellung der jeweiligen Königin, untermauert durch gewaltige Grundherrschaften, die die größte Klostergrundherrschaft Italiens darstellten. Hingegen versuchte kein Supponide nach der Königs- oder Kaiserkrone zu greifen, jedoch erlangten sie höchste Funktionen im Umkreis der Könige. | N., Kunigunde (I11050)
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| 2108 | Die Tecklenburg ist eine Burgruine und Veranstaltungsstätte der Freilichtspiele Tecklenburg in der gleichnamigen Stadt Tecklenburg im Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen (Deutschland). Sie war einst das Zentrum der Grafschaft Tecklenburg. Die Burg wurde vermutlich um 1100 vom niederländischen Graf von Zütphen errichtet, um den wichtigen Handelsweg Lübeck-Bremen-Münster-Köln an dieser engen und gut einsehbaren Stelle zu kontrollieren und Zölle fordern zu können. Später wurden zur Sicherung an den Zuwegen nach Tecklenburg einige Adelshöfe als Vasallen zur Sicherung dieses Weges eingesetzt, wie z. B. Haus Marck, die Anwesen Kieseling, Horne, Meeseburg, Kronenburg, Hülshoff und Wondahl. Die erste urkundliche Erwähnung der Anlage erfolgte 1184. Zu dieser Zeit soll die Tecklenburg die größte und mächtigste Höhenburganlage Norddeutschlands gewesen sein. 1168–1190 erwarb der Kölner Erzbischof Philipp die Grafschaft Tecklenburg von Graf Heinrich von Geldern und Graf Symon von Tecklenburg für die außergewöhnlich hohe Summe von 3.300 Mark. Graf Symon erhielt die Burg Tecklenburg als Lehen und übergab seine Allode für 50 Mark dem Erzstift Köln. Damit verbunden waren wohl die Vogteien über die Hochstifte Münster und Osnabrück, welche von nun an bei Köln lagen und damit die Grundlage des Anspruchs einer Herzogswürde für Westfalen durch die Erzbischöfe von Köln bildeten. 1226 verhängte der päpstliche Legat Konrad von Urach den Bann über die Burg und die Stadt Tecklenburg, weil Friedrich von Isenberg, der mutmaßliche Mörder des Kölner Erzbischofs Engelbert, 1225 in der Burg versteckt hatte. 1227 zog die Kölner Kirche die Burg Tecklenburg ein, da der Graf den Besitz der Burg wegen seiner Teilnahme an der Verschwörung gegen Engelbert nach Ansicht der Kölner verwirkt hatte; 1282 kam die Burg in den Pfandbesitz des Bischofs Konrad II. von Osnabrück. Nach dem Aussterben der Grafen von Tecklenburg 1262 kam die Grafschaft an die Grafen von Bentheim. Zwischen 1328 und 1562 gehörte sie den Grafen von Schwerin. Diese konnte 1365 die Herrschaft Rheda erwerben. Sie verloren aber 1400 die nördlichen Teile der Grafschaft mit den Ämtern Cloppenburg, Friesoythe und Bevergern an das Hochstift Münster. Im Jahre 1400 verlor Tecklenburg unter Graf Nikolaus II. den nördlichen Teil seiner Grafschaft in einem Konflikt mit dem Bistum Osnabrück. Dies, und dass der Handelsweg Bremen-Köln immer mehr über Osnabrück mit der jetzt ausgebauten Fernstraße geleitet wurde, verringerte die strategische Bedeutung der Tecklenburg. Auch hatte sich die Waffentechnik inzwischen stark verändert, die veralteten Wehranlagen der Tecklenburg konnten nur sehr schleppend verbessert werden. | N., N. (I18768)
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| 2109 | Die Thumb von Neuburg (auch Thumb von Neuenburg) sind ein Adelsgeschlecht, das während der Zeit des Heiligen Römischen Reichs zur Reichsritterschaft gehörte. Es war seit dem 13. Jahrhundert in Vorarlberg und Graubünden und seit 1430 im schwäbischen Raum ansässig. Die Thumb stammen vermutlich aus der Ravensburger Gegend und erscheinen erstmals im Jahre 1188 mit Hainricus Tumbo in einer Urkunde. Er bezeugt darin eine Schenkung des Herzogs Friedrich von Schwaben an das Kloster Steingaden. Alle Nachkommen dieses Heinrich in männlicher Linie führten den Beinamen Thumb, der in auf Latein verfassten Urkunden teilweise als stultus (dt. dumm = tumb) wiedergegeben wird. Die sichere Stammreihe beginnt mit dem vor 1240 gestorbenen Albertus Tumbin. Um 1230 wurden die Thumb mit der Neuburg bei Koblach in Vorarlberg belehnt, nach der sich zu erst die Brüder Friedrich und Heinrich Thumb von Neuburg ab dem Jahre 1240 nannten. Sie waren schon zur damaligen Zeit reich begütert, denn der jüngere Bruder Heinrich nannte sich bereits 1244 miles de Biunthe (nach der heutigen Gemeinde Baindt bei Ravensburg) und 1246 miles de Stadeln (nach Stadel bei Niederglatt). Die Thumb erwarben weiteren Besitz in Graubünden und errichteten dort u. a. die Burg Rappenstein. Um 1300 wurde die Neuburg bei Chur ihr Stammsitz. Vor 1302 heiratete Ritter Friedrich II Thumb von Neuburg (-1313 †1321) die Gräfin Sophia von Montfort, eine Karolingerin, mit der er eine Tochter (*1302) und die Söhne Johann und Seifrid /Syfridhatte. Nach Friedrichs Tod heiratete seine Witwe den Neffen Schweickhart III (Schwigger) Thumb von Neuburg, von dem sie weitere fünf Kinder hatte[3]. darunter Hugo, Hiltrude (verheiratet mit Albrecht von Schauenstain zu Tagstain ), Schweikhart /Schwigger IV. Auseinandersetzungen mit den Grafen von Montfort führten dazu, dass die Burg und Herrschaft Neuburg bei Koblach 1363 von Hugo und seinem Bruder Schwigger IV an die Habsburger verkauft wurden. | THUMIN VON NEUBURG, N. (I14347)
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| 2110 | Die Tochter Christina Friederike heiratete 21jährig Dr. Linck. Sie wurde sehr früh Witwe und zog mit den beiden Kindern zu ihrer Mutter. Diese war schwach genug, den beiden Enkelkindern jeden Luxus zhu gestatten. Der junge Lincl studierte Rechtswissenschaften. Seine Lebensführung beanspruchte riesige Summen. Geld und wieder Geld war sein stetes Sinnen und Trachten. Für ihn trat anfangs sein Onkel Daniel Wilhelm Nebel ein. Dieser lebte bis zu seiner Verheiratung ebenfalls im elterlichen Haus und unterstützte die Mutter mit gsnz erheblichen Mitteln. Es selbst schätzte die Summe, die er als Junggeselle in den mütterlichen Haushalt steckte, auf 10000Gulden. Über den jungen Linck klagte er, daß der "Neveu" ihn ein Vermögen gekostet hätte. Daneben erhielt der junge Linck von der Großmutter viel GEld zugestevkt, diese schwieg sich aber darüber aus und sagte auch mit keiner Silbe, wie viele Schulden sie dem Enkel bezahlte und Schuldscheine für ihn unterschrieb. Kein Wunder, dass unter solchen Umständen der Sohn im Verein mit seinen Schwägern Behr und Benning schliesich den Antrag stellte, auf den Bammenthaler Zehnten Arrest zu legen. Lange hatte der Sohn gezögert, bis er - wie er selbst sagte - "seine zärtlich geliebte Mutter, die er über alles verehrte und deren Herz ihm von den Enkeln abspenstig gemacht wurde", so hart angriff. Es kam zu den swpäter erwähnten jahrelangen Erbstreitigkeiten. | NEBEL, Christina Friederika (I56779)
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| 2111 | Die Tochter Christina Friederike heiratete 21jährig Dr. Linck. Sie wurde sehr früh Witwe und zog mit den beiden Kindern zu ihrer Mutter. Diese war schwach genug, den beiden Enkelkindern jeden Luxus zhu gestatten. Der junge Lincl studierte Rechtswissenschaften. Seine Lebensführung beanspruchte riesige Summen. Geld und wieder Geld war sein stetes Sinnen und Trachten. Für ihn trat anfangs sein Onkel Daniel Wilhelm Nebel ein. Dieser lebte bis zu seiner Verheiratung ebenfalls im elterlichen Haus und unterstützte die Mutter mit gsnz erheblichen Mitteln. Es selbst schätzte die Summe, die er als Junggeselle in den mütterlichen Haushalt steckte, auf 10000Gulden. Über den jungen Linck klagte er, daß der "Neveu" ihn ein Vermögen gekostet hätte. Daneben erhielt der junge Linck von der Großmutter viel GEld zugestevkt, diese schwieg sich aber darüber aus und sagte auch mit keiner Silbe, wie viele Schulden sie dem Enkel bezahlte und Schuldscheine für ihn unterschrieb. Kein Wunder, dass unter solchen Umständen der Sohn im Verein mit seinen Schwägern Behr und Benning schliesich den Antrag stellte, auf den Bammenthaler Zehnten Arrest zu legen. Lange hatte der Sohn gezögert, bis er - wie er selbst sagte - "seine zärtlich geliebte Mutter, die er über alles verehrte und deren Herz ihm von den Enkeln abspenstig gemacht wurde", so hart angriff. Es kam zu den swpäter erwähnten jahrelangen Erbstreitigkeiten. | LINCK, N. (I56781)
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| 2112 | Die Töchter heiraten wie folgt: - Margarete Elisabeth heiratet Prof. Dr. theol. Johann Heinrich Smedel aus Bremen-Gröpelingen - Magdalena Louisa heiratet Dr. med. Ludwig Johann Faber "Doctor Medicinae" in Weinheim (1697) - Anna Maria heiratet Johann Gertner, Apotheker (1704, 1705) in Heidelberg. - Christina Katharina heiratet Johann Christian Wallsdorf aus Köthen (Anhalt) und in zweiter Ehe Johann Christian Treviranus, beide Männer sind Apotheker | BERGFELD(IN), Anna Katharina (I766)
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| 2113 | Die Tochter Hildegard, Äbtissin soll der Legende nach dem heiligen Meinrad um 835 herum in der Einöde der Ufernau eine Zelle erbaut haben. Da ihre KAISERIN JUDITH ihren Schwiegervater Ludwig den Frommen heiratete, war Hemma nicht nur Judiths Schwester, sondern auch ihre Stiefschwiegertochter!! Die Quellen zu HEMMA betonen ihre Tugendhaftigkeit und Schönheit sowie die beiderseitige Vorbildlichkeit des Ehelebens. Während sie in den Urkunden nur äußerst selten erwähnt wird und daher keinen besonderen Einfluss auf die Regierung genommen zu haben scheint, wirft ihr der Geschichtsschreiber Hinkmar vor, den ältesten Sohn KARLMANN zu sehr bevorzugt zu haben. Da der König – angeblich durch diesen Einfluss – das Unterkönigreich KARLMANNS auf Kosten der Herrschaftsgebiete seiner anderen Söhne stark vergrößerte, brach ein Aufstand unter der Führung KARLS III. und LUDWIGS III. aus, der jedoch mit einer Versöhnung endete. Gegen Ende des Jahres 874 wurde HEMMA durch eine Lähmung stumm und starb im Januar 876 in Abwesenheit ihres Mannes, der sie im Jahr zuvor das letzte Mal besucht hatte. Der Begräbnisort HEMMAS ist umstritten. Widersprüchliche Angaben in mittelalterlichen Quellen sowie eine durch Fälschungen erschwerte Quellenlage führten schon im Spätmittelalter zu Konflikten zwischen dem Kloster St. Emmeram und dem Stift Obermünster in Regensburg, die beide das Grab der Hemma für sich beanspruchten. Bis heute kann keine eindeutige Aussage getroffen werden. Sowohl St. Emmeram als auch Obermünster haben gute Argumente auf ihrer Seite (siehe Literaturliste). Aufgrund des engen Verhältnisses, das zwischen Hemma und Obermünster existierte, ist es aber wahrscheinlicher, dass diese Verbundenheit nicht mit dem Tod Hemmas enden sollte, sondern dass vielmehr entsprechende Quellenstellen den tatsächlichen Ort der Bestattung belegen. Dennoch gilt ihr Grabmal in ST. EMMERAM als eines der bedeutendsten deutschen Monumente des 13. Jahrhunderts. zu ihrer Schwiegertochter, der heiligen RICHARDIS (Ehefrau von Karl III.): Sie war von 877 bis 893 Äbtissin am DAMENSTIFT SÄCKINGEN und zwischen 878 und 893 auch ÄBTISSIN der FRAUENMÜNSTERABTEI IN ZÜRICH. Beide Klöster waren KÖNIGLICHE EIGENKLÖSTER, die ihr von ihrem Gemahl Karl III. zur LEBENSLANGEN NUTZNIEßUNG überlassen wurden, ebenso wie die Klöster St. Marinus in Pavia und das Kloster in Zurzach. | (OSTFRANKENREICH), Hemma (I24106)
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| 2114 | Die Tschachtlan kamen aus der Gegend von Kerzers und nannten sich ursprünglich Tschachtli (Kastlan). Über Heinzmann stieg die Familie um 1420 in den bernischen Rat auf. Das Geschlecht ist 1492 ausgestorben. Die Familie Tschachtlan war eine Berner Notabelnfamilie des Spätmittelalters. Die Tschachtlan dürften aus dem Simmental stammen, wo der Kastellan als Tschachtlan (vgl. frz. Châtelain) bezeichnet wird. Peter Tschachtlan[1] ist 1374 Weibel in Frutigen, ein Hensli Schachtlan ist 1414 in Spiezwiler belegt.[2] In Bern ist 1371 als erster Namensträger Jenni Schachtlan aus Burgistein nachzuweisen.[3] Die Tschachtlan waren u. a. verwandtschaftlich mit den Berner Notabelngeschlechter von Kiental und Reber verbunden. Niklaus Tschachtlan († um 1412), um 1400 Mitglied des Kleinen Rats, war ein Onkel der begüterten Ita Reber, Witwe des Johann Reber.[4] Ita Reber war eine Tochter des bernischen Stadtschreibers Johann von Kiental[5] und Schwester der Elsbeth von Kiental. Bendicht Tschachtlan ehelichte 1452 die Witwe des Venners Johann von Kiental. Die Tschachtlan besassen in der Brügglerkapelle des Berner Münsters ein Familiengestühl.[6] Ein Zusammenhang der Tschachtlan mit den aus Freiburg und Murten stammenden, in Kerzers noch blühenden Tschachtli (Tschachti, Tschatis) konnte bisher nicht nachgewiesen werden. | TSCHACHTLAN, Stammlinie (I32454)
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| 2115 | Die Tuskulaner waren eine römische Familie, die im 10. und 11. Jahrhundert die Macht in der Stadt Rom innehatte und deren Machtbasis neben dem Pontifikat die (namengebende) Stadt und Grafschaft Tusculum war. Der Stammvater Alberich I. († um 920/25) von – aufgrund des Namens Alberich zu vermutender – fränkischer (oder langobardischer) Herkunft, wurde 917 Herzog von Spoleto, kämpfte gegen die Ungarn und Sarazenen und heiratete die Tochter des römischen Adelsführers Theophylakt I. von Tusculum. Seine Nachfahren, die Grafen von Tusculum, setzten das adlige Papsttum durch, wonach nur Angehörige des stadtrömischen Adels zu Päpsten gewählt werden durften. Neben dem Heiligen Stuhl und dem Konklave beherrschten sie während des saeculum obscurum den Senat der Stadt und stellten deren Konsuln. Mit dem Aufstieg der Tuskulaner ist der Begriff der Pornokratie verknüpft, der sich insbesondere auf Theodora I. von Tusculum und ihre Töchter Marozia I. und Theodora II. von Tusculum sowie auf Marozia II., die Tochter Theodoras II. bezieht. Weitere heute noch bekannte Personen aus diesem Umfeld sind Theophylakt I. von Tusculum, Alberich I. und Alberich II., die Ehemänner und Söhne der genannten Frauen. Die stärksten Gegner der (kaisertreuen) Tuskulaner in Rom waren die (stadtrömisch gesinnten) Crescentier, obwohl die Familien vielfach miteinander verschwägert waren. Im Wechsel mit den Crescentiern stellten die Tuskulaner bis zur Jahrtausendwende vier Päpste und, nachdem sie die Crescentier unter Benedikt VIII. ab 1012 bezwungen hatten, konnten sie als faktisch alleinige Machthaber in der Stadt noch weitere vier Päpste aus ihrer Familie sowie eine Reihe von Klientelpäpsten installieren. Mit der Wahl von Leo IX. 1049 kam die Macht der Tuskulaner an ihr Ende. Die ab 1075 durch Gregor VII. eingeleiteten Gregorianischen Reformen waren nicht zuletzt eine Reaktion auf den Nepotismus der tuskulanischen Päpste. Es wird vermutet, dass das bis heute bestehende römische Adelsgeschlecht der Colonna von den Tuskulanern abstammt. Petrus de Columna (Pietro de Colonna), † nach 1120, gilt als Sohn des Johannes, Graf von Tusculum, und Enkel des Grafen Gregor II. (um 1000 – 1054). Ab dem 12. Jahrhundert konkurrierten die Colonna mit den Orsini um Macht und Einfluss auf den Heiligen Stuhl und den Kirchenstaat. Mit Martin V. stellten sie von 1417 bis 1431 ebenfalls einen Papst. Eine weitere Nachfahrenlinie der Tuskulaner war die römische Adelsfamilie Conti, die ab 1198 vier Päpste stellte. | TULUSCANER, Stammlinie (I52357)
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| 2116 | die um 1604 geborene Tochter Elisabeth heiratet Conrad Windecker und die 1609 geborene Tochter Elisabeth heiratet Johann Scheibler | (REBENSTOCK), Barbara (I23490)
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| 2117 | Die URFEDE (auch Urphed, Urphede, Urpfedt, Unfehde) war ein Mittel des vormodernen Rechts und bedeutete den beeideten Fehdeverzicht. Der Bruch der Urfehde wurde deshalb als Meineid verfolgt und bestraft. Urfehde, die selbst verschiedene Stadien ihrer Entwicklung durchlief und Teil der Entstehung des öffentlichen Strafrechts war, lässt sich erstmals in fränkischer Zeit in der Fredegar-Chronik oder in den Schriften Gregor von Tours nachweisen. Sie beruht auf den Blutrachevorstellungen der Germanen, bei denen der Streit durch eine eidliche Vertragsform beigelegt wurde | DE BEVER, Fye (I18729)
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| 2118 | Die Urgroßeltern Väterlich und mütterlich sind gleich. (Ahnenschwund) | GRABENSTÄTTER, Rosine (I110)
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| 2119 | Die Ursprünge der Roderburgmühle gehen auf die von Jan Ravens im Jahr 1532 als Lehen übernommene Ravensmühle und auf die im gleichen Jahr von Johann von dem Velde ebenfalls als Lehen erworbene Veldtmühle zurück, die ihren Namen nach ihren jeweiligen Besitzern erhielten und in unmittelbarer Nachbarschaft erbaut waren. Mathis Peltzer (1555–1602), der erstgeborene Sohn des Aachener Bürgermeisters Matthias Peltzer, zog als Angehöriger der reformierten Kirche wegen der Aachener Religionsunruhen nach Stolberg und erwarb 1587 neben der Hammer-Mühle, der Ellermühle auch die Ravensmühle. Letztere übertrug er vor seinem Tod seinem Sohn Heinrich Peltzer (1593–1645), der zudem die benachbarte Veldtmühle übernahm und schließlich beide zur Roderburgmühle vereinigte. Diese Phase kann als Keimzelle einer umfangreichen Industrie-Ansiedlung gelten, die sich im frühen 17. Jahrhundert im Bereich des heutigen Mühlener Markts entwickelt hatte und aus der neben der bereits bestehenden Alten Krautlade[3] unter anderem die Kupferhöfe Bierweide, Mommas Hof, Stöck, Stürenhof, Unterster Hof und Weide entstanden sind. | PELTZER, Heinrich (I49307)
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| 2120 | Mit dieser Bemerkung ist mindestens eine lebende Person verknüpft - Details werden aus Datenschutzgründen nicht angezeigt. | Lebend (I53858)
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| 2121 | Die Villa Lynen ist ein Gebäude in Stolberg (Rhld.), Städteregion Aachen. Es wurde zwischen 1911 und 1913 vom Architekten Carl Wilhelm Schleicher entworfen und für den Industriellen Robert Lynen errichtet. Die Familie Lynen gehörte zu einer alten Stolberger Kupfermeister-Familie und nutzte das Gebäude für repräsentative Anlässe. Zur Blütezeit der Messingindustrie im 17. und 18. Jahrhundert waren in Stolberg etwa vierzig Kupfermeisterfamilien tätig. Die bekanntesten sind Beck, Dollart, Hansen, Lynen, Mewis, Momma, Peltzer, Prym, Schardinel, Schleicher, von Asten und Wuppermann. Auch die Hoeschs, die im Oberlauf des Vichtbaches als Reitmeister tätig waren, wirkten in Stolberg als Kupfermeister und kamen ursprünglich aus Aachen. | LYNEN, Simon (I49124)
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| 2122 | Die Vöhlin (historisch bisweilen: Fehlin) waren die erfolgreichste Handels- und Patrizierfamilie der ehemals freien Reichsstadt Memmingen. Bereits unter Hans Vöhlin d. J. (1423–1496) war das Haus eine der größten süddeutschen Gesellschaften im Warenhandel, aber auch im Finanz- und Montanbereich. Ab Mitte der 1490er Jahre fusionierten die Vöhlin schrittweise mit den Welsern, die Welser-Vöhlin-Handelsgesellschaft entstand. Als diese Gesellschaft 1614 scheiterte und die Augsburger Welser dadurch in die Zahlungsunfähigkeit gerieten, hatten sich die Vöhlin bereits aus der Firma zurückgezogen und waren nach Memmingen zurückgekehrt. | VÖHLIN, Johann II. (I51308)
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| 2123 | Die von Belp-Montenach waren ein Schweizer Freiherrengeschlecht. Die höchste Machtausdehnung der Freiherren ist im 12. und 13. Jahrhundert nachzuweisen. Sie waren im Besitz der Herrschaften Belp und Montenach sowie von diversen Gütern in Muri und Wattenwil. Mit Freiherr Ulrich von Belp wird die Familie 1107 im Gefolge der Grafen von Burgund erstmal erwähnt. Der Grundbesitz der Freiherren, die Herrschaft Belp, entstand bei der Auflösung der karolingischen Gaugrafschaften und wurde als Lehen direkt vom Kaiser an die Freiherren verliehen. Die Familie pflegte gute Beziehungen zu den Herzögen von Zähringen. 1111 waren Ulrich von Belp und sein Sohn Rudolf von Belp an der Beisetzung von Herzog Berthold II. von Zähringen im Kloster St. Peter anwesend. Zwischen 1122 und 1132 werden Ulrich von Belp und seine Söhne Konrad und Burkhard als Zeugen in zähringischen Urkunden genannt. Im Jahre 1131 begleitete Burkhard von Belp den Herzog Konrad von Zähringen nach Straßburg an den Hoftag König Lothars III. 1146 nehmen die Brüder Konrad und Rudolf von Belp am Gerichtstag des Herzogs in Worb teil. Konrad wird erstmals als Herr von Montenach genannt, während sich sein Bruder weiterhin Rudolf von Belp nennt. Es muss zu dieser Zeit eine Herrschaftsteilung gegeben haben, in eine deutsche Linie Belp und eine welsche Linie Montenach. Es ist nicht überliefert, wie die Freiherren an die Herrschaft Montenach kamen. Eine Übertragung durch die Zähringer ist anzunehmen. Vielleicht kommt auch die Übernahme durch eine Heirat Konrads mit einer Contesson von Montenach, die 1178 als Herrin von Montenach genannt wird, in Frage. Zwischen 1195 und 1223 verschwindet die deutsche Linie, somit kommen ihre Besitzungen an die welsche Linie zurück. Aymo II. von Montenach stellte sich 1254 mit seiner Herrschaft Belp unter die Lehnshoheit des Grafen Peter II. von Savoyen, lehnte sich aber 1265 gegen ihn auf und fand dabei den Tod. Sein Sohn Wilhelm I. musste sich 1267 aber endgültig Savoyen unterwerfen. 1277 teilte er die Gebiete des Vaters mit seinem Bruder Hartmann. Wilhelm erhielt die Herrschaft Montenach und Hartmann Belp sowie alle anderen Besitztümer östlich der Saane. Nach Hartmanns Tod 1281 übernahm dessen Sohn Ulrich von Belp-Montenach seine Gebiete. 1298 wendeten sich die die Freiherren Ulrich und sein Onkel Wilhelm I. von Montenach gegen die Stadt Bern, bei der sie noch unter Berthold V. von Zähringen widerwillig ins Burgerrecht gezwungen wurden. Die Adeligen schlossen sich einer von der Stadt Freiburg angeführten Koalition an und beteiligten sich an der Schlacht am Dornbühl. Nach der Niederlage Freiburgs wurde die Hohburg von den Berner in einer zehntägigen Belagerung erobert und zerstört. Ulrich von Belp-Montenach durfte seine Burg nicht wiederaufbauen und musste auf Schadenersatz verzichten, außerdem musste er sich mit all seinen Besitztümern im oberen Aaretal der Stadt Bern unterwerfen und wurde 1306 in ein zwanzigjähriges Burgerrecht mit der Stadt Bern gezwungen. Sein Onkel Wilhelm I. aus Montenach kam glimpflicher davon. Seine Söhne Hartmann und Ägidius waren die letzten männlichen Vertreter der Belper Linie. 1383 verkaufte Hartmanns Tochter Katharina den Rest der Herrschaft Belp an Petermann von Wabern. Die Linie Montenach bestand bis 1493 als Lehnsträger der Herzöge von Savoyen unter denen sie mehrmals als Vogt der Waadt waltete. | VON MONTENACH, Aymo II. (I41488)
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| 2124 | Die von Wandthoff, Wanthoff, Wandhoff oder Wanthoven waren ein westfälisches und märkisches Adelsgeschlecht. Die Familie von Wandthoff lebte auf dem ehemaligen Stammhause und Rittersitz Wandthof (Wandhofen)[1][2] im Kirchspiel gleichen Namens unweit von Schwerte. In einer Urkunde von 1357 findet man unter den Zeugen Gobel und Diederic van Wanthoven. Gobel von Wanthoff war ein Burgmann der Landesburg Wetter und 1345 Gograf von Schwelm. Er stand im Dienste der Grafen von der Mark und war der Vater von Hermann von Wanthoff, welcher in einer Urkunde von 1397 auftaucht. Dieser Hermann war ein angesehener Ratgeber und enger Vertrauter der Grafen von der Mark. Er war Richter zu Schwerte (1371–1373, 1391 und 1406) und Burgmann der Landesburg Wetter. 1383 erhielt er für seine herausragenden Verdienste vom Grafen von der Mark das Reichsgut Lenninghausen bei Schwerte (=Lenningsen) und 1387 vom „Junker Johann von Volmestein“ den Hof zu Haßlei im Kirchspiel Hagen zum Pfandlehen. 1388/89 nahmen Johann, der Sohn Hermann von Wanthoffs und Hermanns Halbbruder Menneken von Möllenkotten, sowie viele anderen aus der märkischen Ritterschaft an der Fehde gegen Dortmund teil.[3] Aleff (Adolph) Wandhoff (um 1430–63) und seine Ehefrau Stina teilten 1472 zu Lebzeiten das Gut unter ihren Kindern, so dass ihr zweiter Sohn Johann die Hälfte des Besitztums bekam und die andere Hälfte unter dem ältesten Sohn Herman (Prior zu Dütz) und den zwei Töchtern aufgeteilt wurde.[4] 1477 zog dieser nach Livland und übertrug seinen Anteil an dem Gut seiner Schwester Margaret, welche mit dem Conrad Dorneburg gen. von der Lage verheiratet war.[5] Dessen Tochter Margret bekam Haus Westhofen und mit deren Heirat mit Henrich von Haus zum Haus gelangte es in deren Familienbesitz. Elisabeth, die zweite Tochter Adolphs, heiratete den Johann Nagel zum Steinhaus. Ihre Kinder waren: Hermann, Casper (jung gestorben), Evert (ging nach Livland, † 1521/23) und Elisabeth. Im 17. Jahrhundert findet man den Casper Wandhoff, Herr zu Ruendael (Ruhenthal 10 km westlich von Bauska, Lettland) und seiner Gemahlin, einer geborenen von und zu Schlebusch. Wappen Das Wappen zeigt in Silber drei (2:1) rote Eisenhüte mit roten Bändern. Auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken ein roter Eisenhut zwischen einem rechts silbernen, links roten offenen Flug. Das Wappen gehört mit dem der von Ketelhodt und von Wendt zu einer westfälischen Wappenfamilie, ohne dass ein agnatischer Zusammenhang dieser Geschlechter nachweisbar ist. | VON WANDHOFF ZU MARTFELD, Kunigunde (I45657)
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| 2125 | Die Walahonen waren eine Adelsfamilie, die vor allem im 9. Jahrhundert am Mittelrhein gräfliche Ämter ausübte. Ihre Bedeutung liegt vor allem in den verwandtschaftlichen Beziehungen zu den Robertinern, den Konradinern und den Saliern und damit als Bindeglied zwischen diesen herausragenden Familien des Mittelalters. In den Jahren 842 bis 902 sind Grafen mit dem Namen Walaho bezeugt – wobei nicht bekannt ist, um wie viele Personen es sich dabei handelt – die im Nahegau, Niddagau, Speyergau und Wormsgau amtierten. Das bekannteste Familienmitglied ist jener Walaho († wohl vor 891), der mit Oda, der Tochter des Robertiners Robert III. verheiratet war, und der der Nachfolger von Robert († vor 834) und dessen Söhnen Guntram († 837) und Robert der Tapfere im Wormsgau wurde, als letzterer den Schwerpunkt seiner Aktivitäten ins Westfrankenreich verlegte. Wohl eine Tochter Walahos und Odas war Wiltrud, die den Konradiner Eberhard († 902/903) heiratete, den Grafen im Niederlahngau und der Ortenau sowie Onkel des späteren deutschen Königs Konrad I. Eine Tochter Wiltruds und Eberhards wiederum könnte die Ehefrau des Wormsgaugrafen Werner gewesen sein, des ersten historisch fassbaren Saliers. Ein weiterer Walaho ist in den Jahren 891/902 bezeugt. Er war der Vater eines 905 bezeugten Grafen Burkhard, der Gisela, die Witwe Meingauds († 892) heiratete, der Graf im Maienfeld und auch im Wormsgau gewesen war. Beide Grafschaften gingen an Burkhard über, zumindest der Wormsgau allerdings erst, nachdem sein Vater Walaho dort regiert hatte.[1] Aus der gleichen Zeit ist ein dritter Walahone bekannt, Graf Stephan, der einer der Unterstützer von Kaiser Arnulf von Kärnten in Lotharingien war, aber auch so sehr in der Opposition gegen Arnulfs Sohn Zwentibold engagiert, dass er am 13. August 900 (Arnulf war 899 gestorben) einer derjenigen war, die Zwentibold in einem Gefecht erschlugen[2]. Zwei Jahre nach dieser Tat, Ende 901, kam Stephan selbst auf gewaltsame Art ums Leben. Allgemein wird davon ausgegangen, dass die Walahonen zum engen Kreis um die Salier gehören, ohne dass die genaue Verwandtschaft klar ist. Als Gründe dafür werden genannt[3]: Die Salier und die Walahonen übten in den gleichen Gauen die Grafenrechte aus Im Jahr 900 ist ein Walaho als Laienabt im salischen Eigenkloster Hornbach bezeugt. Die Salier traten das Erbe der Walahonen in Ämtern und im Besitz an. | WALAHONEN, Werner III. (I39276)
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| 2126 | Die Wels-Lambacher, ein bayerisches Grafengeschlecht, verwandt mit den Aribonen, besaßen Eigengüter im Traungau und traten auch als Markgrafen der Mark an der Mur (später Steiermark) in Erscheinung. | VON WELS-LAMBACH, Arnold I. (I37425)
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| 2127 | Die Weseler Juden verloren 1629 ihren Besitz, da man gerade diese in den kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Niederländern und Spaniern plünderte. Ein Teil der Familien wurde Anhänger des falschen Messias Sabbatai Zvi und seines Propheten Nathan von Gaza. Aus Enttäuschung über seine falschen Prophezeiungen wurden viele von ihnen Katholiken. Auch Nathan von Gaza wandte sich mit der Taufe ab und nahm den Namen Nunziato Bernardus Gatti (Gatty) an, seine Nachkommen gingen nach Frankreich und Italien.[45] David ben Salomon Emmerich (* vor 1599 in Emmerich; † um 1662) erhielt einen eigenen Geleitbrief, nachdem die Stadt Emmerich ihn abgewiesen hatte. Er ehelichte Jachet und wurde Landesvorsteher. | GUMPEL, David ben Salomon Emmerich (I60163)
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| 2128 | Die Witwe des Pfarreres Dilphius zu Dresselndorf zog nach Dillenburg und starb dort am 11. Nov. 1635 | LAMM, Anna Catharina (I1078)
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| 2129 | Die Wurzeln der Kauerts gehen zurück bis ca. 1519 in Drabenderhöhe bei Wuppertal. Aufenthalt von 07.bis 13.03.1885 und vom 02.09.1884 (?)(wohl 02.09.1885 bis 08.12.1886 in der Heilanstalt Endenich. Aufenthalt von 08.12.1886 bis zum 25.04.1887 in der Rheinischen Provinzial Heil-und Pflegeanstalt in Düsseldorf-Grafenberg Hinterließ ein beträchtliches Vermögen. Es spricht Carl Kauert (1820 – 1902) über Johann Wilhelm Heinrich Kauert (1769 – 1833) und Wilhelmine Sibille Kauert (1786 – 1852), ihre Kinder Friedrich, Lisetta, Christian Friedrich Wilhelm, Friedrich Albrecht Ferdinand, Carl und Eduard, sowie ihre zwölf Enkel aus der Ehe des Christian Friedrich Wilhelm Kauert (1814 – 1892) und der Maria Elisabeth Witscher (1817 – 1865). Bericht von Carl Kauert, Skript, 7 Seiten ..ist mir nicht bekannt. Er wurde kaufmann und später Inhaber von Nottenbohn & Co. in Lüdenscheid. Ziemlich früh an einer Infektionskrankheit duch Hunde gestorben, hinterließ er ein beträchtliches Vermögen, so daß seine beiden Söhne Medizin studieren konnten. Sie machten den Weltkrieg als Stabsärzte mit und in diesem ist Walter aus Weinheim Oberstabsarzt geworden und ist heute Chefarzt am Krankenhaus in Weinheim. Emil war Chefarzt in Denklingen und starb 1941. (siehe Anmerkung von Gunda Randoll, geb. Kauert) Nach der Schule kam Carls Bruder Friedrich Kauert in die kaufmännische Lehre in die Spinnerei bei Kind & Kattwinkelei in Bielstein. Bei seinem Austritt fragte ihn der Chef:" Warum willst Du denn fort, Fritzchen?" worsuf er erwiederte:" Das ist es ja gerade, Fritzchen hier und Fritzchen da, hier bleib ich Fritzchen bis an mein Ende." Er übernahm später die Fabrik seines verstorbenen Bruders Carl, mit dem er wohl auch vorher zusammen gewesen war. Er starb frühzeitig in Barmen im Krankenhaus. Zwei Söhne von Onkel Albrecht, Carl und Eugen oder Max sollten die Leiche nach Lüdenscheid überführen; nachdem der Sarg zur bahn gebracht war und bis zur Abfahrt noch länger Zeit war, besuchten die beiden noch Onkel Meese, den zweiten Mann von Tante Helene, welcher in der Nähe der Bahn wohnte. Es wurde gegessen und getrunken und die Zeit verstrich im Nu. Plötzlich kam die Tochter Helene herein und sagte:" Wenn Ihr den Onkel Fritz fahren sehen wollt, dahinten fährt der Zug!" DArob entteuschte Gesichter. | KAUERT, Karl (I29)
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| 2130 | Die Z. waren im 16. und 17. Jh. im oberen Toggenburg und im Neckertal verbreitet. 1545 liess sich Felix aus Degersheim in St. Gallen nieder und erwarb das Bürgerrecht. Die in der Textilproduktion tätige Fam. gehörte bis 1798 ständig der Weberzunft an, stieg rasch in die städt. Führungsschicht auf und stellte mit Jacob (->) und Paulus (1736-1809) zwei Bürgermeister. Jacobs einziger Enkel Paulus (1709-60) gründete in Berbice (Guyana) die Plantage Zubli's Lust und war ab 1747 Justizrat der niederländ. Kolonie. Seine Nachkommen gelangten ins Amsterdamer Patriziat (Zubli und De Clercq Zubli). Jacobs Neffe David (1700-53) wanderte 1736 nach South Carolina aus, wo seine Söhne, darunter Hans Joachim (->), die amerikan. Familienzweige begründeten. Mit der Doppelhochzeit der Brüder Hektor und Christian mit Schwestern aus der Fam. Zollikofer 1722 teilte sich die Fam. in zwei Stämme. Nachkommen des Textilfabrikanten Hektor (1687-1743) waren Georg Joachim (1749-1815), St. Galler Ratsherr, Stadtrat und Präs. des Kaufmänn. Direktoriums, Georg Emil (1844-1903), Oberingenieur der Schweiz. Nordostbahn, Georg (->) und Albert (->). Der Stamm Christians (1701-51) war v.a. im Textilhandel mit Italien aktiv. Zu ihm gehörten Friedrich (->), dessen Bruder Julius (1814-78), Textilfabrikant in Angri (Kampanien) und Kaufmann in Bari, sowie der Begründer der argentin. Linie, Carl Ambrosius (1826-86), Prof. in Peru und Chile. Weitere Nachkommen waren Ludwig Eugen (1851-1926), Mitgründer der Spinnerei Littai (Litija, Slowenien) sowie Eduard (->) und der Textilchemiker Heinrich (1860-1935). | ZÜBLIN, Stammlinie (I13724)
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| 2131 | Die Zähringer waren ein mit den Staufern verwandtes schwäbisches Fürstengeschlecht, das sich ab dem Ende des 11. Jahrhunderts nach seiner Burg Zähringen bei Freiburg im Breisgau nannte. Das Haus Baden ist mit den Zähringern stammverwandt. Das den Zähringern zugeschriebene Wappentier ist ein roter Adler, jedoch ist auf zeitgenössischen Siegeln ein Löwe dargestellt. | VON ZÄHRINGEN, Agnes (I10358)
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| 2132 | Die Zollner vom Brand (auch: Zolner, Zöllner, Zollner uff dem Brand, Zollner vom Brandt) waren eine Patrizierfamilie aus Bamberg mit einer Linie in der Freien Reichsstadt Nürnberg, erstmals urkundlich in Nürnberg erwähnt im 13. Jahrhundert. Die Zollner waren von 1402 bis 1471 im Inneren Rat von Nürnberg vertreten. | ZOLLNER, Agnes (I51410)
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| 2133 | Die ZÜBLIN waren im 16. und 17. Jh. im oberen Toggenburg und im Neckertal verbreitet. 1545 liess sich FELIX aus Degersheim in St. Gallen nieder und erwarb das Bürgerrecht. Die in der Textilproduktion tätige Fam. gehörte bis 1798 ständig der Weberzunft an, stieg rasch in die städt. Führungsschicht auf und stellte mit JACOB ( -> 7) und PAULUS (1736-1809) zwei Bürgermeister. JACOBS einziger Enkel PAULUS (1709-60) gründete in Berbice (Guyana) die Plantage Zubli's Lust und war ab 1747 Justizrat der niederländ. Kolonie. Seine Nachkommen gelangten ins Amsterdamer Patriziat (ZUBLI und DE CLERCQ ZUBLI). Jacobs Neffe DAVID (1700-53) wanderte 1736 nach South Carolina aus, wo seine Söhne, darunter HANS JOACHIM ( -> 6), die amerikan. Familienzweige begründeten. Mit der Doppelhochzeit der Brüder HEKTOR (heiratet Anna Margaretha Zollikofer 1702-1774 - Hektor-Ast)und CHRISTIAN (heiratet Adriana Dorothea Zollikofer 1707-1765 - Christian-Ast) mit Schwestern aus der Fam. ZOLLIKOFER 1722 teilte sich die Fam. in zwei Stämme. Nachkommen des Textilfabrikanten HEKTOR (1687-1743) waren Georg Joachim (1749-1815), St. Galler Ratsherr, Stadtrat und Präs. des Kaufmänn. Direktoriums, Georg Emil (1844-1903), Oberingenieur der Schweiz. Nordostbahn, Georg ( -> 5) und Albert ( -> 1). Der Stamm CHRISTIAN (1701-51) war v.a. im Textilhandel mit Italien aktiv. Christians Sohn Christian II. Züblin-Mittelholzer (1732-1792), leitete die Mousseline-Firma Mittelholzer & Züblin in St.Gallen. Seine Söhne Christoph und Christian III. waren Teilhaber der väterlichen Firma. Christoph Züblin-Gonzenbach (1771-1849), der eine Sohn, war 1842 Mitbegründer der Spinnerei Sitterthal in St.Gallen. Sie hatten 5 Söhne und 2 Töchter. Christian III. Züblin-Zollikofer (1775-1836), der andere Sohn, hatte 5 Töchter, wurde durch seine Heirat Schwager von Georg Albrecht Wenner-Zollikofer und Onkel von Friedrich Albert Wenner in Salerno, sowie Onkel von Susanne Gsell-Schobinger. Vier Töchter Christians III heirateten vier Söhne ihres Onkel Christoph. Diese sind somit Neffen von Susanne Gsell-Schobinger. Alle 4 Brüder arbeiteten für die Schweizer Textilindustrien in Süditalien: Friedrich Züblin-Züblin (1803-1883), 1824 Mitbegründer und bis 1837 Teilhaber von Züblin Vonwiller & C. Salerno, 1842 Gründer der Spinnerei Sitterthal St.Gallen Caspar Züblin-Züblin (1805-1865), Leiter der Garancinefabrik in Castellammar Conrad Züblin-Züblin (1813-1854), technischer Direktor der Fabriken des Bruders Friedrich in Salerno und Sitterthal-St.Gallen Julius Züblin-Züblin (1814-1878), 1835 Webereidirektor in Angri, 1841 Teilhaber von Marstaller & Züblin in Bari, Donator der Antikensammlung des Historischen Museums St.Gallen Der 5. Sohn von Christoph Züblin-Gonzenbach, Christoph Züblin-Mittelholzer, war Kaufmann in Palermo. Die 2 Töchter verheirateten sich mit *St.Galler Texitunternehme* , die eine mit Caspar Escher-Züblin, 1835 Mitbegründer Spinnerei Escher & C. in Salerno, die andere mit Jakob Schlaepfer-Züblin, Gerant von Schlaepfer Wenner & C. in Salerno (vgl. W 054/58) Zu ihm gehörten Friedrich ( -> 4), dessen Bruder Julius (1814-78), Textilfabrikant in Angri (Kampanien) und Kaufmann in Bari, sowie der Begründer der argentin. Linie, Carl Ambrosius (1826-86), Prof. in Peru und Chile. Weitere Nachkommen waren Ludwig Eugen (1851-1926), Mitgründer der Spinnerei Littai (Litija, Slowenien) sowie Eduard ( -> 2) und der Textilchemiker Heinrich (1860-1935). | ZÜBLIN, Friedrich (I12387)
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| 2134 | Die »Helvetier«: Wieviele der Rompilger, die für ein Erinnerungsphoto mit den Schweizergardisten posieren, die an den Eingängen zum Vatikan Wache stehen, kennen wohl die Geschichte dieser Soldaten, die dem Papst Treue geloben? Man muß bis in die Zeit der Renaissance zurückgehen, um die Gründe zu verstehen, die Papst Julius II. bewogen, die Schweizer nach Rom kommen zu lassen: Die eidgenössischen Soldaten galten auf Grund ihres Mutes, ihrer edlen Gesinnung und ihrer sprichwörtlichen Treue als unbesiegbar. Der große lateinische Geschichtsschreiber Tacitus hatte schon viele Jahrhunderte zuvor festgestellt: »Die Helvetier sind ein Volk von Kriegsleuten, dessen Soldaten für ihre Kriegstüchtigkeit weithin bekannt sind.« Aus diesem Grunde spielten die schweizerischen Kantone, die sich einmal mit diesem, einmal mit jenem Staat verbündeten, eine bedeutende Rolle in der europäischen Politik. Im Jahre 1512 entschieden sie als Bündnispartner Julius' II. das Schicksal Italiens, und der Papst verlieh ihnen den Titel »Hüter der Freiheit der Kirche«. Zu jener Zeit, als das Söldnerwesen üblich war, lebte in den Zentralalpen ein wehrhaftes Volk. Die ersten Schweizer Kantone waren mit ihren zirka 500 000 Einwohnern überbevölkert. Auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Lage damals herrschte große Armut, und der einzige Ausweg aus dieser Situation war die Emigration und eine der gewinnbringendsten Aufgaben der Söldnerdienst. Die Schweizer Söldner: 15 000 Männer standen für diesen Dienst zur Verfügung, der von der kleinen Föderation der Kantone »organisiert« und kontrolliert wurde. Sie vergab das Recht zur Anwerbung von Kriegsleuten und erhielt dafür Weizen, Salz oder günstige Handelsbedingungen. Die Schweizer betrachteten den Kriegsdienst als vorübergehende, nur den Sommer über dauernde Emigration und nahmen deshalb an kurzen großen Feldzügen teil. Dann kehrten sie nach, Hause zurück und lebten den Winter über vom Sold und von der Kriegsbeute. Sie waren die besten Soldaten ihrer Zeit, die ohne Kavallerie und mit wenig Artillerie eine geschickte Bewegungstaktik erfunden hatten, die allen anderen überlegen war. Deshalb wurden sie sowohl von Frankreich als auch von Spanien angefordert. Sie bildeten eine undurchdringliche, mit Eisen gespickte, halbbewegliche Mauer. Man kann die Kriege in Italien nicht verstehen, wenn man sich nicht mit diesen Söldnern befaßt. Schon im 13. und 14. Jahrhundert, nach der Schweizer Unabhängigkeit, leisteten viele dieser Soldaten Dienst in Deutschland und Italien, und da die Kantone diese Art der Emigration nicht verhindern konnten, versuchten sie zumindest, sie unter Kontrolle zu halten. Die Schweizer Söldner und Frankreich: Das wichtigste Bündnis schlossen die Schweizer im Jahre 1453 mit Frankreich unter Karl VII. Es wurde 1474 unter Ludwig XI. erneuert, nachdem er erlebt hatte, wie 1500 Schweizer in der Nähe von Basel einer zwanzigfachen Obermacht standgehalten hatten. Ludwig XI. stellte Schweizer Eidgenossen als Ausbilder für das französische Heer ein, ebenso der König von Spanien. Als am Ende des Jahres 1400 unter Karl VIII. die Kriege in Italien begannen, wurden die Schweizer von Guicciardini als »Mittelpunkt und Hoffnung eines jeden Heeres« bezeichnet. 1495 retteten die Schweizer Infanteristen durch ihre unerschütterliche Standhaftigkeit dem König von Frankreich das Leben. Der Vertrag von 1521 zwischen Frankreich und den Kantonen regelte den Kriegsdienst der Eidgenossen im Ausland. Dabei verpflichteten sich die Schweizer, dem König zwischen 6000 und 16 000 Soldaten zur Verfügung zu stellen, und erhielten als Gegenleistung den Schutz des mächtigsten Fürsten Europas. Die schweizerischen Söldner waren ständige Verbündete und Hilfstruppen, auch wenn die Eidgenossenschaft der eigentliche Befehlshaber dieser Truppen war und sich das Recht vorbehielt, sie jederzeit abzuberufen. Diese bewaffneten Einheiten waren völlig unabhängig; sie hatten ihre eigene Hierarchie, ihre eigenen Richter und Standarten. Die Kommandos wurden von Schweizer Offizieren in ihrer Muttersprache Deutsch erteilt und spiegelten die Gesetze der Kantone wider. Das Regiment war ihre Heimat und sie behielten ihre Gewohnheiten auch später bei, als neue Abkommen geschlossen wurden. Die Schweizer im Vatikan: Das offizielle Geburtsdatum der Päpstlichen Schweizergarde ist der 22. Januar 1506: der Tag, an dem bei Einbruch der Dunkelheit eine Gruppe von 150 Schweizern unter ihrem Hauptmann Kaspar von Silenen aus dem Kanton Uri durch die Portadel Popolo zum ersten Mal in den Vatikan einzog und von Papst Julius II.gesegnet wurde. Johannes Burchard, ein Prälat aus Straßburg, päpstlicher Zeremonienmeister und Verfasser einer berühmten Chronik seiner Zeit, verzeichnete dieses Ereignis in seinem Tagebuch. Doch auch Sixtus IV hatte schon 1479 einen Vertrag mit den Eidgenossen geschlossen, der die Anwerbung von Söldnern vorsah. In der Nähe der Kirche San Pellegrino, in der heutigen Via San Pellegrino, ließ er Unterkünfte für sie bauen. Innozenz VIII. (1484-1492) verlangte auf der Grundlage des bestehenden Vertrags ihre Dienste im Kampf gegen den Herzog von Mailand. Auch Alexander VI. kam in der Zeit des Bündnisses zwischen den Borgia und dem König von Frankreich auf die eidgenössischen Soldaten zurück. Unter der Herrschaft der mächtigen Familie Borghese begannen in Italien die großen Kriege, wo die Schweizer auf der Seite der Franzosen, aber auch des Kirchenstaates oder des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation eine wichtige Rolle spielten. Als die Schweizer Söldner erfuhren, daß König Karl VIII. von Frankreich einen Feldzug gegen Neapel vorbereitete, kamen sie scharenweise, um angeworben zu werden. Gegen Ende des Jahres 1494 befanden sich Tausende von ihnen im Gefolge der französischen Armee in Rom, von wo aus sie im Februar des darauf folgenden Jahres Neapel besetzten. Zu den Teilnehmern dieses Kriegszuges gegen Neapel gehörte auch Kardinal Giuliano della Rovere, der zukünftige Papst Julius II., der unter Alexander VI. Italien verlassen hatte und nach Frankreich gegangen war. Er kannte die Schweizer sehr gut, da er ungefähr 20 Jahre zuvor unter anderem auch das Bistum Lausanne als Pfründe erhalten hatte. Einige Monate später mußte Karl VIII. jedoch Neapel überstürzt verlassen, und nur mit großer Mühe gelang es ihm, die Kontrollposten zu durchbrechen und nach Frankreich zurückzukehren. Papst Alexander VI. hatte nämlich inzwischen Mailand, Venedig, das Heilige Römische Reich und Ferdinand den Katholischen von Spanien für eine antifranzösische Koalition gewinnen können. Die Plünderung Roms: Am Morgen des 6. Mai 1527 gab der Generalhauptmann Bourbon von seinem Hauptquartier, dem Kloster Sant'Onofrio auf dem Gianicolo, aus das Zeichen zum Angriff. Bei der Porta del Torrione wurde er tödlich verwundet, als er zum Sturm auf die Stadtmauer ansetzte. Nach kurzem Zögern durchbrachen die spanischen Söldner die Porta del Torrione,während die Landsknechte in den Borgo Santo Spirito und den Borgo San Pietro einfielen. Die Schweizergarde, die sich vollzählig beim Obelisken eingefunden hatte, der damals in der Nähe des Campo Santo Teutonico stand, und die wenigen römischen Truppen leisteten verzweifelten Widerstand. Der Kommandant Kaspar Röist wurde verwundet und später im Quartier vor den Augen seiner Frau Elisabeth Klingler von den Spaniern auf barbarische Art niedergemetzelt. Von den 189 Schweizern überlebten nur die 42 Gardisten, die - unter der Führung von Herkules Göldli - KlemensVII. zu seinem Zufluchtsort, der Engelsburg, begleiteten. Die anderen fielen heldenhaft, zusammen mit 200 in die Kirche Geflüchteten, vor dem Hochaltar von Sankt Peter. Die Rettung Klemens' VII.und seiner Leute ermöglichte ein geheimer Fluchtgang, der sogenannte »Passetto«, den AlexanderVI. auf der Mauer, die vom Vatikan zur Engelsburg führt, hatte anlegen lassen. Die wilde Horde hatte es eilig, da sie fürchtete, daß ihr die Liga den Rückzug abschneiden könne. Landsknechte und Spanier strömten über den Ponte Sistoin die Stadt und verbreiteten acht Tage lang Schrecken und Gewalt, raubten, frevelten und mordeten. Sie brachen sogar die Gräber der Päpste, auch das von Julius II., auf, um sie auszuplündern. Man schätzt die Zahl der Toten auf 12 000 und den Wert der Beute auf zehn Millionen Dukaten. Alles, was geschah, ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, daß das kaiserliche Heer und mehr noch die Landsknechte Frundsbergs von dem gewalttätigen Gedanken eines Kreuzzugs gegen den Papst geleitet wurden. Vor der Engelsburg wurde unter den Augen des Papstes die Parodie einer kirchlichen Prozession inszeniert, mit der man Klemens aufforderte, Luther die Segel und die Ruder der »Navicella«, des Petrusschiffchens, zu übergeben. Die Soldaten grölten: »Vivat Lutheruspontifex«. Zum Hohn wurde Luthers Name mit der Schwertspitze in das Fresko »La Disputa del Santissimo Sacramento« (Die Disputation über das Allerheiligste) in den Stanzen Raffaels eingeritzt, und eine andere Inschrift verherrlichte Karl V. Kurz und präzise dazu ist das Urteil des Priors der Kanoniker von Sant'Agostino: »Malifuere Germani, pejores Itali, Hispani vero pessimi.« (Die Deutschen waren schlimm, die Italiener schlimmer, am schlimmsten aber waren die Spanier.) Abgesehen von dem unersetzlichen Verlust durch die Zerstörung der Reliquien gingen während des »Sacco di Roma« Kunstwerke von unschätzbarem Wert verloren, wie zum Beispiel der größte Teil der Goldschmiedearbeiten der Kirchen. Am 5. Juni ergab sich Klemens VII. und mußte sich harten Bedingungen unterwerfen: der Übergabe der Festungen Ostia, Civitavecchia und Civita Castellana; dem Verzicht auf die Städte Modena, Parma und Piacenza und der Zahlung von 400 000 Dukaten. Außerdem mußte für die Befreiung der Gefangenen ein Lösegeld bezahlt werden. Die Päpstliche Garnison wurde durch vier Kompanien deutscher und spanischer Soldatenersetzt. Die Schweizergarde wurde abgeschafftund ihr Dienstvon 200 Landsknechten übernommen. Der Papst setzte durch, daß die überlebenden Schweizer in die neue Garde eintreten durften, doch nur zwölf von ihnen machten von diesem Angebot Gebrauch. Zu diesen gehörten Hans Gutenberg aus Chur und Albert Rosin aus Zürich. Die anderen wollten nichts mit den verhaßten Landsknechten zu tun haben. Die Römische Kurie | RÖIST, Caspar \ Kaspar (I9253)
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| 2135 | Diebold von Erlach (* 1541 im Kanton Bern, Schweiz; † November oder Dezember 1565 in Florida, USA), bei den Franzosen bekannt als Thiébaud d’Arlac, war der erste Schweizer in Amerika. Kinder- und Jugendzeit Diebold von Erlach wurde 1541 als Sohn des Patriziers Petermann von Erlach geboren. Petermann von Erlach war Herr von Bümpliz und Hettiswil sowie Landvogt von Grandson und Vogt von Lausanne. Im Alter von 17 Jahren wurde Diebold von seinem Vater zur Erziehung an den Hof des französischen Admirals und Hugenottenführers Gaspard de Coligny geschickt. Auf Empfehlung Colignys sandte Louis I. de Bourbon, der Führer der Hugenotten, Diebold von Erlach 1562 mit dem Auftrag in die Schweiz, reformierte Stände als Verbündete gegen die Katholiken anzuwerben. Dem Unterfangen von Erlachs war kein Erfolg beschieden, da sich die Schweizer Stände durch einen Friedensvertrag dem katholischen französischen Königshof verbunden fühlten. Leben in Amerika Unter dem Expeditionsleiter und Calvinisten René de Laudonnière wurde Diebold von Erlach als Fähnrich nach Amerika geschickt, das sie am 22. Juni 1564 in Florida erreichten. Ziel der Expedition war es, Gold und Silber zu finden. Diebold von Erlach war der dritthöchste Offizier der 60- bis 80-köpfigen Expedition. Die Franzosen wurden in Amerika vom Indianerhäuptling Santuriana freundlich empfangen. Sechs Tage nach der Ankunft begannen sie mit dem Bau des Forts Caroline. Um sich mit den benachbarten Indianerstämmen anzufreunden, sandte Laudonnière fünf Krieger von Santuriana unter der Führung Diebolds von Erlach zum rivalisierenden Häuptling Outina. Laudonnière erhoffte sich, dass sich die beiden Häuptlinge versöhnten und Gefangene austauschten. Die Gruppe um Diebold von Erlach wurde feierlich empfangen, obwohl Outinas Krieger einen Feldzug gegen die Indianergruppe eines dritten Häuptlings, Patavu, vorbereiteten. Diebold von Erlach entschied sich spontan, am Feldzug teilzunehmen. Bereits zu Beginn des Gefechts tötete von Erlach Häuptling Patavu. Dessen Krieger flohen und die Krieger von Outina machten grosse Beute. Durch den leichten Sieg angespornt zogen Outinas Krieger gegen Santurianas Gruppe ins Feld. Es entbrannte ein Krieg, in den auch die Franzosen verwickelt wurden. Ein halbes Jahr später führte von Erlach einen Feldzug gegen Outina an und nahm diesen gefangen. Auf dem Rückweg nach Fort Caroline wurde von Erlachs Truppe von zwei- bis dreihundert Indianern überfallen. Dank der überlegenen Bewaffnung verloren sie in der neunstündigen Schlacht nur zwei Männer. Im August 1565 landeten 1000 weitere Franzosen unter Jean Ribaut in Florida. Nach einem Machtkampf mit Laudonnière übernahm Ribaut das Kommando. Gemäss seinen Befehlen musste er die katholischen Spanier unter Pedro Menendez de Avila aufhalten. Nachdem sie das Fort San Augustin errichtet hatten, schifften sich die Spanier in Erwartung eines heftigen Sturm ein und fuhren aufs offene Meer hinaus. Die Franzosen verpassten den richtigen Zeitpunkt; ihre Schiffe zerschellten in Ufernähe. Nur zweihundert Franzosen überlebten und versuchten hungernd Fort Caroline zu erreichen. Wieder waren die Spanier schneller und machten die kleine Besatzung des Forts nieder, bevor die Schiffbrüchigen eintrafen. Als die Spanier auf die 200 Franzosen trafen, boten sie diesen freies Geleit an, metzelten die entkräfteten Franzosen dann aber alle nieder. Auch Diebold von Erlach fand den Tod, ungeklärt ist, ob er ertrank oder gegen die Spanier fiel. | VON ERLACH, Diebold (I42024)
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| 2136 | Diehl, Pfarrer- und Schulmeisterbuch Rheinhessen, 1928, S. 128. Abendmahl in Heidelberg (Heiliggeistkirche) am 9.7.1719 (16 Jahre). Studium in Heidelberg 1720 (Matrikel der Universität Heidelberg am 21.3.1720, "Hanoviensis, stud. phil.", und Anhang III, 1724, Theologiestudent), Herborn 1724 (Matrikel der Hohen Schule Herborn am 4.5.1724, "Hanoviensis, ex academia Heidelbergensi") und Bremen 1728 (Matrikel des Gymnasium Illustre zu Bremen im April 1728, "Hanoviens."). Pfarrer in Nieder-Flörsheim 1732/42. | SMEDEL, Justus Heinrich (I4108)
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| 2137 | Diehl, Pfarrer- und Schulmeisterbuch Rheinhessen, 1928, S. 264. Siehe www.eberhard-ref.net, Datenbank Pfälzisches Pfarrerlexikon, Litera T. Studium in Herborn 1651 (Matrikel der Hohen Schule Herborn am 24.4.1651, "Dietzensis, e schola patria"). Hofprediger bei dem Grafen von Nassau-Dillenburg für sechs Jahre, Pfarrer in Mannheim (hochdeutsche Gemeinde) 1662/64 und Nierstein 1664/67. Gewesener Pfarrer (1739) zu "Birckenheim in dem Fürstenthum Nassau-Dillenburg" (= Bicken, jetzt in der Gemeinde Mittenaar). | TREVIRANUS, Johann Gottfried (I12164)
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| 2138 | Dienstadligen- und Zürcher Patriziergeschlecht, das 1240 mit Werner erstmals bezeugt ist. Im 13. Jh. waren die M. Meier der Abtei Schänis in Knonau, wo die Fam. auch über die Zehntrechte als Lehen des Klosters Luzern verfügte. In den frühen Heiratsverbindungen u.a. mit den Ritteradligen von Hohen Landenberg sowie jenen von Heidegg und Schwend manifestiert sich die Angleichung an den niederen Adel, wenn das Geschlecht auch formal nicht über das Ritterprädikat verfügte. In Zürich, wo sich die M. 1363 eingebürgert hatten, gehörten Vertreter der Fam. als Mitglieder der Konstaffel bis gegen Ende des 15. Jh. häufig dem Rat an und sassen im Stadtgericht. In denselben Gremien waren die M. wieder vom Beginn des 17. Jh. bis kurz vor das Ende des Ancien Régime vertreten, wenn auch weniger zahlreich als zuvor. Einige Mitglieder der Fam. erreichten wichtige polit. Positionen, so Johannes (->), Gerold (1454-1518), der wiederholt Reichsvogt von Zürich war, und Hans Heinrich (1552-1616), der 1597 Stadtschultheiss wurde. Ab dem Ende des 14. Jh. erwarben die M. als Private zahlreiche Vogteien auf der Zürcher Landschaft oder wurden als Land- und Obervögte der Stadt eingesetzt, wodurch sie sich als eines der wichtigsten junkerl. Gerichtsherrengeschlechter etablierten. Von 1432 bzw. 1435 bis zur Franz. Revolution hatten Mitglieder der Fam. die Limmattaler Gerichtsherrschaften Oetwil und Weiningen sowie die Vogtei über das Kloster Fahr inne. Nach 1800 bekleideten Vertreter der M. zahlreiche städt. und kant. Ämter. Als Letzter des Geschlechts starb 1931 Gerold (->). Wappenbeschreibung / Blasonierung In Rot silberner Meierhut mit verschlungenen, in Quasten endigenden, silbernen Schnüren. | MEYER VON KNONAU, N. (I23652)
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| 2139 | Dienstknecht (1857 in Jesnigk), 1880 Häusler in Polzen | GADEGAST, Friedrich August (I39)
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| 2140 | Diepold II. von Vohburg († 7. August 1078 in der Schlacht bei Mellrichstadt) stammte aus der Familie der Rapotonen, war Markgraf auf dem Nordgau und von Giengen. Er war der jüngere Sohn des Grafen Diepold I. Markgraf von Cham-Vohburg und war mit Liutgard von Zähringen verheiratet. Er war Stifter einige Kirchengebäude und schenkte dem Bistum Regensburg unter anderem den Ort Waldsassen als Einkunftsquelle, in welchem durch seinen Sohn Diepold III. von Vohburg das Kloster Waldsassen gegründet wurde. Sein Herrschaftsbereich ging über das Egerland bis nach Westböhmen, wo er an der Gründung der Burg Pfraumberg beteiligt war.[1] Diepold II. ist in der Schlacht bei Mellrichstadt 7. August 1078 gefallen. Die Kinder Diepold II. und Liutgard waren: Diepold III. († 1146) Markgraf von Nabburg, Vohburg und Cham, ∞ I vor 1118 Adelajda von Polen (* 1090/91, † 1127) Tochter des Fürsten Władysław I. Herman, ∞ II Kunigunde von Beichlingen aus dem Haus Northeim, Tochter des Grafen Kuno, Witwe des Wiprecht III. Graf von Groitzsch, ∞ III Sophia, Schwester eines ungarischen Grafen Stephan Konrad, um 1110 Adelheid von Mochental († geistlich 1. Dezember wohl 1127), ∞ Heinrich I. († 24. September vor 1116 als Mönch in Zwiefalten) Graf von Berg, begraben in Zwiefalten. | VON GIENGEN-VOHBURG, Diepold II. (I1569)
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| 2141 | Diepold III. war der älteste Sohn des Diepold II. von Vohburg, Markgraf auf dem Nordgau und von Giengen, und Liutgard von Zähringen. Luitgard übernahm nach dem Tod des Vaters in der Schlacht bei Mellrichstadt die Erziehung des dreijährigen Diepolds. Sie stand im Investiturstreit auf der Seite des Papstes und engagierte sich für die Benediktiner. Diepold III. ist vor allem bekannt als erster Schwiegervater des späteren Kaisers Friedrich Barbarossa. Die Ehe von Diepolds Tochter Adela, der Erbin des Egerlandes, mit dem jungen Staufer wurde vor dem 2. März 1147 in Eger geschlossen, aber im März 1153 in Konstanz nach sechs kinderlosen Jahren wieder geschieden. Er trat im Jahr 1093 mit seiner Volljährigkeit das väterliche Erbe an und wurde Markgraf auf dem Nordgau und von Giengen. Im Jahre 1099 übernahm Diepold III. das reiche Erbe seiner beiden Verwandten Ulrich von Passau und Rapoto V. von Cham, die Pfalzgrafenwürde Rapotos V. ging dabei aber verloren. Beide waren Ostern 1099 auf einem Hoftag in Regensburg an einer Seuche gestorben. Das Erbe umfasste die Herrschaft Vohburg und die Marken Cham und Nabburg. Die verstreuten Besitzungen dehnten sich bis nach Schwaben und Österreich aus. Diepold III. stand auf der Seite Heinrichs V. im Kampf gegen seinen Vater Heinrich IV. Er befand sich im Gefolge Heinrichs V. bei zahlreichen Reisen und Versammlungen, unter anderem in Quedlinburg und beim Zug nach Italien 1111 und 1116. 1122 war er am Zustandekommen des Wormser Konkordats beteiligt. Er war bei der Thronbesteigung von Lothar III. anwesend und schlug sich bei den aufbrechenden Konflikten gegen den Welfen auf die Seite der Staufer. Darauf folgte eine Aussöhnung, die unter anderem mit seiner zweiten Ehe und der seines Sohnes Diepold IV. besiegelt wurde. Im Gefolge Lothars traf er 1131 in Lüttich mit Papst Innozenz II. zusammen und begegnete Bernhard von Clairvaux. Diepold III., der 1103 Mitbegründer des Klosters Kastl war, gründete 1119 das Kloster Reichenbach und 1133 das Kloster Waldsassen. Diese Gründung, die von Volkenroda aus erfolgte, setzte den Landausbau im Egerland bzw. die Bildung des späteren Stiftlands in Gang. | VON VOHBURG, Diepold III. (I11232)
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| 2142 | Diese Ehe diente der Festigung einer Allianz zwischen Polen und Minsk gegen Dänemark und die Kiewer Rus. Ihr entsprossen die Söhne Wladimir (der seinem Vater als Fürst nachfolgte) und Wasilko sowie die Tochter Sophia von Minsk. 1145 wurde diese Ehe geschieden und Rikissa kehrte mit ihrer Tochter nach Polen zurück, wo inzwischen ihr Bruder Władysław II. herrschte. Diese Scheidung hing möglicherweise damit zusammen, dass die Allianz mit der Kiewer Rus, deren Macht bereits mit dem Tod von Wladimir Wsewolodowitsch Monomach 1125 am Schwinden war, nicht länger notwendig erschien. | GLEBOVIC, Volodar (I40858)
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| 2143 | diese Konradinerin war die erste fränkische Königin überhaupt, die nach einer für dieses Anlass von dem Erzbischof Hinkmar von Reims geschaffenen Krönungsordnung in einer speziellen feierlichen Zeremonie zur Königin des Westfrankenreichs gesalbt und gekrönt worden war. ; Am 13./14. Dezember 842 heiratete sie in Quierzy Karl den Kahlen, König des westfränkischen Reiches. 867 trennte sie sich von ihrem Mann (Grund war die Scheidung Lothars II. von seiner Frau Theutberga wegen der Mätresse Waldrada) und zog sich in die Abtei von Hasnon bei Valenciennes zurück, wo sie zwei Jahre später starb. Sie wurde in der Basilika von Saint-Denis beigesetzt. | VON ORLÉANS, Irmentrud \ Ermentrud (I36229)
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| 2144 | Dieser Chr. Studer hat in Gesellschaft Jac. Schlapprizi und Mitverwandten anno 1622 dem Stand Zürich eine Summe Geld von f. 40'000 geliehen, die Obligation ist von Bürgermeister und Rath der Stadt Zürich gestellt auf 5 Jahr haben. [...] der Stadt Zürich gehörigen Herrschaften, Güter, Zins, Zehenten, Renten, Gülten, Nutzungen, Zöllen, Steuern, Umgeldten, Gefälle und Einkommen zu Pfand eingesetzt. Eigentlich waren es MHH [= Meine Herren], die die Ausleihung gethan und dieser Studer und Schlapprizi mußten nur den Namen dazu leihen. S. Herren. Schwr. Schobr. mhe, darin ein Auszug der Stadt Satzungen no.fo.346, woselbst eine auth. Copie zu finden. | SCHLAPPRITZI, Jacob III ; Jakob (I3863)
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| 2145 | dieser Rudolf ist schwerlich ein Sohn von Ulrich (Nr. 1) denn da der Vater 1442 sich verehelichte, so kann nicht der Sohn aus gleicher Ehe im neml[ichen] Jahr Eilfer gewesen seyn. N.B. diese Bemerkung fällt weg da obige Ehe nicht 1442 sondern 1422 stattfand. | KROMM, Rudolf (I6047)
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| 2146 | Dieser Sohn des Wolfgang Fugger und Enkel des Gastel Fugger brachte es unter anderem als Kanzleischreiber und „Registrant“ am kaiserlichen Hof in Prag zu hohem Ansehen. Im Jahre 1594 erhielt auch er eine Adelsbestätigung (rittermäßiger Adelsstand), verbunden mit einer Wappenbesserung und der sog. Rotwachsfreiheit. Die Fugger vom Reh waren dadurch berechtigt, ihre Dokumente mit rotem Wachs zu siegeln, was ein besonderes, vom Kaiser verliehenes Privileg darstellte. Seine 1603 geschlossene Ehe mit Regina Greiner blieb kinderlos. | FUGGER VOM REH, Johann Christoph (I51469)
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| 2147 | Dieser Ulrich Krom erkaufte das Haus zur Fläsche von Jacob von Grünenstein, die Söhne Ulrichs, Jacob und Gabriel, besaßen dieses Haus 1494 laut Urkund in Händen des Eigenthümers der Fläsche. Spisergasse 11, St. Gallen, Schweiz. Wappenbeschreibung / Blasonierung In Schwarz goldener Querbalken mit schwarzem Igel. | KROMM, Ulrich (I8973)
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| 2148 | Dieser vermählte sich mit ANNA VON BORCKESDORFF vom Hause Ellingen, und zeuget mit derselbst ELISABETH, verehelicht an JOHANN VON DIEPENBRUCH, Amtmann zu Sintzig und WILHELM VON MOTZFELD, Burggraf zu Bensberg, Kellner zu Bensberg, Lulsdorff und Blankenberg. 1780 Besuch von BEETHOVEN in Bensberg « So denke ich mir die Götter dann und wann auf einer silbernen Wolke nektarschlürfend sitzend und die Hälfte der Erde übersehen!" » (Joh. W. v. Goethe am 17. Juli 1774 über den Blick von Bensbergs Höhn) 1793 Das Kurfürstliche Schloß in Bensberg wird zu einem Lazarett für die Kaiserlichen Truppen. Die prachtvolle Inneneinrichtung des Schlosses wird hierbei zerstört, Täfelungen und Fußböden werden zu Heizzwecken herausgerissen. Die Sterblichkeit im Lazarett ist ungeheuer hoch und nach einer Typhus-Epidemie setzt sich das Massensterben fort. Der Kaiserliche und der Französische Friedhof im Hardtwald, wo etwa 3000 Reichsdeutsche, Österreichische und Französische Soldaten aus den Kriegen 1792 bis 1813 begraben liegen, sind traurige Zeugnisse aus dieser Zeit. Auch in der Ortschaft Bensberg fordert die dort eingeschleppte Seuche viele Opfer. 1795 Die Franzosen überschreiten den Rhein, richten im Bensberger Alten Schloß ein Waffenlager ein und hausen ansonsten recht übel im Bergischen Land. Schließlich erhebt sich die unterdrückte Bevölkerung und in Bensberg kommt es zu einem offenen Aufruhr. Nach einem Handstreich auf das Waffenlager im Alten Schloß kommt es am Königsforst zu einem regelrechten Gefecht mit den Franzosen, das jedoch für die Bensberger nicht glücklich ausgeht. Auch die nächsten Jahre halten allerhand Schrecken für die Bensberger Bevölkerung bereit. Bis zum Frieden von Lumeville 1801 ist es ein ständiges Hin und Her. Mal rücken die Franzosen, mal die Kaiserlichen vor. In den letzten Jahren des Krieges ist die Bevölkerung dank permanenter Gelderpressungen und Plünderungen völlig verarmt. Die Situation ist beinahe so verheerend wie einst nach dem 30jährigen Krieg. Als GOETHE 1774 das Schloss besuchte, schrieb sein Begleiter JOHANN GEORG JACOBI in sein Tagebuch: „Schloss und Dorf liegen auf einem hohen Berge, von dem man viele Meilen voll Wälder, Äcker und Heiden, in der Ferne eine Strecke des Rheines und die berühmten Sieben Berge sieht. […] Ich glaube, dass die Götter dann und wann auf einer silbernen Wolke so ihren Nektar trinken und die Hälfte der Erde übersehen!“ GOETH selbst schrieb im 14. Buch in Dichtung und Wahrheit: „Deutlicher ist mir eine Fahrt nach dem Jagdschloß Bensberg, das auf der rechten Seite des Rheins gelegen, der herrlichsten Aussicht genoß. Was mich daselbst über alle Maßen entzückte, waren die Wandverzierungen durch Weenix…“ Das Schloss Bensberg wurde am 30. Juni 1988 als Nr. 136 in der Denkmalliste von Bergisch Gladbach eingetragen | VON BORCKESDORF, Anna (I1758)
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| 2149 | Dieser wurde im September 1237 zum Bischof von Bamberg erwählt. Doch die finanzielle Lage des Hochstifts war angespannt und so musste er, um Schulden tilgen zu können, Stiftsgüter verpfänden. Papst Gregor IX. bannte 1239 zum wiederholten Male Kaiser Friedrich II.; Poppo trat mit der kaiserfeindlichen Partei in Kontakt, worauf ihn Friedrich II., auf den er den Treueid geschworen hatte, am Hofgericht anklagte wegen Bruch des Treuegelöbnisses, Abfall vom Kaiser und Verschleuderung von Bistumsgütern. Im ersten Halbjahr des Jahres 1242 wurde Poppo für schuldig befunden und seiner Hoheitsrechte für verlustig erklärt. Dieses Urteil kam für Poppo, welcher die Bischofsweihe nicht empfangen hat, einer Absetzung gleich. Er verstarb am 4. Dezember 1245. | VON ANDECHS, Poppo (I18346)
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| 2150 | DIESSENHOFEN ist eine Kleinstadt, zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen und politische Gemeinde im Bezirk Frauenfeld des Kantons Thurgau in der Schweiz. Die Ursprünge der Ansiedlung reichen bis ins Jahr 757 zurück (älteste erhaltene urkundliche Erwähnung als alemannische Siedlung Deozincova). Priester Lazarus schenkte damals dem Kloster St. Gallen seinen Weiler Deozincova. 839 hiess es Theozinhovun, was mit «bei den Höfen des Die(o)zzo» übersetzen werden kann. Der Ort wurde durch Graf HARTMANN III. VON KYBURG 1178 mit 60 Hofstätten zur Stadt erhoben. Die Stadtrechte wurden in der 1260 verliehenen Handfeste bestätigt und erweitert. Im 13. Jahrhundert erschien dann erstmals der Name Diessinhovin und in dieser Zeit haben die Kyburger in Diessenhofen auch Münzen geprägt: einen rechteckigen Kyburger Pfennig mit Kopf und Umschrift „DIONI-SIVS“ (Stadtheiliger der Stadtkirche St. Dionys). zu HERBLINGEN: HERBLINGEN ist eine ehemalige politische Gemeinde und ein ehemaliges Bauerndorf im Kanton Schaffhausen in der Schweiz. Bei HERBLINGEN fand man Stationen der Menschen der Steinzeit bei dem Schweizersbild. Berühmt ist auch das Kesslerloch bei Thayngen. Erstmals wurde die alemannische Siedlung Herwilingen 1258 urkundlich erwähnt. Die Familie der Herren von HERBLINGEN hatte ursprünglich die Niedergerichtsbarkeit inne. Sie liess im 13. Jahrhundert die Burg HERBLINGEN errichten. Anfang des 14. Jahrhunderts gingen diese Rechte an die Habsburger über, später an die TRUCHSESSEN VON DIESSENHOFEN und die Schaffhauser Adelsfamilie BRÜMSI. Nach 1469 gehörte das Dorf verschiedenen Bürgern aus Schaffhausen, u. a. ADAM CRON. Um 1530 zählte das Dorf rund 20 Wohngebäude. 1534 kaufte die Stadt Schaffhausen die Niedergerichtsbarkeit samt Burg. Erst 1723 gelangte die Hochgerichtsbarkeit von der Landgrafschaft Nellenburg (Österreich) zu Schaffhausen. | VON HERBLINGEN, Hildburg (I8077)
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